{"numero_id": "bm-bmtnabg-1919-10-10-01", "volume": "bmtnabg_1919-10-10_01", "ocr_sha256": "70759255e400b9851f6aa73603e29d5407d17951abf8db91d4462ac8b9382e8e", "source_tei": "https://github.com/Princeton-CDH/bluemountain-transcriptions/blob/main/periodicals/bmtnabg/issues/1919/10/10_01/bmtnabg_1919-10-10_01.tei.xml", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabg/issues/1919/10/10_01/bmtnabg_1919-10-10_01.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabg-1919-10-10-01-c001", "article_bluemountain": "bmtnabg_1919-10-10_01#c001", "volume": "bmtnabg_1919-10-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "couv. 1", "page_fin": "couv. 1", "image_debut": 1, "image_fin": 1, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.2.1", "titre_corps": "Hugo Händel: Zeichnung", "titre_sommaire": "Hugo Händel: Zeichnung", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.1", "debut_caractere": 91, "fin_caractere_exclue": 113, "texte": "Hugo Händel: Zeichnung"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1919-10-10-01-c002", "article_bluemountain": "bmtnabg_1919-10-10_01#c002", "volume": "bmtnabg_1919-10-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "98", "page_fin": "98", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.2.2", "titre_corps": "Die Männer mit Schatten", "titre_sommaire": "Die Männer mit Schatten", "signature_source": "Herwarth Walden", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "98", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.2", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3019, "texte": "Die Männer mit Schatten\nHerwarth Walden\nHerr Richard Strauß redet in einer Wiener\nMonatsschrift, sie heißt schlicht und zeit-\ngemäß Moderne Welt, große Töne über seine\nneue Oper. Strauß sagte: „Mai 1914 begann\nich mit der Komposition. Drei volle Jahre\narbeitete ich mit großer Lust und Hingabe an\ndieser meiner Oper, die also im Jahre 1917\nvollendet war.\" Die Rechnung stimmt, sie\nwurde aber zu früh ausgeschrieben, da diese\nOper Friedensstimmung braucht: „Die Frau\nohne Schatten ist meine erste romantische\nOper, sie sprießt aus dem Boden des Mär-\nchens, verlangt ein ruhiges Genießen, Frie-\ndensstimmung.\" Der Dichter, Herr Hugo\nvon Hofmannsthal, hat sich gleichfalls voll\nund ganz auf den Boden des Märchens ge-\nstellt: „Die Dichtung ist von Hofmannsthal\nfrei erfunden, lehnt sich aber an indische\nund chinesische Märchenmotive an, wendet\nsich im einzelnen auch an Grimm und ist bei\naller Greifbarkeit der Handlung von Symbo-\nlen, aus denen ein tiefer Sinn spricht. Der\nSchatten ist das Symbol der Fruchtbarkeit.\"\nDieses Symbol der Fruchtbarkeit, der Schat-\nten, ist durchaus greifbar, wenigstens für die\nFruchtbarkeit des Herrn von Hofmannsthal,\nder sich anlehnt und sich wendet, aber eine\nfreie Dichtung erfindet. Woraus dann ein\ntiefer Sinn spricht. Die Kaiserin ohne Schat-\nten sucht sich diesen Schatten, die Frucht-\nbarkeit, von einer Färbersfrau zu kaufen,\nGreifbar zu kaufen. Worauf Richard Strauß\nfruchtbar wird: „Das Sittliche daran ist, daß\nder Schatten nicht im Wege einer Aeußer-\nlichkeit erworben werden dürfte, (wie etwa\ndie Oper) sondern durch mannigfaltige Prü-\nfungen. Alle vier mußten gereinigt werden,\nder Kaiser, die Kaiserin, der Färber und die\nFärberin.\" Der Färber und die Färberin hat\nnatürlich ihre guten greifbaren Beziehungen\nzu der chemisch sittlichen Reinigung. Die\nFirma kann daher von Herrn Richard Strauß\nnur wärmstens empfohlen werden: „Sie\nwaren Prüfungen unterworfen, aus denen\nsie glänzend hervorgingen, Man kann\nsagen, daß ein hohes und ein niedres Paar\ngleicherweise Prüfungen aller Art zu be-\nstehen hatte, um dann in einem höheren\ni\nSinne vermenschlicht zu werden.\" Die Rei-\nnigungsanstalt arbeitet gewissenhaft und die\nbeiden Paare stehen einfach glänzend da.\nWorauf der Ausfrager zu Herrn Richard\nStrauß bemerkt: „Also eine Art Zauber-\nflöte/' Herr Richard Strauß erwidert\nkulant: „Wenn Sie wollen, eine Fortset-\nzung der Zauberflöte/' Aber sofort packt\nihn die Angst um den Schatten seiner\nFruchtbarkeit und er erklärt feierlich:\n„Sagen wir: die Zauberflöte ist der Vor-\nläufer der Frau ohne Schatten, etwa so auf-\nzufassen, wie das Verhältnis des Lohengrin\nzur Euryanthe.\" Das Verhältnis 'der Eury-\nanthe warf seine fruchtbaren Schatten vor-\naus, Aus greifbaren Gründen hat Herr Ri-\nchard Strauß der Frau ohne Schatten nicht\nnur die Zauberflöte, er hat ihr einen Vor-\nläufer zur Verfügung gestellt. Hingegen ist\ndas Verhältnis der Herren Verfasser nur in\neinem höheren Sinne vermenschlicht aufzu-\nfassen. Sie sind durchaus greifbare Sym-\nbole, Schatten der Fruchtbarkeit."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1919-10-10-01-c003", "article_bluemountain": "bmtnabg_1919-10-10_01#c003", "volume": "bmtnabg_1919-10-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "98", "page_fin": "99", "image_debut": 2, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.2.3", "titre_corps": "Raumfahrt", "titre_sommaire": "Raumfahrt", "signature_source": "Günther Mürr", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "98", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.2", "debut_caractere": 3021, "fin_caractere_exclue": 3551, "texte": "Raumfahrt\nGünther Mürr\ntragen\nHöhen heben\nTiefen höhen Wolken samenrings\nSpannen Riesen\nSpannen Weiten\nWölben weite Bogen\nBiegen Sonnengrün durch blaues Wachsen\nRosen fallen taumelstieg durch blute Netze\nBogen über unter Bogen\nGlasen licht\nHerzhin gebrochen\nWerfen Funkelbälle\nSpeien Bogen\nSchreien Schwindel schlanke Bogen\nAufgestemmt\nGlutlavalast erdauf Fontäne\nBrüllen Felsen hoch\nKlammern an durchbrannt\nKühlen\nKälten\nBersten Träger\nHöhen •\nSprühen Schnüre\nKlares Glas\nSpannen Weiten Höhen Bogen\nBlut verglast\nWucht entwichtet"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "99", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.3", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 116, "texte": "Stahl verweht\nFliegen weitet Bogen Riesen\nReißen Netze\nRiesen übertaumelt\nSausen irr\nGleiten Starre\nSturz zerschrien"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1919-10-10-01-c004", "article_bluemountain": "bmtnabg_1919-10-10_01#c004", "volume": "bmtnabg_1919-10-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "99", "page_fin": "103", "image_debut": 3, "image_fin": 7, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.2.4", "titre_corps": "Die Zwiebel", "titre_sommaire": "Die Zwiebel", "signature_source": "Kurt Schwitters", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "99", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.3", "debut_caractere": 118, "fin_caractere_exclue": 4021, "texte": "Die Zwiebel\nKurt Schwitters\n\nEs war ein sehr begebenwürdiger Tag, an\ndem ich geschlachtet werden sollte. (Fürchte\ndich nicht, glaube nur!) Der König war be-\nreit, die beiden Sekundanten warteten. Der\nSchlächter war auf halb sieben Uhr bestellt;\nes war ein Viertel auf sieben Uhr, und ich\nselbst ordnete die nötigen Vorbereitungen\nan. Wir hatten eine geräumige Diele ausge-\nwählt, so daß viele Zuschauer bequem teil-\nnehmen konnten, Telephon war in der Nähe.\nDer Arzt wohnte im Nachbarhause und hielt\nsich bereit für den Fall, daß von den Zu-\nschauern jemand ohnmächtig werden sollte.\n(Andenken an die Konfirmation.) Zwei ge-\nwaltige Flaschenzüge hingen unter der\nDecke, um mich hochzuwinden, falls ich aus-\ngenommen werden sollte, Vier starke\nKnechte standen für Handreichungen zur\nVerfügung, ehemalige russische Kriegsgefan-\ngene, breite, knochige Gestalten. (Zeitschrift\nfür Haus- und Grundbesitz,) Zwei saubere\nMägde waren auch zur Stelle, blitzsaubere\nDirnen, Es war mir ein angenehmer Gef-\ndanke, daß diese beiden hübschen Mädchen\nmein Blut quirlen und meine inneren Teile\nwaschen und zubereiten sollten.\nDie Diele war sauber gefegt und gewaschen,\nZwei lange weißgescheuerte Tische hatte\nich an die eine Seitenwand stellen lassen;\ndarauf standen etliche Schalen, Messer und\nGabeln, Ich ließ jetzt gerade ein Wasch-\ngeschirr, Wasser und Handtuch bringen, auch\netwas Seife (Sunlight.) Anna und Emma, die\nbeiden Mägde, brachten einen Kübel und\neinen Quirl Es ist doch ein eigentümliches\nGefühl, wenn man in zehn Minuten ge-\nschlachtet werden solL (Die Opfer der Mut-\nterschaft.) Ich war bislang in meinem gan-\nzen Leben noch nicht geschlachtet worden,\nDazu muß man reif sein, Ja, überhaupt wenn\ndie Kartoffeln erst raus müssen, und der\nHafer ab ist, dann wirds schlecht. Wir haben\nüberhaupt noch keinen rechten Sommer ge-\nhabt, Zehn Minuten können sehr lang er-\nscheinen, (Glaube, Liebe Hoffnung,) (Enten\ngänsen auf der Wiese,) Es war alles bis aufs\nkleinste vorbereitet.\nDa kam auch schon die Prinzessin. Sie hatte\nein kurzes, weißes Röckchen an, ein wenig\nkraus gesessen, aber es stand ihr gerade sehr\nanmutig. Der Kirchturm ist nämlich sehr\nsteil. Lenzesflur, in Freundschaft gewidmet,\nHüpft strampeln Königstochter Beinchen\nzierlich. Ich liebe diese zierlichen stram-\npeln Hüpfekönigstochterbeinchen Schwanz\nwedelt saure Sahne, Sie stellte sich Tinten-\nglas vor mir und fragte glockenrein weiß\nSpitzen sauber: „Sollen Sie heute geschlach-\ntet werden?\" Heiß fischen Messer schießen\nBlut, Ich senkte purpurn Augen und war\nvon ihrem Gruße beglückt. „Wie schön bist\nDu, Aives Bäsenstiel, ein schöner Mann!\"\nsagte sie rot Lippen Ader kochen Blut,\nglückliche Reise! Keck spitzfaden Nase:\n„Ich bringe Dir den letzten Gruß der Welt,\nNonne sollst Du werden! (Mein Haus sei\nDeine Welt.) (Leder ohne Kopf) (Walk-\nleder nach Nabelmaß.) Sie haben es sicher\ndiese Lage recht eilig, um alles einzurichten\nauf diesen ernsten Tag. (Friede sei mit Dir,)\nWie sind Sie so schnell reif geworden, über-\nreif! Wie können Sie freudig auf Ihre Reife\nblicken! Möge sie Ihnen nur immer Freude\nbereiten! Wie schön, daß sich das Wetter an\nIhrem Schlachttage hält, daß der Schlächter\nper Rad zu Ihnen fahren kann.\" (Echt Brüs-\nseler Handarbeit.) Gesund zu sein ist Glückes\nGunst. „Erlauben Sie, Prinzeßchen, daß ich\neben telephoniere. Es ist bereits halb sieben\nUhr, und der Schlächter ist noch nicht da.„\n„Hallo! Sind Sie der Schlächter selbst? Die\nZuschauer werden ungeduldig, warum kom-\nmen Sie nicht?\" (Von nun an bis in Ewig-\nkeit!) „Beginnen Sie nur die Feierlichkeiten!\nSoeben habe ich meine Schwester als Wet-\nterhahn auf den Kirchturm gespießt. Der\nKirchturm ist nämlich sehr steil und oben\nstachelt Fisch in der Peitscheluft. Der Blitz-\nableiter war sehr verrostet und wollte nicht\nrecht durch den Bauch meiner Schwester\nspießen. Doch blank stachelt Fisch in der\nPeitschestank, Beginnen Sie nur mit den\nFormalitäten!\""}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "100", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.4", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 4031, "texte": "Ich ließ den König rufen, ~Majestät, ich be-\nfehle Euch meine schöne Gestalt! Befehlen\nEure Majestät über meinen Leichnam!\" (Die\nsechsgespalteno Millimeterzeile kostet 20\nPfennig.) Der Knöig winkte, (Fortuna\nSchärfmaschine,) Die beiden Sekundanten\nin schwarzem Gehrock und schwarzen Hand-\nschuhen, Zylinder und schwarzer Binde stell-\nten sich zur Seite des Königs auf. Ein\nschwarzer Hund flog quer krächzend vorbei,\nDer König winkte wieder. Die vier Russen,\nAnna und Emma machten sich bereit für\nHandreichungen, Der König winkte wieder,\nDie Sekundanten näherten sich mir, stellten\nsich vor und fragten mich nach meinem letz-\nten Wunsche, .(Schau auf zum Stern,) Ich\nbat darum, daß die Prinzessin das große Ar-\nbeiterlied singe und mich dann küssen\nmöchte, (Unköpfige Hälse, Vacheleder.)\nEine Dame aus der Begleitung des Königs fiel\nohnmächtig zu Boden, Man holte den Arzt,\nFest peitscht innig. Die Prinzessin sang:\n„Arbeiter orgelt\ncis-d\ndis-es\nv *. : s- .\nis^e\n*\ndu deiner dir dich\n8\n>y\ndas ganze große Arbeiterlied, Laternenpfahl\norgelt küssen breite Röcke wogen weiße\nSpitzen Kuß. Schlingen Arme breite Röcke\nwogen Hals Spitzen warme Röhren glatten\nschlank Frische Karpfen, Karpfen, Karpfen,\n(Priere de fermer la porte,) Bitte, bitte, Tür\nzu, Du Du Du! Ich liebe Dich ja so sehr!\n(Die Welt mit ihren Sünden,)\nNun schlachtet mich!\nDer König winkt wieder, der Schlächter\nfährt vor. Das Haus ist stumm. Pro patria\nest, dum ludere videmur, (Blau rot gelbe\nMädchenkompagnie.) (Rauchen verboten,\nebenso das Inderhandhalten einer nicht bren-\nnenden Zigarre.) Zwei Knechte führen sein\nFahrrad ab. (Reichsnotopfer,) Ein Knecht\nbringt eine Keule, groß Ballon zitronen-\nbleich, (Halte, was du hast!) Der Schlach-\nter hat einen blaugestreiften Kittel wehen\nTuch, (Zuckerrübenmädchen, (Oktober neigt\nZeremonie Rivalen Sekundanten, — Los! —-\nIch Igel! — Der Schlächter lehnt zurück,\nschräg Kopf, die Keule hinten oben. (Die\nhöchste Zier, die schönste Freud ist eine\ntraute Häuslichkeitl) Der Schlächter springt\nvor, (Das ist die Liebe!) schwingt Keule\nsenken senken schwer schwer schwer, innig\npeitscht senken schwer schwer sehr sehr\nsehr sehr, —\nMein Schädel brach ein.\nNun mußte ich zusammenbrechen; also brach\nich zusammen. Zusammen zusammen zu-\nsammen flach, Aaaaa aaaaa aaaaa aaaaa b,\n(Beifall auf allen Bänken.) .\nWas sollte nun werden? Man band meine\nArme und meine Füße an Winden, Winden\nwinden empor, Senken schlingt flach zu-\nsammen schief ausgebreitet. (Aufruf an alle\nHand- und Kopfarbeiter.) Man stach mich\nin die Seite. Blut rinste Eimer blau Strahl\nrot dick Peitsche, Dreht Mägde Quirl zu-\nsammen rädern Eisenbahn Maschinen quir-\nlen Emma Anna. (Unschuldsvoll zu heiigem\nBund hast du heut dein Herz geweiht!) Der\nKönig verlangte zu trinken, Blau sengte\nFlamme Mord sehr ab sehr ab. Hohl brennt\nder Magen Flamme Schwefel Blut. Seit der\nZeit hat der König keinen Bart mehr. Bleib\ntreu der Pflicht, sei getreu. (Ueberreicht von\nder Schriftleitung.) Es hat nämlich alles\nseine Wissenschaft, (Amplifikatores, jßäte\ngenossenschaft für kapitalistischen Aufbau,\nBerlin.)\nMan wollte mich ausnehmen, (Neueste Moc:\ncabonbons, Neuheit,) Umsteiger fahren Mes-\nser schlitzen zittern Eingeweide, (Friedens-\nware,) Es war ein sehr begebenwürdiges\nGartenrestaurant, Ich fühlte tausend Freu-\nden Retter Morgen zwanzig. Drei Lustren\nnur hat das im Glashaus gezüchtete Wesen\ngeblüht, (Brausender Befall,) Mondkalb\nglänzt innen sanft zog Eingeweide Fett\nSchmerz sanft enttäubt. (Alles für die rote\nArmee,) Sauber, sauber, seid sauber Mäd-\nchen, sauber beim Waschen, daß nichts ver-\nbrennt, (Gott schütze dich.) (Gott schütze\ndich,)\nFlamme heiß, Flamme heiß! Regenwürmer\nspielten innen sanft in meinem Bauche, es\nkitzelt leise, Der König gierte meine Augen,\nHol, Königstochter, mir die Augen des Jo-\nchanaan! (Heut ziehst du aus dem Vater-\nhaus!) Runde Kugeln innen glatten Schleim\nsprangen aus die Augen sanfte Hände voll\nentgegen. Auf einem Teller Messer Gabel\nservierte man die Augen, (Schwerhörige und\nertaubte Krieger erhalten kostenlos Rat und"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "102", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 4434, "texte": "Auskunft.) Glatt schleimte Austern Augen\nsenken Magen schwer. Kinder unter zwölf\nJahren werden nur in Aufsicht und unter Be-\ngleitung Erwachsener zugelassen, Kinder un-\nter acht Jahren müssen außerdem auf Ver-\nlangen an der Hand geführt werden. E'n-\ntrittsgeld 50 Pfennige, mindestens aber eine\nMark.)\n„Gift!\" schrie der König und wälzte sich am\nBoden. (Die Welt zu vermehren, steht die\nWiege hoch in Ehren.) „Träume süß, ich bin\nvergiftet.\" (August hat 31 Tage, die läge\nnehmen eine Stunde und 56 Minuten ab.)\nJa, es ist furchtbar. ~Herr, ich baue auf\nDich, ich hebe meine Hände!\" Zwei P)lze\nwuchsen Augen Stiel glatt Knollen Milch\nempor und bohrten Löcher zwei in Königs\nBauch. Stieläugig äugten Augen. Stumm\nschreckte Königs Kreide. Die Prinzessin\nhatte ein fürchterliches Herzklopfen. (Ayel-\nlin beseitigt den Geruch körperlicher Ab-\nsonderungen.) Ihr Vater tat ihr so schreck-\nlich leid. Der Arzt wurde gerufen und be-\nmühte sich um die Löcher im Bauche des\nKönigs. (Veritas vincit mit Anna Blume in\nder Hauptrolle.) Der alte König war ohn-\nmächtig geworden. Furcht gipfelt Silber sar-\nten Stein zu Stein. Die Prinzessin winkte\nund befahl, daß ich wieder zusammengesetzt\nwerden sollte. (So werden Bettfedern ge-\nreinigt, entstäubt, gewaschen, gedämpft und\ngetrocknet.)\nMan begann mich wieder zusammenzusetzen.\nMit einem sanften Ruck wurden zuerst\nmeine Augen in ihre Höhlen gedrückt.\n(Fürchte dich nicht, Glaube, Liebe Hoffnung\ns:nd die Sterne.) Dann holte man meine in-\nneren Teile. Es war zum Glück noch nichts\ngekocht, auch noch nichts zu Wurst zer-\nhackt. (Vaincu, mais non dompte.) Und\ndoch ist man zufrieden, wenn man noch\neinen schönen Herbst kriegt. Infolge der\nmir eigenen inneren magnetischen Ströme\nschössen meine inneren Teile, sobald sie ein-\ngesetzt waren, ruckweise zusammen und haf-\nteten fest und richtig aneinander. (Die Kunst\ndes glücklichen Lebens in der Ehe.) Beim\nOrdnen der Eingeweide waren gewisse\nSchwierigkeiten zu überwinden, weil sie ein\nwenig durcheinander geraten waren. (Der\nheilige Florian ist ins Deutsche Theater über-\ngesiedelt. Allabendlich stürmische Heiter-\nkeitserfolge.) Aber ich merkte, was los war\nund lenkte meine magnetischen Ströme hin\nund her, kreuz und quer, ein zwei eins zwei\neins zwei eins der Ton zerwühlen Balken im\nAuge. Ich zog und zerrte magnetisch an den\nEingeweiden, bis alle wieder richtig an ge-\nwohnter Stelle lagen. Dabei kam mir meine\nKenntnis des inneren Menschen sehr zugute.\n(Ein Jahr Probedienst, dann feste Anstellung\nals preußischer Staatsbeamter.) Jawohl!\nMan hatte meine festen Teile mittlerweile\nsammengesetzt, nun fehlte das Blut noch.\n(Bordens sweet milk-chccolate.) Die Mägde\nhielten die Schale mit Blut unter den Stich\nin der Seite und quirlten umgekehrt. Der\nKönig stöhnte laut. Durch meine magneti-\nschen Ströme hob sich ein dicker Strahl Blut\naus der roten Fläche und stieg in meine\nWunde in der Seite. (Was jede Frau wissen\nmuß, darf man den Mädchen nicht sagen.)\nMeine Adern füllten sich langsam, das Herz\nwar voll, die inneren Teile nahmen Blut auf-\nAber das Herz rührte sich noch nicht, ich\nwar noch tot. (Frisch gestrichen.) Der\nSchlächter berührte die Wunde in meiner\nSeite mit dem Messer, stach tief hinein und\nzog das Messer heraus, und — die Wunide\nwar zu. (Hier abtrennen und an obige\nAdresse senden.) Darum sollte jede Frau\nwenigstens nach der Eheschließung sieb be-\nlehren. Ich hatte meine Teile nun wieder\nzusammen, es waren bloß einige Lücken, da\nkleine Fetzchen an den Messern haften ge-\nblieben waren. Der Wunsch und das Be-\ndürfnis dazu sst Wohl vorhanden, aber es\nfehlt an Gelegenheit. Es fehlte auch ziem-\nlich viel Blut, weil der König es getrunken\nhatte. (Für die Ideale des Sozialismus.) Seit\nder Zeit b:n ich etwas blutarm. Nimm den\nKäfig mit nach Hause und kauf dir einen\nVogel. Man senkte Wiinden winden Fla-\nschenzüge hinab. Nun mußte ich mich auf-\nrichten, das fühlte ich, und so richtete ich\nmich auf; erst Behr schnell, dann immer\nlangsamer werdend, bis ich stand. (Ruppig\ngeworden sind mir Herz und Maul.) Im\nReiche der Burgunden wuchs ein Mägdelein;\nich bin ja nur ein Weib, Sei eingedenk, o\nKind, Wohin du ziehst! Werde fromm und\ngut! Bleib fromm, o Kind, tritt ohne Scheu\nins Leben ein! (Wählt sozialistisch!) D:e\nbeiden Sekundanten nahmen feierlich neben\nmir Platz und faßten meine Hände. (Anfer-\ntigung von Rezepten für alle Krankenkas-\nsen.) Die schöne Kinderzeit verrann, der\nKampf des Lebens fängt nun an. Ich war"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "103", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3496, "texte": "sehr gespannt darauf, wie man mich nun zum\nLeben wie der erwecken wollte, (Ismusord-\nner von Jefim Golycheff.) Das Berühren der\nSammlungsgegenstände ist aufs strengste un-\ntersagt. Mir schwindelte. (Strindberg leise\nunterwühlen Stramm.) Unser guter alter\nLehrer pflegte seinen Unterricht gern mit\netwas Humor zu würzen, und das war kein\nFehler. (Sonnenblick.) Ich glaube an gar\nnichts. (Posaunenfest.) Richtig geraten!\nAufruf in schwerster Zeit an bibelgläubige\nevangelische Lehrerinnen! (Was der Mann\nvon der Schwangerschaft und Entbindung\nwissen muß.) Dein Maul ist eine Säge.\nZahnarzt Sonnenschein.)\nDer Schlächter nahm seine Keule wieder\nzur Hand, (Die Tragödie der Menschwer-\ndung.), stellte sich vor mich (das Verhalten\ndes Mannes während der Schwangerschaft,)\nund legte die Keule sanft auf meinen ge-\nspaltenen Schädel. (Rudolf Bauer ist doch\nein Künstler.) Anna Blume warten lilablaue\nRosen schießt Stachel Lücke Lunkebett,\n(Reif zum Pflücken, innig vereint.) Teilweise\nAufklärung verfehlt ihren Zweck. Dann\nsprang der Schlächter mit einem gewaltigen\nRuck zurück. (Der Oberst ist und bleibt ein\nGentleman, wenn er auch ein Idiot ist.) Die\nFrau muß alles wissen. Es gab e'nen gewal-\ntigen Krach, als die Keule sich von meinem\nKopfe löste. Die Gelegenheit hierzu bietet\nein nur für Frauen bestimmtes Werk. In-\nhaltsverzeichnis: 1. Wie man Liebe gewinnt.\n— 2. die gezähmte Widerspenstige. — 3. Was\nMädchen beim Manne schätzen. — 4. Etwas\nvom Küssen. — 5. Wie man Eindruck machen\nkann. — 6. Wenn man einen Korb erhält. —\n7. Ist die Ehescheu berechtigt? — 8. Ur-\nsachen der Keuschheit. — 9. Aeltere An-\nsichten. — 10, Wie kann man Maß halten?\n11. Ein guter Rat. — 12. Ist Liebe blind? —\n13. Wie erkennt man echte Liebe? — 14. Das\nVorleben des Mannes. — 15. Das Intimste\nvom Intimen. — 16. Der neue Glaube. —\n17. Der dunkle Stern. Der Schlächter sprang\nrückwärts gehend in seine ursprüngliche\nAusgangsstellung zurück. (Er soll dein Herr\nsein.) Die Stütze der Firma aber bleibt\nhübsch brav, Jamais palpitations embrasse.\nDie Stücke meines Schädels flogen wieder\nzusammen, ich war so ungefähr wieder heil.\n(Süßer Augenblick.) Puffer machste nich,\nund Jurken sind dich zu fett. Das Theater\nist überhaupt nur da für Menschen, die über-\nHaupt keine Menschen sind. Versand erfolgt\ngegen Voreinsendung des Betrages, das Buch\nist reich illustriert.\nEs war ein ganz eigentümliches Gefühl, wie-\nder lebendig zu sein. Selterswasser Segel\nleuchten Duft Maria. Ich fühlte, daß ich ein\nwenig Pose machen mußte, und so machte\nich ein wenig Pose. (Der König starb ge-\nrade.) Mit großer Geste ging ich auf die\nKönigstochter zu und reichte ihr stumm die\nHand. (Küsse mich!) Die Königstochter fiel\nvor mir auf ihre hübschen spitzen Knie. (Aus\nder engeren Heimat.) Der Arzt fletschte\ninzwischen Eisbeine. Fortsetzung der offe-\nnen Stellen in der Beilage, Sie bat mich\ninständig, nun ihren Vater zu erretten. Das\nGlück im Heidehaus.) Ich wußte, daß ich\nhier nicht gutmütig sein durfte, an der Gut-\nmütigkeit erkennt man den Dummen. (Anna\nBlume bleibt hart.) (Gefährliches Alter.)\n~Dein Vater,\" sagte ich, „der König, der\nKönig bleibt tot.\"(Schleifleder aus Seehunds-\nfellen.) Der Arzt fiel in Ohnmacht. Ich ließ\ndem König zwei gelbe Wachskerzen in die\nLöcher im Bauch stecken und ließ die Kerzen\nanzünden. (Briefmarken werden in Zahlung\ngenommen.) Als die Flamme durch die Lö-\ncher in den Bauch des Königs schlug, explo-\ndierte der König, Das Volk aber brachte ein\nHoch auf mich aus, (Sozialismus heißt ar-\nbeiten.)"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1919-10-10-01-c005", "article_bluemountain": "bmtnabg_1919-10-10_01#c005", "volume": "bmtnabg_1919-10-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "101", "page_fin": "101", "image_debut": 5, "image_fin": 5, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.2.4.1", "titre_corps": "Johannes Molzahn: Holzschnitt / Vom Stock gedruckt", "titre_sommaire": "Johannes Molzahn: Holzschnitt / Vom Stock gedruckt", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 5, "page_imprimee": "101", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 50, "texte": "Johannes Molzahn: Holzschnitt / Vom Stock gedruckt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1919-10-10-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabg_1919-10-10_01#c006", "volume": "bmtnabg_1919-10-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "103", "page_fin": "106", "image_debut": 7, "image_fin": 10, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.2.5", "titre_corps": "Die neue Kunst", "titre_sommaire": "Die neue Kunst", "signature_source": "Lothar Schreyer", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 7, "page_imprimee": "103", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.7", "debut_caractere": 3498, "fin_caractere_exclue": 3528, "texte": "Die neue Kunst\nLothar Schreyer"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "103", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.7", "debut_caractere": 3543, "fin_caractere_exclue": 4222, "texte": "Die Bildhauer künden das Gesicht mit Li-\nnien und Flächen, Der Gegensatz zur soge-\nnannten klassischen Kunst ist bei der Bild-\nhauerkunst besonders deutlich. Die Bild-\nhauer der Klassiker mühen sich um die Ge-\nstaltung des schönen Menschen. Uns ist es\ngleichgültig, ob die Körperform eines Men-\nschen schön ist oder nicht. Der nackte\nMensch ist für unser Werk ebenso gleich-\ngültig wie der bekleidete. Der menschliche\nKörper ist nicht das Ausdrucksmittel unserer\nBildhauerwerke. Die menschenähnliche Form\nist ein Einzelfall in den Erscheinungen \"ler\nGesichte. Es gibt gegenständliche und un-\ngegenständliche Bildhauerwerke, Auch das\nMaterial ist nicht wie in der klassischen Zeit"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "104", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.8", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 4295, "texte": "maßgebend für die Gestaltung, Es wird nicht\neinmal ein Körper gestaltet, Maßgebend für\ndie Gestaltung ist allein der schöpferische\nZwang des Gesichts. Ein Bildhauerwerk er-\nscheint dann, wenn der Künstler gezwungen\nist, mit Linien und Flächen im Raum zu ge-\nstalten. Ob diese Linien und Flächen einen\nKörper umschließen oder nicht, ist gleich-\ngültig, Und aus welchem Material diese Li-\nnien und Flächen gebildet sind, ist gleichgül-\ntig. Zwangvoll wie Linie und Fläche er-\nscheint auch die Farbe des Bildhauerwerkes,\nJedes Bildhauerwerk ist nach seinem eige-\nnen Gesetz mit einem Rhythmus gestaltet.\nDie rhythmische Linie als wesentlich ist zu-\nerst in der Gegenwart in den Bildhauerwer-\nken von Umberto Boccioni gegeben. Die\nrhythmische Fläche als wesentlich haben zu-\nerst in der Gegenwart die Bildhauerwerke\ndes Russen Archipenko und des Deutschen\nOswald Herzog. Rhythmische Linie und\nrhythmische Fläche als wesentlich vereinen\nzuerst in der Gegenwart die Bildhauerwerke\ndes Deutschen William Wauer.\nWenn es von William Wauer Bildhauer-\nwerke gibt, die als Porträtbüsten bezeichnet\nwerden, so darf man hierbei nicht an das\ndenken, was die unkünstlerische Zeit Por-\nträtbüsten nennt. Diese unkünstlerische Zeit\nhat Modelle, die sie mehr oder weniger idea-\nlisiert nachzubilden sucht. Dieses Nach-\nahmen ist eine Tätigkeit der Handfertigkeit\nund des Wissens. Das Studium der Anato-\nmie des menschlichen Körpers und die Fer-\ntigkeit, das, was man mit den äußeren Augen\nsieht, dem Eindruck entsprechend wieder-\nzugeben, ist Voraussetzung. Diese Nicht-\nkunstwerke sind Erinnerungsobjekte für das\nPanoptikum und die gute Stube. Diese Denk-\nmäler einer unkünstlerische Zeit sind Be-\nweisstücke für die Ueberhebung der Persön-\nlichkeit, des eingebildeten Sonderwertes der\nMenschen, die diesen Wert nicht opfern, son-\ndern erhalten wollen. Wenn einer unserer\nKünstler sein Werk Porträtbüste nennt, so\nist sein Werk keine Nachahmung der Kör-\nperform von Herwarth Waiden oder Rudolf\nBlümner, Entweder ist die Erscheinung des\nMenschen der Anlaß für die künstlerische\nEkstase gewesen, oder das Gesicht des\nKünstlers zeigt Formvorstellungen, die den\nKörperformen des bestimmten Menschen äh-\nneln, und die der Bildhauer in seinem Werk\nkündet, Ein solches Werk hat dann nicht\nden Organismus des menschlichen Kör-\npers, da es nicht vom organischen Ge-\nsetz des menschlichen Körpers gestaltet\nist. Das Kunstwerk ist ein Organismus\nfür sich mit dem eigenen organischen Ge-\nsetz seines Rhythmus, Das Bildhauerwerk\nist also weder ein anatomisches Präparat\nnoch im natürlichen Sinne einem bestimmten\nMenschen oder überhaupt einem Menschen\nähnlich. Dennoch ist ein Gemeinsames zwi-\nschen dem Bildhauerwerk „Herwarth Wai-\nden\" und dem Menschen Herwarth Waiden\nfühlbar. Dieses Gemeinsame ist aber keine\nkörperliche Aehnlichkeit, sondern eine\nrhythmische Aehnlichkeit, Das Lebendigsein\ndes Menschen, seine innere Bewegung hat\neinen bestimmten Rhythmus, der durch die\nKörperform verhüllt wird. Ein diesem Rhyth-\nmus des Menschen ähnlicher Rhythmus ist\ndas werkgestaltende Gesetz des Bildhauer-\nwerkes, So ist das Verhältnis zwischen dem\nMenschen Herwarth Waiden und Wauers\nBüdhauerwerk, das den Namen Herwarth\nWaiden trägt. Für das Kunstwerk selbst ist\ndieser Name belanglos ebenso wie das Ver-\nhältnis zwischen Mensch und Kunstwerk,\nBaukünstler kennt die Gegenwart noch nicht,\nJeder Bau wird auch heute mit der bewuß-\nten Absicht einer Zweckdienlichkeit geschaf-\nfen, Jedes Haus ist eine Bedürfnisanstalt,\nAuch die Kirchen sind das geworden. So-\nlange Menschen bauen, um ihre menschlichen\nBedürfnisse des Körpers und des Geistes zu\nbefriedigen und weder etwas von ihren Be-\ndürfnissen noch von ihren Befriedigungsmit-\nteln opfern können, werden keine Baukunst-\nwerke gebaut werden. Ich kann daher nur\nvon Bauwerken sprechen, die Gestaltung\nmeiner Gesichte sind. Diese Bauwerke sind\nnoch nicht gebaut. Sie sind in Plänen ge-\nstaltet.\nJedes Bauwerk hat sein Gesetz, hat seinen\nRhythmus. Träger des Rhythmus sind die\nkonstruktiven Teile des Baues. Wesentlich\nist nicht der Grundriß oder die Fassade, also\nnicht die Zweckdienlichkeit oder Sichtseite\ndes Baues, Die Konstruktion des Baues ist\nnicht verhüllt. Die Konstruktion des Baues\nträgt keine Körper. Die Konstruktion des\nBaues trägt Flächen, durch die die Linien der"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "106", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1660, "texte": "Struktur verbunden sind, Es ergeben sich\nals Gestaltungsmittel des Bauwerks die glei-\nchen Mittel wie für das Bildhauerwerk; Li-\nnien und Flächen, Wie dort sind beide Mit-\ntel von einem rhythmischen Prinzip gestaltet.\nEs ist nicht nötig, daß die Struktur der Li-\nnien eine technisch notwendige ist. Ueber\nder Logik des Verstandes steht die künst-\nlerische Notwendigkeit. Eine im Sinne der\nTechnik unsinnige, weil überflüssige Linien-\nführung der Struktur kann künstlerisch not-\nwendig sein, Wie in der Linienführung zahl-\nlose Gestaltungen möglich sind, so auch in\nder Flächenführung, Mit der wagerechten,\nsenkrechten, schrägen Fläche und den aus\nden sogenannten Stilen bekannten Gewölbe-\narten sind die Flächen nicht erschöpft, Die\nBauwerke können alle Flächenarten haben,\ndie theoretisch möglich sind. Die Unter-\nschiede von den Bildhauerwerken sind fol-\ngende: Die Flächen des Bildhauerwerkes lie-\ngen auf der Oberfläche einer Stoffmasse, und\ndie Struktur des Bildhauerwerkes liegt als\nLinie ebenfalls auf der Oberfläche dieser\nStoffmasse, Das Bauwerk hat nicht nur\nOberflächen, sondern auch Innenflächen, und\ndas Liniennetz des Aufbaues teilt Ober-\nflächen und Innenflächen rhythmisch. Jede\nFläche des Bauwerkes ist zugleich eine Farb-\nform, Alle Farbformen, alle Flächen des\nBauwerkes stehen als Farbform in einem\nkompositioneilen Verhältnis zueinander,\nAuch hier geben sich unendliche Möglichkei-\nten, Die Außenseite des Baues kann in den\nverschiedensten Farben aufgebaut sein, Die\nFarbenzusammenstellung gliedert die Fläche\nrhythmisch. Der Rhythmus kann von links\nnach rechts, von rechts nach links, von oben\nnach unten, von unten nach oben bewegt\nsein."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1919-10-10-01-c007", "article_bluemountain": "bmtnabg_1919-10-10_01#c007", "volume": "bmtnabg_1919-10-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "105", "page_fin": "105", "image_debut": 9, "image_fin": 9, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.2.5.1", "titre_corps": "Kandinsky: Aquarell 6", "titre_sommaire": "Kandinsky: Aquarell 6", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 9, "page_imprimee": "105", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.9", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 21, "texte": "Kandinsky: Aquarell 6"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1919-10-10-01-c008", "article_bluemountain": "bmtnabg_1919-10-10_01#c008", "volume": "bmtnabg_1919-10-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "106", "page_fin": "109", "image_debut": 10, "image_fin": 13, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.2.6", "titre_corps": "J’ai tué : Blaise Cendrars", "titre_sommaire": "J’ai tué : Blaise Cendrars", "signature_source": "Zeichnungen von Fernand Léger", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 10, "page_imprimee": "106", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.10", "debut_caractere": 1681, "fin_caractere_exclue": 3366, "texte": "J’ai tué\nBlaise Cendrars\nZeichnungen von Fernand Léger\n\nlis viennent de tous les horizons, Jour et\nnuit, 1000 trains deversent des hommes et\ndu mat£riel, Le soir, nous traversons une\nville d£serte, Dans cette ville, il y a un\ngrand hötel moderne, haut et carre, C'est\nle G.Q.G, Des automobiles ä fanion, des\ncaisses d'emballage, une chaise-balancoire\nde bazar. Des jeunes gens tres distingues,\nen tenue impeccable de chauffeur, causent\net fument, Un roman jaune sur le trottoir,\nune cuvette et une bouteille d'eau de Co-\nlogne, Derriere l'hdtel, il y a une petite villa\nenfouie sous les arbres, On nen voit pas\nbien la fa£ade, Une tache blanche, La route\npasse devant la grille, tourne et longe le mur\ndu parc, On manche soudain sur une pro-\nfonde litiere de paille fraiche qui absorbe le\nbruit trainard des milliers et des milliers de\ngodillots qui viennent, On n'entend que le\nfrolement des bras balances en cadence, le\ncliquetis d'une baionette, d'une gourmette ou\nle heurt mat dun bidon. Respiration d'un\nmillion d'hommes, Pulsation sourde, Invo-\nlontairement, chacun se redresse et regarde\nla maison, la petite maison du generalissime,\nUne lumiere filtre entre les volets disjoints,\net dans cette lumiere passe et repasse une\nombre amorphe. C'est LUI. Ayez pitie des\ninsomnies du Grand Chef Responsable qui\nbrandit la table des logarithmes comme une\nmachine ä prieres, Un grand calcul de pro-\nFassomme sur place. Silence, II\npleut, Au bout du mur, la paille cesse, L'on\ntombe et repatauge dans la boue. C'est la\nnuit noire, Les chants de marche repren-\nnent de plus belle.\nCatherine a les pieds d'cochon\nLes chevilles mal faites\nLes genoux cagneux\nLe crac moisii\nLes seins pourris"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "107", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.11", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3008, "texte": "Voici les routes historiques qui montent au\nfront,\nA nous les gonzesses\nQu'ont du poil aux fesses\nOn les reverra\nQuand la classe (bis)\nQuand la classe reviendra\n*********\nSoldat, fais ton fourbi\nPas vu112 pas pris\nMes vieux roustis\nEncore un bicot d'encule\nDans la cagna de Tadjudant\n*********\nPere Grognon\nDescends ton pantalon\nTiens, voilä du boudin (ter)\nPour les Alsaciens, les Suisses\net les Lorrains\nl'*Poo**ß\nPan, pan l'Arbi\nLes chacals sont par ici\n«\n****** * * ,\nC'etait par un soir de printemps\nDans l'extreme~sud une colonne en marche\n***>* * * * * *\nVlä rbat* d'Af qui passe\nQui passe et repasse\nSauf les Tonkinois\nQui vont s' la tirer dans trois mois\nLes camions ronflent. A gauche, ä droite,\ntont bonge lourdemeöt, pesamment. Tont\ns'avance par ä»coups, par saccades, dans la\nm£me direction, Des colonnes, des masses\ns'6branlent, Tout le tremblement, Cela sent\nle cul de cheval entflamme, la motosacoche,\nle phenol et l'anis. On croirait avoir aval 6\nune gomme tant Fair est lourd, la nuit ir-\nrespirable, les champs empest6s, L'haleine\ndu pere Pinard empoisonne la nature. Vive\nl'aramon dans le ventre qui brüle comme une\nnie da ille vermeille! Soudain un avion s'en-\nvoie dans une grande petarade, Les nuages\nl'avalent, La lune roule par derriere. Et\nles peupliers de la route nationale tournent\ncomme les rayons d'une roue vertigineuse.\nLes collines degringolent, La nuit cede sous\ncette poussee, Le rideau se dechire, Tout\npete, craque, tonne, tout äla fois. Embrase-\nment general, Mille eclatements, Des feux,\ndes brasiers, des explosions, C'est l'ava-\nlanche des canons, Le roulement, Les bar-\nrages, Le pilon, Sur la lueur des cleparts\nse profilent 6perdus des hommes obliques,\nl'index d'un ecriteau, un cheval fou, Batte-\nment dune paupiere, Clin d'oeil au ma-\ngnesium, Instantan6 rapide, Tout dispa-\nrait, On a vu la mer phosphorescente des\ntranchees, et des trous noirs, Nous nous\nentassons dans les paralleles de d6part, fous,\ncreux, hagards, mouilles, ereintes et vannes,\nLongues heures d'attente, On grelotte sous\nles obus. Longues heures de pluie. Pelit\nsignification, redouble d\"intensit6, Cela se\nenormes comme des baleines saoules. Cela\ns'enchaine, forme des phrases, prend une\nfroid, Petit gris, Enfin l'aube en chair de\npoule, Campagnes devastees. Herbes ge-\nlees, Terres inertes, Cailloux souffreteux,\nBarbel6s cruciferes, L'attente s'eternise,\nNoirs sommes sous la voüte des obus, On\nentend les gros peperes entrer en gare, II\ny a des locomotives dans Tair, des irains in-\nvisibles, des t£lescopages, des tamponne-\nments, On compte le coup double des ri-\nmaillios, L'ahannement du 240, La grosse\ncaisse du 120 long. La toupie ronflante du\n155, Le miaulement fou du 75, Une arche\ns'ouvre sur nos tetes, Les sons en sortent\npar couple, male et femelle, Grincements,\nChuintements, Ululements, Hennissements,\nCela tousse, crache barrit, hurle, crie et se\nlamente, Chimeres d'aeier et mastodontes\nen rut, Bouche apocalyptique, poche ou-\nverte, d'oü plongent des mots inarticul^s,"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "108", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.12", "debut_caractere": 15, "fin_caractere_exclue": 3757, "texte": "pr£cise, On un rythme ternaire\nticulier, une cadence propre, comme un ac-\nccnt humain, A la lorigue, ce bruit terrifiant\nne fait pas plus d'effet que le bruit d'une\nfontaine, On pense ä un jet d'eau, ä un jet\nd'eau cosmique, tant il est regulier, ordonn£,\ncontinu, mathematique. Musique des sphe-\nres, Respiration du monde. Je vois nette-\nment un plein corsage de femme qu'une emo-\ntion agite doucement, Cela monte et des-\ncend, C'est plein. Puissant, Je songe ä\nLa G6ante de Baudelaire, Sifflet d'argent.\nLe colonel s'£lance les bras ouverts. C'est\nl'heure H. On part ä l'attaque la cigarette\naux levres, Aussitöt les mitrailleuses alle-\nmandes tic-taquent, Les moulins ä caf6 tour-\nnent, Les balles crepitent, On avance en\nlevant l'epaule gauche, l'omoplate tordue sur\nle visage, tout le corps d6soss£ pour arriver\näse faire un bouclier de soi-meme, On a de\nla fievre plein les tempes et de l'angoisse\npartout. On est crisp&, Mais on marche\nquand m£me, bien aligne et avec calme. II\nn'y a plus de chei galonn£, On suit instinc-\ntivement celui qui a toujours montr6 le plus\nde sang-froid, souvent un obscur homme de\ntroupe. II n'y a plus de bluff, II y a bien\nencore quelques braillards qui se font tuer\nen criant: ~Vive la France!\" ou „C'est pour\nma femme!\" G£n6ralement cest le plus ta-\nciturne qui commande et qui esten t£te,\nsuivi de quelques hyst6riques, Voilä le\ngroupe qui stimule les autres. Le fanfaron\nse fait petit, L'äne brait, Le läche se cache.\nLe faible tombe sur les genoux, Le voleur\nvous abandonne, II yen a qui escomptent\nd'avance des porte-monnaies, Le froussard\nse carapate dans un trou, II yen a qui font\nle mort, Et il y a toute la bände des pauvres\nbougres qui se font bravement tuer sans sa-\nvoir comment ni pourquoi. Et il en tombe!\nMaintenant les grenades &clatent comme\ndans une eau profonde, On est entoure de\nflammes et de fumees, Et c'est une peur in-\nsensee qui vous culbute dans la tranchee al-\nlemande. Apres un vague brouhaha, on se\nreconnait, On organise la position conquise,\nLes fusils partent tout seul, On est tout ä\ncoup lä, parmi les morts et les blesses. Pas\nde repit, ~En avant! En avant!\" On ne\nsait pas d'oü vient l'ordre, Et l'on repart en\nabandonnant le sac. Maintenant on marche\ndans de l'herbe haute, On voit des canons\ndemolis, des fougasses renversees, des obus\nsem£s dans les champs, Des mitrailleuses\nvous tirent dans le dos, Ii y a des Allemands\npartout, II faut traverser des feux de bar-\nrage, De gros noirs autrichiens qui 6cra~\nbouillent une section entiere. Des mejnbres\nvolent en l'air. Je re<pois du sang plein le\nvisage, On entend des cris d£chirants, On\nsaute les tranch£es abandonnees, On voit\ndes grappes de cadavres, ignobles comme les\npaquets des chiffonniers; des trous d'obus,\nremplis jusqu'au bord comme des poubelles;\ndes terrines pleines de choses sans nom, du\njus, de la viande, des vetements et de la\nfiente, Puis, dans les coins, derriere les buis-\nsons, dans un chemin creux, il y a les morts\nridicules, fig£s comme des momies et qui font\nleur petit Pomp6l, Les avions volent si bas\nqu'ils vous font baisser la tete, II y a lä-bas\nun village ä enlever, C'est un gros morceau.\nLe renfort arrive, Le bombardement rep-\nrend, Torpilles ä ailettes, crapouillots, Une\ndemi-heure, et nous nous elansons, Nous\narrivons ä 26 sur la position, Prestigieux\nd6cor de maisons croulantes et de barricades\neventr£es, II faut nettoyer 9a, Je revendi-\nque alors l'honneur de toucher un couteau ä\ncran. On en distribue une dizaine et quel-\nques grosses bombes ä la melinite,\nMe voici l'eustache d la main, C'est ä <?a\nqu'aboutit toute cette immense machine de\nguerre, Des femmesse crävent dans les\nusines. Un peuple d'ouvriers trime ä ou~\ntrance au fond des mines. Des savants112 des"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "109", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.13", "debut_caractere": 15, "fin_caractere_exclue": 2624, "texte": "inventeurs s'ingenient. La merveilleuse acti,-\nvit6 humaine est prise a tribut. La richesse\nd'un siecle de travail intensif. L'experience\nde plusieurs civilisations. Sur toute la sur-\nface de la terre on ne travaille que pour moi.\nLes minerais viennent du Chili, les conserves\nd'Australie, les cuirs d' Afrique, L'Amerique\nnous envoie des machines-outils, la Chine de\nla main-d'oeuvre, Le cheval de la roulante\nest ne dans les painpas d'Argentine. Je\nfume un tabac arabe. J'ai dans ma musette\ndu chocolat de Batavia. Des mains d'hom-\nmes et de femmes ont fabrique tout ce que\nje porte sur moi. Toutes les races, tous les\nclimats, toutes les croyances y ont collabore,\nLes plus anciennes traditions et les procedes\nles plus modernes. On a bouleverse lesen»\ntrailles du globe et les moeurs; on a exploit&\ndes regions encore vierges et appris un me-\ntier inexorable ä des etres inoffensifs. Des\npays entiers ont ete transformes en un seul\njour. L'eau, l'axr, le feu, Telectricite, la ra-\ndiographie, Tacoustique, la balistique, les\nmathematiques, la metallurgie, la mode, les\narts, les superstitions, la lampe, les voyages,-\nla table, la famille, Thistoire universelle sont\ncet uniforme que je porte. Des paquebots\nfranchissent les oceans. Les sous-marins\nplongent. Les trains roulent. Des files de\ncamions trepident. Des usines explosent.\nLa foule des grandes villesse rue au eine et\ns'arrache les journaux. Au fond des cam-\npagnes les paysans sement et recoltent. Des\nämes prient. Des chirurgiens operent. Des\nfinanciers s'enrichissent. Des marraines ecri-\nvent des lettres. Mille millions d'individus\nm'ont consacre toute leur activite d'un jour,\nleur force, leur talent, leur science, leur m-\ntelligence, leurs habitudes, leurs sentiments,\nleur coeur. Et voilä qu'aujourd'hui j'ai le\ncouteau a la main. L'eustache de Bonnot,\n~Vive rhumanite!\" Je palpe une froide ve-<\nrite sommee d'une lame tranchante. J'ai\nraison. Mon jeune passe sportif saura suf-\nfire. Me voici les nerfs tendus, les muscles\nbandes, pret ä bondir dans la realite. J'ai\nbrave la torpille, le canon, les mines, le feu,\nles gaz, les mitrailleuses, toute la machine-\nrie anonyme, demoniaque, systematique,\naveugle. Je vais braver l'homme. Mon\nsemblable. Un singe. Oeil pour oeil, dent\npour dent. A nous deux maintenant, A\ncoups de poing, ä coups de couteau. Sans\nmerci. Je saute sur mon antagoniste. Je\nlui porte un coup terrible. La tete est pres-\nque decollee. J'ai tue le Boche. J'etais plus\nvif et plus rapide que lui. Plus direct. J'ai\nfrappe le premier. J'ai lesens de la realite,\nmoi, poete. J'ai J'ai tue. 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Japan- und Biittenpapier\nJeder Kunstdruck 5 Mark\nRudolf Bauer\nSchwarz-WeiB-Komposition 14\nUmberto Boccioni: Abschied / Die Abfahrenden / Die\nZuruckbleibenden\nMarc Chagall: Int6rieur / Der Jude / Der Geigen-\nspieler / Die Schwangere / Essender Bauer / Madcherj\nRobert Delaunay: Der Turm\nLyonel Felninger: Klein Schmidthausen\nMark Wippach II\nJacoba van Heemskerck: Baum / Landschaft\nPaul Klee: Kriegerischer Stamm\nOskar Kokoschka Menschenkopfe: 1 Adolt\nLoos I 2 Herwarth Walden / 3 Karl Kraus / Richard\nDehmel / 5 Paul Scheerbart / 6 Yvette Guilbert\nOskar Kokoschka: Tierbilder\nPernand Leger: Akt\nFranz Marc: Katzen"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1919-10-10-01-c024", "article_bluemountain": "bmtnabg_1919-10-10_01#c024", "volume": "bmtnabg_1919-10-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "111", "page_fin": "111", "image_debut": 15, "image_fin": 15, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.2.22", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 15, "page_imprimee": "111", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.15", "debut_caractere": 2419, "fin_caractere_exclue": 2798, "texte": "Sturm-Kiinstier / Lichtt\nJede Karte 30 Pfennig\nI. August Stramm\nII. Herwarth Walden\nIII. van Heemskerck\nIV. Kandinsky\nV. Rudolf Bliimner\nVI. Campendonk\nVII. Peter Baum\nVIII. Albert Gleizes\nIX. Oskar Kokoschka\nXL Paul Klee\nXII. Gabriele Mtinter\nXIII. Rudolf Bauer\nXIV. Nell Walden\nXV. Mynona\nXVL Molzahn\nXXVI. Kurt Heynicke\nVIII. William Wauer\nXIX. Lothar Schreyer\nXX. 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Carra / Max Ernst / Lyonel Fei-\nninger / Emil Filla / Oskar Fischer / Albert Gleizes /\nOtto Gutfreund Hugo Handel / Sigrid Hierten-\nGriinewald Isaac Griinewald Johannes Itten /\nAlexei von jawlensky Paul Klnee / Oskar Kokoschka\n/ Otakar Kubin / Fernand Leger j Franz Marx / Ga-\nbriele Miinter / Jean Mexzinger / Johannes Molzahn /\nFrancis Picabia f Kurt Schwitters / Gino Severini\nFritz Stuckenberg / Arnold Topp / Maria Uhden /\nMarianne von Werefkin"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1919-10-10-01-c028", "article_bluemountain": "bmtnabg_1919-10-10_01#c028", "volume": "bmtnabg_1919-10-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "112", "page_fin": "112", "image_debut": 16, "image_fin": 16, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.2.26", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 16, "page_imprimee": "112", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.16", "debut_caractere": 1658, "fin_caractere_exclue": 1832, "texte": "Siurm-Abende\nIn der Kunstausstellung Der Sturm I Berlin\nJeden Mittwoch %8 Uhr\nVortragender Rudolf Bliimner\nKarten zu 6, 5, 4, 3, 1,50 Mark im Vorverkauf und an\nder Abendkasse"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1919-10-10-01-c029", "article_bluemountain": "bmtnabg_1919-10-10_01#c029", "volume": "bmtnabg_1919-10-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "112", "page_fin": "112", "image_debut": 16, "image_fin": 16, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.2.27", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 16, "page_imprimee": "112", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.16", "debut_caractere": 1834, "fin_caractere_exclue": 2079, "texte": "Von alien Holzschnitten der Zeitschrift Der Sturm\nsind signierte und numerierte Handdrucke, von\nden meisten Zeichnungen Kunstdrucke kauflich\nzu erwerben. 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Band erschienen\n10 Mark\nlierwarth Walden: Die neue Malerei / Einfiihrung\nin den Expressionismus / Mit 16 Abbildungen\n3 Mark I Zwei t e Auilage\nExpressionismus / Die Kunstwende\nHerausgegeben von Herwarth Walden\nMit 140 Abbiidungen und 4 Originalgraphiken\n25 Mark I gebunden 35 Mark\nDie Sturm-Biihne\nJahrbuch des Theaters der Expressionisten\nJede Folge 75 Pfennig\nJahrbuch 6 Mark\nA c h t e Folge erschienen\nSturm-Bilderbiicher\nQanzseitige Abbildungen der Hauptwerke\nJe 5 Mark\nI: Marc Chagall\nII: Alexander Archipenko\nIII: Paul Klee"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1919-10-10-01-c032", "article_bluemountain": "bmtnabg_1919-10-10_01#c032", "volume": "bmtnabg_1919-10-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "112", "page_fin": "112", "image_debut": 16, "image_fin": 16, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.2.30", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 16, "page_imprimee": "112", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.16", "debut_caractere": 3243, "fin_caractere_exclue": 3422, "texte": "Auslieferung und Verkauf der Werke des Verlag Der\nSturm im Ausland\nKopenhagen: Buchhandlung Hassing / Politikens Hus /\nRaadhuspladsen\nZurich: Kunstsalon Rembrandt / Kirchgasse 4 /"}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.1", "texte": "DER STURM\nMONATSSCHRIFT '\nHERAUSGEBER: HERWARTH WAL'DEN\nZEHNTER lAHROANO / SIEBENTES HEFT\n\nHugo Händel: Zeichnung"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "98", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.2", "texte": "Die Männer mit Schatten\nHerwarth Walden\nHerr Richard Strauß redet in einer Wiener\nMonatsschrift, sie heißt schlicht und zeit-\ngemäß Moderne Welt, große Töne über seine\nneue Oper. Strauß sagte: „Mai 1914 begann\nich mit der Komposition. Drei volle Jahre\narbeitete ich mit großer Lust und Hingabe an\ndieser meiner Oper, die also im Jahre 1917\nvollendet war.\" Die Rechnung stimmt, sie\nwurde aber zu früh ausgeschrieben, da diese\nOper Friedensstimmung braucht: „Die Frau\nohne Schatten ist meine erste romantische\nOper, sie sprießt aus dem Boden des Mär-\nchens, verlangt ein ruhiges Genießen, Frie-\ndensstimmung.\" Der Dichter, Herr Hugo\nvon Hofmannsthal, hat sich gleichfalls voll\nund ganz auf den Boden des Märchens ge-\nstellt: „Die Dichtung ist von Hofmannsthal\nfrei erfunden, lehnt sich aber an indische\nund chinesische Märchenmotive an, wendet\nsich im einzelnen auch an Grimm und ist bei\naller Greifbarkeit der Handlung von Symbo-\nlen, aus denen ein tiefer Sinn spricht. Der\nSchatten ist das Symbol der Fruchtbarkeit.\"\nDieses Symbol der Fruchtbarkeit, der Schat-\nten, ist durchaus greifbar, wenigstens für die\nFruchtbarkeit des Herrn von Hofmannsthal,\nder sich anlehnt und sich wendet, aber eine\nfreie Dichtung erfindet. Woraus dann ein\ntiefer Sinn spricht. Die Kaiserin ohne Schat-\nten sucht sich diesen Schatten, die Frucht-\nbarkeit, von einer Färbersfrau zu kaufen,\nGreifbar zu kaufen. Worauf Richard Strauß\nfruchtbar wird: „Das Sittliche daran ist, daß\nder Schatten nicht im Wege einer Aeußer-\nlichkeit erworben werden dürfte, (wie etwa\ndie Oper) sondern durch mannigfaltige Prü-\nfungen. Alle vier mußten gereinigt werden,\nder Kaiser, die Kaiserin, der Färber und die\nFärberin.\" Der Färber und die Färberin hat\nnatürlich ihre guten greifbaren Beziehungen\nzu der chemisch sittlichen Reinigung. Die\nFirma kann daher von Herrn Richard Strauß\nnur wärmstens empfohlen werden: „Sie\nwaren Prüfungen unterworfen, aus denen\nsie glänzend hervorgingen, Man kann\nsagen, daß ein hohes und ein niedres Paar\ngleicherweise Prüfungen aller Art zu be-\nstehen hatte, um dann in einem höheren\ni\nSinne vermenschlicht zu werden.\" Die Rei-\nnigungsanstalt arbeitet gewissenhaft und die\nbeiden Paare stehen einfach glänzend da.\nWorauf der Ausfrager zu Herrn Richard\nStrauß bemerkt: „Also eine Art Zauber-\nflöte/' Herr Richard Strauß erwidert\nkulant: „Wenn Sie wollen, eine Fortset-\nzung der Zauberflöte/' Aber sofort packt\nihn die Angst um den Schatten seiner\nFruchtbarkeit und er erklärt feierlich:\n„Sagen wir: die Zauberflöte ist der Vor-\nläufer der Frau ohne Schatten, etwa so auf-\nzufassen, wie das Verhältnis des Lohengrin\nzur Euryanthe.\" Das Verhältnis 'der Eury-\nanthe warf seine fruchtbaren Schatten vor-\naus, Aus greifbaren Gründen hat Herr Ri-\nchard Strauß der Frau ohne Schatten nicht\nnur die Zauberflöte, er hat ihr einen Vor-\nläufer zur Verfügung gestellt. Hingegen ist\ndas Verhältnis der Herren Verfasser nur in\neinem höheren Sinne vermenschlicht aufzu-\nfassen. Sie sind durchaus greifbare Sym-\nbole, Schatten der Fruchtbarkeit.\n\nRaumfahrt\nGünther Mürr\ntragen\nHöhen heben\nTiefen höhen Wolken samenrings\nSpannen Riesen\nSpannen Weiten\nWölben weite Bogen\nBiegen Sonnengrün durch blaues Wachsen\nRosen fallen taumelstieg durch blute Netze\nBogen über unter Bogen\nGlasen licht\nHerzhin gebrochen\nWerfen Funkelbälle\nSpeien Bogen\nSchreien Schwindel schlanke Bogen\nAufgestemmt\nGlutlavalast erdauf Fontäne\nBrüllen Felsen hoch\nKlammern an durchbrannt\nKühlen\nKälten\nBersten Träger\nHöhen •\nSprühen Schnüre\nKlares Glas\nSpannen Weiten Höhen Bogen\nBlut verglast\nWucht entwichtet"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "99", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.3", "texte": "Stahl verweht\nFliegen weitet Bogen Riesen\nReißen Netze\nRiesen übertaumelt\nSausen irr\nGleiten Starre\nSturz zerschrien\n\nDie Zwiebel\nKurt Schwitters\n\nEs war ein sehr begebenwürdiger Tag, an\ndem ich geschlachtet werden sollte. (Fürchte\ndich nicht, glaube nur!) Der König war be-\nreit, die beiden Sekundanten warteten. Der\nSchlächter war auf halb sieben Uhr bestellt;\nes war ein Viertel auf sieben Uhr, und ich\nselbst ordnete die nötigen Vorbereitungen\nan. Wir hatten eine geräumige Diele ausge-\nwählt, so daß viele Zuschauer bequem teil-\nnehmen konnten, Telephon war in der Nähe.\nDer Arzt wohnte im Nachbarhause und hielt\nsich bereit für den Fall, daß von den Zu-\nschauern jemand ohnmächtig werden sollte.\n(Andenken an die Konfirmation.) Zwei ge-\nwaltige Flaschenzüge hingen unter der\nDecke, um mich hochzuwinden, falls ich aus-\ngenommen werden sollte, Vier starke\nKnechte standen für Handreichungen zur\nVerfügung, ehemalige russische Kriegsgefan-\ngene, breite, knochige Gestalten. (Zeitschrift\nfür Haus- und Grundbesitz,) Zwei saubere\nMägde waren auch zur Stelle, blitzsaubere\nDirnen, Es war mir ein angenehmer Gef-\ndanke, daß diese beiden hübschen Mädchen\nmein Blut quirlen und meine inneren Teile\nwaschen und zubereiten sollten.\nDie Diele war sauber gefegt und gewaschen,\nZwei lange weißgescheuerte Tische hatte\nich an die eine Seitenwand stellen lassen;\ndarauf standen etliche Schalen, Messer und\nGabeln, Ich ließ jetzt gerade ein Wasch-\ngeschirr, Wasser und Handtuch bringen, auch\netwas Seife (Sunlight.) Anna und Emma, die\nbeiden Mägde, brachten einen Kübel und\neinen Quirl Es ist doch ein eigentümliches\nGefühl, wenn man in zehn Minuten ge-\nschlachtet werden solL (Die Opfer der Mut-\nterschaft.) Ich war bislang in meinem gan-\nzen Leben noch nicht geschlachtet worden,\nDazu muß man reif sein, Ja, überhaupt wenn\ndie Kartoffeln erst raus müssen, und der\nHafer ab ist, dann wirds schlecht. Wir haben\nüberhaupt noch keinen rechten Sommer ge-\nhabt, Zehn Minuten können sehr lang er-\nscheinen, (Glaube, Liebe Hoffnung,) (Enten\ngänsen auf der Wiese,) Es war alles bis aufs\nkleinste vorbereitet.\nDa kam auch schon die Prinzessin. Sie hatte\nein kurzes, weißes Röckchen an, ein wenig\nkraus gesessen, aber es stand ihr gerade sehr\nanmutig. Der Kirchturm ist nämlich sehr\nsteil. Lenzesflur, in Freundschaft gewidmet,\nHüpft strampeln Königstochter Beinchen\nzierlich. Ich liebe diese zierlichen stram-\npeln Hüpfekönigstochterbeinchen Schwanz\nwedelt saure Sahne, Sie stellte sich Tinten-\nglas vor mir und fragte glockenrein weiß\nSpitzen sauber: „Sollen Sie heute geschlach-\ntet werden?\" Heiß fischen Messer schießen\nBlut, Ich senkte purpurn Augen und war\nvon ihrem Gruße beglückt. „Wie schön bist\nDu, Aives Bäsenstiel, ein schöner Mann!\"\nsagte sie rot Lippen Ader kochen Blut,\nglückliche Reise! Keck spitzfaden Nase:\n„Ich bringe Dir den letzten Gruß der Welt,\nNonne sollst Du werden! (Mein Haus sei\nDeine Welt.) (Leder ohne Kopf) (Walk-\nleder nach Nabelmaß.) Sie haben es sicher\ndiese Lage recht eilig, um alles einzurichten\nauf diesen ernsten Tag. (Friede sei mit Dir,)\nWie sind Sie so schnell reif geworden, über-\nreif! Wie können Sie freudig auf Ihre Reife\nblicken! Möge sie Ihnen nur immer Freude\nbereiten! Wie schön, daß sich das Wetter an\nIhrem Schlachttage hält, daß der Schlächter\nper Rad zu Ihnen fahren kann.\" (Echt Brüs-\nseler Handarbeit.) Gesund zu sein ist Glückes\nGunst. „Erlauben Sie, Prinzeßchen, daß ich\neben telephoniere. Es ist bereits halb sieben\nUhr, und der Schlächter ist noch nicht da.„\n„Hallo! Sind Sie der Schlächter selbst? Die\nZuschauer werden ungeduldig, warum kom-\nmen Sie nicht?\" (Von nun an bis in Ewig-\nkeit!) „Beginnen Sie nur die Feierlichkeiten!\nSoeben habe ich meine Schwester als Wet-\nterhahn auf den Kirchturm gespießt. Der\nKirchturm ist nämlich sehr steil und oben\nstachelt Fisch in der Peitscheluft. Der Blitz-\nableiter war sehr verrostet und wollte nicht\nrecht durch den Bauch meiner Schwester\nspießen. Doch blank stachelt Fisch in der\nPeitschestank, Beginnen Sie nur mit den\nFormalitäten!\""}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "100", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.4", "texte": "Ich ließ den König rufen, ~Majestät, ich be-\nfehle Euch meine schöne Gestalt! Befehlen\nEure Majestät über meinen Leichnam!\" (Die\nsechsgespalteno Millimeterzeile kostet 20\nPfennig.) Der Knöig winkte, (Fortuna\nSchärfmaschine,) Die beiden Sekundanten\nin schwarzem Gehrock und schwarzen Hand-\nschuhen, Zylinder und schwarzer Binde stell-\nten sich zur Seite des Königs auf. Ein\nschwarzer Hund flog quer krächzend vorbei,\nDer König winkte wieder. Die vier Russen,\nAnna und Emma machten sich bereit für\nHandreichungen, Der König winkte wieder,\nDie Sekundanten näherten sich mir, stellten\nsich vor und fragten mich nach meinem letz-\nten Wunsche, .(Schau auf zum Stern,) Ich\nbat darum, daß die Prinzessin das große Ar-\nbeiterlied singe und mich dann küssen\nmöchte, (Unköpfige Hälse, Vacheleder.)\nEine Dame aus der Begleitung des Königs fiel\nohnmächtig zu Boden, Man holte den Arzt,\nFest peitscht innig. Die Prinzessin sang:\n„Arbeiter orgelt\ncis-d\ndis-es\nv *. : s- .\nis^e\n*\ndu deiner dir dich\n8\n>y\ndas ganze große Arbeiterlied, Laternenpfahl\norgelt küssen breite Röcke wogen weiße\nSpitzen Kuß. Schlingen Arme breite Röcke\nwogen Hals Spitzen warme Röhren glatten\nschlank Frische Karpfen, Karpfen, Karpfen,\n(Priere de fermer la porte,) Bitte, bitte, Tür\nzu, Du Du Du! Ich liebe Dich ja so sehr!\n(Die Welt mit ihren Sünden,)\nNun schlachtet mich!\nDer König winkt wieder, der Schlächter\nfährt vor. Das Haus ist stumm. Pro patria\nest, dum ludere videmur, (Blau rot gelbe\nMädchenkompagnie.) (Rauchen verboten,\nebenso das Inderhandhalten einer nicht bren-\nnenden Zigarre.) Zwei Knechte führen sein\nFahrrad ab. (Reichsnotopfer,) Ein Knecht\nbringt eine Keule, groß Ballon zitronen-\nbleich, (Halte, was du hast!) Der Schlach-\nter hat einen blaugestreiften Kittel wehen\nTuch, (Zuckerrübenmädchen, (Oktober neigt\nZeremonie Rivalen Sekundanten, — Los! —-\nIch Igel! — Der Schlächter lehnt zurück,\nschräg Kopf, die Keule hinten oben. (Die\nhöchste Zier, die schönste Freud ist eine\ntraute Häuslichkeitl) Der Schlächter springt\nvor, (Das ist die Liebe!) schwingt Keule\nsenken senken schwer schwer schwer, innig\npeitscht senken schwer schwer sehr sehr\nsehr sehr, —\nMein Schädel brach ein.\nNun mußte ich zusammenbrechen; also brach\nich zusammen. Zusammen zusammen zu-\nsammen flach, Aaaaa aaaaa aaaaa aaaaa b,\n(Beifall auf allen Bänken.) .\nWas sollte nun werden? Man band meine\nArme und meine Füße an Winden, Winden\nwinden empor, Senken schlingt flach zu-\nsammen schief ausgebreitet. (Aufruf an alle\nHand- und Kopfarbeiter.) Man stach mich\nin die Seite. Blut rinste Eimer blau Strahl\nrot dick Peitsche, Dreht Mägde Quirl zu-\nsammen rädern Eisenbahn Maschinen quir-\nlen Emma Anna. (Unschuldsvoll zu heiigem\nBund hast du heut dein Herz geweiht!) Der\nKönig verlangte zu trinken, Blau sengte\nFlamme Mord sehr ab sehr ab. Hohl brennt\nder Magen Flamme Schwefel Blut. Seit der\nZeit hat der König keinen Bart mehr. Bleib\ntreu der Pflicht, sei getreu. (Ueberreicht von\nder Schriftleitung.) Es hat nämlich alles\nseine Wissenschaft, (Amplifikatores, jßäte\ngenossenschaft für kapitalistischen Aufbau,\nBerlin.)\nMan wollte mich ausnehmen, (Neueste Moc:\ncabonbons, Neuheit,) Umsteiger fahren Mes-\nser schlitzen zittern Eingeweide, (Friedens-\nware,) Es war ein sehr begebenwürdiges\nGartenrestaurant, Ich fühlte tausend Freu-\nden Retter Morgen zwanzig. Drei Lustren\nnur hat das im Glashaus gezüchtete Wesen\ngeblüht, (Brausender Befall,) Mondkalb\nglänzt innen sanft zog Eingeweide Fett\nSchmerz sanft enttäubt. (Alles für die rote\nArmee,) Sauber, sauber, seid sauber Mäd-\nchen, sauber beim Waschen, daß nichts ver-\nbrennt, (Gott schütze dich.) (Gott schütze\ndich,)\nFlamme heiß, Flamme heiß! Regenwürmer\nspielten innen sanft in meinem Bauche, es\nkitzelt leise, Der König gierte meine Augen,\nHol, Königstochter, mir die Augen des Jo-\nchanaan! (Heut ziehst du aus dem Vater-\nhaus!) Runde Kugeln innen glatten Schleim\nsprangen aus die Augen sanfte Hände voll\nentgegen. Auf einem Teller Messer Gabel\nservierte man die Augen, (Schwerhörige und\nertaubte Krieger erhalten kostenlos Rat und"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "101", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.5", "texte": "Johannes Molzahn: Holzschnitt / Vom Stock gedruckt"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "102", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.6", "texte": "Auskunft.) Glatt schleimte Austern Augen\nsenken Magen schwer. Kinder unter zwölf\nJahren werden nur in Aufsicht und unter Be-\ngleitung Erwachsener zugelassen, Kinder un-\nter acht Jahren müssen außerdem auf Ver-\nlangen an der Hand geführt werden. E'n-\ntrittsgeld 50 Pfennige, mindestens aber eine\nMark.)\n„Gift!\" schrie der König und wälzte sich am\nBoden. (Die Welt zu vermehren, steht die\nWiege hoch in Ehren.) „Träume süß, ich bin\nvergiftet.\" (August hat 31 Tage, die läge\nnehmen eine Stunde und 56 Minuten ab.)\nJa, es ist furchtbar. ~Herr, ich baue auf\nDich, ich hebe meine Hände!\" Zwei P)lze\nwuchsen Augen Stiel glatt Knollen Milch\nempor und bohrten Löcher zwei in Königs\nBauch. Stieläugig äugten Augen. Stumm\nschreckte Königs Kreide. Die Prinzessin\nhatte ein fürchterliches Herzklopfen. (Ayel-\nlin beseitigt den Geruch körperlicher Ab-\nsonderungen.) Ihr Vater tat ihr so schreck-\nlich leid. Der Arzt wurde gerufen und be-\nmühte sich um die Löcher im Bauche des\nKönigs. (Veritas vincit mit Anna Blume in\nder Hauptrolle.) Der alte König war ohn-\nmächtig geworden. Furcht gipfelt Silber sar-\nten Stein zu Stein. Die Prinzessin winkte\nund befahl, daß ich wieder zusammengesetzt\nwerden sollte. (So werden Bettfedern ge-\nreinigt, entstäubt, gewaschen, gedämpft und\ngetrocknet.)\nMan begann mich wieder zusammenzusetzen.\nMit einem sanften Ruck wurden zuerst\nmeine Augen in ihre Höhlen gedrückt.\n(Fürchte dich nicht, Glaube, Liebe Hoffnung\ns:nd die Sterne.) Dann holte man meine in-\nneren Teile. Es war zum Glück noch nichts\ngekocht, auch noch nichts zu Wurst zer-\nhackt. (Vaincu, mais non dompte.) Und\ndoch ist man zufrieden, wenn man noch\neinen schönen Herbst kriegt. Infolge der\nmir eigenen inneren magnetischen Ströme\nschössen meine inneren Teile, sobald sie ein-\ngesetzt waren, ruckweise zusammen und haf-\nteten fest und richtig aneinander. (Die Kunst\ndes glücklichen Lebens in der Ehe.) Beim\nOrdnen der Eingeweide waren gewisse\nSchwierigkeiten zu überwinden, weil sie ein\nwenig durcheinander geraten waren. (Der\nheilige Florian ist ins Deutsche Theater über-\ngesiedelt. Allabendlich stürmische Heiter-\nkeitserfolge.) Aber ich merkte, was los war\nund lenkte meine magnetischen Ströme hin\nund her, kreuz und quer, ein zwei eins zwei\neins zwei eins der Ton zerwühlen Balken im\nAuge. Ich zog und zerrte magnetisch an den\nEingeweiden, bis alle wieder richtig an ge-\nwohnter Stelle lagen. Dabei kam mir meine\nKenntnis des inneren Menschen sehr zugute.\n(Ein Jahr Probedienst, dann feste Anstellung\nals preußischer Staatsbeamter.) Jawohl!\nMan hatte meine festen Teile mittlerweile\nsammengesetzt, nun fehlte das Blut noch.\n(Bordens sweet milk-chccolate.) Die Mägde\nhielten die Schale mit Blut unter den Stich\nin der Seite und quirlten umgekehrt. Der\nKönig stöhnte laut. Durch meine magneti-\nschen Ströme hob sich ein dicker Strahl Blut\naus der roten Fläche und stieg in meine\nWunde in der Seite. (Was jede Frau wissen\nmuß, darf man den Mädchen nicht sagen.)\nMeine Adern füllten sich langsam, das Herz\nwar voll, die inneren Teile nahmen Blut auf-\nAber das Herz rührte sich noch nicht, ich\nwar noch tot. (Frisch gestrichen.) Der\nSchlächter berührte die Wunde in meiner\nSeite mit dem Messer, stach tief hinein und\nzog das Messer heraus, und — die Wunide\nwar zu. (Hier abtrennen und an obige\nAdresse senden.) Darum sollte jede Frau\nwenigstens nach der Eheschließung sieb be-\nlehren. Ich hatte meine Teile nun wieder\nzusammen, es waren bloß einige Lücken, da\nkleine Fetzchen an den Messern haften ge-\nblieben waren. Der Wunsch und das Be-\ndürfnis dazu sst Wohl vorhanden, aber es\nfehlt an Gelegenheit. Es fehlte auch ziem-\nlich viel Blut, weil der König es getrunken\nhatte. (Für die Ideale des Sozialismus.) Seit\nder Zeit b:n ich etwas blutarm. Nimm den\nKäfig mit nach Hause und kauf dir einen\nVogel. Man senkte Wiinden winden Fla-\nschenzüge hinab. Nun mußte ich mich auf-\nrichten, das fühlte ich, und so richtete ich\nmich auf; erst Behr schnell, dann immer\nlangsamer werdend, bis ich stand. (Ruppig\ngeworden sind mir Herz und Maul.) Im\nReiche der Burgunden wuchs ein Mägdelein;\nich bin ja nur ein Weib, Sei eingedenk, o\nKind, Wohin du ziehst! Werde fromm und\ngut! Bleib fromm, o Kind, tritt ohne Scheu\nins Leben ein! (Wählt sozialistisch!) D:e\nbeiden Sekundanten nahmen feierlich neben\nmir Platz und faßten meine Hände. (Anfer-\ntigung von Rezepten für alle Krankenkas-\nsen.) Die schöne Kinderzeit verrann, der\nKampf des Lebens fängt nun an. Ich war"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "103", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.7", "texte": "sehr gespannt darauf, wie man mich nun zum\nLeben wie der erwecken wollte, (Ismusord-\nner von Jefim Golycheff.) Das Berühren der\nSammlungsgegenstände ist aufs strengste un-\ntersagt. Mir schwindelte. (Strindberg leise\nunterwühlen Stramm.) Unser guter alter\nLehrer pflegte seinen Unterricht gern mit\netwas Humor zu würzen, und das war kein\nFehler. (Sonnenblick.) Ich glaube an gar\nnichts. (Posaunenfest.) Richtig geraten!\nAufruf in schwerster Zeit an bibelgläubige\nevangelische Lehrerinnen! (Was der Mann\nvon der Schwangerschaft und Entbindung\nwissen muß.) Dein Maul ist eine Säge.\nZahnarzt Sonnenschein.)\nDer Schlächter nahm seine Keule wieder\nzur Hand, (Die Tragödie der Menschwer-\ndung.), stellte sich vor mich (das Verhalten\ndes Mannes während der Schwangerschaft,)\nund legte die Keule sanft auf meinen ge-\nspaltenen Schädel. (Rudolf Bauer ist doch\nein Künstler.) Anna Blume warten lilablaue\nRosen schießt Stachel Lücke Lunkebett,\n(Reif zum Pflücken, innig vereint.) Teilweise\nAufklärung verfehlt ihren Zweck. Dann\nsprang der Schlächter mit einem gewaltigen\nRuck zurück. (Der Oberst ist und bleibt ein\nGentleman, wenn er auch ein Idiot ist.) Die\nFrau muß alles wissen. Es gab e'nen gewal-\ntigen Krach, als die Keule sich von meinem\nKopfe löste. Die Gelegenheit hierzu bietet\nein nur für Frauen bestimmtes Werk. In-\nhaltsverzeichnis: 1. Wie man Liebe gewinnt.\n— 2. die gezähmte Widerspenstige. — 3. Was\nMädchen beim Manne schätzen. — 4. Etwas\nvom Küssen. — 5. Wie man Eindruck machen\nkann. — 6. Wenn man einen Korb erhält. —\n7. Ist die Ehescheu berechtigt? — 8. Ur-\nsachen der Keuschheit. — 9. Aeltere An-\nsichten. — 10, Wie kann man Maß halten?\n11. Ein guter Rat. — 12. Ist Liebe blind? —\n13. Wie erkennt man echte Liebe? — 14. Das\nVorleben des Mannes. — 15. Das Intimste\nvom Intimen. — 16. Der neue Glaube. —\n17. Der dunkle Stern. Der Schlächter sprang\nrückwärts gehend in seine ursprüngliche\nAusgangsstellung zurück. (Er soll dein Herr\nsein.) Die Stütze der Firma aber bleibt\nhübsch brav, Jamais palpitations embrasse.\nDie Stücke meines Schädels flogen wieder\nzusammen, ich war so ungefähr wieder heil.\n(Süßer Augenblick.) Puffer machste nich,\nund Jurken sind dich zu fett. Das Theater\nist überhaupt nur da für Menschen, die über-\nHaupt keine Menschen sind. Versand erfolgt\ngegen Voreinsendung des Betrages, das Buch\nist reich illustriert.\nEs war ein ganz eigentümliches Gefühl, wie-\nder lebendig zu sein. Selterswasser Segel\nleuchten Duft Maria. Ich fühlte, daß ich ein\nwenig Pose machen mußte, und so machte\nich ein wenig Pose. (Der König starb ge-\nrade.) Mit großer Geste ging ich auf die\nKönigstochter zu und reichte ihr stumm die\nHand. (Küsse mich!) Die Königstochter fiel\nvor mir auf ihre hübschen spitzen Knie. (Aus\nder engeren Heimat.) Der Arzt fletschte\ninzwischen Eisbeine. Fortsetzung der offe-\nnen Stellen in der Beilage, Sie bat mich\ninständig, nun ihren Vater zu erretten. Das\nGlück im Heidehaus.) Ich wußte, daß ich\nhier nicht gutmütig sein durfte, an der Gut-\nmütigkeit erkennt man den Dummen. (Anna\nBlume bleibt hart.) (Gefährliches Alter.)\n~Dein Vater,\" sagte ich, „der König, der\nKönig bleibt tot.\"(Schleifleder aus Seehunds-\nfellen.) Der Arzt fiel in Ohnmacht. Ich ließ\ndem König zwei gelbe Wachskerzen in die\nLöcher im Bauch stecken und ließ die Kerzen\nanzünden. (Briefmarken werden in Zahlung\ngenommen.) Als die Flamme durch die Lö-\ncher in den Bauch des Königs schlug, explo-\ndierte der König, Das Volk aber brachte ein\nHoch auf mich aus, (Sozialismus heißt ar-\nbeiten.)\n\nDie neue Kunst\nLothar Schreyer\n\nFortsetzung\n\nDie Bildhauer künden das Gesicht mit Li-\nnien und Flächen, Der Gegensatz zur soge-\nnannten klassischen Kunst ist bei der Bild-\nhauerkunst besonders deutlich. Die Bild-\nhauer der Klassiker mühen sich um die Ge-\nstaltung des schönen Menschen. Uns ist es\ngleichgültig, ob die Körperform eines Men-\nschen schön ist oder nicht. Der nackte\nMensch ist für unser Werk ebenso gleich-\ngültig wie der bekleidete. Der menschliche\nKörper ist nicht das Ausdrucksmittel unserer\nBildhauerwerke. Die menschenähnliche Form\nist ein Einzelfall in den Erscheinungen \"ler\nGesichte. Es gibt gegenständliche und un-\ngegenständliche Bildhauerwerke, Auch das\nMaterial ist nicht wie in der klassischen Zeit"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "104", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.8", "texte": "maßgebend für die Gestaltung, Es wird nicht\neinmal ein Körper gestaltet, Maßgebend für\ndie Gestaltung ist allein der schöpferische\nZwang des Gesichts. Ein Bildhauerwerk er-\nscheint dann, wenn der Künstler gezwungen\nist, mit Linien und Flächen im Raum zu ge-\nstalten. Ob diese Linien und Flächen einen\nKörper umschließen oder nicht, ist gleich-\ngültig, Und aus welchem Material diese Li-\nnien und Flächen gebildet sind, ist gleichgül-\ntig. Zwangvoll wie Linie und Fläche er-\nscheint auch die Farbe des Bildhauerwerkes,\nJedes Bildhauerwerk ist nach seinem eige-\nnen Gesetz mit einem Rhythmus gestaltet.\nDie rhythmische Linie als wesentlich ist zu-\nerst in der Gegenwart in den Bildhauerwer-\nken von Umberto Boccioni gegeben. Die\nrhythmische Fläche als wesentlich haben zu-\nerst in der Gegenwart die Bildhauerwerke\ndes Russen Archipenko und des Deutschen\nOswald Herzog. Rhythmische Linie und\nrhythmische Fläche als wesentlich vereinen\nzuerst in der Gegenwart die Bildhauerwerke\ndes Deutschen William Wauer.\nWenn es von William Wauer Bildhauer-\nwerke gibt, die als Porträtbüsten bezeichnet\nwerden, so darf man hierbei nicht an das\ndenken, was die unkünstlerische Zeit Por-\nträtbüsten nennt. Diese unkünstlerische Zeit\nhat Modelle, die sie mehr oder weniger idea-\nlisiert nachzubilden sucht. Dieses Nach-\nahmen ist eine Tätigkeit der Handfertigkeit\nund des Wissens. Das Studium der Anato-\nmie des menschlichen Körpers und die Fer-\ntigkeit, das, was man mit den äußeren Augen\nsieht, dem Eindruck entsprechend wieder-\nzugeben, ist Voraussetzung. Diese Nicht-\nkunstwerke sind Erinnerungsobjekte für das\nPanoptikum und die gute Stube. Diese Denk-\nmäler einer unkünstlerische Zeit sind Be-\nweisstücke für die Ueberhebung der Persön-\nlichkeit, des eingebildeten Sonderwertes der\nMenschen, die diesen Wert nicht opfern, son-\ndern erhalten wollen. Wenn einer unserer\nKünstler sein Werk Porträtbüste nennt, so\nist sein Werk keine Nachahmung der Kör-\nperform von Herwarth Waiden oder Rudolf\nBlümner, Entweder ist die Erscheinung des\nMenschen der Anlaß für die künstlerische\nEkstase gewesen, oder das Gesicht des\nKünstlers zeigt Formvorstellungen, die den\nKörperformen des bestimmten Menschen äh-\nneln, und die der Bildhauer in seinem Werk\nkündet, Ein solches Werk hat dann nicht\nden Organismus des menschlichen Kör-\npers, da es nicht vom organischen Ge-\nsetz des menschlichen Körpers gestaltet\nist. Das Kunstwerk ist ein Organismus\nfür sich mit dem eigenen organischen Ge-\nsetz seines Rhythmus, Das Bildhauerwerk\nist also weder ein anatomisches Präparat\nnoch im natürlichen Sinne einem bestimmten\nMenschen oder überhaupt einem Menschen\nähnlich. Dennoch ist ein Gemeinsames zwi-\nschen dem Bildhauerwerk „Herwarth Wai-\nden\" und dem Menschen Herwarth Waiden\nfühlbar. Dieses Gemeinsame ist aber keine\nkörperliche Aehnlichkeit, sondern eine\nrhythmische Aehnlichkeit, Das Lebendigsein\ndes Menschen, seine innere Bewegung hat\neinen bestimmten Rhythmus, der durch die\nKörperform verhüllt wird. Ein diesem Rhyth-\nmus des Menschen ähnlicher Rhythmus ist\ndas werkgestaltende Gesetz des Bildhauer-\nwerkes, So ist das Verhältnis zwischen dem\nMenschen Herwarth Waiden und Wauers\nBüdhauerwerk, das den Namen Herwarth\nWaiden trägt. Für das Kunstwerk selbst ist\ndieser Name belanglos ebenso wie das Ver-\nhältnis zwischen Mensch und Kunstwerk,\nBaukünstler kennt die Gegenwart noch nicht,\nJeder Bau wird auch heute mit der bewuß-\nten Absicht einer Zweckdienlichkeit geschaf-\nfen, Jedes Haus ist eine Bedürfnisanstalt,\nAuch die Kirchen sind das geworden. So-\nlange Menschen bauen, um ihre menschlichen\nBedürfnisse des Körpers und des Geistes zu\nbefriedigen und weder etwas von ihren Be-\ndürfnissen noch von ihren Befriedigungsmit-\nteln opfern können, werden keine Baukunst-\nwerke gebaut werden. Ich kann daher nur\nvon Bauwerken sprechen, die Gestaltung\nmeiner Gesichte sind. Diese Bauwerke sind\nnoch nicht gebaut. Sie sind in Plänen ge-\nstaltet.\nJedes Bauwerk hat sein Gesetz, hat seinen\nRhythmus. Träger des Rhythmus sind die\nkonstruktiven Teile des Baues. Wesentlich\nist nicht der Grundriß oder die Fassade, also\nnicht die Zweckdienlichkeit oder Sichtseite\ndes Baues, Die Konstruktion des Baues ist\nnicht verhüllt. Die Konstruktion des Baues\nträgt keine Körper. Die Konstruktion des\nBaues trägt Flächen, durch die die Linien der"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "105", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.9", "texte": "Kandinsky: Aquarell 6"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "106", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.10", "texte": "Struktur verbunden sind, Es ergeben sich\nals Gestaltungsmittel des Bauwerks die glei-\nchen Mittel wie für das Bildhauerwerk; Li-\nnien und Flächen, Wie dort sind beide Mit-\ntel von einem rhythmischen Prinzip gestaltet.\nEs ist nicht nötig, daß die Struktur der Li-\nnien eine technisch notwendige ist. Ueber\nder Logik des Verstandes steht die künst-\nlerische Notwendigkeit. Eine im Sinne der\nTechnik unsinnige, weil überflüssige Linien-\nführung der Struktur kann künstlerisch not-\nwendig sein, Wie in der Linienführung zahl-\nlose Gestaltungen möglich sind, so auch in\nder Flächenführung, Mit der wagerechten,\nsenkrechten, schrägen Fläche und den aus\nden sogenannten Stilen bekannten Gewölbe-\narten sind die Flächen nicht erschöpft, Die\nBauwerke können alle Flächenarten haben,\ndie theoretisch möglich sind. Die Unter-\nschiede von den Bildhauerwerken sind fol-\ngende: Die Flächen des Bildhauerwerkes lie-\ngen auf der Oberfläche einer Stoffmasse, und\ndie Struktur des Bildhauerwerkes liegt als\nLinie ebenfalls auf der Oberfläche dieser\nStoffmasse, Das Bauwerk hat nicht nur\nOberflächen, sondern auch Innenflächen, und\ndas Liniennetz des Aufbaues teilt Ober-\nflächen und Innenflächen rhythmisch. Jede\nFläche des Bauwerkes ist zugleich eine Farb-\nform, Alle Farbformen, alle Flächen des\nBauwerkes stehen als Farbform in einem\nkompositioneilen Verhältnis zueinander,\nAuch hier geben sich unendliche Möglichkei-\nten, Die Außenseite des Baues kann in den\nverschiedensten Farben aufgebaut sein, Die\nFarbenzusammenstellung gliedert die Fläche\nrhythmisch. Der Rhythmus kann von links\nnach rechts, von rechts nach links, von oben\nnach unten, von unten nach oben bewegt\nsein.\n\nFortsetzung folgt\n\nJ’ai tué\nBlaise Cendrars\nZeichnungen von Fernand Léger\n\nlis viennent de tous les horizons, Jour et\nnuit, 1000 trains deversent des hommes et\ndu mat£riel, Le soir, nous traversons une\nville d£serte, Dans cette ville, il y a un\ngrand hötel moderne, haut et carre, C'est\nle G.Q.G, Des automobiles ä fanion, des\ncaisses d'emballage, une chaise-balancoire\nde bazar. Des jeunes gens tres distingues,\nen tenue impeccable de chauffeur, causent\net fument, Un roman jaune sur le trottoir,\nune cuvette et une bouteille d'eau de Co-\nlogne, Derriere l'hdtel, il y a une petite villa\nenfouie sous les arbres, On nen voit pas\nbien la fa£ade, Une tache blanche, La route\npasse devant la grille, tourne et longe le mur\ndu parc, On manche soudain sur une pro-\nfonde litiere de paille fraiche qui absorbe le\nbruit trainard des milliers et des milliers de\ngodillots qui viennent, On n'entend que le\nfrolement des bras balances en cadence, le\ncliquetis d'une baionette, d'une gourmette ou\nle heurt mat dun bidon. Respiration d'un\nmillion d'hommes, Pulsation sourde, Invo-\nlontairement, chacun se redresse et regarde\nla maison, la petite maison du generalissime,\nUne lumiere filtre entre les volets disjoints,\net dans cette lumiere passe et repasse une\nombre amorphe. C'est LUI. Ayez pitie des\ninsomnies du Grand Chef Responsable qui\nbrandit la table des logarithmes comme une\nmachine ä prieres, Un grand calcul de pro-\nFassomme sur place. Silence, II\npleut, Au bout du mur, la paille cesse, L'on\ntombe et repatauge dans la boue. C'est la\nnuit noire, Les chants de marche repren-\nnent de plus belle.\nCatherine a les pieds d'cochon\nLes chevilles mal faites\nLes genoux cagneux\nLe crac moisii\nLes seins pourris\n\nFernand Léger"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "107", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.11", "texte": "Voici les routes historiques qui montent au\nfront,\nA nous les gonzesses\nQu'ont du poil aux fesses\nOn les reverra\nQuand la classe (bis)\nQuand la classe reviendra\n*********\nSoldat, fais ton fourbi\nPas vu112 pas pris\nMes vieux roustis\nEncore un bicot d'encule\nDans la cagna de Tadjudant\n*********\nPere Grognon\nDescends ton pantalon\nTiens, voilä du boudin (ter)\nPour les Alsaciens, les Suisses\net les Lorrains\nl'*Poo**ß\nPan, pan l'Arbi\nLes chacals sont par ici\n«\n****** * * ,\nC'etait par un soir de printemps\nDans l'extreme~sud une colonne en marche\n***>* * * * * *\nVlä rbat* d'Af qui passe\nQui passe et repasse\nSauf les Tonkinois\nQui vont s' la tirer dans trois mois\nLes camions ronflent. A gauche, ä droite,\ntont bonge lourdemeöt, pesamment. Tont\ns'avance par ä»coups, par saccades, dans la\nm£me direction, Des colonnes, des masses\ns'6branlent, Tout le tremblement, Cela sent\nle cul de cheval entflamme, la motosacoche,\nle phenol et l'anis. On croirait avoir aval 6\nune gomme tant Fair est lourd, la nuit ir-\nrespirable, les champs empest6s, L'haleine\ndu pere Pinard empoisonne la nature. Vive\nl'aramon dans le ventre qui brüle comme une\nnie da ille vermeille! Soudain un avion s'en-\nvoie dans une grande petarade, Les nuages\nl'avalent, La lune roule par derriere. Et\nles peupliers de la route nationale tournent\ncomme les rayons d'une roue vertigineuse.\nLes collines degringolent, La nuit cede sous\ncette poussee, Le rideau se dechire, Tout\npete, craque, tonne, tout äla fois. Embrase-\nment general, Mille eclatements, Des feux,\ndes brasiers, des explosions, C'est l'ava-\nlanche des canons, Le roulement, Les bar-\nrages, Le pilon, Sur la lueur des cleparts\nse profilent 6perdus des hommes obliques,\nl'index d'un ecriteau, un cheval fou, Batte-\nment dune paupiere, Clin d'oeil au ma-\ngnesium, Instantan6 rapide, Tout dispa-\nrait, On a vu la mer phosphorescente des\ntranchees, et des trous noirs, Nous nous\nentassons dans les paralleles de d6part, fous,\ncreux, hagards, mouilles, ereintes et vannes,\nLongues heures d'attente, On grelotte sous\nles obus. Longues heures de pluie. Pelit\nsignification, redouble d\"intensit6, Cela se\nenormes comme des baleines saoules. Cela\ns'enchaine, forme des phrases, prend une\nfroid, Petit gris, Enfin l'aube en chair de\npoule, Campagnes devastees. Herbes ge-\nlees, Terres inertes, Cailloux souffreteux,\nBarbel6s cruciferes, L'attente s'eternise,\nNoirs sommes sous la voüte des obus, On\nentend les gros peperes entrer en gare, II\ny a des locomotives dans Tair, des irains in-\nvisibles, des t£lescopages, des tamponne-\nments, On compte le coup double des ri-\nmaillios, L'ahannement du 240, La grosse\ncaisse du 120 long. La toupie ronflante du\n155, Le miaulement fou du 75, Une arche\ns'ouvre sur nos tetes, Les sons en sortent\npar couple, male et femelle, Grincements,\nChuintements, Ululements, Hennissements,\nCela tousse, crache barrit, hurle, crie et se\nlamente, Chimeres d'aeier et mastodontes\nen rut, Bouche apocalyptique, poche ou-\nverte, d'oü plongent des mots inarticul^s,\n\nIls viennent de tous les horizons\nFernand Léger"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "108", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.12", "texte": "Fernand Léger\n\npr£cise, On un rythme ternaire\nticulier, une cadence propre, comme un ac-\nccnt humain, A la lorigue, ce bruit terrifiant\nne fait pas plus d'effet que le bruit d'une\nfontaine, On pense ä un jet d'eau, ä un jet\nd'eau cosmique, tant il est regulier, ordonn£,\ncontinu, mathematique. Musique des sphe-\nres, Respiration du monde. Je vois nette-\nment un plein corsage de femme qu'une emo-\ntion agite doucement, Cela monte et des-\ncend, C'est plein. Puissant, Je songe ä\nLa G6ante de Baudelaire, Sifflet d'argent.\nLe colonel s'£lance les bras ouverts. C'est\nl'heure H. On part ä l'attaque la cigarette\naux levres, Aussitöt les mitrailleuses alle-\nmandes tic-taquent, Les moulins ä caf6 tour-\nnent, Les balles crepitent, On avance en\nlevant l'epaule gauche, l'omoplate tordue sur\nle visage, tout le corps d6soss£ pour arriver\näse faire un bouclier de soi-meme, On a de\nla fievre plein les tempes et de l'angoisse\npartout. On est crisp&, Mais on marche\nquand m£me, bien aligne et avec calme. II\nn'y a plus de chei galonn£, On suit instinc-\ntivement celui qui a toujours montr6 le plus\nde sang-froid, souvent un obscur homme de\ntroupe. II n'y a plus de bluff, II y a bien\nencore quelques braillards qui se font tuer\nen criant: ~Vive la France!\" ou „C'est pour\nma femme!\" G£n6ralement cest le plus ta-\nciturne qui commande et qui esten t£te,\nsuivi de quelques hyst6riques, Voilä le\ngroupe qui stimule les autres. Le fanfaron\nse fait petit, L'äne brait, Le läche se cache.\nLe faible tombe sur les genoux, Le voleur\nvous abandonne, II yen a qui escomptent\nd'avance des porte-monnaies, Le froussard\nse carapate dans un trou, II yen a qui font\nle mort, Et il y a toute la bände des pauvres\nbougres qui se font bravement tuer sans sa-\nvoir comment ni pourquoi. Et il en tombe!\nMaintenant les grenades &clatent comme\ndans une eau profonde, On est entoure de\nflammes et de fumees, Et c'est une peur in-\nsensee qui vous culbute dans la tranchee al-\nlemande. Apres un vague brouhaha, on se\nreconnait, On organise la position conquise,\nLes fusils partent tout seul, On est tout ä\ncoup lä, parmi les morts et les blesses. Pas\nde repit, ~En avant! En avant!\" On ne\nsait pas d'oü vient l'ordre, Et l'on repart en\nabandonnant le sac. Maintenant on marche\ndans de l'herbe haute, On voit des canons\ndemolis, des fougasses renversees, des obus\nsem£s dans les champs, Des mitrailleuses\nvous tirent dans le dos, Ii y a des Allemands\npartout, II faut traverser des feux de bar-\nrage, De gros noirs autrichiens qui 6cra~\nbouillent une section entiere. Des mejnbres\nvolent en l'air. Je re<pois du sang plein le\nvisage, On entend des cris d£chirants, On\nsaute les tranch£es abandonnees, On voit\ndes grappes de cadavres, ignobles comme les\npaquets des chiffonniers; des trous d'obus,\nremplis jusqu'au bord comme des poubelles;\ndes terrines pleines de choses sans nom, du\njus, de la viande, des vetements et de la\nfiente, Puis, dans les coins, derriere les buis-\nsons, dans un chemin creux, il y a les morts\nridicules, fig£s comme des momies et qui font\nleur petit Pomp6l, Les avions volent si bas\nqu'ils vous font baisser la tete, II y a lä-bas\nun village ä enlever, C'est un gros morceau.\nLe renfort arrive, Le bombardement rep-\nrend, Torpilles ä ailettes, crapouillots, Une\ndemi-heure, et nous nous elansons, Nous\narrivons ä 26 sur la position, Prestigieux\nd6cor de maisons croulantes et de barricades\neventr£es, II faut nettoyer 9a, Je revendi-\nque alors l'honneur de toucher un couteau ä\ncran. On en distribue une dizaine et quel-\nques grosses bombes ä la melinite,\nMe voici l'eustache d la main, C'est ä <?a\nqu'aboutit toute cette immense machine de\nguerre, Des femmesse crävent dans les\nusines. Un peuple d'ouvriers trime ä ou~\ntrance au fond des mines. Des savants112 des"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "109", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.13", "texte": "Fernand Léger\n\ninventeurs s'ingenient. La merveilleuse acti,-\nvit6 humaine est prise a tribut. La richesse\nd'un siecle de travail intensif. L'experience\nde plusieurs civilisations. Sur toute la sur-\nface de la terre on ne travaille que pour moi.\nLes minerais viennent du Chili, les conserves\nd'Australie, les cuirs d' Afrique, L'Amerique\nnous envoie des machines-outils, la Chine de\nla main-d'oeuvre, Le cheval de la roulante\nest ne dans les painpas d'Argentine. Je\nfume un tabac arabe. J'ai dans ma musette\ndu chocolat de Batavia. Des mains d'hom-\nmes et de femmes ont fabrique tout ce que\nje porte sur moi. Toutes les races, tous les\nclimats, toutes les croyances y ont collabore,\nLes plus anciennes traditions et les procedes\nles plus modernes. On a bouleverse lesen»\ntrailles du globe et les moeurs; on a exploit&\ndes regions encore vierges et appris un me-\ntier inexorable ä des etres inoffensifs. Des\npays entiers ont ete transformes en un seul\njour. L'eau, l'axr, le feu, Telectricite, la ra-\ndiographie, Tacoustique, la balistique, les\nmathematiques, la metallurgie, la mode, les\narts, les superstitions, la lampe, les voyages,-\nla table, la famille, Thistoire universelle sont\ncet uniforme que je porte. Des paquebots\nfranchissent les oceans. Les sous-marins\nplongent. Les trains roulent. Des files de\ncamions trepident. Des usines explosent.\nLa foule des grandes villesse rue au eine et\ns'arrache les journaux. Au fond des cam-\npagnes les paysans sement et recoltent. Des\nämes prient. Des chirurgiens operent. Des\nfinanciers s'enrichissent. Des marraines ecri-\nvent des lettres. Mille millions d'individus\nm'ont consacre toute leur activite d'un jour,\nleur force, leur talent, leur science, leur m-\ntelligence, leurs habitudes, leurs sentiments,\nleur coeur. Et voilä qu'aujourd'hui j'ai le\ncouteau a la main. L'eustache de Bonnot,\n~Vive rhumanite!\" Je palpe une froide ve-<\nrite sommee d'une lame tranchante. J'ai\nraison. Mon jeune passe sportif saura suf-\nfire. Me voici les nerfs tendus, les muscles\nbandes, pret ä bondir dans la realite. J'ai\nbrave la torpille, le canon, les mines, le feu,\nles gaz, les mitrailleuses, toute la machine-\nrie anonyme, demoniaque, systematique,\naveugle. Je vais braver l'homme. Mon\nsemblable. Un singe. Oeil pour oeil, dent\npour dent. A nous deux maintenant, A\ncoups de poing, ä coups de couteau. Sans\nmerci. Je saute sur mon antagoniste. Je\nlui porte un coup terrible. La tete est pres-\nque decollee. J'ai tue le Boche. J'etais plus\nvif et plus rapide que lui. Plus direct. J'ai\nfrappe le premier. J'ai lesens de la realite,\nmoi, poete. J'ai J'ai tue. Comme celui\nqui veut vivre.\n\nFernand Léger\n\nInhalt\nHerwarth Waiden: Die Männer mit Schatten\nGünther Miirr; Raumfahrt\nBlaise Cendrars: J'ai tue\nKurt Schwitters: Die Zwiebel\nLothar Schreyer: Die neue Malerei\nHugo Handel: Zeichnung\nJohannes Molzahn: Holschnitt /\nVom Stock gedruckt\nFernand Leger: Fünf Zeichnungen zu J'ai tue\nKandmsky: Aquarell 6 / Fünffarbendruck\nOktober 1919"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "110", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.14", "texte": "Verlag Der Sfurm\nBerlin W 9 Potsdamer StraBe 134 a\nFernruf Amt Liitzow 4443\nMonatsschrilt Der Sturm\nErscheint am zehnten jedes Monats\nJedes Heft enthS.lt mindestens eine mehrfarbige Kunst-\nbeilage / Holzschnitte (stets vom Stock gedruckt) und\nZeichnungen\nDauerbezug I Ein J.ahr 15 Mark / Ein Halbjahr\n8 Mark / Einzelheft 2 Mark\n\nMonatsschrift Der Sturm / Jahrgange 1—9\n\nBiicher aus dem Verlag Der Sturm\nPeter Baum\nSchiitzengraben verse\nGebunden 5 Mark\nFranz Richard Behrens\nBlutbliite / Gedichte\nQeheftet 3 Mark / Gebunden 5 Mark\nHermann Essig\nDer Frauenmut / Lustspiei\nOberteufel / Tragodie\nIhr stilles Qliick / Drama\nE i n Taubenschlag / Lustspiei\nNapoleons Aufstieg / Tragodie\nDer Wetterfrosch / Erzahlung\nJedes Buch 3 Mark / Qebunden 5 Mark\n4$ '\nKurt Heynicke\nRings fallen Sterne / Qedichte\n4 Mark\nAdolf Knoblauch\ni\nDie schwarze Fahne / Eine Dichtung\n3 Mark\nKreis des Anfangs / Friihe Gedichte\n5 Mark / Sonderausgabe 30 Mark\nOskar Kokoschka\nMor der.Hoffnung der Frauen\nDrama mit Zeichnungen\nGebunden 25 Mark (Auflage 100)\nErnst Marcus\nDas Problem der e x z e n t r i s c h e n f in p -\nf i n d u n g u n d s e i ne L o s u n g\n%\n5 Mark / Zweite Auflage\n\nWiihelm fiung^\nDas Den ken t r £ u m t / CJedichte\n3 Mark / Gebunden 5 Mark\nPaul Scheerbart\nGlasarchitektur / In 111 Kapitela\n2 Mark / Sonderausgabe 50 Mark\nLothar Schreyer\nMeer / Sehnte / Mann / Dramen\n3 Mark\nN a c h t\n2 Mark\nAugust Stramm\nD u I Liebesgedichte\n4 Mark / Dritte Auflage\nSturm-Abende / Ausgewahlte Gedichte\n4 Mark / Gebunden 12 Mark\nMax Verworri\nKeltische Kunst / Mit Abbildungen\n3 Mark\nHerwarth Walden\nDas Buch der Menschenliebe\n4 Mark / Sonderausgabe 30 Mark\nDie Har te der Weltenliebe / Roman\n4 Mark / Gebunden 6 Mark 50 Pfennig\nSonderausgabe (Auflage 10) 50 Mark\nElnblick in Kunst\nMit 64 Abbildungen nach Gemalden der Sturm-Kiinstiei\n5 Mark\n(\nGesammelte Schriften: Band I\nKunstmaler und Kunstkritiker\n3 Mark\nWeib I Komitragodie\n4 Mark / Sonderausgabe 50 Mark\nErste Liebe / Bin Spiel mit dem Leben\nDie Beiden / Ein Spiel mit dem Tode\n5 ii n d e / Ein Spiei an der Liebe\nLetzte Liebe / Komitragodie\nG 1 a u b e / Komitragodie\nJedes Buch 2 Mark\nKind / Tragodie\nT r i e b / Eine biirgerliche Komitragodie\nMenschen / Tragodie\nJedes Buch 3 Mark\nSturm-Biicher\nAugust Stramm\nSancta Susanna\nDie Unfruchtbaren\nAage von Kohl * -\nDie Hangematte des Riuge\nPeter Baum\nK y 1 a n d\nLothar Schreyer\nJ u n g f r a u\nJedes Sturmbuch 1 Mark 50 Pfennig"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "111", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.15", "texte": "Leitung der Sturmschule für Holland:\nJacoba van Heemskerck / Den Haag\nAnmeldungen durch den Sturm / Berlin W 9\n\nMusik\nHerwarth Walden\nGesainmelte Tonwerke\nDann / Vergeltung / Verdammnis\nDichtungen von Else Lasker-Schuler\nFur Gesang und Klavier / Je 2 Mark\nBruder Liederiich / Werk 51\nFiir Gesang und Klavier / 2 Mark\nEiitbietung / Werk 92\nDichtung von Richard Dehmel\nFiir Gesang und Klavier / 2 Mark\nZehn Dafnislieder / Werk 11\nZu Gedichten von Arno Holz\nFiir Gesang und Klavier / 3 Mark\nDie Judentochter I Werk 171\nAn Schwager Kronos / Werk 172\nFiir Gesang und Klavier / 1 Mark 50 Pfennig\nSchwertertanz / Werk 18\nFiir Klavier / 4 Mark -\nDert Sturm ,/ Heeresmarsch / Werk 21\nFiir Klavier / 1 Mark\nTanz der Tone / Werk 23\nFiir Klavier / 3 Mark - N\n\nttanddrucke\nOskar Kokoschka: Plakat fiir die Zeitschrift Der\nSturm / Originallithagraphie\nAbzug 30 Mark\n\nSturm-Karten\nJede Karte 30 Pfennig\nNach Gemalden, Zeichnungen und Bildwerken fol-\ngender Kiinstler:\nAlexander Archipenko 3\nRudolf Bauer 4\nVincenc Benes 1\nUmberto Boccioni 2\nCampendonk 2\nMarc Chagall 5\nRobert Delaunay 1\nLyonel Feininger 1\nAlbert Gleizes 2\nAugust Macke 1\nFranz Marc 1\nCarl Mense 1\nJean Metzinger 1\nJohannes Molzahn 2\nGeorg Muche 1\nGabriele Miinter 1\nNegerplastik 1\nGeorg Schrimpf 1\nJacoba van Heemskerck 3 Kurt Schwitters l\nHjerten-Griinewald 1\nAlexei von Jawlensky 2\nKandinsky 2\nPaul Klee 1\nOskar Kokoschka 2\nOtakar Kubin 1\nFernand L6ger 2\nGino Severini 2\nArnold Topp 1\nMaria Uhden 1\nNell Walden 1\nWilliam Wauer 5\nMarianne von Werefkin 1\n\nSturm-Ausstellungskataloge\nM i t Abbildungen\nAlexander Archipenko\nRudolf Bauer\nMarc Chagall\nJe 60 Pfennig\nFranz Marc\n1 Mark\nErster Deutscher Herbstsalon Der Sturm 1913\nMit 50 Abbildungen in Kupfertiefdruck\n2 Mark\nKandinsky\nQino Severini\nSkupina\nMolzahn\n\nKuiistdrucke aus dem Verlag Der Sturm\nAu! Japan- und Biittenpapier\nJeder Kunstdruck 5 Mark\nRudolf Bauer\nSchwarz-WeiB-Komposition 14\nUmberto Boccioni: Abschied / Die Abfahrenden / Die\nZuruckbleibenden\nMarc Chagall: Int6rieur / Der Jude / Der Geigen-\nspieler / Die Schwangere / Essender Bauer / Madcherj\nRobert Delaunay: Der Turm\nLyonel Felninger: Klein Schmidthausen\nMark Wippach II\nJacoba van Heemskerck: Baum / Landschaft\nPaul Klee: Kriegerischer Stamm\nOskar Kokoschka Menschenkopfe: 1 Adolt\nLoos I 2 Herwarth Walden / 3 Karl Kraus / Richard\nDehmel / 5 Paul Scheerbart / 6 Yvette Guilbert\nOskar Kokoschka: Tierbilder\nPernand Leger: Akt\nFranz Marc: Katzen\n\nSturm-Kiinstier / Lichtt\nJede Karte 30 Pfennig\nI. August Stramm\nII. Herwarth Walden\nIII. van Heemskerck\nIV. Kandinsky\nV. Rudolf Bliimner\nVI. Campendonk\nVII. Peter Baum\nVIII. Albert Gleizes\nIX. Oskar Kokoschka\nXL Paul Klee\nXII. Gabriele Mtinter\nXIII. Rudolf Bauer\nXIV. Nell Walden\nXV. Mynona\nXVL Molzahn\nXXVI. Kurt Heynicke\nVIII. William Wauer\nXIX. Lothar Schreyer\nXX. Georg Muche\n\nSiurmschule\nLeitung: Herwarth Walden\nViertes Jahr\nBerlin / Potsdamer StraBe 134 a\nUnterricht und Ausbildung in der expressionistischen\nKunst\nBiihne / Schauspielerei Vortragskunst / Malerei /\nDicMung I Musik\nLehrer der Sturmschule\nRudolf Bauer\nRudolf Bliimner\nCampendonk\nJacoba van Heemskerck\nPaul Klee\nGeorg Much©\nLothar Schreyer\nHerwarth Walden\nWilliam Wauer\nSprechstunden der Leitung: Dienstag, Mittwoch, Frei-\ntag, Sonnabend 4—5 / Das Sekretariat ist taglick\nvon 10—6 geoffnet"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "112", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19191010-01.1.16", "texte": "Anzeigen werden nicht aufgenommen\nVerantwortlich für die Schriftleitung:\nLothar Schreyer\nVerantwortlich für den gesamten Inhalt und Verlag\nF. Harnisch / Berlin W 35\nDruck Carl Hause./ Berlin SO 26\n\nDer Sturm\nSiandigeJAusstellungen\nBerlin / Polsdamer Strasse 134 a\nGeofSnet taglich von 10—6 Uhr / Sonnfags 11—2 Uhr\nTageskarte 1 Mark 50 Pfennig\nMonatlicher Wechsel\nNeunundsiebzigste Ausstellung\nOktober 1919\nJohannes Molzahn / Karl Herrmann\nJacoba van Heemskerck\nEntwiirfe filr Glasfenster\nAchtzigste Ausstellung\nNovember 1919\nSiurm-Gesamischau\nHugo Handel\nErofmimg Sonntag clen 2. November\nSturmgesamtschau Stuttgart\nOktober 1919 / Kunstgebaucle\nSturmgesamtschau Pforzheim\nOktober 1919 I Kunstgewerbeverein\n\nDER STURM\nverfiigt iiber die Werke Solgeadsr Kiinstler aus-\nschlieBlich (Gemalde / Graphik / Holzschnitte /\nHanddrucke) zum Verkaut und fiir Ausstellungen in\nder ganzen Welt:\nRudolf Bauer / Campendonk / Marc Chagall / Jacoba\nvan Heemskerck / Kandinsky / Georg Muche Maria\nUhden j Nell Walden / William Wauer\nDER STURM\nverfiigt iiber Werke folgender Kiinstler zum Verkauf\nund fiir Ausstellungen:\nGosta Adrian-Nilsson / Alexander Archipenko\nFritz Baumann / Vincenc Benes / Umber to Boccioni /\nCarlo D. Carra / Max Ernst / Lyonel Fei-\nninger / Emil Filla / Oskar Fischer / Albert Gleizes /\nOtto Gutfreund Hugo Handel / Sigrid Hierten-\nGriinewald Isaac Griinewald Johannes Itten /\nAlexei von jawlensky Paul Klnee / Oskar Kokoschka\n/ Otakar Kubin / Fernand Leger j Franz Marx / Ga-\nbriele Miinter / Jean Mexzinger / Johannes Molzahn /\nFrancis Picabia f Kurt Schwitters / Gino Severini\nFritz Stuckenberg / Arnold Topp / Maria Uhden /\nMarianne von Werefkin\n\nSiurm-Abende\nIn der Kunstausstellung Der Sturm I Berlin\nJeden Mittwoch %8 Uhr\nVortragender Rudolf Bliimner\nKarten zu 6, 5, 4, 3, 1,50 Mark im Vorverkauf und an\nder Abendkasse\n\nVon alien Holzschnitten der Zeitschrift Der Sturm\nsind signierte und numerierte Handdrucke, von\nden meisten Zeichnungen Kunstdrucke kauflich\nzu erwerben. Die Originate sind verkauflich.\nAusfiihrliche Verzeichnisse des Verlags Der Sturm\nkostenlos\n\nKunstbuchhondlung Der Sturm\nPotsdamer StraBe 138 a\nFernruf Liitzow 4443\nhat gute und seltene Biicher und Noten vorrStig und\nnimmt Bestellungen entgegen\n\nNeuanzeigen Der Sturm\nSoeben erschienen\nF a r b i g e Kunstdrucke\nPaul Klee\nSpiel der Krafte einer Landschaft\n7 Mark 50 Pfennige\nMarc Chagall\nKleinstadt\n50 Pfennig\nKandinsky: Aquarell 6\n7 Mark 50 Pfennige\nKmistdrucke auf Japanpapier\nJedes Blatt 5 Mark *\nCanpendonk: Zeichnung\nKandinsky: Zwei Zeichnungen\nMoizahn: Zeichnung\nSeverini: Tango argentine)\nWilliam Wauer: Sehnsucht I Tanz\nAugust Stramm: Tropfblut / Qedichte\nQebunden 15 Mark\nAugust Stramm: Qesammelt e Dichtungen /\nI. Band erschienen\n10 Mark\nlierwarth Walden: Die neue Malerei / Einfiihrung\nin den Expressionismus / Mit 16 Abbildungen\n3 Mark I Zwei t e Auilage\nExpressionismus / Die Kunstwende\nHerausgegeben von Herwarth Walden\nMit 140 Abbiidungen und 4 Originalgraphiken\n25 Mark I gebunden 35 Mark\nDie Sturm-Biihne\nJahrbuch des Theaters der Expressionisten\nJede Folge 75 Pfennig\nJahrbuch 6 Mark\nA c h t e Folge erschienen\nSturm-Bilderbiicher\nQanzseitige Abbildungen der Hauptwerke\nJe 5 Mark\nI: Marc Chagall\nII: Alexander Archipenko\nIII: Paul Klee\n\nAuslieferung und Verkauf der Werke des Verlag Der\nSturm im Ausland\nKopenhagen: Buchhandlung Hassing / Politikens Hus /\nRaadhuspladsen\nZurich: Kunstsalon Rembrandt / Kirchgasse 4 /"}]}