{"numero_id": "bm-bmtnabf-1900-04-01-01", "volume": "bmtnabf_1900-04-01_01", "ocr_sha256": "230a804adae8cd925a98b2f8e181756b600d71ebae3728261572f421e8654f63", "source_tei": "https://github.com/Princeton-CDH/bluemountain-transcriptions/blob/main/periodicals/bmtnabf/issues/1900/04/01_01/bmtnabf_1900-04-01_01.tei.xml", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabf/issues/1900/04/01_01/bmtnabf_1900-04-01_01.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabf-1900-04-01-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabf_1900-04-01_01#c006", "volume": "bmtnabf_1900-04-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "101", "page_fin": "114", "image_debut": 3, "image_fin": 16, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.2.2", "titre_corps": "EIN PRAGER KÜNSTLER", "titre_sommaire": "EIN PRAGER KÜNSTLER", "signature_source": "RAINER MARIA RILKE", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "101", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.3", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 960, "texte": "EIN PRAGER KÜNSTLER.\n\nIE giebelige, thürmige Stadt ist seltsam gebaut: die\ngrosse Historie kann in ihr nicht verhallen. Der\nNachklang tönender Tage schwingt in den welken=\nden Mauern. Glänzende Namen liegen, wie heim=\nliches Licht, auf den Stirnen stiller Paläste. Gott dunkelt in\nhohen gothischen Kirchen. In silbernen Särgen sind heilige\nLeiber zerfallen und liegen wie Blütenstaub in den metal=\nlenen Blättern. Wachsame Thürme reden von jeder Stunde,\nund in der Nacht begegnen sich ihre einsamen Stimmen.\nBrucken sind über den gelblichen Strom gebogen, der, an den\nletzten verhutzelten Hütten vorbei, breit wird im flachen\nböhmischen Land. Dann Felder und Felder. Erst ein wenig\nbange und ärmliche Felder, die der Russ noch erreicht aus\nden letzten lauten Fabriken, und ihre staubigen Sommer\nhorchen hinein in die Stadt. Dann, an langen Alleen steil=\nstämmiger Pappeln, beginnen rechts und links die immer\nwogenderen Ernten. Apfelbäume, krumm von den reich="}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "102", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.4", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 539, "texte": "liehen Jahren, heben sich bunt aus dem Korn. Vorn, am\nStrassenrand, verstaubt ein Kartoffelfeld, und wie später\nAbendschatten dunkelt ein Dreieck Kohl, blauviolett, vor\ndem jungen Gehölz. Tannen dahinter beenden schweigsam\ndas Land. Kleine hastige Winde hoch in der Luft. Alles\nandere = Himmel. So ist meine Heimat. ©o©\n© Da sollte man meinen: in diesem Lande ist das Kindsein\nbesonders leicht. Was andere Kinder anderswo mühsam\nzusammen träumen, das steht hier lebensgross und von der\nWirklichkeit bejaht, mitten in ihrem Tag. Man geht an"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "103", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 640, "texte": "keiner Kirche vorbei,\nohne die goldenen Ge=\nheimnisse hinter den\nAmpeln schimmern zu\nsehen, und auf den\ngrossen Plätzen zittert\ndie Luft noch von stol=\nzen fürstlichen Stim=\nmen. Alles Grosse ist\nwie gestern geschehen,\nund die Kinder ahnen:\nes kann wiederkehren\nund mit Glanz oder mit\nGrausamkeit den täg=\nliehen Tag verdecken,\nden sie doch nur zum\nSchein und ohne tiefere\nTheilnahme leben. Und\naus dieser steten Erwar=\ntung des bunten und\nsonderbaren Schicksals,\naus diesem Horchen\nnach dem Unerhörten,\nmüsste am Rande der\nKindheit, dort, wo die\nKräfte sich zurückzie=\nhen aus den verstreuten\nDingen, um im Jüngling\nselbst sich zitternd zu"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "104", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 550, "texte": "vereinen, das Be-\nstreben entstehen,\ndas Fremde, ewig\nNahende und Feier=\nliehe, wie ein lang=\nverdientes Recht, in\ndie Wirklichkeit zu\nreissen: zu schaffen.\nDas heisst aus die=\nser PRAGER Kind=\nheit müsste eine\nPRAGER Kunst\nentstehen, wie ei=\nne natürliche Fort=\nSetzung, wie ein\nzweiter Band jenes\nwundervollen Mär=\nchenbuches, der den\nersten erfüllt, bestä=\ntigt und in strahlen=\nden Apotheosen zu=\nsammenfasst. ©©\n© Aber es scheint,\ndass die Kinder\nnicht unwillkürlich,\nnicht offen genug\nsind gegen ihrKind=\nsein. Es liegt viel=\nleicht auch an der"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "105", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1620, "texte": "Zeit, welche so viele Verlockungen hat, und an der noch\nganz jungen Vergangenheit, welche neben der reifen\nHistorie zu ihren Sinnen spricht, so dass sie darüber ihre\nPhantasie vergessen und den Tag leben und alle seine\nKleinheiten und Beklemmungen auch. Denn der Tag ist\ngar laut und wichtig in der Stadt der vielen Feindschaf=\nten und Falschheiten, und es gehen allmorgentlich zwei\nSonnen auf über dem Hradschin: eine deutsche und eine =\nandere. Diese andere Sonne liebt das Land, und (was noch\nnothwendiger ist) sie begreift es. In ihrer Wärme entsteht\neine innige und intime Kunst mit gutem (nur etwas stark\nvon den Franzosen beeinflusstem) Nachwuchs, von der ich\nhier nicht zu sprechen habe. Unter der ersteren Sonne, der\ndeutschen, schliessen sich verschiedene Künstlervereine =\nwie um grösserer Wärme willen = zusammen und ihre\nMitglieder sind die Vertreter einer unnationalen, überall\nmöglichen Kunst, die durch nichts auffällt und dem kaufen=\nden Publicum selten Aergernis gibt. So fliesst in den jährli=\neben Weihnachtsausstellungen des „Vereines der deutschen\nbildenden Künstler in Böhmen” jene Mussestundenkunst\nalternder lediger Damen fast unmerklich mit den anderen\nAusstellungsgegenständen zusammen. Einzelne tüchtige\nArbeiten können kaum zu ihrem Rechte kommen, wo die\nMittelmässigkeit sich so behaglich und so sehr anerkannt\nvon der öffentlichen Meinung breit macht. Im deutschen\nBöhmen ist die Literatur = Zeitungsschreiberei und die bil=\ndende Kunst ihrerseits das geworden, was dem Journalis=\nmus entspricht. Es gibt nur zwei Wege, diesen Zustand\nirgendwie zu überdauern: entweder sich auf sich selbst"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "107", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.9", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1620, "texte": "zurückzuziehen, sich enger an das Land, seine Art und An=\nmuth anzuschliessen, als den einzigen Verkehr, der fördern\nund festigen kann, = so wie es etwa Hans Schwaiger in\nseinem mährischen Dörfchen thut, = oder in die Fremde zu\nziehen, wo sich so viel Grosses und Verheissungsvolles be=\ngibt, mit einem freudigen Willen, alles anzuerkennen und\nzu lernen, und mit der stillen Hoffnung im Herzen, als\nKönner in die Heimat wiederzukehren, um sie neu und\nwürdig und reif auszusprechen mit echtgoldenen Worten.\n© So zog Emil Orlik aus. So wird er noch einigemal aus=\nziehen, irgend einer rufenden Schönheit nach oder, um vor\nirgend einer Grösse sich zu verneigen, wie er es in diesem\nJahre that, wo seine Fahrt bis nach Japan geht. Aber\nimmer, auch von dort, wird er in sein Heimatland, Böhmen,\nzurückkommen, immer tiefer in dieses Land wird seine\nWiederkehr reichen, und immer umfassender und breiter\nwird das Wiedersehen sein mit den wartenden Dingen, die\nauf seine stille und ernste Kunst hoffen. © © ©\n© Diese Kunst ist von allem Anfang streng gegen sich\nselbst gewesen, und für den, der sie verfolgt hat, ist dieses\nUnerbittlichsein gegen sich selbst, dieses stete sich bilden,\nglätten, ründen zum einfachsten und kürzesten Ausdruck\nhin, ihr vorzüglichstes Merkmal geblieben. Bei der überaus\noffenen, gegen jede Freude freien Natur Orliks kann ich\nmir sein frühzeitiges Abwenden von der Farbe nur durch\neine Art von Selbsterziehung erklären. Sein malerisches\nAuge bringt von jedem Spaziergang tausend Eindrücke\nmit, von kleinen Notizen über einen bewegten Zweig bis\nzur breiten Wirkung flacher Landschaften oder belebter"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "108", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 736, "texte": "Plätze, und seine bereite und tüchtige Hand wäre jedem\ndieser Eindrücke willig. Daraus könnte eine Menge inter=\nessanter Skizzen entstehen, = aber es ist auch Gefahr vor=\nhanden, dass mit der Zeit eine gewisse Hast und Flüchtig=\nkeit dem Bestreben, Alles Geschaute darzustellen, ent=\nspringt, besonders, da der Pinsel so leicht und scheinbar\nmühelos allen Impulsen folgt. Und dann auch, weil die\nFarbe, diese feine Schmeichlerin, die die Dinge so oft schön\nverschweigt, den Künstler zu schnell und zu laut lobt, so\ndass mancher, an sie hingegeben, seiner eigensten Ziele\nvergass. Auch ist sie, die Farbe, wie schon Kling er in\nseiner Schrift über Malerei und Zeichnung fand, in ihrem\nbesten Sinn immer Freude, Schönheit, Erhabenheit und"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "111", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.13", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 628, "texte": "Ruhe, = ein Resultat, etwas Endgiltiges und Zuständ=\nliches; = wo aber finden sich unter dem Drängen der Bilder\nund Geberden Motive, dauernd genug, diese höchste Farbe\nwie einen purpurnen Mantel zu tragen? So kam es, dass\nOrlik aus Furcht vor billigen Erfolgen (auch solchen Er=\nfolgen vor sich selbst) sich der Farbe, nach welcher vieles\nin seinem Gefühle drängt, entschlug und seinem schnellen\nSchaffen eine doppelte Verzögerung auferlegte: eine stoff=\nliehe und eine technische. Stofflich: Indem er sich von dem\nVielen, das, nach Darstellung verlangend, in ihm wuchs,\nimmer an das Allereinfachste schloss, an das, welches ihn"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "112", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.14", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 568, "texte": "am leisesten rief und\nmit der zagendsten\nStimme; die Kraft der\nanderen unterdrücke\nten Stoffe musste\nendlich dem einen,\nsieghaften dienen,\nund von ihr kommt\ndiese grosse Wärme\nin seinen Blättern\nher. Diese Stoffe\nselbst aber führten\nseine Liebe zu den\nMeistern von Barbi=\nzon; und er lernte\nvon ihnen, sie gaben\nihm das Recht, so zu\narbeiten. = Die tech=\nnische Verzögerung\nstellt die Radierung\ndar, dieser ganze\nschwere Kampf mit\ndem härteren Mate=\nrial, das geduldige\nErwarten der fertig=\ngeätzten Platte, ihre\nmühsame, immer ©\nwieder unterbroche=\nne Vollendung. Der"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "113", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.15", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 555, "texte": "Holzschnitt, der ge=\nnaue Kenntnis des\nMittels, seiner Struc=\ntur, Dichtigkeit und\nWeiche erfordert,\nund der besonders\nin jedem einzelnen\nFall, der betreffen=\nden Eigenart des\nHolzes gemäss, be=\nhandelt sein will,\nlehrte ihn zunächst\ndas Material aus=\nnützen, seine Tu=\ngenden und Fehler\nzu Gunsten der Ar=\nbeit verwerten, und\nführte seine bereit=\nwillige Verehrung\nzu den Schotten hin,\nzu Whistler beson=\nders, und zu den\nenglischen Meistern.\nDer Originalholz=\nschnitt mit mehreren\nPlatten, dem seine\njüngsten Versuche\ngehören, führt in\nweitem Kreis wie="}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "114", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.16", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1304, "texte": "der zur Farbe, d. h. zu einer anderen Farbigkeit, zurück. Zu\njenen ruhigsten, kürzesten, schlag worthaften Ton werten,\nwelche allein der Einfachheit der Darstellung, wie Orlik sie\nanstrebt, entsprechen. ©o©\n© So war sein bisheriger Weg eine beständige unermüd=\nliehe Annäherung an die Dinge, ein Sich=vertraut=machen\nmit ihren Wünschen und Eigenheiten und ein Bestreben,\nnichts Bedeutendes an ihnen zu übersehen und sich durch\nnichts Zufälliges beirren zu lassen. ©©©\n© Aus allen Wandlungen und Wirrnissen und Ueber=\ngängen soll die Kunst den „Extract der Dinge”, welcher\nihre Seele ist, retten; sie soll jedes einzelne Ding isolieren\naus dem zufälligen Nebeneinander heraus, um es in die\ngrösseren Zusammenhänge einzuschalten, längs welcher\ndie Ereignisse, die wirklichen Ereignisse, sich vollziehen.\nDies ist der Inhalt von Orliks Streben auch, und es scheint\nmir eine ernste Künstlerabsicht zu sein. Wenn ich in die=\nsem Fall zu ihrem Verständnis gefunden haben sollte, so\nkommt es von der gemeinsamen Heimat her, zu welcher\nOrlik mit jedem neuen Werke inniger und dankbarer\nwiederkehrt. Und jede fernere Fremde, welche er auf=\nsucht, ist nur Raum für den Anlauf, dessen er braucht, zu\ndem grossen Sprung bis in den innersten Kreis ihres unver=\nrathenen Wesens. ©©©\nSchmargendorf.\n\nRAINER MARIA RILKE."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1900-04-01-01-c009", "article_bluemountain": "bmtnabf_1900-04-01_01#c009", "volume": "bmtnabf_1900-04-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "102", "page_fin": "102", "image_debut": 4, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.2.2.3", "titre_corps": "Prag", "titre_sommaire": "Prag", "signature_source": "Emil Orlik OM", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "102", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.4", "debut_caractere": 541, "fin_caractere_exclue": 590, "texte": "Sämmtliche Illustrationen\nvon\nEmil Orlik OM.\nPrag"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1900-04-01-01-c002", "article_bluemountain": "bmtnabf_1900-04-01_01#c002", "volume": "bmtnabf_1900-04-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "couv. 2", "page_fin": "couv. 2", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.2.3", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "couv. 2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.2", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 137, "texte": "E. 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UNGAR JUN.,\nWIEN, I. JASOMIRGOTTSTRASSE 4.\nERHÄLTLICH IN ALLEN APOTHEKEN\nUND MINERALWASSER-HANDLUNGEN\nCENTRAL-KANZLEI WIEN, I. 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BAKALOWITS\nSÖHNE\nKRYSTALL-LUSTER, TRINK-\nSERVICES\nK. UND K. HOFLIEFERANTEN\nWIEN, I. KÄRNTNERSTRässe 12\nSPIEGEL, PHANTASIE-OBJECTE\nETC.\n\nOO\nrzfiSSasi\nO w o\n•s-' Q\no*9\n• ° O °/rw«»\nFÜRST VON METTERNICH’SCHE\nRI CH ARD S - QUELLE.\nBESTES TAFELWASSER DER WELT.\nCURORT UND STAHLBAD KÖNIGSWART\n(BÖHMEN)\nHAUPT-DEPOT BEI S. UNGAR JUN.,\nWIEN, I. JASOMIRGOTTSTRASSE 4.\nERHÄLTLICH IN ALLEN APOTHEKEN\nUND MINERALWASSER-HANDLUNGEN\nCENTRAL-KANZLEI WIEN, I. KÄRNTNERRING 5\n\n5*\nm\nH 5\nm\nm\nm\nm\nm\nb\nm\nSa\nM\nH\nmM\nM\n■\nB\nW*\nCI\nü\n:\nzm%\nm\n»O—\n-►VV/Sl? K* HOF -\nU£FeRAHT6M<\nFABRIKEN FVR\nMO«.&?I9OFF€-\n-TiS«y-\ni-MPBRTfPWgM\nIN WKM\nWI?N\nX\nOPeANRINC X\nMCINRIQ-I.SM0PI\nVMI? n°ntHt IQ-i\n; v\ni\nm\n\nFEÜKANFARBEN\nCVNTHER WACHER'\nKVNSTIERWASSERFARBEN\nFE!NSTeHARKE FÜR KÜNSTIIRiSChEARBEITEN"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "101", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.3", "texte": "EIN PRAGER KÜNSTLER.\n\nIE giebelige, thürmige Stadt ist seltsam gebaut: die\ngrosse Historie kann in ihr nicht verhallen. Der\nNachklang tönender Tage schwingt in den welken=\nden Mauern. Glänzende Namen liegen, wie heim=\nliches Licht, auf den Stirnen stiller Paläste. Gott dunkelt in\nhohen gothischen Kirchen. In silbernen Särgen sind heilige\nLeiber zerfallen und liegen wie Blütenstaub in den metal=\nlenen Blättern. Wachsame Thürme reden von jeder Stunde,\nund in der Nacht begegnen sich ihre einsamen Stimmen.\nBrucken sind über den gelblichen Strom gebogen, der, an den\nletzten verhutzelten Hütten vorbei, breit wird im flachen\nböhmischen Land. Dann Felder und Felder. Erst ein wenig\nbange und ärmliche Felder, die der Russ noch erreicht aus\nden letzten lauten Fabriken, und ihre staubigen Sommer\nhorchen hinein in die Stadt. Dann, an langen Alleen steil=\nstämmiger Pappeln, beginnen rechts und links die immer\nwogenderen Ernten. Apfelbäume, krumm von den reich="}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "102", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.4", "texte": "liehen Jahren, heben sich bunt aus dem Korn. Vorn, am\nStrassenrand, verstaubt ein Kartoffelfeld, und wie später\nAbendschatten dunkelt ein Dreieck Kohl, blauviolett, vor\ndem jungen Gehölz. Tannen dahinter beenden schweigsam\ndas Land. Kleine hastige Winde hoch in der Luft. Alles\nandere = Himmel. So ist meine Heimat. ©o©\n© Da sollte man meinen: in diesem Lande ist das Kindsein\nbesonders leicht. Was andere Kinder anderswo mühsam\nzusammen träumen, das steht hier lebensgross und von der\nWirklichkeit bejaht, mitten in ihrem Tag. Man geht an\n\nSämmtliche Illustrationen\nvon\nEmil Orlik OM.\nPrag"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "103", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.5", "texte": "keiner Kirche vorbei,\nohne die goldenen Ge=\nheimnisse hinter den\nAmpeln schimmern zu\nsehen, und auf den\ngrossen Plätzen zittert\ndie Luft noch von stol=\nzen fürstlichen Stim=\nmen. Alles Grosse ist\nwie gestern geschehen,\nund die Kinder ahnen:\nes kann wiederkehren\nund mit Glanz oder mit\nGrausamkeit den täg=\nliehen Tag verdecken,\nden sie doch nur zum\nSchein und ohne tiefere\nTheilnahme leben. Und\naus dieser steten Erwar=\ntung des bunten und\nsonderbaren Schicksals,\naus diesem Horchen\nnach dem Unerhörten,\nmüsste am Rande der\nKindheit, dort, wo die\nKräfte sich zurückzie=\nhen aus den verstreuten\nDingen, um im Jüngling\nselbst sich zitternd zu"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "104", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.6", "texte": "vereinen, das Be-\nstreben entstehen,\ndas Fremde, ewig\nNahende und Feier=\nliehe, wie ein lang=\nverdientes Recht, in\ndie Wirklichkeit zu\nreissen: zu schaffen.\nDas heisst aus die=\nser PRAGER Kind=\nheit müsste eine\nPRAGER Kunst\nentstehen, wie ei=\nne natürliche Fort=\nSetzung, wie ein\nzweiter Band jenes\nwundervollen Mär=\nchenbuches, der den\nersten erfüllt, bestä=\ntigt und in strahlen=\nden Apotheosen zu=\nsammenfasst. ©©\n© Aber es scheint,\ndass die Kinder\nnicht unwillkürlich,\nnicht offen genug\nsind gegen ihrKind=\nsein. Es liegt viel=\nleicht auch an der"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "105", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.7", "texte": "Zeit, welche so viele Verlockungen hat, und an der noch\nganz jungen Vergangenheit, welche neben der reifen\nHistorie zu ihren Sinnen spricht, so dass sie darüber ihre\nPhantasie vergessen und den Tag leben und alle seine\nKleinheiten und Beklemmungen auch. Denn der Tag ist\ngar laut und wichtig in der Stadt der vielen Feindschaf=\nten und Falschheiten, und es gehen allmorgentlich zwei\nSonnen auf über dem Hradschin: eine deutsche und eine =\nandere. Diese andere Sonne liebt das Land, und (was noch\nnothwendiger ist) sie begreift es. In ihrer Wärme entsteht\neine innige und intime Kunst mit gutem (nur etwas stark\nvon den Franzosen beeinflusstem) Nachwuchs, von der ich\nhier nicht zu sprechen habe. Unter der ersteren Sonne, der\ndeutschen, schliessen sich verschiedene Künstlervereine =\nwie um grösserer Wärme willen = zusammen und ihre\nMitglieder sind die Vertreter einer unnationalen, überall\nmöglichen Kunst, die durch nichts auffällt und dem kaufen=\nden Publicum selten Aergernis gibt. So fliesst in den jährli=\neben Weihnachtsausstellungen des „Vereines der deutschen\nbildenden Künstler in Böhmen” jene Mussestundenkunst\nalternder lediger Damen fast unmerklich mit den anderen\nAusstellungsgegenständen zusammen. Einzelne tüchtige\nArbeiten können kaum zu ihrem Rechte kommen, wo die\nMittelmässigkeit sich so behaglich und so sehr anerkannt\nvon der öffentlichen Meinung breit macht. Im deutschen\nBöhmen ist die Literatur = Zeitungsschreiberei und die bil=\ndende Kunst ihrerseits das geworden, was dem Journalis=\nmus entspricht. Es gibt nur zwei Wege, diesen Zustand\nirgendwie zu überdauern: entweder sich auf sich selbst"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "107", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.9", "texte": "zurückzuziehen, sich enger an das Land, seine Art und An=\nmuth anzuschliessen, als den einzigen Verkehr, der fördern\nund festigen kann, = so wie es etwa Hans Schwaiger in\nseinem mährischen Dörfchen thut, = oder in die Fremde zu\nziehen, wo sich so viel Grosses und Verheissungsvolles be=\ngibt, mit einem freudigen Willen, alles anzuerkennen und\nzu lernen, und mit der stillen Hoffnung im Herzen, als\nKönner in die Heimat wiederzukehren, um sie neu und\nwürdig und reif auszusprechen mit echtgoldenen Worten.\n© So zog Emil Orlik aus. So wird er noch einigemal aus=\nziehen, irgend einer rufenden Schönheit nach oder, um vor\nirgend einer Grösse sich zu verneigen, wie er es in diesem\nJahre that, wo seine Fahrt bis nach Japan geht. Aber\nimmer, auch von dort, wird er in sein Heimatland, Böhmen,\nzurückkommen, immer tiefer in dieses Land wird seine\nWiederkehr reichen, und immer umfassender und breiter\nwird das Wiedersehen sein mit den wartenden Dingen, die\nauf seine stille und ernste Kunst hoffen. © © ©\n© Diese Kunst ist von allem Anfang streng gegen sich\nselbst gewesen, und für den, der sie verfolgt hat, ist dieses\nUnerbittlichsein gegen sich selbst, dieses stete sich bilden,\nglätten, ründen zum einfachsten und kürzesten Ausdruck\nhin, ihr vorzüglichstes Merkmal geblieben. Bei der überaus\noffenen, gegen jede Freude freien Natur Orliks kann ich\nmir sein frühzeitiges Abwenden von der Farbe nur durch\neine Art von Selbsterziehung erklären. Sein malerisches\nAuge bringt von jedem Spaziergang tausend Eindrücke\nmit, von kleinen Notizen über einen bewegten Zweig bis\nzur breiten Wirkung flacher Landschaften oder belebter"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "108", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.10", "texte": "Plätze, und seine bereite und tüchtige Hand wäre jedem\ndieser Eindrücke willig. Daraus könnte eine Menge inter=\nessanter Skizzen entstehen, = aber es ist auch Gefahr vor=\nhanden, dass mit der Zeit eine gewisse Hast und Flüchtig=\nkeit dem Bestreben, Alles Geschaute darzustellen, ent=\nspringt, besonders, da der Pinsel so leicht und scheinbar\nmühelos allen Impulsen folgt. Und dann auch, weil die\nFarbe, diese feine Schmeichlerin, die die Dinge so oft schön\nverschweigt, den Künstler zu schnell und zu laut lobt, so\ndass mancher, an sie hingegeben, seiner eigensten Ziele\nvergass. Auch ist sie, die Farbe, wie schon Kling er in\nseiner Schrift über Malerei und Zeichnung fand, in ihrem\nbesten Sinn immer Freude, Schönheit, Erhabenheit und"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "111", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.13", "texte": "Ruhe, = ein Resultat, etwas Endgiltiges und Zuständ=\nliches; = wo aber finden sich unter dem Drängen der Bilder\nund Geberden Motive, dauernd genug, diese höchste Farbe\nwie einen purpurnen Mantel zu tragen? So kam es, dass\nOrlik aus Furcht vor billigen Erfolgen (auch solchen Er=\nfolgen vor sich selbst) sich der Farbe, nach welcher vieles\nin seinem Gefühle drängt, entschlug und seinem schnellen\nSchaffen eine doppelte Verzögerung auferlegte: eine stoff=\nliehe und eine technische. Stofflich: Indem er sich von dem\nVielen, das, nach Darstellung verlangend, in ihm wuchs,\nimmer an das Allereinfachste schloss, an das, welches ihn"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "112", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.14", "texte": "am leisesten rief und\nmit der zagendsten\nStimme; die Kraft der\nanderen unterdrücke\nten Stoffe musste\nendlich dem einen,\nsieghaften dienen,\nund von ihr kommt\ndiese grosse Wärme\nin seinen Blättern\nher. Diese Stoffe\nselbst aber führten\nseine Liebe zu den\nMeistern von Barbi=\nzon; und er lernte\nvon ihnen, sie gaben\nihm das Recht, so zu\narbeiten. = Die tech=\nnische Verzögerung\nstellt die Radierung\ndar, dieser ganze\nschwere Kampf mit\ndem härteren Mate=\nrial, das geduldige\nErwarten der fertig=\ngeätzten Platte, ihre\nmühsame, immer ©\nwieder unterbroche=\nne Vollendung. Der"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "113", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.15", "texte": "Holzschnitt, der ge=\nnaue Kenntnis des\nMittels, seiner Struc=\ntur, Dichtigkeit und\nWeiche erfordert,\nund der besonders\nin jedem einzelnen\nFall, der betreffen=\nden Eigenart des\nHolzes gemäss, be=\nhandelt sein will,\nlehrte ihn zunächst\ndas Material aus=\nnützen, seine Tu=\ngenden und Fehler\nzu Gunsten der Ar=\nbeit verwerten, und\nführte seine bereit=\nwillige Verehrung\nzu den Schotten hin,\nzu Whistler beson=\nders, und zu den\nenglischen Meistern.\nDer Originalholz=\nschnitt mit mehreren\nPlatten, dem seine\njüngsten Versuche\ngehören, führt in\nweitem Kreis wie="}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "114", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.16", "texte": "der zur Farbe, d. h. zu einer anderen Farbigkeit, zurück. Zu\njenen ruhigsten, kürzesten, schlag worthaften Ton werten,\nwelche allein der Einfachheit der Darstellung, wie Orlik sie\nanstrebt, entsprechen. ©o©\n© So war sein bisheriger Weg eine beständige unermüd=\nliehe Annäherung an die Dinge, ein Sich=vertraut=machen\nmit ihren Wünschen und Eigenheiten und ein Bestreben,\nnichts Bedeutendes an ihnen zu übersehen und sich durch\nnichts Zufälliges beirren zu lassen. ©©©\n© Aus allen Wandlungen und Wirrnissen und Ueber=\ngängen soll die Kunst den „Extract der Dinge”, welcher\nihre Seele ist, retten; sie soll jedes einzelne Ding isolieren\naus dem zufälligen Nebeneinander heraus, um es in die\ngrösseren Zusammenhänge einzuschalten, längs welcher\ndie Ereignisse, die wirklichen Ereignisse, sich vollziehen.\nDies ist der Inhalt von Orliks Streben auch, und es scheint\nmir eine ernste Künstlerabsicht zu sein. Wenn ich in die=\nsem Fall zu ihrem Verständnis gefunden haben sollte, so\nkommt es von der gemeinsamen Heimat her, zu welcher\nOrlik mit jedem neuen Werke inniger und dankbarer\nwiederkehrt. Und jede fernere Fremde, welche er auf=\nsucht, ist nur Raum für den Anlauf, dessen er braucht, zu\ndem grossen Sprung bis in den innersten Kreis ihres unver=\nrathenen Wesens. ©©©\nSchmargendorf.\n\nRAINER MARIA RILKE."}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "115", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.17", "texte": "(£,PAPKKS^nPS.IBsZ^(C.mhs Q\nIV «\"*\nMANbLVNG\nm\n<?\nWtR&nAIWAWI\n•IKÄRhTHMCRSrR-9\n735\nORIGINAL LL\n\ni\nm\nR\nK\nä\nWIEN. Vloa »\nMAGDAIENENST\nio ä ■\nELEKTRISCHE\nBEI§UCHTUNGS\nOBJECTE\n\n\\f VMB^TRITI^N:\nL'KnARtJAVIrI\nm\n/S\n</\nX\nm\ni\nm\n<;XISTItRT IM\nZV IN KBCR e\nKSSWh PAPKRtIANDLVNGJ\n\nKK5CHATZUHGS\nCOMMISSA R'\nWIEN; VII. 2.*3\nE.REITEC7IO&I2\npekmahelnte. aus\nSIELIirÜHG vonMOBELH\nMObERNEIN 3TVL.E.S)"}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "116", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19000401-01.1.18", "texte": "Für die REDACTION verantwortlich: FERDINAND ANDRI in WIEN\nHerausgeber: VEREINIGUNG BILDENDER KÜNSTLER ÖSTERREICHS\nDruck von ADOLF HOLZHAUSEN, k.u.k. Hof- u.Univ.-Buchdrucker in Wien\nClicWs von der „GRAPHISCHEN UNION” in Wien"}]}