{"numero_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_sha256": "cb909288093cd4431d26b2e95a7fcc4e66f44b3fd6628c6ca7da34af3e51dbf2", "source_tei": "https://github.com/Princeton-CDH/bluemountain-transcriptions/blob/main/periodicals/bmtnabb/issues/1915/07_01/bmtnabb_1915-07_01.tei.xml", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabb/issues/1915/07_01/bmtnabb_1915-07_01.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c002", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c002", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "282", "page_fin": "282", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.2", "titre_corps": "in Grauen faßt mich, Herr, vor deiner", "titre_sommaire": "in Grauen faßt mich, Herr, vor deiner", "signature_source": "Arno Nadel", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "282", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.2", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 475, "texte": "Arno Nadel\nin Grauen faßt mich, Herr, vor deiner\nOrdnung.\nDu läßt das Leben lebend xvürgen,\nUnd Menschen wie ein rotes Werk\nzertrümmern.\nIch sag nicht, was ich sah, der Menschertrågts nicht.\nIch falle tief in Weisheit und Entsetzen\nUnd bete: Lass’ den Sinn so rveit in Lüfte treten,\n—- Jch weiß ja, es geschieht, und dennoch fiel) ich ———\nDaß Augen mehr und mehr im Reinen leuchten,\nNicht nur um uns, um unser Schrecknis, sei’s.\nUnd lasse Schicksal Lust und Schmerz durchwehm"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c004", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c004", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "283", "page_fin": "283", "image_debut": 3, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.3", "titre_corps": "as nützt dir nun dein schwarzer Samt?", "titre_sommaire": "as nützt dir nun dein schwarzer Samt?", "signature_source": "Arno Nadel", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "283", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.3", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 440, "texte": "Arno Nadel\nas nützt dir nun dein schwarzer Samt?\nWas soll der Schleier breit und dücster?\nDein NTann ist gefallen.\nWas solls, daß du zur Erde schaust,\nMit tiefem Blick, zum Grund des Schicksals?\nDein Mann ist gefallen.\nEr war wohl treu und edel,\nMan siehts an dir, die er geliebt. MPO\nUnd furchtbar traf ihn wohl der Tod,\nMan siehts an deinem großen Schmerz.\nUnd du —- nun muß ich lange weinen,\nIn mir, wenn ich vom Leid der Menschen sinne."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c006", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "284", "page_fin": "285", "image_debut": 4, "image_fin": 5, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.4", "titre_corps": "Totengefpràch", "titre_sommaire": "Totengefpràch", "signature_source": "Alexander von Gleichens=Rukwurm", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "284", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.4", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2510, "texte": "Totengefpràch\n\nI\nDr. Martin Luther: Büchsen und Geschütz sind grausame, schäd-\nliche Instrumente, zersprengen Mauern und Felsen und führen die Leute in die\nLuft. Ich glaube, daß des Teufels in der Hölle eigen Werk sei, der es erfunden\nhat, als er nicht streiten kann sonst mit leiblichen Waffen und Fäusten. Gegen\nSchießen hilft keine Stärke noch Mannheit Er ist tot, ehe man die Gefahr\nsiehet. TVenn Adam das Instrument gesehen hätte, das seine Kinder hätten\ngemacht, er wäre vor Leid gestorben.\nFrau von Pompadourt Sie glauben noch an Adam. Sie sind\nnaiv, hochwürdiger Herr.\nDr. Nkartin Luther: XVie der Löwe hatte alle Tiere· zu Gast ge«\nbeten und ein köstlich herrlich Mahl lassen zurichten, war auch die Sau dazu\ngeladen. Als man nun die köstlichenGerichte auftrug und den Gästen vorsetzte,\nfragte die Sau: Sind auch Kleien da? ——- So geht es inanchein dem Gottes-\nWort gegenüber.\nFrau Von Potnpadouw Ein witziger Herr. Daß er derb ist, hängt\nmit seiner Zeit zusammen. Ueber Gottes Wort wollen wir nicht streiten, da hat\njeder seine feste Ansicht Aber ich frage inich und frage Sie, hochwürdiger Herr,\nwarum soll man sich das Leben durch Frömmigkeit komplizierem da sie doch\naugensichtlich keinen Nutzen bringt. Voltaire sagte nicht umsonst, daß die so-\ngenannt Frommen meist um einige Grade schlechter sind als jene, die für sich\nvon derartigen Dingen abstrahieren i\nDr. Martin Luther: Das ist der XVeIt Urteil, so lange es ihr gut\nergehen Aber der Glaube wird Frau Domina, sobald« die Anfechtungen über\ndie Menschen kontmen Wie fromm ist die Welt geworden, es ist eine Freude\nzu sehen. So viel Gebete wie jetzt sind in einem Jahrhundert nicht zum Himmel\ngestiegen. Da hat der Herr wiederum des Teufels Werkzeug die Kardaunen\nund Stuck und Büchsen so verwandelt, daß des Leibes Schaden umschlägt in\nder Seelen Heil.\nFrau. von Pofnpadourt Mein König hat auch mehr als einmal\nKrieg führen lassen und ich habe viele Soldaten gesehen. Aber ich habe sie\nniemals beten, sondern immer nur sluchen hören. Ich frage mich, ob dies Per-\nfektionneinent der Seelen mit dem perfektionnentent der Xvasfen zusammen-\nhängt. Bei dem jetzigen Kostenpunkt der Sache hätte ich mich übrigens gehütet,\nmeinen Herrn und König zu einem Krieg zu persuadiercn. Es könnte doch nicht\nallzu schwer gewesen sein, mit diesen Summen den Mächtigsten selbst einen heil-\nsainen Schrecken einzujagem\nDr. Martin Luther: Der Teufel hat ihnen den Sinn für jegliche Zahl\nverschlossen, aber der Himmel wird auch diese Heimsuchung zum bestenwenden"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "285", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2438, "texte": "Frau von Pompadouw Sie nennen le diable etwas oft, mein\nhochwürdigster Herr. Ich finde, daß diese ganze Mythologie sehr wenig mit den\nRcalitäten zu tun hat, die wir jetzt staunend betrachten. Mich interessiert am\nmeistcn, wie man sich aus der Assaire zieht. Passen Sie auf, das wird nicht so\nleicht fein.\nDr. Martin Luther: Laßt uns bitten, daß Gott die Länder künftig\nvor Krieg behüte! wiewohl Krieg ist ein rechtmäßig und ordentlich Ding und\nWerk der Oberkeit, nicht allein eine Defension und Notwehr, sich vor ungerechter\nGewalt zu schützen, sondern auch eine Rache. .\nFrau von Pompadouw Davon dürften Sie dem gegenwärtigen\nGeschlecht nicht predigen. Sie schreien ohne Ausnahme von Notwehr. Und\ndeshalb ist es gerade so schwer, den Faden des Friedens einzufädeln. Es fehlt\neine Frau, die einfädeln kann und ein richtiges Stickmuster anfangen. Ich habe\ndie Männer immer schwcrfällig gefunden.\nDr. Martin Luther: Es ist kein Rock noch Kleid, das einer Frau\noder Jungfrau übler ansteht, als wenn sie klug sein will.\nFrau von Pompadoum Aue Völker, die Gesittung hatten, haben\ndie Frauen geachtet.\nDr. Martin Luther: Und kein Volk in stärkerem Maße, als wir\nes getan. Das Weib habe das Regiment im Hause. Aber Männerwerk schlichte\nder Mann. Da Gott Adam zum Herrn über alle Kreatur gesetzt hatte, da stand\nAlles noch wohl und recht und Alles ward auf das Beste regiert. Aber das\nWeib kam und wollte die Hand auch darin haben und klug sein. Da fiel es\nAlles dahin und ward eine wüste Unordnung.\nFrau von Pompadouw Eine wüstereunordnung als dieMänner\njetzt angerichtet haben, kann es kaum geben. Ich wiederhole immer wieder,\ndaß ich nur neugierig bin, wie die Kabinette die Sache auflösen werden. Ich luge\ntäglich in alle Bureaus, um zu sehen, ob der Geist des Friedens einzieht, aber\nGeist habe ich bis jetzt überhaupt keinen darin bemerkt.\nDr. Martin Luther: Das sieht dem Weibe ähnlich, durch die Tür-\nspalten zu spitzen. Ich habe die Schlachtfelder wahrgenommen und einen guten\nGeist gesehen, tapfer und fromm. Aber wenn Sie, Frau Gevatterin, neugierig\nsind, zu sehen wie es ausgeht, so bin ich begierig zu beten, daß es ausgeht.\nGott, der Herr, gibt zur rechten Stunde den rechten Geist. Deß bin ich gewiß.\n(Er s etzt stillen Ganges seinen Weg fort)\nFrau von Pompadouw Und ich bin doch neugierig, wie sie es\nmachen. Denn auf das Wie kommt es an, das habe ich nur zu oft bei den\nStaatsgesthäften erfahren.\n\nAlexander von Gleichens=Rukwurm"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c007", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c007", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "286", "page_fin": "287", "image_debut": 6, "image_fin": 7, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.5", "titre_corps": "Totengefpràch", "titre_sommaire": "Totengefpràch", "signature_source": "Alexander von Gleichens=Rukwurm", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 6, "page_imprimee": "286", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2243, "texte": "Totengefpràch\n\nII\nLucretia Borgia (3u ihverkdegleiteriim Blut! Blut! Meine Nüstern\nwittern wieder Blut. Ich will auf die Erde, Adal Meiner Seele durch frisches\nBlut einen Leib zu geben. Es gibt wieder Männer, Ada, in deren Armen\nman warm werden kann.\nFelix saure (eine Seele mit Monocle schwebt schwänzelvid um Lucretia):\nMadame, wozu wünschen Sie die mühsame Reife auf die Erde zu machen? (er wirft\nsich in den Bauch) Es gibt auch Männer in unserer Gesellschaft. Oh, Madame,\nwenn Sie meine Geschichte und mein tragisches Ende kennen würden, Sie\nliebten mich gewiß. Ich war Präsident der französischen Republik, für mich\nist ,,gloire« kein leeres Wort. O, wir verstehen uns gewiß, Madame.\nLucretia Borgiat Mein Herz fordert Blut, rotes, heißes Blut, wie\nes zu uns Abgeschiedenen herüberdufter Was soll mir gleite, was soll mir\nein Präsident? Ich will einen Mann in Waffen. Sie haben nie Waffen ge-\ntragen. Ia, wenn Sie das Visier eines Helms vor dem Gesicht hätten statt\neiner Glasscherbe. Gehen Sie fort. Meineganze Leidenschaft verpufft in\nGelächter.\nFelix Fauret Und doch habe ich viel dazu beigetragen, daß alles so\ngekommen ist. kvenn ich nicht gewesen wäre, inüßte sich Ihr ganzer Blut-\ndurst, schöne Dame, mit einigen Wilden oder höchstens einem Eisenbahn-\nunglück begnügen. Die Frauen auf Erden haben nicht gelacht, wenn ich kam.\nSie breiteren die Arme aus. Und mein Erfolg wuchs mit den Jahren.\nLucretia Borgim Sie wollen Schuld an diesen Schlachten sein?\nSehen Sie hinunter, die Helden von heute sehen anders aus. Oh! Ich be-\nwundere die Welt und wie habe ich bis jetzt die Leute in den langen Hosen\nverachtet.\nF elix Faurm Ich konnte um Liebe sterben, Madame, und nteine Träume\nwaren gleite. Sie gefallen mir in Ihrer Leidenschaft. Sie müssen noch mehr\nTemperament wie Mme. Steinheil haben.\ni Lucretia Borglm Steinl)eil, wer ist das? Wagen Sie nicht, mich\nmit einer Ihrer Puppen zu vergleichem Ich bin das Temperament der lVelt\ngewesen. Sehen Sie nur hinunter, jede Minute bringt eine Heide-nat. Und\nsiiegen möchte ich mit meinem neugeschassenen Leib, angeschmiegt an einen der\nKörper, der den großen Vogel ausfüllt.\nFelix saure: Liebe im Fliegen! Großartig, aber da würde die Maschine\ndas Gleichgewicht verlieren und herunterfallem"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "287", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2139, "texte": "Lucretia Borgim Fliegen, lieben, zerschellen! Das können Sie nicht\nbegreifen, Sie gehören einem armen Jahrhundert, einer Zeit kläglicher Hans-\nwurste an. Erst jetzt keimt Leben, die Erde wird wieder jung!\nFelix Faure: Und ich habe es vorbereitet. Bei ntanchejn Diner, schöne\nDame, bei manchem Fest. Ich sah immer gern Schultern, blendend weiß, wie\ndie Ihren . . .\nLucretia Borgim Er hat gegessen, er hat getrunken, damit jene\nkämpfen. Verstehst du das, Ada? Ich verstehe nur, daß er dabei fett ge-\nworden ist. Und es kam keiner, der Dir ein Gift in die Suppe schüttete oder\nin den Wein? Und keiner, der Dir einen Dolch in die Rippen stach! Ada, ich\nverstehe nichts von der Welt, wie sie bis heute gewesen ist. Aber jetzt sehe ich\nwieder hinunter, lüstern und froh. Oh, wenn ich noch länger wittere, schwellen\nmir die Brüste vom Blut. .\nFelix Faure: Und das soll man ruhig ansehen. Der ganze Krieg\nhätte einen ungeahnten Erfolg, wenn eine Lucretia Borgia lebendig würde.\nMadame, wenn Sie wüßten, wie sehr ich Sie bewundere!\n, Lucretia Borgim Gib Raum! Dein: Liebe ist einåugig und Dein:\nGlut wächst unter Glas. Mein Feueratem verzehrt Deine lächerliche Seele,\ndie sich rühmt, den Krieg herangegessen und herangetrunken zu haben. Wie\nkann man nach Weibern blicken, wenn Helden kämpfen! Nach der Schlacht\nLiebe und niemals solange gefochten wird.\nFelix Faure: Ich habe als Mensch nie Blut sehen können! Und bin an\nder Liebe gestorben. Ich muß immer lieben, solange meine Seele zusammenhält.\nLucretia Borgim An der Liebe gestorben, Schwächling Ich will\nMänner, die in ineinen Armen leben, nicht sterben. Davor graust mich. .\nFelix Faure: Ich bin aber Präsident der Republik\nLucretia Borgiat Soll das kräftig machen? Ada, der Schwätzer\nlangweilt »sich. Sieh’ her! Da platzt eine leuchtende Kugel und ein Haus\nbrennt. Oh, es muß herrlich zu leben sein! (Sic fährt mit Ada i» gewaltigem Flug\nauf die Erde gerichtet) »\nFelix FaUre: Die Zeiten ändern sich. Es ist gut, daß die Frauen\niinmer zu den betreffenden Männern passen. Zu nieiner Zeit genügte es,\nPräsident zu sein. Vielleicht bin ich rechtzeitig gestorben.\n\nAlexander von Gleichens=Rukwurm"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c008", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c008", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "288", "page_fin": "288", "image_debut": 8, "image_fin": 8, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.6", "titre_corps": "un liegen ihre Leiber halb verscharry", "titre_sommaire": "un liegen ihre Leiber halb verscharry", "signature_source": "Walter Rheiner", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 8, "page_imprimee": "288", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.8", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 833, "texte": "Walter Rheiner\nun liegen ihre Leiber halb verscharry\nGeborsten und verwittert tief im Sand.\nVerworren züngelt Haar, hoch wächst\ndie Hand,\nGreift in die Nacht, die auf den Zinnen\nharrt.\nVerkohlte Städte schmälen lang vorbei,\nUnd Brücken stattern schief und ausgezackc\nDie Sonne stürzt, schäumender Kataraktz\nAuf morsche Schädel, Augen fah! wie Blei.\nDurch ihre Zähne pfeift ein süßer Wind,\nDer warm und rosig ist von frischem Blut.\nIn Abendröten weiden Lämmer gut. —-\nSchon quellen sie verwesend aufwärts lind,\nDurchdringen, Freunde, sich mit ihrem Duft,\nUmarmen sich in lächelnder Spirale.\nDie kühlen Sterne sind mit einem Male\nGanz nah und kreisen singend durch die Luft.\nIm Rauch verbrannter Zimmer nisten sie sich ein.\nSie fahren aufgelöst durch Ozeana\nErkennen unten Schiffe, zitternd klein:\nSie, des Planeten großgewölbte Fahne."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c011", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c011", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "290", "page_fin": "292", "image_debut": 10, "image_fin": 12, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.8", "titre_corps": ",,sursum corda!«", "titre_sommaire": ",,sursum corda!«", "signature_source": "Johannes Schlaf (Weimar", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 10, "page_imprimee": "290", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2867, "texte": ",,sursum corda!«\nir erheben unsere Herzen in die Einheit und Kraft des\nZufammenhanges ewiger Notwendigkeit und Entfal-\ntung und erkennen dieses:\nDem Walten einer iinmaitenten göttlichen Ordnung\ngemäß spaltete sich das vorgefchrittenste und um-\nfassendste der antiken Weltreiche, spaltete fiel) das\nlmperium Romanum in ein weströmifchcs und ein\noströnxisches Reich. Göttliche Arbeitsteilung des vor-\nschreitenden christlichen (menschheitlichen) Prinzipes nach zwei Seiten hin seiner\nAufgabe, der Einverleibung und kulturellen Bindung eines ungeheuerem viel-\nspältigeit barbarischen Seelenmaterials, bewunderungswürdig angemessen:\nhier Westrom und das athanasianische Bekenntnis auf die Kelten und Germanen\ngerichtet, dort Ostroin und das arianischc Bekenntnis vorzugsweise auf die\nSlaven und die Völker des Ostens gerichtetz entsprechend einer Abstufung von\nWert, Beruf und kultureller Zukunft zweier verwandter und doch sehr ver-\nschiedener Rassenkomplexe\nWestrom dann von den Germanen zertrümmert. Doch Fortdauer der durch\nden Weltreichbildungsprozeß erreichten vorgefchrittensten menschheitlichen\nWeltreichbildung in neuer Form: der germanische Heerkönig weströmischer\nKaiser geworden; Ostroin aber weiterdauernd, bis es dem polar sich mit der\nchristlichen Kultur in näheren Bezug bringenden islamitischen Ansturm erliegt,\nwobei es seine Kulturfunktion und Herrschaft auf das russische Zarat vererbt.\nAlso wie zuvor lateinisch Westrom und Ostrom, so jetzt germanischer\ndeutscher Kaiser und östlicher Zar nebeneinander.\ne Doch noch nicht dies die wahre organis ehe, lebendigst wirkende Polsetzung!\nDiese bereitet sich vielmehr und vollzieht sich mit einer weiteren Entfaltung\ndes westlichen, deutsch- germanischen Kaiserreiches.\nBis gegen das Interregnum heran hat dieses in seiner Macht und Blüte\ngestanden. Doch von den fränkischen Kaisern an beginnende Loslösung von\nRom; vorschreitender Durchbruch selbsteigenster protestantischer Rasse ger-\nmanischen Kulturtriebes Aufblüte der germanischen Mystik, Vertiefung und\nKlärung germanischer Geistigkeit und Religiosität, die anfängt, klarer und\nklarer reinem christlichen Prinzip und reiner Lehre zu entsprechen. Bald nach dem\nInterregnum aber das immer entschiedenere Auskommen der Sekten, die auf eine\nendliche Ablösung des Bekenntnisses von Rom hinaus, die Reformation vorbereiten.\nGleichlaufend die zunehmende innere und äußere Zerrüttung des Reiches. Zugleich\nkommt die Kaiserwürde an die romtreuen Zzabsburgey deren politisches Jintereise\nimmer nachhaltiger nach dem Osten hin in Anspruch genommen wird. Das ,,heilige\nrömische Reich deutscher Nation« nunmehr der Spott der Völker...\nUnd doch ist das nur sein äußerer Zustand, und in Wahrheit steht es bereits\nin einer neuen, noch ungeahnten Würde und Kraft, immer unter allen äußeren\nTVirren sich vollziehenden kulturell polaren Ausgleichung und Neuordnung, die"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "291", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.11", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2865, "texte": "durch das sich klärende protestantische Prinzip religiös geistig sich vorbereitet, um\ndann mit Notwendigkeit auch politisch-sozial zu feiner neuen Form zu gelangen.\nDie große religiöse Renaissance der Germanem Luther und die Refor-\nmation. politisch-sozial mit ihr gleichlaufend, geeint mit ihr in der gleichen\nWurzel die wachsende Bedeutung der Mark Brandenburg, Burggraf\nFriedrich von Zollern. Dann der dreißigjährige Krieg: polarer Bildungsprozeß\nin seiner bänglichsten Unruhe. .5ie’ Luther, hie’ Kaiser (Oesterreich)l Aus ihr\nhervor dann aber die beginnende Klärung der sozialen Polstellung: Die An-\nfänge Preußens, der nunmehr mit Entschiedenheit politisch gestellte Gegen-\nsatz zwischen ihm, dem protestantischem und dem kaiserlichen katholischen\nOesterreiclx Friedrich der Große alsdann und die schlesischen Kriege.\nWie eine Berufung eines neuen deutschen Kaisertumes und eine besondere\nFörderung der polaren Entscheidung von außen her, alsdann der Ansturm\nBuonapartes und des romantisch aufgefrischten alten lateinischen Jmperialis-\nmuss. Zum anderen Mal durch Louis Buonaparte Der 70ger Krieg. Zuvor\ndurch den 66ger Krieg Oesterreich und das katholische Kaisertum aus\nDeutschland ausgeschieden. -- Endliche Lösung der polaren Krise durch das\nendgültige Zustandekommen des protestantischen deutschen Kaisertums. Da\nman sagen kann, daß seit den fränkischen Kaisern das deutsche Kaisertum\neine immer entschiedener romfeindliche, ihrem innersten Wesen nach germanisch-\nprotestantische Richtung hatte, die reine Erfüllung des gerinanischqorotestantis\nschen, geläutert christlicher: Prinzipes politisch-sozial, also mit demneuen,\npreußischckeforniatorisch bestimmten Kaisertum erreicht!\nVonnunanwiederumeineklarepolareZweiteilungpolitisch-sozialerkulturellcr\nFunktion: Deutschland und Oesterreich, Westen und Osten. Doch nunmehr das\nschon längst vorwiegend im Osten in Anspruch genommene katholisch-österreichische\nKaisertum an Stelle der ehemaligen Kulturfunktion Ostroms, ja, wie sich so sehr\nüberraschend erweisen sollte, an Stelle der Funktion des russischen Zarats getreten.\nDiese also bereits vorhandene und zu ihrer großpolitisch kulturellen Auf-\ngabe bereite zwiepolare soziale Funktion einer großen westeuropäischen Kultur-\neinheit geht aber sich wiederum klärend durch den Weltkriegl Kann aber ein\nanderes denkbar sein, als daß morgen oder übermorgen diese Klärung zum\nlVeltstaatenbund führen wird?\nDas hundert-tausendfältige Blut, das jctzt auf den Riesenschlachtfeldern\nin West und Ost strömt, würde fürwahr vergeblich vergossen sein, wenn Deutschi\nland, nachdem es selbst sich\nmilitårifch ein für allemal gegen den bisherigen Dreiverband sichergestellt hat,\nnicht den mitteleuropåifchen Staatenbund zustandebråchtg dem über kurz oder\nlang auch, politisch herabgemindert, England, Frankreich, Italien u. f. w. sich\nanzuschließen genötigt fein würden?"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "292", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.12", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2985, "texte": "iWürde dieser große Kulturkomplep (unter nunmehriger politischer und\nkultureller Garantie des deutschen protestantischenKaisertums) aber nicht die\nåußerste Erfüllung des alten weströmischen Imperiums sein? Und würde, nach-\ndem das politisch herabgeminderte Rußland, das Zarat, seines panslavischen\nBerufes, dem es bei seiner kulturellen Rückståndigkeit nicht mehr gerecht zu\nwerden vermag, verlustig gegangen, Gsterreich, das katholische Kaisertuny nicht\ndie gesamte slavische XVelt zu einer allgemeinen großen östlichen Kulturgenieiw\nschaft binden, und das alte oströmische Reich nicht mit neuer, kulturell ge-\nsteigerter Funktion wieder aufleben? Doch bei dem innigen organischen Zu-\nsammenschluß Osterreichs mit Deutschland, ein für allemal geeint durch das\ngewaltige Blutopfer des Weltkrieges, sicherlich ohne daß jemals eine feindselige\nZwiespåltigkeit dieser beiden großen Kulturkomplexe wieder zu befürchten\nwäre. lVeiter aber erweist es sich höchst überraschender Weise, daß jetzt der\nTürke (ehemals, zur Zeit, als Konstantinopel erobert und das oströinische\nKaisertum gestürzt wurde, in eine besondere polare Kulturberührung mit\nEuropa gebracht!), der in Europa schließlich nur noch der ,,kranke Mann« sein\nkonnte, eines Tages gar wohl die gesamte islaniitische Welt Asiens und Nord-\nafrikas zu einer weiteren großen Kultureinheit binden wird; die dennoch, wie\nschon die Wafsenbrüderschaft der Türkei mit den beiden Zentralmåchten (ein\nwahrhaft providentieller Begrissy beweist, in natürlicher Abstufung ihren\norganischen Zusammenhang mit den beiden großen europåischen Kulturgemeins\nschaften nicht entbehren wird.\nWas aber Ostasien anbelangt, so erweist der ethisch hochstehende und\nhochstrebcnde Kulturberuf Japans, des ,,asiatischen Preußens«, sich dahin, daß\nes in analoger Weise den buddhistischwongolischen und indischen Kulturbereich\nzu einer einheitlichen organischen Gemeinschaft binden und, abermals in gemåßer\nAbstufung, dem großen Weltorganismus der drei anderen Kulturgemeinschaften\nhinzugliedern wird; das ganze seinem soziabkulturcllen Bestand nach aber unter\nGarantie des großen, deutsch zusammengefaßten westeuropåischen 6ochkultur-\nbestandes. Und dies, und nichts anderes, wird Deutschlands ,,Weltimperialismus«\nsein! . . .\nAmerika aber, obschon durch den gleichen organischen Zusammenhang mit\naller übrigen, solchermaßen einheitlich abgestuften Menschheit verbunden, eine\n(in anderer Hinsicht bedeutsame) Beiseitstellung einnel)mend; als eine besondere\npolitisch-soziale Einheit und ein seltsamer Auszug aller menschheitlichen Rassen\nund Völker! . . .\nKulturpolitik, Gemeinschaftspolitik also die Politik der Zukunft, der\norganisch funktionell abgestuften, doch einheitlichen Menschheit! Die Höhe der\nWeltkultur! Die Eroberung der großen geistigen Jnnenwelten, ihr Auf- und\nAusbau nunmehr möglich geworden! Ungeahntq verwegenste bevorstehende mensch-\nheitliche Erfüllungenl Die gottgeeinte Menschheit! Freude! Freude! Freude! . . .\n\nJohannes Schlaf (Weimar)"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c014", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c014", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "294", "page_fin": "294", "image_debut": 14, "image_fin": 14, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.10", "titre_corps": "»Nachdem sie alles bei uns gelernt haben, wenden sie das Gelernte gegen", "titre_sommaire": "»Nachdem sie alles bei uns gelernt haben, wenden sie das Gelernte gegen", "signature_source": "Franz Blei", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 14, "page_imprimee": "294", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.14", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2885, "texte": "Franz Blei.\n»Nachdem sie alles bei uns gelernt haben, wenden sie das Gelernte gegen\nuns an« -—- haben die Japaner, von denen das gesagt wird, wirklich alles\nvon uns gelernt? Ihre Jndifferenz dem Tode gegenüber schließt nicht not-\nwendig die Fähigkeit ein, die viel schwercren Lasten des Lebens zu tragen.\nEin Staatswesen konstituiert sich heute nicht mehr auf ritterliche Tapferkeit\nallein, wie in Europa höchstens noch die Polen glauben, die kein eigenes Staats-\nwesen haben. Man gibt der Tapferkeit gern den Lorbeer, ohne daß dieser\nuns verpflichtet, die Fehler des japanischen Menschen deshalb zu übersehen,\nweil er leicht zu sterben bereit ist. Zu sterben für den als göttlich angesehenen\nMikado, nicht aus dem Kantischen Jmperativ heraus. Selbst ein so neu-\nmodischer Verehrer des alten Japan, wie der japanische Lektor an der Berliner\nUniversität, gibt zu, daß das Buschido als moralische Basis nicht mehr genügt\nund daß eine Rekonstruktion dringend nötig ist. Und hier liegt der Zwiespalt\nder heutigen japanischen Eristenz: Japan konnte von Europa das Wefentliche\nnicht lernen. Es hat sich, als es unser europäisches Erlernbares sich aneignete,\neiner auflösenden Kraft ausgesetzt, welche die Grundlagen seines politischen\nGebäudes einmal erschüttern muß. Es wird eine Zeit kommen, wo Japan seine\nnaive und unbekümmerte Haltung den tiefen Problemen gegenüber wird auf-\ngeben müssen, für die wir in Europa unser Besies gaben und geben. Unsere\neuropäische Zivilisation ist bis in die Propellerschraube eines Luftschisfes hinein\neine religiöse, eine christliche, und das heißt hoffnungsreiche —- Japan, dessen\nrcligiös pessimistische Einstellung Stagnation ist, nimmt und akzeptiert unsere\nZivilisation rein intellektuell und führt ihr auch nur Intellektuelles zu, und\ngibt, was wir dem Glauben an Gott geben, einem Glauben an den vernünf-\ntigen Staat, macht aus dem Staat das beherrschende Faktum menschlichen\nGewissens. Das Experiment Japans ist sehr interessant und lehrreich für uns,\naber ohne Zukunft für Japan. Jntuitiv erkannten die Japaner als das ein-\nzige Mittel, die europäischen Eindringlinge abzuwehren, die Aneignung euro-\npåischen Wissens. Aber was erst nur Mittel zur Abwehr sein sollte, wurde\nenthusiastische Annahme, Aufnahme der europäischen Ideen und Methoden.\nEs wird mit den metaphysischen Voraussetzungen dieser Methoden und Ideen\nin einen Konflikt kommen, den es nicht lösen kann. Weil Asien nicht Europa\nist. Und der Europa voraussetzende und beherrschende Gedanke ist der christ-\nliche: Herrschaft über die materielle Welt, die man nicht liebt, wie es noch der\nantike Geist tat, der sie in Stabilitåten mythologisierte, und die man nicht\nliebt, weil man die geistige Welt liebt und aspiriert. Den Motor zu erfinden,\ndas ist durchaus nicht ,,krasser Materialismus«, wie eine falsche Romantik\nmeint, sondern ist vom Christentum geweckter und genährter Geist."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c015", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c015", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "295", "page_fin": "295", "image_debut": 15, "image_fin": 15, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.11", "titre_corps": "unter Hengist und Horfa im Drachenschisssj i", "titre_sommaire": "unter Hengist und Horfa im Drachenschisssj i", "signature_source": "Arno 5013", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 15, "page_imprimee": "295", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.15", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2628, "texte": "Arno 5013\nunter Hengist und Horfa im Drachenschisssj i\nmit breiter, behaarter Bärenbrust, durchdringend grimme-i, dickübetsbiif ehren, stahlblaueii Seeadleraugen und fuchsrot flackerndem Flamme-wart,\ndie weißen, mus kulös en, nackten Narbenarme klirrend voller Spangen, «\nmit s chweretz wurzner Eichenkettley rundem, leichtem, lederüberiiageltem Lindenschild und blankem, kurzem B1«onzemesserfch1vert,\nl in dräueiidem Stierhelm,\nbehängt mit Wolfsfellem watscheliid auf Bastschuhem die Waden bewickeltz «\nvon Wattenmeer zu Wattenmeer uns tagsüber s ohaukeliid, abends abkochend, die Nacht über am Strand,\nan einem frühen, blauen, f onneiihelleit Morgen, in kühner, wagemutiger Querfahrh bei endlich günstigem Süd-Süd-Ost,\ndann endlich, endlich, endlich, endlich, —\ndas freie, offne, «\nlange, gischtend grüne, fchäumende, blinkende, siinkernde Schliiigerivelleit rollende Meer durchkreuzend,\nlandete ich, ,\n—- die Windsbraut jagte, die Brandung raste, die Riemen pfiffen,\ndie spiegelnd festen, trangefetteteiy glashart gedrehteii Taue aus Robben-, Walroß- und Seehundshaut bis zum Zerreißen, Bersten und Springen strassteiy stremmten und strammteii sich,\ndie Segel knatterteii — c\nmit einem letzten, schleuderndeii Riefenruclj\nder uns alle,\n-— der Sandfchlamm s pritzte, die Kiele knirfchteiy die Planken krachten — ,\nbis mitten, hoch, weit auf den Strand warf, «\nan der jähen, ragend schroffen, zackigst fplissigst spitzenrissigst zerklicfteteii Steilküste von Kein,\n» kletterte, keuchend, auf allen Vieren, ,\nbei heißer, sengendeis Mittagsglutz\ndie uns den tropfendem rinnenden, rieselndeit Schweiß aus Schläfeiy Niksterii und Achseln trieb, c\ndie blendend bröckeliid brechend knochenbleicheii Klippen hoch,\nklomm,\nklomm und klomm, s\nreckte mich, als ich mit meinen brüllendeii Blutsbricderii —- die andern noch unten, immer neue in Sieht! — endlich, dampfend, oben stand,\n, streckte mich, so lang ich war, schlug Schild an Keule, Keule an Schild,\ndankte Tini, Wodan und Donat;\nicberschwemmte mit tausend Mann, alles murksend, alles meuchelnd, Weiber, Greise und Kinder mordend, noch am selben, gleichen Tag\naUe nächsten, umliegenden Hofe, Gehofte, Dörfetz Weiter, Markte, Blocksiedlungeiy Unwesen, Niederlasstcngeiy Schlicpfwinkeh Zicstuchtsstätteiy Flecken und Warten,\nplünderte die Kirchen, berannte die Klöstetz stürmte die Kastelle,\njeden Abend voU Met, den Wanst voll Kuhsieisch, briet die Mönche, s ott die Priesteiy s chändete die Nonnen\nund ruhte nicht, rastete nicht, rostete nicht,\nals bis der letzte brittische Edeling, als bis der letzte Keltenl)m1d, als bis das ganze Land Kantiwara vers klavt zu unsern Füßen lag!"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c016", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c016", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "296", "page_fin": "296", "image_debut": 16, "image_fin": 16, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.12", "titre_corps": "Fine der Rudftion zugegangen feldposftaate gezeichnet von 3. von Santho", "titre_sommaire": "Fine der Rudftion zugegangen feldposftaate gezeichnet von 3. von Santho", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 16, "page_imprimee": "296", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.16", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 71, "texte": "Fine der Rudftion zugegangen feldposftaate\ngezeichnet von 3. von Santho"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c017", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c017", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "297", "page_fin": "297", "image_debut": 17, "image_fin": 17, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.13", "titre_corps": "Inhalt des Heftes 15:", "titre_sommaire": "Inhalt des Heftes 15:", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 17, "page_imprimee": "297", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.17", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 365, "texte": "Inhalt des Heftes 15:\nWilhelm Hausenstein ———«Albert Weisgerbesr J Edwin Scharff —- Ojrigk\nSteindruck J Hans Reisiger ——— Schatten! Franz Blei —-—, Unsere Revolution-\nMay Unold — Origxzoolzschnitt J Wolfgang Schumann —,Vor Gott 19142\nHugo Sonnenschein —- lVohin? X Willi Geiger —- cvrigxsteindruckszl\nHermannsBahr — Weltdeutfch X Edwin Scharff -—-— Origxsteindrxxck"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c018", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c018", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "297", "page_fin": "297", "image_debut": 17, "image_fin": 17, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.14", "titre_corps": "Inhalt des Heftes 16:", "titre_sommaire": "Inhalt des Heftes 16:", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 17, "page_imprimee": "297", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.17", "debut_caractere": 367, "fin_caractere_exclue": 804, "texte": "Inhalt des Heftes 16:\nEdwin Scharff -— »Schwerer Reiter« Orig.-Steindruck J Paul Scheettbart\n-,«—- Unterfeebootsiotte J Adolf Schifmerer —- Origxsteindruck J eJna Seide!\n—·i Klage des Mädchens J Kasimir Edschmid —- Die kleine GeausaeinkeieJ\nWilhelm Oefterle —- Origxstcinderuck - Karl von Eisenstein -— DereinstszJ\nOtto Flake —- Tagehuch - G. 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Mathey — Nach einem Original-Holz-\nschnitt J» Walker Foitzick —— Zu einer neuen Kriegsmappe"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c019", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c019", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "297", "page_fin": "297", "image_debut": 17, "image_fin": 17, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.15", "titre_corps": "Inhalt des Heftes 17:", "titre_sommaire": "Inhalt des Heftes 17:", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 17, "page_imprimee": "297", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.17", "debut_caractere": 806, "fin_caractere_exclue": 1212, "texte": "Inhalt des Heftes 17:\nRudolf Lednhattd —- Psaliix des großen Todes (Ludwig Steidner, dem großes-c«\nMaler der großen Seele) X Willi Geiger —- Orig.-L-itl)ographie\"l Alfred\nLemm —- Die Bruderfchaft des Geistes J A.H.Pcllegrini ——— OrigxLithoå\ngraphie J Rudolf Leonhard — Aufruf zur Yvirklichkeit - Friedrich Schule»\n— Der Choral ! 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Reinhardt — Original-\nlithographie / Rarl von Eisenstein-Prag — wir (Erschienen in der „wage\"\nJan. lsis) / Adolf Behne — National — antinational / Rudolf Leon-\nhard Stillstand / Ma)?Bucherer — Original-Holzschnitt / FelchGtössinger\n— Deutschland und Europa / Erich Thum — Originallithographie"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c021", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c021", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "298", "page_fin": "298", "image_debut": 18, "image_fin": 18, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.17", "titre_corps": "Presse = Urteile úber Das Zeit = Echo:", "titre_sommaire": "Presse = Urteile úber Das Zeit = Echo:", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 18, "page_imprimee": "298", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.18", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3029, "texte": "Presse = Urteile\núber Das Zeit = Echo:\nprager Cagblatt:\n„3eit»i£<bo\". Unter biefent Titel etfeheint eine 3eitfcbrift, bie es fi<h 3ut\nAufgabe gebellt bat, bie Kriegsgimmung, unb 3War gerabe in ihrer Derfcbieben«\nbett, 3U fammeln unb fi<h Spiegeln 3U laffen. cDie 3eitf<hrift, bie fi<h von ber\nHochflut ber KriegspubliFationen burch il)re vornehme unb unabhängige 2lrt\nwol)ltuenb abgebt...\nJeitfcbrift für\n... 3d> mochte nicht hier eine beliebige PubliFation, bie ber Krieg hervor«\nbraute, unFritifch anzeigen, fonbertt es ig laut 3U beFennen, baf biefe <3efte\nburch (Befinnung unb Füngierifche (Thialitdt bas Beffe bargellen, was ber \"Stieg\nunter ben amtlichen unb Schwachen Kunggaben ber bitten unb furchtbaren\nITTonate bisl)er erjeugte. UTeiff fprechen b'er UTenfchen bes (Beiges unb ber\nKung, bie bislang fchwiegen, unb bie Knappheit ber HusbrucFsform erhöbt\nbie Wucht il)rer Worte. — Unter ben (Lithographien ffnbet ftch manch fdjones,\nFein gleichgültiges Blatt; neben (Beiger unb Kubtn treten ineig jüngge Küngier\nauf wie Werner ©chmibt, K. Beel), ©cbarff, Unolb, ©eewalb. — UTan wirb\n— unb barin unterfcheiben ftch biefe 4>efte von fag allen anbeten -DrucFwerFen\nbiefer 3eit — niemals nur bie Beteuerung patriotischer ITTeinungen ober bie\njDarffellung bes Tatfdchlichen ftnben, fonbern ttefge (Befinnungen unb (£rFennt=\nni|fe offenbaren fich-.. P—s.\naue fcer 0ci)wei$.\nferner\niDiefe Fletne aFtuelle Spiegelt auf Fleinffem Kautne bas\n(Erleben ber jüngern beutfehen Künffler« unb Ptchtergeneration wdl)renb bes\nKrieges. ... Zeichnungen unb Derfe, Fletne 2luffage unb 2luf3ei<hnungen beutfther\n©(hriftffeller, aUes frei unb momentan gegeben als unmittelbarer 2lusbrucF\nbes (Ergriffenfeins von ben (Eretgniffen. Die jüngge <Brapl)iF l)ut nie fo ffarF\nju mir gesprochen wie in biefen Zeichnungen, (Lithographien,\nW. (Beiger, UTap Unolb, K. ©eewalb, Kubin; Feiner von il>nen erwetff ftch bem\nSlnbrdngen ber taufenb neuen Dorüellungen gegenüber als Könner unb über»\nlegctter ITtacher, alle jeigen fte ftch ergriffen unb beigegeben unb finb um nichts\nanberes bemüht, als um ben HusbrucF für ein ffarFes inneres (Erfcbüttertfetn.\n3n ber trüben ,flut unerquicFlicher Kriegsliteratur, mit ber uns jegt jeber Tag\nüberfchwemint, gel)t bies Fletne, vornel)me Blatt ber Küngier feltfam allein\nunb erfreut burdj bie JErngi)aftigFett feiner Fünfflerifchen Haltung.\ntreffe.\nVJeue 5ßrt4>er Rettung:\n3m „(BrapbiF«Derlag Utünchen\" erfcheint bie originelle Fleine 3ett«\nfchrift: „3eit'(£cho. (Etn Kriegs«Tagebuch ber Künffler\". 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Ulan\nbeachte biefe PubliFation; fte wirb unter bem Dielen, Stlljurielen, was biefe\nFriegerifdj bewegte 3eit bis jegt hervorbrachte unb noch l)etrr>orbringen wirb,\neine ehrenvolle ©onbergellung einnehmen."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c022", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c022", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "299", "page_fin": "299", "image_debut": 19, "image_fin": 19, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.18", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 19, "page_imprimee": "299", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.19", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 824, "texte": "E a s s Ob« s Hält? -, s i s \" sz E«\ns «; s » s. « » , l s. i s\nit « l - ·.\n- «\nS «» « « s N s\ns s « Nxx \" « di\nI - i i— J s V l l « ;\n- MODEBLÄTTER ALFREDJVIARIE\ns IllsllllllllllIIIIIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIlllIllllllIIllyllIllIIIIIIIIIIIIIIIIIIII i\nI Unter diesem Titel erscheint soeben im Graphilcs z g s s\nE Verlag eine Mappe mit 1Z künltlerischen Mode- g »\nbildern in 0riginal-Holzsd1nitten»aus dem Atelier s\nZsz von Alfred-Marie. Die Mappe wird nur in einer p v\nganz beschränkten Anklage erscheinen. Alle Blätter s » i\ns sind auf der Handpresse hergestellt auf echt Japan- - ». . «\nJ papier und mit der Hand koloriert\ni« Preis der 12 Bilder in seidener Mappe M. 25.—- » Z\ns Subskriptionspreis M. Z0.-- bis 15. August\ns Bestellungen sind zu richten an den Grapljilsp g »\nE Verlag, G. m.l).H., Berlin W7, Pariser Platz?"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c023", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c023", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "300", "page_fin": "300", "image_debut": 20, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.19", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 20, "page_imprimee": "300", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.20", "debut_caractere": 31, "fin_caractere_exclue": 414, "texte": "i Sonoer-Ausstellu11g j-\nP i Gustav Schneeli «\ni Ferner neue moderne Graphik\nvon Max Unold, Edwin Scharfis Walther Teutsch u. anderen\n« i i in den Räumen der Zweigniederlassung\n\" i «sz » ; des GraphikOerlag München G.\"m.b.H. « s\n» i Berlin - Pariferplatz 7 .\n; Bis Anfang September o ·\nGeössnet Wochentags von 10 bis 6 Uhr, Sonntags von 11 bis 2 Uhr «,\ni i -—- Eintritt 1 Mark —-—- «"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabb-1915-07-01-c024", "article_bluemountain": "bmtnabb_1915-07_01#c024", "volume": "bmtnabb_1915-07_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "300", "page_fin": "300", "image_debut": 20, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.2.20", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 20, "page_imprimee": "300", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.20", "debut_caractere": 416, "fin_caractere_exclue": 593, "texte": "sz B eleuchkungg körp er und\nr » Kunskgeräk »\nr schönster Formen und bester Ausführung aus\nallen Ländern und eigenen «\nI s Werkstätten\nAugstellung: Berlin W, Bellevuestraße 14 v"}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "282", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.2", "texte": "Arno Nadel\nin Grauen faßt mich, Herr, vor deiner\nOrdnung.\nDu läßt das Leben lebend xvürgen,\nUnd Menschen wie ein rotes Werk\nzertrümmern.\nIch sag nicht, was ich sah, der Menschertrågts nicht.\nIch falle tief in Weisheit und Entsetzen\nUnd bete: Lass’ den Sinn so rveit in Lüfte treten,\n—- Jch weiß ja, es geschieht, und dennoch fiel) ich ———\nDaß Augen mehr und mehr im Reinen leuchten,\nNicht nur um uns, um unser Schrecknis, sei’s.\nUnd lasse Schicksal Lust und Schmerz durchwehm"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "283", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.3", "texte": "Arno Nadel\nas nützt dir nun dein schwarzer Samt?\nWas soll der Schleier breit und dücster?\nDein NTann ist gefallen.\nWas solls, daß du zur Erde schaust,\nMit tiefem Blick, zum Grund des Schicksals?\nDein Mann ist gefallen.\nEr war wohl treu und edel,\nMan siehts an dir, die er geliebt. MPO\nUnd furchtbar traf ihn wohl der Tod,\nMan siehts an deinem großen Schmerz.\nUnd du —- nun muß ich lange weinen,\nIn mir, wenn ich vom Leid der Menschen sinne."}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "284", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.4", "texte": "Totengefpràch\n\nI\nDr. Martin Luther: Büchsen und Geschütz sind grausame, schäd-\nliche Instrumente, zersprengen Mauern und Felsen und führen die Leute in die\nLuft. Ich glaube, daß des Teufels in der Hölle eigen Werk sei, der es erfunden\nhat, als er nicht streiten kann sonst mit leiblichen Waffen und Fäusten. Gegen\nSchießen hilft keine Stärke noch Mannheit Er ist tot, ehe man die Gefahr\nsiehet. TVenn Adam das Instrument gesehen hätte, das seine Kinder hätten\ngemacht, er wäre vor Leid gestorben.\nFrau von Pompadourt Sie glauben noch an Adam. Sie sind\nnaiv, hochwürdiger Herr.\nDr. Nkartin Luther: XVie der Löwe hatte alle Tiere· zu Gast ge«\nbeten und ein köstlich herrlich Mahl lassen zurichten, war auch die Sau dazu\ngeladen. Als man nun die köstlichenGerichte auftrug und den Gästen vorsetzte,\nfragte die Sau: Sind auch Kleien da? ——- So geht es inanchein dem Gottes-\nWort gegenüber.\nFrau Von Potnpadouw Ein witziger Herr. Daß er derb ist, hängt\nmit seiner Zeit zusammen. Ueber Gottes Wort wollen wir nicht streiten, da hat\njeder seine feste Ansicht Aber ich frage inich und frage Sie, hochwürdiger Herr,\nwarum soll man sich das Leben durch Frömmigkeit komplizierem da sie doch\naugensichtlich keinen Nutzen bringt. Voltaire sagte nicht umsonst, daß die so-\ngenannt Frommen meist um einige Grade schlechter sind als jene, die für sich\nvon derartigen Dingen abstrahieren i\nDr. Martin Luther: Das ist der XVeIt Urteil, so lange es ihr gut\nergehen Aber der Glaube wird Frau Domina, sobald« die Anfechtungen über\ndie Menschen kontmen Wie fromm ist die Welt geworden, es ist eine Freude\nzu sehen. So viel Gebete wie jetzt sind in einem Jahrhundert nicht zum Himmel\ngestiegen. Da hat der Herr wiederum des Teufels Werkzeug die Kardaunen\nund Stuck und Büchsen so verwandelt, daß des Leibes Schaden umschlägt in\nder Seelen Heil.\nFrau. von Pofnpadourt Mein König hat auch mehr als einmal\nKrieg führen lassen und ich habe viele Soldaten gesehen. Aber ich habe sie\nniemals beten, sondern immer nur sluchen hören. Ich frage mich, ob dies Per-\nfektionneinent der Seelen mit dem perfektionnentent der Xvasfen zusammen-\nhängt. Bei dem jetzigen Kostenpunkt der Sache hätte ich mich übrigens gehütet,\nmeinen Herrn und König zu einem Krieg zu persuadiercn. Es könnte doch nicht\nallzu schwer gewesen sein, mit diesen Summen den Mächtigsten selbst einen heil-\nsainen Schrecken einzujagem\nDr. Martin Luther: Der Teufel hat ihnen den Sinn für jegliche Zahl\nverschlossen, aber der Himmel wird auch diese Heimsuchung zum bestenwenden"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "285", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.5", "texte": "Frau von Pompadouw Sie nennen le diable etwas oft, mein\nhochwürdigster Herr. Ich finde, daß diese ganze Mythologie sehr wenig mit den\nRcalitäten zu tun hat, die wir jetzt staunend betrachten. Mich interessiert am\nmeistcn, wie man sich aus der Assaire zieht. Passen Sie auf, das wird nicht so\nleicht fein.\nDr. Martin Luther: Laßt uns bitten, daß Gott die Länder künftig\nvor Krieg behüte! wiewohl Krieg ist ein rechtmäßig und ordentlich Ding und\nWerk der Oberkeit, nicht allein eine Defension und Notwehr, sich vor ungerechter\nGewalt zu schützen, sondern auch eine Rache. .\nFrau von Pompadouw Davon dürften Sie dem gegenwärtigen\nGeschlecht nicht predigen. Sie schreien ohne Ausnahme von Notwehr. Und\ndeshalb ist es gerade so schwer, den Faden des Friedens einzufädeln. Es fehlt\neine Frau, die einfädeln kann und ein richtiges Stickmuster anfangen. Ich habe\ndie Männer immer schwcrfällig gefunden.\nDr. Martin Luther: Es ist kein Rock noch Kleid, das einer Frau\noder Jungfrau übler ansteht, als wenn sie klug sein will.\nFrau von Pompadoum Aue Völker, die Gesittung hatten, haben\ndie Frauen geachtet.\nDr. Martin Luther: Und kein Volk in stärkerem Maße, als wir\nes getan. Das Weib habe das Regiment im Hause. Aber Männerwerk schlichte\nder Mann. Da Gott Adam zum Herrn über alle Kreatur gesetzt hatte, da stand\nAlles noch wohl und recht und Alles ward auf das Beste regiert. Aber das\nWeib kam und wollte die Hand auch darin haben und klug sein. Da fiel es\nAlles dahin und ward eine wüste Unordnung.\nFrau von Pompadouw Eine wüstereunordnung als dieMänner\njetzt angerichtet haben, kann es kaum geben. Ich wiederhole immer wieder,\ndaß ich nur neugierig bin, wie die Kabinette die Sache auflösen werden. Ich luge\ntäglich in alle Bureaus, um zu sehen, ob der Geist des Friedens einzieht, aber\nGeist habe ich bis jetzt überhaupt keinen darin bemerkt.\nDr. Martin Luther: Das sieht dem Weibe ähnlich, durch die Tür-\nspalten zu spitzen. Ich habe die Schlachtfelder wahrgenommen und einen guten\nGeist gesehen, tapfer und fromm. Aber wenn Sie, Frau Gevatterin, neugierig\nsind, zu sehen wie es ausgeht, so bin ich begierig zu beten, daß es ausgeht.\nGott, der Herr, gibt zur rechten Stunde den rechten Geist. Deß bin ich gewiß.\n(Er s etzt stillen Ganges seinen Weg fort)\nFrau von Pompadouw Und ich bin doch neugierig, wie sie es\nmachen. Denn auf das Wie kommt es an, das habe ich nur zu oft bei den\nStaatsgesthäften erfahren.\n\nAlexander von Gleichens=Rukwurm"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "286", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.6", "texte": "Totengefpràch\n\nII\nLucretia Borgia (3u ihverkdegleiteriim Blut! Blut! Meine Nüstern\nwittern wieder Blut. Ich will auf die Erde, Adal Meiner Seele durch frisches\nBlut einen Leib zu geben. Es gibt wieder Männer, Ada, in deren Armen\nman warm werden kann.\nFelix saure (eine Seele mit Monocle schwebt schwänzelvid um Lucretia):\nMadame, wozu wünschen Sie die mühsame Reife auf die Erde zu machen? (er wirft\nsich in den Bauch) Es gibt auch Männer in unserer Gesellschaft. Oh, Madame,\nwenn Sie meine Geschichte und mein tragisches Ende kennen würden, Sie\nliebten mich gewiß. Ich war Präsident der französischen Republik, für mich\nist ,,gloire« kein leeres Wort. O, wir verstehen uns gewiß, Madame.\nLucretia Borgiat Mein Herz fordert Blut, rotes, heißes Blut, wie\nes zu uns Abgeschiedenen herüberdufter Was soll mir gleite, was soll mir\nein Präsident? Ich will einen Mann in Waffen. Sie haben nie Waffen ge-\ntragen. Ia, wenn Sie das Visier eines Helms vor dem Gesicht hätten statt\neiner Glasscherbe. Gehen Sie fort. Meineganze Leidenschaft verpufft in\nGelächter.\nFelix Fauret Und doch habe ich viel dazu beigetragen, daß alles so\ngekommen ist. kvenn ich nicht gewesen wäre, inüßte sich Ihr ganzer Blut-\ndurst, schöne Dame, mit einigen Wilden oder höchstens einem Eisenbahn-\nunglück begnügen. Die Frauen auf Erden haben nicht gelacht, wenn ich kam.\nSie breiteren die Arme aus. Und mein Erfolg wuchs mit den Jahren.\nLucretia Borgim Sie wollen Schuld an diesen Schlachten sein?\nSehen Sie hinunter, die Helden von heute sehen anders aus. Oh! Ich be-\nwundere die Welt und wie habe ich bis jetzt die Leute in den langen Hosen\nverachtet.\nF elix Faurm Ich konnte um Liebe sterben, Madame, und nteine Träume\nwaren gleite. Sie gefallen mir in Ihrer Leidenschaft. Sie müssen noch mehr\nTemperament wie Mme. Steinheil haben.\ni Lucretia Borglm Steinl)eil, wer ist das? Wagen Sie nicht, mich\nmit einer Ihrer Puppen zu vergleichem Ich bin das Temperament der lVelt\ngewesen. Sehen Sie nur hinunter, jede Minute bringt eine Heide-nat. Und\nsiiegen möchte ich mit meinem neugeschassenen Leib, angeschmiegt an einen der\nKörper, der den großen Vogel ausfüllt.\nFelix saure: Liebe im Fliegen! Großartig, aber da würde die Maschine\ndas Gleichgewicht verlieren und herunterfallem"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "287", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.7", "texte": "Lucretia Borgim Fliegen, lieben, zerschellen! Das können Sie nicht\nbegreifen, Sie gehören einem armen Jahrhundert, einer Zeit kläglicher Hans-\nwurste an. Erst jetzt keimt Leben, die Erde wird wieder jung!\nFelix Faure: Und ich habe es vorbereitet. Bei ntanchejn Diner, schöne\nDame, bei manchem Fest. Ich sah immer gern Schultern, blendend weiß, wie\ndie Ihren . . .\nLucretia Borgim Er hat gegessen, er hat getrunken, damit jene\nkämpfen. Verstehst du das, Ada? Ich verstehe nur, daß er dabei fett ge-\nworden ist. Und es kam keiner, der Dir ein Gift in die Suppe schüttete oder\nin den Wein? Und keiner, der Dir einen Dolch in die Rippen stach! Ada, ich\nverstehe nichts von der Welt, wie sie bis heute gewesen ist. Aber jetzt sehe ich\nwieder hinunter, lüstern und froh. Oh, wenn ich noch länger wittere, schwellen\nmir die Brüste vom Blut. .\nFelix Faure: Und das soll man ruhig ansehen. Der ganze Krieg\nhätte einen ungeahnten Erfolg, wenn eine Lucretia Borgia lebendig würde.\nMadame, wenn Sie wüßten, wie sehr ich Sie bewundere!\n, Lucretia Borgim Gib Raum! Dein: Liebe ist einåugig und Dein:\nGlut wächst unter Glas. Mein Feueratem verzehrt Deine lächerliche Seele,\ndie sich rühmt, den Krieg herangegessen und herangetrunken zu haben. Wie\nkann man nach Weibern blicken, wenn Helden kämpfen! Nach der Schlacht\nLiebe und niemals solange gefochten wird.\nFelix Faure: Ich habe als Mensch nie Blut sehen können! Und bin an\nder Liebe gestorben. Ich muß immer lieben, solange meine Seele zusammenhält.\nLucretia Borgim An der Liebe gestorben, Schwächling Ich will\nMänner, die in ineinen Armen leben, nicht sterben. Davor graust mich. .\nFelix Faure: Ich bin aber Präsident der Republik\nLucretia Borgiat Soll das kräftig machen? Ada, der Schwätzer\nlangweilt »sich. Sieh’ her! Da platzt eine leuchtende Kugel und ein Haus\nbrennt. Oh, es muß herrlich zu leben sein! (Sic fährt mit Ada i» gewaltigem Flug\nauf die Erde gerichtet) »\nFelix FaUre: Die Zeiten ändern sich. Es ist gut, daß die Frauen\niinmer zu den betreffenden Männern passen. Zu nieiner Zeit genügte es,\nPräsident zu sein. Vielleicht bin ich rechtzeitig gestorben.\n\nAlexander von Gleichens=Rukwurm"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "288", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.8", "texte": "Walter Rheiner\nun liegen ihre Leiber halb verscharry\nGeborsten und verwittert tief im Sand.\nVerworren züngelt Haar, hoch wächst\ndie Hand,\nGreift in die Nacht, die auf den Zinnen\nharrt.\nVerkohlte Städte schmälen lang vorbei,\nUnd Brücken stattern schief und ausgezackc\nDie Sonne stürzt, schäumender Kataraktz\nAuf morsche Schädel, Augen fah! wie Blei.\nDurch ihre Zähne pfeift ein süßer Wind,\nDer warm und rosig ist von frischem Blut.\nIn Abendröten weiden Lämmer gut. —-\nSchon quellen sie verwesend aufwärts lind,\nDurchdringen, Freunde, sich mit ihrem Duft,\nUmarmen sich in lächelnder Spirale.\nDie kühlen Sterne sind mit einem Male\nGanz nah und kreisen singend durch die Luft.\nIm Rauch verbrannter Zimmer nisten sie sich ein.\nSie fahren aufgelöst durch Ozeana\nErkennen unten Schiffe, zitternd klein:\nSie, des Planeten großgewölbte Fahne."}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "290", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.10", "texte": ",,sursum corda!«\nir erheben unsere Herzen in die Einheit und Kraft des\nZufammenhanges ewiger Notwendigkeit und Entfal-\ntung und erkennen dieses:\nDem Walten einer iinmaitenten göttlichen Ordnung\ngemäß spaltete sich das vorgefchrittenste und um-\nfassendste der antiken Weltreiche, spaltete fiel) das\nlmperium Romanum in ein weströmifchcs und ein\noströnxisches Reich. Göttliche Arbeitsteilung des vor-\nschreitenden christlichen (menschheitlichen) Prinzipes nach zwei Seiten hin seiner\nAufgabe, der Einverleibung und kulturellen Bindung eines ungeheuerem viel-\nspältigeit barbarischen Seelenmaterials, bewunderungswürdig angemessen:\nhier Westrom und das athanasianische Bekenntnis auf die Kelten und Germanen\ngerichtet, dort Ostroin und das arianischc Bekenntnis vorzugsweise auf die\nSlaven und die Völker des Ostens gerichtetz entsprechend einer Abstufung von\nWert, Beruf und kultureller Zukunft zweier verwandter und doch sehr ver-\nschiedener Rassenkomplexe\nWestrom dann von den Germanen zertrümmert. Doch Fortdauer der durch\nden Weltreichbildungsprozeß erreichten vorgefchrittensten menschheitlichen\nWeltreichbildung in neuer Form: der germanische Heerkönig weströmischer\nKaiser geworden; Ostroin aber weiterdauernd, bis es dem polar sich mit der\nchristlichen Kultur in näheren Bezug bringenden islamitischen Ansturm erliegt,\nwobei es seine Kulturfunktion und Herrschaft auf das russische Zarat vererbt.\nAlso wie zuvor lateinisch Westrom und Ostrom, so jetzt germanischer\ndeutscher Kaiser und östlicher Zar nebeneinander.\ne Doch noch nicht dies die wahre organis ehe, lebendigst wirkende Polsetzung!\nDiese bereitet sich vielmehr und vollzieht sich mit einer weiteren Entfaltung\ndes westlichen, deutsch- germanischen Kaiserreiches.\nBis gegen das Interregnum heran hat dieses in seiner Macht und Blüte\ngestanden. Doch von den fränkischen Kaisern an beginnende Loslösung von\nRom; vorschreitender Durchbruch selbsteigenster protestantischer Rasse ger-\nmanischen Kulturtriebes Aufblüte der germanischen Mystik, Vertiefung und\nKlärung germanischer Geistigkeit und Religiosität, die anfängt, klarer und\nklarer reinem christlichen Prinzip und reiner Lehre zu entsprechen. Bald nach dem\nInterregnum aber das immer entschiedenere Auskommen der Sekten, die auf eine\nendliche Ablösung des Bekenntnisses von Rom hinaus, die Reformation vorbereiten.\nGleichlaufend die zunehmende innere und äußere Zerrüttung des Reiches. Zugleich\nkommt die Kaiserwürde an die romtreuen Zzabsburgey deren politisches Jintereise\nimmer nachhaltiger nach dem Osten hin in Anspruch genommen wird. Das ,,heilige\nrömische Reich deutscher Nation« nunmehr der Spott der Völker...\nUnd doch ist das nur sein äußerer Zustand, und in Wahrheit steht es bereits\nin einer neuen, noch ungeahnten Würde und Kraft, immer unter allen äußeren\nTVirren sich vollziehenden kulturell polaren Ausgleichung und Neuordnung, die"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "291", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.11", "texte": "durch das sich klärende protestantische Prinzip religiös geistig sich vorbereitet, um\ndann mit Notwendigkeit auch politisch-sozial zu feiner neuen Form zu gelangen.\nDie große religiöse Renaissance der Germanem Luther und die Refor-\nmation. politisch-sozial mit ihr gleichlaufend, geeint mit ihr in der gleichen\nWurzel die wachsende Bedeutung der Mark Brandenburg, Burggraf\nFriedrich von Zollern. Dann der dreißigjährige Krieg: polarer Bildungsprozeß\nin seiner bänglichsten Unruhe. .5ie’ Luther, hie’ Kaiser (Oesterreich)l Aus ihr\nhervor dann aber die beginnende Klärung der sozialen Polstellung: Die An-\nfänge Preußens, der nunmehr mit Entschiedenheit politisch gestellte Gegen-\nsatz zwischen ihm, dem protestantischem und dem kaiserlichen katholischen\nOesterreiclx Friedrich der Große alsdann und die schlesischen Kriege.\nWie eine Berufung eines neuen deutschen Kaisertumes und eine besondere\nFörderung der polaren Entscheidung von außen her, alsdann der Ansturm\nBuonapartes und des romantisch aufgefrischten alten lateinischen Jmperialis-\nmuss. Zum anderen Mal durch Louis Buonaparte Der 70ger Krieg. Zuvor\ndurch den 66ger Krieg Oesterreich und das katholische Kaisertum aus\nDeutschland ausgeschieden. -- Endliche Lösung der polaren Krise durch das\nendgültige Zustandekommen des protestantischen deutschen Kaisertums. Da\nman sagen kann, daß seit den fränkischen Kaisern das deutsche Kaisertum\neine immer entschiedener romfeindliche, ihrem innersten Wesen nach germanisch-\nprotestantische Richtung hatte, die reine Erfüllung des gerinanischqorotestantis\nschen, geläutert christlicher: Prinzipes politisch-sozial, also mit demneuen,\npreußischckeforniatorisch bestimmten Kaisertum erreicht!\nVonnunanwiederumeineklarepolareZweiteilungpolitisch-sozialerkulturellcr\nFunktion: Deutschland und Oesterreich, Westen und Osten. Doch nunmehr das\nschon längst vorwiegend im Osten in Anspruch genommene katholisch-österreichische\nKaisertum an Stelle der ehemaligen Kulturfunktion Ostroms, ja, wie sich so sehr\nüberraschend erweisen sollte, an Stelle der Funktion des russischen Zarats getreten.\nDiese also bereits vorhandene und zu ihrer großpolitisch kulturellen Auf-\ngabe bereite zwiepolare soziale Funktion einer großen westeuropäischen Kultur-\neinheit geht aber sich wiederum klärend durch den Weltkriegl Kann aber ein\nanderes denkbar sein, als daß morgen oder übermorgen diese Klärung zum\nlVeltstaatenbund führen wird?\nDas hundert-tausendfältige Blut, das jctzt auf den Riesenschlachtfeldern\nin West und Ost strömt, würde fürwahr vergeblich vergossen sein, wenn Deutschi\nland, nachdem es selbst sich\nmilitårifch ein für allemal gegen den bisherigen Dreiverband sichergestellt hat,\nnicht den mitteleuropåifchen Staatenbund zustandebråchtg dem über kurz oder\nlang auch, politisch herabgemindert, England, Frankreich, Italien u. f. w. sich\nanzuschließen genötigt fein würden?"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "292", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.12", "texte": "iWürde dieser große Kulturkomplep (unter nunmehriger politischer und\nkultureller Garantie des deutschen protestantischenKaisertums) aber nicht die\nåußerste Erfüllung des alten weströmischen Imperiums sein? Und würde, nach-\ndem das politisch herabgeminderte Rußland, das Zarat, seines panslavischen\nBerufes, dem es bei seiner kulturellen Rückståndigkeit nicht mehr gerecht zu\nwerden vermag, verlustig gegangen, Gsterreich, das katholische Kaisertuny nicht\ndie gesamte slavische XVelt zu einer allgemeinen großen östlichen Kulturgenieiw\nschaft binden, und das alte oströmische Reich nicht mit neuer, kulturell ge-\nsteigerter Funktion wieder aufleben? Doch bei dem innigen organischen Zu-\nsammenschluß Osterreichs mit Deutschland, ein für allemal geeint durch das\ngewaltige Blutopfer des Weltkrieges, sicherlich ohne daß jemals eine feindselige\nZwiespåltigkeit dieser beiden großen Kulturkomplexe wieder zu befürchten\nwäre. lVeiter aber erweist es sich höchst überraschender Weise, daß jetzt der\nTürke (ehemals, zur Zeit, als Konstantinopel erobert und das oströinische\nKaisertum gestürzt wurde, in eine besondere polare Kulturberührung mit\nEuropa gebracht!), der in Europa schließlich nur noch der ,,kranke Mann« sein\nkonnte, eines Tages gar wohl die gesamte islaniitische Welt Asiens und Nord-\nafrikas zu einer weiteren großen Kultureinheit binden wird; die dennoch, wie\nschon die Wafsenbrüderschaft der Türkei mit den beiden Zentralmåchten (ein\nwahrhaft providentieller Begrissy beweist, in natürlicher Abstufung ihren\norganischen Zusammenhang mit den beiden großen europåischen Kulturgemeins\nschaften nicht entbehren wird.\nWas aber Ostasien anbelangt, so erweist der ethisch hochstehende und\nhochstrebcnde Kulturberuf Japans, des ,,asiatischen Preußens«, sich dahin, daß\nes in analoger Weise den buddhistischwongolischen und indischen Kulturbereich\nzu einer einheitlichen organischen Gemeinschaft binden und, abermals in gemåßer\nAbstufung, dem großen Weltorganismus der drei anderen Kulturgemeinschaften\nhinzugliedern wird; das ganze seinem soziabkulturcllen Bestand nach aber unter\nGarantie des großen, deutsch zusammengefaßten westeuropåischen 6ochkultur-\nbestandes. Und dies, und nichts anderes, wird Deutschlands ,,Weltimperialismus«\nsein! . . .\nAmerika aber, obschon durch den gleichen organischen Zusammenhang mit\naller übrigen, solchermaßen einheitlich abgestuften Menschheit verbunden, eine\n(in anderer Hinsicht bedeutsame) Beiseitstellung einnel)mend; als eine besondere\npolitisch-soziale Einheit und ein seltsamer Auszug aller menschheitlichen Rassen\nund Völker! . . .\nKulturpolitik, Gemeinschaftspolitik also die Politik der Zukunft, der\norganisch funktionell abgestuften, doch einheitlichen Menschheit! Die Höhe der\nWeltkultur! Die Eroberung der großen geistigen Jnnenwelten, ihr Auf- und\nAusbau nunmehr möglich geworden! Ungeahntq verwegenste bevorstehende mensch-\nheitliche Erfüllungenl Die gottgeeinte Menschheit! Freude! Freude! Freude! . . .\n\nJohannes Schlaf (Weimar)"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "294", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.14", "texte": "Franz Blei.\n»Nachdem sie alles bei uns gelernt haben, wenden sie das Gelernte gegen\nuns an« -—- haben die Japaner, von denen das gesagt wird, wirklich alles\nvon uns gelernt? Ihre Jndifferenz dem Tode gegenüber schließt nicht not-\nwendig die Fähigkeit ein, die viel schwercren Lasten des Lebens zu tragen.\nEin Staatswesen konstituiert sich heute nicht mehr auf ritterliche Tapferkeit\nallein, wie in Europa höchstens noch die Polen glauben, die kein eigenes Staats-\nwesen haben. Man gibt der Tapferkeit gern den Lorbeer, ohne daß dieser\nuns verpflichtet, die Fehler des japanischen Menschen deshalb zu übersehen,\nweil er leicht zu sterben bereit ist. Zu sterben für den als göttlich angesehenen\nMikado, nicht aus dem Kantischen Jmperativ heraus. Selbst ein so neu-\nmodischer Verehrer des alten Japan, wie der japanische Lektor an der Berliner\nUniversität, gibt zu, daß das Buschido als moralische Basis nicht mehr genügt\nund daß eine Rekonstruktion dringend nötig ist. Und hier liegt der Zwiespalt\nder heutigen japanischen Eristenz: Japan konnte von Europa das Wefentliche\nnicht lernen. Es hat sich, als es unser europäisches Erlernbares sich aneignete,\neiner auflösenden Kraft ausgesetzt, welche die Grundlagen seines politischen\nGebäudes einmal erschüttern muß. Es wird eine Zeit kommen, wo Japan seine\nnaive und unbekümmerte Haltung den tiefen Problemen gegenüber wird auf-\ngeben müssen, für die wir in Europa unser Besies gaben und geben. Unsere\neuropäische Zivilisation ist bis in die Propellerschraube eines Luftschisfes hinein\neine religiöse, eine christliche, und das heißt hoffnungsreiche —- Japan, dessen\nrcligiös pessimistische Einstellung Stagnation ist, nimmt und akzeptiert unsere\nZivilisation rein intellektuell und führt ihr auch nur Intellektuelles zu, und\ngibt, was wir dem Glauben an Gott geben, einem Glauben an den vernünf-\ntigen Staat, macht aus dem Staat das beherrschende Faktum menschlichen\nGewissens. Das Experiment Japans ist sehr interessant und lehrreich für uns,\naber ohne Zukunft für Japan. Jntuitiv erkannten die Japaner als das ein-\nzige Mittel, die europäischen Eindringlinge abzuwehren, die Aneignung euro-\npåischen Wissens. Aber was erst nur Mittel zur Abwehr sein sollte, wurde\nenthusiastische Annahme, Aufnahme der europäischen Ideen und Methoden.\nEs wird mit den metaphysischen Voraussetzungen dieser Methoden und Ideen\nin einen Konflikt kommen, den es nicht lösen kann. Weil Asien nicht Europa\nist. Und der Europa voraussetzende und beherrschende Gedanke ist der christ-\nliche: Herrschaft über die materielle Welt, die man nicht liebt, wie es noch der\nantike Geist tat, der sie in Stabilitåten mythologisierte, und die man nicht\nliebt, weil man die geistige Welt liebt und aspiriert. Den Motor zu erfinden,\ndas ist durchaus nicht ,,krasser Materialismus«, wie eine falsche Romantik\nmeint, sondern ist vom Christentum geweckter und genährter Geist."}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "295", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.15", "texte": "Arno 5013\nunter Hengist und Horfa im Drachenschisssj i\nmit breiter, behaarter Bärenbrust, durchdringend grimme-i, dickübetsbiif ehren, stahlblaueii Seeadleraugen und fuchsrot flackerndem Flamme-wart,\ndie weißen, mus kulös en, nackten Narbenarme klirrend voller Spangen, «\nmit s chweretz wurzner Eichenkettley rundem, leichtem, lederüberiiageltem Lindenschild und blankem, kurzem B1«onzemesserfch1vert,\nl in dräueiidem Stierhelm,\nbehängt mit Wolfsfellem watscheliid auf Bastschuhem die Waden bewickeltz «\nvon Wattenmeer zu Wattenmeer uns tagsüber s ohaukeliid, abends abkochend, die Nacht über am Strand,\nan einem frühen, blauen, f onneiihelleit Morgen, in kühner, wagemutiger Querfahrh bei endlich günstigem Süd-Süd-Ost,\ndann endlich, endlich, endlich, endlich, —\ndas freie, offne, «\nlange, gischtend grüne, fchäumende, blinkende, siinkernde Schliiigerivelleit rollende Meer durchkreuzend,\nlandete ich, ,\n—- die Windsbraut jagte, die Brandung raste, die Riemen pfiffen,\ndie spiegelnd festen, trangefetteteiy glashart gedrehteii Taue aus Robben-, Walroß- und Seehundshaut bis zum Zerreißen, Bersten und Springen strassteiy stremmten und strammteii sich,\ndie Segel knatterteii — c\nmit einem letzten, schleuderndeii Riefenruclj\nder uns alle,\n-— der Sandfchlamm s pritzte, die Kiele knirfchteiy die Planken krachten — ,\nbis mitten, hoch, weit auf den Strand warf, «\nan der jähen, ragend schroffen, zackigst fplissigst spitzenrissigst zerklicfteteii Steilküste von Kein,\n» kletterte, keuchend, auf allen Vieren, ,\nbei heißer, sengendeis Mittagsglutz\ndie uns den tropfendem rinnenden, rieselndeit Schweiß aus Schläfeiy Niksterii und Achseln trieb, c\ndie blendend bröckeliid brechend knochenbleicheii Klippen hoch,\nklomm,\nklomm und klomm, s\nreckte mich, als ich mit meinen brüllendeii Blutsbricderii —- die andern noch unten, immer neue in Sieht! — endlich, dampfend, oben stand,\n, streckte mich, so lang ich war, schlug Schild an Keule, Keule an Schild,\ndankte Tini, Wodan und Donat;\nicberschwemmte mit tausend Mann, alles murksend, alles meuchelnd, Weiber, Greise und Kinder mordend, noch am selben, gleichen Tag\naUe nächsten, umliegenden Hofe, Gehofte, Dörfetz Weiter, Markte, Blocksiedlungeiy Unwesen, Niederlasstcngeiy Schlicpfwinkeh Zicstuchtsstätteiy Flecken und Warten,\nplünderte die Kirchen, berannte die Klöstetz stürmte die Kastelle,\njeden Abend voU Met, den Wanst voll Kuhsieisch, briet die Mönche, s ott die Priesteiy s chändete die Nonnen\nund ruhte nicht, rastete nicht, rostete nicht,\nals bis der letzte brittische Edeling, als bis der letzte Keltenl)m1d, als bis das ganze Land Kantiwara vers klavt zu unsern Füßen lag!"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "296", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.16", "texte": "Fine der Rudftion zugegangen feldposftaate\ngezeichnet von 3. von Santho"}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "297", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.17", "texte": "Inhalt des Heftes 15:\nWilhelm Hausenstein ———«Albert Weisgerbesr J Edwin Scharff —- Ojrigk\nSteindruck J Hans Reisiger ——— Schatten! Franz Blei —-—, Unsere Revolution-\nMay Unold — Origxzoolzschnitt J Wolfgang Schumann —,Vor Gott 19142\nHugo Sonnenschein —- lVohin? X Willi Geiger —- cvrigxsteindruckszl\nHermannsBahr — Weltdeutfch X Edwin Scharff -—-— Origxsteindrxxck\n\nInhalt des Heftes 16:\nEdwin Scharff -— »Schwerer Reiter« Orig.-Steindruck J Paul Scheettbart\n-,«—- Unterfeebootsiotte J Adolf Schifmerer —- Origxsteindruck J eJna Seide!\n—·i Klage des Mädchens J Kasimir Edschmid —- Die kleine GeausaeinkeieJ\nWilhelm Oefterle —- Origxstcinderuck - Karl von Eisenstein -— DereinstszJ\nOtto Flake —- Tagehuch - G. A. Mathey — Nach einem Original-Holz-\nschnitt J» Walker Foitzick —— Zu einer neuen Kriegsmappe\n\nInhalt des Heftes 17:\nRudolf Lednhattd —- Psaliix des großen Todes (Ludwig Steidner, dem großes-c«\nMaler der großen Seele) X Willi Geiger —- Orig.-L-itl)ographie\"l Alfred\nLemm —- Die Bruderfchaft des Geistes J A.H.Pcllegrini ——— OrigxLithoå\ngraphie J Rudolf Leonhard — Aufruf zur Yvirklichkeit - Friedrich Schule»\n— Der Choral ! Paul Fechter —— Beståtigung des Krieges X Edwin\nP Originaldxithographie - s »\n\nInhalt des Heftes 18:\nWerner Schmidt — Originallithographie / Julius Schultz — Sonett /\nAlfred — welcher Geist soll siegen? / F. Reinhardt — Original-\nlithographie / Rarl von Eisenstein-Prag — wir (Erschienen in der „wage\"\nJan. lsis) / Adolf Behne — National — antinational / Rudolf Leon-\nhard Stillstand / Ma)?Bucherer — Original-Holzschnitt / FelchGtössinger\n— Deutschland und Europa / Erich Thum — Originallithographie\n\nHerausgeber und verantwortlich für die Redaktion\nOtto Haasdseye\nBerlin J Pariser Platz 7\nFür unverlangte Einfendungen keine Gewähr«\nIn Gsterreich für die Redaktion verantwortlich Zzugo Zzelley Wien) l,\nBauernmarkt 3 « s"}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "298", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.18", "texte": "Presse = Urteile\núber Das Zeit = Echo:\nprager Cagblatt:\n„3eit»i£<bo\". Unter biefent Titel etfeheint eine 3eitfcbrift, bie es fi<h 3ut\nAufgabe gebellt bat, bie Kriegsgimmung, unb 3War gerabe in ihrer Derfcbieben«\nbett, 3U fammeln unb fi<h Spiegeln 3U laffen. cDie 3eitf<hrift, bie fi<h von ber\nHochflut ber KriegspubliFationen burch il)re vornehme unb unabhängige 2lrt\nwol)ltuenb abgebt...\nJeitfcbrift für\n... 3d> mochte nicht hier eine beliebige PubliFation, bie ber Krieg hervor«\nbraute, unFritifch anzeigen, fonbertt es ig laut 3U beFennen, baf biefe <3efte\nburch (Befinnung unb Füngierifche (Thialitdt bas Beffe bargellen, was ber \"Stieg\nunter ben amtlichen unb Schwachen Kunggaben ber bitten unb furchtbaren\nITTonate bisl)er erjeugte. UTeiff fprechen b'er UTenfchen bes (Beiges unb ber\nKung, bie bislang fchwiegen, unb bie Knappheit ber HusbrucFsform erhöbt\nbie Wucht il)rer Worte. — Unter ben (Lithographien ffnbet ftch manch fdjones,\nFein gleichgültiges Blatt; neben (Beiger unb Kubtn treten ineig jüngge Küngier\nauf wie Werner ©chmibt, K. Beel), ©cbarff, Unolb, ©eewalb. — UTan wirb\n— unb barin unterfcheiben ftch biefe 4>efte von fag allen anbeten -DrucFwerFen\nbiefer 3eit — niemals nur bie Beteuerung patriotischer ITTeinungen ober bie\njDarffellung bes Tatfdchlichen ftnben, fonbern ttefge (Befinnungen unb (£rFennt=\nni|fe offenbaren fich-.. P—s.\naue fcer 0ci)wei$.\nferner\niDiefe Fletne aFtuelle Spiegelt auf Fleinffem Kautne bas\n(Erleben ber jüngern beutfehen Künffler« unb Ptchtergeneration wdl)renb bes\nKrieges. ... Zeichnungen unb Derfe, Fletne 2luffage unb 2luf3ei<hnungen beutfther\n©(hriftffeller, aUes frei unb momentan gegeben als unmittelbarer 2lusbrucF\nbes (Ergriffenfeins von ben (Eretgniffen. Die jüngge <Brapl)iF l)ut nie fo ffarF\nju mir gesprochen wie in biefen Zeichnungen, (Lithographien,\nW. (Beiger, UTap Unolb, K. ©eewalb, Kubin; Feiner von il>nen erwetff ftch bem\nSlnbrdngen ber taufenb neuen Dorüellungen gegenüber als Könner unb über»\nlegctter ITtacher, alle jeigen fte ftch ergriffen unb beigegeben unb finb um nichts\nanberes bemüht, als um ben HusbrucF für ein ffarFes inneres (Erfcbüttertfetn.\n3n ber trüben ,flut unerquicFlicher Kriegsliteratur, mit ber uns jegt jeber Tag\nüberfchwemint, gel)t bies Fletne, vornel)me Blatt ber Küngier feltfam allein\nunb erfreut burdj bie JErngi)aftigFett feiner Fünfflerifchen Haltung.\ntreffe.\nVJeue 5ßrt4>er Rettung:\n3m „(BrapbiF«Derlag Utünchen\" erfcheint bie originelle Fleine 3ett«\nfchrift: „3eit'(£cho. (Etn Kriegs«Tagebuch ber Künffler\". Küngier\nunb ©chriftgeller, bie (Eigenes 3u~fagen l)aben ju ber ungeheuren Tatfache\nbiefes Krieges, gellen ftch in btefen Fleinen heften ein, r>on benen alle vier3el)n\nTage eines erfebeint jutn Preis von fünfzig Pfennig. 3n ben Kunflbldttern\ntoie in ben literarifchen Beitragen wel)t moberner, felbffdnbiger (Beig. Ulan\nbeachte biefe PubliFation; fte wirb unter bem Dielen, Stlljurielen, was biefe\nFriegerifdj bewegte 3eit bis jegt hervorbrachte unb noch l)etrr>orbringen wirb,\neine ehrenvolle ©onbergellung einnehmen."}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "299", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.19", "texte": "E a s s Ob« s Hält? -, s i s \" sz E«\ns «; s » s. « » , l s. i s\nit « l - ·.\n- «\nS «» « « s N s\ns s « Nxx \" « di\nI - i i— J s V l l « ;\n- MODEBLÄTTER ALFREDJVIARIE\ns IllsllllllllllIIIIIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIlllIllllllIIllyllIllIIIIIIIIIIIIIIIIIIII i\nI Unter diesem Titel erscheint soeben im Graphilcs z g s s\nE Verlag eine Mappe mit 1Z künltlerischen Mode- g »\nbildern in 0riginal-Holzsd1nitten»aus dem Atelier s\nZsz von Alfred-Marie. Die Mappe wird nur in einer p v\nganz beschränkten Anklage erscheinen. Alle Blätter s » i\ns sind auf der Handpresse hergestellt auf echt Japan- - ». . «\nJ papier und mit der Hand koloriert\ni« Preis der 12 Bilder in seidener Mappe M. 25.—- » Z\ns Subskriptionspreis M. Z0.-- bis 15. August\ns Bestellungen sind zu richten an den Grapljilsp g »\nE Verlag, G. m.l).H., Berlin W7, Pariser Platz?"}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "300", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabb191507-01.1.20", "texte": "Dr. C.W0lf sc· Sohn, München.\n\ni Sonoer-Ausstellu11g j-\nP i Gustav Schneeli «\ni Ferner neue moderne Graphik\nvon Max Unold, Edwin Scharfis Walther Teutsch u. anderen\n« i i in den Räumen der Zweigniederlassung\n\" i «sz » ; des GraphikOerlag München G.\"m.b.H. « s\n» i Berlin - Pariferplatz 7 .\n; Bis Anfang September o ·\nGeössnet Wochentags von 10 bis 6 Uhr, Sonntags von 11 bis 2 Uhr «,\ni i -—- Eintritt 1 Mark —-—- «\n\nsz B eleuchkungg körp er und\nr » Kunskgeräk »\nr schönster Formen und bester Ausführung aus\nallen Ländern und eigenen «\nI s Werkstätten\nAugstellung: Berlin W, Bellevuestraße 14 v"}]}