{"numero_id": "bm-bmtnabg-1923-01-01", "volume": "bmtnabg_1923-01_01", "ocr_sha256": "5eb21d29cd2839df67578cfe113852d0bb0e79db92c08acb4f0fc767b0a36387", "source_tei": "https://github.com/Princeton-CDH/bluemountain-transcriptions/blob/main/periodicals/bmtnabg/issues/1923/01_01/bmtnabg_1923-01_01.tei.xml", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabg/issues/1923/01_01/bmtnabg_1923-01_01.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabg-1923-01-01-c001", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-01_01#c001", "volume": "bmtnabg_1923-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "couv. 1", "page_fin": "couv. 1", "image_debut": 1, "image_fin": 1, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.2.1", "titre_corps": "Moholy-Nagy: Linoleumschnitt – Vom Stock gedruckt", "titre_sommaire": "Moholy-Nagy: Linoleumschnitt – Vom Stock gedruckt", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.1", "debut_caractere": 105, "fin_caractere_exclue": 154, "texte": "Moholy-Nagy: Linoleumschnitt - Vom Stock gedruckt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1923-01-01-c002", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-01_01#c002", "volume": "bmtnabg_1923-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "1", "page_fin": "14", "image_debut": 3, "image_fin": 16, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.2.2", "titre_corps": "Die Insel : Tragödie", "titre_sommaire": "Die Insel : Tragödie", "signature_source": "Herwarth Walden", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.3", "debut_caractere": 56, "fin_caractere_exclue": 1803, "texte": "Die Insel\nTragödie\nHerwarth Walden\n\nDer König\nDie Prinzessin\nDer Fürst\nDer Adjutant\nDie Hofdame\nDer Kammerdiener\nDer Professor\nDer andere Professor\nDie Prinzessin\nWann lachen die Blumen\nDer König -\nDu musst mich denken lassen\nDie Prinzessin\nSchick doch die Hofdame fort. Niehl ein-\nmal das kann man erreichen, wenn der\nVater König ist\nDer König\nIch habe schwere Sorgen\nDie Prinzessin\nWarum die Blumen nicht lachen\nDer König\nDu trittst nun in ein Alter mein Kind, in\ndem Du dem Staatswohl dienen musst\nDie Prinzessin\nSieh nur, diese Rose hat eine Träne auf ihrer\nWange\nDer König\nDas Staatswohl fordert Deinen Verzicht auf\ndie Jugend\nDie Prinzessin\nIch habe wirklich keine Zeit, Vater\n*\nDer Adjutant\nMajestät haben den Professor Vogel befohlen\nDer König\nIch habe eigentlich keine Zeit\nDie Prinzessin\nLeute aus dem Volk sind so komisch. Lass\nihn kommen\nDer König\nWas wollte ich von dem Mann\nDer Adjutant\nMajestät wollten geruhen, dem Künstler zu\neinem Kniestück zu sitzen\nDie Prinzessin\nKünstler sind sehr komisch. Warum werden\ndie Bilder immer nur bis zu den Knieen\ngemalt, Graf\nDer Adjutant\nDas ist die Eigenart der Künstler, König-\nliche Hoheit\nDi r König\nDer Mann muss sich aber sehr beeilen\nDer Adjutant\nIch werde mein möglichstes tun, Majestät\nDie Prinzessin\nIch möchte auch wieder gemalt werden\nDer König\n/\nWir werden mehrere Maler hinzuziehen.\nEs soll ein schönes Bild im Brautkleid\nwerden\nDie Prinzessin\nIch will nicht heiraten\nDer König\nDer llausminister wird Dir die Gründe\nauseinandersetzen, die sich aus den Inter-\nessen unseres Hauses ergeben\nDie Prinzessin\nMit dem Minister spreche ich nicht. Der\nist zu langweilig\nDer König\nDer Minister hat ein grosses Interesse an\nunserm Haus\nDie Prinzessin\nEr ist höchst uninteressant, der Minister"}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.4", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2164, "texte": "Der Adjutant\nMajestät haben Herrn Professor Vogel be-\nfohlen\nDer König\nSie wollen mich malen, Herr Professor\nDer Professer\nMajestät, die hohe Ehre, die mir die Gnade\nDer König\nWie wollen Sie mich auffassen\nDer Professor\nIch dachte mir Majestät als König auf dem\nThron, im Hintergrund das Volk\nDie Prinzessin\nWird es ein Kniestück\nDer Professor\nWie Majestät befehlen\nDie Prinzessin\nKönnten Sie den König nicht im Garten\nmalen\nDer Professor\nDie Wurde des erhabenen Gegenstandes\nDer Adjutant\nGegenstand ist ein künstlerischer Fachaus-\ndruck, Majestät\nDer Professor\nIch bitte um Verzeihung Majestät. Wir\nKünstler\nDie Prinzessin\nPacken Sie doch Ihre Farben aus\nDer Professor\nIch bin nicht darauf vorbereitet. Mein Diener\nDer König\nSie malen das ganze Bild selbst\nDer Adjutant\nWenn Majestät Tag und Stunde befehlen\nwollen\n\\\nDie Prinzessin\nKönnen Sie Blumen malen\nDer Professor\nWenn Königliche Hoheit mir die Ehre\neiniger Sitzungen geben\nDer König\nEin vollendeter Hofmann dieser Professor\nDie Prinzessin *\nDer Affe\nDer König\nIrene\n,? . :\nDer Professor\nKönigliche Hoheit scherzen *\nDer König\nAlso morgen\nDer Adjutant\nMajestät Herr Professor Fürst ist befohlen\nDer König\nWas wollte ich von dem schon wieder\nDer Adjutant\nDer berühmte Forscher hat eine Insel ent-\ndeckt\nDer König\nEr soll sich aber beeilen\nDie Prinzessin\nKünstler sind Lügner\nDer König\nWie kannst Du so verletzen\nDie Prinzessin\nEin Mann ist schnell zu heilen\nDer andere Professor\nMajestät. Königliche Hoheit. Durch Gottes\nBeistand ist es mir vergönnt, den Besitz-\nstand unseres erhabenen Herrschers und\nunseres mächtigen Reiches zu mehren\nDer König\nSie werden meinen königlichen Dank emp-\nfangen\nDer andere Professor\nDarf ich Majestät um die Ehre bitten, be-\nfehlen zu wollen, dass diese Insel im fernen\nOzean Irenes Land genannt wird\nDie. Prinzessin\nWas soll mir die Insel\nDer andere Professor\nEine Insel zu besitzen\nDer König\nIhr Wunsch ist gewährt\nDie Prinzessin\nIch aber will auf dieser Insel regieren\nDer andere Professor\nSie ist ganz öde, Königliche Hoheit\nDer König\nWir werden Sie bald bei uns sehen\nDer andere Professor\nDarf ich die näheren Einzelheiten melden\nDer König\nDie Staatsgeschäfte rufen mich"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "3", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2408, "texte": "Die Prinzessin\nErzählen Sie mir von meiner Insel\nDer andere Professor\nWenn Königliche Hoheit befehlen\nDer König\nGräfin, die Prinzessin wünscht einen Vor-\ntrag des Professors\nDie Hofdame\nDas wird interessant\nDer König\nIch wünsche viel Vergnügen. Kommen Sie\nGraf\n\\\nDie Prinzessin\nErzählen Sie\nDer andere Professor\nVielleicht werden Königliche Hoheit ent-\ntäuscht sein. Soll ich mit den wissenschaft-\nlichen Vorbereitungen beginnen\nDie Prinzessin\nLassen wir die Wissenschaft. Erzählen Sie\ngleich von meiner Insel. Sie soll Irenes\nLand heissen, Grätin\nDie Hofdame\nDie Insel wird diesen Namen hoffentlich\nstets mit Ehren tragen\nDie Prinzessin\nWohnen Menschen auf der Insel\nDer andere Professor\nWir fanden nur ein paar Eingeborene\nDie Hofdame\nHaben Sie sie mitgebracht Herr Professor\nDie Prinzessin\nGibt es schöne Blumen auf meiner Insel\nDer andere Professor\nDort blühen seltene Blumen. Und wenn\ndie Sonne in vollem Glanz auf sie scheint,\nglaubt man, dass sie lachen\nDie Hofdame\nBlumen können doch nicht aussehen, als\nob sie lachen\nDie Prinzessin\nWann lachen die Blumen\nDer andere Professor\nWenn die Vögel tanzen, Königliche Hoheit\nDie Hofdame\nDas ist aber keine Wissenschaft\nDer andere Professor\nIch sage es aus eigener Wissenschaft\nDie Prinzessin\nEs ist schrecklich heiss Gräfin\nDie Hofdame\nGehen wir hinein\nDie Prinzessin\nBitte liebste Gräfin, lassen Sie mir etwas\nzum Trinken bringen\nDie Hofdame\nAber kein Eisgetränk. Eis ist ungesund\nDie Prinzessin\nUnd bitte liebste Gräfin eine Weltkarte.\nDer Professor soll mir Irenes Land zeigen\nDie Hofdame\nWollen wir nicht in die Bibliothek gehen\nDie Prinzessin\nIch tue Ihnen auch einen Gefallen\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit haben zu befehlen\nDie Prinzessin\nSchade, dass Sie Professor geworden sind\nDer andere Professor\nPrinzessin\nDie Prinzessin\nSie sind ein Mensch. Sind Sie ein Mensch\nDer andere Professor\nWas hätte ich werden sollen\nDie Prinzessin\nWarum wollen Sie Ihre Insel Irenes Land\nnennen\nDer andere Professor\nEine Insel ist das Schönste, was wir\nMenschen entdecken können\nDie Prinzessin\nEine Insel, auf der die Blumen tanzen und\ndie Vögel lachen\nDer andere Professor\nAber leider, Prinzessinnen brauchen Staat\n<•\nDie Prinzessin\nDer Staat gehört dem König\nDer andere Professor\nViele sagen, dass der König dem Staate gehört\nDie Prinzessin\nAuch die Prinzessinnen\nDer andere Professor\nIrenes Land ist öde, Königliche Hoheit\nDie Prinzessin\nWenn ich dort wohnen würde"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "4", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2389, "texte": "Der andere Professor\nEs würde hier sehr öde werden\nDie Prinzessin\nKommen Sie mit Professor\nDer andere Professor\nIch darf nicht Königliche Hoheit\nDie Prinzessin\nSie dürfen nicht. Gehören Sie auch dem\nStaate\nDer andere Professor\nIch muss entdecken\nDie Prinzessin\nSie haben doch Irenes Land gefunden\nDer andere Professor\nInseln für andere Menschen\nDie Prinzessin\nWarum suchen Sie nicht Ihre Insel\nDer andere Professor\nIhr Lächeln spielt zum Gesang der Blumen\nund zum Getanz der Vögel\nDie Prinzessin\nDas haben Sie aber entdeckt\nDer andere Professor\nFür andere Menschen\nDie Prinzessin\nSpielen Sie doch in meinem Lächeln\nDer andere Professor\nIch muss Land herbeischaffen\nDie Prinzessin\nEs gibt soviel Länder\nDer andere Professor\nUnd so viele Menschen\nDie Prinzessin\nUnd es gibt soviel Prinzessinnen\nDer andere Professor\nKeine Prinzessin besitzt eine Insel\nDie Prinzessin\nAuch ich nicht\nDer andere Professor\nIch habe sie Ihnen geschenkt, Prinzessin\nDie Prinzessin\nSie haben Sie dem König geschenkt\nDer andere Professor\nPrinzessin\nDie Prinzessin\nDoch haben Sie mich nie gesehn\nDer andere Professor\nIch trage Ihr Bild in mir\nDie Prinzessin\nDie Maler sind Lügner\nDer andere Professor\nIn mir trug ich Ihr Bild, Prinzessin\nDie Prinzessin\nWarum schenken Sie mir die Insel\nDer andere Professor\nSie sind verloren in den grossen Ländern,\nwo es die vielen Menschen gibt\nDie Prinzessin\nSind Sie ein Mensch über den Menschen\nDer andere Professor\nMich treibt es in das Unbekannte. In das\nUngenannte. Was ich kenne, nenne ich.\nNie habe ich ein Stück Erde nach einer\nFrau genannt.\nDie Prinzessin\nAuf meiner Insel werden alle stranden\nDer andere Professor\nSchön ist es zu ruhn, wenn die Blumen\nlächeln\nDie Prinzessin\nJeden Morgen haben alle meine Blumen\neinen Silbertropfen\nDer andere Professor\nWeinen Sie nicht Prinzessin. Glauben Sie.\nWollen Sie. Und ich zeige Ihnen das Land,\ndas in den Wassern ruht\nDie Prinzessin\nHelfen Sie mir. Ich versinke\nDer andere Professor\nIch schenke Ihnen Irenes Land. Ich zeige\nIhnen die Insel\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit entschuldigen. Niemand\nfand die Karte. Ich musste sie selbst holen.\nHier Herr Professor. Nun zeigen Sie uns\ndie Insel\nDer andere Professor\nDie Karte ist zu klein im Masstab. Es tut\nmir sehr leid, dass Sie sich bemüht haben\nDie Prinzessin\nIch kann mir nach Ihrer Beschreibung\nschon ein Bild machen\nDie Hofdame\nSchade, dass Sie die Karte nicht bei sich\ntragen"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "6", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.8", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2445, "texte": "Der andere Professor\nIch trage das Bild in mir\nDie Hofdame\nDas kann man aber nicht sehen\nDer andere Professor\nIMan muss nur wissen, wann die Blumen\nlachen\nDie Hofdame\nSie sind nicht so ernsthaft wie die anderen\nForscher\nDie Prinzessin\nUnd trinken ein Glas Sekt\nDer andere Professor\nAuf Irenes Land\nDie Prinzessin\nUnd auf den Entdecker. Geben Sie mir\nIhr Glas\nSie wirft beide Gläser zu Boden\nDie Hofdame\nWas tun Königliche Hoheit\nDie Prinzessin\nNiemand darf aus diesen Gläsern mehr\ntrinken\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit sind recht unbeherrscht\nDie Prinzessin\nBin ich Herrscherin\nDer andere Professor\nDie Scherben glitzern auf den Blumen\n*\nDie Prinzessin\nIch habe meine Tränen erschlagen\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit wollen jetzt hineingehen\nDie Prinzessin\nDa Gräfin befehlen\n* .. /\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit haben zu befehlen\nDie Prinzessin\nSo habe i c h zu befehlen, Wiedersehn,\nProfessor, in Irenes Land\nDer Professor steckt eine Scherbe zu sich\nDer Kammerdiener\nDarf ich behilflich sein\nDer andere Professor\nAuch Scherben zerspringen\nDer Professor\nVerzeihung. Vogel. Professor Vogel. Hofmaler\nDer andere Professor\nFürst\nDer Professor\nDurchlaucht hatten die Gnade einer längeren\nUnterredung mit Königlicher Hoheit\nDer andere Professor\nProfessor Fürst\nDer Professor\nVerzeihung. Vielleicht Kollege\nDer andere Professor\nIch bin Forscher\nDer Professor\nHoch erfreut, eine interessante Bekanntschaft\nzu machen. Kunst und Wissenschaft müssen\nzusammen halten\nDer andere Professor\nIch habe leider wenig Beziehung\nDer Professor\nWollen Sie nicht einmal meine Werkstatt\nansehen. Ich porträtiere alle berühmten\nPersönlichkeiten. Nielleicht würden auch\nSie mir einmal sitzen\nDer andere Professor\nIch bin nicht berühmt\nDer Professor\nSie unterschätzen sich. Wem die Sonne\nder Gnade ihrer Königlichen Hoheit leuchtet\n4\n4\nDer andere Professor\nSie überschätzen mich\nDer Professor\nKönigliche Hoheit hatten die Gnade, bei\nmir ein Blumenstück zu bestellen. Ich male\naber nur Kniestücke. Sie wirken vornehm.\nBeine und Füsse haben immer einen sinn-\nlichen Nebengeschmack\nDer andere Professor\nSie malen unsinnlich\nDer Professor\nSinnlichkeit ist höheren Ortes nicht beliebt.\nSelbstverständlich habe ich persönlich\nnichts dagegen einzuwenden\nDer andere Professor\nIch verstehe wirklich nicht\nDer Professor\nAuch Kunst ist Wissenschaft. Wenn ich\nein Porträt male, muss ich mir über den\nCharakter der Persönlichkeit klar sein. Sie\nwerden deshalb meine Frage richtig auf-"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "7", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.9", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2499, "texte": "fassen, wenn ich mir eine Frage erlaube.\nWarum haben Königliche Hoheit die beiden\nSektkelche auf den Boden geworfen\nDer andere Professor\nSie überschätzen mich wirklich. Ich habe\nnicht den geringsten Einfluss auf die Ent-\nschliessungen der Prinzessin. Wenn die\nPrinzessin nicht gemalt werden will\nDer Professor\nKönigliche Hoheit entschliessen sich von\nFall zu Fall\nDer andere Professor\nIch trage meine Bilder stets bei mir\nDer Professor\nIch habe gleich gefühlt, dass Sie ein beson-\nderes Interesse für die edle Kunst der Ma-\nlerei hegen. Und meine Frage wollen Sie\nnicht beantworten\nDer andere Professor\nDie Prinzessin wurde schlechter Laune.\nVielleicht gefiel ihr mein Vortrag nicht\nDer Professor\nSehr eigenartig. Wir Künstler pflegen die\nGläser zu zerbrechen, wenn wir in guter\nLaune sind. Sie lieber Freund\nDer Kammerdiener\n%\nHerr Professor\nDer Professor\nSammeln Sie mir die Scherben auf\nDer Kammerdiener\nAlle Scherben, Herr Professor\nDer Professor\nSelbstverständlich. Scherben bringen Glück,\nsagt das Volk, auf das ich sonst nicht viel\ngebe\nDer Kammerdiener\nSie wollen sich wohl die Scherben unter\nGlas stellen Herr Professor\nDer Professor\nNoch eine Frage Herr Professor. Was ha-\nben Sie eigentlich entdeckt\nDer andere Professor\nEin Herz\nDer Professor\nSie scherzen\nDer andere Professor\nEine Insel\nDer Professor\nSie pflegen Insel Herz zu nennen\nDer andere Professor\nEine Insel Ist so einsam, wie es nur ein\nHerz sein kann\nDer Professor\nEinsamkeit kann ich nicht vertragen. Wir\nKünstler brauchen Menschen\nDer andere Professor\nUnd Prinzessinnen\nDer Professor\nDie vor allem. Vor der Kunst öffnen sich\nalle Herzen\nDer andere Professor\nDas ist sehr scherzhaft\nDer Professor\nDas ist Erfahrung\nDer Kammerdiener\nHier sind die Scherben Herr Professor. Aber\nschneiden Sie sich nicht\nEmpfangssaal der Prinzessin\nDie Prinzessin\nIch verreise\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit dürfen nicht verkennen,\ndass mein Amt mir Pflichten auferlegt\nDie Prinzessin\nIch werde so viel Sektkelche zerwerfen, wie\nes mir Freude macht\nDie Hofdame\nWenn Königliche Hoheit dazu in den Ge-\nmächern Neigung empfindet, so dürfte es\nins Belieben gestellt werden\nDie Prinzessin\nSie sind langweilig, Gräfin\nDie Hofdame\nIch bedaure, dass meine Gesellschaft nicht\nbefriedigt. Ich tue meine Pflicht\nDie Prinzessin\nIch verreise\nDie Hofdame\nMajestät wird wohl nichts einzuwenden\nhaben. Wohin will Königliche Hoheit fahren\nDie Prinzessin\nAuf meine Insel\nDie Hofdame\nWelche Insel\nDie Prinzessin\nNach Irenes Land, das mir der Professor\ngeschenkt hat"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "8", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2266, "texte": "Die Hofdame\nGeschenkt dürfte nicht der richtige Aus-\ndruck sein\nDie Prinzessin\nWie nennen Sie es, wenn man Ihnen etwas\nschenkt\nDie Hofdame\nAlles gehört des Königs Majestät\nDie Prinzessin\nAuch was nicht entdeckt ist\nDie Hofdame\nJede Entdeckung geschieht im Namen des\nKönigs\nDie Prinzessin\nSie sind langweilig, Gräfin\nDie Hofdame\n♦\nKönigliche Hoheit geruhten, mir heute be-\nreits mehrmals diesen Vorwurf zu machen\nDie Prinzessin\nMit Höflichkeit verschlechtern Sie meine\nLaune\nDie Hofdame\nDie Höflichkeit ist die Tugend der Könige\nDie Prinzessin\nSind Sie König\nDer Kammerdiener öffnet die Tür\nDes Königs Majestät\nDer König\nBleiben Sie, liebste Gräfin. Ich habe ein\nernstes Wort mit Dir zu sprechen mein Kind\nDie Prinzessin\nIch habe den Affen nicht ernst genommen\nDer König\nDer Einfluss der Umgebung\nDie Hofdame\nIch gebe mir die grösste Mühe Majestät\nDie Prinzessin\nDie Gräfin tut ihre Pflicht, Vater\nDer König\nWir haben Dir einen Gatten bestimmt\nDie Prinzessin\nDoch nicht den Affen\nDer König\nDu machst mich ernstlich böse. Das Staats-\nwohl fordert, dass Du Dich dem Fürsten\nvon Inselland vermählst\nDie Prinzessin\nIch kenne ihn nicht\nDer König\nAuch mich hat die selige Königin, Deine\nMutter, nicht gekannt, als mir das Staats-\nwohl sie zuführte\nDie Prinzessin\nWarum soll ich mich opfern\nDer König\nKönige dienen\nDie Prinzessin\nIch bin nicht König\nDer König\nBlut bist Du meines Blutes\nDie Prinzessin\nNicht aber seines Blutes. Ich kenne den\nFürsten nicht. Warum begehrt er mich\nDer König\nDas Staatswohl braucht sein Land. Es liegt\nwie eine Insel mitten in unserm Reich. Es\nhindert uns in jeder natürlichen Bewegung.\nOder wir müssen sie mit hohen Ausgaben\nerkaufen\nDie Prinzessin\nZahlt er mit seinem Inselland für mich\nDer König\nEr wird durch Dich mein Sohn, den Gott\nmir versagte. Und Du die Königin, gefeiert\nvon der Liebe des dankbaren Volkes\nDie Prinzessin\nLiebe die ich bezahle\nDer König\nJede Liebe wird bezahlt\nDie Prinzessin\nLiebe schenkt\nDer König\nDer Fürst wird Dich königlich beschenken\nDie Prinzessin\nEr mag mir sein Inselland schenken, wenn\ner mich liebt\nDer König\nDeshalb sollst Du ihn heiraten\nDie Prinzessin\nEr fordert, da er gibt\nDer König\nNichts ist umsonst auf der Erde Kind\nDie Prinzessin\nIch brauche seine Insel nicht\nDer König\nDas Staatswohl braucht sie"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "10", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.12", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2366, "texte": "Die Prinzessin\nSo mag das Staatswohl ihn heiraten\nDer König\nWir scherzen nicht\nDie Prinzessin\nMit meinem Blute soll ich scherzen lassen\nDer König\nDie Liebe ergibt sich von selbst\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit fassen alles zu einfach.\nEs handelt sich um geistige Dinge\nDie Prinzessin\nSie sind so geistreich Gräfin, nehmen Sie\nmir den Fürsten ab\nDer König\nUnd wenn Dir das Staatswohl gleich ist,\nso hast Du dem Vater zu gehorchen, wie\njedes Kind. Ich habe nicht zu fragen. Zu\nbefehlen bin ich da. Der Fürst wartet\nDie Prinzessin\nVater, gib mich frei\nDer König\nIch sorge für Dein Glück\nDie Prinzessin\nKennst Du mein Glück\nDer König\nDu wirst es kennen lernen\nDie Prinzessin\nGibt es keinen Ausweg\nDer König\nVerschlossen liegt das Land in unserm Reich\nDie Prinzessin\n0 meine Insel\nDer König\nSei vernünftig Kind. Vernunft regiert die Welt\nDie Prinzessin\nLässt Du Dich nicht erbitten\nDer König\nWir lassen Seine Hoheit bitten, Gräfin\nDie Prinzessin\nEr soll es teuer zahlen\nDer Fürst\nDas tiefe Dankgefühl für Euer Majestät, die\ntiefste Ehrfurcht für Eure Königliche Hoheit\nDer König\nPrinzessin Irene meine Tochter ist von den\nWünschen und Gefühlen Euer Hoheit unter-\nrichtet\nDer Fürst\nLang trage ich in mir das Bild Euer König-\nlichen Hoheit. Es ist ein Schatten vor dem\nGlanz der Wirklichkeit\nDie Prinzessin\nGeben Sie sich keine Mühe Hoheit, aljes\nist vereinbart\nDer König\nNoch ist die Prinzessin überrascht von\ndieser Wandlung in ihrem Leben. Vergiss\nnicht Irene, was Du Gott, dem Staate, dem\nVater und Seiner Hoheit schuldig bist\nDie Prinzessin\nWas bin ich Ihnen schuldig Hoheit\nDer Fürst\nNur ich steh tief in Euer Schönheit Schuld\nDie Prinzessin\nSie schenken mir eine Insel, sagt man mir\nDer Fürst\nMeine Insel ist ein schmales Land, das sich\nzum Reich durch Ihre Huld erweitert\nDie Prinzessin\n#\nUnd deshalb soll ich Ihnen übergeben werden\nDer Fürst\nIch werbe nicht um das Reich. Ich werbe\nauf meinen Knien\nDie Prinzessin\nUnd wenn ich mich weigere\nDer Fürst\nIch liege auf den Knien\nDie Prinzessin\nWerden Sie mir auch dann Ihre Insel schenken\nDer Fürst\nWenn es das Gesetz gestatten würde. Ich\nbin dem Gesetze Untertan\nDie Prinzessin\nUnd ich muss es Ihnen sein\nDer Fürst\nWäre ich frei. Auf eine einsame Insel\nwürde ich mit Ihnen flüchten\nDie Prinzessin\nSie lieben mich\nDer Fürst\nIch knie zu Ihren Füssen\nDie Prinzessin\nUnd wenn ich nicht Prinzessin wäre\nDer Fürst\nSie sind es"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "12", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.14", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2245, "texte": "Die Prinzessin\nAnders können Sie es sich nicht denken\nDer Fürst\nMan kann nicht denken, was nicht ist\nDie Prinzessin\nMuss man denken\nDer Fürst\nDenken ist Vernunft\nDie Prinzessin\nSie sollten zum Theater gehen Hoheit\nDer Fürst\nIch verachte das Spiel\nDie Prinzessin\nSie spielen den Liebhaber ganz vorzüglich\nDer Fürst\nWarum glauben Königliche Hoheit meinen\nWorten nicht\nDie Prinzessin\nWeil Ihre Insel auf dem Lande liegt\nDer Fürst\nMein Land ist reich\nDie Prinzessin\nMeine Insel ist öde\nDer Fürst\nIhre Insel, Königliche Hoheit\nDie Prinzessin\nIch habe eine Insel. Seit heute\nDer Fürst\nSie werden an meine Liebe glauben lernen\nKönigliche Hoheit\nDie Prinzessin\nSie zahlen jeden Preis für Ihre Liebe\nDer Fürst\nJeden, bei Gott, soweit es das Gesetz gestattet\nDie Prinzessin\nHören Sie Hoheit. Denken wir vernünftig.\nDie Heirat wird uns aufgezwungen. Ihr\nLand will mein Reich werden. Sie sollen\nKönig heissen. Ich habe nichts. Ich muss\nmich fügen. Doch hören Sie. Nie dürfen\nSie mich berühren, eh ich Ihrer Liebe\nmeinen Glauben schenke\n# '\nDer Fürst\nSie fordern viel Königliche Hoheit. Ich bin\nein Mann.\nDie Prinzessin\nUnd ich habe Ihr Manneswort\nDer Fürst\nSie werden mich bald lieben lernen\nDie Prinzessin\nAlles ist vernünftig. Kann man auch das\nLieben lernen\nDer Fürst\nEs ist vernünftig zu lieben und das Lieben\nnicht zu lassen\nDie Prinzessin\nIch gedenke zunächst zu verreisen\nDer Fürst\nWollen Königliche Hoheit nicht mein Land\nkennen lernen\nDie Prinzessin\nIch fahre auf meine Insel\nDer Fürst\nWo liegt sie Königliche Hoheit\nDie Prinzessin\nWeit einsam im Meer\nDie Hofdame\nDarf ich als erste meine herzlichsten Glück-\nwünsche aussprechen\nDie Prinzessin\nSie werden mich auch weiter bewachen,\nGräfin\n9\nDer Fürst\nWollen Königliche Hoheit mir gestatten,\nMajestät zum Zeugen meines Glückes anzu-\nrufen\nDer Kammerdiener\nHerr Professor Vogel bittet um die Ehre,\nvon der Gräfin empfangen zu werden\nDie Prinzessin\nKann ich Sie auch allein lassen\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit scherzen immer\nDer Fürst\nWas ist das für ein Mensch\nDie Hofdame\nDer Hofmaler Seiner Majestät\nDie Prinzessin\nGehen wir zum König\nDer Kammerdiener\nDarf ich den Herrn Professor hereinführen\nDie Gräfin\nLassen Sie den Herrn hier warten\nDer Kammerdiener\nKommen Sie herein. Die Gräfin empfängt Sie"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "13", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.15", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2475, "texte": "Der Professor\nIst Königliche Hoheit in der Nähe\nDer Kammerdiener\nHaben Herr Professor die Scherben heil nach\nHaus gebracht\nDer Professor\nSie stehen unter Glas\nDer Kammerdiener\nDie Gräfin lässt immer warten\nDer Professor\nMan muss warten können. Ich kann warten\nDer Professor steht still an der Tür. Plötz-\nlich stürzt er an den Tisch und steckt ein\nTaschentuch ein\nDie Gräfin\nSie warten doch nicht lange Herr Professor\nDer Professor\nDie Ehre, Gräfin, von Ihnen empfangen zu\nwerden\nDie Hofdame\nWas wünschen Sie Herr Professor\nDer Professor\nSchon lange gehört es zu meinen geheimsten\nWünschen, Sie Gräfin im Bilde festzuhalten\nDie Hofdame\nSie sind sehr gütig Herr Professor\nDer Professor\nIch werde Sie nicht sehr quälen. Ich habe\nmir gedacht, Sie rein menschlich aufzu-\nfassen. Wenn Sie mir gütigst ein geeignetes\nKleid überlassen wollen, das ich mir in\ndie richtige Stellung bringe, könnte ich\nIhnen einige Sitzungen ersparen\nDie Hofdame\nWelche Farbe würde Ihnen am besten passen\nHerr Professor\nDer Professor\nMan dürfte einen gedämpften Ton wählen.\nDas sieht immer vornehm und charakte-\nristisch aus\nDie Hofdame\nMalen Sie gern mit Schmuck\nDer Professor\nSchmuck gibt Lichter\nDie Hofdame\nUnd an welchen Hintergrund haben Sie\ngedacht\nDer Professor\nIch dachte mir eine schöne Landschaft.\nOder falls Sie die Meeresküste vorziehen\nDie Hofdame\nIch liebe das Meer sehr. Könnten Sie viel-\nleicht eine Insel anbringen\nDer Professor\nEine sehr sinnige Aufmerksamkeit für Kö-\nnigliche Hoheit\nDie Hofdame\nKünstler verstehen die feinsten Regungen.\nIch würde das Bild Ihrer Königlichen Hoheit\nzur Vermählung schenken» Woher wissen\nSie schon von Irenes Land\nDer Professor\nHerr Professor Fürst gehört zu meinen\nbesten Freunden. Wir haben voreinander\nkeine Geheimnisse\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit war ungnädig zu Ihnen\nDer Professor\nKönigliche Hoheit schätzen meine Kunst nicht\nDie Hofdame\nWenn Sie mein Bild fertig haben, dürfte\nKönigliche Hoheit überzeugt sein\nDer Professor\nIch bin stolz, Ihr Bild der Nachwelt über-\nliefern zu können\nDie Hofdame\nIch fördere gern die Kunst. Königliche\nHoheit muss Ihnen sitzen\nDer Professor\nEs würde mir zwar eine gewisse Hemmung\nbereiten, aber Ihren Befehlen Gräfin ge-\nhorche ich\nDie Hofdame\nMeinen Wünschen wird sich Königliche\nHoheit nicht widersetzen\nDer Professor\nDarf ich das Kleid gleich mitnehmen\nDie Hofdame\nSie sollen mit Ihrem Künstlerauge wählen\nhelfen\nDer Professor\nSie sind so geschmackvoll Gräfin\nDie Prinzessin\nProfessor Fürst ist bei Ihn6n"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "14", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.16", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 418, "texte": "Die Hofdame\nIch habe ein Bild mit Herrn Professor Vogel\nbesprochen\nDie Prinzessin\nIch sah ihn durch den Garten gehen\nDer Professor\nKönigliche Hoheit\nDie Prinzessin\nLaufen Sie, holen Sie ihn mir herauf. Oder\nkönnen Sie nicht laufen\nDer Professor\nDie Gnade, die mir Königliche Hoheit erweist\nDie Prinzessin\nSie können nicht laufen. Sie können nur\nkriechen. 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[n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.2.4", "titre_corps": "Bergbeichte", "titre_sommaire": "Bergbeichte", "signature_source": "Kurt Heynicke", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 17, "page_imprimee": "15", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.17", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 4103, "texte": "Bergbeichte\nKurt Heynicke\nEin Abend wie geronnenes Blut. Hinter\nden Dächern wartet die Mitternacht. Die\nDome klingen in der Stadt.\nIch warte seit einer Stunde, dass Maria\nkommen soll. Aber ich fühle: Wenn ich\nsie auf den Stiegen hören werde, werde ich\nzittern und kalt sein. Ich weiss nicht,\nwarum das sein wird. Denn ich glaube,\ndass Maria mich liebt. Aber immer weht\nein Schleier zwischen uns. Ich kenne nichts,\nwas Glück zu heissen verdiente von jenem,\ndas vom Weibe kommt. Die Sehnsucht\nnach der Geliebten? Die Umarmung mit\nihr? Manchmal ertappe ich meine Gedanken\nauf irgend einem fremden Pfade, wenn sich\nihre Lippen an meine heben. Und oft\nglaube ich, es ist einerlei, die Geliebte oder\nirgend eine Dirne an der Seite zu haben.\nUnd ewig ist der letzte Becher allen Weib-\ngenusses bitter bis zur Neige.\nMit der Nacht, die langsam und träge zu\nBett steigt, kommt Maria. Sie ist wie immer\nschön und meine Augen feiern Feste, sie\nzu sehen. Ich glaube die Kälte, vor der\nich mich fürchte, nicht zu fühlen und spüre\nunnennbares Wohlbehagen, da ich sie küssen\ndarf. Maria ist gut und ich habe sicher\nnoch nie ein Weib so geliebt. Nur dass\nsie zu den Mönchen geht, um in schwülen\nNachmittagen unsere Liebe zu zerbeichten,\nist mir fern an ihr. Ich könnte den Menschen\ntöten, welcher lächelnden Blicks an ihrem\nMunde hängt — vorhangverdeckt — wenn\nsie weint.\nAls ich ihr das sage, meint sie stillen Auges,\nich sei eifersüchtig, nimmt meine Unrast in\ndie Hände und streichelt sie zur Buhe.\nAber mir ist wieder dies unnennbar Ferne\nin der Seele. Dann bin ich gross und\nweitab von allem Menschlichen. Und plötz-\nlich weiss ich, dass ich Maria morgen be-\nlauschen werde, wenn sie zur Beichte geht.\nIch glaube nicht, dass ich einen schmäh-\nlichen Gang tun will. Becht und Unrecht\nsind mir Dinge ausserhalb des Kreises\nmeiner Empfindungen.\nIch taste mich hart in die Kissen. Maria\nbirgt den braunen Kopf an mein Herz.\nUnd das beginnt zu schlagen. Schnell, immer\nschneller. Und dennoch, in dem Meere\ngoldener Wolken, da ich bin, immer noch\ndas eine, welches ich schon als halber Jüng-\nling empfand: Wenn sie mir nahe waren\nund nach mir schrieen, waren sie mir am\nfernsten.\nNach Mitternacht geht Maria. Sie hat tiefe\nAugen bekommen. Wir küssen uns zum\nAbschied. Mir steigen Tränen, ohne dass\nich weiss und fühle, warum.\nAls sie davon ist, drücken mich die Mauern.\nDas weite Zimmer ist eng. Ich kleide mich\nan und taste mich hinab auf den steinernen\nStiegen zur Strasse. Vorbei dort unten an\nDirnen, die ihren suchenden Leib zerfrieren\nund an weintollen Männern.\nIch finde mich in den Park, an schluchzen-\nden Brunnen und weissen Standbildern im\nMonde. Ich setze mich auf eine Bank und\ngleite in einen halben Schlaf. Und träume\nzerrissen, umwirrt von den Lauten der Nacht\nund der nahen Stadt. Dome und hohe\nSäulen. Priester im roten Ornat. Mönche\nund bunte Fenster mit heiligen Bildern.\nDazwischen ein brauner Frauenkopf. Maria!\nIch erwache, habe klares Erinnern in mir\nund gehe.\nIn einem Laden der erwachenden Stadt\nkaufe ich Blumen. Der Diener muss sie\nin das Zimmer stellen. Maria wird sich in\ndem Duft baden am Abend.\nDen ganzen Morgen verbringe ich in Unruhe.\nIch kann nicht essen und nicht schlafen,\nobwohl mein Körper müde ist zum Sterben.\nDie Uhren der Kirchen schwingen Nach-\nmittag. Um diese Stunde pflegt Maria zur\nBeichte zu gehen. Dann gehe ich und fühle,\ndass ich kalt bin, wie der letzte Stein im\nSchatten meines Hauses.\nIn den Dom gehe ich nicht. Ich will mich\nin irgend eine Nische stellen auf der Strasse.\nMir ist es, als ob das Kommende schon ge-\nwesen ist: Sie wird nicht allein kommen!\nMeine Kniee zittern und meine Lunge tobt.\n„Maria\" schreien meine Augen.\nDenn Maria kommt nicht allein aus dem\nTorbogen. Die braune Kutte neben ihr hat\nein Gesicht, zu hassen aus tiefster Seele.\nIch drücke mich tief in die Nische. Der\nMönch ist jung, aber mit Zügen im Antlitz,\ndie erstarren machen. Wenn er zu Maria\nspricht, sind sie weich, voll Ergebenheit\nund Belehrung, in anderen, sich unbeobachtet\nglaubenden Augenblicken sind sie voll\nLüsternheit und Habgier.\nIch folge den beiden. Die Sonne geht heiss"}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "16", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.18", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2361, "texte": "durch die fast leeren Gassen, aber mir ist,\nals schritte ich durch Eis und Schnee.\nDieser Mönch ist kein Priester. Das ist der\nSatan, der meine Seele aus Maria saugen\nwill wie ein Vampyr. Die Mensch gewordene\nböse Tat aus irgend einem Jahrhundert,\nwelche das Kleid des Heiligen anzog, um\ndesto eher zu täuschen.\nIch trage einen Dolch aus venezianischem\nGlase auf der Brust, ein uraltes Erbteil\nmeiner Väter.\nIch schreie — aber man hört mich nicht.\nVielleicht habe ich doch nicht geschrieen.\nIch stürze und rase. Tobe in einen Wirbel\nBlut und Sonne und braune Haare und fühle\nden Dolch in den Händen.\nSteige durch Flammen . und Mauern und\nHimmelsblau. Und vergehe in Stöhnen und\ngraudunklen, wallenden Nebeln. Ich taste\nan meine Finger, die voll Blut sind. Und\ntrage Maria und trage immerzu. Durch\nGassen und Felder und Wälder empor zu\nBergen und Gletschern. Zerreisse Abgründe\nund wate durch Meere.\nAber nach und nach hemmen meine Schritte.\nMein Atem ebbt, die Seele schweigt. Auf\nmeiner Stirn liegen zwei feine Hände. Die\nHände Marias, die lächeln.\nIch taste umher, fühle weisse Kissen und\nsehe Maria neben mir. Ein tiefer Atem\nreisst die Binde: Ich habe geträumt.\nUnd Maria lächelt das Lächeln, welches\nich so liebe: „Ich habe mit mir gesprochen,\nLiebster, während Du schliefest. Ich werde\nwohl nie mehr zur Beichte gehen. Aber\nlehre Du mich glauben an den grossen Gott\nin uns, den wir selber leben ohne Dome\nund Mönche.\" Und Maria geht ein in das\nTor meiner Seele, wie nie ein Weib vordem.\nUnd ich weiss, dass sie eins ist mit mir.\n„Ja\" und ich küsse sie „unser Wollen sind\nPriester und unser Handeln Dome.\"\nWir bleiben die Nacht bis zum Morgen.\nUnd Maria bleibt am Tage. Ja, sie wird\nimmer bleiben.\nDie Stunden lachen und schluchzen. Die\nernsten Dome zerbrechen vor unserem Kuss\num Mitternacht. Unsere Liebe blüht hoch\nüber dem Felde der vielen.\nWenn das verborgene Licht auf die Berg-\nspitzen steigt, schreiten wir bergwärts Hand\nin Hand. Denn Du sollst fröhlich sein,\nMaria, dass unser Kind Lachen werde.\nLachen im Ernst und Ernst im Lachen.\nWir wissen nicht, dass nur eine einzige\nSonne ist. Wir sind stark geworden, weil\nwir den Hammer ertrugen, der uns schlägt\ndie Jahrtausende lang. Auf unserem Wege\nliegen zertrümmerte Götter und tote\nMenschen, brennende Kirchen und Städte\nim Erdbeben.\nWir wissen nichts, Maria.\nWir schreiten.\nUnd lachen unser Kind."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1923-01-01-c008", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-01_01#c008", "volume": "bmtnabg_1923-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "16", "page_fin": "16", "image_debut": 18, "image_fin": 18, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.2.5", "titre_corps": "Entfliegt", "titre_sommaire": "Entfliegt", "signature_source": "Kurt Liebmann", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 18, "page_imprimee": "16", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.18", "debut_caractere": 2658, "fin_caractere_exclue": 3672, "texte": "Entfliegt\nKurt Liebmann\nMüde reicht Flocken Brot. Abendfüsse\nweiche Sandalen unter schneeigem Gewand.\nWolken und Licht tragen Blut aus Fleisch\nund Felsen immer sprudelnd Schalenfülle.\nIch zittere lendenschief auf roter Brücke\nzwischen Traurigsein und Tod. Da wächst\nDein Haar und schöpft aus Tiefen Berge\nWald und Tiefen klopfen goldene Seelen\npochen weben rauschen raunen zaubern\nWald. Mein Lächeln springt. Schiesst Pfeil\nnach rasem Einhorn meines Bluts. Die\nschwarze Sonne Deiner dunklen Stimme\nzwischen den Stämmen des Gesangs behänge\nich mit dem Silber meines Wo-Wohin der\ntiefen Schlucht aller verirrten Seelen und\nblühenden Schlangen. Fühlst Du den Knie-\nfall meines Gebetes, das noch den Atem\nDeines Schrittes segnet buhlend mit mir\nfremden Wesenheiten.\nDie Flamme kriecht. Wirft Zahn. Oh\nsüsses Gift. Gluten donnern recken Härten.\nStrahlen zacken.\nIch senke die Blüten des Vergessens in\nDeine Augen. Der Vogel schreit. 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Narzillier & Co. * Berlin W * Gruncwaldstr. 14/15\nSegriindet 1854 IlOl - Sp€<llt€lir€ S. M. (ICS KtinlgS VOn Spanlen ©egrOndef 1854\nlllliliHIIII)IIIIIIIIHilllllllllIllll!lllilllltlllllllllllllllll)!lliUlijU!lllllll1Hltlllllilll11llilll|llllillll!llliillIllll|lilllllillilllllllUIIII!lllll!lli\nSpedition und Mobeltransporte, Verpackung und Lagerung\nvon Gemalden und Kunstgegenstanden jeder ArtLieferung\nund Empfang nach und von alien Kunstausstellungen des\nIn* und Auslandes Transportversicherungen jeder Art.\n!!!IIHiiilS!llllll!IIIISIIIilllllillll!iSHSIIIillilill!i:!lin3!illilll!!il!Slllllllllil!lllinSIII!lllllliliililllilillllllilillllHlllll3!lll!llilllll!!Hil!ilill!l\nSpedlteure des Wlrtscholtllchen Verbondes Dildender KUnstler. der rreien Secession,\ndes VerDandes Deulscfeer llluslrotoren und Hausspediteus-e des ..Sturm\"."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1923-01-01-c011", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-01_01#c011", "volume": "bmtnabg_1923-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.2.8", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.2", "debut_caractere": 833, "fin_caractere_exclue": 1019, "texte": "D\nudidrudterel Mdiard Stein Nodi!.\nBERLIN N54 / BRUNNENSTRASSE 188/190\nFERNS PR ECH*ANSCHL USS: NORDEN Nr. 3393\nliefevt samtliche Drucksachen,\nem* und mehrfavbig, sdxnell, gut und billig"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1923-01-01-c012", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-01_01#c012", "volume": "bmtnabg_1923-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.2.9", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.2", "debut_caractere": 1021, "fin_caractere_exclue": 1390, "texte": "S Papieriabrih-Lagcr LDKkcr\nU Berlin W9. 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Jahrgangs nur noch in wenigen Exemplaren vorhanden je Grundpreis\n20 Mark / 9. bis 12. Jahrgang Grundpreis 10 Mark / 1. bis 5. und 8. Jahrgang vergriffen / Einzelhefte alter\nJahrgange Grundpreis 1 Mark\nVon alien Holzschnitten der Zeitschrift Der Sturm sind signierte und nummerierte Handdrucke, von den\nmeisten Zeichnungen Kunstdrucke kauflich zu erwerben. Die Originale sind verkauflich.\nSturmbtihne / Jahrbuch des Theaters der Expressionisten /1. bis 8.Folge / jede Folge Grundpreis 20 Pfennig"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1923-01-01-c020", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-01_01#c020", "volume": "bmtnabg_1923-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "18", "page_fin": "18", "image_debut": 20, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.2.17", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 20, "page_imprimee": "18", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.20", "debut_caractere": 928, "fin_caractere_exclue": 1258, "texte": "KUNSTAUSSTELLUNG DER STURM\nBERLIN W 9 / POTSDAMER STRASSE 134a / AM POTSDAMER PLATZ\nGeoffnet taglich von 10—6 Uhr / Son ntags von 11—2 Uhr / Monatlicher Wechsel\nHundertfunfzehnte Ausstellung\nJanuar 1923\nJohannes Molzahn\nRobert Michel\nSturm'Gesamtschau\nHundertsechszehnte Ausstellung\nFebruar 1923\nMoholyvNagy\nPeri\nSturm'Gesamtschau"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1923-01-01-c021", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-01_01#c021", "volume": "bmtnabg_1923-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "18", "page_fin": "18", "image_debut": 20, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.2.18", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 20, "page_imprimee": "18", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.20", "debut_caractere": 1260, "fin_caractere_exclue": 2271, "texte": "Bucher aus dem Verlag Der Sturm mit neuen Grundpreisen\nAugust Stramm\nDu J Liebesgedichte / 4. Auflage / 2.50 Mark\nTropfblut / Gedichte / geb. 7.50 Mark\nGesammelte Dichtungen / 2 Bande / Jeder Band\n5 Mark\nPaul Scheerbart\nGlasarchitektur / In 111 Kapiteln / 3.50 Mark\nErnst Marcus\nDas Erkenntnisproblem / 3.50 Mark\nKurt Heynicke\nRings fallen Sterne / Gedichte / 2.50 Mark\nRudolf Bltimner\nDer Geist des Kubismus und die Kunste / 4 Mark\nLothar Schreyer\nDie neue Kunst / 1.50 Mark\nDie Grundpreise sind mit der jeweils festgesetzten\nHerwarth Walden\nDie neue Malerei\nEinfuhrung in den Expressionismus / 3 Mark\nDas Buch der Menschenliebe / Roman / 2.50 Mark\nSturm'Bilderbucher\nGanzseitige Abbildungen der Hauptwerke\nI Marc Chagall / neue Auflage erscheint Februar\nII Alexander Archipenko\nIII Paul Klee\nIV Kurt Schwitters\nJeder Band 4.50 Mark\nV Maler des Expressionismus / 15 Farbdrucke:\nChagall I Kandinsky / Marc usw. / 12.50 Mark\nKokoschka-Mappe: Menschenkopfe / 12 Mark\nSchlusselzahl zu multiplizieren. 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Narzillier & Co. * Berlin W * Gruncwaldstr. 14/15\nSegriindet 1854 IlOl - Sp€<llt€lir€ S. M. (ICS KtinlgS VOn Spanlen ©egrOndef 1854\nlllliliHIIII)IIIIIIIIHilllllllllIllll!lllilllltlllllllllllllllll)!lliUlijU!lllllll1Hltlllllilll11llilll|llllillll!llliillIllll|lilllllillilllllllUIIII!lllll!lli\nSpedition und Mobeltransporte, Verpackung und Lagerung\nvon Gemalden und Kunstgegenstanden jeder ArtLieferung\nund Empfang nach und von alien Kunstausstellungen des\nIn* und Auslandes Transportversicherungen jeder Art.\n!!!IIHiiilS!llllll!IIIISIIIilllllillll!iSHSIIIillilill!i:!lin3!illilll!!il!Slllllllllil!lllinSIII!lllllliliililllilillllllilillllHlllll3!lll!llilllll!!Hil!ilill!l\nSpedlteure des Wlrtscholtllchen Verbondes Dildender KUnstler. der rreien Secession,\ndes VerDandes Deulscfeer llluslrotoren und Hausspediteus-e des ..Sturm\".\n\nD\nudidrudterel Mdiard Stein Nodi!.\nBERLIN N54 / BRUNNENSTRASSE 188/190\nFERNS PR ECH*ANSCHL USS: NORDEN Nr. 3393\nliefevt samtliche Drucksachen,\nem* und mehrfavbig, sdxnell, gut und billig\n\nS Papieriabrih-Lagcr LDKkcr\nU Berlin W9. Potsdamer straße 20\n••\ns: Sonderheit Untergrund=Kartons fiir moderne Photographie\nS Butte ft* Papiere fiir beste Buchausstattung / Werkdruck*Papiere\nil Farbige Ueberzugs*Papiere fiir Buchbinder\n1 Bugrahaul MC® \" AllSStellilSig wfffiund h'aus\n!••«••••••••••••••••••«••«•••••••••••»•••••••»•••«••*•••••••••••••••••••••••••fSJIJ2SS\n\n©\n3?eu§eUlicl)e\n1\n*it tf 112\npetite e\n<¥>rof pefte\n3 eit112 riff en\nuttb\n©ef\n33rof d)urett\n6pesialifat: 9We^rfart>cnt>ruc£\nBERLIN NO. 18\nWassinonn-Strasse 27\n| Tel. KOnigstadt 8269.117*\n\nSWX39EB\nCA IRA!\nBELGIENS\ninter essanteste\nZeitschrift\nI miner an der Spitze!\nDauerbezug:\n6 Nammern Belg. 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Niehl ein-\nmal das kann man erreichen, wenn der\nVater König ist\nDer König\nIch habe schwere Sorgen\nDie Prinzessin\nWarum die Blumen nicht lachen\nDer König\nDu trittst nun in ein Alter mein Kind, in\ndem Du dem Staatswohl dienen musst\nDie Prinzessin\nSieh nur, diese Rose hat eine Träne auf ihrer\nWange\nDer König\nDas Staatswohl fordert Deinen Verzicht auf\ndie Jugend\nDie Prinzessin\nIch habe wirklich keine Zeit, Vater\n*\nDer Adjutant\nMajestät haben den Professor Vogel befohlen\nDer König\nIch habe eigentlich keine Zeit\nDie Prinzessin\nLeute aus dem Volk sind so komisch. Lass\nihn kommen\nDer König\nWas wollte ich von dem Mann\nDer Adjutant\nMajestät wollten geruhen, dem Künstler zu\neinem Kniestück zu sitzen\nDie Prinzessin\nKünstler sind sehr komisch. Warum werden\ndie Bilder immer nur bis zu den Knieen\ngemalt, Graf\nDer Adjutant\nDas ist die Eigenart der Künstler, König-\nliche Hoheit\nDi r König\nDer Mann muss sich aber sehr beeilen\nDer Adjutant\nIch werde mein möglichstes tun, Majestät\nDie Prinzessin\nIch möchte auch wieder gemalt werden\nDer König\n/\nWir werden mehrere Maler hinzuziehen.\nEs soll ein schönes Bild im Brautkleid\nwerden\nDie Prinzessin\nIch will nicht heiraten\nDer König\nDer llausminister wird Dir die Gründe\nauseinandersetzen, die sich aus den Inter-\nessen unseres Hauses ergeben\nDie Prinzessin\nMit dem Minister spreche ich nicht. Der\nist zu langweilig\nDer König\nDer Minister hat ein grosses Interesse an\nunserm Haus\nDie Prinzessin\nEr ist höchst uninteressant, der Minister"}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.4", "texte": "Der Adjutant\nMajestät haben Herrn Professor Vogel be-\nfohlen\nDer König\nSie wollen mich malen, Herr Professor\nDer Professer\nMajestät, die hohe Ehre, die mir die Gnade\nDer König\nWie wollen Sie mich auffassen\nDer Professor\nIch dachte mir Majestät als König auf dem\nThron, im Hintergrund das Volk\nDie Prinzessin\nWird es ein Kniestück\nDer Professor\nWie Majestät befehlen\nDie Prinzessin\nKönnten Sie den König nicht im Garten\nmalen\nDer Professor\nDie Wurde des erhabenen Gegenstandes\nDer Adjutant\nGegenstand ist ein künstlerischer Fachaus-\ndruck, Majestät\nDer Professor\nIch bitte um Verzeihung Majestät. Wir\nKünstler\nDie Prinzessin\nPacken Sie doch Ihre Farben aus\nDer Professor\nIch bin nicht darauf vorbereitet. Mein Diener\nDer König\nSie malen das ganze Bild selbst\nDer Adjutant\nWenn Majestät Tag und Stunde befehlen\nwollen\n\\\nDie Prinzessin\nKönnen Sie Blumen malen\nDer Professor\nWenn Königliche Hoheit mir die Ehre\neiniger Sitzungen geben\nDer König\nEin vollendeter Hofmann dieser Professor\nDie Prinzessin *\nDer Affe\nDer König\nIrene\n,? . :\nDer Professor\nKönigliche Hoheit scherzen *\nDer König\nAlso morgen\nDer Adjutant\nMajestät Herr Professor Fürst ist befohlen\nDer König\nWas wollte ich von dem schon wieder\nDer Adjutant\nDer berühmte Forscher hat eine Insel ent-\ndeckt\nDer König\nEr soll sich aber beeilen\nDie Prinzessin\nKünstler sind Lügner\nDer König\nWie kannst Du so verletzen\nDie Prinzessin\nEin Mann ist schnell zu heilen\nDer andere Professor\nMajestät. Königliche Hoheit. Durch Gottes\nBeistand ist es mir vergönnt, den Besitz-\nstand unseres erhabenen Herrschers und\nunseres mächtigen Reiches zu mehren\nDer König\nSie werden meinen königlichen Dank emp-\nfangen\nDer andere Professor\nDarf ich Majestät um die Ehre bitten, be-\nfehlen zu wollen, dass diese Insel im fernen\nOzean Irenes Land genannt wird\nDie. Prinzessin\nWas soll mir die Insel\nDer andere Professor\nEine Insel zu besitzen\nDer König\nIhr Wunsch ist gewährt\nDie Prinzessin\nIch aber will auf dieser Insel regieren\nDer andere Professor\nSie ist ganz öde, Königliche Hoheit\nDer König\nWir werden Sie bald bei uns sehen\nDer andere Professor\nDarf ich die näheren Einzelheiten melden\nDer König\nDie Staatsgeschäfte rufen mich"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "3", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.5", "texte": "Die Prinzessin\nErzählen Sie mir von meiner Insel\nDer andere Professor\nWenn Königliche Hoheit befehlen\nDer König\nGräfin, die Prinzessin wünscht einen Vor-\ntrag des Professors\nDie Hofdame\nDas wird interessant\nDer König\nIch wünsche viel Vergnügen. Kommen Sie\nGraf\n\\\nDie Prinzessin\nErzählen Sie\nDer andere Professor\nVielleicht werden Königliche Hoheit ent-\ntäuscht sein. Soll ich mit den wissenschaft-\nlichen Vorbereitungen beginnen\nDie Prinzessin\nLassen wir die Wissenschaft. Erzählen Sie\ngleich von meiner Insel. Sie soll Irenes\nLand heissen, Grätin\nDie Hofdame\nDie Insel wird diesen Namen hoffentlich\nstets mit Ehren tragen\nDie Prinzessin\nWohnen Menschen auf der Insel\nDer andere Professor\nWir fanden nur ein paar Eingeborene\nDie Hofdame\nHaben Sie sie mitgebracht Herr Professor\nDie Prinzessin\nGibt es schöne Blumen auf meiner Insel\nDer andere Professor\nDort blühen seltene Blumen. Und wenn\ndie Sonne in vollem Glanz auf sie scheint,\nglaubt man, dass sie lachen\nDie Hofdame\nBlumen können doch nicht aussehen, als\nob sie lachen\nDie Prinzessin\nWann lachen die Blumen\nDer andere Professor\nWenn die Vögel tanzen, Königliche Hoheit\nDie Hofdame\nDas ist aber keine Wissenschaft\nDer andere Professor\nIch sage es aus eigener Wissenschaft\nDie Prinzessin\nEs ist schrecklich heiss Gräfin\nDie Hofdame\nGehen wir hinein\nDie Prinzessin\nBitte liebste Gräfin, lassen Sie mir etwas\nzum Trinken bringen\nDie Hofdame\nAber kein Eisgetränk. Eis ist ungesund\nDie Prinzessin\nUnd bitte liebste Gräfin eine Weltkarte.\nDer Professor soll mir Irenes Land zeigen\nDie Hofdame\nWollen wir nicht in die Bibliothek gehen\nDie Prinzessin\nIch tue Ihnen auch einen Gefallen\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit haben zu befehlen\nDie Prinzessin\nSchade, dass Sie Professor geworden sind\nDer andere Professor\nPrinzessin\nDie Prinzessin\nSie sind ein Mensch. Sind Sie ein Mensch\nDer andere Professor\nWas hätte ich werden sollen\nDie Prinzessin\nWarum wollen Sie Ihre Insel Irenes Land\nnennen\nDer andere Professor\nEine Insel ist das Schönste, was wir\nMenschen entdecken können\nDie Prinzessin\nEine Insel, auf der die Blumen tanzen und\ndie Vögel lachen\nDer andere Professor\nAber leider, Prinzessinnen brauchen Staat\n<•\nDie Prinzessin\nDer Staat gehört dem König\nDer andere Professor\nViele sagen, dass der König dem Staate gehört\nDie Prinzessin\nAuch die Prinzessinnen\nDer andere Professor\nIrenes Land ist öde, Königliche Hoheit\nDie Prinzessin\nWenn ich dort wohnen würde"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "4", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.6", "texte": "Der andere Professor\nEs würde hier sehr öde werden\nDie Prinzessin\nKommen Sie mit Professor\nDer andere Professor\nIch darf nicht Königliche Hoheit\nDie Prinzessin\nSie dürfen nicht. Gehören Sie auch dem\nStaate\nDer andere Professor\nIch muss entdecken\nDie Prinzessin\nSie haben doch Irenes Land gefunden\nDer andere Professor\nInseln für andere Menschen\nDie Prinzessin\nWarum suchen Sie nicht Ihre Insel\nDer andere Professor\nIhr Lächeln spielt zum Gesang der Blumen\nund zum Getanz der Vögel\nDie Prinzessin\nDas haben Sie aber entdeckt\nDer andere Professor\nFür andere Menschen\nDie Prinzessin\nSpielen Sie doch in meinem Lächeln\nDer andere Professor\nIch muss Land herbeischaffen\nDie Prinzessin\nEs gibt soviel Länder\nDer andere Professor\nUnd so viele Menschen\nDie Prinzessin\nUnd es gibt soviel Prinzessinnen\nDer andere Professor\nKeine Prinzessin besitzt eine Insel\nDie Prinzessin\nAuch ich nicht\nDer andere Professor\nIch habe sie Ihnen geschenkt, Prinzessin\nDie Prinzessin\nSie haben Sie dem König geschenkt\nDer andere Professor\nPrinzessin\nDie Prinzessin\nDoch haben Sie mich nie gesehn\nDer andere Professor\nIch trage Ihr Bild in mir\nDie Prinzessin\nDie Maler sind Lügner\nDer andere Professor\nIn mir trug ich Ihr Bild, Prinzessin\nDie Prinzessin\nWarum schenken Sie mir die Insel\nDer andere Professor\nSie sind verloren in den grossen Ländern,\nwo es die vielen Menschen gibt\nDie Prinzessin\nSind Sie ein Mensch über den Menschen\nDer andere Professor\nMich treibt es in das Unbekannte. In das\nUngenannte. Was ich kenne, nenne ich.\nNie habe ich ein Stück Erde nach einer\nFrau genannt.\nDie Prinzessin\nAuf meiner Insel werden alle stranden\nDer andere Professor\nSchön ist es zu ruhn, wenn die Blumen\nlächeln\nDie Prinzessin\nJeden Morgen haben alle meine Blumen\neinen Silbertropfen\nDer andere Professor\nWeinen Sie nicht Prinzessin. Glauben Sie.\nWollen Sie. Und ich zeige Ihnen das Land,\ndas in den Wassern ruht\nDie Prinzessin\nHelfen Sie mir. Ich versinke\nDer andere Professor\nIch schenke Ihnen Irenes Land. Ich zeige\nIhnen die Insel\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit entschuldigen. Niemand\nfand die Karte. Ich musste sie selbst holen.\nHier Herr Professor. Nun zeigen Sie uns\ndie Insel\nDer andere Professor\nDie Karte ist zu klein im Masstab. Es tut\nmir sehr leid, dass Sie sich bemüht haben\nDie Prinzessin\nIch kann mir nach Ihrer Beschreibung\nschon ein Bild machen\nDie Hofdame\nSchade, dass Sie die Karte nicht bei sich\ntragen"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "5", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.7", "texte": "Moholy-Nagy: Linoleumschnitt - Vom Stock gedruckt"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "6", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.8", "texte": "Der andere Professor\nIch trage das Bild in mir\nDie Hofdame\nDas kann man aber nicht sehen\nDer andere Professor\nIMan muss nur wissen, wann die Blumen\nlachen\nDie Hofdame\nSie sind nicht so ernsthaft wie die anderen\nForscher\nDie Prinzessin\nUnd trinken ein Glas Sekt\nDer andere Professor\nAuf Irenes Land\nDie Prinzessin\nUnd auf den Entdecker. Geben Sie mir\nIhr Glas\nSie wirft beide Gläser zu Boden\nDie Hofdame\nWas tun Königliche Hoheit\nDie Prinzessin\nNiemand darf aus diesen Gläsern mehr\ntrinken\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit sind recht unbeherrscht\nDie Prinzessin\nBin ich Herrscherin\nDer andere Professor\nDie Scherben glitzern auf den Blumen\n*\nDie Prinzessin\nIch habe meine Tränen erschlagen\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit wollen jetzt hineingehen\nDie Prinzessin\nDa Gräfin befehlen\n* .. /\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit haben zu befehlen\nDie Prinzessin\nSo habe i c h zu befehlen, Wiedersehn,\nProfessor, in Irenes Land\nDer Professor steckt eine Scherbe zu sich\nDer Kammerdiener\nDarf ich behilflich sein\nDer andere Professor\nAuch Scherben zerspringen\nDer Professor\nVerzeihung. Vogel. Professor Vogel. Hofmaler\nDer andere Professor\nFürst\nDer Professor\nDurchlaucht hatten die Gnade einer längeren\nUnterredung mit Königlicher Hoheit\nDer andere Professor\nProfessor Fürst\nDer Professor\nVerzeihung. Vielleicht Kollege\nDer andere Professor\nIch bin Forscher\nDer Professor\nHoch erfreut, eine interessante Bekanntschaft\nzu machen. Kunst und Wissenschaft müssen\nzusammen halten\nDer andere Professor\nIch habe leider wenig Beziehung\nDer Professor\nWollen Sie nicht einmal meine Werkstatt\nansehen. Ich porträtiere alle berühmten\nPersönlichkeiten. Nielleicht würden auch\nSie mir einmal sitzen\nDer andere Professor\nIch bin nicht berühmt\nDer Professor\nSie unterschätzen sich. Wem die Sonne\nder Gnade ihrer Königlichen Hoheit leuchtet\n4\n4\nDer andere Professor\nSie überschätzen mich\nDer Professor\nKönigliche Hoheit hatten die Gnade, bei\nmir ein Blumenstück zu bestellen. Ich male\naber nur Kniestücke. Sie wirken vornehm.\nBeine und Füsse haben immer einen sinn-\nlichen Nebengeschmack\nDer andere Professor\nSie malen unsinnlich\nDer Professor\nSinnlichkeit ist höheren Ortes nicht beliebt.\nSelbstverständlich habe ich persönlich\nnichts dagegen einzuwenden\nDer andere Professor\nIch verstehe wirklich nicht\nDer Professor\nAuch Kunst ist Wissenschaft. Wenn ich\nein Porträt male, muss ich mir über den\nCharakter der Persönlichkeit klar sein. Sie\nwerden deshalb meine Frage richtig auf-"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "7", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.9", "texte": "fassen, wenn ich mir eine Frage erlaube.\nWarum haben Königliche Hoheit die beiden\nSektkelche auf den Boden geworfen\nDer andere Professor\nSie überschätzen mich wirklich. Ich habe\nnicht den geringsten Einfluss auf die Ent-\nschliessungen der Prinzessin. Wenn die\nPrinzessin nicht gemalt werden will\nDer Professor\nKönigliche Hoheit entschliessen sich von\nFall zu Fall\nDer andere Professor\nIch trage meine Bilder stets bei mir\nDer Professor\nIch habe gleich gefühlt, dass Sie ein beson-\nderes Interesse für die edle Kunst der Ma-\nlerei hegen. Und meine Frage wollen Sie\nnicht beantworten\nDer andere Professor\nDie Prinzessin wurde schlechter Laune.\nVielleicht gefiel ihr mein Vortrag nicht\nDer Professor\nSehr eigenartig. Wir Künstler pflegen die\nGläser zu zerbrechen, wenn wir in guter\nLaune sind. Sie lieber Freund\nDer Kammerdiener\n%\nHerr Professor\nDer Professor\nSammeln Sie mir die Scherben auf\nDer Kammerdiener\nAlle Scherben, Herr Professor\nDer Professor\nSelbstverständlich. Scherben bringen Glück,\nsagt das Volk, auf das ich sonst nicht viel\ngebe\nDer Kammerdiener\nSie wollen sich wohl die Scherben unter\nGlas stellen Herr Professor\nDer Professor\nNoch eine Frage Herr Professor. Was ha-\nben Sie eigentlich entdeckt\nDer andere Professor\nEin Herz\nDer Professor\nSie scherzen\nDer andere Professor\nEine Insel\nDer Professor\nSie pflegen Insel Herz zu nennen\nDer andere Professor\nEine Insel Ist so einsam, wie es nur ein\nHerz sein kann\nDer Professor\nEinsamkeit kann ich nicht vertragen. Wir\nKünstler brauchen Menschen\nDer andere Professor\nUnd Prinzessinnen\nDer Professor\nDie vor allem. Vor der Kunst öffnen sich\nalle Herzen\nDer andere Professor\nDas ist sehr scherzhaft\nDer Professor\nDas ist Erfahrung\nDer Kammerdiener\nHier sind die Scherben Herr Professor. Aber\nschneiden Sie sich nicht\nEmpfangssaal der Prinzessin\nDie Prinzessin\nIch verreise\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit dürfen nicht verkennen,\ndass mein Amt mir Pflichten auferlegt\nDie Prinzessin\nIch werde so viel Sektkelche zerwerfen, wie\nes mir Freude macht\nDie Hofdame\nWenn Königliche Hoheit dazu in den Ge-\nmächern Neigung empfindet, so dürfte es\nins Belieben gestellt werden\nDie Prinzessin\nSie sind langweilig, Gräfin\nDie Hofdame\nIch bedaure, dass meine Gesellschaft nicht\nbefriedigt. Ich tue meine Pflicht\nDie Prinzessin\nIch verreise\nDie Hofdame\nMajestät wird wohl nichts einzuwenden\nhaben. Wohin will Königliche Hoheit fahren\nDie Prinzessin\nAuf meine Insel\nDie Hofdame\nWelche Insel\nDie Prinzessin\nNach Irenes Land, das mir der Professor\ngeschenkt hat"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "8", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.10", "texte": "Die Hofdame\nGeschenkt dürfte nicht der richtige Aus-\ndruck sein\nDie Prinzessin\nWie nennen Sie es, wenn man Ihnen etwas\nschenkt\nDie Hofdame\nAlles gehört des Königs Majestät\nDie Prinzessin\nAuch was nicht entdeckt ist\nDie Hofdame\nJede Entdeckung geschieht im Namen des\nKönigs\nDie Prinzessin\nSie sind langweilig, Gräfin\nDie Hofdame\n♦\nKönigliche Hoheit geruhten, mir heute be-\nreits mehrmals diesen Vorwurf zu machen\nDie Prinzessin\nMit Höflichkeit verschlechtern Sie meine\nLaune\nDie Hofdame\nDie Höflichkeit ist die Tugend der Könige\nDie Prinzessin\nSind Sie König\nDer Kammerdiener öffnet die Tür\nDes Königs Majestät\nDer König\nBleiben Sie, liebste Gräfin. Ich habe ein\nernstes Wort mit Dir zu sprechen mein Kind\nDie Prinzessin\nIch habe den Affen nicht ernst genommen\nDer König\nDer Einfluss der Umgebung\nDie Hofdame\nIch gebe mir die grösste Mühe Majestät\nDie Prinzessin\nDie Gräfin tut ihre Pflicht, Vater\nDer König\nWir haben Dir einen Gatten bestimmt\nDie Prinzessin\nDoch nicht den Affen\nDer König\nDu machst mich ernstlich böse. Das Staats-\nwohl fordert, dass Du Dich dem Fürsten\nvon Inselland vermählst\nDie Prinzessin\nIch kenne ihn nicht\nDer König\nAuch mich hat die selige Königin, Deine\nMutter, nicht gekannt, als mir das Staats-\nwohl sie zuführte\nDie Prinzessin\nWarum soll ich mich opfern\nDer König\nKönige dienen\nDie Prinzessin\nIch bin nicht König\nDer König\nBlut bist Du meines Blutes\nDie Prinzessin\nNicht aber seines Blutes. Ich kenne den\nFürsten nicht. Warum begehrt er mich\nDer König\nDas Staatswohl braucht sein Land. Es liegt\nwie eine Insel mitten in unserm Reich. Es\nhindert uns in jeder natürlichen Bewegung.\nOder wir müssen sie mit hohen Ausgaben\nerkaufen\nDie Prinzessin\nZahlt er mit seinem Inselland für mich\nDer König\nEr wird durch Dich mein Sohn, den Gott\nmir versagte. Und Du die Königin, gefeiert\nvon der Liebe des dankbaren Volkes\nDie Prinzessin\nLiebe die ich bezahle\nDer König\nJede Liebe wird bezahlt\nDie Prinzessin\nLiebe schenkt\nDer König\nDer Fürst wird Dich königlich beschenken\nDie Prinzessin\nEr mag mir sein Inselland schenken, wenn\ner mich liebt\nDer König\nDeshalb sollst Du ihn heiraten\nDie Prinzessin\nEr fordert, da er gibt\nDer König\nNichts ist umsonst auf der Erde Kind\nDie Prinzessin\nIch brauche seine Insel nicht\nDer König\nDas Staatswohl braucht sie"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "9", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.11", "texte": "Johannes Itten: Bildnis eines Kindes - Gemälde - Vielfarbendruck"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "10", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.12", "texte": "Die Prinzessin\nSo mag das Staatswohl ihn heiraten\nDer König\nWir scherzen nicht\nDie Prinzessin\nMit meinem Blute soll ich scherzen lassen\nDer König\nDie Liebe ergibt sich von selbst\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit fassen alles zu einfach.\nEs handelt sich um geistige Dinge\nDie Prinzessin\nSie sind so geistreich Gräfin, nehmen Sie\nmir den Fürsten ab\nDer König\nUnd wenn Dir das Staatswohl gleich ist,\nso hast Du dem Vater zu gehorchen, wie\njedes Kind. Ich habe nicht zu fragen. Zu\nbefehlen bin ich da. Der Fürst wartet\nDie Prinzessin\nVater, gib mich frei\nDer König\nIch sorge für Dein Glück\nDie Prinzessin\nKennst Du mein Glück\nDer König\nDu wirst es kennen lernen\nDie Prinzessin\nGibt es keinen Ausweg\nDer König\nVerschlossen liegt das Land in unserm Reich\nDie Prinzessin\n0 meine Insel\nDer König\nSei vernünftig Kind. Vernunft regiert die Welt\nDie Prinzessin\nLässt Du Dich nicht erbitten\nDer König\nWir lassen Seine Hoheit bitten, Gräfin\nDie Prinzessin\nEr soll es teuer zahlen\nDer Fürst\nDas tiefe Dankgefühl für Euer Majestät, die\ntiefste Ehrfurcht für Eure Königliche Hoheit\nDer König\nPrinzessin Irene meine Tochter ist von den\nWünschen und Gefühlen Euer Hoheit unter-\nrichtet\nDer Fürst\nLang trage ich in mir das Bild Euer König-\nlichen Hoheit. Es ist ein Schatten vor dem\nGlanz der Wirklichkeit\nDie Prinzessin\nGeben Sie sich keine Mühe Hoheit, aljes\nist vereinbart\nDer König\nNoch ist die Prinzessin überrascht von\ndieser Wandlung in ihrem Leben. Vergiss\nnicht Irene, was Du Gott, dem Staate, dem\nVater und Seiner Hoheit schuldig bist\nDie Prinzessin\nWas bin ich Ihnen schuldig Hoheit\nDer Fürst\nNur ich steh tief in Euer Schönheit Schuld\nDie Prinzessin\nSie schenken mir eine Insel, sagt man mir\nDer Fürst\nMeine Insel ist ein schmales Land, das sich\nzum Reich durch Ihre Huld erweitert\nDie Prinzessin\n#\nUnd deshalb soll ich Ihnen übergeben werden\nDer Fürst\nIch werbe nicht um das Reich. Ich werbe\nauf meinen Knien\nDie Prinzessin\nUnd wenn ich mich weigere\nDer Fürst\nIch liege auf den Knien\nDie Prinzessin\nWerden Sie mir auch dann Ihre Insel schenken\nDer Fürst\nWenn es das Gesetz gestatten würde. Ich\nbin dem Gesetze Untertan\nDie Prinzessin\nUnd ich muss es Ihnen sein\nDer Fürst\nWäre ich frei. Auf eine einsame Insel\nwürde ich mit Ihnen flüchten\nDie Prinzessin\nSie lieben mich\nDer Fürst\nIch knie zu Ihren Füssen\nDie Prinzessin\nUnd wenn ich nicht Prinzessin wäre\nDer Fürst\nSie sind es"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "11", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.13", "texte": "Jozef Peeters: Linoleumschnitt-Vom Stock gedruckt"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "12", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.14", "texte": "Die Prinzessin\nAnders können Sie es sich nicht denken\nDer Fürst\nMan kann nicht denken, was nicht ist\nDie Prinzessin\nMuss man denken\nDer Fürst\nDenken ist Vernunft\nDie Prinzessin\nSie sollten zum Theater gehen Hoheit\nDer Fürst\nIch verachte das Spiel\nDie Prinzessin\nSie spielen den Liebhaber ganz vorzüglich\nDer Fürst\nWarum glauben Königliche Hoheit meinen\nWorten nicht\nDie Prinzessin\nWeil Ihre Insel auf dem Lande liegt\nDer Fürst\nMein Land ist reich\nDie Prinzessin\nMeine Insel ist öde\nDer Fürst\nIhre Insel, Königliche Hoheit\nDie Prinzessin\nIch habe eine Insel. Seit heute\nDer Fürst\nSie werden an meine Liebe glauben lernen\nKönigliche Hoheit\nDie Prinzessin\nSie zahlen jeden Preis für Ihre Liebe\nDer Fürst\nJeden, bei Gott, soweit es das Gesetz gestattet\nDie Prinzessin\nHören Sie Hoheit. Denken wir vernünftig.\nDie Heirat wird uns aufgezwungen. Ihr\nLand will mein Reich werden. Sie sollen\nKönig heissen. Ich habe nichts. Ich muss\nmich fügen. Doch hören Sie. Nie dürfen\nSie mich berühren, eh ich Ihrer Liebe\nmeinen Glauben schenke\n# '\nDer Fürst\nSie fordern viel Königliche Hoheit. Ich bin\nein Mann.\nDie Prinzessin\nUnd ich habe Ihr Manneswort\nDer Fürst\nSie werden mich bald lieben lernen\nDie Prinzessin\nAlles ist vernünftig. Kann man auch das\nLieben lernen\nDer Fürst\nEs ist vernünftig zu lieben und das Lieben\nnicht zu lassen\nDie Prinzessin\nIch gedenke zunächst zu verreisen\nDer Fürst\nWollen Königliche Hoheit nicht mein Land\nkennen lernen\nDie Prinzessin\nIch fahre auf meine Insel\nDer Fürst\nWo liegt sie Königliche Hoheit\nDie Prinzessin\nWeit einsam im Meer\nDie Hofdame\nDarf ich als erste meine herzlichsten Glück-\nwünsche aussprechen\nDie Prinzessin\nSie werden mich auch weiter bewachen,\nGräfin\n9\nDer Fürst\nWollen Königliche Hoheit mir gestatten,\nMajestät zum Zeugen meines Glückes anzu-\nrufen\nDer Kammerdiener\nHerr Professor Vogel bittet um die Ehre,\nvon der Gräfin empfangen zu werden\nDie Prinzessin\nKann ich Sie auch allein lassen\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit scherzen immer\nDer Fürst\nWas ist das für ein Mensch\nDie Hofdame\nDer Hofmaler Seiner Majestät\nDie Prinzessin\nGehen wir zum König\nDer Kammerdiener\nDarf ich den Herrn Professor hereinführen\nDie Gräfin\nLassen Sie den Herrn hier warten\nDer Kammerdiener\nKommen Sie herein. Die Gräfin empfängt Sie"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "13", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.15", "texte": "Der Professor\nIst Königliche Hoheit in der Nähe\nDer Kammerdiener\nHaben Herr Professor die Scherben heil nach\nHaus gebracht\nDer Professor\nSie stehen unter Glas\nDer Kammerdiener\nDie Gräfin lässt immer warten\nDer Professor\nMan muss warten können. Ich kann warten\nDer Professor steht still an der Tür. Plötz-\nlich stürzt er an den Tisch und steckt ein\nTaschentuch ein\nDie Gräfin\nSie warten doch nicht lange Herr Professor\nDer Professor\nDie Ehre, Gräfin, von Ihnen empfangen zu\nwerden\nDie Hofdame\nWas wünschen Sie Herr Professor\nDer Professor\nSchon lange gehört es zu meinen geheimsten\nWünschen, Sie Gräfin im Bilde festzuhalten\nDie Hofdame\nSie sind sehr gütig Herr Professor\nDer Professor\nIch werde Sie nicht sehr quälen. Ich habe\nmir gedacht, Sie rein menschlich aufzu-\nfassen. Wenn Sie mir gütigst ein geeignetes\nKleid überlassen wollen, das ich mir in\ndie richtige Stellung bringe, könnte ich\nIhnen einige Sitzungen ersparen\nDie Hofdame\nWelche Farbe würde Ihnen am besten passen\nHerr Professor\nDer Professor\nMan dürfte einen gedämpften Ton wählen.\nDas sieht immer vornehm und charakte-\nristisch aus\nDie Hofdame\nMalen Sie gern mit Schmuck\nDer Professor\nSchmuck gibt Lichter\nDie Hofdame\nUnd an welchen Hintergrund haben Sie\ngedacht\nDer Professor\nIch dachte mir eine schöne Landschaft.\nOder falls Sie die Meeresküste vorziehen\nDie Hofdame\nIch liebe das Meer sehr. Könnten Sie viel-\nleicht eine Insel anbringen\nDer Professor\nEine sehr sinnige Aufmerksamkeit für Kö-\nnigliche Hoheit\nDie Hofdame\nKünstler verstehen die feinsten Regungen.\nIch würde das Bild Ihrer Königlichen Hoheit\nzur Vermählung schenken» Woher wissen\nSie schon von Irenes Land\nDer Professor\nHerr Professor Fürst gehört zu meinen\nbesten Freunden. Wir haben voreinander\nkeine Geheimnisse\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit war ungnädig zu Ihnen\nDer Professor\nKönigliche Hoheit schätzen meine Kunst nicht\nDie Hofdame\nWenn Sie mein Bild fertig haben, dürfte\nKönigliche Hoheit überzeugt sein\nDer Professor\nIch bin stolz, Ihr Bild der Nachwelt über-\nliefern zu können\nDie Hofdame\nIch fördere gern die Kunst. Königliche\nHoheit muss Ihnen sitzen\nDer Professor\nEs würde mir zwar eine gewisse Hemmung\nbereiten, aber Ihren Befehlen Gräfin ge-\nhorche ich\nDie Hofdame\nMeinen Wünschen wird sich Königliche\nHoheit nicht widersetzen\nDer Professor\nDarf ich das Kleid gleich mitnehmen\nDie Hofdame\nSie sollen mit Ihrem Künstlerauge wählen\nhelfen\nDer Professor\nSie sind so geschmackvoll Gräfin\nDie Prinzessin\nProfessor Fürst ist bei Ihn6n"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "14", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.16", "texte": "Die Hofdame\nIch habe ein Bild mit Herrn Professor Vogel\nbesprochen\nDie Prinzessin\nIch sah ihn durch den Garten gehen\nDer Professor\nKönigliche Hoheit\nDie Prinzessin\nLaufen Sie, holen Sie ihn mir herauf. Oder\nkönnen Sie nicht laufen\nDer Professor\nDie Gnade, die mir Königliche Hoheit erweist\nDie Prinzessin\nSie können nicht laufen. Sie können nur\nkriechen. Ich gehe selbst\nDie Hofdame\nKönigliche Hoheit\nFortsetzung folgt\n\nDigte\nGrytåge\nRud Broby\nI stenstivnet gyde\nHvor emmet lygtep ael\nNegier om skarprygget kantsten\nSaffian-sko:\nFrosset blodklat\nHer\nHand ejed blond strube\nMunds capillaerer slugäd slangevrist\nSpark\nSkingre latter facade-smuldred\nLeens gyldne rislen\nIld-hvin\nViolet gräd\nBlod-hulk\nKvalt sammen:\nDunkel purpurn\nSkege-sko\nSkelet spejler sig i dugget lak-laeder\n=*5\nSyd'rusland i marts 1922\nStille / stille hviler\nForärsblanke floder\nIler ikke\nBrüser ikke\nRisler\nRisler\nDedsenstavse gennem värnat\nLangsomt driver\nMellem side marker\nUnder tungsindig väde graner\npurung kvindes\nBlomsterspinkle\nHunger-lig\nSort här glinser / flydende som en fane pä\nström men\nMaend lister /\nPestslagne / forkroblede\nKnystede legemer\nSkurvdaekkede\nFra doende byer\nAt do 1 varens dugg-enge.\nLiget I floden\no\nAbner endnu engang glasagtige ojne\nStirrende mod:\nVärbleg himmel\nSlette I tesne /\nMenneskeädslers klynge (larve) kravlende\nned mod flod\nMand med blodunderlebne ojne\nLaeber I edrende sär\nRaver I vand til livet /\nFär hende op\nFaider om med hende pä bredden\nFinder under vaedeskornet lin ,\nSkaendet kvindelegem\nSuger sig grädigt ind over det\nFlod Risler\nRisler\nFjaernt ude fra kommer Iyd af andre floder\nSaelsomt blandes flodernes Värsang med\nmaends rä latter\nSorte grene hulker\nStorm-choral orgler tungt gennem rä-tägenat\nLev dodsdanser\nLykke mä forgä\nNavnlos gemmer I ses modersked huds\nbraenden\nKold siver vaedeblidme ind over legem ind\nI haandfladerne\nSovnende hvisker:\nUejet\nAus der soeben erschienenen Sammlung Expressionaere Digte\nBlod von Rud Broby / Kopenhagen DNSS 1922"}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "15", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.17", "texte": "Bergbeichte\nKurt Heynicke\nEin Abend wie geronnenes Blut. Hinter\nden Dächern wartet die Mitternacht. Die\nDome klingen in der Stadt.\nIch warte seit einer Stunde, dass Maria\nkommen soll. Aber ich fühle: Wenn ich\nsie auf den Stiegen hören werde, werde ich\nzittern und kalt sein. Ich weiss nicht,\nwarum das sein wird. Denn ich glaube,\ndass Maria mich liebt. Aber immer weht\nein Schleier zwischen uns. Ich kenne nichts,\nwas Glück zu heissen verdiente von jenem,\ndas vom Weibe kommt. Die Sehnsucht\nnach der Geliebten? Die Umarmung mit\nihr? Manchmal ertappe ich meine Gedanken\nauf irgend einem fremden Pfade, wenn sich\nihre Lippen an meine heben. Und oft\nglaube ich, es ist einerlei, die Geliebte oder\nirgend eine Dirne an der Seite zu haben.\nUnd ewig ist der letzte Becher allen Weib-\ngenusses bitter bis zur Neige.\nMit der Nacht, die langsam und träge zu\nBett steigt, kommt Maria. Sie ist wie immer\nschön und meine Augen feiern Feste, sie\nzu sehen. Ich glaube die Kälte, vor der\nich mich fürchte, nicht zu fühlen und spüre\nunnennbares Wohlbehagen, da ich sie küssen\ndarf. Maria ist gut und ich habe sicher\nnoch nie ein Weib so geliebt. Nur dass\nsie zu den Mönchen geht, um in schwülen\nNachmittagen unsere Liebe zu zerbeichten,\nist mir fern an ihr. Ich könnte den Menschen\ntöten, welcher lächelnden Blicks an ihrem\nMunde hängt — vorhangverdeckt — wenn\nsie weint.\nAls ich ihr das sage, meint sie stillen Auges,\nich sei eifersüchtig, nimmt meine Unrast in\ndie Hände und streichelt sie zur Buhe.\nAber mir ist wieder dies unnennbar Ferne\nin der Seele. Dann bin ich gross und\nweitab von allem Menschlichen. Und plötz-\nlich weiss ich, dass ich Maria morgen be-\nlauschen werde, wenn sie zur Beichte geht.\nIch glaube nicht, dass ich einen schmäh-\nlichen Gang tun will. Becht und Unrecht\nsind mir Dinge ausserhalb des Kreises\nmeiner Empfindungen.\nIch taste mich hart in die Kissen. Maria\nbirgt den braunen Kopf an mein Herz.\nUnd das beginnt zu schlagen. Schnell, immer\nschneller. Und dennoch, in dem Meere\ngoldener Wolken, da ich bin, immer noch\ndas eine, welches ich schon als halber Jüng-\nling empfand: Wenn sie mir nahe waren\nund nach mir schrieen, waren sie mir am\nfernsten.\nNach Mitternacht geht Maria. Sie hat tiefe\nAugen bekommen. Wir küssen uns zum\nAbschied. Mir steigen Tränen, ohne dass\nich weiss und fühle, warum.\nAls sie davon ist, drücken mich die Mauern.\nDas weite Zimmer ist eng. Ich kleide mich\nan und taste mich hinab auf den steinernen\nStiegen zur Strasse. Vorbei dort unten an\nDirnen, die ihren suchenden Leib zerfrieren\nund an weintollen Männern.\nIch finde mich in den Park, an schluchzen-\nden Brunnen und weissen Standbildern im\nMonde. Ich setze mich auf eine Bank und\ngleite in einen halben Schlaf. Und träume\nzerrissen, umwirrt von den Lauten der Nacht\nund der nahen Stadt. Dome und hohe\nSäulen. Priester im roten Ornat. Mönche\nund bunte Fenster mit heiligen Bildern.\nDazwischen ein brauner Frauenkopf. Maria!\nIch erwache, habe klares Erinnern in mir\nund gehe.\nIn einem Laden der erwachenden Stadt\nkaufe ich Blumen. Der Diener muss sie\nin das Zimmer stellen. Maria wird sich in\ndem Duft baden am Abend.\nDen ganzen Morgen verbringe ich in Unruhe.\nIch kann nicht essen und nicht schlafen,\nobwohl mein Körper müde ist zum Sterben.\nDie Uhren der Kirchen schwingen Nach-\nmittag. Um diese Stunde pflegt Maria zur\nBeichte zu gehen. Dann gehe ich und fühle,\ndass ich kalt bin, wie der letzte Stein im\nSchatten meines Hauses.\nIn den Dom gehe ich nicht. Ich will mich\nin irgend eine Nische stellen auf der Strasse.\nMir ist es, als ob das Kommende schon ge-\nwesen ist: Sie wird nicht allein kommen!\nMeine Kniee zittern und meine Lunge tobt.\n„Maria\" schreien meine Augen.\nDenn Maria kommt nicht allein aus dem\nTorbogen. Die braune Kutte neben ihr hat\nein Gesicht, zu hassen aus tiefster Seele.\nIch drücke mich tief in die Nische. Der\nMönch ist jung, aber mit Zügen im Antlitz,\ndie erstarren machen. Wenn er zu Maria\nspricht, sind sie weich, voll Ergebenheit\nund Belehrung, in anderen, sich unbeobachtet\nglaubenden Augenblicken sind sie voll\nLüsternheit und Habgier.\nIch folge den beiden. Die Sonne geht heiss"}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "16", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.18", "texte": "durch die fast leeren Gassen, aber mir ist,\nals schritte ich durch Eis und Schnee.\nDieser Mönch ist kein Priester. Das ist der\nSatan, der meine Seele aus Maria saugen\nwill wie ein Vampyr. Die Mensch gewordene\nböse Tat aus irgend einem Jahrhundert,\nwelche das Kleid des Heiligen anzog, um\ndesto eher zu täuschen.\nIch trage einen Dolch aus venezianischem\nGlase auf der Brust, ein uraltes Erbteil\nmeiner Väter.\nIch schreie — aber man hört mich nicht.\nVielleicht habe ich doch nicht geschrieen.\nIch stürze und rase. Tobe in einen Wirbel\nBlut und Sonne und braune Haare und fühle\nden Dolch in den Händen.\nSteige durch Flammen . und Mauern und\nHimmelsblau. Und vergehe in Stöhnen und\ngraudunklen, wallenden Nebeln. Ich taste\nan meine Finger, die voll Blut sind. Und\ntrage Maria und trage immerzu. Durch\nGassen und Felder und Wälder empor zu\nBergen und Gletschern. Zerreisse Abgründe\nund wate durch Meere.\nAber nach und nach hemmen meine Schritte.\nMein Atem ebbt, die Seele schweigt. Auf\nmeiner Stirn liegen zwei feine Hände. Die\nHände Marias, die lächeln.\nIch taste umher, fühle weisse Kissen und\nsehe Maria neben mir. Ein tiefer Atem\nreisst die Binde: Ich habe geträumt.\nUnd Maria lächelt das Lächeln, welches\nich so liebe: „Ich habe mit mir gesprochen,\nLiebster, während Du schliefest. Ich werde\nwohl nie mehr zur Beichte gehen. Aber\nlehre Du mich glauben an den grossen Gott\nin uns, den wir selber leben ohne Dome\nund Mönche.\" Und Maria geht ein in das\nTor meiner Seele, wie nie ein Weib vordem.\nUnd ich weiss, dass sie eins ist mit mir.\n„Ja\" und ich küsse sie „unser Wollen sind\nPriester und unser Handeln Dome.\"\nWir bleiben die Nacht bis zum Morgen.\nUnd Maria bleibt am Tage. Ja, sie wird\nimmer bleiben.\nDie Stunden lachen und schluchzen. Die\nernsten Dome zerbrechen vor unserem Kuss\num Mitternacht. Unsere Liebe blüht hoch\nüber dem Felde der vielen.\nWenn das verborgene Licht auf die Berg-\nspitzen steigt, schreiten wir bergwärts Hand\nin Hand. Denn Du sollst fröhlich sein,\nMaria, dass unser Kind Lachen werde.\nLachen im Ernst und Ernst im Lachen.\nWir wissen nicht, dass nur eine einzige\nSonne ist. Wir sind stark geworden, weil\nwir den Hammer ertrugen, der uns schlägt\ndie Jahrtausende lang. Auf unserem Wege\nliegen zertrümmerte Götter und tote\nMenschen, brennende Kirchen und Städte\nim Erdbeben.\nWir wissen nichts, Maria.\nWir schreiten.\nUnd lachen unser Kind.\n\nInhalt\nHerwarth Waiden: Die Insel / Tragödie\nRud Broby: Digte\nKurt Hey nicke: Bergbeichte\nKurt Liebmann: Entfliegt\nMoholy'Nagy: Linoleumschnitt / Vom Stock gedruckt\nJozef Peeters: Linoleumschnitt / Vom Stock gedruckt\nJohannes Itten: Bildnis eines Kindes / Gemälde / Vielfarbendruck\nJanuar 1923\n\nEntfliegt\nKurt Liebmann\nMüde reicht Flocken Brot. Abendfüsse\nweiche Sandalen unter schneeigem Gewand.\nWolken und Licht tragen Blut aus Fleisch\nund Felsen immer sprudelnd Schalenfülle.\nIch zittere lendenschief auf roter Brücke\nzwischen Traurigsein und Tod. Da wächst\nDein Haar und schöpft aus Tiefen Berge\nWald und Tiefen klopfen goldene Seelen\npochen weben rauschen raunen zaubern\nWald. Mein Lächeln springt. Schiesst Pfeil\nnach rasem Einhorn meines Bluts. Die\nschwarze Sonne Deiner dunklen Stimme\nzwischen den Stämmen des Gesangs behänge\nich mit dem Silber meines Wo-Wohin der\ntiefen Schlucht aller verirrten Seelen und\nblühenden Schlangen. Fühlst Du den Knie-\nfall meines Gebetes, das noch den Atem\nDeines Schrittes segnet buhlend mit mir\nfremden Wesenheiten.\nDie Flamme kriecht. Wirft Zahn. Oh\nsüsses Gift. Gluten donnern recken Härten.\nStrahlen zacken.\nIch senke die Blüten des Vergessens in\nDeine Augen. Der Vogel schreit. Nimmt\nmeines Schattens Klage auf die rauschen\nFlügel und entfliegt ins Nest des Monds."}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "17", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.19", "texte": "Neuerscheinungen des Verlags Der Sturm\nAlbert Gleizes: Vom Kubismus ' Die Mittel zu seinem Verstandnis\nMit 17 Abbildungen nach Werken von Braque ' Gleizes ' Juan Gris \" Leger ' Marcoussis '\nMetzinger - Picasso ' Severini - Archipenko u. a. ' Grundpreis 4 Mark\n\nNeue Farbdrucke dcs Verlags Der Sturm\nMarc Chagall:\nIch und das Dorf ' Gemalde v Grundpreis 2 Mark\nJohannes Itten:\nBildnis eines Kindes ' Gemalde * Grundpreis 2 Mark\nPeri:\nStrasse ' Gemalde ' Grundpreis 1 Mark\nMichael Larionoff und Natalie Gontscharowa:\nTheaterdekorationen und Kostumskizzen \" Grundpreis je 1,50 Mark\n\nV\nrJ^\nE i ntadungen\nAUSSTATTUNG PER SALE:\nPAUL BUSCH\nNELL WALDEN\nWILLIAM WAUER\n' ■*'\nKarten dutch den Sturm"}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "18", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192301-01.1.20", "texte": "Verantwortlich für die Schriftleitung: Lothar Schreyer / Verlag Der Sturm G. m. b. H. / Berlin W9\nDruck: C. Basista & Co. / Berlin NO 18\n\nMONATSSCHRIFT DER STURM / Vierzehntes Jahr\nErscheint am funften jeden Monats\nMit mehrfarbigen Kunstbeilagen, Holzschnitten (stets vom Stock gedruckt) und Zeichnungen\nDauerbezug: Ein Vierteljahr 1000 Mark / Ausland: 3 Schweizer Franken / Einzelheft 400 Mark\nVollstandige Exemplare des 6. bis 8. Jahrgangs nur noch in wenigen Exemplaren vorhanden je Grundpreis\n20 Mark / 9. bis 12. Jahrgang Grundpreis 10 Mark / 1. bis 5. und 8. Jahrgang vergriffen / Einzelhefte alter\nJahrgange Grundpreis 1 Mark\nVon alien Holzschnitten der Zeitschrift Der Sturm sind signierte und nummerierte Handdrucke, von den\nmeisten Zeichnungen Kunstdrucke kauflich zu erwerben. Die Originale sind verkauflich.\nSturmbtihne / Jahrbuch des Theaters der Expressionisten /1. bis 8.Folge / jede Folge Grundpreis 20 Pfennig\n\nKUNSTAUSSTELLUNG DER STURM\nBERLIN W 9 / POTSDAMER STRASSE 134a / AM POTSDAMER PLATZ\nGeoffnet taglich von 10—6 Uhr / Son ntags von 11—2 Uhr / Monatlicher Wechsel\nHundertfunfzehnte Ausstellung\nJanuar 1923\nJohannes Molzahn\nRobert Michel\nSturm'Gesamtschau\nHundertsechszehnte Ausstellung\nFebruar 1923\nMoholyvNagy\nPeri\nSturm'Gesamtschau\n\nBucher aus dem Verlag Der Sturm mit neuen Grundpreisen\nAugust Stramm\nDu J Liebesgedichte / 4. Auflage / 2.50 Mark\nTropfblut / Gedichte / geb. 7.50 Mark\nGesammelte Dichtungen / 2 Bande / Jeder Band\n5 Mark\nPaul Scheerbart\nGlasarchitektur / In 111 Kapiteln / 3.50 Mark\nErnst Marcus\nDas Erkenntnisproblem / 3.50 Mark\nKurt Heynicke\nRings fallen Sterne / Gedichte / 2.50 Mark\nRudolf Bltimner\nDer Geist des Kubismus und die Kunste / 4 Mark\nLothar Schreyer\nDie neue Kunst / 1.50 Mark\nDie Grundpreise sind mit der jeweils festgesetzten\nHerwarth Walden\nDie neue Malerei\nEinfuhrung in den Expressionismus / 3 Mark\nDas Buch der Menschenliebe / Roman / 2.50 Mark\nSturm'Bilderbucher\nGanzseitige Abbildungen der Hauptwerke\nI Marc Chagall / neue Auflage erscheint Februar\nII Alexander Archipenko\nIII Paul Klee\nIV Kurt Schwitters\nJeder Band 4.50 Mark\nV Maler des Expressionismus / 15 Farbdrucke:\nChagall I Kandinsky / Marc usw. / 12.50 Mark\nKokoschka-Mappe: Menschenkopfe / 12 Mark\nSchlusselzahl zu multiplizieren. Zur Zeit: 700\n\nDer Sturm fibernimmt die Veranstaltung von\nSturm - Ausstellungen (Gesamtschau und Einzel'\nausstellungen) in alien StSdten und Landern.\nDer Sturm vermittelt n u r den Verkauf von\nWerken der Kunstler, die er durch eigene Aus-\nstellungen anerkennt.\n\nStandige Verkaufsstelle fur Graphik\nVerlag Dcr Sturm G. m. b. H.\nPotsdamer StraBe 134 a / Gartenhaus rcchts II\n\nIm Januar erschienen:\nKurt Schwitters:\nDie Blume Anna / Eine Gedichtsammlung\nJahren 1918-1922\n* *\nKurt Schwitters:\nAugustc Bolte / Ein Roman\nGrundpreise: 2 Mark\n\nVeranderung s 2 m tlicher Prcise jc d c r z tit vorbehalten"}]}