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J1 Cinquecento, Dona-\ntello, Michelangelo-barocco nicht zu vergessen!\nAxiome schlagen sich die Köpfe ein, so daß nichts\nals ein bürgerlich-vergötterter, Bedeutung suchen-\nder Irrtum gen Himmel bläkt! Mischmasch un-\nlauterer Elemente: ethisch-wissenschaftlich-deko-\nrativ-philosophisch. Rodin ist eben glücklicher\nFauteur de la Statuaire Style pompe femebre.\nJede Generation hat ihren Messias und ihren Ca-\nnova. Auf deutsch: jede Generation besitzt ihr\nZusammendrängen unermeßlichen Weltgeschehens\nund seiner unbedachten Torheiten. Darum be-\nhaupte ich, daß das Schaffen Rodins weit von dem\ngeheimnisvollen Ringen der Seele entfernt lebt,\n.y nackt ist noch lange keine künstlerische\nAeußerungsform. Schon dagewesen; Simulation\neines grandiosen, lyrischen Ungestüms. Unsach-\nliche Behandlung und Variationen über äußerliche\nThemen. Deshalb behaupte ich auch, daß Rodins\nSchaffen, sonst nicht atemhemmend, in der latei-\nnischen Rhetorik aufgeht. Schweinsblasen.\nSetzt bei gutgemeinten, aber ganz dilettanti-\nschen Versuchen ein — etwa bei Carrere —, um\nseinen aktuellen Enthusiasmus zu betätigen;\nkommt alsdann zu den alten Herren, bei denen er\nsich vergißt; gelangt von ihnen zu den entschei-\ndenden Vorbildern eines großen Zeitkünstlers —\nRosso — ohne jedoch zu einer endgültigen Form\nzu gelangen. Da eine große Individualität außer\nseinem Bereiche liegt, lebt er einfach vom Profit.\nIm übrigen Selbstsucht ohne z. Selbstvoll mit\nszenarischem Aufwand. Nichts rein abgeschlos-\nsenes; nichts Bedeutendes, Seelenerlebtes ist in\nihm. Kein Brückenzerstörer; auch kein Bedürf-\nnis vorhanden, neue Brücken zu errichten. Die\nSache bleibt bei einem freundlichen: Möchte! —\nVon aller Welt bewundert überschreitet er sämt-\nliche Brücken. Selbstsucht ohne zet. Als reicher\nPatron ahnt er jedoch die Größen anderer Zeit-\ngenossen. Sammelt Rosso, van Gogh, Cezanne,\nRenoir. 1892 tauscht er in der Bodiniere, Rossos\n„Rie u s e \" mit einem Torso um. Sechs Jahre\nlang kämpft Rodin der Prophet mit den neuen\nAusdrucksmitteln Rossos. 1898 entsteht sein\n„Balzac\": später folgen Le bourgeois de\nCalais. Elend zu Hause. Mann kann nicht\nmehr. Rodin bleibt Bourgeois: Wiederkäuer.\nBitte, ein Billett nach Griechenland!\nRosso: eine glühende Empfindung, die mit\nihrem Ich direkt aus der Berührung der Welt\nherauswächst; sich gegen die verschlumperte\nSyntax der Griechen und somit der italienischen\nRenaissance — der er nicht einmal seine Geburt\nverdankte — hartnäckig aufbäumt und ihre Neu-\nwerte in der Plastik errichtet. Gegen Michel-\nangelo und Nachfolger. Horizonterweiterung der\nplastischen Lyrik: freies Aufatmen ohne den\nklemmenden, geistesengen Simulationen von Dra-\nmatik und Mythologie. Nach Jahrtausenden\nspricht endlich wieder einmal ein Bildhauer zu sei-\nner Epoche, mit einer Kraft und mit einem Feuer,\nmit Inbrunst und mit Vehemenz, wie sie nur ein\nSohn des Italiens sprechen konnte, das einst der\nWelt Paolo Uccello schenkte. Ein großes Welt-\ngeschehnis ging in der Skulptur vor sich. Nichts\nmehr von den melancholischen Marmortriviali-\ntäten, nichts mehr von dem verrückten, nichts-\nwürdigen und nichtssagenden barocken Muskel-\nspiel und sonstigen dekorativen Akrobatenexerzi-\ntien, die absolut keine Beziehung zur Kunst bean-\nspruchen können; nichts mehr von dem unred-\nlichen Gequassel der Gipsfigurenbildner, die be-\nkanntlich nicht alle aus Lucca stammen. (Einige\nsind sogar Hofräte in Berlin!) Alles strebt in\nRossos Kunst zum harmonischen Vollklang von\nLinien und Farben, (Chiarooscuri: nie violent zer-\nsetzt oder absichtlich zerrissen, sondern weich,\nliebevoll, technisch vollendet abgetönt!) die etwa\nnicht schroff unterbrochen, sondern wie im süßen\nEcho die Erregung des Schaffenden in dich selbst\nübertragen und in dir wiederklingen. Von allen\ndekorativen, unlauteren Versuchen entfernt, lebt\ner einsam in seiner großen reinen Kunst, die die\ntieferen Seiten unseres Wesens beglückt. Sein\nStil ist eine reich modulierte Sprache. Seine' Emp-\nfindungen sind unbeschränkt; deshalb findet man\nbei ihm auch keine kümmerlichen Stilversuche.\nAls Plastiker „malt\" er seine Köpfe ohne Zögern,\nohne Verirrung. Kein Kompromiß; keine flauen\nWerte; keine Empfindungsweichlichkeiten: Die\nPotenz des rein impressionistischen Instinktes ist\nin keinem andern Zeitgenossen so stark ausge-\nprägt wie bei Rosso. Eine große Seele schenkt\nsich der Welt. Jedes zeitgemäße Subjekt wird\nihm zur Dichtung. Man denkt gern an Baude-\nlaire, wenn man seine Schöpfungen betrachtet\nund wie bei dem Dichter, so erhebt sich auch bei\ndem Bildhauer die Materie ins Reich des Immate-\nriellen. Rien c'est material dans l'espace — lautet\ndie Parole Rossos. Hier liegt der wunderbare\nErfolg seiner Konsequenzen, die vor bald fünfund-\nzwanzig Jahren als paradox verhöhnt wurden:\nin der Wirkung Unerwartetes zu bilden ohne dem\nAuge des Beschauers die Materie aufzudrängen:\nin der Tiefe seiner künstlerischen Intuitionen durch\ndie geschickte Traduktion der Farben, Atmosphäre\nund Perspektive: in der Sorgsamkeit, wie er das\nplastische Werk in einer besonderen Beweglich-\nkeit, in einer Kontinuität wiedergibt; in der be-\nwunderungswürdigen Sinnlichkeit seiner seeli-\nschen Erlebnisse; in der lyrischen Schönheit und\ndem Vollklang seiner ewig-künstlerischen Expres-\nsionen. Rossos J o hat nie einem anderen ange-\nhört: von der „Concierge\" zum „Ecce\nP u e r \", vom „Enfant malade\" zum Portait\nde Madame Noble t. Rosso: ein immenser\nHorizont: Grundauffassung plastischer Neuwerte:\nAbstraktion der Materie; frohes Sich-aus-leben-\nlassen: ein stürmischer Kämpfer gegen altherge-\nbrachte Formen. Aus seinen Höhen fallen neue\nSterne auf die Erde."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c004", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c004", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "2", "page_fin": "2", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.4", "titre_corps": "Sprüche aus den Werken", "titre_sommaire": "Sprüche aus den Werken", "signature_source": "William Blake ; deutsch Knoblauch", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.2", "debut_caractere": 5793, "fin_caractere_exclue": 7419, "texte": "Sprüche aus den\nWerken\nVon William Blake\ndeutsch Knoblauch\nWenn der Beschauer in diese Bildwerke ein-\ntreten würde mit der Kraft seiner schöpferischen\nEinbildung, um sich im Feuerwagen des betrach-\ntenden Gedankens zu ihnen erheben ... so würde\ner der Gefährte und Geliebte dieser Werke, die\nvoll Wunder zu ihm flehen, die sterblichen Dinge\nzu lassen — welches er wissen muß — aus dem\nGrabe aufzuerstehen . . . und glücklich zu sein.\n*\nWenn wir uns fürchten, die Befehle unsrer\nEngel auszuführen, wenn wir vor den Aufgaben\nzittern, die uns gestellt werden, wenn wir uns\nschließlich weigern, geistige Handlungen zu voll-\nbringen aus „natürlicher\" Furcht und infolge\n„natürlicher\" Begierden: wer kann die schreck-\nlichen Qualen solchen Zustandes fassen. Solltest\ndu . . . gerüstet zu geistiger Sendung, dich ihrer\nweigern, solltes du deine Gaben in der Erde ver-\ngraben — ja, vergräbst du sie, damit dir das\n„natürliche\" Brot nicht mangelt — dann werden\nGram und Verzweiflung dein Leben verfolgen,\nBeschämung und Verwirrung werden dein Ange-\nsicht nach dem Tode entstellen. In Ewigkeit wird\njede dich verlassen, erschrocken über den von\nseinen Brüdern mit Ehre und Ruhm gekrönten\nMenschen, der ihre Sache den Feinden verriet.\nC\nWirst du einen Menschen lieben, der nie für\nI 7\ndich starb, wirst du je für einen sterben, der nie\nfür dich starb; jede Freundlichkeit gen einen An-\ndern ist ein kleiner Tod, der Mensch kann nicht\nanders, denn in Brüderlichkeit bestehen.\nDer Mensch ändert durch Auferstehung, sei-\nnem Willen gemäß die geschlechtlichen Gewän-\nder: jede Dirne war einstmals Jungfrau, jeder\nVerbrecher voll Kinderliebe."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c005", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c005", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "2", "page_fin": "3", "image_debut": 2, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.5", "titre_corps": "Phantasien des totgeborenen Knaben Mukuro", "titre_sommaire": "Phantasien des totgeborenen Knaben Mukuro", "signature_source": "Hugo Engelbert Schwarz", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.2", "debut_caractere": 7421, "fin_caractere_exclue": 9232, "texte": "Phantasien des\ntotgeborenen Knaben\nMukuro\nVon Hugo Engelbert Schwarz\nMeine Mutter Wischihla war aus ihrer Ohn-\nmacht erwacht rief: Mukuro, bist Du von mir\ngegangen? Der liebe, kleine Mukuro .. . Wird\ner leben? . . . Der törichte Doktor schüttelte sein\nHaupt und sagte, ich wäre nicht lebensfähig.\nBrummend legte er mich in eine Schale aus Por-\nzellan. Er war dick und rot und trug eine große,\nrunde Hornbrille. Durch die geschliffenen Glä-\nser funkelten seine Augen, als er mich mit einer\nZange anfaßte und bis vor sein Gesicht hob. Ich\nschämte mich, wie eine Jungfrau, denn ich war\nsplittelnackt. Dann war ich auch nicht rein und\ndas beschämte mich noch viel mehr.\n„Mit dem Mukuro ist nichts zu machen, den\nnehme ich mit mir!\" Er legte mich vorsichtig in\nein Gefäß mit warmen Wasser, reinigte mich sorg-\nfältig und verfuhr mit seinen klobigen Fingern\nso zierlich, daß es zum Staunen war. Das warme\nWasser tat mir wohl. Aber es machte mich müde,\nich schlief ein, wie der Mönch in der Badewanne,\nvon dem meine Mutter Wischihla dem blonden\nPapa erzählt hatte.\nAls ich wieder zu mir kam, saß ich in einem\nKristallglase, das mit Spiritus gefüllt war. Ich hatte\neine gute Aussicht auf den Schreibtisch des Dok-\ntors. Sehr töricht von ihm, mich in Spiritus zu\nsetzen. Er war noch dazu kaum siebzigprozentig,\ndenn der Apotheker hatte ihn betrogen. Gerade\nder Alkohol wirkte belebend auf mich. Freilich\nkonnte er nicht wissen, wie ich an ihn gewöhnt\nwar. Unter meinen Papas gab es sicher sechs,\ndie Säufer Waren .... Und einer war es ganz\nbesonders. Der mochte keinen Champagner. Er\nhaßte ihn. Aber er roch nach wirklichen Brannt-\nwein, Ich spürte den Papa schon, wenn er vor der\nTüre stand. Wie komisch er nur angezogen war!\nMeine Mutter Wischihla empfing sonst nur Herren,\ndie Frack oder Smoking trugen. Er hatte aber"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "3", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.3", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 5753, "texte": "einen Schlächterjaß an. Einen blutigen Schlächter-\njaß mit ordinären Knöpfen. Den schleuderte er auf\nden gelbseidenen Fauteuil, auf dem Sikiri, die\nkleine Katze, lag. Und er verscheuchte Sikiri, in-\ndem er seine Mütze nach ihr warf. Der Fauteuil\nhat mir einmal erzählt, daß ihm übel würde, wenn\nder Mensch seinen Rock über ihn hing. Ich glaube\naber, der Fauteuil war einfach stolz. Er stammte\naus einer anderen Kaste und tat sich darauf was\nzu Gute. Dann war er alt und grämlich. Er hatte\nsich nie ausleben können. Deshalb haßte er den\njungen Schlächter. Aber der Fauteuil kannte auch\nvergnügte Stunden. Die schönste war die, wenn\nmeine süße, liebe Mutter Wischihla sich auf ihn\nsetzte, nackt und herrlich, wie eine Göttin. Das\ngefiel* dem alten Kerl. Da umfing er sie mit seinen\nweichen Armen und wollte sie nicht mehr los-\n/\nlassen.\nDer Schlächter aber hieß Muku. Wenn er seine\nKleider von sich geworfen hatte, war er nicht\nmehr blutig. Und auch sein Schnapsgeruch ver-\nschwand. Denn aus seinem Körper stieg das in\nden Raum, was Mann heißt, und was meine Mut-\nter Wischihla wahnsinnig machte. Ein Körper wie\naus Erz. Und Wischihla, meine Mutter, war eins\nmit Muku. Wie zwei Kinder liebten sie sich und\nich hatte nie Angst vor ihm. Ich fühlte seine Sehn-\nsucht brennen und sah, wie seine Zärtlichkeit die\nFlammen milderte. Aber ich hörte auch seinen\nAthem schnauben und das Jauchzen Wischihlas,\ndas sich darein mischte. Ich bebte vor Wonne,\nwenn Muku kam und sicher bin ich Mukus Sohn\nund deshalb heiße ich auch Mukuro .... Oh wie\ntöricht ist der Doktor, daß er mich in Spiritus kon-\nserviert, mich Mukuro, dessen Vater Muku eine\nFlasche Kognac in zehn Minuten leerte! . . .\nRocky-Flocc, der besuchte meine Mutter nur,\nwenn das graue Elend über ihn kam. Der hatte\nsechzigtausend Pfund in Sekt angelegt. Wischihla\nliebte ihn aber, weil er Gedichte machen konnte,\nwie ein Wahnsinniger. Gedichte, vor denen Pfaffen\nund schlichte Bürgermädchen sich die Ohren zu-\nhalten und davonlaufen, immer weiter und weiter,\nbis sie endlich in einem Bordell versinken und den\nTeufel anbeten, den großen Teufel, der die Welt\nunterjocht .... Wenn Rocky-Flocc kam, setzte\ner sich in den gelbseidenen Fauteuil und sprach\nkein Wort. Er streichelte Sikiri, die kleine Katze,\naber er sagte nichts. Und meine Mutter Wischihla\nsah ihn bange an. Lange, lange .... viele Minu-\nten. Und dann bat sie ihn, er solle ihr ein Gedicht\nvorsagen, eines von denen, die das Herz in Brand\nsteckten .... Aber Rocky-Flocc schüttelte den\nKopf und wollte nicht .... Er wollte lieber mit\nSikiri spielen . . . Aber meine Mutter, Wischihla,\nbettelte und flehte. Und wenn er dann nicht wollte,\ndrohte sie und wurde ganz wild, bis Rocky-Flocc\nsich; herbeiließ .... Dann sang er ein Gedicht ...\ner konnte es nicht sprechen, es war zu schön für\ndie gewöhnliche Stimme. Und er wurde ganz toll\ndabei und Wischihla zitterte vor Grauen und Sehn-\nsucht. Aber ich hatte Angst vor ihm. Er umarmte\nWischihla und sang dabei. Sie bohrte ihm ihre\nspitzen, feinen Nägel in den Nacken, daß dickes,\ndunkles Blut über das Bettlinnen herabfloß. Rocky-\nFlocc aber sang mit toller Stimme bis beide in Ek-\ntase sich überschlugen und wie tot dalagen.\np\nRocky-Flocc war eine Nummer ! ! . . . .\nIch glaube ein Narr oder ein wirklicher Mensch.\nDenn die andern waren Tiere mit steifen, weißen\nHemdbrüsten und schwarzen oder weißen\nMaschen unter den hohen Stehkragen. Stets trugen\nsie Masken, um ihre Geilheit zu verdecken. Aber\ndie war nicht zu verdecken, denn sie blühte wie\neine riesige Chrysantheme auf ihren Lippen und\nprangte in ihren Augen, wie die Schminke der\nDirnen, die über die Boulevards stolzieren und ru-\nfen: Pst, pst, komm' Kleiner, ich weiß wo Gott\nwohnt .... Vor diesen andern Männern hatte ich\nkeine Angst. Sie gaben sich nur das Ansehen von\nVampyren, sie waren aber nur Philister, die sich\neinbildeten, daß der Phallus alles ist. Aber er ist\nnur ein Drittel vom Ganzen, wenn die Weiber\nträumen er sei eine Knackwurst und nur ein Zehn-\ntel, wenn er ein gewöhnlicher Wald- und Wiesen-\nphallus ist. Alles andere muß Mann und Weib\naus eigenem beisteuern, als da ist Materia quasi-\nrnodo genita, Geist und Phantasie, das Bewußt-\nsein, daß die Gläubiger nicht warten wollen . . . .\nAlles Tierische, alles Göttliche, alles Grenzen-\nlose!\nUnd darum, lieber Doktor, bist Du thöricht,\ndenn Du bist ein Philister und glaubst nur an den\nPhallus — der anderen, der für Dich Geschäfte\nmacht. Du selbst bist längst Eunuch und Mitglied\neiner frommen Bruderschaft.\nWie traurig, daß ich nicht mehr bei meiner\nsüßen, lieben Mutter, W'jschihla bin. Wie blond\nwar sie . . . wie sonnig! . . . Jetzt wird Sikiri bei\nihr liegen und ihre schmale Hand mit der rauhen\nSpitze ihrer Zunge lecken. Und Wischihla wird\nweinen um ihren kleinen Mukuro, der allzufrüh\nvon ihr hat gehen müssen\nWarte nur, Du Philister, Mach kein so ernstes\nGesicht auf die schöne junge Frau, die voll Angst\nauf Deinem Untersuchungstisch liegt. Du verekelst\nihr die schönsten Stunden ihrer dummen Jugend.\nZeige ihr, daß Du Dich freust, wenn sie geliebt\nwird. Warne sie, um Gotteswillen, vor gar nichts..\nSchenke ihr nur einen Funken von der Erkenntnis,\ndaß das Leben auch schön ist ... . Aber preß\nihr keine Tränen aus den sanften, blauen Au-\ngen .... Du bist ein Heuchler mit Deinem stren-\ngen Gesicht .... Dein Krämersinn aber freut sich\nüber die hundert Pfund, die Dir die Geilheit dieser\nsüßen kleinen Frau einbringt . . . Warte nur! . . .\nWenn dieses Weib vom Tisch heruntersteigt und\ndie Dame das Zimmer verläßt, dann ist Deine Or-\ndinationsstunde zu Ende. Du gehst in den Klub\nund spielst Bridge. Ich aber springe aus dem Spiri-\ntus auf Deinen Schreibtisch und schreibe, warum\nich hier bin . . . Dann schreibe ich die Geschichte\ndes kleinen Mukuro . . ."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c006", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c006", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "3", "page_fin": "3", "image_debut": 3, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.6", "titre_corps": "Angelische Strophen", "titre_sommaire": "Angelische Strophen", "signature_source": "Rudolf Leonhard", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "3", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.3", "debut_caractere": 5755, "fin_caractere_exclue": 7472, "texte": "Angelische Strophen\nVon Rudolf Leonhard\nAngelus\nDu gingst umher, und um Dich war ein Rauschen,\nEin Rauschen war um Dich wie tiefes Meer;\nDu, ein Ertrinkender, gingst drin umher\nUnd warst ganz stumm und neigtest Dich\nzu lauschen.\nDann wuchs es auf, und wurde klar wie Glas\nUnd nackt wie Haut und hell wie Wintersterne,\nUnd war ein Leuchten in die tiefe Ferne\nVor Deinen Augen — und Du selbst warst das.\nDu warst das Rauschen und der warme Glanz,\nSternbuch und Weltenbild und Gottessiegel\nUnd Windesatem, der um Welten strich.\nDu warst in Gott und Du umfingst ihn ganz,\nGeist, Gott leibeigen als sein tiefer Spiegel,\nGeist — oder spiegelte er Dich —?\nDas Wort\nFühlst im begrenzten Wort Du schwere Fülle\nringen?\nEs schwillt von den gesagten und ungesagten\n— Dingen.\nDer Leser\nDu liest. Dein Kopf wird schwer. Es strömt\naus offner Pforte.\nDu liest. Und fühlst verwirrt: es atmen alle\nWorte.\nVom Buch aufblickend\nDu läßt die Bücher ruhn; und fühlst Dich eng\numgeben,\nUmschattet und umdroht, und weißt: die Toten\nleben.\nMaculatae\nEs war der reine Geist, der Deinen Leib verführte;\nDer Geist, der Deinen Leib von gleichem Geiste\nspürte.\nDas Unerforschliche\nWenn blind hintaumelnd ich die Kuppen Deiner\nBrüste,\nDie hochgebognen Knie, den warmen Leib Dir\nküßte,\nHast Du Dich mir enthüllt, o Seele meines Weibes;\nDoch tastend faßt ich nie das Rätsel Deines\nLeibes.\nEnthüllung\nDer Bau der Welt vergraut. Dein Leib liegt\naufgebaut.\nIch rühre Deine Haut. Ich hab die Welt erschaut.\nDer tiefe Schmerz\nEinst warst Du Fluß und Traum, Allschein und\nVielgestalt;\nNun bist Du eng, umgrenzt und fest zu Dir geballt.\nAus dem soeben im Verlage von A. R. Meyer, Berlin-\nWilmersdorf, erscheinenden lyrischen Flugblattc „Angelische\nStrophen\"."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c007", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c007", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "3", "page_fin": "3", "image_debut": 3, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.7", "titre_corps": "Für Kandinsky : Protest", "titre_sommaire": "Für Kandinsky : Protest", "signature_source": "Graf von Kalckreuth ; Graf von Kalckreuth", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "3", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.3", "debut_caractere": 7474, "fin_caractere_exclue": 8589, "texte": "Für Kandinsky\nProtest\nGraf von Kalckreuth\nGraf von Kalckreuth\nSiehe Nummer 150/151 und 152/153\nAn die Redaktion des „Sturm\".\nAuf Ihre Bitte komme ich erst jetzt zurück, da\nich bisher sehr beschäftigt war. Gestatten Sie\nmir, daß ich Ihnen diese Bitte abschlage, denn ich\nfühle mich weder berechtigt noch verpflichtet,\nnoch befähigt, ein Urteil über eine so neue Er-\nscheinung wie Kandinsky abzugeben. Ich bin\nselbstverständlich der Ansicht, daß man diesen\nneue Erscheinungen mit dem Wunsche des Ver-\nstehens und Begreifens gegenübertreten muß.\nSchon an und für sich bin ich kein Freund von\napodiktischen Urteilen über Kunst, weil es sich\nja immer und immer wieder zeigt, wie unrichtig\ndie Urteile einer vergangenen oder gegenwärtigen\nPeriode gegenüber der gegenwärtigen oder zu-\nkünftigen gewesen sind. Andererseits können die\nJungen (Zukünftigen) nicht verlangen, daß von\nSeiten der älteren Generation sofort ein volles Ver-\nständnis für sie zu Tage tritt. Ein solches Ver-\nständnis braucht Zeit und eine ehrliche, gute Ab-\nsicht dazu.\nMit dem Ausdruck meiner vorzüglichsten Hoch-\nachtung bin ich\nIhr sehr ergebener"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c008", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c008", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "4", "page_fin": "5", "image_debut": 4, "image_fin": 5, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.8", "titre_corps": "Zóne", "titre_sommaire": "Zóne", "signature_source": "Guillaume Apollinaire ; Guillaume Apollinaire", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "4", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.4", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 5816, "texte": "Zóne\nVon Guillaume Apollinaire\n\nA la iin tu es las de ce monde ancien\nBergere ö tour Eiffel le troupeau des ponts bele ce matin\nTu en as assez de vivre dans l'antiquite grecque et romaine\nIci meme les automobiles ont l'air d'etre anciennes\nLa Religion seule est restee toute neuve la Religion\nEst restee simple comme les hangars de Port Aviation\nSeul en Europe tu n'es pas antique o Christianisme\nL'Europeen le plus moderne c'est toi pape Pie X\nEt toi que les fenetres observent la honte te retient\nD'entrer dans une eglise et de t'y confesser ce matin\nTu lis les prospectus les catalogues les affiches qui chantent tout haut\nVoilä la poesie ce matin et pour la prose il y a les journaux\nII y a les livraisons ä 25 Centimes pleines d'aventures policieres\nO portraits des grands hommes et mille titres divers\nJ'ai vu ce matin une jolie rue dont j'ai oublie le nom\nNeuve et propre du soleil eile etait le clairon\nLes Directeurs les Ouvriers et les belies stenodactylographes\nDu lundi matin au samedi soir quatre fois par jour y passent\nLe matin par trois fois la Sirene y gemit\nUne cloche rageuse y aboie vers midi\nLes inscriptions des enseignes et des murailles\nLes Plaques les avis ä la facon des perroquets criaillent\nJ'aime la gräce de cette rue industrielle\nSituee ä Paris entre la rue Aumont-Thieville et l'avenue des Ternes\nVoilä la jeune rue et tu n'es encore qu'un petit enfant\nTa mere ne t'habille que de bleu et de blanc\nTu es tres pieux et avec le plus ancien de tes camarades Rene Dalize\nVous n'aimez rien tant que les pompes de l'Eglise\nII est neuf heures le gaz est baisse tout bleu vous sortez du dortoir en cachette\nVous priez toute la nuit dans la chapelle du College\nEt dans l'eternelle et adorable profondeur amethyste\nlourne ä jamais la ilamboyante gloire du Christ\nC'est le beau lys que malgre tout nous tous nous cultivons\n•C'est la torche aux cheveux roux que n'eteint pas le vent\nC est le fils pale et vermeil de la douloureuse mere\nC'est larbre toujours touffu de toutes les prieres\nC est la double potence de l'honneur et de l'eternite c'est l'etoile ä six branches\nC est Dieu qui meurt le vendredi et ressuscite le dimanche\nC est le Christ qui monte au ciel mieux que les aviateurs\nII detient le record du monde pour la hauteur\nPupille Christ de l'oeil Vingtieme pupille des siecles il sait y faire\nEt change en oiseau ce siecle comme Jesus monte dans l'air\nLes diables dans les abtmes levent la tete pour le regarder\nlis disent qu'il imite Simon Mage en Judee\nlis crient s'il sait voler qu'on l'appelle voleur\nLes anges voltigent autour du joli voltigeur\nIcare Enoch Elie Apollonius de Thyane\nFlottent autour du Premier aeroplane\nLs s ecartent parfois pour laisser passer ceux qui transporte la Sainte-Eucharistie\nCes pretres qui montent eternellement en elevant l'hostie\nL'avion se pose enfin sans refermer les ailes\nLe ciel s'emplit alors de millions d'hirondelles\nA tire d aile viennent les corbeaux les faucons les hiboux\nD'Afrique arrivent les ibis les flamands les marabouts\nL'oiseau Roc celebre par les conteurs et les poetes\nPlane tenant dans les serres le cräne d'Adam la premiere tete\nL'aigle fond de Thorizon en poussant un grand cri\nEt d'Amerique vient le petit colibri\nDe Chine sont venus les pi-his longs et souples\nQui n'ont qu'une seule aile et qui volent par couples\nPuis s'en vient la colombe esprit immacule\nOu'escortent l'oiseau-lyre et le paon ocelle\nLe phenix ce bücher qui soi-meme s'engendre\nUn instant voile tout de son ardente cendre\nLes sirenes laissant les perilleux detr it\nArrivent en chantant bellement toute t\nEt tous aigles phenix et pi-his de la j\nEraternisent avec la volante machint\nMaintenant tu marches dans Paris to -\nDes troupeaux d'autobus mugissantslT\nL'angoisse de l'amour te serre le gosr\nComme si tu ne devais jamais plus ete\nSi tu vivais dans l'ancien temps tu err\nEt vous avez honte quand vous voqj.\nTu te moques de toi et comme le feu t\n,Les etincelles de ton rire dorent le|;1\nC'est un tableau pendu dans un somit;\nEt quelquefois tu vas le regarder depi\nAujourd'hui tu marches dans Paris le,\nC'etait et je voudrais ne pas in en soif\nEntouree de flammes ferventes Notni\nLe sang de votre Sacre-Coeur m'aij»\nJe suis malade d'oui'r les paroles bieil\nL'amour dont je souffre est une malac c\nL'image qui te possede te fait sourired\nEt c'est toujours pres de toi la mefee\n'Maintenant tu es au bord de la Meie\nSous les citronniers qui sont en flewtc\nAvec tes amis tu te promenes en baru\nL'un est Nissard il y a un MentonastK\nNous regardons avec effroi les poulijs\nEt parmi les algues nagent les poissois\nTu es dans le jardin d'une aubergeax\nTu te sens tout heureux une rose esis\nEt tu observes au lieu d'ecrire tom:<\nLa cetoine qui dort dans le coeur i:\ntu te vois dessine dans le j\nTu eMs triste ä mourir le jour oü tu' j\nTu ?essembles au Lazare affole parp\nLes aiguilles de l'horloge du quartieriu\nEt tu recules aussi dans ta vie lenim\nEn montant au Hradchin et le soir eie\nDans les tavernes chanter des chanm\nTe voici ä Marseille au milieu des lis\nTe voici ä Coblence ä l'hötel du Geat\nI e voici ä Rome assis sous un neffc\nTe voici ä Amsterdam avec une jeuri ]\nElle doit se marier avec un etudiant le\nOn y loue des chambres en latin Cib\nJe m'en souviens j'y ai passe trois p\nTu es ä Paris chez le juge d'instructi11\nComme un criminel on te met en\nTu as fait de douloureux et de joye 1\nAvant de t'apercevoir du Mensonge:\nTu as souffert de l'amour ä vingt e'\nJ'ai vecu comme un fou et j'ai per--1\nTu n'oses plus regarder la croix\nSur moi sur celle que j'aime sur tot c\nTu regardes les yeux pleins de larA- 1\nlis croient en Dieu ils prient les 112r11'\nlis emplissent de leur odeur le hall -\nlis ont foi dans leur etoile comme r'\ni y\nlis esperent gagner de l'argent daft11\nEt revenir dans leur pays apres av( i\nDes familles transportent un edredoi01"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "5", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2347, "texte": "Is • :;\ntrois\n:hine\nit seul parmi la foule\n(res de toi roulent\ner\nre aime\ntrerais dans un monastere\nsurprenez ä dire une priere\nce l'enfer ton rire petille\nnd de ta vie\n■» musee\nl>res\nnemmes sont ensanglantees\nvenir c'etait au declin de la beaute\nDame m'a regarde ä Chartres\nonde ä Montmartre\ntheureuses\nl.e honteuse\njans l'insomnie et dans l'angoisse\nve qui passe\nterranee\ntoute l'annee\n}ue\nue et deux Turbiasques\n•es des profondeurs\nrs images du Sauveur\nux environs de Prague\nt sur la table\njxrnte en prose\nIi; la rose\nsagathes de Saint-Vit\nt'y vis\nh jour\niuif vont ä rebours\nenent\nn ecoutant\n>ons tcheques\n3isteques\naat\n\\\n(er du Japon\nt\ntu iille que tu trouves belle et qui est laide\nt ile Leyde\nlocanda\njflJrs et autant ä Gouda\ni\n:ian\nta: d'arrestation\nuJ voyages\ndt de l'Age\nt i- trente ans\n*dn mon temps\nätous moments tu voudrais sangloter\nut ce qui m'a epouvante\nn$ ces pauvres emigrants\nallaitent des enfants\nd- la gare Saint-Lazare\nes rois mages\nns l'Argentine\nid' fait fortune\nn'oitge comme vous transportez votre coeur\nCet edredon et nos reves sont aussi irreels\nBeaucoup de ces emigrants restent ici et se logent\nRue des Rosiers ou rue des Ecouffes dans des bouges\nJe les ai vu souvent le soir ils prennent Fair dans la rue\nEt se deplacent rarement comme les pieces aux echecs\nII y a surtout des juifs leurs femmes portent perruque\nElles restent assises exsangues au fond des boutiques\nTu es debout devant le zinc d'un bar crapuleux\nTu prends un cafe ä deux sous parmi les malheureux\nTu es la nuit dans un grand restaurant\nOn chante on danse on boit du Champagne\nCes femmes ne sont pas mechantes elles ont des soucis cependant\nToutes meme la plus laide a fait souffrir son amant\nElle est la fille d'un sergent de ville de Jersey\nSes mains que je n'avais pas vues sont dures et gercees\nJ'ai une pitie immense pour les coutures de son ventre\nJ'humilie maintenant ä une pauvre fille au rire horrible ma bouche\nLa nuit s'eloigne ainsi qu'une belle metive\nC'est Ferdine la fausse ou Lea l'attentive\nEt tu bois cet alcool brülant comme ta vie\nTa vie que tu bois comme une eau-de-vie\nTu marches vers Auteuil tu veux aller chez toi ä pied\nDormir parmi tes fetiches d'Oceanie et de Guinee\nlis sont des Christs d'une autre forme et d'une autre croyance\nCe sont les Christs inferieurs des obscures esperances\nAdieu adieu\nSoleil levant cou tranche"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "5", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.5", "debut_caractere": 4004, "fin_caractere_exclue": 4025, "texte": "Guillaume Apollinaire"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c009", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c009", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "5", "page_fin": "6", "image_debut": 5, "image_fin": 6, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.9", "titre_corps": "Für Kandinsky", "titre_sommaire": "Für Kandinsky", "signature_source": "Buchhändlerkritik", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 5, "page_imprimee": "5", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.5", "debut_caractere": 2349, "fin_caractere_exclue": 4002, "texte": "Für Kandinsky\nBuchhändlerkritik\nIch erhalte folgenden Brief:\nSehr geehrter Herr Waiden!\nIn einer der letzten Nummern des „Sturm\"\nhaben Sie sich mit dem Protest für Kandinsky\nden Dank vieler Freunde Kandinskyscher Kunst\nerworben. — Ich gebe Ihnen einen Beitrag zu\ndem Tiefstand unserer Kritik, der meines Erach-\ntens von weittragender Bedeutung ist, als die\npersönlichen Anödungen des Hamburger Herrn.\nEs handelt sich auch um Kandinsky. Ich ent-\nnehme die folgenden Sätze wörtlich dem „Mün-\nchener Brief\" eines Herren Recknagel, sie stehen\nim „Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel ,\nvom 5. Februar 1913:\n„Selbst der Fachmann, der gewiß an Extreme\ngewöhnt ist, wird an seinem Urteil irre, wenn er\ndie Geistesprodukte der verschiedensten Richtun-\ngen überblickt. Wie bei mancher als schön gel-\ntenden Frau nichts als der Geschmack der Schnei-\nderin zu bewundern ist, so ist bei vielen biblio-\nphilen Neuerscheinungen nichts zu achten, als die\nGeschicklichkeit des Buchbinders und des Druck-\nkers. Die ärgsten Sünder sind hier aber die Ku-\nbisten und Futuristen. Lieber Justinus Kerner!\nDeine harmlosen Klecksographien mit ihren vier-\ndimensionalen Deutungen haben so viele ange-\nmutet als ein Zeichen psychologischer Grenzzu-\nstände. Und doch war all dein Mühen nur ein\nKinderlallen gegen die hehren Offenbarungen un-\nserer ff. differenzierenden Künstler. „Blaue Rei-\nter\" und „Kandinsky-Klänge\" durchschwirren die\nLuft. „Links kein Gelände, rechts kein Gelände;\nnirgends, nirgends Gegenstände.\" Und der Text?\nGepriesen seist du, Friederike Kempner! Ihr\nHeerscharen der Proktophantasten, steht uns bei!\nAuf gut Oberbayerisch übersetzt: Vüi z'viii füi!\""}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "6", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1106, "texte": "Das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel\nist keine Zeitung, die heute erscheint, um morgen\nvergessen zu sein, es ist das Fachorgan der Deut-\nschen Buchhändler. Ich finde es deshalb unerhört\nund habe mich als Buchhändler geschämt, daß\neine Kunstrichtung und ein anerkannter Künstler\nmit solchen Witzeleien in unserm Fachblatt abge-\ntan werden dürfen. Mancher Gehilfe, der zu jung\nist oder zu wenig Reife besitzt, um sich eine\neigene Meinung zu bilden, formt sie sich nach die-\nsen leichtsinnigen Zeilen und berät nun die Käu-\nfer, ohne jemals in ein Buch von Kandinsky hin-\neingesehen zu haben, mit Schlagworten wie\nKlecksographie. Dem Künstler wird das wenig\nschaden, der braucht keine „Empfehlung\", aber\nder Eh r e des Deutschen Buchhandels\nschadet es, und deshalb kann nicht energisch ge-\nnug dagegen protestiert werden. Der Buchhandel\nhat genügend mit äußeren Feinden zu kämpfen,\ndas Buch ist für die meisten ein Luxusartikel, das\nkann er heute und morgen nicht ändern. Um so\nschlimmer, wenn ihm die Feinde aus seinen eige-\nnen Reihen kommen.\nHochachtungsvoll\nRichard Julius Hirschfeld\nzurzeit Paris"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c010", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c010", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "6", "page_fin": "6", "image_debut": 6, "image_fin": 6, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.6", "titre_corps": "Das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel", "titre_sommaire": "Das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 6, "page_imprimee": "6", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1106, "texte": "Das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel\nist keine Zeitung, die heute erscheint, um morgen\nvergessen zu sein, es ist das Fachorgan der Deut-\nschen Buchhändler. 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Wfcr sind, in unserer Betrachtung gei-\nstiger Gefechte, so abhängig von der körperlichen\nGeste, in die sich die Bewegung kleidet. (In der\nPolitik mag es nötig sein, Ideen in körperliche\nSchaustücke umzuwandeln, da man auf Körper-\nliche wirken soll; in der Kunst nie.) So sicher\njenes Bekenntnis zu Recht besteht, daß der wert-\nvolle Mensch die Geste einer Idee ist, ebenso\nsicher ist, daß diese Geste nicht dick aufgetragen\nsein, eher sich ist in einem leis versickernden Un-\nterstrom kundgeben soll, der durch die Zeilen\nfließt.\nIn Summa: ,Männe, hak mir mal die Taille\nauf vermag, richtig gesetzt und von der stets* nöti-\ngen, Baßstimme umdustert, dem Einsichtigen mehr\nzu sagen wie\n,0 breche, Held, den starren Eisengürtel.'\nTrotzdem ist es kein „Naturalismus\", oh,\nstrenggelockte Lautenschläger.\nII\nFranz Jung. Das Trottelbuch. Ein Auftakt.\nEin weitere Schritt in wenig betretene Gebiete,\nin denen, bis jetzt, nur fahl sich Etliche tummel-\nten; Frank Wedekind voran. Ein Lichtstrahl fällt\nauf aufgerissene Wunden (man sieht den Men-\nschen kaum, nur seine Wunden), zuckt auf, ver-\nlischt. Stationen eines Weges, der, in Qual be-\ngonnen, mit trübem Lachen, Ekel, verstockter\nGüte beschritten, in Wut und Stumpfsinn endet;\nvon einem Kundigen gemalt. Seelische Ekstasen\nzwischendurch, für Augenblicke. Dann senken\nsich wieder graue Schleier; Mensch stößt an\nMensch, brüllt auf, schimpft, heult und lacht, tappt\nweiter; um an anderen dasselbe zu erfahren.\nVerschlossene Türen überall. Am Ende Versöhn-\nlichkeit, geschöpft aus der Einsicht: fragwürdig\nist das doch alles und aus Kraftlosigkeit;\nwozu sich weiter brutalisieren lassen? Wozu\nbrutal sein?\nNur eine Pflicht wird nicht versäumt: all diese\nZuckungen, Dumpfheiten, diese — niemals ver-\nstandene — Zwecklosigkeit zu fassen und zu klä-\nren — soweit es möglich ist. Verkrampfte Hände,\nSchmerz und Niederlagen erschweren wohl, sie\nadeln auch den Zwang, den ganzen Zustand zu\ndurchleuchten, bis er strahlt in Selbstverständ-\nlichkeit.\nIII\nDies Buch ist voll von solcher Selbstverständ-\nlichkeit.\nZweierlei tritt hervor: der glücklos erkennende\nMann; das Weib, das, ohne zu erkennen, nicht\nminder glücklos ist. Man möchte schreien: Lebt\nmiteinander ohne Prügel, ohne Schwierigkeit,\nohne Nachdenken ... da es schon einmal so ist.\nSie tun es nicht. Sie haben Recht.\nEntweder: Petroleumlampe, Kaminfeuer, Bett-\nwärmer; oder: knallgelbes Gaslicht, Glut und\nKälte, und Betten nach der Jahreszeit.\nDer Dichter F. Jung ist für das zweite.\nZwischendurch klagt, aus der Tiefe, das wüh-\nlende Mitleid mit der Peinigerin, die, auch gepei-\nnigt, neben dem jeweils Gewählten, ihr jeweils in\nden Weg Gelaufenen, da hinkeucht.\nNicht unterdrückt ist aber der Haß gegen das\nDumpfe, Niederträchtige im Weibe — das doch\nzugleich das Sanfte ist, das Mütterliche, Nieder-\nziehende. —\nDas Grundmotiv (die Baßstimme) bleibt dieser\nZweifel des Helden: Soll ich wieder gut sein oder\nihr an die Gurgel fahren?\nEr entscheidet sich für Gut-sein.\nUnd noch ein Zitat. Als sie (irgendeine solche,\nwelche . .) langsam zu sinken beginnt (also an\nErkenntnis zu steigen), kurz vor dem großen\nRutsch, letzter Etappe ihrer Erdenfahrt, da über-\nlegt sie, halb geduckt: „Arbeiten und gut werden\ndann aber kam es ihr sehr lächerlich vor und\nsie lachte.' 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Neitzel\nEs mag als ziemlich gesuchter Grund erschei-\nnen, von einer Künstlervereinigung sprechen zu\nwollen, wenn vier ihrer Angehörigen in der Re-\nproduktion einer Zeichnung, eines Holzschnittes\ngezeigt werden. Letzten Endes ist eine Zeichnung\ndurchaus nicht verpflichtet, irgend etwas Wesent-\nliches über ihren Schöpfer auszusagen. — Dennoch\n— wenn sie will — kann sie klarer sprechen als\nein großes Bild.\nDoch es gilt auch anderes: Es geht eine Le-\ngende in deutschen Landen, daß die jüngste\nSchweiz in Reaktionariaten sanft entschlafen ist.\n— Aber wohl lebt nach Hodler und Amiet eine\nJugend, die zu den beiden wie zu guten Vätern\naufblickt. Dieser Jugend gelten die Zeilen, der\nVereinigung Moderner Bund.\nDer Moderne Bund vereinigt in seinen Reihen\ndie Maler, die in der Schweiz die tramontanen\nGesänge vernommen haben und belauschen, die\naus Frankreich mit unvergleichlicher Vitalität seit\nJahren ewig neu in die Kunst hineinschmettern.\nCharakteristik seines Wesens: Innere Zusam-\nmengehörigkeit ohne äußeres Losungswort. Keine\nProgrammmalerei mit Schutzmarke. Ein sich\nEntäußernwollen zeitlich gleichstehender Maler\nvon oft fundamental verschiedener Wesensart: —-\n— Bewußte Eroberer, tüchtige und kraftvolle Ok-\nkupatoren, einige Mitläufer, deren Sehnsucht man\nmit Recht respektiert, da ist der Eindruck, der\nvom Modernen Bund bleibt.\nDas mag vorerst genügen. Namensnennungen\nmit großen Definitionen haben keinen Zweck,\nwenn nicht ein großes Abbildungsmaterial zur\nHand ist, mit dem man mich kontrollieren kann.\nUnd gebe ich dennoch einige Namen (alphabe-\ntisch), so ist es, um deren Klang in das Ohr zu\nprägen. Vielleicht, daß Sie sich ihrer einmal in\neiner Ausstellung wie an sehr entfernte Bekannte\nerinnern. Das hat schon einen kleinen Wert.\nArp I Gimmi / Heibig / Huber / Klee / Kün-\ndig, Lüthy ! Pfister / Sprenger."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c013", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c013", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "6", "page_fin": "6", "image_debut": 6, "image_fin": 6, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.12", "titre_corps": "Empfohlene Büeher", "titre_sommaire": "Empfohlene Büeher", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 6, "page_imprimee": "6", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.6", "debut_caractere": 6429, "fin_caractere_exclue": 8021, "texte": "Empfohlene Büeher\nDie Schriftleitung behält sich Besprechung: der hier\ngenannten Bücher vor. Die Aufführung bedeutet bertit*\neine Empfehlung. Verleger erhalten hier nicht erwähnte\nBücher zurück, falte Rückporto beigefügt wurde.\nGuillaume Apollinaire\nLes Peintres Cubistes\nMit 46 ganzseitigen Porträts und Reproduk-\ntionen nach Gemälden von Pablo Picasso / Ge-\norg Braque / Jean Metzinger / Albert Gleizes\n/ Juan Gris / Marie Laurencin / Fernand Leger\n/ und Anderen\nPaul Fort\nChoix de Ballades Frangaises\nVerlag Eugene Figuiere Paris\nGuillaume Apollinaire\nL'Heresiarque et Cie\nVerlag P. V. Stock, Paris\nJean Muller et Gaston Picard\nLes Tendances Presentes de la Litterature Fran-\nQaise\nInterviews et Reponses\nVerlag E. Basset et Cie, Paris\nAugust Strindberg\nDie gotischen Zimmer\nFamilienschicksale vom Jahrhundertende\nVerdeutscht von Emil Schering\nDritte durchgesehene Auflage\nSchwarze Fahnen\nSittenschilderungen von Jahrhundertwechsel\nVerdeutscht von Emil Schering\nDritte Auflage\nVerlag von Georg Müller, München\nShakespeare in Deutscher Sprache\nHerausgegeben, zum Teil neu übersetzt von\nFriedrich Gundolf\nGesamte Ausstattung von Melchior Lechter\nBisher erschienen 8 Bände: Band I brachte\ndie Römerdramen, Band II Romeo und Julia,\nOthello und den Kaufmann von Venedig. Die\nletzten Bände werden in kurzen Zwischen-\nräumen folgen. Die Bände lII—V bringen die\nKönigsdramen; Band VI und folgende: Mac-\nbeth, Hamlet, Lear, Troilus, Timon, im An-\nschluß hieran die Komödien. Der Schlußband\nwird enthalten: den Sturm, die Epen und die\nvon Stefan George übersetzten Sonette\nVerlag Georg Bondi, Berlin"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c014", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c014", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "7", "page_fin": "7", "image_debut": 7, "image_fin": 7, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.13", "titre_corps": "Oskar Lüthy: Originalzeichnung", "titre_sommaire": "Oskar Lüthy: Originalzeichnung", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 7, "page_imprimee": "7", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 30, "texte": "Oskar Lüthy: Originalzeichnung"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c015", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c015", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "7", "page_fin": "7", "image_debut": 7, "image_fin": 7, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.14", "titre_corps": "Hermann Huber: Originalzeiehnung", "titre_sommaire": "Hermann Huber: Originalzeiehnung", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 7, "page_imprimee": "7", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.7", "debut_caractere": 60, "fin_caractere_exclue": 92, "texte": "Hermann Huber: Originalzeiehnung"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c016", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c016", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "7", "page_fin": "7", "image_debut": 7, "image_fin": 7, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.15", "titre_corps": "Hans Arp Originalzeichnung", "titre_sommaire": "Hans Arp Originalzeichnung", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 7, "page_imprimee": "7", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.7", "debut_caractere": 32, "fin_caractere_exclue": 58, "texte": "Hans Arp Originalzeichnung"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c017", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c017", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "298", "page_fin": "298", "image_debut": 8, "image_fin": 8, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.16", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 8, "page_imprimee": "298", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.8", "debut_caractere": 408, "fin_caractere_exclue": 728, "texte": "Standige Ausstellungen\nder Zeitsehrift Der Sturm\nBerlin W / Konigin Augustastraße 51\ngegeniiber der von der Heydtstraße\nFahrgelegenheit: Liitzowplatz\nVierzehnte Ausstellung\nFranz Mare\nGeoffnet taglich von 10—6 Uhr / Sonntags von\nI§—2 Uhr\nEintritt 1 Mark / Jahreskarte 6 Mark\nAm 20. September\nErster deutscher Herbstsalon"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c018", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c018", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "298", "page_fin": "298", "image_debut": 8, "image_fin": 8, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.17", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 8, "page_imprimee": "298", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.8", "debut_caractere": 730, "fin_caractere_exclue": 2794, "texte": "Verlag der Sturm\nBerlin W 9 Potsdamer Straße 134 a\nFernruf Amt Liitzow 4443\nZeitschrift der Sturm\nDauerbezug\nGewohnliche Ausgabe: Fii r Deutschland\nund Oesterreich-Ungarn: Ein Jahr 6\nMark / Ein Halbjahr 3 Mark / Ein Vierteljahr\n1 Mark 50 / Einzelnummer 20 Pfennig / Doppel-\nnammer 40 Pfennig X Fiir das Ausland bei\ndirekterZustellung durch die Post:\nEin Jahr 9 francs / Ein Halbjahr 4 francs 50 cen-\ntimes I Ein Vierteljahr 3 francs / Einzelnummer\n25 centimes / Doppelnummer 50 centimes.\nProbenummer umsonst\nSonderausgabe: Ungebrochene Exem-\nplare auf holzfreiem Papier, Ver-\nsendung in Rollen direkt durch die\nPost fiir Deutschland und Oester-\nreich-Ungarn : Ein Jahr 12 Mark /\nEin Halbjahr 6 Mark X Fur das Ausland:\nEin Jahr 18 francs / Ein Halbjahr 9 francs / Von\ndieser Ausgabe werden Vierteljahrsbeziige, Einzel-\nnummern und Probenummern nic h t abgegeben\nDer Sturm: Erster Jahrgang, Nummer 1—56:\n25 Mark / Zweiter Jahrgang, Nummer 57—104:\n10 Mark / Dritter Jahrgang, Nummer 105—152/153:\n6 Mark / Vom 1. Jull 1913 ab 10 Mark\nDie Zeitschrift Der Sturm ist durch alle Buch- und\nKunsthandlungen, durch die Post, sowie direkt\ndurch den Verlag Der Sturm, Berlin W9, zu be-\nziehen / Zum Einzelverkauf liegt Der Sturm in alien\nBahnhofshandlungen, Kiosken u. Straßenstanden auf\nFalls direkte Zustellung durch den Verlag\nDer Sturm unter Streifband oder in Rolle ge-\nwiinscht wird, bitten wir den Be t r a g fiir den\nDauerbezug bei der Bestellung oder bei\nBeg inn d.es neuen Vi er tel jah res bis\nzumfiinftendes ersten Monats einzu-\ns en den / Andernfalls nehmen wir an, daß E i n -\nzieh ung des Betrages durch Nachnahme\nmiter Berechnung des Nachnahmeportos ge-\nwiinsdit wird\nSonderdrucke\nFranz Marc: Originalholzschnitte / je 10 nume-\nrierte und signierte Handabziige: Versohnung/\n/Tierlegende/Pferde/Tiger/Pferde\nHochformat / Die Hirtin J Der Stier /\nSchlafende Hirtin / Wildpferde /\nRuhende Pferde (handaquarelliert) / Das\nExemplar 40 Mark.\nMax Pechsteln: Die Erlegung des Fest-\nbratens / Originalholzschnitt / Auf Nummer 94\nder Zeitschrift Der Sturm sind einhundert"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c019", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c019", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "298", "page_fin": "298", "image_debut": 8, "image_fin": 8, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.18", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 8, "page_imprimee": "298", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.8", "debut_caractere": 2796, "fin_caractere_exclue": 4611, "texte": "Exemplare vom Kiinstler mit der Hand aquarel-\nliert, signiert und numeriert / Das Exemplar\n5 Mark\nWilhelm Morgner: Acker mit Weib / Tierdres-\nseur I Holzarbeiterfamilie / Fressende Holzar-\nbeiter / Je zehn oder sieben nummerierte und\nsignierte Handdrucke / Das Exemplar 15 Mark\nG. Miinter: Neujahrswunsch / Flinf signierte und\nnumerierte Exemplare / Das Exemplar 20 Mark\nWalter Helbig: Landschaft / Originalholzschnitt /\nFiinf numerierte und signierte Handdrucke / Das\nExemplar 25 Mark\nSchmidt-Rottluff: Mann und Weib ./ Zwolf hand-\ngedruckte, numerierte und signierte Holzschnitte ./\nDas Exemplar 30 Mark\nArthur Segal: Vom Strande I / Vom Strande 111 /\nje fiinfzehn signierte und numerierte Holzschnitte /\nDas Exemplar 20 Mark\nH. Campendonk: Originalholzschnitte [Nummer 131,\n134/135, 140/141] zwolf signierte und numerierte\nExemplare / Das Exemplar 25 Mark\nOskar Kokoschka: Plakat fur die Zeitschrift\nDer Sturm / Originallithographie I Das Exem-\nplar 3 Mark\nOskar Kokoschka: Nijinsky / Portrat Licht-\ndruck, großes Format / 10 Mark\nR. Delaunay: Album / Elf Phototypien von\nGemalden (ein Farbenlichtbild) mit einem Gedicht\nvon Guillaume Apollinaire / Das Exemplar 10 Mark\nMusik\nHerwarth Walden: Dafnislieder / Zu Ge-\ndichten von Ar no Ho 1 z / Fur Gesang und Kla-\nvier I 3 Mark / 50 Seiten\nKunstlerpostkarten\nFuturisten: 1 / Umberto Boccioni: Das\nLachen / Luigi Russolo: Erinnerung einer\nNacht I Zug in voller Fahrt / Gino Seve-\nring Die Modistin / Ruhelose Tanzerin / Pan-\nPan Tanz X Lichtdrucke: Das Exemplar\n20 Pfennig\n2 I Umberto Boccioni: Das Lachen / Ab-\nschied / Luigi Russolo: Erinnerung einer\nNacht I Zug in veller Fahrt / GinoSeverini:\nPan-Pan Tanz / Ruhelose Tanzerin X Cliche-\ndruc k e: Das Exemplar 20 Pfennig\nRobert Delaunay: La Tour / 20 Pfennig\nGeneralvertretung des Verlags Eugene Figuiere /\nParis"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-03-03-c020", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-03_03#c020", "volume": "bmtnabg_1913-03_03", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "298", "page_fin": "298", "image_debut": 8, "image_fin": 8, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.2.19", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 8, "page_imprimee": "298", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.8", "debut_caractere": 4613, "fin_caractere_exclue": 5426, "texte": "Zeitsehriften\nL'Eflort Libre / friiher L'Effort / Monatsschrift I\nHerausgeber: Jean Richard Bloch / Poitiers\n[Vienne]\nL'lndgpendance / Halbmonatsschrift / Kiinste /\nKultur I Philosophic / Politik / Jahresbezug\n15 Francs / Paris 31 rue Jacob\nLes Marges / Monatsschrift / Paris 5 rue Chaptal\nLa Nouvelle Revue Francaise J Monatsschrift /\nParis Vie 35/37 Rue Madame / Nummer 1 Francs\n50 centimes\nLes Cahiers du Centre / Moulins [Allier]\nLes Soirees de Paris / Recueil Mensuel / Paris\n9 rue Jacob\nUmelecky Mesicnik / Monatsschrift fur Neue Kunst.\nTschechische, fremde und alte Kunst: Literatur,\nKunsthistorie, Malerei, Plastik, Architektur, Kunst-\ngewerbe, Theater, Musik. Erscheint monatlich (8\nBildbeilagen, 20 Seiten reich illustrierter Text, Mu-\nsikbeilage). 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H. Rosny aine, Pierre\nMiJle, Han Ryner, Camille Mauclair, T. de Visan,\netc; des traductions de Pouhkine, Walt Whitman,\nByron, D. G. Rosetti / Abonnement France 10 fr\nEtranger 12 fr (envoi d'un numero specimen contre\nla somme de 3 fr ,/ Direction et Administration\n20 rue de Chartres / Paris Neuilly\nNeue Sezession / Berlin / Eingetragener Verein\nPassive Mitglieder der Neuen Sezession\nerhalten iahrlich 1 / mehrere graphische Arbeiten\n2 I die Zeitschrift Der Sturm frei zugestellt 3 /\nfreien Eintritt zu den Veranstaltungen der Neuen\nSezession. Mitgliedsbeitrag halbjahrlich 15 Mark.\nGeschaftsstelle der Neuen Sezession: Steg-\nlitz, Miquelstraße 7a. Fernruf Amt Steglitz 2699\nCoffeinfreier Kaffee Hag ist wirklicher Bohnen-\nkaffee, der alle Geschmacks- und Aroma-Vorzuge\nbesten koffeinhaltigen Kaffees aber nicht dessen\nNachteile hat. Er ist unschadlich fiir Herz-, Ner-\nven-, Magen-Leidende und andere Kranke\nEdmund Meyer / Buchhandler und Antiquar / Ber-\nlin W 35, Potsdamer Straße 27 b / Fernruf Amt\nLiitzow 5850 / Spezialgeschaft fiir bibliophile Lite-\nratur aller Zeit / Wertvolle und seltene Biicher\njeder Art vom XVI.—XX. Jahrhundert / Alte und\nneue Kunstblatter / Standige Ausstellung\nTitania-Schreibmaschine / Erste deutsche Schreib-\nmaschine mit Typenhebeln auf Kugellagern /\nFabrikat der Aktiengesellschaft Mix &. Genest,\nSchoneberg-Berlin. Generalvertreter fiir Berlin\nund die Mark Brandenburg: Louis Stangen,\nLinkstraße 12. Telefon: Amt Kurflirst 2425\nFritz Merker Charlottenburg, Schillerstraßc 94.\nFernruf Amt Steinplatz 8397. Passepartout-\nfabrik / Buchbinderei / Zeichenmappen / Auf-\nziehen von Zeichnungen / Moderne BucheinbSnd©"}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "293", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.1", "texte": "(Jinfang: acht Seiten\nEinzelbezug 40 Pfennig\nfiSpi A Hl j|p|r 11111. bkII £ §S|p -fvf?; J» l^Hl\nHALBMONATSSCHRIFT FÜR KULTUR UND DIE KÜNSTE\nRedaktion und Verlag\nBerlin W9 / Potsdamer Straße 134 a\nHerausgeber und Schriftleiter\nHERWARTH WALDEN\nAusstellungsräume\nBerlin W / Königin Augustastr. 51\nDRITTER JAHRGANG\nBERLIN MÄRZ 1913\nNUMMER 15fc/15S\n\nInhalt:\nCurt Seidel: Rosso-Rodin / William Biake: Sprüche aus den Werken / Hugo Engelbert Schwarz: Phantasien des totgeborenen Knaben Mokuro /\nRudolf Leonhard: Angelische Strophen / Guillaume Apollinaire: Zone / Für Kandinsky: Protest / L. H. Neitzel: Moderner Bund / Otto Feyen: Glosse zu\nFranz Jung: Das Trottelbuch / Walter Heibig: Landschaft /Originalholzschnitt / Hans Arp / Hermann Huber / Oskar Liithy: Originalzeichnungen\n\nWalter Landschaft / Originalholzschnitt"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.2", "texte": "Rosso-Rodin\nCurt Seidel / Turin\nL'oracle de la bourgeoisie: Rodin: Das Re-\nsultat ungeistigen Intellektualismus: Misant und\nGötzendiener, den ein brutales Verhältnis mit\nGriechenland verbindet. J1 Cinquecento, Dona-\ntello, Michelangelo-barocco nicht zu vergessen!\nAxiome schlagen sich die Köpfe ein, so daß nichts\nals ein bürgerlich-vergötterter, Bedeutung suchen-\nder Irrtum gen Himmel bläkt! Mischmasch un-\nlauterer Elemente: ethisch-wissenschaftlich-deko-\nrativ-philosophisch. Rodin ist eben glücklicher\nFauteur de la Statuaire Style pompe femebre.\nJede Generation hat ihren Messias und ihren Ca-\nnova. Auf deutsch: jede Generation besitzt ihr\nZusammendrängen unermeßlichen Weltgeschehens\nund seiner unbedachten Torheiten. Darum be-\nhaupte ich, daß das Schaffen Rodins weit von dem\ngeheimnisvollen Ringen der Seele entfernt lebt,\n.y nackt ist noch lange keine künstlerische\nAeußerungsform. Schon dagewesen; Simulation\neines grandiosen, lyrischen Ungestüms. Unsach-\nliche Behandlung und Variationen über äußerliche\nThemen. Deshalb behaupte ich auch, daß Rodins\nSchaffen, sonst nicht atemhemmend, in der latei-\nnischen Rhetorik aufgeht. Schweinsblasen.\nSetzt bei gutgemeinten, aber ganz dilettanti-\nschen Versuchen ein — etwa bei Carrere —, um\nseinen aktuellen Enthusiasmus zu betätigen;\nkommt alsdann zu den alten Herren, bei denen er\nsich vergißt; gelangt von ihnen zu den entschei-\ndenden Vorbildern eines großen Zeitkünstlers —\nRosso — ohne jedoch zu einer endgültigen Form\nzu gelangen. Da eine große Individualität außer\nseinem Bereiche liegt, lebt er einfach vom Profit.\nIm übrigen Selbstsucht ohne z. Selbstvoll mit\nszenarischem Aufwand. Nichts rein abgeschlos-\nsenes; nichts Bedeutendes, Seelenerlebtes ist in\nihm. Kein Brückenzerstörer; auch kein Bedürf-\nnis vorhanden, neue Brücken zu errichten. Die\nSache bleibt bei einem freundlichen: Möchte! —\nVon aller Welt bewundert überschreitet er sämt-\nliche Brücken. Selbstsucht ohne zet. Als reicher\nPatron ahnt er jedoch die Größen anderer Zeit-\ngenossen. Sammelt Rosso, van Gogh, Cezanne,\nRenoir. 1892 tauscht er in der Bodiniere, Rossos\n„Rie u s e \" mit einem Torso um. Sechs Jahre\nlang kämpft Rodin der Prophet mit den neuen\nAusdrucksmitteln Rossos. 1898 entsteht sein\n„Balzac\": später folgen Le bourgeois de\nCalais. Elend zu Hause. Mann kann nicht\nmehr. Rodin bleibt Bourgeois: Wiederkäuer.\nBitte, ein Billett nach Griechenland!\nRosso: eine glühende Empfindung, die mit\nihrem Ich direkt aus der Berührung der Welt\nherauswächst; sich gegen die verschlumperte\nSyntax der Griechen und somit der italienischen\nRenaissance — der er nicht einmal seine Geburt\nverdankte — hartnäckig aufbäumt und ihre Neu-\nwerte in der Plastik errichtet. Gegen Michel-\nangelo und Nachfolger. Horizonterweiterung der\nplastischen Lyrik: freies Aufatmen ohne den\nklemmenden, geistesengen Simulationen von Dra-\nmatik und Mythologie. Nach Jahrtausenden\nspricht endlich wieder einmal ein Bildhauer zu sei-\nner Epoche, mit einer Kraft und mit einem Feuer,\nmit Inbrunst und mit Vehemenz, wie sie nur ein\nSohn des Italiens sprechen konnte, das einst der\nWelt Paolo Uccello schenkte. Ein großes Welt-\ngeschehnis ging in der Skulptur vor sich. Nichts\nmehr von den melancholischen Marmortriviali-\ntäten, nichts mehr von dem verrückten, nichts-\nwürdigen und nichtssagenden barocken Muskel-\nspiel und sonstigen dekorativen Akrobatenexerzi-\ntien, die absolut keine Beziehung zur Kunst bean-\nspruchen können; nichts mehr von dem unred-\nlichen Gequassel der Gipsfigurenbildner, die be-\nkanntlich nicht alle aus Lucca stammen. (Einige\nsind sogar Hofräte in Berlin!) Alles strebt in\nRossos Kunst zum harmonischen Vollklang von\nLinien und Farben, (Chiarooscuri: nie violent zer-\nsetzt oder absichtlich zerrissen, sondern weich,\nliebevoll, technisch vollendet abgetönt!) die etwa\nnicht schroff unterbrochen, sondern wie im süßen\nEcho die Erregung des Schaffenden in dich selbst\nübertragen und in dir wiederklingen. Von allen\ndekorativen, unlauteren Versuchen entfernt, lebt\ner einsam in seiner großen reinen Kunst, die die\ntieferen Seiten unseres Wesens beglückt. Sein\nStil ist eine reich modulierte Sprache. Seine' Emp-\nfindungen sind unbeschränkt; deshalb findet man\nbei ihm auch keine kümmerlichen Stilversuche.\nAls Plastiker „malt\" er seine Köpfe ohne Zögern,\nohne Verirrung. Kein Kompromiß; keine flauen\nWerte; keine Empfindungsweichlichkeiten: Die\nPotenz des rein impressionistischen Instinktes ist\nin keinem andern Zeitgenossen so stark ausge-\nprägt wie bei Rosso. Eine große Seele schenkt\nsich der Welt. Jedes zeitgemäße Subjekt wird\nihm zur Dichtung. Man denkt gern an Baude-\nlaire, wenn man seine Schöpfungen betrachtet\nund wie bei dem Dichter, so erhebt sich auch bei\ndem Bildhauer die Materie ins Reich des Immate-\nriellen. Rien c'est material dans l'espace — lautet\ndie Parole Rossos. Hier liegt der wunderbare\nErfolg seiner Konsequenzen, die vor bald fünfund-\nzwanzig Jahren als paradox verhöhnt wurden:\nin der Wirkung Unerwartetes zu bilden ohne dem\nAuge des Beschauers die Materie aufzudrängen:\nin der Tiefe seiner künstlerischen Intuitionen durch\ndie geschickte Traduktion der Farben, Atmosphäre\nund Perspektive: in der Sorgsamkeit, wie er das\nplastische Werk in einer besonderen Beweglich-\nkeit, in einer Kontinuität wiedergibt; in der be-\nwunderungswürdigen Sinnlichkeit seiner seeli-\nschen Erlebnisse; in der lyrischen Schönheit und\ndem Vollklang seiner ewig-künstlerischen Expres-\nsionen. Rossos J o hat nie einem anderen ange-\nhört: von der „Concierge\" zum „Ecce\nP u e r \", vom „Enfant malade\" zum Portait\nde Madame Noble t. Rosso: ein immenser\nHorizont: Grundauffassung plastischer Neuwerte:\nAbstraktion der Materie; frohes Sich-aus-leben-\nlassen: ein stürmischer Kämpfer gegen altherge-\nbrachte Formen. Aus seinen Höhen fallen neue\nSterne auf die Erde.\n\nSprüche aus den\nWerken\nVon William Blake\ndeutsch Knoblauch\nWenn der Beschauer in diese Bildwerke ein-\ntreten würde mit der Kraft seiner schöpferischen\nEinbildung, um sich im Feuerwagen des betrach-\ntenden Gedankens zu ihnen erheben ... so würde\ner der Gefährte und Geliebte dieser Werke, die\nvoll Wunder zu ihm flehen, die sterblichen Dinge\nzu lassen — welches er wissen muß — aus dem\nGrabe aufzuerstehen . . . und glücklich zu sein.\n*\nWenn wir uns fürchten, die Befehle unsrer\nEngel auszuführen, wenn wir vor den Aufgaben\nzittern, die uns gestellt werden, wenn wir uns\nschließlich weigern, geistige Handlungen zu voll-\nbringen aus „natürlicher\" Furcht und infolge\n„natürlicher\" Begierden: wer kann die schreck-\nlichen Qualen solchen Zustandes fassen. Solltest\ndu . . . gerüstet zu geistiger Sendung, dich ihrer\nweigern, solltes du deine Gaben in der Erde ver-\ngraben — ja, vergräbst du sie, damit dir das\n„natürliche\" Brot nicht mangelt — dann werden\nGram und Verzweiflung dein Leben verfolgen,\nBeschämung und Verwirrung werden dein Ange-\nsicht nach dem Tode entstellen. In Ewigkeit wird\njede dich verlassen, erschrocken über den von\nseinen Brüdern mit Ehre und Ruhm gekrönten\nMenschen, der ihre Sache den Feinden verriet.\nC\nWirst du einen Menschen lieben, der nie für\nI 7\ndich starb, wirst du je für einen sterben, der nie\nfür dich starb; jede Freundlichkeit gen einen An-\ndern ist ein kleiner Tod, der Mensch kann nicht\nanders, denn in Brüderlichkeit bestehen.\nDer Mensch ändert durch Auferstehung, sei-\nnem Willen gemäß die geschlechtlichen Gewän-\nder: jede Dirne war einstmals Jungfrau, jeder\nVerbrecher voll Kinderliebe.\n\nPhantasien des\ntotgeborenen Knaben\nMukuro\nVon Hugo Engelbert Schwarz\nMeine Mutter Wischihla war aus ihrer Ohn-\nmacht erwacht rief: Mukuro, bist Du von mir\ngegangen? Der liebe, kleine Mukuro .. . Wird\ner leben? . . . Der törichte Doktor schüttelte sein\nHaupt und sagte, ich wäre nicht lebensfähig.\nBrummend legte er mich in eine Schale aus Por-\nzellan. Er war dick und rot und trug eine große,\nrunde Hornbrille. Durch die geschliffenen Glä-\nser funkelten seine Augen, als er mich mit einer\nZange anfaßte und bis vor sein Gesicht hob. Ich\nschämte mich, wie eine Jungfrau, denn ich war\nsplittelnackt. Dann war ich auch nicht rein und\ndas beschämte mich noch viel mehr.\n„Mit dem Mukuro ist nichts zu machen, den\nnehme ich mit mir!\" Er legte mich vorsichtig in\nein Gefäß mit warmen Wasser, reinigte mich sorg-\nfältig und verfuhr mit seinen klobigen Fingern\nso zierlich, daß es zum Staunen war. Das warme\nWasser tat mir wohl. Aber es machte mich müde,\nich schlief ein, wie der Mönch in der Badewanne,\nvon dem meine Mutter Wischihla dem blonden\nPapa erzählt hatte.\nAls ich wieder zu mir kam, saß ich in einem\nKristallglase, das mit Spiritus gefüllt war. Ich hatte\neine gute Aussicht auf den Schreibtisch des Dok-\ntors. Sehr töricht von ihm, mich in Spiritus zu\nsetzen. Er war noch dazu kaum siebzigprozentig,\ndenn der Apotheker hatte ihn betrogen. Gerade\nder Alkohol wirkte belebend auf mich. Freilich\nkonnte er nicht wissen, wie ich an ihn gewöhnt\nwar. Unter meinen Papas gab es sicher sechs,\ndie Säufer Waren .... Und einer war es ganz\nbesonders. Der mochte keinen Champagner. Er\nhaßte ihn. Aber er roch nach wirklichen Brannt-\nwein, Ich spürte den Papa schon, wenn er vor der\nTüre stand. Wie komisch er nur angezogen war!\nMeine Mutter Wischihla empfing sonst nur Herren,\ndie Frack oder Smoking trugen. Er hatte aber"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "3", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.3", "texte": "einen Schlächterjaß an. Einen blutigen Schlächter-\njaß mit ordinären Knöpfen. Den schleuderte er auf\nden gelbseidenen Fauteuil, auf dem Sikiri, die\nkleine Katze, lag. Und er verscheuchte Sikiri, in-\ndem er seine Mütze nach ihr warf. Der Fauteuil\nhat mir einmal erzählt, daß ihm übel würde, wenn\nder Mensch seinen Rock über ihn hing. Ich glaube\naber, der Fauteuil war einfach stolz. Er stammte\naus einer anderen Kaste und tat sich darauf was\nzu Gute. Dann war er alt und grämlich. Er hatte\nsich nie ausleben können. Deshalb haßte er den\njungen Schlächter. Aber der Fauteuil kannte auch\nvergnügte Stunden. Die schönste war die, wenn\nmeine süße, liebe Mutter Wischihla sich auf ihn\nsetzte, nackt und herrlich, wie eine Göttin. Das\ngefiel* dem alten Kerl. Da umfing er sie mit seinen\nweichen Armen und wollte sie nicht mehr los-\n/\nlassen.\nDer Schlächter aber hieß Muku. Wenn er seine\nKleider von sich geworfen hatte, war er nicht\nmehr blutig. Und auch sein Schnapsgeruch ver-\nschwand. Denn aus seinem Körper stieg das in\nden Raum, was Mann heißt, und was meine Mut-\nter Wischihla wahnsinnig machte. Ein Körper wie\naus Erz. Und Wischihla, meine Mutter, war eins\nmit Muku. Wie zwei Kinder liebten sie sich und\nich hatte nie Angst vor ihm. Ich fühlte seine Sehn-\nsucht brennen und sah, wie seine Zärtlichkeit die\nFlammen milderte. Aber ich hörte auch seinen\nAthem schnauben und das Jauchzen Wischihlas,\ndas sich darein mischte. Ich bebte vor Wonne,\nwenn Muku kam und sicher bin ich Mukus Sohn\nund deshalb heiße ich auch Mukuro .... Oh wie\ntöricht ist der Doktor, daß er mich in Spiritus kon-\nserviert, mich Mukuro, dessen Vater Muku eine\nFlasche Kognac in zehn Minuten leerte! . . .\nRocky-Flocc, der besuchte meine Mutter nur,\nwenn das graue Elend über ihn kam. Der hatte\nsechzigtausend Pfund in Sekt angelegt. Wischihla\nliebte ihn aber, weil er Gedichte machen konnte,\nwie ein Wahnsinniger. Gedichte, vor denen Pfaffen\nund schlichte Bürgermädchen sich die Ohren zu-\nhalten und davonlaufen, immer weiter und weiter,\nbis sie endlich in einem Bordell versinken und den\nTeufel anbeten, den großen Teufel, der die Welt\nunterjocht .... Wenn Rocky-Flocc kam, setzte\ner sich in den gelbseidenen Fauteuil und sprach\nkein Wort. Er streichelte Sikiri, die kleine Katze,\naber er sagte nichts. Und meine Mutter Wischihla\nsah ihn bange an. Lange, lange .... viele Minu-\nten. Und dann bat sie ihn, er solle ihr ein Gedicht\nvorsagen, eines von denen, die das Herz in Brand\nsteckten .... Aber Rocky-Flocc schüttelte den\nKopf und wollte nicht .... Er wollte lieber mit\nSikiri spielen . . . Aber meine Mutter, Wischihla,\nbettelte und flehte. Und wenn er dann nicht wollte,\ndrohte sie und wurde ganz wild, bis Rocky-Flocc\nsich; herbeiließ .... Dann sang er ein Gedicht ...\ner konnte es nicht sprechen, es war zu schön für\ndie gewöhnliche Stimme. Und er wurde ganz toll\ndabei und Wischihla zitterte vor Grauen und Sehn-\nsucht. Aber ich hatte Angst vor ihm. Er umarmte\nWischihla und sang dabei. Sie bohrte ihm ihre\nspitzen, feinen Nägel in den Nacken, daß dickes,\ndunkles Blut über das Bettlinnen herabfloß. Rocky-\nFlocc aber sang mit toller Stimme bis beide in Ek-\ntase sich überschlugen und wie tot dalagen.\np\nRocky-Flocc war eine Nummer ! ! . . . .\nIch glaube ein Narr oder ein wirklicher Mensch.\nDenn die andern waren Tiere mit steifen, weißen\nHemdbrüsten und schwarzen oder weißen\nMaschen unter den hohen Stehkragen. Stets trugen\nsie Masken, um ihre Geilheit zu verdecken. Aber\ndie war nicht zu verdecken, denn sie blühte wie\neine riesige Chrysantheme auf ihren Lippen und\nprangte in ihren Augen, wie die Schminke der\nDirnen, die über die Boulevards stolzieren und ru-\nfen: Pst, pst, komm' Kleiner, ich weiß wo Gott\nwohnt .... Vor diesen andern Männern hatte ich\nkeine Angst. Sie gaben sich nur das Ansehen von\nVampyren, sie waren aber nur Philister, die sich\neinbildeten, daß der Phallus alles ist. Aber er ist\nnur ein Drittel vom Ganzen, wenn die Weiber\nträumen er sei eine Knackwurst und nur ein Zehn-\ntel, wenn er ein gewöhnlicher Wald- und Wiesen-\nphallus ist. Alles andere muß Mann und Weib\naus eigenem beisteuern, als da ist Materia quasi-\nrnodo genita, Geist und Phantasie, das Bewußt-\nsein, daß die Gläubiger nicht warten wollen . . . .\nAlles Tierische, alles Göttliche, alles Grenzen-\nlose!\nUnd darum, lieber Doktor, bist Du thöricht,\ndenn Du bist ein Philister und glaubst nur an den\nPhallus — der anderen, der für Dich Geschäfte\nmacht. Du selbst bist längst Eunuch und Mitglied\neiner frommen Bruderschaft.\nWie traurig, daß ich nicht mehr bei meiner\nsüßen, lieben Mutter, W'jschihla bin. Wie blond\nwar sie . . . wie sonnig! . . . Jetzt wird Sikiri bei\nihr liegen und ihre schmale Hand mit der rauhen\nSpitze ihrer Zunge lecken. Und Wischihla wird\nweinen um ihren kleinen Mukuro, der allzufrüh\nvon ihr hat gehen müssen\nWarte nur, Du Philister, Mach kein so ernstes\nGesicht auf die schöne junge Frau, die voll Angst\nauf Deinem Untersuchungstisch liegt. Du verekelst\nihr die schönsten Stunden ihrer dummen Jugend.\nZeige ihr, daß Du Dich freust, wenn sie geliebt\nwird. Warne sie, um Gotteswillen, vor gar nichts..\nSchenke ihr nur einen Funken von der Erkenntnis,\ndaß das Leben auch schön ist ... . Aber preß\nihr keine Tränen aus den sanften, blauen Au-\ngen .... Du bist ein Heuchler mit Deinem stren-\ngen Gesicht .... Dein Krämersinn aber freut sich\nüber die hundert Pfund, die Dir die Geilheit dieser\nsüßen kleinen Frau einbringt . . . Warte nur! . . .\nWenn dieses Weib vom Tisch heruntersteigt und\ndie Dame das Zimmer verläßt, dann ist Deine Or-\ndinationsstunde zu Ende. Du gehst in den Klub\nund spielst Bridge. Ich aber springe aus dem Spiri-\ntus auf Deinen Schreibtisch und schreibe, warum\nich hier bin . . . Dann schreibe ich die Geschichte\ndes kleinen Mukuro . . .\n\nAngelische Strophen\nVon Rudolf Leonhard\nAngelus\nDu gingst umher, und um Dich war ein Rauschen,\nEin Rauschen war um Dich wie tiefes Meer;\nDu, ein Ertrinkender, gingst drin umher\nUnd warst ganz stumm und neigtest Dich\nzu lauschen.\nDann wuchs es auf, und wurde klar wie Glas\nUnd nackt wie Haut und hell wie Wintersterne,\nUnd war ein Leuchten in die tiefe Ferne\nVor Deinen Augen — und Du selbst warst das.\nDu warst das Rauschen und der warme Glanz,\nSternbuch und Weltenbild und Gottessiegel\nUnd Windesatem, der um Welten strich.\nDu warst in Gott und Du umfingst ihn ganz,\nGeist, Gott leibeigen als sein tiefer Spiegel,\nGeist — oder spiegelte er Dich —?\nDas Wort\nFühlst im begrenzten Wort Du schwere Fülle\nringen?\nEs schwillt von den gesagten und ungesagten\n— Dingen.\nDer Leser\nDu liest. Dein Kopf wird schwer. Es strömt\naus offner Pforte.\nDu liest. Und fühlst verwirrt: es atmen alle\nWorte.\nVom Buch aufblickend\nDu läßt die Bücher ruhn; und fühlst Dich eng\numgeben,\nUmschattet und umdroht, und weißt: die Toten\nleben.\nMaculatae\nEs war der reine Geist, der Deinen Leib verführte;\nDer Geist, der Deinen Leib von gleichem Geiste\nspürte.\nDas Unerforschliche\nWenn blind hintaumelnd ich die Kuppen Deiner\nBrüste,\nDie hochgebognen Knie, den warmen Leib Dir\nküßte,\nHast Du Dich mir enthüllt, o Seele meines Weibes;\nDoch tastend faßt ich nie das Rätsel Deines\nLeibes.\nEnthüllung\nDer Bau der Welt vergraut. Dein Leib liegt\naufgebaut.\nIch rühre Deine Haut. Ich hab die Welt erschaut.\nDer tiefe Schmerz\nEinst warst Du Fluß und Traum, Allschein und\nVielgestalt;\nNun bist Du eng, umgrenzt und fest zu Dir geballt.\nAus dem soeben im Verlage von A. R. Meyer, Berlin-\nWilmersdorf, erscheinenden lyrischen Flugblattc „Angelische\nStrophen\".\n\nFür Kandinsky\nProtest\nGraf von Kalckreuth\nGraf von Kalckreuth\nSiehe Nummer 150/151 und 152/153\nAn die Redaktion des „Sturm\".\nAuf Ihre Bitte komme ich erst jetzt zurück, da\nich bisher sehr beschäftigt war. Gestatten Sie\nmir, daß ich Ihnen diese Bitte abschlage, denn ich\nfühle mich weder berechtigt noch verpflichtet,\nnoch befähigt, ein Urteil über eine so neue Er-\nscheinung wie Kandinsky abzugeben. Ich bin\nselbstverständlich der Ansicht, daß man diesen\nneue Erscheinungen mit dem Wunsche des Ver-\nstehens und Begreifens gegenübertreten muß.\nSchon an und für sich bin ich kein Freund von\napodiktischen Urteilen über Kunst, weil es sich\nja immer und immer wieder zeigt, wie unrichtig\ndie Urteile einer vergangenen oder gegenwärtigen\nPeriode gegenüber der gegenwärtigen oder zu-\nkünftigen gewesen sind. Andererseits können die\nJungen (Zukünftigen) nicht verlangen, daß von\nSeiten der älteren Generation sofort ein volles Ver-\nständnis für sie zu Tage tritt. Ein solches Ver-\nständnis braucht Zeit und eine ehrliche, gute Ab-\nsicht dazu.\nMit dem Ausdruck meiner vorzüglichsten Hoch-\nachtung bin ich\nIhr sehr ergebener"}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "4", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.4", "texte": "Zóne\nVon Guillaume Apollinaire\n\nA la iin tu es las de ce monde ancien\nBergere ö tour Eiffel le troupeau des ponts bele ce matin\nTu en as assez de vivre dans l'antiquite grecque et romaine\nIci meme les automobiles ont l'air d'etre anciennes\nLa Religion seule est restee toute neuve la Religion\nEst restee simple comme les hangars de Port Aviation\nSeul en Europe tu n'es pas antique o Christianisme\nL'Europeen le plus moderne c'est toi pape Pie X\nEt toi que les fenetres observent la honte te retient\nD'entrer dans une eglise et de t'y confesser ce matin\nTu lis les prospectus les catalogues les affiches qui chantent tout haut\nVoilä la poesie ce matin et pour la prose il y a les journaux\nII y a les livraisons ä 25 Centimes pleines d'aventures policieres\nO portraits des grands hommes et mille titres divers\nJ'ai vu ce matin une jolie rue dont j'ai oublie le nom\nNeuve et propre du soleil eile etait le clairon\nLes Directeurs les Ouvriers et les belies stenodactylographes\nDu lundi matin au samedi soir quatre fois par jour y passent\nLe matin par trois fois la Sirene y gemit\nUne cloche rageuse y aboie vers midi\nLes inscriptions des enseignes et des murailles\nLes Plaques les avis ä la facon des perroquets criaillent\nJ'aime la gräce de cette rue industrielle\nSituee ä Paris entre la rue Aumont-Thieville et l'avenue des Ternes\nVoilä la jeune rue et tu n'es encore qu'un petit enfant\nTa mere ne t'habille que de bleu et de blanc\nTu es tres pieux et avec le plus ancien de tes camarades Rene Dalize\nVous n'aimez rien tant que les pompes de l'Eglise\nII est neuf heures le gaz est baisse tout bleu vous sortez du dortoir en cachette\nVous priez toute la nuit dans la chapelle du College\nEt dans l'eternelle et adorable profondeur amethyste\nlourne ä jamais la ilamboyante gloire du Christ\nC'est le beau lys que malgre tout nous tous nous cultivons\n•C'est la torche aux cheveux roux que n'eteint pas le vent\nC est le fils pale et vermeil de la douloureuse mere\nC'est larbre toujours touffu de toutes les prieres\nC est la double potence de l'honneur et de l'eternite c'est l'etoile ä six branches\nC est Dieu qui meurt le vendredi et ressuscite le dimanche\nC est le Christ qui monte au ciel mieux que les aviateurs\nII detient le record du monde pour la hauteur\nPupille Christ de l'oeil Vingtieme pupille des siecles il sait y faire\nEt change en oiseau ce siecle comme Jesus monte dans l'air\nLes diables dans les abtmes levent la tete pour le regarder\nlis disent qu'il imite Simon Mage en Judee\nlis crient s'il sait voler qu'on l'appelle voleur\nLes anges voltigent autour du joli voltigeur\nIcare Enoch Elie Apollonius de Thyane\nFlottent autour du Premier aeroplane\nLs s ecartent parfois pour laisser passer ceux qui transporte la Sainte-Eucharistie\nCes pretres qui montent eternellement en elevant l'hostie\nL'avion se pose enfin sans refermer les ailes\nLe ciel s'emplit alors de millions d'hirondelles\nA tire d aile viennent les corbeaux les faucons les hiboux\nD'Afrique arrivent les ibis les flamands les marabouts\nL'oiseau Roc celebre par les conteurs et les poetes\nPlane tenant dans les serres le cräne d'Adam la premiere tete\nL'aigle fond de Thorizon en poussant un grand cri\nEt d'Amerique vient le petit colibri\nDe Chine sont venus les pi-his longs et souples\nQui n'ont qu'une seule aile et qui volent par couples\nPuis s'en vient la colombe esprit immacule\nOu'escortent l'oiseau-lyre et le paon ocelle\nLe phenix ce bücher qui soi-meme s'engendre\nUn instant voile tout de son ardente cendre\nLes sirenes laissant les perilleux detr it\nArrivent en chantant bellement toute t\nEt tous aigles phenix et pi-his de la j\nEraternisent avec la volante machint\nMaintenant tu marches dans Paris to -\nDes troupeaux d'autobus mugissantslT\nL'angoisse de l'amour te serre le gosr\nComme si tu ne devais jamais plus ete\nSi tu vivais dans l'ancien temps tu err\nEt vous avez honte quand vous voqj.\nTu te moques de toi et comme le feu t\n,Les etincelles de ton rire dorent le|;1\nC'est un tableau pendu dans un somit;\nEt quelquefois tu vas le regarder depi\nAujourd'hui tu marches dans Paris le,\nC'etait et je voudrais ne pas in en soif\nEntouree de flammes ferventes Notni\nLe sang de votre Sacre-Coeur m'aij»\nJe suis malade d'oui'r les paroles bieil\nL'amour dont je souffre est une malac c\nL'image qui te possede te fait sourired\nEt c'est toujours pres de toi la mefee\n'Maintenant tu es au bord de la Meie\nSous les citronniers qui sont en flewtc\nAvec tes amis tu te promenes en baru\nL'un est Nissard il y a un MentonastK\nNous regardons avec effroi les poulijs\nEt parmi les algues nagent les poissois\nTu es dans le jardin d'une aubergeax\nTu te sens tout heureux une rose esis\nEt tu observes au lieu d'ecrire tom:<\nLa cetoine qui dort dans le coeur i:\ntu te vois dessine dans le j\nTu eMs triste ä mourir le jour oü tu' j\nTu ?essembles au Lazare affole parp\nLes aiguilles de l'horloge du quartieriu\nEt tu recules aussi dans ta vie lenim\nEn montant au Hradchin et le soir eie\nDans les tavernes chanter des chanm\nTe voici ä Marseille au milieu des lis\nTe voici ä Coblence ä l'hötel du Geat\nI e voici ä Rome assis sous un neffc\nTe voici ä Amsterdam avec une jeuri ]\nElle doit se marier avec un etudiant le\nOn y loue des chambres en latin Cib\nJe m'en souviens j'y ai passe trois p\nTu es ä Paris chez le juge d'instructi11\nComme un criminel on te met en\nTu as fait de douloureux et de joye 1\nAvant de t'apercevoir du Mensonge:\nTu as souffert de l'amour ä vingt e'\nJ'ai vecu comme un fou et j'ai per--1\nTu n'oses plus regarder la croix\nSur moi sur celle que j'aime sur tot c\nTu regardes les yeux pleins de larA- 1\nlis croient en Dieu ils prient les 112r11'\nlis emplissent de leur odeur le hall -\nlis ont foi dans leur etoile comme r'\ni y\nlis esperent gagner de l'argent daft11\nEt revenir dans leur pays apres av( i\nDes familles transportent un edredoi01"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "5", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.5", "texte": "Is • :;\ntrois\n:hine\nit seul parmi la foule\n(res de toi roulent\ner\nre aime\ntrerais dans un monastere\nsurprenez ä dire une priere\nce l'enfer ton rire petille\nnd de ta vie\n■» musee\nl>res\nnemmes sont ensanglantees\nvenir c'etait au declin de la beaute\nDame m'a regarde ä Chartres\nonde ä Montmartre\ntheureuses\nl.e honteuse\njans l'insomnie et dans l'angoisse\nve qui passe\nterranee\ntoute l'annee\n}ue\nue et deux Turbiasques\n•es des profondeurs\nrs images du Sauveur\nux environs de Prague\nt sur la table\njxrnte en prose\nIi; la rose\nsagathes de Saint-Vit\nt'y vis\nh jour\niuif vont ä rebours\nenent\nn ecoutant\n>ons tcheques\n3isteques\naat\n\\\n(er du Japon\nt\ntu iille que tu trouves belle et qui est laide\nt ile Leyde\nlocanda\njflJrs et autant ä Gouda\ni\n:ian\nta: d'arrestation\nuJ voyages\ndt de l'Age\nt i- trente ans\n*dn mon temps\nätous moments tu voudrais sangloter\nut ce qui m'a epouvante\nn$ ces pauvres emigrants\nallaitent des enfants\nd- la gare Saint-Lazare\nes rois mages\nns l'Argentine\nid' fait fortune\nn'oitge comme vous transportez votre coeur\nCet edredon et nos reves sont aussi irreels\nBeaucoup de ces emigrants restent ici et se logent\nRue des Rosiers ou rue des Ecouffes dans des bouges\nJe les ai vu souvent le soir ils prennent Fair dans la rue\nEt se deplacent rarement comme les pieces aux echecs\nII y a surtout des juifs leurs femmes portent perruque\nElles restent assises exsangues au fond des boutiques\nTu es debout devant le zinc d'un bar crapuleux\nTu prends un cafe ä deux sous parmi les malheureux\nTu es la nuit dans un grand restaurant\nOn chante on danse on boit du Champagne\nCes femmes ne sont pas mechantes elles ont des soucis cependant\nToutes meme la plus laide a fait souffrir son amant\nElle est la fille d'un sergent de ville de Jersey\nSes mains que je n'avais pas vues sont dures et gercees\nJ'ai une pitie immense pour les coutures de son ventre\nJ'humilie maintenant ä une pauvre fille au rire horrible ma bouche\nLa nuit s'eloigne ainsi qu'une belle metive\nC'est Ferdine la fausse ou Lea l'attentive\nEt tu bois cet alcool brülant comme ta vie\nTa vie que tu bois comme une eau-de-vie\nTu marches vers Auteuil tu veux aller chez toi ä pied\nDormir parmi tes fetiches d'Oceanie et de Guinee\nlis sont des Christs d'une autre forme et d'une autre croyance\nCe sont les Christs inferieurs des obscures esperances\nAdieu adieu\nSoleil levant cou tranche\n\nFür Kandinsky\nBuchhändlerkritik\nIch erhalte folgenden Brief:\nSehr geehrter Herr Waiden!\nIn einer der letzten Nummern des „Sturm\"\nhaben Sie sich mit dem Protest für Kandinsky\nden Dank vieler Freunde Kandinskyscher Kunst\nerworben. — Ich gebe Ihnen einen Beitrag zu\ndem Tiefstand unserer Kritik, der meines Erach-\ntens von weittragender Bedeutung ist, als die\npersönlichen Anödungen des Hamburger Herrn.\nEs handelt sich auch um Kandinsky. Ich ent-\nnehme die folgenden Sätze wörtlich dem „Mün-\nchener Brief\" eines Herren Recknagel, sie stehen\nim „Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel ,\nvom 5. Februar 1913:\n„Selbst der Fachmann, der gewiß an Extreme\ngewöhnt ist, wird an seinem Urteil irre, wenn er\ndie Geistesprodukte der verschiedensten Richtun-\ngen überblickt. Wie bei mancher als schön gel-\ntenden Frau nichts als der Geschmack der Schnei-\nderin zu bewundern ist, so ist bei vielen biblio-\nphilen Neuerscheinungen nichts zu achten, als die\nGeschicklichkeit des Buchbinders und des Druck-\nkers. Die ärgsten Sünder sind hier aber die Ku-\nbisten und Futuristen. Lieber Justinus Kerner!\nDeine harmlosen Klecksographien mit ihren vier-\ndimensionalen Deutungen haben so viele ange-\nmutet als ein Zeichen psychologischer Grenzzu-\nstände. Und doch war all dein Mühen nur ein\nKinderlallen gegen die hehren Offenbarungen un-\nserer ff. differenzierenden Künstler. „Blaue Rei-\nter\" und „Kandinsky-Klänge\" durchschwirren die\nLuft. „Links kein Gelände, rechts kein Gelände;\nnirgends, nirgends Gegenstände.\" Und der Text?\nGepriesen seist du, Friederike Kempner! Ihr\nHeerscharen der Proktophantasten, steht uns bei!\nAuf gut Oberbayerisch übersetzt: Vüi z'viii füi!\"\n\nGuillaume Apollinaire"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "6", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.6", "texte": "Das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel\nist keine Zeitung, die heute erscheint, um morgen\nvergessen zu sein, es ist das Fachorgan der Deut-\nschen Buchhändler. Ich finde es deshalb unerhört\nund habe mich als Buchhändler geschämt, daß\neine Kunstrichtung und ein anerkannter Künstler\nmit solchen Witzeleien in unserm Fachblatt abge-\ntan werden dürfen. Mancher Gehilfe, der zu jung\nist oder zu wenig Reife besitzt, um sich eine\neigene Meinung zu bilden, formt sie sich nach die-\nsen leichtsinnigen Zeilen und berät nun die Käu-\nfer, ohne jemals in ein Buch von Kandinsky hin-\neingesehen zu haben, mit Schlagworten wie\nKlecksographie. Dem Künstler wird das wenig\nschaden, der braucht keine „Empfehlung\", aber\nder Eh r e des Deutschen Buchhandels\nschadet es, und deshalb kann nicht energisch ge-\nnug dagegen protestiert werden. Der Buchhandel\nhat genügend mit äußeren Feinden zu kämpfen,\ndas Buch ist für die meisten ein Luxusartikel, das\nkann er heute und morgen nicht ändern. Um so\nschlimmer, wenn ihm die Feinde aus seinen eige-\nnen Reihen kommen.\nHochachtungsvoll\nRichard Julius Hirschfeld\nzurzeit Paris\n\nGlosse zu Franz Jung:\nDas Trottelbueh\nOtto Feyen\nI\nMan kann, in weiche Kissen blöd versinkend,\nkämpferischer sein als ein Odensänger, der krie-\ngerisch geschwellt, mit steilem Arme seinem Geg-\nner droht. Wfcr sind, in unserer Betrachtung gei-\nstiger Gefechte, so abhängig von der körperlichen\nGeste, in die sich die Bewegung kleidet. (In der\nPolitik mag es nötig sein, Ideen in körperliche\nSchaustücke umzuwandeln, da man auf Körper-\nliche wirken soll; in der Kunst nie.) So sicher\njenes Bekenntnis zu Recht besteht, daß der wert-\nvolle Mensch die Geste einer Idee ist, ebenso\nsicher ist, daß diese Geste nicht dick aufgetragen\nsein, eher sich ist in einem leis versickernden Un-\nterstrom kundgeben soll, der durch die Zeilen\nfließt.\nIn Summa: ,Männe, hak mir mal die Taille\nauf vermag, richtig gesetzt und von der stets* nöti-\ngen, Baßstimme umdustert, dem Einsichtigen mehr\nzu sagen wie\n,0 breche, Held, den starren Eisengürtel.'\nTrotzdem ist es kein „Naturalismus\", oh,\nstrenggelockte Lautenschläger.\nII\nFranz Jung. Das Trottelbuch. Ein Auftakt.\nEin weitere Schritt in wenig betretene Gebiete,\nin denen, bis jetzt, nur fahl sich Etliche tummel-\nten; Frank Wedekind voran. Ein Lichtstrahl fällt\nauf aufgerissene Wunden (man sieht den Men-\nschen kaum, nur seine Wunden), zuckt auf, ver-\nlischt. Stationen eines Weges, der, in Qual be-\ngonnen, mit trübem Lachen, Ekel, verstockter\nGüte beschritten, in Wut und Stumpfsinn endet;\nvon einem Kundigen gemalt. Seelische Ekstasen\nzwischendurch, für Augenblicke. Dann senken\nsich wieder graue Schleier; Mensch stößt an\nMensch, brüllt auf, schimpft, heult und lacht, tappt\nweiter; um an anderen dasselbe zu erfahren.\nVerschlossene Türen überall. Am Ende Versöhn-\nlichkeit, geschöpft aus der Einsicht: fragwürdig\nist das doch alles und aus Kraftlosigkeit;\nwozu sich weiter brutalisieren lassen? Wozu\nbrutal sein?\nNur eine Pflicht wird nicht versäumt: all diese\nZuckungen, Dumpfheiten, diese — niemals ver-\nstandene — Zwecklosigkeit zu fassen und zu klä-\nren — soweit es möglich ist. Verkrampfte Hände,\nSchmerz und Niederlagen erschweren wohl, sie\nadeln auch den Zwang, den ganzen Zustand zu\ndurchleuchten, bis er strahlt in Selbstverständ-\nlichkeit.\nIII\nDies Buch ist voll von solcher Selbstverständ-\nlichkeit.\nZweierlei tritt hervor: der glücklos erkennende\nMann; das Weib, das, ohne zu erkennen, nicht\nminder glücklos ist. Man möchte schreien: Lebt\nmiteinander ohne Prügel, ohne Schwierigkeit,\nohne Nachdenken ... da es schon einmal so ist.\nSie tun es nicht. Sie haben Recht.\nEntweder: Petroleumlampe, Kaminfeuer, Bett-\nwärmer; oder: knallgelbes Gaslicht, Glut und\nKälte, und Betten nach der Jahreszeit.\nDer Dichter F. Jung ist für das zweite.\nZwischendurch klagt, aus der Tiefe, das wüh-\nlende Mitleid mit der Peinigerin, die, auch gepei-\nnigt, neben dem jeweils Gewählten, ihr jeweils in\nden Weg Gelaufenen, da hinkeucht.\nNicht unterdrückt ist aber der Haß gegen das\nDumpfe, Niederträchtige im Weibe — das doch\nzugleich das Sanfte ist, das Mütterliche, Nieder-\nziehende. —\nDas Grundmotiv (die Baßstimme) bleibt dieser\nZweifel des Helden: Soll ich wieder gut sein oder\nihr an die Gurgel fahren?\nEr entscheidet sich für Gut-sein.\nUnd noch ein Zitat. Als sie (irgendeine solche,\nwelche . .) langsam zu sinken beginnt (also an\nErkenntnis zu steigen), kurz vor dem großen\nRutsch, letzter Etappe ihrer Erdenfahrt, da über-\nlegt sie, halb geduckt: „Arbeiten und gut werden\ndann aber kam es ihr sehr lächerlich vor und\nsie lachte.' '\n\nModerner Bund\nL. H. Neitzel\nEs mag als ziemlich gesuchter Grund erschei-\nnen, von einer Künstlervereinigung sprechen zu\nwollen, wenn vier ihrer Angehörigen in der Re-\nproduktion einer Zeichnung, eines Holzschnittes\ngezeigt werden. Letzten Endes ist eine Zeichnung\ndurchaus nicht verpflichtet, irgend etwas Wesent-\nliches über ihren Schöpfer auszusagen. — Dennoch\n— wenn sie will — kann sie klarer sprechen als\nein großes Bild.\nDoch es gilt auch anderes: Es geht eine Le-\ngende in deutschen Landen, daß die jüngste\nSchweiz in Reaktionariaten sanft entschlafen ist.\n— Aber wohl lebt nach Hodler und Amiet eine\nJugend, die zu den beiden wie zu guten Vätern\naufblickt. Dieser Jugend gelten die Zeilen, der\nVereinigung Moderner Bund.\nDer Moderne Bund vereinigt in seinen Reihen\ndie Maler, die in der Schweiz die tramontanen\nGesänge vernommen haben und belauschen, die\naus Frankreich mit unvergleichlicher Vitalität seit\nJahren ewig neu in die Kunst hineinschmettern.\nCharakteristik seines Wesens: Innere Zusam-\nmengehörigkeit ohne äußeres Losungswort. Keine\nProgrammmalerei mit Schutzmarke. Ein sich\nEntäußernwollen zeitlich gleichstehender Maler\nvon oft fundamental verschiedener Wesensart: —-\n— Bewußte Eroberer, tüchtige und kraftvolle Ok-\nkupatoren, einige Mitläufer, deren Sehnsucht man\nmit Recht respektiert, da ist der Eindruck, der\nvom Modernen Bund bleibt.\nDas mag vorerst genügen. Namensnennungen\nmit großen Definitionen haben keinen Zweck,\nwenn nicht ein großes Abbildungsmaterial zur\nHand ist, mit dem man mich kontrollieren kann.\nUnd gebe ich dennoch einige Namen (alphabe-\ntisch), so ist es, um deren Klang in das Ohr zu\nprägen. Vielleicht, daß Sie sich ihrer einmal in\neiner Ausstellung wie an sehr entfernte Bekannte\nerinnern. Das hat schon einen kleinen Wert.\nArp I Gimmi / Heibig / Huber / Klee / Kün-\ndig, Lüthy ! Pfister / Sprenger.\n\nEmpfohlene Büeher\nDie Schriftleitung behält sich Besprechung: der hier\ngenannten Bücher vor. Die Aufführung bedeutet bertit*\neine Empfehlung. Verleger erhalten hier nicht erwähnte\nBücher zurück, falte Rückporto beigefügt wurde.\nGuillaume Apollinaire\nLes Peintres Cubistes\nMit 46 ganzseitigen Porträts und Reproduk-\ntionen nach Gemälden von Pablo Picasso / Ge-\norg Braque / Jean Metzinger / Albert Gleizes\n/ Juan Gris / Marie Laurencin / Fernand Leger\n/ und Anderen\nPaul Fort\nChoix de Ballades Frangaises\nVerlag Eugene Figuiere Paris\nGuillaume Apollinaire\nL'Heresiarque et Cie\nVerlag P. V. Stock, Paris\nJean Muller et Gaston Picard\nLes Tendances Presentes de la Litterature Fran-\nQaise\nInterviews et Reponses\nVerlag E. Basset et Cie, Paris\nAugust Strindberg\nDie gotischen Zimmer\nFamilienschicksale vom Jahrhundertende\nVerdeutscht von Emil Schering\nDritte durchgesehene Auflage\nSchwarze Fahnen\nSittenschilderungen von Jahrhundertwechsel\nVerdeutscht von Emil Schering\nDritte Auflage\nVerlag von Georg Müller, München\nShakespeare in Deutscher Sprache\nHerausgegeben, zum Teil neu übersetzt von\nFriedrich Gundolf\nGesamte Ausstattung von Melchior Lechter\nBisher erschienen 8 Bände: Band I brachte\ndie Römerdramen, Band II Romeo und Julia,\nOthello und den Kaufmann von Venedig. Die\nletzten Bände werden in kurzen Zwischen-\nräumen folgen. Die Bände lII—V bringen die\nKönigsdramen; Band VI und folgende: Mac-\nbeth, Hamlet, Lear, Troilus, Timon, im An-\nschluß hieran die Komödien. Der Schlußband\nwird enthalten: den Sturm, die Epen und die\nvon Stefan George übersetzten Sonette\nVerlag Georg Bondi, Berlin\n\nVerantwortlich für die Schriftleitunz:\nHerwarth Waiden / Berlin W 9"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "7", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.7", "texte": "Oskar Lüthy: Originalzeichnung\n\nHans Arp Originalzeichnung\n\nHermann Huber: Originalzeiehnung"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "298", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191303-03.1.8", "texte": "Es werden nur Anzeigen tatsächlichen Inhalts fort-\nlaufend gesetzt aufgenommen. Hervorhebungen von\nWorten ist nur durch Sperrdruck, von Namen nur durck\nhalbfette Schrift, gestattet. Die dreigespaltene Zeile\n60 Pfennig. Annahme von Anzeigen durch den Verlag\nder Sturm Berlin W 9\nDie Zurückweisung von Anzeigen behält sich der Ver-\nlag Der Sturm ohne Angabe der Gründe vor\nDruck von Carl Hause / Berlin SO 26\n\nStandige Ausstellungen\nder Zeitsehrift Der Sturm\nBerlin W / Konigin Augustastraße 51\ngegeniiber der von der Heydtstraße\nFahrgelegenheit: Liitzowplatz\nVierzehnte Ausstellung\nFranz Mare\nGeoffnet taglich von 10—6 Uhr / Sonntags von\nI§—2 Uhr\nEintritt 1 Mark / Jahreskarte 6 Mark\nAm 20. September\nErster deutscher Herbstsalon\n\nVerlag der Sturm\nBerlin W 9 Potsdamer Straße 134 a\nFernruf Amt Liitzow 4443\nZeitschrift der Sturm\nDauerbezug\nGewohnliche Ausgabe: Fii r Deutschland\nund Oesterreich-Ungarn: Ein Jahr 6\nMark / Ein Halbjahr 3 Mark / Ein Vierteljahr\n1 Mark 50 / Einzelnummer 20 Pfennig / Doppel-\nnammer 40 Pfennig X Fiir das Ausland bei\ndirekterZustellung durch die Post:\nEin Jahr 9 francs / Ein Halbjahr 4 francs 50 cen-\ntimes I Ein Vierteljahr 3 francs / Einzelnummer\n25 centimes / Doppelnummer 50 centimes.\nProbenummer umsonst\nSonderausgabe: Ungebrochene Exem-\nplare auf holzfreiem Papier, Ver-\nsendung in Rollen direkt durch die\nPost fiir Deutschland und Oester-\nreich-Ungarn : Ein Jahr 12 Mark /\nEin Halbjahr 6 Mark X Fur das Ausland:\nEin Jahr 18 francs / Ein Halbjahr 9 francs / Von\ndieser Ausgabe werden Vierteljahrsbeziige, Einzel-\nnummern und Probenummern nic h t abgegeben\nDer Sturm: Erster Jahrgang, Nummer 1—56:\n25 Mark / Zweiter Jahrgang, Nummer 57—104:\n10 Mark / Dritter Jahrgang, Nummer 105—152/153:\n6 Mark / Vom 1. Jull 1913 ab 10 Mark\nDie Zeitschrift Der Sturm ist durch alle Buch- und\nKunsthandlungen, durch die Post, sowie direkt\ndurch den Verlag Der Sturm, Berlin W9, zu be-\nziehen / Zum Einzelverkauf liegt Der Sturm in alien\nBahnhofshandlungen, Kiosken u. Straßenstanden auf\nFalls direkte Zustellung durch den Verlag\nDer Sturm unter Streifband oder in Rolle ge-\nwiinscht wird, bitten wir den Be t r a g fiir den\nDauerbezug bei der Bestellung oder bei\nBeg inn d.es neuen Vi er tel jah res bis\nzumfiinftendes ersten Monats einzu-\ns en den / Andernfalls nehmen wir an, daß E i n -\nzieh ung des Betrages durch Nachnahme\nmiter Berechnung des Nachnahmeportos ge-\nwiinsdit wird\nSonderdrucke\nFranz Marc: Originalholzschnitte / je 10 nume-\nrierte und signierte Handabziige: Versohnung/\n/Tierlegende/Pferde/Tiger/Pferde\nHochformat / Die Hirtin J Der Stier /\nSchlafende Hirtin / Wildpferde /\nRuhende Pferde (handaquarelliert) / Das\nExemplar 40 Mark.\nMax Pechsteln: Die Erlegung des Fest-\nbratens / Originalholzschnitt / Auf Nummer 94\nder Zeitschrift Der Sturm sind einhundert\n\nExemplare vom Kiinstler mit der Hand aquarel-\nliert, signiert und numeriert / Das Exemplar\n5 Mark\nWilhelm Morgner: Acker mit Weib / Tierdres-\nseur I Holzarbeiterfamilie / Fressende Holzar-\nbeiter / Je zehn oder sieben nummerierte und\nsignierte Handdrucke / Das Exemplar 15 Mark\nG. Miinter: Neujahrswunsch / Flinf signierte und\nnumerierte Exemplare / Das Exemplar 20 Mark\nWalter Helbig: Landschaft / Originalholzschnitt /\nFiinf numerierte und signierte Handdrucke / Das\nExemplar 25 Mark\nSchmidt-Rottluff: Mann und Weib ./ Zwolf hand-\ngedruckte, numerierte und signierte Holzschnitte ./\nDas Exemplar 30 Mark\nArthur Segal: Vom Strande I / Vom Strande 111 /\nje fiinfzehn signierte und numerierte Holzschnitte /\nDas Exemplar 20 Mark\nH. Campendonk: Originalholzschnitte [Nummer 131,\n134/135, 140/141] zwolf signierte und numerierte\nExemplare / Das Exemplar 25 Mark\nOskar Kokoschka: Plakat fur die Zeitschrift\nDer Sturm / Originallithographie I Das Exem-\nplar 3 Mark\nOskar Kokoschka: Nijinsky / Portrat Licht-\ndruck, großes Format / 10 Mark\nR. Delaunay: Album / Elf Phototypien von\nGemalden (ein Farbenlichtbild) mit einem Gedicht\nvon Guillaume Apollinaire / Das Exemplar 10 Mark\nMusik\nHerwarth Walden: Dafnislieder / Zu Ge-\ndichten von Ar no Ho 1 z / Fur Gesang und Kla-\nvier I 3 Mark / 50 Seiten\nKunstlerpostkarten\nFuturisten: 1 / Umberto Boccioni: Das\nLachen / Luigi Russolo: Erinnerung einer\nNacht I Zug in voller Fahrt / Gino Seve-\nring Die Modistin / Ruhelose Tanzerin / Pan-\nPan Tanz X Lichtdrucke: Das Exemplar\n20 Pfennig\n2 I Umberto Boccioni: Das Lachen / Ab-\nschied / Luigi Russolo: Erinnerung einer\nNacht I Zug in veller Fahrt / GinoSeverini:\nPan-Pan Tanz / Ruhelose Tanzerin X Cliche-\ndruc k e: Das Exemplar 20 Pfennig\nRobert Delaunay: La Tour / 20 Pfennig\nGeneralvertretung des Verlags Eugene Figuiere /\nParis\n\nZeitsehriften\nL'Eflort Libre / friiher L'Effort / Monatsschrift I\nHerausgeber: Jean Richard Bloch / Poitiers\n[Vienne]\nL'lndgpendance / Halbmonatsschrift / Kiinste /\nKultur I Philosophic / Politik / Jahresbezug\n15 Francs / Paris 31 rue Jacob\nLes Marges / Monatsschrift / Paris 5 rue Chaptal\nLa Nouvelle Revue Francaise J Monatsschrift /\nParis Vie 35/37 Rue Madame / Nummer 1 Francs\n50 centimes\nLes Cahiers du Centre / Moulins [Allier]\nLes Soirees de Paris / Recueil Mensuel / Paris\n9 rue Jacob\nUmelecky Mesicnik / Monatsschrift fur Neue Kunst.\nTschechische, fremde und alte Kunst: Literatur,\nKunsthistorie, Malerei, Plastik, Architektur, Kunst-\ngewerbe, Theater, Musik. Erscheint monatlich (8\nBildbeilagen, 20 Seiten reich illustrierter Text, Mu-\nsikbeilage). Jahrlich M. 12.60 / Prag I / Bellevue\n/ Franzenquai 20\n\nAnzeigen\n\nPoetry and Drama / Dichtung und Drama / Be-\ngriindet Januar 1912 / Eine Dreimonatsschrift, ge-\nwidmet der Dichtung und dem Drama der Gegen-\nwart in alien Landern / Probeheft gegen Einsen-\ndung von 2 Mark 50 Pfennig / Jahresbezug\n10 Mark 50 Pfennig / Verlag The Poetry\nBookshop I London WC / 35 Devonshire\nStreet / Theobalds Road\nRhythm / die einzige literarische und kiinstlerische\nRevue in England / moderne Kunst, Literatur und\nDrama / begriindet 1911 / erscheint monatlich /\njede Nummer enthalt 16 Bilder, 40 Seiten Text I\neine literarische Beilage erscheint jeden zweiten\nMonat I Probeheft gegen Einsendung von 1 Mark /\nJahresbezug 13 Mark 50 Pfg. /' Rhythm-Verlag,\n5 John Street Adelphi, London, W C\nLa vie des Lettres /' Collection anthologique et\ncritique des Maitres Frangais et Etrangers publiee\nsous la direction de Nicolas Beauduin ,/ Ce perio-\ndique trimestriel de haute litterature et d'art parait\npar volumes de 200 pages grand format, papier de\nluxe I Au premier numero: M.de Noailles, H de\nRegnier, Emile Verhaeren, Andre Qide, Viele\nGriffin, Nicolas Beauduin, J. H. Rosny aine, Pierre\nMiJle, Han Ryner, Camille Mauclair, T. de Visan,\netc; des traductions de Pouhkine, Walt Whitman,\nByron, D. G. Rosetti / Abonnement France 10 fr\nEtranger 12 fr (envoi d'un numero specimen contre\nla somme de 3 fr ,/ Direction et Administration\n20 rue de Chartres / Paris Neuilly\nNeue Sezession / Berlin / Eingetragener Verein\nPassive Mitglieder der Neuen Sezession\nerhalten iahrlich 1 / mehrere graphische Arbeiten\n2 I die Zeitschrift Der Sturm frei zugestellt 3 /\nfreien Eintritt zu den Veranstaltungen der Neuen\nSezession. Mitgliedsbeitrag halbjahrlich 15 Mark.\nGeschaftsstelle der Neuen Sezession: Steg-\nlitz, Miquelstraße 7a. Fernruf Amt Steglitz 2699\nCoffeinfreier Kaffee Hag ist wirklicher Bohnen-\nkaffee, der alle Geschmacks- und Aroma-Vorzuge\nbesten koffeinhaltigen Kaffees aber nicht dessen\nNachteile hat. Er ist unschadlich fiir Herz-, Ner-\nven-, Magen-Leidende und andere Kranke\nEdmund Meyer / Buchhandler und Antiquar / Ber-\nlin W 35, Potsdamer Straße 27 b / Fernruf Amt\nLiitzow 5850 / Spezialgeschaft fiir bibliophile Lite-\nratur aller Zeit / Wertvolle und seltene Biicher\njeder Art vom XVI.—XX. Jahrhundert / Alte und\nneue Kunstblatter / Standige Ausstellung\nTitania-Schreibmaschine / Erste deutsche Schreib-\nmaschine mit Typenhebeln auf Kugellagern /\nFabrikat der Aktiengesellschaft Mix &. Genest,\nSchoneberg-Berlin. Generalvertreter fiir Berlin\nund die Mark Brandenburg: Louis Stangen,\nLinkstraße 12. Telefon: Amt Kurflirst 2425\nFritz Merker Charlottenburg, Schillerstraßc 94.\nFernruf Amt Steinplatz 8397. Passepartout-\nfabrik / Buchbinderei / Zeichenmappen / Auf-\nziehen von Zeichnungen / Moderne BucheinbSnd©"}]}