{"numero_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_sha256": "b09e96ea0f44290f621262032138600c7c5bd38844a38ce968cf77a25d177476", "source_tei": "https://github.com/Princeton-CDH/bluemountain-transcriptions/blob/main/periodicals/bmtnabg/issues/1926/12_01/bmtnabg_1926-12_01.tei.xml", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabg/issues/1926/12_01/bmtnabg_1926-12_01.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c001", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c001", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "1", "page_fin": "127", "image_debut": 1, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.1", "titre_corps": "Table of Contents", "titre_sommaire": "Table of Contents", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.1", "debut_caractere": 100, "fin_caractere_exclue": 349, "texte": "Rudolf Blümner:\nHerwarth Waiden:\n/\nLothar Sehreyer:\nRaoul Hausmann\nErich Arendt:\nLicht und Schatten\nZentralinstitut\n0\nGedichte\nTanz\n4\nGedicht\nAbbildungen:\nNikolaus Braun:\nFran Kralj:\nNande Vidmar:\nLichtbilder\nz\nSommer (Feidarbeit)\nDorf\nDezember 1926"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "127", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.3", "debut_caractere": 100, "fin_caractere_exclue": 342, "texte": "Rudolf Blümner:\nHerwarth Waiden:\nLothar Schreyer:\nRaoul Hausmann\nErich Arendt:\nLicht und Schatten\nZentralinstitut\nGedichte\nT anz\nGedicht\nAbbildungen:\nNikolaus Braun:\nFrau Kralj:\nNande Yidmar:\nDezember 1926\nLichtbilder\nSommer (Feldarbeit)\nDorf"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c002", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c002", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "129", "page_fin": "135", "image_debut": 5, "image_fin": 11, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.2", "titre_corps": "Licht und Schatten : zu den wechselnden Lichtbildern von Nikolaus Braun", "titre_sommaire": "Licht und Schatten : zu den wechselnden Lichtbildern von Nikolaus Braun", "signature_source": "Rudolf Blümner", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 5, "page_imprimee": "129", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3705, "texte": "Licht und Schatten\nzu den wechselnden Licht-\nbildern von Nikolaus Braun\nRudolf Blümner\n\nVor einigen Jahren zeigte Nikolaus Braun im\nSturm zum ersten Mal seine wechselnden Licht-\nbilder. Die Zeitschrift „Der Sturm\" enthielt\nim dritten Heft des fünfzehnten Jahrgangs\nzahlreiche Abbildungen dieser Lichtbilder. Im\nvorliegenden Heft ist eine Reihe neuer Arbeiten\ndieser Art reproduziert. Wer diese Bilder ge-\nsehen hat, wird zwar einer Beschreibung und\nErklärung nicht zu bedürfen glauben, selbst\ndann nicht, wenn ihm ihre wesentliche Be-\ndeutung nicht zum Bewußtsein gekommen ist\noder wenn er gar nur in diesen Arbeiten eine\nSpielerei erblickt haben sollte. Wer nur die\nReproduktion sieht, kann vom Wesentlichen\nüberhaupt keine Vorstellung erhalten. Aber\ndieses hat ja stets von allen Gemälden des\nExpressionismus gegolten. Nur daß der Tadel,\nder die Reproduktionen traf, gleichzeitig das\nOriginal lobte. Denn er bewies, daß die Farbe\nder neuen Bilder wesentlich war, während sie\nin der gesamten früheren Malerei, man mag\nmir einwenden, was man will, eine unwesent-\ni\nliehe Zugabe war, sodaß dem Kenner der ein-\nfarbigen Reproduktion das farbige Original oft\ngenug enttäuschte. Aber trotz der Mangel-\nhaftigkeit braucht man auf die einfarbige Re-\nproduktion auch in der neuen Kunst nicht zu\nverzichten. Man soll an sie nur nicht jene\nForderung richten, daß sie ein Ersatz des\nOriginals sei, wie in der alten Kunst. Sie ist jetzt\ndas, was sie sein soll, ein Hilfsmittel. Und was\nhier geschrieben wird, will nicht reproduzierte\nBilder erklären. Die Reproduktionen sollen\neine kritische Untersuchung so viel und so\nwenig unterstützen, als sie können. Denn es\nsoll untersucht werden, welcher Art das künst-\nlerische Wesen und die Bedeutung der\nwechselnden Lichtbilder ist.\n*\nWer durch die Bezeichnung „Lichtbild\" zu Asso-\nziationen mit dem Film gelangt, wird zu einer\nfalschen Vorstellung verführt, umsomehr, da die\nmeisten Menschen dem Worte Bild ausschließlich\neinen engen überlieferten Begriff unterlegen. Die\nneue Kunst hat das „Bild\" wieder in der ur-\nsprünglichen Bedeutung dieses Worts geschaffen,\nin der es Gestaltung ist. Als sich das primäre\nWort Bild ausschließlich auf die sekundäre zwei-\ndimensionale Vision bezog, mußte es in seiner\nprimären Bedeutung durch das Wort „Gebilde\"\nersetzt werden und erhielt sich in dieser primären\nBedeutung nur noch in dem Wort „Bildhauer\"\n(Bild-Hauer). So geschah es, daß neuere Künstler\n„Gebilde\" schufen, die man weder unter den\nalten Begriff des Bildes ordnen noch für Plastiken\nhalten wollte. Und die man also schon darum\nablehnte, weil sie in das überlieferte ästhetische\nSchema nicht paßten. In Wahrheit waren sie\n„Bilder\" im ursprünglichen Sinne des Worts.\nFür die meisten Menschen war es umso schwerer\nzu erkennen, als sich sogar schon gegen Kan-\ndinskys absolute Malerei der Vorwurf gerichtet\nhatte, es seien keine „Bilder\". Sehr ernst war\nder Vorwurf nicht gemeint, da man in der ab-\nsoluten Malerei nur darum keine Bilder sehen\nwollte, weil das Wort „Bild\" schon längst die\nweitere Einschränkung auf den Begriff des\n„Abbilds\" erhalten hatte. Inzwischen haben\ndie Menschen gelernt, auch in der absoluten\nMalerei ein Bild zu erkennen (bis sie einsehen\nwerden, daß grade das nicht-abbildende Bild\ndem Begriff der Gestaltung, der Schöpfung\nnäherkommt). Und so richtet sich denn der\nVorwurf ausschließlich gegen jene Gebilde, wie\nsie zuerst etwa Schwitters und andere geschaffen\nhaben, die aus verschiedenen Materialien inner-\nhalb eines Rahmens gefügten Kompositionen.\nAber wenn die Betrachter solcher Konstruktionen\noder Kompositionen auch nicht imstande waren,\nfür im Gebilde das primäre Bild zusehen, so hätten\nsie bei einigem gutem Willen, etwas Einsicht-"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "130", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 4084, "texte": "und Vorurteilslosigkeit in ihnen doch das er-\nkennen müssen, was ihnen unter dem Begriff\ndes Reliefs längst bekannt war. Jedoch waren\nguter Wille, Einsicht und Vorurteilslosigkeit\nzurückgedrängt durch die Enge des Begriffs,\nden sie unter dem Relief verstanden. Denn das\nRelief war ja für sie, wenn sie es schon irgend-\nwie unterbringen wollten, ein Teil der Bild-\nhauerei. Und in der Bildhauerei sah man\nwiederum weniger das rein Bildnerische, als\nvielmehr das Abbildende. Und schliesslich war\nes ein ausgemachtes Vorurteil, dass dergleichen,\nVoliplastik wie Relief, aus Stein oder Metall zu\nformen sei und damit genug. Aber freilich hätte\ndie Unterordnung dieser dreidimensionalen neuen\nund nueuartigenGebilde unter dem alten Begriff\nRelief weiter nichts zur Folge gehabt, als eben\ndie Befriedigung der schematischen Einordnung.\nEiner wahren Erkenntnis hätte sie kaum gedient.\nDenn man sah im Relief ungefähr eine dem\n„Bilde\" angenäherte Plastik, anstatt, wie man\nhätte tun sollen, in der Plastik, der Bild-Hauerei,\ndas „Bild\" zu sehen und sogar zu erkennen,\ndass jede Plastik nur reliefmässig wahrge-\nnommen werden kann. Denn jede Plastik er-\nscheint nicht nur darum als Relief, weil sie nur\nvon einer Stelle aus gleichzeitig sichtbar ist,\nsondern in speziellem Masse darum, weil\nwenigstens die gesamte Plastik der früheren\nZeit aus der Empfindung einer solchen einsei-\ntigen Betrachtung heraus stets eine Haupt-\nstelle der Betrachtung voraussetzt. Diese ein-\nseitig bevorzugte Behandlung bei der Gestaltung\neiner Vollplastik war künstlerisch nicht gerecht-\nfertigt. Denn wenn auch nur eine reliefmässige\nBetrachtung der Vollplastik möglich ist, so liegt\nin der dreidimensionalen Gestaltung der Plastik\ndoch die Möglichkeit einer unendlichfachen\nreliefmässigen Betrachtung. Und diese Mög-\nlichkeit schliesst in sich eine Forderung auf\nunendlichfacher Betrachtung, eine Forderung,\ndie also die Plastik durch ihre reine Existenz\nfür sich selbst aufstellt: dass sie nämlich von\nallen Seiten betrachtet (ringsherum, vielleicht\nauch von oben, vielleicht sogar von unten) als\nRelief, also als Bild, also als künstlerisch ge-\nordneter Organismus wirke. Es ist eine For-\nderung, die etwas von der Quadratur des Zirkels\nhat. Es scheint nicht nur, als müsse man von\neiner Plastik verlangen, dass sie im freien\nRaum schwebt, es scheint sogar, als wäre die\neinzige vollkommene Plastik — — die Kugel,\nwenn nicht — — oder wenn —\n'r 'j;\n❖\nIch will zuerst vom „Wenn\" sprechen: wenn\ndie Plastik mit dem Tastsinn wahrgenommen\nwürde. Aehnliches ist behauptet worden. Einige\nhaben gesagt, man betrachte die Plastik mit\neinem latenten oder immanenten Tastgefühi. Es\nwäre mehr umständlich als schwierig, der-\ngleichen als Irrtum zu widerlegen. Auch das\nKörperliche ist nur zweidimensional wahrnehm-\nbar und also ist auch die Kugel stets nur als\nScheibe anzusehen. Und da sie von allen\nSeiten als die gleiche Scheibe erscheint, so\nwäre die Kugel (nach jener eben erforschten\nForderung) eine vollendete Plastik, wenn diese\nEin-Form künstlerische Beziehungen enthielte.\nWenn sie nicht vielmehr ohne alle künstlerischen\nBeziehungen und also ohne allen Rhythmus wäre.\nAber grade das Einzige, was sie zur Mehr-Form\nbringen kann, bringt sie auch wieder um die\nMöglichkeit einer allseitigen Kunstform. Die\nKugel wäre nämlich (von dem eben festge-\nstellten Rhythmus-Mangel abgesehen) noch aus\neinem zweiten Grunde die vollkommenste\nPlastik, wenn sie nicht als ein Ding, das nicht\ngefühlt sondern gesehen wird, blosse Erschei-\nnung, Schein wäre, wenn sie also nicht nur\ndurch diesen Schein, den Lichtschein, das Licht\nfür die Betrachtung existierte. Die Dinge, die\nwir, wie man zu sagen pflegt, „sehen\", sind\nals belichtete Lichtkörper geworden, sie\nsind identisch mit dem Licht, sie sind, wenn\nund weil sie gesehen werden, Lichtquelle, und\nihre Verschiedenheiten, ihre Teile sind Licht-\ngrade. Es ist kein Problem, eine Kugel so zu\nbeleuchten, dass sie allseitig gleichmäßig be-\nleuchtet ist. Dann aber bleibt sie noch immer\nohne Rhythmus. Nur verschiedenes Licht (also\nauch verschiedene Farben) können sie rhyth-"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "131", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3945, "texte": "misieren. Ist sie nun, diese Kugel, die bisher\nnur als bildhafte Scheibe wirkte, dadurch etwa\nPlastik geworden, dass sie farbig rhythmisiert\nwurde? Oder wirkt sie nicht vielmehr auch\njetzt noch nur als Bild? Und ändert es etwas\nan dieser blossen Bildhaftigkeit, dass diese\nScheibe — gesetzt den Fall, es wäre einem\nKünstler gelungen — von allen unendlichen\nSeiten gesehen, im Rhythmus bleibt? Und so\nist es offenbar nicht die rhythmisierende Farbe,\nwelche ein Dreidimensionales zur Plastik macht,\nsondern jede Veränderung der Einform Kugel,\ndie sie zur Mehrform macht. Es ist die Gliede-\nrung der Form, die eine Plastik schafft. Das\nQanze sehen wir nur als Bild. Woran aber\nerkennen wir die Gliederung der Formen? Es\nkann auch nur etwas bildhaft wahrnehmbares\nsein: an Licht und Schatten. Und an nichts\nanderem. Man pflegte bisher zu sagen, der\nBildhauer müsse auch das Licht und den\nSchatten berücksichtigen, die sich auf der\nFigur zeigen, oder: Licht und Schatten nuan-\ncieren die Figur bald so, bald anders. Da\nkann man wohl einmal sagen, es sei ein\nqui pro quo. Wie? Das Licht ist auch zu\nberücksichtigen? Es schafft Nuancen? Da\ndoch alle Formen dieser sogenannten Plastik\nnur an Licht und Schatten erkennbar sind. Da\ndoch Licht und Schatten, da doch das Bild\naus Licht und Schatten gar nichts anderes\nist, als jenes massive Kunstwerk Plastik!\nWäre es anders, so könnte man von der\nweissen Marmorfigur nichts gewahren als\nihre Konturen. Aber warum so viele Umstände,\num nichts zu zeigen, als ein Bild? Es kann\nwohl nur den Sinn haben, an einer realen\nVielform unendlich viele Bilder (Reliefs) zu\nzeigen, indem man sich um die Figur her-\numbewegt, oder indem die Figur vor unseren\nAugen von allen Seiten gezeigt wird. Es ist\nein Licht- und Schattenspiel, dessen Vollendung\nauch dann keinem Künstler gelänge, wenn er\nnicht obendrein noch unendliche Stellungen\ndes Lichts zu berücksichtigen hätte. Was\nWunder, dass die Künstler auf dieses Zauber-\nkunststück zu allen Zeiten in weitgehendem\nMaasse verzichtet haben, was Wunder noch\nmehr, dass sie dieses unendlich wechselnde\nLichtkunststück mit Vergnügen bis zum Relief\nreduziert haben. Da ist der Licht- und\nSchattenwechsel auf ein geringes beschränkt.\nAber was hilft es? Noch immer bleiben Licht\nund Schatten einem Zufall unterworfen. Erst\ndas zweidimensionale Gemälde beseitigt diesen\nZufall, weil es die Lichtgliederung festlegt.\nGanz? Ach, wir wissen ja, welche wahrhaft\nfatale Rolle die Beleuchtung bei der künst-\nlerischen Wirkung der Gemälde spielt. Was\nim Gemälde differenziertes Licht ist, dessen\nAbwägung den künstlerischen Wert des Ge-\nmäldes ausmacht, wird von neuem einer zu-\nfälligen Belichtung mit ihren zufälligen chao-\ntischen Differenzierungen preisgegeben. Sogar\ndas bunte Glasgemälde (Glas mit Hinterlicht)\nerscheint im wechselnden Himmelslicht bald\nso bald anders und nur das berechnete künst-\nliche und gleichbleibende Licht kann es zu\neinem rein leuchtenden Kunstwerk der Vision\nmachen. Die Beleuchtung des sichtbaren\nKunstwerks, des Gemäldes und der Plastik, ist\n— sozusagen — seine Tragik. Was sie ge-\nschaffen hat, droht sie wieder zu ze'stören.\nGemälde und Plastik wollen Lichtgestalten\nsein, aber nicht kümmerlich und fehlerhaft be-\nleuchtet wie der profane Gegenstand. Eine\nErleuchtung in sich und für andere, wie das\nLicht selbt, ist das Wesen des sichtbaren\nKunstwerks. Die Beleuchtung für das Chaos\nder Nicht-Kunst!\n❖ *\nDie Folgerung solcher Erkenntnisse ist das\nleuchtende Kunstwerk. Bisher kannten wir das\nnur als das diaphanische. Nikolaus Braun\narbeitet am selbstleuchtenden Gebilde, an der\nleuchtenden Plastik, dem leuchtenden Relief,\ndie sich selbst ihren Schatten setzen, weil sie\nselbst Licht setzen. Rein faktisch und technisch\nsind seine Arbeiten in Rahmen gebrachte relief-\nmäßige Kompositionen, zumeist aus Holz und\nMetall. Die Schatten der reliefmäßig vorsprin-\ngenden Teile ergeben sich nicht aus einem\nzufälligen und willkürlich wechselnden Außen-"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "132", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.8", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3784, "texte": "licht (Beleuchtung) sondern aus einem bewußt\nund exakt künstlerisch gesetzten Licht des\nBildes selbst (durch versteckt angebrachte\nelektrische Birnen). Wer hier etwa finden\nsollte, daß dies auch eine Beleuchtung sei, der\nirrt sich. Technisch — ja, da hat er recht —\ngeschieht eine Beleuchtung, aber nicht im künst-\nlerischen Sinne, denn hier wird nur das be-\nleuchtet, was der Künster beleuchtet haben will.\nUnd das, was beleuchtet wird, ist an sich ein\n„Nichts\", das erst durch die Beleuchtung zum\nTeil des Kunstwerks gemacht wird. Verstanden?\nDenn der Charakter dieser Bilder ist abstrakter\nArt: die einzelnen Komponenten, die durch\ntechnische Beleuchtung zu erleuchteten Teilen\nwerden, erhalten ihre Bedeutung nicht durch\ndiese Beleuchtung, sondern durch die Beziehung\nihres Leuchtgrades zu einem anderen Leucht-\ngrad und einer anderen Leucht-(Schatten) form.\nVerstanden?\nSo erkennt man diese Lichtbilder, diese Leucht-\nbilder, als ein künstlerisches Lichtspiel be-\nsonderer Art, als eine Gestaltung aus Licht\nund Schatten, sodaß es fast scheint, als ließe\nsich eine solche Bildwirkung auch auf ein-\nfachere Art erreichen. Es ist wieder ein Irrtum.\nSchwarz-weiss, dunkel-hell mit allen Zwischen-\nstufen in Ehren, — was hilfts, wenn chaotisches\nLicht darauf fällt. Hier heisst es: Bilder sieht\nman nur im Dunkeln, wie ja bekanntlich ja\nauch die Sterne nur im Dunkeln leuchten und\nwie es ja, zum Teufel, totenstill sein muss,\nwenn man Beethovens Musik hören will.\nTotenstill und grabesdunkel, das ist die Um-\ngebung der Kunst in Zeit und Raum. Schauder\nund Schauer und Schau. Jetzt hat man mich\nverstanden.\n*!* '!*\nAlles andere, was Brauns Lichtbilder noch\ninteressant macht, ist von mehr weltlicher Art.\nDa das eingebaute Licht nach Belieben (ab-\ngesehen von technischen Möglichkeiten und\nSchwierigkeiten) gesetzt werden kann, da seine\nEin- und Ausschaltungen nur technischer Art\nsind, so kann der Konstrukteur-Künstler durch\nwechselnde, also verschiedenartige Beleuchtung\nder Teile in einer Konstruktion mehrere Kunst-\nwerke erstehen lassen. Es ist eine Sache des Be-\nliebens und der Technik, und vielleicht eines prak-\ntischen Bedürfnisses. Nur ist bei dem Stadium,\nin dem sich Brauns Wechselbilder zur Zeit be-\nfinden, das Wesentliche nicht im Wechsel zu\nerblicken. Diesem Wechsel selbst, dem ein-\nmaligen, kann noch keine künstlerische Be-\ndeutung zukommen. Erst eine grössere Reihe\nvon Lichtwechseln kann zu einem Licht-\nSchattenspiel besonderer Art führen. Denn in\ndiesem Spiel wäre das Licht von eben solcher\npositiver Bedeutung, wie im alten Schatten-\nspiel eben nur der Schatten von Bedeutung\nwar, da das Licht das Nichts war, auf\ndem der Schatten sichtbar wurde. Bei Brauns\nBildern ist der Wechsel des Lichts und des\nSchattens zunächst also nur ein technisches\nMoment. Der Uebergang selbst, der eimalige,\nkann keinen Rhythmus erzeugen, so wenig\nwie ein einziges Intervall eine Melodie er-\nzeugt. Wie aber in dem Intervall der Melos\nliegt, das Grundelement der Melodie, der\nrhythmisierten Töne, so liegt auch in Brauns\neinmaligem Wechsel das Grundelement eines\nrhythmischen Lichtwechsels, der zum Licht-\nBewegungsspiel führen kann. Voraussetzung\nist freilich, dass der Wechsel so geschieht,\ndass das folgende Bild, wie ein Akkord in der\nMusik auf einen andern harmonisch, so auch\nim Licht- und Schattenspiel organisch erfolgt.\nUnd das ist es auch, was den Lichtwechsel\nin Brauns Bildern auszeichnet, obgleich es\nihm prinzipiell auf das einzelne Bild an sich\nankommt. Es sind nicht zwei x-beliebige\nBilder, sondern zwei organisch zusammen-\nhängende. Das ist das Wesentliche seines\nLichtwechsels.\nWas noch gesagt werden kann, ist die Erwäh-\nnung einiger Konsequenzen. Es ist eine Frage\ndes Beliebens, ob man ein Kunstwerk in den\nDienst einer künstlerischen oder nichtkünstle-"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "135", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.11", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1624, "texte": "rischen Angelegenheit stellen will. Im letzten\nFall können Brauns wechselnde Lichtbilder dem\nSchaufenster, der Anzeige und Reklame wert-\nvoll sein. Auch mögen die Architekten über-\nlegen, ob sie vielleicht hier das Mittel haben,\nnicht nur die beleuchtete Front durch die er-\nleuchtete zu ersetzen, sondern mit diesem\nLichttausch auch eine durch Beleuchtung zer-\nstörte Architektur durch die Erleuchtung wieder\nherzustellen (wenn es die Mühe lohnt). Denn\nauch hier wird es heissen: Nicht Beleuchtung,\nsondern Erleuchtung!\nUnd in rein künstlerischer Hinsicht wird das\nwechselnde Lichtbild auf der Bühne erscheinen,\nsoweit wenigstens die Erkenntnis des Kunst-\nKoinplexes Theater überhaupt gestattet, da von\netwas rein künstlerischem überhaupt zu reden.\nBraun hat zahlreiche seiner wechselnden Licht-\nbilder als Bühnengestaltung geschaffen. Sie\nermöglichen nicht nur, was von praktischer Be-\ndeutung ist, einen fast zeitlosen Scenenwechsel,\nsondern sie geben auch Aussicht auf eine\nstärkere Zusammenfassung aller jener Künste,\ndie man unter dem Sammelwort Theater ver-\nsteht. Es ist ganz besonders die künstlerische\nEinheit des sichtbaren Theaters mit dem hör-\nbaren, der man mit solchen Dekorationen näher-\nkommen kann. Aber freilich wird man dann\nin ihnen etwas anders erblicken müssen, als\neben — Dekorationen. Wenn das geschehen ist,\nwerden auf dem Theater auch Vorführungen\nZustandekommen, in denen durch Beseitigung\ndes Zufalls „Mensch-Schauspieler\" Klang und\nErscheinung eines neuen Kunstwerks ertönen\nund erscheinen und endlich eine Einheit bilden\nkönnen, von der sich das heutige Theater\nnoch nicht einmal etwas träumt."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c003", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c003", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "133", "page_fin": "133", "image_debut": 9, "image_fin": 9, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.2.1", "titre_corps": "Nikolaus Braun: Lichtbild", "titre_sommaire": "Nikolaus Braun: Lichtbild", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 9, "page_imprimee": "133", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.9", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 25, "texte": "Nikolaus Braun: Lichtbild"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c004", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c004", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "134", "page_fin": "134", "image_debut": 10, "image_fin": 10, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.2.2", "titre_corps": "Nikolaus Braun: Lichtbild", "titre_sommaire": "Nikolaus Braun: Lichtbild", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 10, "page_imprimee": "134", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 25, "texte": "Nikolaus Braun: Lichtbild"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c005", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c005", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "136", "page_fin": "136", "image_debut": 12, "image_fin": 12, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.3", "titre_corps": "Einweihung des Zentralinstituts", "titre_sommaire": "Einweihung des Zentralinstituts", "signature_source": "Herwarth Walden", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 12, "page_imprimee": "136", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.12", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3049, "texte": "Einweihung\ndes Zentralinstituts\nHerwarth Walden\nErwachsene müssen sich betätigen. Für\ndiesen Drang sind Kinder geeignete Ob-\njekte. Man kann Menschliches und Un-\nmenschliches und Allzumenschliches an\nihnen ausprobieren und die müssen sich\nfügen, da Macht bekanntlich vor Recht\ngeht. Erwachsene nennen diese Experi-\nmente Erziehung und Unterricht. Diese\nUnternehmungen in ein System gebracht\nheissen Schulen. Die Überprüfung ihrer\nMethoden hat das Zentralinstitut für Er-\nziehung und Unterricht zur Schulaufgabe.\nVon Reichswegen. Nun ist in Berlin\ndas Institut selbst neu hergerichtet. Oder\neinfacher gesagt: weiss und grau frisch\ngestrichen. Dies gibt Anlass zu einer\nEinweihung, bei der sich der zuständige\nMinister entschuldigen lässt, wenn er\nauch nicht zu Schiff nach Frankreich\ngereist ist. Er wird aber durch zahlreiche\nRäte sämtlicher Klassen vertreten. An-\nerkennenswert hingegen ist die Loyalität\ndes Zentralinstituts für das Festprogramm.\nVerschiedene Schulen führen Spiele auf.\nDamit auch die Tradition zu ihrem Rechte\nkommt, trägt ein Primaner nichts weniger\nals ein Elfentanzlied von dem Altkitsch-\nmeister Lienhard vor und ein westliches\nLyceum lässt durch seine Schülerinnen\nKönigliches Opernballett kopieren. Von\nden übrigen Darbietungen können die\nlehrenden Erwachsenen und die er-\nwachsenen Lehrer lernen. Man muss\nKinder gewähren lassen. Das heisst im\nAmtsdeutsch: Gemeinschaftsschule. Es\nwird durch die Gemeinschaftsschule\nNiederschönhausen ein Tiermaskenspiel\nvorgeführt. Die Kinder haben es nach\neiner Fabel gedichtet und gestaltet. Ohne\nPathos. Dafür fast mit aktuellem Witz.\nKindlich in der Gestaltung und nicht\nkindisch, wie Erwachsene es für Kinder\ntun. Diese Arbeiterkinder haben kein\nTheater gesehen und sind daher nicht in\nder unglücklichen Lage, es nachahmen\nzu wollen, wie die Schülerinnen des\nLyceums es tun. Die Kinder bewegen\nsich durchaus nicht naturalistisch. Im\nGegenteil ihre Bewegungen entstehen aus\nder kindisch starken Vorstellungskraft\ndes Darzustellenden. Gestaltete Bewegung,\nalso Kunst, ist das Weihespiel dieses\nAbends von Lothar Schreyer, aufgeführt\ndurch Mitglieder der Loheland-Gruppe.\nLothar Schreyer ist bisher der einzige\ndeutsche Regisseur, der erkannt hat, dass\nauch der Tonfall des Schauspielers, die\nSprechmelodie gestaltet werden muss.\nDas Wort ist in der Kunst kein Ver-\nständigungsmittel, sondern ein Kunst-\nmittel. Wörter werden gehört, müssen\ngeh ö r t werden. Was kün s 11 eri s c h\ngehört werden soll, muss künstlerisch\ngestaltet werden. Schreyer hat die Fähig-\nkeit, die Sprechmelodie für die Schau-\nspieler zu gestalten und sie so festzulegen,\nwie es etwa der Orchesterkomponist für\ndie einzelnen Instrumente von jeher\ngetan hat. Durch die Einheit von Ton-\nfall und Bewegung entsteht erst ein\nKunstwerk auf der Bühne. Das Weihe-\nspiel von Lothar Schreyer ist ein Kunst-\nwerk. Durch seine Auffassung hat das\nZentralinstitut für Erziehung und Unter-\nricht den guten Willen bewiesen, die\nKunst nicht grundsätzlich fernzuhalten.\nWas man der Kunstbehörde sonst nicht\ngerade nachsagen kann."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c006", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "137", "page_fin": "137", "image_debut": 13, "image_fin": 13, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.4", "titre_corps": "Gedichte / Lothar Schreyer", "titre_sommaire": "Gedichte / Lothar Schreyer", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 13, "page_imprimee": "137", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.13", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1498, "texte": "Gedichte / Lothar Schreyer\n\nVernichtung\nAus dem mahlenden Rad fallen die Früchte\ndes Bösen\nAlle Lüste sind erfüllt\nAlle Wünsche sind getan\nAlle Taten empfangen ihren Lohn\nDie unersättlichen Mäuler fressen sich\nDas geschändete Menschtier schändet sich\nDie gemordeten Seelen sind Fleisch\nDas Fleisch schleift durch den Kot\nDie Peitschen der Wollüstigen schillern\nDas Totenschiff berstet\nAus dem Bauch der Tiefe quillt der Wurm\nHastige Finger nesteln das Häschernetz\nUeber den Berg blinzelt Hohn\nDie schwarze Kralle reisst ein Loch ins Nichts\nDie Sonne stürzt stürzt stürzt\nUmsonst\nEin Name treibt im Uferlosen Namenlosen\nNiemand spricht ihn aus\nAus wehendem Staub steigt eine weisse Hand\nDer Finger schreibt den Namen auf die Füsse\naller Namenlosen\nGezeichnet ist der Mensch\nAm Rand der Wüste betet der verlassene\nMensch\nDer Sturm braust durch die Wüste\nFurchtbar erkennt der Mensch\nAn allen Glocken zerren alle Menschen\nAlle Glockentürme bersten bis zum Grund\nUmsonst verloben alle Opfer\nAlle Werke zerbrechen\nKeiner errichtet das Kreuz auf dem\nverlassenen Stern\nDer Himmel ist versunken in das Nichts\nTröstung\nDu liegst in dunkler Kammer auf den Knien\nDu siehst die Nacht\nDie Leere ist um dich\nDu hüJlst in deine Arme das zertretne Lamm\nSanft schwebt dein Flehen auf der Menschenwunde\ntest falten Deine Hände sich um müdes Herz\nSanft lächeln Tieresaugen\nSelig weint das kurze Menschenglück\nDas kleine Licht in leerer Brust entbrennt\nDu hebst die heilige Lampe zwischen Sünden hoch\nDu tust die Liebe"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c007", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c007", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "138", "page_fin": "138", "image_debut": 14, "image_fin": 14, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; 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Die Multiplikation der Sekunde\nund des Ortes ist: Zeit-Raum. Die Kunst\nbeschäftigt sich bisher damit, die Sub-\ntraktion der Sekunde vom Ort in Gips\nabzugiessen. Wir besitzen die Ausdrucks-\nform des Gipsabgusses. Des Gipsabgusses\nin der architektonischen, plastischen,\nliterarischen, musikalischen und tänze-\nrischen Darstellung. In allen Gipsab-\ngüssen aller dieser Gebiete tritt als Aus-\ndruck der Angst vor Rechenfehlern, sei\nes der Division oder der Addition (Com-\nposition) der psychologische Gehalt auf.\nDie grosse Kulturepoche des Gipsabgusses\nder weissen Rasse zeigt nirgends die\nfunktionellen Elemente der Existenz und\nihrer Formen in der Sekunde und um\nden Ort. Stets wurde eine Notdurft-\nkonstruktion wie die Idee, die Seele oder\ndie Erotik an die Stelle der aufbauenden\nElemente der Kunst gesetzt. Kunst ist\ndie formale Erkenntnis des Ortes in einer\nAuswahl der Sekunde. Der Ort kann\nWerden, Sein, Vergehen. Anderes kann\nder Ort nicht. Anderes zeigen oder\nauswählen oder erkennen kann die Kunst\nnicht. Die Form ihrer Auswahl ist der\nfunktionelle Aufbau. Nicht der ideelle,\nnoch der seelische, noch der erotische\nUmstand. Der funktionelle Aufbau ist\ndie Auswahl einer Bewegungsart. Ideelle\nBewegungen erregen Unlust, seelische\nBewegungen erzeugen Übelkeit und\nerotische Bewegungen kennt die weisse\nRasse garnicht oder nur in der Form\ndes Gipsabgusses als Tanz. Der nicht in\nGips abgegossene Tanz ist keine Erotik.\nTänzer der Gipsgusskultur sind Laban,\nMary Wigman und Valeska Gert. Diese\nTänzer geben ihre in Gips gegossenen\nVorstellungen von der Idee, von der\nSeele und von der Erotik schlecht von\nsich. Sie glauben damit klassisch, also\ngriechisch zu sein. Ihre in Gips gegossenen\nGehirne übersehen, dass die Griechen\nnicht die Erfinder des Gipses waren.\nDie Griechen waren die Erfinder der\nGymnastik, deren Zweck die Körper-\nfunktion war. Erst die Verbindung von\nzeitraumfeindlichen, sowohl ideellen, als\nseelischen Un-Werten mit der Erotik in\nden dazu geliehenen Formen der Griechen\nerzeugte die Kultur des Gipsabgusses der\nweissen Rasse. Die gipsabgegossene weisse\nRasse wertete den Kopf hoch, den Bauch\ntief, den Fuss garnicht. Für die schwarze,\nnicht in Gips abgegossene Rasse ist der\nFuss oder Bauch nicht höher oder tiefer\nals der Kopf. Die schwarze Rasse hat\nBewegung. Die schwarze Rasse hat Tänze.\nTrotz der Erotik, die für sie nur den\nWert der Bewegung darstellt. Für die\ngipsabgegossene weisse Rasse ist Erotik\nein Unwert. Die gebräuchliche Ver-\nwechslung von Division und Addition\nder Sekunde und des Ortes mit Ideen,\nSeele oder Erotik ergab den Reigen, die\nSarabande, den Walzer und den Schrei\nnach dem Kinde. Dieser Schrei der\nUnfähigkeit ist nicht Tanz. Tanz ist die\nBewegungsform menschlicher Körper-\nfunktionen um den Ort in vielen oder\nwenigen Sekunden. Massgebend für die\nBewegungsform ist das Gehen, Springen,\nBücken, Wenden. Das Gehen geschieht\nmit den Beinen und war vor der gips-\nabgegossenen Kulturepoche den Griechen\nbekannt. Es ist noch heute der ganzen\nschwarzen Rasse bekannt. Der Gipsab-"}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "144", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.20", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1720, "texte": "Gusskultur war das Gehen fremd. Die\nweisse Rasse lernte das Gehen in Amerika\nvon den Indianern und Negern. Immer\nist das Gehen dem Weissen noch eine\nseelische Vorstellung. Er kommt auf\nseinen Beinen nicht vom Ort. Da Gehen\neine Veränderung des Ortes in der\nSekunde ist, scheiden Wertunterschiede\nvon Fuss bis Kopf aus. Der Tanz bewegt\ngleichwertig den ganzen Körper. Die\nBewegung gibt dem Körper von Fuss bis\nKopf Ortsfunktion in jeder Sekunde.\nKein Körperteil funktioniert ideell, see-\nlisch oder erotisch. Alle Körperteile\nstellen gleiche Werte der Bewegung dar.\nAlle Körperteile funktionieren divisio-\nnistisch miteinander oder gegeneinander.\nSie besitzen die Vielfalt des Ortes und\nder dem einzelnen Körper eigenen Viel-\nfalt der Reakion auf die Sekunde. Der\nTanzort wird von den Körperteilen auf-\ngenommen und durch die musikalische\nVariation der Sekunde verändert. Die\nMusik als reines Sekundenelement ist\nnicht vom Tanz zu trennen. Tänze ohne\nMusik sind stets idelogisch, seelisch oder\nerotisch. Nur muss die Musik inhaltlos\nund problemlos sein, Sekundenver-\nschiebung, wie der Tanz Ortsverschiebung-\nOhne Inhalt oder Bedeutung als der der\nreinen Bewegung. Im Tanz erfasst der\nKörper den Ort und die Sekunde. Ohne\nIdee, ohne Seele, ohne Erotik. Die Idee,\ndie Seele, die Erotik ist nur erforderlich\nzur Ausnutzung von Umständen. Der\nTanz ist kein Umstand. Die Musik\nist kein Umstand. Musik ist die\nKunst der Zeitveränderung. Tanz ist\ndie Kunst der Ortsveränderung. Kunst\nist wie Technik das Resultat der grössten\nWirkung durch grösste Ökonomie der\nMittel. Der Läufer läuft ohne Idee.\nDer Boxer boxt ohne Seele. Der\nSchwimmer schwimmt ohne Erotik. Eben-\nso geht der Tänzer zweckmässig von der\nSekunde des Ortes aus."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c013", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c013", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "144", "page_fin": "144", "image_debut": 20, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.11", "titre_corps": "Sterben blutenfleck", "titre_sommaire": "Sterben blutenfleck", "signature_source": "Erich Arendt", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 20, "page_imprimee": "144", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.20", "debut_caractere": 1722, "fin_caractere_exclue": 2750, "texte": "Sterben blutenfleck\nErich Arendt\nFlases Fassen bleichhaft schmerzer Stirne . . .\nbebe Hände flarren schwirr verstorben . . .\nstrahe Blicke steinwucht weitab dumpfen\nhin auf fratzer Menschenlarven Erz.\nLachrot glirre Sonnen bleisack stumpfen . . .\nröchelt Sticken schwell in welke Hirne . . .\nfern im Augenschliessen blähst umwoben\nschmelzen Nächte milb das heisse Herz.\nMondgerisse, zucke Nächte kerben:\nklaffe Wunde kriss das Sehnen rasend.\n• •\nSägezerr gehiebte Ängste blechern . . .\nSchweres Grauen schlitzt die Munde krumm.\nDonnernd steigt die Stille aus dem Sterben,\nbuckelt tief in Himmel glei verglasend . . .\nZacke Flüche löchern Himmel brechern . . .\nMonde neigen Bahnen blutgelb, stumm.\nGleiss zerströmet gellet Schrei nach oben:\nZahllos strammte Schmerz den Pfeil\ngewuchtet . . .\nKüsse gilben dünn und Wahnen lodert.\nKnistern raschelt See ab stirr gebuchtet.\nSchläfern fitzt Genebel knöcherfab gewoben . . .\nSchlenker Kahn der Welt fast steht.\nSternlicht prell zertümpelt modert . . .\nWirre filbert — glast — verweht."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c014", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c014", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "2", "page_fin": "2", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.12", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.2", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 315, "texte": "Kunsiaussielhmg\nDcr Sturm\nBerlin W 9 / Potsdamer Strasse 134 a I\nDezember 1926\n155. Ausstellung\nJugoslavische\nfast\nSlovenischer Klub\nder Jungen\nGeoffnet von 10—6\nSonntags von 11—2\nLesesaal mit 70 auslan-\ndischen Zeitschriften\nB ilderverl eih\nJeden Mittwoch\nBV2 Uhr\nSturm-\nAbende\nNach der Vorstellung\nTANZ I Jazzband"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c015", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c015", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "2", "page_fin": "2", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.13", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.2", "debut_caractere": 317, "fin_caractere_exclue": 1729, "texte": "Verkauf von Kunstwerken auf Ratenzahlung\nINDIVIDUALI TXT\nVierteljahrsschrift 112. Philosophie u. Kunst\nHerausgegeben von\nWilly Storrer und Hans Rein hart\nRedaktion: Hans Wilhelm Keller\nDiese neue Zeitschrift erscheint im grossen Format (18,5 X 26,5) und\nin vornehmer Ausstattung vierteljahrl. im Umfang von J6O Seiten, illustr.\nMarcel Brion-Marseille (Herausgeber der Cahiers du Sud) : ... diese\nZeitschrift gehort zu den bedeutendsten uud lebendigsten im heutigen\nEuropa\nDie Weihnachtsnummer bringt unter anderem\nfolgende Beitrage:\nGestaltung\nHermann H ess e : Der Traum.\nRobert Walser: Christusstudie.\nPaul Biihl e r : Der Weg zu\nApollo. Alexei Remisow: Die\nGeburt Christi. Gustav Gam -\nper: Aus der Briicke Europas.\nHans Reinhart: Die Legende\nvom Herz mit den Ringen und\nRosen\nBticher- Besprechung\nZeitschriften - Schau\nBetrachtung\nRudolf Steiner: Der Egois-\nmus in der Philosophie. Willy\nStorrer: Die Vollendung des\nEinzigen. Siegfried Freiberg:\nTiber Seelenlandschaft. Fritz\nLemmermayer: Erinnerun-\ngen an Rudolf Steiner. Marcel\nBrion: Über die moderne Li-\nteratur in Frankreich. Willy\nStockar: Individualistische\nMenschheitsgeschichte. Otto\nFrankl: Georg Trackl\nJliustrationen und Kunstheilagen\n15 Holzschnitte von Frans Masereel\nVerlangen Sie eine Probenummer zu Mk. 3.60\nIm Jahresabonnement (4 Biicher) Mk. 12.—\nWilly Storrer / Verleger / Lorrach-Stetteii(Baden)\n(Verlag filr freles Geistesleben / Basel)"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c016", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c016", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "2", "page_fin": "2", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.14", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.2", "debut_caractere": 1731, "fin_caractere_exclue": 1945, "texte": "Contimporanul\nErste Zeitschrift der rumanischen\nmodernen Kunstgruppe\nInternationale Kunstmanifestation u.\njahrliche Ausstellung-en\nDirektion: I. Vinea u. Marcel lancu\nRedaktion: Str. 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Saufan&e\ngerai>esu bcx aftiucn, fampfenden, fd)affen&en groucn —\n£>cr Sraucn, die fid) untcr Sdjmerjen jum 35i«nfd)cn cnt=\nroicfelt baben, fid) in bemud) ujiebercrfemcn\n3d) bin nod) fianj untcr «>cm «s?cij fctefeS Sic\nbaben mit Sfjrcm \"3ud)c r>iel gclciftet, und id) modjtc\nSljncn berjlid) sie §an& srucfcn. 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Marzillier & Co. Berlin W * Grunewaldstr. 14-15\nGegriindet 1854\nHofsj >editeure S. M. des von Spanien\nopeaitjon u. MoheltranHportc, Verpackung 11. von\nGernalden urid K MiiBLgcg<MiHtaiid<'M jcdrr Art. I jrfcrimp; mid\nEmpfang riach mid von alien ku lira In-\nurirl A Nftlafi'lcß. Transport vcrHirlirru ii;.'cii allrr All\nSpediteure d. Wirtschaftlichen Verbandes Bildender Kunstler der Freien Secession\ndes Verbandes Deutscher lllustratoren und Hausspediteure des ..Sturm'1"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c027", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c027", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "146", "page_fin": "146", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.25", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "146", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.22", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1623, "texte": "Verlaff Der Sturm / Berlin W 9\nKunstler-Postkarten / Verlag Der Sturm\nNach Gemalden, Zeichnungen und Bildwerken folgender Kunstler:\nAlexander Archipenko /\nRudolf Bauer / 4\nVincenc Benes\nUmber to Boccioni 112 /\nCampendonc 2\nMarc Chagall / 7\nOthon Con bine\nRobert D elan nay\n4 Lyonel Feininger\nAlbert Gleizes / 2\nJaeoba van Heemskerck 112/ 3\n2 Sigrid Hjerten Griinewakl\nAlexei von J awl en sky\nBela Kadar\nKan din skv / 3\nPaul Klee\nOskar Kokoschka 2\nFern and Leger / 2\nAugust Macke 112\nFranz Marc 112 / 3\nCarl Mense\nJean Metzinger\nJohannes Molzahn\nGeorg Muche\nGabriele Miinter\nGeorg Schrimpf\nKurt Schwitters\nGino Severini\nFritz Stuckenberg\nArnold Topp\nMaria Uhden *}*\nNell Walden\nWilliam \"Wauer 5\nMarianne von Werefkin\nNegerplastik\nGewebe aus Alt-Peru\nTour Donas\nJede Karte 20 Pfennig / Farbige Karte Chagall: Die Kleinstadt / 30 Pfennig\nDie Ziffern hinter den Narnen bedeuten die Zahl der reproduzierten Kunstwerke\n. » .\nDichtungen von Herwarth Walden\nDas Buch derMenschenliebe / Roman\nDie Harte der Weltenliebe / Roman\nJedes Buch 2 Mark\nErste Liebe / Em Spiel mit dem Leben\nDie Beideil / Ein Spiel mit dem Tode\nSiinde Ein Spiel an der Liebe\nQlaube Komitragodie\nLetzte Liebe / Komitragodie\nJedes Buch 1 Mark\nWeib\n3 Mark\nKomitragodie\nKind Tragodie\nTrieb Eine biirgerliche Komitragodie\nMenschen / Tragodie\nJedes Buch 2 Mark\nIm Geschweig der Liebe\nGebunden in Ganzleiiien 3 M ark\nGedichte\n5. Auflage\nSchriften von Herwarth Walden\nDie neue Malerei / Mit zahlreiehen Abbildungen\n2 Mark\nGesammelte Schriften\nErster Band: Kunstmaler und Kunstkritiker\n3 Mark\nExpressionismus / Die Kunstwende / Mit 140 Abbildungen\nZur Zeit vergriffen"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c028", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c028", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "146", "page_fin": "146", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.26", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "146", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.22", "debut_caractere": 1625, "fin_caractere_exclue": 2964, "texte": "Ernft Marcus\nKritik\ndes Aufbaues (Syllogismus) der\ns p e z ie 11 c n Relativitatstheorie\n2)icfe ssrofd)ure entbcilt ntd)t nur btc fcurd)*\nbet tyejteflen\n$WattDltatstf)e©w Gilbert fonfcern\naud) e'tnc neue £id)t[)\\>potbefe, 6urd) toe baS\nopttfcfye 3£eltbilb roirflidj erfd)«int. (£3 roerben\nIjter ix>af)rf)aft vewlutioniert.\n38enn ein nod) fo fdjarffinnigev $iatf)ematifer,\nrote e$ Albert €inftein ifi, im lo*\n<}ifd)en 2>enfen nid)t geniigcnb gcfdjnlt ifi, fo\nfann fctnc Sd)lnf?fol<}eritn<i fet)lerf)aft au§=\nfallen, (Ein feldjer geljlfd)fuf? (Einf!ein§ ift\nf)ier unu>isedeglid) nacbgewtefen. 2)af)er roirb\n(Etnjkin f)ier mit feinen etgenen aufs\n§«upt gefdjlagen. 3>a3 problem , bvtvd) ba3\nev $u feinen falfd)4n golgerungen gelangte, ill\nalfo roieser &ur 2)ebatte gegeben, unfc ein\n$n feiner £6fnng mxb bier r>orge=\nfdjlagen. — 3\\fle3 in aUem roirb fid) toe cje=\nfamte $)ioberne iiberjeugen, &afj nicbt Albert\n(Einfiein, fon&ern Smmannel $ant\n6as roabrfjaft reuolutioniert bat. Sn\n£rnfl Marcus rmv6 Mc £ufunft 6en edjten\n£rben $ant£ lernen. 2>ie $iitu>elt\nef)rt nur $t\\i md)t €u>igfeitsge offen.\nfinb 38ettifie ritbnumirtog. Qcin (se=\nfcanfe, eine ime fie fctefeS 3£erf\nbeamfl rnrb nut ade taufenb etmnal\nunfc ent&etft S. J.\nMark 1,25\ni\nVerlag Der Sturm\n' Berlin W9\nDurch jede gute Buchhandlung oder d'rekt\nvom Verlasr Der Sturm zli beziehen"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c029", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c029", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "147", "page_fin": "147", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.27", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "147", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.23", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 772, "texte": "Verlag Albert Langen in Miinchen\nbauhausbCcher\n1\n2\n3\n4\n5\n6\n7\n8\n9\nWALTER GROPIUS, Internationale Architektur\ngeheitet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk. 7\nPAUL KLEE, Padagogisches Skizzenbuch\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk, 8\nEIN VERSUCHSHAUS DES BAUHAUSES\ngeheftet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk. 7\nDIE BOHNE IM BAUHAUS\ngeheftet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk. 7\nPIET MONDRIAN, Neue Gestaltung\ngeheftet Mk. 3\nin Leinen gebunden Mk. 5\nTHEO VAN DOESBURG, Grundbegriffe der neuen\ngeheftet Mk. 5 gestaltenden Kunst\nin Leinen gebunden Mk. 7\nNEUE ARBEITEN DER BAUHAUSWERKSTATTEN\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk. 8\nL. MOHOLY-NAGY, Malerei, Photograghie, Film\ngeheftet Mk. 7\nin Leinen gebunden Mk. 9\nW. KANDINSKY, Punkt und Linie zu Flache\ngeheftet Mk. 15\nin Leinen gebunden Mk. 18"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c030", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c030", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "147", "page_fin": "147", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.28", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "147", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.23", "debut_caractere": 774, "fin_caractere_exclue": 1488, "texte": "LA RENAISSANCE\nDE L'ART FRANQAIS\nET DBS INDUSTRIES DE LUXE\nfondle par HENRY LAPAUZE, publie au commen-\ncement de chaque mois, un fascicule de 60 & 80\npages, format in 4° raisin (25:32) contenant de\nnombreuses illustrations.\nLA REDACTION de La Renaissance del' Art\nFran?ais et des Industries de Luxe com-\nprend les 6crivains et les critiques les plus autoris6s\nde tousles pays d'Europe. Ses etudes docu-\nmentaires et ses chroniques d'actualites offrent un\ntableau constamment tenu & jour de L'ACTIVITfe\nDES ARTS DANS LE MONDE ENTIER.\nAbonnements:\nFrance . . , .100 francs\nEtranger. ... 25 Mark\nOn s'abonne chez tousles Libraires et a\nLA RENAISSANCE\nDE L'ART FRANCAIS\nET DES INDUSTRIES DE LUXE\n10, Rue Royale / PARIS"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c031", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c031", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "147", "page_fin": "147", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.29", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "147", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.23", "debut_caractere": 1490, "fin_caractere_exclue": 2405, "texte": "HANDBUCH DBS KUNSTMARKTBS I\nKUNST=ADRESSBUCH I\nFUR DAS DEUTSCHE REICH, DANZIG U. DEUTSCH-OSTERREICH I\nJ^££iiii mit über 40 000 Qualitatsadressen\n... Die einzelnen Qruppen sind allenthalben mit unsaglichen Muhen\nzusammengefafit und aufierordentlich bequem und handlich aufge-\nzahlt. Eiti glanzendes Hilfsmittel und eine wafire Fundgrube fiir\njeden Interessierten des weiten Oebiets der Kunst ist flier geschaffen ...\nVossische Zeitung\n... Ein bis ins Detail darchdachtes, mit aufierordentlicher Sorgfalt,\nmit seltenem Fleifi zusammengetragenes, ungemein übersichtliches\nNachschlagewerk, das jedem Kunstsammier, Kunstfreund; jedem auch\nnur mittelbar Interessierten willkommen und wichtig sein diirfte...\n8- Uhr-Abendblatl\nAntiqua -Verlagsgesellschaft Hermann Kalkoff Berlin W 8\nTaubenstrasse 44/45\n816 Seiten\nin Halbleinen\ngebunden\nPreis\nRM 25—\nVorratig bei der Sturm - Buchhandlung Berlin W 9 Potsdamer Strasse 138 a"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c032", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c032", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "148", "page_fin": "148", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.30", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "148", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.24", "debut_caractere": 281, "fin_caractere_exclue": 1882, "texte": "Zum Verstandnis des modernen kulturellen und\npolitischen Lebens unentbehrlich ist die Lektiire der\nZeitschrift\nSIIZIALISTISCHE MOMTSHEFTE\nHerausgeber Joseph Bloch\nPreis pro Quartal 2,25 Mark, Einzelheft 75 Pfennig / Vorzugsausgab«\n(auf besonders schonem Papier) pro Quartal 4,50 M / Einzelheft 1,50 M\nDas Septemberheft 1926 enthalt:\nKarl Hildenbrand (Mitglied des Reichstags und Reichsrats)\nFiir eine parlameutarische Arbeitsgemeinschaft\nProf. Max Schippol / Industrie und Arbeiterklasse\nJulius Kaliski / Der Eisenpakt\nDr» Ludwig QuOSS©! (Mitglied d. Reichstags) / Deutschland in Geni\nArno Nadel / Pegasus\nWolfgang Heino (Ehem. preuss. Staatsrainister) / Die Beamten\nder Republik — Dr. OttO KarUtZ / Siedelungsverfahren und Siede-\n-111 ngser gebnisse seit 1919 — Hlltfiart VlOlhabOr I Franz von Assisi —\nDie Sozialistische Internationale und der Volkerbund / Wally Zepler\n— Die Genossenschaften im fascistischen Italien j Dr. Reinhard \"Vt eber\n— Rasse und Kultur / Dr. Max Hodann — Leben und Leistung Max\nWebers / Prof. Conrad Schmidt — Musikfeste i / Dr. Max Butting\nDie Agrarenquete j Dr. Pritz Baade — Die Architekturausstellung der\nNovembergruppe / Ludwig Hilberseimer Raphael Silbeistein / I)r.\nKarl Kollwitz — Die Toten: Hermann Greulich, Max Grunwald,\nGeorg Friedrich Knapp, Ernst Mehlich, Anton Nemec, Nikolaj Tschcheidee\nKonrad von Wangenheim\nProbehefte stehen auf Verlangen jederzeit kostenlrei zur Verfiigung.\nDem unterzeiJineten Verlag ist die Mitteilung von Adressen will-\nkommen, an die die Zusendung von Probelieften ratlich erscheint,\nVerlag der Sozialistischen Monatshelte\nBERLIN W 35"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c033", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c033", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "148", "page_fin": "148", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.31", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "148", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.24", "debut_caractere": 1884, "fin_caractere_exclue": 2105, "texte": "Revue Germanique\nLille | 55 Rue Brule-Maison\nPeriodique trimestriel\nAbonneinent 30 Frs. pour l'etranger\nInformations sur le mouveinent\nlitteraire et les travaux philolo-\ngiques en Allemagne aux Pays-\nBas et en Scandinavie"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1926-12-01-c034", "article_bluemountain": "bmtnabg_1926-12_01#c034", "volume": "bmtnabg_1926-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "148", "page_fin": "148", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.2.32", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "148", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.24", "debut_caractere": 2107, "fin_caractere_exclue": 2317, "texte": "INTEGRAL\nREVUE DE SINTHESE MODERNE du SEUL\nGROUPEMENT d'AVANTGARDE ROUMAIN\nPARAISSAJNT CHACQUE MOIS\nDIRIGE par un Comite bucarestois et parisien\nREDACTION: M. 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JAHRGANG\nBERLIN / DEZEMBER 1926\n9. HEFT\nDER STURM\nMONATSSCHRIFT /\nHERAUSGEBER: HERWARTH WALDEN\n\nRudolf Blümner:\nHerwarth Waiden:\n/\nLothar Sehreyer:\nRaoul Hausmann\nErich Arendt:\nLicht und Schatten\nZentralinstitut\n0\nGedichte\nTanz\n4\nGedicht\nAbbildungen:\nNikolaus Braun:\nFran Kralj:\nNande Vidmar:\nLichtbilder\nz\nSommer (Feidarbeit)\nDorf\nDezember 1926"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.2", "texte": "Kunsiaussielhmg\nDcr Sturm\nBerlin W 9 / Potsdamer Strasse 134 a I\nDezember 1926\n155. Ausstellung\nJugoslavische\nfast\nSlovenischer Klub\nder Jungen\nGeoffnet von 10—6\nSonntags von 11—2\nLesesaal mit 70 auslan-\ndischen Zeitschriften\nB ilderverl eih\nJeden Mittwoch\nBV2 Uhr\nSturm-\nAbende\nNach der Vorstellung\nTANZ I Jazzband\n\nVerkauf von Kunstwerken auf Ratenzahlung\nINDIVIDUALI TXT\nVierteljahrsschrift 112. Philosophie u. Kunst\nHerausgegeben von\nWilly Storrer und Hans Rein hart\nRedaktion: Hans Wilhelm Keller\nDiese neue Zeitschrift erscheint im grossen Format (18,5 X 26,5) und\nin vornehmer Ausstattung vierteljahrl. im Umfang von J6O Seiten, illustr.\nMarcel Brion-Marseille (Herausgeber der Cahiers du Sud) : ... diese\nZeitschrift gehort zu den bedeutendsten uud lebendigsten im heutigen\nEuropa\nDie Weihnachtsnummer bringt unter anderem\nfolgende Beitrage:\nGestaltung\nHermann H ess e : Der Traum.\nRobert Walser: Christusstudie.\nPaul Biihl e r : Der Weg zu\nApollo. Alexei Remisow: Die\nGeburt Christi. Gustav Gam -\nper: Aus der Briicke Europas.\nHans Reinhart: Die Legende\nvom Herz mit den Ringen und\nRosen\nBticher- Besprechung\nZeitschriften - Schau\nBetrachtung\nRudolf Steiner: Der Egois-\nmus in der Philosophie. Willy\nStorrer: Die Vollendung des\nEinzigen. Siegfried Freiberg:\nTiber Seelenlandschaft. Fritz\nLemmermayer: Erinnerun-\ngen an Rudolf Steiner. Marcel\nBrion: Über die moderne Li-\nteratur in Frankreich. Willy\nStockar: Individualistische\nMenschheitsgeschichte. Otto\nFrankl: Georg Trackl\nJliustrationen und Kunstheilagen\n15 Holzschnitte von Frans Masereel\nVerlangen Sie eine Probenummer zu Mk. 3.60\nIm Jahresabonnement (4 Biicher) Mk. 12.—\nWilly Storrer / Verleger / Lorrach-Stetteii(Baden)\n(Verlag filr freles Geistesleben / Basel)\n\nContimporanul\nErste Zeitschrift der rumanischen\nmodernen Kunstgruppe\nInternationale Kunstmanifestation u.\njahrliche Ausstellung-en\nDirektion: I. Vinea u. Marcel lancu\nRedaktion: Str. Trinitafii 35\nBukarest Rumanien\n\n81 11\nMusikalien und Instrumente\nkauft man bei\nBreitkopf & Hartel\nBerlin W 9, Potsdamer Strafie 21a\nLiitzow 1692 und 8647\n\nME L O\nZeitschrift fur Musik I\nSchriftleitung: Dr. Hans Mersmann\nErscheint monatlich\nPreis des Einzelheftes M. 0.60. Abonnementspreis jahrlich M. 7.20\nund Porto\nMITARBEITER:\nu. a.: F. Busoni J M. Slevogt / Ph. Jariiacli J Heinz Tiessen\nE. Wellesz (Wien) / H. Prunieres / A. Coeuroy / Boris de\nSchloezer (Paris) / E. Evans (London) / M. Labroca (Rom)\nE. Braudo / L. Ssabanejeff (Moskau) / F. Gljeboff (Leningrad)\nINHALT:\nIn den Einzelheften wurde eine inhaltliche Geschiossenheit er-\nstrebt; ihre leitenden Gesichtspunkte waren u. a. :\nDie Oper (2 Hefte) Musik im neuen Ru£»«\nland (2 Hefte) Romanische Musik / Die\nEinheit der Kiinste / Musikwissenschaft\nNeuer 5. Jahrgang ab 1. Oktober 1925\nProbeheft gratis vom\nMelos-Verlag G. m. b. H.\nBerlin-Friedenau I Stubenrauchstraf3e A-O"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "127", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.3", "texte": "17. JAHRGANG\nBERLIN / DEZEMBER 1926\n9. 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M 1\nMitglieder der\nGesellschaft der\nSturmfreunde E. V.\nerhalten die Zeit-\nschrift satzungsge -\nmaß zum halben\nPre is e\n\nRevue du nouveau art\ndramatique\nHerausgegeben vod\nRUG* rERO VASARI\n„»d LUIGI ALESSIO\nElle s'interesse de faire cor.naitre en\n] talie le iheatre vivant de touce nation\nAbonnement d'une annee (12 Hefte)\nLIRE 40\nE d i z i on i R i n a s ci me nt o\nTorino, Via Saluzzo 41\n\nJutta Klamt - Scliule\nGymnastik-Tanz\n■■■■■ BERLIN\nSEMINAR:\nAusbildung zur Lehrerin fiir\nGYMNASTIK und TANZ\nNeuzeitliclie und erfolgreichste\nLehrgrundsatze\nKLASSEN fur BUHNENTANZ\nGYMNASTIK fur LAIEN\nBewegungsschulung fiir Schauspiel\nund Film\nSekretariat: Berlin W 15, Pariser Strasse 37\nFernsprecher: Oliva 3265\nAnfragen! Prospekte!"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "129", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.5", "texte": "Licht und Schatten\nzu den wechselnden Licht-\nbildern von Nikolaus Braun\nRudolf Blümner\n\nVor einigen Jahren zeigte Nikolaus Braun im\nSturm zum ersten Mal seine wechselnden Licht-\nbilder. Die Zeitschrift „Der Sturm\" enthielt\nim dritten Heft des fünfzehnten Jahrgangs\nzahlreiche Abbildungen dieser Lichtbilder. Im\nvorliegenden Heft ist eine Reihe neuer Arbeiten\ndieser Art reproduziert. Wer diese Bilder ge-\nsehen hat, wird zwar einer Beschreibung und\nErklärung nicht zu bedürfen glauben, selbst\ndann nicht, wenn ihm ihre wesentliche Be-\ndeutung nicht zum Bewußtsein gekommen ist\noder wenn er gar nur in diesen Arbeiten eine\nSpielerei erblickt haben sollte. Wer nur die\nReproduktion sieht, kann vom Wesentlichen\nüberhaupt keine Vorstellung erhalten. Aber\ndieses hat ja stets von allen Gemälden des\nExpressionismus gegolten. Nur daß der Tadel,\nder die Reproduktionen traf, gleichzeitig das\nOriginal lobte. Denn er bewies, daß die Farbe\nder neuen Bilder wesentlich war, während sie\nin der gesamten früheren Malerei, man mag\nmir einwenden, was man will, eine unwesent-\ni\nliehe Zugabe war, sodaß dem Kenner der ein-\nfarbigen Reproduktion das farbige Original oft\ngenug enttäuschte. Aber trotz der Mangel-\nhaftigkeit braucht man auf die einfarbige Re-\nproduktion auch in der neuen Kunst nicht zu\nverzichten. Man soll an sie nur nicht jene\nForderung richten, daß sie ein Ersatz des\nOriginals sei, wie in der alten Kunst. Sie ist jetzt\ndas, was sie sein soll, ein Hilfsmittel. Und was\nhier geschrieben wird, will nicht reproduzierte\nBilder erklären. Die Reproduktionen sollen\neine kritische Untersuchung so viel und so\nwenig unterstützen, als sie können. Denn es\nsoll untersucht werden, welcher Art das künst-\nlerische Wesen und die Bedeutung der\nwechselnden Lichtbilder ist.\n*\nWer durch die Bezeichnung „Lichtbild\" zu Asso-\nziationen mit dem Film gelangt, wird zu einer\nfalschen Vorstellung verführt, umsomehr, da die\nmeisten Menschen dem Worte Bild ausschließlich\neinen engen überlieferten Begriff unterlegen. Die\nneue Kunst hat das „Bild\" wieder in der ur-\nsprünglichen Bedeutung dieses Worts geschaffen,\nin der es Gestaltung ist. Als sich das primäre\nWort Bild ausschließlich auf die sekundäre zwei-\ndimensionale Vision bezog, mußte es in seiner\nprimären Bedeutung durch das Wort „Gebilde\"\nersetzt werden und erhielt sich in dieser primären\nBedeutung nur noch in dem Wort „Bildhauer\"\n(Bild-Hauer). So geschah es, daß neuere Künstler\n„Gebilde\" schufen, die man weder unter den\nalten Begriff des Bildes ordnen noch für Plastiken\nhalten wollte. Und die man also schon darum\nablehnte, weil sie in das überlieferte ästhetische\nSchema nicht paßten. In Wahrheit waren sie\n„Bilder\" im ursprünglichen Sinne des Worts.\nFür die meisten Menschen war es umso schwerer\nzu erkennen, als sich sogar schon gegen Kan-\ndinskys absolute Malerei der Vorwurf gerichtet\nhatte, es seien keine „Bilder\". Sehr ernst war\nder Vorwurf nicht gemeint, da man in der ab-\nsoluten Malerei nur darum keine Bilder sehen\nwollte, weil das Wort „Bild\" schon längst die\nweitere Einschränkung auf den Begriff des\n„Abbilds\" erhalten hatte. Inzwischen haben\ndie Menschen gelernt, auch in der absoluten\nMalerei ein Bild zu erkennen (bis sie einsehen\nwerden, daß grade das nicht-abbildende Bild\ndem Begriff der Gestaltung, der Schöpfung\nnäherkommt). Und so richtet sich denn der\nVorwurf ausschließlich gegen jene Gebilde, wie\nsie zuerst etwa Schwitters und andere geschaffen\nhaben, die aus verschiedenen Materialien inner-\nhalb eines Rahmens gefügten Kompositionen.\nAber wenn die Betrachter solcher Konstruktionen\noder Kompositionen auch nicht imstande waren,\nfür im Gebilde das primäre Bild zusehen, so hätten\nsie bei einigem gutem Willen, etwas Einsicht-"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "130", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.6", "texte": "und Vorurteilslosigkeit in ihnen doch das er-\nkennen müssen, was ihnen unter dem Begriff\ndes Reliefs längst bekannt war. Jedoch waren\nguter Wille, Einsicht und Vorurteilslosigkeit\nzurückgedrängt durch die Enge des Begriffs,\nden sie unter dem Relief verstanden. Denn das\nRelief war ja für sie, wenn sie es schon irgend-\nwie unterbringen wollten, ein Teil der Bild-\nhauerei. Und in der Bildhauerei sah man\nwiederum weniger das rein Bildnerische, als\nvielmehr das Abbildende. Und schliesslich war\nes ein ausgemachtes Vorurteil, dass dergleichen,\nVoliplastik wie Relief, aus Stein oder Metall zu\nformen sei und damit genug. Aber freilich hätte\ndie Unterordnung dieser dreidimensionalen neuen\nund nueuartigenGebilde unter dem alten Begriff\nRelief weiter nichts zur Folge gehabt, als eben\ndie Befriedigung der schematischen Einordnung.\nEiner wahren Erkenntnis hätte sie kaum gedient.\nDenn man sah im Relief ungefähr eine dem\n„Bilde\" angenäherte Plastik, anstatt, wie man\nhätte tun sollen, in der Plastik, der Bild-Hauerei,\ndas „Bild\" zu sehen und sogar zu erkennen,\ndass jede Plastik nur reliefmässig wahrge-\nnommen werden kann. Denn jede Plastik er-\nscheint nicht nur darum als Relief, weil sie nur\nvon einer Stelle aus gleichzeitig sichtbar ist,\nsondern in speziellem Masse darum, weil\nwenigstens die gesamte Plastik der früheren\nZeit aus der Empfindung einer solchen einsei-\ntigen Betrachtung heraus stets eine Haupt-\nstelle der Betrachtung voraussetzt. Diese ein-\nseitig bevorzugte Behandlung bei der Gestaltung\neiner Vollplastik war künstlerisch nicht gerecht-\nfertigt. Denn wenn auch nur eine reliefmässige\nBetrachtung der Vollplastik möglich ist, so liegt\nin der dreidimensionalen Gestaltung der Plastik\ndoch die Möglichkeit einer unendlichfachen\nreliefmässigen Betrachtung. Und diese Mög-\nlichkeit schliesst in sich eine Forderung auf\nunendlichfacher Betrachtung, eine Forderung,\ndie also die Plastik durch ihre reine Existenz\nfür sich selbst aufstellt: dass sie nämlich von\nallen Seiten betrachtet (ringsherum, vielleicht\nauch von oben, vielleicht sogar von unten) als\nRelief, also als Bild, also als künstlerisch ge-\nordneter Organismus wirke. Es ist eine For-\nderung, die etwas von der Quadratur des Zirkels\nhat. Es scheint nicht nur, als müsse man von\neiner Plastik verlangen, dass sie im freien\nRaum schwebt, es scheint sogar, als wäre die\neinzige vollkommene Plastik — — die Kugel,\nwenn nicht — — oder wenn —\n'r 'j;\n❖\nIch will zuerst vom „Wenn\" sprechen: wenn\ndie Plastik mit dem Tastsinn wahrgenommen\nwürde. Aehnliches ist behauptet worden. Einige\nhaben gesagt, man betrachte die Plastik mit\neinem latenten oder immanenten Tastgefühi. Es\nwäre mehr umständlich als schwierig, der-\ngleichen als Irrtum zu widerlegen. Auch das\nKörperliche ist nur zweidimensional wahrnehm-\nbar und also ist auch die Kugel stets nur als\nScheibe anzusehen. Und da sie von allen\nSeiten als die gleiche Scheibe erscheint, so\nwäre die Kugel (nach jener eben erforschten\nForderung) eine vollendete Plastik, wenn diese\nEin-Form künstlerische Beziehungen enthielte.\nWenn sie nicht vielmehr ohne alle künstlerischen\nBeziehungen und also ohne allen Rhythmus wäre.\nAber grade das Einzige, was sie zur Mehr-Form\nbringen kann, bringt sie auch wieder um die\nMöglichkeit einer allseitigen Kunstform. Die\nKugel wäre nämlich (von dem eben festge-\nstellten Rhythmus-Mangel abgesehen) noch aus\neinem zweiten Grunde die vollkommenste\nPlastik, wenn sie nicht als ein Ding, das nicht\ngefühlt sondern gesehen wird, blosse Erschei-\nnung, Schein wäre, wenn sie also nicht nur\ndurch diesen Schein, den Lichtschein, das Licht\nfür die Betrachtung existierte. Die Dinge, die\nwir, wie man zu sagen pflegt, „sehen\", sind\nals belichtete Lichtkörper geworden, sie\nsind identisch mit dem Licht, sie sind, wenn\nund weil sie gesehen werden, Lichtquelle, und\nihre Verschiedenheiten, ihre Teile sind Licht-\ngrade. Es ist kein Problem, eine Kugel so zu\nbeleuchten, dass sie allseitig gleichmäßig be-\nleuchtet ist. Dann aber bleibt sie noch immer\nohne Rhythmus. Nur verschiedenes Licht (also\nauch verschiedene Farben) können sie rhyth-"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "131", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.7", "texte": "misieren. Ist sie nun, diese Kugel, die bisher\nnur als bildhafte Scheibe wirkte, dadurch etwa\nPlastik geworden, dass sie farbig rhythmisiert\nwurde? Oder wirkt sie nicht vielmehr auch\njetzt noch nur als Bild? Und ändert es etwas\nan dieser blossen Bildhaftigkeit, dass diese\nScheibe — gesetzt den Fall, es wäre einem\nKünstler gelungen — von allen unendlichen\nSeiten gesehen, im Rhythmus bleibt? Und so\nist es offenbar nicht die rhythmisierende Farbe,\nwelche ein Dreidimensionales zur Plastik macht,\nsondern jede Veränderung der Einform Kugel,\ndie sie zur Mehrform macht. Es ist die Gliede-\nrung der Form, die eine Plastik schafft. Das\nQanze sehen wir nur als Bild. Woran aber\nerkennen wir die Gliederung der Formen? Es\nkann auch nur etwas bildhaft wahrnehmbares\nsein: an Licht und Schatten. Und an nichts\nanderem. Man pflegte bisher zu sagen, der\nBildhauer müsse auch das Licht und den\nSchatten berücksichtigen, die sich auf der\nFigur zeigen, oder: Licht und Schatten nuan-\ncieren die Figur bald so, bald anders. Da\nkann man wohl einmal sagen, es sei ein\nqui pro quo. Wie? Das Licht ist auch zu\nberücksichtigen? Es schafft Nuancen? Da\ndoch alle Formen dieser sogenannten Plastik\nnur an Licht und Schatten erkennbar sind. Da\ndoch Licht und Schatten, da doch das Bild\naus Licht und Schatten gar nichts anderes\nist, als jenes massive Kunstwerk Plastik!\nWäre es anders, so könnte man von der\nweissen Marmorfigur nichts gewahren als\nihre Konturen. Aber warum so viele Umstände,\num nichts zu zeigen, als ein Bild? Es kann\nwohl nur den Sinn haben, an einer realen\nVielform unendlich viele Bilder (Reliefs) zu\nzeigen, indem man sich um die Figur her-\numbewegt, oder indem die Figur vor unseren\nAugen von allen Seiten gezeigt wird. Es ist\nein Licht- und Schattenspiel, dessen Vollendung\nauch dann keinem Künstler gelänge, wenn er\nnicht obendrein noch unendliche Stellungen\ndes Lichts zu berücksichtigen hätte. Was\nWunder, dass die Künstler auf dieses Zauber-\nkunststück zu allen Zeiten in weitgehendem\nMaasse verzichtet haben, was Wunder noch\nmehr, dass sie dieses unendlich wechselnde\nLichtkunststück mit Vergnügen bis zum Relief\nreduziert haben. Da ist der Licht- und\nSchattenwechsel auf ein geringes beschränkt.\nAber was hilft es? Noch immer bleiben Licht\nund Schatten einem Zufall unterworfen. Erst\ndas zweidimensionale Gemälde beseitigt diesen\nZufall, weil es die Lichtgliederung festlegt.\nGanz? Ach, wir wissen ja, welche wahrhaft\nfatale Rolle die Beleuchtung bei der künst-\nlerischen Wirkung der Gemälde spielt. Was\nim Gemälde differenziertes Licht ist, dessen\nAbwägung den künstlerischen Wert des Ge-\nmäldes ausmacht, wird von neuem einer zu-\nfälligen Belichtung mit ihren zufälligen chao-\ntischen Differenzierungen preisgegeben. Sogar\ndas bunte Glasgemälde (Glas mit Hinterlicht)\nerscheint im wechselnden Himmelslicht bald\nso bald anders und nur das berechnete künst-\nliche und gleichbleibende Licht kann es zu\neinem rein leuchtenden Kunstwerk der Vision\nmachen. Die Beleuchtung des sichtbaren\nKunstwerks, des Gemäldes und der Plastik, ist\n— sozusagen — seine Tragik. Was sie ge-\nschaffen hat, droht sie wieder zu ze'stören.\nGemälde und Plastik wollen Lichtgestalten\nsein, aber nicht kümmerlich und fehlerhaft be-\nleuchtet wie der profane Gegenstand. Eine\nErleuchtung in sich und für andere, wie das\nLicht selbt, ist das Wesen des sichtbaren\nKunstwerks. Die Beleuchtung für das Chaos\nder Nicht-Kunst!\n❖ *\nDie Folgerung solcher Erkenntnisse ist das\nleuchtende Kunstwerk. Bisher kannten wir das\nnur als das diaphanische. Nikolaus Braun\narbeitet am selbstleuchtenden Gebilde, an der\nleuchtenden Plastik, dem leuchtenden Relief,\ndie sich selbst ihren Schatten setzen, weil sie\nselbst Licht setzen. Rein faktisch und technisch\nsind seine Arbeiten in Rahmen gebrachte relief-\nmäßige Kompositionen, zumeist aus Holz und\nMetall. Die Schatten der reliefmäßig vorsprin-\ngenden Teile ergeben sich nicht aus einem\nzufälligen und willkürlich wechselnden Außen-"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "132", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.8", "texte": "licht (Beleuchtung) sondern aus einem bewußt\nund exakt künstlerisch gesetzten Licht des\nBildes selbst (durch versteckt angebrachte\nelektrische Birnen). Wer hier etwa finden\nsollte, daß dies auch eine Beleuchtung sei, der\nirrt sich. Technisch — ja, da hat er recht —\ngeschieht eine Beleuchtung, aber nicht im künst-\nlerischen Sinne, denn hier wird nur das be-\nleuchtet, was der Künster beleuchtet haben will.\nUnd das, was beleuchtet wird, ist an sich ein\n„Nichts\", das erst durch die Beleuchtung zum\nTeil des Kunstwerks gemacht wird. Verstanden?\nDenn der Charakter dieser Bilder ist abstrakter\nArt: die einzelnen Komponenten, die durch\ntechnische Beleuchtung zu erleuchteten Teilen\nwerden, erhalten ihre Bedeutung nicht durch\ndiese Beleuchtung, sondern durch die Beziehung\nihres Leuchtgrades zu einem anderen Leucht-\ngrad und einer anderen Leucht-(Schatten) form.\nVerstanden?\nSo erkennt man diese Lichtbilder, diese Leucht-\nbilder, als ein künstlerisches Lichtspiel be-\nsonderer Art, als eine Gestaltung aus Licht\nund Schatten, sodaß es fast scheint, als ließe\nsich eine solche Bildwirkung auch auf ein-\nfachere Art erreichen. Es ist wieder ein Irrtum.\nSchwarz-weiss, dunkel-hell mit allen Zwischen-\nstufen in Ehren, — was hilfts, wenn chaotisches\nLicht darauf fällt. Hier heisst es: Bilder sieht\nman nur im Dunkeln, wie ja bekanntlich ja\nauch die Sterne nur im Dunkeln leuchten und\nwie es ja, zum Teufel, totenstill sein muss,\nwenn man Beethovens Musik hören will.\nTotenstill und grabesdunkel, das ist die Um-\ngebung der Kunst in Zeit und Raum. Schauder\nund Schauer und Schau. Jetzt hat man mich\nverstanden.\n*!* '!*\nAlles andere, was Brauns Lichtbilder noch\ninteressant macht, ist von mehr weltlicher Art.\nDa das eingebaute Licht nach Belieben (ab-\ngesehen von technischen Möglichkeiten und\nSchwierigkeiten) gesetzt werden kann, da seine\nEin- und Ausschaltungen nur technischer Art\nsind, so kann der Konstrukteur-Künstler durch\nwechselnde, also verschiedenartige Beleuchtung\nder Teile in einer Konstruktion mehrere Kunst-\nwerke erstehen lassen. Es ist eine Sache des Be-\nliebens und der Technik, und vielleicht eines prak-\ntischen Bedürfnisses. Nur ist bei dem Stadium,\nin dem sich Brauns Wechselbilder zur Zeit be-\nfinden, das Wesentliche nicht im Wechsel zu\nerblicken. Diesem Wechsel selbst, dem ein-\nmaligen, kann noch keine künstlerische Be-\ndeutung zukommen. Erst eine grössere Reihe\nvon Lichtwechseln kann zu einem Licht-\nSchattenspiel besonderer Art führen. Denn in\ndiesem Spiel wäre das Licht von eben solcher\npositiver Bedeutung, wie im alten Schatten-\nspiel eben nur der Schatten von Bedeutung\nwar, da das Licht das Nichts war, auf\ndem der Schatten sichtbar wurde. Bei Brauns\nBildern ist der Wechsel des Lichts und des\nSchattens zunächst also nur ein technisches\nMoment. Der Uebergang selbst, der eimalige,\nkann keinen Rhythmus erzeugen, so wenig\nwie ein einziges Intervall eine Melodie er-\nzeugt. Wie aber in dem Intervall der Melos\nliegt, das Grundelement der Melodie, der\nrhythmisierten Töne, so liegt auch in Brauns\neinmaligem Wechsel das Grundelement eines\nrhythmischen Lichtwechsels, der zum Licht-\nBewegungsspiel führen kann. Voraussetzung\nist freilich, dass der Wechsel so geschieht,\ndass das folgende Bild, wie ein Akkord in der\nMusik auf einen andern harmonisch, so auch\nim Licht- und Schattenspiel organisch erfolgt.\nUnd das ist es auch, was den Lichtwechsel\nin Brauns Bildern auszeichnet, obgleich es\nihm prinzipiell auf das einzelne Bild an sich\nankommt. Es sind nicht zwei x-beliebige\nBilder, sondern zwei organisch zusammen-\nhängende. Das ist das Wesentliche seines\nLichtwechsels.\nWas noch gesagt werden kann, ist die Erwäh-\nnung einiger Konsequenzen. Es ist eine Frage\ndes Beliebens, ob man ein Kunstwerk in den\nDienst einer künstlerischen oder nichtkünstle-"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "133", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.9", "texte": "Nikolaus Braun: Lichtbild"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "134", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.10", "texte": "Nikolaus Braun: Lichtbild"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "135", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.11", "texte": "rischen Angelegenheit stellen will. Im letzten\nFall können Brauns wechselnde Lichtbilder dem\nSchaufenster, der Anzeige und Reklame wert-\nvoll sein. Auch mögen die Architekten über-\nlegen, ob sie vielleicht hier das Mittel haben,\nnicht nur die beleuchtete Front durch die er-\nleuchtete zu ersetzen, sondern mit diesem\nLichttausch auch eine durch Beleuchtung zer-\nstörte Architektur durch die Erleuchtung wieder\nherzustellen (wenn es die Mühe lohnt). Denn\nauch hier wird es heissen: Nicht Beleuchtung,\nsondern Erleuchtung!\nUnd in rein künstlerischer Hinsicht wird das\nwechselnde Lichtbild auf der Bühne erscheinen,\nsoweit wenigstens die Erkenntnis des Kunst-\nKoinplexes Theater überhaupt gestattet, da von\netwas rein künstlerischem überhaupt zu reden.\nBraun hat zahlreiche seiner wechselnden Licht-\nbilder als Bühnengestaltung geschaffen. Sie\nermöglichen nicht nur, was von praktischer Be-\ndeutung ist, einen fast zeitlosen Scenenwechsel,\nsondern sie geben auch Aussicht auf eine\nstärkere Zusammenfassung aller jener Künste,\ndie man unter dem Sammelwort Theater ver-\nsteht. Es ist ganz besonders die künstlerische\nEinheit des sichtbaren Theaters mit dem hör-\nbaren, der man mit solchen Dekorationen näher-\nkommen kann. Aber freilich wird man dann\nin ihnen etwas anders erblicken müssen, als\neben — Dekorationen. Wenn das geschehen ist,\nwerden auf dem Theater auch Vorführungen\nZustandekommen, in denen durch Beseitigung\ndes Zufalls „Mensch-Schauspieler\" Klang und\nErscheinung eines neuen Kunstwerks ertönen\nund erscheinen und endlich eine Einheit bilden\nkönnen, von der sich das heutige Theater\nnoch nicht einmal etwas träumt."}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "136", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.12", "texte": "Einweihung\ndes Zentralinstituts\nHerwarth Walden\nErwachsene müssen sich betätigen. Für\ndiesen Drang sind Kinder geeignete Ob-\njekte. Man kann Menschliches und Un-\nmenschliches und Allzumenschliches an\nihnen ausprobieren und die müssen sich\nfügen, da Macht bekanntlich vor Recht\ngeht. Erwachsene nennen diese Experi-\nmente Erziehung und Unterricht. Diese\nUnternehmungen in ein System gebracht\nheissen Schulen. Die Überprüfung ihrer\nMethoden hat das Zentralinstitut für Er-\nziehung und Unterricht zur Schulaufgabe.\nVon Reichswegen. Nun ist in Berlin\ndas Institut selbst neu hergerichtet. Oder\neinfacher gesagt: weiss und grau frisch\ngestrichen. Dies gibt Anlass zu einer\nEinweihung, bei der sich der zuständige\nMinister entschuldigen lässt, wenn er\nauch nicht zu Schiff nach Frankreich\ngereist ist. Er wird aber durch zahlreiche\nRäte sämtlicher Klassen vertreten. An-\nerkennenswert hingegen ist die Loyalität\ndes Zentralinstituts für das Festprogramm.\nVerschiedene Schulen führen Spiele auf.\nDamit auch die Tradition zu ihrem Rechte\nkommt, trägt ein Primaner nichts weniger\nals ein Elfentanzlied von dem Altkitsch-\nmeister Lienhard vor und ein westliches\nLyceum lässt durch seine Schülerinnen\nKönigliches Opernballett kopieren. Von\nden übrigen Darbietungen können die\nlehrenden Erwachsenen und die er-\nwachsenen Lehrer lernen. Man muss\nKinder gewähren lassen. Das heisst im\nAmtsdeutsch: Gemeinschaftsschule. Es\nwird durch die Gemeinschaftsschule\nNiederschönhausen ein Tiermaskenspiel\nvorgeführt. Die Kinder haben es nach\neiner Fabel gedichtet und gestaltet. Ohne\nPathos. Dafür fast mit aktuellem Witz.\nKindlich in der Gestaltung und nicht\nkindisch, wie Erwachsene es für Kinder\ntun. Diese Arbeiterkinder haben kein\nTheater gesehen und sind daher nicht in\nder unglücklichen Lage, es nachahmen\nzu wollen, wie die Schülerinnen des\nLyceums es tun. Die Kinder bewegen\nsich durchaus nicht naturalistisch. Im\nGegenteil ihre Bewegungen entstehen aus\nder kindisch starken Vorstellungskraft\ndes Darzustellenden. Gestaltete Bewegung,\nalso Kunst, ist das Weihespiel dieses\nAbends von Lothar Schreyer, aufgeführt\ndurch Mitglieder der Loheland-Gruppe.\nLothar Schreyer ist bisher der einzige\ndeutsche Regisseur, der erkannt hat, dass\nauch der Tonfall des Schauspielers, die\nSprechmelodie gestaltet werden muss.\nDas Wort ist in der Kunst kein Ver-\nständigungsmittel, sondern ein Kunst-\nmittel. Wörter werden gehört, müssen\ngeh ö r t werden. Was kün s 11 eri s c h\ngehört werden soll, muss künstlerisch\ngestaltet werden. Schreyer hat die Fähig-\nkeit, die Sprechmelodie für die Schau-\nspieler zu gestalten und sie so festzulegen,\nwie es etwa der Orchesterkomponist für\ndie einzelnen Instrumente von jeher\ngetan hat. Durch die Einheit von Ton-\nfall und Bewegung entsteht erst ein\nKunstwerk auf der Bühne. Das Weihe-\nspiel von Lothar Schreyer ist ein Kunst-\nwerk. Durch seine Auffassung hat das\nZentralinstitut für Erziehung und Unter-\nricht den guten Willen bewiesen, die\nKunst nicht grundsätzlich fernzuhalten.\nWas man der Kunstbehörde sonst nicht\ngerade nachsagen kann."}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "137", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.13", "texte": "Gedichte / Lothar Schreyer\n\nVernichtung\nAus dem mahlenden Rad fallen die Früchte\ndes Bösen\nAlle Lüste sind erfüllt\nAlle Wünsche sind getan\nAlle Taten empfangen ihren Lohn\nDie unersättlichen Mäuler fressen sich\nDas geschändete Menschtier schändet sich\nDie gemordeten Seelen sind Fleisch\nDas Fleisch schleift durch den Kot\nDie Peitschen der Wollüstigen schillern\nDas Totenschiff berstet\nAus dem Bauch der Tiefe quillt der Wurm\nHastige Finger nesteln das Häschernetz\nUeber den Berg blinzelt Hohn\nDie schwarze Kralle reisst ein Loch ins Nichts\nDie Sonne stürzt stürzt stürzt\nUmsonst\nEin Name treibt im Uferlosen Namenlosen\nNiemand spricht ihn aus\nAus wehendem Staub steigt eine weisse Hand\nDer Finger schreibt den Namen auf die Füsse\naller Namenlosen\nGezeichnet ist der Mensch\nAm Rand der Wüste betet der verlassene\nMensch\nDer Sturm braust durch die Wüste\nFurchtbar erkennt der Mensch\nAn allen Glocken zerren alle Menschen\nAlle Glockentürme bersten bis zum Grund\nUmsonst verloben alle Opfer\nAlle Werke zerbrechen\nKeiner errichtet das Kreuz auf dem\nverlassenen Stern\nDer Himmel ist versunken in das Nichts\nTröstung\nDu liegst in dunkler Kammer auf den Knien\nDu siehst die Nacht\nDie Leere ist um dich\nDu hüJlst in deine Arme das zertretne Lamm\nSanft schwebt dein Flehen auf der Menschenwunde\ntest falten Deine Hände sich um müdes Herz\nSanft lächeln Tieresaugen\nSelig weint das kurze Menschenglück\nDas kleine Licht in leerer Brust entbrennt\nDu hebst die heilige Lampe zwischen Sünden hoch\nDu tust die Liebe"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "138", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.14", "texte": "Nikolaus Braun: Lichtrelief"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "139", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.15", "texte": "Nikolaus Braun: Lichtbild"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "140", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.16", "texte": "Fran Kralj: Poletje (Sommer)"}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "141", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.17", "texte": "Fran Kralj: Tezaki (Feldarbeit)"}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "142", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.18", "texte": "Nande Vidmar: Dorf"}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "143", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.19", "texte": "Tanz\nRaoul Hausmann\nDer Mensch existiert zur Sekunde und\nam Ort. Die Multiplikation der Sekunde\nund des Ortes ist: Zeit-Raum. Die Kunst\nbeschäftigt sich bisher damit, die Sub-\ntraktion der Sekunde vom Ort in Gips\nabzugiessen. Wir besitzen die Ausdrucks-\nform des Gipsabgusses. Des Gipsabgusses\nin der architektonischen, plastischen,\nliterarischen, musikalischen und tänze-\nrischen Darstellung. In allen Gipsab-\ngüssen aller dieser Gebiete tritt als Aus-\ndruck der Angst vor Rechenfehlern, sei\nes der Division oder der Addition (Com-\nposition) der psychologische Gehalt auf.\nDie grosse Kulturepoche des Gipsabgusses\nder weissen Rasse zeigt nirgends die\nfunktionellen Elemente der Existenz und\nihrer Formen in der Sekunde und um\nden Ort. Stets wurde eine Notdurft-\nkonstruktion wie die Idee, die Seele oder\ndie Erotik an die Stelle der aufbauenden\nElemente der Kunst gesetzt. Kunst ist\ndie formale Erkenntnis des Ortes in einer\nAuswahl der Sekunde. Der Ort kann\nWerden, Sein, Vergehen. Anderes kann\nder Ort nicht. Anderes zeigen oder\nauswählen oder erkennen kann die Kunst\nnicht. Die Form ihrer Auswahl ist der\nfunktionelle Aufbau. Nicht der ideelle,\nnoch der seelische, noch der erotische\nUmstand. Der funktionelle Aufbau ist\ndie Auswahl einer Bewegungsart. Ideelle\nBewegungen erregen Unlust, seelische\nBewegungen erzeugen Übelkeit und\nerotische Bewegungen kennt die weisse\nRasse garnicht oder nur in der Form\ndes Gipsabgusses als Tanz. Der nicht in\nGips abgegossene Tanz ist keine Erotik.\nTänzer der Gipsgusskultur sind Laban,\nMary Wigman und Valeska Gert. Diese\nTänzer geben ihre in Gips gegossenen\nVorstellungen von der Idee, von der\nSeele und von der Erotik schlecht von\nsich. Sie glauben damit klassisch, also\ngriechisch zu sein. Ihre in Gips gegossenen\nGehirne übersehen, dass die Griechen\nnicht die Erfinder des Gipses waren.\nDie Griechen waren die Erfinder der\nGymnastik, deren Zweck die Körper-\nfunktion war. Erst die Verbindung von\nzeitraumfeindlichen, sowohl ideellen, als\nseelischen Un-Werten mit der Erotik in\nden dazu geliehenen Formen der Griechen\nerzeugte die Kultur des Gipsabgusses der\nweissen Rasse. Die gipsabgegossene weisse\nRasse wertete den Kopf hoch, den Bauch\ntief, den Fuss garnicht. Für die schwarze,\nnicht in Gips abgegossene Rasse ist der\nFuss oder Bauch nicht höher oder tiefer\nals der Kopf. Die schwarze Rasse hat\nBewegung. Die schwarze Rasse hat Tänze.\nTrotz der Erotik, die für sie nur den\nWert der Bewegung darstellt. Für die\ngipsabgegossene weisse Rasse ist Erotik\nein Unwert. Die gebräuchliche Ver-\nwechslung von Division und Addition\nder Sekunde und des Ortes mit Ideen,\nSeele oder Erotik ergab den Reigen, die\nSarabande, den Walzer und den Schrei\nnach dem Kinde. Dieser Schrei der\nUnfähigkeit ist nicht Tanz. Tanz ist die\nBewegungsform menschlicher Körper-\nfunktionen um den Ort in vielen oder\nwenigen Sekunden. Massgebend für die\nBewegungsform ist das Gehen, Springen,\nBücken, Wenden. Das Gehen geschieht\nmit den Beinen und war vor der gips-\nabgegossenen Kulturepoche den Griechen\nbekannt. Es ist noch heute der ganzen\nschwarzen Rasse bekannt. Der Gipsab-"}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "144", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.20", "texte": "Gusskultur war das Gehen fremd. Die\nweisse Rasse lernte das Gehen in Amerika\nvon den Indianern und Negern. Immer\nist das Gehen dem Weissen noch eine\nseelische Vorstellung. Er kommt auf\nseinen Beinen nicht vom Ort. Da Gehen\neine Veränderung des Ortes in der\nSekunde ist, scheiden Wertunterschiede\nvon Fuss bis Kopf aus. Der Tanz bewegt\ngleichwertig den ganzen Körper. Die\nBewegung gibt dem Körper von Fuss bis\nKopf Ortsfunktion in jeder Sekunde.\nKein Körperteil funktioniert ideell, see-\nlisch oder erotisch. Alle Körperteile\nstellen gleiche Werte der Bewegung dar.\nAlle Körperteile funktionieren divisio-\nnistisch miteinander oder gegeneinander.\nSie besitzen die Vielfalt des Ortes und\nder dem einzelnen Körper eigenen Viel-\nfalt der Reakion auf die Sekunde. Der\nTanzort wird von den Körperteilen auf-\ngenommen und durch die musikalische\nVariation der Sekunde verändert. Die\nMusik als reines Sekundenelement ist\nnicht vom Tanz zu trennen. Tänze ohne\nMusik sind stets idelogisch, seelisch oder\nerotisch. Nur muss die Musik inhaltlos\nund problemlos sein, Sekundenver-\nschiebung, wie der Tanz Ortsverschiebung-\nOhne Inhalt oder Bedeutung als der der\nreinen Bewegung. Im Tanz erfasst der\nKörper den Ort und die Sekunde. Ohne\nIdee, ohne Seele, ohne Erotik. Die Idee,\ndie Seele, die Erotik ist nur erforderlich\nzur Ausnutzung von Umständen. Der\nTanz ist kein Umstand. Die Musik\nist kein Umstand. Musik ist die\nKunst der Zeitveränderung. Tanz ist\ndie Kunst der Ortsveränderung. Kunst\nist wie Technik das Resultat der grössten\nWirkung durch grösste Ökonomie der\nMittel. Der Läufer läuft ohne Idee.\nDer Boxer boxt ohne Seele. Der\nSchwimmer schwimmt ohne Erotik. Eben-\nso geht der Tänzer zweckmässig von der\nSekunde des Ortes aus.\n\nSterben blutenfleck\nErich Arendt\nFlases Fassen bleichhaft schmerzer Stirne . . .\nbebe Hände flarren schwirr verstorben . . .\nstrahe Blicke steinwucht weitab dumpfen\nhin auf fratzer Menschenlarven Erz.\nLachrot glirre Sonnen bleisack stumpfen . . .\nröchelt Sticken schwell in welke Hirne . . .\nfern im Augenschliessen blähst umwoben\nschmelzen Nächte milb das heisse Herz.\nMondgerisse, zucke Nächte kerben:\nklaffe Wunde kriss das Sehnen rasend.\n• •\nSägezerr gehiebte Ängste blechern . . .\nSchweres Grauen schlitzt die Munde krumm.\nDonnernd steigt die Stille aus dem Sterben,\nbuckelt tief in Himmel glei verglasend . . .\nZacke Flüche löchern Himmel brechern . . .\nMonde neigen Bahnen blutgelb, stumm.\nGleiss zerströmet gellet Schrei nach oben:\nZahllos strammte Schmerz den Pfeil\ngewuchtet . . .\nKüsse gilben dünn und Wahnen lodert.\nKnistern raschelt See ab stirr gebuchtet.\nSchläfern fitzt Genebel knöcherfab gewoben . . .\nSchlenker Kahn der Welt fast steht.\nSternlicht prell zertümpelt modert . . .\nWirre filbert — glast — verweht."}, {"page_pdf": 21, "page_imprimee": "145", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.21", "texte": "FL^OEL.\nv\ntfOC\nX\n«yy»\nBERLIN - W 9 - FRIED RICH\nPIANO<S\n£k<Y\nSTRASSE 6\n\nJLizbz\nman nan \"ifijeltne i?iiiitk;er\n6.— U. iftuflage. 9)i. 6,50\n(3n <n(ilif<f)<r flbcrfetjtmti im IVrlag* SfjomcS Seller,\n9icu>\nftein, id) rann nid)t anfcerS. 3d) 3f)n<n fofort fdjrciben,\nid) mug Sbncn % safj id) 3br $utf) nid)t gelefen,\nfonbern crlcbt babe. itf grofc Suntf, sic <pfncbo*\ncVr Jvaucn fo $u Mraflgememern, £>af? Saufan&e\ngerai>esu bcx aftiucn, fampfenden, fd)affen&en groucn —\n£>cr Sraucn, die fid) untcr Sdjmerjen jum 35i«nfd)cn cnt=\nroicfelt baben, fid) in bemud) ujiebercrfemcn\n3d) bin nod) fianj untcr «>cm «s?cij fctefeS Sic\nbaben mit Sfjrcm \"3ud)c r>iel gclciftet, und id) modjtc\nSljncn berjlid) sie §an& srucfcn. So ein $ud) ju iefen\n— tut cincrn tr>obl SUejandra\n3u bcjicbcn fcurd) allc $ud)£anMungen uns den\nXJertag; fter Dleueh (Benerafinrt\n\nCasa d Arte\nBRAGAGLIA\nModerne Kunstausstellungen : Theater der\nUnabhangigen : Buchhandlung : Verlag\nKunstgewerbe\nTerme Romanedi Via Avignonesi 8 Rom 4\n\nYERLAG DEK STURM / BE R 1,1 N W <>\nHer warth Wa Ide n :\nEinblick in Kunst\nDie beste Einfiihrung in den\nHxpressionismus und Kubismus\n70 Abbilduiigen / 4 Kunslbcilageii\nLadenpreie ilalbleinen gebiiitden ]\\1 (>.—\nACHTEA U F L A G E\n\nW. Marzillier & Co. Berlin W * Grunewaldstr. 14-15\nGegriindet 1854\nHofsj >editeure S. M. des von Spanien\nopeaitjon u. MoheltranHportc, Verpackung 11. von\nGernalden urid K MiiBLgcg<MiHtaiid<'M jcdrr Art. I jrfcrimp; mid\nEmpfang riach mid von alien ku lira In-\nurirl A Nftlafi'lcß. Transport vcrHirlirru ii;.'cii allrr All\nSpediteure d. Wirtschaftlichen Verbandes Bildender Kunstler der Freien Secession\ndes Verbandes Deutscher lllustratoren und Hausspediteure des ..Sturm'1"}, {"page_pdf": 22, "page_imprimee": "146", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.22", "texte": "Verlaff Der Sturm / Berlin W 9\nKunstler-Postkarten / Verlag Der Sturm\nNach Gemalden, Zeichnungen und Bildwerken folgender Kunstler:\nAlexander Archipenko /\nRudolf Bauer / 4\nVincenc Benes\nUmber to Boccioni 112 /\nCampendonc 2\nMarc Chagall / 7\nOthon Con bine\nRobert D elan nay\n4 Lyonel Feininger\nAlbert Gleizes / 2\nJaeoba van Heemskerck 112/ 3\n2 Sigrid Hjerten Griinewakl\nAlexei von J awl en sky\nBela Kadar\nKan din skv / 3\nPaul Klee\nOskar Kokoschka 2\nFern and Leger / 2\nAugust Macke 112\nFranz Marc 112 / 3\nCarl Mense\nJean Metzinger\nJohannes Molzahn\nGeorg Muche\nGabriele Miinter\nGeorg Schrimpf\nKurt Schwitters\nGino Severini\nFritz Stuckenberg\nArnold Topp\nMaria Uhden *}*\nNell Walden\nWilliam \"Wauer 5\nMarianne von Werefkin\nNegerplastik\nGewebe aus Alt-Peru\nTour Donas\nJede Karte 20 Pfennig / Farbige Karte Chagall: Die Kleinstadt / 30 Pfennig\nDie Ziffern hinter den Narnen bedeuten die Zahl der reproduzierten Kunstwerke\n. » .\nDichtungen von Herwarth Walden\nDas Buch derMenschenliebe / Roman\nDie Harte der Weltenliebe / Roman\nJedes Buch 2 Mark\nErste Liebe / Em Spiel mit dem Leben\nDie Beideil / Ein Spiel mit dem Tode\nSiinde Ein Spiel an der Liebe\nQlaube Komitragodie\nLetzte Liebe / Komitragodie\nJedes Buch 1 Mark\nWeib\n3 Mark\nKomitragodie\nKind Tragodie\nTrieb Eine biirgerliche Komitragodie\nMenschen / Tragodie\nJedes Buch 2 Mark\nIm Geschweig der Liebe\nGebunden in Ganzleiiien 3 M ark\nGedichte\n5. Auflage\nSchriften von Herwarth Walden\nDie neue Malerei / Mit zahlreiehen Abbildungen\n2 Mark\nGesammelte Schriften\nErster Band: Kunstmaler und Kunstkritiker\n3 Mark\nExpressionismus / Die Kunstwende / Mit 140 Abbildungen\nZur Zeit vergriffen\n\nErnft Marcus\nKritik\ndes Aufbaues (Syllogismus) der\ns p e z ie 11 c n Relativitatstheorie\n2)icfe ssrofd)ure entbcilt ntd)t nur btc fcurd)*\nbet tyejteflen\n$WattDltatstf)e©w Gilbert fonfcern\naud) e'tnc neue £id)t[)\\>potbefe, 6urd) toe baS\nopttfcfye 3£eltbilb roirflidj erfd)«int. (£3 roerben\nIjter ix>af)rf)aft vewlutioniert.\n38enn ein nod) fo fdjarffinnigev $iatf)ematifer,\nrote e$ Albert €inftein ifi, im lo*\n<}ifd)en 2>enfen nid)t geniigcnb gcfdjnlt ifi, fo\nfann fctnc Sd)lnf?fol<}eritn<i fet)lerf)aft au§=\nfallen, (Ein feldjer geljlfd)fuf? (Einf!ein§ ift\nf)ier unu>isedeglid) nacbgewtefen. 2)af)er roirb\n(Etnjkin f)ier mit feinen etgenen aufs\n§«upt gefdjlagen. 3>a3 problem , bvtvd) ba3\nev $u feinen falfd)4n golgerungen gelangte, ill\nalfo roieser &ur 2)ebatte gegeben, unfc ein\n$n feiner £6fnng mxb bier r>orge=\nfdjlagen. — 3\\fle3 in aUem roirb fid) toe cje=\nfamte $)ioberne iiberjeugen, &afj nicbt Albert\n(Einfiein, fon&ern Smmannel $ant\n6as roabrfjaft reuolutioniert bat. Sn\n£rnfl Marcus rmv6 Mc £ufunft 6en edjten\n£rben $ant£ lernen. 2>ie $iitu>elt\nef)rt nur $t\\i md)t €u>igfeitsge offen.\nfinb 38ettifie ritbnumirtog. Qcin (se=\nfcanfe, eine ime fie fctefeS 3£erf\nbeamfl rnrb nut ade taufenb etmnal\nunfc ent&etft S. J.\nMark 1,25\ni\nVerlag Der Sturm\n' Berlin W9\nDurch jede gute Buchhandlung oder d'rekt\nvom Verlasr Der Sturm zli beziehen"}, {"page_pdf": 23, "page_imprimee": "147", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.23", "texte": "Verlag Albert Langen in Miinchen\nbauhausbCcher\n1\n2\n3\n4\n5\n6\n7\n8\n9\nWALTER GROPIUS, Internationale Architektur\ngeheitet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk. 7\nPAUL KLEE, Padagogisches Skizzenbuch\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk, 8\nEIN VERSUCHSHAUS DES BAUHAUSES\ngeheftet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk. 7\nDIE BOHNE IM BAUHAUS\ngeheftet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk. 7\nPIET MONDRIAN, Neue Gestaltung\ngeheftet Mk. 3\nin Leinen gebunden Mk. 5\nTHEO VAN DOESBURG, Grundbegriffe der neuen\ngeheftet Mk. 5 gestaltenden Kunst\nin Leinen gebunden Mk. 7\nNEUE ARBEITEN DER BAUHAUSWERKSTATTEN\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk. 8\nL. MOHOLY-NAGY, Malerei, Photograghie, Film\ngeheftet Mk. 7\nin Leinen gebunden Mk. 9\nW. KANDINSKY, Punkt und Linie zu Flache\ngeheftet Mk. 15\nin Leinen gebunden Mk. 18\n\nLA RENAISSANCE\nDE L'ART FRANQAIS\nET DBS INDUSTRIES DE LUXE\nfondle par HENRY LAPAUZE, publie au commen-\ncement de chaque mois, un fascicule de 60 & 80\npages, format in 4° raisin (25:32) contenant de\nnombreuses illustrations.\nLA REDACTION de La Renaissance del' Art\nFran?ais et des Industries de Luxe com-\nprend les 6crivains et les critiques les plus autoris6s\nde tousles pays d'Europe. Ses etudes docu-\nmentaires et ses chroniques d'actualites offrent un\ntableau constamment tenu & jour de L'ACTIVITfe\nDES ARTS DANS LE MONDE ENTIER.\nAbonnements:\nFrance . . , .100 francs\nEtranger. ... 25 Mark\nOn s'abonne chez tousles Libraires et a\nLA RENAISSANCE\nDE L'ART FRANCAIS\nET DES INDUSTRIES DE LUXE\n10, Rue Royale / PARIS\n\nHANDBUCH DBS KUNSTMARKTBS I\nKUNST=ADRESSBUCH I\nFUR DAS DEUTSCHE REICH, DANZIG U. DEUTSCH-OSTERREICH I\nJ^££iiii mit über 40 000 Qualitatsadressen\n... 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Ein bis ins Detail darchdachtes, mit aufierordentlicher Sorgfalt,\nmit seltenem Fleifi zusammengetragenes, ungemein übersichtliches\nNachschlagewerk, das jedem Kunstsammier, Kunstfreund; jedem auch\nnur mittelbar Interessierten willkommen und wichtig sein diirfte...\n8- Uhr-Abendblatl\nAntiqua -Verlagsgesellschaft Hermann Kalkoff Berlin W 8\nTaubenstrasse 44/45\n816 Seiten\nin Halbleinen\ngebunden\nPreis\nRM 25—\nVorratig bei der Sturm - Buchhandlung Berlin W 9 Potsdamer Strasse 138 a"}, {"page_pdf": 24, "page_imprimee": "148", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192612-01.1.24", "texte": "Verantwortlich für die Sehriftleitung: Lothar Schrever Berlin W 9 / Verlag Der Sturm G. iri. b. II.\nBerlin W 9 Potsdamer- Strasse 134 a / Fernruf Lützow 4443 / Postscheckkonto Berlin 120658\nDruck: Vereinigte Druckereien, Andermann & Schindler, Berlin W 30 Münchener Strasse 49-50\n\nZum Verstandnis des modernen kulturellen und\npolitischen Lebens unentbehrlich ist die Lektiire der\nZeitschrift\nSIIZIALISTISCHE MOMTSHEFTE\nHerausgeber Joseph Bloch\nPreis pro Quartal 2,25 Mark, Einzelheft 75 Pfennig / Vorzugsausgab«\n(auf besonders schonem Papier) pro Quartal 4,50 M / Einzelheft 1,50 M\nDas Septemberheft 1926 enthalt:\nKarl Hildenbrand (Mitglied des Reichstags und Reichsrats)\nFiir eine parlameutarische Arbeitsgemeinschaft\nProf. Max Schippol / Industrie und Arbeiterklasse\nJulius Kaliski / Der Eisenpakt\nDr» Ludwig QuOSS©! (Mitglied d. Reichstags) / Deutschland in Geni\nArno Nadel / Pegasus\nWolfgang Heino (Ehem. preuss. Staatsrainister) / Die Beamten\nder Republik — Dr. OttO KarUtZ / Siedelungsverfahren und Siede-\n-111 ngser gebnisse seit 1919 — Hlltfiart VlOlhabOr I Franz von Assisi —\nDie Sozialistische Internationale und der Volkerbund / Wally Zepler\n— Die Genossenschaften im fascistischen Italien j Dr. Reinhard \"Vt eber\n— Rasse und Kultur / Dr. Max Hodann — Leben und Leistung Max\nWebers / Prof. Conrad Schmidt — Musikfeste i / Dr. Max Butting\nDie Agrarenquete j Dr. Pritz Baade — Die Architekturausstellung der\nNovembergruppe / Ludwig Hilberseimer Raphael Silbeistein / I)r.\nKarl Kollwitz — Die Toten: Hermann Greulich, Max Grunwald,\nGeorg Friedrich Knapp, Ernst Mehlich, Anton Nemec, Nikolaj Tschcheidee\nKonrad von Wangenheim\nProbehefte stehen auf Verlangen jederzeit kostenlrei zur Verfiigung.\nDem unterzeiJineten Verlag ist die Mitteilung von Adressen will-\nkommen, an die die Zusendung von Probelieften ratlich erscheint,\nVerlag der Sozialistischen Monatshelte\nBERLIN W 35\n\nRevue Germanique\nLille | 55 Rue Brule-Maison\nPeriodique trimestriel\nAbonneinent 30 Frs. pour l'etranger\nInformations sur le mouveinent\nlitteraire et les travaux philolo-\ngiques en Allemagne aux Pays-\nBas et en Scandinavie\n\nINTEGRAL\nREVUE DE SINTHESE MODERNE du SEUL\nGROUPEMENT d'AVANTGARDE ROUMAIN\nPARAISSAJNT CHACQUE MOIS\nDIRIGE par un Comite bucarestois et parisien\nREDACTION: M. H. Maxy, Calea Yictoriei 79 Et. I\nBUCAREST-ROUMAINE\n\nDER GRO//E /TURM-BAIL\nDER GESELLSCHAFT DER STURMFREONDE\nCO\nM\nCD\ncq\"\n13\nCQ\nPhilharmonie e s\nCD\n0 r~\n311f Sonnabend ML Januar 1927 -E E\n® JtT\n35 CD\nmo\na) -+-•\nCO £Q W\nrj- —' v_\n5 c O ffl\n5 c § *,\no CD .2\nN \"I - \"D\nbz CD •CO\nO CO H-» -f-j\n-J V! too\nCO Q_\nCO O)\n■+—1\nCO\nc\n13 c\n- i—\nCD\n03\n0)\n| Philharmonie\nEXPRESSIONISTISCHE DEKORATIONEN\nKOSTOMFEST DER STURM"}]}