{"numero_id": "bm-bmtnabg-1920-07-05-01", "volume": "bmtnabg_1920-07-05_01", "ocr_sha256": "806025fd6e4ae375580d60ad6b6a466ab130b9f6c5ed75aaa90ab12e3b1e832a", "source_tei": "https://github.com/Princeton-CDH/bluemountain-transcriptions/blob/main/periodicals/bmtnabg/issues/1920/07/05_01/bmtnabg_1920-07-05_01.tei.xml", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabg/issues/1920/07/05_01/bmtnabg_1920-07-05_01.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabg-1920-07-05-01-c001", "article_bluemountain": "bmtnabg_1920-07-05_01#c001", "volume": "bmtnabg_1920-07-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "couv. 1", "page_fin": "couv. 1", "image_debut": 1, "image_fin": 1, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.2.1", "titre_corps": "Reinhard Goering: Zeichnung", "titre_sommaire": "Reinhard Goering: Zeichnung", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.1", "debut_caractere": 87, "fin_caractere_exclue": 114, "texte": "Reinhard Goering: Zeichnung"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1920-07-05-01-c002", "article_bluemountain": "bmtnabg_1920-07-05_01#c002", "volume": "bmtnabg_1920-07-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "50", "page_fin": "56", "image_debut": 2, "image_fin": 8, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.2.2", "titre_corps": "Gemeinschaft : Ein Spielwerk", "titre_sommaire": "Gemeinschaft : Ein Spielwerk", "signature_source": "Herwarth Walden", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "50", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.2", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2640, "texte": "Gemeinschaft\nEin Spielwerk\nHerwarth Walden\n\nMann\nFrau\nMädchen\nJüngling\nFrau:\nStrassensonne\nMann:\nSonnenstrasse\nFrau:\nStrasse flimmert. Strahlen fallen. Mensch\nsucht Mensch\nMann:\nSterne steigen. Unter der Sonnenstrasse\nsucht einen Menschen ein Mensch\nFrau:\nAlle Suchenden finden sich in der Strassen-\nsonne. Alle Suchenden finden mich in\nder Strassensonne. Mein Haar leuchtet im\nAufglanz des Tagsterns\nMann:\nSterne steigen und wandern gelassen zu\nHäupten der Menschen. Nicht zu fassen,\nsind sie, unfassbare Sterne. Haltlose sind\ndie Haltenden, suchen in Nächten den Auf-\nglanz des Tagsterns. Hände zittern in\nNebelfalten. Feuchte Leere rinnt durch\ndie Finger. Hände gefaitet. Gefaltete Hände.\nGefaltete Nachtnebel. Und die Sterne sie\nsteigen\nFrau:\nSuch nicht zu finden. Find, was Du hältst.\nNichts hält, was Du suchst. Spielen Men-\nschen wir in der Strassensonne. Glück\nbricht auf vom Morgenflimmern zum Mit-\ntagsfunkeln, Glück bricht ab vom Mittags-\nfunkeln zum Abendflimmern\nMann:\nZur Nacht erwache ich. Und alle Sterne\nwandern\nFrau:\nKannst Du nicht taumeln, steig zag hinauf\ndie Himmelsleiter, Taumelnder, reisse sie an\nDich die wandernden Sterne, falte die Finger\nhart in die Zacken. Halt was Du hältst,\nhalt wie Du hältst. Such nicht für morgen.\nMorgen verblassen die Sterne\nMann:\nFlamme steigt aus der Kälte des Nacht-\nmeers. Erdfern der Strasse sengt meine\nSehnsucht das Eis weich. Alles Leben zer-\nschmilzt meinen gleitenden Händen\nFrau:\nMenschen sind wir. Sind wir nicht Men-\nschen. Hier ist der Arm und die Brust\nund das Bein. Sieh was Du fühlst. Fühl\nwas Du siehst. Greifen ist halten und\nhalten ist greifen. Wie es blüht wie es\nspriesst wie es jubelt und zwitschert hier\nauf der Erde. Sind sie blind Deine Augen\nMann:\nGeblendet dem Leben\nFrau:\nVerblendet im Leben.\nM a n n:\nJubeln nun meine geblendeten Augen\nFrau:\nGreife mich, fange mich, spiel mit dem\nGlück\nMann:\nfällt auf das Gesicht die Arme gebreitet\nFrau:\nHast Du Dir weh getan. Dir will ich nicht\nwehtun. So nehm ich den Kopf auf meine\nKnie und küss Dir den Schmerz fort. Sprich\ndoch was fehlt Dir. Kannst Du nicht sprechen\nMann:\nstützt sich auf die Hände und hebt den\nKopf\nFrau:\nSprich doch, ich fürchte mich\nMann:\nöffnet lautlos den Mund\nF r a u:\nSprich doch. Sprich doch. Willst du\nmich strafen\nMann:\nbewegt den Kopf langsam von der einen\nauf die andere Seite\nFrau:\nWie Du Dich quälst\nMann:\nsenkt den Kopf ganz tief\nFrau:\nUnd willst nicht sprechen. Und kannst\nnicht spielen. Fällst und fällst\nMann:\nsucht sie zu umarmen und fällt.\nFrau:\nFalsch bist Du. Willst mich nur ängstigen.\nSprichst Du nun endlich. 0 wie Du hart\nbist. 0 wie gemein Du bist. Nun hast\nDu verspielt"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "51", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.3", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2808, "texte": "Mann:\nfaltet liegend die Hände vor seinem Kopf\nFrau:\nMich kannst Du nicht schrecken. Ich geh\nin die Sonne, ich geh auf die Strasse, wo\nMenschen sind\nJüngling:\nMann am Boden, wo ist die Frau. Träumst\nDu den Rausch aus. Auf, Entmannter.\nErmanne Dich, Mann ;\nMann:\nhebt den Kopf\nJüngling:\nBlickst so erbärmlich. Suchst Du Erbarmen\nM a nn :\nstösst einen wimmernden Laut aus\nJüngling:-\nWimmerst Du Mitleid. Ich leide nicht Mit-\nleid. Ich leide nicht mit. Kraft meiner\nJugend. Stehst mir im Wege, liegst mir\nim Wege. So stoss ich Dich, roll ich Dich\nfort. Halt Dich hübsch lautlos. Schmerz\nist Schweigen. Frei ist der Raum. Wo\nbist Du Frau. Frau zu Dir rufe ich. Frau,\nDir rufe ich. Frau. Frau\nFrau:\nBis auf die Strasse klingt Dein Jubeln.\nBist Du es im engen Raum\nJüngling:\nFrei ist der Raum. Der Raum ist frei.\nFrau:\nLiegt auf dem Boden nicht sprachlos ein\nHaschender, Greifender, Suchender, fallend\nGefallener\nJüngling:\nFrei ist der Boden. Ich juble Dir zu,\nFrau. Am Wanddunkel horcht ein Stummer\nFrau:\nSchweigt wer der grossen Liebe. Glänzt\nder Boden jugendfrisch, jugendswchend\nJüngling:\nIch hab ihn gefegt mir mit dem rollenden\nStummen. Ich hab ihn Dir gefegt mit dem\nstummen Rollenden\nFrau:\nBewegter, nun ist er bewegt. Dein Fuss\nist stark unter schimmerndem Bein\nJüngling:\nDein Bücken ist ein rieselnder Abhang.\nMein Fuss schwankt im Blick Deiner Hüfte\nFrau:\nStumme hören\nJüngling:\nStumme schweigen\nMann an der Wand:\nwimmert\nFrau:\nWie hohl es klingt. Ich fürchte mich\nJüngling:\nGeb ich Dir Halt an der Wand, dass Du\nwimmerst. Störst Du mit Stöhnen unsrer\nschwellenden Leiber Tönen. Hüte Dich\nLeichnam\nFrau:\nEr hat sich geschlagen, Du hast ihm weh\ngetan. Hat er Dir wehgetan, armer Mann.\nKannst Du nicht sagen, was Dir fehlt. Wie\nsoll ich Dir helfen, wenn Du nicht sprechen\nkannst. Sei mir nicht böse, dass ich mich\nfürchte\nJüngling:\nBin ich gekommen, Mütter zu hören, Willst\nDu ihn hüten, den Leichnam, so geh ich\nFrau:\nKannst Du nicht schweigen, wenn Stumme\nhören\nJüngling:\nWillst Du nicht hören, da Stumme schwei-\ngen\nFrau:\nHab doch Erbarmen\nJüngling:\nHast Du Erbarmen. Liegt Deine Wurzel\nnoch immer in ihm. Gibst mir noch immer\nden Ast deines Arms nur. Frau Du im\nSommer. Nun umschling ich den Stamm\nDeines Leibes. Entwurzle Dich\nFrau:\nKomm auf die Strasse\nJüngling:\nMich willst Du halten. Nichts willst Du\nverlieren. Wähle. Wähle. Ich habe Dir\nden Raum bereitet, geweitet\nFrau:\nIch kann es nicht sehen, sein Hören\nJüngling:\nRuhst Du in mir, wenn er es nicht hört\nFrau:\nIch kann es nicht hören. Draussen ist\nSonne. Ich fürchte mich\nJüngling dicht bei dem Mann:\nHast Dus gehört. Sie kann es nicht hören.\nSo darfst Du nicht hören. Du darfst nicht\nmehr hören. Was willst Du noch hören,\nUnerhörter. Erbärmlich bist Du. Ich habe\nErbarmen. (Er schlägt ihm beide Fäuste\nauf beide Ohren) Frau, höre. Höre, Frau."}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "52", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.4", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1993, "texte": "Nicht mehr kann er stören. Er kann nicht\nmehr hören.\nMädchen:\nDu bist nicht der Mann\nJüngling:\nWer bist Du\nMädchen:\nDu stehst und redest\nJüngling:\nIch höre\nMädchen:\nMich schickt eine Frau von der Strasse den\nMann zu hüten\nJüngling:\nHüte Dich Mädchen\nMädchen:\nViele Jungen sind auf der Strasse. Ich aber\nbin schneller\nJüngling:\nDass ich Dich nicht fange, hüte Dich\nMädchen:\nIch hasse die Jugend\nJüngling:\nFurcht vor der Jugend\nMädchen:\nTapsig bist Du. Springindiestrasse\nJüngling:\nWirst eine schöne Frau\nMädchen:\nBin ich\nJüngling:\nBist noch so dumm\nMädchen:\nKlüger als Du\nJüngling:\nDer ich steh und rede\nMädchen:\nKannst Du denn mehr noch\nJüngling:\nDich fassen und werfen\nMädchen:\nHüte Dich\nJüngling:\nBist Du wildböse, nachher bist Du mir gut\nMädchen:\nHüte Dich\nJüngling:\nNachher bist Du ganz sanftstill\nMädchen:\nHüt Dich, ich schlage\nJüngling:\nIch küsse wieder\nMädchen:\nstösst ihn vor die Brust\nJüngling:\nLieblich bist Du\nMädchen:\nschlägt ihm ins Gesicht\nJüngling:\nNun bist Du mein\nMädchen:\nHilfe Hilfe\nJüngling:\nFlatterst Du kleiner Vogel eng um den Raum\nMädchen:\nflieht an die Wand:\nWer ruht hier. Du. Hilf mir. Hörst Du\nJüngling:\nEr kann nicht hören\nMädchen:\nErwache. Sprich doch\nJüngl i n gr\nEr kann nicht reden\nMädchen:\nkauert sich hinter den Mann\nMann:\nbreitet rücklings die Arme über es\nHelles Lachen vieler Stimmen von der Strasse\nEine St im me draussen:\nJüngling, Jüngling\nJüngling:\nHüte den Mann\nLanges Schweigen. Sonnenstrahlen spielen\nauf dem Boden\nWildes jubelndes Lachen von der Strasse\nGesang von der Strasse:\nTanzen leicht wir auf der Strasse\nErde trinkt Wasser\nMann ist der Hasser\nErde trinkt Wasser\nMann saugt Blut\nSpiel will die Jugend\nMann will die Tugend\nMann will besitzen\nWir sind besessen\nJugendvergessen\nErde trinkt Wasser\nTanzen wir leicht auf der Strasse\nLasst mit Besitz alte Knaben sich brüsten\nBrüste sind frei für die greifende Jugend\nFrauen sind stets jung\nSpiel auf der Strasse\nTanz auf der Strasse\nErde trinkt Wasser\nDie Jugend der Frauen\nDie Frauen der Jugend"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "53", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2703, "texte": "Hüte Dich Mann\nWortklauber\nEhewerber\nBlutsauger\nSpielverderber\nHüte Dich hüte Dich Mann\nJubelndes Lachen und Klatschen von der\nStrasse\nMädchen:\nIch aber (richtet sich auf) Ich aber hüte\nDich, Mann\nMann:\nwimmert\nMädchen:\nArmer Mann Soll ich Dich aufrichten. Ich\nwill Dich aufrichten. Darfst mir nicht wim-\nmern. Brauchst nicht zu sprechen. Darf ich\nDich aufrichten. Nick mit dem Kopf nur.\nMann:\nwimmert\nMädchen:\nIch darf Dich nicht aufrichten. Willst Du\ntrinken\nMann:\nwimmert stärker\nMädchen:\nGleich komme ich wieder. Ich hole Dir\nWasser von der Strasse\nFerner Gesang auf der Strasse:\nErde trinkt Wasser\nErde trinkt Wasser\nTanzen wir leicht auf der Strasse\nJüngling:\nMädchen. Wo bist Du. Komm auf die Strasse\nMann:\nwimmert\nJüngling:\nLiegst Du noch immer hier. Wo ist das\nMädchen. Hast Du es versteckt, hast Du es\nverschluckt, Scheusal. Gib Antwort. Ant-\nwort gib. Oder ich schlag Dir . . . Hab Dich\ngeschlagen. Kannst nicht hören. Aber noch\nsiehst Du. Siehst Du die Faust. Siehst Du die\nFäuste. Blickst noch trotzig. Wimmere Hund\nMädchen:\nWas tust Du\nJüngling:\nDu hast ihn gerettet. Dich wollt ich retten\nMädchen:\nGeh, Du bist hässlich. Trink armer Mann\nJüngling:\nBist Du dumm. Stumm ist die Antwort\nauf taube Fragen\nMädchen:\nHört er nicht\nJüngling:\nNoch kann er sehen. Wie er Dich frisst\nmit gierigen Augen. Lass den Leichnam.\nKomm auf die Strasse, Wollen wir spielen\nin flüchtenden Gliedern. 0 Du bist schön\nMädchen:\nHässlich bist Du\nJüngling:\nBleib bei dem Manne. Hilf ihm, dem Armen.\nBist Du gut, hoch über der Strasse\nMädchen:\nIch gut\nJüngling:\nHerrlich bist Du im Dienen zu schauen.\nHilf dem Armen. Und ich, ich gehe ehr-\nfurchtgebeugt\nMädchen:\nNun glänzen Deine Augen heller\nJüngling:\nSchön bist Du\nMädchen:\nBin ich schön\nJüngling:\nEr kann nicht sprechen, er kann nicht hören.\nBrauchst Du Hilfe, ich harre Dein auf der\nStrasse.\nMädchen:\nWillst Du nicht trinken Dir will ich dienen\narmer Mann. Was darf ich Dir tun. Kannst\nDu nicht hören. Versuch doch. Ich bin\nDir sehr gut. 0, Deine schönen Augen.\nNun lächelst Du heitrer. Komm, gib den\nKopf mir auf den Schoss. Wie Du zitterst.\nWie Du lächelst. Wer hat Dir wehgetan,\narmer Mann. Ich bin bei Dir. Ich bleibe\nbei Dir. Immer und immer. Deine Augen\nsind gütige Träume. Dein Mund ist Glaube.\nNun hörst Du. Nun hörst Du sie, meine\nLiebe. Darf ich Dich küssen. So. Wie\nhell sie jubeln, Deine Augen. Gütig bist\nDu. Dass Du so schwer bist. Sonst könnt\nich Dich in die Arme nehmen. Dich\nstreicheln und wiegen. Die Jungen sind\nhässlich. Sie fordern und nehmen. Du\naber bist lieblich. Du schweigst und gibst.\nSchwer bist Du. Komm rieht Dich auf.\nIch will Dich auflichten. Ich kann Dich\naufrichten\nMann:\nsitzt\nMädchen:\nWas blickst Du so traurig. Ich kann Dich"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "54", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2840, "texte": "nicht halten. Nie werd ich Dich lassen.\nNun musst Du schlafen. Und morgen,\nmorgen ist alles gut. Sei nur ganz ruhig.\nIch hole den Jüngling. Er muss Dich mir\ntragen. Denn er ist stark.\nFerner Gesang von der Strasse:\nErde trinkt Wasser\nMann saugt Blut\nSpiel will die Jugend\nMann:\nrichtet sich auf und birgt den Becher unter\nseinem Gewand\nFrau:\nDu bist allein. Wo ist das Mädchen. So\nsind die Mädchen stets ohne Sorgen, stets\nohnePflicliten. Sei nun vernünftig. Draussen\nists lustig. Komm auf die Strasse. Sie\nfreuen sich alle, wenn Du kommst. Bist\nDu mir böse. Ich kann nicht allein sein.\nIch kann nicht zu zwein sein. Ich liebe\ndie Erde. Ich liebe die Liebe. Das musst\nDu verstehen. Gib mir doch Antwort.\nKannst Du nicht reden. Du kannst nicht\nreden. Noch immer nicht reden. Bist Du\nso schwer gefallen.\nMann :\nkreuzt beide Arme über der Brust\nF r a u:\nWas trägst Du auf dem Herzen\nMann:\nwendet sich um\nFrau:\nEin böses Geheimnis. Vor mir ein Geheim-\nfl')l) üjL'\"? f£{O Et) Il)fJ frf L iyp»] Ai,\nnis. Trägst Du ein Kind auf dem Herzen.\nMann:\nwill Frau abwehren, der Becher fällt klirrend\nzu Boden\n/• StHSvi bfJJJ 1.0 fJflOXx »XXCI l\nrrau:\nDas ist ein Geheimnis. Ein splitternder\nBecher. Ein Becher mit Wasser\nGesang von der Strasse:\nErde trinkt Wasser\nErde trinkt Wasser\n.\nTanzt es sich leicht auf der Strasse\nM ä (1 c h e n:\nIch suche und suche und kann ihn nicht\nfinden\nF r a u:\nIch suche und suche und kann Dich nicht\nfinden\nMädchen:\nIch suche den Jüngling, er soll mit mir\ntragen. Ich bin zu schwach\nFrau:\nDa steht er, der Mann. Nichts kann er-\nhalten. Nicht einen Becher Wassers\nMädchen:\nIch hole Wasser. Gewiss will er trinken\nFrau:\nEr will nicht trinken. Am Herzen hat er\nden Becher getragen\nMädchen:\nMeinen Becher\nFrau:\nDeinen Becher. Ich gebe ihm Wasser, so-\nviel er will\nMädchen:\nIch hab es geholt\nFrau:\nHolst Du Wasser. Lüge nicht. Du holst\nden Jüngling. Meinen Jüngling.\nMädchen:\nHol Du ihn, wenn er sich holen lässt\nFrau:\nHörst Du die Schande, die es mir antut.\nHörst Du es. Mann\nMädchen:\nEr kann nicht hören\nF r a u:\nWer kann nicht hören\nMädchen:\nDer Mann kann nicht hören\nFrau:\nAuch nicht hören. So kannst Du doch\nfühlen. Fühlst Du mich Mann\nMann:\nsteht regungslos\nFrau:\nDu hast mich betrogen. Hast Du die\nSprache versprochen, ich gehe auf die Strasse.\nDraussen ists lustig. Ich liebe die Erde!\nIch liebe dir Erde. Die Erde ist mein.\nIch liebe die Liebe. Die Liebe ist mein\n-triA 't'towJoA «itO .Ißsuädpß .tibidriogio*/\nGesang von der Strasse:\nSpielea wir Fangebfdl\nFrau ist der Fangeball\nWer ihn längt, hält ihn nicht\nWer ihn hält, fängt ihn nicht\nSpielen wir Fangeball\nFrau ist der Fangeball\nWer uns fängt, hat uns nicht\nWer uns hat, hat nur sich ' «ö 112 i : 1\nJaiiT _.noxTaaß« isid du tu9iJ\nbückt sich und sammelt die Scherben] :T\"\nM ä de hen:\nr**äf tuv tt&Qgit». v.rlu.Mi'UV*- —\nIch hol einen andern. Was tustDu mitScherben"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "56", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.8", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1225, "texte": "Mann:\nbirgt die Scherben unter seinem Rock\nMädchen:\nDu wirst Dich schneiden. Am Herzen\nschneiden\nMann:\ndrückt die Scherben gegen seine Brust\nMädchen:\nDein Herz bricht auf. Mann, was tust Du\nMann:\nnähert sich dem Mädchen\nMädchen:\nKomm nicht so nah. Ich fürchte mich.\nDu machst mich blutig. Ich hab Dich ge-\nwarnt, vor Scherben\nMann:\nsucht das Mädchen zu fassen\nMädchen:\nflieht vom Mann verfolgt\nMädchen:\nWas willst Du mir tun. Du darfst nichts\nfordern. Du bist der Mann. Du machst\nmich blutig\nMann:\nstösst einen gellenden Schrei aus\"\nMädchen:\nHilfe Hilfe\nJüngling:\nWas geschieht\nMädchen:\nEr ist von Sinnen. Ich hab Dich gesucht,\nso lange gesucht.\nMann:\nsteht und starrt auf die Beiden.\nMädchen:\nEr soll nicht starren\nJüngling:\nBlut über die Erde und Scherben im\nHerzen\nMädchen:\nEr soll nicht so starren\nJüngling:\nWillst Du es töten mein Mädchen. Du\nsollst nicht starren. Ich stech Dir die\nAugen aus.\nMann:\nsteht die Augen starr auf das Mädchen ge-\nrichtet.\nDer Jüngling:\nMit diesen Fingern stech ich die Augen aus.\nMädchen:\nLass mich es tun. Denn Du tust ihm weh\nGesang von der Strasse:\nErde trinkt Wasser\nErde trinkt Wasser\nTanzen wir leicht auf der Strasse\nUnd wenn auch ein Fall uns weh tut\nMorgen ist alles wieder gut\nEnde"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1920-07-05-01-c003", "article_bluemountain": "bmtnabg_1920-07-05_01#c003", "volume": "bmtnabg_1920-07-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "55", "page_fin": "55", "image_debut": 7, "image_fin": 7, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.2.2.1", "titre_corps": "Reinhard Goering: Zeichnung", "titre_sommaire": "Reinhard Goering: Zeichnung", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 7, "page_imprimee": "55", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 27, "texte": "Reinhard Goering: Zeichnung"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1920-07-05-01-c004", "article_bluemountain": "bmtnabg_1920-07-05_01#c004", "volume": "bmtnabg_1920-07-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "56", "page_fin": "61", "image_debut": 8, "image_fin": 13, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.2.3", "titre_corps": "Zuginsfeld", "titre_sommaire": "Zuginsfeld", "signature_source": "Otto Nebel", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 8, "page_imprimee": "56", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.8", "debut_caractere": 1227, "fin_caractere_exclue": 2182, "texte": "Zuginsfeld\nOtto Nebel\n\nFortsetzung\nHauptmann mit Reissen reist zurück\nKommandiert als Lehrer einer Minenwerfer-\nschule\nAblösung\nMaschinengewehr-Hauptmann vom Stabe\nEr denkt: Maschinengewehre\nM. G.\nMein Gott\nSchweres Maschinengewehr\nAber 1. M. G.\nLeichtes Gewehrmaschinchen\nSchwere Maschinengewehre überhöhen\nVon hinten\nVon Höhen über Köpfe in Köpfe\nÜberfallartig\nArtig\nÜberraschend\nSehr einfach\nMan sieht auf seine Karte\nKarten haben Quadrate\nQuadrate haben Nummern\nDer ganze Wahnsinn ist nummeriert\nQuadrate haben Punkte mit Nummern\nHöhen punkte\nTiefenpunkte\nKeine Verwechslung!\nRotpunkte\nRlaupunkte\nStützpunkte\nM. G. Pünktchen\nGesichtspunkte oder Sommersprossen\nSehr eindeutig\nMan befiehlt einfach: Schweres M. G. Schulze\nauf Höhenpunkt 48\nZu Befehl! Ohne Tritt marsch\nSagt Unteroffizier Schulze\nKeine Verwechslung?\nPunkt 48 ist in Wirklichkeit Tiefenpunkt\nMELDUNG AM BATALLJOHN\nIrrtum. HEHEPUNKT 84 ist TIEFEN-\nPUNKT\nSchulze\nUNTROFFZIEHR und GEWÄHRFÜHR"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "58", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2387, "texte": "BEFEHL vom BATAILLON\nM. G. Schulze besetzt Punkt 38 südsüdwest-\nlich vom augenblicklichen Standpunkt.\nVon Schafskopf\nEinen Augenblick\nEs stimmt\n38 ist die Höhe\nSchulze macht sich seinen Standpunkt klar\nMELDUNG AN BATAGLION\nKlahr zu Gefecht, es klärt sich auff. m.\ng. Schulze is eingebauht\nAber Punkt 38 wird punktiert\nPunktfeuer\nVernichtungsfeuer\nMELDUNG ANN BATTAJON\nPunkt + 38 unter schweres merserfeier,\nes wird Bedeckt\nBEFEHL vom BATL.\nUmbauen!! M. G. Sch. besetzt Höhen-\npunkt 40 am Strassenkreuz Schädel-\ndorf-Milzheim-Heim weh-Schädelstätte,\n400 Meter südsiidwestl. vom jetzigen Stand-\npunkt.\nVon Schafskopf\na. B.\nHammel\nMeldung an das Bataillon\nGewehrführer Schulze gefallen. Karte\nund Kompass verschüttet. Krause\nGefreiter und Gewehrführerstell-\nvertreter\nBEFEHL vom BATL.\nOhne Karte abrücken wie befohlen\nHammel\nStrassenkreuze werden unter Feuer gehal-\nten\nDenn Anmarschwege stören\nGefreiter Krause und drei Mann werden\ngekreuzigt\nVolltreffer\nBEFEHL vom BATL.\nWo bleibt Meldung?\nHammel\nUnerträglich? Wieso?\nNur etwas schwer zu tragen\nDaher leichte Gewehrmaschinchen\nL. M. G. werden schachbrettförmig einge-\ngebaut\n(Fachausdruck)\nStellen Sie sich das vor\nMan muss ein Schachbrett vor dem Schädel\nhaben\nKariertes Hirn\nIn schwarzen Feldern L. M. G.\nL. M. Cx. nisten im Zwischengelände\nLiebe M. G.-Nestchen\nNest bei Nest\nMax und Moritz\n(Decknamen)\nMax Tiefenpunkt, M. G.-Nest\nIn einem kühlen Grunde\nAus taktischen Gründen\nKaum einzusehen\nBei Nacht\nBei Tage maskiert\nAber Fesselballone hassen Maskeraden\nHaubitzen demaskieren\nBlaupunkt Max ist rot rasiert\nMax ist tot\nBruder Moritz lebt noch\nNesthäkchen\nBotpunkt Moritz wird blau vergast\nMoritz Tiefenpunkt stirbt\nEs wird ihm zu bunt\nGelbkreuz\nAlle schachmatt gesetzt\nHauptmann Schachmeister entsetzt im\nBösseisprung\nGastspiel\nEin anderer Meister gesellt sich zum\nSchauerspiel\nAuf Anforderung\nDringend erforderlich\nEin Boss kommt\nHoch zu Boss ein Bereiter\nWohl bekomms\nBittmeister Unterniederreiter\nMeine Herrn, bin Kavallrist, von Infantrie\nkeinen Dunst. Weiss nur: Fantrie schmeisst\nalles\nEr schmeisst Kanonen Futter Fussvolk vor\nIhm ist nichts vorzuwerfen\nBeibereien vermeiden\nBeiterei reibt Infanteristen auf (hinten)\nSporen\nAblösung sparen\nSieh Knochenkopf\nSeht Knochensplitter\nHört Splittereisen\nEiserner Bittmeister nimmmt einen Toten-\nkopf\nAn die Mütze\nTotenkopf Bittmeister\nDamit reisst er\nGiftig!\nLebende tragen Totenköpfe"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "60", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.12", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2733, "texte": "'S»\nTote tragen lebende Köpfe\nSieh Maden\nMuss man gesehen haben\nTote markieren nur\nMülzen nehmen ab\nTote Köpfe hängen an bunten Mützen\nSie brauchen keine Köpfe mehr\nMehr sage ich nicht\nIch sehe nichts mehr\nVerschwommen\nMeine Augen\nHerz Rotpunkt weint Bruderblut.\n* *\n❖\nStab von Schafskopf\nViele Köpfe — lauter Blödsinn\nFünf Beine\nDieses Schaf ist eine Missgeburt\nBein 1, rechtes Vorderbein oder Adjutant\nSieh Oberlehrer\nBein 2, linkes Vorderbein oder Herr Ver-\npflegungsoffizier\nSieh Unterlehrer\nBein 3, rechtes Hinterbein oder Rauhbein\nZahlmeister\nSieh rechte Herzkammersergeanten\nBein 4, linkes Hinterbein oder Nachrichten-\noffizier\nSieh Aktiva\nBein 5, Aufenthalt wechselnd, Herr Maschi-\nnengewehr-Oberleutnant\nSieh Aktiva, feine Familie, Ordenschieber\nWie schieben sich die Schieber vorwärts?\nZunächst schieben sie sich zurück\nVolle Deckung\nDann schieben sie Schaf vor\nSchaf ist das ganze Bataillon\nSchaf dreht sich um Beine 1 bis 3\nBeine 4 und 5 stehen fest\nBeine 4 und 5 drehen sich\nBeine I bis 3 stehen fest\nBein 3 dreht Beine 1 bis 5\nBein 3 dreht sich also auch\nDas steht fest\nBeine 2 bis 5 drehen Bein 1\nBein 2 dreht Beine 1, 3, 4, 5 und den\nSchafskopf\nAlle Beine stehen auf dem Kopf\nAlle Beine stellen sich Beine\nAlle Beine verstellen sich\nAlle Beine verdrehen den Kopf\nVerdrehungen nach Bedarf\nSieh Wechselbälge\nUnd alle greifen durch\nAlso ist nichts dahinter\nTiefer Irrsin\nWo ist der Arzt?\nEr isst im Stabe\nDann muss er Irrenarzt sein\nIst er kein Arzt, lässt er sich beirren\nVier Schafbeine und ein Schafskopf beirren\nihn\nZahlmeister fressen abseits\nAlso zehn Beine und kein Kopf\nManchmal ist der Mitesser Stabsarzt\nStabsärzte können Ärzte sein\nStabsärzte dürfen keine Ärzte sein\nSieh Passiva\nAber Stabsärzte sind oft nur Sanitäts-\noffiziere\nWieder ein offizierliches Korps\nMit Rangstufen auf und ab\nSanitätsoffiziere sind Vorgesetzte\nKranke zurück!\nKranke sind Untergebene\nVereinfachtes Verfahren\nKranke werden zurückgesetzt\nOder vorgeschickt\nSchlesier sagen: gescbnickt\nDenn Mörser amputieren mit tödlicher\nSicherheit\nRevierstube\nMan befiehllä: Sie sind gesund\nBefehl, Herr Stabbbarzt\nKranke haben einen leichten Heldentod\nSie sterben sich gesund\nMilitärärzte, die keine Ärzte sind, sind nur\nvorgesetzte Sanitätsoffiziere\nWürden ersetzen Kenntnisse\nKenntnisse sind Seltenheiten\nDarum gibt es so viele Offiziere\nSieh Begabung\nLauter Bekannte\nOffizier ist eine faule Ausrede\nArbeiten! Arbeiten!\nMilitärärzte meiden die Front\nSie sind eben aktive Soldaten\nSie kennen den Rummel\nSie schieben sich nicht vor\nSie rammeln hinten\nUnd ziehen sich in Lazarette zurück\nStudienhalber\nIn der Heimat, in der Heimat, da gibts ein\nWiedersehn\n(Lazarett kommt noch)\nBitte später rufen\nBitte zu spät schreien\nTruppenärzte können Ärzte sein"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "61", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.13", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 525, "texte": "Dann sind sie Menschen\nDann pfeifen sie auf Würden\nDann fallen sie\nAn der Front\nObwohl sie in Lazarette passten\nWeil sie in Lazarette passten\nAber sie danken\nIch pisse auf Lazarette, ich passe, Herr\nGeneralarzt. Bleibe bei meinen Kerlen\nObzwar schon ein Mühilitärarzt an der\nFront genügte\nObgleich auch an der Front Beine abgesägt\nwerden müssen\nSäge deines Nächsten Leib\nSchreien gottlose Granatsplitter\nDas muss man gehört haben\nZackige Basiereisen\nMuss man gehört haben\nBein 1 wird abgenommen\nOhne Narkose\nFortsetzung folgt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1920-07-05-01-c005", "article_bluemountain": "bmtnabg_1920-07-05_01#c005", "volume": "bmtnabg_1920-07-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "57", "page_fin": "57", "image_debut": 9, "image_fin": 9, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.2.3.1", "titre_corps": "Reinhard Goering: Aquarell / Vierfarbendruck", "titre_sommaire": "Reinhard Goering: Aquarell / Vierfarbendruck", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 9, "page_imprimee": "57", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.9", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 44, "texte": "Reinhard Goering: Aquarell / Vierfarbendruck"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1920-07-05-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabg_1920-07-05_01#c006", "volume": "bmtnabg_1920-07-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "59", "page_fin": "59", "image_debut": 11, "image_fin": 11, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.2.3.2", "titre_corps": "Marc Chagall: Zeichnung", "titre_sommaire": "Marc Chagall: Zeichnung", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 11, "page_imprimee": "59", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.11", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 23, "texte": "Marc Chagall: Zeichnung"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1920-07-05-01-c007", "article_bluemountain": "bmtnabg_1920-07-05_01#c007", "volume": "bmtnabg_1920-07-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "61", "page_fin": "61", "image_debut": 13, "image_fin": 13, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.2.4", "titre_corps": "Fall Westheim", "titre_sommaire": "Fall Westheim", "signature_source": "Herwarth Walden", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 13, "page_imprimee": "61", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.13", "debut_caractere": 527, "fin_caractere_exclue": 3163, "texte": "Fall Westheim\nHerwarth Walden\nIch habe es bisher unterlassen, den Freunden\nund Lesern des Sturm mit sogenannten\nTatsachen zu kommen. Die Menschen haben\nnicht nur verlernt, Bilder zu sehen, sie\nhaben auch verlernt, Worte zu lesen. Meine\nPolemik ist Gleichnis, also Kunst. Mich\ninteressieren verbrauchte Kunstkritiker zum\nBeispiel persönlich nicht das geringste.\nIch verbrauche sie im künstlerischen Spiel.\nNun interessieren sich diese Kunstkritiker\nnicht für mich persönlich, wohl aber für\nmeine Geschäfte. Sie können mit ihrer\nliberalen Gesinnung und nach ihrer Selbst-\neinschätzung nur im Geschäft die Initiative\nsehen. Es liegt mir fern, mich etwa in\ndie Geschäftsgeheimnisse dieser Herren zu\nvertiefen. Ich will mich begnügen in zwei\nFällen den hall Westheim sichtbar zu\nmachen.\nHerr Weslheim behauptet, „dass Feininger\ndem Geschäftsbetrieb des Herrn Waiden\nentlaufen sei\". Herr Westheim unterstellt,\ndass Feininger wegen geschäftlicher Aus-\nbeutung und wegen seiner Erkenntnis des\nhöheren Wertes des Herrn Westheim den\nSturm verlassen habe. Zu diesem Fall\nschreibt mir Feininger:\n„Lieber Herr Waiden\nIch erhielt Ihre gestrige Karte. Es gibt\nkeinen Fall Feininger! Dass ich vor zwei-\nEinhall) Jahren von Ihnen fort ging, lag nur\nan meiner Überreiztheit, denn unsere Be-\nziehungen zu einander waren und sind heute\nnoch herzlich. Übrigens brauche ich nur auf\nmeine Briefe damals zu verweisen.\nMit besten Grüssen Ihr\nLyonel Feininger\nWeimar 16. Juni 1920\nHerr Westheim will ferner „ganz von\neinem Fall Jawlensky schweigen.\" Schlimme\nEnthüllungen sind also zu erwarten.\nHerr von Jawlensky hat folgendes zu sagen:\nHerrn Herwarth Waiden\nAuf Ihre Anfrage teile ich Ihnen mit, dass\nmir von einem Fall Jawlensky in meinem\nVerhältnis zu Ihnen und zum Sturm nichts\nbekannt ist.\nA. von Jawlensky\nBerlin 9. VI. 20\nAuf diese einfache Weise könnte ich alle\nFälle des Herrn Westheim erledigen. Es\nliegt nun nicht im Wesen der Kunst, eine\nLokalrubrik zur Widerlegung von Ver-\ndächtigungen und Verleumdungen einzu-\nrichten.\nIch bin es aber überdrüssig, den Sturm\nund mich von Konjunkturmachern fortgesetzt\nbeschmutzen zu lassen. Ich habe bisher\ngeschont und geschwiegen. Jetzt übergebe\nich unter dem Zwang systematischer Ver-\nleumdungen das gesamte „Material\" für alle\nvergangenen und kommenden Fälle meinem\nFreund Budolf Blümner, der es verwenden\nwird, wie es ihm notwendig und recht er-\nscheint. Ich warne die Schreiber, die sich\nFälle ausdenken. Ich warne die Künstler, die\nFälle erdichten, um ihren Fäll zu verbergen.\nIch habe ihnen bisher ihr Geschäft\nnicht stören wollen. 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Die Originate sind verkauflich,\nAusfuhrliche Verzeichnisse des Verlags Der Sturm\nkostenlos."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1920-07-05-01-c024", "article_bluemountain": "bmtnabg_1920-07-05_01#c024", "volume": "bmtnabg_1920-07-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "64", "page_fin": "64", "image_debut": 16, "image_fin": 16, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.2.21", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 16, "page_imprimee": "64", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.16", "debut_caractere": 1806, "fin_caractere_exclue": 1957, "texte": "Kunstbuchhandlung Der Sturm\nPotsdamer Strasse 138 a\nFernruf Liitzow 4443\nhat gute und seltene Bucher und Noten vorratig\nund nimmt Bestellungen entgegen"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1920-07-05-01-c025", "article_bluemountain": "bmtnabg_1920-07-05_01#c025", "volume": "bmtnabg_1920-07-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "64", "page_fin": "64", "image_debut": 16, "image_fin": 16, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.2.22", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 16, "page_imprimee": "64", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.16", "debut_caractere": 1959, "fin_caractere_exclue": 2895, "texte": "fsfeuanzeigen Der Sturm\nSoebcn erschienen\nLothar Schreyer\nDie neue Kunst\n3 Mark\nF a r b i g e Kunstdrucke\nMarc Chagall\nKulscher / Aquarell\nInterieur / Gemalde\n7 Mark 50 Pfennige\nPaul Klce\nSpiel der Krafte einer Landschaft\n7 Mark 50 Pfennige\nMarc Chagall\nFrau / Aquarell\n7 Mark 50 Pfennige\nKandinsky: Aquarell 6\n7 Mark 50 Pfennige\nAugust Stramm : Gesammelte Dichtungen\nI. und II. Band erschienen\nJeder Band 12 Mark\nHerwarth Walden: Die neue Malerei / Einfiihrung\nin den Expressionismus / Mit 16 Abbildungen\n6 Mark / Dritte Aullage\nExpressionismus / Die Kunstwende\nHerausgegeben von Herwarth Walden\nMit 140 Abbildungen und 4 Originalgraphiken\n30 Mark / gebunden 50 Mark\nDie Sturm-Buhne\nJahrbuch des Theaters der Expressionisten\nJede Folge 90 Pfennige\n* Achte Folge erschienen\ner\nGanzseitige Abbildungen der Hauptwerke\nJe 7 Mark 50 Pfennige\nI. Marc Chagall\nII. Alexander Archipenko\nIII. Paul Klee\nIV. Kurt Schwitters\nErscheint am 1. 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Strahlen fallen. Mensch\nsucht Mensch\nMann:\nSterne steigen. Unter der Sonnenstrasse\nsucht einen Menschen ein Mensch\nFrau:\nAlle Suchenden finden sich in der Strassen-\nsonne. Alle Suchenden finden mich in\nder Strassensonne. Mein Haar leuchtet im\nAufglanz des Tagsterns\nMann:\nSterne steigen und wandern gelassen zu\nHäupten der Menschen. Nicht zu fassen,\nsind sie, unfassbare Sterne. Haltlose sind\ndie Haltenden, suchen in Nächten den Auf-\nglanz des Tagsterns. Hände zittern in\nNebelfalten. Feuchte Leere rinnt durch\ndie Finger. Hände gefaitet. Gefaltete Hände.\nGefaltete Nachtnebel. Und die Sterne sie\nsteigen\nFrau:\nSuch nicht zu finden. Find, was Du hältst.\nNichts hält, was Du suchst. Spielen Men-\nschen wir in der Strassensonne. Glück\nbricht auf vom Morgenflimmern zum Mit-\ntagsfunkeln, Glück bricht ab vom Mittags-\nfunkeln zum Abendflimmern\nMann:\nZur Nacht erwache ich. Und alle Sterne\nwandern\nFrau:\nKannst Du nicht taumeln, steig zag hinauf\ndie Himmelsleiter, Taumelnder, reisse sie an\nDich die wandernden Sterne, falte die Finger\nhart in die Zacken. Halt was Du hältst,\nhalt wie Du hältst. Such nicht für morgen.\nMorgen verblassen die Sterne\nMann:\nFlamme steigt aus der Kälte des Nacht-\nmeers. Erdfern der Strasse sengt meine\nSehnsucht das Eis weich. Alles Leben zer-\nschmilzt meinen gleitenden Händen\nFrau:\nMenschen sind wir. Sind wir nicht Men-\nschen. Hier ist der Arm und die Brust\nund das Bein. Sieh was Du fühlst. Fühl\nwas Du siehst. Greifen ist halten und\nhalten ist greifen. Wie es blüht wie es\nspriesst wie es jubelt und zwitschert hier\nauf der Erde. Sind sie blind Deine Augen\nMann:\nGeblendet dem Leben\nFrau:\nVerblendet im Leben.\nM a n n:\nJubeln nun meine geblendeten Augen\nFrau:\nGreife mich, fange mich, spiel mit dem\nGlück\nMann:\nfällt auf das Gesicht die Arme gebreitet\nFrau:\nHast Du Dir weh getan. Dir will ich nicht\nwehtun. So nehm ich den Kopf auf meine\nKnie und küss Dir den Schmerz fort. Sprich\ndoch was fehlt Dir. Kannst Du nicht sprechen\nMann:\nstützt sich auf die Hände und hebt den\nKopf\nFrau:\nSprich doch, ich fürchte mich\nMann:\nöffnet lautlos den Mund\nF r a u:\nSprich doch. Sprich doch. Willst du\nmich strafen\nMann:\nbewegt den Kopf langsam von der einen\nauf die andere Seite\nFrau:\nWie Du Dich quälst\nMann:\nsenkt den Kopf ganz tief\nFrau:\nUnd willst nicht sprechen. Und kannst\nnicht spielen. Fällst und fällst\nMann:\nsucht sie zu umarmen und fällt.\nFrau:\nFalsch bist Du. Willst mich nur ängstigen.\nSprichst Du nun endlich. 0 wie Du hart\nbist. 0 wie gemein Du bist. Nun hast\nDu verspielt"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "51", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.3", "texte": "Mann:\nfaltet liegend die Hände vor seinem Kopf\nFrau:\nMich kannst Du nicht schrecken. Ich geh\nin die Sonne, ich geh auf die Strasse, wo\nMenschen sind\nJüngling:\nMann am Boden, wo ist die Frau. Träumst\nDu den Rausch aus. Auf, Entmannter.\nErmanne Dich, Mann ;\nMann:\nhebt den Kopf\nJüngling:\nBlickst so erbärmlich. Suchst Du Erbarmen\nM a nn :\nstösst einen wimmernden Laut aus\nJüngling:-\nWimmerst Du Mitleid. Ich leide nicht Mit-\nleid. Ich leide nicht mit. Kraft meiner\nJugend. Stehst mir im Wege, liegst mir\nim Wege. So stoss ich Dich, roll ich Dich\nfort. Halt Dich hübsch lautlos. Schmerz\nist Schweigen. Frei ist der Raum. Wo\nbist Du Frau. Frau zu Dir rufe ich. Frau,\nDir rufe ich. Frau. Frau\nFrau:\nBis auf die Strasse klingt Dein Jubeln.\nBist Du es im engen Raum\nJüngling:\nFrei ist der Raum. Der Raum ist frei.\nFrau:\nLiegt auf dem Boden nicht sprachlos ein\nHaschender, Greifender, Suchender, fallend\nGefallener\nJüngling:\nFrei ist der Boden. Ich juble Dir zu,\nFrau. Am Wanddunkel horcht ein Stummer\nFrau:\nSchweigt wer der grossen Liebe. Glänzt\nder Boden jugendfrisch, jugendswchend\nJüngling:\nIch hab ihn gefegt mir mit dem rollenden\nStummen. Ich hab ihn Dir gefegt mit dem\nstummen Rollenden\nFrau:\nBewegter, nun ist er bewegt. Dein Fuss\nist stark unter schimmerndem Bein\nJüngling:\nDein Bücken ist ein rieselnder Abhang.\nMein Fuss schwankt im Blick Deiner Hüfte\nFrau:\nStumme hören\nJüngling:\nStumme schweigen\nMann an der Wand:\nwimmert\nFrau:\nWie hohl es klingt. Ich fürchte mich\nJüngling:\nGeb ich Dir Halt an der Wand, dass Du\nwimmerst. Störst Du mit Stöhnen unsrer\nschwellenden Leiber Tönen. Hüte Dich\nLeichnam\nFrau:\nEr hat sich geschlagen, Du hast ihm weh\ngetan. Hat er Dir wehgetan, armer Mann.\nKannst Du nicht sagen, was Dir fehlt. Wie\nsoll ich Dir helfen, wenn Du nicht sprechen\nkannst. Sei mir nicht böse, dass ich mich\nfürchte\nJüngling:\nBin ich gekommen, Mütter zu hören, Willst\nDu ihn hüten, den Leichnam, so geh ich\nFrau:\nKannst Du nicht schweigen, wenn Stumme\nhören\nJüngling:\nWillst Du nicht hören, da Stumme schwei-\ngen\nFrau:\nHab doch Erbarmen\nJüngling:\nHast Du Erbarmen. Liegt Deine Wurzel\nnoch immer in ihm. Gibst mir noch immer\nden Ast deines Arms nur. Frau Du im\nSommer. Nun umschling ich den Stamm\nDeines Leibes. Entwurzle Dich\nFrau:\nKomm auf die Strasse\nJüngling:\nMich willst Du halten. Nichts willst Du\nverlieren. Wähle. Wähle. Ich habe Dir\nden Raum bereitet, geweitet\nFrau:\nIch kann es nicht sehen, sein Hören\nJüngling:\nRuhst Du in mir, wenn er es nicht hört\nFrau:\nIch kann es nicht hören. Draussen ist\nSonne. Ich fürchte mich\nJüngling dicht bei dem Mann:\nHast Dus gehört. Sie kann es nicht hören.\nSo darfst Du nicht hören. Du darfst nicht\nmehr hören. Was willst Du noch hören,\nUnerhörter. Erbärmlich bist Du. Ich habe\nErbarmen. (Er schlägt ihm beide Fäuste\nauf beide Ohren) Frau, höre. Höre, Frau."}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "52", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.4", "texte": "Nicht mehr kann er stören. Er kann nicht\nmehr hören.\nMädchen:\nDu bist nicht der Mann\nJüngling:\nWer bist Du\nMädchen:\nDu stehst und redest\nJüngling:\nIch höre\nMädchen:\nMich schickt eine Frau von der Strasse den\nMann zu hüten\nJüngling:\nHüte Dich Mädchen\nMädchen:\nViele Jungen sind auf der Strasse. Ich aber\nbin schneller\nJüngling:\nDass ich Dich nicht fange, hüte Dich\nMädchen:\nIch hasse die Jugend\nJüngling:\nFurcht vor der Jugend\nMädchen:\nTapsig bist Du. Springindiestrasse\nJüngling:\nWirst eine schöne Frau\nMädchen:\nBin ich\nJüngling:\nBist noch so dumm\nMädchen:\nKlüger als Du\nJüngling:\nDer ich steh und rede\nMädchen:\nKannst Du denn mehr noch\nJüngling:\nDich fassen und werfen\nMädchen:\nHüte Dich\nJüngling:\nBist Du wildböse, nachher bist Du mir gut\nMädchen:\nHüte Dich\nJüngling:\nNachher bist Du ganz sanftstill\nMädchen:\nHüt Dich, ich schlage\nJüngling:\nIch küsse wieder\nMädchen:\nstösst ihn vor die Brust\nJüngling:\nLieblich bist Du\nMädchen:\nschlägt ihm ins Gesicht\nJüngling:\nNun bist Du mein\nMädchen:\nHilfe Hilfe\nJüngling:\nFlatterst Du kleiner Vogel eng um den Raum\nMädchen:\nflieht an die Wand:\nWer ruht hier. Du. Hilf mir. Hörst Du\nJüngling:\nEr kann nicht hören\nMädchen:\nErwache. Sprich doch\nJüngl i n gr\nEr kann nicht reden\nMädchen:\nkauert sich hinter den Mann\nMann:\nbreitet rücklings die Arme über es\nHelles Lachen vieler Stimmen von der Strasse\nEine St im me draussen:\nJüngling, Jüngling\nJüngling:\nHüte den Mann\nLanges Schweigen. Sonnenstrahlen spielen\nauf dem Boden\nWildes jubelndes Lachen von der Strasse\nGesang von der Strasse:\nTanzen leicht wir auf der Strasse\nErde trinkt Wasser\nMann ist der Hasser\nErde trinkt Wasser\nMann saugt Blut\nSpiel will die Jugend\nMann will die Tugend\nMann will besitzen\nWir sind besessen\nJugendvergessen\nErde trinkt Wasser\nTanzen wir leicht auf der Strasse\nLasst mit Besitz alte Knaben sich brüsten\nBrüste sind frei für die greifende Jugend\nFrauen sind stets jung\nSpiel auf der Strasse\nTanz auf der Strasse\nErde trinkt Wasser\nDie Jugend der Frauen\nDie Frauen der Jugend"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "53", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.5", "texte": "Hüte Dich Mann\nWortklauber\nEhewerber\nBlutsauger\nSpielverderber\nHüte Dich hüte Dich Mann\nJubelndes Lachen und Klatschen von der\nStrasse\nMädchen:\nIch aber (richtet sich auf) Ich aber hüte\nDich, Mann\nMann:\nwimmert\nMädchen:\nArmer Mann Soll ich Dich aufrichten. Ich\nwill Dich aufrichten. Darfst mir nicht wim-\nmern. Brauchst nicht zu sprechen. Darf ich\nDich aufrichten. Nick mit dem Kopf nur.\nMann:\nwimmert\nMädchen:\nIch darf Dich nicht aufrichten. Willst Du\ntrinken\nMann:\nwimmert stärker\nMädchen:\nGleich komme ich wieder. Ich hole Dir\nWasser von der Strasse\nFerner Gesang auf der Strasse:\nErde trinkt Wasser\nErde trinkt Wasser\nTanzen wir leicht auf der Strasse\nJüngling:\nMädchen. Wo bist Du. Komm auf die Strasse\nMann:\nwimmert\nJüngling:\nLiegst Du noch immer hier. Wo ist das\nMädchen. Hast Du es versteckt, hast Du es\nverschluckt, Scheusal. Gib Antwort. Ant-\nwort gib. Oder ich schlag Dir . . . Hab Dich\ngeschlagen. Kannst nicht hören. Aber noch\nsiehst Du. Siehst Du die Faust. Siehst Du die\nFäuste. Blickst noch trotzig. Wimmere Hund\nMädchen:\nWas tust Du\nJüngling:\nDu hast ihn gerettet. Dich wollt ich retten\nMädchen:\nGeh, Du bist hässlich. Trink armer Mann\nJüngling:\nBist Du dumm. Stumm ist die Antwort\nauf taube Fragen\nMädchen:\nHört er nicht\nJüngling:\nNoch kann er sehen. Wie er Dich frisst\nmit gierigen Augen. Lass den Leichnam.\nKomm auf die Strasse, Wollen wir spielen\nin flüchtenden Gliedern. 0 Du bist schön\nMädchen:\nHässlich bist Du\nJüngling:\nBleib bei dem Manne. Hilf ihm, dem Armen.\nBist Du gut, hoch über der Strasse\nMädchen:\nIch gut\nJüngling:\nHerrlich bist Du im Dienen zu schauen.\nHilf dem Armen. Und ich, ich gehe ehr-\nfurchtgebeugt\nMädchen:\nNun glänzen Deine Augen heller\nJüngling:\nSchön bist Du\nMädchen:\nBin ich schön\nJüngling:\nEr kann nicht sprechen, er kann nicht hören.\nBrauchst Du Hilfe, ich harre Dein auf der\nStrasse.\nMädchen:\nWillst Du nicht trinken Dir will ich dienen\narmer Mann. Was darf ich Dir tun. Kannst\nDu nicht hören. Versuch doch. Ich bin\nDir sehr gut. 0, Deine schönen Augen.\nNun lächelst Du heitrer. Komm, gib den\nKopf mir auf den Schoss. Wie Du zitterst.\nWie Du lächelst. Wer hat Dir wehgetan,\narmer Mann. Ich bin bei Dir. Ich bleibe\nbei Dir. Immer und immer. Deine Augen\nsind gütige Träume. Dein Mund ist Glaube.\nNun hörst Du. Nun hörst Du sie, meine\nLiebe. Darf ich Dich küssen. So. Wie\nhell sie jubeln, Deine Augen. Gütig bist\nDu. Dass Du so schwer bist. Sonst könnt\nich Dich in die Arme nehmen. Dich\nstreicheln und wiegen. Die Jungen sind\nhässlich. Sie fordern und nehmen. Du\naber bist lieblich. Du schweigst und gibst.\nSchwer bist Du. Komm rieht Dich auf.\nIch will Dich auflichten. Ich kann Dich\naufrichten\nMann:\nsitzt\nMädchen:\nWas blickst Du so traurig. Ich kann Dich"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "54", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.6", "texte": "nicht halten. Nie werd ich Dich lassen.\nNun musst Du schlafen. Und morgen,\nmorgen ist alles gut. Sei nur ganz ruhig.\nIch hole den Jüngling. Er muss Dich mir\ntragen. Denn er ist stark.\nFerner Gesang von der Strasse:\nErde trinkt Wasser\nMann saugt Blut\nSpiel will die Jugend\nMann:\nrichtet sich auf und birgt den Becher unter\nseinem Gewand\nFrau:\nDu bist allein. Wo ist das Mädchen. So\nsind die Mädchen stets ohne Sorgen, stets\nohnePflicliten. Sei nun vernünftig. Draussen\nists lustig. Komm auf die Strasse. Sie\nfreuen sich alle, wenn Du kommst. Bist\nDu mir böse. Ich kann nicht allein sein.\nIch kann nicht zu zwein sein. Ich liebe\ndie Erde. Ich liebe die Liebe. Das musst\nDu verstehen. Gib mir doch Antwort.\nKannst Du nicht reden. Du kannst nicht\nreden. Noch immer nicht reden. Bist Du\nso schwer gefallen.\nMann :\nkreuzt beide Arme über der Brust\nF r a u:\nWas trägst Du auf dem Herzen\nMann:\nwendet sich um\nFrau:\nEin böses Geheimnis. Vor mir ein Geheim-\nfl')l) üjL'\"? f£{O Et) Il)fJ frf L iyp»] Ai,\nnis. Trägst Du ein Kind auf dem Herzen.\nMann:\nwill Frau abwehren, der Becher fällt klirrend\nzu Boden\n/• StHSvi bfJJJ 1.0 fJflOXx »XXCI l\nrrau:\nDas ist ein Geheimnis. Ein splitternder\nBecher. Ein Becher mit Wasser\nGesang von der Strasse:\nErde trinkt Wasser\nErde trinkt Wasser\n.\nTanzt es sich leicht auf der Strasse\nM ä (1 c h e n:\nIch suche und suche und kann ihn nicht\nfinden\nF r a u:\nIch suche und suche und kann Dich nicht\nfinden\nMädchen:\nIch suche den Jüngling, er soll mit mir\ntragen. Ich bin zu schwach\nFrau:\nDa steht er, der Mann. Nichts kann er-\nhalten. Nicht einen Becher Wassers\nMädchen:\nIch hole Wasser. Gewiss will er trinken\nFrau:\nEr will nicht trinken. Am Herzen hat er\nden Becher getragen\nMädchen:\nMeinen Becher\nFrau:\nDeinen Becher. Ich gebe ihm Wasser, so-\nviel er will\nMädchen:\nIch hab es geholt\nFrau:\nHolst Du Wasser. Lüge nicht. Du holst\nden Jüngling. Meinen Jüngling.\nMädchen:\nHol Du ihn, wenn er sich holen lässt\nFrau:\nHörst Du die Schande, die es mir antut.\nHörst Du es. Mann\nMädchen:\nEr kann nicht hören\nF r a u:\nWer kann nicht hören\nMädchen:\nDer Mann kann nicht hören\nFrau:\nAuch nicht hören. So kannst Du doch\nfühlen. Fühlst Du mich Mann\nMann:\nsteht regungslos\nFrau:\nDu hast mich betrogen. Hast Du die\nSprache versprochen, ich gehe auf die Strasse.\nDraussen ists lustig. Ich liebe die Erde!\nIch liebe dir Erde. Die Erde ist mein.\nIch liebe die Liebe. Die Liebe ist mein\n-triA 't'towJoA «itO .Ißsuädpß .tibidriogio*/\nGesang von der Strasse:\nSpielea wir Fangebfdl\nFrau ist der Fangeball\nWer ihn längt, hält ihn nicht\nWer ihn hält, fängt ihn nicht\nSpielen wir Fangeball\nFrau ist der Fangeball\nWer uns fängt, hat uns nicht\nWer uns hat, hat nur sich ' «ö 112 i : 1\nJaiiT _.noxTaaß« isid du tu9iJ\nbückt sich und sammelt die Scherben] :T\"\nM ä de hen:\nr**äf tuv tt&Qgit». v.rlu.Mi'UV*- —\nIch hol einen andern. Was tustDu mitScherben"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "55", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.7", "texte": "Reinhard Goering: Zeichnung"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "56", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.8", "texte": "Mann:\nbirgt die Scherben unter seinem Rock\nMädchen:\nDu wirst Dich schneiden. Am Herzen\nschneiden\nMann:\ndrückt die Scherben gegen seine Brust\nMädchen:\nDein Herz bricht auf. Mann, was tust Du\nMann:\nnähert sich dem Mädchen\nMädchen:\nKomm nicht so nah. Ich fürchte mich.\nDu machst mich blutig. Ich hab Dich ge-\nwarnt, vor Scherben\nMann:\nsucht das Mädchen zu fassen\nMädchen:\nflieht vom Mann verfolgt\nMädchen:\nWas willst Du mir tun. Du darfst nichts\nfordern. Du bist der Mann. Du machst\nmich blutig\nMann:\nstösst einen gellenden Schrei aus\"\nMädchen:\nHilfe Hilfe\nJüngling:\nWas geschieht\nMädchen:\nEr ist von Sinnen. Ich hab Dich gesucht,\nso lange gesucht.\nMann:\nsteht und starrt auf die Beiden.\nMädchen:\nEr soll nicht starren\nJüngling:\nBlut über die Erde und Scherben im\nHerzen\nMädchen:\nEr soll nicht so starren\nJüngling:\nWillst Du es töten mein Mädchen. Du\nsollst nicht starren. Ich stech Dir die\nAugen aus.\nMann:\nsteht die Augen starr auf das Mädchen ge-\nrichtet.\nDer Jüngling:\nMit diesen Fingern stech ich die Augen aus.\nMädchen:\nLass mich es tun. Denn Du tust ihm weh\nGesang von der Strasse:\nErde trinkt Wasser\nErde trinkt Wasser\nTanzen wir leicht auf der Strasse\nUnd wenn auch ein Fall uns weh tut\nMorgen ist alles wieder gut\nEnde\n\nZuginsfeld\nOtto Nebel\n\nFortsetzung\nHauptmann mit Reissen reist zurück\nKommandiert als Lehrer einer Minenwerfer-\nschule\nAblösung\nMaschinengewehr-Hauptmann vom Stabe\nEr denkt: Maschinengewehre\nM. G.\nMein Gott\nSchweres Maschinengewehr\nAber 1. M. G.\nLeichtes Gewehrmaschinchen\nSchwere Maschinengewehre überhöhen\nVon hinten\nVon Höhen über Köpfe in Köpfe\nÜberfallartig\nArtig\nÜberraschend\nSehr einfach\nMan sieht auf seine Karte\nKarten haben Quadrate\nQuadrate haben Nummern\nDer ganze Wahnsinn ist nummeriert\nQuadrate haben Punkte mit Nummern\nHöhen punkte\nTiefenpunkte\nKeine Verwechslung!\nRotpunkte\nRlaupunkte\nStützpunkte\nM. G. Pünktchen\nGesichtspunkte oder Sommersprossen\nSehr eindeutig\nMan befiehlt einfach: Schweres M. G. Schulze\nauf Höhenpunkt 48\nZu Befehl! Ohne Tritt marsch\nSagt Unteroffizier Schulze\nKeine Verwechslung?\nPunkt 48 ist in Wirklichkeit Tiefenpunkt\nMELDUNG AM BATALLJOHN\nIrrtum. HEHEPUNKT 84 ist TIEFEN-\nPUNKT\nSchulze\nUNTROFFZIEHR und GEWÄHRFÜHR"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "57", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.9", "texte": "Reinhard Goering: Aquarell / Vierfarbendruck"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "58", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.10", "texte": "BEFEHL vom BATAILLON\nM. G. Schulze besetzt Punkt 38 südsüdwest-\nlich vom augenblicklichen Standpunkt.\nVon Schafskopf\nEinen Augenblick\nEs stimmt\n38 ist die Höhe\nSchulze macht sich seinen Standpunkt klar\nMELDUNG AN BATAGLION\nKlahr zu Gefecht, es klärt sich auff. m.\ng. Schulze is eingebauht\nAber Punkt 38 wird punktiert\nPunktfeuer\nVernichtungsfeuer\nMELDUNG ANN BATTAJON\nPunkt + 38 unter schweres merserfeier,\nes wird Bedeckt\nBEFEHL vom BATL.\nUmbauen!! M. G. Sch. besetzt Höhen-\npunkt 40 am Strassenkreuz Schädel-\ndorf-Milzheim-Heim weh-Schädelstätte,\n400 Meter südsiidwestl. vom jetzigen Stand-\npunkt.\nVon Schafskopf\na. B.\nHammel\nMeldung an das Bataillon\nGewehrführer Schulze gefallen. Karte\nund Kompass verschüttet. Krause\nGefreiter und Gewehrführerstell-\nvertreter\nBEFEHL vom BATL.\nOhne Karte abrücken wie befohlen\nHammel\nStrassenkreuze werden unter Feuer gehal-\nten\nDenn Anmarschwege stören\nGefreiter Krause und drei Mann werden\ngekreuzigt\nVolltreffer\nBEFEHL vom BATL.\nWo bleibt Meldung?\nHammel\nUnerträglich? Wieso?\nNur etwas schwer zu tragen\nDaher leichte Gewehrmaschinchen\nL. M. G. werden schachbrettförmig einge-\ngebaut\n(Fachausdruck)\nStellen Sie sich das vor\nMan muss ein Schachbrett vor dem Schädel\nhaben\nKariertes Hirn\nIn schwarzen Feldern L. M. G.\nL. M. Cx. nisten im Zwischengelände\nLiebe M. G.-Nestchen\nNest bei Nest\nMax und Moritz\n(Decknamen)\nMax Tiefenpunkt, M. G.-Nest\nIn einem kühlen Grunde\nAus taktischen Gründen\nKaum einzusehen\nBei Nacht\nBei Tage maskiert\nAber Fesselballone hassen Maskeraden\nHaubitzen demaskieren\nBlaupunkt Max ist rot rasiert\nMax ist tot\nBruder Moritz lebt noch\nNesthäkchen\nBotpunkt Moritz wird blau vergast\nMoritz Tiefenpunkt stirbt\nEs wird ihm zu bunt\nGelbkreuz\nAlle schachmatt gesetzt\nHauptmann Schachmeister entsetzt im\nBösseisprung\nGastspiel\nEin anderer Meister gesellt sich zum\nSchauerspiel\nAuf Anforderung\nDringend erforderlich\nEin Boss kommt\nHoch zu Boss ein Bereiter\nWohl bekomms\nBittmeister Unterniederreiter\nMeine Herrn, bin Kavallrist, von Infantrie\nkeinen Dunst. Weiss nur: Fantrie schmeisst\nalles\nEr schmeisst Kanonen Futter Fussvolk vor\nIhm ist nichts vorzuwerfen\nBeibereien vermeiden\nBeiterei reibt Infanteristen auf (hinten)\nSporen\nAblösung sparen\nSieh Knochenkopf\nSeht Knochensplitter\nHört Splittereisen\nEiserner Bittmeister nimmmt einen Toten-\nkopf\nAn die Mütze\nTotenkopf Bittmeister\nDamit reisst er\nGiftig!\nLebende tragen Totenköpfe"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "59", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.11", "texte": "Marc Chagall: Zeichnung"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "60", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.12", "texte": "'S»\nTote tragen lebende Köpfe\nSieh Maden\nMuss man gesehen haben\nTote markieren nur\nMülzen nehmen ab\nTote Köpfe hängen an bunten Mützen\nSie brauchen keine Köpfe mehr\nMehr sage ich nicht\nIch sehe nichts mehr\nVerschwommen\nMeine Augen\nHerz Rotpunkt weint Bruderblut.\n* *\n❖\nStab von Schafskopf\nViele Köpfe — lauter Blödsinn\nFünf Beine\nDieses Schaf ist eine Missgeburt\nBein 1, rechtes Vorderbein oder Adjutant\nSieh Oberlehrer\nBein 2, linkes Vorderbein oder Herr Ver-\npflegungsoffizier\nSieh Unterlehrer\nBein 3, rechtes Hinterbein oder Rauhbein\nZahlmeister\nSieh rechte Herzkammersergeanten\nBein 4, linkes Hinterbein oder Nachrichten-\noffizier\nSieh Aktiva\nBein 5, Aufenthalt wechselnd, Herr Maschi-\nnengewehr-Oberleutnant\nSieh Aktiva, feine Familie, Ordenschieber\nWie schieben sich die Schieber vorwärts?\nZunächst schieben sie sich zurück\nVolle Deckung\nDann schieben sie Schaf vor\nSchaf ist das ganze Bataillon\nSchaf dreht sich um Beine 1 bis 3\nBeine 4 und 5 stehen fest\nBeine 4 und 5 drehen sich\nBeine I bis 3 stehen fest\nBein 3 dreht Beine 1 bis 5\nBein 3 dreht sich also auch\nDas steht fest\nBeine 2 bis 5 drehen Bein 1\nBein 2 dreht Beine 1, 3, 4, 5 und den\nSchafskopf\nAlle Beine stehen auf dem Kopf\nAlle Beine stellen sich Beine\nAlle Beine verstellen sich\nAlle Beine verdrehen den Kopf\nVerdrehungen nach Bedarf\nSieh Wechselbälge\nUnd alle greifen durch\nAlso ist nichts dahinter\nTiefer Irrsin\nWo ist der Arzt?\nEr isst im Stabe\nDann muss er Irrenarzt sein\nIst er kein Arzt, lässt er sich beirren\nVier Schafbeine und ein Schafskopf beirren\nihn\nZahlmeister fressen abseits\nAlso zehn Beine und kein Kopf\nManchmal ist der Mitesser Stabsarzt\nStabsärzte können Ärzte sein\nStabsärzte dürfen keine Ärzte sein\nSieh Passiva\nAber Stabsärzte sind oft nur Sanitäts-\noffiziere\nWieder ein offizierliches Korps\nMit Rangstufen auf und ab\nSanitätsoffiziere sind Vorgesetzte\nKranke zurück!\nKranke sind Untergebene\nVereinfachtes Verfahren\nKranke werden zurückgesetzt\nOder vorgeschickt\nSchlesier sagen: gescbnickt\nDenn Mörser amputieren mit tödlicher\nSicherheit\nRevierstube\nMan befiehllä: Sie sind gesund\nBefehl, Herr Stabbbarzt\nKranke haben einen leichten Heldentod\nSie sterben sich gesund\nMilitärärzte, die keine Ärzte sind, sind nur\nvorgesetzte Sanitätsoffiziere\nWürden ersetzen Kenntnisse\nKenntnisse sind Seltenheiten\nDarum gibt es so viele Offiziere\nSieh Begabung\nLauter Bekannte\nOffizier ist eine faule Ausrede\nArbeiten! Arbeiten!\nMilitärärzte meiden die Front\nSie sind eben aktive Soldaten\nSie kennen den Rummel\nSie schieben sich nicht vor\nSie rammeln hinten\nUnd ziehen sich in Lazarette zurück\nStudienhalber\nIn der Heimat, in der Heimat, da gibts ein\nWiedersehn\n(Lazarett kommt noch)\nBitte später rufen\nBitte zu spät schreien\nTruppenärzte können Ärzte sein"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "61", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.13", "texte": "Dann sind sie Menschen\nDann pfeifen sie auf Würden\nDann fallen sie\nAn der Front\nObwohl sie in Lazarette passten\nWeil sie in Lazarette passten\nAber sie danken\nIch pisse auf Lazarette, ich passe, Herr\nGeneralarzt. Bleibe bei meinen Kerlen\nObzwar schon ein Mühilitärarzt an der\nFront genügte\nObgleich auch an der Front Beine abgesägt\nwerden müssen\nSäge deines Nächsten Leib\nSchreien gottlose Granatsplitter\nDas muss man gehört haben\nZackige Basiereisen\nMuss man gehört haben\nBein 1 wird abgenommen\nOhne Narkose\nFortsetzung folgt\n\nFall Westheim\nHerwarth Walden\nIch habe es bisher unterlassen, den Freunden\nund Lesern des Sturm mit sogenannten\nTatsachen zu kommen. Die Menschen haben\nnicht nur verlernt, Bilder zu sehen, sie\nhaben auch verlernt, Worte zu lesen. Meine\nPolemik ist Gleichnis, also Kunst. Mich\ninteressieren verbrauchte Kunstkritiker zum\nBeispiel persönlich nicht das geringste.\nIch verbrauche sie im künstlerischen Spiel.\nNun interessieren sich diese Kunstkritiker\nnicht für mich persönlich, wohl aber für\nmeine Geschäfte. Sie können mit ihrer\nliberalen Gesinnung und nach ihrer Selbst-\neinschätzung nur im Geschäft die Initiative\nsehen. Es liegt mir fern, mich etwa in\ndie Geschäftsgeheimnisse dieser Herren zu\nvertiefen. Ich will mich begnügen in zwei\nFällen den hall Westheim sichtbar zu\nmachen.\nHerr Weslheim behauptet, „dass Feininger\ndem Geschäftsbetrieb des Herrn Waiden\nentlaufen sei\". Herr Westheim unterstellt,\ndass Feininger wegen geschäftlicher Aus-\nbeutung und wegen seiner Erkenntnis des\nhöheren Wertes des Herrn Westheim den\nSturm verlassen habe. Zu diesem Fall\nschreibt mir Feininger:\n„Lieber Herr Waiden\nIch erhielt Ihre gestrige Karte. Es gibt\nkeinen Fall Feininger! Dass ich vor zwei-\nEinhall) Jahren von Ihnen fort ging, lag nur\nan meiner Überreiztheit, denn unsere Be-\nziehungen zu einander waren und sind heute\nnoch herzlich. Übrigens brauche ich nur auf\nmeine Briefe damals zu verweisen.\nMit besten Grüssen Ihr\nLyonel Feininger\nWeimar 16. Juni 1920\nHerr Westheim will ferner „ganz von\neinem Fall Jawlensky schweigen.\" Schlimme\nEnthüllungen sind also zu erwarten.\nHerr von Jawlensky hat folgendes zu sagen:\nHerrn Herwarth Waiden\nAuf Ihre Anfrage teile ich Ihnen mit, dass\nmir von einem Fall Jawlensky in meinem\nVerhältnis zu Ihnen und zum Sturm nichts\nbekannt ist.\nA. von Jawlensky\nBerlin 9. VI. 20\nAuf diese einfache Weise könnte ich alle\nFälle des Herrn Westheim erledigen. Es\nliegt nun nicht im Wesen der Kunst, eine\nLokalrubrik zur Widerlegung von Ver-\ndächtigungen und Verleumdungen einzu-\nrichten.\nIch bin es aber überdrüssig, den Sturm\nund mich von Konjunkturmachern fortgesetzt\nbeschmutzen zu lassen. Ich habe bisher\ngeschont und geschwiegen. Jetzt übergebe\nich unter dem Zwang systematischer Ver-\nleumdungen das gesamte „Material\" für alle\nvergangenen und kommenden Fälle meinem\nFreund Budolf Blümner, der es verwenden\nwird, wie es ihm notwendig und recht er-\nscheint. Ich warne die Schreiber, die sich\nFälle ausdenken. Ich warne die Künstler, die\nFälle erdichten, um ihren Fäll zu verbergen.\nIch habe ihnen bisher ihr Geschäft\nnicht stören wollen. Aber wenn sie mir\ndie Kunst stören, mögen sie menschlich\nzu Grunde gehen.\n\nInhalt\nHerwarth Waiden: Gemeinschaft / Ein Spiel-\nwerk\nOtto Nebel: Zuginsfeld\nHerwarth Waiden: Fall Westheim\nReinhard Goering: Zwei Zeichnungen\nMarc Chagall: Zeichnung\nReinhard Goering: Aquarell/Vierfarbendruck"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "62", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.14", "texte": "Verlag Der Sturm\nBerlin W 9 / Potsdamer Strasse 134 a\nFernruf Amt Liitzow 4443\n\nMonatsschrift Der Sturm\nErscheint am funften jcdes Monats\nJedes Heft enthalt eine mehrfarbige Kunstbeilage\nHolzschnitte (stets vom Stock gedruckt) und\nZeichnungen\nDauerbezug / Ein Jahr 24 Mark / Ein Halbjahi\n15 Mark / Einzelheft 4 Mark 50 Pfennige\nMonatsschrift Dcr Sturm / Jahrgange 1—10\nGewobnliche Sonder-\nEinzelbefte, soweit vorhanden, je 4 Mark 5o Pfennige\n\nBlicher aus dem Verlag Der Sturm\nPeter Baum\nSchiitzengrabenverse\nGebunden 12 Mark\nFranz Richard Behrens\nBlutblute / Gedichte\nGeheftet 4 Mark 50 Pfennige / Gebunden 6 Mark\nHermann Essig\nDer Frauenmut / Lustspiel\nUeberteufel / Tragodie\nIhr stilles Gliick /* Drama\nEin Taubenschlag / Lustspiel\nNapoleons Aufstieg / Tragodie\nDer Wetterfrosch / Erzahlung\nJedes Buch 3 Mark / Gebunden 6 Mark\nKurt Heynicke\nRings fallen Sterne / Gedichte\n6 Mark / Zweite Auflage\nAdolf Knoblauch\nDie schwarze Fahne / Eine Dichtung\n3 Mark\nKreis des Anfangs / Friihe Gedichte\n6 Mark / Sonderausgabe 30 Mark\nErnst Marcus\nDas Problem der exzentrischen Empfindung und\nseine Losung\n6 Mark / Zweite Auflage\nDas Erkenntnisproblem\n6 Mark / Zweite Auflage\n\nWilhelm Range\nDas Dcnkcn traumt / Gedichte\n4 Mark 50 Pfennige / Gebunden 6 Mark\nPaul Scheerbart\nGlasarchitektur / In 111 Kapiteln\n3 Mark / Sonderausgabe 50 Mark\nLothar Schreyer\nMccr / Sehnte / Mann / Dramen\n4 Mark 50 Pfennige\nNacht\n3 Mark\nAugust Stramrn\nDu / Liebesgedkhte\n6 Mark / Dritte Auflage\nTropfblut / Gedichte\nGebunden 15 Mark\n/ Gcdichte\n7 Mark 50 Pfennige\nMax Verworn\nKcltische Kunst / Mit Abbildungen\n3 Mark\nHerwarth Walden\nEinblick in Kunst\nZur Zeit vergriffen\nGcsammelte Schriften / Band I\nKunstmaler und Kunstkritiker\n4 Mark 50 Pfennige\nDas Buch der Menschcnlicbe\n6 Mark / Sonderausgabe 30 Mark\nDie Harte der Weltenliebe / Roman\n6 Mark / Gebunden 9 Mark\nSonderausgabeti(Auflage 10) 50 Mark\nWeib / Komitragodie\n6 Mark / Sonderausgabe 50 Mark\nErste Liebe / Ein Spiel mit dem Leben\nDie Beiden / Ein Spiel mit dem Tode\nSiinde / Spiel an der Liebe\nLetzte Liebe / Komitragodie\nGlaube / Komitragodie\nJedes Buch 3 Mark\nKind / Tragodie\nTrieb / Eine biirgerliche Komitragodie\nMenschen / Tragodie\nJedes Buch 4 Mark 50 Pfennige\nSturm^Bucher\nAugust Stramm\nSancta Susanna\nDie Unfruchtbaren\nAage von Kohl\nDie Hangematte des Riug£\nPeter Baum\nKyland\nJedes Sturmbuch 1 Mark 50 Pfennige"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "63", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.15", "texte": "Leitung der Sturmschule für Holland:\nJacoba van Heemskerck / Den Haag\nAnmeldungen durch den Sturm / Berlin W 9\n\nMusik\nHerwarth Walden\nGesammclte Tonwcrke\nDann / Vcrgeltung / Verdammnis / Werk H—3\nDichtungen von Else Lasker-Schiiler\nFur Gesang und Klavier / Je 3 Mark\nBruder Liederlich / Werk 5l\nFur Gesang und Klavier / 3 Mark\nEntbietung / Werk 92\nDichtung von Richard Dehmel\nFiir Gesang und Klavier / 3 Mark\nZehn Dafnislieder / Werk 11\nZu Gedichten von Arno Holz\nFiir Gesang und Klavier / 12 Mark\nDie Judentochter / Werk 171 / 4 Mark 50 Pfennige\nAn Schwager Kronos / Werk 172\nFiir Gesang und Klavier / 3 Mark\nSchwertertanz / Werk 18\nFiir Klavier / 6 Mark\nDer Sturm / Heeresmarsch / Werk 21\nFiir Klavier / 3 Mark\nTanz der Tone / Werk 23\nFiir Klavier / 3 Mark\n\nHanddrucke\nOskar Kokoschka: P 1 a k a t fur die Zeitschrift\nDer Sturm / Originallithographie\nAbzug 30 Mark\n\nSturm-Kaften\nJedc Karte 60 Pfennige\nNach Gemalden, Zeichnungen\nfolgender Kunstler:\nAlexander Archipenko 3\nRudolf Bauer 4\nFritz Baumann 1\nVincenc Benes 1\nUmberto Boccioni 2\nCampendonk 2\nMarc Chagall 5\nRobert Delaunay 1\nLyonel Feininger 1\nAlbert Gleizes 2\nund Bildwerken\nFernand L6ger 2\nAugust Macke 1\nFranz Marc 1\nCarl Mense 1\nJean Metzinger 1\nJohannes Molzahn\nGeorg Muche 1\nGabriele Munter 1\nNegerplastik 1\nGeorg Schrimpf 1\nJacoba van Heemskerck 3 Kurt Schwitters\nHjerten-Griinewald 1\nAlexei von Jawlensky 2\nKandinsky 2\nPaul Klee 1\nOskar Kokoschka 2\nOtakar Kubin 1\nGino Severini 3\nArnold Topp 1\nMaria Uhden 1\nNell Walden 1\nWilliam Wauer 6\nMarianne von Werefkin 1\n\nSturm-Ausstellungskataloge\nMit Abbildungen\nAlexander Archipenko Skupina\nMolzahn Gino Severini\nJe 60 Pfennige\nTour Donas / Nell Walden\nFranz Marc\nJe 1 Mark 50 Pfennige\nErster Deutscher Herbstsalon Der Sturm 1913\nMit 50 Abildungen in Kupfertiefdruck\n3 Mark\n\nKunstdrucke aus dem Verlag Der Sturm\nAuf Japanpapier\nJcdcr Kunstdruck 6 Mark\nRudolf Bauer\nSchwarz-Weiss-Koinposition 14\nUmbcrto Boccioni: Abschied / Die Abfahrenden\nDie Zuriickbleibenden\nCampendonk: Zeichnun'g\nMarc Chagall: Interieur / Der Jude / Der Geigen-\nspieler/ Die Schwangere / Essender Bauer/ Madchen\nRobert Delaunay: Der Turm\nLyonel Feininger: Klein Schmidthausen\nMark Wippach II\nJacoba van Heemskerck: Baurn / Landschaft\nKandinsky: Zwei Zeichnungen\nPaul Klee: Kriegerischer Stamm\nOskar Kokoschka Menschenkopfe: 1 Adolf\nLoos / 2 Herwarth Walden / 3 Karl Kraus\n4RichardDehniel/5PaulScheerbart/6 YvetteGuilbert\nOskar Kokoschka: Tierbilder\nFernand Leger: Akt\nFranz Marc: Katzen\nJohannes Molzahn: Zeichnung\nGino Severini: Tango argentino\nWilliam Wauer: Sehnsuckt / Tanz\n\nSturm-Kunstler / Lichtbildkarten\nJede Karte 60 Pfennige\nI. August Stramm XII.\nII. Herwarth Walden XIII.\nIII. van Heemskerck XIV.\nIV. Kandinsky XV.\nV. Rudolf Blumner XVI.\nVI. Gampendonk XVII.\nVII. Peter Baum XVIII.\nVIII. Albert Gleizes XIX.\nIX. Oskar Kokoschka XX.\nX. Alexander Archipenko XXI.\nXI. Paul Klee XXII.\nGabriele Munter\nRudolf Bauer\nNell Walden\nMynona\nMolzahn\nKurt Heynicke\nWilliam Wauer\nLothar Schreyer\nGeorg Mucke\nArnold Topp\nKurt Schwitters\n\nSturm'Hochschule\nViertcs Jahr\nBerlin / Potsdamer Strasse 134 a\nLeitung: Herwarth Walden\nUnterricht in der expressfonistischen Kunst\nBuhne / Schauspiel / Vortragskunst / Malcrei\nDichtung / Musik\nLehrer dcr Sturmschule\nRudolf Bauer / Rudolf Blumner / Jacoba van\nHeemskerck / Georg Muche / Lothar Schreyer\nArnold Topp / Herwarth Walden / William Wauer\nSprechstunden der Leitung: Montag, Mittwoch\nFreitag, Sonnabend 4—5"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "64", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19200705-01.1.16", "texte": "Anzeigen werden nicht aufgenommen\nVerantwortlich für die Schriftleitung:\nLothar Schreyer\nVerantwortlich für den gesamten Inhalt und Verlag\nF. Harnisch / Berlin W 35\nDruck: Druckerei für Bibliophilen / Berlin NO 18\n\nDer Sturm\nStandige Ausstellungen\nBerlin / Potsdamer Strasse 134 a\nGeoffnet tSglich von 10-6 Uhr / Sonntags 11-2\nTageskarte 2 Mark\neinschliesslich „Bier- und Lustbarkeilssteuer\"\nMonatlicher Wechsel\nSiebenundachtzigste Ausstellung\nJuli 1920\nNell Walden / Tour Donas\nAchtundachtzigste Ausstellung\nAugust 1920\nReinhard Goering\nThomas Ring\nWalter Selle / Ged&ehtnisausstellung\nEroffnung Sonntag den 1. August 1920\n\nDcr Sturm\nverfugt (iber Werke folgender Kiinstler (Gemalde\nGraphik / Holzschnitte / Handdrucke) zum Verkauf\nund fur Ausstellungcn:\nGosta Adrian * Nilsson / Alexander Archipenko\nRudolf Bauer / Willi Baumeister / Fritz Baumann\nVincenc Benes / Umberto Boccioni I Campendonk\nCarlo D. Carra / Marc Chagall / Delaunay / Sonja\nDelaunay-Terk / Tour Donas / Max Ernst / Emil\nFilla I Oskar Fischer / Albert Gleizes / Otto\nGutfreund / Hugo Handel / Jacoba van Heemskerck\nSigrid / Isaac Griinewald /Johan\"\nnes Itten / Alexei von Jawlensky / Kandinsky\nPaul Klee / Oskar Kokoschka / Otakar Kubin\nFernand / Franz Marc J Jean Metzinger\nJohannes Molzahn / Francis Picabia / Kurt Schwitters\nOskar Schlemmer / Gino Severini / Fritz Stuckenberg\nArnold Topp I Maria Uhden / Nell Walden / William\nWauer / Marianne von Werefkin\n\nDeutscher Expressionismus\nDarmstadt 1920\nJuni—September\nMathildenhohe\nUnter kiinstlerischer Leitung der\nDarmstadter Sezession\n\nVon alien Holzschnltten der Zeitschrift Der Sturm\nsind signierte und nummerierte Handdrucke, von\nden meisten Zeichnungen Kunstdrucke kauflich\nzu erwerben. Die Originate sind verkauflich,\nAusfuhrliche Verzeichnisse des Verlags Der Sturm\nkostenlos.\n\nKunstbuchhandlung Der Sturm\nPotsdamer Strasse 138 a\nFernruf Liitzow 4443\nhat gute und seltene Bucher und Noten vorratig\nund nimmt Bestellungen entgegen\n\nfsfeuanzeigen Der Sturm\nSoebcn erschienen\nLothar Schreyer\nDie neue Kunst\n3 Mark\nF a r b i g e Kunstdrucke\nMarc Chagall\nKulscher / Aquarell\nInterieur / Gemalde\n7 Mark 50 Pfennige\nPaul Klce\nSpiel der Krafte einer Landschaft\n7 Mark 50 Pfennige\nMarc Chagall\nFrau / Aquarell\n7 Mark 50 Pfennige\nKandinsky: Aquarell 6\n7 Mark 50 Pfennige\nAugust Stramm : Gesammelte Dichtungen\nI. und II. Band erschienen\nJeder Band 12 Mark\nHerwarth Walden: Die neue Malerei / Einfiihrung\nin den Expressionismus / Mit 16 Abbildungen\n6 Mark / Dritte Aullage\nExpressionismus / Die Kunstwende\nHerausgegeben von Herwarth Walden\nMit 140 Abbildungen und 4 Originalgraphiken\n30 Mark / gebunden 50 Mark\nDie Sturm-Buhne\nJahrbuch des Theaters der Expressionisten\nJede Folge 90 Pfennige\n* Achte Folge erschienen\ner\nGanzseitige Abbildungen der Hauptwerke\nJe 7 Mark 50 Pfennige\nI. Marc Chagall\nII. Alexander Archipenko\nIII. Paul Klee\nIV. Kurt Schwitters\nErscheint am 1. August\n\nSturmbuhne / Theater der Expressionisten\nKiinstlerhaus / Bellevuestrasse 3\nSonnabend, den 11* September abends 8 Uhr\nDie Haidebraut / Dichtung von August Stramm\nUrauffuhrung\nKarten 40, 30, 20, 10 Mark\nFur die Mitglieder der Gesellsehaft der Sturmfreunde\nzu halben Preisen"}]}