{"numero_id": "bm-bmtnabg-1913-08-01", "volume": "bmtnabg_1913-08_01", "ocr_sha256": "985fca7ae1233124c9add6c36e698d305e5ec8540c3f3b63e54614d8913a8197", "source_tei": "https://github.com/Princeton-CDH/bluemountain-transcriptions/blob/main/periodicals/bmtnabg/issues/1913/08_01/bmtnabg_1913-08_01.tei.xml", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabg/issues/1913/08_01/bmtnabg_1913-08_01.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabg-1913-08-01-c001", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-08_01#c001", "volume": "bmtnabg_1913-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "73", "page_fin": "73", "image_debut": 1, "image_fin": 1, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.2.1", "titre_corps": "Inhalft:", "titre_sommaire": "Inhalft:", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "73", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.1", "debut_caractere": 303, "fin_caractere_exclue": 703, "texte": "Inhalft:\nrr dolf Behne: Gino. 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Ueber „Programme\" läßt sich so schön de-\nbattieren, so scharf und anregend diskutieren, auch\nwenn man noch so weit vom Schuß ist, nämlich\nselbst wenn man kein einziges der in Frage stehen-\nden Bilder überhaupt gesehen hat! So hat man\ndenn auch den Futuristen kurzerhand den Prozeß\ngemacht, nicht etwa, weil man die Bilder un-\nkünstlerisch fand — man hatte sie sich daraufhin\nwirklich nicht angesehen! — sondern weil die von\nden Futuristen gepredigte Vernichtung der Mu-\nseen, ihre Verherrlichung des Krieges, ihre Apo-\ntheose der Aeroplane, die Darstellung sich folgen-\nder Zustände in einem Bilde usw. usw. als „falsch\",\nals „unlogisch\" oder als „irrtümlich\" erschienen!\nInzwischen ging es, wie es der Kunst immer\ngeschieht: während die „Intellektuellen\" ihre Ver-\ndikte fällten und über das Programm Hinrichtung\nauf Hinrichtung häuften, wuchs unter den Händen\nder produktiven Künstler eine Welt des Schönen\nhervor!\nWas über das Schicksal einer „Richtung\" ent-\nscheidet, ist allemal die künstlerische Begabung\nihrer Anhänger. „Nichtskönnen\", hat Arnold Böck-\nlin einmal gesagt, „ist noch lange keine neue Rich-\ntung!\" Nun waren unter den Bildern der ersten\n„Sturm\"-Ausstellung\" neben einigen vortrefflichen\ndoch auch manche unzulängliche und schwache.\nDadurch trat das Brauchbare und Fruchtbare nicht\nso deutlich in die Erscheinung, wie es zu wünschen\ngewesen wäre.\nWenigstens schien es so! Der schärfer Zu-\nsehende erkannte in der Folgezeit, daß manche An-\nregungen der Futuristen doch nicht nur auf stei-\nnigen und dornigen Boden gefallen waren. Allein\nder Umstand, daß ein so innerlicher und feiner\nKünstler wie Franz Marc futuristische Elemente\n•in seine Bilder übernahm, mußte auch bei dem\ngrößten Skeptiker für den Anregungswert und die\nkünstlerische Bedeutsamkeit der Futuristen spre-\nchen. Und jetzt überrascht uns nun, wiederum\nvom „Sturm\" eingeladen, Gino Severini mit\neiner Kollektion futuristischer Gemälde und Zeich-\nnungen, die einen sehr starken und nachhaltigen\nEindruck machen!\nSeverini hatte schon in jener ersten Ausstel-\nlung mit seinem Bilde des „Pan-Pan-Tanzes\" die\nAufmerksamkeit gefesselt — seine neuen Schöp-\nfungen stehen jedoch auf einem weit höheren Ni-\nveau. Jene Bilder etwa, die einen zwischen Häu-\nsern durchfahrenden Schnellzug zum Thema\nhaben, müßten nach meinem Dafürhalten jeden\nUnbefangenen überzeugen, daß es sich hier nicht\num einen Bierulk, sondern um ein sehr ernstes\nProblem handelt! Severini will das Gefühl des\nSausens, des Donnerns, den Eindruck, der im\nSturme vorbeifliegenden Häuser ausdrücken mit\nLinien, mit Flecken, mit Formen. Er will keines-\nwegs einen an Häusern vorbeifahrenden Zug dar-\nstellend abmalen. Daß der rein opische Eindruck\nauf der Netzhaut anders aussieht, weiß er so gut\nwie wir alle! In solchem „Abmalen\" aber sieht\nSeverini nicht die Aufgabe der Malkunst, denn\nsolches Wiedergeben leistet ja die Photographie\nweit genauer und besser. Severini wehrt sich in\nseinem sehr klugen Vorwort mit Recht auch gegen\ndas Mißverständnis, als wolle er dem Ki n e m a -\ntographen Konkurrenz machen! Gewiß, sein\nZiel ist die Suggestion der Bewegung. Aber er\nwill es nicht erreichen dadurch, daß er die Bewe-\ngung in die einzelnen Phasen zerlegt, sondern,\nganz im Gegenteil, durch ein Zusammenballen, ein\nKonzentrieren alles dessen, was wesentlich ist,\ndurch Ausscheiden alles Nebensächlichen! „Der\nKinematograph stellt eine Analyse der Bewegung\ndar, unsre Kunst jedoch ist eine Synthese!\" Man\nmuß Severini auch zustimmen, wenn er den Aus-\ndruck „Bewegung\" als irreführend durch den bes-\nseren Ausdruck „Dynamismus\" ersetzen möchte.\nDer Futurist will nicht so sehr die Abwicklung\neiner äußeren Bewegung geben, als die innere\nLebendigkeit, die allen Dingen innewohnende Be-\nweglichkeit. Nicht „deplacement\" will er geben,\nsondern „dynamisme\".\nDas Mittel, das zum Ziele führt, ist vielleicht\nam besten so zu charakterisieren: der Futurist\nschafft nach der Erinnerung, nach dem seelischen\nErlebnis, das er sich als „Vision\" aus dem Inneren\nheraufruft. Aber auch das Erinnerungsbild gibt er\nkeineswegs genau wieder. Er zerbricht es gleich-\nsam und baut es aus dem Wesentlichen neu auf.\nZu diesem Aufbau gehört eine Stärke des Gefühls,\neine Intensität des „Gesichtes\", die man bewun-\ndern muß. Das, was entsteht, ist der schärfste\nGegensatz zum Impressionismus, ist nicht die mög-\nlichst objektive Wiedergabe des Bildes auf der\nNetzhaut, sondern ein subjektives Erlebnis, belas-\nmit „den vielfältigen Einflüssen der Erinnerung,\ndes veränderlichen Standpunktes und des Ge-\nfühls!\"\nUm es zu wiederholen: die „Lehre\" der Futu-\nristen ist solange „falsch\", als noch kein Künstler\nsie zu bezwingenden Werken umschuf — und\nwenn, wie jetzt durch Gino Severini, Kunstwerke\nvon hohem Rang vor uns hingestellt werden, dann\nhat man Besseres zu tun, als das „Programm\"\ndurchzuhecheln. Man gebe sich dem Eindruck\ndieser Bilder unbefangen hin: die Terrasse von\n„Pub\" auf Montmartre wirkt faszinierend: Hitze,\nSchilder, Markisen, Stille, leere Straßen, gedan-\nkenloses Dasitzen sind hier mit einer ganz er-\nstaunlichen Intensität gebannt. Und im „Fest auf\nMontmartre\" wirkt der tolle Zauber, der Trubel\nund Jubel der Farben, Lichter, Raketen, Treppen,\nAussichtspunkte, Brücken, Sterne geradezu an-\nsteckend. Ich glaube nicht, daß irgendein soge-\nnanntes „naturrichtiges\" Bild eines Festes die\ngleiche unmittelbare Wirkung ausüben könnte.\nWenigstens ist mir ein solches nicht bekannt."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-08-01-c004", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-08_01#c004", "volume": "bmtnabg_1913-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "74", "page_fin": "74", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.2.4", "titre_corps": "Gedichte", "titre_sommaire": "Gedichte", "signature_source": "Arthur Rimbaud", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "74", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.2", "debut_caractere": 5595, "fin_caractere_exclue": 7146, "texte": "Gedichte\nVon Arthur Rimbaud\n\nDie Läusesucherinnen\nZu weißen Träumen fleht das Kind beklommen\nSein Haupt erglüht in heißer roter Qual\nDa ist zu seinem Bett ein Schwesterpaar ge-\nkommen\nMit schlanken Fingern, Nägeln wie Opal.\nAns Fenster führen sie das Kind — es kühlen\nTiefblaue Lüfte eine Blumenschar —\nUnd ihre schaurig süßen Finger wühlen\nIn seinem taugetränkten schweren Haar.\nEs horcht auf ihr gepreßtes Atemholen.\nDas duftet rosig milden Honigseim,\nEin feuchtes Schlürfen hört es, halbverstohlen —\nWie eines Kußgelüstes leisen Keim.\nEs sieht ihr leuchtend Aug sich träumend weiten —-\nDie Finger sind elektrisch sanft durchloht,\nEs fühlt der königlichen Nägel Gleiten\nUnd hört der kleinen Läuse Knistertod.\nDa fließt der Trägheit Wein in goldnen Wellen\n— Harmonikagetön durchs blaue Land —\nUnd immer wollen seine Tränen quellen\nUnd sterben bei dem Streicheln ihrer Hand.\n\nDer Schläfer im Tal\nNachdichtung von Heinrich Horvát\nfür Vilma Balogh\nEin Fleck von Grün, drin eines Bächleins Singen,\ndas Silberflitter an die Gräser hängt,\ndie in dem stolzen Sonnenglanz entspringe» —\nein kleines Tal von Helle ganz durchtränkt.\nMit unbedecktem Haupt und offnem Munde\nschläft ein Soldat, im frischen roten Kraut\nden Nacken badend, blaß auf grünem Grunde\nim Bett von Gras, darauf die Wolke schaut.\nMit Blättern deckt ihn leise zu der Wind\ner schläft und lächelt wie ein krankes Kind —\no wieg ihn warm Natur, ihn friert so heute . . .\nDie Nüster bebt vom starken Waldduft nicht\ner liegt ganz still im weißen Sonnenlicht —\ner hat zwei rote Löcher in der Seite."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-08-01-c005", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-08_01#c005", "volume": "bmtnabg_1913-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "74", "page_fin": "74", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; 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Es ist gewiß entsetz-\nlich, wenn man sich vorstellt, wie die Beschwö-\nrungen von Frauen den Mond in ein Spiegelkäst-\nchen bannen können oder ihm zur Zeit seiner\nVollheit in einen Silberkübel untertauchen heißen,\nzusammen mit den aufzischenden Sternen, oder\nim Ofen ihn wie eine Quabbe braten, und daß in-\ndessen die thessalische Nacht schwarz bleibt und\ndie Wärwölfe frei umherlaufen dürfen; das ist\ngewiß entsetzlich. Aber vor all dem wäre mir\nweniger bang, als in der blutroten lybischen\nWüste noch einmal libyschen Leichenfrauen zu\nbegegnen.\nWir hatten, mein Bruder Ophelion und ich, die\nneun verschiedenen, Aethyopien umspannenden\nSandringe durchwandert. Da gibt es erdfarbne\nDünen, die weit draußen graugrün schimmern wie\ndas Meer oder himmelhell wie Teiche. Die Zwerg-\nmänner reichen nicht bis an diese Strecken; wir\nhatten sie hinter uns gelassen, in den großen, für\ndie Sonne undurchdringlichen Schattenwäldern;\nund die kupferfarbnen Völker, die sich von Men-\nschenfleisch nähren und einander am Knirschen\nihrer Kiefer erkennen, wohnen weiter im Westen.\nDie rote Wüste, wohin wir eindrangen, um uns\nnach Libyen zu begeben, ist scheinbar von Sied-\nlung und Sippe gänzlich entblößt.\nWir reisten sieben Tage und sieben Nächte.\nDort ist die Nacht durchsichtig und blau, kalt und\nden Augen so gefährlich, daß zuweilen sechs Stun-\nden die nächtlich blaue Klarheit den Augapfel an-\nschwellend auftreibt, und der Erkrankte den Son-\nnenaufgang nicht mehr sieht. Aber dies Uebel\nüberfällt den Wanderer nur, wenn er sich ohne\nHülle um den Kopf auf dem Sande dem Schlaf\nhingibt; wer Tag und Nacht ausschreitet, hat\nnichts zu befürchten; bloß der weiße Staub reizt\nihm im Sonnenlicht die Lider.\nAm Abend des achten Tages bemerkten wir\nauf der blutroten Fläche einen Kreis blanker,"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "75", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.3", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 8604, "texte": "wenig umfangreicher Kuppeln, und Ophelion\nmeinte, sie genau zu betrachten wäre nicht un-\nnütz. Es wurde, wie gewöhnlich in Libyen, rasch\nNacht, und als wir an die Erhöhungen heran-\nkamen, war dichte Dunkelheit um uns. Die Kup-\npeln tauchten aus dein Boden, doch vorerst konn-\nten wir keinen Eingang entdecken. Erst als wir\nden von ihnen gebildeten Ring überschritten hat-\nten, sahen wir, daß sie von mannshohen Türen\ndurchbohrt und diese alle in der Richtung zur\nMitte angeordnet waren. Die Türfüllung zeigte\nsich finster; aber durch enge, rundherum ange-\nbrachte Löcher sickerten Strahlen, die wie mit\nlangen roten Fingern auf unsere Gesichter wie-\nsen. Auch waren wir von einem uns unbekann-\nten Duft umwallt; uns schien er ein Gemisch au 9\nRiechwasser und Fäulnis.\nOphelion hielt mich an und sagte mir, daß man\nuns aus einem der Kuppelbauten winke. Eine\nFrau, die wir nicht deutlich warnehmen konnten,\nstand unter der Tür und lud uns ein. Ich zögerte,\naber Ophelion zerrt mich mit sich. Die Vorhalle\nwar düster, ebenso der Rundsaal unter der Kup-\npel; und sobald wir drinnen waren, verschwand,\ndie uns gerufen hatte. Wir hörten eine sanfte\nStimme Barbarenlaute flüstern. Dann war diese\nFrau wieder bei uns, in ihrer Hand eine rauchende\nLampe aus Ton. Wir begrüßten sie, und sie ant-\nwortete in unserm Griechisch, mit libyscher Aus-\nsprache, und hieß uns willkommen. Sie zeigte auf\nBetten, die aus gebranntem Lehm mit Abbildern\nnackter Menschen und fremder Vögel über-\nschmolzen waren, und bot uns, Platz an. Dann,\nnachdem sie erklärt hatte, sie ginge uns Essen be-\nsorgen entfernte sie sich wieder, ohne daß wir\nbei dem schwachen Schein des auf den Boden\nhingestellten Lichtes hätten beobachten können,\ndurch welche Oeffnung sie den Raum verließ. Ihr\nHaar war schwarz, ihre Augen dunkel; sie trug\nein leinenes Ueberkleid, ein blaues Gürtelband\nunter der Brust, und sie duftete nach Erde.\nDas Mahl, das sie uns auf Steinzeug und in\nundurchsichtigen Gläsern hereinbrachte, bestand\naus einem kronenförmigen Brotgebäck, gefüllt mit\nFeigen und eingesalzenen Fischen; es gab kein\nFleisch, nur verzuckerte Heuschrecken; der Wein\nwar blaßrosa, wohl mit Wasser vermengt, und\nschmeckte ausgezeichnet. Sie aß mit uns, be-\nrührte aber weder die Fische, noch die Heu-\nschrecken. Und so lang ich unter dieser Kuppel\nweilte, sah ich sie nie ein Stück Fleisch zum\nMunde führen; sie begnügte sich mit einem biß-\nchen Brot und gesottenen Früchten. Der Grund\ndieser Enthaltsamkeit stammt sicherlich von einem\nWiderwillen, den man bald begreifen wird; viel-\nleicht auch raubten die Ruchsalben und die Ge-\nwürze, inmitten deren die Frau lebte, ihr die Lust\nan Speise und sättigten sie mit feinen losgelösten\nTeilchen.\nSie fragte nicht viel, und wir wagten kaum, sie\nanzureden; denn ihre Gebräuche dünkten uns gar\nzu fremdartig. Nach dem Essen streckten wir uns\nauf unsere Betten; sie ließ uns eine Lampe und\nversah sich selbst mit einer andern, viel kleinern;\ndarauf nahm sie Abschied, und ich gewahrte, wie\nsie hinter der Kuppel in eine unter die Erde lei-\ntende Höhle glitt. Ophelion war wenig geneigt,\nmeine Vermutungen mit mir zu beraten, so schlief\nich einen unruhigen Schlaf, bis gegen Mitternacht.\nDas Knistern der Lampe, deren Oel kaum noch\nden Docht benetzte, weckte mich, und mein Bru-\nder Ophelion lag nicht mehr neben mir. Ich erhob\nmich und nannte leise seinen Namen; aber er war\nnicht unter der Kuppel. Da ging ich in die Nacht\nhinaus, und mir war, als ob ich unterirdisch das\nGejammer und Geschrei von Klageweibern ver-\nnähme. Dieser widerhallende Klang erstarb plötz-\nlieh: ich umwandelte die Bauten, ohne daß mir da 9\nMindeste aufgefallen wäre. Nur ein gewisses\nBeben war da, wie von einem Gewühl unter der\nErde, und im Fernen das Trauerbellen eines wilden\nHundes.\nIch näherte mich einem der Löcher, woraus die\nroten Strahlen sprühten, und es gelang mir, eine\nKuppel zu erklimmen und hineinzublicken. Da er-\nfaßte ich die Wunderlichkeit dieser Anlage und\ndes ganzen Kuppeldorfs. Denn die Stelle, die ich\nüberschaute, die von Fackeln erleuchtete Stätte,\nwar mit Toten bedeckt; und zwischen Klagewei-\nbern bemühten sich andre Frauen um dicke Urnen\nund mancherlei Gerätschaften. Ich sah, wie sie\nfrische Bauchdecken schlitzten, und die gelben,\nbraunen, grünen und blauen Därme hervorzogen,\ndas Geweide dann in Henkelgefäße senkten, den\nGesichtern durch die Nase einen Silberhaken ein-\nbohrten, die zarten Knochen an der Nasenwurzel\ndurchbrachen und mit Spateln das Gehirn heraus-\nholten; über die Leichname gössen sie gefärbtes\nWasser, salbten sie mit rhodischem Balsam, mit\nMyrrhen und Zinnamon, strichen ihnen das Haar\nzurecht, überklebten mit buntem Leim die Wim-\npern und die Brauen, bemalten die Zähne und här-\nteten die Lippen, rieben ihnen die Nägel an Händen\nund Füßen, bis sie glänzten und umwickelten sie\nmit einer Goldschnur. Dann, als der Bauch flach,\neine Mulde, war, der Nabel eingesunken, die Mitte\nvon kreisrunden Falten umzingelt, dehnten sie den\nToten die fahlen, verschrumpften Finger, legten\nihnen um das Handgelenk und die Fußknöchel\nBernsteinreifen und rollten sie geduldig in lange\nLinnenbänder.\nOffenbar waren alle diese Kuppeln ein Mumien-\nfriedhof; hierhin schaffte man aus den benachbar-\nten Ansiedlungen die Toten. Und in gewissen\nGegenden geschah die Arbeit oberirdisch, in an-\ndern unterirdisch. Der Anblick eines Körpers mit\nzusammengepreßten Lippen, zwischen die man ein\nMyrthenzweiglein preßte, entbissene Lippen, wie\nbei Frauen, die nicht lachen können und sich ge-\nwöhnen wollen, wenigstens die Zähne zu entsie-\ngeln, flößte mir Schrecken ein.\nIch entschloß mich, sobald der Tag anbrechen\nwerde, mit Ophelion diese Totenstadt zu fliehn.\nUnd als ich mich wieder unter unsrer Kuppel be-\nfand, setzte ich den Lampendocht instand und ent-\nzündete ihn am Herdfeuer unter der Wölbung:\naber Ophelion war noch nicht zurückgekehrt. Ich\nbegab mich in die Tiefe der Halle und erhellte die\nersten Stufen der unterirdischen Treppe; und von\ndort unten herauf ertönte das Geräusch von Küs-\nsen. Da zuckten mir die Mundwinkel bei dem Ge-\ndanken, daß mein Bruder mit einer Leichenfrau\neine Liebesnacht feire. Bald jedoch wußte ich\nnicht, was ich denken sollte: durch eine Pforte, die\nzweifellos einen ins Innre der Mörtelmauer einge-\nbauten Wandelgang abschloß, trat unsre Wirtin\nunter das Gewölbe. Sie wandte sich zur Treppe\nund lauschte, wie ich es getan hatte. Danach drehte\nsie sich um, dorthin, wo ich stand, und ihr Gesicht\nwar furchtbar. Ihre Brauen stießen aneinander,\nund dann stieg sie wie in die Mauer zurück.\nIch fiel in einem tiefen Schlaf. Am Morgen lag\nOphelion neben mir auf dem Bett. Sein Gesicht\nwar aschgrau. Ich rüttelte ihn auf und drängte\nzur Abreise. Er schaute mich an und erkannte\nmich nicht. Die Frau kam herein, und da ich sie\nbestürmte, sprach sie von einem Pesthauch, der\nmeinen Bruder angeweht hätte.\nDen ganzen Tag warf er sich hin und her, vom\nFieber erschüttert, und die Frau blickte aus starren\nAugen auf ihn. Gegen Abend hob er die Lippen\nund verschied. Schluchzend umschlang ich seine\nKniee und weinte bis zwei Stunden vor Mitter-\nnacht. Dann flog meine Seele mit den Schwingen\nder Träume. Der Schmerz über den Verlust Ophe-\nlions packte mich und riß mich aus dem Schlum-\nmer. Sein Leichnam war nicht mehr an meiner\nSeite, und die Frau war auch verschwunden.\nDa stieß ich laute Schreie aus, und lief durch\ndie Halle: aber die Treppe war nicht wiederzufin-\nden. Ich eilte aus dem Rundbau, zu auf den roten\nStrahl, und drückte meine Augen an die Oeffnung.\nHier, was ich mitansah:\nDer Leib meines Bruders war hingestreckt\nzwischen Urnen und Schalen; mit dem Haken und\nden Spateln aus Silber hatte man ihm das Gehira\nentwunden, und sein Bauch klaffte weit offen.\nSchon waren seine Nägel vergoldet und seine\nHaut mit Asphalt gebräunt. Aber er ruhte zwischen\nzwei Leichenfrauen, die einander so seltsam\nglichen, daß ich nicht entscheiden konnte, welche\nuns eigentlich empfangen hatte. Alle beide wein-\nten sie und zerfleischten sich die Wangen und\nküßten meinen Bruder Ophelion und stürzten ein-\nander in die Arme.\nUnd ich rief durch die Kuppelöffnung, und ich\nsuchte den Eingang zu diesem unterirdischen Ge-\nlaß, und ich rannte zu den andern Kuppeln; aber\nich erhielt keine Antwort, und ich durchirrte ver-\ngebens die glasklar blaue Nacht.\nUnd ich, war überzeugt, daß diese beiden\nLeichenbestatterinnen Schwestern und Zauberin-\nnen und eifersüchtig waren, und daß sie meinen\nBruder Ophelion getötet hatten, damit ihnen sein\nschöner Leib verbliebe.\nIch hüllte mein Haupt in meinen Mantel, und ich\nfloh verstört, hinweg aus diesem Hexenland.\n\nDeutsch von Hegner"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-08-01-c008", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-08_01#c008", "volume": "bmtnabg_1913-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "75", "page_fin": "76", "image_debut": 3, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.2.6", "titre_corps": "Vergottung in Marie", "titre_sommaire": "Vergottung in Marie", "signature_source": "Günther Mürr", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "75", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.3", "debut_caractere": 8606, "fin_caractere_exclue": 9794, "texte": "Vergottung in Marie\nVon Günther Mürr\nI\n„Also —\" Zögerndes Händefassen.\n„Leb wohl!\" Ein Blick und gelöste Hände\nGrüßen. „Schlaf gut!\" Auseinandergehn\nDas kurze Enden von übervollen Stunden,\ndenen Zärtlichkeiten alle Zeit genommen haben.\nQanz dünner Schnee sinkt durch das Laternen-\nlicht\nund flimmert in Pünktchen auf den Straßen.\nIch gehe, etwas ermattet, ich fühle Kühle wehn.\nWirst du mich noch lieb haben morgen?\nIch spüre auf meinem Schenkel, wo du gesessen\nhast.\nDie Küsse von halboffenen Munden,\nund die kleine, weiche Brust in meiner trinken-\nden Hand.\nEs ist noch nicht lange,\ndaß unsre Worte und Blicke sich tastend suchten.\nNur beim Trennen wollten die nackten Hände sich\nnie lassen.\nDu hast das Küssen rasch gelernt.\nUeber deiner Traurigkeit lachen Kinderworte.\nSchenkel an Schenkel zieht feine Linien.\nDein Denken läuft neben meinem,\nzwei Pferde, vor unserm Schweigen.\nDeine Haut war kühl in der Parkkühle,\nund deine Worte lindern,\nals läge deine geküßte Hand auf meiner Stirn.\nIch spüre noch den Druck deiner Glieder,\nund wie der Kopf ergeben zurücksank,\nund die traurigen blauen Augen wurden dunkel,\nstaunend, daß es auch Wonnen gibt.\nIch möchte dein Haar wieder offen sehn."}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "76", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.4", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2402, "texte": "Dann meine Zähne in deine geliebkosten Lippen.\nIch spüre den Schlag, der all deine Muskeln in\nmich preßt,\nDu auf meinem Schoß.\nDaß zwei nie eins werden!\nBis wir uns zum Lachen gestreichelt haben.\nGanz wenig spüre ich noch den Druck deiner\n-\nGlieder.\nDünner Schnee durch das kalte Laternenlicht.\nAuf einmal gellt das Verlangen nach dir.\nDann der ruhige Wunsch, dein braunes Haar zu\nsehn.\nWir lieben uns zum Verwechseln.\nIC\nII\n■\nDu bist mein Ja und bist mein Herz.\nIch falle immer weiter von allem fort,\nimmer einsamer werde ich\nin deiner braunhaarigen, zagenden Einsamkeit.\nDein schlingender, runder Arm mit dem seidigen\nHaarflaum\nverwischt alle bunten Bilder in mir.\nIn deiner Stimme ertrinken nach einander\nalle Geräusche um mich.\nNoch wagt unser Entsagen kaum\nDas Wissen unsrer Zwei-Einsamkeit.\nNur wenn du dich in meinen Armen windest,\nwenn dich mein Hunger in Angst und Vergessen\ntaucht,\ndaß du ergeben den Kopf sinken läßt,\nwenn dein kleiner Leib mich ganz spüren muß,\ndann bin ich ganz allein.\nMeine Lüste reißen mich durch die Leere,\nund erst beim Erschlaffen\nlassen sie mich in deine Einsamkeit zurücksinken.\nIII\nDir, mein Ich,\nmir von Marie geboren,\ndir, mein Ich, beuge ich mein Haupt,\nwenn du auch nicht einmal lächelst;\ndir, mein Ich, kniee ich ergeben,\nDenn ich bin in deiner allmächtigen Hand.\nDie Erde dreht sich, und du stehst fest.\nWenn meine Nerven beben,\nbleibst du reglos und unverwandt,\ndenn mir kommt alles aus dir.\nWut und Hohn und Liebe ist an dir,\nwie Wind an einem Felsen.\nAllem läßt du sein Ja und Nein.\nDu, mein Ich, du mußt vergehen, weil du ge-\nboren bist.\nDu bist durch mich,\ndu schaffst mir die Welt.\nDas wirre Bunt wimmelnder Städte\nmit Farben, Klängen und Kräften,\nmit Hunger und Ekel, Hinken und fliegen,\nGieren, Erschlaffen, Suchen und wehem Verzichten,\nArbeitshäusern, durchtanzten Bars;\nDie Kirchen mit runden und spitzen Bogen,\nKetzern und Gläubigen, Predigern und Päpsten;\ndas Meer mit dem wechselnden Mond;\nWälder und wellige Hügel\nund schmelzende Musik;\nDie Menschen, die vorüberspülen, quälend,\nfreuend:\nJedes ist ohne das andre.\nMir sind alles deine Geschöpfe.\nAber du, mein Ich,\nmir von ihr geboren,\nwie du winkst, müssen sie mir werden und\nschwinden.\nDu bist nicht gnädig, nicht grausam.\nNichts kann dich lösen, nichts dich binden.\nUnbeweglich thronst du in deiner Allmacht.\nIch bitte um nichts, ich danke nicht.\nIch beuge Haupt und Knie\nvor dir, mein Ich."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-08-01-c009", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-08_01#c009", "volume": "bmtnabg_1913-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "76", "page_fin": "76", "image_debut": 4, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.2.7", "titre_corps": "Vater", "titre_sommaire": "Vater", "signature_source": "Josef Treß", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "76", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.4", "debut_caractere": 2404, "fin_caractere_exclue": 3005, "texte": "Vater\nJosef Treß\nBangnis durchwallt mich nach bunten Nächten.\nViele Aehren zertrat mein Tänzerinfuß. —\nDer Schweiß deiner Stirne tötet meine Dornen-\npfade,\nDoch immer fühl ich Angst vor deinem Fluch.\nBlutig krampften sich deine makellosen\nMänneraugen,\nAls meine Schwester, der bleiche Engel, starb.\nAber die Augen deiner Liebe sind meine Henkers-\nknechte.\nMeinen Rücken beugt deiner Liebe Rutenlast.\nFurcht hat ich einmal vor den Falten deiner Stirn,\nDa scheut ich die Riemen meines Schuh's zu lösen\nVor den Schwellen deiner brennenden Dornbusch-\naugen.\nDeinen Händen möcht ich manchmal Blumen\nkaufen."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-08-01-c010", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-08_01#c010", "volume": "bmtnabg_1913-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "76", "page_fin": "79", "image_debut": 4, "image_fin": 7, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.2.8", "titre_corps": "Les Origines de la peinture contemporaine et sa valeur représentative : Notes réunies pour une Conférence", "titre_sommaire": "Les Origines de la peinture contemporaine et sa valeur représentative : Notes réunies pour une Conférence", "signature_source": "Fernand Léger", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "76", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.4", "debut_caractere": 3007, "fin_caractere_exclue": 8071, "texte": "Les Origines de la\npeinture contemporaine\net sa valeur représen-\ntative\nNotes réunies pour une Conférence\nFernand Léger\n\nans avoir la pretention d'expliquer le but et les\nmoyens d'un art arrive dejä ä une realisation assez\navancee, je vais tacher de repondre autant que\ncela est possible ä une des questions les plus sou-\nvent posees devant la plupart des travaux moder-\nnes. Je transcris cette question dans toute sa sim-\nplicite: Qu'est-ce que cela represente? Je me fixe\ndonc comme but cette simple interrogation et je\nvais m'efforcer dans une causerie tres courte d'en\nprouver la parfaite inanite.\nSi l'imitation de l'objet dans le domaine de la\npeinture avait une valeur en soi tout tableau du\nPremier venu ayant une qualite imitative aurait\nen plus une valeur picturale; comme je ne crois\npas qu'il soit necessaire d'insister et de discuter\nun cas semblable, j'affirme donc une chose dejä\ndite mais qu'il est necessaire de redire ici: „La\nvaleur realiste d'une oeuvre est parfaitement inde-\npendante de toute qualite imitative\".\nII faut que cette verite soit admise comme un\ndogme et fasse axiome dans la comprehension ge-\nnerale de la peinture.\nJ'emploie ä dessein le mot realiste dans son\nsens le plus propre car la qualite d'une oeuvre pic-\nturale esten raison directe de sä quantite de rea-\nlisme.\nEn quoi consiste en peinture ce que l'on appelle\nrealisme?\nLes definitions sont toujours dangereuses, car\npour enfermer en quelques mots tout un concept\nil faut une concision qui souvent manque de clarte\nou est trop simpliste.\nJ'en risquerai une malgre tout et je dirai ä mon\nsens „Le realisme picturale est l'ordonnation si-\nmultanee des trois grandes quantites plastiques qui\nsont Les Lignes, Les Formes et Les Couleurs\".\nAucune oeuvre ne peut pretendre au pur clas-\nsissisme c'est-ä-dire ä la duree independamment\nde l'epoque de creation si l'on sacrifie complete-\nment une de ces quantites au detriment des deux\nautres.\nJe sens tres bien le cote un peu dogmatique\nd'une pareille definition mais je la crois neces-\nsaire pour bien differencier les tableaux ä tendance\ncomplete d'avec ceux qui ne les realisent pas.\nToutes les epoques ont vu des productions fa-\nciles d'un succes aussi immediat qu'il est ephe-\nmere. L'un sacrifiant totalement la profondeur\npour donner un charme de surface colore l'autre se\ncontentant d'une ecriture et d'une forme exterieure\nqui fut meme baptisee „Peinture de Caractere\".\nJe le repete toutes les epoques ont eu de ces\nproductions, ces oeuvres memes avec tout le talent\nqu'elles comportent restent comme des manifes-\ntations d'epoque. Elles datent elles peuvent eton-\nner, intriguer les generations avenir, mais comme\nelles ne possedent pas les moyens qui dolvent\natteindre au realisme pur elles doivent finalement\ndisparaitre. Ces trois quantites indispensable dont\nj'ai parle plus haut ont ete chez la plupart des\npeintres qui ont precede les impressionnistes Ms\netroitement ä l'imitative d'ua sujet qui comportait\nen lui meme une valeur absolue. A part les por-\ntraits toutes les compositions aussi bien decoratives\nque autres se sont toujours asservies ä la descrip-\ntion des grandes manifestations humaines soit illus-\ntrant des dogmes religieux et mytologiques soit\ndes parts historiques comtemporaines\nLes impressionnistes les Premiers, ont rejete\nla valeur absolu du sujet pour ne plus en conside-\nrer que la valeur relative.\nLa est le lien qui rattache et explique toute\nl'evolution moderne. Les impressionnistes sont\nles grands novateurs du mouvement actuel, $s en\nsont les primitifs en ce sens que voulant se dega-\nger du cote imitatif ils n'ont considere la peinture\nque dans sa couleur, negligeant presque dans leurs\nefforts toute forme et toute ligne.\nLeur oeuvre admirable sortie de cette concep-\ntion impose la comprehension d'une couleur nou-\nvelle. Leur recherche d'atmosphere reelle est dejä\nreltive au sujet, les arbres les maisons se confon-\ndent et sont etroitement lies enveloppes dans un\ndynamisme colore que leurs moyens ne leur per-\nmettait pas encore de developper.\nL'imitation du sujet que comporte encore leur\noeuvre n'est donc dejä plus qu'une raison de Vari-\nete un theme et rien de plus. Une pomme verte\nsur un tapis rouge n'est plus pour les impression-\nnistes le rapport de deux objets mais le rapport de\ndeux tons un vert et un rouge.\nLorsque cette verite fut formulee par des oeu-\nvres vivantes le mouvement actuel devait fatale-\nment se produire, j'insisterai tout particulierement\nsur cette epoque de la peinture frangaise car je\npense que c'est en ce moment que les deux grands\nconcepts picturaux le realisme vis u e 1 et le\nrealisme de conception se rencontrent.\nLe Premier finissant sä courbe qui comprend\ntoute la peinture ancienne jusqu'aux impressionnis-\ntes et l'autre le realisme de conception qui com-\nmence avec eux.\nLe premier je Tai dit comporte la necessite de\nl'objet, du sujet, de moyens perspectifs qui sont\nconsideres actuellement comme negatifs et anti-\nrealiste.\nLe second negligeant tout ce bagäge encom-\nbrant et dejä realise dans de nombreux tableaux\nactuels."}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "78", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 10462, "texte": "Un peintre parmi les impressionnistes, Cezanne\ncompris tout ce qu'il y avait d'incomplet dans cet\nacquis de la couleur, il sentit la necessite d'une\nforme et d'un dessin nouveau s'edaptant etroite-\nment ä une couleur nouvelle. Toute sa vie, toute\nson oeuvre se passent dans cette bataille. II en eut\nla furieuse inquietude.\nJ'emprunterai au livre si bien documente de\nMonsieur Emile Bernard quelques observations\nfaites par lui sur le Maltre d'Aix et aussi quelques\nreflexions tirees de la conception de Cezanne lui\nmeme „Son optique dit-il etait bien plus dans sa\ncervelle que dans son oeil, il interpretait trop ce\nqu'il voyait en somme ce qu'il faisait sortait abso-\nlument de son genie, et s'il avait eu l'imaglnation\ncretrice, il eut pu se dispenser d'aller „Au Motif\"\nsuivant sa propre expression ou de poser des na-\ntures mortes devant lui. Je releve dansi les lettres\nde Cezanne des idees comme celles-ci: „II faut\nque les objets tournent s'eloignent et vivent. — J'ai\nvoulu faire de rimpressionnisme quelque chose de\ndurable comme l'art des musees „et plus loin il\necrit encore — Ce qui vient ä l'appui de ce que j'ai\ndit plus haut\". Peindre d'apres nature n'est pas pour\nun impressionniste peindre l'objectif mais realiser\ndes sensations\" II Pleura de desespoir devant les\ndessins de Signorelli et s'ecria: „Je n'ai pu reali-\nser, je reste le primitif de la voie que j'ai decou-\nverte\".\nDans ses moments de doutes et de depression\nCezanne crut momentanement ä la necessite des\nformules ancienne. II frequenta les muses il etudia\nles moyens d'expression des peintres qui l'avaient\nprecede; il fit des copies il espera trouver de ce\ncote ce que sa sensibilite inquiete cherchait. Son\noeuvre toute belle et admirable qu'elle est, porte\nfrequemment avec eile la marque de cette inquie-\ntude. II comprit l'erreur de cette culture, il com-\nprit qu'il est dangereux de revenir en arriere et\nque la valeur traditionnelle d'une oeuvre est per-\nsonnelle et subjective. II ecrit d'ailleurs encore\nlui-meme et je cite textuellement le fragment d'une\nde ses lettres „Apres avoir vu les grands maltres\nil faut se häter d'en sortir et verifier en soi les\ninstincts les sensations qui resident en nous\".\nCette notation du grand peintre merite d'etre\nreleve attentivement.\nTout peintre devant des oeuvres aux procedes\nanciens doit conserver toute sa personnalite il peut\nles regarder les etudier mais dans son sens le plus\nobjectif.\nII doit les dominer les analyser mais non etre\nabsorbe par elles; c'est le fait de l'amateur d'art\nde substituer sa propre personnalite ä l'oeuvre qui\ns'impose.\nII est tres dangereux pour des artistes qui sont\ndans une epoque d'evolution et de creation de trop\ns'attarder aux moyens perimes. lis doivent tou-\njours contröler avec leur epoque et equilibrer par\nce fait le besoin toujours naturel d'impressions\nvariees.\nCezanne tiendra dans l'histoire de la peinture\nmoderne la meme place que Manet quelques annees\nauparavent. Ce furent deux peintres de transition.\nL'un Manet par ses recherches et par sa sen-\nbilite abandonne petit ä petit les moyens de ses\npredecesseurs pour arriver ä l'impressionnisme\ndont il est incontestablement le grand createur.\nPlus on examine l'oeuvre de ces deux peintres\nplus on est frappe par leur analogie historique.\nManet s'inspira des Espagnols, de Velasquez de\nGoya des plus lumineux pour aboutir aux formu-\nles nouvelles.\nCezanne trouve une couleuer et au rebours\nde Manet s'efforce de trouver un dessin et une\nforme que Manet a detruit et qu'il sent absolument\nnecessaire pour exprimer la grande realite.\nUne autre preuve que la peinture actuelle n'est\npas en reaction contre rimpressionnisme et n'est\npas un retour aux vieilles formules comme vou-\ndrait le faire croire certains critiques modernes\nc'est qu'elle ne procede nullement envers eux par\nreaction.\nTout les grands mouvements picturaux de ten-\ndance differente ont toujours procede par revolu-\ntion par reactivite et non par evolution.\nManet a detruit pour arriver ä sa creation. Re-\nmontons plus haut. Aux peintres du Dix Huitieme\nsiecle trop sensuels et trop manieres succedent\nDavid et Ingres et leur ecole reactive par l'abus\ndes formules contraires, froideur dans la forme,\ncerebralisme et statisme: lis negligent tous les ele-\nment sensuels propres employes par leurs prede-\ncesseurs.\nL'ecole de David se termine dans Tabus equi-\nvalent de ces formules et necessite Delacroix qui\nrompant violemment avec le concept precedent\nrevient au sensualisme dans la couleur et au grand\ndynamisme dans les formes et dans le dessin.\nCes exemples me suffiront pour faire voir clai-\nrement que le concept moderne n'est pas en reac-\ntion contre les impressionnistes mais au contraire\nson developpement et l'agrandissement du but par\nTemploi de moyens negliges par eux.\nAux dividionnisme de la couleur aussi timides\nsoit il mais qui existe chez les impressionnistes,\nsuccede non un contrast statique, mais une re-\ncherche semblable dans le divisionnisme de la\nforme et du dessin.\nL'oeuvre des impressionnistes n'est donc pas\nla fin d'un mouvement mais bien le commencement\nd'un autre dont les peintres actuels sont les con-\ntinuateurs.\nCezanne prevoit tellement cette evolution que\ndans une autre lettre dont malheuresement je n'ai\npas le texte ici, il note que les objets, les choses\nqui sont dans la nature peuvent se voiref, d'une ma-\nniere initiale dans des spheres, des cönes et des\ncylindres.\nSi la tendance synthetique actuelle qui a ete s'y\nmanifester dans les premieres oeuvres cubistes et\nqui a tant fait protester contre les moyens que la\nfoule jugeait purement geometrique et anti-plas-\ntique. C'est au rebour de cela pour arriver ä une\nplus grande realite subjective prevu par Cezanne.\nII n'a d'ailleurs pas fait que de l'ecrire beaucoup\nde ses oeuvres certaines natures mortes sont des-\nsinees dans des formes contrastees, et ses derniers\npaysages etaquarelles sont completement degagees\nde toute perspective.\nLe but etant desormais nouveau les moyens\nchangent avec lui. La recherche imitative dispa-\nrait, la perspective est elle-meme releguee aux\naccessoires anciens.\nLes peintres actuels se trouvent liberes et con-\nQoivent une oeuvre avec des moyens purement\nplastiques.\nDes rapports de volumes de lignes et de cou-\nleurs vont dortir, toute la production de ces der-\nnieres annees, et toute l'influence exerces sur les\nmilieux artistiques aussi bien Frangais qu'etranger\naura lä son origine.\nTout desormais peut concorder vers une inten-\nsite de realisme obtenu par des moyens purement\ndynamique.\nLes contrastes picturaux seront employe dans\nleur acceptation la plus pure. La comprehension\nde couleur et de lignes les formes contrastees sont\ndesormais les armatures des tableaux modernes.\nUne part imitative reste employee mais non\ndans son sens objectiv et sentimental mais comme\nnecessite de variete.\nLa conception Cezannienne se realise et les\noeuvres modernes en font foi.\nQuelques peintres ont craint qu'une conception\naussi synthetique ne nuise ä la varierees, qu'une\ncertaine monotonnie ne soit le danger de cette der-\nniere creation. Mais si vous opposez un nombre\negal de tableaux modernes ä un meme nombre de\ntableaux impressionnistes je suis persuade que la\nvariete sera plus grande pour les tableaux actuels.\nPar le fait que les moyens plastiques empüoyes\nactuellement sont plus nombreux que ceux em-\nployes precedemment par les impressionnistes,.\nl'oeuvre sera forcement plus variee.\nLes influences de milieux, d'education et de\nrace s'imposeront plus; suivant que les artistes\nsont d'une race differente. lis produiront des\noeuvres variant suivant les influences exterieures.\nComme dans l'histoire des peintres avant les\nimpressionnistes les artistes Nordiques cherche-\nront plus tot leurs moyens dynamiques en insistant\nsur la couleur les peintres meridionnaux donneront\nprobablement plus d'importance aux formes et aux\nlignes.\nCette comprehension de la peinture actuelle nee\nen France et d'un concept universel qui permet ä\ntoutes les sensibilites de se developper, le mouve-\nment futuriste Italien en est une des preuves.\nPar le fait que la peinture nouvelle est a ten-\ndance synthetique sa production sera forcement\nplus restreinte. Eg'alement le tableau s'egrandit.\nLes oeuvres impressionnistes sont en generale de\ndimensions assez faibles ce qui repondait d'ailleurs\nä leur but, leur conception etant restreinte au de-\nveloppement unique de la couleur.\nMais les moyens actuels plus riches plus com-\nplets necessitent progressivement des tableaux de\nplus grandes dimensions.\nToute tendance dynamique doit forcement\ns'orienter vers un elargissement des moyens pour\npouvoir se manifester dans toute son ampleur. —\nBeaucoup de personnes attendent patiemment\nque ce qu'ils appellent un moment dans l'histoire\nde l'art soit passe; ils attendent autre chose et pen-\ndent que la peinture moderne passe par une epoque\npeut etre necessaire mais reviendra ä ce que l'on\nest convenu d'appeler „La Peinture comme tout le\nmonde.\"\nC'est une tres grosse erreur. Lorsqu'un art\ncomme celui-ci esten possession de tous ces\nmoyens qui permettent de realiser des oeuvres ab-\nsolument complete il doit s'imposer pendant tres\nlongtemps.\nNous arrivons j'en suis persuade ä une concep-\ntion d'art aussi vaste que les plus grandes epoques\nprecedentes memes tendance aux grandes dimen-\nsions, meme effort partage par une collectivite.\nCette derniere remarque meriterait que l'on s'y\narretat plus longtemps, Elle a son importance.\nLa plupart des mouvements litteraires et artis-\ntiques frangais se sont en general manifestes de la\nmeme maniere. — C'est une preuve de grande vita-\nlite et de puissance de rayonnement. Si l'on peut\nmettre endoute une creation isolee, la preuve\nvitale doit etre faites lorsqu'elle se manifeste collec-\ntivement, dans des moyens d'expression person-\nnelle tres distincts. —\nLa conception sentimentale en art plastique est\ncertainement celle qui tient le plus au coeur des\ngrosses majorites. Les belles histoires que l'on\nraconte tout au long d'interminables tableaux, le\nfait divers etale en peinture ont toujours l'approba-\ntion et l'admiration de la foule.\nLes peintres anciems devraient en plus des\nqualites plastiques satisfaire au besoin dans leurs\ntableaux, et realiser une oeuvre complete et so-\nciale il devrait aider l'architecture dans ce qu'elle\navait d'expression populaire, il leur fallait une\nvaleur litteraire propre pour instruire, eduquer et\namener le peuple. Dans ce but ils illustrerent les"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "79", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 5383, "texte": "eglises et les monuments, les palais des fresques\ndecoratives et des tableaux representent les\ngrands peintres de l'universite. — Les quantites\ndisenptive etait une necessite d'epoque.\nII fallait donc pour que des peintres vivant\ncomme tout le monde, et dans la vie comme tout\nle monde, dans une epoque ni plus ni moins interl-\nl-ecUieile que des epoques precedentes mais seule-\nment autre, il fallait, pour pouvoir imposer une\npareille maniere de voir, pour detruire tout ce que\nla perspective et le sentimentalisme avaient aide\nä edifier, il fallait autre chose que leur audace et\nque leur concept individuel.\nSi {'epoque ne s'y etait pas pretee, je dis plus,\nsi leur art ne se fut pas trouve en rapport avec\nl'epoque esten evolution avec les recherches pre-\ncedantes eile n'eat pas ete viable. —\nLa vie actuelle plusmouvementee, plus rapide,\nplus vite, que les epoques precedentes doit subir\ncomme moyen d'exprimer un art de divisionnlsme\ndynamique, et le cote sentimental l'expression du\nsujet dans son sens expression populaire, est arrive\nä un moment critique qu'il est necessaire de bien\npreciser.\nPour trouver une epoque de comparaison, je\nremonterai au quinzieme siecle, epoque de l'apogee\ndu style gothique et de sa decadence; l'architecture\nfut pendant toute cette periode le grand moyen\nd'expression populaire, l'armature des c'athedrales\ns'orna de tout ce que l'imagination frangaise put\ntrouver et inventer comme ornementation vivante.\n„La draperie populaire laisse ä peine deviner l'osse-\nment religieux\" ecrit Victor Hugo dans „Notre\nDame de Paris\". A cette epoque ajoute-t-il „Pour\nla pensee ecrite en pierre un privilege tout ä fait\ncomparable ä notre liberte actuelle de la presse,\nla liberte de l'architecture.\"\nMais l'invention de l'imprimerie devait revolu-\ntionner et changer integralement les moyens d'ex-\npression.\nJe citeräi encore le passage fameux de Victor\nHugo dans „Notre Dame de Paris\" au chapitre\n„Ceci, tuera Cela\":\n„Au Quinzieme siecle, dit-il, la pensee humaine\ndecouvre un moyen de se perpetuer non seulement\nplus durable et plus resistant que l'architecture\nmais encore plus simple et plus facile; aux lettres\nde pierre d'Orphee vont succeder les lettres de\nplomb de Qutemberg.\nLe livre va tuer l'edifice.\"\nSans vouloir comparer l'evolution actuelle avec\nses inventions scientifiques ä la revolution accom-\nplie ä la fin du moyen äge par l'invention de Gu-\ntemberg dans le domaine des moyens d'expression\nde l'humanite, je tiens ä faire remarquer que les\nrealisations mecaniques modernes tels que la Pho-\ntographie en couleurs, le cinematographe, la pro-\nfusion des romans plus ou moins populaires, la\nvulgarisation des theätres, remplacent efficace-\nment et rendent desormais parfaitement inutile en\nart pictural le developpement du sujet visuel, sen-\ntimental, representatif, et populaire.\nLes moyens mecaniques sont devenus tellement\nsuperieurs que je trouve ridicule de vouloir con-\ntinuer un effort avec des moyens dont l'impuis-\nsance est manifeste.\nJe me demande vraiment ä quoi peuvent pre-\ntendre tous ces tableaux plus ou moins historiques\nou dramatiques des Salons Francais devant le Pre-\nmier ecran de cinematographe venu.\nJamais le Realisme visuel n'a ete rendu aussi\nintensivement.\nL'on pouvait soutenir encore il y a quelques\nannees qu'il leur manquait tout au moins la cou-\nleur; mais la Photographie en couleur est inventee.\nLes tableaux ä sujet n' ont meme plus cette res-\nsource, le cote populaire de leur oeuvre, le seul\nqui leur donna une raison d'etre, disparait, et les\nquelques ouvriers, que l'on pouvait apercevoir\ndans les musee ebahis devant une change de M.\nDetaille ou une vocation historique de M. J. P. Lau-\nrens, on ne les y voit plus, ils sont au cinemato-\ngraphe. —\nLe Bourgeois moyen lui aussi, le petit commer-\ncant qui faisait vivre il y a 50 ans tous ces petits\nmaitres de quartier et de province, se passent\nmaintenant parfaitement de leurs services.\nLa Photographie exige moins de pose que le\nPortrait, rend plus fidelement la ressemblance et\ncoute moins eher. Le peintre ide portraits se meurt,\nles peintres de genre et d'histoire mourreront, non\npas de leur belle mort mais tues par leur epoque.\nCeci aura tue cela.\nLes moyens d'expression s'etaient multiplies\nl'art plastique devrait logiquement se restreindre\nä son but: Le Realisme de Conception (il nait avec\nManet, se develloppe chez les Impressionistes et\nchez Cezanne et arrive aux generalisateurs avec\nles peintres actuels.)\nL'architecture elle-meme depouillee de tous ses\nagrements representatifs parvient apres plusieurs\nsiecles de faux traditionalisme ä un concepti mo-\nderne et utilitaire.\nL'art architectural se renferme dans ses moyens,\nles rapports de lignes et les equilibres de grands\nvolumes la partie decorative est elle-meme plas-\ntique et architectural . .\nChaque art s'isole et se limite dans son do-\nmaine.\nLa special i s a t i o n est chose mo-\nderne — et l'art pictural aussi bien que toutes\nles autres manifestations du genie humain doit en\nsubir la loi, eile est logique, car en imposant ä\nchacun la restriction ä son but propre eile permet\nd'intensifier les realisations. L'art pictural y gagne\nen realisme. —\nLa concept moderne n'est donc pas une ab-\nstraction passagere, bon pour qq. inities seule-\nment, il est l'expression totale d'une generation\nnouvelle dont il subit les necessites et repond ä\ntoutes les aspirations —"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-08-01-c011", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-08_01#c011", "volume": "bmtnabg_1913-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "77", "page_fin": "77", "image_debut": 5, "image_fin": 5, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.2.8.1", "titre_corps": "Artur Segal: Originalholzschnitt", "titre_sommaire": "Artur Segal: Originalholzschnitt", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 5, "page_imprimee": "77", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 32, "texte": "Artur Segal: Originalholzschnitt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-08-01-c012", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-08_01#c012", "volume": "bmtnabg_1913-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "79", "page_fin": "79", "image_debut": 7, "image_fin": 7, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.2.9", "titre_corps": "Der Tafel", "titre_sommaire": "Der Tafel", "signature_source": "H. 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Ein Gott gab mir,\ndaß sie darunter leiden, was sie sagen. Fahren-\nkrog ist Professor, Friedrich Doktor und Tafel\nhölzern. Man muß den Fahrenkrog auf Tafel stel-\nlen und diesen durch Friedrich stützen. Solche\nBrüder verbrüdre ich gern. Tafeis Witze wackeln\nbedenklich. Sein Magen gerät in Unordnung und\nder Leser bricht. Vorausgesetzt, daß Tafel\nLeser hat. Dieser Hermann Tafel lebt in einer\nStadt namens Stuttgart (Deutschland). Sie wurde\nentdeckt durch Herrn Kurt Aram im Jahre 1911.\nAuf seinen Entdeckungsfahrten für den Berliner\nLokalanzeiger fand Herr Aram diese Stadt. Er\nstellte fest daß „die Fäkalien leider dort durch das\nsogenannte pneumatische Abfuhrsystem beseitigt\nwerden.\" (Näheres hierüber findet man in Nummer\n81 dieser Zeitschrift.) Herr Aram sprach die Hoff-\nnung aus, „daß auch in Stuttgart das längst ge-\nbräuchliche Schwemmsystem durchgeführt wer-\nden würde.\" Es scheint nichts daraus geworden\nzu sein. Vom Tafelsystem merkt der Herr Arara\nnichts, der überhaupt kein guter Beobachter ist.\nSonst hätte er auch hier für das Schwemmsystem\nplädieren können, was den Tafelbildern nichts ge-\nschadet hätte. Zum Beispiel: „ . . wie uns auch\nseine sehr leicht und rassig heruntergemalte\nFischerhude-Bäuerin beweist, die nur in der Struk-\ntur des Schädels einige Wünsche offen läßt.\"\nDer Schädel des Herrn Tafel ist hingegen ganz\nplatt und die Struktur läßt keine Wünsche' zu. Herr\nTafel will für Hermann Huber beten. Aber, lieber\nHermann Huber, etwas haben Sie doch erreicht\nmit Ihren Bildern „aus einigen Laugenbretzeln\",\nder Tafel dichtet. Nämlich:\nDer „Salon\" wird schöner mit jedem Tag.\nWas da noch alles werden mag?!\nIch kann nur hinzufügen: Das Blühen will nicht\nenden. Es muß sich alles, alles wenden. Nur nicht\nHerr Tafel. Wenn man so abgetragen ist, nützt\nauch das Umwenden nichts mehr. Genäht wie ge-\nstochen. Dem Schädel ist nicht beizukommen, der\nCezanne für einen „Welthumbug\" hält. 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Juli 1913 ab 10 Mark\nDie Zeitschrift Der Sturm ist durch alle Buch- und\nKunsthandlungen, durch die Post, sowie direkt\ndurch den Verlag Der Sturm, Berlin W9, zu be-\nzjehen / Zum Einzelverkauf liegt Der Sturm in alien\nBahnhofshandlungen, Kiosken u. StraBenst&nden auf\nFalls direkte Zustellung durch den Verlag\nDer Sturm unter Streifband oder in Rolle ge-\nwunscht wird, bitten wir den B e t r a g fflr den\nDauerbezug bei der Bestellung oder bei\nBeg inn d,es neuen Vierteljahres bis\nzumfilnftendes ersten Monats einzu-\ns e n d e n / Andernfalls nehmen wir an, daB E i n -\nzieh ung des Betrages durch Nachnahme\nimter Berechnung des Nachnahmeportos ge-\nwiinscht wird\nGeneralvertretung des Verlags Eug&ne FigulSre /\nParis"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-08-01-c017", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-08_01#c017", "volume": "bmtnabg_1913-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "80", "page_fin": "80", "image_debut": 8, "image_fin": 8, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.2.14", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 8, "page_imprimee": "80", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.8", "debut_caractere": 2794, "fin_caractere_exclue": 5022, "texte": "Sonderdrucke\nFranz Marc: Originalholzschnitte / je 10 nume-\nrierte und signierte Handabziige: Versohnung/\n/Tierlegende/Pferde/Tiger/Pferde\nHochformat / Die Hirtin / Der Stier /\nSchlafende Hirtin / Wildpferde /\nRuhende Pferde (handaquarelliert) / Das\nExemplar 40 Mark.\nMax Pechstein: Die Erlegung des Fest-\nbratens / Originalholzschnitt / Auf Nuinmer 94\nder Zeitschrift Der\"Sturm sind einhundert\nExemplare vom Kiinstler mit der Hand aquarel-\nliert, signiert und numeriert / Das Exemplar\n5 Mark •\nW. 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Delaunay: Album / Elf Phototypien von\nGemalden (ein Farbenlichtbild) mit einem Qedicht\nvon Guillaume Apollinaire / Das Exemplar 10 Mark\nMusik\nHerwarth Walden: Dafnislieder / Zu Ge-\ndichten von ArnoHolz / Ffir Gesang und Kla-\nvier I 3 Mark / 50 Seiten\nKunstlerpostkarten\nFuturisten: Umberto Boccioni: Das\nLachen / Luigi Russolo: Erinnerung einer\nNacht I Zug in voller Fahrt / Gino Seve-\nring Die Modistin / Ruhelose TSnzerin / Pan-\nPan Tanz I Umber to Boccioni: Abschied /\nDas Exemplar 20 Pfennig\nFranz Marc: Affenfries / 20 Pfennig\nRobert Delaunay: La Tour / 20 Pfennig\nMappen\nOskar Kokoschka: Zwanzig Blatt Zeichnungen /\nStrichatzung / Auf Kaiserlich Japan-Papier in\nLuxus-Mappe 25 Mark / Auf Costa-Karton in ein-\nfacherer Mappe 12 Mark"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1913-08-01-c018", "article_bluemountain": "bmtnabg_1913-08_01#c018", "volume": "bmtnabg_1913-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "80", "page_fin": "80", "image_debut": 8, "image_fin": 8, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; 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Ar-\nchipenko / Arbeiten in Stein / Studien\nder Stilarten / MaBige Preise\nPoetry and Drama / Dichtung und Drama f Be-\ngriindet Januar 1912 / Eine Dreimonatsschrift, ge«\nwidmet der Dichtung und dem Drama der Gegen-\nwart in alien Landern / Probeheft gegen Eimsen-\ndung von 2 Mark 50 Pfennig / Jahresbezug\ntO Mark 50 Pfennig / Verlag The Poetry\nBookshop I London WC / 35 Devonshire\nStreet / Theobalds Road\nReuB und Pollack / Buchhandlung und Antiqua-\nriat I PotsdamerstraBe 118 c. Fernsprecher Amt\nLiitzow 2829 / Graphisches Kabinett der Neuen\nSezession / Vorlesungen liber moderne und buch-\ngewerbliche Themen / Eintritt frei / Anmeldungen\nerbeten / Standige Ausstellung von Luxusausgaben\nin auslandischer Literatur\nSaturn-Verlag Hermann Meister In Heidelberg:\nDemnachst erscheint: Paul Hatvani: Salto\nMortale / Aphorismen, Essais, Skizzen / Eiafache\nAusgabe, geb'unden M. 2.50\nNeue Sezession / Berlin / Eingetragener Verdn\nPassive Mitglieder der Neuen Sezession\nerhalten iahrlich 1 / mehrere graphische Arbeiten\n2 I die Zeitschrift Der Sturm frei zugestejlt 3 /\nfreien Eintritt zu den Veranstaltungen der Neuen\nSezession. Mitgliedsbeitrag halbjahrlich 15 Mark.\nGeschaftsstelle der Neuen Sezession: Steg-\nlitz, MjquelstraBe 7 a. Fernruf Amt Steglitz 2699\nEdmund Meyer / Buchhandler und Antiquar / Ber-\nlin W 35, Potsdamer StraBe 27 b / Fernruf Amt\nLiitzow 5850 / Spezialgeschaft fiir bibliophile Lite-\nratur aller Zeit / Wertvolle und seltene Bucher\nJeder Art vom XVI.—XX. Jahrhundert / Alte und\nneue Kunstblatter / Standige Ausstellung biblio-\nphiler Publikationen\nThe Lantern: Eine Monatschrift beiseite geschobe-\nner Wahrheit und zuriickgewiesener Dichtung /\nQeputzt und entziindet, so oft der Mond dunkel\nist I Die amerikanische Zeitschrift des Protestes /\nOrgan der Gesellschaft Junger des Diogenes /\nDrama, Dichtung, Kritik, Malerei / Probenummern\n50 Pfennig / Mortimer Building, Chicago, USA.\nVerein fiir Kunst/Leitung HerwarthWalden\nI Zehntes Jahr / Man verlange kostenlose\nMitteilungen iiber die Neuorganisation durch den\nVerlag Der Sturm / Berlin W 9"}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "73", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.1", "texte": "Umfang acht Seiten\nEinzelbezug 40 Pfennig\nDER STURM\nHALBMONATSSCHRIFT FÜR KULTUR KÜNSTE\nRedaktion und Verlag\nBerlin W9 / Potsdamer Straße 134 a\nHerausgeber und Schriftleiter\nHERWARTH WALDEN\nAus stell u ngsräume\nBerlin W9/ Potsdamer Straße 134 a\nVIERTER JAHRGANG\nBERLIN-PARIS AUGUST 1913\nNUMMER 172/173\n\nInhalft:\nrr dolf Behne: Gino. Severini / Arthur Rimbaud: Gedichte: Die Läusesucherinnen / Der Schläfer im Tal / Marcel Schwöb: Die Leichenfrauen /\nu Mtirr: \\ ergottung in Marie / Josef Tress: Vater / Fernand Leger: Les Origines de la peinture contemporaine et sa valeur repräsentative /\nn. W.: Der Tafel / Empfohlene Bucher / Vom Kubismus / Fernand Leger: Zeichnung / Artur Segal: Originalholzschnitt\n\nFernand Léger: Zeichnung"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "74", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.2", "texte": "Gino Severini\nDr. Adolf Behne\nWenn das Programm die Kunstempfindenden\nstört oder gleichgültig läßt, so erregt es erfah-\nrungsgemäß bei den Gebildeten lebhafteste Anteil-\nnahme. Ueber „Programme\" läßt sich so schön de-\nbattieren, so scharf und anregend diskutieren, auch\nwenn man noch so weit vom Schuß ist, nämlich\nselbst wenn man kein einziges der in Frage stehen-\nden Bilder überhaupt gesehen hat! So hat man\ndenn auch den Futuristen kurzerhand den Prozeß\ngemacht, nicht etwa, weil man die Bilder un-\nkünstlerisch fand — man hatte sie sich daraufhin\nwirklich nicht angesehen! — sondern weil die von\nden Futuristen gepredigte Vernichtung der Mu-\nseen, ihre Verherrlichung des Krieges, ihre Apo-\ntheose der Aeroplane, die Darstellung sich folgen-\nder Zustände in einem Bilde usw. usw. als „falsch\",\nals „unlogisch\" oder als „irrtümlich\" erschienen!\nInzwischen ging es, wie es der Kunst immer\ngeschieht: während die „Intellektuellen\" ihre Ver-\ndikte fällten und über das Programm Hinrichtung\nauf Hinrichtung häuften, wuchs unter den Händen\nder produktiven Künstler eine Welt des Schönen\nhervor!\nWas über das Schicksal einer „Richtung\" ent-\nscheidet, ist allemal die künstlerische Begabung\nihrer Anhänger. „Nichtskönnen\", hat Arnold Böck-\nlin einmal gesagt, „ist noch lange keine neue Rich-\ntung!\" Nun waren unter den Bildern der ersten\n„Sturm\"-Ausstellung\" neben einigen vortrefflichen\ndoch auch manche unzulängliche und schwache.\nDadurch trat das Brauchbare und Fruchtbare nicht\nso deutlich in die Erscheinung, wie es zu wünschen\ngewesen wäre.\nWenigstens schien es so! Der schärfer Zu-\nsehende erkannte in der Folgezeit, daß manche An-\nregungen der Futuristen doch nicht nur auf stei-\nnigen und dornigen Boden gefallen waren. Allein\nder Umstand, daß ein so innerlicher und feiner\nKünstler wie Franz Marc futuristische Elemente\n•in seine Bilder übernahm, mußte auch bei dem\ngrößten Skeptiker für den Anregungswert und die\nkünstlerische Bedeutsamkeit der Futuristen spre-\nchen. Und jetzt überrascht uns nun, wiederum\nvom „Sturm\" eingeladen, Gino Severini mit\neiner Kollektion futuristischer Gemälde und Zeich-\nnungen, die einen sehr starken und nachhaltigen\nEindruck machen!\nSeverini hatte schon in jener ersten Ausstel-\nlung mit seinem Bilde des „Pan-Pan-Tanzes\" die\nAufmerksamkeit gefesselt — seine neuen Schöp-\nfungen stehen jedoch auf einem weit höheren Ni-\nveau. Jene Bilder etwa, die einen zwischen Häu-\nsern durchfahrenden Schnellzug zum Thema\nhaben, müßten nach meinem Dafürhalten jeden\nUnbefangenen überzeugen, daß es sich hier nicht\num einen Bierulk, sondern um ein sehr ernstes\nProblem handelt! Severini will das Gefühl des\nSausens, des Donnerns, den Eindruck, der im\nSturme vorbeifliegenden Häuser ausdrücken mit\nLinien, mit Flecken, mit Formen. Er will keines-\nwegs einen an Häusern vorbeifahrenden Zug dar-\nstellend abmalen. Daß der rein opische Eindruck\nauf der Netzhaut anders aussieht, weiß er so gut\nwie wir alle! In solchem „Abmalen\" aber sieht\nSeverini nicht die Aufgabe der Malkunst, denn\nsolches Wiedergeben leistet ja die Photographie\nweit genauer und besser. Severini wehrt sich in\nseinem sehr klugen Vorwort mit Recht auch gegen\ndas Mißverständnis, als wolle er dem Ki n e m a -\ntographen Konkurrenz machen! Gewiß, sein\nZiel ist die Suggestion der Bewegung. Aber er\nwill es nicht erreichen dadurch, daß er die Bewe-\ngung in die einzelnen Phasen zerlegt, sondern,\nganz im Gegenteil, durch ein Zusammenballen, ein\nKonzentrieren alles dessen, was wesentlich ist,\ndurch Ausscheiden alles Nebensächlichen! „Der\nKinematograph stellt eine Analyse der Bewegung\ndar, unsre Kunst jedoch ist eine Synthese!\" Man\nmuß Severini auch zustimmen, wenn er den Aus-\ndruck „Bewegung\" als irreführend durch den bes-\nseren Ausdruck „Dynamismus\" ersetzen möchte.\nDer Futurist will nicht so sehr die Abwicklung\neiner äußeren Bewegung geben, als die innere\nLebendigkeit, die allen Dingen innewohnende Be-\nweglichkeit. Nicht „deplacement\" will er geben,\nsondern „dynamisme\".\nDas Mittel, das zum Ziele führt, ist vielleicht\nam besten so zu charakterisieren: der Futurist\nschafft nach der Erinnerung, nach dem seelischen\nErlebnis, das er sich als „Vision\" aus dem Inneren\nheraufruft. Aber auch das Erinnerungsbild gibt er\nkeineswegs genau wieder. Er zerbricht es gleich-\nsam und baut es aus dem Wesentlichen neu auf.\nZu diesem Aufbau gehört eine Stärke des Gefühls,\neine Intensität des „Gesichtes\", die man bewun-\ndern muß. Das, was entsteht, ist der schärfste\nGegensatz zum Impressionismus, ist nicht die mög-\nlichst objektive Wiedergabe des Bildes auf der\nNetzhaut, sondern ein subjektives Erlebnis, belas-\nmit „den vielfältigen Einflüssen der Erinnerung,\ndes veränderlichen Standpunktes und des Ge-\nfühls!\"\nUm es zu wiederholen: die „Lehre\" der Futu-\nristen ist solange „falsch\", als noch kein Künstler\nsie zu bezwingenden Werken umschuf — und\nwenn, wie jetzt durch Gino Severini, Kunstwerke\nvon hohem Rang vor uns hingestellt werden, dann\nhat man Besseres zu tun, als das „Programm\"\ndurchzuhecheln. Man gebe sich dem Eindruck\ndieser Bilder unbefangen hin: die Terrasse von\n„Pub\" auf Montmartre wirkt faszinierend: Hitze,\nSchilder, Markisen, Stille, leere Straßen, gedan-\nkenloses Dasitzen sind hier mit einer ganz er-\nstaunlichen Intensität gebannt. Und im „Fest auf\nMontmartre\" wirkt der tolle Zauber, der Trubel\nund Jubel der Farben, Lichter, Raketen, Treppen,\nAussichtspunkte, Brücken, Sterne geradezu an-\nsteckend. Ich glaube nicht, daß irgendein soge-\nnanntes „naturrichtiges\" Bild eines Festes die\ngleiche unmittelbare Wirkung ausüben könnte.\nWenigstens ist mir ein solches nicht bekannt.\n\nGedichte\nVon Arthur Rimbaud\n\nDie Läusesucherinnen\nZu weißen Träumen fleht das Kind beklommen\nSein Haupt erglüht in heißer roter Qual\nDa ist zu seinem Bett ein Schwesterpaar ge-\nkommen\nMit schlanken Fingern, Nägeln wie Opal.\nAns Fenster führen sie das Kind — es kühlen\nTiefblaue Lüfte eine Blumenschar —\nUnd ihre schaurig süßen Finger wühlen\nIn seinem taugetränkten schweren Haar.\nEs horcht auf ihr gepreßtes Atemholen.\nDas duftet rosig milden Honigseim,\nEin feuchtes Schlürfen hört es, halbverstohlen —\nWie eines Kußgelüstes leisen Keim.\nEs sieht ihr leuchtend Aug sich träumend weiten —-\nDie Finger sind elektrisch sanft durchloht,\nEs fühlt der königlichen Nägel Gleiten\nUnd hört der kleinen Läuse Knistertod.\nDa fließt der Trägheit Wein in goldnen Wellen\n— Harmonikagetön durchs blaue Land —\nUnd immer wollen seine Tränen quellen\nUnd sterben bei dem Streicheln ihrer Hand.\n\nDer Schläfer im Tal\nNachdichtung von Heinrich Horvát\nfür Vilma Balogh\nEin Fleck von Grün, drin eines Bächleins Singen,\ndas Silberflitter an die Gräser hängt,\ndie in dem stolzen Sonnenglanz entspringe» —\nein kleines Tal von Helle ganz durchtränkt.\nMit unbedecktem Haupt und offnem Munde\nschläft ein Soldat, im frischen roten Kraut\nden Nacken badend, blaß auf grünem Grunde\nim Bett von Gras, darauf die Wolke schaut.\nMit Blättern deckt ihn leise zu der Wind\ner schläft und lächelt wie ein krankes Kind —\no wieg ihn warm Natur, ihn friert so heute . . .\nDie Nüster bebt vom starken Waldduft nicht\ner liegt ganz still im weißen Sonnenlicht —\ner hat zwei rote Löcher in der Seite.\n\nDie Leichenfrauen\nVon Marcel Schwob\n\nDaß in Libyen, an den Grenzen Aethiopiens,\nwo sehr alte und sehr weise Menschen leben,\nnoch geheimnisreichere Zaubereien vorkommen\nals die der thessalischen Schwarzkünstlerinnen,\nkann ich nicht bezweifeln. Es ist gewiß entsetz-\nlich, wenn man sich vorstellt, wie die Beschwö-\nrungen von Frauen den Mond in ein Spiegelkäst-\nchen bannen können oder ihm zur Zeit seiner\nVollheit in einen Silberkübel untertauchen heißen,\nzusammen mit den aufzischenden Sternen, oder\nim Ofen ihn wie eine Quabbe braten, und daß in-\ndessen die thessalische Nacht schwarz bleibt und\ndie Wärwölfe frei umherlaufen dürfen; das ist\ngewiß entsetzlich. Aber vor all dem wäre mir\nweniger bang, als in der blutroten lybischen\nWüste noch einmal libyschen Leichenfrauen zu\nbegegnen.\nWir hatten, mein Bruder Ophelion und ich, die\nneun verschiedenen, Aethyopien umspannenden\nSandringe durchwandert. Da gibt es erdfarbne\nDünen, die weit draußen graugrün schimmern wie\ndas Meer oder himmelhell wie Teiche. Die Zwerg-\nmänner reichen nicht bis an diese Strecken; wir\nhatten sie hinter uns gelassen, in den großen, für\ndie Sonne undurchdringlichen Schattenwäldern;\nund die kupferfarbnen Völker, die sich von Men-\nschenfleisch nähren und einander am Knirschen\nihrer Kiefer erkennen, wohnen weiter im Westen.\nDie rote Wüste, wohin wir eindrangen, um uns\nnach Libyen zu begeben, ist scheinbar von Sied-\nlung und Sippe gänzlich entblößt.\nWir reisten sieben Tage und sieben Nächte.\nDort ist die Nacht durchsichtig und blau, kalt und\nden Augen so gefährlich, daß zuweilen sechs Stun-\nden die nächtlich blaue Klarheit den Augapfel an-\nschwellend auftreibt, und der Erkrankte den Son-\nnenaufgang nicht mehr sieht. Aber dies Uebel\nüberfällt den Wanderer nur, wenn er sich ohne\nHülle um den Kopf auf dem Sande dem Schlaf\nhingibt; wer Tag und Nacht ausschreitet, hat\nnichts zu befürchten; bloß der weiße Staub reizt\nihm im Sonnenlicht die Lider.\nAm Abend des achten Tages bemerkten wir\nauf der blutroten Fläche einen Kreis blanker,"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "75", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.3", "texte": "wenig umfangreicher Kuppeln, und Ophelion\nmeinte, sie genau zu betrachten wäre nicht un-\nnütz. Es wurde, wie gewöhnlich in Libyen, rasch\nNacht, und als wir an die Erhöhungen heran-\nkamen, war dichte Dunkelheit um uns. Die Kup-\npeln tauchten aus dein Boden, doch vorerst konn-\nten wir keinen Eingang entdecken. Erst als wir\nden von ihnen gebildeten Ring überschritten hat-\nten, sahen wir, daß sie von mannshohen Türen\ndurchbohrt und diese alle in der Richtung zur\nMitte angeordnet waren. Die Türfüllung zeigte\nsich finster; aber durch enge, rundherum ange-\nbrachte Löcher sickerten Strahlen, die wie mit\nlangen roten Fingern auf unsere Gesichter wie-\nsen. Auch waren wir von einem uns unbekann-\nten Duft umwallt; uns schien er ein Gemisch au 9\nRiechwasser und Fäulnis.\nOphelion hielt mich an und sagte mir, daß man\nuns aus einem der Kuppelbauten winke. Eine\nFrau, die wir nicht deutlich warnehmen konnten,\nstand unter der Tür und lud uns ein. Ich zögerte,\naber Ophelion zerrt mich mit sich. Die Vorhalle\nwar düster, ebenso der Rundsaal unter der Kup-\npel; und sobald wir drinnen waren, verschwand,\ndie uns gerufen hatte. Wir hörten eine sanfte\nStimme Barbarenlaute flüstern. Dann war diese\nFrau wieder bei uns, in ihrer Hand eine rauchende\nLampe aus Ton. Wir begrüßten sie, und sie ant-\nwortete in unserm Griechisch, mit libyscher Aus-\nsprache, und hieß uns willkommen. Sie zeigte auf\nBetten, die aus gebranntem Lehm mit Abbildern\nnackter Menschen und fremder Vögel über-\nschmolzen waren, und bot uns, Platz an. Dann,\nnachdem sie erklärt hatte, sie ginge uns Essen be-\nsorgen entfernte sie sich wieder, ohne daß wir\nbei dem schwachen Schein des auf den Boden\nhingestellten Lichtes hätten beobachten können,\ndurch welche Oeffnung sie den Raum verließ. Ihr\nHaar war schwarz, ihre Augen dunkel; sie trug\nein leinenes Ueberkleid, ein blaues Gürtelband\nunter der Brust, und sie duftete nach Erde.\nDas Mahl, das sie uns auf Steinzeug und in\nundurchsichtigen Gläsern hereinbrachte, bestand\naus einem kronenförmigen Brotgebäck, gefüllt mit\nFeigen und eingesalzenen Fischen; es gab kein\nFleisch, nur verzuckerte Heuschrecken; der Wein\nwar blaßrosa, wohl mit Wasser vermengt, und\nschmeckte ausgezeichnet. Sie aß mit uns, be-\nrührte aber weder die Fische, noch die Heu-\nschrecken. Und so lang ich unter dieser Kuppel\nweilte, sah ich sie nie ein Stück Fleisch zum\nMunde führen; sie begnügte sich mit einem biß-\nchen Brot und gesottenen Früchten. Der Grund\ndieser Enthaltsamkeit stammt sicherlich von einem\nWiderwillen, den man bald begreifen wird; viel-\nleicht auch raubten die Ruchsalben und die Ge-\nwürze, inmitten deren die Frau lebte, ihr die Lust\nan Speise und sättigten sie mit feinen losgelösten\nTeilchen.\nSie fragte nicht viel, und wir wagten kaum, sie\nanzureden; denn ihre Gebräuche dünkten uns gar\nzu fremdartig. Nach dem Essen streckten wir uns\nauf unsere Betten; sie ließ uns eine Lampe und\nversah sich selbst mit einer andern, viel kleinern;\ndarauf nahm sie Abschied, und ich gewahrte, wie\nsie hinter der Kuppel in eine unter die Erde lei-\ntende Höhle glitt. Ophelion war wenig geneigt,\nmeine Vermutungen mit mir zu beraten, so schlief\nich einen unruhigen Schlaf, bis gegen Mitternacht.\nDas Knistern der Lampe, deren Oel kaum noch\nden Docht benetzte, weckte mich, und mein Bru-\nder Ophelion lag nicht mehr neben mir. Ich erhob\nmich und nannte leise seinen Namen; aber er war\nnicht unter der Kuppel. Da ging ich in die Nacht\nhinaus, und mir war, als ob ich unterirdisch das\nGejammer und Geschrei von Klageweibern ver-\nnähme. Dieser widerhallende Klang erstarb plötz-\nlieh: ich umwandelte die Bauten, ohne daß mir da 9\nMindeste aufgefallen wäre. Nur ein gewisses\nBeben war da, wie von einem Gewühl unter der\nErde, und im Fernen das Trauerbellen eines wilden\nHundes.\nIch näherte mich einem der Löcher, woraus die\nroten Strahlen sprühten, und es gelang mir, eine\nKuppel zu erklimmen und hineinzublicken. Da er-\nfaßte ich die Wunderlichkeit dieser Anlage und\ndes ganzen Kuppeldorfs. Denn die Stelle, die ich\nüberschaute, die von Fackeln erleuchtete Stätte,\nwar mit Toten bedeckt; und zwischen Klagewei-\nbern bemühten sich andre Frauen um dicke Urnen\nund mancherlei Gerätschaften. Ich sah, wie sie\nfrische Bauchdecken schlitzten, und die gelben,\nbraunen, grünen und blauen Därme hervorzogen,\ndas Geweide dann in Henkelgefäße senkten, den\nGesichtern durch die Nase einen Silberhaken ein-\nbohrten, die zarten Knochen an der Nasenwurzel\ndurchbrachen und mit Spateln das Gehirn heraus-\nholten; über die Leichname gössen sie gefärbtes\nWasser, salbten sie mit rhodischem Balsam, mit\nMyrrhen und Zinnamon, strichen ihnen das Haar\nzurecht, überklebten mit buntem Leim die Wim-\npern und die Brauen, bemalten die Zähne und här-\nteten die Lippen, rieben ihnen die Nägel an Händen\nund Füßen, bis sie glänzten und umwickelten sie\nmit einer Goldschnur. Dann, als der Bauch flach,\neine Mulde, war, der Nabel eingesunken, die Mitte\nvon kreisrunden Falten umzingelt, dehnten sie den\nToten die fahlen, verschrumpften Finger, legten\nihnen um das Handgelenk und die Fußknöchel\nBernsteinreifen und rollten sie geduldig in lange\nLinnenbänder.\nOffenbar waren alle diese Kuppeln ein Mumien-\nfriedhof; hierhin schaffte man aus den benachbar-\nten Ansiedlungen die Toten. Und in gewissen\nGegenden geschah die Arbeit oberirdisch, in an-\ndern unterirdisch. Der Anblick eines Körpers mit\nzusammengepreßten Lippen, zwischen die man ein\nMyrthenzweiglein preßte, entbissene Lippen, wie\nbei Frauen, die nicht lachen können und sich ge-\nwöhnen wollen, wenigstens die Zähne zu entsie-\ngeln, flößte mir Schrecken ein.\nIch entschloß mich, sobald der Tag anbrechen\nwerde, mit Ophelion diese Totenstadt zu fliehn.\nUnd als ich mich wieder unter unsrer Kuppel be-\nfand, setzte ich den Lampendocht instand und ent-\nzündete ihn am Herdfeuer unter der Wölbung:\naber Ophelion war noch nicht zurückgekehrt. Ich\nbegab mich in die Tiefe der Halle und erhellte die\nersten Stufen der unterirdischen Treppe; und von\ndort unten herauf ertönte das Geräusch von Küs-\nsen. Da zuckten mir die Mundwinkel bei dem Ge-\ndanken, daß mein Bruder mit einer Leichenfrau\neine Liebesnacht feire. Bald jedoch wußte ich\nnicht, was ich denken sollte: durch eine Pforte, die\nzweifellos einen ins Innre der Mörtelmauer einge-\nbauten Wandelgang abschloß, trat unsre Wirtin\nunter das Gewölbe. Sie wandte sich zur Treppe\nund lauschte, wie ich es getan hatte. Danach drehte\nsie sich um, dorthin, wo ich stand, und ihr Gesicht\nwar furchtbar. Ihre Brauen stießen aneinander,\nund dann stieg sie wie in die Mauer zurück.\nIch fiel in einem tiefen Schlaf. Am Morgen lag\nOphelion neben mir auf dem Bett. Sein Gesicht\nwar aschgrau. Ich rüttelte ihn auf und drängte\nzur Abreise. Er schaute mich an und erkannte\nmich nicht. Die Frau kam herein, und da ich sie\nbestürmte, sprach sie von einem Pesthauch, der\nmeinen Bruder angeweht hätte.\nDen ganzen Tag warf er sich hin und her, vom\nFieber erschüttert, und die Frau blickte aus starren\nAugen auf ihn. Gegen Abend hob er die Lippen\nund verschied. Schluchzend umschlang ich seine\nKniee und weinte bis zwei Stunden vor Mitter-\nnacht. Dann flog meine Seele mit den Schwingen\nder Träume. Der Schmerz über den Verlust Ophe-\nlions packte mich und riß mich aus dem Schlum-\nmer. Sein Leichnam war nicht mehr an meiner\nSeite, und die Frau war auch verschwunden.\nDa stieß ich laute Schreie aus, und lief durch\ndie Halle: aber die Treppe war nicht wiederzufin-\nden. Ich eilte aus dem Rundbau, zu auf den roten\nStrahl, und drückte meine Augen an die Oeffnung.\nHier, was ich mitansah:\nDer Leib meines Bruders war hingestreckt\nzwischen Urnen und Schalen; mit dem Haken und\nden Spateln aus Silber hatte man ihm das Gehira\nentwunden, und sein Bauch klaffte weit offen.\nSchon waren seine Nägel vergoldet und seine\nHaut mit Asphalt gebräunt. Aber er ruhte zwischen\nzwei Leichenfrauen, die einander so seltsam\nglichen, daß ich nicht entscheiden konnte, welche\nuns eigentlich empfangen hatte. Alle beide wein-\nten sie und zerfleischten sich die Wangen und\nküßten meinen Bruder Ophelion und stürzten ein-\nander in die Arme.\nUnd ich rief durch die Kuppelöffnung, und ich\nsuchte den Eingang zu diesem unterirdischen Ge-\nlaß, und ich rannte zu den andern Kuppeln; aber\nich erhielt keine Antwort, und ich durchirrte ver-\ngebens die glasklar blaue Nacht.\nUnd ich, war überzeugt, daß diese beiden\nLeichenbestatterinnen Schwestern und Zauberin-\nnen und eifersüchtig waren, und daß sie meinen\nBruder Ophelion getötet hatten, damit ihnen sein\nschöner Leib verbliebe.\nIch hüllte mein Haupt in meinen Mantel, und ich\nfloh verstört, hinweg aus diesem Hexenland.\n\nDeutsch von Hegner\n\nVergottung in Marie\nVon Günther Mürr\nI\n„Also —\" Zögerndes Händefassen.\n„Leb wohl!\" Ein Blick und gelöste Hände\nGrüßen. „Schlaf gut!\" Auseinandergehn\nDas kurze Enden von übervollen Stunden,\ndenen Zärtlichkeiten alle Zeit genommen haben.\nQanz dünner Schnee sinkt durch das Laternen-\nlicht\nund flimmert in Pünktchen auf den Straßen.\nIch gehe, etwas ermattet, ich fühle Kühle wehn.\nWirst du mich noch lieb haben morgen?\nIch spüre auf meinem Schenkel, wo du gesessen\nhast.\nDie Küsse von halboffenen Munden,\nund die kleine, weiche Brust in meiner trinken-\nden Hand.\nEs ist noch nicht lange,\ndaß unsre Worte und Blicke sich tastend suchten.\nNur beim Trennen wollten die nackten Hände sich\nnie lassen.\nDu hast das Küssen rasch gelernt.\nUeber deiner Traurigkeit lachen Kinderworte.\nSchenkel an Schenkel zieht feine Linien.\nDein Denken läuft neben meinem,\nzwei Pferde, vor unserm Schweigen.\nDeine Haut war kühl in der Parkkühle,\nund deine Worte lindern,\nals läge deine geküßte Hand auf meiner Stirn.\nIch spüre noch den Druck deiner Glieder,\nund wie der Kopf ergeben zurücksank,\nund die traurigen blauen Augen wurden dunkel,\nstaunend, daß es auch Wonnen gibt.\nIch möchte dein Haar wieder offen sehn."}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "76", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.4", "texte": "Dann meine Zähne in deine geliebkosten Lippen.\nIch spüre den Schlag, der all deine Muskeln in\nmich preßt,\nDu auf meinem Schoß.\nDaß zwei nie eins werden!\nBis wir uns zum Lachen gestreichelt haben.\nGanz wenig spüre ich noch den Druck deiner\n-\nGlieder.\nDünner Schnee durch das kalte Laternenlicht.\nAuf einmal gellt das Verlangen nach dir.\nDann der ruhige Wunsch, dein braunes Haar zu\nsehn.\nWir lieben uns zum Verwechseln.\nIC\nII\n■\nDu bist mein Ja und bist mein Herz.\nIch falle immer weiter von allem fort,\nimmer einsamer werde ich\nin deiner braunhaarigen, zagenden Einsamkeit.\nDein schlingender, runder Arm mit dem seidigen\nHaarflaum\nverwischt alle bunten Bilder in mir.\nIn deiner Stimme ertrinken nach einander\nalle Geräusche um mich.\nNoch wagt unser Entsagen kaum\nDas Wissen unsrer Zwei-Einsamkeit.\nNur wenn du dich in meinen Armen windest,\nwenn dich mein Hunger in Angst und Vergessen\ntaucht,\ndaß du ergeben den Kopf sinken läßt,\nwenn dein kleiner Leib mich ganz spüren muß,\ndann bin ich ganz allein.\nMeine Lüste reißen mich durch die Leere,\nund erst beim Erschlaffen\nlassen sie mich in deine Einsamkeit zurücksinken.\nIII\nDir, mein Ich,\nmir von Marie geboren,\ndir, mein Ich, beuge ich mein Haupt,\nwenn du auch nicht einmal lächelst;\ndir, mein Ich, kniee ich ergeben,\nDenn ich bin in deiner allmächtigen Hand.\nDie Erde dreht sich, und du stehst fest.\nWenn meine Nerven beben,\nbleibst du reglos und unverwandt,\ndenn mir kommt alles aus dir.\nWut und Hohn und Liebe ist an dir,\nwie Wind an einem Felsen.\nAllem läßt du sein Ja und Nein.\nDu, mein Ich, du mußt vergehen, weil du ge-\nboren bist.\nDu bist durch mich,\ndu schaffst mir die Welt.\nDas wirre Bunt wimmelnder Städte\nmit Farben, Klängen und Kräften,\nmit Hunger und Ekel, Hinken und fliegen,\nGieren, Erschlaffen, Suchen und wehem Verzichten,\nArbeitshäusern, durchtanzten Bars;\nDie Kirchen mit runden und spitzen Bogen,\nKetzern und Gläubigen, Predigern und Päpsten;\ndas Meer mit dem wechselnden Mond;\nWälder und wellige Hügel\nund schmelzende Musik;\nDie Menschen, die vorüberspülen, quälend,\nfreuend:\nJedes ist ohne das andre.\nMir sind alles deine Geschöpfe.\nAber du, mein Ich,\nmir von ihr geboren,\nwie du winkst, müssen sie mir werden und\nschwinden.\nDu bist nicht gnädig, nicht grausam.\nNichts kann dich lösen, nichts dich binden.\nUnbeweglich thronst du in deiner Allmacht.\nIch bitte um nichts, ich danke nicht.\nIch beuge Haupt und Knie\nvor dir, mein Ich.\n\nVater\nJosef Treß\nBangnis durchwallt mich nach bunten Nächten.\nViele Aehren zertrat mein Tänzerinfuß. —\nDer Schweiß deiner Stirne tötet meine Dornen-\npfade,\nDoch immer fühl ich Angst vor deinem Fluch.\nBlutig krampften sich deine makellosen\nMänneraugen,\nAls meine Schwester, der bleiche Engel, starb.\nAber die Augen deiner Liebe sind meine Henkers-\nknechte.\nMeinen Rücken beugt deiner Liebe Rutenlast.\nFurcht hat ich einmal vor den Falten deiner Stirn,\nDa scheut ich die Riemen meines Schuh's zu lösen\nVor den Schwellen deiner brennenden Dornbusch-\naugen.\nDeinen Händen möcht ich manchmal Blumen\nkaufen.\n\nLes Origines de la\npeinture contemporaine\net sa valeur représen-\ntative\nNotes réunies pour une Conférence\nFernand Léger\n\nans avoir la pretention d'expliquer le but et les\nmoyens d'un art arrive dejä ä une realisation assez\navancee, je vais tacher de repondre autant que\ncela est possible ä une des questions les plus sou-\nvent posees devant la plupart des travaux moder-\nnes. Je transcris cette question dans toute sa sim-\nplicite: Qu'est-ce que cela represente? Je me fixe\ndonc comme but cette simple interrogation et je\nvais m'efforcer dans une causerie tres courte d'en\nprouver la parfaite inanite.\nSi l'imitation de l'objet dans le domaine de la\npeinture avait une valeur en soi tout tableau du\nPremier venu ayant une qualite imitative aurait\nen plus une valeur picturale; comme je ne crois\npas qu'il soit necessaire d'insister et de discuter\nun cas semblable, j'affirme donc une chose dejä\ndite mais qu'il est necessaire de redire ici: „La\nvaleur realiste d'une oeuvre est parfaitement inde-\npendante de toute qualite imitative\".\nII faut que cette verite soit admise comme un\ndogme et fasse axiome dans la comprehension ge-\nnerale de la peinture.\nJ'emploie ä dessein le mot realiste dans son\nsens le plus propre car la qualite d'une oeuvre pic-\nturale esten raison directe de sä quantite de rea-\nlisme.\nEn quoi consiste en peinture ce que l'on appelle\nrealisme?\nLes definitions sont toujours dangereuses, car\npour enfermer en quelques mots tout un concept\nil faut une concision qui souvent manque de clarte\nou est trop simpliste.\nJ'en risquerai une malgre tout et je dirai ä mon\nsens „Le realisme picturale est l'ordonnation si-\nmultanee des trois grandes quantites plastiques qui\nsont Les Lignes, Les Formes et Les Couleurs\".\nAucune oeuvre ne peut pretendre au pur clas-\nsissisme c'est-ä-dire ä la duree independamment\nde l'epoque de creation si l'on sacrifie complete-\nment une de ces quantites au detriment des deux\nautres.\nJe sens tres bien le cote un peu dogmatique\nd'une pareille definition mais je la crois neces-\nsaire pour bien differencier les tableaux ä tendance\ncomplete d'avec ceux qui ne les realisent pas.\nToutes les epoques ont vu des productions fa-\nciles d'un succes aussi immediat qu'il est ephe-\nmere. L'un sacrifiant totalement la profondeur\npour donner un charme de surface colore l'autre se\ncontentant d'une ecriture et d'une forme exterieure\nqui fut meme baptisee „Peinture de Caractere\".\nJe le repete toutes les epoques ont eu de ces\nproductions, ces oeuvres memes avec tout le talent\nqu'elles comportent restent comme des manifes-\ntations d'epoque. Elles datent elles peuvent eton-\nner, intriguer les generations avenir, mais comme\nelles ne possedent pas les moyens qui dolvent\natteindre au realisme pur elles doivent finalement\ndisparaitre. Ces trois quantites indispensable dont\nj'ai parle plus haut ont ete chez la plupart des\npeintres qui ont precede les impressionnistes Ms\netroitement ä l'imitative d'ua sujet qui comportait\nen lui meme une valeur absolue. A part les por-\ntraits toutes les compositions aussi bien decoratives\nque autres se sont toujours asservies ä la descrip-\ntion des grandes manifestations humaines soit illus-\ntrant des dogmes religieux et mytologiques soit\ndes parts historiques comtemporaines\nLes impressionnistes les Premiers, ont rejete\nla valeur absolu du sujet pour ne plus en conside-\nrer que la valeur relative.\nLa est le lien qui rattache et explique toute\nl'evolution moderne. Les impressionnistes sont\nles grands novateurs du mouvement actuel, $s en\nsont les primitifs en ce sens que voulant se dega-\nger du cote imitatif ils n'ont considere la peinture\nque dans sa couleur, negligeant presque dans leurs\nefforts toute forme et toute ligne.\nLeur oeuvre admirable sortie de cette concep-\ntion impose la comprehension d'une couleur nou-\nvelle. Leur recherche d'atmosphere reelle est dejä\nreltive au sujet, les arbres les maisons se confon-\ndent et sont etroitement lies enveloppes dans un\ndynamisme colore que leurs moyens ne leur per-\nmettait pas encore de developper.\nL'imitation du sujet que comporte encore leur\noeuvre n'est donc dejä plus qu'une raison de Vari-\nete un theme et rien de plus. Une pomme verte\nsur un tapis rouge n'est plus pour les impression-\nnistes le rapport de deux objets mais le rapport de\ndeux tons un vert et un rouge.\nLorsque cette verite fut formulee par des oeu-\nvres vivantes le mouvement actuel devait fatale-\nment se produire, j'insisterai tout particulierement\nsur cette epoque de la peinture frangaise car je\npense que c'est en ce moment que les deux grands\nconcepts picturaux le realisme vis u e 1 et le\nrealisme de conception se rencontrent.\nLe Premier finissant sä courbe qui comprend\ntoute la peinture ancienne jusqu'aux impressionnis-\ntes et l'autre le realisme de conception qui com-\nmence avec eux.\nLe premier je Tai dit comporte la necessite de\nl'objet, du sujet, de moyens perspectifs qui sont\nconsideres actuellement comme negatifs et anti-\nrealiste.\nLe second negligeant tout ce bagäge encom-\nbrant et dejä realise dans de nombreux tableaux\nactuels."}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "77", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.5", "texte": "Artur Segal: Originalholzschnitt"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "78", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.6", "texte": "Un peintre parmi les impressionnistes, Cezanne\ncompris tout ce qu'il y avait d'incomplet dans cet\nacquis de la couleur, il sentit la necessite d'une\nforme et d'un dessin nouveau s'edaptant etroite-\nment ä une couleur nouvelle. Toute sa vie, toute\nson oeuvre se passent dans cette bataille. II en eut\nla furieuse inquietude.\nJ'emprunterai au livre si bien documente de\nMonsieur Emile Bernard quelques observations\nfaites par lui sur le Maltre d'Aix et aussi quelques\nreflexions tirees de la conception de Cezanne lui\nmeme „Son optique dit-il etait bien plus dans sa\ncervelle que dans son oeil, il interpretait trop ce\nqu'il voyait en somme ce qu'il faisait sortait abso-\nlument de son genie, et s'il avait eu l'imaglnation\ncretrice, il eut pu se dispenser d'aller „Au Motif\"\nsuivant sa propre expression ou de poser des na-\ntures mortes devant lui. Je releve dansi les lettres\nde Cezanne des idees comme celles-ci: „II faut\nque les objets tournent s'eloignent et vivent. — J'ai\nvoulu faire de rimpressionnisme quelque chose de\ndurable comme l'art des musees „et plus loin il\necrit encore — Ce qui vient ä l'appui de ce que j'ai\ndit plus haut\". Peindre d'apres nature n'est pas pour\nun impressionniste peindre l'objectif mais realiser\ndes sensations\" II Pleura de desespoir devant les\ndessins de Signorelli et s'ecria: „Je n'ai pu reali-\nser, je reste le primitif de la voie que j'ai decou-\nverte\".\nDans ses moments de doutes et de depression\nCezanne crut momentanement ä la necessite des\nformules ancienne. II frequenta les muses il etudia\nles moyens d'expression des peintres qui l'avaient\nprecede; il fit des copies il espera trouver de ce\ncote ce que sa sensibilite inquiete cherchait. Son\noeuvre toute belle et admirable qu'elle est, porte\nfrequemment avec eile la marque de cette inquie-\ntude. II comprit l'erreur de cette culture, il com-\nprit qu'il est dangereux de revenir en arriere et\nque la valeur traditionnelle d'une oeuvre est per-\nsonnelle et subjective. II ecrit d'ailleurs encore\nlui-meme et je cite textuellement le fragment d'une\nde ses lettres „Apres avoir vu les grands maltres\nil faut se häter d'en sortir et verifier en soi les\ninstincts les sensations qui resident en nous\".\nCette notation du grand peintre merite d'etre\nreleve attentivement.\nTout peintre devant des oeuvres aux procedes\nanciens doit conserver toute sa personnalite il peut\nles regarder les etudier mais dans son sens le plus\nobjectif.\nII doit les dominer les analyser mais non etre\nabsorbe par elles; c'est le fait de l'amateur d'art\nde substituer sa propre personnalite ä l'oeuvre qui\ns'impose.\nII est tres dangereux pour des artistes qui sont\ndans une epoque d'evolution et de creation de trop\ns'attarder aux moyens perimes. lis doivent tou-\njours contröler avec leur epoque et equilibrer par\nce fait le besoin toujours naturel d'impressions\nvariees.\nCezanne tiendra dans l'histoire de la peinture\nmoderne la meme place que Manet quelques annees\nauparavent. Ce furent deux peintres de transition.\nL'un Manet par ses recherches et par sa sen-\nbilite abandonne petit ä petit les moyens de ses\npredecesseurs pour arriver ä l'impressionnisme\ndont il est incontestablement le grand createur.\nPlus on examine l'oeuvre de ces deux peintres\nplus on est frappe par leur analogie historique.\nManet s'inspira des Espagnols, de Velasquez de\nGoya des plus lumineux pour aboutir aux formu-\nles nouvelles.\nCezanne trouve une couleuer et au rebours\nde Manet s'efforce de trouver un dessin et une\nforme que Manet a detruit et qu'il sent absolument\nnecessaire pour exprimer la grande realite.\nUne autre preuve que la peinture actuelle n'est\npas en reaction contre rimpressionnisme et n'est\npas un retour aux vieilles formules comme vou-\ndrait le faire croire certains critiques modernes\nc'est qu'elle ne procede nullement envers eux par\nreaction.\nTout les grands mouvements picturaux de ten-\ndance differente ont toujours procede par revolu-\ntion par reactivite et non par evolution.\nManet a detruit pour arriver ä sa creation. Re-\nmontons plus haut. Aux peintres du Dix Huitieme\nsiecle trop sensuels et trop manieres succedent\nDavid et Ingres et leur ecole reactive par l'abus\ndes formules contraires, froideur dans la forme,\ncerebralisme et statisme: lis negligent tous les ele-\nment sensuels propres employes par leurs prede-\ncesseurs.\nL'ecole de David se termine dans Tabus equi-\nvalent de ces formules et necessite Delacroix qui\nrompant violemment avec le concept precedent\nrevient au sensualisme dans la couleur et au grand\ndynamisme dans les formes et dans le dessin.\nCes exemples me suffiront pour faire voir clai-\nrement que le concept moderne n'est pas en reac-\ntion contre les impressionnistes mais au contraire\nson developpement et l'agrandissement du but par\nTemploi de moyens negliges par eux.\nAux dividionnisme de la couleur aussi timides\nsoit il mais qui existe chez les impressionnistes,\nsuccede non un contrast statique, mais une re-\ncherche semblable dans le divisionnisme de la\nforme et du dessin.\nL'oeuvre des impressionnistes n'est donc pas\nla fin d'un mouvement mais bien le commencement\nd'un autre dont les peintres actuels sont les con-\ntinuateurs.\nCezanne prevoit tellement cette evolution que\ndans une autre lettre dont malheuresement je n'ai\npas le texte ici, il note que les objets, les choses\nqui sont dans la nature peuvent se voiref, d'une ma-\nniere initiale dans des spheres, des cönes et des\ncylindres.\nSi la tendance synthetique actuelle qui a ete s'y\nmanifester dans les premieres oeuvres cubistes et\nqui a tant fait protester contre les moyens que la\nfoule jugeait purement geometrique et anti-plas-\ntique. C'est au rebour de cela pour arriver ä une\nplus grande realite subjective prevu par Cezanne.\nII n'a d'ailleurs pas fait que de l'ecrire beaucoup\nde ses oeuvres certaines natures mortes sont des-\nsinees dans des formes contrastees, et ses derniers\npaysages etaquarelles sont completement degagees\nde toute perspective.\nLe but etant desormais nouveau les moyens\nchangent avec lui. La recherche imitative dispa-\nrait, la perspective est elle-meme releguee aux\naccessoires anciens.\nLes peintres actuels se trouvent liberes et con-\nQoivent une oeuvre avec des moyens purement\nplastiques.\nDes rapports de volumes de lignes et de cou-\nleurs vont dortir, toute la production de ces der-\nnieres annees, et toute l'influence exerces sur les\nmilieux artistiques aussi bien Frangais qu'etranger\naura lä son origine.\nTout desormais peut concorder vers une inten-\nsite de realisme obtenu par des moyens purement\ndynamique.\nLes contrastes picturaux seront employe dans\nleur acceptation la plus pure. La comprehension\nde couleur et de lignes les formes contrastees sont\ndesormais les armatures des tableaux modernes.\nUne part imitative reste employee mais non\ndans son sens objectiv et sentimental mais comme\nnecessite de variete.\nLa conception Cezannienne se realise et les\noeuvres modernes en font foi.\nQuelques peintres ont craint qu'une conception\naussi synthetique ne nuise ä la varierees, qu'une\ncertaine monotonnie ne soit le danger de cette der-\nniere creation. Mais si vous opposez un nombre\negal de tableaux modernes ä un meme nombre de\ntableaux impressionnistes je suis persuade que la\nvariete sera plus grande pour les tableaux actuels.\nPar le fait que les moyens plastiques empüoyes\nactuellement sont plus nombreux que ceux em-\nployes precedemment par les impressionnistes,.\nl'oeuvre sera forcement plus variee.\nLes influences de milieux, d'education et de\nrace s'imposeront plus; suivant que les artistes\nsont d'une race differente. lis produiront des\noeuvres variant suivant les influences exterieures.\nComme dans l'histoire des peintres avant les\nimpressionnistes les artistes Nordiques cherche-\nront plus tot leurs moyens dynamiques en insistant\nsur la couleur les peintres meridionnaux donneront\nprobablement plus d'importance aux formes et aux\nlignes.\nCette comprehension de la peinture actuelle nee\nen France et d'un concept universel qui permet ä\ntoutes les sensibilites de se developper, le mouve-\nment futuriste Italien en est une des preuves.\nPar le fait que la peinture nouvelle est a ten-\ndance synthetique sa production sera forcement\nplus restreinte. Eg'alement le tableau s'egrandit.\nLes oeuvres impressionnistes sont en generale de\ndimensions assez faibles ce qui repondait d'ailleurs\nä leur but, leur conception etant restreinte au de-\nveloppement unique de la couleur.\nMais les moyens actuels plus riches plus com-\nplets necessitent progressivement des tableaux de\nplus grandes dimensions.\nToute tendance dynamique doit forcement\ns'orienter vers un elargissement des moyens pour\npouvoir se manifester dans toute son ampleur. —\nBeaucoup de personnes attendent patiemment\nque ce qu'ils appellent un moment dans l'histoire\nde l'art soit passe; ils attendent autre chose et pen-\ndent que la peinture moderne passe par une epoque\npeut etre necessaire mais reviendra ä ce que l'on\nest convenu d'appeler „La Peinture comme tout le\nmonde.\"\nC'est une tres grosse erreur. Lorsqu'un art\ncomme celui-ci esten possession de tous ces\nmoyens qui permettent de realiser des oeuvres ab-\nsolument complete il doit s'imposer pendant tres\nlongtemps.\nNous arrivons j'en suis persuade ä une concep-\ntion d'art aussi vaste que les plus grandes epoques\nprecedentes memes tendance aux grandes dimen-\nsions, meme effort partage par une collectivite.\nCette derniere remarque meriterait que l'on s'y\narretat plus longtemps, Elle a son importance.\nLa plupart des mouvements litteraires et artis-\ntiques frangais se sont en general manifestes de la\nmeme maniere. — C'est une preuve de grande vita-\nlite et de puissance de rayonnement. Si l'on peut\nmettre endoute une creation isolee, la preuve\nvitale doit etre faites lorsqu'elle se manifeste collec-\ntivement, dans des moyens d'expression person-\nnelle tres distincts. —\nLa conception sentimentale en art plastique est\ncertainement celle qui tient le plus au coeur des\ngrosses majorites. Les belles histoires que l'on\nraconte tout au long d'interminables tableaux, le\nfait divers etale en peinture ont toujours l'approba-\ntion et l'admiration de la foule.\nLes peintres anciems devraient en plus des\nqualites plastiques satisfaire au besoin dans leurs\ntableaux, et realiser une oeuvre complete et so-\nciale il devrait aider l'architecture dans ce qu'elle\navait d'expression populaire, il leur fallait une\nvaleur litteraire propre pour instruire, eduquer et\namener le peuple. Dans ce but ils illustrerent les"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "79", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.7", "texte": "eglises et les monuments, les palais des fresques\ndecoratives et des tableaux representent les\ngrands peintres de l'universite. — Les quantites\ndisenptive etait une necessite d'epoque.\nII fallait donc pour que des peintres vivant\ncomme tout le monde, et dans la vie comme tout\nle monde, dans une epoque ni plus ni moins interl-\nl-ecUieile que des epoques precedentes mais seule-\nment autre, il fallait, pour pouvoir imposer une\npareille maniere de voir, pour detruire tout ce que\nla perspective et le sentimentalisme avaient aide\nä edifier, il fallait autre chose que leur audace et\nque leur concept individuel.\nSi {'epoque ne s'y etait pas pretee, je dis plus,\nsi leur art ne se fut pas trouve en rapport avec\nl'epoque esten evolution avec les recherches pre-\ncedantes eile n'eat pas ete viable. —\nLa vie actuelle plusmouvementee, plus rapide,\nplus vite, que les epoques precedentes doit subir\ncomme moyen d'exprimer un art de divisionnlsme\ndynamique, et le cote sentimental l'expression du\nsujet dans son sens expression populaire, est arrive\nä un moment critique qu'il est necessaire de bien\npreciser.\nPour trouver une epoque de comparaison, je\nremonterai au quinzieme siecle, epoque de l'apogee\ndu style gothique et de sa decadence; l'architecture\nfut pendant toute cette periode le grand moyen\nd'expression populaire, l'armature des c'athedrales\ns'orna de tout ce que l'imagination frangaise put\ntrouver et inventer comme ornementation vivante.\n„La draperie populaire laisse ä peine deviner l'osse-\nment religieux\" ecrit Victor Hugo dans „Notre\nDame de Paris\". A cette epoque ajoute-t-il „Pour\nla pensee ecrite en pierre un privilege tout ä fait\ncomparable ä notre liberte actuelle de la presse,\nla liberte de l'architecture.\"\nMais l'invention de l'imprimerie devait revolu-\ntionner et changer integralement les moyens d'ex-\npression.\nJe citeräi encore le passage fameux de Victor\nHugo dans „Notre Dame de Paris\" au chapitre\n„Ceci, tuera Cela\":\n„Au Quinzieme siecle, dit-il, la pensee humaine\ndecouvre un moyen de se perpetuer non seulement\nplus durable et plus resistant que l'architecture\nmais encore plus simple et plus facile; aux lettres\nde pierre d'Orphee vont succeder les lettres de\nplomb de Qutemberg.\nLe livre va tuer l'edifice.\"\nSans vouloir comparer l'evolution actuelle avec\nses inventions scientifiques ä la revolution accom-\nplie ä la fin du moyen äge par l'invention de Gu-\ntemberg dans le domaine des moyens d'expression\nde l'humanite, je tiens ä faire remarquer que les\nrealisations mecaniques modernes tels que la Pho-\ntographie en couleurs, le cinematographe, la pro-\nfusion des romans plus ou moins populaires, la\nvulgarisation des theätres, remplacent efficace-\nment et rendent desormais parfaitement inutile en\nart pictural le developpement du sujet visuel, sen-\ntimental, representatif, et populaire.\nLes moyens mecaniques sont devenus tellement\nsuperieurs que je trouve ridicule de vouloir con-\ntinuer un effort avec des moyens dont l'impuis-\nsance est manifeste.\nJe me demande vraiment ä quoi peuvent pre-\ntendre tous ces tableaux plus ou moins historiques\nou dramatiques des Salons Francais devant le Pre-\nmier ecran de cinematographe venu.\nJamais le Realisme visuel n'a ete rendu aussi\nintensivement.\nL'on pouvait soutenir encore il y a quelques\nannees qu'il leur manquait tout au moins la cou-\nleur; mais la Photographie en couleur est inventee.\nLes tableaux ä sujet n' ont meme plus cette res-\nsource, le cote populaire de leur oeuvre, le seul\nqui leur donna une raison d'etre, disparait, et les\nquelques ouvriers, que l'on pouvait apercevoir\ndans les musee ebahis devant une change de M.\nDetaille ou une vocation historique de M. J. P. Lau-\nrens, on ne les y voit plus, ils sont au cinemato-\ngraphe. —\nLe Bourgeois moyen lui aussi, le petit commer-\ncant qui faisait vivre il y a 50 ans tous ces petits\nmaitres de quartier et de province, se passent\nmaintenant parfaitement de leurs services.\nLa Photographie exige moins de pose que le\nPortrait, rend plus fidelement la ressemblance et\ncoute moins eher. Le peintre ide portraits se meurt,\nles peintres de genre et d'histoire mourreront, non\npas de leur belle mort mais tues par leur epoque.\nCeci aura tue cela.\nLes moyens d'expression s'etaient multiplies\nl'art plastique devrait logiquement se restreindre\nä son but: Le Realisme de Conception (il nait avec\nManet, se develloppe chez les Impressionistes et\nchez Cezanne et arrive aux generalisateurs avec\nles peintres actuels.)\nL'architecture elle-meme depouillee de tous ses\nagrements representatifs parvient apres plusieurs\nsiecles de faux traditionalisme ä un concepti mo-\nderne et utilitaire.\nL'art architectural se renferme dans ses moyens,\nles rapports de lignes et les equilibres de grands\nvolumes la partie decorative est elle-meme plas-\ntique et architectural . .\nChaque art s'isole et se limite dans son do-\nmaine.\nLa special i s a t i o n est chose mo-\nderne — et l'art pictural aussi bien que toutes\nles autres manifestations du genie humain doit en\nsubir la loi, eile est logique, car en imposant ä\nchacun la restriction ä son but propre eile permet\nd'intensifier les realisations. L'art pictural y gagne\nen realisme. —\nLa concept moderne n'est donc pas une ab-\nstraction passagere, bon pour qq. inities seule-\nment, il est l'expression totale d'une generation\nnouvelle dont il subit les necessites et repond ä\ntoutes les aspirations —\n\nDer Tafel\nH. W.\n„Im Neuen Kunstsalon zu Stuttgart. Der neue\nMann heißt Huber, ausgerechnet Hermann Huber.\nDas klingt nicht wie Marat und Robespierre, o\nnein, das klingt eher nach der schönen Stadt\n„Münka\", wo es „Huber\" die schwere Menge gibt,\nwie bei uns Rühle und Stöckle.\" Der neue Mann,\nden ich hierdurch den Lesern dieser Zeitschrift\nvorstelle, heißt Hermann Tafel, ausgerechnet Her-\nmann Tafel. Das klingt nicht wie Friedrich und\nFahrenkrog, bedeutet aber dasselbe, klingt aber\neher nach München als nach Barmen. Der Zweck\ndieser Vorstellung ist, diese drei Deutschen mit\neinander bekannt zu machen. Ein Gott gab mir,\ndaß sie darunter leiden, was sie sagen. Fahren-\nkrog ist Professor, Friedrich Doktor und Tafel\nhölzern. Man muß den Fahrenkrog auf Tafel stel-\nlen und diesen durch Friedrich stützen. Solche\nBrüder verbrüdre ich gern. Tafeis Witze wackeln\nbedenklich. Sein Magen gerät in Unordnung und\nder Leser bricht. Vorausgesetzt, daß Tafel\nLeser hat. Dieser Hermann Tafel lebt in einer\nStadt namens Stuttgart (Deutschland). Sie wurde\nentdeckt durch Herrn Kurt Aram im Jahre 1911.\nAuf seinen Entdeckungsfahrten für den Berliner\nLokalanzeiger fand Herr Aram diese Stadt. Er\nstellte fest daß „die Fäkalien leider dort durch das\nsogenannte pneumatische Abfuhrsystem beseitigt\nwerden.\" (Näheres hierüber findet man in Nummer\n81 dieser Zeitschrift.) Herr Aram sprach die Hoff-\nnung aus, „daß auch in Stuttgart das längst ge-\nbräuchliche Schwemmsystem durchgeführt wer-\nden würde.\" Es scheint nichts daraus geworden\nzu sein. Vom Tafelsystem merkt der Herr Arara\nnichts, der überhaupt kein guter Beobachter ist.\nSonst hätte er auch hier für das Schwemmsystem\nplädieren können, was den Tafelbildern nichts ge-\nschadet hätte. Zum Beispiel: „ . . wie uns auch\nseine sehr leicht und rassig heruntergemalte\nFischerhude-Bäuerin beweist, die nur in der Struk-\ntur des Schädels einige Wünsche offen läßt.\"\nDer Schädel des Herrn Tafel ist hingegen ganz\nplatt und die Struktur läßt keine Wünsche' zu. Herr\nTafel will für Hermann Huber beten. Aber, lieber\nHermann Huber, etwas haben Sie doch erreicht\nmit Ihren Bildern „aus einigen Laugenbretzeln\",\nder Tafel dichtet. Nämlich:\nDer „Salon\" wird schöner mit jedem Tag.\nWas da noch alles werden mag?!\nIch kann nur hinzufügen: Das Blühen will nicht\nenden. Es muß sich alles, alles wenden. Nur nicht\nHerr Tafel. Wenn man so abgetragen ist, nützt\nauch das Umwenden nichts mehr. Genäht wie ge-\nstochen. Dem Schädel ist nicht beizukommen, der\nCezanne für einen „Welthumbug\" hält. Und selber\nin Stuttgart (Deutschland) seinen Humbug drucken\nläßt.\n\nEmpfohlene Bücher\nDie Schriftleitung behält sich Besprechung der hier\ngenannten Bücher vor. Die Aufführung bedeutet bereits\neine Empfehlung. Verleger erhalten hier nicht erwähnt©\nBücher zurück, falls Rückporto beigefügt wurde.\nCairndo\nLes Transplantes / Roman\nParis / Verlag Eugene Fasquelle\nCurt Stoermer\nMetamorphosen / In Gedichten\nHoren-Verlag / Worpswede-Charlottenburg ,\n\nVom Kubismus\nIn diesem Aufsatz (Nummer 170/171) muß es\nheißen:\n1. Spalte unterste Zeile: künstliches\n3. Spalte, 13. Zeile: einen wissenschaftlichen, einen\norphischen usw.\n4. Spalte, 3 Zeile: equation (nicht equitation).\n4. Spalte, 10. Zeile von unten: Kinematographische.\n4. Spalte, 15. Zeile von unten: die Bleilinien.\n5. Spalte, 21. Zeile: bedeuten.\n5. Spalte, 19. Zeile von unten: nach „hier ist\" soll\n„natürlich\" eingeschoben werden."}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "80", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg191308-01.1.8", "texte": "Es werden nur Anzeigen tatsächlichen Inhalts fert-\nlaufend gesetzt aufgenommen. Hervorhebungen fots\nWorten ist nur durch Sperrdruck, von Namen nur dnrctf\nhalbfette Schrift, gestattet. Die dreigespaltene Zeile\n60 Pfennig. Annahme von Anzeigen durch den Verlag,\nden Sturm Berlin W 9\nDie Zurückweisung von Anzeigen behält sich der Vor-\nlag Der Sturm ohne Angabe der Gründe vor\nVerantwortlich für den gesamten Inhalt:\nF. Harnisch / Berlin W 35\nVerlag Der Sturm / Berlin W 9\nDruck Carl Hause / Berlin SO 26\n\nStandige Ausstellungen\nder Zeitsehrift Der Sturm\nBerlin W / Potsdamer StraBe 134 a\nSechzehnte Ausstellung\nGemalde und Zeichnungen des\nFuturisten -\nGino Severini\nGeoffnet taglich von 10—6 Uhr j Sonntags von\n10—2Ufr\nEintritt 1 Mark / Jahreskarte 6 Mark\nAm 20. September 1913 / Eroffnuug\nErster Deutseher\nHerbstsalon\n75 Potsdamer StraBe 75 zu Berlin\nEs beteiligen sich Kiinstler folgender Lander:\nDeutschland / Amerika / Bohmen / Frankreich |\nHolland / Indien / Italien / Oesterreich / Rumanien\n/ RuBland / Schweiz / Spanien\nEintritt 1 Mark / Dauerkarte 2 Mark\n\nVerlag der Sturm\nBerlin W9 Potsdamer StraBe 134 a\nFernruf Amt Liitzow 4443\nZeitschrift der Sturm\nDauerbezug\nGewdfmtlche Ausgabe: Ffir Deutschland\nund Oesterreicb-'Ungarn: Ein Jahr 6\nMark / Ein Halbjahr 3 Mark / Ein Vierteljahr\n1 Mark 50 / Einzelnummer 20 Pfennig / Doppel-\nnttmmer 40 Pfennig X Fflr das Ausland bei\ndlrekterZustellung durch die Pott:\nEin Jahr 9 francs / Ein Halbjahr 4 francs 50 cen-\ntimes I Ein Vierteljahr 3 francs / Einzelnummer\n25 centimes / Doppelnummer 50 centimes.\nProbenummer umsonst\nSonderausgabe: Ungebrochene Exem-\nplar e auf holzfreiein Papier, Ver-\nse ndnng in Roll en direkt durch die\nPost fflr Deutschland and Oester-\nreich-Ungarn : Ein Jahr 12 Mark /\nEin Halbjahr 6 Mark X Fflr das Ausland:\nEin Jahr 18 francs / Ein Halbjahr 9 francs / Von\ndieser Ausgabe werden Vierteljahrsbezflge, Einzel-\nnummern und Probenummern n i c h t abgegeben\nDer Sturm: Erster Jahrgang, Nummer 1—56:\n25 Mark / Zweiter Jahrgang, Nummer 57—104:\n10 Mark / Dritter Jahrgang, Nummer 105—152/153:\n6 Mark / Vom 1. Juli 1913 ab 10 Mark\nDie Zeitschrift Der Sturm ist durch alle Buch- und\nKunsthandlungen, durch die Post, sowie direkt\ndurch den Verlag Der Sturm, Berlin W9, zu be-\nzjehen / Zum Einzelverkauf liegt Der Sturm in alien\nBahnhofshandlungen, Kiosken u. StraBenst&nden auf\nFalls direkte Zustellung durch den Verlag\nDer Sturm unter Streifband oder in Rolle ge-\nwunscht wird, bitten wir den B e t r a g fflr den\nDauerbezug bei der Bestellung oder bei\nBeg inn d,es neuen Vierteljahres bis\nzumfilnftendes ersten Monats einzu-\ns e n d e n / Andernfalls nehmen wir an, daB E i n -\nzieh ung des Betrages durch Nachnahme\nimter Berechnung des Nachnahmeportos ge-\nwiinscht wird\nGeneralvertretung des Verlags Eug&ne FigulSre /\nParis\n\nSonderdrucke\nFranz Marc: Originalholzschnitte / je 10 nume-\nrierte und signierte Handabziige: Versohnung/\n/Tierlegende/Pferde/Tiger/Pferde\nHochformat / Die Hirtin / Der Stier /\nSchlafende Hirtin / Wildpferde /\nRuhende Pferde (handaquarelliert) / Das\nExemplar 40 Mark.\nMax Pechstein: Die Erlegung des Fest-\nbratens / Originalholzschnitt / Auf Nuinmer 94\nder Zeitschrift Der\"Sturm sind einhundert\nExemplare vom Kiinstler mit der Hand aquarel-\nliert, signiert und numeriert / Das Exemplar\n5 Mark •\nW. Kandinsky: Handdrucke / Das Exemplar 30 M.\nWilhelm Morgner: Acker mit Weib / Tierdres-\nseur I Holzarbeiterfamilie / Fressende Holzar-\nbeiter / Je zehn oder sieben nummerierte und\nsignierte Handdrucke / Das Exemplar 15 Mark\nG. Miinter: Neujahrswunsch I Fiinf signierte und\nnumerierte Exemplare / Das Exemplar 20 Mark\nWalter Helbig: Landschaft / Originalholzschnitt /\nFiinf numerierte und signierte Handdrucke / Das\nExemplar 25 Mark\nSchmidt-Rotluff: Mann und Weib / Sonnige StraBe\n./ Zwolf handgedruckte, numerierte und signierte\nHolzschnitte / Das Exemplar 30 Mark\nArthur Segal: Vom Strande I / Vom Strande III /\nje funfzehn signierte und numerierte Holzschnitte /\nDas Exemplar 20 Mark\nH. Campendonk: Originalholzschnitte [Nummer 131,\n134/135, 140/141] zwolf signierte und numerierte\nExemplare / Das Exemplar 25 Mark\nOskar Kokoschka: Plakat fur die Zeitschrift\nDer Sturm / OriginaMithographie / Das Exem-\nplar 3 Mark\nOskar Kokoschka: Nijinsky / Portrat Licht-\ndruck, groBes Format / 10 Mark\nR. Delaunay: Album / Elf Phototypien von\nGemalden (ein Farbenlichtbild) mit einem Qedicht\nvon Guillaume Apollinaire / Das Exemplar 10 Mark\nMusik\nHerwarth Walden: Dafnislieder / Zu Ge-\ndichten von ArnoHolz / Ffir Gesang und Kla-\nvier I 3 Mark / 50 Seiten\nKunstlerpostkarten\nFuturisten: Umberto Boccioni: Das\nLachen / Luigi Russolo: Erinnerung einer\nNacht I Zug in voller Fahrt / Gino Seve-\nring Die Modistin / Ruhelose TSnzerin / Pan-\nPan Tanz I Umber to Boccioni: Abschied /\nDas Exemplar 20 Pfennig\nFranz Marc: Affenfries / 20 Pfennig\nRobert Delaunay: La Tour / 20 Pfennig\nMappen\nOskar Kokoschka: Zwanzig Blatt Zeichnungen /\nStrichatzung / Auf Kaiserlich Japan-Papier in\nLuxus-Mappe 25 Mark / Auf Costa-Karton in ein-\nfacherer Mappe 12 Mark\n\nZeitsehriften\nWiecker Bote / Herausgeber: Oskar Kanehl /\nWieck-Eldena in Pommern\nL'Effort Libre / friiher L'Effort / Monatsschrift I\nHerausgeber: Jean Richard Bloch / Poitiers\n[Vienne]\nL'lndgpendance } Hafbmonatsschrift / Kfinste /\nKultur I Philosophie / Politik / Jahresbezug\n15 Francs / Paris 31 rue Jacob\nLa Renaissance Contemporaine / Halbmonatsschrift\nParis / 41 Rue Monge\nLa Nouvelle Revue Francaise / Monatsschrift /\nParis Vie 35/37 Rue Madame / Nummer 1 Francs\n50 centimes\n\nMontjoie / Halbmonatsschrift / Paris / Chauss^H\nd'Antin 38\nHaro I Monatsschrift / Brussel\nLes Cahiers du Centre / Moulins [Allicr]\nLes Soir6es de Paris / Recueil Mensuel / Pmrif\n9 rue Jacob\nUmelecky Mesicnik / Monatsschrift fur nene und\nalte Kunst / Heft 6—8 bringt: Bilder: Picasso (9) /\nBraque (3) / Cezanne (3) / Soffici (1) / Sculpturen:'\nPicasso (2) I Negersche (10) / Architekturi Gocar\n(6) I Jahrlich M 12.50 / Administration Prag I /\nVeleslavinova 5\n\nAnzeigen\n\nAkademie fur moderne Skulptur in Paris / 18 Iin-\npasse du Maine Montparnasse / Korrektur: A. Ar-\nchipenko / Arbeiten in Stein / Studien\nder Stilarten / MaBige Preise\nPoetry and Drama / Dichtung und Drama f Be-\ngriindet Januar 1912 / Eine Dreimonatsschrift, ge«\nwidmet der Dichtung und dem Drama der Gegen-\nwart in alien Landern / Probeheft gegen Eimsen-\ndung von 2 Mark 50 Pfennig / Jahresbezug\ntO Mark 50 Pfennig / Verlag The Poetry\nBookshop I London WC / 35 Devonshire\nStreet / Theobalds Road\nReuB und Pollack / Buchhandlung und Antiqua-\nriat I PotsdamerstraBe 118 c. Fernsprecher Amt\nLiitzow 2829 / Graphisches Kabinett der Neuen\nSezession / Vorlesungen liber moderne und buch-\ngewerbliche Themen / Eintritt frei / Anmeldungen\nerbeten / Standige Ausstellung von Luxusausgaben\nin auslandischer Literatur\nSaturn-Verlag Hermann Meister In Heidelberg:\nDemnachst erscheint: Paul Hatvani: Salto\nMortale / Aphorismen, Essais, Skizzen / Eiafache\nAusgabe, geb'unden M. 2.50\nNeue Sezession / Berlin / Eingetragener Verdn\nPassive Mitglieder der Neuen Sezession\nerhalten iahrlich 1 / mehrere graphische Arbeiten\n2 I die Zeitschrift Der Sturm frei zugestejlt 3 /\nfreien Eintritt zu den Veranstaltungen der Neuen\nSezession. Mitgliedsbeitrag halbjahrlich 15 Mark.\nGeschaftsstelle der Neuen Sezession: Steg-\nlitz, MjquelstraBe 7 a. Fernruf Amt Steglitz 2699\nEdmund Meyer / Buchhandler und Antiquar / Ber-\nlin W 35, Potsdamer StraBe 27 b / Fernruf Amt\nLiitzow 5850 / Spezialgeschaft fiir bibliophile Lite-\nratur aller Zeit / Wertvolle und seltene Bucher\nJeder Art vom XVI.—XX. Jahrhundert / Alte und\nneue Kunstblatter / Standige Ausstellung biblio-\nphiler Publikationen\nThe Lantern: Eine Monatschrift beiseite geschobe-\nner Wahrheit und zuriickgewiesener Dichtung /\nQeputzt und entziindet, so oft der Mond dunkel\nist I Die amerikanische Zeitschrift des Protestes /\nOrgan der Gesellschaft Junger des Diogenes /\nDrama, Dichtung, Kritik, Malerei / Probenummern\n50 Pfennig / Mortimer Building, Chicago, USA.\nVerein fiir Kunst/Leitung HerwarthWalden\nI Zehntes Jahr / Man verlange kostenlose\nMitteilungen iiber die Neuorganisation durch den\nVerlag Der Sturm / Berlin W 9"}]}