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Immer das Kind. Stopf ihm ein Tuch in\nden Mund\nFrau:\nMein süßes Kind\nMann:\nAus dem Hause mit ihm ,\nFrau:\nWas haben wir Dir getan\nMann:\nDu bleibst. Ich reiße Dir die Glieder aus, wenn Du Dich\nbewegst\nFrau:\nTöte mich, daß ich Ruhe finde\nMann :\nMein Kopf rollt auf den Boden. Auf dem Hals duckt sich\nder Wolf mit lechzenden Augen. Fürchtest Du Dich. Fürchte\nDich Du.\nFrau:\nDu bist sinnlos\nMann:\nMeine Sinne hocken sprungbereit. Sie stürzen auf die\nHügel Deines Leibes\nFrau:\nMutter will uns pflegen\nMann:\nAlle seid Ihr Mütter. Uns wollt Ihr zu Tode pflegen\nFrau:\nIch bin müde\nMann: ;\nDu langweilst Dich. Langeweile ist gesund.\nFrau:\nKönnen wir nun vernünftig reden\nMann:\nGeh\nFrau:\nDeine Liebe ist furchtbar\nMann:\nVergeudet an eine Furchtlose\nFrau:\nLiebe ist furchtlos\nMann:\nVergeudet an eine Ehrfurchtlose\nFrau:\nforderst Du Ehrfurcht vor Dir\nMann:\nEhrfurcht vor der Liebe, Du Mutter\nFrau:\nEs ist Dein Kind\nMann: i\nGeh zu Deinem Kinde\nFrau: , < . . :\n' .\nMagst Du mich nicht mehr\nMann:\nLaß mich\nFrau:\nDu darfst nicht unvernünftig sein\nMann:\nLaß die Kindereien\nFrau:\nWarum schreist Du mich an\nMann:\nStopf mir doch ein Tuch in den Mund\nFrau:\nDu mußt Dich ausruhen\nMann:\nTöte mich\nFrau:\nIch verstehe Dich nicht\nMann:\nDu bist doch vernünftig\nFrau:\nDas Kind schreit\nMann:/\nStört es Dich\nFrau:\nOb das Mädchen es mißhandelt\nMann:\nDas tun Mütter\nFrau:\nDu bist ungerecht\nMann:\nEndlich ein vernünftiges Wort\nFrau :\nKann ich etwas Geld bekommen\nMann:\nNimm Dir was Du willst\nFrau :\nWarum wirfst Du es mir vor die Füße\nMann:\nDu kannst es ja liegen lassen\nFrau:\nJetzt habe ich Dich erkannt\nMann:\nHast Du\nFrau:\nDu bist der rohste Mensch\nMann:\nBitte, ich muß arbeiten\nFrau:\nJetzt bin ich frei von Dir\nMann:\nWo gehst Du hin\nFrau:\nJetzt bist Du frei\nMann:\nKüsse mich\nFrau :\nDu hast den Verstand verloren\nMann:\nKüsse mich\nFrau:\nWie Du mich quälst\nMann:\nI\nDeine Lippen sind feucht wie am jüngsten Tag meiner\nLiebe\nFrau:\nSie ist sechs Jahre alt\ni\nMann:\nSechs Jahre jung\nFrau :\nIch bin müde\n\nEifersucht\nTragödie\nHerwarth Walden"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "103", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.3", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2551, "texte": "Man n;\nEin schöner Morgen\nFrau:\n- ■. t. ! :\nWallst Du mit uns ausgehen\nMann;\nDu hast keine Zeit\nFrau:\nIch kann doch das Kind nicht ins Wasser werfen\nMann:\nAber ich\nFrau:\nWo willst Du hin\nMann:\nMich ausruhen\nFrau:\n/;\nKommst Du bald wieder\nMann:\nAm jüngsten Tag\nFrau:\nSo leidest Du unter meiner Liebe\nMann:\nIch nehme das Kind mit\nFrau:\nDu willst ihm etwas antun\nMann:\nDu bist furchtbar\nKind:\nMutter\nFrau:\nWas ist Dir Liebling\nMann:\nWillst Du mit mir spazieren gehen\nKind:\nWir wollen aber den ganzen Tag fortbleiben, Mutter lassen\nwir zu Hause\nFrau:\nDas ist sehr unartig Liebling. 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Man kommt\nDer alte Freund:\nImmer kommt ein Mann zu Dir\nDie Freundin:\nStöre ich. lag alter Freund. Sie hier,\nFrau:\nEr ist Deine erste Liebe, Therese\nDer alte Freund:\nSie haben Humor gnädige Frau. Wie lange wir uns nicht'\ngesehen haben gnädiges Fräulein\nDie Freundin;\nDein Mann spielt sehr nett mit dem Kinde, Früher konnte\ner doch Kinder nicht leiden\nFrau:\nDie neue Frisur steht Dir gut>\nDie Freundin:\nDu siehst etwas blaß aus\nDer alte Freund:\nEine schöne Frau soll sich nicht binden\nFrau:\n* «\nIch fühle mich durchaus ungebunden\nDie Freundin:\nAllein morgens aufwachen. 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Kennen Sie meine\nFreundin Therese\nDer Freund:\nIch hätte nie geglaubt Sie hier zu treffen\nFrau:\nKommt mein Mann bald nach Hause\nDer Freund:\nVielleicht holen wir ihn\nDer alte Freund:\nWenn uns die Damen entschuldigen\nFrau:\nWir trinken eine Tasse Tee\nDie Freundin:\nKennst Du ihn schon\nFrau:\nEr ist mir langweilig\nDie Freundin:\nWas macht Dein Mann\nFrau:\nEr liebt mich und ist langweilig\nDie Freundin:\nEin geistreicher Kopf\nFrau:\nBitte v ••\nDie Freundin: v.\nWas heißt das\nFrau:\nDu bist immer die Zweite\nDie Freundin:\nDu bist schamlos\nFrau:\nVerheirate Dich wenigstens\nDie Freundin:\nIch habe kein Verhältnis zu solchen Dingen\nFrau:\nEin besseres Verhältnis\nDie Freundin:\n, Ich betrüge keinen Mann\nFrau:\nIch auch nicht\nDie Freundin;\nNur Deinen\nFrau:\nMein Mann kennt mich\nDie Freundin:\nNie kennen Männer Frauen\nFrau:\nWie falsch Du bist\nDie Freundin:\nWir sind stets gute Freundinnen gewesen\nFrau:\nWas willst Du \"\nDie Freundin:\nDeinen Mann\nFrau: *\nMit so einer gibt er sich nicht ab\nDie Freundin:\nDu hörst, daß ich nicht falsch bin\nFrau: *•\nDu bist doch die Zweite\nDie Freundin:\nNur wer mich geliebt hat, kennt die Liebe\nFrau:\nDeine Freunde\nDie Freundin:\nSie sind alle von Dir zu mir gekommen\nFrau:\nZur Zweiten\nDie Freundin:\nDie erste hat ihnen nicht genügt\nFrau:\nIch liebe wann ich will\nDie Freundin:\nNie ist Dir ein Mann treu gewesen\nFrau:\nBei Dir lernen sie die Treue > *\nV ~\nDie Freundin:\nZu sich selbst\nFrau:\nWenn ich will, jeden Mann halle ich\nDie Freundin:\nDurch Versagen. Aber im Geben wird Dir jeder untreu\nFr a u :\nNie wirst Du meinen Mann gewinnen\nMann:\nDas macht warm\nFrau:\nWo ist Therese\nMann;\nSie spielt allein. 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Mich in solche Angst zu versetzen\nDie Freundin:\nDu bist doch nicht böse, daß mir Dein Gatte diese Rosen ge\nschenkt hat\nFrau:\nDas Kind stand bis zu den Knien im Wasser\nDie Freundin:\nAuf Wiedersehn. Und vielen Dank für die Rosen\nMann:\nKomm auf meinen Schoß\nFrau:\nLaß mich . *\nMann:\nDu bist halt\nFrau:\nDu kannst Dich ja an Deiner neuen Freundin schadlos\nhalten\nMann:\nDeine Lippen sind feucht\nFrau:\nHast Du Deine Freundin nicht getroffen\nMann:\nWarum zerreißt Du mich\nFrau:\nDu willst mich binden T .\n* *\nMann:\nMein Blut lebt in Dir\nFrau:\nIch bin kein Gefäß. Ich bin ein Mensch. Wie Du\nMann :\nGeheiligt ist der Name\nFrau:\n* ~\nWas sagst Du\nMann:\nIn meinem Glauben ~ . .\nFrau: .\nBist Du toll\nMann: *\nAmen\nFrau:\nDas Kind schreit\nMann:\nMan kommt\nFrau: ,\nDeine Freunde kommen\nMann:\nMeine Freunde\nEnde"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1918-11-15-01-c004", "article_bluemountain": "bmtnabg_1918-11-15_01#c004", "volume": "bmtnabg_1918-11-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "105", "page_fin": "105", "image_debut": 5, "image_fin": 5, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.2.3.1", "titre_corps": "Maria Uhden Holzschnitt / Vom Stock gedruckt", "titre_sommaire": "Maria Uhden Holzschnitt / Vom Stock gedruckt", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 5, "page_imprimee": "105", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 44, "texte": "Maria Uhden Holzschnitt / Vom Stock gedruckt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1918-11-15-01-c005", "article_bluemountain": "bmtnabg_1918-11-15_01#c005", "volume": "bmtnabg_1918-11-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "107", "page_fin": "110", "image_debut": 7, "image_fin": 10, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.2.4", "titre_corps": "Du Mich Ich Dich Wir All", "titre_sommaire": "Du Mich Ich Dich Wir All", "signature_source": "Kurt Liebmann", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 7, "page_imprimee": "107", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.7", "debut_caractere": 2255, "fin_caractere_exclue": 2494, "texte": "Du — All — Blutfall\nBlasenspitzig\nwellengratzt\nzerkratzt krall\nStirndiadem kristallzack\nBauchrosaweiß\nzerschmeichelt\ntückeschlitzig\nkrampfes Würg — Will\nHaarspinnen netzen mich\nblutrüsseln umklammert\n\nDu Mich Ich Dich Wir All\nKurt Liebmann"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "108", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.8", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2073, "texte": "grünschwirre Zungenkäfer\nsaugen schlaff — flehe Augenbluten\nschnappend schwüllechzen Schenkeltulpen\nzischen Wimmerkehle schlingende Armschlangen\nschmatzes Fleisch\numblütenblättert\nAmpelblust\nDu mich\nDu mich\numteufelt\nHölle fratzt\nund\nritze Zitzen\nspitzen\nzackstorren Stirnberg\nHaarhimmel sprühspritzen ,\nzisch\njachflitze Blitze\nKüsse umgelben mich\nwespengeringelt zerstechen\nLachen würmert\nquirlt zersurrt\nAn den Wänden glasen Leiber\nGieren schleimt\nund\nbärt Entsetzen\nWeiber reiten struppe Widder\nsplittern Fenster\nBeerenbrüste süßen lallen Mannmund\nPeitschen hetz zernadeln Winde\nQuietschen spitz\nmiauen Katzen\nHexen lechzen\nKrächzen Wiehern\ntänzeln Hengste\nSchreie türmen\nsindeweiß\nDu mich\nDu mich\nDu weibst\nDu bauchst\nDu kehlst\nschrilllachst\nzerpochst\nzerkochst\nmich mich\nWeib Mann\nWeib Mann\ni\nQualgrünt mein Kopf\nsternt\neise Tiefen\nflamm\nund kreist\nund kreist\nzerdreht sich blinkernd\nKarussel juch\nprallt das Hirn umtulpte Lichter\nGedärme bunten flattre Fahnen\nund\nGondeln schwimmen hohle Bäuche\ndas Lachen wühlt\nimd\nkullert Kugeln\ndas Heulen kreist den Kopf\nund\ngrunze Schweine hetzen freche Hüften\nWirr\nTöne blond\ncnthüpfen\nquarren Leiern\nschlingen Walzer .\nwellen zucken\nKreise Kreise\nLeiber brodeln Dampf\nnnd\ndünsten Gieren\nschwappen\nklappen Zähne\nQualm wimmert Kopf\nund\nFluche knurren\nBrüstemond zerlichtet Hirn\nWeib Mann\nWeib Mann\nDu mich\nIch dich\nDie Stirn zermannt\nzerfeist\nund\njucher Kreis\nsprüht glüh\nSchrei! Schrei! \"v\ni ,\nentblinkernd\nstier\nzerknattert\nnächte Schründe\nGierauf\nposaunt\nfruchtplatzend\ntausendbrüstig\ntürkisch\nweltzeraschend\ndas Geschlecht\nBeinsäulen fleischstarr\nzerquadern\nkrisch kahlendes Zimmer\nraketen\nzerstechen\nweichträchtige Himmel\nSternköpfe bärend\nFlammen heißen splittre Wjelten\nStrahlen lichten Gott\nund *\nIch\ngraniten\ntrümmre Raum\nund\nAnfang Ende\nAll und All\nHirn erzt dich ein\nMann Mann\nDu\nspritzt zergierte Scham\nentgurgurst Tanz\nlachst Teufel\ngehrst\nund\nwehrst\nIch erze Dich\nMann Weib\nMann Weib\nIch hirne dich\nDich Dich\nFellflimmernd\nhaßgesträubt\nentgrünt\ndas Getier\nschrumpfem Bauch\nund\nletzes Fleisch verqualmt\nerlöst erlöst"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "110", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 451, "texte": "und\nSonnen\nranken mich empor\nich säule säule\nErden stäuben\nglatzen Sterne\nQual zerhaucht\nverrieselt Grauen\nStrahlen\ngotten\ndas Geschlecht\nIch säule säule\nDu\nentfleischt\nentgiert\närmst Kreuz empor\nGeburt Geburt\nWir sonnen\nglutzerfressend\nineinander\numbeinen uns\numbauchen uns\nund armen ein uns\ntief\nins\nDu\nentmannt\nentweibt\nund\nschründe Augen golden Sonnen\nschimmern Welten\nsilbern Sterne\niranen Iranen\nUebererde\newig\nkreisend — groß\nzweieins\nWir —All,"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1918-11-15-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabg_1918-11-15_01#c006", "volume": "bmtnabg_1918-11-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "109", "page_fin": "109", "image_debut": 9, "image_fin": 9, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.2.4.1", "titre_corps": "Maria Uhden Holzschnitt / Vom Stock gedruckt", "titre_sommaire": "Maria Uhden Holzschnitt / Vom Stock gedruckt", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 9, "page_imprimee": "109", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.9", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 44, "texte": "Maria Uhden Holzschnitt / Vom Stock gedruckt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1918-11-15-01-c007", "article_bluemountain": "bmtnabg_1918-11-15_01#c007", "volume": "bmtnabg_1918-11-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "110", "page_fin": "110", "image_debut": 10, "image_fin": 10, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.2.5", "titre_corps": "Beschreibung meiner Braut", "titre_sommaire": "Beschreibung meiner Braut", "signature_source": "Mynona", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 10, "page_imprimee": "110", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.10", "debut_caractere": 453, "fin_caractere_exclue": 6156, "texte": "Beschreibung meiner Braut\nMynona\nWelches Dasein! Ich kleidete mich in Sonnen, gürtete mir\ndie Milchstraße um! Welche Kraft! Ich bin ein elektrisches\nFluidum, durchsternt ätherisch, Frucht, Frucht auf allen meinen\nHimmelsbahnen, Schwingung, Sehnen, Erfüllen. Ich riesele von\nLicht, ich bin überall, immer, Alles in Allem , . , , Eines Nachts\ngegen eins — ich schlief im Umfange eines Planetensystems, höre\nich in einem meiner Myriaden Ohren (meine Lokalisations-Re-\nflexe funktionieren exzellent) mich flehentlich genannt werden,\nin einem hinsterbenden Seufzer, den ich aber doch für eine\nFrechheit hielt: „Mein Seelen-Bräutigam!\" Wie wurde mir so\nübel! War ich, aus Versehen, in irgend einer meiner parties\nhonteuses verlobt?? trotz dem scharfen Sicherheitsdienst meiner\nkosmisch tränierten Organe? — Ifnd nochmals ertönte* hin-\nsterbender noch, jener impertinente Anruf: „Mein Seelenbräuti-\ngam\", Da riß mir die Geduld. Ich orientierte mich dyna-\nmisch — und siehe da, auf irgend einer Winkelplane ten-Ober-\nfläche stand eine in Abteilungen dividierte Kiste, „Haus\" ge-\nnannt. In einer der Zellen dieses Hauses lag, auf einer dürren\nPritsche, ein kleiner Gegenstand von länglicher Form, wenig\nmehr als ein Meter lang, aber nur etwa ein Drittelmeter breit\nund noch weniger dick. An dem einen Ende seiner Länge saß\netwas Kugelähnliches, fast ganz mit einer strahlenartigen, faden-\nförmigen, blonden Masse bedeckt. Der Teil der Kugel, welcher\nfrei von dieser Masse war, enthielt eine Art Loch von rötlicher\nFärbung. Inwendig in diesem Schlünde saß ein kleiner roter\nKörper, der sich gegen kleine elfenbeingelbe Stückchen bewegte\nund dabei die Töne hervorbrachte, welche mich in memer-\nHimmelstrunkenheit so sehr gestört hatten; „Mein Seelen-\nbräutigam!1' erklang es wieder. Dabei zuckte der ganze läng-\nliche Apparat in der wunderlichsten Weise, Ja, seine Länge\nrichtete sich halb aufwärts im rechten Winkel zum unteren, und\nich bemerkte jetzt erst, daß die untere Länge in zwei zylinder-\nartige Formen gespaltet war, und daß an der oberen Länge\nähnliche, nur kleinere dünnere, Längskörper zum Vorschein\nkamen und seltsam ausgespannt wurden. — Dieses sonderbare\nDing, obgleich es mich ja garnicht wahrnehmen konnte, nannte\nmich also Bräutigam, Nicht genug aber damit! lieber dem\nkleinen Schlünde saß ein bleicher Gipfel, Giebel oder Vor-\nsprung, und über diesem rechts und links zwei kleine glatte,\nbläuliche, eigentümlich rollende Kugeloberflächenteile, Die\nTöne, mit denen es mich Bräutigam nannte, gingen in eine ganz\nandere, widerwärtig quetschige Lage über und zugleich sickerte\naus dem Giebel, sowie aus der Umgebung jener bläulichen\nGloben eine tropfenartige helle Flüssigkeit. Der eine obere\nLängskörper drückte eine weiße, lappenartige Substanz da-\ngegen und auf den Schlund, so daß nun die Töne ganz dumpf\nhervordrangen. Damit aber noch nicht genug, — das ganze\ncorpus streckte sich senkrecht in die Höhe, bewegte sich auf den\nunteren getrennten Längskörpern von der Pritsche und fiel dann\nmit einem ziemlich lauten Geräusche um, etwa ein dutzend Mal\n„Seelenbräutigam*4 ausstoßend. Dabei nahm ich die mir bis\ndahin verborgene Seite des Blockes war, nähmlich diejenige,\nworauf er gelegen hatte; sie unterschied sich, wie es schien,\nwenig von 4er entgegengesetzten. Es fiel mir nur auf, daß zwei\nbuckelartige Erhöhungen auf der einen Seite oben, auf der ent-\ngegengesetzten dagegen unten angebracht waren. Die Seiten-\nflächen, einander ähnlich, waren viel schmäler. Ich behorchte\nund auskultierte nun diesen Körper und fand ihn von einem\nkurztaktigen Rhythmus erschüttert. Wie aber käme, eine Uhr\ndazu, statt die Stunde zu schlagen, mich Bräutigam zu rufen?!\nEchtes, eigentliches Leben, das wußte ich, hatte Niemand als\nich allein. Es war offenbar einer meiner magischen Reflexe und\nEchos, wodurch ich hier gleichsam Schabernack mit mir seiber\ntrieb. Diese Art treffe ich mitunter auf Planetenoberflächen;\nfühle mich unangenehm, ungezieferhaft davon berührt. Eine\nSekunde später erblickte ich aber einen sehr ähnlichen Körper,\ndicht vor der „Hauskiste\", Dieser Körper unterschied sich von\ndem anderen besonders dadurch, daß er auch über und unter\nder schlundartigen Oeffnung und zu deren Seiten mit jenen\nfaden- oder strahlenförmigen Massen bewachsen war Diesem\nKörper spürte ich einen magnetischen Zug zu jenem ersten\nsehr deutlich an. Es war mir ein erwünschter Wink, dem Spuk\nein Ende zu bereiten. Ich lenkte mit meiner gesammeltes\ninneren Kraft jenen „Seelenbräutigam\" tönenden Körper zum\nSturz aus der Hauskiste, um ihn mit jenem magnetischen Kör-\nper zu vereinigen. Tatsächlich fiel der Körper sehr geschickt\nmitten auf den anderen hinab. Beide Körper gerieten dabei aus\nder senkrechten mehr in die horizontale Lage, worin sie nur\nnoch ein einziger zu sein und innigst an einander zu haften\nschienen. Die verdammten Seelenbräutigams-Geräusche hörten\nsofort auf, wurden aber durch mir viel sympatischere, mehr\nschmatzige und zietschende ersetzt. Ich will mir dieses Mittel\nmerken, falls noch einmal sich ein länglicher Körper für meine,\nder Seele, Braut halten sollte, Ueberhaupt Körper! Sie stören\nmich sonst nicht, aber wenn sie nicht ehrlich Körper, sondern\nlebendig, wohl gar liebevoll tun wollen, sind sie mir, ich kann\nes nicht zu Ende sagen, wie schauerlich, ekelhaft, tödlich zu-\nwider. Glücklicher Weise vermag ich sie, wie im besagten\nFalle, durchaus wieder zu mechanisieren. Denn ich bin das\nelektrische Fluidum, durchsternt ätherisch, Frucht, Frucht auf\nallen meinen Himmelsbahnen, Ich riesele von Licht. Ich allein,\nich allein bin die Seele, und die Körper tönen mich nur wieder\nund sind auch dann nur Körper, wenn aus ihrem lächerlichen\nSchlünde Seelenlaute zu dringen scheinen."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1918-11-15-01-c008", "article_bluemountain": "bmtnabg_1918-11-15_01#c008", "volume": "bmtnabg_1918-11-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "111", "page_fin": "111", "image_debut": 11, "image_fin": 11, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.2.6", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 11, "page_imprimee": "111", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.11", "debut_caractere": 164, "fin_caractere_exclue": 676, "texte": "V erlag Der Sturm\nBerlin W 9 Polsdamer StraBe 134 a\n■Fcrnriif Amt Lutzow 4443\nMonatsschrift Der Sturm\nErschemt am fiinfzehnten jedes Monais\nDauerbezug\nGewohnliche Ausgabe: Fiir Dcutsch-\n1 and: Ein Jahr 9 Mk / Ein Halbjahr 5 Mk /\nEinzelheft 1 Mark / Fiir das Ausland;\nEin Jakr 12 Mark / Ein Halbjahr 7 Mark I\nEinzelheft 1 Mark 50 Pfennig\nSender - Ausgabe: Ungebrochene\nExemplare, Versendung in R o 1-\n1 en d i r e k t d u r c h die Po s t / F li r\nDeutschland: Ein Jahr 15 Mark /\nFiirdas Ausland: Ein Jahr 20 Mark"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1918-11-15-01-c009", "article_bluemountain": "bmtnabg_1918-11-15_01#c009", "volume": "bmtnabg_1918-11-15_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "111", "page_fin": "111", "image_debut": 11, "image_fin": 11, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.2.7", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 11, "page_imprimee": "111", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.11", "debut_caractere": 678, "fin_caractere_exclue": 1089, "texte": "VoHslandige Ausgabe\nP r e i s e der friiheren Jahrgange\nGewohnliche Sonder-\nAusgabe; ausgabe:\n1910/11\n1911/12\n1. 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Die Originate siud ver-\nkauflich.\nAusiiihrliche Vcrzeichnisse des Verlag&\nDer Sturm kostenlos"}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "101", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.1", "texte": "LCR STURM\nMONATSSCHRIFT FÜR KULTUR UND DIE KÜNSTE\nRedaktion und Verlag\nBerlin W 9 Potsdamer Straße 134 a\nHerausgeber und Schriftleiter\nHERWARTH WALDEN\nKunstausstellung\nBerlin / Potsdamer Straße 134 a\nNEUNTER JAHRGANG\nBERLIN NOVEMBER 1918\nACHTES HEFT\n\nInhalt:\nHerwarth Waiden: Eifersucht / Kurt Liebmann: Du Mich Ich Dich Wir AU / Mynona: Beschreibung meiner Braut / Arnold\nTOpp: Holzschnitt / Maria Uhden: Zwei Holzschnitte / Aus dem Nachiass / Sämtliche Schnitte vom Stock gedruckt\n\nArnold Topp Holzschnitt / Vom Stock gedruckt"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "102", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.2", "texte": "Mann\nFrau\nKind ' Y\nDer Freund\nDer alte Freund\nDie Freundin\nAm Nachmittag des Lebens\nFrau:\nLaß mich\nM ann:\nWölfe schwimmen in meinem Blut mit blassen Zungen\nFrau:\nDas Kind schreit\nMann:\nImmer das Kind. Immer das Kind. Stopf ihm ein Tuch in\nden Mund\nFrau:\nMein süßes Kind\nMann:\nAus dem Hause mit ihm ,\nFrau:\nWas haben wir Dir getan\nMann:\nDu bleibst. Ich reiße Dir die Glieder aus, wenn Du Dich\nbewegst\nFrau:\nTöte mich, daß ich Ruhe finde\nMann :\nMein Kopf rollt auf den Boden. Auf dem Hals duckt sich\nder Wolf mit lechzenden Augen. Fürchtest Du Dich. Fürchte\nDich Du.\nFrau:\nDu bist sinnlos\nMann:\nMeine Sinne hocken sprungbereit. Sie stürzen auf die\nHügel Deines Leibes\nFrau:\nMutter will uns pflegen\nMann:\nAlle seid Ihr Mütter. Uns wollt Ihr zu Tode pflegen\nFrau:\nIch bin müde\nMann: ;\nDu langweilst Dich. Langeweile ist gesund.\nFrau:\nKönnen wir nun vernünftig reden\nMann:\nGeh\nFrau:\nDeine Liebe ist furchtbar\nMann:\nVergeudet an eine Furchtlose\nFrau:\nLiebe ist furchtlos\nMann:\nVergeudet an eine Ehrfurchtlose\nFrau:\nforderst Du Ehrfurcht vor Dir\nMann:\nEhrfurcht vor der Liebe, Du Mutter\nFrau:\nEs ist Dein Kind\nMann: i\nGeh zu Deinem Kinde\nFrau: , < . . :\n' .\nMagst Du mich nicht mehr\nMann:\nLaß mich\nFrau:\nDu darfst nicht unvernünftig sein\nMann:\nLaß die Kindereien\nFrau:\nWarum schreist Du mich an\nMann:\nStopf mir doch ein Tuch in den Mund\nFrau:\nDu mußt Dich ausruhen\nMann:\nTöte mich\nFrau:\nIch verstehe Dich nicht\nMann:\nDu bist doch vernünftig\nFrau:\nDas Kind schreit\nMann:/\nStört es Dich\nFrau:\nOb das Mädchen es mißhandelt\nMann:\nDas tun Mütter\nFrau:\nDu bist ungerecht\nMann:\nEndlich ein vernünftiges Wort\nFrau :\nKann ich etwas Geld bekommen\nMann:\nNimm Dir was Du willst\nFrau :\nWarum wirfst Du es mir vor die Füße\nMann:\nDu kannst es ja liegen lassen\nFrau:\nJetzt habe ich Dich erkannt\nMann:\nHast Du\nFrau:\nDu bist der rohste Mensch\nMann:\nBitte, ich muß arbeiten\nFrau:\nJetzt bin ich frei von Dir\nMann:\nWo gehst Du hin\nFrau:\nJetzt bist Du frei\nMann:\nKüsse mich\nFrau :\nDu hast den Verstand verloren\nMann:\nKüsse mich\nFrau:\nWie Du mich quälst\nMann:\nI\nDeine Lippen sind feucht wie am jüngsten Tag meiner\nLiebe\nFrau:\nSie ist sechs Jahre alt\ni\nMann:\nSechs Jahre jung\nFrau :\nIch bin müde\n\nEifersucht\nTragödie\nHerwarth Walden"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "103", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.3", "texte": "Man n;\nEin schöner Morgen\nFrau:\n- ■. t. ! :\nWallst Du mit uns ausgehen\nMann;\nDu hast keine Zeit\nFrau:\nIch kann doch das Kind nicht ins Wasser werfen\nMann:\nAber ich\nFrau:\nWo willst Du hin\nMann:\nMich ausruhen\nFrau:\n/;\nKommst Du bald wieder\nMann:\nAm jüngsten Tag\nFrau:\nSo leidest Du unter meiner Liebe\nMann:\nIch nehme das Kind mit\nFrau:\nDu willst ihm etwas antun\nMann:\nDu bist furchtbar\nKind:\nMutter\nFrau:\nWas ist Dir Liebling\nMann:\nWillst Du mit mir spazieren gehen\nKind:\nWir wollen aber den ganzen Tag fortbleiben, Mutter lassen\nwir zu Hause\nFrau:\nDas ist sehr unartig Liebling. Wo ich so für Dich sorge\nKind:\nIch habe schon meine Milch getrunken. Hol mir den Hut\nMutti und dann gehe ich ganz allein mit Vater\nMann:\nGanz allein geht sie mit mir\nKind:\nKomm Vater. Wir gehen zum Teich. Du kannst doch\nschwimmen. Da steht eine Blume mitten im Wasser, Die\nmußt Du mir holen\nMann:\nWas willst Du mit der Blume\nKind:\nSie hat ganz feuchte Lippen. Komm doch Vater\nFrau:\nDu bist furchtbar #\nKind:\nVater hat keine Angst Mutter\nMann:\nDer jüngste Morgen. Komm Kind\nE r a 11 s\nKind Du mein einziges Kind\nKind:\nDu kannst so lange lesen Mutter\nMann:\nIch gehe mit meinem Kind\nDer Freund;\nIch störe\nMann:\nIch wollte mit meinem Kind etwas spazieren gehen\nKind:\nDu darfst nicht bei dem Mann bleiben. Mutter kann mit\nihm reden\nDer Freund:\nLassen Sie sich nicht stören. Wenn Sie Zeit für mich haben\ngnädige Frau\nMann:\nMeine Frau hat immer für meine Freunde Zeit\nFrau;\nWir könnten etwas spazieren gehen\nKind:\nAber nicht an den Teich kommen\nMann:\nAlso bis nachher\nFrau;\nNun hat er mir das Letzte genommen\nDer Freund:\nKomm auf meinen Schoß\nFrau:\nLaß mich\nDer Freund:«\nDu magst mich nicht mehr\nFrau:\nAlle wollt Ihr dasselbe\nDer Freund:\nWas willst Du\nFrau:\nLieben wann ich will\nDer Freund:\nDu bist hart\nFrau:\nSo laß mich\nDer Freund:\nDu hast mich zu Dir gezogen\nFrau:\nDu bist gekommen\nDer Freund:\nDu hast mich zu Dir gezogen\nFrau:\nFühlst Du nicht, daß ich Dich von mir stoße\nDer Freund:\nLaunen\nFrau:\nDa ich mich Dir gab\nDer Freund:\nNun bist Du gebunden\nFrau:\nDu bist gebunden\nDer Freund:\nKomm auf meinen Schoß\nFrau:\nIch bin kein Kind\nDer Freund:\nKinder gehen mit dem Vater\nFrau:\nIch will kein Kind\nDer Freu nd:\nWillst Du Dir das Letzte nehmen\nFrau: k\nNie findet sich der Letzte\nDer Freund:\nWen liebst Du\nFrau:\nDich nicht\ni\nDer Freund:\nWas habe ich Dir getan\nFrau:\nIch bin müde\nDer Freund:\nEinmal noch mußt Du mir gehören\nF r 'i u •\nSie wollten mit meinem Mann sprechen\nDer Freund:\nIch werde mit Deinem Mann sprechen. Und Du wirst mir\ngehöret!\nFrau: -112 • . i 2\nDu bist toll\n....."}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "104", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.4", "texte": "Der Freund:\n112\nWarum hast Du mich zu Dir gezogen\nFrau:\nEine Seerose steht mitten auf dem Teich\nDer Freund;\nIch reiße Dir die Kleider vom Leibe\nFra u :\nDu überschätzst Deine Kraft\nDer Freund;\nReize mich nicht\nFrau:\nBin ich reizend?\nDer Freund:\nKomm Du\nFrau:\nGeh man kommt\nDer alte Freund:\nGuten Tag gnädige Frau. Der Gatte nicht zu Hause\nFrau:\nMein Mann ist mit dem Kind zum Teiche. Kennen sich die\nHerren\nDer alte Freund:\nAber gewiß. Wir haben uns lange nicht gesehen\nDer Freund:\nSie kommen selten her\nDer alte Freund:\nSelten zu passender Gelegenheit. Sie sehen wieder reizend\naus gnädige Frau und immer jünger\nFfau: ,\nTrotzdem zieht es Sie selten her\nDer alte Freund:\nSie überschätzen meine Kraft. Man wird alt und bequem\nDer Freund:\nDas gehört sich so\nDer alte Freund:\nJedenfalls einmal muß man sich selbst gehören\nFrau:\nMan kommt nur nie dazu\nDer Freund: ,\nWir Menschen sind uns alle einander verschuldet\nFrau:\nAuch wenn man seine Schulden bezahlt hat\nDer alte Freund:\nWer wird denn seine Schulden bezahlen\nFrau:\nFrei will ich sein und wenn ich mir das letzte Stück vom\nLeibe reiße\nDer Freund:\nIhr Gatte bleibt lange fort\nDer alte Freund:\nImmer komme ich zu unpassender Gelegenheit. Sie haben\nsicher lange mit ihm zu sprechen\nDer Freund:\nIch bin etwas altmodisch. Ich will meine Schuld bezahlen\nDer alte Freund:\nSie sind wenigstens offenherzig\nDer Freund:\n-Warum soll ich Ihnen nicht die Wahrheit sagen\nDer alte Freund:\nSchreien Sie die Wahrheit in die Luft. Sie ist nichts für\nMenschen\nFrau:\nDie Wahrheit gehört Ihnen ganz allein\nDer' Freund:\nIch hole mir die Blume\nDer alte Freund:\nIst der toll geworden\nFrau:\nEr liebt mich\nDer alte Freund:\nDu bist noch immer dieselbe\nFrau:\nDie Männer haben sich nicht geändert alter Freund\nDer alte Freund:\nDu bist mit Deinem Gatten glücklich\nFrau:\nk\nEr liebt mich\nDer alte Freund:\nWie reizend Du bist\nFrau: • -\nImmer höre ich dasselbe\nDer alte Freund:\nIch werde doch seltener herkommen\nFrau:\nWarum sucht Ihr alle bei mir die Ewigkeit\nDer alte Freund:\nWenn ich wenigstens ein Kind von Dir hätte. Eine Tochter\nFrau;\nTöchter werden Frauen\nDer alte Freund:\nWenigstens hast Du mich zuerst geliebt \\\nFrau :\nUnd wenn ich es nicht getan hätte\nDer alte Freund: •\nDu hast mich betrogen\nFrau:\nWarum schreien Sie die Wahrheit in die Luft\nDer alte Freund:\nDu bist hart\nFrau:\nFassen Sie sich. Man kommt\nDer alte Freund:\nImmer kommt ein Mann zu Dir\nDie Freundin:\nStöre ich. lag alter Freund. Sie hier,\nFrau:\nEr ist Deine erste Liebe, Therese\nDer alte Freund:\nSie haben Humor gnädige Frau. Wie lange wir uns nicht'\ngesehen haben gnädiges Fräulein\nDie Freundin;\nDein Mann spielt sehr nett mit dem Kinde, Früher konnte\ner doch Kinder nicht leiden\nFrau:\nDie neue Frisur steht Dir gut>\nDie Freundin:\nDu siehst etwas blaß aus\nDer alte Freund:\nEine schöne Frau soll sich nicht binden\nFrau:\n* «\nIch fühle mich durchaus ungebunden\nDie Freundin:\nAllein morgens aufwachen. Das ist der größte Genuß\nDer alte Freund:\nWenn man aber eine große Wohnung hat\nDie Freundin:\nHeiraten Sie doch alter Freund\nDer alte Freund:\nAbends rauche ich meine Zigarette gern allein\nFrau:\nDas könntest Du ihm ja erlauben Therese\nDie Freundin:\nMir geht es ausgezeichnet\nFrau:\nDu wirst auch nicht jünger liebe Freundin\nDer alte Freund:\nJeder Mann wird Sie für ein junges Mädchen halten\nFrau:\nImmer kann man keine neuen Frisuren erfinden\nDie Freundin:\nKinder machen blaß • •"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "105", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.5", "texte": "Maria Uhden Holzschnitt / Vom Stock gedruckt"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "106", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.6", "texte": "Der alte Freund:\nT V\nIn einem gewissen Alter sehnt man sich doch nach Kinder-\narmen\nDie Freundin\nSie sind etwas ansprucksvoll lieber Freund\nFrau:\nSie sollten wirklich Ihre erste Liebe heiraten\nDer alte Freund:\nIch fühle mich nicht alt genug, alle Frauen zu verlieren\nDie Freundin:\nIch habe Mitleid mit Dir\nFrau:\nBist Du deswegen gekommen\nDer alte Freund :\nVielleicht störe ich\nFrau:\nWir sind alle verschwägert\nDie Freundin:\nDiese Ehre ist mir zwar neu\nDer Freund:\nGnädige Frau hier sind die Seerosen\nFrau:\n\\\nSie wachsen gut gebunden im Wasser. Kennen Sie meine\nFreundin Therese\nDer Freund:\nIch hätte nie geglaubt Sie hier zu treffen\nFrau:\nKommt mein Mann bald nach Hause\nDer Freund:\nVielleicht holen wir ihn\nDer alte Freund:\nWenn uns die Damen entschuldigen\nFrau:\nWir trinken eine Tasse Tee\nDie Freundin:\nKennst Du ihn schon\nFrau:\nEr ist mir langweilig\nDie Freundin:\nWas macht Dein Mann\nFrau:\nEr liebt mich und ist langweilig\nDie Freundin:\nEin geistreicher Kopf\nFrau:\nBitte v ••\nDie Freundin: v.\nWas heißt das\nFrau:\nDu bist immer die Zweite\nDie Freundin:\nDu bist schamlos\nFrau:\nVerheirate Dich wenigstens\nDie Freundin:\nIch habe kein Verhältnis zu solchen Dingen\nFrau:\nEin besseres Verhältnis\nDie Freundin:\n, Ich betrüge keinen Mann\nFrau:\nIch auch nicht\nDie Freundin;\nNur Deinen\nFrau:\nMein Mann kennt mich\nDie Freundin:\nNie kennen Männer Frauen\nFrau:\nWie falsch Du bist\nDie Freundin:\nWir sind stets gute Freundinnen gewesen\nFrau:\nWas willst Du \"\nDie Freundin:\nDeinen Mann\nFrau: *\nMit so einer gibt er sich nicht ab\nDie Freundin:\nDu hörst, daß ich nicht falsch bin\nFrau: *•\nDu bist doch die Zweite\nDie Freundin:\nNur wer mich geliebt hat, kennt die Liebe\nFrau:\nDeine Freunde\nDie Freundin:\nSie sind alle von Dir zu mir gekommen\nFrau:\nZur Zweiten\nDie Freundin:\nDie erste hat ihnen nicht genügt\nFrau:\nIch liebe wann ich will\nDie Freundin:\nNie ist Dir ein Mann treu gewesen\nFrau:\nBei Dir lernen sie die Treue > *\nV ~\nDie Freundin:\nZu sich selbst\nFrau:\nWenn ich will, jeden Mann halle ich\nDie Freundin:\nDurch Versagen. Aber im Geben wird Dir jeder untreu\nFr a u :\nNie wirst Du meinen Mann gewinnen\nMann:\nDas macht warm\nFrau:\nWo ist Therese\nMann;\nSie spielt allein. Guten Tag gnädiges Fräulein\nFrau:\nWie kannst Du das Kind allein lassen\nDie Freundin:\nSie sehen gut und jung aus\nFrau:\nWenn dem Kind etwas geschehen ist\nDie Freundin:\nMütter sind komisch\nMann:\nImmer will sie sich das Leben nehmen\nDie Freundin:\nIhr Kind heißt Therese\nMann:\nGefällt Ihnen der Name nicht\nDie Freundin:\nIch finde meinen Namen scheußlich\nMann:\nEr ist mein Glaube\nDie Freundin:\nIhr Kinderglaube\nMann:\nIch fühle mich rein, wenn ich den Namen nenne\nDie Freundin:\nLieben Sie Ihr Kind so\nMann: ~\nIch nenne mein Kind nie bei Namen\nDie Freundin:\nAlso eine alte Liebe\nMann :\nDie Liebe wird nicht alt\nDie Freundin:\nWollen wir uns nicht setzen"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "107", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.7", "texte": "Mann:\nSie sind glücklich\nDie Freundin:\nEs sitzt sich gut auf dem Sessel\nMann:\nImmer unverändert sind Sie\nDie Freundin:\nSie sehen mich ja gar nicht an\nMann :\nWiollen Sie diese Rosen haben\nDie Freundin:\nSie nehmen es mir doch nicht übel\nMa n n\nIch bin sehr zufrieden\nDie Freundin:\nEs sitzt sich so bequem mit dem Bein über die Lehne\nMan n :\nIst Ihr Haar heller geworden\nDie Freundin:\nSie könnten viel erreichen\nMann;\nIhre Lippen zittern noch immer so zage\nDie Freundin:\nSie sind wirklich dumm\nMan n :\nVerletzt Sie meine Bemerkung\nDie Freundin:\nSie finden mich sicher so scheußlich wie meinen Namen\nMann:\nWarum verletzen Sie mich\nDie Freundin:\nSind Sie eitel\nMann:\nIch lebe von meinen Träumen\nDie Freundin:\nOder Sie stellen sich dumm\nMann:\nIch bin sehr glücklich, wenn ich träume\nDie Freundin:\nIhre Frau betrügt Sie übrigens\nMann:\nSie wollen sich rächen\nDie Freundin:\nSchade, daß Sie mich nicht mögen\nMann:\nIch bin sehr glücklich, wenn ich Sie zuweilen sehe\nDie Freundin:\nWarum kommen Sie nie zu mir\nMann:\nIch lebe von meinen Träumen\nDie Freundin:\nAber ich kann nicht von Träumen leben\nMann:\nWollen Sie mir mein Letztes nehmen\nDie Freundin:\nDummkopf\nMann:\nTherese\nDie Freundin:\nNun haben Sie sich doch verraten\nMann:\nIch nehme nicht, was ich habe\nDie Freundin:\nIch habe Sie überschätzt\nMann: „\nt\nSie können mich nicht reizen\nDie Freundin:\nUnd Sie haben Ihre Frau verdient\n-Mann:\nSie sind durch mich\nKind:\nVater, Mutter hat mich geschlagen ?\nFrau:\nGeh in Dein Zimmer. Mich in solche Angst zu versetzen\nDie Freundin:\nDu bist doch nicht böse, daß mir Dein Gatte diese Rosen ge\nschenkt hat\nFrau:\nDas Kind stand bis zu den Knien im Wasser\nDie Freundin:\nAuf Wiedersehn. Und vielen Dank für die Rosen\nMann:\nKomm auf meinen Schoß\nFrau:\nLaß mich . *\nMann:\nDu bist halt\nFrau:\nDu kannst Dich ja an Deiner neuen Freundin schadlos\nhalten\nMann:\nDeine Lippen sind feucht\nFrau:\nHast Du Deine Freundin nicht getroffen\nMann:\nWarum zerreißt Du mich\nFrau:\nDu willst mich binden T .\n* *\nMann:\nMein Blut lebt in Dir\nFrau:\nIch bin kein Gefäß. Ich bin ein Mensch. Wie Du\nMann :\nGeheiligt ist der Name\nFrau:\n* ~\nWas sagst Du\nMann:\nIn meinem Glauben ~ . .\nFrau: .\nBist Du toll\nMann: *\nAmen\nFrau:\nDas Kind schreit\nMann:\nMan kommt\nFrau: ,\nDeine Freunde kommen\nMann:\nMeine Freunde\nEnde\n\nDu — All — Blutfall\nBlasenspitzig\nwellengratzt\nzerkratzt krall\nStirndiadem kristallzack\nBauchrosaweiß\nzerschmeichelt\ntückeschlitzig\nkrampfes Würg — Will\nHaarspinnen netzen mich\nblutrüsseln umklammert\n\nDu Mich Ich Dich Wir All\nKurt Liebmann"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "108", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.8", "texte": "grünschwirre Zungenkäfer\nsaugen schlaff — flehe Augenbluten\nschnappend schwüllechzen Schenkeltulpen\nzischen Wimmerkehle schlingende Armschlangen\nschmatzes Fleisch\numblütenblättert\nAmpelblust\nDu mich\nDu mich\numteufelt\nHölle fratzt\nund\nritze Zitzen\nspitzen\nzackstorren Stirnberg\nHaarhimmel sprühspritzen ,\nzisch\njachflitze Blitze\nKüsse umgelben mich\nwespengeringelt zerstechen\nLachen würmert\nquirlt zersurrt\nAn den Wänden glasen Leiber\nGieren schleimt\nund\nbärt Entsetzen\nWeiber reiten struppe Widder\nsplittern Fenster\nBeerenbrüste süßen lallen Mannmund\nPeitschen hetz zernadeln Winde\nQuietschen spitz\nmiauen Katzen\nHexen lechzen\nKrächzen Wiehern\ntänzeln Hengste\nSchreie türmen\nsindeweiß\nDu mich\nDu mich\nDu weibst\nDu bauchst\nDu kehlst\nschrilllachst\nzerpochst\nzerkochst\nmich mich\nWeib Mann\nWeib Mann\ni\nQualgrünt mein Kopf\nsternt\neise Tiefen\nflamm\nund kreist\nund kreist\nzerdreht sich blinkernd\nKarussel juch\nprallt das Hirn umtulpte Lichter\nGedärme bunten flattre Fahnen\nund\nGondeln schwimmen hohle Bäuche\ndas Lachen wühlt\nimd\nkullert Kugeln\ndas Heulen kreist den Kopf\nund\ngrunze Schweine hetzen freche Hüften\nWirr\nTöne blond\ncnthüpfen\nquarren Leiern\nschlingen Walzer .\nwellen zucken\nKreise Kreise\nLeiber brodeln Dampf\nnnd\ndünsten Gieren\nschwappen\nklappen Zähne\nQualm wimmert Kopf\nund\nFluche knurren\nBrüstemond zerlichtet Hirn\nWeib Mann\nWeib Mann\nDu mich\nIch dich\nDie Stirn zermannt\nzerfeist\nund\njucher Kreis\nsprüht glüh\nSchrei! Schrei! \"v\ni ,\nentblinkernd\nstier\nzerknattert\nnächte Schründe\nGierauf\nposaunt\nfruchtplatzend\ntausendbrüstig\ntürkisch\nweltzeraschend\ndas Geschlecht\nBeinsäulen fleischstarr\nzerquadern\nkrisch kahlendes Zimmer\nraketen\nzerstechen\nweichträchtige Himmel\nSternköpfe bärend\nFlammen heißen splittre Wjelten\nStrahlen lichten Gott\nund *\nIch\ngraniten\ntrümmre Raum\nund\nAnfang Ende\nAll und All\nHirn erzt dich ein\nMann Mann\nDu\nspritzt zergierte Scham\nentgurgurst Tanz\nlachst Teufel\ngehrst\nund\nwehrst\nIch erze Dich\nMann Weib\nMann Weib\nIch hirne dich\nDich Dich\nFellflimmernd\nhaßgesträubt\nentgrünt\ndas Getier\nschrumpfem Bauch\nund\nletzes Fleisch verqualmt\nerlöst erlöst"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "109", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.9", "texte": "Maria Uhden Holzschnitt / Vom Stock gedruckt"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "110", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.10", "texte": "und\nSonnen\nranken mich empor\nich säule säule\nErden stäuben\nglatzen Sterne\nQual zerhaucht\nverrieselt Grauen\nStrahlen\ngotten\ndas Geschlecht\nIch säule säule\nDu\nentfleischt\nentgiert\närmst Kreuz empor\nGeburt Geburt\nWir sonnen\nglutzerfressend\nineinander\numbeinen uns\numbauchen uns\nund armen ein uns\ntief\nins\nDu\nentmannt\nentweibt\nund\nschründe Augen golden Sonnen\nschimmern Welten\nsilbern Sterne\niranen Iranen\nUebererde\newig\nkreisend — groß\nzweieins\nWir —All,\n\nBeschreibung meiner Braut\nMynona\nWelches Dasein! Ich kleidete mich in Sonnen, gürtete mir\ndie Milchstraße um! Welche Kraft! Ich bin ein elektrisches\nFluidum, durchsternt ätherisch, Frucht, Frucht auf allen meinen\nHimmelsbahnen, Schwingung, Sehnen, Erfüllen. Ich riesele von\nLicht, ich bin überall, immer, Alles in Allem , . , , Eines Nachts\ngegen eins — ich schlief im Umfange eines Planetensystems, höre\nich in einem meiner Myriaden Ohren (meine Lokalisations-Re-\nflexe funktionieren exzellent) mich flehentlich genannt werden,\nin einem hinsterbenden Seufzer, den ich aber doch für eine\nFrechheit hielt: „Mein Seelen-Bräutigam!\" Wie wurde mir so\nübel! War ich, aus Versehen, in irgend einer meiner parties\nhonteuses verlobt?? trotz dem scharfen Sicherheitsdienst meiner\nkosmisch tränierten Organe? — Ifnd nochmals ertönte* hin-\nsterbender noch, jener impertinente Anruf: „Mein Seelenbräuti-\ngam\", Da riß mir die Geduld. Ich orientierte mich dyna-\nmisch — und siehe da, auf irgend einer Winkelplane ten-Ober-\nfläche stand eine in Abteilungen dividierte Kiste, „Haus\" ge-\nnannt. In einer der Zellen dieses Hauses lag, auf einer dürren\nPritsche, ein kleiner Gegenstand von länglicher Form, wenig\nmehr als ein Meter lang, aber nur etwa ein Drittelmeter breit\nund noch weniger dick. An dem einen Ende seiner Länge saß\netwas Kugelähnliches, fast ganz mit einer strahlenartigen, faden-\nförmigen, blonden Masse bedeckt. Der Teil der Kugel, welcher\nfrei von dieser Masse war, enthielt eine Art Loch von rötlicher\nFärbung. Inwendig in diesem Schlünde saß ein kleiner roter\nKörper, der sich gegen kleine elfenbeingelbe Stückchen bewegte\nund dabei die Töne hervorbrachte, welche mich in memer-\nHimmelstrunkenheit so sehr gestört hatten; „Mein Seelen-\nbräutigam!1' erklang es wieder. Dabei zuckte der ganze läng-\nliche Apparat in der wunderlichsten Weise, Ja, seine Länge\nrichtete sich halb aufwärts im rechten Winkel zum unteren, und\nich bemerkte jetzt erst, daß die untere Länge in zwei zylinder-\nartige Formen gespaltet war, und daß an der oberen Länge\nähnliche, nur kleinere dünnere, Längskörper zum Vorschein\nkamen und seltsam ausgespannt wurden. — Dieses sonderbare\nDing, obgleich es mich ja garnicht wahrnehmen konnte, nannte\nmich also Bräutigam, Nicht genug aber damit! lieber dem\nkleinen Schlünde saß ein bleicher Gipfel, Giebel oder Vor-\nsprung, und über diesem rechts und links zwei kleine glatte,\nbläuliche, eigentümlich rollende Kugeloberflächenteile, Die\nTöne, mit denen es mich Bräutigam nannte, gingen in eine ganz\nandere, widerwärtig quetschige Lage über und zugleich sickerte\naus dem Giebel, sowie aus der Umgebung jener bläulichen\nGloben eine tropfenartige helle Flüssigkeit. Der eine obere\nLängskörper drückte eine weiße, lappenartige Substanz da-\ngegen und auf den Schlund, so daß nun die Töne ganz dumpf\nhervordrangen. Damit aber noch nicht genug, — das ganze\ncorpus streckte sich senkrecht in die Höhe, bewegte sich auf den\nunteren getrennten Längskörpern von der Pritsche und fiel dann\nmit einem ziemlich lauten Geräusche um, etwa ein dutzend Mal\n„Seelenbräutigam*4 ausstoßend. Dabei nahm ich die mir bis\ndahin verborgene Seite des Blockes war, nähmlich diejenige,\nworauf er gelegen hatte; sie unterschied sich, wie es schien,\nwenig von 4er entgegengesetzten. Es fiel mir nur auf, daß zwei\nbuckelartige Erhöhungen auf der einen Seite oben, auf der ent-\ngegengesetzten dagegen unten angebracht waren. Die Seiten-\nflächen, einander ähnlich, waren viel schmäler. Ich behorchte\nund auskultierte nun diesen Körper und fand ihn von einem\nkurztaktigen Rhythmus erschüttert. Wie aber käme, eine Uhr\ndazu, statt die Stunde zu schlagen, mich Bräutigam zu rufen?!\nEchtes, eigentliches Leben, das wußte ich, hatte Niemand als\nich allein. Es war offenbar einer meiner magischen Reflexe und\nEchos, wodurch ich hier gleichsam Schabernack mit mir seiber\ntrieb. Diese Art treffe ich mitunter auf Planetenoberflächen;\nfühle mich unangenehm, ungezieferhaft davon berührt. Eine\nSekunde später erblickte ich aber einen sehr ähnlichen Körper,\ndicht vor der „Hauskiste\", Dieser Körper unterschied sich von\ndem anderen besonders dadurch, daß er auch über und unter\nder schlundartigen Oeffnung und zu deren Seiten mit jenen\nfaden- oder strahlenförmigen Massen bewachsen war Diesem\nKörper spürte ich einen magnetischen Zug zu jenem ersten\nsehr deutlich an. Es war mir ein erwünschter Wink, dem Spuk\nein Ende zu bereiten. Ich lenkte mit meiner gesammeltes\ninneren Kraft jenen „Seelenbräutigam\" tönenden Körper zum\nSturz aus der Hauskiste, um ihn mit jenem magnetischen Kör-\nper zu vereinigen. Tatsächlich fiel der Körper sehr geschickt\nmitten auf den anderen hinab. Beide Körper gerieten dabei aus\nder senkrechten mehr in die horizontale Lage, worin sie nur\nnoch ein einziger zu sein und innigst an einander zu haften\nschienen. Die verdammten Seelenbräutigams-Geräusche hörten\nsofort auf, wurden aber durch mir viel sympatischere, mehr\nschmatzige und zietschende ersetzt. Ich will mir dieses Mittel\nmerken, falls noch einmal sich ein länglicher Körper für meine,\nder Seele, Braut halten sollte, Ueberhaupt Körper! Sie stören\nmich sonst nicht, aber wenn sie nicht ehrlich Körper, sondern\nlebendig, wohl gar liebevoll tun wollen, sind sie mir, ich kann\nes nicht zu Ende sagen, wie schauerlich, ekelhaft, tödlich zu-\nwider. Glücklicher Weise vermag ich sie, wie im besagten\nFalle, durchaus wieder zu mechanisieren. Denn ich bin das\nelektrische Fluidum, durchsternt ätherisch, Frucht, Frucht auf\nallen meinen Himmelsbahnen, Ich riesele von Licht. Ich allein,\nich allein bin die Seele, und die Körper tönen mich nur wieder\nund sind auch dann nur Körper, wenn aus ihrem lächerlichen\nSchlünde Seelenlaute zu dringen scheinen."}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "111", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.11", "texte": "Verantwortlich für die Schriftleitung:\nLothar Schreyer\nVerantwortlich für den gesamten Inhalt und Verla«\nF. Hansisch / Berlin W 35\nDruck Carl Hause / Berlin SO 26\n\nV erlag Der Sturm\nBerlin W 9 Polsdamer StraBe 134 a\n■Fcrnriif Amt Lutzow 4443\nMonatsschrift Der Sturm\nErschemt am fiinfzehnten jedes Monais\nDauerbezug\nGewohnliche Ausgabe: Fiir Dcutsch-\n1 and: Ein Jahr 9 Mk / Ein Halbjahr 5 Mk /\nEinzelheft 1 Mark / Fiir das Ausland;\nEin Jakr 12 Mark / Ein Halbjahr 7 Mark I\nEinzelheft 1 Mark 50 Pfennig\nSender - Ausgabe: Ungebrochene\nExemplare, Versendung in R o 1-\n1 en d i r e k t d u r c h die Po s t / F li r\nDeutschland: Ein Jahr 15 Mark /\nFiirdas Ausland: Ein Jahr 20 Mark\n\nVoHslandige Ausgabe\nP r e i s e der friiheren Jahrgange\nGewohnliche Sonder-\nAusgabe; ausgabe:\n1910/11\n1911/12\n1. Jahrgang\n2. Jahrgang\n3. Jahrgang\n4. Jahrgang\n5. Jahrgang\n'6. Jahrgang\n7. Jahrgang\n8. Jahrgang\n30 Mark\n30 Mar1:\n1913/14\n1914/15\n1915/16\n1916/17\n20 Mark\n20 Mark\n20 Mark\n30 Mark\n40 Mark\n40 Mark\n30 Mark\n30 Mark\n30 Mark\n40 Mark\n1917/18\nEinzelheftc, soweit vorhanden, erster bis\nachter Jahrgang je 1 Mark\n\nBiicher aus dcm Verlag Der Sturm\nPeter Baum\nSchutzengrabenverse\nGebunden 5 Mark\nFranz Richard Behrens\nBlutblute / Gedickte\nCiefreftet 3 Mark / Gebunden 4 Mark 50 Pfennig\nHermann Essig\nDer Frauenmut / Lustspiel\n0 b e r t e u f e 1 / Tragodie\nIhr stilles Gluck / Drama\nE i n T a ubenschlag / Lustspiel\nNapoleons Aufstieg / Tragodie\nDer Wetterfrosch / Erzahlung\nJedes 8uch 3 Mark / Gebunden 5 Mark\nKurt Heynicke\nRings fallen Sterne / Gedichte\n*Geheftet 3 Mark / Gebunden 4 Mark 50 Pfennig\nAdolf Knoblauch\nDie schwarze Fafane / Eine Dichtung\nGebeftet 3 Mark\nKreis des Anfangs Friihe Gedichte\nGeheftet 5 Mark / Sonderausgabe 30 Mark\nOskar Kokoschka\nMorder Hoffnung der Frauen\nDrama mit Zeichnungen\nGebunden !5 Mark (Auflage 100)\nSonderausgabe vergriffen\nErnst Marcus\nDas Problem der exzentris c h e n\nEmpfindung und seine Losung\n5 Mark\nWilhelm Range\nDas Denken tr.aumt / Gedichte\n3 Mark / Gebunden 4 Mark 50 Pfennig\n\nPaul Scheerbart\nGlasarchitektur / In 111 Kapiteln\nGeheftet 2 Mark / Sonderausgabe 50 Mark\nLothar Schreyer\nMeer / Selint e Mann / Drained\n3 Mark '\nAugust Stramm\nD u I Liebesgedichte\nGeheftet 3 Mark\nD i e M enschhcit\n1 Mark 50 Pfennig:\nHerwarth Walden\nDas Buch der Menschenliebe\nGeheftet 3 Mark / Sonderausgabe 30 Mark\nDie Hart e der Weltenliebe/\nRoman\n4 Mark / Gebunden 6 Mark 50 Pfennig;\nSonderausgabe (Auflage 10) 50 Mark\nG e s a m hi e 11 e Schriften: Band I\nKunstmaler und Kunstkritiker\nGeheftet 2 Mark 50 Pfennig\nW e i b / K o m i t r a g o d ie\nGeheftet ;> Mark / Sonderausgabe 50 Mark\nErste Liebe/ Ein Spiel mit dem Leben\nDie Beiden / Ein Spiel mit dem Tode\nSiinde / Ein Spiel an der Liebe\nLetzte Liebe / Komitragodie\nG 1 a u b e I Komitragodie\nJedes Buch 1 Mark 50 Pfennig\nKind I Tragodie\nT r i e b / Eine biirgerliche Komitragodie\nMenschen/T ragodie\nJedes Buch 3 Mark\nSturm-Biicher I: August Stramm: Sancta\nSusanna / II: August Stramm: Rudi-\nmentar / III: Mynona: Fur Hunde und\nandere Menschen / IV: August Stramm:\nDie Haidebraut / V. August Stramm: Er-\nwachen / VI: Aage von Kohl: Die Hange-\nmatte des Riuge / VII: Adoll Behne: Zur\nneuen Kunst / VIII: August Stramm:\nKrafte / IX: Aage von Kohl: Die rote\nSonne / X: Aage /on Kohl: Der tierische\nAugenblick / XI: August Stramm: Ge-\nschehen: / XII: August Stramm: Die Un-\nfruchtbaren / XIII: Peter Baum: Kyland /\nXIV: Lothar Schreyer: Jungfrau\nJedes Starmbuch 1 Mark\n\nMusik\nHerwarth Waldcn\nGesaramelte Tonwerke,\nDann / Vergeltung / Verdammnis\nDichtungen von Else Lasker-Schuler\nFur Gesang und Klavier / Je 2 Mark\nBruder Liederlich / Werk 51\nPur Qesang und Klavier I 2 Mark\nEntbietung I Werk 92\nDichtung von Richard Dehrnel\nFiir Gesang und Klavier / 2 Mark\nZehn Dafnislieder / Werk 11\nZu Gedichten von Arno Holz\nFur Gesang und Klavier / 3 Mark\nDie Judentoehter I Werk 17\nFarbige Unischlagzeichnung von Oskar Kokoschka\nFiir Gesang und Klavier / 1 Mark 50 Pfennig\nSchwertertanz / Werk 18\nFiir Klavier / 4 Mark\nDer Sturm / Heeresmarsch / Werk 21\nFiir Klavier I 1 Mark\nTaiiz der Tone I Werk 23\nFQr Klavier / 3 Mark\n\nHanddrucke\nOskar Kokoschka: P1 a k a t fur die Zeit-\nschrift der Sturm / Originallithographie\nAbzug 36 Mark\n\nSturm-Karten\nJede Karte 30 Pfennig\nNach Gemalden, Zeichnungen und Bild-\nwerken folgender Kiinstler;\nAlexander Archipenko 4\nRudolf Bauer 4\nVincenc Benes 1\nUmberto Boccioni 2\nCampendonk 2\nMarc Chagall 7\nRpbert Delaunay 1\nLyonel Feininger 1\nAlbert Gleizes 2\nJacobavan Heemskerck .3\nHjertSn-Grunewald 1\nAlexei von Jawlensky 2\nKandinsky 3\nPaul Klee 1\nOskar Kokoschka 2\nOtakar Kubin 1\nFernand L6ger 2\nAugust Macke !\nFranz Marc 2\nCarl Mense I\nJean Metzinger l\nGeorg Muche 1\nGabriele Munter i\nNegerplastik 1\nGeorg Schrimpf \\\nGino Severini 4\nFritz Stuckenberg I\nArnold Topp 1\nMaria Uhdeu 1\nNell Walden 1\nWilliam Wauer 5\nMarianne von Werefkia 2\n\n\\\nSturm-Ausstellungskataloge\nMit Abbildungen\nAlexander Archipenko Kandinsky\nRudolf Bauer Gino Severini\nMarc Chagall Skupina\nJe 60 Pfennig\nFranz Marc\n1 Mark\nErster Deutscher Herbstsaion Der Sturm 1913\nMit 50 Abbildungen in Kupfertiefdruck\n2 Mark\n\nKunsidrucke aus dcm Verlag Der Stuma\nAu! Japan- and Biittenpapier\nJeder Kunstdruck'5 Mark\nRudol! Bauer\nSchwarz-WeiB-Komposition 14\nUmberto Boccioni: Abschied / Die AMah-\nrenden / Die Zuriickbleibenden\nMarc Chagall: Interieur / Der Jude Der\nGeigenspieler / Die Schwangere / Esseu4er\nBauer / Madchen\nRobert Delaunay: Der Turm\nLyonel Feininger: Klein Schrnidthamen /\nMark Wippach II\nJacoba van Heemskerck: Baum /\nschaft\nPaul Klee: Kriegerischer Stamm\nOskar Kokoschka Menschenkcpfe:\n1 Adolf Loos I 2 Herwarth Walden / 3 Karl\nKraus / 4 Richard Dehmel / 5 Paul S^h^er-\nbart I 6 Yvette Guilbert\nOskar Kokoschka: Tierbilder\nFernand Leger: Akt\n\nSturm-Kiinstler / Lichtbildkarten\nJede Karte 30 Pfennig\nI. August Stramm\nII. Herwarth Walde\nIII. van Heemskerck\nIV. Kandinsky\nV. Rudolf Bliimner\nVI. Campendonk\nVII. Peter Baum\nVIII. Hermann Essig\nIX. Oskar Kokoschka\nX. Adolf Knoblaif^h\nXI. Paul Klfee\nXII. Qabriele Muntor\nXIII. Rudolf Bauer\nXIV. Nell Walden\nXV. Mynona\nXVI. Kurt Heynicke\nXVIII. William Wauer\nXIX. Lothar Schreyer\nXX. Georg Muche\nXXI. Fritz Stuckenberg"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "112", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19181115-01.1.12", "texte": "Der Sturm\nStandige Aussiellungen\n1: Berlin / Poisdamer Strafee 134a\nGeoffnet taglich von 10—6 Uhr / Sonntags\nvon 11—2 Uhr\nTageskarte 1 Mark 50 Pfennig\nJahreskarie 9 Mark\nMonatlicher Wechsel\nAchtundsechzigste Aussieliung\nNovember 1918\nRussische\n*\nExpressionisten\nNeunundsechzigsie Ausstellung\nDezember 1918\nPaul Klee\nSiunn-Graphik\nEroffnung: Soimtag den 1. Dezember\n2: Frankfurt am Main\n\nTiedemanns Buchhandlung / Reitz imd\nKohler\nSchillerstraBe 15\nGeoffnet wochentags von %—7 Uhr\nNovember 1918\nErste Ausstelluag\nMarc Chagall\nWilliam Wauer\n\nAusstellungen;\nBreslau / Galcric Arnold\nSturm - Gesamtschau\nKopenkagen:\nSiurm-Gesamtsckau\n\nDER STURM\nvertritt folgende Kiinstler ausschliefilich\nund veriiigt liber ihre Werke (Gemalde /\nGraphik / Holzschnitte / Handdruckc) zum\nVcrkauf und zu Ausstellungen in der gan-\nzen Welt:\nRudolf Bauer / Campendonk / Marc Cha-\ngall I Jacoba van Heemskerck / Kandinsky /\nGeorg Muche / Fritz Stuckenberg / William\nWauer / Neli Walden\nDER STURM\nvcrtritt Stir Deutschland folgende Kiinstler\nand verfiigt iiber ihre Werke zum Verkauf\nand fur Ausstellungen:\nGosta Adrian-Nilsson / Alexander Archi-\npenko I Fritz Baumann / Vincenc Benes /\nUmberto Boccioni / Carlo D. Carra / Max\nErnst I Lyohel Feiainger / Emil Filia /\n\nAlbert Gleizes / Otto Gutireund / Oswald\nHerzog / Sigrid Hjerten-Griinewald / Isaac\nGriinewald / Johannes Itten / Aiexei yon\nJawlensky / Paul Klee / Oskar Kokosci&ka\nI Otakar Kubm. / Fernand Leger / Franz\nMarc I Gabriels Miinter / Jean Metzinger /\nJohannes Molzaiin / Francis Picabia /\nGin© Severmi / Arnold Topp / Maria\nUfeden / Marianne von Werefkin\n\nSturmschule\nLeitung : Herwarth Walden\nDriites Jahr\nBerlin / Potsdamer StraBe 134a\nUntcrricht und Ausbildung in dcr\nexpressionistischen Kunst\nBiihae / Schauspielerei / Vortragskunst /\nMalerei / Dichtung / Musik\n4\nLehrer der Sturmschule\nRudolf Bauer\nRudolf Bliimner\nCampendonk\nJacoba van Heemskerck\nPaul Klee\nGeorg Muche\nLothar Schreyer\nHerwarth Walden\nSpredistunden der Leitung: Dienstag, Mfttwoch,\nFreitag, Sonnabend 4—5 / Das Sekretariat ist\ntaglich von 10—6 geoffnet\n\nLeriung der Sturmschulc fur Holland:\nJacoba van Heemskerck / Den Kaag\nAnmddungen durcfy den Sturm / Berlin W 9\n\nSiurm-Abende\nVerein fur Kunst / Fiinizehntes Jahr\nIn der Kunstausstettung Dcr Sturm / Berlin\nJeden Mittwoch %8 Uhr\nYortragender: Rudolf Bliimner\nKarten zu 5, 4, 3, 2, \\ Mark im Vorverkauf und an\nder Abeadkasse\n\nVerein fur Kunsi\nFtinfzehntes Jahr\nJaliresbeitrag 25 Mark\nRechte: Frcier Bezug der Zeitschrift Dcr\nSturm I Freier Besuch der Sturm-Ausstel-\nlungen I Jahrlich 2 Kunstdrucke\nAmneldungen durch den Sturm\n\nKunstbuchhandlung KJ\nDer Sturm\nPotsdamer Strafie 138 a\nFernruf Liitzow 4443\nhat gute und scltene Biicher unci Noten\nvorratig und nimmt cntgegco\n\nVerein Sturmbiihne\nVorsitzender: Dr. John Schikowski\nGeschaftsstelle: Charlottenburg / Scharrenstra#e II\nAufrui und Satzungen kostenlos\nSturmbiihne\nTheater der Expressionisten\nNur vor Mitglicdern des Vcreins Sturm-\nbiihne\nAnmeldimgen zur Mitgliedschait werden aucli Ina\nSturm eritgegengenommen\n\nNeuanzeigen Der Sturm\nExpressionismus / Die Kunstwende\nHerausgegeben von Herwarth Walden\nBeitrage von Kandinsky / Herwarth WaI-\nden J Lothar Schreyer / Rudolf Blumner /\nRudolf Bauer / William Wauer / Max Ver-.\nworn I und anderen\nMit 140 Abbildungen / zum Teil ganzseittf\nnach Bildern und Bildwerken samtlicher\nKiinstler des Stlurm / der Urvolker und der\nVolkskunst / Mit mehrfarbigen Beilagen\nFarbige Umschlagzeichnung von William Wauer\n25 Mark / Gebunden 35 Mark / Mus eums-\nausgabe mit Originakn Nummer 1—10\nM 200— Nummer 11—50 M 100—\nSturm-Abende / Ausgewahlte Gedichtc\nDas Buch enthalt die Gedichte, die Ru»\ndolfBlumneran den S t u r m-A b e u-\nd e n vortragt\n4 Mark\nDie Sturm-Biihne\nJahrbuch des Theaters der Expressionisten\nJede Folge 60 Pfennig\nJahrbuch 6 Mark\nVierte und fiinfte Folge erschienen\nHerwarth Walden: Einblick in Kuns^i\nMit vierundsechzig Abbildungen nach Ge-\nmalden der Sturm-Kfinstler\nZweite Aufiage\nJ5 Mark\nSturm-Bilderbiicher\nGanzseitige Abbildungen der Hauptwerke\nI: Marc Chagall\n4 Mark\nII: Alexander Archipenko\n4 Mark\nIII: Paul Klee\n4 Mark 50 Pfennig\n\nAnzeigen werden nicht aufgenommen\nVon alien Holzschnitten der Zeitschrift Der Sturm\nslnd signierte und numerierte Handdrucke\nvon den meisten Zeichnungen Kunstdruck©\nkauflich zu erwerben. Die Originate siud ver-\nkauflich.\nAusiiihrliche Vcrzeichnisse des Verlag&\nDer Sturm kostenlos"}]}