{"numero_id": "bm-bmtnabg-1923-02-01-01", "volume": "bmtnabg_1923-02-01_01", "ocr_sha256": "f699ef9b3214d938d324efd018dd896e770f10b249f81a489e4be7a3c8c3bd9c", "source_tei": "https://github.com/Princeton-CDH/bluemountain-transcriptions/blob/main/periodicals/bmtnabg/issues/1923/02/01_01/bmtnabg_1923-02-01_01.tei.xml", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabg/issues/1923/02/01_01/bmtnabg_1923-02-01_01.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabg-1923-02-01-01-c001", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-02-01_01#c001", "volume": "bmtnabg_1923-02-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "couv. 1", "page_fin": "couv. 1", "image_debut": 1, "image_fin": 1, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.2.1", "titre_corps": "Peri: Linoleumschnitt / Vom Stock gedruckt", "titre_sommaire": "Peri: Linoleumschnitt / Vom Stock gedruckt", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.1", "debut_caractere": 107, "fin_caractere_exclue": 149, "texte": "Peri: Linoleumschnitt / Vom Stock gedruckt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1923-02-01-01-c002", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-02-01_01#c002", "volume": "bmtnabg_1923-02-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "17", "page_fin": "31", "image_debut": 3, "image_fin": 17, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.2.2", "titre_corps": "Die Insel : Tragödie", "titre_sommaire": "Die Insel : Tragödie", "signature_source": "Herwarth Walden", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "17", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.3", "debut_caractere": 42, "fin_caractere_exclue": 1849, "texte": "Die Insel\nTragödie\nHerwarth Walden\n\nGarten\nDie Prinzessin\nProfessor\nDer andere Professor\nDieser glückliche Zufall\nDie Prinzessin\nIhnen muss das Glück zufallen\nDer andere Professor\nIch habe etwas vergessen\n• '\nDie Prinzessin\nSie haben mein Glück entdeckt\nDer andere Professor\nIch habe mich vergessen\nDie Prinzessin\nWollen Sie mit mir flüchten\nDer andere Professor\nWir werden entdeckt\nDie Prinzessin\nDer Entdecker entdeckt\nDer andere Professor\nWer entdecken will, dem ist alles verdeckt\nDie Prinzessin\nReissen wir die Decken ab. Unter ihnen\nschimmert unser blaues Land\nDer andere Professor\nWir kommen nicht über das Meer, das Ziel\nmuss uns suchen\nDie Prinzessin\nIch liebe Dich Du, Lass alle Schiffe fahren\nDer andere Professor\nEin Strahl bricht auf im Westen\nDie Prinzessin\nIch friere. Hülle mich in Deine Arme\nDer andere Professor\nPrinzessin, oben thront der König\nDie Prinzessin\nMein Blut ist die Majestät meines Sterbens\nDer andere Professor\nPrinzessin, oben droht der König\nDie Prinzessin\nFürchtest Du meine Liebe\nDer andere Professor\nDeine Liebe ist ein Brennen, ihr verglühen\nalle Meere\nDie Prinzessin\nMeine Arme sind Fackeln, die nach dem\nLand meiner Sehnsucht zittern\n-Der andere Professor\nIch taumle im Glanz Deines Lichtes\nDie Prinzessin\nMeine Stimme schwingt sich auf in die\nFerne, hell ruft sie über die Welt hinaus:\nDu\nDer andere Professor\nDu\nDie Prinzessin\nJagt mir das Leben nach, ein drohender\nKönig, ich wende mich, ich jage dem Leben\nnach, meinem rauschendem Blutstrom, Er\ngiesst über die Länder sich hin, hin zu\nmeiner blauen Insel, zu meiner Herzensinsel\nzu mir, zu mir.\nDer andere Professor\nPrinzessin\nDie Prinzessin\nBufst Du mich, da ich in Dir bin\nDer andere Professor\nWir träumen\nDie Prinzessin\nAus Träumen jage ich Deinem Wachen nach\nDer andere Professor\nIch wache für Sie, Prinzessin"}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "18", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.4", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2602, "texte": "Die Prinzessin\nIch bin in Dir\nDer andere Professor\nIch wache für Sie, Prinzessin\nDie Prinzessin\nAlles überwacht mich, Vater und Staat und\nLeben. Nun bin ich verdeckt in Dir\nDer andere Professor\nUnd ich muss entdecken Prinzessin. Das\nSchicksal zwingt\nDie Prinzessin\nMich kann das Schicksal nicht zwingen,\ndenn ich bin in Dir\nDer andere Professor\nDein Schrei klingt aus mir, dass die Erde\naufhorcht\nDie Prinzessin\nIch knie im Vorhof Deines Herzens. Lass\nmich hinein. Tiefer und tief. Dass mein\nSchrei in Deinem Blut ertrinkt\nDer andere Professor\nDeine Stimme blutet über alle Herzen\nhinaus. Deine Stimme ist der Blick er-\nschrockener Kinderaugen, die vor dem\nLeben zittern\nDie Prinzessin\nSchütze mich\nDer andere Professor\nMein Herz blutet in Deiner Liebe, weit auf-\ngetan, schutzlos der Erde hingegeben\nDie Prinzessin\nSo trage mich fort von der Erde\nDer andere Professor\nUnd willst Du mir vom Himmel leuchten,\nmein blonder Stern\nDie Prinzessin\nIch bin in Deinem Himmel\nDer andere Professor\nStern meiner Erde\nDie Prinzessin\nSo zieh mich doch ein einziges Mal hinab\nauf die Erde, hinauf in das Leben, damit\nich in Deiner Liebe erlöschen kann\nDer andere Professor\nErwachen Sie, Prinzessin. Der Tag scheint.\nIhm dunkeln alle Sterne\nDie Prinzessin\nBin ich ein Stern, bin ich Dein Stern, immer\nsoll es Tag sein. Niemandem werde ich\nleuchten\n* vr\nDer andere Professor\nAuf allen Glanz willst Du verzichten\nDie Prinzessin\nDu bist die Erde meines Sternes\nDer andere Professor\nIch bin nicht Erde Prinzessin. Ich fliesse\nDie Prinzessin\nSo gib mir einen Tropfen Glück\nDer andere Professor\nMein Glück ist zu verlieren Prinzessin\nDie Prinzessin\nIch will mich lösen, ich muss mich lösen.\nVon Hof und Haus. Von Siadt und Land.\nVon Vater und Mann. Du sollst mir helfen.\nDu\nDer andere Professor\nIch liebe Dich Prinzessin mit dem Goldhaar.\nDarum muss ich Dich lassen\nDie Prinzessin\nUnd schenkst Du mir eine Insel zur Ein-\nsamkeit. Küss mich die Nacht eines\nTraumes. Mein Herz schreit, ein Wildvogel.\nSeine Flügel schlagen gegen Deinen Leib\nDer andere Professor\nNie darf ich Sie berühren Prinzessin\nDie Prinzessin\nDu darfst nicht\nDer andere. Professor\nNie werde ich Sie berühren Prinzessin\nDie Prinzessin\nMein Leib brennt weiss. Sei menschlich,\nMensch\nDer andere Professor\nIch bete zu Dir Prinzessin\nDie Prinzessin\nSei menschlich Mensch in meiner Liebe\nDer andere Professor\nIch bete zu Dir Prinzessin. Nie werde ich\neine Blüte brechen -\nDie Prinzessin\nSo muss ich Dich aus Deinen Träumen\nwecken, da ich Dich liebe. Über mich\nselbst hinaus\nDer andere Professor\nNie werde ich eine Blüte brechen\nDie Prinzessin\nSie ist gebrochen"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "19", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2312, "texte": "£)er andere Professor\nWas sagst Du\nDie Prinzessin\nKüsse mich\nDer andere Professor\nWas sagst Du\nDie Prinzessin\nWarum hast Du mich nicht in die Arme\ngenommen\nDer andere Professor\nPrinzessin, Du Blondtraum frühsten Kinder-\nsehnens, Du Sehnen frühsten Jünglings-\ntraumes, Du Mädchentraum des Mannes\nüber Meeren. Wer nahm Dich, da ich nie\nzu nehmen wagte\nDie Prinzessin\nMeine Sehnsucht sprang in die Liebe hinaus.\nNun schenkst Du mir die Insel zur Ein-\nsamkeit\nDer andere Professor\nEin Mann wagte, was ich nicht träumte\nDie Prinzessin\nEin Mann. Ein Affe >\nDer Professor\nVerzeihung Königliche Hoheit, verzeihen Sie\nHerr Professor, die Gräfin ist ohnmächtig\nDie Prinzessin\nDas ist sie immer\nDer Professor\nKönigliche Hoheit waren so erregt\nDie Prinzessin\nWas geht Sie das an\nDer Professor\nBei dem Interesse, das die Gräfin meiner\nKunst zuwendet\nDie Prinzessin\nAffe\nDer andere Professor\nWas sagen Sie\nDie Prinzessin\nUnd Männer suchen Unschuld\nDer andere Professor\nPrinzessin\nDie Prinzessin\nWenn Sie mich suchen, ich lebe auf der\nInsel zur Einsamkeit. Hier. Ich breche\nIhnen eine Blüte. Wenn Sie gebrochene\nBlüten nicht mögen, werfen Sie sie fort.\nSie anderer Professor\nDer Professor\nIch verstehe kein Wort. Was meinen König-\nliche Hoheit, hochgeschätzter Freund\nDer andere Professor\nIch bin nicht Ihr Freund\nDer Professor\nDas wohlerwogene Interesse Ihrer König-\nlichen Hoheit, der ausgesprochene Befehl\nder edeligsten Gräfin\nDer andere Professor\nSie Heuchler\nDer Professor\nWenn Sie ruhigen Blutes sein werden Herr\nProfessor\nDer andere Professor\nWollen Sie mir nicht aus dem Wege gehen\nDer Professor\nIch wusste gar nicht, dass ich Ihnen im\nWege stehe\nDer andere Professor\nTreten Sie doch nicht auf die Blüten\nDer Professor\nWenn man immer abseits stehen soll\nDer andere Professor\nUm Ausreden sind Sie nie verlegen\nDer Professor\nIch kann mir eigentlich als Mann nicht ge-\nfallen lassen\nDer andere Professor\nAffe\nDer Professor\nDas soll Ihnen teuer zu stehen kommen\nDer andere Professor\nAuf die Knie, Hund\nDer andere Professor entfernt sich gebeugt\nund langsam\nDer Professor bleibt angstvoll auf den Knien\nDer König\nIst das nicht unser Maler in den Blüten\nDer Fürst\nEr probiert offenbar seine beliebten Knie-\nstücke\n>\nDer König\nWarum liegen Sie hier herum\nDer Professor\nDie Ehrfurcht vor Euer Majestät\nDer König\nGehen Sie fort"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "20", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2676, "texte": "Der Professor\nWenn Majestät gestatten\nDer Fürst\nKünstler sind Kriecher. Ich mag die Kerle\nnicht\nDer Professor entfernt sich rückwärts nach\nder anderen Seite\nDer König\nIch gestehe offen Hoheit, dass ich mein\nKind ungern gezwungen hätte. Ich freue\nmich um so mehr, dass Hoheit einen Ent-\nschluss herbeigeführt haben\nDer Fürst\nDiese Unschuld berührt mich ungemein\nsympatisch Majestät. Ich werde der Prin-\nzessin Müsse geben, sich zu finden. Viel-\nleicht kann eine weibliche Persönlichkeit\nmit feinstem Takt\n»\nDer König\n.\nDie Gräfin ist ausserordentlich geeignet. Sie\nist voll Delikatesse. Und unsere Länder\nwerden glücklich sein\nDer Fürst\nSo bliebe nur die Erbschaftsfrage zwischen\nuns zu erörtern. Gesetzt den Fall, dass\nmir Leibeserben versagt bleiben\nDer König\nVielleicht könnte man den Minister zu Rate\nziehen\nDer Fürst\nIch würde meinen jüngeren Bruder in Vor-\nschlag bringen\nDer König\nMir erscheint es im Interesse unserer Länder\nangebracht, die Hochzeit zu beschleunigen\nDer Fürst\nKönigliche Hoheit wünschten zunächst zu\nverreisen\nDer König\nDie Prinzessin könnte Ihr Land kennen\nlernen\nDer Fürst\nKönigliche Hoheit sprachen von ihrer Insel\nDer König\nEiner meiner Professoren hat irgendwo im\nMeer ein Stück Oedland entdeckt, das nicht\neinmal auf unsern Karten verzeichnet ist.\nEin durchaus ungeeigneter Aufenthalt für\n.-v ; 112 >.\nMenschen, wie ich mir habe erklären lassen.\nEine durchaus kindliche Idee der Prinzessin,\ndie ich ihr ausreden lassen werde\nDer Fürst\nKönigliche Hoheit haben einen festen Willen\nDer König\nHätte ich Näheres von dieser sogenannten\nInsel gewusst, nie hätte sie Irenes Land\nheissen dürfen\nDer Fürst\nProfessoren haben immer absurde Ideen\nDie Gräfin\nMajestät darf ich um die Ehre einer kurzen\nUnterredung, verzeihen Hoheit\nDer Fürst\nIch darf Majestät um Urlaub bitten\nDie Gräfin\nNur die höchste Angst zwingt mich, Majestät,\ndie Form zu verletzen\nDer König\nDie Prinzessin\nDie Gräfin\nKönigliche Hoheit gingen ohne Begleitung in\nden Garten, um dort Professor Fürst zu\ntreffen\nDer König\nWer ist das schon wieder\nDie Gräfin\nDer Entdecker von Irenes Land. Majestät\ndürfen ihn nicht mehr empfangen, König-\nliche Hoheit interessiert sich zu sehr für ihn\nDer König\nWie Sie es für richtig halten Gräfin. Doch\nübertreiben Sie. Für junge Mädchen, selbst\nwenn sie Prinzessinnen sind, liegt wohl ein\nReiz in fernen Ländern und Menschen\nDie Gräfin\nDer Professor ist sehr nah Majestät\nDer König\nIch schätze Ihre Sorge Gräfin\nDie Gräfin\nAuch ein Professor ist ein Mann Majestät\nDer König\nDer entdeckt sich erst Erde und Menschen.\nEr hat ganz absurde Ideen, habe ich mir\nsagen lassen. Aber Sie sollen beruhigt\nwerden Gräfin. Ich sende ihn sofort wieder\nauf Entdeckungen"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "22", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.8", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2056, "texte": "Der Adjutant\nMajestät, es ist die höchste Zeit\nDer König\nHaben Sie die Prinzessin gesehen\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit ist ausgeritten\nDie Gräfin\nMeine Ahnung\nDer Adjutant\nVerzeihung Majestät, aber Königliche Hoheit\nsahen wie ein Märchen aus. Das ganze\nHaar voll blauer Rlüten\nDie Gräfin\nWie unpassend\nDer Adjutant\nVerzeihung, Gräfin, sind Sie nicht vielleicht\nzu streng\nDer König\nEine Rraut darf blaue Blüten tragen. Kom-\nmen Sie lieber Graf, ich werde Ihnen mein\nneuestes Bild schenken\nEmpfangssaal der Prinzessin\nDie Prinzessin\nDie Gräfin war also sehr nervös\nDer Adjutant\nMajestät schien sogar unangenehm berührt\nzu sein\nDie Prinzessin\nIhre Augen jagten hinter mir her\nDer Adjutant\nMeine Augen waren aufgetan vor so viel\nSchönheit\nDie Prinzessin\nWir haben nie zusammen gesprochen\nDer Adjutant\nIch darf nichts sagen\nDie Prinzessin\nSie lieben mich erst seit heute\n*\nDer Adjutant\nMein Mund schweigt und meine Augen\nsenken sich\nDie Prinzessin\nWollen Sie mir helfen\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit haben zu befehlen\nDie Prinzessin\nWas halten Sie von Professor Fürst\nDer Adjutant\nEin weltferner Schwärmer\nDie Prinzessin\nIst er ein Mann\nDer Adjutant\nWas meinen Königliche Hoheit\nDie Prinzessin\nSind Sie ein Mann\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit\nDie Prinzessin\nWollen Sie mir ganz offen etwas sagen»\nAls ob Sie Mann zu Mann sprechen\nDer Adjutant\nWenn es sich mit meiner Ehrfurcht ver-\neinigen lässt\nDie Prinzessin\nHaben Männer Ehrfurcht vor einander\nDer Adjutant\nNur Männer haben Ehrfurcht vor einander\nDie Prinzessin\nSo antworten Sie sich selbst Oder haben\nSie Ehrfurcht auch vor sich\nDer Adjutant\nIch werde antworten. Mein Wort\nDie Prinzessin\nWürden Sie ein schuldiges Mädchen lieben\nkönnen\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit\nDie Prinzessin .\nIhr Wort\nDer Adjutant\nDer Reiz der Unschuld\n♦\nDie Prinzessin\nIst Unschuld Reiz\nr\nDer Adjutant\nDer Mann sucht Unteilbares\n♦\nDie Prinzessin\nSo können Sie keine Frau lieben\nDer Adjutant\nWo wollen Königliche Hoheit hinaus\nDie Prinzessin\nIch will hinaus, fort zu Euch allen, fort\nvon der Erde.\nDer Adjutant\nDas Leben ist hart"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "23", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.9", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2163, "texte": "Die Prinzessin\nDas Leben nicht. Die Menschen sind es.\nDie Männer sind es. Ihr fordert was Ihr\nnehmt\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit haben nur zu fordern\nDie Prinzessin\nIst Fordern, was andere nehmen können.\nIch darf fordern und alles hat man mir\ngenommen\nDer Adjutant\nMan wird Eure Königliche Hoheit auf Hän-\nden tragen\nDie Prinzessin\nSie sind wie die andern. Ich habe Sie auf\nIhren Blick für einen Menschen gehalten\nDer Adjutant\nDie Ungnade Euer Königlichen Hoheit\nDie Prinzessin\nGehen Sie\nDer Adjutant\nWenn Königliche Hoheit mich rufen, ich\nwerde stets zur Stelle sein\nDie Prinzessin\nDas ist Ihre Stellung\nDer Adjutant\nPrinzessin\nDie Prinzessin\nSie wollen mir nicht Mensch sein\nDer Kammerdiener\nHerr Professor Vogel bitten um die Ehre\nDie Prinzessin\nEr möge der Gräfin seine Kunst anbieten\nDer Kammerdiener\nDie Gräfin ist leidend\nDie Prinzessin\nDeshalb soll ich für die Gräfin leiden. Sie\nkönnen gehen\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit wollen über mich be-\nfehlen\nDie Prinzessin\nLassen Sie den Mann kommen. Ist es nicht\nlangweilig, immer anzumelden\nDer Kammerdiener\nKönigliche Hoheit fühlen mit den Menschen\nDie Prinzessin\nIch bin ein Mensch. Ein Mensch wie Ihr alle\nDer Kammerdiener wirft sich auf die Knie\nund stürzt schnell fort\nDer Professor steht in der Tür\nDie Prinzessin\nWas wollen Sie\nDer Professor\nKönigliche Hoheit sehen mich aufs Tiefste\nverletzt\nDie Prinzessin\nSind Sie ein Mann\nDer Professor\nDieser Professor Fürst hat mich tödlich\nbeleidigt\nDie Prinzessin\nWas geht mich das an\nDer Professor\nKönigliche Hoheit haben ihn auf mich gehetzt\nDie Prinzessin\nSind Sie verrückt\nDer Professor\nVon königlicher Hoheit lasse ich mir alles\ngefallen\nDie Prinzessin\nHüten Sie Ihre Zunge\nDer Professor\nIm Interesse Euer Königlichen Hoheit\nDie Prinzessin\nWissen Sie nicht, vor wem Sie stehen\nDer Professor\nIch werde nie vergessen, dass eine Prinzessin\nMensch sein kann\nDie Prinzessin\nSie haben es zu vergessen\nDer Professor\nNun, da der andere kommt, der nicht mehr\nist als ich\nDie Prinzessin\nWollen Sie mir drohen\nDer Professor\nIch wollte meine Rechte vergessen\nDie Prinzessin\nIhre Rechte\nDer Professor\nAber die Nacht werde ich nie vergessen\nDie Prinzessin\nWelche Nacht"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "24", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2325, "texte": "Der Professor\nDa ich Ihnen etwas war\nDie Prinzessin\nSie Affe. Gehen Sie oder ich lasse Sie\nhinauswerfen\nDer Professor\nMein Stolz als Künstler und Mensch\nDer Kammerdiener hinter der Tür\nSie dürfen nicht hinein\nDer andere Professor öffnet die Tür\nDer Mensch will mich nicht melden\nDer Kammerdiener\nVielleicht bin ich mehr Mensch als Sie\nDie Prinzessin\nWas unterstehen Sie sich\nDer Kammendiener\nDer allerstrengste Befehl Seiner Majestät\nDie Prinzessin\nIn diesen Räumen bin ich Majestät\nDer andere Professor\nHat er Sie beleidigt\nDie Prinzessin\nHabe ich Sie gerufen\nDer Professor\nHaben Sie Achtung vor der Ehre Ihrer Kö-\nniglichen Hoheit\nDie Prinzessin\nWas unterstehen Sie sich\nDer andere Professor\nVerlassen Sie diese Räume\nDie Prinzessin\nHaben Sie hier zu befehlen\nDer Professor\n%\nSie massen sich Rechte an\nDer andere Professor\nHinaus mit Ihnen\nDer Professor\nRechte, die andere vielleicht besitzen\nDer andere Professor\nBeten Sie schnell und kurz. Denn Sie haben\ngelebt\nDie Prinzessin\nSie dürfen keine Menschen töten\nDer andere Professor\nIst das ein Mensch, der Blüten bricht\nDie Prinzessin\nIch bin ein Mensch wie alle\nDer Professor stürzt schnell hinaus\nDer andere Professor\nWie konnten Sie sich das antun\nDie Prinzessin\nWas wollen Sie von mir\nDer andere Professor\nIch habe Sie gesucht auf allen Meeren\nDie Prinzessin\nUnd haben meine Insel gefunden\n.\nDer andere Professor\nIch habe den Weg zu Ihnen gesucht auf\nallen Meeren. Gott liess mich das Stückchen\nErde finden, auf dass ich mich vor Sie\nstellen konnte.\nDie Prinzessin\nSo ist es Ihre Insel\nDer andere Professor\nWarum haben Sie nicht gewartet\nDie Prinzessin\nSie suchen das Unmögliche\nDer andere Professor\nWas möglich ist braucht nicht gesucht zu\nwerden\nDie Prinzessin\nIhr Suchen ist Sucht\nDer andere Professor\nSehnsucht\nDie Prinzessin\nSehnsucht braucht kein Ziel\nDer andere Professor\nZiel ist Ende\nDie Prinzessin\nZiellos ist darum die Liebe. Ich küsse her,\nich küsse hin. Kein Mann kann mir den\nFrieden geben. Friedlos ist die Liebe\nDer andere Professor\nFriedlos ist die Sehnsucht\nDie Prinzessin\nFriedlos sind die Menschen. Wir alle leben\nauf der Insel unseres Traums\nDer andere Professor\nKäme ich doch über mich hinweg\nDie Prinzessin\nOeffnen Sie die Augen. Sehen Sie ohne\nFühlen. Fühlen Sie ohne Sehen. Das ist\ndas Glück des Lebens\nDer andere Professor\nIch brauche es nicht"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "26", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.12", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2327, "texte": "Die Prinzessin\nAber ich brauche es. Ich brauche es von\ndem, der es nicht braucht. Entfliehen Sie\nmit mir\nDer andere Professor\nUnmöglich\nDie Prinzessin\nSuchen Sie nicht das Unmögliche\nDer andere Professor\nSie verwirren mich\nDie Prinzessin\nVerwirrt Sie das Unmögliche, indess Sie\ndas Leben suchen\nDer andere Professor\nDer Traum ist nicht zu leben\nDie Prinzessin\n♦\nAber das Leben ist zu träumen, wenn ihr\nTräumer leben könntet\nDer andere Professor\nPrinzessin. Wach bin ich. Schöner sind\nSie, als mein Traum Ihrer Schönheit. Meine\nArme sind ohne Kraft. Ich bin zu sehr\nversunken. Meine Hand kann nur winken.\nDie Prinzessin\nUnd wenn ich Ihre Hand halte\nDer andere Professor\nSo ziehen Sie mich hinab\nDie Prinzessin\nWarum haben Sie nicht auf mich gewartet\nDer andere Professor\nIhre Schönheit leuchtet im Flattern Ihrer\nLiebe\nDie Prinzessin\nNiemand kann mich nehmen\nDer andere Professor\nDarf Dir die Flügel brechen, der Dich liebt\nDie Prinzessin\nTöte mich, damit ich Friede finde\nDer andere Professor\nIch darf keine Menschen töten\nDie Prinzessin\nSo muss ich rastlos treiben\nDer andere Professor\nHeimat ist die Insel unseres Traums\nDie Prinzesein\nDie Insel zur Einsamkeit\nDer König\nWas tun Sie hier\nDer Kammerdiener\nDer Herr Professor hat sich den Eintritt\nerzwungen\n*\nDer Professor\nIch kann es bezeugen\nDer andere Professor\nIch bin zur Abschiedsaudienz empfangen\nMajestät\nDer König\nSie handeln gegen meinen ausdrücklichen\nBefehl\nDer andere Professor\nMajestät, ich bitte Sie um die Hand der\nPrinzessin\nDer König\nSind Sie verrückt\nDer Professor\nEr ist grössenwahnsinnig\nDer andere Professor\nMir gehört die Prinzessin. Ich habe Ihr\nmeine Insel geschenkt\nDer König\nEr ist verrückt. Man führe ihn hinaus\nDer andere Professor\nKeiner rühre mich an\nDer König\nDie Wache Graf. Lassen Sie ihn fesseln\nDie Prinzessin\nRühren Sie ihn nicht an Graf\nDer König\nDu wagst für ihn zu sprechen\nDer Adjutant\nDarf ich Majestät bitten, mir die Ausführung\ndes Befehls zu überlassen\nDer König wendet sich zum Gehen\nDie Prinzessin\nHöre mich Vater. Er hat mich besessen,\nVorgemach des Königs\nDer König\nSo hoffe ich, dass durch die Einsicht Euer\nHoheit noch alles zum guten Ende führen\nwird\nDer Fürst\nEs besteht für mich nicht der geringste\nZweifel, dass die Beseitigung der Krankheit\nam besten durch die grösstmögliche Be-\nschleunigung der Hochzeit erzielt werden"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "28", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.14", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2441, "texte": "kann. Die krankhafte Erregung der Phan-\ntasie wird durch die Tatsache sofort ver-\nschwinden\nDer König\nEs handelt sich noch darum, die Zeugen\ndieses peinlichen Vorfalls zu beseitigen.\nWenn ich auch keinen Zweifel in die Treue\nund Verschwiegenheit meines Adjutanten\nsetze „\nDer Fürst\nMan könnte ihn vielleicht zum Gouverneur\nder neuentdeckten Insel machen\nDer König\nIch glaube, dass der Graf vorzügliche Ver-\nwaltungseigenschaften besitzt\nDer Fürst\nDer Kammerdiener hat sich so bewährt,\ndass er dem zukünftigen Gouverneur von\nIrenes Land gewiss hervorragende Dienste\nleisten wird\nDer König\nHoheit überraschen mich durch Ihre Fähigkeit\nDer Fürst\nUnd dieser Malersmann kann dort Land\nund Leute malen. Künstler interessieren\nsich immer für das Ferne.\nDer König\nDie Geisteskrankheit des Professors Fürst\nist wohl über alle Zweifel erhaben\nDer Fürst\nWenigstens für einige Wochen\nDer König\nAber man kann den Mann nicht freilassen\nDer Fürst\nMan könnte ihm bedeuten, dass es ausser-\nhalb des Reiches noch viel zu entdecken\ngibt\nDer König\nUnd wenn er sich weigert\nDer Fürst\nEr wird nicht sein ganzes Leben lang krank\nsein wollen\nDer König\nSo hoffe ich, dass wir ans Ziel kommen\nDer Fürst\nUnd wie ist das Befinden Ihrer Königlichen\nHoheit\nDer König\nMein Leibarzt ist durchaus zufrieden. Brom\nwirkt immer Wunder\nDer Fürst\nIch traue mir zu, durch meine Besonnen-\nheit Königliche Hoheit von ihrem Glück\nzu überzeugen\nDer König\nManchmal ist es hart, das Glück\nDer Fürst\nMan darf die Frauen nicht tragisch nehmen\nMajestät Wir denken und sie lieben\nDer König\nDie Seele ist schliesslich nur Ersatz\nDer Fürst\nDie Liebe ergibt sich immer von selbst\nDer König\nWir leben in einer ungesunden Zeit\nDer Fürst\nDie Wissenschaft ist eine zu einseitige Be-\nschäftigung. Man darf solche Leute nicht\nunter die Masse lassen\nDer König\nKultur ist Körperpflege\nDer Fürst\nNiemand will gehorchen. Wie soll man\nda für Menschen sorgen\nDer König\nWenn die Leute ahnten, welche Sorgen\nman mit ihnen hat\nDer Fürst\nDie Leute sind nun einmal unbesorgt\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit sind erwacht\nDer König\nMein lieber Graf, ich danke Ihnen für Ihre\nTreue\nDer Adjutant\nMajestät machen mich stolz\nDer König\nDie Sorge, die Sie um Ihre Königliche Ho-\nheit, meine geliebte Tochter, bewiesen ha-\nben, hat mich bewogen, Ihnen meine be-\nsondere Huld zu beweisen. Sie sind hier-\nmit zum Gouverneur von Irenes Land er-\nnannt\nDer Adjutant\nMajestät, Verzeihung, darf ich prüfen, ob\nmeine Fähigkeiten"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "29", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.15", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2507, "texte": "Der König\nMein Hofzug wird Sie noch heute bis zur\nKüste bringen. Dort steht mein schnellstes\nSchlachtschiff bereit. Aus besonderer Gnade\nwird Ihnen der jetzige Kammerdiener ihrer\nKöniglichen Hoheit als Leibdiener beige-\ngeben. In Ihre Gefolgschaft nehmen Sie\nden Professor, der die aparten Kniestücke\nmacht. Er soll mir alles malen. Ich bin\ngespannt, mein neues Land kennen zu lernen\nDer Adjutant\nMajestät\nDer König\nKeinen Dank mein lieber Graf\nDer Adjutant\nIch bitte um die Gnade, mich von Ihrer\nKöniglichen Hoheit verabschieden zu dürfen\nDer Fürst\nIch glaube, dass der Gesundheitszustand\nIhrer Königlichen Hoheit es nicht angebracht\nerscheinen lässt, Aufregungen zu ertragen\nDer Adjutant\nMajestät, Hoheit. Gott schütze die Prin-\nzessin\nDer Fürst\nDafür lassen Sie mich besorgt sein\nDie Prinzessin\nIch wünsche mit Ihnen allein zu reden, Hoheit\nDer König\nHast Du kein Wort des Grusses für Deinen\nVater\nDie Prinzessin\n%\nTrauern Sie um mich, mein lieber Graf\nDer Fürst\nDie Freude, Königliche Hoheit wieder ge-\nsund zu sehen\nDer König\nHerr Gouverneur\nDer Adjutant zieht sich schweigend zurück\nDer König\nIch erwarte Hoheit später mit meiner Tochter\nDie Prinzessin\nSie müssen ihm helfen\nDer Fürst\nEr ist zum Gouverneur von Irenes Land\nernannt\nDie Prinzessin\nDer Professor\nDer Fürst\nDer Adjutant\nDie Prinzessin\nSie müssen ihm helfen\nDer Fürst\nEr ist in den Händen des besten Arzles.\nDer Zustand ist nicht hoffnungslos\nDie Prinzessin\nWas habt Ihr mit ihm vor\nDer Fürst\nDer Mann hat sich überanstrengt. Er braucht\nRuhe und Pflege\nDie Prinzessin\nIch habe ihm die Sinne verwirrt\nDer Fürst\nDer Mann muss für die Frau leiden\nDie Prinzessin\nFürchten Sie sich nicht vor mir\nDer Fürst\nDer Mann muss durch die Frau leiden\nDie Prinzessin\nUnd wenn der Mann die Frau nicht braucht\nDer Fürst\nDann muss er um die Frau leiden\nDie Prinzessin\nSie müssen dem Professor helfen. Er liebt\nnicht, was ich bin. Sperren Sie ihn nicht\nein, der in sich versperrt ist. Machen Sie\nihn zum Herrscher seiner Insel\nDer Fürst\nEr darf nicht über Irenes Land herrschen\nDie Prinzessin\nNun nenne ich sie die Insel zur Einsamkeit.\nIch kann nicht einsam sein. Ich kann nicht\nzweisam sein. Ich sehnte es. Nun bin ich\nvielsam verfallen\nDer Fürst\nKönigliche Hoheit träumen\nDie Prinzessin\nWas ich träume, wenn ich träume, wünsche\nich. Was ich wünsche, wenn ich wünsche,\nist es geschehen. Geben Sie mich frei Hoheit\nDer Fürst\nWir auf der Höhe müssen uns opfern können\nDie Prinzessin\nSo geben Sie ihn in seiner Tiefe frei\nDer Fürst\nDer König hat zu befehlen\n/"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "30", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.16", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2367, "texte": "Die Prinzessin\nVerbergen Sie sich hinter dem König\nDer Fürst\nIhnen ist der König Vater\nDie Prinzessin\nBitten Sie für mich und ihn\nDer Fürst\nSo stehe ich Ihnen näher als der Vater\nDie Prinzessin\nFern seinem Blute steht der Mensch. Nie\nwill der Vater das Blut seiner Tochter fühlen\nDer Fürst\nUnd wenn ich ihn freigebe, auf immer muss\ner dieses Land verlassen\nDie Prinzessin\nEr lebt dort, wo die Blumen lachen\nDer Fürst\nWann lachen die Blumen\nDie Prinzessin\nUeber Menschen, die nicht blühen können\nDer Fürst\nSie werden mir blühen Prinzessin\nDie Prinzessin\nSturm jagt über mich. Ich blühe\nDer Fürst\nNun sind Sie auf der Erde Prinzessin.\nSchicken Sie ihn in den Himmel\nDie Prinzessin\nOefFne die Tür. Man führe den Professor\nzum König\nDer Fürst\nIch warte auf Eure Königliche Hoheit bei\nMajestät\nSchweigen\nDer andere Professor\nDer König hat mich gerufen\nDie Prinzessin\nIch habe Sie gerufen\nDer andere Professor\nIch höre Ihr Rufen nicht\nDie Prinzessin\nDu hast mich zu sehr geliebt\nDer andere Professor\nWo soll ich meine Liebe lassen, da Du sie\nnicht halten kannst\nDie Prinzessin\nDu liebst die Liebe. Nicht mich\n' * V. . <■\nDer andere Professor\nMeine Wellen schlagen über Dich zusammeü\nDie Prinzessin\nEin Tropfen bin ich\nDer andere Professor\nIch fliesse um Dein Glitzern\nDie Prinzessin\nIch glitzere durch alles Fliessen\nDer andere Professor\nIch fliesse um die Insel, da die Blumen\nlachen und die Vögel tanzen\nDie Prinzessin\nImmer fliessen andere Wasser um unsere\nMenscheninsel bis zur Einsamkeit\nDer andere Professor\nLockt Dich nicht meine Ferne, Prinzessin\nmit dem Goldhaar\nDie Prinzessin\nIn der Ferne lockt die Nähe. Die Insel\nwird zum Inselland\nDer andere Professor\nUnd kannst Du nicht in der Ferne weilen\nDie Prinzessin\nWenn die Blumen lachen und die Vögel\ntanzen\nDer andere Professor\nIrene, kannst Du mir nicht Frieden geben\nDie Prinzessin\nEin Tropfen bin ich. Du schlägst mich,\nüber mir zusammen\nDer andere Professor\nWo soll ich hin\nDie Prinzessin\nWo Du bist\nDer andere Professor\nWo bin ich\nDie Prinzessin\nAusser Dir. Nie findet sich, wer Unmög-\nliches sucht\nDer andere Professor\nSo soll ich hin zur Insel der Einsamkeit\nDer König\nIch höre zu meiner Freude, Herr Professor,\ndass Sie Ihren Zustand überwunden haben.\nFür Ihre neu entdeckte Insel haben wir\neinen Gouverneur ernannt. Als besonderes\nZeichen meiner Huld für Ihre Leistung\nwerde ich Ihnen ein Oelgemälde dieses"}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "31", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.17", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 223, "texte": "Landes nach seiner Fertigstellung durch\ndie Meisterhand unseres Hofmalers über-\nweisen\nDer andere Professor\nWo soll ich hin, Majestät\nDer König •\nEntdecken Herr Professor. Entdecken. Es\ngibt noch so Vieles zu entdecken\nEnde"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1923-02-01-01-c003", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-02-01_01#c003", "volume": "bmtnabg_1923-02-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "21", "page_fin": "21", "image_debut": 7, "image_fin": 7, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.2.2.1", "titre_corps": "Peri: Linoleumschnitt / Vom Stock gedruckt", "titre_sommaire": "Peri: Linoleumschnitt / Vom Stock gedruckt", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 7, "page_imprimee": "21", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 42, "texte": "Peri: Linoleumschnitt / Vom Stock gedruckt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1923-02-01-01-c004", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-02-01_01#c004", "volume": "bmtnabg_1923-02-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "25", "page_fin": "25", "image_debut": 11, "image_fin": 11, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; 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Bohren\nschäumen Milch der sickerbluten Abenderde.\nAbend schwimmen Kutten. Buckelstumm.\nNacht höckert. Fletscht der Mond. Und\nrieseln Kniee Wiese wieder. Berührt von\nblauer Schnauze weich der Nacht. Zer-\ni\nschieiern. Nieder. Hingerissen von unteren\nBahnen. Bewegung mit der Trompete des\nabendlichen Reiters. Kreisend in Adern\nFluss der die Geliebte rauschkost.\nWiegen wickelt Weisse. Blättert. Blühen\ntönt. Knospen die Glieder duften. Näher.\nNahe. Knieend neben knieender Geliebten.\nNeben uns unseren flügelnden Körpern\nparadiesisch enthüpft — oh — Todlicht\natemumarmt. Wild im Rauch unseres\nOpfers. Lendenklingelumtanzt. Neben mir\nDu. Geliebte. Gefunden. Gestorben. Du.\nWir. Hände-Qual an Deinen Hals. Trauer-\nfalter Kehle. So würge ich Dein Wiegen.\nDu mein. Oh abendlicher Tod. Knieend\nauf weisser Wiese. Weit weiss unendlich.\nGefunden.\nDu Fleisch mit sanftem Ton die Monde\nschlagend."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1923-02-01-01-c008", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-02-01_01#c008", "volume": "bmtnabg_1923-02-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "32", "page_fin": "32", "image_debut": 18, "image_fin": 18, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.2.5", "titre_corps": "Gedichte", "titre_sommaire": "Gedichte", "signature_source": "Kurt Heinar", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 18, "page_imprimee": "32", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.18", "debut_caractere": 1006, "fin_caractere_exclue": 1905, "texte": "Gedichte\nKurt Heinar\n\nGegenüber\nFragen Morgen\nmauerlang\nsenken in das kleine Fenster\nSinken Senken unverwandt\nStreicheln weitgeöffnet\nstill\ndie mondbeglasten Wege\nund die beiden dunklen Augen\nScheinen\nflüstern grell\nund\nFlussgetrennt\nSinken über in den Alltag\n\nEuchgeboren\nSonnenschein in meine Arme Blühen Wald\ngelacht\nErfüllung\nSee geträumt verrauschen Saum\nWachsen Sommer in meinen Schoss\nsingen traumweit\nsonnennah\nBeblüht\nEwig will ich Blume sein\n»\nund\n*\nEuch lächeln wegentlang\n\nErdgeschüttet\nFallen einer und einer\nund alle\nTod der Tiefe entgegen\nFallen einer\nund einer blutgebrochen\nFallen\nEiner und einer\nübereinander\nund\nich töte den Tod\nich trage die Erde\nleisseiden\nin den Himmel\n\nFriedrich der Grobe\nKrönt befrieden Buchenbach\nWegweit\nFrage Wunder wer\nKrönt befrieden Uferrand\nhastlos\nGnaden berggefeit\nKrönt befrieden Gott gemacht\nFragmut\nBlauen Blut gesonnt\nMorgen\nBluten Blau gekonnt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1923-02-01-01-c009", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-02-01_01#c009", "volume": "bmtnabg_1923-02-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "32", "page_fin": "32", "image_debut": 18, "image_fin": 18, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; 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Jahrgangs nur noch in wenigen Exemplaren vorhanden je Grundpreis\n20 Mark / 9. bis 12. Jahrgang Grundpreis 10 Mark / 1. bis 5. und 8. Jahrgang vergriffen / Einzelhefte alter\nJahrgSnge Grundpreis 1 Mark\nVon alien Holzschnitten der Zeitschrift Der Sturm sind signierte und nummerierte Handdrucke, von den\nmeisten Zeichnungen Kunstdrucke kauflich zu erwerben. Die Originale sind verkauflich.\nSturmbiihne / Jahrbuch des Theaters der Expressionisten /1. bis 8. Folge / j ede Folge Grundpreis 20 Pfennig"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1923-02-01-01-c024", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-02-01_01#c024", "volume": "bmtnabg_1923-02-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "34", "page_fin": "34", "image_debut": 20, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.2.17", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 20, "page_imprimee": "34", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.20", "debut_caractere": 1004, "fin_caractere_exclue": 1332, "texte": "KUNSTAUSSTELLUNG DER STURM\nBERLIN ¥9 / POTSDAMER STRASSE 134a / AM POTSDAMER PLATZ\nGeoffnet taglich von 10—6 Uhr / Sonntags von 11—2 Uhr / Monatlicher Wechsel\nHundertsechszehnte Ausstellung\nFebruar 1923\nMoholyvNagy\nPeri\nSturm'Gesamtschau\nHundertsiebzehnte Ausstellung\nMarz 1923\nLaurence Atkinson\nWilliam Wauer\nSturrrvGesamtschau"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1923-02-01-01-c025", "article_bluemountain": "bmtnabg_1923-02-01_01#c025", "volume": "bmtnabg_1923-02-01_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "34", "page_fin": "34", "image_debut": 20, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.2.18", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 20, "page_imprimee": "34", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.20", "debut_caractere": 1334, "fin_caractere_exclue": 2309, "texte": "Bticher aus dcm Verlag Der Sturm mit neuen Grundprciscn\nAugust Stramm\nDa I Liebesgedichte / 4. Auflage / 3 Mark\nTropfblut / Gedichte / geb. 7 Mark\nGesammelte Dichtungen / 2 Bande / Jeder Band\nS Mark\nPaul Scheerbart\nGlasarchitektur / In 111 Kapiteln / 3 Mark\nErnst Marcus\nDas Erkenntnisproblem / 3 Mark\nKurt Heynicke\nRings fallen Sterne / Gedichte / Mark 2.50\nRudolf Bltimner\nDer Geist des Kubismus und die Kunste / 4 Mark\nLothar Schreyer\nDie neue Kunst / Mark 1.50\nDie Grundpreise sind mit der jeweils festgesetzten\nHerwarth Walden\n«\nDie neue Malerei\nEinfuhrung in den Expressionismus / 3 Mark\nDas Buch der Menschenliebe / Roman / 3 Mark\nSturrrvBilderbiicher\nGanzseitige Abbildungen der Hauptwerke\nI Marc Chagall / 2. Auflage\nII Alexander Archipenko\nIII Paul Klee\nIV Kurt Schwitters\nJeder Band 5 Mark\nV Maler des Expressionismus / 15 Farbdrucke:\nChagall I Kandinsky / Marc usw. / 12 Mark\nKokoschka-Mappe: Menschenkopfe / 15 Mark\nSchlusselzahl zu multiplizieren. 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PI. ACS KOltlgS von Spanlen ©egrilndef 1854\niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMi\nSpedition und Mobeltransporte, Verpackung und Lagerung\nvon Gemalden und Kunstgegenstanden jeder Art •\" Lieferung\nund Empfang nach und von alien Kunstausstellungen des\nIn* und Auslandes Transportversicherungen jeder Art.\nIlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllli::il!lll||!||||[||lllllllllllllllllllllllllllll!lllllllllllllllllll!lll||||||||||!||||||||||||||||||||||||||||\nSpedltenre des Wlrtschaltiichen Verbandes Dlldender Kiinstler. der rrelen secession,\ndes Verbandes Dentscher lllustraloren und Blansspediteure des ..Sfnrm\".\n\niididrudferei Rldiard stem Nadif.\nBERLIN N54 / BRUNNENSTRASSE 188/190\nFERNSPRECHcANSCHLUSS: NORDEN Nr. 3393\nliefevt s a mtli ch e D r u cfc s a ch e n,\nein= und mehrfarbig, schnell, gut und billig\n\nPapierfabiik-Lager LBfidter\nBerlin WO, Polsdsmer Strode 20\nSonderheit fiir moderne Photographic\nfiir beste Buchausstattung / Werkdruck*Papiere\nFarbige fiir Buchbinder\nMeO-Anssfellung\n\nc*NS»ST44fo\na$eti\ngeine\n3ettf (i)rtften\nttnb QBerfe\n©efsma d t> o 11 e\n93rof c^ltrert\n6pe§i«litat: SQZetyvfarfcenbrucf\nBERLIN NO 18\nWassniann-Strasse 27\nTel. 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Unter ihnen\nschimmert unser blaues Land\nDer andere Professor\nWir kommen nicht über das Meer, das Ziel\nmuss uns suchen\nDie Prinzessin\nIch liebe Dich Du, Lass alle Schiffe fahren\nDer andere Professor\nEin Strahl bricht auf im Westen\nDie Prinzessin\nIch friere. Hülle mich in Deine Arme\nDer andere Professor\nPrinzessin, oben thront der König\nDie Prinzessin\nMein Blut ist die Majestät meines Sterbens\nDer andere Professor\nPrinzessin, oben droht der König\nDie Prinzessin\nFürchtest Du meine Liebe\nDer andere Professor\nDeine Liebe ist ein Brennen, ihr verglühen\nalle Meere\nDie Prinzessin\nMeine Arme sind Fackeln, die nach dem\nLand meiner Sehnsucht zittern\n-Der andere Professor\nIch taumle im Glanz Deines Lichtes\nDie Prinzessin\nMeine Stimme schwingt sich auf in die\nFerne, hell ruft sie über die Welt hinaus:\nDu\nDer andere Professor\nDu\nDie Prinzessin\nJagt mir das Leben nach, ein drohender\nKönig, ich wende mich, ich jage dem Leben\nnach, meinem rauschendem Blutstrom, Er\ngiesst über die Länder sich hin, hin zu\nmeiner blauen Insel, zu meiner Herzensinsel\nzu mir, zu mir.\nDer andere Professor\nPrinzessin\nDie Prinzessin\nBufst Du mich, da ich in Dir bin\nDer andere Professor\nWir träumen\nDie Prinzessin\nAus Träumen jage ich Deinem Wachen nach\nDer andere Professor\nIch wache für Sie, Prinzessin"}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "18", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.4", "texte": "Die Prinzessin\nIch bin in Dir\nDer andere Professor\nIch wache für Sie, Prinzessin\nDie Prinzessin\nAlles überwacht mich, Vater und Staat und\nLeben. Nun bin ich verdeckt in Dir\nDer andere Professor\nUnd ich muss entdecken Prinzessin. Das\nSchicksal zwingt\nDie Prinzessin\nMich kann das Schicksal nicht zwingen,\ndenn ich bin in Dir\nDer andere Professor\nDein Schrei klingt aus mir, dass die Erde\naufhorcht\nDie Prinzessin\nIch knie im Vorhof Deines Herzens. Lass\nmich hinein. Tiefer und tief. Dass mein\nSchrei in Deinem Blut ertrinkt\nDer andere Professor\nDeine Stimme blutet über alle Herzen\nhinaus. Deine Stimme ist der Blick er-\nschrockener Kinderaugen, die vor dem\nLeben zittern\nDie Prinzessin\nSchütze mich\nDer andere Professor\nMein Herz blutet in Deiner Liebe, weit auf-\ngetan, schutzlos der Erde hingegeben\nDie Prinzessin\nSo trage mich fort von der Erde\nDer andere Professor\nUnd willst Du mir vom Himmel leuchten,\nmein blonder Stern\nDie Prinzessin\nIch bin in Deinem Himmel\nDer andere Professor\nStern meiner Erde\nDie Prinzessin\nSo zieh mich doch ein einziges Mal hinab\nauf die Erde, hinauf in das Leben, damit\nich in Deiner Liebe erlöschen kann\nDer andere Professor\nErwachen Sie, Prinzessin. Der Tag scheint.\nIhm dunkeln alle Sterne\nDie Prinzessin\nBin ich ein Stern, bin ich Dein Stern, immer\nsoll es Tag sein. Niemandem werde ich\nleuchten\n* vr\nDer andere Professor\nAuf allen Glanz willst Du verzichten\nDie Prinzessin\nDu bist die Erde meines Sternes\nDer andere Professor\nIch bin nicht Erde Prinzessin. Ich fliesse\nDie Prinzessin\nSo gib mir einen Tropfen Glück\nDer andere Professor\nMein Glück ist zu verlieren Prinzessin\nDie Prinzessin\nIch will mich lösen, ich muss mich lösen.\nVon Hof und Haus. Von Siadt und Land.\nVon Vater und Mann. Du sollst mir helfen.\nDu\nDer andere Professor\nIch liebe Dich Prinzessin mit dem Goldhaar.\nDarum muss ich Dich lassen\nDie Prinzessin\nUnd schenkst Du mir eine Insel zur Ein-\nsamkeit. Küss mich die Nacht eines\nTraumes. Mein Herz schreit, ein Wildvogel.\nSeine Flügel schlagen gegen Deinen Leib\nDer andere Professor\nNie darf ich Sie berühren Prinzessin\nDie Prinzessin\nDu darfst nicht\nDer andere. Professor\nNie werde ich Sie berühren Prinzessin\nDie Prinzessin\nMein Leib brennt weiss. Sei menschlich,\nMensch\nDer andere Professor\nIch bete zu Dir Prinzessin\nDie Prinzessin\nSei menschlich Mensch in meiner Liebe\nDer andere Professor\nIch bete zu Dir Prinzessin. Nie werde ich\neine Blüte brechen -\nDie Prinzessin\nSo muss ich Dich aus Deinen Träumen\nwecken, da ich Dich liebe. Über mich\nselbst hinaus\nDer andere Professor\nNie werde ich eine Blüte brechen\nDie Prinzessin\nSie ist gebrochen"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "19", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.5", "texte": "£)er andere Professor\nWas sagst Du\nDie Prinzessin\nKüsse mich\nDer andere Professor\nWas sagst Du\nDie Prinzessin\nWarum hast Du mich nicht in die Arme\ngenommen\nDer andere Professor\nPrinzessin, Du Blondtraum frühsten Kinder-\nsehnens, Du Sehnen frühsten Jünglings-\ntraumes, Du Mädchentraum des Mannes\nüber Meeren. Wer nahm Dich, da ich nie\nzu nehmen wagte\nDie Prinzessin\nMeine Sehnsucht sprang in die Liebe hinaus.\nNun schenkst Du mir die Insel zur Ein-\nsamkeit\nDer andere Professor\nEin Mann wagte, was ich nicht träumte\nDie Prinzessin\nEin Mann. Ein Affe >\nDer Professor\nVerzeihung Königliche Hoheit, verzeihen Sie\nHerr Professor, die Gräfin ist ohnmächtig\nDie Prinzessin\nDas ist sie immer\nDer Professor\nKönigliche Hoheit waren so erregt\nDie Prinzessin\nWas geht Sie das an\nDer Professor\nBei dem Interesse, das die Gräfin meiner\nKunst zuwendet\nDie Prinzessin\nAffe\nDer andere Professor\nWas sagen Sie\nDie Prinzessin\nUnd Männer suchen Unschuld\nDer andere Professor\nPrinzessin\nDie Prinzessin\nWenn Sie mich suchen, ich lebe auf der\nInsel zur Einsamkeit. Hier. Ich breche\nIhnen eine Blüte. Wenn Sie gebrochene\nBlüten nicht mögen, werfen Sie sie fort.\nSie anderer Professor\nDer Professor\nIch verstehe kein Wort. Was meinen König-\nliche Hoheit, hochgeschätzter Freund\nDer andere Professor\nIch bin nicht Ihr Freund\nDer Professor\nDas wohlerwogene Interesse Ihrer König-\nlichen Hoheit, der ausgesprochene Befehl\nder edeligsten Gräfin\nDer andere Professor\nSie Heuchler\nDer Professor\nWenn Sie ruhigen Blutes sein werden Herr\nProfessor\nDer andere Professor\nWollen Sie mir nicht aus dem Wege gehen\nDer Professor\nIch wusste gar nicht, dass ich Ihnen im\nWege stehe\nDer andere Professor\nTreten Sie doch nicht auf die Blüten\nDer Professor\nWenn man immer abseits stehen soll\nDer andere Professor\nUm Ausreden sind Sie nie verlegen\nDer Professor\nIch kann mir eigentlich als Mann nicht ge-\nfallen lassen\nDer andere Professor\nAffe\nDer Professor\nDas soll Ihnen teuer zu stehen kommen\nDer andere Professor\nAuf die Knie, Hund\nDer andere Professor entfernt sich gebeugt\nund langsam\nDer Professor bleibt angstvoll auf den Knien\nDer König\nIst das nicht unser Maler in den Blüten\nDer Fürst\nEr probiert offenbar seine beliebten Knie-\nstücke\n>\nDer König\nWarum liegen Sie hier herum\nDer Professor\nDie Ehrfurcht vor Euer Majestät\nDer König\nGehen Sie fort"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "20", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.6", "texte": "Der Professor\nWenn Majestät gestatten\nDer Fürst\nKünstler sind Kriecher. Ich mag die Kerle\nnicht\nDer Professor entfernt sich rückwärts nach\nder anderen Seite\nDer König\nIch gestehe offen Hoheit, dass ich mein\nKind ungern gezwungen hätte. Ich freue\nmich um so mehr, dass Hoheit einen Ent-\nschluss herbeigeführt haben\nDer Fürst\nDiese Unschuld berührt mich ungemein\nsympatisch Majestät. Ich werde der Prin-\nzessin Müsse geben, sich zu finden. Viel-\nleicht kann eine weibliche Persönlichkeit\nmit feinstem Takt\n»\nDer König\n.\nDie Gräfin ist ausserordentlich geeignet. Sie\nist voll Delikatesse. Und unsere Länder\nwerden glücklich sein\nDer Fürst\nSo bliebe nur die Erbschaftsfrage zwischen\nuns zu erörtern. Gesetzt den Fall, dass\nmir Leibeserben versagt bleiben\nDer König\nVielleicht könnte man den Minister zu Rate\nziehen\nDer Fürst\nIch würde meinen jüngeren Bruder in Vor-\nschlag bringen\nDer König\nMir erscheint es im Interesse unserer Länder\nangebracht, die Hochzeit zu beschleunigen\nDer Fürst\nKönigliche Hoheit wünschten zunächst zu\nverreisen\nDer König\nDie Prinzessin könnte Ihr Land kennen\nlernen\nDer Fürst\nKönigliche Hoheit sprachen von ihrer Insel\nDer König\nEiner meiner Professoren hat irgendwo im\nMeer ein Stück Oedland entdeckt, das nicht\neinmal auf unsern Karten verzeichnet ist.\nEin durchaus ungeeigneter Aufenthalt für\n.-v ; 112 >.\nMenschen, wie ich mir habe erklären lassen.\nEine durchaus kindliche Idee der Prinzessin,\ndie ich ihr ausreden lassen werde\nDer Fürst\nKönigliche Hoheit haben einen festen Willen\nDer König\nHätte ich Näheres von dieser sogenannten\nInsel gewusst, nie hätte sie Irenes Land\nheissen dürfen\nDer Fürst\nProfessoren haben immer absurde Ideen\nDie Gräfin\nMajestät darf ich um die Ehre einer kurzen\nUnterredung, verzeihen Hoheit\nDer Fürst\nIch darf Majestät um Urlaub bitten\nDie Gräfin\nNur die höchste Angst zwingt mich, Majestät,\ndie Form zu verletzen\nDer König\nDie Prinzessin\nDie Gräfin\nKönigliche Hoheit gingen ohne Begleitung in\nden Garten, um dort Professor Fürst zu\ntreffen\nDer König\nWer ist das schon wieder\nDie Gräfin\nDer Entdecker von Irenes Land. Majestät\ndürfen ihn nicht mehr empfangen, König-\nliche Hoheit interessiert sich zu sehr für ihn\nDer König\nWie Sie es für richtig halten Gräfin. Doch\nübertreiben Sie. Für junge Mädchen, selbst\nwenn sie Prinzessinnen sind, liegt wohl ein\nReiz in fernen Ländern und Menschen\nDie Gräfin\nDer Professor ist sehr nah Majestät\nDer König\nIch schätze Ihre Sorge Gräfin\nDie Gräfin\nAuch ein Professor ist ein Mann Majestät\nDer König\nDer entdeckt sich erst Erde und Menschen.\nEr hat ganz absurde Ideen, habe ich mir\nsagen lassen. Aber Sie sollen beruhigt\nwerden Gräfin. Ich sende ihn sofort wieder\nauf Entdeckungen"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "21", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.7", "texte": "Peri: Linoleumschnitt / Vom Stock gedruckt"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "22", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.8", "texte": "Der Adjutant\nMajestät, es ist die höchste Zeit\nDer König\nHaben Sie die Prinzessin gesehen\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit ist ausgeritten\nDie Gräfin\nMeine Ahnung\nDer Adjutant\nVerzeihung Majestät, aber Königliche Hoheit\nsahen wie ein Märchen aus. Das ganze\nHaar voll blauer Rlüten\nDie Gräfin\nWie unpassend\nDer Adjutant\nVerzeihung, Gräfin, sind Sie nicht vielleicht\nzu streng\nDer König\nEine Rraut darf blaue Blüten tragen. Kom-\nmen Sie lieber Graf, ich werde Ihnen mein\nneuestes Bild schenken\nEmpfangssaal der Prinzessin\nDie Prinzessin\nDie Gräfin war also sehr nervös\nDer Adjutant\nMajestät schien sogar unangenehm berührt\nzu sein\nDie Prinzessin\nIhre Augen jagten hinter mir her\nDer Adjutant\nMeine Augen waren aufgetan vor so viel\nSchönheit\nDie Prinzessin\nWir haben nie zusammen gesprochen\nDer Adjutant\nIch darf nichts sagen\nDie Prinzessin\nSie lieben mich erst seit heute\n*\nDer Adjutant\nMein Mund schweigt und meine Augen\nsenken sich\nDie Prinzessin\nWollen Sie mir helfen\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit haben zu befehlen\nDie Prinzessin\nWas halten Sie von Professor Fürst\nDer Adjutant\nEin weltferner Schwärmer\nDie Prinzessin\nIst er ein Mann\nDer Adjutant\nWas meinen Königliche Hoheit\nDie Prinzessin\nSind Sie ein Mann\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit\nDie Prinzessin\nWollen Sie mir ganz offen etwas sagen»\nAls ob Sie Mann zu Mann sprechen\nDer Adjutant\nWenn es sich mit meiner Ehrfurcht ver-\neinigen lässt\nDie Prinzessin\nHaben Männer Ehrfurcht vor einander\nDer Adjutant\nNur Männer haben Ehrfurcht vor einander\nDie Prinzessin\nSo antworten Sie sich selbst Oder haben\nSie Ehrfurcht auch vor sich\nDer Adjutant\nIch werde antworten. Mein Wort\nDie Prinzessin\nWürden Sie ein schuldiges Mädchen lieben\nkönnen\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit\nDie Prinzessin .\nIhr Wort\nDer Adjutant\nDer Reiz der Unschuld\n♦\nDie Prinzessin\nIst Unschuld Reiz\nr\nDer Adjutant\nDer Mann sucht Unteilbares\n♦\nDie Prinzessin\nSo können Sie keine Frau lieben\nDer Adjutant\nWo wollen Königliche Hoheit hinaus\nDie Prinzessin\nIch will hinaus, fort zu Euch allen, fort\nvon der Erde.\nDer Adjutant\nDas Leben ist hart"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "23", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.9", "texte": "Die Prinzessin\nDas Leben nicht. Die Menschen sind es.\nDie Männer sind es. Ihr fordert was Ihr\nnehmt\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit haben nur zu fordern\nDie Prinzessin\nIst Fordern, was andere nehmen können.\nIch darf fordern und alles hat man mir\ngenommen\nDer Adjutant\nMan wird Eure Königliche Hoheit auf Hän-\nden tragen\nDie Prinzessin\nSie sind wie die andern. Ich habe Sie auf\nIhren Blick für einen Menschen gehalten\nDer Adjutant\nDie Ungnade Euer Königlichen Hoheit\nDie Prinzessin\nGehen Sie\nDer Adjutant\nWenn Königliche Hoheit mich rufen, ich\nwerde stets zur Stelle sein\nDie Prinzessin\nDas ist Ihre Stellung\nDer Adjutant\nPrinzessin\nDie Prinzessin\nSie wollen mir nicht Mensch sein\nDer Kammerdiener\nHerr Professor Vogel bitten um die Ehre\nDie Prinzessin\nEr möge der Gräfin seine Kunst anbieten\nDer Kammerdiener\nDie Gräfin ist leidend\nDie Prinzessin\nDeshalb soll ich für die Gräfin leiden. Sie\nkönnen gehen\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit wollen über mich be-\nfehlen\nDie Prinzessin\nLassen Sie den Mann kommen. Ist es nicht\nlangweilig, immer anzumelden\nDer Kammerdiener\nKönigliche Hoheit fühlen mit den Menschen\nDie Prinzessin\nIch bin ein Mensch. Ein Mensch wie Ihr alle\nDer Kammerdiener wirft sich auf die Knie\nund stürzt schnell fort\nDer Professor steht in der Tür\nDie Prinzessin\nWas wollen Sie\nDer Professor\nKönigliche Hoheit sehen mich aufs Tiefste\nverletzt\nDie Prinzessin\nSind Sie ein Mann\nDer Professor\nDieser Professor Fürst hat mich tödlich\nbeleidigt\nDie Prinzessin\nWas geht mich das an\nDer Professor\nKönigliche Hoheit haben ihn auf mich gehetzt\nDie Prinzessin\nSind Sie verrückt\nDer Professor\nVon königlicher Hoheit lasse ich mir alles\ngefallen\nDie Prinzessin\nHüten Sie Ihre Zunge\nDer Professor\nIm Interesse Euer Königlichen Hoheit\nDie Prinzessin\nWissen Sie nicht, vor wem Sie stehen\nDer Professor\nIch werde nie vergessen, dass eine Prinzessin\nMensch sein kann\nDie Prinzessin\nSie haben es zu vergessen\nDer Professor\nNun, da der andere kommt, der nicht mehr\nist als ich\nDie Prinzessin\nWollen Sie mir drohen\nDer Professor\nIch wollte meine Rechte vergessen\nDie Prinzessin\nIhre Rechte\nDer Professor\nAber die Nacht werde ich nie vergessen\nDie Prinzessin\nWelche Nacht"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "24", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.10", "texte": "Der Professor\nDa ich Ihnen etwas war\nDie Prinzessin\nSie Affe. Gehen Sie oder ich lasse Sie\nhinauswerfen\nDer Professor\nMein Stolz als Künstler und Mensch\nDer Kammerdiener hinter der Tür\nSie dürfen nicht hinein\nDer andere Professor öffnet die Tür\nDer Mensch will mich nicht melden\nDer Kammerdiener\nVielleicht bin ich mehr Mensch als Sie\nDie Prinzessin\nWas unterstehen Sie sich\nDer Kammendiener\nDer allerstrengste Befehl Seiner Majestät\nDie Prinzessin\nIn diesen Räumen bin ich Majestät\nDer andere Professor\nHat er Sie beleidigt\nDie Prinzessin\nHabe ich Sie gerufen\nDer Professor\nHaben Sie Achtung vor der Ehre Ihrer Kö-\nniglichen Hoheit\nDie Prinzessin\nWas unterstehen Sie sich\nDer andere Professor\nVerlassen Sie diese Räume\nDie Prinzessin\nHaben Sie hier zu befehlen\nDer Professor\n%\nSie massen sich Rechte an\nDer andere Professor\nHinaus mit Ihnen\nDer Professor\nRechte, die andere vielleicht besitzen\nDer andere Professor\nBeten Sie schnell und kurz. Denn Sie haben\ngelebt\nDie Prinzessin\nSie dürfen keine Menschen töten\nDer andere Professor\nIst das ein Mensch, der Blüten bricht\nDie Prinzessin\nIch bin ein Mensch wie alle\nDer Professor stürzt schnell hinaus\nDer andere Professor\nWie konnten Sie sich das antun\nDie Prinzessin\nWas wollen Sie von mir\nDer andere Professor\nIch habe Sie gesucht auf allen Meeren\nDie Prinzessin\nUnd haben meine Insel gefunden\n.\nDer andere Professor\nIch habe den Weg zu Ihnen gesucht auf\nallen Meeren. Gott liess mich das Stückchen\nErde finden, auf dass ich mich vor Sie\nstellen konnte.\nDie Prinzessin\nSo ist es Ihre Insel\nDer andere Professor\nWarum haben Sie nicht gewartet\nDie Prinzessin\nSie suchen das Unmögliche\nDer andere Professor\nWas möglich ist braucht nicht gesucht zu\nwerden\nDie Prinzessin\nIhr Suchen ist Sucht\nDer andere Professor\nSehnsucht\nDie Prinzessin\nSehnsucht braucht kein Ziel\nDer andere Professor\nZiel ist Ende\nDie Prinzessin\nZiellos ist darum die Liebe. Ich küsse her,\nich küsse hin. Kein Mann kann mir den\nFrieden geben. Friedlos ist die Liebe\nDer andere Professor\nFriedlos ist die Sehnsucht\nDie Prinzessin\nFriedlos sind die Menschen. Wir alle leben\nauf der Insel unseres Traums\nDer andere Professor\nKäme ich doch über mich hinweg\nDie Prinzessin\nOeffnen Sie die Augen. Sehen Sie ohne\nFühlen. Fühlen Sie ohne Sehen. Das ist\ndas Glück des Lebens\nDer andere Professor\nIch brauche es nicht"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "25", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.11", "texte": "Georg Muchc: Und das Licht schied von der Finsternis / Gemälde\nVielfarbendruck"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "26", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.12", "texte": "Die Prinzessin\nAber ich brauche es. Ich brauche es von\ndem, der es nicht braucht. Entfliehen Sie\nmit mir\nDer andere Professor\nUnmöglich\nDie Prinzessin\nSuchen Sie nicht das Unmögliche\nDer andere Professor\nSie verwirren mich\nDie Prinzessin\nVerwirrt Sie das Unmögliche, indess Sie\ndas Leben suchen\nDer andere Professor\nDer Traum ist nicht zu leben\nDie Prinzessin\n♦\nAber das Leben ist zu träumen, wenn ihr\nTräumer leben könntet\nDer andere Professor\nPrinzessin. Wach bin ich. Schöner sind\nSie, als mein Traum Ihrer Schönheit. Meine\nArme sind ohne Kraft. Ich bin zu sehr\nversunken. Meine Hand kann nur winken.\nDie Prinzessin\nUnd wenn ich Ihre Hand halte\nDer andere Professor\nSo ziehen Sie mich hinab\nDie Prinzessin\nWarum haben Sie nicht auf mich gewartet\nDer andere Professor\nIhre Schönheit leuchtet im Flattern Ihrer\nLiebe\nDie Prinzessin\nNiemand kann mich nehmen\nDer andere Professor\nDarf Dir die Flügel brechen, der Dich liebt\nDie Prinzessin\nTöte mich, damit ich Friede finde\nDer andere Professor\nIch darf keine Menschen töten\nDie Prinzessin\nSo muss ich rastlos treiben\nDer andere Professor\nHeimat ist die Insel unseres Traums\nDie Prinzesein\nDie Insel zur Einsamkeit\nDer König\nWas tun Sie hier\nDer Kammerdiener\nDer Herr Professor hat sich den Eintritt\nerzwungen\n*\nDer Professor\nIch kann es bezeugen\nDer andere Professor\nIch bin zur Abschiedsaudienz empfangen\nMajestät\nDer König\nSie handeln gegen meinen ausdrücklichen\nBefehl\nDer andere Professor\nMajestät, ich bitte Sie um die Hand der\nPrinzessin\nDer König\nSind Sie verrückt\nDer Professor\nEr ist grössenwahnsinnig\nDer andere Professor\nMir gehört die Prinzessin. Ich habe Ihr\nmeine Insel geschenkt\nDer König\nEr ist verrückt. Man führe ihn hinaus\nDer andere Professor\nKeiner rühre mich an\nDer König\nDie Wache Graf. Lassen Sie ihn fesseln\nDie Prinzessin\nRühren Sie ihn nicht an Graf\nDer König\nDu wagst für ihn zu sprechen\nDer Adjutant\nDarf ich Majestät bitten, mir die Ausführung\ndes Befehls zu überlassen\nDer König wendet sich zum Gehen\nDie Prinzessin\nHöre mich Vater. Er hat mich besessen,\nVorgemach des Königs\nDer König\nSo hoffe ich, dass durch die Einsicht Euer\nHoheit noch alles zum guten Ende führen\nwird\nDer Fürst\nEs besteht für mich nicht der geringste\nZweifel, dass die Beseitigung der Krankheit\nam besten durch die grösstmögliche Be-\nschleunigung der Hochzeit erzielt werden"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "27", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.13", "texte": "Peri: Linoleumschnitt / Vom Stock gedruckt"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "28", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.14", "texte": "kann. Die krankhafte Erregung der Phan-\ntasie wird durch die Tatsache sofort ver-\nschwinden\nDer König\nEs handelt sich noch darum, die Zeugen\ndieses peinlichen Vorfalls zu beseitigen.\nWenn ich auch keinen Zweifel in die Treue\nund Verschwiegenheit meines Adjutanten\nsetze „\nDer Fürst\nMan könnte ihn vielleicht zum Gouverneur\nder neuentdeckten Insel machen\nDer König\nIch glaube, dass der Graf vorzügliche Ver-\nwaltungseigenschaften besitzt\nDer Fürst\nDer Kammerdiener hat sich so bewährt,\ndass er dem zukünftigen Gouverneur von\nIrenes Land gewiss hervorragende Dienste\nleisten wird\nDer König\nHoheit überraschen mich durch Ihre Fähigkeit\nDer Fürst\nUnd dieser Malersmann kann dort Land\nund Leute malen. Künstler interessieren\nsich immer für das Ferne.\nDer König\nDie Geisteskrankheit des Professors Fürst\nist wohl über alle Zweifel erhaben\nDer Fürst\nWenigstens für einige Wochen\nDer König\nAber man kann den Mann nicht freilassen\nDer Fürst\nMan könnte ihm bedeuten, dass es ausser-\nhalb des Reiches noch viel zu entdecken\ngibt\nDer König\nUnd wenn er sich weigert\nDer Fürst\nEr wird nicht sein ganzes Leben lang krank\nsein wollen\nDer König\nSo hoffe ich, dass wir ans Ziel kommen\nDer Fürst\nUnd wie ist das Befinden Ihrer Königlichen\nHoheit\nDer König\nMein Leibarzt ist durchaus zufrieden. Brom\nwirkt immer Wunder\nDer Fürst\nIch traue mir zu, durch meine Besonnen-\nheit Königliche Hoheit von ihrem Glück\nzu überzeugen\nDer König\nManchmal ist es hart, das Glück\nDer Fürst\nMan darf die Frauen nicht tragisch nehmen\nMajestät Wir denken und sie lieben\nDer König\nDie Seele ist schliesslich nur Ersatz\nDer Fürst\nDie Liebe ergibt sich immer von selbst\nDer König\nWir leben in einer ungesunden Zeit\nDer Fürst\nDie Wissenschaft ist eine zu einseitige Be-\nschäftigung. Man darf solche Leute nicht\nunter die Masse lassen\nDer König\nKultur ist Körperpflege\nDer Fürst\nNiemand will gehorchen. Wie soll man\nda für Menschen sorgen\nDer König\nWenn die Leute ahnten, welche Sorgen\nman mit ihnen hat\nDer Fürst\nDie Leute sind nun einmal unbesorgt\nDer Adjutant\nKönigliche Hoheit sind erwacht\nDer König\nMein lieber Graf, ich danke Ihnen für Ihre\nTreue\nDer Adjutant\nMajestät machen mich stolz\nDer König\nDie Sorge, die Sie um Ihre Königliche Ho-\nheit, meine geliebte Tochter, bewiesen ha-\nben, hat mich bewogen, Ihnen meine be-\nsondere Huld zu beweisen. Sie sind hier-\nmit zum Gouverneur von Irenes Land er-\nnannt\nDer Adjutant\nMajestät, Verzeihung, darf ich prüfen, ob\nmeine Fähigkeiten"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "29", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.15", "texte": "Der König\nMein Hofzug wird Sie noch heute bis zur\nKüste bringen. Dort steht mein schnellstes\nSchlachtschiff bereit. Aus besonderer Gnade\nwird Ihnen der jetzige Kammerdiener ihrer\nKöniglichen Hoheit als Leibdiener beige-\ngeben. In Ihre Gefolgschaft nehmen Sie\nden Professor, der die aparten Kniestücke\nmacht. Er soll mir alles malen. Ich bin\ngespannt, mein neues Land kennen zu lernen\nDer Adjutant\nMajestät\nDer König\nKeinen Dank mein lieber Graf\nDer Adjutant\nIch bitte um die Gnade, mich von Ihrer\nKöniglichen Hoheit verabschieden zu dürfen\nDer Fürst\nIch glaube, dass der Gesundheitszustand\nIhrer Königlichen Hoheit es nicht angebracht\nerscheinen lässt, Aufregungen zu ertragen\nDer Adjutant\nMajestät, Hoheit. Gott schütze die Prin-\nzessin\nDer Fürst\nDafür lassen Sie mich besorgt sein\nDie Prinzessin\nIch wünsche mit Ihnen allein zu reden, Hoheit\nDer König\nHast Du kein Wort des Grusses für Deinen\nVater\nDie Prinzessin\n%\nTrauern Sie um mich, mein lieber Graf\nDer Fürst\nDie Freude, Königliche Hoheit wieder ge-\nsund zu sehen\nDer König\nHerr Gouverneur\nDer Adjutant zieht sich schweigend zurück\nDer König\nIch erwarte Hoheit später mit meiner Tochter\nDie Prinzessin\nSie müssen ihm helfen\nDer Fürst\nEr ist zum Gouverneur von Irenes Land\nernannt\nDie Prinzessin\nDer Professor\nDer Fürst\nDer Adjutant\nDie Prinzessin\nSie müssen ihm helfen\nDer Fürst\nEr ist in den Händen des besten Arzles.\nDer Zustand ist nicht hoffnungslos\nDie Prinzessin\nWas habt Ihr mit ihm vor\nDer Fürst\nDer Mann hat sich überanstrengt. Er braucht\nRuhe und Pflege\nDie Prinzessin\nIch habe ihm die Sinne verwirrt\nDer Fürst\nDer Mann muss für die Frau leiden\nDie Prinzessin\nFürchten Sie sich nicht vor mir\nDer Fürst\nDer Mann muss durch die Frau leiden\nDie Prinzessin\nUnd wenn der Mann die Frau nicht braucht\nDer Fürst\nDann muss er um die Frau leiden\nDie Prinzessin\nSie müssen dem Professor helfen. Er liebt\nnicht, was ich bin. Sperren Sie ihn nicht\nein, der in sich versperrt ist. Machen Sie\nihn zum Herrscher seiner Insel\nDer Fürst\nEr darf nicht über Irenes Land herrschen\nDie Prinzessin\nNun nenne ich sie die Insel zur Einsamkeit.\nIch kann nicht einsam sein. Ich kann nicht\nzweisam sein. Ich sehnte es. Nun bin ich\nvielsam verfallen\nDer Fürst\nKönigliche Hoheit träumen\nDie Prinzessin\nWas ich träume, wenn ich träume, wünsche\nich. Was ich wünsche, wenn ich wünsche,\nist es geschehen. Geben Sie mich frei Hoheit\nDer Fürst\nWir auf der Höhe müssen uns opfern können\nDie Prinzessin\nSo geben Sie ihn in seiner Tiefe frei\nDer Fürst\nDer König hat zu befehlen\n/"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "30", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.16", "texte": "Die Prinzessin\nVerbergen Sie sich hinter dem König\nDer Fürst\nIhnen ist der König Vater\nDie Prinzessin\nBitten Sie für mich und ihn\nDer Fürst\nSo stehe ich Ihnen näher als der Vater\nDie Prinzessin\nFern seinem Blute steht der Mensch. Nie\nwill der Vater das Blut seiner Tochter fühlen\nDer Fürst\nUnd wenn ich ihn freigebe, auf immer muss\ner dieses Land verlassen\nDie Prinzessin\nEr lebt dort, wo die Blumen lachen\nDer Fürst\nWann lachen die Blumen\nDie Prinzessin\nUeber Menschen, die nicht blühen können\nDer Fürst\nSie werden mir blühen Prinzessin\nDie Prinzessin\nSturm jagt über mich. Ich blühe\nDer Fürst\nNun sind Sie auf der Erde Prinzessin.\nSchicken Sie ihn in den Himmel\nDie Prinzessin\nOefFne die Tür. Man führe den Professor\nzum König\nDer Fürst\nIch warte auf Eure Königliche Hoheit bei\nMajestät\nSchweigen\nDer andere Professor\nDer König hat mich gerufen\nDie Prinzessin\nIch habe Sie gerufen\nDer andere Professor\nIch höre Ihr Rufen nicht\nDie Prinzessin\nDu hast mich zu sehr geliebt\nDer andere Professor\nWo soll ich meine Liebe lassen, da Du sie\nnicht halten kannst\nDie Prinzessin\nDu liebst die Liebe. Nicht mich\n' * V. . <■\nDer andere Professor\nMeine Wellen schlagen über Dich zusammeü\nDie Prinzessin\nEin Tropfen bin ich\nDer andere Professor\nIch fliesse um Dein Glitzern\nDie Prinzessin\nIch glitzere durch alles Fliessen\nDer andere Professor\nIch fliesse um die Insel, da die Blumen\nlachen und die Vögel tanzen\nDie Prinzessin\nImmer fliessen andere Wasser um unsere\nMenscheninsel bis zur Einsamkeit\nDer andere Professor\nLockt Dich nicht meine Ferne, Prinzessin\nmit dem Goldhaar\nDie Prinzessin\nIn der Ferne lockt die Nähe. Die Insel\nwird zum Inselland\nDer andere Professor\nUnd kannst Du nicht in der Ferne weilen\nDie Prinzessin\nWenn die Blumen lachen und die Vögel\ntanzen\nDer andere Professor\nIrene, kannst Du mir nicht Frieden geben\nDie Prinzessin\nEin Tropfen bin ich. Du schlägst mich,\nüber mir zusammen\nDer andere Professor\nWo soll ich hin\nDie Prinzessin\nWo Du bist\nDer andere Professor\nWo bin ich\nDie Prinzessin\nAusser Dir. Nie findet sich, wer Unmög-\nliches sucht\nDer andere Professor\nSo soll ich hin zur Insel der Einsamkeit\nDer König\nIch höre zu meiner Freude, Herr Professor,\ndass Sie Ihren Zustand überwunden haben.\nFür Ihre neu entdeckte Insel haben wir\neinen Gouverneur ernannt. Als besonderes\nZeichen meiner Huld für Ihre Leistung\nwerde ich Ihnen ein Oelgemälde dieses"}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "31", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.17", "texte": "Landes nach seiner Fertigstellung durch\ndie Meisterhand unseres Hofmalers über-\nweisen\nDer andere Professor\nWo soll ich hin, Majestät\nDer König •\nEntdecken Herr Professor. Entdecken. Es\ngibt noch so Vieles zu entdecken\nEnde\n\nGedichtungen\nLudwig Kassék\nÜbersetzt von Robert Reiter\nÜbersetzt von Andreas Göspár\nHallet empor die Hände gestorben ist das\nWeib oh weh weh weg ist das Weib oh\noh weh das Vitriol und blaue Lilien trug\nin seiner Kniescheibe\njetzt hat man es in die Mitte des Zimmers\ngezogen in seinem Kopf aus Papiermache\nstehen mit den Füssen aufwärts die Kästen\nschändlich sind die Kulissen auf uns ge-\nstürzt nicht einmal das ist mehr gewiss\ndass 2X2=4 die Bauern züchten gross-\nstädtische Wanzen in den Strohsäcken\nwie wird das Rad unserer Welt ohne den\nwohlriechenden Schopf weiterlaufen\ndie Begräbnisarrangeure traten überall ausser\nKartell in Aktion Herrgott schwarze Wagen\ngurgeln die Gassen aber ihnen spielen zwei-\nhörn ige Engeln Harfe aus den Memoiren\nBocaccios\nam meisten ist aber um die Opernhäuser\nSchade wo tätowierte Waden in die Augen\nhagerer Generäle hineingerungen wurden\nwas wird aus den aspikfleischigen Grafen\nund den Juwelieren werden\nlasset herunter die Traurigkeit vom Schnür-\nboden schön war das Weib gedenket seiner\nrubinknöpfigen Brüste seine Augen waren\nzivilisierte Raubtiere die von Lenden Gold\nund zerbrochenen Existenzen lebten\nin Glashäusern beugen sich die Blumen\nweit im Osten tanzen Trauerreigen unsere\nAhnen mit rotem Gesäss\nin ihnen lebt noch die Rassenromantik nur\nwir nur wir sind durch das Sieb gefallen\nzu garstigen selbstsüchtigen wilden Tieren\nsind wir herabgekommen mit hakigen\nSchnurrbärten unter der Nase\nErinnerungen stechen uns mit fürchterlichen\nLebzeltensäbeln ins Herz\naber wir singen unerschüttert\noh oh gestorben ist das Weib weh weg ist\ndas Weib\nschön war das Weib halleluja\ngedenket seiner rubinknöpfigen Brüste\nDer Engel flog durchs schwarze Netz die\nGänse sammelten sich um die Glaswaren-\nhäuser und die Dienstmagd molk den Eimer\nvoll bis zum Rand\nleicht sei dessen Bündel der weg ist\nwir aber sind eine einfältige europäische\nFamilie und das Leben um uns gleicht\neinem abgewetzten Zylinderhut\nes ist voll Läusen Wasserwegen und neun-\nfingrigen Piloten\nhebe dir das Kind aus den Augen\nsiehe da hier sind die Mütter aus der Lilien-\ngasse mit den wuchtigen Brüsten ihre Arme\naus Flachsleinenstangen und unter ihrem\nHaarschopf recken sich Kutscher in Gala\ndie Denker sind eben unter dem messingenen\nBuckel des Kamels angekommen\nund die Berge kreisen in Geburtswehen\nallein die Hebamme hat kein Diplom\nich habe weder Hemd noch Unterhosen\nhabe kein Hemd kein Hemd habe Stroh-\npantoffeln\nhabe kein Hemd habe Strohpantoffeln habe\nkein Hemd\nHemd habe ich keines\ndoch habe ich StrohpantofFeln\nund dennoch bist du an allem schuld\ndie Glocken des Nachbardorfes singen in\nD-moll\nund du merkst nicht dass Schneewasser\nin unser Herz trieft\nes ist auch möglich dass wir zu fett geworden\noh oh das Beste wäre zu sterben\nläuten wir also die Lämmchen herein\njenseits des Waldes sieht man noch die\nWelt in rotem Nebel aufgelöst\nund die zahmsten Hunde mit Pfaufedern\nim Hintern im Flug nach dem Mond\nkein Zweifel das ist die zwölfte Stunde\nnde nde nde stunde nde stu\nHerr liempeler hat die Sterne angezündet\ndie Kriegsinvaliden sperren den Laden zu\nund wir drei spazieren in einem Paar Stroh-\npantoffeln durch die gespalteten Berge hin-\ndurch"}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "32", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.18", "texte": "Mit sanftem Ton die Monde\nschlagend\nKurt Liebmann\nUnd glühen Kniee Demut Knochenspitzen\nklingen aus verwelktem Körper. Bohren\nschäumen Milch der sickerbluten Abenderde.\nAbend schwimmen Kutten. Buckelstumm.\nNacht höckert. Fletscht der Mond. Und\nrieseln Kniee Wiese wieder. Berührt von\nblauer Schnauze weich der Nacht. Zer-\ni\nschieiern. Nieder. Hingerissen von unteren\nBahnen. Bewegung mit der Trompete des\nabendlichen Reiters. Kreisend in Adern\nFluss der die Geliebte rauschkost.\nWiegen wickelt Weisse. Blättert. Blühen\ntönt. Knospen die Glieder duften. Näher.\nNahe. Knieend neben knieender Geliebten.\nNeben uns unseren flügelnden Körpern\nparadiesisch enthüpft — oh — Todlicht\natemumarmt. Wild im Rauch unseres\nOpfers. Lendenklingelumtanzt. Neben mir\nDu. Geliebte. Gefunden. Gestorben. Du.\nWir. Hände-Qual an Deinen Hals. Trauer-\nfalter Kehle. So würge ich Dein Wiegen.\nDu mein. Oh abendlicher Tod. Knieend\nauf weisser Wiese. Weit weiss unendlich.\nGefunden.\nDu Fleisch mit sanftem Ton die Monde\nschlagend.\n\nGedichte\nKurt Heinar\n\nGegenüber\nFragen Morgen\nmauerlang\nsenken in das kleine Fenster\nSinken Senken unverwandt\nStreicheln weitgeöffnet\nstill\ndie mondbeglasten Wege\nund die beiden dunklen Augen\nScheinen\nflüstern grell\nund\nFlussgetrennt\nSinken über in den Alltag\n\nEuchgeboren\nSonnenschein in meine Arme Blühen Wald\ngelacht\nErfüllung\nSee geträumt verrauschen Saum\nWachsen Sommer in meinen Schoss\nsingen traumweit\nsonnennah\nBeblüht\nEwig will ich Blume sein\n»\nund\n*\nEuch lächeln wegentlang\n\nErdgeschüttet\nFallen einer und einer\nund alle\nTod der Tiefe entgegen\nFallen einer\nund einer blutgebrochen\nFallen\nEiner und einer\nübereinander\nund\nich töte den Tod\nich trage die Erde\nleisseiden\nin den Himmel\n\nFriedrich der Grobe\nKrönt befrieden Buchenbach\nWegweit\nFrage Wunder wer\nKrönt befrieden Uferrand\nhastlos\nGnaden berggefeit\nKrönt befrieden Gott gemacht\nFragmut\nBlauen Blut gesonnt\nMorgen\nBluten Blau gekonnt\n\nInhalt\nHerwarth Waiden: Die Insel / Tragödie\nLudwig Kassäk: Gedichtungen\nKurt Liebmann: Mit sanftem Ton die Monde schlagend\nKurt Heinar: Gedichte\nPeri: Linoleumschnitt / Vom Stock gedruckt\nPeri: Linoleumschnitt / Vom Stock gedruckt\nGeorg Muche: Und das Licht schied von der Finsternis / Gemälde / Vielfarbendruck\nFebruar 1923"}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "33", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.19", "texte": "Neuerscheinungcn des Verlags Der Sturm\nAlbert Gleizes: Vom Kubismus ' Die Mittcl zu scincm Verstandnis\nMit 17 Abbildungen nach Werken von Braque •' Gleizes < Juan Gris \" Leger \" Marcoussis\nMetzinger \" Picasso ' Severini Archipenko u. a. ' Grundpreis 4 Mark\n\nNeue Farbdrucke des Verlags Der Sturm\nMarc Chagall:\nIch und das Dorf ' Gemalde \" Grundpreis 2 Mark\nJohannes Itten:\nBildnis eines Kindes \" Gemalde - Grundpreis 2 Mark\nPeri:\nStrasse ' Gemalde * Grundpreis 1 Mark\nMichael Larionoff und Natalie Gontscharowa:\nTheaterdekorationen und Kostiimskizzen - Grundpreis je 1,50 Mark\nDurch alle Buchhandlungcn oder vom Verlag Der Sturm / Berlin W9 / zu bczichen\n\nV\nQ\n■\"Y*\ncpv\n(aV\n*>\n1>\n0\n0\nf.1\nEinladungen\nAUSSTATTUNG DER SALE:\nPAUL BUSCH\nNELL WALDEN\nWILLIAM WAUER\nKarten durch den Sturm"}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "34", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg19230201-01.1.20", "texte": "Veränderung sämtlicher Preiie jederzeit vorbehalten\nVerantwortlich «r die Schriftleitung: Lothar Schreyer / Verlag Oer Storm G. m. b. H. / Berlin W 9\nDruck : C. Basista & Co. / Berlin NO 18\n\nMONATSSCHRIFT DER STURM / Vicrzchnter Jahrgang\nErscheint am funften jeden Monats\nMit mehrfarbigen Kunstbeilagen, Holzschnitten (stets vom Stock gedruckt) und Zeichnungen\nDauerbezug: Ein Vierteljahr Grundpreis 2 Mark / Ausland: B Schweizer Franken / Einzelheft Grundpreis 1 Mark\nVpllst£ndige Exemplare des 6. bis 8. Jahrgangs nur noch in wenigen Exemplaren vorhanden je Grundpreis\n20 Mark / 9. bis 12. Jahrgang Grundpreis 10 Mark / 1. bis 5. und 8. Jahrgang vergriffen / Einzelhefte alter\nJahrgSnge Grundpreis 1 Mark\nVon alien Holzschnitten der Zeitschrift Der Sturm sind signierte und nummerierte Handdrucke, von den\nmeisten Zeichnungen Kunstdrucke kauflich zu erwerben. Die Originale sind verkauflich.\nSturmbiihne / Jahrbuch des Theaters der Expressionisten /1. bis 8. Folge / j ede Folge Grundpreis 20 Pfennig\n\nKUNSTAUSSTELLUNG DER STURM\nBERLIN ¥9 / POTSDAMER STRASSE 134a / AM POTSDAMER PLATZ\nGeoffnet taglich von 10—6 Uhr / Sonntags von 11—2 Uhr / Monatlicher Wechsel\nHundertsechszehnte Ausstellung\nFebruar 1923\nMoholyvNagy\nPeri\nSturm'Gesamtschau\nHundertsiebzehnte Ausstellung\nMarz 1923\nLaurence Atkinson\nWilliam Wauer\nSturrrvGesamtschau\n\nBticher aus dcm Verlag Der Sturm mit neuen Grundprciscn\nAugust Stramm\nDa I Liebesgedichte / 4. Auflage / 3 Mark\nTropfblut / Gedichte / geb. 7 Mark\nGesammelte Dichtungen / 2 Bande / Jeder Band\nS Mark\nPaul Scheerbart\nGlasarchitektur / In 111 Kapiteln / 3 Mark\nErnst Marcus\nDas Erkenntnisproblem / 3 Mark\nKurt Heynicke\nRings fallen Sterne / Gedichte / Mark 2.50\nRudolf Bltimner\nDer Geist des Kubismus und die Kunste / 4 Mark\nLothar Schreyer\nDie neue Kunst / Mark 1.50\nDie Grundpreise sind mit der jeweils festgesetzten\nHerwarth Walden\n«\nDie neue Malerei\nEinfuhrung in den Expressionismus / 3 Mark\nDas Buch der Menschenliebe / Roman / 3 Mark\nSturrrvBilderbiicher\nGanzseitige Abbildungen der Hauptwerke\nI Marc Chagall / 2. Auflage\nII Alexander Archipenko\nIII Paul Klee\nIV Kurt Schwitters\nJeder Band 5 Mark\nV Maler des Expressionismus / 15 Farbdrucke:\nChagall I Kandinsky / Marc usw. / 12 Mark\nKokoschka-Mappe: Menschenkopfe / 15 Mark\nSchlusselzahl zu multiplizieren. Zur Zeit: 400\n\nDer Sturm ubernimmt die Veranstaltung von\nSturm - Ausstellungen (Gesamtschau und Einzel-\nausstellungen) in alien Stadten und Landern.\nDer Sturm vermittelt nur den Verkauf von\nWerken der Kunstler, die er durch eieene Aus-\nstellungen anerkennt.\n\nStandige Vcrkaufsstcllc fur Graphik\nVerlag Der Sturm G. m. b. H.\nPotsdamer StraBe 134 a / Gartenhaus rechts II\nPoatscheclckonto des Verlags Der Sturm j Berlin NW7 < 120658\n\nNeu erschienen:\nKurt Schwittcrs:\nDie Blume Anna / Gine Gedichtsammlung\nJahren 1918-1922\nGrundpreis Mark 2,50\nKurt Schwitters:\nAuguste Bolte / Ein Roman\nGrundpreis: 3 Mark"}]}