{"numero_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_sha256": "0d0d2ba270e6d2087b914a8a5a7130869de7c4a64665deb571035c2a43dfd889", "source_tei": "https://github.com/Princeton-CDH/bluemountain-transcriptions/blob/main/periodicals/bmtnabf/issues/1902/02/15_01/bmtnabf_1902-02-15_01.tei.xml", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabf/issues/1902/02/15_01/bmtnabf_1902-02-15_01.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c003", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c003", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[60]", "page_fin": "62", "image_debut": 6, "image_fin": 8, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.3", "titre_corps": "MUTTER UND KINDER", "titre_sommaire": "MUTTER UND KINDER", "signature_source": "JAN TOOROP CM", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 8, "page_imprimee": "62", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.8", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 41, "texte": "MUTTER UND KINDER.\nJAN TOOROP CM.\nPASTELL"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c006", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "63", "page_fin": "78", "image_debut": 9, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.4", "titre_corps": "JAN TOOROP", "titre_sommaire": "JAN TOOROP", "signature_source": "LUDWIG HEVESI", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 11, "page_imprimee": "65", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.11", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1512, "texte": "JAN TOOROP.\n\nO ist die Zeit, da man in München das Kabinet, in\ndem Toorop seine Bilder hängen hatte, die Folter=\nkammer nannte? Das galt damals (1893) als guter\nWitz. Als Volkswitz. Neulich aber, im Toorop=\nzimmer der Secession, bewegten sich die Leute auf den\nFußspitzen, wie in einer Kapelle. Sie sahen aus, wie bei\neiner Andachtsübung. Das ist die große Wandlung der Zeit.\nDamals standen alle Realismen des letzten Menschenalters\numher, die siegreichen, erfolgsatten, und höhnten ihren\nLeugner, den stillen, in sich gekehrten, das Land der Seelen\nmit der Seele suchenden. Heute, wenn Toorop die „Seelen\nam Meeresstrande” zeigt, wie sie bang und stumm wandeln\nund harren und immer harren, worauf? wer sagt es ihnen?\nwer sagt es mir? dir? ... heute versteht man diese Seelen\nzwar auch nicht, aber mancher fühlt, daß er etwas der=\ngleichen in sich hat. Die Wiederentdeckung der Seele ist\ndie Tat der neuen Kunst. Die Entdeckung, daß es etwas\newig Unentdeckbares gibt, nach dem zu suchen und zu\nfragen, zu streben und zu weinen der letzte Sinn des Lebens\nist. Dieses fieberische Ahnen rings um das Rätsel herum,\ndieses ängstliche Wittern ins Innerste und Nächste hinein,\ndas immer das Fernste und Äußerste bleibt. Dieses unwill=\nkürliche Umhertasten, kühn und zag zugleich, im Leben=\ngeflimmer silberner Lichtnebel, in der Grabesstille schwei=\ngender Finsternisse, ein Tasten mit langen, immer längeren\nFühlfäden einer unartikulierten Sehnsucht. Mit zitternden\nNervenfasern, die umherzucken gleich X=Strahlen, die"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "66", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.12", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1636, "texte": "festen Körper mühelos durchleuchtend, vor unfesten Phan=\ntomen aber Halt machend, an ihnen umbiegend wie an ge=\nschliffenen Granitsäulen, die ihnen ewig undurchdringlich\nsind, sie umrankend mit Ranken unmittelbarer Empfin=\ndüng, sie um wuchernd mit vibrierendem Nervengeflecht, in\ndem unablässig Kraft nach Form ringt, ein Trieb, ein Schuß,\nein Grünen, ein Glühen, ein W011en,... es hat keinen Namen\nund bedeutet all das zusammen. Dieser wirre Traum, den\nwir träumen, der traumwache Wachtraum, in seiner Un=\nwillkürlichkeit voll Gesetzen, die niemand kennt, die aber\nsind. Dieser sich selbst bezweifelnde Drang, diese sich selbst\näffende Lockung, ein scheinbares Greifen und Fassen, ein\nganzes Leben in Geberden, die so zwischen Sein und Schein\nunbewußt, halbbewußt sich recken und schmiegen, ani=\nmalisch vielleicht, pflanzenhaft vermutlich, kindlich mög=\nlicherweise . . . wer umschreibt dies mit Worten, diese\nHieroglyphe, dieses Ornament, dieses Symbol! Das ist es.\nDie Welt ist wieder gottvoll. Der neue Pantheismus schaut\nuns aus allen Dingen an, maskenhaft, fratzenhaft, medusen=\nhaft, und wieder mit Kindesaugen und Engelgesichtern.\nSeine tausend Arme langen in unabsehbaren Parallelreihen,\ngleichgeberdig bis ins Unendliche, zum Himmel empor\nnach Sonne und Mond; der Rhythmus ihrer Sehnsucht\nflutet himmelan, sichtbarer Gesang, melodischer Duft. Ein\nGewühl von stillen, träumerischen Köpfchen, ein Geknister\nvon schwellenden, quellenden Knospen, die sich zusehends\nvermenschlichen, zu jungen Busen, zu wehenden Gewand=\nsäumen, zu Lilienfüßchen und blumenstengelhaften Körper=\nWendungen, ein allgemeines, unendlichfaches Formen="}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "67", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.13", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1593, "texte": "fluten, in kreisenden Wirbeln und Spiralen, inuralt=urneuen\nGeometrien. Ein Leben der Atome, ein Atmen der Poren,\nalles unbewußt und ungewollt, unwillkürlich und uner=\nklärlich, schließlich aber tadellos krystallisiert, wie nach\ndrakonischem Gesetz und heiligem Richtscheit. ©© ©\n© Phantasmagorie, Dithyrambus. ©©©\n© Wach!... Erwachen wir aus dieser Hypnose, die der\nGedanke an Toorop hervorruft. Aus dem Rausch und\nTraum, in den er uns verlockt, der benebelnde Hellseher,\nder undeutbare Deuter. Wie soll man ihn noch nennen?\nEinen stummen Fragenfrager und stillen Rätselrater; einen\nKnotenknüpfer der Linie und Problemloser der Farbe. Tolle\nWorte schleichen sich heran und überrumpeln plötzlich,\nwenn man seine Kunst aussprechen will. Sie ist nicht\nauszusprechen, nicht niederzuschreiben. Eher könnte ein\nPantomimiker sie durch Geberdenspiel definieren, aber er\nmüßte ein Symboliker sein wie Toorop. Und auch dann\nkäme er zu kurz. Denn dieser Symboliker Toorop ist selbst\nein Symbol. Jahrtausendelange Fäden wandern langsam,\nheimlich, um den ganzen Erdball herum, von niemandem\ngeahnt, und treffen urplötzlich in einem javanischen Dorfe\nvon unaussprechlichem Namen zusammen. Eine nor=\nwegisch=englisch=holländisch=javanische Seele ist dasEr=\ngebnis dieses Stelldicheins. Die Seele eines Kindes wird zum\nSymbol der ganzen Menschheit, die wieder einmal in einer\neinzigen Blüte vereinigt ist, jedes Blütenblatt eine Rasse,\njede Farbe eine Kultur, eine Zone, ein Klima, jeder Staub=\nfaden eine Volksart. Als in vorbiblischer Zeit jener Babel=\ntürm gebaut wurde, ereignete sich das große Mysterium"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "68", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.14", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1582, "texte": "der Zerstreuung. Der liebe Gott wurde Neo=lmpressionist\nund wollte von da an sein Weltgemälde mit getrennten\nFarben ausführen. Das ist auch geschehen und darum hat\ndie Welt ein so unerreichbar herrliches Kolorit. Aber schließ=\nlieh muß Demiurgos doch von der Analyse wieder zur Syn=\nthese gelangen, wie sie vor dem Babelturm stabiliert war,\nund einer seiner Versuche in dieser Richtung scheint Toorop\nzu sein. In ihm ist alles menschliche Erlebnis seit Jahr=\ntausenden wieder beisammen, von Buddha bis Maeterlinck,\nvon Wotan bis Whistler und Kropotkin. Der Weg von\nPoerworedjo, wo Toorop geboren wurde, bis Katwijk aan\nZee, wo er jetzt wohnt, ist der Weg, den die Kultur der\nMenschheit genommen hat. Die unausdenkbar große Bahn\nder Welten, abgespiegelt in dem schmalen Lebenspfad eines\nMenschen. Auch in Eleusis und Theben und in den „Trojas”\nder Druiden und im „Faust” wurde der Weg vom Himmel\ndurch die Welt zur Hölle in dieser Weise symbolisiert. Der\nFaust dieses mystischen Reise=Epos heißt jetzt Toorop.\nFrüher einmal hat er anders geheißen, später einmal wird\ner wieder anders heißen. ©©©\n© Welches Abenteuer! Und welches Wagnis, ihm in Wor=\nten schwarz auf weiß nachzuschleichen. © © ©\n© Denn wie schriebe einer die mystische Biographie Too=\nrops? Früher stifteten solche Menschen Religionen. Früher\nwäre auch Tolstoi ein Mohammed geworden und Ruskinein\nZoroaster des XIX. Jahrhunderts v. Chr. Jetzt diktiert Mo=\nhammed Tendenzromane, Zoroaster dichtet ästhetische\nFlugschriften und Toorop zeichnet Bilder, die man nur im\nTraum verstehen kann, vor denen man aber wachend fast"}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "73", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.19", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1573, "texte": "bestimmt empfindet, daß man sie im Traum verstanden hat.\nEs ist Religion in Tooropsßildern. Wer jemals eineToorop=\nAusstellung veranstaltet hat, weiß es. Wie schwer es nur\nhält, diese seltsamen Kunstwerke ihren Besitzern für weni=\nge Wochen abzuschmeicheln. Sechs Wochen ohne seinen\n„Garten der Betrachtungen” zu leben, oder ohne seine\n„Sphinx”, das ist für sie undenkbar. Die „drei Bräute” ein=\npacken und wegschicken, zu einer Ausstellung im Barbaren=\nlande, wo man sie auslachen wird, das heißt sie einsargen\nund begraben in ungeweihter Erde. Es sind Bilder, in denen\nman lebt, mit denen man denkt und grübelt, lange Dämme=\nrungen hindurch, jede Linie deutend, wie die einer Men=\nschenhand, jedes geschlossene Auge nach und nach öffnend.\nUnd das Bild lebt mit seinem Eigner, es geht auf seine Stim=\nmungen ein und ändert sich mit ihnen. Die langen Haar=\nflechten wogen heute anders als gestern, diese offenen Arme\nhaben sich vor einer Stunde gekreuzt, und morgen ist Voll=\nmond, da werden alle diese Profile, die jetzt nach rechts\nschauen, sich nach links wenden, dem Meere zu. So ein Bild\nhilft träumen. Es lullt ein, indem es aufweckt. Man verliert\nsich darin, bis man unfindbar wird, und in diesem Augen=\nblicke hat man sich gefunden. ©O©\n© Träumereien über Toorop. „Orgelklänge”=„Gesang der\nZeiten” = „Illusion” = „Garten der Leiden” = „Die Nacht=\nSchwärmer”. ©©©\n© Oder ist es nur Haschischzauber? ©©©\n© Oder nur der Gesang der Stille, die lautlose Musik des\nSchweigens, die mit allen Sinnen zugleich vernommen wird?\n© Wenn die paar Sommergäste nach Katwijk kommen."}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "74", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.20", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1683, "texte": "wird ihm selbst diese stille Welt zu laut und er geht fort, in\ndie Schweiz, ins Hochgebirge. Und wenn sie wieder zurück=\nschwinden in ihre alten Backsteinstädte, kommt er wieder.\nDann öffnet das weiße Haus auf der äußersten Düne seine\nblauen, gelb verzierten Läden, und die blonde Frau, die einst\nMiß Hall geheißen, sitzt auf dem Polster in ihrem lieben Salon,\nund der Hausherr bosselt wieder emsig an kupferner Zier für\nden Kamin oder an einem steinernen Etwas, das einst über der\nHaustür stehen soll. Oder er streicht durch die silbergrauen\nDünen und sieht den Wind über die grünlichen Dünengräser\nfahren, daß sie ihm zu lauter Haarbüscheln werden, die aus\ndem Sande wachsen, und ihnen nach lauter blasse Häupter,\ndie im Sande begraben waren und nun auftauchen, ganze\nMenschengestalten, schlank und schwank, wehende For=\nmen, die mit dem Wandelnden wandeln, in langen schlep=\npenden Gewändern, körperlos, bloße Geberden, von Linien\neingefaßt, bloße Ahnungen, deren Zittern allein sie sichtbar\nmacht. Oder er sitzt am Klavier, das er nie gelernt hat, und\nphantasiert über Wagner’sche Motive, umspinnt sie mit Ton=\narabesken aus seiner eigenen Welt, aus ferner T ropenheimat,\n. . .javanische Kinderlieder klingen in ihm auf, er pfeift sie\ngern, mitten drein, zwischen durch, bis sie ihm zu Geberden\njavanischer Tänzerinnen werden, Geberden, wie sie kein\nanderes Menschen wesen hat, ein Wachsen von Blumen=\nstengein und Hinanschmiegen dehnbarer Lianen, wie die\nGliedmaßen in seinen Zeichnungen. Dann wieder sprenkelt\nsich der Saum zwischen Sand und See mit blendend weißen\nFlecken. Das sind die weißen Hauben der Katwijker Frauen\nund Mädchen, und mit raschem Stift wirft er Volkstypen"}, {"page_pdf": 21, "page_imprimee": "75", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.21", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1641, "texte": "aufs Papier, Gewinste für die bevorstehende Tombola. Er\nzeichnet Brot für Witwen und Waisen, denn er ist das Herz\nfür alle diese Sand= und Seekinder, und auch ihr Kopf, wenn\nsie einen brauchen, der für sie denken soll. Sein Lachen ist\nihre Heiterkeit, sein Ernst ihre Nachdenklichkeit; er ist ihnen\nKind und Vater zugleich. Sie kennen ihn, aber er kennt sie\nbesser. Er sieht unter ihre Oberfläche, er liest ihnen ihr Leben\nvom Gesichte ab. Mehr noch, er fühlt aus ihnen ihr Gefühl\nheraus, ihre Gemütsart berührt ihn heimlich so oder so, daß\ner sie suchen oder meiden kann. Kein Menschenkenner, ein\nMenschenfühler. Ein Naiver, der aufjauchzt über eine Naive=\ntat. Ein Guter, der jubelt über jede Güte. Und alles das un=\nausgesetzt ausströmend aus allen seinen Fingern, aus den\nFingern eines Künstlers. ©o©\n© Lange genug hieß es: Toorop ist kein Künstler für\nWien. Warum nicht? Ist nicht Wien die Stadt Klimts? Ein\nWiener Kunstfreund, der ihn letzthin in Katwijk aufsuchte,\nberichtet: Sein erstes Wort war Klimt. Ihm ist Wien und\nKlimt gleichbedeutend. Er sehnt sich schon nach Wien und\nKlimt und er wird kommen. Es steht in seinen Briefen zu\nlesen, in seiner kräftig federnden, gedrängt gekräuselten\nHandschrift, die auch manches kleine Rätsel zu lösen gibt.\n© Seine letzte Wiener Ausstellung hat manches Auge für\nihn geöffnet. Neben jenen überdeutsamen Mysterien, in\ndenen schließlich der sinnsuchende Sinn sich am reinen\nAugenzauber der Linie und Farbe beruhigte, hingen jene\nStudien aus dem unzweideutigen Leben, jedes Blatt ein\nMeisterstück. Man denke an die vornehme Engländerin,\nderen Linienzug im dünnen Bleistiftstrich wie vergeistigt"}, {"page_pdf": 22, "page_imprimee": "76", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.22", "debut_caractere": 18, "fin_caractere_exclue": 689, "texte": "erschien. Und an jenes blonde, spitze Frauenprofil aus dem\nLeben, das den Künstler in seinen Träumen immer wieder\nheimsucht. Und an die farbenhellen Studien aus Strandluft\nund Salonlampenlicht, wo die Töne mosaikweise, wie\nviereckige Steinchen neben einander liegen und des Ver=\nschmelzens harren. Und an jene reizende, weich heran=\nschwimmende Symphonie von Freilufttönen, aus der jene\ndrei blond blühenden „Töchter” uns entgegenschimmern:\ndie Anna, die Adrienne und die Zus. Und an sein getriebenes\nKupfer, das wie abgesteppte Seide wirkt, und seine Keramik\nmit Plakatwirkung. Es gibt vielerlei Toorops = und da\nwaren einmal ihrer mehrere beisammen. ©O©\n\nLUDWIG HEVESI."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c004", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c004", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "63", "page_fin": "63", "image_debut": 9, "image_fin": 9, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.4.1", "titre_corps": "Plakat", "titre_sommaire": "Plakat", "signature_source": "Jan Toorop CM", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 9, "page_imprimee": "63", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.9", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 21, "texte": "Plakat\nJan Toorop CM."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c005", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c005", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "64", "page_fin": "64", "image_debut": 10, "image_fin": 10, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.4.2", "titre_corps": "Plakat", "titre_sommaire": "Plakat", "signature_source": "Jan Toorop CM", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 10, "page_imprimee": "64", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 21, "texte": "Plakat\nJan Toorop CM."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c008", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c008", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "76", "page_fin": "76", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.4.4", "titre_corps": "[Illustration sans titre]", "titre_sommaire": "[Illustration sans titre]", "signature_source": "Leop. Stolba OM", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "76", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.22", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 16, "texte": "Leop. Stolba OM."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c009", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c009", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "69", "page_fin": "69", "image_debut": 15, "image_fin": 15, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.4.5", "titre_corps": "SEELEN AM MEERESSTRANDE", "titre_sommaire": "SEELEN AM MEERESSTRANDE", "signature_source": "JAN TOOROP CM", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 15, "page_imprimee": "69", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.15", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 38, "texte": "SEELEN AM MEERESSTRANDE\nJAN TOOROP CM."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c010", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c010", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "70", "page_fin": "70", "image_debut": 16, "image_fin": 16, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.4.6", "titre_corps": "LES RODEURS", "titre_sommaire": "LES RODEURS", "signature_source": "JAN TOOROP CM", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 16, "page_imprimee": "70", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.16", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 26, "texte": "LES RODEURS\nJAN TOOROP CM."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c011", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c011", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "71", "page_fin": "71", "image_debut": 17, "image_fin": 17, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.4.7", "titre_corps": "GARTEN DER LEIDEN", "titre_sommaire": "GARTEN DER LEIDEN", "signature_source": "JAN TOOROP CM", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 17, "page_imprimee": "71", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.17", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 32, "texte": "GARTEN DER LEIDEN\nJAN TOOROP CM."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c012", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c012", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "72", "page_fin": "72", "image_debut": 18, "image_fin": 18, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.4.8", "titre_corps": "Mutter und Kind", "titre_sommaire": "Mutter und Kind", "signature_source": "Jan Toorop CM", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 18, "page_imprimee": "72", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.18", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 30, "texte": "Mutter und Kind\nJan Toorop CM."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c013", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c013", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "77", "page_fin": "77", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.4.9", "titre_corps": "Plakat", "titre_sommaire": "Plakat", "signature_source": "Jan Toorop CM", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "77", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.23", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 21, "texte": "Plakat\nJan Toorop CM."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c014", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c014", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "78", "page_fin": "78", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.4.10", "titre_corps": "DIE DREI TÖCHTER", "titre_sommaire": "DIE DREI TÖCHTER", "signature_source": "JAN TOOROP CM", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "78", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.24", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 31, "texte": "DIE DREI TÖCHTER\nJAN TOOROP CM."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c015", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c015", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "80", "page_fin": "80", "image_debut": 26, "image_fin": 26, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.5", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 26, "page_imprimee": "80", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.26", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 390, "texte": "Die größte ständige AUSSTELLUNGS- u. VERKAUFS-\nHALLE für KUNST und KUNSTGEWERBE ist das\nBegründet 1879\nHOHENZOLLERN\nKUNSTGEWERBEHAUS\nH. HIRSCHWALD G.m.b.H.\nKöniglich Preußischer, Kaiserlich Öster-\nreichischer, Großherzoglich Badischer\nHoflieferant\n© 13 Leipzigerstraße 13 BERLIN W. ©\nWOHNUNGS-AUSSTATTUNGEN, ANGEWANDTE\nKUNST, WOHNUNGS-EINRICHTUNGEN\nRegelmäßig wechselnde Sonderausstellungen"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c016", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c016", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "80", "page_fin": "80", "image_debut": 26, "image_fin": 26, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.6", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 26, "page_imprimee": "80", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.26", "debut_caractere": 392, "fin_caractere_exclue": 939, "texte": "AUERLICHT\nTELEPHON 1063\nö CENTRALE: IV., Schleifmühlgasse 4 £\nVERKAUFSSTELLEN:\n□ 1., FISCHHOF 3, Telephon Nr. 12465 □\n11., TABORSTRASZE 4, Telephon Nr. 15080\n□ □ 111., HAUPTSTRASZE 23 □ □\nVII., ANDREASGASSE 9, Telephon Nr. 9122\n□ VIII., JOSEFSTÄDTERSTRASZE 64 □\nIX., NUSSDORFERSTR. 19, Teleph. Nr. 12797\n□ sowie bei den meisten Gasinstallateuren. □\nLAMPE exklusive Montage und Bedachung K 4.5 C\nSPARLAMPE exkl. Montage u. Bedachung K 3.9 C\nGLÜHKÖRPER kostenfrei ins Haus gestellt K I.\nSPAR=GLÜHKÖRPER 80 Heller □ □ C\nVOR NACHAHMUNGEN WIRD GEWARNT."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c017", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c017", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "80", "page_fin": "80", "image_debut": 26, "image_fin": 26, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.7", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 26, "page_imprimee": "80", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.26", "debut_caractere": 941, "fin_caractere_exclue": 1012, "texte": "ALEXANDER ALBERT\nK. U. K. HOF-KUNSTTISCHLER\nWIEN, 111. SCHUTZENGASSE 19"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c018", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c018", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "80", "page_fin": "80", "image_debut": 26, "image_fin": 26, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.8", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 26, "page_imprimee": "80", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.26", "debut_caractere": 1014, "fin_caractere_exclue": 1241, "texte": "a VER SACRUM m\nerscheint in jährlich 24 Heften\nH ©im Verlage der Vereinigung. © H\n3OO Exemplare werden im Wege\ng der Subskription zum Preise von ||\n50 Kronen per Jahrgang nur\nunmittelbar durch die Redaktion |\n© © abgegeben. © ©"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabf-1902-02-15-01-c019", "article_bluemountain": "bmtnabf_1902-02-15_01#c019", "volume": "bmtnabf_1902-02-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "80", "page_fin": "80", "image_debut": 26, "image_fin": 26, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.2.9", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 26, "page_imprimee": "80", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.26", "debut_caractere": 1243, "fin_caractere_exclue": 1467, "texte": "RICHARD MELCHER\nRAHMEN=TISCHLEREI\nWIEN, IV. MÜHLGASSE 19 (IM EIGENEN HAUSE-\nTELEPHON Nr. 7782.\nr\nGROSZE AUSWAHL\nELEGANTER MO-\nDERNER RAHMEN.\nBESTELLUNGEN\nAUCH NACH SPE-\nZIELLEN SKIZZEN\nWERDEN PROMPT\nU. BILLIGST AUS-\nGEFÜHRT."}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.1", "texte": "MITTEILUNGEN DER VEREINIGUNG\nBILDENDER KÜNSTLER ÖSTERREICHS\n1902 HEFT 4\nVER SACRUM"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "couv. 2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.2", "texte": "SECESSION\nMITTEILUNG\nGENDERVERg\nEINIGUNG\nBILDENDER\nKÜNSTLER\nÖSTERREICHS\nVER SACRUM\nHEFT 4\n15. FEBRUAR\n1902\nDAS REDAKTIONS-\nKOMITEE :\nLEOPOLD BAUER\nRUDOLF JETTMAR\nFERD. SCHMUTZER\nLEOPOLD STOLBA"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "62", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.8", "texte": "MUTTER UND KINDER.\nJAN TOOROP CM.\nPASTELL"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "63", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.9", "texte": "Plakat\nJan Toorop CM."}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "64", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.10", "texte": "Plakat\nJan Toorop CM."}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "65", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.11", "texte": "JAN TOOROP.\n\nO ist die Zeit, da man in München das Kabinet, in\ndem Toorop seine Bilder hängen hatte, die Folter=\nkammer nannte? Das galt damals (1893) als guter\nWitz. Als Volkswitz. Neulich aber, im Toorop=\nzimmer der Secession, bewegten sich die Leute auf den\nFußspitzen, wie in einer Kapelle. Sie sahen aus, wie bei\neiner Andachtsübung. Das ist die große Wandlung der Zeit.\nDamals standen alle Realismen des letzten Menschenalters\numher, die siegreichen, erfolgsatten, und höhnten ihren\nLeugner, den stillen, in sich gekehrten, das Land der Seelen\nmit der Seele suchenden. Heute, wenn Toorop die „Seelen\nam Meeresstrande” zeigt, wie sie bang und stumm wandeln\nund harren und immer harren, worauf? wer sagt es ihnen?\nwer sagt es mir? dir? ... heute versteht man diese Seelen\nzwar auch nicht, aber mancher fühlt, daß er etwas der=\ngleichen in sich hat. Die Wiederentdeckung der Seele ist\ndie Tat der neuen Kunst. Die Entdeckung, daß es etwas\newig Unentdeckbares gibt, nach dem zu suchen und zu\nfragen, zu streben und zu weinen der letzte Sinn des Lebens\nist. Dieses fieberische Ahnen rings um das Rätsel herum,\ndieses ängstliche Wittern ins Innerste und Nächste hinein,\ndas immer das Fernste und Äußerste bleibt. Dieses unwill=\nkürliche Umhertasten, kühn und zag zugleich, im Leben=\ngeflimmer silberner Lichtnebel, in der Grabesstille schwei=\ngender Finsternisse, ein Tasten mit langen, immer längeren\nFühlfäden einer unartikulierten Sehnsucht. Mit zitternden\nNervenfasern, die umherzucken gleich X=Strahlen, die"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "66", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.12", "texte": "festen Körper mühelos durchleuchtend, vor unfesten Phan=\ntomen aber Halt machend, an ihnen umbiegend wie an ge=\nschliffenen Granitsäulen, die ihnen ewig undurchdringlich\nsind, sie umrankend mit Ranken unmittelbarer Empfin=\ndüng, sie um wuchernd mit vibrierendem Nervengeflecht, in\ndem unablässig Kraft nach Form ringt, ein Trieb, ein Schuß,\nein Grünen, ein Glühen, ein W011en,... es hat keinen Namen\nund bedeutet all das zusammen. Dieser wirre Traum, den\nwir träumen, der traumwache Wachtraum, in seiner Un=\nwillkürlichkeit voll Gesetzen, die niemand kennt, die aber\nsind. Dieser sich selbst bezweifelnde Drang, diese sich selbst\näffende Lockung, ein scheinbares Greifen und Fassen, ein\nganzes Leben in Geberden, die so zwischen Sein und Schein\nunbewußt, halbbewußt sich recken und schmiegen, ani=\nmalisch vielleicht, pflanzenhaft vermutlich, kindlich mög=\nlicherweise . . . wer umschreibt dies mit Worten, diese\nHieroglyphe, dieses Ornament, dieses Symbol! Das ist es.\nDie Welt ist wieder gottvoll. Der neue Pantheismus schaut\nuns aus allen Dingen an, maskenhaft, fratzenhaft, medusen=\nhaft, und wieder mit Kindesaugen und Engelgesichtern.\nSeine tausend Arme langen in unabsehbaren Parallelreihen,\ngleichgeberdig bis ins Unendliche, zum Himmel empor\nnach Sonne und Mond; der Rhythmus ihrer Sehnsucht\nflutet himmelan, sichtbarer Gesang, melodischer Duft. Ein\nGewühl von stillen, träumerischen Köpfchen, ein Geknister\nvon schwellenden, quellenden Knospen, die sich zusehends\nvermenschlichen, zu jungen Busen, zu wehenden Gewand=\nsäumen, zu Lilienfüßchen und blumenstengelhaften Körper=\nWendungen, ein allgemeines, unendlichfaches Formen="}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "67", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.13", "texte": "fluten, in kreisenden Wirbeln und Spiralen, inuralt=urneuen\nGeometrien. Ein Leben der Atome, ein Atmen der Poren,\nalles unbewußt und ungewollt, unwillkürlich und uner=\nklärlich, schließlich aber tadellos krystallisiert, wie nach\ndrakonischem Gesetz und heiligem Richtscheit. ©© ©\n© Phantasmagorie, Dithyrambus. ©©©\n© Wach!... Erwachen wir aus dieser Hypnose, die der\nGedanke an Toorop hervorruft. Aus dem Rausch und\nTraum, in den er uns verlockt, der benebelnde Hellseher,\nder undeutbare Deuter. Wie soll man ihn noch nennen?\nEinen stummen Fragenfrager und stillen Rätselrater; einen\nKnotenknüpfer der Linie und Problemloser der Farbe. Tolle\nWorte schleichen sich heran und überrumpeln plötzlich,\nwenn man seine Kunst aussprechen will. Sie ist nicht\nauszusprechen, nicht niederzuschreiben. Eher könnte ein\nPantomimiker sie durch Geberdenspiel definieren, aber er\nmüßte ein Symboliker sein wie Toorop. Und auch dann\nkäme er zu kurz. Denn dieser Symboliker Toorop ist selbst\nein Symbol. Jahrtausendelange Fäden wandern langsam,\nheimlich, um den ganzen Erdball herum, von niemandem\ngeahnt, und treffen urplötzlich in einem javanischen Dorfe\nvon unaussprechlichem Namen zusammen. Eine nor=\nwegisch=englisch=holländisch=javanische Seele ist dasEr=\ngebnis dieses Stelldicheins. Die Seele eines Kindes wird zum\nSymbol der ganzen Menschheit, die wieder einmal in einer\neinzigen Blüte vereinigt ist, jedes Blütenblatt eine Rasse,\njede Farbe eine Kultur, eine Zone, ein Klima, jeder Staub=\nfaden eine Volksart. Als in vorbiblischer Zeit jener Babel=\ntürm gebaut wurde, ereignete sich das große Mysterium"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "68", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.14", "texte": "der Zerstreuung. Der liebe Gott wurde Neo=lmpressionist\nund wollte von da an sein Weltgemälde mit getrennten\nFarben ausführen. Das ist auch geschehen und darum hat\ndie Welt ein so unerreichbar herrliches Kolorit. Aber schließ=\nlieh muß Demiurgos doch von der Analyse wieder zur Syn=\nthese gelangen, wie sie vor dem Babelturm stabiliert war,\nund einer seiner Versuche in dieser Richtung scheint Toorop\nzu sein. In ihm ist alles menschliche Erlebnis seit Jahr=\ntausenden wieder beisammen, von Buddha bis Maeterlinck,\nvon Wotan bis Whistler und Kropotkin. Der Weg von\nPoerworedjo, wo Toorop geboren wurde, bis Katwijk aan\nZee, wo er jetzt wohnt, ist der Weg, den die Kultur der\nMenschheit genommen hat. Die unausdenkbar große Bahn\nder Welten, abgespiegelt in dem schmalen Lebenspfad eines\nMenschen. Auch in Eleusis und Theben und in den „Trojas”\nder Druiden und im „Faust” wurde der Weg vom Himmel\ndurch die Welt zur Hölle in dieser Weise symbolisiert. Der\nFaust dieses mystischen Reise=Epos heißt jetzt Toorop.\nFrüher einmal hat er anders geheißen, später einmal wird\ner wieder anders heißen. ©©©\n© Welches Abenteuer! Und welches Wagnis, ihm in Wor=\nten schwarz auf weiß nachzuschleichen. © © ©\n© Denn wie schriebe einer die mystische Biographie Too=\nrops? Früher stifteten solche Menschen Religionen. Früher\nwäre auch Tolstoi ein Mohammed geworden und Ruskinein\nZoroaster des XIX. Jahrhunderts v. Chr. Jetzt diktiert Mo=\nhammed Tendenzromane, Zoroaster dichtet ästhetische\nFlugschriften und Toorop zeichnet Bilder, die man nur im\nTraum verstehen kann, vor denen man aber wachend fast"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "69", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.15", "texte": "SEELEN AM MEERESSTRANDE\nJAN TOOROP CM."}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "70", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.16", "texte": "LES RODEURS\nJAN TOOROP CM."}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "71", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.17", "texte": "GARTEN DER LEIDEN\nJAN TOOROP CM."}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "72", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.18", "texte": "Mutter und Kind\nJan Toorop CM."}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "73", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.19", "texte": "bestimmt empfindet, daß man sie im Traum verstanden hat.\nEs ist Religion in Tooropsßildern. Wer jemals eineToorop=\nAusstellung veranstaltet hat, weiß es. Wie schwer es nur\nhält, diese seltsamen Kunstwerke ihren Besitzern für weni=\nge Wochen abzuschmeicheln. Sechs Wochen ohne seinen\n„Garten der Betrachtungen” zu leben, oder ohne seine\n„Sphinx”, das ist für sie undenkbar. Die „drei Bräute” ein=\npacken und wegschicken, zu einer Ausstellung im Barbaren=\nlande, wo man sie auslachen wird, das heißt sie einsargen\nund begraben in ungeweihter Erde. Es sind Bilder, in denen\nman lebt, mit denen man denkt und grübelt, lange Dämme=\nrungen hindurch, jede Linie deutend, wie die einer Men=\nschenhand, jedes geschlossene Auge nach und nach öffnend.\nUnd das Bild lebt mit seinem Eigner, es geht auf seine Stim=\nmungen ein und ändert sich mit ihnen. Die langen Haar=\nflechten wogen heute anders als gestern, diese offenen Arme\nhaben sich vor einer Stunde gekreuzt, und morgen ist Voll=\nmond, da werden alle diese Profile, die jetzt nach rechts\nschauen, sich nach links wenden, dem Meere zu. So ein Bild\nhilft träumen. Es lullt ein, indem es aufweckt. Man verliert\nsich darin, bis man unfindbar wird, und in diesem Augen=\nblicke hat man sich gefunden. ©O©\n© Träumereien über Toorop. „Orgelklänge”=„Gesang der\nZeiten” = „Illusion” = „Garten der Leiden” = „Die Nacht=\nSchwärmer”. ©©©\n© Oder ist es nur Haschischzauber? ©©©\n© Oder nur der Gesang der Stille, die lautlose Musik des\nSchweigens, die mit allen Sinnen zugleich vernommen wird?\n© Wenn die paar Sommergäste nach Katwijk kommen."}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "74", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.20", "texte": "wird ihm selbst diese stille Welt zu laut und er geht fort, in\ndie Schweiz, ins Hochgebirge. Und wenn sie wieder zurück=\nschwinden in ihre alten Backsteinstädte, kommt er wieder.\nDann öffnet das weiße Haus auf der äußersten Düne seine\nblauen, gelb verzierten Läden, und die blonde Frau, die einst\nMiß Hall geheißen, sitzt auf dem Polster in ihrem lieben Salon,\nund der Hausherr bosselt wieder emsig an kupferner Zier für\nden Kamin oder an einem steinernen Etwas, das einst über der\nHaustür stehen soll. Oder er streicht durch die silbergrauen\nDünen und sieht den Wind über die grünlichen Dünengräser\nfahren, daß sie ihm zu lauter Haarbüscheln werden, die aus\ndem Sande wachsen, und ihnen nach lauter blasse Häupter,\ndie im Sande begraben waren und nun auftauchen, ganze\nMenschengestalten, schlank und schwank, wehende For=\nmen, die mit dem Wandelnden wandeln, in langen schlep=\npenden Gewändern, körperlos, bloße Geberden, von Linien\neingefaßt, bloße Ahnungen, deren Zittern allein sie sichtbar\nmacht. Oder er sitzt am Klavier, das er nie gelernt hat, und\nphantasiert über Wagner’sche Motive, umspinnt sie mit Ton=\narabesken aus seiner eigenen Welt, aus ferner T ropenheimat,\n. . .javanische Kinderlieder klingen in ihm auf, er pfeift sie\ngern, mitten drein, zwischen durch, bis sie ihm zu Geberden\njavanischer Tänzerinnen werden, Geberden, wie sie kein\nanderes Menschen wesen hat, ein Wachsen von Blumen=\nstengein und Hinanschmiegen dehnbarer Lianen, wie die\nGliedmaßen in seinen Zeichnungen. Dann wieder sprenkelt\nsich der Saum zwischen Sand und See mit blendend weißen\nFlecken. Das sind die weißen Hauben der Katwijker Frauen\nund Mädchen, und mit raschem Stift wirft er Volkstypen"}, {"page_pdf": 21, "page_imprimee": "75", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.21", "texte": "aufs Papier, Gewinste für die bevorstehende Tombola. Er\nzeichnet Brot für Witwen und Waisen, denn er ist das Herz\nfür alle diese Sand= und Seekinder, und auch ihr Kopf, wenn\nsie einen brauchen, der für sie denken soll. Sein Lachen ist\nihre Heiterkeit, sein Ernst ihre Nachdenklichkeit; er ist ihnen\nKind und Vater zugleich. Sie kennen ihn, aber er kennt sie\nbesser. Er sieht unter ihre Oberfläche, er liest ihnen ihr Leben\nvom Gesichte ab. Mehr noch, er fühlt aus ihnen ihr Gefühl\nheraus, ihre Gemütsart berührt ihn heimlich so oder so, daß\ner sie suchen oder meiden kann. Kein Menschenkenner, ein\nMenschenfühler. Ein Naiver, der aufjauchzt über eine Naive=\ntat. Ein Guter, der jubelt über jede Güte. Und alles das un=\nausgesetzt ausströmend aus allen seinen Fingern, aus den\nFingern eines Künstlers. ©o©\n© Lange genug hieß es: Toorop ist kein Künstler für\nWien. Warum nicht? Ist nicht Wien die Stadt Klimts? Ein\nWiener Kunstfreund, der ihn letzthin in Katwijk aufsuchte,\nberichtet: Sein erstes Wort war Klimt. Ihm ist Wien und\nKlimt gleichbedeutend. Er sehnt sich schon nach Wien und\nKlimt und er wird kommen. Es steht in seinen Briefen zu\nlesen, in seiner kräftig federnden, gedrängt gekräuselten\nHandschrift, die auch manches kleine Rätsel zu lösen gibt.\n© Seine letzte Wiener Ausstellung hat manches Auge für\nihn geöffnet. Neben jenen überdeutsamen Mysterien, in\ndenen schließlich der sinnsuchende Sinn sich am reinen\nAugenzauber der Linie und Farbe beruhigte, hingen jene\nStudien aus dem unzweideutigen Leben, jedes Blatt ein\nMeisterstück. Man denke an die vornehme Engländerin,\nderen Linienzug im dünnen Bleistiftstrich wie vergeistigt"}, {"page_pdf": 22, "page_imprimee": "76", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.22", "texte": "Leop. Stolba OM.\n\nerschien. Und an jenes blonde, spitze Frauenprofil aus dem\nLeben, das den Künstler in seinen Träumen immer wieder\nheimsucht. Und an die farbenhellen Studien aus Strandluft\nund Salonlampenlicht, wo die Töne mosaikweise, wie\nviereckige Steinchen neben einander liegen und des Ver=\nschmelzens harren. Und an jene reizende, weich heran=\nschwimmende Symphonie von Freilufttönen, aus der jene\ndrei blond blühenden „Töchter” uns entgegenschimmern:\ndie Anna, die Adrienne und die Zus. Und an sein getriebenes\nKupfer, das wie abgesteppte Seide wirkt, und seine Keramik\nmit Plakatwirkung. Es gibt vielerlei Toorops = und da\nwaren einmal ihrer mehrere beisammen. ©O©\n\nLUDWIG HEVESI."}, {"page_pdf": 23, "page_imprimee": "77", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.23", "texte": "Plakat\nJan Toorop CM."}, {"page_pdf": 24, "page_imprimee": "78", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.24", "texte": "DIE DREI TÖCHTER\nJAN TOOROP CM."}, {"page_pdf": 26, "page_imprimee": "80", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.26", "texte": "Die größte ständige AUSSTELLUNGS- u. VERKAUFS-\nHALLE für KUNST und KUNSTGEWERBE ist das\nBegründet 1879\nHOHENZOLLERN\nKUNSTGEWERBEHAUS\nH. HIRSCHWALD G.m.b.H.\nKöniglich Preußischer, Kaiserlich Öster-\nreichischer, Großherzoglich Badischer\nHoflieferant\n© 13 Leipzigerstraße 13 BERLIN W. ©\nWOHNUNGS-AUSSTATTUNGEN, ANGEWANDTE\nKUNST, WOHNUNGS-EINRICHTUNGEN\nRegelmäßig wechselnde Sonderausstellungen\n\nAUERLICHT\nTELEPHON 1063\nö CENTRALE: IV., Schleifmühlgasse 4 £\nVERKAUFSSTELLEN:\n□ 1., FISCHHOF 3, Telephon Nr. 12465 □\n11., TABORSTRASZE 4, Telephon Nr. 15080\n□ □ 111., HAUPTSTRASZE 23 □ □\nVII., ANDREASGASSE 9, Telephon Nr. 9122\n□ VIII., JOSEFSTÄDTERSTRASZE 64 □\nIX., NUSSDORFERSTR. 19, Teleph. Nr. 12797\n□ sowie bei den meisten Gasinstallateuren. □\nLAMPE exklusive Montage und Bedachung K 4.5 C\nSPARLAMPE exkl. Montage u. Bedachung K 3.9 C\nGLÜHKÖRPER kostenfrei ins Haus gestellt K I.\nSPAR=GLÜHKÖRPER 80 Heller □ □ C\nVOR NACHAHMUNGEN WIRD GEWARNT.\n\nALEXANDER ALBERT\nK. U. K. HOF-KUNSTTISCHLER\nWIEN, 111. SCHUTZENGASSE 19\n\na VER SACRUM m\nerscheint in jährlich 24 Heften\nH ©im Verlage der Vereinigung. © H\n3OO Exemplare werden im Wege\ng der Subskription zum Preise von ||\n50 Kronen per Jahrgang nur\nunmittelbar durch die Redaktion |\n© © abgegeben. © ©\n\nRICHARD MELCHER\nRAHMEN=TISCHLEREI\nWIEN, IV. MÜHLGASSE 19 (IM EIGENEN HAUSE-\nTELEPHON Nr. 7782.\nr\nGROSZE AUSWAHL\nELEGANTER MO-\nDERNER RAHMEN.\nBESTELLUNGEN\nAUCH NACH SPE-\nZIELLEN SKIZZEN\nWERDEN PROMPT\nU. BILLIGST AUS-\nGEFÜHRT."}, {"page_pdf": 27, "page_imprimee": "81", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.27", "texte": "11 h m\nisrvryc>esTDiTreN\nL^ccnnDDmvTn\n11 hi n non ■i m mood m n\nexisrlenr irv ramrraa Dnoen\nZvynnDWiryjepeD-De^e^oY'PiifeDnnrrDiyiYö\nwD/ionnnusew\n&sonrvo\nrwrc • noFaereon ivrew\nF/15DiKÖVR/D'TC:CPIGie\nran=v.\nDeirDecKW hi irv\nwi erv ■ vry D- noneiveicn\nwieder?\nwiejrropeprvDirvö-2'\nnelr/Dicnsnor\nd h m\nGmtwbHievniow\nt Himiunvc>ö® j\nfvd\n1 pnoroai(zn'\n1 hi neppoDvtJion\nwvwnuoxK\nmoToamwic\nv/imwnevm/os'ö\nomnieurasome,\n■\nDüvrseDvic2s:mflnTfl=\nn n öfcocJecre\n/iwmnrayimeraP'iz\nwvn°r UFFFnnh/ren/\nonnLoeyiiivQj' en c.m\nQeGrorvDe.l ray-i\nwiwviAJin'Dnvn.uan^\nfSf] Bgi fg| 2.x [Hn"}, {"page_pdf": 28, "page_imprimee": "82", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabf19020215-01.1.28", "texte": "FOr die REDACTION verantwortlich: LEOPOLD BAUER in WIEN\nHerausgeber: VEREINIGUNG BILDENDER KÜNSTLER ÖSTERREICHS\nDruck von ADOLF HOLZHAUSEN, k.u.k. Hof-u.Univ.-Buchdruckcr in Wien\nClicWs von der „GRAPHISCHEN UNION\" in Wien"}]}