{"numero_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_sha256": "701459588d2b4bae10a1dd4bbd23cc15232d1064c4388ee96d391c179ac312a5", "source_tei": "https://github.com/Princeton-CDH/bluemountain-transcriptions/blob/main/periodicals/bmtnabg/issues/1927/02_01/bmtnabg_1927-02_01.tei.xml", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabg/issues/1927/02_01/bmtnabg_1927-02_01.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c001", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c001", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "couv. 1", "page_fin": "couv. 1", "image_debut": 1, "image_fin": 1, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.1", "titre_corps": "SONDERH EFT", "titre_sommaire": "SONDERH EFT", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.1", "debut_caractere": 100, "fin_caractere_exclue": 228, "texte": "SONDERH EFT\niriiriflwrfri111 Willfini-r'-—TiMrrrriT-inTt-iwiittmlll»■■ 11■ ■■■■\nA\n•' i. A • , - - ■: v\nR\nC\nH\n!- - -\nT\"\nE\nK\nT\nU\nR"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c002", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c002", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[159]", "page_fin": "[159]", "image_debut": 3, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.2", "titre_corps": "SONDERHEFT", "titre_sommaire": "SONDERHEFT", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "[159]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.3", "debut_caractere": 115, "fin_caractere_exclue": 417, "texte": "SONDERHEFT\nv•t ' 112 ■\n« * ' . • v . ,•\nArchitektur\n; x 112 #■ • . ' - ■ „ ..\n. ■ ' ■ * 'V\n. ' 112 ■ .. '; „.,5p ': • '. '1 ' ; ' --. >; ■ ' . .■ *\nAdolf Loos: Die moderne Siedlung\nAbbildung en:\nAdolf Loos: Industrie - Ausstellungsgebäude\n8 1 für Tien-Tsin / China\nErich Mendelsohn; Fabrik in Leningrad"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c003", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c003", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "161", "page_fin": "176", "image_debut": 5, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.3", "titre_corps": "Die moderne Siedlung", "titre_sommaire": "Die moderne Siedlung", "signature_source": "Vortrag von Architekt Adolf Loos-Paris", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 5, "page_imprimee": "161", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3200, "texte": "Die moderne Siedlung\nVortrag von Architekt Adolf Loos-Paris\n\nMeine verehrten Anwesenden!\nIch werde über Siedlung sprechen, ich weiß\nnicht, ob sich das ganz mit dem deckt, was\nSie unter Siedlung verstehen. Was ich zu\nsehen bekommen habe, waren außerordent-\nlich schöne Bürgerhäuser; was ich\naber heute zu sagen habe, gilt der\nWohnung des JlrbeUers, der an die\nFabrik gebunden ist.\nIn den 60 er Jahren gab es einen menschen-\nfreundlichen Arzt in Leipzig: David Schreber-\nEr fand, daß es den Rindern der arbeitenden\nKlassen sehr schlecht ging, und er meinte,\ndie Eltern müßten sich zusammentun, viel-\nleicht 10 bis 20 Familien und müßten einen\nkleinen Rasenplatz außerhalb der Stadt\nmieten. Es sollte ein Kinderspielplatz sein,\nund die Eltern müßten um den Platz herum\nHütten bauen, wo sie am Abend nach ge-\ntaner Arbeit zusammensitzen könnten, ohne\nin den entsetzlichen Quartieren des Elends\nihre Abende zubringen zu müssen, ohne\ndaß der Mann von der Familie weggetrieben\nwird und seine Abende im Wirtshaus ver-\nbringt. Das wurde getan. Nun, was geschah ?\nDer Vater nahm den Spaten in die Hand,\nstach in diesen Rasenplatz hinein, zerstörte\ndie Spielgelegenheit seiner Kinder und hat\nirgend etwas angebaut, Gemüse, oder einen\nBaum gepflanzt, aus einer, wenn Sie wollen,\nrein teuflischen Freude an der Zerstörung.\nEr war so gemein, seinen Kindern den\nSpielplatz wegzunehmen. Da muß man sich\nfragen, von welchen merkwürdigen Dämonen\ndieser Mann getrieben wurde.\njede menschliche Arbeit besteht aus zwei\nTeilen. Nicht jede - ich habe falsch ange-\nfangen — aber die meiste menschliche Arbeit\nbesteht aus zwei Teilen: Aus der Zerstörung\nund aus dem Aufbau. Und je größer der\nAnteil der Zerstörung ist, wenn gar die\nmenschliche Arbeit nur aus der Zerstörung\nbesteht, dann ist es wirkliche menschliche,\nnatürliche, edle Arbeit. Der Begriff des\nGentlemans ist nicht anders zu erklären.\nEin Gentleman ist derjenige Mensch, der\nnur mit Hilfe der Zerstörung Arbeit leistet.\nDer Gentleman rekrutiert sich aus dem\nBauernstand. Der Bauer leistet nur zer-\nstörende Arbeit. Wenn die Arbeit noch so\nniedrig ist, wenn die Arbeit die gemeinste,\ndie ordinärste Arbeit ist: eine Gloriole strahlt\num den Menschen, der diese gemeine,\nordinäre Arbeit leistet. Der Mann im Berg-\nwerk, der von der Sonne abgeschlossen ist\nund die niedrigste Arbeit verrichtet, er nimmt\nden Spaten und gewinnt von der Mutter\nNatur Stück auf Stück, ob es nun Erz, Salz\noder Kohle ist. Besonders in der deutschen\nDichtkunst ist der Bergmann unter allen\nübrigen Ständen geadelt. Die Franzosen\nhaben diesen poetischen Nimbus nicht in\nihrer Dichtkunst. Als aber Jean Jaures sein\nEhrengrab im Pantheon in Paris bekam\n— zufälligerweise bin ich dabei gewesen —,\nda holten die Leute — Jaures stammte aus\neinem Bergarbeiterdistrikt — Bergarbeiter\naus seiner Heimat. Hunderte von ihnen\ntrugen den Riesenkatafalk von der Depu-\ntiertenkammer über den ganzen Boulevard\nSt. Germain hinüber zum Pantheon. Es war\nein Katafalk von vielleicht 10 Meter Höhe,\nin einer Größe wie dieser Saal hier. Die\nBergarbeiter trugen den Katafalk, kein Pferd\nwar zu sehen. Die Leute gerieten in Raserei\nob dieser merkwürdigen Prozession. Es\nwar wohl einer der größten und schönsten"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "162", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3433, "texte": "Volksausbrüche, die es gab: Die Luft war er-\nfüllt von dem Geschrei der Millionen Pariser,\ndie da riefen: „Nieder mit dem Krieg!\"\nAber es waren Bergarbeiter, und keine\nSchneider und Schuhmacher.\nDer Bauer, aus dem sich der Adel rekrutiert,\nfügt der Erde Wunden zu mit seinem Spaten\noder mit seinem Pflug; er sät, indem er\nverschleudert, und er erntet mit Hilfe der\newigen Natur, ohne als Aufbauer etwas\ndabei zu tun mit Sichel und Sense. Wer\nvon Ihnen hätte noch nicht zugesehen, wie\neiner mäht, und es hätte ihn nicht die Lust\nergriffen, auch eine Sense in die Hand zu\nnehmen und für gar kein Entgelt mähen zu\nhelfen. Wer hätte nicht die Lust empfunden,\neinen Spaten in die Hand zu nehmen und\nhineinzustechen, oder einem Straßenkehrer\nden Besen aus der Hand zu nehmen und\nselbst wegzukehren? Wen hätte nicht die\nLust ergriffen, irgend etwas zu demolieren?\nDer Maurer — ein Beruf, dem auch ich\nordnungsmäßig durch Freibrief angehöre —\nhat nur dann schöne Tage, wenn er die\nSpitzhacke einhaken und mit voller Kraft\nzutreten darf, um zu zerstören. Wenn es\n12 Uhr pfeift oder geläutet wird, dann legt\nder Maurer den Ziegel, den er in der Hand\nhat, wieder zurück, aber der Mann, der die\nSpitzhacke eingehauen hat, kann von keinem\nZuruf seiner Kameraden davon abgehalten\nwerden. Die andern sind schon in der\nKantine beim Essen, aber er muß noch\ndort bleiben, bis das Stück Mauer seiner\nKraft gewichen ist. Der Schneider nimmt\ndie Schere und schneidet zu. Das ist der\nedle Teil seiner Arbeit, der menschliche Teil\nseiner Arbeit. Nach dem Zuschneiden des\nStoffes kommt die unangenehme, mühevolle,\nantimenschliche Arbeit, das Aufbauen, das\nNähen. Wir wissen, daß es heute Zuschneider\nund Näher gibt. Der Zuschneider hat dank\nseiner zerstörenden Arbeit eine gesellschaft-\nliche Position, der Mann, der mit gekreuzten\nBeinen .auf dem Schneidertisch sitzt und nur\nnäht, hat sie nicht. Was habe ich beschrieben ?\nDen Anfang der Arbeitsteilung. Durch diese\nwerden ganze Klassen von Menschen ver-\nurteilt, nur aufbauende Arbeit zu leisten.\nDiese Menschen werden geistig und seelisch\nzugrunde gehen müssen.\nDer Vater, der den Kindern ihren Spielplatz\nzerstörte, war von dem Drang erfüllt, den\nMenschen in sich zu retten.\nNun ist es wohl natürlich, daß man dem\nSchrebergärtner die Möglichkeit gibt, in\nmöglichster Nähe des Gartens zu wohnen,\nd. h. daß man ihm die Möglichkeit gibt,\ndort sein Wohnhaus zu bauen. Ich komme\ndadurch zu einer merkwürdigen Forderung.\nNicht jeder Arbeiter hat das Recht, Haus\nund Garien zu besitzen, sondern nur der-\njenige, der den Drang dazu hat, diesen\nGarten zu bebauen. Sie werden vielleicht\neinwenden, warum ich so streng bin und\nmeine, daß ein Arbeiter nicht auch einen\nkleinen Luxusgarten besitzen soll, in dem\nRosen stehen und Rasenflächen. Ich würde\nmich gegen den modernen Geist versündi-\ngen, wenn ich nicht dagegen auftreten\nwürde. Rousseau, der modernste Mensch\ndes 18. Jahrhunderts, beschreibt in seinem\nErziehungsroman „Emilie\", wie die Jugend\nvon heute - also vor 150 Jahren -- er-\nzogen werden soll. Dieser Knabe Emil be-\nkommt einen Lehrer, der ihn erzieht auf\ndie modernste Art und Weise. Uns mutet\neine solche Erziehungsweise lächerlich an,\nweil es nach modernen Begriffen unmöglich\nist, jedem Knaben einen Hofmeister zu geben.\nKinder sollen in einer Schule unterrichtet\nwerden, und wer seine Kinder außerhalb\nder Schule unterrichten läßt durch eine Einzel-\nperson oder vielleicht 2, 3 oder 4 Personen"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "163", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3512, "texte": "zu gleicher Zeit, versündigt sich gegen den\nmodernen Geist. Der moderne Geist ist ein\nsozialer Geist, und der unmoderne Geist ist\nein antisozialer Geist. Ganz genau so kann\ndie Freude an der Natur nicht vom einzelnen\nBesitzer des Gartens gelöst werden. Wir\nsind nicht imstande, jedem einzelnen Menschen\neinen Garten oder Baum zuzuweisen. Genau\nso, wie die Kinder in die Schule zu gehen\nhaben, hat sich der Mensch an der freien\nNatur zu erfreuen. Er hat in einen gemein-\nschaftlichen Park, in eine gemeinschaftliche\nBaumschule zu gehen. Daher ist der Besitz\ndes Einzelgartens antisozial. Das sind Worte,\ndie eine Zuhörerschaft von heute nicht ganz\nbegreifen wird, die aber in 50 bis 60 Jahren\nso allgemein sein werden, daß man gar nicht\ndarüber spricht. Wer Revolutionen vermeiden\nwill, wie ich, wer Evolutionist ist, soll ständig\ndaran denken: Der einzelne Besitz eines\nGartens muß aufreizend wirken, und wer da\nnicht Schritt hält, ist für jede kommende\nRevolution oder Krieg verantwortlich.\nNun sagte ich, daß nur diejenigen Menschen\neinen Garten besitzen sollen, die ihn be-\nbauen wollen, also die Schrebergärtner.\nDer Schrebergärtner ist glücklich, er hat\netwas, das die entsetzlich aufreibende Arbeit\nwieder in Ordnung bringt. Er wird geistig\nund seelisch wieder zum Menschen gemacht.\nIm andern Fall verroht er. Nicht alle\nMenschen können einen Schrebergarten be-\nsitzen oder bebauen. Es gibt viele Berufe,\ndie den Menschen von der Gartenstadt aus-\nschließen, Ein Feinmechaniker darf nicht\neinen Spaten in die Hand nehmen, er ruiniert\nseine Hand; ein Violinspieler darf nicht\neinen Spaten in die Hand nehmen, er ruiniert\nseine Hand. Viele geistige Berufe sind nicht\ndazu geeignet. Ich habe daher als Chef-\narchitekt des Siedlungsamts der Stadt Wien\ndie Forderung aufgestellt, daß nur derjenige\nein Haus besitzen darf, der Jahre hindurch\ngezeigt hat, daß er imstande ist, einen\nGarten zu bebauen. Denn dazu bereit\nsind alle, aber wenn es dazu kommt, so\nbleiben nur wenige bei der Stange. Wer\naber freiwillig über den Achtstundentag hin-\naus sich verpflichtet, Nahrung zu schaffen,\ndem soll die Möglichkeit geboten werden,\nsich ein Haus zu errichten. Nicht aus\nöffentlichen Mitteln soll er es erhalten, weil\nes keine Schmarotzer geben darf in der\nmenschlichen Gesellschaft. Ich bin der Mei-\nnung, daß der Gärtner wohl, wenn man die\nFinanzfrage mit bereinigen helfen will, einen\nBaugrund und Boden mit Hilfe öffentlichen\nGeldes zu bekommen hat, aber das Haus\nselbst zu erwerben hat. Damit werde ich so-\nfort in Kollision mit der sozialdemokratischen\nPartei kommen, die keine Hausherren züchten\nwill, was mir aber vollkommen gleichgültig\nist, denn ich bin kein Parteimann.\nNun bin ich überdies der Meinung; Wenn\nes nun zweierlei Menschen der arbeitenden\nKlasse gibt, solche, die einen Teil ihres\nWochengeldes auf den Markt zu tragen\nhaben, um das Gemüse einzukaufen, und\nwieder andere, die mit Hilfe ihrer Arbeit,\ndie Lust und Freude macht, dieses Geld er-\nsparen, dann ist wieder ein Ausgleich zu\nschaffen, d. h. diese Leute sollen das Haus\nselbst bauen, bezahlen und sich verpflichten,\ndiese Ersparnisse auf die Ausgestaltung des\nGartens zu verwenden.\nWie soll dieses Siedlungshaus aussehen?\nWir wollen vom Garten ausgehen. Der\nGarten ist das Primäre, das Haus ist das\nSekundäre. Der Garten wird natürlich der\nmodernste Garten sein. Er muß möglichst\nklein sein, 200 qm sind wohl das Äußerste,\nwas ein Siedler bebauen kann. Wenn der\nGarten nur 150 qm groß ist, um so besser,\ndenn je größer der Garten, desto un-"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "164", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.8", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3437, "texte": "rationeller und unmoderner werden die\nMethoden sein, mit denen der Mann ihn\nbearbeitet; je kleiner der Garten, desto\nwirtschaftlicher und moderner wird er ihn\nbearbeiten. Der große Garten ist der Feind\njeden Fortschritts im Gartenbau. Einwen-\ndungen der Siedler, wie: „Ja, ich brauche\nGras für meine Ziege, ich brauche Kartoffeln\",\ndarf es nicht geben. Gras hat der Mann\neinzukaufen. Auch Kartoffeln hat der Mann\nzu kaufen, denn die Kartoffel erfordert für\nihre Ernte ein ganzes Jahr, und dann gibt\nes natürlich keine mehrmaligen Jahresernten\nim Siedlergarten. Je rationeller bebaut wird,\ndesto häufiger wird geerntet. Wir müssen\nes in unserem Klima auf 10—14 Ernten\nim Jahre bringen, und Sie können sich\nwohl vorstellen, welche gewaltige Arbeit das\nerfordert. Vom Klima und von der Erde,\nvom Terrain selbst ist der Siedler nicht ab-\nhängig. Das große Wort des großen gärt-\nnerischen Reformators Leberecht Migge\nin Bremen lautet: „Boden und Klima be-\nreitet sich der Gärtner selbst.\" Das ist ein\nmerkwürdiges paradoxes Wort. Aber was\nden Boden anbelangt, so wird es Ihnen\nselbstverständlich klar sein, daß der Boden,\nder da vorliegt, für Gartenzwecke nicht ohne\nweiteres verwendet werden kann, daß erst\nim Laufe der Jahre durch ununterbrochene\nDüngung und Hineinbringung von neuer\nErde und Humus der Boden nutzbar ge-\nmacht wird. Denken Sie nur daran, daß\ndie Pariser Gärtner wegen der Vergrößerung\nder Stadt ununterbrochen ihre Gärten nach\naußen verlegen müssen, und alles, was sie\nan Reichtum besitzen, das ist ihr Boden.\nAuf Wagen geladen, nehmen sie ihn daher\nbei der Übersiedlung mit. Fürst Kropotkin\nhat den Humus in die Mühle führen, dort\nmahlen lassen und wieder zurück in den\nGarten gebracht.\nAber das Klima! Wir wissen, daß der größte\nFeind des Gartens die Sonne ist. Die Sonne\nhat schon viel Unheil angestiftet. Die herr-\nlichsten, paradiesisch schönsten Gegenden der\nWelt, zwischen Euphrat und Tigris, hinüber\nbis nach Syrien, Ägypten, der ganze Norden\nvon Afrika, sind der Sonne zum Opfer ge-\nfallen. Es ist unfruchtbares Land geworden.\nAber die Araber wußten Mittel dagegen.\nÜberall dort, wo Gartenkultur, jahrtausende\nalte Gartenkullur im Orient ist, haben sie\nMauern um die Gärten gestellt, um den Wind\nund die Sonnenstrahlen abzuhalten.\nWie macht das unser Siedler ? Er wird, wenn\ndas sein Grundstück ist, eine solche Mauer\num den Garten bauen (s. Abb. 1).\nJede Hausfrau weife, daß die Wäsche rasch\ntrocknet, wenn es Wind gibt. Gerade aber\ndas rasche Trocknen kann der Gärtner nicht\nbrauchen. Wir wollen feuchte Wärme im\nGarten haben. Und nun soll die Sonne\nhineinscheinen und diese Wärmestrahlen sollen\nvom Wind nicht weggetragen werden. Je\nrascher der Boden austrocknet, desto mehr\nvervielfacht sich die Arbeit. Der Boden soll\nimmer feucht sein, damit die Mikroben des\nBodens immer lebensfähig sind, denn die\nMikroben sind es, die unablässig arbeiten,\nden Boden zu zerkleinern. Sie sind die Mühle\ndes Fürsten Kropo t k i n. Und nun ver-\nlangt Migge, daß um 12 Uhr mittags die\nSonnenstrahlen den Garten voll beleuchten,\ndaß es während dieser Zeit, wenn die Sonne\nam höchsten steht, in keinem Garten Schatten\ngibt. Dadurch erreichen wir ein gleiches\nSonnenlicht für alle. Es folgt daraus, daß\ndie Gärten alle von Norden nach Süden\ngerichtet sein müssen, und daß demnach ein\nGarten geographisch von Norden nach Süden\nliegen muß (s. Abb. 2).\nNun steht die Sonne im Süden. Um 12 Uhr\nmittags gibt es nur sonnige Gärten. Dann"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "165", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.9", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3388, "texte": "gibt es Mauern rechts und links. Für den\nFall, daß zwei Siedler bezüglich der Mauer-\numfriedigung ihre Gärten zusammenlegen, so\nhat der eine Siedler morgens volle West-\nsonne, der andere Siedler volle Ostsonne\nauf seiner Mauer, am Abend umgekehrt.\nDiese Mauern werden mit Spalierobst be-\npflanzt. Bäume hat es überhaupt im Garten\nnicht zu geben. Der Baum ist ein unsoziales\nWesen. Er gibt nicht den Schatten demjenigen,\nder ihn haben will, sondern gewöhnlich dem\nNachbar. Ein Baum im Garten ist ein Unglück,\neine Ursache von Zank und Streit. Außer-\ndem weigert sich ein Deutscher, einen Baum\nzu fällen; der Deutsche ist kein Amerikaner,\nder den Baum fällt, wenn sein Erträgnis\nnachläßt. Wenn Sie heute an Leipzig vor-\nüberfahren, so werden Sie zahlreiche Schreber-\ngärten sehen: Ein wildes Buschwerk von\nObstbäumen, fast ohne Ertrag. Das sind\nkeine Gärten mehr, die Leute haben gar nichts\ndavon. Sie besuchen den Garten höchstens\n00\nzur Pflaumen- oder Apfelernte und damit\nist der Schrebergarten erledigt. Es fällt keinem\nmehr ein, einen solchen Garten im Laufe des\njahres zu betreten. Es ist Dickicht. Daher\ndarf kein Baum gepflanzt werden außer\nSpalierobst.\nFür den Fall, daß der Bebauungsplan nicht\nnur aus Straßen bestehen kann, die scharf\nvon Osten nach Westen gehen, dann soll\ntrotzdem der Garten von Norden nach Süden\ngerichtet sein. Die Häuser stehen daher nach\nder Straßenseite wie die Zähne einer Säge\n(s. Abb. 3).\nDas Siedlerhaus hat vom Garten aus ent-\nworfen zu werden, denn vergessen wir nicht:\nDer Garten ist das Primäre, das Haus das\nSekundäre.\nFragen wir zuerst, welche Räume ein Haus\nhaben muß.\nVor allen anderen einen Abort mit Dung-\nverwertung. Ein Wasserklosett darf es im\nSiedlungshaus nicht geben, denn der Dünger,\ndie Abfallstoffe des ganzen Hauses samt den\nmenschlichen Fäkalien sind notwendig für die\nBodenbereitung. Da ist es wichtig, daß man\neine Art Tonnensystem oder Kübelsystem hat,\nauf keinen Fall eine große Düngergrube.\nDas darf es nicht geben, das wäre sehr anti-\nsozial. Wenn eine solche Grube nur alle\nhalbe Jahre einmal ausgeleert wird, dann\nkönnen Sie sich vorstellen, welch gewaltiger\nGestank da entsteht, den nicht nur der eigene\nGrubenbesitzer, sondern die ganze Siedlung\nzu ertragen hat. Wenn ein jeder Siedler von\neinem Tag zum andern, der eine heute, der\nandere morgen, diese Grube entleert, dann\nkommt die arme Siedlung aus dem Gestank\nnicht heraus. Der Kübel ist täglich auf den\nersten Komposthaufen zu entleeren und um-\nzuschaufeln. Eine solche Möglichkeit macht\ndie ganze Siedlung geruchlos. Es sind drei\nKomposthaufen anzulegen. Der Kompost-\nhaufen soll, wenn er mit allen Abfallstoffen\nvermischt ist, ein Jahr daliegen, um ganz\ndurchgären zu können. Es darf nicht der\nKübel auf das arme Gemüse gebracht werden.\nDas riecht man besonders bei dem Blumen-\nkohl sehr stark. - Dieser Abort darf daher\nauf keinen Fall innerhalb des Hauses an-\ngeordnet werden. Es gibt noch kein deutsches,\naber ein englisches Gesetz, das verbietet, daß\nder Abort vom Hausinnern betreten werden\nkann. Er kann im Grundriß des Hauses\nliegen, aber die Türe muß ins Freie führen.\nWenn man den Weg zum Abort mit Hilfe\neines Regendachs oder eines Vorbaus im\n1. Stock regensicher macht, um so besser\nfür die Hausbewohner. Die Angst, daß man\nsich erkältet und andere so schöne städtische\nDinge, sind hier lächerlich. 50 Prozent der\nEinwohner Amerikas gehen auf diese Art"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "166", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3516, "texte": "und Weise auf den Abort. Das sind Ge-\ngenden, in denen es sehr kalt ist und wo\ndie Menschen noch eine natürlich geordnete\nLebensweise haben. Die Möglichkeit, mit\nHilfe einer Kanalisation die wertvollsten\nDüngemittel, die der Siedler produziert, weg-\nzuschaffen, muh verboten werden. Wir\nmüssen so weit kommen wie die Japaner,\ndie sich für eine Einladung zu einem Essen\ndadurch revanchieren, daß sie den Abort des\nGastgebers benützen.\nNun ordne ich gegen den Hof noch einen\noffenen Schuppen für Werkzeuge und Geräte\nan. Ich brauche einen Stall für einige Tiere,\nKaninchen, die ein jeder Siedler halten soll,\nweil sie ökonomisch sind und sehr viele\nAbfälle der Gemüse verzehren, die sonst\nverloren gingen und für Hühner. Die Hühner\nmüssen einen eigenen drahtumfriedeten Aus-\nlauf haben, so groß als möglich.\nMan darf und kann daher nicht direkt aus\ndem Hause in den Garten treten, sondern\nin einen Wirtschaftshof, wo diese Dinge rechts\nund links angeordnet sind. Der Garten selbst\nbeginnt mit einem Arbeitsplatz, an welchem\n— an die Mauer angelehnt - die Kompost-\nhaufen liegen. Ein Arbeitstisch und die für\nverschiedene Gemüse verschiedenen Garlen-\nerdenbehälter vervollständigen den Arbeits-\nplatz. Nach dem Hause zu wird der Wirt-\nschaftshof, durch einen zwei Stufen erhöhten,\nteilweise gedeckten Arbeitsplatz für die Haus-\nfrau abgeschlossen. Diese Veranda muß von\nder Spülküche betreten werden können.\nDiese Spülküche, die ich Spüle nenne, ist eine\nmerkwürdig moderne Sache. Ihre Bezeich-\nnung besagt, daß in ihr nicht gekocht, sondern\nnur alle vorbereitenden und nacharbeitenden\nBeschäftigungen, die das Kochen und die\nWirtschaft erfordern, vorgenommen werden,\ndaß im Wohnraum selbst gekocht wird.\nNun schneide ich die große Frage an: Küche\noder Wohnküche. Ich will gleich von\nvornherein sagen, daß ich für die Wohnküche\nbin aus rein evolutionistischen modernen\nGesichtspunkten heraus, die da lauten:\nAls erster Einspruch gegen die Wohnküche\nwird gesagt, wir wollen ein Zimmer haben,\nin dem es nicht stinkt. Auf die Frage, wo-\nher der Gestank käme, sagt man mir: vom\nKochen. Nun wäre es ja schließlich für die\nErnährung der Menschen sehr gut, wenn man\nso kochen würde, daß es nicht stinkt. Tat-\nsächlich kann in allen Räumen, in denen\ngekocht und gegessen wird in irgend einer\nArt und Weise gekocht werden, daß es nicht\nstinkt. Ich sehe garnicht ein, warum die\nSpeisen stinken, einen unangenehmen Geruch\nhaben müssen. In vornehmen Haushaltungen\nwird mehr bei Tisch gekocht als in gewöhn-\nlichen Haushaltungen. Das ganze Frühstück\nwird bei Tisch zubereitet. Mit Hilfe eines\nSpirituskochers oder eines elektrischen Kochers\nwird eine Eierspeise gemacht, Schinken und\nEier, es wird ein Beefsteak zubereitet — lauter\nDinge, die einen angenehmen Geruch haben.\nBlumenkohl oder Kraut, auf den noch tags\nzuvor ein Nachttopf entleert wurde, hat es\nnicht zu geben. Immer mehr und mehr wird\ndie Kochgelegenheit in die großen Speise-\nsäle verlegt, große Restaurants wurden gebaut,\nin denen ein großer Rotisseur vorhanden ist,\nwo die Köche vor dem Publikum hantieren,\nund man zusehen kann wie gekocht wird.\nJe mehr solche Speisehäuser gebaut werden,\ndesto stärkeren Zulauf haben sie. Die Leute\nfreut es zuzusehen, und eines schönen Tages\nwird in jedem Bürgerhaus die Küche auch\ndas Speisezimmer sein. In Frankreich gibt\nes schon eine ganze Menge Leute, die ein\nSpeisezimmer mit Kochgelegenheit haben.\nPoiret, der moderne Damenschneider, hat\nsich auch eines bauen lassen. Ich selbst\nbaue in Paris in mehreren Häusern Rotisseure"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "168", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.12", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3469, "texte": "ein, große Kamine, wo alle Speisen usw.\ngebraten werden. Diejenigen Speisen, die\nlange Vorbereitungen brauchen, werden aus\nder Küche auf den Tisch gebracht. In vor-\nnehmen Speisehäusern wird ein Tisch heran-\ngezogen, das Spiritusfeuer brennt und es wird\ngekocht und gebraten. Alles mögliche wird\nbei Tisch gemacht; es ist eine Freude zuzu-\nsehen. Wie gesagt, je vornehmer wieder\ngespeist wird, desto mehr wird bei Tisch\ngekocht. Ich frage mich, warum der Prole-\ntarier von dieser schönen Sache ausgeschlossen\nsein soll ? Vor 1000 Jahren hat jeder Deutsche\nin der Küche gegessen. Das ganze Weih-\nnachtsfest spielte sich in der Küche ab, sie\nwar der schönste und geeignetste Raum. So\ngeschieht es heute noch auf englischen Herren-\nsitzen. Man denke nur an die klassische\nBeschreibung des Weihnachtsfestes in den\n„Pickwikiern\". Man weiß es sehr gut, warum\ndie Kinder sich am allerliebsten in der Küche\naufhalten. Das Feuer ist etwas Schönes.\nDie Wärme des Feuers durchdringt den Raum\nund das Haus, es geht nichts an Wärme\nverloren. Es ist eine Heizquelle, die das\nganze Haus durchwärmt, und das Feuer ist,\nwie es sein soll, der Mittelpunkt des Hauses.\nDer Engländer sitzt gerne beim Feuer, und\nda ist es wieder die Freude an der Zer-\nstörung, die den Engländer dazu lockt, sich\nzum Kamin zu setzen und zuzusehen, wie\nStück für Stück des Holzes verbrennt. Daher\nbaue ich die Wohnküche, die die Hausfrau\nentlastet, und ihr einen stärkeren Anteil an\nder Wohnung gibt, als wenn sie die Zeit des\nKochens in der Küche verbringen muß. Die\nSpüle dient für die Vorbereitung und Nach-\narbeit. Man wird nicht immer, wenn man\ndas Haus vom Garten her betritt, die Türe\nnach der Spüle hinter sich zumachen. In der\nwarmen Jahreszeit werden die Küchenarbeiten\nim Freien geschehen und die Türe wird weit\noffen stehen, vielleicht Tag und Nacht. Daher\nisi es unbedingt notwendig, daft die Spül-\nküche nach dem Garten zu liegt. Was er-\nfordert dies? Die Spülküche braucht nicht\nnach Süden zu liegen, ich brauche den Platz\nnach Süden für die Wohnküche. Daher wird\nein Haus an der Nordseite der Straße am\nbesten so zu bauen sein, daft die Wohn-\nküche nach Süden gerichtet ist, die Spüle\ndagegen nach dem Garten, also nach Norden.\nDies ist auf alle Fälle praktisch.\nAber auch auf der anderen Seite der Strafte\nist zu bebauen. Da zeigt es sich, daft der\nMann, der den Bebauungsplan zu machen\nhat, aus analogen Gründen diese Seite breiter\nhalten muft. Denn hier liegt die Strafte im\nNorden, der Garten im Süden. Es muft\nLicht und Sonne in den Wohnraum kommen\nund die Spüle muft nach dem Garten ge-\nrichtet sein. Daher ist für denjenigen, der\neinen Bebauungsplan zu machen hat, fol-\ngendes von Wichtigkeit: Die Parzelle nörd-\nlich der Strafte braucht nur 5 m breit zu sein,\nwährend die Parzellen südlich der Straße\nso breit sein müssen, um sowohl die Spüle\nals das Wohnzimmer nebeneinander beher-\nbergen können (s. Abb. 4). Für den Archi-\ntekten ist damit schon gesagt, daft im einen\nFall (nördlich der Strafte) die Balkenlage\nvon Brandmauer zu Brandmauer reicht.\nDie Balkenlänge ist in Deutschland, wie ich\nglaube, 5 m, so daft man keinen Holzver-\nschnitt hat. Im andern Fall legt man die\nBalken entweder von Auftenmauer zu Auften-\nmauer oder man benützt ebenfalls die Brand-\nmauern und macht je einen Unterzug in\nder Mitte zwischen den Brandmauern als\nAuflager. Das ist nun einmal eine totsichere\nSache. Man kann sich viel Arbeit und Nach-\ndenken mit dieser einen einfachen Über-\nlegung ersparen."}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "170", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.14", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3418, "texte": "Also: Wir haben zuerst den Abort, dann den\nSchuppen und den Stall. Wir haben die\nSpüle und wir haben einen Wohnraum,\nund nicht zu vergessen, und nicht zu ver-\ngessen, eine möglichst große Speisekammer.\nAußerdem haben wir einen Eingang von der\nStraße. Damit haben wir das Erdgeschoß\nerledigt. Einen Keller hat es nicht zu geben,\ner ist völlig überflüssig und verteuert ein\nHaus bedeutend. Das hat die Erfahrung\ngezeigt. Aber es hat überhaupt keinen Keller\nzu geben. Der Keller ist eine mittelalterliche\nEinrichtung. Die Leute glauben immer, die\nKohlen befinden sich dann am besten auf-\ngehoben, wenn sie im Keller liegen, ebenso\ndie Kartoffeln.\nWenn ich an die Räume denke, in denen\nman schläft, so muß ich sagen, daß das\nSchlafen und das Wohnen voneinander ge-\ntrennt werden muß. Es darf keine Mischung\nzwischen Wohnen und Schlafen geben. Das\nSchlafen soll so untergeordnet als möglich\nbehandelt werden, in den kleinsten und\nniedrigsten Räumen. Es darf niemals die\nLeuie dazu verführen, im Schlafzimmer zu\nwohnen. Im Schlafzimmer ziehe ich mich\naus, lege mich ins Bett, schlafe, stehe wieder\nauf und ziehe mich an. Damit ist das Schlaf-\nzimmer erledigt und im Laufe des Tages\nnicht mehr zu betreten. Diese Mischung von\nWohnen und Schlafen ist in Deutschland und\nOesterreich üblich. Es kommt bei uns sogar\nvor, daß das Speisezimmer Doppeltüren hat,\ndie weit geöffnet sind und uns den Blick\nins Schlafzimmer mit zwei Doppelbetten ge-\nstatten. In Amerika lebt kein Mensch so\nniedrig, so elend, so gemein, daß aus seinem\nSchlafraum eine Türe in ein Wohnzimmer\ngehen würde.\nIn England kommt es vereinzelt noch vor\nin ganz alten Häusern, aber so alte Häuser\ngibt es in Amerika nicht. An und für sich\nsoll ein Schlafzimmer niemals einen Kontakt\nhaben mit einem anderen. Jedes Schlaf-\nzimmer soll sein wie ein Hotelzimmer. In\nEngland haben die Kinder ein eigenes Schlaf-\nzimmer, während bei uns die Eltern behaupten,\nsie müßten in das Schlafzimmer der Kinder\nhineinsehen können. Das ist falsch. Der\ndeutsche Charakter würde gestärkt, die Kinder\nwürden selbständiger werden, wenn sie von\nfrühester Kindheit an allein schlafen dürften.\nEs ist gar nicht notwendig, daß sie nachts\nbeobachtet werden.\nEs besteht also die Notwendigkeit, im obersten\nStock drei Räume errichten zu können, die\nden Eltern, den Knaben und den Mädchen\nals getrennte Schlafzimmer dienen. Wenn\nnun die Familie so zusammengesetzt sein\nsollte, daß das nicht notwendig ist, nun dann\nwerden eben die Schlafzimmer größer sein.\nAber man kann nie sagen: Ja, wir haben\nnur Buben, oder, wir haben nur Mädchen;\nes kann doch ein Familienzuwachs statt-\nfinden. Aber auch da muß sich das Sied-\nlungshaus für alle späteren Möglichkeiten\neignen. Zwischenwände brauchen nicht gleich\nerrichtet zu werden. Das Zimmer wird\ndaher anfangs größer sein, aber wenn die\nKinder ein gewisses Alter erreichen, dann\nwerden die Eltern daran denken, eine Ab-\nteilungswand zu machen. Daher seien die\nRäume in diesem obersten Stock so ein-\ngeteilt, daß die Mauern mit den übrigen im\nunteren Stock gar nichts zu tun haben\nbrauchen, Die Abteilung kann auch mit\nHilfe von Schränken gemacht werden. Es\nist auch nicht notwendig, daß gleich Türen\neingehängt werden, es genügt vielleicht im\nAnfang ein Vorhang, wie überhaupt ein\nHaus nach und nach entstehen soll. Es ist\nganz falsch, einen Siedler in ein fix und\nfertig eingerichtetes Haus hineinzusetzen,\nund sich die Möbel von einem Architekten"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "172", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.16", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3416, "texte": "zeichnen zu lassen, sondern man hat im\nGegenteil die Möbel nach und nach anzu-\nschaffen. Das Haus sei niemals fertig, es\nsoll immer die Möglichkeit da sein, etwas\nweiteres dazuzugeben. In meinem Buche, das\nin Paris in deutscher Sprache nach dem\nKriege erschienen ist, steht die Geschichte\nvom „armen reichen Mann\", die ich im\nJahre 1900 geschrieben habe, in der ich ein\nHaus beschreibe, das vom Architekten ein-\ngerichtet worden ist, in dem nichts mehr\nzu kaufen war, weil schon alles fix und\nfertig dastand. So sei es in diesen Häusern\nnicht. Ich bin nicht dafür, daß einem jungen\nEhepaar, das noch keine Kinder oder Kinder\nin jugendlichstem Alter hat, diese obersten\nRäume vollständig eingerichtet zur Ver-\nfügung gestellt werden. Der Architekt hat\nmit punktierten Linien die verschiedenen\nMöglichkeiten der Einteilung vorzuzeichnen.\nMan bringt vorerst an die Fensternischen,\nTüren usw. Vorhänge an, um später das\nhineinzubauen, was notwendig ist. Zu\ndiesem Zwecke sind die Decken so stark zu\nkonstruieren, daß sie die Last dieser nach-\nfolgenden Trennungsmauern aushalten.\nNun, wie gelange ich zu diesen Räumen?\nDa ist nun wieder eine Frage: Soll dieses\nobere Stockwerk von der Straße aus zu-\ngänglich sein oder soll man zuerst den\nWohnraum betreten, die Wohnküche und\nvon der Wohnküche in das obere Stockwerk\ngelangen. Ich habe mich für das letzte ent-\nschieden. Ich halte es für falsch, von der\nStraße durch gesonderten Vorraum in die\nSchlafräume gelangen zu können wie\nes in Deutschland üblich ist. Die Ver-\nführung, die oberen Räume zu vermieten,\nist zu groß. Wenn aber der betreffende\nMieter durch den gemeinschaftlichen Wohn-\nraum gehen muß, hat man die Ent-\nscheidung über die Vermietung für den\nBesitzer erleichtert. Er will keinen Fremden\nin seinem Zimmer haben. Nun kommt\nnoch etwas anderes dazu. Wenn ich die\nStiege im Wohnraum anordne, also in der\nArt einer Halle, so gewinne ich einen großen\nLuftraum. Die Heizung der oberen Räume\nwird auf diese Art und Weise bewerkstelligt,\ndaß knapp vor dem Schlafengehen, die\nTüren im oberen Stockwerk geöffnet werden\nund die Wärme jetzt in diese Räume hinein-\nzieht und sie erwärmt, was ja in jeder Miet-\nwohnung vor dem Schlafengehen gemacht\nwird. Nun kann ich mich eine halbe Stunde\nspäter vom Familientisch trennen und kann\nin den warmen Raum hinaufgehen, ohne\ndaß eine eigene Heizung notwendig ist.\nDadurch wird das Familienleben gehoben.\nSie kennen ja alle diese Fragen — und auch\nder reichste Mittelstand hat das während\ndes Krieges mitgemacht —: soll man noch\nKohlenachlegen oder nicht? Wenn es 9 oder\n10 Uhr abends geworden, da hat man im\nHinblick auf die Kohlenrechnung sich gesagt:\nes verlohnt sich nicht mehr und man hat\ngefroren. Wenn man dagegen weife, daß\ndie Wärme des Wohnraumes die ganze\nNacht hindurch wirkend in die übrigen Wohn-\nräume sich verteilt, nichts verloren geht, wird\nman heizen solange es notwendig ist, weil\nman ein gemütliches Familienleben sich\nschaffen und bis zur letzten Minute in der\nFamilie beisammen bleiben kann. Diese\nBeobachtung kann man leicht machen.\nVor allem anderen seien die Decken des\nWohnraumes nicht zu dick. Es ist nicht not-\nwendig, daß die Balkendecke mit einer\nSchuttschicht belegt wird; die Wärme, die\nentweichen könnte, kommt dem Schlafzimmer,\nder Familie selbst zugute. Man könnte\nvielleicht behaupten, man leiste durch das\nFehlen einer Schutt- oder Lehmschicht einer\nFeuersgefahr Vorschub. Wenn ein Haus"}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "173", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.17", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3298, "texte": "anfängt zu brennen, dann brennt es einfach\ndurch. Da ist nichts zu machen. Wenn es\nbrennt und die Flamme so stark ist, daß\ndie Deckenbalken ergriffen werden, dann ist\nnichts mehr zu machen. Wenn nun eine Decke\naus Balken besteht mit darübergenagelten\nBrettern, die vielleicht drei Zentimeter dick\nsind, und man dadurch unten hört, wenn\njemand im oberen Stockwerk geht, so freut\nman sich und sagt sich, das ist der Vater,\nder zu Bett geht oder aufsteht. Was ist da\nSchlimmes dabei.\nDiese kleinen Beobachtungen, die ich Ihnen\nheute mitgeteilt habe, werden vielleicht für\nmanchen Architekten, der nicht gerade offensiv\neiner anderen Meinung ist, die Arbeit er-\nleichtern können. Mehr habe ich nicht\nbeabsichtigt.\n1. Hat das Haus auch ein Bade-\nzimmer?\nIch bin auf solche Details nicht eingegangen.\nIch bin der Meinung, daß ein Baderaum eine\netwas zu teure Sache ist. Das Baden soll\nin der Spüle bewerkstelligt werden. In der\nSpülküche soll ein Wasch trog mit Deckel\nsein, in dem die Familienmitglieder auch\nbaden können. Der Deckel soll als Küchen-\ntisch benutzt werden können. Auf diese Art\nund Weise kann in jedem Haus eine billige\nBadegelegenheit geschaffen werden. Wohl\nwäre es aber möglich, im Flur des oberen\nStockwerks ein Wasserbecken einzurichten,\ndaß man sich dort mit kaltem und warmem\nWasser waschen kann.\n2. Flaches oder geneigtes Dach?\nMan muß sich da zuerst die Frage vorlegen:\nWarum haben wir das geneigte Dach ? Manche\nLeute glauben, es wäre eine Frage der Ro-\nmantik und der Ästhetik. Aber dem ist\nnicht so. Jedes Bedachungsmaterial verlangt\neinen ganz bestimmten Winkel. Jeder Bau-\nkundige weife, dafe je nach dem Material\nder Bedachung der Dachwinkel ermittelt\nwird.\nWir halten kein anderes Mittel, uns gegen\nRegen, Schnee und Sturm zu schützen, als\nmit Hilfe von kleinen Platten, die entweder\naus Schiefer oder Ton oder Holz angefertigt\nwerden. Das Schönste wäre natürlich, man\nwürde ein Bedachungsmaterial haben, das\naus einem Stück bestünde. Dieses Bedachungs-\nmaterial brauchte nur einen Neigungswinkel,\nder notwendig ist, um das Wasser auf na-\ntürliche Art und Weise ablaufen zu lassen.\nNach dem großen Brand von Hamburg\nwurde vom Hamburger Senat ein Preis-\nausschreiben für ein feuersicheres Bedachungs-\nmaterial erlassen, das von der ganzen Welt\nbeschickt wurde. Da kam auch ein Handels-\nmann namens Häusler aus Hirschberg in\nSchlesien, der als Nichtbausachverständiger\nein Projekt einschickte: eine Riesenplatte, so\ngroß wie die ganze Bedachung, aus einem\nStück gefertigt, das Holzzementdach.\nUnd dieses Holzzementdach ist wohl die\ngrößte Erfindung im Bauwesen seit Jahr-\ntausenden geworden. Aber dieser Mann\naus Hirschberg in Schlesien fand ein undank-\nbares Geschlecht. Es war ein Geschlecht der\nRomantiker, die der Meinung waren, im\nDache offenbare sich die ganze Schönheit\ndes Hauses. Je steiler ein Dach, desto schöner.\nDas Dach wurde auf einmal zu einer Sache\nder Ästhetik, zu einer Sache der Ästhetik der\nMitte des 19. Jahrhunderts. Denn hätten die\nBautechniker, die Baumeister und Architekten\nin dem Jahre, in dem die Renaissance ins\nLeben trat, das horizontale Dach machen\nkönnen, dann wäre es ein Triumph für\ndiesen einfachen Handelsmann in Schlesien\ngeworden. Was haben die Leute nicht alles\ngetan? Ein Kampf zwischen Winkel und\nhorizontaler Linie wurde geführt."}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "174", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.18", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3423, "texte": "In Österreich baute man überall Renaissance-\nfassaden, die flache Dächer vortäuschten; es\nwar nur eine Attrappe, denn es waren steile\nGiebeldächer dahinter. Diese Fenster im\nobersten Stock waren falsch; hie und da\ngab es ein Giebelfenster (s. Abb. 5). Hätte\nman damals das Holzzementdach gehabt!\nHolzzementdächer, die in den vierziger Jahren\ngemacht wurden, funktionieren ohne Repa-\nratur genau so, wie damals. Beim Holz-\nzementdach gibt es überhaupt keine Repa-\nratur. Wenn in Bauhandbüchern Holz-\nzementdächer verworfen sind, so denken die\nVerfasser an jene falsch verlegten Dächer.\nDas Wichtigste ist, zu wissen, daß man eine\nPlache über die ganze Dachschale spannen\nmufe, die in keiner Verbindung mit der\nHolzschalung ist; denn das Holz arbeitet\nunter der Dürre oder unter der Feuchtigkeit,\nes zieht sich zusammen oder es treibt aus-\neinander. Davon muß natürlich diese neu\nangefertigte Plache völlig unabhängig gemacht\nwerden. Unter dieser Dachhaut muß das\nHolz arbeiten können. Wenn aber das Dach\nfest an das Holz anklebt, was durch eine\nfehlerhafte Manipulation möglich ist, dann\nwird es natürlich reißen und nicht mehr\nreparaturfähig sein. Man sieht irgendwo\nFeuchtigkeit eindringen, aber dort, wo diese\nsichtbar wird, ist das Loch nicht. Es ist ganz\nwo anders. Denn inzwischen hat der Regen\ndem Holz entlang seinen Weg genommen\nund tritt dann ganz irgendwo anders her-\naus. Das kann man nicht reparieren.\nSie können unmöglich mit dem Mikroskop\ndort arbeiten und die Öffnung finden. Des-\nhalb ist es besser, ein fehlerhaftes Holz-\nzementdach vollständig abzureißen und durch\nein neues zu ersetzen, denn es ist in der\nHerstellung billig. Aber es ermöglicht eine\nhorizontale Fläche des Daches, es ermöglicht\netwas, was die Geschichte seit Jahrtausenden\ngesucht hat: einen Raum im obersten Stock-\nwerk, der aus vertikal-horizontalen Flächen\nbesteht. Die Siedler sagen: „Wir brauchen\ndas Dach, denn wir haben Heu und müssen\nes unterbringen.\" Beruhigt euch! Dem Heu\nist es ganz egal, ob es in einem solchen\nRaum oder in einem anderen Raum liegt.\nEs ist hirnverbrannt, aber die Leute sagen,\nja, da könnten wir auf billige Weise noch\nein Stockwerk unterbringen. Aber ist es\nwirklich so billig? Wer würde beim Bau\neines einstockigen Hauses mit dem Dach\nbeginnen? Es kommt doch so billig! Das\nhabe ich aber noch nie gesehen, daß ein\nHaus so ausgesehen hat (s. Abb. 6).\n3. Wo soll der Bauer seinen\nApfelwein unterbringen?\nDas ist eine sehr wichtige Sache. Der fran-\nzösische Bauer hat auch einen eigenen Raum\ndafür, aber es ist kein Keller. Der einfachste\nfranzösische Mann hat ein Faß mit Wein,\ndas einen eigenen kleinen Raum im Erd-\ngeschoß hat. Dieses Faß wird im Laufe von\neinem oder zwei Jahren verbraucht. Der\neinfachste französische Mann in Frankreich\nbezieht keinen Flaschenwein. In Frankreich\nwird der Wein nicht an einem kühlen Orte\naufbewahrt. Allerdings ist er gegoren. Wie\nman sich nun das Gärenlassen des Weines\nvorstellt, ist eine Sache des sozialen Zu-\nsammenarbeitens der Siedler. Wohl können\nalle zusammen einen Keller haben, und eine\nSiedlung sollte wirklich diese soziale Zu-\nsammenarbeit ermöglichen. Migge geht\nweiter, er verlangt in der Kompostbereitung\ngemeinschaftliche Einrichtungen. Ich bin der\nMeinung, daß dies heute noch nicht durch-\nzuführen ist, weil die Belieferung zu ver-\nschieden ist. Aber ich mache Sie darauf\naufmerksam, daß der Bauer mit der Zeit\nauch sozial denken wird, mehr als er es"}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "175", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.19", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3319, "texte": "heute tut. Es werden franzosische, es werden\nschweizerische Verhältnisse eintreten. Am\nbesten kann man das soziale Gefühl des\nBauern daran erkennen, ob er Käse erzeugt.\nKäse kann man nicht allein erzeugen, Käse\nmuß in Gemeinschaft erzeugt werden. In\nBayern gibt es sehr große Käsereien, in\ndenen gemeinschaftlich Käse erzeugt wird.\nWo kein Käse erzeugt wird, bekommt die\nüberschüssige Milch des Schwein, und das\nist Verschwendung, die nicht sein soll. Aller-\ndings gibt es dann eine ganze Menge Speck\nvon den ausgewachsenen Schweinen. Alle\ndiese Sachen sind eine Folge der fehlenden\nKäsereien. Also es kann auch die Her-\nstellung des Apfelweins in einer solchen\ngemeinschaftlichen Art bewerksielligt und\nnachher das Faß im Erdgeschoß unterge-\nbracht werden.\nIch habe vergessen zu sagen, daß außerhalb\nder Spüle noch die Speisekammer ganz be-\nsonders groß sein muß, viel größer als in\nder Stadt. Wenn die Siedler ihren Plan\ngebracht haben, und ich fand eine zu kleine\nSpeisekammer, so haben sie den Plan\nzurückbekommen. Sie kann übertrieben\ngroß sein.\n4. Wie werden die vorgetragenen\nAnforderungen in Mehrfamilien-\nhäusern erfüllt?\nIch habe bis jetzt nur ein Mehrfamilienhaus\ngezeichnet, das aber von der Gemeinde Wien\nnicht angenommen wurde. Ich habe darin\nnur Wohnungen, die sich in zwei Stockwerken\nbefinden. Das ist keine Erfindung von mir.\nDie Engländer und die Amerikaner haben\nMietswohnungen, die sich in zwei Stockwerken\ninnerhalb eines zehn oder zwanzig Stock\nhohen Gebäudes zusammensetzen. Die Leute\nlegen großen Wert darauf, nicht ihre Wohn-\nräume neben dem Schlafzimmer zu haben,\nsie wollen die Zimmer durch Treppen ge-\ntrennt haben. Sie bilden sich ein, sie hätten\nein eigenes Haus. Das Wertgefühl des\nMenschen wird dadurch gehoben. Dadurch\nverstehen wir erst, warum sich der Engländer\nund der Amerikaner vor dem Abendessen\numzieht. Er kann sich einfach nicht um-\nziehen, wenn er nicht die verschiedenen\nStockwerke besitzt. Wenn ich im Hotel\neines Kurortes einquartiert bin, dann ziehe\nich mich ganz leicht zum Abendessen um,\nweil ich im zweiten, dritten oder vierten Stock\nwohne. Ich warte, bis der Gong ertönt oder\nich halte mich in der Halle auf, bis zum\nEssen gerufen wird. Das ist eine kolossale\nErleiditerung, sich umzukleiden. Aber ich\nwürde in einer solchen Wohnung, wo das\nSpeisezimmer mit Flügeltüren in das Schlaf-\nzimmer geht, nicht das Gefühl haben, mich\numkleiden zu können. Es ist ganz gut zu\nverstehen, wenn ein Engländer, der in Zentral-\nafrika reist, um sechs Uhr abends den Smoking\nanzieht und sich damit zu Tische setzt. Ich\nhabe früher von einem Baumeister gehört,\nder in Australien zu tun hatte, daß er in\nder Wildnis von Familien eingeladen wurde\nund sehr erschrocken war, als die Herren\ndes Abends im Smoking und die Damen in\nBalltoilette erschienen. Man sagte ihm, das\nmüssen wir machen, das ist das einzige, das\nuns hier noch mit der Kultur verbindet. Es\nwar einfach das Bedürfnis dieser Leute, da-\ndurch zum Ausdruck zu bringen, daß sie zu\nden gebildeten Menschen gehören. Ich halte\nes für sehr wichtig, daß auch der Arbeiter\nsich für das Abendessen umzieht, besonders\nder manuell Arbeitende braucht diese Psyche\ndes Umziehens viel mehr, als der Mann, der\nim Büro sitzt. Dieser wird sich die Hände\nwaschen, und das wird genügen. Der Siedler,\nder den ganzen Tag über in Holzschuhen"}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "176", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.20", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1580, "texte": "im Garten herumgeht, wird die Schuhe\nwechseln, wenn er das Haus verläßt, und\nin dem Moment, wo er ins Haus tritt wird\ner die Schuhe auch ausziehen, besonders am\nAbend. Das macht ein jeder Engländer, selbst\nwenn er sich nicht umzieht. Er zieht die\nSchuhe, in denen er den Tag über herum-\ngelaufen ist, aus und zieht Hausschuhe an,\nauch zum Frack.\nSo denke ich mir diese Wohnungen aus zwei\nStockwerken mit einem Eingang von der\nStraße. Die Ergänzung meines Planes muß\ndann etwas sein, das wie ein Terrassenhaus\naussieht, mit einer Stiege, die im Freien\nliegt und von der aus man auf die ver-\nschiedenen Terrassen kommen kann. Man\nkann diese Terrassen auch Hochstraße\nnennen mit einem eigenen Eingang, mit\neiner eigenen Laube, wo man sich des\nAbends in freier Luft, auf der Hochstraße\nsitzend, aufhalten kann. Die Rinder spielen\nauf der Terrasse, ohne Gefahr, von einem\nAutomobil usw. überfahren zu werden, Das\nwar meine Idee, denn ich bin davon aus-\ngegangen, daß man so häufig in der Zeitung\nliest, daß unbewachte Kinder, die von ihren\nin der Arbeit befindlichen Eltern verlassen\nwerden mußten — das sind die Allerärmsten\nunter den Armen — vom Lufthunger ge-\ntrieben, hinaufgestiegen sind auf das Fenster-\nbrett und auf die Straße oder in den Hof\ngefallen sind. Das ist ein schreckliches Los\nfür die Kleinsten der Kleinen. Ihnen wird\ndurch diese gesicherte und ruhige Terrassen-\nstraße die Möglichkeit gegeben sein, den\nganzen Tag über im Freien zuzubringen\nin der Nähe des Hauses und unter dem\nSchutz der Nachbarn. Und auf diese Art\nund Weise dachte ich, für die Kinder zu\nsorgen."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c005", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c005", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "169", "page_fin": "169", "image_debut": 13, "image_fin": 13, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.3.2", "titre_corps": "Erich Mendelsohn: Fabrik in Leningrad", "titre_sommaire": "Erich Mendelsohn: Fabrik in Leningrad", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 13, "page_imprimee": "169", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.13", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 37, "texte": "Erich Mendelsohn: Fabrik in Leningrad"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c006", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "171", "page_fin": "171", "image_debut": 15, "image_fin": 15, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.3.3", "titre_corps": "Adolf Loos: Industrie-Ausstellungsgebäude für Tien-Tsin/China", "titre_sommaire": "Adolf Loos: Industrie-Ausstellungsgebäude für Tien-Tsin/China", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 15, "page_imprimee": "171", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.15", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 61, "texte": "Adolf Loos: Industrie-Ausstellungsgebäude für Tien-Tsin/China"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c007", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c007", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.4", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.2", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 302, "texte": "Kunsiausstellung\nDer Sturm\nBerlin W 9 / Potsdamer Strasse 134 a I\nJanuar / Februar\n1927\n156. Ausstellung\nHugo Scheiber\nHugo Handel\nGeoffnet von 10—6\nSonntags von 11—2\nLesesaal mit 70 auslan-\ndischen Zeitschriften\nB ilderverl eih\nJeden Mittwoch\nBV2 Uhr\nSturm-\nAbende\nNach der Yorstellung\nTANZ | Jazzband"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c008", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c008", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.5", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.2", "debut_caractere": 304, "fin_caractere_exclue": 1712, "texte": "Verkauf von Kunstwerken aul Ratenzahlung\nINDIVIDUALITKT\nVierteljahrsschrifl 112. Philosophie u. Kunsl\nHerausgegeben von\nWilly Storrer und Hans Rein hart\nRedaktion: Hans Willi elm Keller\nDiese neue Zeitschrift erscheint im grossen Format (18,5 x 26,5) und\nin vornehmer Ausstattung vierteljahrl. im CJmfang von 160 Seiten, illustr.\nMarcel Brion-Marseille (Herausgeber der Cahiers du Sud): ... diese\nZeitschrift gehort zu den bedeutendsten uud lebendigsten im heutigen\nEuropa\nDie Weihnachtsnummer bringt unter anderem\nfolgende Beitrage:\nGestaltun g\nHermann Hesse : Der Traum,\nRobert Wa Ise r: Christusstudie.\nPaul Biihler: Der Weg zu\nApollo. Alexei Remisow: Die\nGeburt Christi. Gustav Gam-\nper: Aus der Briicke Europas.\nHans Rein hart: Die Legende\nvom Herz mit den Riugen und\nRosen\nBiicher- Besprechung\nZeitschriften - Schau\nBetrachtung\nRudolf Steiner: Der Egois-\nmus in der Philosophie. Willy\nStorrer: Die Vollendung des\nEinzigen. Siegfried Freiberg:\nÜber Seelenlandschaft. Fritz\nLemmermayer: Erinnerun-\ngen an Rudolf Steiner. Marcel\nBrion: Über die moderne Li-\nteratur in Frankreich. Willy\nStockar: Individualistische\nMenschheitsgeschichte. Otto\nFrankl: Georg Trackl\nJllustrationen und Kunstbeilagen\n15 Holzschnitte von Frans Masereel\nVerlangen Sie eine Probenummer zu Mk. 3.60\nIm Jahresabonnement (4 Biicher) Mk. 12.—\nWilly Storrer / Verleger / Lorrach-Stetten(Baden)\n(Verlag fOr freies Geistesleben / Basel)"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c009", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c009", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.6", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.2", "debut_caractere": 1714, "fin_caractere_exclue": 1932, "texte": "Co nt imp or an ul\nErste Zeitschrift der rumanischen\nmodernen Kunstgruppe\nInternationale Kunstmanifestation u.\njahrliche Ausstellungen\nDirektion: I. Vinea u. Marcel lancu\nRedaktion: Str. Trinitatii 35\nBukarest Rumanien"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c010", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c010", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.7", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.2", "debut_caractere": 1934, "fin_caractere_exclue": 2049, "texte": "Musikalien und Instrumente\nkauft man bei\nBreilkopf & Hartel\nBerlin W 9, Potsdamer Strafie 21a\nLiitzow 1692 und 8647"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c011", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c011", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.8", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.2", "debut_caractere": 2051, "fin_caractere_exclue": 2822, "texte": "MEL O S\nZeitschrift fur Musik\nSchriftleitung: Dr. Hans Mersmann\nErscheint monatlich\nPreia deB Einzelheftea M. 0.60. Abonnementapreia jahrlich M.7.2®\nund Porto\nMITARBEITER:\nu. a,: F. Busoni / M. Slevogt / Ph. Jarnach / Heinz Tieaaen\nE. Welleaz (Wien) / H. Prunierea / A. Coeuroy / Boria de\nSchloezer (Paria) / E. Evana (London) / M. Labroca (Rom)\nE. Braudo / L. Saabanejeff (Moakau) / F. Gljeboff (Leningrad)\nINHALT:\nIn den Einzelheften wurde eine inhaltliche Geachloaaenheit er-\natrebt; ihre leitenden GeBichtBpunkte waren u. a.:\nDie Oper (2 Hefte) Musik im neuen Ruß-\nland (2 Hefte) Romanische Musik / Die\nEinheit der Kiinste / Musikwissenschaft\nNeuer 5 .Jahrgang ab 1. Oktober 1925\nProbeheft gratia vom\nMelos-Verlag G. m. b. H.\nBerlin-Friedenau / Stubenrauchstrafee 4-0"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c012", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c012", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[160]", "page_fin": "[160]", "image_debut": 4, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.9", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "[160]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.4", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 619, "texte": "Zeitschrift Der Sturm\nErschienene Sonder-Hefte dies 17. Jahrgangs:\nApril Expressionisraus\nrMai Afrika und Siidsee-Kunst\nJuni Theater\njuli Tanz und Plastik\nAugust Sturmabende Dichtuugen\nSeptember: Wilhelm Ostwald\nSCHRIFTLEITUNG: HERWARTH WALDEN\n?■£■-iVH-\nVerlag Der Sturm Berlin W9 Potsdamer Strasse 134 a\nFernruf Liitzow 4443 Postscheckkonto Berlin 120658\nVerlagsverzeichnisse kostenlos vom Verlag Der Sturm\nJedes Heft hat zahi-\nreiche Abbildungen\nJahresbezug . M 12\nhalbjahrlich . M 6\nEinzelheft .. M 1\nMitglieder der\nQesellschaft der\nSturrnfreunde E. V.\nerhalten die Zeit-\nschrift satzungsge -\nmaO zum halben\nPre is e"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c013", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c013", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[160]", "page_fin": "[160]", "image_debut": 4, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.10", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "[160]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.4", "debut_caractere": 621, "fin_caractere_exclue": 888, "texte": "TEATRO\nRevue internationale du nouveau art\ndramatique\nHerausgegeben von\nRUGGERO YASARI\nLUIGI ALESSIO\nElle s'interesse de faire connaitre en\nItalie le theatre vivoni de touie nation\nAbonnement d'une annee (12 Hefte)\nLIRE 40\nEdizioni Rinascimento\nTorino, Via Saluzzo 41"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c014", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c014", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[160]", "page_fin": "[160]", "image_debut": 4, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.11", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "[160]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.4", "debut_caractere": 890, "fin_caractere_exclue": 1423, "texte": "gmiHinsnninnmiiminnmimmminniNtimuiinmnimmiimmflHniimuiiiiniHitiMiiniiiii\n3 3\n| Klindworth-Scharwenka-Saal |\n| ifuitiiuiiiiiutttiiiHitiiifiiiiitiiiuit Berlin wiiimiiiiuimimiimiiiiiwuiiim |\n3S\n3\n«4IM\n2\n:ss\n4.\nund 10. Marz\nJUTTA KLAMT\nTANZGRUPPE\n.TANZ SUITE\"\n55\n§ OSOO.\nMarz U .RAN IA Technik d.\n17. Bewegung\nSS VORTRAG UND E Sekretariat: Berlin WIS, Pariser Str. 37 rE\ns VORFUHRUNGEN | Fcni#prcch -Anschluss: Amt Oliva 32 65\nliiiiiiitiiiiiiHiiniiiiiiniiiniiitHiiiiilinuiiiiHiiiiiiiiiiiiuiiHiiiiiiuiiiiiiimiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimtiiirt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c015", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c015", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "177", "page_fin": "177", "image_debut": 21, "image_fin": 21, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.12", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 21, "page_imprimee": "177", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.21", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 64, "texte": "FL.O&EL-\n■wmwmmmm\nBERLIN - W 9\nx\nSOW\nPIANOS\nwmmmmm\nBERT STRASSES"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c016", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c016", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "177", "page_fin": "177", "image_debut": 21, "image_fin": 21, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.13", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 21, "page_imprimee": "177", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.21", "debut_caractere": 66, "fin_caractere_exclue": 607, "texte": "Veriag des Bibliographischen Instituts, Leipzig\nMllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllMllllllllllllllUllliaillllllllllllii\nSoeben erscheint\nIn siebenter, neubearbeiteter Auflage:\nMEYERS LEXIKON\n12 Halblederb&nde\nOber 160000 Artikel auf 20000 Spalten Text, rund\n5000 Abblldungen und Karten lm Text, fast 800 z. T,\nfarblge Bildertafeln und Karten, Ober 200Textbellagen\nBand /, II u. IV kostet je 30 M., Band 111 33 M.\nSie beziehen das Werk\ndurch jede gut© BucHhandlung\nund erhalten dort auch kostenfrel\nausfUhrliche Ankilndigungen"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c017", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c017", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "177", "page_fin": "177", "image_debut": 21, "image_fin": 21, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.14", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 21, "page_imprimee": "177", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.21", "debut_caractere": 609, "fin_caractere_exclue": 764, "texte": "Casa d'Arte I\nBRAGAGLIA I\nModerne Kunstausstellungen: Theater dei\nUnabhangigen : Buchhandlung : Verlag\nKunstgewerbe\nTerme Romane di Via Avignonesi 81 Rom 4"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c018", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c018", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "177", "page_fin": "177", "image_debut": 21, "image_fin": 21, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.15", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 21, "page_imprimee": "177", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.21", "debut_caractere": 766, "fin_caractere_exclue": 981, "texte": "VERLAG DER STURM / BERLIN ¥9\nHerwarth Walden:\nEinblick in Kunst\nDie beste EinfOhrung In den\nExpressiontsmus und Kubismus\n70 Abbildungen / 4 farbige Kunstbeilageu\nLadenpreis HaLblemen gebunden M 6.—\nA C H T E AUFLAGE"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c019", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c019", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "177", "page_fin": "177", "image_debut": 21, "image_fin": 21, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.16", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 21, "page_imprimee": "177", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.21", "debut_caractere": 983, "fin_caractere_exclue": 1519, "texte": "W. MarzUlier &C 6. Berlin W * Grnnewaldstr. 14-15\nGegriindet 1854\nGegriindet 1854\nHofspediteure S. M. des Konigs von Spanien\nwwTKjwwiififnßiwiwiTriiiiiwß MM lI'MOTHI\nSpedition u. Mobeltransporte, Verpackung u. Lagerung von\nGemalden und Kunstgegenstanden jeder Art. Lieferung und\nEmpfang nach und von alien Kunstausstellungen des In-\nund Auslandes. Transportversicherungen aller Art\nSpediteure d. Wirtschaftlichen Verbandes Bildeaider Kiinstler / der Frelen Secession\ndes Verbandes Deutscher lllustratoren und Hausspeditetsre des „Sturm\""}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c020", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c020", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "178", "page_fin": "178", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.17", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "178", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.22", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 907, "texte": "Verlag Der Sturm / Berlin W 9\nKOnstler- Postkarten / Verlag Der Sturm\nNach Gemalden, Zeiehnungen und Bildwerken folgender Kiinstler:\nAlexander Archipe»ko / 4\nRudolf Bauer / 4\nVincenc Benes\nUmberto Boccioni 112 / 2\nCampendonc / 2\nMarc Chagall / 7\nOthon Coubine\nRobert Delaunay\nTour Donas\nLyonel Feininger\nAlbert Gleizes / 2\nJacoba van Heemskerck fj 3\nSigrid Hjerten Griinewald\nAlexei von Jawlensky\nBela Kadar\nKandineky / 3\nPaul Klee\nOskar Kokoscbka / 2\nFernand Leger / 2\nAugust Macke \"112\nFranz Marc 112 / 3\nCarl Menee\nJean Metzinger\nJohannes Molzahn\nGeorg Muche\nGabriele Miinter\nGeorg Schrimpf\nKurt Sehwitters\nGino Severini\nFritz Stuckenberg\nArnold Topp\nMaria Uhden *{*\nNell Walden\nWilliam Wauer / 5\nMarianne von Werefkin\nNegerplastik\nGewebe aus Alt-Peru\nJede Karte 20 Pfennig / Farbige Karte Chagall: Die Kleinstadt / 30 Pfennig\nDie Ziffern hinter den Narnen bedeuten die Zahl der reproduzierten Kunetwerke"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c021", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c021", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "178", "page_fin": "178", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.18", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "178", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.22", "debut_caractere": 909, "fin_caractere_exclue": 1677, "texte": "Dichtungen von Herwarth Waldei\nDas Buch der Menschenliebe / Roman\nDie Harte der Weltenliebe / Roman\n*\nJedes Buch 2 Mark\nErste Liebe / Ein Spiel rait dem Leben\nDie Beiden / Ein Spiel mit dem Tode\nSunde / Ein Spiel an der Liebe\nQlaube / Komitragodie\nLetzte Liebe / Komitragodie\nJedes Buch 1 Mark\nSchriften von Herwarth Walden\nWeib / Komitragodie\n3 Mark\n' *\nKind / Tragodie\nTrieb / Eine burgerliche Komitragodie\nMenschen / Tragodie\nJedes Buch 2 Mark\nIm Geschweig der Liebe / Gedichte\nGebunden in Ganzleliien 3 Mark\n') :\nDie neue Malerei / Mit zahlreichen Abbildungen / 5. Auflage\n2 Mark\nGesammelte Schriften\nErster' Band: Kunstmaler und Kunstkritiker\n3 Mark\nExpressionismus / Die Kunstwende / Mit 140 Abbildnngan\nZur Zeit vergriffen - ' N\n-\n■ .. > -\n; '<- /-\n< r *\n■ .. ;"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c022", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c022", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "178", "page_fin": "178", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.19", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "178", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.22", "debut_caractere": 1679, "fin_caractere_exclue": 2976, "texte": "Ernfi Marcus\nKritik\ndes Aufbaues (Syllogismus) der\nspeziellen RelativitStstheorie\n2)ief« %ofd)ure ettfpH nid>t nur bit\nf&lagcnb* 381 bwUdtmg but fo^ieEeti\nSMbeti CginfUSndt fonbcrn\naud) cine mue bU bas\nopitfd)* SBettbUb xx>irflid) erfdjemt. wetbcn\nf)ter 2>enfgewoj)nf>«iten wafjrljaft re&olutiomert.\n$$tmi ein nod) fo fdjarfftnniger 9Ratl)emattfer,\nme e$ SUbert Ciwfleln ift, im lo*\nflifcjen 2>en?en md)i aenugenb gefdjuit ift, fo\nfann feme Sdjlulfolgerung fe&lerf)aft au3«\nfallen. <£tn folder (EtnflemS if*\nf)tev wnenbeflegltct) nadjgeariefen. 2Xif)« *»tr6\n(Sinjlein mit feinen eigenen auf§\n$aupt gefd)lag*n. 2>a3 problem, butd) ba§\ntx |u feinen falfc&en golaetuwgen gelangte, ifl\nalfo wieber jttr 2)ebatte gegeben, unb ein\nivl feme* Sofung mxb |)ier »orge«\nfdjlagen. — Mes in afiem mixb flcft bie fl«»\nfamte Sftoberne tiber£eugen, bag nidst SUbert\n(finftem, fonbem in $£af)ri)dt Smmanuel $ant\nbas SBeltbilb wafjrfjaft resolutiomett j>ai. 3n\n<£nttf SftarcuS tmrb bie gufunft ben ed)ten\n(Etben $aut£ be<jrisen lemen. $te Sftitooelt\ncljvt nut geit nid)i <£ungfeit§oe effen. 3si«le\nftnb betu&mt SBemge <£in <se*\nbanfe, cine wU ffc btefe*\nttfrb nut aHe taufenb einmal\nmb tssibtcfi. 5. g.\nMark 1,25\nVerlag Dcr Sturm\nBerlin W 9\nDurch jede gute Buchhandlung oder direkt\nvom Verlag Der Sturtn zu bexiehen"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c023", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c023", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "179", "page_fin": "179", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.20", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "179", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.23", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 859, "texte": "Verlag Albert Langen in Miinchen\nbauhausbOcher\n1\n2\n3\n4\n5\n6\n7\n8\n9\n10\nWALTER GROPIUS, Internationale Arcnitektur\ngeheftet Mk. 5\n__ in Leinen gebunden Mk. 7\nPAUL KLEE, Padagogisches Skizzenbuch\ngeheftet Mk. 6\nin Leinpn gebunden Mk. 8\nEIN VERSUCHSHAUS DES BAUHAUSES\ngeheftet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk 7\nDIE BOHNE IM BAUHAUS\ngeheftet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk. 7\nPIET MONDRIAN, Neue Gestaltung\ngeheftet Mk. 3\n* in Leinen gebunden Mk 5\nTHEO VAN DOESBURG, Grundbegriffe der neuen\ngeheftet Mk. 5 gestaltenden Kunst\nin Leinen gebunden Mk 7\nNEUE ARBEiTEN DER BAUHAUS WERKSTATTEN\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk 8\nL. MOHOLY-NAGY, Malerei, Photograghie, Kim\ngehefiet Mk. 7\nin Leinen gebunden Mk. 9\nw. KrsNDINSKY, Punkt und Linie zu Flache\ngeheftet Mk. 15\n- in Leinen gebunden Mk. 18\nJ. J. P. OUl), Hollandische Architektur\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk» 9"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c024", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c024", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "179", "page_fin": "179", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.21", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "179", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.23", "debut_caractere": 861, "fin_caractere_exclue": 1574, "texte": "LA RENAISSANCE\nDE L'ART FRANQAIS\nET DES INDUSTRIES DE LUXE\nfondee par HENRY LAPAUZE, publie au commen-\ncement de chaque mois, un fascicule de 60 & 80\npages, format in 4° raisin (25:32) contenant de\nnombreuses illustrations.\nLA REDACTION de La Renaissance del' Art\nFranQais et des Industries de Luxe com-\nprend les 6crivains et les critiques les plus autoris£s\nde tousles pays d'Europe. Ses Etudes docu-\nmentaires et ses chroniques d'actualit£s offrent un\ntableau constamment tenu k jour de L'ACTIVITk\nDES ARTS DANS LE MONDE ENTIER.\nAbonnements: r\nFrance .... 100 francs\nStranger. ... 25 Mark\nOn s'abonne chez tousles Libraires et h\nLA RENAISSANCE\nDE L'ART FRANCAIS\nET DES INDUSTRIES DE LUXE\n10, Rue Royale / PARIS"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c025", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c025", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "179", "page_fin": "179", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.22", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "179", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.23", "debut_caractere": 1576, "fin_caractere_exclue": 1640, "texte": "*\n112\n\\\n\\\nGe brcucn.\nB\ntdgVich^\nMiilionen\n**WA-.UWU\\y\nDu\nzum\n'//"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c026", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c026", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "180", "page_fin": "180", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.23", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "180", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.24", "debut_caractere": 280, "fin_caractere_exclue": 1563, "texte": "Soztolistisdie\nZum Verstandnis des\nmodernen kulturellen «.\npolit. Lebens unentbehrlich\nist die Lektiire der Zeitschrift\nMonatshefte\nHerausgeber: JOSEPH BLOCH\nJ-2 Die SOZIALISTISCHEN MONATS-\n©\n-O A*\nCO\nCX!\nHEFTE sind stets bestrebt, die Stel-\nJ lung, die sie sich in unserm offent-\ns lichen Leben errungen haben, durch\n§ ihre gewohnten Darbietuugen, die die\ns W Aktualitat des Tages in die Sphare\ng». wissenschaftl. Vertiefung zu riicken\nJSS suchen, und durch standige Erweite-\nrung ihres Inhalts zu behaupten und\n2-< zu befestigen.\n£ « Die SOZIALISTISCHEN MONATS-\nes HEFTE sind die einzige deutsche Zeit-\n-sqj schrift, die eine systematisch geglie-\nn c derte Rundschau iiber offentliches\n£Oh Leben, Wissenschaft, Kunst und Kul-\nturbringt. Einemjeden wirddadurch\nJs?j eine fortlaufende Orientierung iiber\nas die einzelnen Gebiete ermoglicht. Die\ncsT einzelnen Rubriken (33 an der Zahl)\n\"3 S werden von Fachleuten bearbeitet.\na ;q Probehefte stehen auf Verlangen je-\nQi»g derzeit kostenfrei zur Verfiigung.\no * Dem unterzeichneten Verlag ist die\ne* £ Mitteilung von Adressen willkom-\n\"2 men, an die die Zusendung von Prohe-\n£ © heften ratlich erscheinl.\nVerlag der Sozialistischen Monatshefte\nG.illlllliilliiill m.lliniiiiiniiii b.iilillilliiiilil H.illllllllillllllllllliii Berlin W35"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c027", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c027", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "180", "page_fin": "180", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.24", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "180", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.24", "debut_caractere": 1565, "fin_caractere_exclue": 1793, "texte": "Revue Germanique\nLille 1 55 Rue Brule-Maison\nPeriodique trimestriel\nAbonnement 30 Frs. pour l'etranger\nInformations sur le mouvement\nlitteraire et les travanx philolo-\ngiques en AHemagne anx Pays-\nBas et en Scandinavie\n•e> >\n%\nY"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c028", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c028", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "180", "page_fin": "180", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.25", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "180", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.24", "debut_caractere": 1795, "fin_caractere_exclue": 2004, "texte": "INTEGRAL\nREVUE DE SINTHESE MODERNE du SEUL\nGROUPEMENT d'AVANTGARDE ROUMAIN\nPARAISSANT CHACQUE MOIS\nDIRIGE par un Comite bucarestois et parisien\nREDACTION: M. H. Maxy, Calea Victoriei 79 Et. I\nBUCAREST-ROUMAINE"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-02-01-c029", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-02_01#c029", "volume": "bmtnabg_1927-02_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "180", "page_fin": "180", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.2.26", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "180", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.24", "debut_caractere": 2006, "fin_caractere_exclue": 3196, "texte": "FARBIGE KUNSTDRUCKE\nJEDES BLATT 1,50 MARK, DIE HIT * VERSEHENEN 1 MARK\nALEXANDER ARCHIPENKO: Frau/ Aquarell\nMARC CHAGALL: Akt / Aquarell, Interieur /\nGemalde, Ondit,Der Jude/ Aquarell, Kutscher\n/ Aquarell, Der Coiffeur / Aquarell, Ich und\ndas Dorf / Gemalde\nROBERT DELAUNAY: Aquarell\nTOUR DONAS: Frau mit Vase / Gemalde\nALBERT GLEIZES: BaumundFiuss/Gemalde,\nFrau und Kind / Gemalde\nNATALIE GONTSCHAROWA: Theater-\ndekorationen *\nREINHARD GOERING: Zwei Aquarelle\nJACOB A VAN HEEMSKERCK: Bild 68 /\nGemalde, Insel / Gemalde\nJOHANNES ITTEN: Gemalde eines Kindes\nKANDINSKY: Aquarell 2, Aquarell 6\nPAUL KLEE: Spiel der Krafte einer Land-\nschaft / Aquarell, Giftbeeren / Aquarell\nMICHAEL LARIONOW: Kostiimskizzen *\nFERNAND LEGER: Kontrast der Formen /\nGemalde\nFRANZ MARC: Pferde / Aquarell\nJEAN METZINGER: Landschaft / Gemalde\nLOUIS MARCOUSSIS: Stilleben / Aquarell\nGEORG MUCHE: Und schied das Licbt /\nGemalde\nPANAGGI: Zug in Bewegung / Gemalde\nPERI: Strasse / Gemalde\nLOTHAR SCHREYER: Biihnenfarbform *\nKURT SCHWITTERS: Farbige Merzzeiclinung\nGINO SEVERINI: Pan - Pan -Tanz im Monieo\n/ Gemalde\nNELL WALDEN: Todfriihling / Gemalde,\nFarbige Zeichnung, Segel / Aquarell\nSUDSEEGOTZE *\nVERLAG DER STURM"}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.1", "texte": "17. JAHRGANG\nBERLIN / FEBRUAR 1927\n11. HEFT\nDER STURM\nMONATSSCHRIFT /\nHERAUSGEBER: HERWARTH WALDEN\n\nSONDERH EFT\niriiriflwrfri111 Willfini-r'-—TiMrrrriT-inTt-iwiittmlll»■■ 11■ ■■■■\nA\n•' i. A • , - - ■: v\nR\nC\nH\n!- - -\nT\"\nE\nK\nT\nU\nR"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.2", "texte": "Kunsiausstellung\nDer Sturm\nBerlin W 9 / Potsdamer Strasse 134 a I\nJanuar / Februar\n1927\n156. Ausstellung\nHugo Scheiber\nHugo Handel\nGeoffnet von 10—6\nSonntags von 11—2\nLesesaal mit 70 auslan-\ndischen Zeitschriften\nB ilderverl eih\nJeden Mittwoch\nBV2 Uhr\nSturm-\nAbende\nNach der Yorstellung\nTANZ | Jazzband\n\nVerkauf von Kunstwerken aul Ratenzahlung\nINDIVIDUALITKT\nVierteljahrsschrifl 112. Philosophie u. Kunsl\nHerausgegeben von\nWilly Storrer und Hans Rein hart\nRedaktion: Hans Willi elm Keller\nDiese neue Zeitschrift erscheint im grossen Format (18,5 x 26,5) und\nin vornehmer Ausstattung vierteljahrl. im CJmfang von 160 Seiten, illustr.\nMarcel Brion-Marseille (Herausgeber der Cahiers du Sud): ... diese\nZeitschrift gehort zu den bedeutendsten uud lebendigsten im heutigen\nEuropa\nDie Weihnachtsnummer bringt unter anderem\nfolgende Beitrage:\nGestaltun g\nHermann Hesse : Der Traum,\nRobert Wa Ise r: Christusstudie.\nPaul Biihler: Der Weg zu\nApollo. Alexei Remisow: Die\nGeburt Christi. Gustav Gam-\nper: Aus der Briicke Europas.\nHans Rein hart: Die Legende\nvom Herz mit den Riugen und\nRosen\nBiicher- Besprechung\nZeitschriften - Schau\nBetrachtung\nRudolf Steiner: Der Egois-\nmus in der Philosophie. Willy\nStorrer: Die Vollendung des\nEinzigen. Siegfried Freiberg:\nÜber Seelenlandschaft. Fritz\nLemmermayer: Erinnerun-\ngen an Rudolf Steiner. Marcel\nBrion: Über die moderne Li-\nteratur in Frankreich. Willy\nStockar: Individualistische\nMenschheitsgeschichte. Otto\nFrankl: Georg Trackl\nJllustrationen und Kunstbeilagen\n15 Holzschnitte von Frans Masereel\nVerlangen Sie eine Probenummer zu Mk. 3.60\nIm Jahresabonnement (4 Biicher) Mk. 12.—\nWilly Storrer / Verleger / Lorrach-Stetten(Baden)\n(Verlag fOr freies Geistesleben / Basel)\n\nCo nt imp or an ul\nErste Zeitschrift der rumanischen\nmodernen Kunstgruppe\nInternationale Kunstmanifestation u.\njahrliche Ausstellungen\nDirektion: I. Vinea u. Marcel lancu\nRedaktion: Str. Trinitatii 35\nBukarest Rumanien\n\nMusikalien und Instrumente\nkauft man bei\nBreilkopf & Hartel\nBerlin W 9, Potsdamer Strafie 21a\nLiitzow 1692 und 8647\n\nMEL O S\nZeitschrift fur Musik\nSchriftleitung: Dr. Hans Mersmann\nErscheint monatlich\nPreia deB Einzelheftea M. 0.60. Abonnementapreia jahrlich M.7.2®\nund Porto\nMITARBEITER:\nu. a,: F. Busoni / M. Slevogt / Ph. Jarnach / Heinz Tieaaen\nE. Welleaz (Wien) / H. Prunierea / A. Coeuroy / Boria de\nSchloezer (Paria) / E. Evana (London) / M. Labroca (Rom)\nE. Braudo / L. Saabanejeff (Moakau) / F. Gljeboff (Leningrad)\nINHALT:\nIn den Einzelheften wurde eine inhaltliche Geachloaaenheit er-\natrebt; ihre leitenden GeBichtBpunkte waren u. a.:\nDie Oper (2 Hefte) Musik im neuen Ruß-\nland (2 Hefte) Romanische Musik / Die\nEinheit der Kiinste / Musikwissenschaft\nNeuer 5 .Jahrgang ab 1. Oktober 1925\nProbeheft gratia vom\nMelos-Verlag G. m. b. H.\nBerlin-Friedenau / Stubenrauchstrafee 4-0"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "[159]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.3", "texte": "17. JAHRGANG\nBERLIN / FEBRUAR 1927\n11- HEFT\nDER STURM\nMONATSSCHRIFT / HERAUSGEBER: HERWARTH WALDEN\nFebruar 19 2 7\n\nSONDERHEFT\nv•t ' 112 ■\n« * ' . • v . ,•\nArchitektur\n; x 112 #■ • . ' - ■ „ ..\n. ■ ' ■ * 'V\n. ' 112 ■ .. '; „.,5p ': • '. '1 ' ; ' --. >; ■ ' . .■ *\nAdolf Loos: Die moderne Siedlung\nAbbildung en:\nAdolf Loos: Industrie - Ausstellungsgebäude\n8 1 für Tien-Tsin / China\nErich Mendelsohn; Fabrik in Leningrad"}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "[160]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.4", "texte": "Zeitschrift Der Sturm\nErschienene Sonder-Hefte dies 17. Jahrgangs:\nApril Expressionisraus\nrMai Afrika und Siidsee-Kunst\nJuni Theater\njuli Tanz und Plastik\nAugust Sturmabende Dichtuugen\nSeptember: Wilhelm Ostwald\nSCHRIFTLEITUNG: HERWARTH WALDEN\n?■£■-iVH-\nVerlag Der Sturm Berlin W9 Potsdamer Strasse 134 a\nFernruf Liitzow 4443 Postscheckkonto Berlin 120658\nVerlagsverzeichnisse kostenlos vom Verlag Der Sturm\nJedes Heft hat zahi-\nreiche Abbildungen\nJahresbezug . M 12\nhalbjahrlich . M 6\nEinzelheft .. M 1\nMitglieder der\nQesellschaft der\nSturrnfreunde E. V.\nerhalten die Zeit-\nschrift satzungsge -\nmaO zum halben\nPre is e\n\nTEATRO\nRevue internationale du nouveau art\ndramatique\nHerausgegeben von\nRUGGERO YASARI\nLUIGI ALESSIO\nElle s'interesse de faire connaitre en\nItalie le theatre vivoni de touie nation\nAbonnement d'une annee (12 Hefte)\nLIRE 40\nEdizioni Rinascimento\nTorino, Via Saluzzo 41\n\ngmiHinsnninnmiiminnmimmminniNtimuiinmnimmiimmflHniimuiiiiniHitiMiiniiiii\n3 3\n| Klindworth-Scharwenka-Saal |\n| ifuitiiuiiiiiutttiiiHitiiifiiiiitiiiuit Berlin wiiimiiiiuimimiimiiiiiwuiiim |\n3S\n3\n«4IM\n2\n:ss\n4.\nund 10. Marz\nJUTTA KLAMT\nTANZGRUPPE\n.TANZ SUITE\"\n55\n§ OSOO.\nMarz U .RAN IA Technik d.\n17. Bewegung\nSS VORTRAG UND E Sekretariat: Berlin WIS, Pariser Str. 37 rE\ns VORFUHRUNGEN | Fcni#prcch -Anschluss: Amt Oliva 32 65\nliiiiiiitiiiiiiHiiniiiiiiniiiniiitHiiiiilinuiiiiHiiiiiiiiiiiiuiiHiiiiiiuiiiiiiimiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimtiiirt"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "161", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.5", "texte": "Die moderne Siedlung\nVortrag von Architekt Adolf Loos-Paris\n\nMeine verehrten Anwesenden!\nIch werde über Siedlung sprechen, ich weiß\nnicht, ob sich das ganz mit dem deckt, was\nSie unter Siedlung verstehen. Was ich zu\nsehen bekommen habe, waren außerordent-\nlich schöne Bürgerhäuser; was ich\naber heute zu sagen habe, gilt der\nWohnung des JlrbeUers, der an die\nFabrik gebunden ist.\nIn den 60 er Jahren gab es einen menschen-\nfreundlichen Arzt in Leipzig: David Schreber-\nEr fand, daß es den Rindern der arbeitenden\nKlassen sehr schlecht ging, und er meinte,\ndie Eltern müßten sich zusammentun, viel-\nleicht 10 bis 20 Familien und müßten einen\nkleinen Rasenplatz außerhalb der Stadt\nmieten. Es sollte ein Kinderspielplatz sein,\nund die Eltern müßten um den Platz herum\nHütten bauen, wo sie am Abend nach ge-\ntaner Arbeit zusammensitzen könnten, ohne\nin den entsetzlichen Quartieren des Elends\nihre Abende zubringen zu müssen, ohne\ndaß der Mann von der Familie weggetrieben\nwird und seine Abende im Wirtshaus ver-\nbringt. Das wurde getan. Nun, was geschah ?\nDer Vater nahm den Spaten in die Hand,\nstach in diesen Rasenplatz hinein, zerstörte\ndie Spielgelegenheit seiner Kinder und hat\nirgend etwas angebaut, Gemüse, oder einen\nBaum gepflanzt, aus einer, wenn Sie wollen,\nrein teuflischen Freude an der Zerstörung.\nEr war so gemein, seinen Kindern den\nSpielplatz wegzunehmen. Da muß man sich\nfragen, von welchen merkwürdigen Dämonen\ndieser Mann getrieben wurde.\njede menschliche Arbeit besteht aus zwei\nTeilen. Nicht jede - ich habe falsch ange-\nfangen — aber die meiste menschliche Arbeit\nbesteht aus zwei Teilen: Aus der Zerstörung\nund aus dem Aufbau. Und je größer der\nAnteil der Zerstörung ist, wenn gar die\nmenschliche Arbeit nur aus der Zerstörung\nbesteht, dann ist es wirkliche menschliche,\nnatürliche, edle Arbeit. Der Begriff des\nGentlemans ist nicht anders zu erklären.\nEin Gentleman ist derjenige Mensch, der\nnur mit Hilfe der Zerstörung Arbeit leistet.\nDer Gentleman rekrutiert sich aus dem\nBauernstand. Der Bauer leistet nur zer-\nstörende Arbeit. Wenn die Arbeit noch so\nniedrig ist, wenn die Arbeit die gemeinste,\ndie ordinärste Arbeit ist: eine Gloriole strahlt\num den Menschen, der diese gemeine,\nordinäre Arbeit leistet. Der Mann im Berg-\nwerk, der von der Sonne abgeschlossen ist\nund die niedrigste Arbeit verrichtet, er nimmt\nden Spaten und gewinnt von der Mutter\nNatur Stück auf Stück, ob es nun Erz, Salz\noder Kohle ist. Besonders in der deutschen\nDichtkunst ist der Bergmann unter allen\nübrigen Ständen geadelt. Die Franzosen\nhaben diesen poetischen Nimbus nicht in\nihrer Dichtkunst. Als aber Jean Jaures sein\nEhrengrab im Pantheon in Paris bekam\n— zufälligerweise bin ich dabei gewesen —,\nda holten die Leute — Jaures stammte aus\neinem Bergarbeiterdistrikt — Bergarbeiter\naus seiner Heimat. Hunderte von ihnen\ntrugen den Riesenkatafalk von der Depu-\ntiertenkammer über den ganzen Boulevard\nSt. Germain hinüber zum Pantheon. Es war\nein Katafalk von vielleicht 10 Meter Höhe,\nin einer Größe wie dieser Saal hier. Die\nBergarbeiter trugen den Katafalk, kein Pferd\nwar zu sehen. Die Leute gerieten in Raserei\nob dieser merkwürdigen Prozession. Es\nwar wohl einer der größten und schönsten"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "162", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.6", "texte": "Volksausbrüche, die es gab: Die Luft war er-\nfüllt von dem Geschrei der Millionen Pariser,\ndie da riefen: „Nieder mit dem Krieg!\"\nAber es waren Bergarbeiter, und keine\nSchneider und Schuhmacher.\nDer Bauer, aus dem sich der Adel rekrutiert,\nfügt der Erde Wunden zu mit seinem Spaten\noder mit seinem Pflug; er sät, indem er\nverschleudert, und er erntet mit Hilfe der\newigen Natur, ohne als Aufbauer etwas\ndabei zu tun mit Sichel und Sense. Wer\nvon Ihnen hätte noch nicht zugesehen, wie\neiner mäht, und es hätte ihn nicht die Lust\nergriffen, auch eine Sense in die Hand zu\nnehmen und für gar kein Entgelt mähen zu\nhelfen. Wer hätte nicht die Lust empfunden,\neinen Spaten in die Hand zu nehmen und\nhineinzustechen, oder einem Straßenkehrer\nden Besen aus der Hand zu nehmen und\nselbst wegzukehren? Wen hätte nicht die\nLust ergriffen, irgend etwas zu demolieren?\nDer Maurer — ein Beruf, dem auch ich\nordnungsmäßig durch Freibrief angehöre —\nhat nur dann schöne Tage, wenn er die\nSpitzhacke einhaken und mit voller Kraft\nzutreten darf, um zu zerstören. Wenn es\n12 Uhr pfeift oder geläutet wird, dann legt\nder Maurer den Ziegel, den er in der Hand\nhat, wieder zurück, aber der Mann, der die\nSpitzhacke eingehauen hat, kann von keinem\nZuruf seiner Kameraden davon abgehalten\nwerden. Die andern sind schon in der\nKantine beim Essen, aber er muß noch\ndort bleiben, bis das Stück Mauer seiner\nKraft gewichen ist. Der Schneider nimmt\ndie Schere und schneidet zu. Das ist der\nedle Teil seiner Arbeit, der menschliche Teil\nseiner Arbeit. Nach dem Zuschneiden des\nStoffes kommt die unangenehme, mühevolle,\nantimenschliche Arbeit, das Aufbauen, das\nNähen. Wir wissen, daß es heute Zuschneider\nund Näher gibt. Der Zuschneider hat dank\nseiner zerstörenden Arbeit eine gesellschaft-\nliche Position, der Mann, der mit gekreuzten\nBeinen .auf dem Schneidertisch sitzt und nur\nnäht, hat sie nicht. Was habe ich beschrieben ?\nDen Anfang der Arbeitsteilung. Durch diese\nwerden ganze Klassen von Menschen ver-\nurteilt, nur aufbauende Arbeit zu leisten.\nDiese Menschen werden geistig und seelisch\nzugrunde gehen müssen.\nDer Vater, der den Kindern ihren Spielplatz\nzerstörte, war von dem Drang erfüllt, den\nMenschen in sich zu retten.\nNun ist es wohl natürlich, daß man dem\nSchrebergärtner die Möglichkeit gibt, in\nmöglichster Nähe des Gartens zu wohnen,\nd. h. daß man ihm die Möglichkeit gibt,\ndort sein Wohnhaus zu bauen. Ich komme\ndadurch zu einer merkwürdigen Forderung.\nNicht jeder Arbeiter hat das Recht, Haus\nund Garien zu besitzen, sondern nur der-\njenige, der den Drang dazu hat, diesen\nGarten zu bebauen. Sie werden vielleicht\neinwenden, warum ich so streng bin und\nmeine, daß ein Arbeiter nicht auch einen\nkleinen Luxusgarten besitzen soll, in dem\nRosen stehen und Rasenflächen. Ich würde\nmich gegen den modernen Geist versündi-\ngen, wenn ich nicht dagegen auftreten\nwürde. Rousseau, der modernste Mensch\ndes 18. Jahrhunderts, beschreibt in seinem\nErziehungsroman „Emilie\", wie die Jugend\nvon heute - also vor 150 Jahren -- er-\nzogen werden soll. Dieser Knabe Emil be-\nkommt einen Lehrer, der ihn erzieht auf\ndie modernste Art und Weise. Uns mutet\neine solche Erziehungsweise lächerlich an,\nweil es nach modernen Begriffen unmöglich\nist, jedem Knaben einen Hofmeister zu geben.\nKinder sollen in einer Schule unterrichtet\nwerden, und wer seine Kinder außerhalb\nder Schule unterrichten läßt durch eine Einzel-\nperson oder vielleicht 2, 3 oder 4 Personen"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "163", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.7", "texte": "zu gleicher Zeit, versündigt sich gegen den\nmodernen Geist. Der moderne Geist ist ein\nsozialer Geist, und der unmoderne Geist ist\nein antisozialer Geist. Ganz genau so kann\ndie Freude an der Natur nicht vom einzelnen\nBesitzer des Gartens gelöst werden. Wir\nsind nicht imstande, jedem einzelnen Menschen\neinen Garten oder Baum zuzuweisen. Genau\nso, wie die Kinder in die Schule zu gehen\nhaben, hat sich der Mensch an der freien\nNatur zu erfreuen. Er hat in einen gemein-\nschaftlichen Park, in eine gemeinschaftliche\nBaumschule zu gehen. Daher ist der Besitz\ndes Einzelgartens antisozial. Das sind Worte,\ndie eine Zuhörerschaft von heute nicht ganz\nbegreifen wird, die aber in 50 bis 60 Jahren\nso allgemein sein werden, daß man gar nicht\ndarüber spricht. Wer Revolutionen vermeiden\nwill, wie ich, wer Evolutionist ist, soll ständig\ndaran denken: Der einzelne Besitz eines\nGartens muß aufreizend wirken, und wer da\nnicht Schritt hält, ist für jede kommende\nRevolution oder Krieg verantwortlich.\nNun sagte ich, daß nur diejenigen Menschen\neinen Garten besitzen sollen, die ihn be-\nbauen wollen, also die Schrebergärtner.\nDer Schrebergärtner ist glücklich, er hat\netwas, das die entsetzlich aufreibende Arbeit\nwieder in Ordnung bringt. Er wird geistig\nund seelisch wieder zum Menschen gemacht.\nIm andern Fall verroht er. Nicht alle\nMenschen können einen Schrebergarten be-\nsitzen oder bebauen. Es gibt viele Berufe,\ndie den Menschen von der Gartenstadt aus-\nschließen, Ein Feinmechaniker darf nicht\neinen Spaten in die Hand nehmen, er ruiniert\nseine Hand; ein Violinspieler darf nicht\neinen Spaten in die Hand nehmen, er ruiniert\nseine Hand. Viele geistige Berufe sind nicht\ndazu geeignet. Ich habe daher als Chef-\narchitekt des Siedlungsamts der Stadt Wien\ndie Forderung aufgestellt, daß nur derjenige\nein Haus besitzen darf, der Jahre hindurch\ngezeigt hat, daß er imstande ist, einen\nGarten zu bebauen. Denn dazu bereit\nsind alle, aber wenn es dazu kommt, so\nbleiben nur wenige bei der Stange. Wer\naber freiwillig über den Achtstundentag hin-\naus sich verpflichtet, Nahrung zu schaffen,\ndem soll die Möglichkeit geboten werden,\nsich ein Haus zu errichten. Nicht aus\nöffentlichen Mitteln soll er es erhalten, weil\nes keine Schmarotzer geben darf in der\nmenschlichen Gesellschaft. Ich bin der Mei-\nnung, daß der Gärtner wohl, wenn man die\nFinanzfrage mit bereinigen helfen will, einen\nBaugrund und Boden mit Hilfe öffentlichen\nGeldes zu bekommen hat, aber das Haus\nselbst zu erwerben hat. Damit werde ich so-\nfort in Kollision mit der sozialdemokratischen\nPartei kommen, die keine Hausherren züchten\nwill, was mir aber vollkommen gleichgültig\nist, denn ich bin kein Parteimann.\nNun bin ich überdies der Meinung; Wenn\nes nun zweierlei Menschen der arbeitenden\nKlasse gibt, solche, die einen Teil ihres\nWochengeldes auf den Markt zu tragen\nhaben, um das Gemüse einzukaufen, und\nwieder andere, die mit Hilfe ihrer Arbeit,\ndie Lust und Freude macht, dieses Geld er-\nsparen, dann ist wieder ein Ausgleich zu\nschaffen, d. h. diese Leute sollen das Haus\nselbst bauen, bezahlen und sich verpflichten,\ndiese Ersparnisse auf die Ausgestaltung des\nGartens zu verwenden.\nWie soll dieses Siedlungshaus aussehen?\nWir wollen vom Garten ausgehen. Der\nGarten ist das Primäre, das Haus ist das\nSekundäre. Der Garten wird natürlich der\nmodernste Garten sein. Er muß möglichst\nklein sein, 200 qm sind wohl das Äußerste,\nwas ein Siedler bebauen kann. Wenn der\nGarten nur 150 qm groß ist, um so besser,\ndenn je größer der Garten, desto un-"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "164", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.8", "texte": "rationeller und unmoderner werden die\nMethoden sein, mit denen der Mann ihn\nbearbeitet; je kleiner der Garten, desto\nwirtschaftlicher und moderner wird er ihn\nbearbeiten. Der große Garten ist der Feind\njeden Fortschritts im Gartenbau. Einwen-\ndungen der Siedler, wie: „Ja, ich brauche\nGras für meine Ziege, ich brauche Kartoffeln\",\ndarf es nicht geben. Gras hat der Mann\neinzukaufen. Auch Kartoffeln hat der Mann\nzu kaufen, denn die Kartoffel erfordert für\nihre Ernte ein ganzes Jahr, und dann gibt\nes natürlich keine mehrmaligen Jahresernten\nim Siedlergarten. Je rationeller bebaut wird,\ndesto häufiger wird geerntet. Wir müssen\nes in unserem Klima auf 10—14 Ernten\nim Jahre bringen, und Sie können sich\nwohl vorstellen, welche gewaltige Arbeit das\nerfordert. Vom Klima und von der Erde,\nvom Terrain selbst ist der Siedler nicht ab-\nhängig. Das große Wort des großen gärt-\nnerischen Reformators Leberecht Migge\nin Bremen lautet: „Boden und Klima be-\nreitet sich der Gärtner selbst.\" Das ist ein\nmerkwürdiges paradoxes Wort. Aber was\nden Boden anbelangt, so wird es Ihnen\nselbstverständlich klar sein, daß der Boden,\nder da vorliegt, für Gartenzwecke nicht ohne\nweiteres verwendet werden kann, daß erst\nim Laufe der Jahre durch ununterbrochene\nDüngung und Hineinbringung von neuer\nErde und Humus der Boden nutzbar ge-\nmacht wird. Denken Sie nur daran, daß\ndie Pariser Gärtner wegen der Vergrößerung\nder Stadt ununterbrochen ihre Gärten nach\naußen verlegen müssen, und alles, was sie\nan Reichtum besitzen, das ist ihr Boden.\nAuf Wagen geladen, nehmen sie ihn daher\nbei der Übersiedlung mit. Fürst Kropotkin\nhat den Humus in die Mühle führen, dort\nmahlen lassen und wieder zurück in den\nGarten gebracht.\nAber das Klima! Wir wissen, daß der größte\nFeind des Gartens die Sonne ist. Die Sonne\nhat schon viel Unheil angestiftet. Die herr-\nlichsten, paradiesisch schönsten Gegenden der\nWelt, zwischen Euphrat und Tigris, hinüber\nbis nach Syrien, Ägypten, der ganze Norden\nvon Afrika, sind der Sonne zum Opfer ge-\nfallen. Es ist unfruchtbares Land geworden.\nAber die Araber wußten Mittel dagegen.\nÜberall dort, wo Gartenkultur, jahrtausende\nalte Gartenkullur im Orient ist, haben sie\nMauern um die Gärten gestellt, um den Wind\nund die Sonnenstrahlen abzuhalten.\nWie macht das unser Siedler ? Er wird, wenn\ndas sein Grundstück ist, eine solche Mauer\num den Garten bauen (s. Abb. 1).\nJede Hausfrau weife, daß die Wäsche rasch\ntrocknet, wenn es Wind gibt. Gerade aber\ndas rasche Trocknen kann der Gärtner nicht\nbrauchen. Wir wollen feuchte Wärme im\nGarten haben. Und nun soll die Sonne\nhineinscheinen und diese Wärmestrahlen sollen\nvom Wind nicht weggetragen werden. Je\nrascher der Boden austrocknet, desto mehr\nvervielfacht sich die Arbeit. Der Boden soll\nimmer feucht sein, damit die Mikroben des\nBodens immer lebensfähig sind, denn die\nMikroben sind es, die unablässig arbeiten,\nden Boden zu zerkleinern. Sie sind die Mühle\ndes Fürsten Kropo t k i n. Und nun ver-\nlangt Migge, daß um 12 Uhr mittags die\nSonnenstrahlen den Garten voll beleuchten,\ndaß es während dieser Zeit, wenn die Sonne\nam höchsten steht, in keinem Garten Schatten\ngibt. Dadurch erreichen wir ein gleiches\nSonnenlicht für alle. Es folgt daraus, daß\ndie Gärten alle von Norden nach Süden\ngerichtet sein müssen, und daß demnach ein\nGarten geographisch von Norden nach Süden\nliegen muß (s. Abb. 2).\nNun steht die Sonne im Süden. Um 12 Uhr\nmittags gibt es nur sonnige Gärten. Dann"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "165", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.9", "texte": "gibt es Mauern rechts und links. Für den\nFall, daß zwei Siedler bezüglich der Mauer-\numfriedigung ihre Gärten zusammenlegen, so\nhat der eine Siedler morgens volle West-\nsonne, der andere Siedler volle Ostsonne\nauf seiner Mauer, am Abend umgekehrt.\nDiese Mauern werden mit Spalierobst be-\npflanzt. Bäume hat es überhaupt im Garten\nnicht zu geben. Der Baum ist ein unsoziales\nWesen. Er gibt nicht den Schatten demjenigen,\nder ihn haben will, sondern gewöhnlich dem\nNachbar. Ein Baum im Garten ist ein Unglück,\neine Ursache von Zank und Streit. Außer-\ndem weigert sich ein Deutscher, einen Baum\nzu fällen; der Deutsche ist kein Amerikaner,\nder den Baum fällt, wenn sein Erträgnis\nnachläßt. Wenn Sie heute an Leipzig vor-\nüberfahren, so werden Sie zahlreiche Schreber-\ngärten sehen: Ein wildes Buschwerk von\nObstbäumen, fast ohne Ertrag. Das sind\nkeine Gärten mehr, die Leute haben gar nichts\ndavon. Sie besuchen den Garten höchstens\n00\nzur Pflaumen- oder Apfelernte und damit\nist der Schrebergarten erledigt. Es fällt keinem\nmehr ein, einen solchen Garten im Laufe des\njahres zu betreten. Es ist Dickicht. Daher\ndarf kein Baum gepflanzt werden außer\nSpalierobst.\nFür den Fall, daß der Bebauungsplan nicht\nnur aus Straßen bestehen kann, die scharf\nvon Osten nach Westen gehen, dann soll\ntrotzdem der Garten von Norden nach Süden\ngerichtet sein. Die Häuser stehen daher nach\nder Straßenseite wie die Zähne einer Säge\n(s. Abb. 3).\nDas Siedlerhaus hat vom Garten aus ent-\nworfen zu werden, denn vergessen wir nicht:\nDer Garten ist das Primäre, das Haus das\nSekundäre.\nFragen wir zuerst, welche Räume ein Haus\nhaben muß.\nVor allen anderen einen Abort mit Dung-\nverwertung. Ein Wasserklosett darf es im\nSiedlungshaus nicht geben, denn der Dünger,\ndie Abfallstoffe des ganzen Hauses samt den\nmenschlichen Fäkalien sind notwendig für die\nBodenbereitung. Da ist es wichtig, daß man\neine Art Tonnensystem oder Kübelsystem hat,\nauf keinen Fall eine große Düngergrube.\nDas darf es nicht geben, das wäre sehr anti-\nsozial. Wenn eine solche Grube nur alle\nhalbe Jahre einmal ausgeleert wird, dann\nkönnen Sie sich vorstellen, welch gewaltiger\nGestank da entsteht, den nicht nur der eigene\nGrubenbesitzer, sondern die ganze Siedlung\nzu ertragen hat. Wenn ein jeder Siedler von\neinem Tag zum andern, der eine heute, der\nandere morgen, diese Grube entleert, dann\nkommt die arme Siedlung aus dem Gestank\nnicht heraus. Der Kübel ist täglich auf den\nersten Komposthaufen zu entleeren und um-\nzuschaufeln. Eine solche Möglichkeit macht\ndie ganze Siedlung geruchlos. Es sind drei\nKomposthaufen anzulegen. Der Kompost-\nhaufen soll, wenn er mit allen Abfallstoffen\nvermischt ist, ein Jahr daliegen, um ganz\ndurchgären zu können. Es darf nicht der\nKübel auf das arme Gemüse gebracht werden.\nDas riecht man besonders bei dem Blumen-\nkohl sehr stark. - Dieser Abort darf daher\nauf keinen Fall innerhalb des Hauses an-\ngeordnet werden. Es gibt noch kein deutsches,\naber ein englisches Gesetz, das verbietet, daß\nder Abort vom Hausinnern betreten werden\nkann. Er kann im Grundriß des Hauses\nliegen, aber die Türe muß ins Freie führen.\nWenn man den Weg zum Abort mit Hilfe\neines Regendachs oder eines Vorbaus im\n1. Stock regensicher macht, um so besser\nfür die Hausbewohner. Die Angst, daß man\nsich erkältet und andere so schöne städtische\nDinge, sind hier lächerlich. 50 Prozent der\nEinwohner Amerikas gehen auf diese Art"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "166", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.10", "texte": "und Weise auf den Abort. Das sind Ge-\ngenden, in denen es sehr kalt ist und wo\ndie Menschen noch eine natürlich geordnete\nLebensweise haben. Die Möglichkeit, mit\nHilfe einer Kanalisation die wertvollsten\nDüngemittel, die der Siedler produziert, weg-\nzuschaffen, muh verboten werden. Wir\nmüssen so weit kommen wie die Japaner,\ndie sich für eine Einladung zu einem Essen\ndadurch revanchieren, daß sie den Abort des\nGastgebers benützen.\nNun ordne ich gegen den Hof noch einen\noffenen Schuppen für Werkzeuge und Geräte\nan. Ich brauche einen Stall für einige Tiere,\nKaninchen, die ein jeder Siedler halten soll,\nweil sie ökonomisch sind und sehr viele\nAbfälle der Gemüse verzehren, die sonst\nverloren gingen und für Hühner. Die Hühner\nmüssen einen eigenen drahtumfriedeten Aus-\nlauf haben, so groß als möglich.\nMan darf und kann daher nicht direkt aus\ndem Hause in den Garten treten, sondern\nin einen Wirtschaftshof, wo diese Dinge rechts\nund links angeordnet sind. Der Garten selbst\nbeginnt mit einem Arbeitsplatz, an welchem\n— an die Mauer angelehnt - die Kompost-\nhaufen liegen. Ein Arbeitstisch und die für\nverschiedene Gemüse verschiedenen Garlen-\nerdenbehälter vervollständigen den Arbeits-\nplatz. Nach dem Hause zu wird der Wirt-\nschaftshof, durch einen zwei Stufen erhöhten,\nteilweise gedeckten Arbeitsplatz für die Haus-\nfrau abgeschlossen. Diese Veranda muß von\nder Spülküche betreten werden können.\nDiese Spülküche, die ich Spüle nenne, ist eine\nmerkwürdig moderne Sache. Ihre Bezeich-\nnung besagt, daß in ihr nicht gekocht, sondern\nnur alle vorbereitenden und nacharbeitenden\nBeschäftigungen, die das Kochen und die\nWirtschaft erfordern, vorgenommen werden,\ndaß im Wohnraum selbst gekocht wird.\nNun schneide ich die große Frage an: Küche\noder Wohnküche. Ich will gleich von\nvornherein sagen, daß ich für die Wohnküche\nbin aus rein evolutionistischen modernen\nGesichtspunkten heraus, die da lauten:\nAls erster Einspruch gegen die Wohnküche\nwird gesagt, wir wollen ein Zimmer haben,\nin dem es nicht stinkt. Auf die Frage, wo-\nher der Gestank käme, sagt man mir: vom\nKochen. Nun wäre es ja schließlich für die\nErnährung der Menschen sehr gut, wenn man\nso kochen würde, daß es nicht stinkt. Tat-\nsächlich kann in allen Räumen, in denen\ngekocht und gegessen wird in irgend einer\nArt und Weise gekocht werden, daß es nicht\nstinkt. Ich sehe garnicht ein, warum die\nSpeisen stinken, einen unangenehmen Geruch\nhaben müssen. In vornehmen Haushaltungen\nwird mehr bei Tisch gekocht als in gewöhn-\nlichen Haushaltungen. Das ganze Frühstück\nwird bei Tisch zubereitet. Mit Hilfe eines\nSpirituskochers oder eines elektrischen Kochers\nwird eine Eierspeise gemacht, Schinken und\nEier, es wird ein Beefsteak zubereitet — lauter\nDinge, die einen angenehmen Geruch haben.\nBlumenkohl oder Kraut, auf den noch tags\nzuvor ein Nachttopf entleert wurde, hat es\nnicht zu geben. Immer mehr und mehr wird\ndie Kochgelegenheit in die großen Speise-\nsäle verlegt, große Restaurants wurden gebaut,\nin denen ein großer Rotisseur vorhanden ist,\nwo die Köche vor dem Publikum hantieren,\nund man zusehen kann wie gekocht wird.\nJe mehr solche Speisehäuser gebaut werden,\ndesto stärkeren Zulauf haben sie. Die Leute\nfreut es zuzusehen, und eines schönen Tages\nwird in jedem Bürgerhaus die Küche auch\ndas Speisezimmer sein. In Frankreich gibt\nes schon eine ganze Menge Leute, die ein\nSpeisezimmer mit Kochgelegenheit haben.\nPoiret, der moderne Damenschneider, hat\nsich auch eines bauen lassen. Ich selbst\nbaue in Paris in mehreren Häusern Rotisseure"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "168", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.12", "texte": "ein, große Kamine, wo alle Speisen usw.\ngebraten werden. Diejenigen Speisen, die\nlange Vorbereitungen brauchen, werden aus\nder Küche auf den Tisch gebracht. In vor-\nnehmen Speisehäusern wird ein Tisch heran-\ngezogen, das Spiritusfeuer brennt und es wird\ngekocht und gebraten. Alles mögliche wird\nbei Tisch gemacht; es ist eine Freude zuzu-\nsehen. Wie gesagt, je vornehmer wieder\ngespeist wird, desto mehr wird bei Tisch\ngekocht. Ich frage mich, warum der Prole-\ntarier von dieser schönen Sache ausgeschlossen\nsein soll ? Vor 1000 Jahren hat jeder Deutsche\nin der Küche gegessen. Das ganze Weih-\nnachtsfest spielte sich in der Küche ab, sie\nwar der schönste und geeignetste Raum. So\ngeschieht es heute noch auf englischen Herren-\nsitzen. Man denke nur an die klassische\nBeschreibung des Weihnachtsfestes in den\n„Pickwikiern\". Man weiß es sehr gut, warum\ndie Kinder sich am allerliebsten in der Küche\naufhalten. Das Feuer ist etwas Schönes.\nDie Wärme des Feuers durchdringt den Raum\nund das Haus, es geht nichts an Wärme\nverloren. Es ist eine Heizquelle, die das\nganze Haus durchwärmt, und das Feuer ist,\nwie es sein soll, der Mittelpunkt des Hauses.\nDer Engländer sitzt gerne beim Feuer, und\nda ist es wieder die Freude an der Zer-\nstörung, die den Engländer dazu lockt, sich\nzum Kamin zu setzen und zuzusehen, wie\nStück für Stück des Holzes verbrennt. Daher\nbaue ich die Wohnküche, die die Hausfrau\nentlastet, und ihr einen stärkeren Anteil an\nder Wohnung gibt, als wenn sie die Zeit des\nKochens in der Küche verbringen muß. Die\nSpüle dient für die Vorbereitung und Nach-\narbeit. Man wird nicht immer, wenn man\ndas Haus vom Garten her betritt, die Türe\nnach der Spüle hinter sich zumachen. In der\nwarmen Jahreszeit werden die Küchenarbeiten\nim Freien geschehen und die Türe wird weit\noffen stehen, vielleicht Tag und Nacht. Daher\nisi es unbedingt notwendig, daft die Spül-\nküche nach dem Garten zu liegt. Was er-\nfordert dies? Die Spülküche braucht nicht\nnach Süden zu liegen, ich brauche den Platz\nnach Süden für die Wohnküche. Daher wird\nein Haus an der Nordseite der Straße am\nbesten so zu bauen sein, daft die Wohn-\nküche nach Süden gerichtet ist, die Spüle\ndagegen nach dem Garten, also nach Norden.\nDies ist auf alle Fälle praktisch.\nAber auch auf der anderen Seite der Strafte\nist zu bebauen. Da zeigt es sich, daft der\nMann, der den Bebauungsplan zu machen\nhat, aus analogen Gründen diese Seite breiter\nhalten muft. Denn hier liegt die Strafte im\nNorden, der Garten im Süden. Es muft\nLicht und Sonne in den Wohnraum kommen\nund die Spüle muft nach dem Garten ge-\nrichtet sein. Daher ist für denjenigen, der\neinen Bebauungsplan zu machen hat, fol-\ngendes von Wichtigkeit: Die Parzelle nörd-\nlich der Strafte braucht nur 5 m breit zu sein,\nwährend die Parzellen südlich der Straße\nso breit sein müssen, um sowohl die Spüle\nals das Wohnzimmer nebeneinander beher-\nbergen können (s. Abb. 4). Für den Archi-\ntekten ist damit schon gesagt, daft im einen\nFall (nördlich der Strafte) die Balkenlage\nvon Brandmauer zu Brandmauer reicht.\nDie Balkenlänge ist in Deutschland, wie ich\nglaube, 5 m, so daft man keinen Holzver-\nschnitt hat. Im andern Fall legt man die\nBalken entweder von Auftenmauer zu Auften-\nmauer oder man benützt ebenfalls die Brand-\nmauern und macht je einen Unterzug in\nder Mitte zwischen den Brandmauern als\nAuflager. Das ist nun einmal eine totsichere\nSache. Man kann sich viel Arbeit und Nach-\ndenken mit dieser einen einfachen Über-\nlegung ersparen."}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "169", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.13", "texte": "Erich Mendelsohn: Fabrik in Leningrad"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "170", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.14", "texte": "Also: Wir haben zuerst den Abort, dann den\nSchuppen und den Stall. Wir haben die\nSpüle und wir haben einen Wohnraum,\nund nicht zu vergessen, und nicht zu ver-\ngessen, eine möglichst große Speisekammer.\nAußerdem haben wir einen Eingang von der\nStraße. Damit haben wir das Erdgeschoß\nerledigt. Einen Keller hat es nicht zu geben,\ner ist völlig überflüssig und verteuert ein\nHaus bedeutend. Das hat die Erfahrung\ngezeigt. Aber es hat überhaupt keinen Keller\nzu geben. Der Keller ist eine mittelalterliche\nEinrichtung. Die Leute glauben immer, die\nKohlen befinden sich dann am besten auf-\ngehoben, wenn sie im Keller liegen, ebenso\ndie Kartoffeln.\nWenn ich an die Räume denke, in denen\nman schläft, so muß ich sagen, daß das\nSchlafen und das Wohnen voneinander ge-\ntrennt werden muß. Es darf keine Mischung\nzwischen Wohnen und Schlafen geben. Das\nSchlafen soll so untergeordnet als möglich\nbehandelt werden, in den kleinsten und\nniedrigsten Räumen. Es darf niemals die\nLeuie dazu verführen, im Schlafzimmer zu\nwohnen. Im Schlafzimmer ziehe ich mich\naus, lege mich ins Bett, schlafe, stehe wieder\nauf und ziehe mich an. Damit ist das Schlaf-\nzimmer erledigt und im Laufe des Tages\nnicht mehr zu betreten. Diese Mischung von\nWohnen und Schlafen ist in Deutschland und\nOesterreich üblich. Es kommt bei uns sogar\nvor, daß das Speisezimmer Doppeltüren hat,\ndie weit geöffnet sind und uns den Blick\nins Schlafzimmer mit zwei Doppelbetten ge-\nstatten. In Amerika lebt kein Mensch so\nniedrig, so elend, so gemein, daß aus seinem\nSchlafraum eine Türe in ein Wohnzimmer\ngehen würde.\nIn England kommt es vereinzelt noch vor\nin ganz alten Häusern, aber so alte Häuser\ngibt es in Amerika nicht. An und für sich\nsoll ein Schlafzimmer niemals einen Kontakt\nhaben mit einem anderen. Jedes Schlaf-\nzimmer soll sein wie ein Hotelzimmer. In\nEngland haben die Kinder ein eigenes Schlaf-\nzimmer, während bei uns die Eltern behaupten,\nsie müßten in das Schlafzimmer der Kinder\nhineinsehen können. Das ist falsch. Der\ndeutsche Charakter würde gestärkt, die Kinder\nwürden selbständiger werden, wenn sie von\nfrühester Kindheit an allein schlafen dürften.\nEs ist gar nicht notwendig, daß sie nachts\nbeobachtet werden.\nEs besteht also die Notwendigkeit, im obersten\nStock drei Räume errichten zu können, die\nden Eltern, den Knaben und den Mädchen\nals getrennte Schlafzimmer dienen. Wenn\nnun die Familie so zusammengesetzt sein\nsollte, daß das nicht notwendig ist, nun dann\nwerden eben die Schlafzimmer größer sein.\nAber man kann nie sagen: Ja, wir haben\nnur Buben, oder, wir haben nur Mädchen;\nes kann doch ein Familienzuwachs statt-\nfinden. Aber auch da muß sich das Sied-\nlungshaus für alle späteren Möglichkeiten\neignen. Zwischenwände brauchen nicht gleich\nerrichtet zu werden. Das Zimmer wird\ndaher anfangs größer sein, aber wenn die\nKinder ein gewisses Alter erreichen, dann\nwerden die Eltern daran denken, eine Ab-\nteilungswand zu machen. Daher seien die\nRäume in diesem obersten Stock so ein-\ngeteilt, daß die Mauern mit den übrigen im\nunteren Stock gar nichts zu tun haben\nbrauchen, Die Abteilung kann auch mit\nHilfe von Schränken gemacht werden. Es\nist auch nicht notwendig, daß gleich Türen\neingehängt werden, es genügt vielleicht im\nAnfang ein Vorhang, wie überhaupt ein\nHaus nach und nach entstehen soll. Es ist\nganz falsch, einen Siedler in ein fix und\nfertig eingerichtetes Haus hineinzusetzen,\nund sich die Möbel von einem Architekten"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "171", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.15", "texte": "Adolf Loos: Industrie-Ausstellungsgebäude für Tien-Tsin/China"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "172", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.16", "texte": "zeichnen zu lassen, sondern man hat im\nGegenteil die Möbel nach und nach anzu-\nschaffen. Das Haus sei niemals fertig, es\nsoll immer die Möglichkeit da sein, etwas\nweiteres dazuzugeben. In meinem Buche, das\nin Paris in deutscher Sprache nach dem\nKriege erschienen ist, steht die Geschichte\nvom „armen reichen Mann\", die ich im\nJahre 1900 geschrieben habe, in der ich ein\nHaus beschreibe, das vom Architekten ein-\ngerichtet worden ist, in dem nichts mehr\nzu kaufen war, weil schon alles fix und\nfertig dastand. So sei es in diesen Häusern\nnicht. Ich bin nicht dafür, daß einem jungen\nEhepaar, das noch keine Kinder oder Kinder\nin jugendlichstem Alter hat, diese obersten\nRäume vollständig eingerichtet zur Ver-\nfügung gestellt werden. Der Architekt hat\nmit punktierten Linien die verschiedenen\nMöglichkeiten der Einteilung vorzuzeichnen.\nMan bringt vorerst an die Fensternischen,\nTüren usw. Vorhänge an, um später das\nhineinzubauen, was notwendig ist. Zu\ndiesem Zwecke sind die Decken so stark zu\nkonstruieren, daß sie die Last dieser nach-\nfolgenden Trennungsmauern aushalten.\nNun, wie gelange ich zu diesen Räumen?\nDa ist nun wieder eine Frage: Soll dieses\nobere Stockwerk von der Straße aus zu-\ngänglich sein oder soll man zuerst den\nWohnraum betreten, die Wohnküche und\nvon der Wohnküche in das obere Stockwerk\ngelangen. Ich habe mich für das letzte ent-\nschieden. Ich halte es für falsch, von der\nStraße durch gesonderten Vorraum in die\nSchlafräume gelangen zu können wie\nes in Deutschland üblich ist. Die Ver-\nführung, die oberen Räume zu vermieten,\nist zu groß. Wenn aber der betreffende\nMieter durch den gemeinschaftlichen Wohn-\nraum gehen muß, hat man die Ent-\nscheidung über die Vermietung für den\nBesitzer erleichtert. Er will keinen Fremden\nin seinem Zimmer haben. Nun kommt\nnoch etwas anderes dazu. Wenn ich die\nStiege im Wohnraum anordne, also in der\nArt einer Halle, so gewinne ich einen großen\nLuftraum. Die Heizung der oberen Räume\nwird auf diese Art und Weise bewerkstelligt,\ndaß knapp vor dem Schlafengehen, die\nTüren im oberen Stockwerk geöffnet werden\nund die Wärme jetzt in diese Räume hinein-\nzieht und sie erwärmt, was ja in jeder Miet-\nwohnung vor dem Schlafengehen gemacht\nwird. Nun kann ich mich eine halbe Stunde\nspäter vom Familientisch trennen und kann\nin den warmen Raum hinaufgehen, ohne\ndaß eine eigene Heizung notwendig ist.\nDadurch wird das Familienleben gehoben.\nSie kennen ja alle diese Fragen — und auch\nder reichste Mittelstand hat das während\ndes Krieges mitgemacht —: soll man noch\nKohlenachlegen oder nicht? Wenn es 9 oder\n10 Uhr abends geworden, da hat man im\nHinblick auf die Kohlenrechnung sich gesagt:\nes verlohnt sich nicht mehr und man hat\ngefroren. Wenn man dagegen weife, daß\ndie Wärme des Wohnraumes die ganze\nNacht hindurch wirkend in die übrigen Wohn-\nräume sich verteilt, nichts verloren geht, wird\nman heizen solange es notwendig ist, weil\nman ein gemütliches Familienleben sich\nschaffen und bis zur letzten Minute in der\nFamilie beisammen bleiben kann. Diese\nBeobachtung kann man leicht machen.\nVor allem anderen seien die Decken des\nWohnraumes nicht zu dick. Es ist nicht not-\nwendig, daß die Balkendecke mit einer\nSchuttschicht belegt wird; die Wärme, die\nentweichen könnte, kommt dem Schlafzimmer,\nder Familie selbst zugute. Man könnte\nvielleicht behaupten, man leiste durch das\nFehlen einer Schutt- oder Lehmschicht einer\nFeuersgefahr Vorschub. Wenn ein Haus"}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "173", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.17", "texte": "anfängt zu brennen, dann brennt es einfach\ndurch. Da ist nichts zu machen. Wenn es\nbrennt und die Flamme so stark ist, daß\ndie Deckenbalken ergriffen werden, dann ist\nnichts mehr zu machen. Wenn nun eine Decke\naus Balken besteht mit darübergenagelten\nBrettern, die vielleicht drei Zentimeter dick\nsind, und man dadurch unten hört, wenn\njemand im oberen Stockwerk geht, so freut\nman sich und sagt sich, das ist der Vater,\nder zu Bett geht oder aufsteht. Was ist da\nSchlimmes dabei.\nDiese kleinen Beobachtungen, die ich Ihnen\nheute mitgeteilt habe, werden vielleicht für\nmanchen Architekten, der nicht gerade offensiv\neiner anderen Meinung ist, die Arbeit er-\nleichtern können. Mehr habe ich nicht\nbeabsichtigt.\n1. Hat das Haus auch ein Bade-\nzimmer?\nIch bin auf solche Details nicht eingegangen.\nIch bin der Meinung, daß ein Baderaum eine\netwas zu teure Sache ist. Das Baden soll\nin der Spüle bewerkstelligt werden. In der\nSpülküche soll ein Wasch trog mit Deckel\nsein, in dem die Familienmitglieder auch\nbaden können. Der Deckel soll als Küchen-\ntisch benutzt werden können. Auf diese Art\nund Weise kann in jedem Haus eine billige\nBadegelegenheit geschaffen werden. Wohl\nwäre es aber möglich, im Flur des oberen\nStockwerks ein Wasserbecken einzurichten,\ndaß man sich dort mit kaltem und warmem\nWasser waschen kann.\n2. Flaches oder geneigtes Dach?\nMan muß sich da zuerst die Frage vorlegen:\nWarum haben wir das geneigte Dach ? Manche\nLeute glauben, es wäre eine Frage der Ro-\nmantik und der Ästhetik. Aber dem ist\nnicht so. Jedes Bedachungsmaterial verlangt\neinen ganz bestimmten Winkel. Jeder Bau-\nkundige weife, dafe je nach dem Material\nder Bedachung der Dachwinkel ermittelt\nwird.\nWir halten kein anderes Mittel, uns gegen\nRegen, Schnee und Sturm zu schützen, als\nmit Hilfe von kleinen Platten, die entweder\naus Schiefer oder Ton oder Holz angefertigt\nwerden. Das Schönste wäre natürlich, man\nwürde ein Bedachungsmaterial haben, das\naus einem Stück bestünde. Dieses Bedachungs-\nmaterial brauchte nur einen Neigungswinkel,\nder notwendig ist, um das Wasser auf na-\ntürliche Art und Weise ablaufen zu lassen.\nNach dem großen Brand von Hamburg\nwurde vom Hamburger Senat ein Preis-\nausschreiben für ein feuersicheres Bedachungs-\nmaterial erlassen, das von der ganzen Welt\nbeschickt wurde. Da kam auch ein Handels-\nmann namens Häusler aus Hirschberg in\nSchlesien, der als Nichtbausachverständiger\nein Projekt einschickte: eine Riesenplatte, so\ngroß wie die ganze Bedachung, aus einem\nStück gefertigt, das Holzzementdach.\nUnd dieses Holzzementdach ist wohl die\ngrößte Erfindung im Bauwesen seit Jahr-\ntausenden geworden. Aber dieser Mann\naus Hirschberg in Schlesien fand ein undank-\nbares Geschlecht. Es war ein Geschlecht der\nRomantiker, die der Meinung waren, im\nDache offenbare sich die ganze Schönheit\ndes Hauses. Je steiler ein Dach, desto schöner.\nDas Dach wurde auf einmal zu einer Sache\nder Ästhetik, zu einer Sache der Ästhetik der\nMitte des 19. Jahrhunderts. Denn hätten die\nBautechniker, die Baumeister und Architekten\nin dem Jahre, in dem die Renaissance ins\nLeben trat, das horizontale Dach machen\nkönnen, dann wäre es ein Triumph für\ndiesen einfachen Handelsmann in Schlesien\ngeworden. Was haben die Leute nicht alles\ngetan? Ein Kampf zwischen Winkel und\nhorizontaler Linie wurde geführt."}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "174", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.18", "texte": "In Österreich baute man überall Renaissance-\nfassaden, die flache Dächer vortäuschten; es\nwar nur eine Attrappe, denn es waren steile\nGiebeldächer dahinter. Diese Fenster im\nobersten Stock waren falsch; hie und da\ngab es ein Giebelfenster (s. Abb. 5). Hätte\nman damals das Holzzementdach gehabt!\nHolzzementdächer, die in den vierziger Jahren\ngemacht wurden, funktionieren ohne Repa-\nratur genau so, wie damals. Beim Holz-\nzementdach gibt es überhaupt keine Repa-\nratur. Wenn in Bauhandbüchern Holz-\nzementdächer verworfen sind, so denken die\nVerfasser an jene falsch verlegten Dächer.\nDas Wichtigste ist, zu wissen, daß man eine\nPlache über die ganze Dachschale spannen\nmufe, die in keiner Verbindung mit der\nHolzschalung ist; denn das Holz arbeitet\nunter der Dürre oder unter der Feuchtigkeit,\nes zieht sich zusammen oder es treibt aus-\neinander. Davon muß natürlich diese neu\nangefertigte Plache völlig unabhängig gemacht\nwerden. Unter dieser Dachhaut muß das\nHolz arbeiten können. Wenn aber das Dach\nfest an das Holz anklebt, was durch eine\nfehlerhafte Manipulation möglich ist, dann\nwird es natürlich reißen und nicht mehr\nreparaturfähig sein. Man sieht irgendwo\nFeuchtigkeit eindringen, aber dort, wo diese\nsichtbar wird, ist das Loch nicht. Es ist ganz\nwo anders. Denn inzwischen hat der Regen\ndem Holz entlang seinen Weg genommen\nund tritt dann ganz irgendwo anders her-\naus. Das kann man nicht reparieren.\nSie können unmöglich mit dem Mikroskop\ndort arbeiten und die Öffnung finden. Des-\nhalb ist es besser, ein fehlerhaftes Holz-\nzementdach vollständig abzureißen und durch\nein neues zu ersetzen, denn es ist in der\nHerstellung billig. Aber es ermöglicht eine\nhorizontale Fläche des Daches, es ermöglicht\netwas, was die Geschichte seit Jahrtausenden\ngesucht hat: einen Raum im obersten Stock-\nwerk, der aus vertikal-horizontalen Flächen\nbesteht. Die Siedler sagen: „Wir brauchen\ndas Dach, denn wir haben Heu und müssen\nes unterbringen.\" Beruhigt euch! Dem Heu\nist es ganz egal, ob es in einem solchen\nRaum oder in einem anderen Raum liegt.\nEs ist hirnverbrannt, aber die Leute sagen,\nja, da könnten wir auf billige Weise noch\nein Stockwerk unterbringen. Aber ist es\nwirklich so billig? Wer würde beim Bau\neines einstockigen Hauses mit dem Dach\nbeginnen? Es kommt doch so billig! Das\nhabe ich aber noch nie gesehen, daß ein\nHaus so ausgesehen hat (s. Abb. 6).\n3. Wo soll der Bauer seinen\nApfelwein unterbringen?\nDas ist eine sehr wichtige Sache. Der fran-\nzösische Bauer hat auch einen eigenen Raum\ndafür, aber es ist kein Keller. Der einfachste\nfranzösische Mann hat ein Faß mit Wein,\ndas einen eigenen kleinen Raum im Erd-\ngeschoß hat. Dieses Faß wird im Laufe von\neinem oder zwei Jahren verbraucht. Der\neinfachste französische Mann in Frankreich\nbezieht keinen Flaschenwein. In Frankreich\nwird der Wein nicht an einem kühlen Orte\naufbewahrt. Allerdings ist er gegoren. Wie\nman sich nun das Gärenlassen des Weines\nvorstellt, ist eine Sache des sozialen Zu-\nsammenarbeitens der Siedler. Wohl können\nalle zusammen einen Keller haben, und eine\nSiedlung sollte wirklich diese soziale Zu-\nsammenarbeit ermöglichen. Migge geht\nweiter, er verlangt in der Kompostbereitung\ngemeinschaftliche Einrichtungen. Ich bin der\nMeinung, daß dies heute noch nicht durch-\nzuführen ist, weil die Belieferung zu ver-\nschieden ist. Aber ich mache Sie darauf\naufmerksam, daß der Bauer mit der Zeit\nauch sozial denken wird, mehr als er es"}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "175", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.19", "texte": "heute tut. Es werden franzosische, es werden\nschweizerische Verhältnisse eintreten. Am\nbesten kann man das soziale Gefühl des\nBauern daran erkennen, ob er Käse erzeugt.\nKäse kann man nicht allein erzeugen, Käse\nmuß in Gemeinschaft erzeugt werden. In\nBayern gibt es sehr große Käsereien, in\ndenen gemeinschaftlich Käse erzeugt wird.\nWo kein Käse erzeugt wird, bekommt die\nüberschüssige Milch des Schwein, und das\nist Verschwendung, die nicht sein soll. Aller-\ndings gibt es dann eine ganze Menge Speck\nvon den ausgewachsenen Schweinen. Alle\ndiese Sachen sind eine Folge der fehlenden\nKäsereien. Also es kann auch die Her-\nstellung des Apfelweins in einer solchen\ngemeinschaftlichen Art bewerksielligt und\nnachher das Faß im Erdgeschoß unterge-\nbracht werden.\nIch habe vergessen zu sagen, daß außerhalb\nder Spüle noch die Speisekammer ganz be-\nsonders groß sein muß, viel größer als in\nder Stadt. Wenn die Siedler ihren Plan\ngebracht haben, und ich fand eine zu kleine\nSpeisekammer, so haben sie den Plan\nzurückbekommen. Sie kann übertrieben\ngroß sein.\n4. Wie werden die vorgetragenen\nAnforderungen in Mehrfamilien-\nhäusern erfüllt?\nIch habe bis jetzt nur ein Mehrfamilienhaus\ngezeichnet, das aber von der Gemeinde Wien\nnicht angenommen wurde. Ich habe darin\nnur Wohnungen, die sich in zwei Stockwerken\nbefinden. Das ist keine Erfindung von mir.\nDie Engländer und die Amerikaner haben\nMietswohnungen, die sich in zwei Stockwerken\ninnerhalb eines zehn oder zwanzig Stock\nhohen Gebäudes zusammensetzen. Die Leute\nlegen großen Wert darauf, nicht ihre Wohn-\nräume neben dem Schlafzimmer zu haben,\nsie wollen die Zimmer durch Treppen ge-\ntrennt haben. Sie bilden sich ein, sie hätten\nein eigenes Haus. Das Wertgefühl des\nMenschen wird dadurch gehoben. Dadurch\nverstehen wir erst, warum sich der Engländer\nund der Amerikaner vor dem Abendessen\numzieht. Er kann sich einfach nicht um-\nziehen, wenn er nicht die verschiedenen\nStockwerke besitzt. Wenn ich im Hotel\neines Kurortes einquartiert bin, dann ziehe\nich mich ganz leicht zum Abendessen um,\nweil ich im zweiten, dritten oder vierten Stock\nwohne. Ich warte, bis der Gong ertönt oder\nich halte mich in der Halle auf, bis zum\nEssen gerufen wird. Das ist eine kolossale\nErleiditerung, sich umzukleiden. Aber ich\nwürde in einer solchen Wohnung, wo das\nSpeisezimmer mit Flügeltüren in das Schlaf-\nzimmer geht, nicht das Gefühl haben, mich\numkleiden zu können. Es ist ganz gut zu\nverstehen, wenn ein Engländer, der in Zentral-\nafrika reist, um sechs Uhr abends den Smoking\nanzieht und sich damit zu Tische setzt. Ich\nhabe früher von einem Baumeister gehört,\nder in Australien zu tun hatte, daß er in\nder Wildnis von Familien eingeladen wurde\nund sehr erschrocken war, als die Herren\ndes Abends im Smoking und die Damen in\nBalltoilette erschienen. Man sagte ihm, das\nmüssen wir machen, das ist das einzige, das\nuns hier noch mit der Kultur verbindet. Es\nwar einfach das Bedürfnis dieser Leute, da-\ndurch zum Ausdruck zu bringen, daß sie zu\nden gebildeten Menschen gehören. Ich halte\nes für sehr wichtig, daß auch der Arbeiter\nsich für das Abendessen umzieht, besonders\nder manuell Arbeitende braucht diese Psyche\ndes Umziehens viel mehr, als der Mann, der\nim Büro sitzt. Dieser wird sich die Hände\nwaschen, und das wird genügen. Der Siedler,\nder den ganzen Tag über in Holzschuhen"}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "176", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.20", "texte": "im Garten herumgeht, wird die Schuhe\nwechseln, wenn er das Haus verläßt, und\nin dem Moment, wo er ins Haus tritt wird\ner die Schuhe auch ausziehen, besonders am\nAbend. Das macht ein jeder Engländer, selbst\nwenn er sich nicht umzieht. Er zieht die\nSchuhe, in denen er den Tag über herum-\ngelaufen ist, aus und zieht Hausschuhe an,\nauch zum Frack.\nSo denke ich mir diese Wohnungen aus zwei\nStockwerken mit einem Eingang von der\nStraße. Die Ergänzung meines Planes muß\ndann etwas sein, das wie ein Terrassenhaus\naussieht, mit einer Stiege, die im Freien\nliegt und von der aus man auf die ver-\nschiedenen Terrassen kommen kann. Man\nkann diese Terrassen auch Hochstraße\nnennen mit einem eigenen Eingang, mit\neiner eigenen Laube, wo man sich des\nAbends in freier Luft, auf der Hochstraße\nsitzend, aufhalten kann. Die Rinder spielen\nauf der Terrasse, ohne Gefahr, von einem\nAutomobil usw. überfahren zu werden, Das\nwar meine Idee, denn ich bin davon aus-\ngegangen, daß man so häufig in der Zeitung\nliest, daß unbewachte Kinder, die von ihren\nin der Arbeit befindlichen Eltern verlassen\nwerden mußten — das sind die Allerärmsten\nunter den Armen — vom Lufthunger ge-\ntrieben, hinaufgestiegen sind auf das Fenster-\nbrett und auf die Straße oder in den Hof\ngefallen sind. Das ist ein schreckliches Los\nfür die Kleinsten der Kleinen. Ihnen wird\ndurch diese gesicherte und ruhige Terrassen-\nstraße die Möglichkeit gegeben sein, den\nganzen Tag über im Freien zuzubringen\nin der Nähe des Hauses und unter dem\nSchutz der Nachbarn. Und auf diese Art\nund Weise dachte ich, für die Kinder zu\nsorgen."}, {"page_pdf": 21, "page_imprimee": "177", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.21", "texte": "FL.O&EL-\n■wmwmmmm\nBERLIN - W 9\nx\nSOW\nPIANOS\nwmmmmm\nBERT STRASSES\n\nVeriag des Bibliographischen Instituts, Leipzig\nMllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllMllllllllllllllUllliaillllllllllllii\nSoeben erscheint\nIn siebenter, neubearbeiteter Auflage:\nMEYERS LEXIKON\n12 Halblederb&nde\nOber 160000 Artikel auf 20000 Spalten Text, rund\n5000 Abblldungen und Karten lm Text, fast 800 z. T,\nfarblge Bildertafeln und Karten, Ober 200Textbellagen\nBand /, II u. IV kostet je 30 M., Band 111 33 M.\nSie beziehen das Werk\ndurch jede gut© BucHhandlung\nund erhalten dort auch kostenfrel\nausfUhrliche Ankilndigungen\n\nCasa d'Arte I\nBRAGAGLIA I\nModerne Kunstausstellungen: Theater dei\nUnabhangigen : Buchhandlung : Verlag\nKunstgewerbe\nTerme Romane di Via Avignonesi 81 Rom 4\n\nVERLAG DER STURM / BERLIN ¥9\nHerwarth Walden:\nEinblick in Kunst\nDie beste EinfOhrung In den\nExpressiontsmus und Kubismus\n70 Abbildungen / 4 farbige Kunstbeilageu\nLadenpreis HaLblemen gebunden M 6.—\nA C H T E AUFLAGE\n\nW. MarzUlier &C 6. Berlin W * Grnnewaldstr. 14-15\nGegriindet 1854\nGegriindet 1854\nHofspediteure S. M. des Konigs von Spanien\nwwTKjwwiififnßiwiwiTriiiiiwß MM lI'MOTHI\nSpedition u. Mobeltransporte, Verpackung u. Lagerung von\nGemalden und Kunstgegenstanden jeder Art. Lieferung und\nEmpfang nach und von alien Kunstausstellungen des In-\nund Auslandes. Transportversicherungen aller Art\nSpediteure d. Wirtschaftlichen Verbandes Bildeaider Kiinstler / der Frelen Secession\ndes Verbandes Deutscher lllustratoren und Hausspeditetsre des „Sturm\""}, {"page_pdf": 22, "page_imprimee": "178", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.22", "texte": "Verlag Der Sturm / Berlin W 9\nKOnstler- Postkarten / Verlag Der Sturm\nNach Gemalden, Zeiehnungen und Bildwerken folgender Kiinstler:\nAlexander Archipe»ko / 4\nRudolf Bauer / 4\nVincenc Benes\nUmberto Boccioni 112 / 2\nCampendonc / 2\nMarc Chagall / 7\nOthon Coubine\nRobert Delaunay\nTour Donas\nLyonel Feininger\nAlbert Gleizes / 2\nJacoba van Heemskerck fj 3\nSigrid Hjerten Griinewald\nAlexei von Jawlensky\nBela Kadar\nKandineky / 3\nPaul Klee\nOskar Kokoscbka / 2\nFernand Leger / 2\nAugust Macke \"112\nFranz Marc 112 / 3\nCarl Menee\nJean Metzinger\nJohannes Molzahn\nGeorg Muche\nGabriele Miinter\nGeorg Schrimpf\nKurt Sehwitters\nGino Severini\nFritz Stuckenberg\nArnold Topp\nMaria Uhden *{*\nNell Walden\nWilliam Wauer / 5\nMarianne von Werefkin\nNegerplastik\nGewebe aus Alt-Peru\nJede Karte 20 Pfennig / Farbige Karte Chagall: Die Kleinstadt / 30 Pfennig\nDie Ziffern hinter den Narnen bedeuten die Zahl der reproduzierten Kunetwerke\n\nDichtungen von Herwarth Waldei\nDas Buch der Menschenliebe / Roman\nDie Harte der Weltenliebe / Roman\n*\nJedes Buch 2 Mark\nErste Liebe / Ein Spiel rait dem Leben\nDie Beiden / Ein Spiel mit dem Tode\nSunde / Ein Spiel an der Liebe\nQlaube / Komitragodie\nLetzte Liebe / Komitragodie\nJedes Buch 1 Mark\nSchriften von Herwarth Walden\nWeib / Komitragodie\n3 Mark\n' *\nKind / Tragodie\nTrieb / Eine burgerliche Komitragodie\nMenschen / Tragodie\nJedes Buch 2 Mark\nIm Geschweig der Liebe / Gedichte\nGebunden in Ganzleliien 3 Mark\n') :\nDie neue Malerei / Mit zahlreichen Abbildungen / 5. Auflage\n2 Mark\nGesammelte Schriften\nErster' Band: Kunstmaler und Kunstkritiker\n3 Mark\nExpressionismus / Die Kunstwende / Mit 140 Abbildnngan\nZur Zeit vergriffen - ' N\n-\n■ .. > -\n; '<- /-\n< r *\n■ .. ;\n\nErnfi Marcus\nKritik\ndes Aufbaues (Syllogismus) der\nspeziellen RelativitStstheorie\n2)ief« %ofd)ure ettfpH nid>t nur bit\nf&lagcnb* 381 bwUdtmg but fo^ieEeti\nSMbeti CginfUSndt fonbcrn\naud) cine mue bU bas\nopitfd)* SBettbUb xx>irflid) erfdjemt. wetbcn\nf)ter 2>enfgewoj)nf>«iten wafjrljaft re&olutiomert.\n$$tmi ein nod) fo fdjarfftnniger 9Ratl)emattfer,\nme e$ SUbert Ciwfleln ift, im lo*\nflifcjen 2>en?en md)i aenugenb gefdjuit ift, fo\nfann feme Sdjlulfolgerung fe&lerf)aft au3«\nfallen. <£tn folder (EtnflemS if*\nf)tev wnenbeflegltct) nadjgeariefen. 2Xif)« *»tr6\n(Sinjlein mit feinen eigenen auf§\n$aupt gefd)lag*n. 2>a3 problem, butd) ba§\ntx |u feinen falfc&en golaetuwgen gelangte, ifl\nalfo wieber jttr 2)ebatte gegeben, unb ein\nivl feme* Sofung mxb |)ier »orge«\nfdjlagen. — Mes in afiem mixb flcft bie fl«»\nfamte Sftoberne tiber£eugen, bag nidst SUbert\n(finftem, fonbem in $£af)ri)dt Smmanuel $ant\nbas SBeltbilb wafjrfjaft resolutiomett j>ai. 3n\n<£nttf SftarcuS tmrb bie gufunft ben ed)ten\n(Etben $aut£ be<jrisen lemen. $te Sftitooelt\ncljvt nut geit nid)i <£ungfeit§oe effen. 3si«le\nftnb betu&mt SBemge <£in <se*\nbanfe, cine wU ffc btefe*\nttfrb nut aHe taufenb einmal\nmb tssibtcfi. 5. g.\nMark 1,25\nVerlag Dcr Sturm\nBerlin W 9\nDurch jede gute Buchhandlung oder direkt\nvom Verlag Der Sturtn zu bexiehen"}, {"page_pdf": 23, "page_imprimee": "179", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.23", "texte": "Verlag Albert Langen in Miinchen\nbauhausbOcher\n1\n2\n3\n4\n5\n6\n7\n8\n9\n10\nWALTER GROPIUS, Internationale Arcnitektur\ngeheftet Mk. 5\n__ in Leinen gebunden Mk. 7\nPAUL KLEE, Padagogisches Skizzenbuch\ngeheftet Mk. 6\nin Leinpn gebunden Mk. 8\nEIN VERSUCHSHAUS DES BAUHAUSES\ngeheftet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk 7\nDIE BOHNE IM BAUHAUS\ngeheftet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk. 7\nPIET MONDRIAN, Neue Gestaltung\ngeheftet Mk. 3\n* in Leinen gebunden Mk 5\nTHEO VAN DOESBURG, Grundbegriffe der neuen\ngeheftet Mk. 5 gestaltenden Kunst\nin Leinen gebunden Mk 7\nNEUE ARBEiTEN DER BAUHAUS WERKSTATTEN\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk 8\nL. MOHOLY-NAGY, Malerei, Photograghie, Kim\ngehefiet Mk. 7\nin Leinen gebunden Mk. 9\nw. KrsNDINSKY, Punkt und Linie zu Flache\ngeheftet Mk. 15\n- in Leinen gebunden Mk. 18\nJ. J. P. OUl), Hollandische Architektur\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk» 9\n\nLA RENAISSANCE\nDE L'ART FRANQAIS\nET DES INDUSTRIES DE LUXE\nfondee par HENRY LAPAUZE, publie au commen-\ncement de chaque mois, un fascicule de 60 & 80\npages, format in 4° raisin (25:32) contenant de\nnombreuses illustrations.\nLA REDACTION de La Renaissance del' Art\nFranQais et des Industries de Luxe com-\nprend les 6crivains et les critiques les plus autoris£s\nde tousles pays d'Europe. Ses Etudes docu-\nmentaires et ses chroniques d'actualit£s offrent un\ntableau constamment tenu k jour de L'ACTIVITk\nDES ARTS DANS LE MONDE ENTIER.\nAbonnements: r\nFrance .... 100 francs\nStranger. ... 25 Mark\nOn s'abonne chez tousles Libraires et h\nLA RENAISSANCE\nDE L'ART FRANCAIS\nET DES INDUSTRIES DE LUXE\n10, Rue Royale / PARIS\n\n*\n112\n\\\n\\\nGe brcucn.\nB\ntdgVich^\nMiilionen\n**WA-.UWU\\y\nDu\nzum\n'//"}, {"page_pdf": 24, "page_imprimee": "180", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192702-01.1.24", "texte": "Verantwortlich für die Schriftleitung: Lothar Schreyer Berlin W 9 / Verlag der Sturm G. m. b. 11.\nBerlin W9, Potsdamer Strasse 134 a / Fernruf Lützow 4443 / Postscheckkonto Berlin 120 653\nDruck: Vereinigte Druckereien, Andermann & Schindler, Berlin W 30, Münchener Strasse 49-50\n\nSoztolistisdie\nZum Verstandnis des\nmodernen kulturellen «.\npolit. Lebens unentbehrlich\nist die Lektiire der Zeitschrift\nMonatshefte\nHerausgeber: JOSEPH BLOCH\nJ-2 Die SOZIALISTISCHEN MONATS-\n©\n-O A*\nCO\nCX!\nHEFTE sind stets bestrebt, die Stel-\nJ lung, die sie sich in unserm offent-\ns lichen Leben errungen haben, durch\n§ ihre gewohnten Darbietuugen, die die\ns W Aktualitat des Tages in die Sphare\ng». wissenschaftl. Vertiefung zu riicken\nJSS suchen, und durch standige Erweite-\nrung ihres Inhalts zu behaupten und\n2-< zu befestigen.\n£ « Die SOZIALISTISCHEN MONATS-\nes HEFTE sind die einzige deutsche Zeit-\n-sqj schrift, die eine systematisch geglie-\nn c derte Rundschau iiber offentliches\n£Oh Leben, Wissenschaft, Kunst und Kul-\nturbringt. Einemjeden wirddadurch\nJs?j eine fortlaufende Orientierung iiber\nas die einzelnen Gebiete ermoglicht. Die\ncsT einzelnen Rubriken (33 an der Zahl)\n\"3 S werden von Fachleuten bearbeitet.\na ;q Probehefte stehen auf Verlangen je-\nQi»g derzeit kostenfrei zur Verfiigung.\no * Dem unterzeichneten Verlag ist die\ne* £ Mitteilung von Adressen willkom-\n\"2 men, an die die Zusendung von Prohe-\n£ © heften ratlich erscheinl.\nVerlag der Sozialistischen Monatshefte\nG.illlllliilliiill m.lliniiiiiniiii b.iilillilliiiilil H.illllllllillllllllllliii Berlin W35\n\nRevue Germanique\nLille 1 55 Rue Brule-Maison\nPeriodique trimestriel\nAbonnement 30 Frs. pour l'etranger\nInformations sur le mouvement\nlitteraire et les travanx philolo-\ngiques en AHemagne anx Pays-\nBas et en Scandinavie\n•e> >\n%\nY\n\nINTEGRAL\nREVUE DE SINTHESE MODERNE du SEUL\nGROUPEMENT d'AVANTGARDE ROUMAIN\nPARAISSANT CHACQUE MOIS\nDIRIGE par un Comite bucarestois et parisien\nREDACTION: M. H. Maxy, Calea Victoriei 79 Et. I\nBUCAREST-ROUMAINE\n\nFARBIGE KUNSTDRUCKE\nJEDES BLATT 1,50 MARK, DIE HIT * VERSEHENEN 1 MARK\nALEXANDER ARCHIPENKO: Frau/ Aquarell\nMARC CHAGALL: Akt / Aquarell, Interieur /\nGemalde, Ondit,Der Jude/ Aquarell, Kutscher\n/ Aquarell, Der Coiffeur / Aquarell, Ich und\ndas Dorf / Gemalde\nROBERT DELAUNAY: Aquarell\nTOUR DONAS: Frau mit Vase / Gemalde\nALBERT GLEIZES: BaumundFiuss/Gemalde,\nFrau und Kind / Gemalde\nNATALIE GONTSCHAROWA: Theater-\ndekorationen *\nREINHARD GOERING: Zwei Aquarelle\nJACOB A VAN HEEMSKERCK: Bild 68 /\nGemalde, Insel / Gemalde\nJOHANNES ITTEN: Gemalde eines Kindes\nKANDINSKY: Aquarell 2, Aquarell 6\nPAUL KLEE: Spiel der Krafte einer Land-\nschaft / Aquarell, Giftbeeren / Aquarell\nMICHAEL LARIONOW: Kostiimskizzen *\nFERNAND LEGER: Kontrast der Formen /\nGemalde\nFRANZ MARC: Pferde / Aquarell\nJEAN METZINGER: Landschaft / Gemalde\nLOUIS MARCOUSSIS: Stilleben / Aquarell\nGEORG MUCHE: Und schied das Licbt /\nGemalde\nPANAGGI: Zug in Bewegung / Gemalde\nPERI: Strasse / Gemalde\nLOTHAR SCHREYER: Biihnenfarbform *\nKURT SCHWITTERS: Farbige Merzzeiclinung\nGINO SEVERINI: Pan - Pan -Tanz im Monieo\n/ Gemalde\nNELL WALDEN: Todfriihling / Gemalde,\nFarbige Zeichnung, Segel / Aquarell\nSUDSEEGOTZE *\nVERLAG DER STURM"}]}