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Jahrgangs\nje 60 Mark / 3. und 4. Jahrgang vergriffen.\nVon allen Holzschnitten der Zeitschrift Der Sturm\nsind signierte und nummerierte Handdrucke, von\nden meisten Zeichnungen Kunstdrucke käuflich\nzu erwerben. 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Hand wirkt\naus Geist.\nGeistwirker ist der Mensch.\nHandwerker ist Geistwirker\nHandwerkerbildung ist Geistbildung.\nGeist bildet die Hand.\nGebildeter Geist ist Mensch.\nGeist bildet sich. Der Mensch bildet ihn\nnicht. Der Mensch ist sein Bild.\nNichtgeist im Menschen verwirkt das Men-\nschenbild.\nVerwirkte Hände schöpfen nicht aus Geist.\nSie wiederholen die Werksachen des Geistes.\nDen Geist aber holen die Hände nicht wieder.\nGeistwerk ist Gabe. Handwerk ist Geben.\nJeder Mensch ist begabt.\nDer Unbegabte ist der Mensch der sich\nnicht kennt.\nDer Nichtmensch nimmt vom Begabten\nund empfängt nicht den Geist.\nDer Begabte gibt Menschen und Nichtmen-\nschen und empfängt den Geist im Geben.\nWerk begibt sich mit dem Werkzeug.\nGeist gestaltet das Werk mit der Hand.\nWerkgestalt stellt den Geist dar.\nDarstellung des Werkes ist Wirken der\nUrsache, sodass die Ursache in der Wirkung\nda steht.\nGeist wirkt die Gestalt durch Bildung des\nWerkzeuges und der Werkmittel.\nGeist gibt dem Menschen das Werkmittel.\nDas Werkmittel gibt dem Menschen keinen\nGeist.\nDes Unbegabten Aberglaube ist das Werk-\nmittel. Des Begabten Glaube ist das Werk.\nAber der Glaube ist nichts ohne die Tat.\nDer Geist bildet das Werkzeug Mensch\ndurch die Kraft des Rhythmus.\nWer das Leben in sich erkennt und lebt,\ndem gibt sich die Kraft des Rhythmus.\nVerwirkt hat das Leben der Mensch, in\ndem die Gabe nicht wirkt.\nDurch die Kraft des Rhythmus ist das\nMenschenbild gebildet.\nDurch die Kraft des Rhythmus bildet der\nMensch die Werkmittel zum Werk.\nGeistwerk, das Handwerk ist, ist Kunst-\nwerk.\nWer die Kunst sucht, den findet die Kunst.\nKünstler ist der Mensch, dessen Geistwerk\nsein Handwerk ist.\nNur dem Künstler ist die Kunst kund.\nNur der Künstler kündet die Kunst.\nKunst ist Kunde vom inneren Leben.\nKunstwerk ist Darstellung eines Gesetzes\ndes inneren Lebens.\nDas dargestellte Gesetz ist die Gestalt.\nKünstler ist, wer das Gesetz des inneren\nLebens darstellen kann.\nDarstellen können ist Voraussetzung der\nKunstgestalt.\nNur wer das Gesetz erkennt, kann es ge-\nstalten."}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "186", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.4", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2436, "texte": "Wer das Gesetz erkennt, das in ihm lebt,\nmuss das Gesetz leben.\nWer das Gesetz nicht lebt, das in ihm lebt,\nder kann das Gesetz nicht erkennen.\nDer Geist befreit das Werk, die Hand be-\nzwingt es.\nIn der Wahl des Gesetzes sind wir frei, in\nder Wahl der Form sind wir gebunden.\nJedes Gesetz hat seine Form.\nAlle sind zum Geist berufen, doch nur die\nvom Geist Erwählten kennen das Gesetz.\nNicht wir verwandeln uns in Geist, son-\ndern der Geist wandelt uns.\nNicht wir Körper vergeistigen uns, sondern\nder Geist verkörpert sich in uns.\nHingabe an den Geist macht uns berufen\nzu seiner Gabe.\nHingebung ist das Zeichen der Erwählten.\nHingebung ist der Sinn, der in den Erweck-\nten erwacht.\nHingebung ist der Sinn, der in Menschen er-\nwacht, wenn der Mensch aus der Sinnlich-\nkeit erweckt wird.\nDer Mensch der Sinnlichkeit schläft. Seine\nGeistsinne schlafen tief. Sein Körpertraum\nist die Phantasie.\nPhantasie täuscht uns Eingebung vor.\nDer Berauschte erkennt nicht.\nNur aus der Ruhe wird die Bewegung er-\nkannt.\nDie Ruhe ist der Angelpunkt, der das All\nbewegt.\nWer in Gnade ruht, begnadet alles.\nEingebung führt die Hand ohne Irren.\nKeine Hand kann das Menschenwerk führen.\nWer sich auf die Eingebung verlässt, ist\nnicht verlassen.\nAber die Eingebung verlässt den, der sich\nauf sich verlässt\nUns verzeiht der Geist und gibt uns alles\nein, wenn wir uns aufgeben und auf alles\nverzichten. Verzicht ist lernbar\nEingebung ist nicht lehrbar.\nSich bereit machen für die Eingebung\nist der Ruf nach Berufung.\nAlle sind berufen. Nur die sich bereitet\nhaben, bereiten das Werk.\nSich bereiten ist Geistwerk. Werkbereiten\nist Handwerk.\nWerkbereiten ist Wirkung des Sichbereitens.\nWerkbereiten ist Tat-Sache. Sichbereiten\nist Ur-Sache.\nEs gibt nur eine Ur-Sache, aber zahllose\nTat-Sachen.\nWeil die Menschen die Tatsachen wahr-\nnehmen, halten sie die Tatsachen für Ur-\nsachen. Aber die Wahrnehmung ist nur das\nFürwahrgenommene und nicht die Wahr-\nheit.\nWer die Tatsache des Kunstwerkes wahr-\nnimmt, hat es in Wahrheit nicht erkannt.\nDie Wahrheit über die Kunst darf nicht\ngesagt werden, weil sie nicht gesagt wer-\nden kann.\nDie Wahrheit muss getan werden.\nDer Geist erkennt die Wahrheit, die Hand\ntut sie.\nEins sind Handwerk und Geistwerk im\n• Kunstwerk.\nEine Halbheit ist keine Einheit.\nEs gibt keine Halbheit. Die Halbheit ist\nIrren.\nEs gibt zwei Hälften. Zwei Hälften aber\nsind gegeneinander gesetzt. Der Gegen-\nsatz ist niemals Eins.\nEins ist das Leben."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1921-11-05-01-c005", "article_bluemountain": "bmtnabg_1921-11-05_01#c005", "volume": "bmtnabg_1921-11-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "186", "page_fin": "192", "image_debut": 4, "image_fin": 10, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.2.5", "titre_corps": "B = C : Der Roman der Lyrik.", "titre_sommaire": "B = C : Der Roman der Lyrik.", "signature_source": "Franz Richard Behrens", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "186", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.4", "debut_caractere": 2438, "fin_caractere_exclue": 2957, "texte": "B = C\nDer Roman der Lyrik.\nFranz Richard Behrens:\n\nFür Rudolf Blümner und Fernand L^ger\nGable Transfers\n350 .50\nBlinder Bettler Homer hungert über die\nDörfer\nBaltimore and Ohio\n47. 87\nHesiod ermordet und ins Meer geschmissen\nCanada Pacific\n127.87\nArchilochos erdolcht\nChic Rock Island\n38.00\nDer Bruder erschiesst Anacharsis\nDenver and Rio\n2 .25\nauf der Hochzeit steklettiert Stesichoros\nErie Common\n19.12\nSklave Aesop vom Felsen geschmettert\nGreat North.\n78.75\nWeiber zerschneiden Euripides Leib\nIllinois Central\n94. 50"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "187", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1997, "texte": "Sophokles Kinder erklären ihn für schwach-\nsinnig\nMissouri Pacific\n28.75\nAeschylos zum Tode verurteilt\nNorfolk and West\n102.00\nPindar Geldstrafe oder Haft\nPennsylvania\n43.37\nSein Hund stirbt über Eupolis Grab an\nMangel an Fressen\nSouthern\n32.22\nPhiloxenos kennt nur Kerkerketten\nSouthern Pacific\n100.50\nAristipp speit der König ins Gesicht\nTexas Pacifiic\n127 .75\nPiaton wird geköpft werden\nAmerican Can\n32. 62\nDie Zunge beisst sich Hyperides ab\nAnac Copper Min\n52.62\nMenander stirbt aus Kummer über die\nTalentlosigkeit der Anderen\nBethl Steel C B\n78.75\nElegant erdrosselt Theokrit\nCentral Leather\n44.50\nGekreuzigt Zoilos\nUnit Staates Steel\n87.87\nPlautus dreht dem Bäcker den Mühlstein\nder Mehlmühle\nMais loko Nr. 2\n86.87\nHinausgepeitscht den Sallust\nChikago pork\n21.00\nVirgil gepfändet\nRio Nr. 1 loko\n7.88\nTibull beraubt\n• *4? »\nNew Orleans Middle loko\n22.25\nOvid ausgestossen\nElektrolyt Kupfer\n17.50\nPhädrus verfolgt der Kaiser — •\nBessemer Stahl\n50.52\nPulsaderzerschlitzt Seneca im Bade\nPetrol in Tanks\n13.50\n*\nLucianus tut wie Seneca\nTerpentin New York\n131,00\nSiebzigjähriger Juvenal in die Wüste kohortet\nSchmalz pa West\n20.30\nUeberflüssig zu sagen, wie Suetonius endet\nZucker Centrif\n8.78\nDollars kauft Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid\nAuf der Folter zersägt Machiavelli\nDistillerie Italiane\n115\nRutenhiebe Aretin\nFerrovie Mediterranee\n241\nDante irrt ins Asyl\nOpere citta di Roma\n375\nAriost ermagert Gnadensold\nBuoni del Tesoro scadenza\n99.25\nTasso sieben Jahre Hospital\nSiderurgica di Savona\n420\nBoccaccio hat kaum zu essen\nBanco di Sizilia\n440\nFastenentkräftigt Petrarca\nFilati Cucirini\n170\nDie Gasse hört Goldonis Todesschrei\nAcciaierie e Ferriere Lombarde\nCampanella lebenslänglich Zuchthaus\nLa Moto — Meccanica\n60\nErmeuchelt Boccalini\nElettrica Bresciana\n450\nPelicco verkommt in der Bleikammer\nMarconi\n162\nDollars kauft Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid r..\n■ « «\nKreuzigt den Kammerdiener Cervantes\nCompania Atlantica , ~ -\nX - ' • > • • *» • • X:*J>\n19 Calatrava"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "188", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1676, "texte": "Lope de Vega wandernde Klosterzelle\nSolicitamos socios\n2,50 Pesetas\nGreis und Jungfrau bespritzen Moralin\nNotas zarargozanas\nMallorca 4\nCamoens darbt vom Abfall seines Knechtes\nAutopiano,\nViktoria, 4\nDollars kauft Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid\nNie verlässt der Wucher Villon\nBanque de France\n700\nDolet als Kotelett verbrannt\nNational de Credit\n704\nHinter Gittern Marot\nBanque Privee\n430\nCorneille verzehrt Ledersohlen\nUnion Parisienne\n839\nMoliere kennt keinen Grabstein\nCredit Lyonnais\n1505\nGläubiger Hunde hetzen Patru\nCredit Mobilier\n433\nArnauld kreppiert im Exil\nMetropolitain\n402\nRacine erschleicht eine Kartoffel\nTelephones\n1249\nScarron kaut am Lehnstuhl\nPannaroya\n1055\nWer zahlt für Lafontaine\nGaisa\n979\nEine Sackpfeife dem Pelisson\nOmnibus\n642\nWelche Kaution Cotin\nRaffinerie Say\n1305\nKönig der Bettler Saleque\nBresil\n40\nBoursauet dressiert Bastillespinnen\nBons Tresor\n499\nFlieh Rousseau\nVille de Paris\n1335\nJean Hebamme Jacques Leichenbitter\nPays du Nord\n640\nDestouches küsst Staub um Staub zu schluk-\nken\nCommunales\n289\nBoissy verriegelt verhungert die Tür\nFoucieres\n275\nRuiniert La Monnoye\nMidi\n269\nDürftige Hütte Lesage\nNaphte\n343\nPellegrinis Brot ist bitter\nProwodnick\n110\nDiebe ermorden Vergin\nEaux de Vichy\n778\nCrebillon schleckt Hunde und Katzen\nAcieries Marine\n1089\nLebend seziert den Abb6 Prevost\nOutreau\n1158\nVoltaire verprügelt\nDyle et Bacalan\n330\nSchulden verschwistert Diderot\nCommentry\n1870\nMarmontel mietet die Bastille\nHavraise, Energril\n360\nGeknüppelt Beaumarchais\nBoleo\n400\nChamfort köpft sich selber\nBergougnan\n1060\nGelassen d'Eglantine Guillotine\nMontbart\n312\nHenkerhübscher Chemieres\nPlatine\n612\nBeranger neun Monate Gefängnis\nBakou"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "190", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.8", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1870, "texte": "2565\nMartermager purzelt Lamartine\nCaoutchoues\n97\nMusset muss sich verachten\nMalacca\n91\nBei Balzac jeden Tag Kabeljau\nSpassky\n27\nNach Afrika morgen Borel\nCorocoro\n36\nHugo auch ausgewiesen\nPhosphates Tunis\n517\nGäbet vorm Karabiner\nPadang\n137\nDollars kauft Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid\nShakespeare Du Wilddieb\nBritsh and Irish Beef and Yeal\n582\nWer hat denn Sheridan das Ohr abgebissen\nMutton and Lamb\n556\nMilton träumt vom Paradies\nPonity and Game\n281\nSubskription für Butlers Begräbnis\nRiver Plate Frozen mutton\n4.6\nIm Armenhaus vergiftet Chatterton\nNew Zealand Frozen hinds\n3.7\nSouth well hingerichtet\nChickens Lincolnshire\n1.0\nBesoffen Burns\nOld fowis\n0.6\nWärst Du Weber geblieben Tanahill\nYoung Patridges\n1.6\nLumingham lebt als Maurer vergnügter\nNew laid eggs\n26.0\nSwift bekommt Gehirnerweichung\nBank of Adelaide\n10 p. c.\nAm Pranger frisst Defoe Frost\nCity Fire Office\n5 p. c.\nScotts Finger verführen Gläubiger\nIvanhoe Gold\n14.804\nCampbell beliebtes Gräberfeld\nPeriwinkles cwt.\n6.0\nUeber Defizit hockt Hook\nOysters Whitsable\n100.120\nGoldsmith im Leihhaus\nDiamant record\n400.000\nDollars kauft Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid\nArmsünderglöcklein läutet Olof Petri\nDanske Svovlsyrefabriker\n50 Vi\nStjernhelm aus brennender Hütte getrieben\nGonhs Taendstik\n58\nLebenslänglich Messenius\nAarhus Oliemolle\n57 Va\nRudbeck grambegossen\nAarhus Privatbank\n122 V 2\nSchaffotreif Dal in\nOversoisk Kompagnie\n17672\nAus Versehen getötet Lucidor\nDampskipsselskabet Orion\n20 V 2\nTegner verwechselt sich mit Saul\nHelsingors Skibsvaerft\n88\nAlmquist unter Würgerkralle\nForenede Brygerier\n159\nAndersen verschimmelt als Schuster\nCikoriefabriker\n171\nTycho Brahe zum Narren gehalten\nFakse Kalkbrud\n160\nDollars kauft Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid\nTrembecki flieht zu den Vögeln\nHandlowy w Warszawie\n2175\nBrodzinzki flüchtet aufs Feld\nKredytowy w Warszawie"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "191", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.9", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1831, "texte": "2500\nGepfändet Mickiewicz\nZachodni I-V\n1350\nSlowacki schluchzt in der Kirchhofstür\nFabryk Kukru\n26550\nBegeifert Krasinski\nRudzki 1\n2625\nRuinzerrieben Malczewski\nLilpop, Rau i Loew\n3075\nIn der Zelle zerbricht Goslawski\nStarachowice\n7100\nAntoniewicz trinkt Wasser\nPolska Nafta\n2900\nWasilewskis Witwe Bettlerin\nPrzemysl Drzewny\n2325\nVon der Schulbank nach Sibirien Balinski\nKarpinski i Ska\n585\nSyrokomlas Söhne verhungern\nZyrardow\n875\nSzajnocha erblindet\nWielki ostrowiekie\n675\nLelewel eine Scheibe Brot pro Tag\nCaro Bedarf\n+51%\nProst Mahlzeit Kraszewski\nPocisk\n1440-1375-1400\nKauft keine Dollars\nBloss Goldschmid heisst überall Gold-\nschmid\nVorm Scheiterhaufen Knutenhiebe Avakum\nK. P. Russland\nKutusow\nTredjakowski bluten die Sohlen\n1 Pfund Sterling\n231 600 Rubel\nStiftet ein Sterbehemd Sumarokow\nSt. Dala 767\nS 1 heiter\nRaditschew in Ketten\nK. P. Japan\nMichailow\nDie Schlüsselburg interniert Maikow\n1 Frank\n4400 Rubel\nErfroren Karamsin\nSeyidisfj 750\nW 4 heiler\nMit vier Freunden Ryljejew gehenkt\nK. P. Azerbeidshan\nMolotow\nPuschkin reitet der Teufel\n1 Gulden\n19 800 Rubel\nBaratynski trieft von Schmutz\nStornoway 763\nSSW 3s/4 bedeckt\nVenevitinow als Kind an der Bleichsucht\nK. P. Griechenland\nOrshanikidse\nAuf Krücken Koslow\n1 Krone\n13 300 Rubel\nPolejajew im Spital von Ratten aufgefressen\nValencia 767\nNO 1J/4 bedeckt\nBlei in der Brust verröchelt Lermontow\nK. P* Belgien\nPetrowski\nTscherkessensäbel zerfetzen Bestuzew\n1 Mark\n15 Rubel\nGogol ganz Schwindsucht\nHaparanda 759\nSW 2v4 bedeckt\nKauf Viasemski Schnaps\nK. P. Holland\nRadek\nBielin ski desertiert\n1 Kran\n6000 Rubel\nUnehlich Herzen\nStrassburg 767\n- o bedeckt\nHunde schinden Dostojewski\nK. P. Schweiz\nRakowski\nNadsons Zunge Nadelkissen\n1 Lire\n41 700 Rubel\nPleschtschejew verschweigt\nBiarritz 765\nSO 3>/4 bedeckt\nAbzehrung Michailow\nK. P. Rumänien\nSinowjew\nTschechow ohne Samowar"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "192", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1852, "texte": "1 Dollar\n62 400 Rubel\nGarschin vor Hunger verrückt\nGenf 769\n-0 V* bedeckt\nKorolenko Kaukasus\n1. W. W.\nLenin\n*\nDollars kautt Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid\nUm ein Nachtmahl fiedelt Vogeiweide\nNationalbank für Deutschland\n275 b\nGryphius friss die Pestkaidaunen\nAnglo Cont Guano\n760-33-80\nGünther träumt von einer Freistatt\nAgfa Anilin\n570\nTotenhochzeit Lessing\nMariaglück\n100 et. b. G.\nKleist bleibt bei Kosakenkugel\nGelsenkirchener\n8. S'/j\nKlopstock zerbricht sich\nBochumer Guss\n874%\nKinder wie will Herder acht Kinder er-\nnähren\nSauerbrey\n1036\nDie Zähne zusammen gebissen gebrochener\nBürger\nMannesmannröhren\n1050\nNie eine Braut brustkranker Hölty\nZoologischer Garten\n96 G.\nLenz leckt Wiesengras\nJasmatzi Yorz A\n9597\nFalsche Heirat Ewald\nDux Auto\n300 00\nBessere Lebenshaltung Liebling Schiller\nDisconto Gesellschaft\n342\nHölderlin ist gegangen\nIlse Bergbau\n1175 b. G.\nSargtischlerlehrling Kerner\nZschipkau Finsterwalder\n80 B.\nHeine säuft das Sakrament\ni-\nGrosse Berliner Strassenbahn\n80.90\nGrabbe im Zuchthaus geboren\nUfa\n243\nHebbel hinter Kutscher und Stallmagd\nLaurahütte\n650 5 41\nHeisse Zitrone an Ludwigs Bett\nDeutsch Luxemburg\n794 b.\nSeine Möbel verfeuert Gutzkow\nRheinmetall\n551\nUeber Grenzpfähle strauchelt Fallersleben\nArgo Dampfschiff\n333\nEingesperter Freiligrath\nReisholz Papier\n993/4 b. G.\nMörike muss seine Frau für sich arbeiten\nlassen\nSarotti\n103 G.\nLenau lacht in Nachtigallennacht\nAachener Leder\n720 b. G.\nGrillparzer bettelt Gnadenstoss\nHackethal Draht\n537\nBlind taub lahm Lorm\nHohenlohe\n61 1/8\nConradi entstirbt dem Irrenarzt\nConcordia Lebensversicherung\n775\nKennen Sie Nietzsche\nViktoria Feuerversicherung\n2525\nGött küsst Brotkruste\nGasmotoren Deutz\n685 . 80\nHille verhungert öffentlicher Wohltätigkeit\nHirsch Kupfer\n720\nHartleben Zustand\nSchantung Genusschein\nDollars kauft Dollars\nLiliencron spuckt aus und geht\nW eiter"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1921-11-05-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabg_1921-11-05_01#c006", "volume": "bmtnabg_1921-11-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "189", "page_fin": "189", "image_debut": 7, "image_fin": 7, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.2.5.1", "titre_corps": 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Blauelefant\nEisblütensplitter\nschneie Schimmel Sonnsand\nHeere\nFahnen silberklirren\ntieren Neger Gurgeln\nBrokat lichtet meine öllachenden Schultern\nzersonnt Tiara sklavende Himmel\nPupillen schnellen Tiger\ntürme ich Sensenwagen\nGebrüll trichtert\nFackel in Zähnen pantere ich über Schlaf-\nmauern steigender Stadt\nBrand\nZungen glasten\nLachen\nStangen\nKetten\nNun bin ich gekreuzigt\nAas\nEisgeier umrosten\nBinnsel kleben Hals\nsinfluten Wolkenpauken\nplatzen\nIch rage Kreuz über Wogwut\nMeere rächen herab\nMenschentod\nNur — Ich\ngestemmt in Schlammschlicker\nschluchzen Wüsten"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "195", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.13", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1261, "texte": "Grau greint\nKalkhände mauern Finsterwände\nkurbelt Kreuz\nUr — Ich\nGeheul rammt Dunkeltürme\nstickt Nachtstaub\nLichtkraken krauchen aus Meermündern\nMorgenblut\ngrinst Sonne Tintenfisch\nGeschlecht schlächtert\nschwemmt Sack Wüst — All\nRöhren schlingern\nschmatzen\nSauggreifer griffelt kreuzempor\ntastet Schrei\nschluckt\nMilben graben\nKrätzkruste blättert mich ein\nich falle Trichter\nhake mich an Geschwürrosen\nRosen wippen\nbrüsten\nSchlauch schlundet\nabwärts\ntrompetet Geschlecht\nsame ich in Vaterleib\nzirre Zelle in Spitzfleischen\ngeklippt\nFäden fiebern\nüberschäumt Mann Weib\nMutter!\nKitzeln kost mich\nMutter dein Mund!\nschleimt\nGlühen stösst mich vor\nich zittre Zerreissen\njetzt schurre ich in Röhre\nMann\nStecher\nweiben\nmannen\nkinden\nNicht Kind\nSurrkreisel spiesse ich\nSonne Geburt\nweh!\nzerhackt Qualsymphonie\njetzt\nweh!\nich kralle mich in Weiberritze\nNicht kinden!\nOh Tod vor mordender Geburt\nPurpurbäuche schwellen mich an\nSchrei\nMutter du nicht!\nMörder ich\nVergiften\nwimmert Kind mich\ngequetscht unter Brett\nsäende Sucht bleckt\nWeib Mann\nverschlungen\ngeschlundet\nGrausen grausamt hinab\numstülpt Traube\nReifen besommert\nHitzküsse 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mich ein\nZerlichten\nKüsse Schoss dein\nMutter\ndu stirbst\nDas Ende\nFelskuppe fetzt Leid\nbohren Knieen Granite\nNadelwinde\nüber über Himmel\ngrünklimm\nbete das Silberkreuz\ndeinen armen Leib\nRegen löchern mich\nzerhacken\nkratze ich Grab\nSenken\nDa schläfst Du\nIch blute Deinen Schoss\nTot\nZerbröckeln\nLass mich\nzurück\nlass mich schwingen Summen\nOrgelwasser stummenden Leibs\nTage\nNächte\nTausend\nhager heule ich benagt\nzücken Schimmel\nleuchten\nRotkutsche\nTränen\ntragen mich Arme\nPerlenblinker Duft\nBist Du Mutter\nOh Dein Lied\nSuchen\nFallen in Keller\nAsseln\nRotlapper gehirnschlappender Geierschädel\nblökbläken Irrsinnsgreises\nkarusselt Blustschrei\nKnochenwände Splitter mauern storren\nLatten\nsaugen Monde\nPerlfedern nerven H\nstreicheln KlafFschoss Schädel\nblutkotet Geburt\nschiefbeampelt Haus\nkatzt\nbrillianten Kanten Fieberblaken gischtend\nplatzt bläh\nRakete\nPfiff eist nach\nenttulpt Quarren\nStemmen\nstemmt\nsteht\nKurbeln Schlickern Schlünden\nSeiden 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"Klette\nklettre\nBlüte kost Hemd ab\nNackten\nnacktnaher Schrei schrill\ntolle ich im Geruch lenzenden Fleisches\nhoch\nGekreisch\nZerkochen\nWer\nWohin\nLampen langen Arme\nich wühle in Hautgruben\nPrickeln krabbeln Millarden Küsse Käfer\nGehirn\nDa ich in Haus\nSchnappen mich Hände\nLächeln rötend\npressen in Fleischpolster\nkitzeln\n*\nbeissbunten Gurgel\nreisse mich los\nErbrechen\nfängt mich Grünstrumpf\nkrischblinkes Lachen\nMund rischelt\nich motte in Fleischgrell\nZerbrennen\nfeile Finger zerpflücken mich\nHampelmann\nStrampeln\nstolpere Treppen\nschrecke Böden hohl\nSägen Birstschrei\nVorhang\neitert Weib\nmannlechz äffend\nbrüstespitz beknappert\nHände dürsten krampfen tasten\ngurgeln rasen\nMännerhände\nWerde gepeitscht in Zimmer\nBelecken\nMorschweiber verschlampt putzen vor\nSpiegeln\nKreischen peitscht weiter\nZimmer\nRotes Gebrüll\nKnaben werden geköpft\nBeine sausen Beile\nWeiberbeine\nfangen Schösse Blut auf\nbesamt\nAeffin frecht\ntriefen Fleischerinnen\nscheren mich Schenkel\nLeiber kerzen Verwesung\nJetzt nieder\njetzt\njetzt\nBeil\ngrünverätzte Negerin hakt Kuss\nsticht Kuss\nWiehern\ndorre Brüste schaukeln mich\ngeschnellt\nZimmer\nW eiter\nreissen Weiber Korsett\nSkeletten\nGeburten quietschen unter Tritten\nZertreten\nduckt an Körper gedunsen\ngeifert Grünzen\nzwingt Sofa\nmuffelnd\nRüssel dörren Lungen\nentmarkt\nschnappt mich Bleizimmer\nTigerinnen\nRotschleier schleimen\nschlummern mich ein\ngebannt\nSchnäbeln Hacken\nLeiberglut\nLeiber\nGeliebte\nSpelle Riegel\nMutter!\nstürze Nacht\nNacht\nab\nPrallen\nDach\nZimmer\nWieder! !\nSchauder!\nBlecken Kosen\nNecken nickt\nkeckt\nZittern sprengt auseinander\nKann nicht los\nWollen\nWollen\nErlösung purpurt\nDa bist Du! ! !"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1921-11-05-01-c010", "article_bluemountain": "bmtnabg_1921-11-05_01#c010", "volume": "bmtnabg_1921-11-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "198", "page_fin": "200", "image_debut": 16, "image_fin": 18, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.2.9", "titre_corps": "Zur Geschichte des Sturm und des deutschen Journalismus : Briefe gegen Paul Westheim", "titre_sommaire": "Zur Geschichte des Sturm und des deutschen Journalismus : Briefe gegen Paul Westheim", "signature_source": "Vierzehnter Brief ; Rudolf Blümner", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 16, "page_imprimee": "198", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.16", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 4238, "texte": "Zur Geschichte des Sturm und\ndes deutschen Journalismus\nBriefe gegen Paul Westheim\nVierzehnter Brief\n\nKaum hatte ich Ihnen vor einem Jahr den\nersten Begriff gegeben, dass ich es mit der\nAufklärung Ihrer dunklen Verdächtigungen\ngenauer nehmen werde als Sie mit der An-\nfertigung Ihrer Beschuldigungen, so ent-\nschlossen Sie sich, vor den Lesern Ihres\nBlattes mit einer freimütigen Erklärung\naufzutreten:\n„An die Leser des Kunstblatts!\nIn einem Artikel dieser Zeitschritt hatte ich\ndie Frage gestellt, warum alle die Künstler,\ndie nicht blos nur „Sturm-Künstler\" sind,\ndem Geschäftsbetrieb des Herrn\nWaiden entlaufen: Kokoschka, Klee,\nFeininger, ganz zu schweigen von den\nFällen Marc, Macke, Essig, Jawlensky,\nChagall? Da Herr Rudolf Blümner durch\neine Fabel, die er im Sturm veröffentlichte,\nmir zu erkennen gab, wie falsch er meinen\n„Fall Marc\" verstanden hatte, teilte ich ihm\nauf einer Postkarte mit, auf welche Schand-\ntat ich mit diesem „Fall Marc\" hingedeutet\nhatte: dass Herwarth Waiden sich an den\nBildern Franz Marc's habe vergreifen wollen.\nIch trug kein Bedenken, Herwarth Waiden\ndarum der Leichenfledderei zu beschuldigen.\nNachdem ich diesen ehrenrührigen Vorwurf\nin einem Privatbrief zurückgenommen habe,\nhalte ich es für meine Pflicht, hiermit auch\nöffentlich zu bekennen, dass . . . .\"\nEs mag sein, dass ich Ihren Stil nicht auf\ndas glücklichste getroffen habe. Aber ich\nmuss Ihnen auch einmal zugeben, dass Sie es\ndamals nicht leicht hatten, diese Pflicht zu er-\nfüllen. Denn ohne meinen Geist zu forcieren,\nkann ich sagen, dass Sie es sich zu leicht\ngemacht hatten, den Widerruf nicht für\nIhre Pflicht zu halten. Und da Sie statt\ndessen ein über das andere Mal versichern,\nes gäbe für Sie nichts zu berichtigen, so\nhätten Sie sich auch anders ausdrücken\nkönnen. Und Sie wären dabei der Wahr-\nheit um einen Schritt näher gekommen:\n„An die Leser des Kunstblatts!\nIch habe Herrn Blümner wissen lassen,\ndass ich mit meinem „Fall Marc\" auf eine\nLeichenfledderei des Herrn Waiden an-\nspielen wollte. Da ich diese Beschuldigung\nauf die Mitteilung eines hochgeschätzten\ndeutschen Museumsdirektors und einer\nhochachtbaren Malersgattin gegründet hatte,\nmusste ich sie als grundlose Verdächtigung\nzurücknehmen. Weil ich aber im Kunst-\nblatt von keiner Leichenfledderei, sondern\nnur von einem „Fall Marc\" geschrieben\nhabe, bin ich in der Lage, den Widerruf\nan dieser Stelle abzulehnen. Ich bestreite\njetzt sogar, mit meinem „Fall Marc\" Herrn\nWaiden einer unreellen Handlung bezichtigt\nzu haben. Vielmehr ist dieser „Fall Marc\"\nnunmehr so zu verstehen, dass Franz Marc\naus künstlerischen und ideellen Gründen\ndem Geschäftsbetrieb . . . .\"\nAuch dieses mag Ihren Stil nicht treffen.\nAber wie sollte es mir gelingen, da Sie\nselbst keine Worte gefunden\nhaben. So leicht Sie es hatten, sich Ihrer\nPflicht zu entziehen, so schwer wäre es\nIhnen geworden, die Wahrheit zu sagen.\nUm zu leugnen, dass Sie mit Ihren Ent-\nlaufenen und Fällen auf unreelle Handlungen\nanspielen wollten, dazu bedurfte es nur\neines kräftigen Entschlusses. Aber Sätze, die\nwenigstens etwas Törichtes bedeuten konn-\nten, solange sie von fern an Leichenbe-\nraubung, Namensmissbrauch, geschäftliche\nAusbeutung und Zahlungsverweigerung er-\ninnerten, wurden zum Unsinn, als Sie von\nallen den unsauberen Dingen nichts mehr\nwissen wollten. Es bedurfte einiger An-\nstrengungen, wenn Sie diese Sätze, die es\ninzwischen zu einer Berühmtheit gebracht\nhaben, nicht als völlige Sinnlosigkeit zum\nTeufel jagen wollten, Biegen oder Brechen,\ndachten Sie, und besorgten gleich beides.\nFürs erste machten Sie sich daran, Ihre\nFälle, wie sie auch heissen mochten, ins\nIdeal-Künstlerische umzudeuten. Dass die\nKünstler „entlaufen\" waren, mochte mit\nHängen und Würgen zu Ihrer neuen Version\npassen. Dass sie aber ausserdem einem\n„Geschäftsbetrieb\" entlaufen waren, stand\n*\nden ideellen und künstlerischen Gründen so\nschlecht an, dass Sie sich entschlossen, auf\nIhren eigenen „Geschäftsbetrieb\" zupfeifen.\nZum zweiten erkannten Sie selbst, dass Ihre\nideellen und künstlerischen Gründe an allen\nEcken und Enden nicht ausreichten, um\nHerwarth Waiden oder den Sturm so zu\ndiskreditieren, wie Sie es wünschten. Auch\nSie wussten, dass es weniger als eine\nBagatelle ist, wenn Herr Campendonk oder"}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "199", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.17", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 4404, "texte": "ein anderer Verträge mit einer Kunsthand-\nlung abschliesst und darum mit dem Sturm\nnur noch auf Umwegen verkehren darf.\nDas sind Affären, nach denen kein Hahn\nkräht. Tut ers doch, hat er Ursache genug,\nhinzuzufügen: „Gar nicht zu krähen von\nden Fällen Marc, Macke und wie sie alle\nheissen.\" Schümm ist der Hahn dran,\nwenn er hinterher sagen muss, er habe für\nNichts gekräht. In dieser Lage befanden\nSie sich und schrieben:\n„Einem Geschäftsunternehmer, wie dem\nWaiden, mag es sehr schwer fallen, zu be-\ngreifen, dass Künstler, wenn sie Beziehungen\nzu einer Kunsthandlung lösen, noch andere,\ntrifftigere Gründe haben können, als\nunreelle, wenn nicht gar betrügerische\nHandlungen . . . .\"\nDas mag sein. Erlebt hab ich es noch nicht.\nUnd Sie glauben auch nicht daran. Wenn\nKünstler Beziehungen lösen, haben sie immer\nden anderen Vertrag schon in der Tasche.\nSie aber machen aus Ihren Künstlern\nnärrische Kerle. Ein bischen Leichenbe-\nraubung, Uebervorteilung, geschäftliche Aus-\nbeutung nehmen sie einem Kunsthändler\nnicht übel, und der Kunstausstellung Der\nSturm G. m. b. H. schon garnicht. Wenn\naber Herwarth Waiden seine Schamlosigkeit\nso weit treibt, dass er Bilder und Plastiken\nvon William Wauer zeigt, — ich glaube,\nHerr Westheim, Sie amüsieren sich schon\nlängst, dass ich Ihre Witze seit mehr\nals einem Jahr so ernst nehme. Und doch\nhaben Sie wieder einmal Recht. Ja! es\nfällt einem schwer, zu begreifen, dass Künst-\nler aus solchen albernen Gründen entlaufen\nsollen. Sie selbst haben an diese Dumm-\nheiten so wenig geglaubt, wie die zwei oder\ndrei Künstler, die es Ihnen zwar nicht ver-\nsichert, aber doch geschrieben haben. Und\nnun müssen Sie so schnackiges Zeug nicht\nnur trifftige Gründe nennen, sondern\nsogar t r i ff t i g e r e als ein halbes Dutzend\nehrenrühriger und strafbarer Handlungen.\nEs soll aussehen, als hätten Sie sich doch\netwas gedacht, da Sie von Entlaufenen und\nFällen schrieben. Nichts so Schlimmes\nzwar, als man Ihnen dreist und plump\nunterstellte, aber, wie Sie sagen, etwas\nTrifFtigeres. Wäre einer auf den Gedanken\ngekommen, Ihre Entlaufenen hielten eine\nArbeit William Wauers für eine grössere\nSchandtat als eine Leichenberaubung, so\nhätten sogar Sie sich über einen solchen\nNarren lustig machen können. Und da liegt\nder Hund begraben. Ihre neue Auslegung\nmachte Ihre Verdächtigungen zum sinnlosen\nGerede. Sie glaubten, ihnen nicht nur einen\nSinn, sondern gar eine sittliche Bedeutung\nzu geben, wenn Sie alle diese Läppereien\ntrifftigere Gründe nennen. Und da\nSie sich daran machen, eben dieses, Bei-\nspiel an Beispiel, zu beweisen, ists kein\nWunder, dass auf Schritt und Tritt der alte\nAdam zum Vorschein kommt, der das Ver-\ndächtigen nicht lassen kann. Denn er merkt\nauf Schritt und Tritt, dass seine „trifftigeren\"\nGründe nichts als Plunder sind, mit dem\nman-niemandem etwas am Zeuge flicken\nkann. Und so lässt der alte Adam unter\nseine trifftigeren Gründe immer mal wieder\neiniges Schmutzwasser unterlaufen, damit\ndas Ganze auch wirklich ein besonders\ntrifftiges Ansehen bekomme. Es hat vier\nBeine, läuft herum und macht Miau, sagen\nSie. Um aber zu beweisen, dass Sie dabei\nan einen Esel gedacht haben, müssen Sie\nschon einige Zauberformeln aussprechen.\nUnd Sie hielten sich noch für ein Sonntags-\nkind, da Ihnen zur rechten Zeit zwei so\nfette Brocken wie der Fall Brass und der\nnoch unförmlichere Fall Campendonk —\nich kann heute sagen als gebratene Enten\nin den Mund flogen. Es war ein abscheu-\nlicher Frass, nicht wahr, Herr Westheim?\nDie Herren hatten Sie schlecht bedient.\nKeiner von beiden war entlaufen, weder\nirdisch noch himmlich, weder so, wie Sie's\nangelegt hatten, noch so, wie Sie's auslegen\nwollten, als die Affäre mit der Leichen-\nfledderei schiefgegangen war. Ich begreife\nes, dass Sie den Beiden ihre Streiche ver-\nziehen haben. Ein Journalist, der sich\nsolcher Schriftstücke bedient, die obendrein\nnoch in schlechtem Deutsch geschrieben\nsind, darf sich nicht beklagen, wenn das\nMaterial nichts getaugt hat. Künstlern, die\naus gekränkter Eitelkeit oder überredet sich\nzu solchen Briefen hinreissen lassen, ver-\nsagt „man\" die Hochachtung, und Sie wissen,\nwer „man\" ist. Sie haben den Herren keine\nEhre erwiesen, als Sie ihre Briefe abdruckten\nund hinzufügten, diese Flagellanten hätten\nsich selbst als „Entlaufene\" denunziert. Und\nwas haben Sie für sich gewonnen? Man\nhatte Ihnen Mangel des künstlerischen Ur-\nteils, unbegründete Meinungsänderung vor-"}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "200", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.18", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1207, "texte": "geworfen. War etwas davon widerlegt,\nwenn wir Leichen beraubten, Künstler\nknebelten und Namen missbrauchten? War\nalles das, was Sie einst über die neue Kunst\ngeschrieben hatten, um ein Haar besser,\nweil Campendonk Wauer, Neil Waiden und\nandere beschimpfte? Aber Sie sind ja nicht\nder Erste, der seinen Tadler verdächtigt, weil\ner selbst nichts zu seiner Rechtfertigung vor-\nbringen kann. Schlimm ist nur daran, wer\nobendrein so recht eigentlich nicht weiss,\nwomit er den Tadler verdächtigen könnte.\nEr hilft sich, wenn er Westheim heisst,\nindem er „nebenbei\" fragt, warum Künstler\ndem Geschäftsbetrieb des Herrn Waiden\nentlaufen. Das reicht für ein Dutzend\nNiederträchtigkeiten, die sich das Gesindel\nausdenken mag. Gehts schief, redet man\nsich heraus. Man macht ein paar harmlose\nDifferenzen aus den „Fällen\". Aber damit die\nSache nach Etwas aussehe, das den Aufwand\nrechtfertige, gibt man einige Hysteriker als\nMärtyrer ihrer künstlerischen Ueberzeugung\naus. Gelt, Herr Westheim, Sie lachen selbst.\nUnd da der Schmutzhaufen, den ich hin-\nwegzuräumen hatte, nun doch nicht mehr\nso gross ist, dass er mir Licht und Luft\nversperrt, so will ich Sie wieder einmal\nvon einer andern Seite fassen.\n\nRudolf Blümner"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1921-11-05-01-c011", "article_bluemountain": "bmtnabg_1921-11-05_01#c011", "volume": "bmtnabg_1921-11-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "200", "page_fin": "200", "image_debut": 18, "image_fin": 18, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.2.10", "titre_corps": "Grotesken", "titre_sommaire": "Grotesken", "signature_source": "Willy Knobloch", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 18, "page_imprimee": "200", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.18", "debut_caractere": 1209, "fin_caractere_exclue": 1744, "texte": "Grotesken\nWilly Knobloch\n\nArmer Gang\nSchwarze Dolomitenleitern\nSteilen\nSprossen\nHellen Rauch\nWeisse Fahnen zittern Adern\nKräuseln\nSäuseln\nSchwarzen Schlund\n\nGeschäftsstrasse\nKarren\nPferde\nMenschen\nHunde\nRennen Rasen\nSpringen Tier\nHäuser atmen\nHelle Töne\nHalten Stampfen\nBieten Mensch\n\nRathaus\nIch recke strecke meine Nase\nIch wettre zittre meinen Geist\nIch\nahne\ndumpfe\nsorge\nquäle\nich\nsterbe\nsterbe\nmeine Zeit\n\nVornehmes Haus\nGoldne Gitter poltern\ngrollen\nStirnen\nschwarzen\nDunkle Falten\nRegen Tulpen\nGrünen Beete\nfausten\nTrotzen Macht"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1921-11-05-01-c012", "article_bluemountain": "bmtnabg_1921-11-05_01#c012", "volume": "bmtnabg_1921-11-05_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "200", "page_fin": "200", "image_debut": 18, "image_fin": 18, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; 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Maler des Expressionismus\n15 Farbdrucke: Kandinsky / Chagall usw.\n100 Mark\nFarbige Kunstdrucke\nLouis Marcoussis: Aquarell\n15 Mark\n■i\nKurt Schwitters: Merzzeichnung ra\n15 Mark\nRudolf Bltimner\nDer Geist des Kubismus und die Kiinste\nMit Abbildungen\n20 Mark"}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.1", "texte": "mumm iiirriiTroiiteTYraim. M\nSBIBB ffiBj||g Ä 18811» Jflf ISSpll *yf§Sff* Mg M\njffKj nluH whmBSSk SStiBki. SsSSgE&B wSssSSm Hfl fSEHj^^^g\nMONATSSCHRIFT /\nHERAUSGEBER: HERWARTH WALDEN\nZWÖLFTER JAHRGANG / ELFTES HEFT\n\nOskar Fischer: Zeichnung"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "[184]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.2", "texte": "VERLAG DER STURM / G. M. B. H.\nBERLIN W 9 / POTSDAMER STRASSE 134a / FERNRUF AMT LÜTZOW 4443\n\nBücher\nFranz Richard Behrens\nBlutblüte / Gedichte\nGeheftet 9 Mark / Gebunden 15 Mark\nHermann Essig\nDer Frauenmut / Lustspiel\nUeberteufel / Tragödie\nIhr stilles Glück / Drama\nEin Taubenschlag / Lustspiel\nNapoleons Aufstieg / Tragödie\nDer Wetterfrosch / Erzählung\nJedes Buch 9 Mark / Gebunden 15 Mark\nKurt HeynicKe\nRings fallen Sterne / Gedichte\n12 Mark / Zweite Auflage\nKandinsKy- Album\nMit 60 Abbildungen\n60 Mark\nAdolf Knoblauch\nDie schwarze Fahne / Eine Dichtung\n9 Mark\nKreis des Anfangs / Frühe Gedichte\n15 Mark / Sonderausgabe 90 Mark\n\"\nErnst Marcus\nDas Problem der exzentrischen Empfindung und\nseine Lösung\n9 Mark / Zweite Auflage\nDas Erkenntnisproblem\n9 Mark / Zweite Auflage\nWilhelm Runge\nDas Denken träumt / Gedichte\n9 Mark / Gebunden 12 Mark\nPaul Scheerbart\nGlasarchitektur / In 111 Kapiteln\n9 Mark / Sonderausgabe 90 Mark\nLothar Schreyer\nMeer / Sehnte / Mann / Dramen\n9 Mark\nNacht\n6 Mark\nDie neue Kunst ~\n5 Mark\nAugast Stramm\nDu / Liebesgedichte\n12 Mark / Dritte Auflage\nTropfblut / Gedichte\nGebunden 30 Mark -\nGesammelte Dramen\nZwei Bände\nJeder Band gebunden 30 Mark\nMax Verworn\nKeltische Kunst / Mit Abbildungen\n9 Mark\nHerwarth Waiden\nExpressionismus / Die Kunstwende\nMit 140 Abbildungen\n75 Mark / Gebunden 100 Mark r\"\nDie neue Malerei / Einführung in den Expressio-\nnismus / Mit 16 Abbildungen\n12 Mark / Dritte Auflage\nGesammelte Schriften / Band I\nKunstmaler und Kunstkritiker\n12 Mark\nDas Buch der Menschenliebe\n15 Mark / Sonderausgabe 60 Mark / Zweite Auflage\nDie Härte der Weltenliebe / Roman\n15 Mark / Gebunden 20 Mark\nSonderausgabe (Auflage 10) 90 Mark\nWeib / Komitragödie\n12 Mark / Sonderausgabe 90 Mark\nErste Liebe / Ein Spiel mit dem Leben\nDie Beiden / Ein Spiel mit dem Tode\nSünde / Spiel an der Liebe\nLetzte Liebe / Komitragödie\nGlaube / Komitragödie\nJedes Buch 4 Mark 50 Pfennige\nKind / Tragödie\nTrieb / Eine bürgerliche Komitragödie\nMenschen / Tragödie\nJedes Buch 7 Mark 50 Pfennige\nSturm-Bücher\nAugust Stramm\nSancta Susanna\nDie Unfruchtbaren\nPeter Baum\nKyland\nJedes Sturmbuch 4 Mark 50 Pfennige\nSturm - Bilde rbücher\nGanzseitige Abbildungen der Hauptwerke\nJe 24 Mark\nI Marc Chagall\nII Alexander ArchipenKo\n111 Paul Klee\nIV Kurt Schwitters\nVERZEICHNISSE DES VERLAGS DER STURM KOSTENLOS\n\nMonatsschrift Der Sturm / Zwölfter Jahrgang\nErscheint am fünften jedes Monats.\nMit mehrfarbigen Kunstbeilagen, Holzschnitten (stets\nvom Stock gedruckt) und Zeichnungen\nDauerbezug / Ein Jahr 60 Mark / Ein Halbjahr\n36 Mark / Einzelheft 7 Mark 50 Pfennige\nVollständige Exemplare des 1. bis 11. Jahrgangs\nje 60 Mark / 3. und 4. Jahrgang vergriffen.\nVon allen Holzschnitten der Zeitschrift Der Sturm\nsind signierte und nummerierte Handdrucke, von\nden meisten Zeichnungen Kunstdrucke käuflich\nzu erwerben. Die Originale sind verkäuflich."}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "185", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.3", "texte": "DERSTURM\nMONATSSCHRIFT / HERAUSGEBER: HERWARTH WALDEN\n\nHandwerk und Geistwerk\nLothar Schreyer\nHandwerk ist Werk der Hand.\nGeistwerk ist Werk des Geistes.\nHand ist Werkzeug des Geistes.\nHand ist auch Werkzeug des Nichtgeistes.\nNichtgeist handelt mit Geistwerk und Hand-\nwerk.\nGeisthandlung ist das Handwerk, das Geist-\nwerk ist.\nHandwerk, das Geistwerk ist, ist Wirkung\ndes Geistes.\nUr-Sache Geist schafft die Sachen der Hand.\nHand schöpft aus dem Geistwerk die Sachen.\nGeistwerk ist sachlich im Handwerk.\nUnsachliches Handwerk hat den Geist ver-\nwirkt.\nGeist ist im Menschen, Hand ist am Men-\nschen.\nNichtgeist ist der Mensch, der das Hand-\nwerk nicht aus dem Geist zeugt.\nHandwerk ist Zeugnis des Menschen.\nMensch ist das Geistwerkzeug. Hand wirkt\naus Geist.\nGeistwirker ist der Mensch.\nHandwerker ist Geistwirker\nHandwerkerbildung ist Geistbildung.\nGeist bildet die Hand.\nGebildeter Geist ist Mensch.\nGeist bildet sich. Der Mensch bildet ihn\nnicht. Der Mensch ist sein Bild.\nNichtgeist im Menschen verwirkt das Men-\nschenbild.\nVerwirkte Hände schöpfen nicht aus Geist.\nSie wiederholen die Werksachen des Geistes.\nDen Geist aber holen die Hände nicht wieder.\nGeistwerk ist Gabe. Handwerk ist Geben.\nJeder Mensch ist begabt.\nDer Unbegabte ist der Mensch der sich\nnicht kennt.\nDer Nichtmensch nimmt vom Begabten\nund empfängt nicht den Geist.\nDer Begabte gibt Menschen und Nichtmen-\nschen und empfängt den Geist im Geben.\nWerk begibt sich mit dem Werkzeug.\nGeist gestaltet das Werk mit der Hand.\nWerkgestalt stellt den Geist dar.\nDarstellung des Werkes ist Wirken der\nUrsache, sodass die Ursache in der Wirkung\nda steht.\nGeist wirkt die Gestalt durch Bildung des\nWerkzeuges und der Werkmittel.\nGeist gibt dem Menschen das Werkmittel.\nDas Werkmittel gibt dem Menschen keinen\nGeist.\nDes Unbegabten Aberglaube ist das Werk-\nmittel. Des Begabten Glaube ist das Werk.\nAber der Glaube ist nichts ohne die Tat.\nDer Geist bildet das Werkzeug Mensch\ndurch die Kraft des Rhythmus.\nWer das Leben in sich erkennt und lebt,\ndem gibt sich die Kraft des Rhythmus.\nVerwirkt hat das Leben der Mensch, in\ndem die Gabe nicht wirkt.\nDurch die Kraft des Rhythmus ist das\nMenschenbild gebildet.\nDurch die Kraft des Rhythmus bildet der\nMensch die Werkmittel zum Werk.\nGeistwerk, das Handwerk ist, ist Kunst-\nwerk.\nWer die Kunst sucht, den findet die Kunst.\nKünstler ist der Mensch, dessen Geistwerk\nsein Handwerk ist.\nNur dem Künstler ist die Kunst kund.\nNur der Künstler kündet die Kunst.\nKunst ist Kunde vom inneren Leben.\nKunstwerk ist Darstellung eines Gesetzes\ndes inneren Lebens.\nDas dargestellte Gesetz ist die Gestalt.\nKünstler ist, wer das Gesetz des inneren\nLebens darstellen kann.\nDarstellen können ist Voraussetzung der\nKunstgestalt.\nNur wer das Gesetz erkennt, kann es ge-\nstalten."}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "186", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.4", "texte": "Wer das Gesetz erkennt, das in ihm lebt,\nmuss das Gesetz leben.\nWer das Gesetz nicht lebt, das in ihm lebt,\nder kann das Gesetz nicht erkennen.\nDer Geist befreit das Werk, die Hand be-\nzwingt es.\nIn der Wahl des Gesetzes sind wir frei, in\nder Wahl der Form sind wir gebunden.\nJedes Gesetz hat seine Form.\nAlle sind zum Geist berufen, doch nur die\nvom Geist Erwählten kennen das Gesetz.\nNicht wir verwandeln uns in Geist, son-\ndern der Geist wandelt uns.\nNicht wir Körper vergeistigen uns, sondern\nder Geist verkörpert sich in uns.\nHingabe an den Geist macht uns berufen\nzu seiner Gabe.\nHingebung ist das Zeichen der Erwählten.\nHingebung ist der Sinn, der in den Erweck-\nten erwacht.\nHingebung ist der Sinn, der in Menschen er-\nwacht, wenn der Mensch aus der Sinnlich-\nkeit erweckt wird.\nDer Mensch der Sinnlichkeit schläft. Seine\nGeistsinne schlafen tief. Sein Körpertraum\nist die Phantasie.\nPhantasie täuscht uns Eingebung vor.\nDer Berauschte erkennt nicht.\nNur aus der Ruhe wird die Bewegung er-\nkannt.\nDie Ruhe ist der Angelpunkt, der das All\nbewegt.\nWer in Gnade ruht, begnadet alles.\nEingebung führt die Hand ohne Irren.\nKeine Hand kann das Menschenwerk führen.\nWer sich auf die Eingebung verlässt, ist\nnicht verlassen.\nAber die Eingebung verlässt den, der sich\nauf sich verlässt\nUns verzeiht der Geist und gibt uns alles\nein, wenn wir uns aufgeben und auf alles\nverzichten. Verzicht ist lernbar\nEingebung ist nicht lehrbar.\nSich bereit machen für die Eingebung\nist der Ruf nach Berufung.\nAlle sind berufen. Nur die sich bereitet\nhaben, bereiten das Werk.\nSich bereiten ist Geistwerk. Werkbereiten\nist Handwerk.\nWerkbereiten ist Wirkung des Sichbereitens.\nWerkbereiten ist Tat-Sache. Sichbereiten\nist Ur-Sache.\nEs gibt nur eine Ur-Sache, aber zahllose\nTat-Sachen.\nWeil die Menschen die Tatsachen wahr-\nnehmen, halten sie die Tatsachen für Ur-\nsachen. Aber die Wahrnehmung ist nur das\nFürwahrgenommene und nicht die Wahr-\nheit.\nWer die Tatsache des Kunstwerkes wahr-\nnimmt, hat es in Wahrheit nicht erkannt.\nDie Wahrheit über die Kunst darf nicht\ngesagt werden, weil sie nicht gesagt wer-\nden kann.\nDie Wahrheit muss getan werden.\nDer Geist erkennt die Wahrheit, die Hand\ntut sie.\nEins sind Handwerk und Geistwerk im\n• Kunstwerk.\nEine Halbheit ist keine Einheit.\nEs gibt keine Halbheit. Die Halbheit ist\nIrren.\nEs gibt zwei Hälften. Zwei Hälften aber\nsind gegeneinander gesetzt. Der Gegen-\nsatz ist niemals Eins.\nEins ist das Leben.\n\nB = C\nDer Roman der Lyrik.\nFranz Richard Behrens:\n\nFür Rudolf Blümner und Fernand L^ger\nGable Transfers\n350 .50\nBlinder Bettler Homer hungert über die\nDörfer\nBaltimore and Ohio\n47. 87\nHesiod ermordet und ins Meer geschmissen\nCanada Pacific\n127.87\nArchilochos erdolcht\nChic Rock Island\n38.00\nDer Bruder erschiesst Anacharsis\nDenver and Rio\n2 .25\nauf der Hochzeit steklettiert Stesichoros\nErie Common\n19.12\nSklave Aesop vom Felsen geschmettert\nGreat North.\n78.75\nWeiber zerschneiden Euripides Leib\nIllinois Central\n94. 50"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "187", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.5", "texte": "Sophokles Kinder erklären ihn für schwach-\nsinnig\nMissouri Pacific\n28.75\nAeschylos zum Tode verurteilt\nNorfolk and West\n102.00\nPindar Geldstrafe oder Haft\nPennsylvania\n43.37\nSein Hund stirbt über Eupolis Grab an\nMangel an Fressen\nSouthern\n32.22\nPhiloxenos kennt nur Kerkerketten\nSouthern Pacific\n100.50\nAristipp speit der König ins Gesicht\nTexas Pacifiic\n127 .75\nPiaton wird geköpft werden\nAmerican Can\n32. 62\nDie Zunge beisst sich Hyperides ab\nAnac Copper Min\n52.62\nMenander stirbt aus Kummer über die\nTalentlosigkeit der Anderen\nBethl Steel C B\n78.75\nElegant erdrosselt Theokrit\nCentral Leather\n44.50\nGekreuzigt Zoilos\nUnit Staates Steel\n87.87\nPlautus dreht dem Bäcker den Mühlstein\nder Mehlmühle\nMais loko Nr. 2\n86.87\nHinausgepeitscht den Sallust\nChikago pork\n21.00\nVirgil gepfändet\nRio Nr. 1 loko\n7.88\nTibull beraubt\n• *4? »\nNew Orleans Middle loko\n22.25\nOvid ausgestossen\nElektrolyt Kupfer\n17.50\nPhädrus verfolgt der Kaiser — •\nBessemer Stahl\n50.52\nPulsaderzerschlitzt Seneca im Bade\nPetrol in Tanks\n13.50\n*\nLucianus tut wie Seneca\nTerpentin New York\n131,00\nSiebzigjähriger Juvenal in die Wüste kohortet\nSchmalz pa West\n20.30\nUeberflüssig zu sagen, wie Suetonius endet\nZucker Centrif\n8.78\nDollars kauft Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid\nAuf der Folter zersägt Machiavelli\nDistillerie Italiane\n115\nRutenhiebe Aretin\nFerrovie Mediterranee\n241\nDante irrt ins Asyl\nOpere citta di Roma\n375\nAriost ermagert Gnadensold\nBuoni del Tesoro scadenza\n99.25\nTasso sieben Jahre Hospital\nSiderurgica di Savona\n420\nBoccaccio hat kaum zu essen\nBanco di Sizilia\n440\nFastenentkräftigt Petrarca\nFilati Cucirini\n170\nDie Gasse hört Goldonis Todesschrei\nAcciaierie e Ferriere Lombarde\nCampanella lebenslänglich Zuchthaus\nLa Moto — Meccanica\n60\nErmeuchelt Boccalini\nElettrica Bresciana\n450\nPelicco verkommt in der Bleikammer\nMarconi\n162\nDollars kauft Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid r..\n■ « «\nKreuzigt den Kammerdiener Cervantes\nCompania Atlantica , ~ -\nX - ' • > • • *» • • X:*J>\n19 Calatrava"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "188", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.6", "texte": "Lope de Vega wandernde Klosterzelle\nSolicitamos socios\n2,50 Pesetas\nGreis und Jungfrau bespritzen Moralin\nNotas zarargozanas\nMallorca 4\nCamoens darbt vom Abfall seines Knechtes\nAutopiano,\nViktoria, 4\nDollars kauft Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid\nNie verlässt der Wucher Villon\nBanque de France\n700\nDolet als Kotelett verbrannt\nNational de Credit\n704\nHinter Gittern Marot\nBanque Privee\n430\nCorneille verzehrt Ledersohlen\nUnion Parisienne\n839\nMoliere kennt keinen Grabstein\nCredit Lyonnais\n1505\nGläubiger Hunde hetzen Patru\nCredit Mobilier\n433\nArnauld kreppiert im Exil\nMetropolitain\n402\nRacine erschleicht eine Kartoffel\nTelephones\n1249\nScarron kaut am Lehnstuhl\nPannaroya\n1055\nWer zahlt für Lafontaine\nGaisa\n979\nEine Sackpfeife dem Pelisson\nOmnibus\n642\nWelche Kaution Cotin\nRaffinerie Say\n1305\nKönig der Bettler Saleque\nBresil\n40\nBoursauet dressiert Bastillespinnen\nBons Tresor\n499\nFlieh Rousseau\nVille de Paris\n1335\nJean Hebamme Jacques Leichenbitter\nPays du Nord\n640\nDestouches küsst Staub um Staub zu schluk-\nken\nCommunales\n289\nBoissy verriegelt verhungert die Tür\nFoucieres\n275\nRuiniert La Monnoye\nMidi\n269\nDürftige Hütte Lesage\nNaphte\n343\nPellegrinis Brot ist bitter\nProwodnick\n110\nDiebe ermorden Vergin\nEaux de Vichy\n778\nCrebillon schleckt Hunde und Katzen\nAcieries Marine\n1089\nLebend seziert den Abb6 Prevost\nOutreau\n1158\nVoltaire verprügelt\nDyle et Bacalan\n330\nSchulden verschwistert Diderot\nCommentry\n1870\nMarmontel mietet die Bastille\nHavraise, Energril\n360\nGeknüppelt Beaumarchais\nBoleo\n400\nChamfort köpft sich selber\nBergougnan\n1060\nGelassen d'Eglantine Guillotine\nMontbart\n312\nHenkerhübscher Chemieres\nPlatine\n612\nBeranger neun Monate Gefängnis\nBakou"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "189", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.7", "texte": "Oskar Fischer: Zeichnung"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "190", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.8", "texte": "2565\nMartermager purzelt Lamartine\nCaoutchoues\n97\nMusset muss sich verachten\nMalacca\n91\nBei Balzac jeden Tag Kabeljau\nSpassky\n27\nNach Afrika morgen Borel\nCorocoro\n36\nHugo auch ausgewiesen\nPhosphates Tunis\n517\nGäbet vorm Karabiner\nPadang\n137\nDollars kauft Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid\nShakespeare Du Wilddieb\nBritsh and Irish Beef and Yeal\n582\nWer hat denn Sheridan das Ohr abgebissen\nMutton and Lamb\n556\nMilton träumt vom Paradies\nPonity and Game\n281\nSubskription für Butlers Begräbnis\nRiver Plate Frozen mutton\n4.6\nIm Armenhaus vergiftet Chatterton\nNew Zealand Frozen hinds\n3.7\nSouth well hingerichtet\nChickens Lincolnshire\n1.0\nBesoffen Burns\nOld fowis\n0.6\nWärst Du Weber geblieben Tanahill\nYoung Patridges\n1.6\nLumingham lebt als Maurer vergnügter\nNew laid eggs\n26.0\nSwift bekommt Gehirnerweichung\nBank of Adelaide\n10 p. c.\nAm Pranger frisst Defoe Frost\nCity Fire Office\n5 p. c.\nScotts Finger verführen Gläubiger\nIvanhoe Gold\n14.804\nCampbell beliebtes Gräberfeld\nPeriwinkles cwt.\n6.0\nUeber Defizit hockt Hook\nOysters Whitsable\n100.120\nGoldsmith im Leihhaus\nDiamant record\n400.000\nDollars kauft Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid\nArmsünderglöcklein läutet Olof Petri\nDanske Svovlsyrefabriker\n50 Vi\nStjernhelm aus brennender Hütte getrieben\nGonhs Taendstik\n58\nLebenslänglich Messenius\nAarhus Oliemolle\n57 Va\nRudbeck grambegossen\nAarhus Privatbank\n122 V 2\nSchaffotreif Dal in\nOversoisk Kompagnie\n17672\nAus Versehen getötet Lucidor\nDampskipsselskabet Orion\n20 V 2\nTegner verwechselt sich mit Saul\nHelsingors Skibsvaerft\n88\nAlmquist unter Würgerkralle\nForenede Brygerier\n159\nAndersen verschimmelt als Schuster\nCikoriefabriker\n171\nTycho Brahe zum Narren gehalten\nFakse Kalkbrud\n160\nDollars kauft Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid\nTrembecki flieht zu den Vögeln\nHandlowy w Warszawie\n2175\nBrodzinzki flüchtet aufs Feld\nKredytowy w Warszawie"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "191", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.9", "texte": "2500\nGepfändet Mickiewicz\nZachodni I-V\n1350\nSlowacki schluchzt in der Kirchhofstür\nFabryk Kukru\n26550\nBegeifert Krasinski\nRudzki 1\n2625\nRuinzerrieben Malczewski\nLilpop, Rau i Loew\n3075\nIn der Zelle zerbricht Goslawski\nStarachowice\n7100\nAntoniewicz trinkt Wasser\nPolska Nafta\n2900\nWasilewskis Witwe Bettlerin\nPrzemysl Drzewny\n2325\nVon der Schulbank nach Sibirien Balinski\nKarpinski i Ska\n585\nSyrokomlas Söhne verhungern\nZyrardow\n875\nSzajnocha erblindet\nWielki ostrowiekie\n675\nLelewel eine Scheibe Brot pro Tag\nCaro Bedarf\n+51%\nProst Mahlzeit Kraszewski\nPocisk\n1440-1375-1400\nKauft keine Dollars\nBloss Goldschmid heisst überall Gold-\nschmid\nVorm Scheiterhaufen Knutenhiebe Avakum\nK. P. Russland\nKutusow\nTredjakowski bluten die Sohlen\n1 Pfund Sterling\n231 600 Rubel\nStiftet ein Sterbehemd Sumarokow\nSt. Dala 767\nS 1 heiter\nRaditschew in Ketten\nK. P. Japan\nMichailow\nDie Schlüsselburg interniert Maikow\n1 Frank\n4400 Rubel\nErfroren Karamsin\nSeyidisfj 750\nW 4 heiler\nMit vier Freunden Ryljejew gehenkt\nK. P. Azerbeidshan\nMolotow\nPuschkin reitet der Teufel\n1 Gulden\n19 800 Rubel\nBaratynski trieft von Schmutz\nStornoway 763\nSSW 3s/4 bedeckt\nVenevitinow als Kind an der Bleichsucht\nK. P. Griechenland\nOrshanikidse\nAuf Krücken Koslow\n1 Krone\n13 300 Rubel\nPolejajew im Spital von Ratten aufgefressen\nValencia 767\nNO 1J/4 bedeckt\nBlei in der Brust verröchelt Lermontow\nK. P* Belgien\nPetrowski\nTscherkessensäbel zerfetzen Bestuzew\n1 Mark\n15 Rubel\nGogol ganz Schwindsucht\nHaparanda 759\nSW 2v4 bedeckt\nKauf Viasemski Schnaps\nK. P. Holland\nRadek\nBielin ski desertiert\n1 Kran\n6000 Rubel\nUnehlich Herzen\nStrassburg 767\n- o bedeckt\nHunde schinden Dostojewski\nK. P. Schweiz\nRakowski\nNadsons Zunge Nadelkissen\n1 Lire\n41 700 Rubel\nPleschtschejew verschweigt\nBiarritz 765\nSO 3>/4 bedeckt\nAbzehrung Michailow\nK. P. Rumänien\nSinowjew\nTschechow ohne Samowar"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "192", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.10", "texte": "1 Dollar\n62 400 Rubel\nGarschin vor Hunger verrückt\nGenf 769\n-0 V* bedeckt\nKorolenko Kaukasus\n1. W. W.\nLenin\n*\nDollars kautt Dollars\nGoldschmid heisst überall Goldschmid\nUm ein Nachtmahl fiedelt Vogeiweide\nNationalbank für Deutschland\n275 b\nGryphius friss die Pestkaidaunen\nAnglo Cont Guano\n760-33-80\nGünther träumt von einer Freistatt\nAgfa Anilin\n570\nTotenhochzeit Lessing\nMariaglück\n100 et. b. G.\nKleist bleibt bei Kosakenkugel\nGelsenkirchener\n8. S'/j\nKlopstock zerbricht sich\nBochumer Guss\n874%\nKinder wie will Herder acht Kinder er-\nnähren\nSauerbrey\n1036\nDie Zähne zusammen gebissen gebrochener\nBürger\nMannesmannröhren\n1050\nNie eine Braut brustkranker Hölty\nZoologischer Garten\n96 G.\nLenz leckt Wiesengras\nJasmatzi Yorz A\n9597\nFalsche Heirat Ewald\nDux Auto\n300 00\nBessere Lebenshaltung Liebling Schiller\nDisconto Gesellschaft\n342\nHölderlin ist gegangen\nIlse Bergbau\n1175 b. G.\nSargtischlerlehrling Kerner\nZschipkau Finsterwalder\n80 B.\nHeine säuft das Sakrament\ni-\nGrosse Berliner Strassenbahn\n80.90\nGrabbe im Zuchthaus geboren\nUfa\n243\nHebbel hinter Kutscher und Stallmagd\nLaurahütte\n650 5 41\nHeisse Zitrone an Ludwigs Bett\nDeutsch Luxemburg\n794 b.\nSeine Möbel verfeuert Gutzkow\nRheinmetall\n551\nUeber Grenzpfähle strauchelt Fallersleben\nArgo Dampfschiff\n333\nEingesperter Freiligrath\nReisholz Papier\n993/4 b. G.\nMörike muss seine Frau für sich arbeiten\nlassen\nSarotti\n103 G.\nLenau lacht in Nachtigallennacht\nAachener Leder\n720 b. G.\nGrillparzer bettelt Gnadenstoss\nHackethal Draht\n537\nBlind taub lahm Lorm\nHohenlohe\n61 1/8\nConradi entstirbt dem Irrenarzt\nConcordia Lebensversicherung\n775\nKennen Sie Nietzsche\nViktoria Feuerversicherung\n2525\nGött küsst Brotkruste\nGasmotoren Deutz\n685 . 80\nHille verhungert öffentlicher Wohltätigkeit\nHirsch Kupfer\n720\nHartleben Zustand\nSchantung Genusschein\nDollars kauft Dollars\nLiliencron spuckt aus und geht\nW eiter"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "193", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.11", "texte": "Holzplastik / Südsee"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "194", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.12", "texte": "Mordgeburt schreit\nKurt Liebmann\nTanzgirre Klirrsinnswirrer dürr plirren\nKichern\nlustkelchendem Bauchperlflitter\ngesielt in Samtheiss\ngoldtropf Anfang\nAnfang\nBrüstebirge wühlend weltweh Kuppel — All\nFall gasglüh\nGletscher klammern\nWüst\nstemmt Sonne Nabel gilbende Himmel\nBlind — Ich flitzt Leid -- Aas\nSchattentier\nSense zersaturnt\nAus quetschendem Brustschlund schloht\nschlottre Bippenleiter\ntrappelt die Ur — Ferne\nschwankt\nschlangt\nsteilt\nStecher stieren Messer\nhetzen mich Millardenfüssler\npeitschen\nSchreckfinger schrammen\nvulkant Weib Schlackpyramiden\nmich\nüber mich\nüber\nempor\nsprosse ich Leiter\nspriesse\nSpiesse splittern mir nach\nMüssen\nWill Luftkrater stürzen\ngefesselt\nempor\ntatze\nEnde\ngekauert\nWolkendornen spitzen meine Augen\nlaure ummauert\ngeduckt\ntost vorbei Planet\nFassen\nSchwung\nWelten\nIch krumme an Blutwassern\nvergreister Himmel morscht Abend über mich\nklage Finger tasten in Flügelharfe schat-\ntenden Schwans\nLeichenbarken schweigen vorbei\nFlöten\noh meine verschneiten Lippen\nPanzer flammen auf Silberbrücken\nich fliege Meilen aus mir heraus\nschlafe Flimmer in duftendem Fels\nlache Welle Perlgehänge hinab\nSchall rolle ins Uferlose\nflacke Licht\nzacke in Traumhöhle Goldzapfen\nSchüttern\nVerschütten\nWolken drachen reiten klatsche Weibtiere\nBotsträhnen blitzen die Berge\nBuinen aschen\n112\nIch beisse Meteor kreisende Lufttrommeln\nfieberröte\nStern arm sticht Erde\nUmfunkeln\nPrall\nsiede ich Erdlippen\nklirrklingle Vogel durch Wildwald\nFletschgeister schleichen Nächte\nich singe an tanzenden Feuern\ngurrmädchenumkatzt\nblende Blauelefant\nEisblütensplitter\nschneie Schimmel Sonnsand\nHeere\nFahnen silberklirren\ntieren Neger Gurgeln\nBrokat lichtet meine öllachenden Schultern\nzersonnt Tiara sklavende Himmel\nPupillen schnellen Tiger\ntürme ich Sensenwagen\nGebrüll trichtert\nFackel in Zähnen pantere ich über Schlaf-\nmauern steigender Stadt\nBrand\nZungen glasten\nLachen\nStangen\nKetten\nNun bin ich gekreuzigt\nAas\nEisgeier umrosten\nBinnsel kleben Hals\nsinfluten Wolkenpauken\nplatzen\nIch rage Kreuz über Wogwut\nMeere rächen herab\nMenschentod\nNur — Ich\ngestemmt in Schlammschlicker\nschluchzen Wüsten"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "195", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.13", "texte": "Grau greint\nKalkhände mauern Finsterwände\nkurbelt Kreuz\nUr — Ich\nGeheul rammt Dunkeltürme\nstickt Nachtstaub\nLichtkraken krauchen aus Meermündern\nMorgenblut\ngrinst Sonne Tintenfisch\nGeschlecht schlächtert\nschwemmt Sack Wüst — All\nRöhren schlingern\nschmatzen\nSauggreifer griffelt kreuzempor\ntastet Schrei\nschluckt\nMilben graben\nKrätzkruste blättert mich ein\nich falle Trichter\nhake mich an Geschwürrosen\nRosen wippen\nbrüsten\nSchlauch schlundet\nabwärts\ntrompetet Geschlecht\nsame ich in Vaterleib\nzirre Zelle in Spitzfleischen\ngeklippt\nFäden fiebern\nüberschäumt Mann Weib\nMutter!\nKitzeln kost mich\nMutter dein Mund!\nschleimt\nGlühen stösst mich vor\nich zittre Zerreissen\njetzt schurre ich in Röhre\nMann\nStecher\nweiben\nmannen\nkinden\nNicht Kind\nSurrkreisel spiesse ich\nSonne Geburt\nweh!\nzerhackt Qualsymphonie\njetzt\nweh!\nich kralle mich in Weiberritze\nNicht kinden!\nOh Tod vor mordender Geburt\nPurpurbäuche schwellen mich an\nSchrei\nMutter du nicht!\nMörder ich\nVergiften\nwimmert Kind mich\ngequetscht unter Brett\nsäende Sucht bleckt\nWeib Mann\nverschlungen\ngeschlundet\nGrausen grausamt hinab\numstülpt Traube\nReifen besommert\nHitzküsse gazellen\nSaften\nSchäumen umgischtet Schlaf\nbergheideheiss\nbluttümpelt\nWimpel sonnen Erfüllung\nKörperkuppel\nsternt Kind\nFruchten\nmenscht.\n\nDa bist du\nKurt Liebmann\nBartlippen blutwippend gallern Gurgel\nbeissen\nmich Kind\ntriefzackenbehängt\nHämmer herren Hirnwulst sporen\nLaken blassen vor meinem Wiegbett\nreigend\nschlohen Spitzwolfdirnchen äderndes Baum-\nblau\nEiter nähren mich\nBauchtrommel Weh\nMutter!\nSchnappen\nSchlucken\nzerpaukt Schosswölbe\nHall\nBallen\nTraum — Innen weine greise Kristallbuckel\nJüngsten\nmich füllen Qual\nmich Todkind\nIch springe Lastlamm klingende Lichtwiese\nLeben Bären\nHand Hölle spreizt Spellen schrecke Spitzen\nmein Blut\nZerdrücken\nTigernächte brüllen mich in Blondgold"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "196", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.14", "texte": "übersilbern Mondseen\nschwanen dort Knaben\nNun Licht\nGeburt\nSpiegel fangen mich ein\nZerlichten\nKüsse Schoss dein\nMutter\ndu stirbst\nDas Ende\nFelskuppe fetzt Leid\nbohren Knieen Granite\nNadelwinde\nüber über Himmel\ngrünklimm\nbete das Silberkreuz\ndeinen armen Leib\nRegen löchern mich\nzerhacken\nkratze ich Grab\nSenken\nDa schläfst Du\nIch blute Deinen Schoss\nTot\nZerbröckeln\nLass mich\nzurück\nlass mich schwingen Summen\nOrgelwasser stummenden Leibs\nTage\nNächte\nTausend\nhager heule ich benagt\nzücken Schimmel\nleuchten\nRotkutsche\nTränen\ntragen mich Arme\nPerlenblinker Duft\nBist Du Mutter\nOh Dein Lied\nSuchen\nFallen in Keller\nAsseln\nRotlapper gehirnschlappender Geierschädel\nblökbläken Irrsinnsgreises\nkarusselt Blustschrei\nKnochenwände Splitter mauern storren\nLatten\nsaugen Monde\nPerlfedern nerven H\nstreicheln KlafFschoss Schädel\nblutkotet Geburt\nschiefbeampelt Haus\nkatzt\nbrillianten Kanten Fieberblaken gischtend\nplatzt bläh\nRakete\nPfiff eist nach\nenttulpt Quarren\nStemmen\nstemmt\nsteht\nKurbeln Schlickern Schlünden\nSeiden schäumen kitzelnde Luken\nplätschern Beine kussrotes Süssen\nSamunheiss Jüchen wickelt die Sterne\ntanzlache Lieder\nLüster lugen Brüste\nSchlingschlang Lippen\nBefruchten\nReiher kreist Irrsinn\nzertropft Wimmerweiher weich wogen Wieg-\nschlafs\nHäuser fallen auseinander\nLeiber schneeen\nballen\nwälzen\nsteigen Armleitern\nJuchhaus kreist\nGeschrei\nFluch\nLuftblüte\ngeilt\npfeilt\nklebt Giften\nZungen schlangen hoch\nSpeicheln\nreissen Fäuste Bäume\nBäumen\nSchlagen\nPyramiden halsen\nBlüte duftschüttend rauscht Hemdhell\nGieren taut Schaum\nHure!\nTürme heran\nmuskeln Männer lefzen\nHer!\nFratze\nHerunter!!\nKnistern\nOrange schäumt Schwellweich\nBerge Berge\nhoch\nStrassen menschen Übermenschen\nIch spinne an Mondfäden herab\nklatsche Brüllmeer\nschnelle Stürze Menschen"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "197", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.15", "texte": "Klette\nklettre\nBlüte kost Hemd ab\nNackten\nnacktnaher Schrei schrill\ntolle ich im Geruch lenzenden Fleisches\nhoch\nGekreisch\nZerkochen\nWer\nWohin\nLampen langen Arme\nich wühle in Hautgruben\nPrickeln krabbeln Millarden Küsse Käfer\nGehirn\nDa ich in Haus\nSchnappen mich Hände\nLächeln rötend\npressen in Fleischpolster\nkitzeln\n*\nbeissbunten Gurgel\nreisse mich los\nErbrechen\nfängt mich Grünstrumpf\nkrischblinkes Lachen\nMund rischelt\nich motte in Fleischgrell\nZerbrennen\nfeile Finger zerpflücken mich\nHampelmann\nStrampeln\nstolpere Treppen\nschrecke Böden hohl\nSägen Birstschrei\nVorhang\neitert Weib\nmannlechz äffend\nbrüstespitz beknappert\nHände dürsten krampfen tasten\ngurgeln rasen\nMännerhände\nWerde gepeitscht in Zimmer\nBelecken\nMorschweiber verschlampt putzen vor\nSpiegeln\nKreischen peitscht weiter\nZimmer\nRotes Gebrüll\nKnaben werden geköpft\nBeine sausen Beile\nWeiberbeine\nfangen Schösse Blut auf\nbesamt\nAeffin frecht\ntriefen Fleischerinnen\nscheren mich Schenkel\nLeiber kerzen Verwesung\nJetzt nieder\njetzt\njetzt\nBeil\ngrünverätzte Negerin hakt Kuss\nsticht Kuss\nWiehern\ndorre Brüste schaukeln mich\ngeschnellt\nZimmer\nW eiter\nreissen Weiber Korsett\nSkeletten\nGeburten quietschen unter Tritten\nZertreten\nduckt an Körper gedunsen\ngeifert Grünzen\nzwingt Sofa\nmuffelnd\nRüssel dörren Lungen\nentmarkt\nschnappt mich Bleizimmer\nTigerinnen\nRotschleier schleimen\nschlummern mich ein\ngebannt\nSchnäbeln Hacken\nLeiberglut\nLeiber\nGeliebte\nSpelle Riegel\nMutter!\nstürze Nacht\nNacht\nab\nPrallen\nDach\nZimmer\nWieder! !\nSchauder!\nBlecken Kosen\nNecken nickt\nkeckt\nZittern sprengt auseinander\nKann nicht los\nWollen\nWollen\nErlösung purpurt\nDa bist Du! ! !"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "198", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.16", "texte": "Zur Geschichte des Sturm und\ndes deutschen Journalismus\nBriefe gegen Paul Westheim\nVierzehnter Brief\n\nKaum hatte ich Ihnen vor einem Jahr den\nersten Begriff gegeben, dass ich es mit der\nAufklärung Ihrer dunklen Verdächtigungen\ngenauer nehmen werde als Sie mit der An-\nfertigung Ihrer Beschuldigungen, so ent-\nschlossen Sie sich, vor den Lesern Ihres\nBlattes mit einer freimütigen Erklärung\naufzutreten:\n„An die Leser des Kunstblatts!\nIn einem Artikel dieser Zeitschritt hatte ich\ndie Frage gestellt, warum alle die Künstler,\ndie nicht blos nur „Sturm-Künstler\" sind,\ndem Geschäftsbetrieb des Herrn\nWaiden entlaufen: Kokoschka, Klee,\nFeininger, ganz zu schweigen von den\nFällen Marc, Macke, Essig, Jawlensky,\nChagall? Da Herr Rudolf Blümner durch\neine Fabel, die er im Sturm veröffentlichte,\nmir zu erkennen gab, wie falsch er meinen\n„Fall Marc\" verstanden hatte, teilte ich ihm\nauf einer Postkarte mit, auf welche Schand-\ntat ich mit diesem „Fall Marc\" hingedeutet\nhatte: dass Herwarth Waiden sich an den\nBildern Franz Marc's habe vergreifen wollen.\nIch trug kein Bedenken, Herwarth Waiden\ndarum der Leichenfledderei zu beschuldigen.\nNachdem ich diesen ehrenrührigen Vorwurf\nin einem Privatbrief zurückgenommen habe,\nhalte ich es für meine Pflicht, hiermit auch\nöffentlich zu bekennen, dass . . . .\"\nEs mag sein, dass ich Ihren Stil nicht auf\ndas glücklichste getroffen habe. Aber ich\nmuss Ihnen auch einmal zugeben, dass Sie es\ndamals nicht leicht hatten, diese Pflicht zu er-\nfüllen. Denn ohne meinen Geist zu forcieren,\nkann ich sagen, dass Sie es sich zu leicht\ngemacht hatten, den Widerruf nicht für\nIhre Pflicht zu halten. Und da Sie statt\ndessen ein über das andere Mal versichern,\nes gäbe für Sie nichts zu berichtigen, so\nhätten Sie sich auch anders ausdrücken\nkönnen. Und Sie wären dabei der Wahr-\nheit um einen Schritt näher gekommen:\n„An die Leser des Kunstblatts!\nIch habe Herrn Blümner wissen lassen,\ndass ich mit meinem „Fall Marc\" auf eine\nLeichenfledderei des Herrn Waiden an-\nspielen wollte. Da ich diese Beschuldigung\nauf die Mitteilung eines hochgeschätzten\ndeutschen Museumsdirektors und einer\nhochachtbaren Malersgattin gegründet hatte,\nmusste ich sie als grundlose Verdächtigung\nzurücknehmen. Weil ich aber im Kunst-\nblatt von keiner Leichenfledderei, sondern\nnur von einem „Fall Marc\" geschrieben\nhabe, bin ich in der Lage, den Widerruf\nan dieser Stelle abzulehnen. Ich bestreite\njetzt sogar, mit meinem „Fall Marc\" Herrn\nWaiden einer unreellen Handlung bezichtigt\nzu haben. Vielmehr ist dieser „Fall Marc\"\nnunmehr so zu verstehen, dass Franz Marc\naus künstlerischen und ideellen Gründen\ndem Geschäftsbetrieb . . . .\"\nAuch dieses mag Ihren Stil nicht treffen.\nAber wie sollte es mir gelingen, da Sie\nselbst keine Worte gefunden\nhaben. So leicht Sie es hatten, sich Ihrer\nPflicht zu entziehen, so schwer wäre es\nIhnen geworden, die Wahrheit zu sagen.\nUm zu leugnen, dass Sie mit Ihren Ent-\nlaufenen und Fällen auf unreelle Handlungen\nanspielen wollten, dazu bedurfte es nur\neines kräftigen Entschlusses. Aber Sätze, die\nwenigstens etwas Törichtes bedeuten konn-\nten, solange sie von fern an Leichenbe-\nraubung, Namensmissbrauch, geschäftliche\nAusbeutung und Zahlungsverweigerung er-\ninnerten, wurden zum Unsinn, als Sie von\nallen den unsauberen Dingen nichts mehr\nwissen wollten. Es bedurfte einiger An-\nstrengungen, wenn Sie diese Sätze, die es\ninzwischen zu einer Berühmtheit gebracht\nhaben, nicht als völlige Sinnlosigkeit zum\nTeufel jagen wollten, Biegen oder Brechen,\ndachten Sie, und besorgten gleich beides.\nFürs erste machten Sie sich daran, Ihre\nFälle, wie sie auch heissen mochten, ins\nIdeal-Künstlerische umzudeuten. Dass die\nKünstler „entlaufen\" waren, mochte mit\nHängen und Würgen zu Ihrer neuen Version\npassen. Dass sie aber ausserdem einem\n„Geschäftsbetrieb\" entlaufen waren, stand\n*\nden ideellen und künstlerischen Gründen so\nschlecht an, dass Sie sich entschlossen, auf\nIhren eigenen „Geschäftsbetrieb\" zupfeifen.\nZum zweiten erkannten Sie selbst, dass Ihre\nideellen und künstlerischen Gründe an allen\nEcken und Enden nicht ausreichten, um\nHerwarth Waiden oder den Sturm so zu\ndiskreditieren, wie Sie es wünschten. Auch\nSie wussten, dass es weniger als eine\nBagatelle ist, wenn Herr Campendonk oder"}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "199", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.17", "texte": "ein anderer Verträge mit einer Kunsthand-\nlung abschliesst und darum mit dem Sturm\nnur noch auf Umwegen verkehren darf.\nDas sind Affären, nach denen kein Hahn\nkräht. Tut ers doch, hat er Ursache genug,\nhinzuzufügen: „Gar nicht zu krähen von\nden Fällen Marc, Macke und wie sie alle\nheissen.\" Schümm ist der Hahn dran,\nwenn er hinterher sagen muss, er habe für\nNichts gekräht. In dieser Lage befanden\nSie sich und schrieben:\n„Einem Geschäftsunternehmer, wie dem\nWaiden, mag es sehr schwer fallen, zu be-\ngreifen, dass Künstler, wenn sie Beziehungen\nzu einer Kunsthandlung lösen, noch andere,\ntrifftigere Gründe haben können, als\nunreelle, wenn nicht gar betrügerische\nHandlungen . . . .\"\nDas mag sein. Erlebt hab ich es noch nicht.\nUnd Sie glauben auch nicht daran. Wenn\nKünstler Beziehungen lösen, haben sie immer\nden anderen Vertrag schon in der Tasche.\nSie aber machen aus Ihren Künstlern\nnärrische Kerle. Ein bischen Leichenbe-\nraubung, Uebervorteilung, geschäftliche Aus-\nbeutung nehmen sie einem Kunsthändler\nnicht übel, und der Kunstausstellung Der\nSturm G. m. b. H. schon garnicht. Wenn\naber Herwarth Waiden seine Schamlosigkeit\nso weit treibt, dass er Bilder und Plastiken\nvon William Wauer zeigt, — ich glaube,\nHerr Westheim, Sie amüsieren sich schon\nlängst, dass ich Ihre Witze seit mehr\nals einem Jahr so ernst nehme. Und doch\nhaben Sie wieder einmal Recht. Ja! es\nfällt einem schwer, zu begreifen, dass Künst-\nler aus solchen albernen Gründen entlaufen\nsollen. Sie selbst haben an diese Dumm-\nheiten so wenig geglaubt, wie die zwei oder\ndrei Künstler, die es Ihnen zwar nicht ver-\nsichert, aber doch geschrieben haben. Und\nnun müssen Sie so schnackiges Zeug nicht\nnur trifftige Gründe nennen, sondern\nsogar t r i ff t i g e r e als ein halbes Dutzend\nehrenrühriger und strafbarer Handlungen.\nEs soll aussehen, als hätten Sie sich doch\netwas gedacht, da Sie von Entlaufenen und\nFällen schrieben. Nichts so Schlimmes\nzwar, als man Ihnen dreist und plump\nunterstellte, aber, wie Sie sagen, etwas\nTrifFtigeres. Wäre einer auf den Gedanken\ngekommen, Ihre Entlaufenen hielten eine\nArbeit William Wauers für eine grössere\nSchandtat als eine Leichenberaubung, so\nhätten sogar Sie sich über einen solchen\nNarren lustig machen können. Und da liegt\nder Hund begraben. Ihre neue Auslegung\nmachte Ihre Verdächtigungen zum sinnlosen\nGerede. Sie glaubten, ihnen nicht nur einen\nSinn, sondern gar eine sittliche Bedeutung\nzu geben, wenn Sie alle diese Läppereien\ntrifftigere Gründe nennen. Und da\nSie sich daran machen, eben dieses, Bei-\nspiel an Beispiel, zu beweisen, ists kein\nWunder, dass auf Schritt und Tritt der alte\nAdam zum Vorschein kommt, der das Ver-\ndächtigen nicht lassen kann. Denn er merkt\nauf Schritt und Tritt, dass seine „trifftigeren\"\nGründe nichts als Plunder sind, mit dem\nman-niemandem etwas am Zeuge flicken\nkann. Und so lässt der alte Adam unter\nseine trifftigeren Gründe immer mal wieder\neiniges Schmutzwasser unterlaufen, damit\ndas Ganze auch wirklich ein besonders\ntrifftiges Ansehen bekomme. Es hat vier\nBeine, läuft herum und macht Miau, sagen\nSie. Um aber zu beweisen, dass Sie dabei\nan einen Esel gedacht haben, müssen Sie\nschon einige Zauberformeln aussprechen.\nUnd Sie hielten sich noch für ein Sonntags-\nkind, da Ihnen zur rechten Zeit zwei so\nfette Brocken wie der Fall Brass und der\nnoch unförmlichere Fall Campendonk —\nich kann heute sagen als gebratene Enten\nin den Mund flogen. Es war ein abscheu-\nlicher Frass, nicht wahr, Herr Westheim?\nDie Herren hatten Sie schlecht bedient.\nKeiner von beiden war entlaufen, weder\nirdisch noch himmlich, weder so, wie Sie's\nangelegt hatten, noch so, wie Sie's auslegen\nwollten, als die Affäre mit der Leichen-\nfledderei schiefgegangen war. Ich begreife\nes, dass Sie den Beiden ihre Streiche ver-\nziehen haben. Ein Journalist, der sich\nsolcher Schriftstücke bedient, die obendrein\nnoch in schlechtem Deutsch geschrieben\nsind, darf sich nicht beklagen, wenn das\nMaterial nichts getaugt hat. Künstlern, die\naus gekränkter Eitelkeit oder überredet sich\nzu solchen Briefen hinreissen lassen, ver-\nsagt „man\" die Hochachtung, und Sie wissen,\nwer „man\" ist. Sie haben den Herren keine\nEhre erwiesen, als Sie ihre Briefe abdruckten\nund hinzufügten, diese Flagellanten hätten\nsich selbst als „Entlaufene\" denunziert. Und\nwas haben Sie für sich gewonnen? Man\nhatte Ihnen Mangel des künstlerischen Ur-\nteils, unbegründete Meinungsänderung vor-"}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "200", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.18", "texte": "geworfen. War etwas davon widerlegt,\nwenn wir Leichen beraubten, Künstler\nknebelten und Namen missbrauchten? War\nalles das, was Sie einst über die neue Kunst\ngeschrieben hatten, um ein Haar besser,\nweil Campendonk Wauer, Neil Waiden und\nandere beschimpfte? Aber Sie sind ja nicht\nder Erste, der seinen Tadler verdächtigt, weil\ner selbst nichts zu seiner Rechtfertigung vor-\nbringen kann. Schlimm ist nur daran, wer\nobendrein so recht eigentlich nicht weiss,\nwomit er den Tadler verdächtigen könnte.\nEr hilft sich, wenn er Westheim heisst,\nindem er „nebenbei\" fragt, warum Künstler\ndem Geschäftsbetrieb des Herrn Waiden\nentlaufen. Das reicht für ein Dutzend\nNiederträchtigkeiten, die sich das Gesindel\nausdenken mag. Gehts schief, redet man\nsich heraus. Man macht ein paar harmlose\nDifferenzen aus den „Fällen\". Aber damit die\nSache nach Etwas aussehe, das den Aufwand\nrechtfertige, gibt man einige Hysteriker als\nMärtyrer ihrer künstlerischen Ueberzeugung\naus. Gelt, Herr Westheim, Sie lachen selbst.\nUnd da der Schmutzhaufen, den ich hin-\nwegzuräumen hatte, nun doch nicht mehr\nso gross ist, dass er mir Licht und Luft\nversperrt, so will ich Sie wieder einmal\nvon einer andern Seite fassen.\n\nRudolf Blümner\n\nGrotesken\nWilly Knobloch\n\nArmer Gang\nSchwarze Dolomitenleitern\nSteilen\nSprossen\nHellen Rauch\nWeisse Fahnen zittern Adern\nKräuseln\nSäuseln\nSchwarzen Schlund\n\nGeschäftsstrasse\nKarren\nPferde\nMenschen\nHunde\nRennen Rasen\nSpringen Tier\nHäuser atmen\nHelle Töne\nHalten Stampfen\nBieten Mensch\n\nRathaus\nIch recke strecke meine Nase\nIch wettre zittre meinen Geist\nIch\nahne\ndumpfe\nsorge\nquäle\nich\nsterbe\nsterbe\nmeine Zeit\n\nVornehmes Haus\nGoldne Gitter poltern\ngrollen\nStirnen\nschwarzen\nDunkle Falten\nRegen Tulpen\nGrünen Beete\nfausten\nTrotzen Macht\n\nInhalt\nLothar Schreyer: Handwerk und Geist werk\nFranz Richard Behrens: B= C / Der Roman der Lyrik\nKurt Liebmann: Mordgeburt schreit\nKurt Liebmann: Da bist du\nRudolf Blümner: Zur Geschichte des Sturm und des deutschen Journalismus / Briefe gegen\nPaul Westheim / Vierzehnter Brief\nWilly Knobloch: Grotesken\nOskar Fischer: Zeichnung\nHolzplastik / Südsee / Farbdruck\nNovember 1921"}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "201", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.19", "texte": "VERLAG DER STURM / G. M. B. R\nBERLIN W 9 / POTSDAMER STRASSE 134a / FERNRUF AMT LÜTZOW 4443\n\nMusiK \"\nHerwarth Walden\nGesammelte Tonwerke\nDann / Vergeltung / Verdammnis / Werk D—3\nDichtungen von Else Lasker-Schiiler\nFur Gesang und Klavier / Je 6 Mark\nBruder Licderlich / Werk 51\nFur Gesang und Klavier / 6 Mark\nEntbictung / Werk 92\nDichtung von Richard Dehmel\nFur Gesang und Klavier / 6 Mark\nZchn Dafnislieder / Werk 11\nZu Gedichten von Arno Holz\nFiir Gesang lind Klavier / 30 Mark\nDie Judentochter / Werk 171 / 10 Mark\nAn Schwager Kronos / Werk 172\nFur Gesang und Klavier / 7 Mark 50 Pfennige\nSchwertertanz / Werk 18\nFur Klavier / 9 Mark\nDer Sturm / Heeresmarsch / Werk 21\nFiir Klavier / 3 Mark\nTanz der Tone / Werk 23\nFiir Klavier / 4 Mark 50 Pfennige\nSturm -Karten\nJede Karte 1 Mark\nNach Gemalden, Zeichnungen und Bildwerken\nfolgender Kunstler:\nAlexander Archipenko 3 Fernand Leger 2\nRudolf Bauer 4 August Macke 1\nFritz Baumann 1 Franz Marc 1\nWilli Baumeister 1 Carl Mense 1\nVincenc Benes 1 Jean Metzinger 1\nUmberto Boccioni 2 Johannes Molzahn 2\nCampendonk 2 Georg Muche 1\nMarc Chagall 5 Gabriele Miinter 1\nRobert Delaunay 1 Negerplastik 1\nLyonel Feininger 1 Oskar Schlemmer 1\nAlbert Gleizes 2 Georg Schrimpf 1\nJacoba van Heemskerck 3 Kurt Schwitters 1\nHjerten-Grunewald 1 Gino Severini 3\nAlexei von Jawlensky 2 Arnold Topp 1\nKandinsky 2 Maria Uhden 1 <\nPaul Klee 1 Nell Walden 1\nOskar Kokoschka 2 William Wauer 6\nOtakar Kubin 1 Marianne von Werefkin 1\nSturm'Aussteliungskataloge\nMit Abbildungen\nAlexander Archipenko Skupina\nMolzahn Gino Severini\nJe 1 Mark\nTour Donas —NellWalden / Franz Marc / lwan Puni\nJe 3 Mark\nErster Deutscher Herbstsalon Der Sturm 1913\nMit 50 Abildungen in Kupfertiefdruck\n6 Mark\n\nKunstdrucKe aus dem Verlag Der Sturm\nAuf Japanpapier\nJeder Kunstdruck 10 Mark\nRudolf Bauer\nSchwarz-Weiss-Komposition 14\nUmberto Boccioni: Abschied / Die Abfahrenden\nDie Zuruckbleibenden\nCampendonk: Zeichnung\nMarc Chagall: Interieur / Der Jude / Der Geigen-\nspieler/ Die Schwangere / Essender Bauer/Madchen\nRobert Delaunay: Der Turm\nLyonel Feininger: Klein Schmidthausen\nMark Wippach II\nJacoba van Heemskerck: Baum / Landschaft\nKandinsky: Zwei Zeichnungen\nPaul Klee: Kriegerischer Stamm\nOskar Kokoschka: Menschenkopfe: 1 Adolf\nLoos / 2 Herwarth Walden / 3 Karl Kraus\n4Richard Dehmel/5 Paul Scheerbart/6 YvetteGuilbert\nOskar Kokoschka: Tierbilder\nFernand Leger: Akt\nFranz Marc: Katzen\nJohannes Molzahn: Zeichnung\nGino Severini: Tango argentino\nWilliam Wauer: Sehnsucht / Tanz\nFarbige KunstdrucKe\nJedes Blatt 15 Mark\nAlexander Archipenko: Aquarell\nWilli Baumeister: Grosse und kleine Figur\nMarc Chagall: Interieur / Aquarell\nMarc Chagall: Kutscher / Aquarell\nMarc Chagall: Akt / Aquarell\nAlbert Gleizes: Gemalde\nReinhard Goering: Aquarell\nJacoba van Heemskerck: Landschaft / Gemalde\nKandinsky: Aquarell 2 / Aquarell 6\nPaul Klee: Spiel der Krafte einer Landschaft\nFernand L£ger: Kontrast der Formen / Gemalde\nFranz Marc: Pferde / Aquarell\nJean Metzinger: Landschaft / Gemalde\nMarcoussis: Stilleben\nNell Walden: Todfruhling\n\nSturm^Buchhandlung\nBerlin W 9 / Potsdamer Strassc 138 a\nFernruf Amt Liitzow 4443\nExpressionistische Kunst und Dichtung\nAuslandische Biicher\nVerkauf guter Bucher und Kunstdrucke\n\nVERZEICHNJSSE DES VERLAGS DER STURM KOSTENLOS"}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "202", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19211105-01.1.20", "texte": "Anzeigen werden nicht aufgenommen / Verantwortlich für die Schriftleitung: Lothar Schreyer\nVerlag Der Sturm G. m. b. H. / Berlin W 9 / Druck: Druckerei für Bibliophilen / Berlin NO 18\n\nKUNSTAUSSTELLUNG DER STURM\nBERLIN W 9 / POTSDAMER STRASSE 134a / AM POTSDAMER PLATZ\nGeoffnet taglich von 10—6 Uhr / Sonntags von 11 —2 Uhr / Monatlicher Wechsel\nHundertzweite Ausstellung\nNovember 1921\nJacoba van Hcemskerck\nGesamtschau des Sturm\nHundertdritte Ausstellung\nDezember 1921\nErich Buchholz\nVersteigerungsausstellung von Werken\n(Bilder und Graphik) der Meister des Staatlichen\nBauhauses / Weimar: Feininger / Itten / Hlee /\nMarchs / Huche / Schlemmer / Schreyer / Der Erlos\nder Werke, Geschenke der Kiinstler, fliesst dem\nStiftungsfonds des Staatlichen Bauhauses zu.\nVersteigerung: Donnetstag, den 15. Dezember,\n10 Uhr vormittags.\nTageskarte 2 Mark\n\nSTIIR M/ARFNDF Jeden ersten und dritten Mittwoch 7 3/< Uhr in der\nU AT\"1 J-J JJj J-> XJ JJj Kunstausstellung Dcr Sturm Potsdamcr Strafie 134a\nStandige Mitwirkende: Rudolf Blumner / Rezitation\nHcrwarth Walden / Musik\nKarten 6 Mark 70 Pfennig an der Abendkasse und im Vorverkauf Sturm-Buchhandlung / Potsdamerstr. 138 a\n\nDcr Sturm / Berlin\nAuswartige Ausstellungen:\nwe* % „•\nNew'York / Paris\n\nDer Sturm ubernimmt die Veranstaltung von\nSturm -Ausstellungen (Gesamtschau und Einzel-\nausstellungen) in alien St3dten und Landern.\nDer Sturm vermittelt nur den Verkauf von\nWerken der Kiinstler, die er durch eigene Aus-\nstellungen anerkennt.\n\nStandige Verkaufsstelle fur Graphik\nVcrlag Der Sturm G. m. b. H.\nPotsdamer Strafie 134 a / Gartenhaus rechts II\n\nNeuanzeigen Der Sturm\nSturm'Bilderbucher\nV. Maler des Expressionismus\n15 Farbdrucke: Kandinsky / Chagall usw.\n100 Mark\nFarbige Kunstdrucke\nLouis Marcoussis: Aquarell\n15 Mark\n■i\nKurt Schwitters: Merzzeichnung ra\n15 Mark\nRudolf Bltimner\nDer Geist des Kubismus und die Kiinste\nMit Abbildungen\n20 Mark"}]}