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Wenig-\nstens nicht das Theater der Gegenwart. Die\niierren und Damen, die sich und andere mit\ndieser Kunst beschäftigen, heii3en Schau-\nspieler und Schauspielerinnen, nennen sich\njetzt lieber Mitglieder irgend eines Theaters\nund sind gewerkschaftlich organisiert, ohne\ndeshalb dem König nicht das zu geben, was\nnicht des Königs ist. Sie sind alle fein ge-\nbildet, verkehren in der feinen Gesellschaft\nund geben den feinen Ton in allen Lebens-\nlagen an. Diese Künstlerschaft kennt zwei\nArten ihrer Kunst: sie kann sich verstellen\noder sich natürlich geben. Die erste Art\nnennt man klassisch oder expressionistisch,\ndie zweite Art naturalistisch oder realistisch.\nDiese Künstlerschaft kann aber nur ihre\nStimme verstellen oder entstellen, die Be-\nwegung bleibt dem Zufall der Natur oder\nder Natur des Zufalls überlassen. Manchen\nKünstlern kommt die Natur durch ein Ver-\nsagen zu Hilfe, Eine Fistelstimme, ein Li-\nspeln, ein Heuschnupfen wirken stets eigen-\nartig. Die Eigenart ersetzt die Künstler-\nschaft überhaupt. Eigenart ist Zufall, Eine\nBlonde muß unter hundert Schwarzen auf-\nfallen, es bleibt ihr gar nichts übrig. Das\nNäseln eines Mannes muß auffallen, wenn\ndie Andern es nicht tun. Diese merkwürdige\nKünstlerschaft spielt nicht etwa, sie besteht\naus Mitgliedern, sie studiert Rollen und\nsie denkt. Sie versetzt sich in den Geist der\nRolle und verstellt sich, um den Geist er-\nscheinen zu lassen. Zur Versinnlichung die-\nses Geistes wendet man Kostüm und Maske\nan, Napoleon ist schon durch den Hut ge-\ngeben und Maria Stuart durch den best-\nbekannten Kragen, Die Seele selbst wird\ndurch die Stimme verstellt. Ein weiner-\nlicher Ton ist Trauer oder Glaube. Ein\nBrüllen ist Kraft, ein Säuseln ist Liebe, Tod\nwird tief und Leben hoch gesprochen. Das\nnennt man Rollenstudium. Für die Gesamt-\nheit der Nichtspieler wird ein Spielleiter\nbestellt, der für alle zusammen denkt. Er\nsorgt iixr die Auftritte und ziotritte, iür\nKaucher und Nichtraucher, lur Stellungen,\nSitzungen und Lagen. Er Hintergründe\nmalen, verteilt künstliche Naturgegenstände\nüber den Raum und elektrisches Licht über\ndie Guten und Bösen, lätft auch durch Pau-\nsen Stimmung und Musik machen. Außer-\ndem verhilft er dem Dichter zu seinem\nRecht, Wenn er modern gesonnen ist, läiit\ner ferner Gymnastik durch Besteigen von\nireppen und Leitern und andern Unfug\ntreiben. Dies alles zusammengenommen ist\ndie Kunst des Theaters.\nDer Kunstkritiker wertet noch heute ein\nBild danach, ob die Bäume saftig sind oder\nob die Jungfrau blüht. So einen feinen Blick\nhat er, der Kunstkritiker. Der Theater-\nkritiker wertet noch heute danach, ob der\nSeil auspieler wirklich mit seinem Herzen\nleidet oder ob die Schauspielerin die Liebe\ndurch persönliche Erfahrung glaubhaft für\nihn darstellt. Dies alles zusammengenom-\nmen ist die Kunst der Kritik.\nAber keine Kritik der Kunst.\nHingegen gibt es sogar Theatergeschichte.\nEs gibt sogar eine Theaterwissenschaft mit\nrichtigen Professoren. Made in Germany.\nAb er.es gibt keine Kunst des Theaters.\nWodurch hat es die glückliche Natur ver-"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "38", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3260, "texte": "schuldet, daß man sie durchaus zur unglück-\nlichen Kunst machen will. Man will sich er-\ninnern oder erinnert werden. An Gott.\nAn die Liebe. An Alt-Heidelberg. An Bis-\nmarck, an Dienstmädchen und an Schwie-\ngermütter, —\nZur Darstellung dieser Erinnerungen dienen\ndie Schauspieler, die sich ihrerseits wieder\nder Dichter bedienen. Dichter sind Leute,\ndie ihre eigenen Erinnerungen oder die Er-\ninnerungen anderer ungereimt gereimt oder\ngereimt ungereimt niederschreiben. Beim\nTheater werden sie auf die handelnden Per-\nsonen verteilt, worunter die Schauspieler zu\nverstehen sind. Die Erinnerungen werden um\neinen Streitfall, den sogenannten Konflikt,\ngruppiert, damit eine menschliche Wirkung\nentsteht. Die Lösung des Streitfalls nimmt\nder Dichter als Richter persönlich vor.\nBringt er Leute um, ist es eine Tragödie,\nläßt er sie sich vertragen, eine Komödie,\nmit Gesangseinlagen eine Posse. Wird alles\ngesungen ist es mit Tod eine oP er, ohne\nTod eine Operette.\nDer Schauspieler nun charakterisiert. Er ist\ndazu bereits von der gütigen Mutter Natur\nausgestattet. Er ist dick für den Onkel,\ndünn für den Intriganten, Sie hat schwarze\nHaare für die Leidenschaft, blonde für die\nHingebung. Durch einen Stiernacken ist er\nder geborene Held, durch eine volle Figur\nsie die Mutter Natur persönlich. Gute\nZähne charakterisieren Frohsinn, schlechte\nNeid. Man merkt, jeder Mensch ist der ge-\nborene Schauspieler, Jeder hat seine Rolle,\njeder sein Fach, Der Direktor oder der Re-\ngisseur braucht ihn nur auf den geeigneten\nPlatz zu stellen. An besonderer Begabung\nkommt allerdings noch das Auswendig-\nlernen dazu. Damit etwaigen Minderbegab-\nten auf d'esem Gebiet nicht die Möglichkeit\ngenommen wird, zum Theater zu gehen, ist\nin jedem Iheater eine ältere Dame zum\nVorsagen oder Nachsagen in einen Kasten\nversteckt. Sie kann bei Bedarf auch als\nnatürliches Echo verwandt werden.\nNiemand aber kümmert sich um die Kunst-\nmittel des Theaters: um den Tonfall und die\nBewegung, Höchstens um ihre Ausdeutung,\nKunst ist keire Verständigung. Sinn der\nKunst nur Kunst sinnlicher Gestaltung,\nDer Reiz der Bewegung ist die Bewegung\nund nicht ihr Zweck. Der Reiz des Ton-\nfalls ist der Tonfall und nicht seine begriff-\nliche Erklärung. Das Wesen des Theaters\nals Kunstwerk besteht in der Komposition\noptischer und akustischer Elemente. Be-\nwegung und Tonfall müssen in sinnliche und\nnicht höchstens in intellektuelle Beziehung\nzueinander rebracht werden. Man muß\nalso zunächst sehen und hören können. Das\nkönnen die meisten heute nur mit Hilfe des\nDenkens. Sie schließen von einer be griff-\nliehen Vorstellung auf Sichtbares oder Hör-\nbares. Sie empfinden daher auch nie den\nMangel an Komposition, weil sie nicht ein-\nmal die Elemente aufnehmen. Nur wo die\nMöglichkeit begrifflicher Aufnahme fast aus-\ngeschlossen ist, entstehen rein künstlerische\nWirkungen: beim Tanz und bei der abso-\nluten Musik. Wer sogar hier noch denkt\noder nach Erklärungen sucht, ist für die\nKunst verloren.\nDie Malerei, die Gestaltung bewegter Farb-\nformen, hat sich bekanntlich von der intel-\nlektuellen Darstellung begrifflicher Formeln\nder optischen Welt gelöst. Das ungegen-\nständliche Bild ist entstanden. Es gibt viele\nDenker, die es langweilig finden, weil sie\nsich dabei das nicht denken können, was"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "40", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.12", "debut_caractere": 24, "fin_caractere_exclue": 672, "texte": "andere für sie schon gedacht haben. Man\nhat das Recht, es ebenso langweilig zu fin-\nden wie alle Erscheinungen der Natur und\nmuß sich dann eben aufhängen, wenn man\nes vor Langeweile nicht mehr aushält.\nWährend man aber auf der ganzen Erde\nherumreist, um Erscheinungen der Natur in\netwas veränderter Komposition zu finden,\nsieht man die unersehene Veränderung der\nFarbformen in der Komposition des un-\ngegenständlichen Bildes nicht. Dieselbe\nKomposition ungegenständlicher Farbformen\nist aber die Wirkung des Tanzes. Denn\nnicht die Glieder, die Bewegung der Glie-\nder in ihren optisch logischen Beziehungen\nergeben die künstlerische Wirkung. Es gibt"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "41", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.13", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3220, "texte": "eben eine Logik der Sinne, Unkomponierte\nBewegungen auf der Bühne sind für jeden\nlangweilig, weil der Tanz nur sinnlich op-\ntisch aufgenommen werden kann und die\nVoraussetzung hierfür, die künstlerische\nKomposition, eben fehlt- Das Theater ver-\nzichtet dilettantisch auf das eine Haupt-\nmoment, die Bewegung. Man ahnt zwar,\ndas etwas für das Auge geschehen muß. Da-\nher geht man, steht man, sitzt man oder\nraucht man abwechselnd in einer Folge, wie\nman es im Leben nicht tut, wie man auf\ndem Theater es aber für Leben hält. Die\nGlieder, die im Leben nur zu praktischen\nZwecken bewegt werden, schlenkern oder\nlagern am Körper auf der Bühne optisch\nsinnlos herum. Nicht der Wechsel, der op-\ntisch logische Wechsel gibt sinnfällige und\ndaher künstlerische Wirkung.\nDie Gesangsmelodie auf der Bühne ist durch\neinen Komponisten festgelegt. Und zwar\nfür alle Beteiligten. Hier ist also wenig-\nstens ein Mensch vorhanden, der die Ab-\nsicht zur Komposition hat, das heißt zur\nakustischen Feststellung von Beziehungen\nder Tonformen. Diese Aufgabe hat beim\nTheater der Regisseur. Der Dichter inter-\nessiert sich nur für seine Gedanken. Der\nRegisseur sieht aber seine Aufgabe darin,\ndiese Gedanken so vortragen zu lassen, als\nob sie einem Auditorium nicht etwa von\nSchwachsinnlichen, sondern von Schwach-\nsinnigen beigebracht werden sollen. Er läßt\ndurch Brüllen oder Flüstern Weisheiten\noder Dummheiten aussagen, übermalt Wör-\nter, die schon selbst Malerei sind, durch\nTöne und paukt oder flötet dem Publikum\nein, was es zu empfinden hat. Mit dem je-\nweiligen Stimmfall oder Stimmbruch, dem\ndie meistens ungütige Mutter Natur dem be-\ntrcfienen Künstler überlassen hat. Spre-\nchen kann der Mensch bekanntlich sowieso.\nDas ist der Irrtum. Die natürliche Sprache\nkann ebensowenig Kunstmittel sein, wie die\nnatürliche Bewegung. Die Sprache muß\nSprechmelodie werden. Sie muß so fest-\ngelegt sein wie die Gesangmelodie. Der\nSchauspieler darf sie sich nicht nach seiner\nEigenart bilden. Das darf der Musiker im\nOrchester auch nicht. Wie die Gesangs-\nmelodie aus den Beziehungen der Tonwerte\nentwickelt wird, so muß die Sprechmelodie\naus den Klangwerten der Wörter gestaltet\nwerden. Die Melodie der Töne und der\nTonfälle ist eine akustische Bewegung, der\nRhythmus.\nDas absolute Kunstwerk des Theaters ist\nnoch nicht geschaffen. Das absolute Kunst-\nwerk in der Kunstform der Rezitation, also\nder Einzelleistung, in der Verbindung von\nFormen der Bewegung und des Tonfalls be-\nreits durch Rudolf Blümner gestaltet. Das\nTheater als absolutes Kunstwerk zu gestal-\nten, versuchen die Regisseure Tairoff, Meier-\nhold; Juschny, Lothar Schreyer und Willi-\nam Wauer. Die Hauptschwierigkeit für\ndiese Regisseure liegt in der Unterlage\nihrer Leistung, im literarischen Drama. Die\nAufführung einer Operette durch Tairoff\nund der szenischen Gestaltung eines Volks-\nliedes durch Juschny kommen dem abso-\nluten Kunstwerk des Theaters am näch-\nsten. Aber auch das Thema kann zu einem\nständigen Theaterkunstwerk verwandt\nwerden. Voraussetzung ist, daß der Wort-\ngestalter sich bewußt wird, was er zu\nschaffen hat. Das Material der Dichtung\nist das Wort und nicht der Gedanke. Die\nrhythmische und melodische Komposition\nvon Wörtern ergibt das Wortkunstwerk,"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "42", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.14", "debut_caractere": 77, "fin_caractere_exclue": 1090, "texte": "das nebenbei auch einen Sinn auslösen, wie\ndas Bild auch an Gegenstände erinnern\nkann. Das ist die Aufgabe und die Absicht\nder expressionistischen Dichtung, wie sie\nin den Dramen von August Stramm, von\nLothar Schreyer und von mir zu lösen ver-\nsucht worden ist. Ein Drama wird dadurch\nnicht künstlerischer, daß man seine Hand-\nlung, also die Erinnerung an Vorgänge,\nnach Chicago, China oder in den Himmel ver-\nlegt. In der Kunst gibt es nur optische und\nakustische Phantasie. Kunst kann nur mit\nKunstmitteln geschaffen werden. Schrei\nist Wirkung, nicht der Schrei nach etwas.\nSeu:zen ist Wirkung, nicht Seufzen um je-\nmand. Lachen ist Wirkung, nicht das\nLachen wegen etwas. Weinen ist Wirkung,\nnicht das Weinen um jemand. Das Etwas\nund den Jemand kann sich jeder nach sei-\nnem Belieben oder Mißlieben denken,\nwenn nur die Wirkung überhaupt in Ton\nund in Erscheinung tritt. Das wird durch\nKomposition von Ton und Bewegung er-\nreicht.\nDie Masse hat gegen die Kenner recht. In\nihrer Gesamtheit als Publikum empfindet"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "43", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.15", "debut_caractere": 67, "fin_caractere_exclue": 1187, "texte": "sie unmittelbar und befreit sich von der\nMittelbarkeit des Individuums. Das Publi-\nkum geht mit Recht nicht mehr in das lite-\nrarische Theater. Wenn es selbst Erinne-\nrungen haben will, sc will es die Erinne-\nrung seines Lebens und nicht des Lebens\nvon verstorbenen Göttern, Königen, Hel-\nden und Geliebten anderer Leute. Noch\nlieber will das Publikum gar keine Erinne-\nrung. Es will das Leben der Sinne. Daher\ngeht in die Operetten und die Revuen, die\nc , .\nder Anfang eines Ersatzes für das Theater\nals Kunstwerk sind. Die Geistigen haben\nes dem Bürger und dem Arbeiter stets\nübelgenommen, daß sie im Theater durch-\naus nicht denken wollen. Die Geistigen sind\naber keine Menschen, sie sind nur Begriffe\neines vergriffenen Menschentums. Geist\nist nur das Gedächtnis sinnlicher Erleb-\nnisse anderer, auf eine passende oder un-\npassende Formel gebracht. Das Theater\nals Gestaltung künstlerischer\nalso sinnlicher und sinnfälliger Momente\nkann sich aus diesen Geist nicht einlassen.\nMan ist noch nicht Künstler, wenn man\nkann sich auf diesen Geist nicht einlassen,\nstimmt nicht dazu.\nDas Theater muß aus dem Leben der Sinne"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "44", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.16", "debut_caractere": 80, "fin_caractere_exclue": 293, "texte": "gestaltet werden. Das Leben besteht nur\naus sinnlichen Wirkungen. Die Gestal-\ntung sinnlicher Wirkungen ist Kunst. Die\nKomposition sichtbarer und hörbarer Ele-\nmente ist das Theater als Kunstwerk.\n\nHerwarth Walden"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c005", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c005", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "35", "page_fin": "35", "image_debut": 7, "image_fin": 7, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.4.1", "titre_corps": "Sanndro Malmquist: Bühenfigurinen zu „Kind\" von Herwarth Walden", "titre_sommaire": "Sanndro Malmquist: Bühenfigurinen zu „Kind\" von Herwarth Walden", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 7, "page_imprimee": "35", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 63, "texte": "Sanndro Malmquist: Bühenfigurinen zu „Kind\" von Herwarth Walden"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c006", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "36", "page_fin": "36", "image_debut": 8, "image_fin": 8, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; 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[n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.5", "titre_corps": "Absolute Schauspielkunst", "titre_sommaire": "Absolute Schauspielkunst", "signature_source": "Rudolf Blümner", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 16, "page_imprimee": "44", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.16", "debut_caractere": 295, "fin_caractere_exclue": 793, "texte": "Absolute Schauspielkunst\n\nEin Bekenntnis zur Einleitung\nVor zwanzig Jahren sprach und schrieb ich\nzum ersten Mal über absolute Schauspiel-\nkunst. Erst zehn Jahre später, als es eine\nexpressionistische, insbesondere eine\nalogische und eine abstrakte Dichtung gab,\nkonnte ich den Beweis für die Wahrheit\nmeiner Erkenntnis erbringen. Aber die\nWenigsten waren imstande, in der Weise,\nwie ich diese Dichtungen der Expressio-\nnisten vortrug, das Absolute dieser Vor-\ntragsweise zu erkennen. Nach weiteren"}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "45", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.17", "debut_caractere": 80, "fin_caractere_exclue": 1041, "texte": "fünf Jahren veröffentlichte ich im Sturm\ndie absolute Dichtung ~Angolaina\" und\nüberzeugte durch ihren Vortrag auch die-\njenigen von der Existenz einer absoluten\nSchauspielkunst, die vorher nicht daran ge-\nglaubt hatten. Freilich haben nur Wenige\nunter diesen begriffen, worin das Wesen\nder absoluten Schauspielkunst besteht.\nAber ich will die Wahrheit nicht verschwei-\ngen, daß die meisten derjenigen, die es an-\ngeht, nämlich unsere Schauspieler und Rezi-\ntatoren und Regisseure und ebensowenig\nunsere Kritiker meinen Vortrag überhaupt\ngehört haben. Ich will noch einmal erklä-\nren, was die absolute Schauspielkunst ist.\n* *\n*\nDemjenigen, der weiß, was man unter abso-\nluter Musik und absoluter Malerei versteht,\nkann es nicht schwer fallen, auch die abso-\nlute Schauspielkunst zu begreifen.\nDie absolute Musik ist die reine Musik,\ndas ist die Nur-Musik. Die meisten wissen\nbloß, daß dieses die Musik ist, die sich nicht\nmit den Worten zum Lied oder zur Opern-"}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "46", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.18", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3264, "texte": "form verbindet. Aber der Begriff der\nreinen Musik ist enger zu verstehen. Denn\nauch die sogenannte Programm-Musik ist\noft keine absolute, reine Musik. Ja sie ist\nes in vielen Fällen noch weniger als das\nLied oder die Oper, Denn Lied und Oper\nkönnen — könnten, denn sie sind es\nin unserer gesamten Musik-Literatur fast\nniemals — ein organisches und darum reines\nKunstwerk (wenn auch nicht als Nur-\nMusik) werden, Die Programm-Musik ist\naber, wenn sie wirklich bloße Programm-\nMusik ist, verunreinigte Musik, Bloße\nProgramm-Musik ist sie dann, wenn sie ein\ngegenständliches Thema hat, dessen Kennt-\nnis zu ihrer Aufnahme durch den Hörer\nnotwendig ist. Solche Musik ist unrein,\nweil sie ihr eigenes Gebiet verläßt und ein\nanderes Kunstgebiet betritt, Solche Musik\nbleibt nur dann rein, wenn sie auch ohne\njede Kenntnis des beabsichtigten speziellen\nInhalts aufgenommen werden kann. Darum\nist Beethovens Pastorale, darum sind Schu-\nmanns programmatische Klavierstücke\nreine Musik, darum sind Richard Strauß'\nOrchester-Kompositionen keine reine Mu-\nsik, keine absolute Musik, Und das gilt\nvon ihnen im tadelnden Sinne.\nDie neue Malerei hat uns gezeigt, daß es\ntrotz allen denen, die es mehr aus Hart-\nnäckigkeit als aus Einsicht leugnen, eine ab-\nsolute reine Malerei gibt. Sie ist eine Malerei,\ndie auf jede Darstellung im Sinne des Ge-\n-. . . ■ k , > .\ngenständlichen verzichtet. Sie heißt darum\nauch abstrakte Malerei. Neben ihr besteht\nin der neueren Malerei eine Art der gegen-\nständlichen Darstellung, die man mit einem\n- } .... * i\nSchlagwort als gegenständlichen Expressio-\nnismus bezeichnet. In ihr ordnet der Maler\ndas Gegenständliche vollkommen dem rein\nMalerischen unter. Er tut also etwas ähn-\nliches, wie Beethoven in der Pastorale,\nSchumann in seinen Klavierstücken getan\nhaben. Die Farbformen müssen, auch ohne\ndaß das Gegenständliche als solches erkannt\nwird, dem maßgebenden Gesetz der Fläche\ngehorchen,\nUnd was ist demnach absolute Schauspiel-\nkunst? Reine Schauspielkunst? Gibt es\ndenn eine Schauspielkunst, die, wie die\nreine Musik auf das Wort, wie die reine\nMalerei auf das Gegenständliche, auf das\nWort, die Dichtung, die Handlung verzich-\nten kann?\nDie Antwort ist durch eines erschwert: da-\ndurch, daß die Schauspielkunst anscheinend\nals koordiniert und in dieser Beziehung\ngleichgestellt neben Musik und Malerei tritt»\nSie ist aber keine eigene Kunstgattung.\nIn einem strengen, in einem sehr strengen\nSinne gibt es nur zwei Künste: eine, die\ndurch das Ohr und eine, die durch das Auge\naufgenommen wird. Die erste hieße richtig\ndie Kunst der Töne, die andere die Kunst\nder Erscheinung, Was wir heute Dichtkunst\nnennen, gehört von Ur-Beginn zur Kunst der\nTöne, Und was wir Bildhauerkunst nennen,\nverrät schon durch seinen glücklichen Na-\nmen die Zugehörigkeit zur Kunst der Er-\nscheinung, Die Schauspielkunst ist eine zu-\nsammengesetzte Kunst: sie ist die Kunst der\nSprechtöne und der beweglichen Erschei-\nnungen (zu der also auch der Tanz und die\nPantomime gehören). Dieses Wesen der Zu-\nsammensetzung erschwerte von jeher die Er-\nkenntnis der sogenannten Schauspielkunst-\nZwar leuchtet jedem sofort ein, daß sie in\nihrem einen Teil, der beweglichen Erschei-\nnung, also der Bewegungskunst, absolut sein\nkann. Sie ist es weniger in der üblichen"}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "47", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.19", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3266, "texte": "Pantomime, obgleich auch diese absolut sein\nkann, als in der Form des Tanzes. Aber\nauch das gilt nur vom reinen Tanz. Leider\nhat der Tanz schon seit langer Zeit den\nschlechten Ehrgeiz erlangt, aus seiner Rein-\nheit zur Unreinheit des gegenständlichen\nTanzes zu dringen. (Und die Dummköpfe\nnennen diesen impressionistisch gewordenen\nTanz jetzt expressionistischen Tanz.) Ich\nwill mich also nicht damit beschäftigen, die\nMöglichkeit schauspielerischer Bewegungs-\nkunst zu erklären, da sie wohl den meisten\nbegreiflich ist. Schwieriger ist es, die\nMöglichkeit einer absoluten Sprechkunst zu\nbeweisen. Wie, so höre ich abermals fra-\ngen, wie soll der Schauspieler ohne die\nDichtung oder ganz gewiß doch ohne die\nWorte reden? Aber da stelle ich zuvor eine\nGegenfrage: Wie kann der Schauspieler ein\nKunstwerk nach seiner eigenen Idee und\nnach seinem eigenen Willen schaffen, wenn\nihm die Dichtung die Worte genau vor-\nschreibt? Die Worte, die doch in der ge-\nsamten vor-expressionistischen Dichtung,\nwie jedes Kind weii3, nicht nach den Ge-\nsetzen der Kunst, sondern nach den Ge-\nsetzen der Logik, ja sogar nach den Ge-\nsetzen der Syntax und Grammatik geordnet\nsind. Ein Schauspieler, der etwas Derartiges\nfertig bringt, ohne jemals dagegen einen\nWiderwillen empfunden zu haben, kann\nkein Künstler sein, und wenn ihn eine ganze\nWelt bejubelt. Denn die Grammatik ist un-\nkünstlerische Willkür, ebenso wie die Syn-\ntax und die Logik. Und ihre Zertrümmerung\ndurch die expressionistischen Dichter bringt\ndie Gesetze der Kunst wieder zu Ehren.\nWie aber steht es mit den Worten selbst?\nSind sie in der Form, wie die Entwicklung\nsie hat werden lassen, überhaupt zu beseiti-\ngen? Was sind Worte? Verbindungen von\nKonsonanten und Vokalen, also von Ge-\nräuschen und Klängen, die nicht immer und\nganz besonders selten in unserer deutscheu\nSprache, Wohlklang und in ihrer heutigen\nEndform ebenso gewiß nicht nach künstle-\nrischen Gründen aneinandergereiht sind.\nDaraus habe ich die letzte Konsequenz ge-\nzogen; Ich habe mir in dem „Drama\" (oder\nwie man es nennen will, ich lege keinen\nWert auf das schlechte Wort) Angolaina\ndie Worte selbst neu geschaffen: in An-\nsehung, will sagen, in Anhörung der Konso-\nnanten und Vokale habe ich sie nach meinen\nKlangvorstelhmgen gefomt und rhythmisch\naneinandergereiht. Es gab nichts Selbstver-\nständlicheres. Und ich habe damit alle jene\nHindernisse beseitigt, die einer Verklang-\nlichung durch die Sprechmelodie im Wege\nwaren. Denn jetzt war die Sprechmelodie\nunabhängig vom Wort, das durch seine Be-\ndeutung, vom Satz, der durch seinen Sinn\nder Melodie Vorschriften machte. Dies ist\ndie absolute Sprechkunst in ihrer höchsten\nForm, Jede Verbindung mit dem gegebenen\nWort kann diese vollkommene Reinheit der\nSprechmelodie nur beeinträchtigen, ab-\nschwächen, Wo aber steht in den Gesetzen\nder Kunst geschrieben, daß die Sprech-\nmelodie, wenn sie eine solche Verbindung\nmit dem Wort eingeht, zur Sklavin des\nWorts, zur Dienerin an der Dichtung wer-\nden müsse, wenn nicht gar zur Gelehrten-\nfigur einer Interpretin? Daß sie also das\nwerde, was besonders die Hüter der Litera-\ntur von der Sprechmelodie, vom Schau-\nspieler, von der Schauspielkunst immer wie-\nder verlangen. Nirgends steht es geschrie-\nben, aber die Gesetze der Kunst verbieten\nes."}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "48", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.20", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3194, "texte": "Unsere heutige Schauspielkunst (und das\nist, um es zu wiederholen, in diesem Zusam-\nmenhang die Sprechkunst, sei es die der\nSchauspieler, sei es die der Rezitatoren)\nbefindet sich vollkommen in den Klauen der\nDichtung, der Sätze, und bei den schlech-\ntesten Vertretern dieser Kunst sogar in Ab-\nhängigkeit der Worte. Ihre Beurteiler, seien\nsie Publikum, seien sie Kritiker, stehen so\nvollkommen unter dem Bann dieses Vor-\nurteils, daß sie die eigentliche Leistung des\nSchauspielers (Sprechers) weder beurteilen,\nnoch überhaupt nur hören können. Genau\nso wie wir alle verlernt haben, den reinen\nKlang eines Wortes aufzunehmen, weil sich\ndie begriffliche Vorstellung (Vor-Stellung)\nvordrängt, genau so wie niemand die Farb-\nformen eines sogenannten darstellenden\n(impressionistischen) Bildes auch nur sieht,\ngeschweige denn beurteilend abwägen kann,\ngenau so wenig hört der Hörer, sei er Publi-\nkum, sei er Kritiker, in unseren Theatern\noder Vortragssälen eine klangliche Leistung,\nweil sich die Dichtung, der Sinn, das Wort\nvordrängt, (Da ich von anderem, wie von\nder sogenannten Handlung und störendem\nBeiwerk der theatralischen Umwelt hier\ngar nicht reden will,) Die Schauspieler\nselbst, und ich meine damit diejenigen, die\nheute als die besten beurteilt werden, wol-\nlen selbst gar nichts anderes als ihren Text\nsprechen. Grade mir braucht man nicht\nzu sagen, daß sie doch alle melodisieren.\nDenn ich erwidere: wie mans nimmt! Alle\nMenschen melodisieren, da sie doch gar\nnicht anders können. Und was man einen\nSchauspieler oder Rezitator nennt, ist einer,\nder die Melodien seiner Sprache geschickter\nals die Andern imitieren kann und dabei\nimmer noch weit, weit hinter dem letzten\nseiner Originale zurückbleibt, Denn wenn\nSie, meine verehrten Damen und Herren,\neinmal die Güte haben wollen, von den\nschauspielerischen ~Melodien\" die Worte\nsich wegzudenken oder wegzuhören (wenn\nSie das fertigbringen!), dann werden Sie er-\nschrecken vor dem, was als die eigentliche\n(eigene) Leistung des Schauspielers und Re-\nzitators übrig bleibt. Es ist im Falle unserer\nanerkannten Schauspieler so gut wie gar\nnichts! ~Von Melodie auch keine Spur!\"\nUnd so ist der Unterschied zwischen dem,\nwas man einen guten und einen schlechten\nSchauspieler nennt, nur ein Unterschied der\nGrade, nicht des Wesens. Was so viele\nHörer reizt und so viele gar begeistert, ist\netwas ganz anderes als das Künstlerische.\nEs muß etwas anderes sein. Denn Kunst\nist immer nur rhythmische Gestal-\ntung, Aber die Melodie des Schauspielers\nbeherrscht nicht der Rhythmus, sondern der\nStoff, Zur Entschuldigung der Schauspieler\nkann man nur sagen, daß die gesamte vor-\nexpressionistische Dichtung selbst unrhyth-\nmisch ist, und darum die Rhythmisierung\ndurch die Sprechmelodie erschwert. Aber\nfreilich nur erschwert, unmöglich ist sie\nnicht. Denn die Auswahl unter den Sprech-\ntönen ist unendlich.\nWelche Bedeutung hat also die Erkenntnis\neiner absoluten Sprechmelodie für die ge-\nsprochene Dichtung? Daß nur dann ge-\nsprochene Worte Kunst sind, wenn ihre\nMelodie auch ohne Anhörung der Worte,\nfür sich allein Kunst ist. Alles andere ist\nKunst-Ersatz, für die Schwächlinge, für die\nAestheten,\nUnd nun schlagt mich tot!\n\nRudolf Blümner"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c014", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c014", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "45", "page_fin": "45", "image_debut": 17, "image_fin": 17, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.5.1", "titre_corps": "Feliks Krassowski: Wachsende Szene Bühnenbilder: Dziady (Ahnen) von Mickiewicz", "titre_sommaire": "Feliks Krassowski: Wachsende Szene Bühnenbilder: Dziady (Ahnen) von Mickiewicz", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 17, "page_imprimee": "45", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.17", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 78, "texte": "Feliks Krassowski: Wachsende Szene\nBühnenbilder: Dziady (Ahnen) von Mickiewicz"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c015", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c015", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "30", "page_fin": "30", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.6", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "30", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.2", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1047, "texte": "Zeitschrift Der Sturm\nAn die Abonnenten und Leser der Zeitschrift Der Sturm\nDie Zeitschrift Der Sturm beginnt ihren 17. Jahrgang und wird vom April bis Septem-\nber einmal monatlich, vom Oktober bis Dezember zweimal monatlich erscheinen. Der\nJahrgang hat also wie bisher 12 Hefte. Die ersten sechs Hefte werden je ein bestimmtes\nThema behandeln, die letzten sechs Hefte enthalten sachliche, kritische und polemische\nBeitrage iiber Politik, Theater, Musik, Kunst u. Dichtung / Themen der ersten sechs Hefte:\nApril: Expressionismus\n| Mai: Afrika und Sudsee-Kunst\nU Juni: Theater\nJuli: Tanz und Plastik\nSturmabende Dichtungen\nSeptember: Architektur\nSCHRIFTLEITUNG: HERWARTH WALDEN\nVerlag Der Sturm Berlin W 9 Potsdamer Strafie 134 a\nFernruf Lutzow 4443 : Postscheckkonto Berlin 120658\nVerlagsverzeichnisse kostenlos vom Verlag Der Sturm\nJedes Heft hat zahl-\nreiche Abbildungen\nJahresbezug M 12\nhalbjahrlich M 6\nDrei Hefte M 3\nEinzelheft M 1\nMitglieder der\nGesellschaft der\nSturmfreunde E. V.\nerhalten die Zeit-\nschrift satzungsge-\nmafi zum halben\nPre'"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c016", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c016", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "30", "page_fin": "30", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.7", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "30", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.2", "debut_caractere": 1049, "fin_caractere_exclue": 1701, "texte": "Modern^unstsA^\nI von y\nI Johannes Jtten I\nI Berlin-Wilmersdorf 1 11,11 ' \" Kg\n■ Brandenburgisdiestr. 16 am Fehrbelliner Platz I\nI Grundlegender, kiinstlerischer Unterricht fiir\nB Maler, Bildhauer, Architekten, Padagogen,\nI Photographen, Reklame-, Mode- und Muster-\nzeichnungen aller Art.\n•J\nNaluralistische, expressive, konstruktive\nForm- und Farbstudien. Studium der Ge-\nsetze der Bewegung, des Rhythmus, des\nHelldunkels, der geometrischen Form, der\nMaterien, der Farbe und der Komposition.\nDie schopferischen Krafte im Menschen zur\nEntfaltung zu fiihren und die Mittel der\ndarstellenden Kunst zu lehren ist Ziel des\nUnterrichts.\nMan verlange Prospekt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c017", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c017", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "30", "page_fin": "30", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.8", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "30", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.2", "debut_caractere": 1703, "fin_caractere_exclue": 2128, "texte": "Kunstausstellung\nDer Sturm\nBerlin W9 Potsdamer Strafie 134 a I\nJuni 1926\n150. Ausstellung\nAdolf Kuthe\nSandro Malmquist\nHaet - Keramik\nGesamtschau\nGeoffnet von 10—6\nSonntags von 11—2\nLesesaal mit 60 auslan-\ndischen Zeitschriften\nB ild erverlefh\nWiederbeginn\n1. September 1926\nJeden Mittwoch\nBi|2 Uhr\nSturm-\nKabarett\nConference:\nRudolf Bliimner\nNach der Vorstellung\nTANZ j Jazzband\nVerkauf von Kunstwerken audi au! 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Ses etudes docu-\nmentaires et ses chroniques d'actualit£s offrent un\ntableau constamment tenu & jour de L'ACTIVITE\nDES ARTS DANS LE MONDE ENTIER.\nAbonnements:\nFrance . .. . 100 francs\nEtranger.... 150 —\nOn s'abonne chez tousles Libraires et £\nLA RENAISSANCE\nDE LART FRANCAIS\nET DES INDUSTRIES DE LUXE\n10, Rue Royale / PARIS"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c020", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c020", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "32", "page_fin": "32", "image_debut": 4, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.11", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "32", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.4", "debut_caractere": 1395, "fin_caractere_exclue": 1919, "texte": "Verlag der Weltbuhne / Charlottenburg / Konigsweg 33\nLest wenig\naber\nDie Weltbuhne\nDer Schaubiihne XXII. Jahr\nWochenschrift fur Politik, Kunst, Wirtschaft\nHerausgeber: Siegfried Jacobsohn\nProbenummern kostenlos\nDie\ngrofee Zeit der Luge\nvon Hellmut ▼. Gerladi\nKartoniert 2 Mark\nV er schwor er\nund\nFememorder\nvon Carl Mertens (*** der .Weltbuhne\")\nKartoniert 2 Mark\nDeutsche\nWirtsdiaftsfiihrer\nvon Felix Pinner (Frank Fafiland)\n15., sehr erweiterte Auflage / In Leinen 5 M.\nVerlag der Weltbuhne / Postsdieckkonto: Berlin 11958"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c021", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c021", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "49", "page_fin": "49", "image_debut": 21, "image_fin": 21, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.12", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 21, "page_imprimee": "49", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.21", "debut_caractere": 52, "fin_caractere_exclue": 273, "texte": "KUNSTBUCHHANDLUNG DER STURM\nBERLIN W 9 / POTSDAMER STRASSE 138 a\nNAHE POTSDAMER PLATZ\nLOTZOW 4443\nKERAMIK\nBOCHER\nGESCHENKWERKE\nAUF ALLEN GEBIETEN\nLOTZOW 4443\nVOLKS-\nKUNST\nEINRICHTUNG VON BIBLIOTHEKEN\nKUNSTBOCHER / GRAPHIK"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c022", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c022", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "49", "page_fin": "49", "image_debut": 21, "image_fin": 21, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; 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SDie efjrt nnr 8\nnid)t (£toigfeit3genojfen. SSiele finb Berufyni\nSBenige @in ©ebanfe, eine\n2BaJjrJ)eit, toie fie biefe£ SBerf fcetoeift\ntoirb nur aUc taufenb jjaljre einmaf ge*\nbarf)t ttitb entbetft* <&. $•\nMark 1,25\nVerlag Der Sturm\nBerlin W 9\nDurch jede gute Buchhandlung oder direkt\nvom Verlag Der Sturm zu beziehen"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c028", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c028", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "51", "page_fin": "51", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.19", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "51", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.23", "debut_caractere": 1383, "fin_caractere_exclue": 2834, "texte": "Soeben ersdiienen:\nDAS JAHRBUCH\nder Universal-Edition\nauf das Jahr 1926\n25 JAHRE NEUE MUSIK\nHerausg-eg-eben von\nHans Heinsheimer und Paul Stefan -\nBuchschmuck von Carry H a us e r\nPreis kartoniert 5 Mk.\nDas Jahrbuch, an der Schwelle zum zweiten Viertel dieses Jahr-\nhunderts erscheinend, versucht in 25 Aufsatzen einen Riickblick\niiber die Entwicklung- der Musik in den verg-ang-enen 25 Jahren\nzu g-eben, ihre geg-enwartig-e Situation klarzustellsn und Aus-\nblicke auf die kommende Entwicklung- zu g-eben\nINHALT: Arnold SchBnberg*,Gesinnung- oder Erkenntnis?/\nHans Mersmann, Die Musik des 20. 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Pisk, Musikalische Volksbildung-/\nPaul Stefan, Vor 25 Jahren / Adolf Weiflmann, Nation und\nRasse in der Musik / Alban Berg-, Verbindliche Antwort / Josef\nMatthias Hauer, Wende der Musik? / Francesco Malipiero,\nEin Brief / Lois Gruenberg', Vom Jazz / Wilhelm Altmann,\nOpernstatistik\nllniversal-Edlllon A O.\nWIEN NEW YORK"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c029", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c029", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "51", "page_fin": "51", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.20", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "51", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.23", "debut_caractere": 2836, "fin_caractere_exclue": 2918, "texte": "Kunst / Kultur / Lebensformen Afrikas\nOzeaniens\numfafit das Werk:\nErlebte Erdteile"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c030", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c030", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "51", "page_fin": "51", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.21", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "51", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.23", "debut_caractere": 2920, "fin_caractere_exclue": 3391, "texte": "Ergebnisse eines deutschen Forscherlebens\nvon\nLeo Frobenius\nBand I Ausfahrt: Von der Volkerkunde zum\nKulturproblem\nBand II Erschlossene Raume: Das Problem\nOzeanien\nBand 111 Vom Schreibtisch zum Aquator:\nPlanmaßige . Durchwanderung Afrikas\nBand IV Vom Volkerstudium zur Philqsophie:\nDer neue Blick\nPreis: pro Band Ganzleinen 6.— / brosch. 4.—\nVerlangen Sie ausfiihrlichen Prospekt. / Frankfurter Societats —\nDruckerei G. m. b. 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Berlin w ♦ Grunewaidstr. 14-15\nGegriindet 1854 Hofspediteure s. M. des Kdnigs von Spanien Gegriindet 1854\nSpedition und Mobeltransporte, Verpackung and Lagerung von\nGemalden und Kunstgegenstanden jeder Art\nLieferung und Empfang nach und von alien Kunstausstellungen\ndes In- und Auslandes. Transportversicherungen aller Art\n■\nSpedlfeured.WlrtsdiaftlldienVerbandcsßlldender H flnstler:: derrrelen Secession\ndes Verbandes Deulsdier lllustrnforen und Hausspedlteure des „Sturm\""}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c032", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c032", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "52", "page_fin": "52", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.23", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "52", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.24", "debut_caractere": 249, "fin_caractere_exclue": 420, "texte": "Verlangen Sie bitte ein Probeheft!\nZum Verstandnis des modernen kulturellen und politischen Lebens\nunentbehrlich ist die Lekture der Zeitschrift\nSozialistische Monatsheite"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c033", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c033", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "52", "page_fin": "52", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.24", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "52", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.24", "debut_caractere": 422, "fin_caractere_exclue": 1529, "texte": "Herausgeber Joseph Bloch\nPreis pro Quartal 2.25 Mark / Einzelheft 75 Pfennig\nVorzugsausgabe (auf besonders schonem Papier) pro Quartal\n4.50 Mark, Einzelheft 1.50 Mark\nDie Sozialistischen Monatshefte sind stets bestrebt,\ndie Stellung, die sie sich in unserm offentlichen\nLeben errungen haben, durch ihre gewohnten Dar-\nbietungen, die die Aktualitat des lages in die\nSphare wissenschaftlicher Vertiefung zu\nriicken suchen, und durch standige Erweiterung\nihres Inhalts zu behaupten und zu befestigen.\nDie Sozialistischen Monatshefte sind die einzige\ndeutsche Zeitschrift, die eine systematisch geglie-\nderte Rundschau liber offentlichesLeben, Wissen-\nschaft, Kunst und Kultur bringt. Einem jeden\nwird dadurch eine fortlaufende Orientierung iiber\ndie einzelnen Gebiete ermoglicht. Die einzelnen\nRubriken (32 an der Zahl) werden von Fachleuten\nbearbeitet.\nProbehefte stehen auf Verlangen jederzeit kostenfrei zur Ver-\nfugling. Dem unterzeichneten Verlag ist dieMitteilung von Adr es sen\nwiUkommen, an die die Zusendung von Probeheften ratlich erscheint\nVerlag der Sozialistischen Monatshefte G.m. b.H\nBERLIN W 35"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c034", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c034", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "52", "page_fin": "52", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.25", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "52", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.24", "debut_caractere": 1531, "fin_caractere_exclue": 1691, "texte": "HCasa d'Arte II\nBRAGAGLIA ||\nModerne Kunstausstellungen : Theater der\nUnabhangigen : Buchhandlung : Verlag\nKunstgewerbe\nTerme Romane di Via Avignonesi 8 | Rom 4"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c035", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c035", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "52", "page_fin": "52", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.26", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "52", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.24", "debut_caractere": 1693, "fin_caractere_exclue": 1907, "texte": "VERLAG DER STURM / BERLIN W 9\nHerwarth Walden:\nEinblick in Kunst\nDie beste Einftihrung in den\nExpressionismus und Kubismus\n70 Abbildungen / 4 farbige Kunstbeilagen\nLadenpreis Halbleinen gebunden M 6—\nFONFTE auflage"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c036", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c036", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "52", "page_fin": "52", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.27", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "52", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.24", "debut_caractere": 1909, "fin_caractere_exclue": 2163, "texte": "Revue Germanique\nLille | 55 Rue Brule-Maison\nIPeriodique trimestriel I\nAbonnement 30 Frs. pour l'etranger |\nInformations sur le mouvement i\nlitteraire et les travaux philolo- |\ngiques en Allemagne aux Pays-\nBas et en Scandinavie iliiujimiiiiiiii iiiiniil"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-06-01-c037", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-06_01#c037", "volume": "bmtnabg_1926-06_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "52", "page_fin": "52", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.2.28", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "52", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.24", "debut_caractere": 2165, "fin_caractere_exclue": 2376, "texte": "INTEGRAL\nREVUE DE SINTHESE MODERNE du SEULE\nGROUPEMENT d' AVANTGARDE ROUMAINE\nPARAISSANT CHACQUE MOIS\nDIRIGE Par un Comite bucarestois et parisien\nREDACTION: M. 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Abonncmentspreis jShrlich\nM 7.20 und Porto\nMITARBEITER:\nu. a.; F. Busoni /M. Slevogt / Ph. Jarnach / Heinz Tiessen\nE. Wellcsz (Wien) / H. Prunteres / A. Coeuroy / Boris dc\nSchloezer (Paris) / E. Evans (London)' / M. Labroca (Rom)\nE. Braudo / L. Ssabanejeff (Moskau) / F. Gljeboff\n(Leningrad)\nINHALT:\nIn den Einzelheften wurde eine inhaltliche Geschlossenheit\nerstrebt; ihre leitenden Gesichtspunkte waren u. a.:\nDie Oper (2 Hefte) Musik im neuem Rut-\nland (2 Hefte) Romanische Musik / Die\nEinheit der Kiinste / Musikwissenscfaaft\nNeuer 5. Jahrgang ab 1. Oktober 1925\nProbeheft gratis vom\nMelos-Verlag G. m. b. H.\nBerlin-Friedenau / Stubenrauchstra6e 40"}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.1", "texte": "17. JAHRGANG\nBERLIN ' JUNI 1926\n3. HEFT\nDER STURM\nMONATSSCHRIFT /\nHERAUSGEBER: HER WARTH WALDEN\n\nSONDERHEFT\nT\nH\nE\nA\n♦>• , v\nT\nE\nR"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "30", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.2", "texte": "Zeitschrift Der Sturm\nAn die Abonnenten und Leser der Zeitschrift Der Sturm\nDie Zeitschrift Der Sturm beginnt ihren 17. Jahrgang und wird vom April bis Septem-\nber einmal monatlich, vom Oktober bis Dezember zweimal monatlich erscheinen. Der\nJahrgang hat also wie bisher 12 Hefte. Die ersten sechs Hefte werden je ein bestimmtes\nThema behandeln, die letzten sechs Hefte enthalten sachliche, kritische und polemische\nBeitrage iiber Politik, Theater, Musik, Kunst u. Dichtung / Themen der ersten sechs Hefte:\nApril: Expressionismus\n| Mai: Afrika und Sudsee-Kunst\nU Juni: Theater\nJuli: Tanz und Plastik\nSturmabende Dichtungen\nSeptember: Architektur\nSCHRIFTLEITUNG: HERWARTH WALDEN\nVerlag Der Sturm Berlin W 9 Potsdamer Strafie 134 a\nFernruf Lutzow 4443 : Postscheckkonto Berlin 120658\nVerlagsverzeichnisse kostenlos vom Verlag Der Sturm\nJedes Heft hat zahl-\nreiche Abbildungen\nJahresbezug M 12\nhalbjahrlich M 6\nDrei Hefte M 3\nEinzelheft M 1\nMitglieder der\nGesellschaft der\nSturmfreunde E. V.\nerhalten die Zeit-\nschrift satzungsge-\nmafi zum halben\nPre'\n\nModern^unstsA^\nI von y\nI Johannes Jtten I\nI Berlin-Wilmersdorf 1 11,11 ' \" Kg\n■ Brandenburgisdiestr. 16 am Fehrbelliner Platz I\nI Grundlegender, kiinstlerischer Unterricht fiir\nB Maler, Bildhauer, Architekten, Padagogen,\nI Photographen, Reklame-, Mode- und Muster-\nzeichnungen aller Art.\n•J\nNaluralistische, expressive, konstruktive\nForm- und Farbstudien. Studium der Ge-\nsetze der Bewegung, des Rhythmus, des\nHelldunkels, der geometrischen Form, der\nMaterien, der Farbe und der Komposition.\nDie schopferischen Krafte im Menschen zur\nEntfaltung zu fiihren und die Mittel der\ndarstellenden Kunst zu lehren ist Ziel des\nUnterrichts.\nMan verlange Prospekt\n\nKunstausstellung\nDer Sturm\nBerlin W9 Potsdamer Strafie 134 a I\nJuni 1926\n150. Ausstellung\nAdolf Kuthe\nSandro Malmquist\nHaet - Keramik\nGesamtschau\nGeoffnet von 10—6\nSonntags von 11—2\nLesesaal mit 60 auslan-\ndischen Zeitschriften\nB ild erverlefh\nWiederbeginn\n1. September 1926\nJeden Mittwoch\nBi|2 Uhr\nSturm-\nKabarett\nConference:\nRudolf Bliimner\nNach der Vorstellung\nTANZ j Jazzband\nVerkauf von Kunstwerken audi au! Ratenzahlung"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "31", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.3", "texte": "17. JAHRGANG\nBERLIN ' JUNI 1926\n3. HEFT\nDER STURM\nMONATSSCHRIFT / HERAUSGEBER. HERWARTH WALDEN\n\nTHEATER\nSONDERHEFT\nLesesaal der Kunstausstellung Der Sturm\nBerlin W 9 / Potsdamer Strafee 134 a I\nZeitschriften: Kunst\nLiteratur / Musik\naus folgenden Ländern: Ägypten J Argentinien\nBelgien | Dänemark | Frankreich | Großbritannien\nItalien j lugoslavien | Mexiko | Niederlande | Öster-\nreich | Polen | Rumänien | San Salvador | Schweiz\nSowjet-Rußland | Tschechoslowakei | U. S. A,\nGeöffnet täglich von 10—6 | Sonntags von 11—2\nFür Ausstellungsb esiseh er unentgeltliche Benutzung"}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "32", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.4", "texte": "Verlag Albert Langen in Munchen\nBAUHAUSBUCHER\n1\n2\n3\n4\n5\n6\nWALTER GROPIUS, Internationale Architektur\ngeheftet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk. 7\nPAUL KLEE, P&dagogisches Skizzenbuch\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk. 8\nEIN VERSUCHSHAUS DES BAUHAUSES\ngeheftet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk. 7\nDIE BOHNE IM BAUHAUS\ngeheftet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk. 7\nPIET MONDRIAN, Neue Gestaltung\ngeheftet Mk. 3\nin Leinen gebunden Mk. 5\nTHEO VAN DOESBURG, Grundbegriffe der neuen\ngeheftet Mk. 5 gestaltenden Kunst\nin Leinen gebunden Mk. 7\nNEUE ARBEITEN DER BAUHAUSWERKSTATTEN\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk. 8\nL. MOHOLY'NAGY, Malerei, Photographie, Film\ngeheftet Mk. 7\nin Leinen gebunden Mk. 9\n\nLA RENAISSANCE\nDE LATA FRANQAIS\nET DES INDUSTRIES DE LUXE\nfondee par HENRY LAPAUZE, publie au commen-\ncement de chaque mois, un fascicule de 60 a 80\npages, format in-4° raisin (25:32) contenant de\nnombreuses illustrations.\nLA REDACTION de La Renaissance de I'Art\nFrangais et des Industries de Luxe com-\nprend les ecrivains et les critiques les plus autorises\nde tousles pays d'Europe. Ses etudes docu-\nmentaires et ses chroniques d'actualit£s offrent un\ntableau constamment tenu & jour de L'ACTIVITE\nDES ARTS DANS LE MONDE ENTIER.\nAbonnements:\nFrance . .. . 100 francs\nEtranger.... 150 —\nOn s'abonne chez tousles Libraires et £\nLA RENAISSANCE\nDE LART FRANCAIS\nET DES INDUSTRIES DE LUXE\n10, Rue Royale / PARIS\n\nVerlag der Weltbuhne / Charlottenburg / Konigsweg 33\nLest wenig\naber\nDie Weltbuhne\nDer Schaubiihne XXII. Jahr\nWochenschrift fur Politik, Kunst, Wirtschaft\nHerausgeber: Siegfried Jacobsohn\nProbenummern kostenlos\nDie\ngrofee Zeit der Luge\nvon Hellmut ▼. Gerladi\nKartoniert 2 Mark\nV er schwor er\nund\nFememorder\nvon Carl Mertens (*** der .Weltbuhne\")\nKartoniert 2 Mark\nDeutsche\nWirtsdiaftsfiihrer\nvon Felix Pinner (Frank Fafiland)\n15., sehr erweiterte Auflage / In Leinen 5 M.\nVerlag der Weltbuhne / Postsdieckkonto: Berlin 11958"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "33", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.5", "texte": "Adolf Küthe: Dekoration"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "34", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.6", "texte": "Theater\n\nDas Publikum und die Presse kennt eigent-\nlich nur eine Kunst: das Theater, Kein\nWunder, weil es keine Kunst ist. Wenig-\nstens nicht das Theater der Gegenwart. Die\niierren und Damen, die sich und andere mit\ndieser Kunst beschäftigen, heii3en Schau-\nspieler und Schauspielerinnen, nennen sich\njetzt lieber Mitglieder irgend eines Theaters\nund sind gewerkschaftlich organisiert, ohne\ndeshalb dem König nicht das zu geben, was\nnicht des Königs ist. Sie sind alle fein ge-\nbildet, verkehren in der feinen Gesellschaft\nund geben den feinen Ton in allen Lebens-\nlagen an. Diese Künstlerschaft kennt zwei\nArten ihrer Kunst: sie kann sich verstellen\noder sich natürlich geben. Die erste Art\nnennt man klassisch oder expressionistisch,\ndie zweite Art naturalistisch oder realistisch.\nDiese Künstlerschaft kann aber nur ihre\nStimme verstellen oder entstellen, die Be-\nwegung bleibt dem Zufall der Natur oder\nder Natur des Zufalls überlassen. Manchen\nKünstlern kommt die Natur durch ein Ver-\nsagen zu Hilfe, Eine Fistelstimme, ein Li-\nspeln, ein Heuschnupfen wirken stets eigen-\nartig. Die Eigenart ersetzt die Künstler-\nschaft überhaupt. Eigenart ist Zufall, Eine\nBlonde muß unter hundert Schwarzen auf-\nfallen, es bleibt ihr gar nichts übrig. Das\nNäseln eines Mannes muß auffallen, wenn\ndie Andern es nicht tun. Diese merkwürdige\nKünstlerschaft spielt nicht etwa, sie besteht\naus Mitgliedern, sie studiert Rollen und\nsie denkt. Sie versetzt sich in den Geist der\nRolle und verstellt sich, um den Geist er-\nscheinen zu lassen. Zur Versinnlichung die-\nses Geistes wendet man Kostüm und Maske\nan, Napoleon ist schon durch den Hut ge-\ngeben und Maria Stuart durch den best-\nbekannten Kragen, Die Seele selbst wird\ndurch die Stimme verstellt. Ein weiner-\nlicher Ton ist Trauer oder Glaube. Ein\nBrüllen ist Kraft, ein Säuseln ist Liebe, Tod\nwird tief und Leben hoch gesprochen. Das\nnennt man Rollenstudium. Für die Gesamt-\nheit der Nichtspieler wird ein Spielleiter\nbestellt, der für alle zusammen denkt. Er\nsorgt iixr die Auftritte und ziotritte, iür\nKaucher und Nichtraucher, lur Stellungen,\nSitzungen und Lagen. Er Hintergründe\nmalen, verteilt künstliche Naturgegenstände\nüber den Raum und elektrisches Licht über\ndie Guten und Bösen, lätft auch durch Pau-\nsen Stimmung und Musik machen. Außer-\ndem verhilft er dem Dichter zu seinem\nRecht, Wenn er modern gesonnen ist, läiit\ner ferner Gymnastik durch Besteigen von\nireppen und Leitern und andern Unfug\ntreiben. Dies alles zusammengenommen ist\ndie Kunst des Theaters.\nDer Kunstkritiker wertet noch heute ein\nBild danach, ob die Bäume saftig sind oder\nob die Jungfrau blüht. So einen feinen Blick\nhat er, der Kunstkritiker. Der Theater-\nkritiker wertet noch heute danach, ob der\nSeil auspieler wirklich mit seinem Herzen\nleidet oder ob die Schauspielerin die Liebe\ndurch persönliche Erfahrung glaubhaft für\nihn darstellt. Dies alles zusammengenom-\nmen ist die Kunst der Kritik.\nAber keine Kritik der Kunst.\nHingegen gibt es sogar Theatergeschichte.\nEs gibt sogar eine Theaterwissenschaft mit\nrichtigen Professoren. Made in Germany.\nAb er.es gibt keine Kunst des Theaters.\nWodurch hat es die glückliche Natur ver-"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "35", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.7", "texte": "Sanndro Malmquist: Bühenfigurinen zu „Kind\" von Herwarth Walden"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "36", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.8", "texte": "Sandro Malmquist: Bühnenfigurine Fasolt und Fafner"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "37", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.9", "texte": "Sandro Malmquist: Bühnenfigurine Die Walküre"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "38", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.10", "texte": "schuldet, daß man sie durchaus zur unglück-\nlichen Kunst machen will. Man will sich er-\ninnern oder erinnert werden. An Gott.\nAn die Liebe. An Alt-Heidelberg. An Bis-\nmarck, an Dienstmädchen und an Schwie-\ngermütter, —\nZur Darstellung dieser Erinnerungen dienen\ndie Schauspieler, die sich ihrerseits wieder\nder Dichter bedienen. Dichter sind Leute,\ndie ihre eigenen Erinnerungen oder die Er-\ninnerungen anderer ungereimt gereimt oder\ngereimt ungereimt niederschreiben. Beim\nTheater werden sie auf die handelnden Per-\nsonen verteilt, worunter die Schauspieler zu\nverstehen sind. Die Erinnerungen werden um\neinen Streitfall, den sogenannten Konflikt,\ngruppiert, damit eine menschliche Wirkung\nentsteht. Die Lösung des Streitfalls nimmt\nder Dichter als Richter persönlich vor.\nBringt er Leute um, ist es eine Tragödie,\nläßt er sie sich vertragen, eine Komödie,\nmit Gesangseinlagen eine Posse. Wird alles\ngesungen ist es mit Tod eine oP er, ohne\nTod eine Operette.\nDer Schauspieler nun charakterisiert. Er ist\ndazu bereits von der gütigen Mutter Natur\nausgestattet. Er ist dick für den Onkel,\ndünn für den Intriganten, Sie hat schwarze\nHaare für die Leidenschaft, blonde für die\nHingebung. Durch einen Stiernacken ist er\nder geborene Held, durch eine volle Figur\nsie die Mutter Natur persönlich. Gute\nZähne charakterisieren Frohsinn, schlechte\nNeid. Man merkt, jeder Mensch ist der ge-\nborene Schauspieler, Jeder hat seine Rolle,\njeder sein Fach, Der Direktor oder der Re-\ngisseur braucht ihn nur auf den geeigneten\nPlatz zu stellen. An besonderer Begabung\nkommt allerdings noch das Auswendig-\nlernen dazu. Damit etwaigen Minderbegab-\nten auf d'esem Gebiet nicht die Möglichkeit\ngenommen wird, zum Theater zu gehen, ist\nin jedem Iheater eine ältere Dame zum\nVorsagen oder Nachsagen in einen Kasten\nversteckt. Sie kann bei Bedarf auch als\nnatürliches Echo verwandt werden.\nNiemand aber kümmert sich um die Kunst-\nmittel des Theaters: um den Tonfall und die\nBewegung, Höchstens um ihre Ausdeutung,\nKunst ist keire Verständigung. Sinn der\nKunst nur Kunst sinnlicher Gestaltung,\nDer Reiz der Bewegung ist die Bewegung\nund nicht ihr Zweck. Der Reiz des Ton-\nfalls ist der Tonfall und nicht seine begriff-\nliche Erklärung. Das Wesen des Theaters\nals Kunstwerk besteht in der Komposition\noptischer und akustischer Elemente. Be-\nwegung und Tonfall müssen in sinnliche und\nnicht höchstens in intellektuelle Beziehung\nzueinander rebracht werden. Man muß\nalso zunächst sehen und hören können. Das\nkönnen die meisten heute nur mit Hilfe des\nDenkens. Sie schließen von einer be griff-\nliehen Vorstellung auf Sichtbares oder Hör-\nbares. Sie empfinden daher auch nie den\nMangel an Komposition, weil sie nicht ein-\nmal die Elemente aufnehmen. Nur wo die\nMöglichkeit begrifflicher Aufnahme fast aus-\ngeschlossen ist, entstehen rein künstlerische\nWirkungen: beim Tanz und bei der abso-\nluten Musik. Wer sogar hier noch denkt\noder nach Erklärungen sucht, ist für die\nKunst verloren.\nDie Malerei, die Gestaltung bewegter Farb-\nformen, hat sich bekanntlich von der intel-\nlektuellen Darstellung begrifflicher Formeln\nder optischen Welt gelöst. Das ungegen-\nständliche Bild ist entstanden. Es gibt viele\nDenker, die es langweilig finden, weil sie\nsich dabei das nicht denken können, was"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "39", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.11", "texte": "Michael Larionow: Bühnenfigurine „Pfau\""}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "40", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.12", "texte": "Wiederhold: Dekoration\n\nandere für sie schon gedacht haben. Man\nhat das Recht, es ebenso langweilig zu fin-\nden wie alle Erscheinungen der Natur und\nmuß sich dann eben aufhängen, wenn man\nes vor Langeweile nicht mehr aushält.\nWährend man aber auf der ganzen Erde\nherumreist, um Erscheinungen der Natur in\netwas veränderter Komposition zu finden,\nsieht man die unersehene Veränderung der\nFarbformen in der Komposition des un-\ngegenständlichen Bildes nicht. Dieselbe\nKomposition ungegenständlicher Farbformen\nist aber die Wirkung des Tanzes. Denn\nnicht die Glieder, die Bewegung der Glie-\nder in ihren optisch logischen Beziehungen\nergeben die künstlerische Wirkung. Es gibt"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "41", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.13", "texte": "eben eine Logik der Sinne, Unkomponierte\nBewegungen auf der Bühne sind für jeden\nlangweilig, weil der Tanz nur sinnlich op-\ntisch aufgenommen werden kann und die\nVoraussetzung hierfür, die künstlerische\nKomposition, eben fehlt- Das Theater ver-\nzichtet dilettantisch auf das eine Haupt-\nmoment, die Bewegung. Man ahnt zwar,\ndas etwas für das Auge geschehen muß. Da-\nher geht man, steht man, sitzt man oder\nraucht man abwechselnd in einer Folge, wie\nman es im Leben nicht tut, wie man auf\ndem Theater es aber für Leben hält. Die\nGlieder, die im Leben nur zu praktischen\nZwecken bewegt werden, schlenkern oder\nlagern am Körper auf der Bühne optisch\nsinnlos herum. Nicht der Wechsel, der op-\ntisch logische Wechsel gibt sinnfällige und\ndaher künstlerische Wirkung.\nDie Gesangsmelodie auf der Bühne ist durch\neinen Komponisten festgelegt. Und zwar\nfür alle Beteiligten. Hier ist also wenig-\nstens ein Mensch vorhanden, der die Ab-\nsicht zur Komposition hat, das heißt zur\nakustischen Feststellung von Beziehungen\nder Tonformen. Diese Aufgabe hat beim\nTheater der Regisseur. Der Dichter inter-\nessiert sich nur für seine Gedanken. Der\nRegisseur sieht aber seine Aufgabe darin,\ndiese Gedanken so vortragen zu lassen, als\nob sie einem Auditorium nicht etwa von\nSchwachsinnlichen, sondern von Schwach-\nsinnigen beigebracht werden sollen. Er läßt\ndurch Brüllen oder Flüstern Weisheiten\noder Dummheiten aussagen, übermalt Wör-\nter, die schon selbst Malerei sind, durch\nTöne und paukt oder flötet dem Publikum\nein, was es zu empfinden hat. Mit dem je-\nweiligen Stimmfall oder Stimmbruch, dem\ndie meistens ungütige Mutter Natur dem be-\ntrcfienen Künstler überlassen hat. Spre-\nchen kann der Mensch bekanntlich sowieso.\nDas ist der Irrtum. Die natürliche Sprache\nkann ebensowenig Kunstmittel sein, wie die\nnatürliche Bewegung. Die Sprache muß\nSprechmelodie werden. Sie muß so fest-\ngelegt sein wie die Gesangmelodie. Der\nSchauspieler darf sie sich nicht nach seiner\nEigenart bilden. Das darf der Musiker im\nOrchester auch nicht. Wie die Gesangs-\nmelodie aus den Beziehungen der Tonwerte\nentwickelt wird, so muß die Sprechmelodie\naus den Klangwerten der Wörter gestaltet\nwerden. Die Melodie der Töne und der\nTonfälle ist eine akustische Bewegung, der\nRhythmus.\nDas absolute Kunstwerk des Theaters ist\nnoch nicht geschaffen. Das absolute Kunst-\nwerk in der Kunstform der Rezitation, also\nder Einzelleistung, in der Verbindung von\nFormen der Bewegung und des Tonfalls be-\nreits durch Rudolf Blümner gestaltet. Das\nTheater als absolutes Kunstwerk zu gestal-\nten, versuchen die Regisseure Tairoff, Meier-\nhold; Juschny, Lothar Schreyer und Willi-\nam Wauer. Die Hauptschwierigkeit für\ndiese Regisseure liegt in der Unterlage\nihrer Leistung, im literarischen Drama. Die\nAufführung einer Operette durch Tairoff\nund der szenischen Gestaltung eines Volks-\nliedes durch Juschny kommen dem abso-\nluten Kunstwerk des Theaters am näch-\nsten. Aber auch das Thema kann zu einem\nständigen Theaterkunstwerk verwandt\nwerden. Voraussetzung ist, daß der Wort-\ngestalter sich bewußt wird, was er zu\nschaffen hat. Das Material der Dichtung\nist das Wort und nicht der Gedanke. Die\nrhythmische und melodische Komposition\nvon Wörtern ergibt das Wortkunstwerk,"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "42", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.14", "texte": "Szenenbild: Der Gott der Fache Staatliches Jüdisches Kammertheater / Moskau\n\ndas nebenbei auch einen Sinn auslösen, wie\ndas Bild auch an Gegenstände erinnern\nkann. Das ist die Aufgabe und die Absicht\nder expressionistischen Dichtung, wie sie\nin den Dramen von August Stramm, von\nLothar Schreyer und von mir zu lösen ver-\nsucht worden ist. Ein Drama wird dadurch\nnicht künstlerischer, daß man seine Hand-\nlung, also die Erinnerung an Vorgänge,\nnach Chicago, China oder in den Himmel ver-\nlegt. In der Kunst gibt es nur optische und\nakustische Phantasie. Kunst kann nur mit\nKunstmitteln geschaffen werden. Schrei\nist Wirkung, nicht der Schrei nach etwas.\nSeu:zen ist Wirkung, nicht Seufzen um je-\nmand. Lachen ist Wirkung, nicht das\nLachen wegen etwas. Weinen ist Wirkung,\nnicht das Weinen um jemand. Das Etwas\nund den Jemand kann sich jeder nach sei-\nnem Belieben oder Mißlieben denken,\nwenn nur die Wirkung überhaupt in Ton\nund in Erscheinung tritt. Das wird durch\nKomposition von Ton und Bewegung er-\nreicht.\nDie Masse hat gegen die Kenner recht. In\nihrer Gesamtheit als Publikum empfindet"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "43", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.15", "texte": "Szenenbild: Zauberin Staatliches Jüdisches Kammertheater / Moskau\n\nsie unmittelbar und befreit sich von der\nMittelbarkeit des Individuums. Das Publi-\nkum geht mit Recht nicht mehr in das lite-\nrarische Theater. Wenn es selbst Erinne-\nrungen haben will, sc will es die Erinne-\nrung seines Lebens und nicht des Lebens\nvon verstorbenen Göttern, Königen, Hel-\nden und Geliebten anderer Leute. Noch\nlieber will das Publikum gar keine Erinne-\nrung. Es will das Leben der Sinne. Daher\ngeht in die Operetten und die Revuen, die\nc , .\nder Anfang eines Ersatzes für das Theater\nals Kunstwerk sind. Die Geistigen haben\nes dem Bürger und dem Arbeiter stets\nübelgenommen, daß sie im Theater durch-\naus nicht denken wollen. Die Geistigen sind\naber keine Menschen, sie sind nur Begriffe\neines vergriffenen Menschentums. Geist\nist nur das Gedächtnis sinnlicher Erleb-\nnisse anderer, auf eine passende oder un-\npassende Formel gebracht. Das Theater\nals Gestaltung künstlerischer\nalso sinnlicher und sinnfälliger Momente\nkann sich aus diesen Geist nicht einlassen.\nMan ist noch nicht Künstler, wenn man\nkann sich auf diesen Geist nicht einlassen,\nstimmt nicht dazu.\nDas Theater muß aus dem Leben der Sinne"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "44", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.16", "texte": "Feliks Krassowski: Wachsende Szene\nBühnenbilder: Dziady (Ahnen) von Mickiewicz\n\ngestaltet werden. Das Leben besteht nur\naus sinnlichen Wirkungen. Die Gestal-\ntung sinnlicher Wirkungen ist Kunst. Die\nKomposition sichtbarer und hörbarer Ele-\nmente ist das Theater als Kunstwerk.\n\nHerwarth Walden\n\nAbsolute Schauspielkunst\n\nEin Bekenntnis zur Einleitung\nVor zwanzig Jahren sprach und schrieb ich\nzum ersten Mal über absolute Schauspiel-\nkunst. Erst zehn Jahre später, als es eine\nexpressionistische, insbesondere eine\nalogische und eine abstrakte Dichtung gab,\nkonnte ich den Beweis für die Wahrheit\nmeiner Erkenntnis erbringen. Aber die\nWenigsten waren imstande, in der Weise,\nwie ich diese Dichtungen der Expressio-\nnisten vortrug, das Absolute dieser Vor-\ntragsweise zu erkennen. Nach weiteren"}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "45", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.17", "texte": "Feliks Krassowski: Wachsende Szene\nBühnenbilder: Dziady (Ahnen) von Mickiewicz\n\nfünf Jahren veröffentlichte ich im Sturm\ndie absolute Dichtung ~Angolaina\" und\nüberzeugte durch ihren Vortrag auch die-\njenigen von der Existenz einer absoluten\nSchauspielkunst, die vorher nicht daran ge-\nglaubt hatten. Freilich haben nur Wenige\nunter diesen begriffen, worin das Wesen\nder absoluten Schauspielkunst besteht.\nAber ich will die Wahrheit nicht verschwei-\ngen, daß die meisten derjenigen, die es an-\ngeht, nämlich unsere Schauspieler und Rezi-\ntatoren und Regisseure und ebensowenig\nunsere Kritiker meinen Vortrag überhaupt\ngehört haben. Ich will noch einmal erklä-\nren, was die absolute Schauspielkunst ist.\n* *\n*\nDemjenigen, der weiß, was man unter abso-\nluter Musik und absoluter Malerei versteht,\nkann es nicht schwer fallen, auch die abso-\nlute Schauspielkunst zu begreifen.\nDie absolute Musik ist die reine Musik,\ndas ist die Nur-Musik. Die meisten wissen\nbloß, daß dieses die Musik ist, die sich nicht\nmit den Worten zum Lied oder zur Opern-"}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "46", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.18", "texte": "form verbindet. Aber der Begriff der\nreinen Musik ist enger zu verstehen. Denn\nauch die sogenannte Programm-Musik ist\noft keine absolute, reine Musik. Ja sie ist\nes in vielen Fällen noch weniger als das\nLied oder die Oper, Denn Lied und Oper\nkönnen — könnten, denn sie sind es\nin unserer gesamten Musik-Literatur fast\nniemals — ein organisches und darum reines\nKunstwerk (wenn auch nicht als Nur-\nMusik) werden, Die Programm-Musik ist\naber, wenn sie wirklich bloße Programm-\nMusik ist, verunreinigte Musik, Bloße\nProgramm-Musik ist sie dann, wenn sie ein\ngegenständliches Thema hat, dessen Kennt-\nnis zu ihrer Aufnahme durch den Hörer\nnotwendig ist. Solche Musik ist unrein,\nweil sie ihr eigenes Gebiet verläßt und ein\nanderes Kunstgebiet betritt, Solche Musik\nbleibt nur dann rein, wenn sie auch ohne\njede Kenntnis des beabsichtigten speziellen\nInhalts aufgenommen werden kann. Darum\nist Beethovens Pastorale, darum sind Schu-\nmanns programmatische Klavierstücke\nreine Musik, darum sind Richard Strauß'\nOrchester-Kompositionen keine reine Mu-\nsik, keine absolute Musik, Und das gilt\nvon ihnen im tadelnden Sinne.\nDie neue Malerei hat uns gezeigt, daß es\ntrotz allen denen, die es mehr aus Hart-\nnäckigkeit als aus Einsicht leugnen, eine ab-\nsolute reine Malerei gibt. Sie ist eine Malerei,\ndie auf jede Darstellung im Sinne des Ge-\n-. . . ■ k , > .\ngenständlichen verzichtet. Sie heißt darum\nauch abstrakte Malerei. Neben ihr besteht\nin der neueren Malerei eine Art der gegen-\nständlichen Darstellung, die man mit einem\n- } .... * i\nSchlagwort als gegenständlichen Expressio-\nnismus bezeichnet. In ihr ordnet der Maler\ndas Gegenständliche vollkommen dem rein\nMalerischen unter. Er tut also etwas ähn-\nliches, wie Beethoven in der Pastorale,\nSchumann in seinen Klavierstücken getan\nhaben. Die Farbformen müssen, auch ohne\ndaß das Gegenständliche als solches erkannt\nwird, dem maßgebenden Gesetz der Fläche\ngehorchen,\nUnd was ist demnach absolute Schauspiel-\nkunst? Reine Schauspielkunst? Gibt es\ndenn eine Schauspielkunst, die, wie die\nreine Musik auf das Wort, wie die reine\nMalerei auf das Gegenständliche, auf das\nWort, die Dichtung, die Handlung verzich-\nten kann?\nDie Antwort ist durch eines erschwert: da-\ndurch, daß die Schauspielkunst anscheinend\nals koordiniert und in dieser Beziehung\ngleichgestellt neben Musik und Malerei tritt»\nSie ist aber keine eigene Kunstgattung.\nIn einem strengen, in einem sehr strengen\nSinne gibt es nur zwei Künste: eine, die\ndurch das Ohr und eine, die durch das Auge\naufgenommen wird. Die erste hieße richtig\ndie Kunst der Töne, die andere die Kunst\nder Erscheinung, Was wir heute Dichtkunst\nnennen, gehört von Ur-Beginn zur Kunst der\nTöne, Und was wir Bildhauerkunst nennen,\nverrät schon durch seinen glücklichen Na-\nmen die Zugehörigkeit zur Kunst der Er-\nscheinung, Die Schauspielkunst ist eine zu-\nsammengesetzte Kunst: sie ist die Kunst der\nSprechtöne und der beweglichen Erschei-\nnungen (zu der also auch der Tanz und die\nPantomime gehören). Dieses Wesen der Zu-\nsammensetzung erschwerte von jeher die Er-\nkenntnis der sogenannten Schauspielkunst-\nZwar leuchtet jedem sofort ein, daß sie in\nihrem einen Teil, der beweglichen Erschei-\nnung, also der Bewegungskunst, absolut sein\nkann. Sie ist es weniger in der üblichen"}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "47", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.19", "texte": "Pantomime, obgleich auch diese absolut sein\nkann, als in der Form des Tanzes. Aber\nauch das gilt nur vom reinen Tanz. Leider\nhat der Tanz schon seit langer Zeit den\nschlechten Ehrgeiz erlangt, aus seiner Rein-\nheit zur Unreinheit des gegenständlichen\nTanzes zu dringen. (Und die Dummköpfe\nnennen diesen impressionistisch gewordenen\nTanz jetzt expressionistischen Tanz.) Ich\nwill mich also nicht damit beschäftigen, die\nMöglichkeit schauspielerischer Bewegungs-\nkunst zu erklären, da sie wohl den meisten\nbegreiflich ist. Schwieriger ist es, die\nMöglichkeit einer absoluten Sprechkunst zu\nbeweisen. Wie, so höre ich abermals fra-\ngen, wie soll der Schauspieler ohne die\nDichtung oder ganz gewiß doch ohne die\nWorte reden? Aber da stelle ich zuvor eine\nGegenfrage: Wie kann der Schauspieler ein\nKunstwerk nach seiner eigenen Idee und\nnach seinem eigenen Willen schaffen, wenn\nihm die Dichtung die Worte genau vor-\nschreibt? Die Worte, die doch in der ge-\nsamten vor-expressionistischen Dichtung,\nwie jedes Kind weii3, nicht nach den Ge-\nsetzen der Kunst, sondern nach den Ge-\nsetzen der Logik, ja sogar nach den Ge-\nsetzen der Syntax und Grammatik geordnet\nsind. Ein Schauspieler, der etwas Derartiges\nfertig bringt, ohne jemals dagegen einen\nWiderwillen empfunden zu haben, kann\nkein Künstler sein, und wenn ihn eine ganze\nWelt bejubelt. Denn die Grammatik ist un-\nkünstlerische Willkür, ebenso wie die Syn-\ntax und die Logik. Und ihre Zertrümmerung\ndurch die expressionistischen Dichter bringt\ndie Gesetze der Kunst wieder zu Ehren.\nWie aber steht es mit den Worten selbst?\nSind sie in der Form, wie die Entwicklung\nsie hat werden lassen, überhaupt zu beseiti-\ngen? Was sind Worte? Verbindungen von\nKonsonanten und Vokalen, also von Ge-\nräuschen und Klängen, die nicht immer und\nganz besonders selten in unserer deutscheu\nSprache, Wohlklang und in ihrer heutigen\nEndform ebenso gewiß nicht nach künstle-\nrischen Gründen aneinandergereiht sind.\nDaraus habe ich die letzte Konsequenz ge-\nzogen; Ich habe mir in dem „Drama\" (oder\nwie man es nennen will, ich lege keinen\nWert auf das schlechte Wort) Angolaina\ndie Worte selbst neu geschaffen: in An-\nsehung, will sagen, in Anhörung der Konso-\nnanten und Vokale habe ich sie nach meinen\nKlangvorstelhmgen gefomt und rhythmisch\naneinandergereiht. Es gab nichts Selbstver-\nständlicheres. Und ich habe damit alle jene\nHindernisse beseitigt, die einer Verklang-\nlichung durch die Sprechmelodie im Wege\nwaren. Denn jetzt war die Sprechmelodie\nunabhängig vom Wort, das durch seine Be-\ndeutung, vom Satz, der durch seinen Sinn\nder Melodie Vorschriften machte. Dies ist\ndie absolute Sprechkunst in ihrer höchsten\nForm, Jede Verbindung mit dem gegebenen\nWort kann diese vollkommene Reinheit der\nSprechmelodie nur beeinträchtigen, ab-\nschwächen, Wo aber steht in den Gesetzen\nder Kunst geschrieben, daß die Sprech-\nmelodie, wenn sie eine solche Verbindung\nmit dem Wort eingeht, zur Sklavin des\nWorts, zur Dienerin an der Dichtung wer-\nden müsse, wenn nicht gar zur Gelehrten-\nfigur einer Interpretin? Daß sie also das\nwerde, was besonders die Hüter der Litera-\ntur von der Sprechmelodie, vom Schau-\nspieler, von der Schauspielkunst immer wie-\nder verlangen. Nirgends steht es geschrie-\nben, aber die Gesetze der Kunst verbieten\nes."}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "48", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.20", "texte": "Unsere heutige Schauspielkunst (und das\nist, um es zu wiederholen, in diesem Zusam-\nmenhang die Sprechkunst, sei es die der\nSchauspieler, sei es die der Rezitatoren)\nbefindet sich vollkommen in den Klauen der\nDichtung, der Sätze, und bei den schlech-\ntesten Vertretern dieser Kunst sogar in Ab-\nhängigkeit der Worte. Ihre Beurteiler, seien\nsie Publikum, seien sie Kritiker, stehen so\nvollkommen unter dem Bann dieses Vor-\nurteils, daß sie die eigentliche Leistung des\nSchauspielers (Sprechers) weder beurteilen,\nnoch überhaupt nur hören können. Genau\nso wie wir alle verlernt haben, den reinen\nKlang eines Wortes aufzunehmen, weil sich\ndie begriffliche Vorstellung (Vor-Stellung)\nvordrängt, genau so wie niemand die Farb-\nformen eines sogenannten darstellenden\n(impressionistischen) Bildes auch nur sieht,\ngeschweige denn beurteilend abwägen kann,\ngenau so wenig hört der Hörer, sei er Publi-\nkum, sei er Kritiker, in unseren Theatern\noder Vortragssälen eine klangliche Leistung,\nweil sich die Dichtung, der Sinn, das Wort\nvordrängt, (Da ich von anderem, wie von\nder sogenannten Handlung und störendem\nBeiwerk der theatralischen Umwelt hier\ngar nicht reden will,) Die Schauspieler\nselbst, und ich meine damit diejenigen, die\nheute als die besten beurteilt werden, wol-\nlen selbst gar nichts anderes als ihren Text\nsprechen. Grade mir braucht man nicht\nzu sagen, daß sie doch alle melodisieren.\nDenn ich erwidere: wie mans nimmt! Alle\nMenschen melodisieren, da sie doch gar\nnicht anders können. Und was man einen\nSchauspieler oder Rezitator nennt, ist einer,\nder die Melodien seiner Sprache geschickter\nals die Andern imitieren kann und dabei\nimmer noch weit, weit hinter dem letzten\nseiner Originale zurückbleibt, Denn wenn\nSie, meine verehrten Damen und Herren,\neinmal die Güte haben wollen, von den\nschauspielerischen ~Melodien\" die Worte\nsich wegzudenken oder wegzuhören (wenn\nSie das fertigbringen!), dann werden Sie er-\nschrecken vor dem, was als die eigentliche\n(eigene) Leistung des Schauspielers und Re-\nzitators übrig bleibt. Es ist im Falle unserer\nanerkannten Schauspieler so gut wie gar\nnichts! ~Von Melodie auch keine Spur!\"\nUnd so ist der Unterschied zwischen dem,\nwas man einen guten und einen schlechten\nSchauspieler nennt, nur ein Unterschied der\nGrade, nicht des Wesens. Was so viele\nHörer reizt und so viele gar begeistert, ist\netwas ganz anderes als das Künstlerische.\nEs muß etwas anderes sein. Denn Kunst\nist immer nur rhythmische Gestal-\ntung, Aber die Melodie des Schauspielers\nbeherrscht nicht der Rhythmus, sondern der\nStoff, Zur Entschuldigung der Schauspieler\nkann man nur sagen, daß die gesamte vor-\nexpressionistische Dichtung selbst unrhyth-\nmisch ist, und darum die Rhythmisierung\ndurch die Sprechmelodie erschwert. Aber\nfreilich nur erschwert, unmöglich ist sie\nnicht. Denn die Auswahl unter den Sprech-\ntönen ist unendlich.\nWelche Bedeutung hat also die Erkenntnis\neiner absoluten Sprechmelodie für die ge-\nsprochene Dichtung? Daß nur dann ge-\nsprochene Worte Kunst sind, wenn ihre\nMelodie auch ohne Anhörung der Worte,\nfür sich allein Kunst ist. Alles andere ist\nKunst-Ersatz, für die Schwächlinge, für die\nAestheten,\nUnd nun schlagt mich tot!\n\nRudolf Blümner"}, {"page_pdf": 21, "page_imprimee": "49", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.21", "texte": "Jede» Blatt 1,5 t Mark die mit * versehenen 1 Mark\n\nKUNSTBUCHHANDLUNG DER STURM\nBERLIN W 9 / POTSDAMER STRASSE 138 a\nNAHE POTSDAMER PLATZ\nLOTZOW 4443\nKERAMIK\nBOCHER\nGESCHENKWERKE\nAUF ALLEN GEBIETEN\nLOTZOW 4443\nVOLKS-\nKUNST\nEINRICHTUNG VON BIBLIOTHEKEN\nKUNSTBOCHER / GRAPHIK\n\nFarbige Kunstdrucke\nALEXANDER ARCHIPENKO: Frau / Aquarell\nMARC CHAGALL: Akt / Aquarell, Interieur /\nGemalde, On dit (Der Jude / Aquarell, Kutscher /\nAquarell, Der Coiffeur / Aquarell, Ich und das\nDorf / Gemalde\nROBERT DELAUNAY: Aquarell\nTOUR DONAS: Frau mit Vase / Gemalde\nALBERT GLEIZES: Baum und Flufi / Gemalde,\nFrau und Kind / Gemalde\nNATALIE GONTSCHAROWA: Theaterdeko-\nrationen*\nREINHARD GOERING: Zwei Aquarelle\nJACOB A VAN HEEMSKERCK: Bild 68 / Ge-\nmalde, Insel / Gemalde\nJOHANNES ITTEN: Gemalde eines Kindes\nKANDINSKY: Aquarell 2, Aquarell 6\n\nVerlag Der Sturm\nPAUL KLEE: Spiel der Krafte einer Landschaft /\nAquarell, Giftbeeren / Aquarell\nMICHAEL LARIONOW: Kostiimskizzen*\nFERNAND LEGER: Kontrast der Formen /\nGemalde\nFRANZ MARC: Pferde / Aquarell\nJEAN METZINGER: Landschaft / Gemalde\nLOUIS MARCOUSSIS: Stilleben / Aquarell\nMOHOLY-NAGY: Grun-Gelb-Orange\nGEORG MUCHE: Und schied das Licht / Gemalde\nPANAGGI: Zug in Bewegung / Gemalde\nPERI: Strafse / Gemalde\nLOTHAR SCHREYER: Buhnenfarbform*\nKURT SCHWITTERS: Farbige Merzzeichnung\nGINO SEVERINI: Pan-Pan-Tanz im Monico ✓\nGemalde\nNELL WALDEN: Todfriihling / Gemalde, Farbfge\nZeichoung, Segel / Aquarell\nSODSEEGOTZE*"}, {"page_pdf": 22, "page_imprimee": "50", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.22", "texte": "Jede Karte 20 Pfennig / Farbige Karte Chagall: Die Kleinstadt / 50Pfennig\nDie Ziffern hinter den Namen feedeuten die Zahl der reproduzierten Kunstwerke\n\nm\nw\nto*\n<sOOQa*oirj«\niJZt\nin\nBERLIN - WS • FRIED RICH\nPIANOS\n-fc\n©\ny»A5r\nEBERT STRASSE I\n\nVerlag Der Sturm / Berlin W 9\nDichtungen von Herwarth Walden\nDas Buch der Menschenliebe | Roman\nDie Harte der Weltenliebe | Roman\nJedes Buch 2 Mark\nErste Liebe | Ein Spiel mit dem Leben\nDie Beiden | Ein Spiel mit dem Tode\nSiinde { Ein Spiel an der Liebe\nGlaube 1 Komitragodie\nLetzte Liebe Komitragodie\nJedes Buch 1 Mark\nKomitragodie\n3 Mark\nKind | Tragodie\nTrieb | Eine burgerliche Komitragodie\nMenschen | Tragodie\nJedes Buch 2 Mark\nIm Geschweig der Liebe { Gedichte\nGebunden in Ganzleinen 3 Mark\nSdiriften von Herwaith Walden\nDie neue [Malerei | Mit zahlreichen Abbildungen | 5. Auflage\n2 Mark\nGesammelte Schriften\nErster Band: Kunstmaler und Kunstkritiker\n3 Mark\nExpressionismus | Die Kunstwende | Mit 140 Abbildungen\nZur Zeit vergriffen\n\nKiins tier -Postkar ten\nAlexander Archipenko\nRudolf Bauer I 4\nVincenc Bcnes\nUmberto Boccioni f i 2\nCampendonc I 2\nMarc Chagall j 7\nOthon Coubine\nRobert Delaunay\nTour Donas\nNach Gem&lden, Zeichnungen und\n4 Lyonel Feininger\nAlbert Gleizes | 2\nJacoba van Heemskerdk + j 3\nSigrid HjertSn Gr&newald\nAlexei von Jawlensky\nB€Ia Kad£r\nKandinsky | 3\nPaul Klee\nOskar Kokoschka | 2\n| Verlag\nBildwerkcn folgender\nFernand Llger J 2\nAugust Macke f\nFranz Marc f | 3\nCarl Mense\nJean Metzlnger\nJohannes Molzahn\nGeorg Muche\nGabriele Miinter\nGeorg Scfirimpf\nDer Sturm\nKunstler:\nKurt Schwitters\nGino Severini\nFritz Stuckenberg\nArnold Topp\nMaria Uhden f\nNell Walden\nWilliam Wauer | 5\nMarianne von Werefkin\nNegerplastik\nGewebe aus Alt-Peru"}, {"page_pdf": 23, "page_imprimee": "51", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192606-01.1.23", "texte": "Neu erschienen:\nErnst Marcus\nKritik\ndes Aufbaus (Syllogismus) der\nspeziellen Relativitatstheorie\n®ief e SBrofdjitre entljalt nidjtnur bte burdj*\nfrfjtagenbe SKHberfegmtg ber fpeateUen\n2tlf) ert (£inftcin3,\nfonbern and) eine neite\nbitrtf) Me bas o).itifd)e SBeltbilb roirflid)\nerfcf)eint. ©3 ioerben f)ier\nrebolittioniert. 2Senn ein\nnod) fo fc£)ttrffinniger 2ftatf)ematifer, rote\ne§ OTert ©inftein git>eifeHo§ ift, tm lo-\naiftf)en ©enfen nitf)t geni'tgenb ift,\nfo famt feme ©djlitfefolgertmg feljlerfjaft\nan§falien. ©in folder ©infteinS\nift flier untoib najf)getoiefen. 3)a-\nf>er inirb (Sinftein E)ter mit fern ert eigenen\nxßafferi auf§ §an£t gefct)lagen.\nproblem, bnrd) ba§> er git 112 ein en falfdjen\ngolgemngen gelangte, ift alfo toieber gitr\n©ebatte gegeben, unb eirt SB erf itdj git\nfeiuer Cofimg ioirb Ijier borgef(f)lagen. —\nOTe3 in cittern ft)irb fief) bie gefamte\nOftoberne itbergengen, baft nid)t 2ttbert\nQcinftein, fonbern in Jgntmanitel\nba§> SSeltlbilb rebolntio*\nniert §ctt. ©rnft %Raxcu% loirb bie Bn=\nlunft ben ecf) ten (£rben be-\ngritfeen Kern en. SDie efjrt nnr 8\nnid)t (£toigfeit3genojfen. SSiele finb Berufyni\nSBenige @in ©ebanfe, eine\n2BaJjrJ)eit, toie fie biefe£ SBerf fcetoeift\ntoirb nur aUc taufenb jjaljre einmaf ge*\nbarf)t ttitb entbetft* <&. $•\nMark 1,25\nVerlag Der Sturm\nBerlin W 9\nDurch jede gute Buchhandlung oder direkt\nvom Verlag Der Sturm zu beziehen\n\nSoeben ersdiienen:\nDAS JAHRBUCH\nder Universal-Edition\nauf das Jahr 1926\n25 JAHRE NEUE MUSIK\nHerausg-eg-eben von\nHans Heinsheimer und Paul Stefan -\nBuchschmuck von Carry H a us e r\nPreis kartoniert 5 Mk.\nDas Jahrbuch, an der Schwelle zum zweiten Viertel dieses Jahr-\nhunderts erscheinend, versucht in 25 Aufsatzen einen Riickblick\niiber die Entwicklung- der Musik in den verg-ang-enen 25 Jahren\nzu g-eben, ihre geg-enwartig-e Situation klarzustellsn und Aus-\nblicke auf die kommende Entwicklung- zu g-eben\nINHALT: Arnold SchBnberg*,Gesinnung- oder Erkenntnis?/\nHans Mersmann, Die Musik des 20. Jahrhunderts / Ernst Krenek,\nMusik in der Geg-enwart / Heinrich Kaminski, Revolution oaer\nEvolution? / Erwin Stein, Mahler, Reg-er, Straufi und Schonberg /\nPaul Bekker, Busoni / Egpon Wellesz, Die Oper / Kurt Weill,\nBekenntnis zur Oper / Franz Ludwigf HBrth, Die /\nOskar Bie, Der Tanz / R. St. Hofmann, Die Operette / Paul\nv. Klenau, Aufg-abe des Dirigenten / Walter Braunfels, Auf-\ng-aben der Schule / Erwin Felber, Die Musikwissenschaft / Franz\nMoissl, Die Kirchenmusik / Ernst Schoen, Musik und Technik/\nMax Graf, Musikkritik / Paul A. Pisk, Musikalische Volksbildung-/\nPaul Stefan, Vor 25 Jahren / Adolf Weiflmann, Nation und\nRasse in der Musik / Alban Berg-, Verbindliche Antwort / Josef\nMatthias Hauer, Wende der Musik? / Francesco Malipiero,\nEin Brief / Lois Gruenberg', Vom Jazz / Wilhelm Altmann,\nOpernstatistik\nllniversal-Edlllon A O.\nWIEN NEW YORK\n\nKunst / Kultur / Lebensformen Afrikas\nOzeaniens\numfafit das Werk:\nErlebte Erdteile\n\nErgebnisse eines deutschen Forscherlebens\nvon\nLeo Frobenius\nBand I Ausfahrt: Von der Volkerkunde zum\nKulturproblem\nBand II Erschlossene Raume: Das Problem\nOzeanien\nBand 111 Vom Schreibtisch zum Aquator:\nPlanmaßige . Durchwanderung Afrikas\nBand IV Vom Volkerstudium zur Philqsophie:\nDer neue Blick\nPreis: pro Band Ganzleinen 6.— / brosch. 4.—\nVerlangen Sie ausfiihrlichen Prospekt. / Frankfurter Societats —\nDruckerei G. m. b. H. / Abteilung Buchverlag / Frankfurt am Ma.S\n\nw. raarzllller & Co. Berlin w ♦ Grunewaidstr. 14-15\nGegriindet 1854 Hofspediteure s. 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H:\nBerlin W9, Potsdamer Straße 134 a / Fernruf Lützow 4443 / Postscheckkonto Berlin 120658 / Druck.\nStomps & Gebser, Berlin Sl4 Stallschreiberstraße 30\n\nVerlangen Sie bitte ein Probeheft!\nZum Verstandnis des modernen kulturellen und politischen Lebens\nunentbehrlich ist die Lekture der Zeitschrift\nSozialistische Monatsheite\n\nHerausgeber Joseph Bloch\nPreis pro Quartal 2.25 Mark / Einzelheft 75 Pfennig\nVorzugsausgabe (auf besonders schonem Papier) pro Quartal\n4.50 Mark, Einzelheft 1.50 Mark\nDie Sozialistischen Monatshefte sind stets bestrebt,\ndie Stellung, die sie sich in unserm offentlichen\nLeben errungen haben, durch ihre gewohnten Dar-\nbietungen, die die Aktualitat des lages in die\nSphare wissenschaftlicher Vertiefung zu\nriicken suchen, und durch standige Erweiterung\nihres Inhalts zu behaupten und zu befestigen.\nDie Sozialistischen Monatshefte sind die einzige\ndeutsche Zeitschrift, die eine systematisch geglie-\nderte Rundschau liber offentlichesLeben, Wissen-\nschaft, Kunst und Kultur bringt. Einem jeden\nwird dadurch eine fortlaufende Orientierung iiber\ndie einzelnen Gebiete ermoglicht. Die einzelnen\nRubriken (32 an der Zahl) werden von Fachleuten\nbearbeitet.\nProbehefte stehen auf Verlangen jederzeit kostenfrei zur Ver-\nfugling. Dem unterzeichneten Verlag ist dieMitteilung von Adr es sen\nwiUkommen, an die die Zusendung von Probeheften ratlich erscheint\nVerlag der Sozialistischen Monatshefte G.m. b.H\nBERLIN W 35\n\nHCasa d'Arte II\nBRAGAGLIA ||\nModerne Kunstausstellungen : Theater der\nUnabhangigen : Buchhandlung : Verlag\nKunstgewerbe\nTerme Romane di Via Avignonesi 8 | Rom 4\n\nVERLAG DER STURM / BERLIN W 9\nHerwarth Walden:\nEinblick in Kunst\nDie beste Einftihrung in den\nExpressionismus und Kubismus\n70 Abbildungen / 4 farbige Kunstbeilagen\nLadenpreis Halbleinen gebunden M 6—\nFONFTE auflage\n\nRevue Germanique\nLille | 55 Rue Brule-Maison\nIPeriodique trimestriel I\nAbonnement 30 Frs. pour l'etranger |\nInformations sur le mouvement i\nlitteraire et les travaux philolo- |\ngiques en Allemagne aux Pays-\nBas et en Scandinavie iliiujimiiiiiiii iiiiniil\n\nINTEGRAL\nREVUE DE SINTHESE MODERNE du SEULE\nGROUPEMENT d' AVANTGARDE ROUMAINE\nPARAISSANT CHACQUE MOIS\nDIRIGE Par un Comite bucarestois et parisien\nREDACTION: M. H. Maxy, Calea Victoriei 79Et.1\nBUC AREST-ROUMAINE\n\nZeitschrift fur Musik\nSchriftleitung: Dr. Hans M.ersmann\nErsdieint monatlich\nPrcis des Einxelheftes M. 0.60. Abonncmentspreis jShrlich\nM 7.20 und Porto\nMITARBEITER:\nu. a.; F. Busoni /M. Slevogt / Ph. Jarnach / Heinz Tiessen\nE. Wellcsz (Wien) / H. Prunteres / A. Coeuroy / Boris dc\nSchloezer (Paris) / E. Evans (London)' / M. Labroca (Rom)\nE. Braudo / L. Ssabanejeff (Moskau) / F. Gljeboff\n(Leningrad)\nINHALT:\nIn den Einzelheften wurde eine inhaltliche Geschlossenheit\nerstrebt; ihre leitenden Gesichtspunkte waren u. a.:\nDie Oper (2 Hefte) Musik im neuem Rut-\nland (2 Hefte) Romanische Musik / Die\nEinheit der Kiinste / Musikwissenscfaaft\nNeuer 5. Jahrgang ab 1. Oktober 1925\nProbeheft gratis vom\nMelos-Verlag G. m. b. H.\nBerlin-Friedenau / Stubenrauchstra6e 40"}]}