{"numero_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_sha256": "f889068abe46902eeeeacad37ebe32917ae504629583d4d768f8a7806d755933", "source_tei": "https://github.com/Princeton-CDH/bluemountain-transcriptions/blob/main/periodicals/bmtnabg/issues/1927/10_01/bmtnabg_1927-10_01.tei.xml", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabg/issues/1927/10_01/bmtnabg_1927-10_01.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c001", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c001", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "couv. 1", "page_fin": "couv. 1", "image_debut": 1, "image_fin": 1, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.1", "titre_corps": "Table of Contents", "titre_sommaire": "Table of Contents", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.1", "debut_caractere": 99, "fin_caractere_exclue": 372, "texte": "Stettin-Berlinflug Reinhard Goering.\nAcht Seligkeiten und Mandelblüten Edmund Palasowsky\nDie Erschaffung des Chaos oder das Ende der\nWelt No. 5302038 b. Robert Vambery\nGedichte lovan Popoviö\nDas Problem der Tanznotenshrift Kurt Fr. Kronfeldt\nPlanloser Abend Herwarth Waiden"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c002", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c002", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "89", "page_fin": "91", "image_debut": 2, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.2", "titre_corps": "Stettin-Berlinflug", "titre_sommaire": "Stettin-Berlinflug", "signature_source": "Reinhard Goering", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "89", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.2", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1316, "texte": "Stettin-Berlinflug\nReinhard Goering\n\nDa unten!!!\nDa!\nDa!\nunten\nunten\nu—u—u—unten!\nHier — oben! oben!\nhier\nO—o—o—oben!!!\nmeine Knochen\nHaufen Brei, blutig\nbald\nfetzig', blöd—sinnig\nda auf dem Feld unten — —\nIch, ha! Ich?\nWahnsinn\nFliege etwa ICH?\n100 Meter\n200\n300\n400\n5 5 500 Meter\nDa unter mir\nKirche Spielzeug\nDorf Spielzeug\nWald Spielzeug\nWald Wal\nWald\n600.\nWenn ein Flügel abgeht —\nDa in den Schornstein —< — •—\nRuhe! Still.\nMein Leib armer o o\nWeher heißer warmer lieber Leib\nDa runter?!\nNie wieder fliegen! Nie wieder!\n800\nWahnsinn!!!!\n900\nRuhe! Ruuheee!\nSterben alle.\nNichts merken\nBetäubt sein\nFallen 900 Meter.\nUnsinn! alles sicher\nTotsicher\nTo- -o—o—o tsi—icher!!\nAbsolut gefahrlos!\nHerrlich\nVerflucht nochmal herrlich!\nWerde Beklemmung doch nicht los.\nHerrlich!\nFeigling\nGanz andere Kerle —■— —\n»\nWas liegt dran?\nRuhe! Genießen!\nRuheh Ruheh\nRUHEEEH!\nTod — Quatsch!\nWenn ich noch einmal A küssen könnte!\nNoch ein—mal.\nIdiot! Vielmal!\nGleich unten! Ruhe!\nDolle Sache!\nDolle Sache!\nUngeheure Kerle heute!\nMenschen ungeheuer!\nFliegen!!!\nFrevelhaft.\nVerbrecher!! Doli!!\nOpfer müssen gebracht werden.\nAchtung jetzt!\nJetzt!\nJetzt!\nJetzt!!!\nVerkehrsopfer!\nBlödsinn\nWozu Verkehr?\n1000 Meter.\nNerven Nerven Nerven\nWer wagt gewinnt!\nTotsicher gewinnt\nSicher Tod gewinnt.\nLächerlich kleine Maschine\nDiese dünnen Wände"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "90", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.3", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 604, "texte": "Tür nicht verschlossen\nSitze aus Zigarrenholz\nWenn wenn wenn\nNa wenn wir gut\nAnkommen?!\nWir KOMMEN gut an!\nKlar\nSelbstredend gut an\nRUHEEE\nDa! Da! Da!\nBerlin?\nNatürlich\nBerlin.\nWas denn sonst?\n1000 Meter. Schmettern.\nKnattern Rasen\nSchauen Brüllen\nGaffen Aengsten\nJauchzen Zittern\nDa da da Berlin\nHäuser\nStraßen\nFlüsse\nHäuser Häuser\nVierecke Quadrate Häuser\nBurgen Häuser\nBahnen Häuser\nHäuser Häuser\nBERLIN\nH rrrr r r r Kurve\nHurrrrrrrr Kurveh\nHuh! Hah Heh\nHi Hi Hi Hi Hi Hi Hinunter\nRunter ab rab\nRunter Huhhhhhhhh\nHah! Herrlich! Herrlich! Herrlich!\nLandung\nUngeh — eu — er Berlin!\nUngeheuer DU.\nJa! DU!"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c003", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c003", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "91", "page_fin": "91", "image_debut": 4, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.2.1", "titre_corps": "Décor de P. Flouquet pour le „Coéur a Gaz\" de Tristan Tzara", "titre_sommaire": "Décor de P. 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Er verkaufte\nvergiftete Kastanien und hat ungeheuer viele\nMenschen verzaubert, bis er seine verdiente\nStrafe empfing.\nEin Priester kaufte auch. Pater Gä. Es ge-\nschah also das folgende mit ihm.\nEr geht in den Tempel hinein und beginnt\nseine Predigt über die acht Seligkeiten. Plötz-\nlich, wie vom Teufel besessen, spürt er etwas\nWarmes in der Brust und er dreht alles völ-\nlig rückwärts. Als ob irgendeine unglaubliche\nLeere drinnen wäre, wo das Herz pocht, und\nblühende Aprikosenbäume dort auf und abstei-\ngen. Tick-tack! Liebe, Auge und Schimpf-\nworte, Periode von Küssen und Jahre des\nTreppenlaufens, die man nie wieder gutma-\nchen kann — — die alle tauchen in einem\nwinzigen Zeitraum auf. Erinnerungen — eine\nlahme Sahara oben, die alles bedeckt, •— es\nschmerzt es schmerzt — aber diese Apri-\nkosenbäume unter der Sahara-Decke, diese\nblühenden Aprikosenbäume, sie steigen nur\nimmer auf und ab. Regionen, Regionen und\nSchwindel und Schluchten — nun auf den\nStiegen, hinauf, nur hinauf, schleppen nur\nschleppen diese ungeheuer schwere Habe!\n.Wie man gebunden ist — und wie man fürch-\ntet, wie sehr! o dieses Gedränge! — Aber\ndie Aprikosenbäume steigen ohne Rast, wa-\nrum hat also* niemand nie ein Wort von\ndiesen erzählt? Warum sagen wir also immer\nanderes, als was Aprikosenblüte ist, als was\nfliegt und klopft — ja diese lassen die Men-\nschenherzen klopfen . . .?\nUnd als ob er schwimme — rot rot. Und\nso fängt er an mit warmen Augen:\n„Selig sind, die da reich sind, denn sie fah-\nren ohne Bagage, selig sind, die voll von\nKämpfen und vom Reichtum der Räusche\nsind. Unselig sind nur die Armen.\"\nEine der Gläubigen wankte, als wenn man\nsie an die Stirne geschlagen hätte, dann be-\ngann sie am ganzen Leibe zu zittern. Außer\nihr aber wurde: niemand irgendetwas Selt-\nsames gewahr. Der Kerl hält es auch schon\nmit den Reichen! brummte ein Steinhauer\nmit rotem Schnurrbart. Die Aprikosenbäume\naber winkten ohne Ruhe:\n„Selig sind, diel da lachen, denn was für\nein Unterschied ist zwischen den Tränen vom\nWeinen und denen vom Lachen? Man hört\nbei der Morgenröte das Wimmern der Ge-\nliebten, doch wer hat am Scheiterhaufen ge-\nweint? Selig sind die Lachenden, die in vol-\nler Lust verbrennen, denn die Wehmut des\nSchaffens gehört ihnen.\"\n„Selig sind, die nicht einmal nach der Ge-\nrechtigkeit dürsten, es ist die Wahrheit im-\nmer anders, das Gesicht der Wahrheit gährt\ndoch immer — selig sind die Gährenden,\nübergebt euch dem Hämmern, ihr sollt nach\nKüssen dürsten, nach Tiefe und nach Höhe!\"\nWahrlich! diese schweren Schuhe reiben die\nKnöchel auf und es drücken auch die Kleider.\nBei Nacht auf die Landstraße laufen, wenn\nes sein kann, daß den Graben entlang Tote\nliegen — einsam im finsteren Zimmer und\nim Walde, Angst vor Visionen und vor\nschrecklichen Stimmen des Windes haben\nnein nein — so eingekerkert sein! und so\nstehen! nur stehen! vereinsamt und nicht ein-\nmal den Mut haben, jemandem die Arme ent-\ngegenzustrecken ! . , . Doch sie nur, die Apri-\nkosenbäume begegnen den Toten und wie\nschön die Toten sind . . . Tick-tack! Flächen\nöffneten sich nun, die scharfen Kiesel spran-\ngen auf wie Kastanien, und es zerstreute\nsich das liebe grüne Licht — es ist dann\ndoch eine Freude, da drin zu gehen. Grün!\ngrün! Aha! darum also strahlt der, der\npredigt."}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "94", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3702, "texte": "„Selig sind, die nicht einmal reines Herzens\nsind, denn sie sind die wahren Kostenden,\nsie sind die echten Reisenden über Tal, über\nGipfel, über das Meer — Fieber ist in ihren\nKnochen, der Schlamm, der sprudeln möchte,\nwie Blut, es treibt sie der Schlamm, wie ein\nKapitän, denn es schmerzt, was unrein ist und\nes entzündet sich was schmerzt. Tick-tack,\ntick-tack, zu unterst in allem wohnt das-\nselbe, kräuselt sich dasselbe.\"\nKüsse, Küsse. Ein wirbelnder Wind vom\nfernen Weltteile riß ihn mit sich. Vom Süden,\nirgendwoher ganz vom Süden.\n„Selig sind diei Zügellosen, selig die, die\nzerbrechen, selig sind die Angreifer, die an-\ndern etwas zuleide tun. Was nehmen sie\nan? Schmerzen, sie entzünden sie, sie öff-\nnen. Es tut weh, was is t. Greift an mit\nKuß, mit Schönheit, mit steilen Welten.\"\n* 112\nIrgendein schwerer Zauber hielt alle Men-\nschen im Bann. Man spürte schon, daß es\nihm um ein böses Spiel geht. Doch, wie die\nim Stalle eingesperrten Tiere vor dem Erd-\nbeben, röchelnd und ächzend wühlten sie in\nden Bänken, ohne daß sie sagen könnten,\nwas für eine Gefahr da ist, dessen Annähe-\nrung Schleifen in ihnen aufreißt, ihre Kehle\nzuschnürt und wie eineundurchsichtige Wolke\naufs Gehirn drückt.\nEs konnte schon Pater Gä nichts zurück-\nhalten. Es jagten ihn unbesonnene Liebe. Sage\ndas! sage das! neckten sie ihn, sage alles\naus, was Aprikosenbäume sind, alles, was\nMandelblüten! Blaue Seiden wogten und ein\nSüdwind wehte, ein Südwind wehte.\n„Selig sind, die da unbarmherzig sind, denn\nunbarmherzig sind die Bäume und die Trop-\nfen, unbarmherzig die verliebten Schöße, die\nNähe, die Ferne, das Entgegenstehen, un-\nbarmherzig ist das Licht! Die Erinnerung,\ndie Geburt, das Spiel — unbarmherzig ist\nalles, was völlig in uns und um uns herum\nist.\"\nPlötzlich erhoben sich schwankende Schatten.\nKeuchend. Von hier und von dort. Aber es\nwar nur erst die sechste Seligkeit. Pater Gä\nänderte seine Farbe und wurde bläulich.\n„Selig sind die Unruhigen, die da wogen,\ndenn es sind Stürme auf und über der Erde,\nfortwährend sich gestaltende Aenderungen,\nimmer sich ändernde Dauer. Selig sind, die\nda unzufrieden in ihren bitteren Hemden;\ndie Widerstrebenden, die zusammenschlagen\nwie Mann und Weib; die Zerlegenden, die\ntoben und die warmen Kräfte der Natur,\nund frei sind, frei, wie die lieben Katastro-\nphen, die gleichmäßig schöpfen und verhee-\nren — und tun es wohl.\"\nDer Tanz der Aprikosenbäume wurde immer\nwilder. Es trieb sich ein Wald herum. Jetzt\n— vor dem Gesicht der ganzen Gemeinde\n— kam ein blühender Mandelbaum durch die\nMauer und durchschnitt die Halle schräg.\nEr schwamm langsam gegen die Decke. Es\nsickerte von den Bänken bis zur Kanzel das\nschwere Winseln. Pater Gä aber hörte gar\nnichts von diesem allen. „Sag mich aus!\nsag mich aus!\" neckte ihn der Mandelbaum.\n„Wovon du also gekomen bist?\" wollte Pa-\nter Gä fragen. „Ich hatte geglaubt, daß du in\nmir lebst.\" Ob was geschehen wird? Kann\nman diesen strahlenden Strauch ertragen?\n„Selig sind die Mutigen, die Freien, die nie\neinen Abbruch erleiden, die Immeraufpassen-\nden, die mit heißem Strombett, die Zertrüm-\nmernden, die nie sich verspäten; die sich\nvertiefen und sich wälzen — und sich zer-\nstreuen, daß sie wieder sich begegneten.\" —\nDer blühende Mandelstrauch zog langsam\nnach der Decke. Er rieb mit einem Zweige\nden Papst. Es schien dann, als wenn die\nganze Halle mit einem ungeheueren Dröhnen\nentzweikrachte, wie eine Eistafel, — der Geist-\nliche mit der Kanzel in die Höhe schwinge,\nund die übrigen sänken — untergingen —\nmit ihren stürmenden Flüchen. — —\nDer Zauber ist gebrochen. Fäuste und hun-\ndertfaches rachsüchtiges Krächzen erhob sich\ngegen den Priester. Es erdröhnte ein Schuß.\nPater Gä wurde groß, dehnte sich, wie ein"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "96", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.9", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1438, "texte": "strahlender Mandelbaum, den das Karmoisin\nüberströmte, dann fiel er ab, mit seinem när-\nrischen Tick-tack und seinen herumbalgen-\nden blühenden Stauden.\nDer Kastanienbäcker, als er abends spät dort\nvorüberging, erkannte verblüfft in einem\nschneegefrorenen Leichname den Priester, der\nkurz vorher von ihm Kastanien gekauft hatte.\n„Dich also hat man schön abgefertigt. Ist\nnoch ein bißchen Platz neben dir hier im\nSchnee? Ich muß mich noch einiger Kasta-\nnien entledigen, dann werde ich mich neben\ndich legen. Gar kein angenehmeres Bett, als\ndieser weiche, weiße Schnee! Und doch kann\nich diese schreckliche Nüchternheit nicht dul-\nden! Es muß sein, daß ich mit einigen be-\nrauschenden Früchten irgendeine kleine Zau-\nberei mache. Es handelt sich um nichts Klei-\nneres, als daß wir alles von Grund aus um-\nwälzen. Weißt du, Pater Qä, wir sollen einen\nneuen Bund zwischen Mann und Weib, zwi-\nschen Jungen und Alten schließen.\"\nEs stand der Kastanienbäcker noch eine Weile\ndort, und schaute, wie die Gläubigen sich\nzerstreuten, und wie sie den schweren Fluch\nder Rede des Priesters ächzend und die Zähne\nfletschend herumtrugen, als wenn sie im Jän-\nner die heißen Samen einer tropischen Ve-\ngetation herumtrügen. Dann beugte er sich\nnieder zu dem Toten und streichelte ihm die\nStirne lieb. „Richtig, Pater Gä!\" sagte er ihm,\n„es ist schön von dir, daß du so schön ge-\nredet hast.\" Und damit hat er ihm einen\nblühenden Zweig ins Herz gestoßen."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c005", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c005", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "93", "page_fin": "93", "image_debut": 6, "image_fin": 6, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.3.1", "titre_corps": "Décor de Pitoëff et Komnissarzchevsky pour „Liliom\"", "titre_sommaire": "Décor de Pitoëff et Komnissarzchevsky pour „Liliom\"", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 6, "page_imprimee": "93", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 51, "texte": "Décor de Pitoëff et Komnissarzchevsky pour „Liliom\""}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c006", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "95", "page_fin": "95", "image_debut": 8, "image_fin": 8, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.3.2", "titre_corps": "Théatre Kamerny: construction scénique de A. 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Ich bin Evolutionist.\nRuhe ist des Berges erste Pflicht.\nDER ERSTE BERG: Und du kannst warten?\nBricht dir das Herz nicht?\nDER ANDERE BERG: Warum nicht gar?\nEINE GEMSE (am höchsten Gipfel): Diesen\nRekord muß ich dem Turnverein melden.\nDIE HOECHSTE TANNE DES WALDES:\nUnd es wird kommen der Tag . . .\nEIN SEHR ALTER BERG: Und die Men-\nschen werden zu uns kommen und zu uns\nsprechen: Bedecket uns.\nDIE BERGE: Der Tag.\nEINE UNKE (mit rotem Bauch, gähnt): Der\njüngste Tag. Die Motgen werden kühl, ich\nmuß meine Wolljacke anziehen.\n(Etwas weiter drunten. Alm.)\nEINE BRAUNE KUH (weidend und wei-\nnend) : Das schöne, saftige, grüne Gras!\nWie ästhetisch so eine Wiese ist! Und ich\nmuß es fressen!\nOh Schicksal einer Kuh!\nEIN OCHS (steckt sich eine Zigarre an):\nDees sind Sendimendalideeten.\nEIN KALB (außer sich vor Freude): Es wird\nMorgen!\nWeiter oben\nEIN SEHR SCHOENER FLAMMENSALÄ-\nMANDER (beiseite): Der jüngste Morgen.\n(Weiter drunten)\nDER OCHS (mürrisch): Wer weiß wozu?\n(Kuhreihn. Der erste Strahl der Sonne\nerscheint hinter dem Sattel)\n*\nAUS DEM TAGEBUCHE DES FLAMMEN-\nSALAMANDERS: Ach wäre ich schon in\nPle'roma! Bacons Idola stehen aufrecht und\nich weiß wirklich nicht mehr, obs nicht\nbesser wäre, all den philosophischen Er-\nkenntniskram liegen und stehen zu lassen\nund mich wieder aufs Zaubern, das ja mein\nursprünglicher Beruf war, zu verlegen.\nN. B. Auf alle Fälle zwei Dutzend Kröten-\neier kaufen!\nEIN GANZ KLEINES KIND WIRD AUF\nDER PROMENADE DES KURORTES IN\nEINEM KINDERWAGEN HIN UUD HER-\nGESCHOBEN, ES DENKT: Es ist ein Ge-\nsellschaftsspiel. Wir sind Figuren. Wir rük-\nken auf den Feldern vor und zurück, der\nAugenzahl gemäß, welche die Spieler war-\nfen. Ob sie mit einem oder mit zwei Wür-\nfeln spielen? — Und wenn sie mogeln?\nHerr Jesuschrist, wenn sie mogeln? (heult)\nDie BONNE geniert sich furchtbar, brüllt das\nKind an und nimmt sich vor, ihm am Abend\nweniger zu essen zu geben.\n*\nAUS DEN APHORISMEN DER UNKE MIT\nROTEM BAUCH:\nIch, die Unke des Waldes, bedauere die\nMenschen. Ist das nicht human?\nDer Wald ist etwas ganz Besonderes inmit-\nten des Sonderbaren.\nHaben auch die Menschen eine unsterb-\nliche Seele?"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "100", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.13", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1109, "texte": "DAS MEER: Mir ists so sonderbar. Der Mond\nangelt nach meinen Fluten. Sie müssen\nhöher und höher. Und sie sind nicht mehr\nblau. Was fühlst du?\nDER BERG: Ich fühle jenes prickelnde Ge-\nfühl von damals, als ich Pompeji und Her-\nculanum verschüttete.\n*\n(Türe einer Rumpelkammer)\n(Kleine Raffaelengelchen spielen Blindekuh.\nSie lachen. Geräusch aus der Kammer )\nEIN ENGELCHEN: Das ist Erzengel Micha-\nel. Hu!\nEIN ZWEITES: Hu!\nEIN DRITTES: Warum fürchtest du dich,\ndu bist doch nicht ins Blumenbeet ge-\nstiegen?\nDAS ZWEITE: Vorm Erzengel Michael muß\nman sich fürchten, auch wenn man nichts\ngemacht hat.\nEIN VIERTES: Jetzt nicht, jetzt hat er an-\nderes zu tun.\nEIN FUENFTES: Er sucht die Posaune des\njüngsten Tages.\nEIN SECHSTES (am Schlüsselloch): Er putzt\nsie. Sie ist ganz rostig\".\nEIN SIEBENTES (drängt das SECHSTE\nweg): Sie ist ganz zerbeult.\n(Ein durchdringender, falscher Ton aus der\nKammer.)\nW\nALLE ENGELCHEN: Hu!\nDAS DRITTE (klug): Er studiert Musik.\nDAS FUENFTE: Er übt für den jüngsten\nTag.\n(Ein neuer Gixer, noch ohrenzerreißender als\nder erste. Die Engelchen lachen und halten\nsich die Ohren zu)\nVorhang"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c009", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c009", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "99", "page_fin": "99", "image_debut": 12, "image_fin": 12, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.4.1", "titre_corps": "La Boutique Paris", "titre_sommaire": "La Boutique Paris", "signature_source": "Reth", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 12, "page_imprimee": "99", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.12", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 27, "texte": "Reth\nLa Boutique Paris 1922"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c010", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c010", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "101", "page_fin": "101", "image_debut": 14, "image_fin": 14, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; 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Kronfeld", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 15, "page_imprimee": "102", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.15", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3581, "texte": "Das Problem der\nTanznotenschrift\nKurt Fr. Kronfeld\nDas Problem der Tanznotenschrift: es han-\ndelt sich heute nicht um die Frage der Not-\nwendigkeit, sondern um die Art der Aus-\nführung. Wir kennen schon aus dem sech-\nzehnten Jahrhundert die Zeichen der fran-\nzösischen Maitres de ballet, die nichts ande-\nres geben als diesen und jenen Pas und\neinige Sorten von Verbeugungen. Damit\nkommt die heutige Tanzkunst von Wigman,\nTrümpy, Skoronel, Bodenwieser, Klamt und\nwie sie alle heißen, nicht mehr aus. Sie\nalle wollen ihre Schöpfungen dauernd erhal-\nten. Es ist auch notwendig, die Werke die-\nser Künstler für die Nachwelt aufzubewahren.\nFerner muß die Möglichkeit gegeben wer-\nden, einen Tanz komponieren zu kön-\nnen: das in der Phantasie Erschaute sofort\nzu Papier zu bringen, wie ein Musikstück oder\neine Zeichnung. Eine Petite Piece kann man\nsich merken, aber nicht die Arbeit moder-\nner Künstler des Tanzes mit ihren Bewe-\ngungschören, Tanzdramen, getanzten Sonaten\nund Sinfonien.\nDeshalb haben alle produzierenden Tänzer\neinige selbsterfundene Zeichen, die skizzen-\nhaft Posen und Figuren darstellen. Man hat\ndas Problem verschieden zu lösen versucht,\neine möglichst genaue Tanznotenschrift zu\nschaffen, die dennoch der individuellen Ent-\nfaltung Raum läßt. Eine wertvolle Lösung\nbietet der Bewegungsforscher G. Joachim\nVischer-Klamt. Er sagt: Die Choreografie\nordnet die einem System zugeordneten Be-\nwegungseinheiten nach Gründen der Zweck-\nmäßigkeit. Darüber hinaus aber gibt es noch\nAtmung, Bewegung und das Verhältnis bei-\nder zur Intelligenzleistung.\nSolche und ähnliche Momente konnte bis\nheute die Choreografie nicht ausdrücken. Sie\nbeschränkte sich lediglich darauf, anstelle der\nPas die Schwünge zu setzen. Man vergaß,\ndaß Systematik an und für sich noch nicht\nGesetzmäßigkeit ist. Seine Erkenntnis ver-\nanlaßt ihn dazu, die eben erwähnten Aus-\ngangsmomente und Bewegungsursachen zu\nnotieren. Und mit diesen Notenzeichen kann\nman ebenso Kulttänze, wie die Armbewegun-\ngen eines Verkehrspolizisten oder einer Amöbe\nfesthalten. Ein starres System, dessen Starre\nallerdings dort zu suchen ist, wo die Mängel\naller Notensysteme liegen: Bach, Mozart,\nBeethoven, sie alle hinterließen uns, was\nsie spielten, aber nicht, w i e sie es spielten.\nIndessen können wir froh sein, wenn wir\nein Tanznotensystem hätten, das so vollkom-\nmen wäre wie unser fünfzeiliges Musiknoten-\nsystem.\nEin anderer Versuch, Tanznoten zu finden,\nist mir selbst in den Sinn gekommen. Ich\nhabe keine Ursachen und auch keine Mo-\ntive darzustellen versucht, sondern gebe in\nfigural-skizzenhaften Zeichen das wieder, was\nder Tanzende auszuführen hat. Hierbei ver-\nwende ich ein Notenliniensystem, das ähn-\nlich dem Musiktrotenraster ist, dessen Linien\ndie Höhe des Körpers teilen. Für die ein-\nzelnen Körperteile werden entsprechende No-\ntenzeichen gesetzt, deren verschiedene Stel-\nlung und Richtung dem Verhalten des be-\ntreffenden Körperteils entsprechen. Im übri-\ngen soll die Verwendung des Rasters den\nZweck haben, daß sämtliche, dynamische,\nTakt- und Vortragszeichen in derselben Weise\nwie bei den Musiknoten angebracht werden\nkönnen. Dadurch wird ein Notenbild ge-\nschaffen, das dem Musiknotenbild sehr ähn-\nlich ist und also auch leichter zu erlernen\nsein muß. Zu dieser Art von Notierung\ndrängt sich noch ein zweites tänzerisches Pro-\nblem. Es gibt Musikstücke, die es dem Tänzer\nleicht rnachen, daraus einen Tanz zu schaf-\nfen. Er braucht sich nur die Höhe der ein-\nzelnen Töne in der Schrift vor Augen zu füh-\nren, und er weiß schon, daß diese Höhe\nund die Art des rein bildlichen Eindrucks,"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "103", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.16", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1303, "texte": "den man von dem betreffenden Musikstück\nhat, korrespondieren müssen mit den Be-\nwegungen des Tanzes, der darauf geschaffen\nwerden soll. Varianten zu diesem Ideengang\nfinden wir beim Bewegungschor und in der\nEurhythmetik. Während es beim Bewegungs-\nchor verschiedene „Stimmen\" gibt, versucht\ndie Eurhythmik, Buchstaben, Worte, Sätze als\nElementarübungen zu tanzen, bevor sie zur\nMusik übergeht. Die so für das rein gehörs-\nmäßige Empfinden Vorgebildeten tanzen „rein\nmusikalisch\". Schließlich noch ein Beispiel\nfür die Eurhythmik. Wir tanzen das P. Einige\nMale wird zuerst der Buchstabe laut und ein-\ndringlich vorgesagt. Pe. Pe. P—E. P—E.\nP—E—H. Zwei Fäuste fliegen im großen\nHalbkreis nach rückwärts, der Leib ist nach\nvorn ausgebogen, die Beine gegrätscht. Oder\neine Buchstabenverbindung: Pf. Langsam wird\ndas Pf geblasen, da es keine Mitlaute hat.\nEndlich findet sich auch hier die Lösung:\nein Erschlaffen der Glieder, wie ein aufge-\nstochener Luftballon: Pffffff.\nZur Tanznotenschrift ist es noch weit. Aber\nalles arbeitet darauf hin. Der Tanz ist heute\nkeine Angelegenheit der Bühne. Heute tanzt\nman aus Bedürfnis zur Bewegung, zum Rhyth-\nmus. Wie fast jeder Mensch schon ein Mu-\nsikinstrument gut oder schlecht beherrscht,\nwerden in den nächsten Jahren alle jungen\nMenschen sich im Tanz ausbilden."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c015", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c015", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "104", "page_fin": "104", "image_debut": 17, "image_fin": 17, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.7", "titre_corps": "Planloser Äbend", "titre_sommaire": "Planloser Äbend", "signature_source": "Herwarth Walden", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 17, "page_imprimee": "104", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.17", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3716, "texte": "Planloser Abend\nHerwarth Walden\n.Wohin soll man ausgehen, wenn man nur\nausgehen will. Ohne Verabredung\". Allein.\nDrei Uraufführungen standen zur Wahl, sie\nsind sämtlich verschoben. Man wollte sich\nnicht gegenseitig Konkurrenz machen. Da-\nher finden sie alle später wieder an dem-\nselben Abend statt. Man geht also einfach\naus. Steht auf dem Potsdamer Platz, um zu\neinem Plan zu kommen. Betrachtet die Kak-\nteen einer Blumenhandlung, die der deutsch-\nnationale Hotelpage laut als modern-republi-\nkanischen Blumenkohl ablehnt. Die Damen\nder Straße zwingen zum Weitergehen. Sie\nhaben seit einem Jahrzehnt stets denselben\nStandplatz. Nur die Kleider sind jünger ge-\nworden. Pompöse Beleuchtung eines Film-\npalastes. Also doch Uraufführung: Sif das\n■Weib, das den Mord beging.\" Das könnte\nmich reizen. Denn über ein Buch dieses\nNamens habe ich vor einigen Monaten in\nder „Frankfurter Zeitung\" geschrieben. Trotz-\ndem ich das Beste daran anerkannte, schrieb\nmir der Autor einen furchtbar bösen Brief,\ner würde zu schreiben aufhören, wenn er\nvon Leuten meines Schlages geschätzt wer-\nden könnte. Er scheint seine Drohung mit\ndiesem Brief wahrgemacht zu haben und ist\nzur Filmliteratur offenbar übergegangen. Das\nreizt mich. Ich zahle meinen Einheitspreis\nund komme gerade zur Pause von zwanzig\nMinuten zurecht. Die anderen sind auch\nschon da. Zum Sparausgleich für die Außen-\nbeleuchtung ist innen Dämmerlicht. Man kann\ndaher die Pause nur mit Ankauf von Pfeffer-\nminz und Betrachtung der Zeitgenossen aus-\nfüllen. Links von mir sitzen zwei Herren,\nrechts zwei Damen. Die Herren sind offen-,\nbar Filmkritiker. Sie reden von Bilderverleih\nDie Damen rechts betrachten ihre Flor-\nkniee. Seit der Verkürzung Scr Konfek-\nv_ • i\ntion steigern sich die anatomischen Kennt-\nnisse. Früher hat man kaum etwas von\nBeinen gewußt. Jedenfalls gehört der Strumpf-\nindustrie die Gegenwart. Indessen wird die\nPause von der abgelöst: „Be-\nsuch des amerikanischen Oberbürgermeisters\nin Berlin, der zu großen Meinungsverschie-\ndenheiten Anlaß gab.\" Vornehmer und neu-\ntraler läßt sich (Hotelpolitik gar nicht mehr\nausdrücken. Hieraus ergibt Bich der Kultur-\nfilm „Bayrischer Wald\", der laut Beschrif-\ntung nach wie .vor auf sich beruht. Also\nnicht einmal in den Hotelstreik eingreift. Es\nfolgt das Drehbuch Sif. Der Autor hat sich\ntatsächlich alles ausdrehen lassen und seine\nHeldin im Film zum Schluß glücklich ge-\nmacht, während sie ,im Buch schlicht stirbt.\nDoch das ist ,Filmkritik und muß den „be-\nrufenen Federn\" überlassen bleiben. Bei der\nHeldin fallen die Seidenstrümpfe auf. Sie hat\nihre Farbe gefunden. Denn sie trägt das-\nselbe Paar während einiger Jahre und wäh-\nrend einer Reise nach Uebersee und zurück.\nTrotz erheblichen Angriffen von Lüstlingen\nund Polizeibeamten bleiben die Strümpfe we-\nnigstens unversehrt. Ich warte vergeblich auf\ndie angebrachte und leicht anzubringende Re-\nklame einer Strumpffabrik. Sonst schneidet\ndie Dame die entsprechenden Gesichter. Man\nnennt das glaube ich Psychologie. Das Pu-\nblikum hat wohl das Buch nicht gelesen und\nist von den Geschehnissen leicht verwirrt.\nPlötzlich Applaus bei offener Leinwand. Der\nHerr, der die Dame mit den unzerreißbaren\nSeidenstrümpfen verführt hat, erwartet zu die-\nsem Zweck gerade eine andere Dame. Statt-\ndessen erscheint ein dicker Herr namens Leh-\nmann, der Bruder jener Dame, und ohrfeigt\nden Gent. Wirklich ehrliche Begeisterung des\nPublikums. Die Episode hat den Erfolg. Beim\nHerausgehen lerne ich noch etwas von Film-\nkritik: „Verschwendung, Paul Wegener eine\nEpisode spielen zu lassen. Das kann keinen\nErfolg geben.\" Und dabei hat er doch vor\ndem Erfolgsherrn eine halbe Stunde ein furcht-\nbar böses Gesicht gemacht. Mein Abend je-\ndenfalls ist verbracht."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c016", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c016", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "couv. 1", "page_fin": "couv. 1", "image_debut": 1, "image_fin": 1, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.8", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.1", "debut_caractere": 374, "fin_caractere_exclue": 1539, "texte": "BIGE KUNSTDRUCKE\nJEOES BLATT 1,50 MARK / DIE MIT * VERSEHENEN 1 MARK\nALEXANDER ARCHIPENKO: Frau/Aquarell\nMARC CHAGALL: Akt / Aquarell / Interieur /\nGemalde / On dit (Der Jude) / Aquarell, Kut-\nscher / Aquarell / Der Coiffeur / Aquarell /\nIch und das Dorf / Gemalde\nROBERT DELAUNAY: Aquarell\nTOUR DONAS: Frau mit Vase / Gemalde,\nFrau und Kind / Gemalde\nNATALIE GONTSCHAROWA: Theater-\ndekorationen®\nREINHARD GOERING: Zwei Aquarelle\nJACOB A VAN HEEMSKERCK: Bild 68 /\nGemalde / Insel / Gemalde\nJOHANNES ITTEN: Gemalde eines Kindes\nKANDINSKY: Aquarell 2, Aquarell 6\nPAUL KLEE: Spiel der Krafte einer Land-\nschaft I Aquarell / Giftbeeren / Aquarell\nFERNAND LEGER: Kontrast der Formen /\nGemalde\nFRANZ MARC: Pferde / Aquarell\nLOUIS MARCOUSSIS: Stilleben / Aquarell\nJEAN METZINGER: Landschaft / Gemalde\nMOHOLY-NAGY: Schwarz-orange-gelb / Gemalde\nGEORG MUCHE: Und schied das Licht /\nGemalde\nPANNAGGI: Zug- in Bewegung / Oem&lde\nPERI: Strasse / Gemalde\nLOTHAR SCHRBYER: Biihnenfarbform*\nKURT SCRWITTERS: Farbige Merzzeichng*\nGINO SEVERINI: Pan-Pan-Tanz im Monico\n/ Gemalde\nNELL WALDEN: Todfriihling / Gemalde,\nFarbige Zeichnung, Segel / Aquarell\nSUDSEEGOTZE ®\nVERLAG DER STURM"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c017", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c017", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "105", "page_fin": "105", "image_debut": 18, "image_fin": 18, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; 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Goll, Gropius, Grosz, Heartfield, Herzfelde,\nHonzl, Chochol, Jung, Kassak, Kiesler, Kisch, Krejcar, Lu\nMarten, W. Mehring, Micic, Moholy-Nagy, Nezval, Obrtel*\nOud, Picabia, G. Pohl, Poliansky, Pone, Mies van der Rohe,\nSeifert, Schurer, Schwitfers, Si'ma, Teige, Tzara, Vaclavek,\nWeisskopf, Westheim, Wiesner, Walden und viele andere.\n240 bis 272 Seifen. Format 23 X5l cm, davon\n40 Seiten Illustrationen, Musikbeilagen / Redaktion\nder Front / Dr. B.Vaclavek / Brunn 15-Schimitz /\nVasekgasse il,Tschechoslowakei / Text der Beitrage\ntschechisch, deutsch und franzosisch mit deutschen\nund franzosischen Resumees\nPreis 16 Mk / In der Sturm-Buchhandlung vorratig"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c022", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c022", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "106", "page_fin": "106", "image_debut": 19, "image_fin": 19, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.14", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 19, "page_imprimee": "106", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.19", "debut_caractere": 1438, "fin_caractere_exclue": 2058, "texte": "La Renaissance de L'Art Fran^ais\net des Industries de Luxe\nGegrtindef von Henry Lapauze / Erscheinf zu Beginn jedes\nMonafs als Band von 60 bis 100 Seifen Quarfformat\n(25:32) mif zahlreichen Abbildungen\nDie Redakfion veroffenflichf Beifrage der anerkannfen\nSchriffsfeller und Krifiker aller Lander Europas. Ihre\ndokumenfarischen Sfudien und akfuellen Chroniken biefen\nein voltsfandiges Bild der Akfivifaf der Kiinsfe auf der\nganzen Erde\nAbonnemenf Frankreich 150 francs\n\"Ba—■ Ausland 200 francs\nMan abonnierf in alien Buchhandlungen und direkf beim Verlag\nLa Renaissance de L'Art Franpais / 10-11 Rue Royale / Paris\nm\n111"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c023", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c023", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "107", "page_fin": "107", "image_debut": 20, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.15", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 20, "page_imprimee": "107", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.20", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 71, "texte": "FL.UOEI-\nmm\n/M,\nX\nilm\nBERLIN >W9> FRIEDRICH\njomt\nPIANOS\nEBERT STRASSE 6"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c024", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c024", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "107", "page_fin": "107", "image_debut": 20, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.16", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 20, "page_imprimee": "107", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.20", "debut_caractere": 73, "fin_caractere_exclue": 1157, "texte": "Das neue Rußland\nZeitschrift fur Kultur u.^Vi^tschaft\nOrgan der „Gesellschaft der Freunde des\nneuen Rußland in Deutschland\"\nSchriftleitung: Erich Baron / Berlin®Pankow / Kavaliersti. 10\n„Das Neue Rußland\" im IV. 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Kameneva,\nKollontai, Krupskaja, die Professoren Goldstein, Ipatiew,\nRamsin,Waldhauer, dieKunstlerMeyerhold,Eisenstein u.a.m.\nDoppelhefte zu M 1.— Abonnement halbjahrlidi M3-\ndurdi Gesellsdiaft der Freunde des neuen Russland\nErich Baron / Berlin=Pankow / Kavalierstrasseio ■\nPostscheck=Konto No. 743 HIHHDI"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c025", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c025", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "107", "page_fin": "107", "image_debut": 20, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.17", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 20, "page_imprimee": "107", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.20", "debut_caractere": 1159, "fin_caractere_exclue": 1311, "texte": "Casa d'Arte\nBRAGAGLIA\nModerne Kunstausstellungen: Theater der\nUnabhangigen / Buchhandlung / Verlag\nKunstgewerbe\nTerme Romane di Via Avignonesi 8 / Rom 4"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c026", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c026", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "107", "page_fin": "107", "image_debut": 20, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.18", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 20, "page_imprimee": "107", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.20", "debut_caractere": 1313, "fin_caractere_exclue": 1514, "texte": "VERLAG DER STURM / BERLIN W 9\nVORZUGS-ANGEBOT\nHerwarth Walden:\nEinblick in Kunst\nDie teste Einfuhrung in den\nExpressionismus und Kubismus\n70 Abbildungen, 4 farbige Kunstbeilagen\nStatt RM 6.50 nur RM 2—"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c027", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c027", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "107", "page_fin": "107", "image_debut": 20, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.19", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 20, "page_imprimee": "107", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.20", "debut_caractere": 1516, "fin_caractere_exclue": 2008, "texte": "% JKarzitlier $ Co. Berlin W ® Qrunewaldstrasse 14-15\nGegrundet 1854 Hofspediteur S. M. des Konigs von Spanien Gegrundet 1854\nSpedition u. Mobelfransporte, Verpackung u. Lagerung ■\nvon Gemalden u. Kunstgegenstanden jeder Art. Lieferung\nund Empfang nach und von alien Kunstausstellungen\nm des In- u. Auslandes. Transportversicherungen aller Art\nSpediteure des Wlrtschaftliclien Yertandes Blldeader Mastler / d« Sec.-s«ion / des Yertaades\nDeutscher Illustratoren und Hausspediteure des 55Stuini"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c028", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c028", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "108", "page_fin": "108", "image_debut": 21, "image_fin": 21, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.20", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 21, "page_imprimee": "108", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.21", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 281, "texte": "Sturm-\nBriefbogen\nBriefumschlage\nPostkarten\nBesuchskarten\nQu ittu ngen\nRechnungen\nPros pekte\nAnze i g en\no\n♦A\n\\\nc\nvO\nO\nHerstellung\nsamtlicher\nDrucksachen\nnach Anordnung u.\nunter Aufsicht von\nKunstlern. Ein- und\nmehrfarbiger Druck\nSchnelle Lieferung\nBerlin W 9 / Potsdamer Str 138 a"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c029", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c029", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "109", "page_fin": "109", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.21", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "109", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.22", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 81, "texte": ".\n-\nDie fuhrende Zeitschrift der neuen Kunst\nv # \" C\n18. 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Lebens unentbehrlidi\nist die Lektiire der Zeitschrift\nH\ntL.\nw\nX\nM\nCQ\no\nCC\nOh\nZ\n5\nw\nH\nH\n5\nS\n55\nZ\nw\no\nz\n<\n-J\nw\n>\n•K li'W-\n' V '*/&,?■v\nU-H\n03\nW LO\nre\nS2 w\nTO —<\nVl <\\J\nm n\n3 C\ngw\no\n>\n;s\n.boo\nJlO\nt> 03\n■t-j -*-1\nCJ\nW TO\njC 3)\nCU (j\nN\n~ P\nW GU\n• ■»—«\niO 0<\nCM i8\nS?e\nTO W\nC\nu .£\nTO\nCO\nO\ncu\nCL,*O\n.2 o\nCJ co\nU (J\nO* JZ\nMonatshefte\nV erlag\nG.\nder\nm.\nHerausgeber: JOSEPH BLOCH\nDie SOZIALISTISCHEN MO-\nNATSHEFTE sind stets bestrebt,\ndie Stellung, die sie sich in unserem\noffentlichen Leben erworben hab *n,\ndurch ihre gewohnten Darbiefungen,\ndie die Aktualitat des Tages in die\nSphare wissenschaftl. Vertiefung zu\nrucken suchen, und durch standige\nErweiterung ihres Inhalts zu be-\nhaupten und zu befestigen.\nDie SOZIALISTISCHEN MO-\nNATSHEFTE sind die cinzige\ndeutsche Zeitsdirift, die eine syste-\nmatisch gegliederte Rundschau iiber\noffentliches Leben, Wissenschaft,\nKunst und Kultur bringt. Einem\njeden wird dadurch eine fortlaufende\nOrientierung iiber die einzelnenGe-\nbiete ermoglicht. Die einzelnen Ru-\nbriken (33 an der Zahl) werden von\nFachleuten bearbeitet.\nProbehefte stehen auf Verlangen je-\nderzeit kostenfrei zurVerfugung.\nDem unterzeichneten Verlag ist die\nMitteilung von Adressen will-\nkommen, an die die Zusendung\nvon Probeheften ratlich erscheint.\nSozialistischen Monatshefte\nb. H. Berlin W 35"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c031", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c031", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "110", "page_fin": "110", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.23", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "110", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.23", "debut_caractere": 1368, "fin_caractere_exclue": 2910, "texte": "Soeben gelangte zur Ausgabe\ndie 12.-17. Auflage des Romans\nLIEBE\nVON HELENE STOCKER\nPreis M.0,50 in Ganzleinen gebunden\nI\nI\nZu beziehen\ndurch alle Buch-\nhandlungen\nund den\nVerlag der\nNeuen Generation\nBerlin-Nikolassee\nDer Kampf zwischen dem Personlidikeitsbewußtsein der Frau und\ndem elementaren Triebe wird mit leidenschaftlicher Anteilnahme u.\nMit genialer Einfullung dargestellt. Eine einzigartige Erschei-\nnung In der modernen Literatur. Berliner Morgenzeitung.\nDie wertvolle, unsere Kenntnisse der verborgen. Beziehungen zwi-\nschen Korper u. Willen, zwischen Liebe und Leben des Weibes net\nbereidhernde TAT. Berliner Volkszeitung. / ...Sehol* zu\nden groften Merkwiirdigkeiten der Literatur. Das rreie Volk.\nBewundernswert ist dieVereinigung von Sinnesglut mit jener hohen\nSittlichkeit, die es als unmoglich empfindet, den Mann nimt mehr zu\nlieben, an dem die Liebende zuro Weibe und zum Menscnen gereirt\nist. Literarisches Echo. / Das ist wohl das bedeutendste\nBuch, das je eine Frau liber die Liebe gesdirieben hat. Eine Often-\nbarung... Freiheit, Konigsberg. / Ein Budh von ganz neuer\nArt, das einen tieferen Einblick in die Psyche der Frau gewahrt, als\nirgendein anderes Frauenbuch, das ich kenne. jßudolr Go 1 el-\nse he id, Wi en. / Man ist von dem Zauber, den dieses geistvolle,\nmit wunderbarer Ktihnheit, unerhorter Erlebnisstarke, strafrster\ndichterischer Selbstzudht geschrieb. Buch ganz gerangen-\ngenommen. Es steht im Zeichen Nietzsches und braucht sich nicht\nzu verstecken vor diesen zeitlos grofien Namen. Velberter -ieitung."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c032", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c032", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "110", "page_fin": "110", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.24", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "110", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.23", "debut_caractere": 2912, "fin_caractere_exclue": 3122, "texte": "Revue Germanique\nLille | 55 Rue Brule-Maison\nPeriodique trimestriel\nAbon-ement 30 Frs. pour l'etianger\nInformations sur le mouvement\nlitteraire et les travaux\ngiques en Allemagne aux Pays-\nBas et en Scandinavie"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c033", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c033", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "110", "page_fin": "110", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.25", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "110", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.23", "debut_caractere": 3124, "fin_caractere_exclue": 3236, "texte": "Husikalien u. lnstrumente\n» ■\nkauft man bei\nBreitkopf & Hart el\nBerlin W 9PotsdamerStr.2la\nLiitzow 1692 und 8647"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c034", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c034", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "110", "page_fin": "110", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.26", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "110", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.23", "debut_caractere": 3238, "fin_caractere_exclue": 3299, "texte": "KAMMERKUNSTABENDE\nDER VERLAGSBUCHHANDLUNG\nREUSS &*POLLACK, 15"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-10-01-c035", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-10_01#c035", "volume": "bmtnabg_1927-10_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "110", "page_fin": "110", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.2.27", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "110", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.23", "debut_caractere": 3301, "fin_caractere_exclue": 3480, "texte": "KURFORSTENDAMM 22 O\nIN DER STU RM - AUS STEL.LU NG\nBERLIN. 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Kronfeldt\nPlanloser Abend Herwarth Waiden\n\nBIGE KUNSTDRUCKE\nJEOES BLATT 1,50 MARK / DIE MIT * VERSEHENEN 1 MARK\nALEXANDER ARCHIPENKO: Frau/Aquarell\nMARC CHAGALL: Akt / Aquarell / Interieur /\nGemalde / On dit (Der Jude) / Aquarell, Kut-\nscher / Aquarell / Der Coiffeur / Aquarell /\nIch und das Dorf / Gemalde\nROBERT DELAUNAY: Aquarell\nTOUR DONAS: Frau mit Vase / Gemalde,\nFrau und Kind / Gemalde\nNATALIE GONTSCHAROWA: Theater-\ndekorationen®\nREINHARD GOERING: Zwei Aquarelle\nJACOB A VAN HEEMSKERCK: Bild 68 /\nGemalde / Insel / Gemalde\nJOHANNES ITTEN: Gemalde eines Kindes\nKANDINSKY: Aquarell 2, Aquarell 6\nPAUL KLEE: Spiel der Krafte einer Land-\nschaft I Aquarell / Giftbeeren / Aquarell\nFERNAND LEGER: Kontrast der Formen /\nGemalde\nFRANZ MARC: Pferde / Aquarell\nLOUIS MARCOUSSIS: Stilleben / Aquarell\nJEAN METZINGER: Landschaft / Gemalde\nMOHOLY-NAGY: Schwarz-orange-gelb / Gemalde\nGEORG MUCHE: Und schied das Licht /\nGemalde\nPANNAGGI: Zug- in Bewegung / Oem&lde\nPERI: Strasse / Gemalde\nLOTHAR SCHRBYER: Biihnenfarbform*\nKURT SCRWITTERS: Farbige Merzzeichng*\nGINO SEVERINI: Pan-Pan-Tanz im Monico\n/ Gemalde\nNELL WALDEN: Todfriihling / Gemalde,\nFarbige Zeichnung, Segel / Aquarell\nSUDSEEGOTZE ®\nVERLAG DER STURM"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "89", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.2", "texte": "Stettin-Berlinflug\nReinhard Goering\n\nDa unten!!!\nDa!\nDa!\nunten\nunten\nu—u—u—unten!\nHier — oben! oben!\nhier\nO—o—o—oben!!!\nmeine Knochen\nHaufen Brei, blutig\nbald\nfetzig', blöd—sinnig\nda auf dem Feld unten — —\nIch, ha! Ich?\nWahnsinn\nFliege etwa ICH?\n100 Meter\n200\n300\n400\n5 5 500 Meter\nDa unter mir\nKirche Spielzeug\nDorf Spielzeug\nWald Spielzeug\nWald Wal\nWald\n600.\nWenn ein Flügel abgeht —\nDa in den Schornstein —< — •—\nRuhe! Still.\nMein Leib armer o o\nWeher heißer warmer lieber Leib\nDa runter?!\nNie wieder fliegen! Nie wieder!\n800\nWahnsinn!!!!\n900\nRuhe! Ruuheee!\nSterben alle.\nNichts merken\nBetäubt sein\nFallen 900 Meter.\nUnsinn! alles sicher\nTotsicher\nTo- -o—o—o tsi—icher!!\nAbsolut gefahrlos!\nHerrlich\nVerflucht nochmal herrlich!\nWerde Beklemmung doch nicht los.\nHerrlich!\nFeigling\nGanz andere Kerle —■— —\n»\nWas liegt dran?\nRuhe! Genießen!\nRuheh Ruheh\nRUHEEEH!\nTod — Quatsch!\nWenn ich noch einmal A küssen könnte!\nNoch ein—mal.\nIdiot! Vielmal!\nGleich unten! Ruhe!\nDolle Sache!\nDolle Sache!\nUngeheure Kerle heute!\nMenschen ungeheuer!\nFliegen!!!\nFrevelhaft.\nVerbrecher!! Doli!!\nOpfer müssen gebracht werden.\nAchtung jetzt!\nJetzt!\nJetzt!\nJetzt!!!\nVerkehrsopfer!\nBlödsinn\nWozu Verkehr?\n1000 Meter.\nNerven Nerven Nerven\nWer wagt gewinnt!\nTotsicher gewinnt\nSicher Tod gewinnt.\nLächerlich kleine Maschine\nDiese dünnen Wände"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "90", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.3", "texte": "Tür nicht verschlossen\nSitze aus Zigarrenholz\nWenn wenn wenn\nNa wenn wir gut\nAnkommen?!\nWir KOMMEN gut an!\nKlar\nSelbstredend gut an\nRUHEEE\nDa! Da! Da!\nBerlin?\nNatürlich\nBerlin.\nWas denn sonst?\n1000 Meter. Schmettern.\nKnattern Rasen\nSchauen Brüllen\nGaffen Aengsten\nJauchzen Zittern\nDa da da Berlin\nHäuser\nStraßen\nFlüsse\nHäuser Häuser\nVierecke Quadrate Häuser\nBurgen Häuser\nBahnen Häuser\nHäuser Häuser\nBERLIN\nH rrrr r r r Kurve\nHurrrrrrrr Kurveh\nHuh! Hah Heh\nHi Hi Hi Hi Hi Hi Hinunter\nRunter ab rab\nRunter Huhhhhhhhh\nHah! Herrlich! Herrlich! Herrlich!\nLandung\nUngeh — eu — er Berlin!\nUngeheuer DU.\nJa! DU!"}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "91", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.4", "texte": "Décor de P. Flouquet pour le „Coéur a Gaz\" de Tristan Tzara"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "92", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.5", "texte": "Acht Seligkeiten und\nMandelblüten\nEdmund Palasowsky\n\nEs ist auch in diesem denkwürdigen Winter\ngeschehen, als ein verworfener Obsthändler\nin der Stadt sein Unwesen trieb. Er verkaufte\nvergiftete Kastanien und hat ungeheuer viele\nMenschen verzaubert, bis er seine verdiente\nStrafe empfing.\nEin Priester kaufte auch. Pater Gä. Es ge-\nschah also das folgende mit ihm.\nEr geht in den Tempel hinein und beginnt\nseine Predigt über die acht Seligkeiten. Plötz-\nlich, wie vom Teufel besessen, spürt er etwas\nWarmes in der Brust und er dreht alles völ-\nlig rückwärts. Als ob irgendeine unglaubliche\nLeere drinnen wäre, wo das Herz pocht, und\nblühende Aprikosenbäume dort auf und abstei-\ngen. Tick-tack! Liebe, Auge und Schimpf-\nworte, Periode von Küssen und Jahre des\nTreppenlaufens, die man nie wieder gutma-\nchen kann — — die alle tauchen in einem\nwinzigen Zeitraum auf. Erinnerungen — eine\nlahme Sahara oben, die alles bedeckt, •— es\nschmerzt es schmerzt — aber diese Apri-\nkosenbäume unter der Sahara-Decke, diese\nblühenden Aprikosenbäume, sie steigen nur\nimmer auf und ab. Regionen, Regionen und\nSchwindel und Schluchten — nun auf den\nStiegen, hinauf, nur hinauf, schleppen nur\nschleppen diese ungeheuer schwere Habe!\n.Wie man gebunden ist — und wie man fürch-\ntet, wie sehr! o dieses Gedränge! — Aber\ndie Aprikosenbäume steigen ohne Rast, wa-\nrum hat also* niemand nie ein Wort von\ndiesen erzählt? Warum sagen wir also immer\nanderes, als was Aprikosenblüte ist, als was\nfliegt und klopft — ja diese lassen die Men-\nschenherzen klopfen . . .?\nUnd als ob er schwimme — rot rot. Und\nso fängt er an mit warmen Augen:\n„Selig sind, die da reich sind, denn sie fah-\nren ohne Bagage, selig sind, die voll von\nKämpfen und vom Reichtum der Räusche\nsind. Unselig sind nur die Armen.\"\nEine der Gläubigen wankte, als wenn man\nsie an die Stirne geschlagen hätte, dann be-\ngann sie am ganzen Leibe zu zittern. Außer\nihr aber wurde: niemand irgendetwas Selt-\nsames gewahr. Der Kerl hält es auch schon\nmit den Reichen! brummte ein Steinhauer\nmit rotem Schnurrbart. Die Aprikosenbäume\naber winkten ohne Ruhe:\n„Selig sind, diel da lachen, denn was für\nein Unterschied ist zwischen den Tränen vom\nWeinen und denen vom Lachen? Man hört\nbei der Morgenröte das Wimmern der Ge-\nliebten, doch wer hat am Scheiterhaufen ge-\nweint? Selig sind die Lachenden, die in vol-\nler Lust verbrennen, denn die Wehmut des\nSchaffens gehört ihnen.\"\n„Selig sind, die nicht einmal nach der Ge-\nrechtigkeit dürsten, es ist die Wahrheit im-\nmer anders, das Gesicht der Wahrheit gährt\ndoch immer — selig sind die Gährenden,\nübergebt euch dem Hämmern, ihr sollt nach\nKüssen dürsten, nach Tiefe und nach Höhe!\"\nWahrlich! diese schweren Schuhe reiben die\nKnöchel auf und es drücken auch die Kleider.\nBei Nacht auf die Landstraße laufen, wenn\nes sein kann, daß den Graben entlang Tote\nliegen — einsam im finsteren Zimmer und\nim Walde, Angst vor Visionen und vor\nschrecklichen Stimmen des Windes haben\nnein nein — so eingekerkert sein! und so\nstehen! nur stehen! vereinsamt und nicht ein-\nmal den Mut haben, jemandem die Arme ent-\ngegenzustrecken ! . , . Doch sie nur, die Apri-\nkosenbäume begegnen den Toten und wie\nschön die Toten sind . . . Tick-tack! Flächen\nöffneten sich nun, die scharfen Kiesel spran-\ngen auf wie Kastanien, und es zerstreute\nsich das liebe grüne Licht — es ist dann\ndoch eine Freude, da drin zu gehen. Grün!\ngrün! Aha! darum also strahlt der, der\npredigt."}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "93", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.6", "texte": "Décor de Pitoëff et Komnissarzchevsky pour „Liliom\""}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "94", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.7", "texte": "„Selig sind, die nicht einmal reines Herzens\nsind, denn sie sind die wahren Kostenden,\nsie sind die echten Reisenden über Tal, über\nGipfel, über das Meer — Fieber ist in ihren\nKnochen, der Schlamm, der sprudeln möchte,\nwie Blut, es treibt sie der Schlamm, wie ein\nKapitän, denn es schmerzt, was unrein ist und\nes entzündet sich was schmerzt. Tick-tack,\ntick-tack, zu unterst in allem wohnt das-\nselbe, kräuselt sich dasselbe.\"\nKüsse, Küsse. Ein wirbelnder Wind vom\nfernen Weltteile riß ihn mit sich. Vom Süden,\nirgendwoher ganz vom Süden.\n„Selig sind diei Zügellosen, selig die, die\nzerbrechen, selig sind die Angreifer, die an-\ndern etwas zuleide tun. Was nehmen sie\nan? Schmerzen, sie entzünden sie, sie öff-\nnen. Es tut weh, was is t. Greift an mit\nKuß, mit Schönheit, mit steilen Welten.\"\n* 112\nIrgendein schwerer Zauber hielt alle Men-\nschen im Bann. Man spürte schon, daß es\nihm um ein böses Spiel geht. Doch, wie die\nim Stalle eingesperrten Tiere vor dem Erd-\nbeben, röchelnd und ächzend wühlten sie in\nden Bänken, ohne daß sie sagen könnten,\nwas für eine Gefahr da ist, dessen Annähe-\nrung Schleifen in ihnen aufreißt, ihre Kehle\nzuschnürt und wie eineundurchsichtige Wolke\naufs Gehirn drückt.\nEs konnte schon Pater Gä nichts zurück-\nhalten. Es jagten ihn unbesonnene Liebe. Sage\ndas! sage das! neckten sie ihn, sage alles\naus, was Aprikosenbäume sind, alles, was\nMandelblüten! Blaue Seiden wogten und ein\nSüdwind wehte, ein Südwind wehte.\n„Selig sind, die da unbarmherzig sind, denn\nunbarmherzig sind die Bäume und die Trop-\nfen, unbarmherzig die verliebten Schöße, die\nNähe, die Ferne, das Entgegenstehen, un-\nbarmherzig ist das Licht! Die Erinnerung,\ndie Geburt, das Spiel — unbarmherzig ist\nalles, was völlig in uns und um uns herum\nist.\"\nPlötzlich erhoben sich schwankende Schatten.\nKeuchend. Von hier und von dort. Aber es\nwar nur erst die sechste Seligkeit. Pater Gä\nänderte seine Farbe und wurde bläulich.\n„Selig sind die Unruhigen, die da wogen,\ndenn es sind Stürme auf und über der Erde,\nfortwährend sich gestaltende Aenderungen,\nimmer sich ändernde Dauer. Selig sind, die\nda unzufrieden in ihren bitteren Hemden;\ndie Widerstrebenden, die zusammenschlagen\nwie Mann und Weib; die Zerlegenden, die\ntoben und die warmen Kräfte der Natur,\nund frei sind, frei, wie die lieben Katastro-\nphen, die gleichmäßig schöpfen und verhee-\nren — und tun es wohl.\"\nDer Tanz der Aprikosenbäume wurde immer\nwilder. Es trieb sich ein Wald herum. Jetzt\n— vor dem Gesicht der ganzen Gemeinde\n— kam ein blühender Mandelbaum durch die\nMauer und durchschnitt die Halle schräg.\nEr schwamm langsam gegen die Decke. Es\nsickerte von den Bänken bis zur Kanzel das\nschwere Winseln. Pater Gä aber hörte gar\nnichts von diesem allen. „Sag mich aus!\nsag mich aus!\" neckte ihn der Mandelbaum.\n„Wovon du also gekomen bist?\" wollte Pa-\nter Gä fragen. „Ich hatte geglaubt, daß du in\nmir lebst.\" Ob was geschehen wird? Kann\nman diesen strahlenden Strauch ertragen?\n„Selig sind die Mutigen, die Freien, die nie\neinen Abbruch erleiden, die Immeraufpassen-\nden, die mit heißem Strombett, die Zertrüm-\nmernden, die nie sich verspäten; die sich\nvertiefen und sich wälzen — und sich zer-\nstreuen, daß sie wieder sich begegneten.\" —\nDer blühende Mandelstrauch zog langsam\nnach der Decke. Er rieb mit einem Zweige\nden Papst. Es schien dann, als wenn die\nganze Halle mit einem ungeheueren Dröhnen\nentzweikrachte, wie eine Eistafel, — der Geist-\nliche mit der Kanzel in die Höhe schwinge,\nund die übrigen sänken — untergingen —\nmit ihren stürmenden Flüchen. — —\nDer Zauber ist gebrochen. Fäuste und hun-\ndertfaches rachsüchtiges Krächzen erhob sich\ngegen den Priester. Es erdröhnte ein Schuß.\nPater Gä wurde groß, dehnte sich, wie ein"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "95", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.8", "texte": "Théatre Kamerny: construction scénique de A. Vesnine pour „le nommé Jeudi\" de Chesterton"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "96", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.9", "texte": "strahlender Mandelbaum, den das Karmoisin\nüberströmte, dann fiel er ab, mit seinem när-\nrischen Tick-tack und seinen herumbalgen-\nden blühenden Stauden.\nDer Kastanienbäcker, als er abends spät dort\nvorüberging, erkannte verblüfft in einem\nschneegefrorenen Leichname den Priester, der\nkurz vorher von ihm Kastanien gekauft hatte.\n„Dich also hat man schön abgefertigt. Ist\nnoch ein bißchen Platz neben dir hier im\nSchnee? Ich muß mich noch einiger Kasta-\nnien entledigen, dann werde ich mich neben\ndich legen. Gar kein angenehmeres Bett, als\ndieser weiche, weiße Schnee! Und doch kann\nich diese schreckliche Nüchternheit nicht dul-\nden! Es muß sein, daß ich mit einigen be-\nrauschenden Früchten irgendeine kleine Zau-\nberei mache. Es handelt sich um nichts Klei-\nneres, als daß wir alles von Grund aus um-\nwälzen. Weißt du, Pater Qä, wir sollen einen\nneuen Bund zwischen Mann und Weib, zwi-\nschen Jungen und Alten schließen.\"\nEs stand der Kastanienbäcker noch eine Weile\ndort, und schaute, wie die Gläubigen sich\nzerstreuten, und wie sie den schweren Fluch\nder Rede des Priesters ächzend und die Zähne\nfletschend herumtrugen, als wenn sie im Jän-\nner die heißen Samen einer tropischen Ve-\ngetation herumtrügen. Dann beugte er sich\nnieder zu dem Toten und streichelte ihm die\nStirne lieb. „Richtig, Pater Gä!\" sagte er ihm,\n„es ist schön von dir, daß du so schön ge-\nredet hast.\" Und damit hat er ihm einen\nblühenden Zweig ins Herz gestoßen."}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "97", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.10", "texte": "P. L. Flouquet\nFéminine Bruxelles 1922"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "98", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.11", "texte": "Die Erschaffung des Chaos\noder\nDas Ende der Welt No.\n5302038 b.\n(Eine Sehnsucht die im Walde er-\nwachte)\nRobert Vámbery\n\nEIN BERG SPRICHT ZUM ANDERN DES\nNACHTS:\nWehe die Welten\nSchalten und walten\nIn Saus und Braus\nMit Gottes Gut.\nDER ANDERE BERG: Alles hat seine Zeit.\nAlles hat seine; Zeit. Ich bin Evolutionist.\nRuhe ist des Berges erste Pflicht.\nDER ERSTE BERG: Und du kannst warten?\nBricht dir das Herz nicht?\nDER ANDERE BERG: Warum nicht gar?\nEINE GEMSE (am höchsten Gipfel): Diesen\nRekord muß ich dem Turnverein melden.\nDIE HOECHSTE TANNE DES WALDES:\nUnd es wird kommen der Tag . . .\nEIN SEHR ALTER BERG: Und die Men-\nschen werden zu uns kommen und zu uns\nsprechen: Bedecket uns.\nDIE BERGE: Der Tag.\nEINE UNKE (mit rotem Bauch, gähnt): Der\njüngste Tag. Die Motgen werden kühl, ich\nmuß meine Wolljacke anziehen.\n(Etwas weiter drunten. Alm.)\nEINE BRAUNE KUH (weidend und wei-\nnend) : Das schöne, saftige, grüne Gras!\nWie ästhetisch so eine Wiese ist! Und ich\nmuß es fressen!\nOh Schicksal einer Kuh!\nEIN OCHS (steckt sich eine Zigarre an):\nDees sind Sendimendalideeten.\nEIN KALB (außer sich vor Freude): Es wird\nMorgen!\nWeiter oben\nEIN SEHR SCHOENER FLAMMENSALÄ-\nMANDER (beiseite): Der jüngste Morgen.\n(Weiter drunten)\nDER OCHS (mürrisch): Wer weiß wozu?\n(Kuhreihn. Der erste Strahl der Sonne\nerscheint hinter dem Sattel)\n*\nAUS DEM TAGEBUCHE DES FLAMMEN-\nSALAMANDERS: Ach wäre ich schon in\nPle'roma! Bacons Idola stehen aufrecht und\nich weiß wirklich nicht mehr, obs nicht\nbesser wäre, all den philosophischen Er-\nkenntniskram liegen und stehen zu lassen\nund mich wieder aufs Zaubern, das ja mein\nursprünglicher Beruf war, zu verlegen.\nN. B. Auf alle Fälle zwei Dutzend Kröten-\neier kaufen!\nEIN GANZ KLEINES KIND WIRD AUF\nDER PROMENADE DES KURORTES IN\nEINEM KINDERWAGEN HIN UUD HER-\nGESCHOBEN, ES DENKT: Es ist ein Ge-\nsellschaftsspiel. Wir sind Figuren. Wir rük-\nken auf den Feldern vor und zurück, der\nAugenzahl gemäß, welche die Spieler war-\nfen. Ob sie mit einem oder mit zwei Wür-\nfeln spielen? — Und wenn sie mogeln?\nHerr Jesuschrist, wenn sie mogeln? (heult)\nDie BONNE geniert sich furchtbar, brüllt das\nKind an und nimmt sich vor, ihm am Abend\nweniger zu essen zu geben.\n*\nAUS DEN APHORISMEN DER UNKE MIT\nROTEM BAUCH:\nIch, die Unke des Waldes, bedauere die\nMenschen. Ist das nicht human?\nDer Wald ist etwas ganz Besonderes inmit-\nten des Sonderbaren.\nHaben auch die Menschen eine unsterb-\nliche Seele?"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "99", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.12", "texte": "Reth\nLa Boutique Paris 1922"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "100", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.13", "texte": "DAS MEER: Mir ists so sonderbar. Der Mond\nangelt nach meinen Fluten. Sie müssen\nhöher und höher. Und sie sind nicht mehr\nblau. Was fühlst du?\nDER BERG: Ich fühle jenes prickelnde Ge-\nfühl von damals, als ich Pompeji und Her-\nculanum verschüttete.\n*\n(Türe einer Rumpelkammer)\n(Kleine Raffaelengelchen spielen Blindekuh.\nSie lachen. Geräusch aus der Kammer )\nEIN ENGELCHEN: Das ist Erzengel Micha-\nel. Hu!\nEIN ZWEITES: Hu!\nEIN DRITTES: Warum fürchtest du dich,\ndu bist doch nicht ins Blumenbeet ge-\nstiegen?\nDAS ZWEITE: Vorm Erzengel Michael muß\nman sich fürchten, auch wenn man nichts\ngemacht hat.\nEIN VIERTES: Jetzt nicht, jetzt hat er an-\nderes zu tun.\nEIN FUENFTES: Er sucht die Posaune des\njüngsten Tages.\nEIN SECHSTES (am Schlüsselloch): Er putzt\nsie. Sie ist ganz rostig\".\nEIN SIEBENTES (drängt das SECHSTE\nweg): Sie ist ganz zerbeult.\n(Ein durchdringender, falscher Ton aus der\nKammer.)\nW\nALLE ENGELCHEN: Hu!\nDAS DRITTE (klug): Er studiert Musik.\nDAS FUENFTE: Er übt für den jüngsten\nTag.\n(Ein neuer Gixer, noch ohrenzerreißender als\nder erste. Die Engelchen lachen und halten\nsich die Ohren zu)\nVorhang"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "101", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.14", "texte": "Gedichte\nJovan Popovié\n\nLeere\nAuf einem Steig ins Leere eingefroren\ngebeugten Hauptes\ngeben\nHinter mir endloser Zug meines toten Selbst\nIch zahllose Toten flehe nach mir\nZurückblicken wage ich nicht\nVor mir ins Leere gefrorener Steig\n\nUeberaffe\nRufe aus Jahrhunderten berühren sich wie\nHände\nKraftlose Hände erlöschen wie Kerze in\nNacht\nWelch Glück, daß ich Raum und Zeit\nvernichte\nIch kann mit dem Bruder nicht sprechen!\n\nPuppengötter\nVerwesene Schatten irren durch nutzlose\nTränen,\nTaub-stumm-lahme schluchzen durch die\nNacht\nBerührungslose Schienen zerstreuen Puppen\ntoter Wörter:\nDer große Böse izieht am Draht und lacht"}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "102", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.15", "texte": "Das Problem der\nTanznotenschrift\nKurt Fr. Kronfeld\nDas Problem der Tanznotenschrift: es han-\ndelt sich heute nicht um die Frage der Not-\nwendigkeit, sondern um die Art der Aus-\nführung. Wir kennen schon aus dem sech-\nzehnten Jahrhundert die Zeichen der fran-\nzösischen Maitres de ballet, die nichts ande-\nres geben als diesen und jenen Pas und\neinige Sorten von Verbeugungen. Damit\nkommt die heutige Tanzkunst von Wigman,\nTrümpy, Skoronel, Bodenwieser, Klamt und\nwie sie alle heißen, nicht mehr aus. Sie\nalle wollen ihre Schöpfungen dauernd erhal-\nten. Es ist auch notwendig, die Werke die-\nser Künstler für die Nachwelt aufzubewahren.\nFerner muß die Möglichkeit gegeben wer-\nden, einen Tanz komponieren zu kön-\nnen: das in der Phantasie Erschaute sofort\nzu Papier zu bringen, wie ein Musikstück oder\neine Zeichnung. Eine Petite Piece kann man\nsich merken, aber nicht die Arbeit moder-\nner Künstler des Tanzes mit ihren Bewe-\ngungschören, Tanzdramen, getanzten Sonaten\nund Sinfonien.\nDeshalb haben alle produzierenden Tänzer\neinige selbsterfundene Zeichen, die skizzen-\nhaft Posen und Figuren darstellen. Man hat\ndas Problem verschieden zu lösen versucht,\neine möglichst genaue Tanznotenschrift zu\nschaffen, die dennoch der individuellen Ent-\nfaltung Raum läßt. Eine wertvolle Lösung\nbietet der Bewegungsforscher G. Joachim\nVischer-Klamt. Er sagt: Die Choreografie\nordnet die einem System zugeordneten Be-\nwegungseinheiten nach Gründen der Zweck-\nmäßigkeit. Darüber hinaus aber gibt es noch\nAtmung, Bewegung und das Verhältnis bei-\nder zur Intelligenzleistung.\nSolche und ähnliche Momente konnte bis\nheute die Choreografie nicht ausdrücken. Sie\nbeschränkte sich lediglich darauf, anstelle der\nPas die Schwünge zu setzen. Man vergaß,\ndaß Systematik an und für sich noch nicht\nGesetzmäßigkeit ist. Seine Erkenntnis ver-\nanlaßt ihn dazu, die eben erwähnten Aus-\ngangsmomente und Bewegungsursachen zu\nnotieren. Und mit diesen Notenzeichen kann\nman ebenso Kulttänze, wie die Armbewegun-\ngen eines Verkehrspolizisten oder einer Amöbe\nfesthalten. Ein starres System, dessen Starre\nallerdings dort zu suchen ist, wo die Mängel\naller Notensysteme liegen: Bach, Mozart,\nBeethoven, sie alle hinterließen uns, was\nsie spielten, aber nicht, w i e sie es spielten.\nIndessen können wir froh sein, wenn wir\nein Tanznotensystem hätten, das so vollkom-\nmen wäre wie unser fünfzeiliges Musiknoten-\nsystem.\nEin anderer Versuch, Tanznoten zu finden,\nist mir selbst in den Sinn gekommen. Ich\nhabe keine Ursachen und auch keine Mo-\ntive darzustellen versucht, sondern gebe in\nfigural-skizzenhaften Zeichen das wieder, was\nder Tanzende auszuführen hat. Hierbei ver-\nwende ich ein Notenliniensystem, das ähn-\nlich dem Musiktrotenraster ist, dessen Linien\ndie Höhe des Körpers teilen. Für die ein-\nzelnen Körperteile werden entsprechende No-\ntenzeichen gesetzt, deren verschiedene Stel-\nlung und Richtung dem Verhalten des be-\ntreffenden Körperteils entsprechen. Im übri-\ngen soll die Verwendung des Rasters den\nZweck haben, daß sämtliche, dynamische,\nTakt- und Vortragszeichen in derselben Weise\nwie bei den Musiknoten angebracht werden\nkönnen. Dadurch wird ein Notenbild ge-\nschaffen, das dem Musiknotenbild sehr ähn-\nlich ist und also auch leichter zu erlernen\nsein muß. Zu dieser Art von Notierung\ndrängt sich noch ein zweites tänzerisches Pro-\nblem. Es gibt Musikstücke, die es dem Tänzer\nleicht rnachen, daraus einen Tanz zu schaf-\nfen. Er braucht sich nur die Höhe der ein-\nzelnen Töne in der Schrift vor Augen zu füh-\nren, und er weiß schon, daß diese Höhe\nund die Art des rein bildlichen Eindrucks,"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "103", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.16", "texte": "den man von dem betreffenden Musikstück\nhat, korrespondieren müssen mit den Be-\nwegungen des Tanzes, der darauf geschaffen\nwerden soll. Varianten zu diesem Ideengang\nfinden wir beim Bewegungschor und in der\nEurhythmetik. Während es beim Bewegungs-\nchor verschiedene „Stimmen\" gibt, versucht\ndie Eurhythmik, Buchstaben, Worte, Sätze als\nElementarübungen zu tanzen, bevor sie zur\nMusik übergeht. Die so für das rein gehörs-\nmäßige Empfinden Vorgebildeten tanzen „rein\nmusikalisch\". Schließlich noch ein Beispiel\nfür die Eurhythmik. Wir tanzen das P. Einige\nMale wird zuerst der Buchstabe laut und ein-\ndringlich vorgesagt. Pe. Pe. P—E. P—E.\nP—E—H. Zwei Fäuste fliegen im großen\nHalbkreis nach rückwärts, der Leib ist nach\nvorn ausgebogen, die Beine gegrätscht. Oder\neine Buchstabenverbindung: Pf. Langsam wird\ndas Pf geblasen, da es keine Mitlaute hat.\nEndlich findet sich auch hier die Lösung:\nein Erschlaffen der Glieder, wie ein aufge-\nstochener Luftballon: Pffffff.\nZur Tanznotenschrift ist es noch weit. Aber\nalles arbeitet darauf hin. Der Tanz ist heute\nkeine Angelegenheit der Bühne. Heute tanzt\nman aus Bedürfnis zur Bewegung, zum Rhyth-\nmus. Wie fast jeder Mensch schon ein Mu-\nsikinstrument gut oder schlecht beherrscht,\nwerden in den nächsten Jahren alle jungen\nMenschen sich im Tanz ausbilden."}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "104", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.17", "texte": "Planloser Abend\nHerwarth Walden\n.Wohin soll man ausgehen, wenn man nur\nausgehen will. Ohne Verabredung\". Allein.\nDrei Uraufführungen standen zur Wahl, sie\nsind sämtlich verschoben. Man wollte sich\nnicht gegenseitig Konkurrenz machen. Da-\nher finden sie alle später wieder an dem-\nselben Abend statt. Man geht also einfach\naus. Steht auf dem Potsdamer Platz, um zu\neinem Plan zu kommen. Betrachtet die Kak-\nteen einer Blumenhandlung, die der deutsch-\nnationale Hotelpage laut als modern-republi-\nkanischen Blumenkohl ablehnt. Die Damen\nder Straße zwingen zum Weitergehen. Sie\nhaben seit einem Jahrzehnt stets denselben\nStandplatz. Nur die Kleider sind jünger ge-\nworden. Pompöse Beleuchtung eines Film-\npalastes. Also doch Uraufführung: Sif das\n■Weib, das den Mord beging.\" Das könnte\nmich reizen. Denn über ein Buch dieses\nNamens habe ich vor einigen Monaten in\nder „Frankfurter Zeitung\" geschrieben. Trotz-\ndem ich das Beste daran anerkannte, schrieb\nmir der Autor einen furchtbar bösen Brief,\ner würde zu schreiben aufhören, wenn er\nvon Leuten meines Schlages geschätzt wer-\nden könnte. Er scheint seine Drohung mit\ndiesem Brief wahrgemacht zu haben und ist\nzur Filmliteratur offenbar übergegangen. Das\nreizt mich. Ich zahle meinen Einheitspreis\nund komme gerade zur Pause von zwanzig\nMinuten zurecht. Die anderen sind auch\nschon da. Zum Sparausgleich für die Außen-\nbeleuchtung ist innen Dämmerlicht. Man kann\ndaher die Pause nur mit Ankauf von Pfeffer-\nminz und Betrachtung der Zeitgenossen aus-\nfüllen. Links von mir sitzen zwei Herren,\nrechts zwei Damen. Die Herren sind offen-,\nbar Filmkritiker. Sie reden von Bilderverleih\nDie Damen rechts betrachten ihre Flor-\nkniee. Seit der Verkürzung Scr Konfek-\nv_ • i\ntion steigern sich die anatomischen Kennt-\nnisse. Früher hat man kaum etwas von\nBeinen gewußt. Jedenfalls gehört der Strumpf-\nindustrie die Gegenwart. Indessen wird die\nPause von der abgelöst: „Be-\nsuch des amerikanischen Oberbürgermeisters\nin Berlin, der zu großen Meinungsverschie-\ndenheiten Anlaß gab.\" Vornehmer und neu-\ntraler läßt sich (Hotelpolitik gar nicht mehr\nausdrücken. Hieraus ergibt Bich der Kultur-\nfilm „Bayrischer Wald\", der laut Beschrif-\ntung nach wie .vor auf sich beruht. Also\nnicht einmal in den Hotelstreik eingreift. Es\nfolgt das Drehbuch Sif. Der Autor hat sich\ntatsächlich alles ausdrehen lassen und seine\nHeldin im Film zum Schluß glücklich ge-\nmacht, während sie ,im Buch schlicht stirbt.\nDoch das ist ,Filmkritik und muß den „be-\nrufenen Federn\" überlassen bleiben. Bei der\nHeldin fallen die Seidenstrümpfe auf. Sie hat\nihre Farbe gefunden. Denn sie trägt das-\nselbe Paar während einiger Jahre und wäh-\nrend einer Reise nach Uebersee und zurück.\nTrotz erheblichen Angriffen von Lüstlingen\nund Polizeibeamten bleiben die Strümpfe we-\nnigstens unversehrt. Ich warte vergeblich auf\ndie angebrachte und leicht anzubringende Re-\nklame einer Strumpffabrik. Sonst schneidet\ndie Dame die entsprechenden Gesichter. Man\nnennt das glaube ich Psychologie. Das Pu-\nblikum hat wohl das Buch nicht gelesen und\nist von den Geschehnissen leicht verwirrt.\nPlötzlich Applaus bei offener Leinwand. Der\nHerr, der die Dame mit den unzerreißbaren\nSeidenstrümpfen verführt hat, erwartet zu die-\nsem Zweck gerade eine andere Dame. Statt-\ndessen erscheint ein dicker Herr namens Leh-\nmann, der Bruder jener Dame, und ohrfeigt\nden Gent. Wirklich ehrliche Begeisterung des\nPublikums. Die Episode hat den Erfolg. Beim\nHerausgehen lerne ich noch etwas von Film-\nkritik: „Verschwendung, Paul Wegener eine\nEpisode spielen zu lassen. Das kann keinen\nErfolg geben.\" Und dabei hat er doch vor\ndem Erfolgsherrn eine halbe Stunde ein furcht-\nbar böses Gesicht gemacht. Mein Abend je-\ndenfalls ist verbracht."}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "105", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.18", "texte": "Verlag Der Sturm / Berlin W 9\nKunstler-Postkarten / Verlag Der Sturm\nNach Gemalden, Zeichnungeii nnd Bildwerken folgender Kunstler:\nAlexander Archipenko / 4\nRudolf Bauer / 4\nVincenc Benes\nUmberto Boccioni 112 / 2\nCampendonc / 2\nMarc Chagall / 7\nOthon Coubine\nRobert Delaunay\nTour Donas\nLyonel Feininger\nAlbert Gleizes / 2\nJ acoba van Heemskerck 112 / B\nSigrid Hjerten Griinewald\nAlexei von Jawlensky\nt/\nBela Kadar'\nKandinsky / 3\nPaul Klee\nOskar Kokoschka / 2\nFern and Leger / 2\nAugust Macke 112\nFranz Marc 112 / 8\nCarl Mense\nJean Metzinger\nJohannes Molzahn\nGeorg Muche\nGabriele Miinter\nGeorg Schrimpf\nKurt Schwitters\nGino Severini\nFritz Stuckenberg\nArnold Topp\nMaria Uhden 112\nNell Walden\nWilliam Wauer / 5\nMarianne von Werefkin\nNegerplastik\nGewebe aus Alt-Peru\nJede Karte 20 Pfennig / Farbige Karte Chagall: Die Kleinstadt / 30 Pfennig\nDie Ziffern hinter den Namen bedeuten die Zahl der reproduzierten Kunstwerke\n- *'■ • T..-s- •• .\n\nDichtungen von HERWARTH WALDEN\nI Das Buch der Menschenliebe / Roman Die Harte der Weltenliebe / Roman I\ni Jedes Buch 2 Mark I\n1 Erste Liebe / Ein Spiel mit dem Leben Die Beiden / Ein Spiel mit dem Tode 1\n■ Siinde / Ein Spiel an der Liebe Glaube / Komitragddie I\nI Letzte Liebe / Komitragodie I\nI Jedes Buch 1 Mark I\n■ Weib / Komitragodie / 3 Mark I\nI Kind / Tragodie Trieb / Eine biirgerliche Komitragodie Menschen / Tragodie I\nI Jedes Buch 2 Mark 1\nI Im Geschweig der Liebe / Gedichte / Gebunden in Ganzleinen 3 Mark 1\n\nIMonatsschrift Der Sturm\nDie fuhrende Zeitschrift der neuen Kunst\nNeuer 18. Jahrgang\nJahr 12 M Halbjahr 6 M Heft 1 M"}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "106", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.19", "texte": "Verantwortlich für die Schrift leitung: Lothar Schreyer Berlin W 9 / Verlag Der Sturm G. m. b. H..\nBerlin W 9 Potsdamer Strasse 134 a / Fernruf Lützow 4443 / Postscheckkonto Berlin 120658\nAuslieferung für SSSR Meschrabpom, Moskau, 'Jwerskaja Jamskaja 3\nDruck: Alb. Sayffaerth G.m.b.H. / Berlin-Schöneberg / Kolonnenstrasse 26\n\nVerlag ALBERT LANGEN in Munchen\nBAUHAUSBUCHER\n\nInternationaler Almanach der\nmodernen Aktivitat der Gegenwart\nEnthalt alle Gebiete des modernen Schaffens in\nder Wortkunst, der Musik, dem Theater, den\nbildenden Kunsten, dem Film, der Ardiitektur,\nder industriellen Produktion, der Wissenschaft\nund der Kultur iiberhaupt\nEs haben beigetragen: Antheil, Arp, Baumelster, Behne, Becher\ndie polnische Gruppe der Revue „Blok\", Corbusier, Cernf'c\nDoesburgh, Iv. Goll, Gropius, Grosz, Heartfield, Herzfelde,\nHonzl, Chochol, Jung, Kassak, Kiesler, Kisch, Krejcar, Lu\nMarten, W. Mehring, Micic, Moholy-Nagy, Nezval, Obrtel*\nOud, Picabia, G. Pohl, Poliansky, Pone, Mies van der Rohe,\nSeifert, Schurer, Schwitfers, Si'ma, Teige, Tzara, Vaclavek,\nWeisskopf, Westheim, Wiesner, Walden und viele andere.\n240 bis 272 Seifen. Format 23 X5l cm, davon\n40 Seiten Illustrationen, Musikbeilagen / Redaktion\nder Front / Dr. B.Vaclavek / Brunn 15-Schimitz /\nVasekgasse il,Tschechoslowakei / Text der Beitrage\ntschechisch, deutsch und franzosisch mit deutschen\nund franzosischen Resumees\nPreis 16 Mk / In der Sturm-Buchhandlung vorratig\n\nLa Renaissance de L'Art Fran^ais\net des Industries de Luxe\nGegrtindef von Henry Lapauze / Erscheinf zu Beginn jedes\nMonafs als Band von 60 bis 100 Seifen Quarfformat\n(25:32) mif zahlreichen Abbildungen\nDie Redakfion veroffenflichf Beifrage der anerkannfen\nSchriffsfeller und Krifiker aller Lander Europas. Ihre\ndokumenfarischen Sfudien und akfuellen Chroniken biefen\nein voltsfandiges Bild der Akfivifaf der Kiinsfe auf der\nganzen Erde\nAbonnemenf Frankreich 150 francs\n\"Ba—■ Ausland 200 francs\nMan abonnierf in alien Buchhandlungen und direkf beim Verlag\nLa Renaissance de L'Art Franpais / 10-11 Rue Royale / Paris\nm\n111"}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "107", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.20", "texte": "FL.UOEI-\nmm\n/M,\nX\nilm\nBERLIN >W9> FRIEDRICH\njomt\nPIANOS\nEBERT STRASSE 6\n\nDas neue Rußland\nZeitschrift fur Kultur u.^Vi^tschaft\nOrgan der „Gesellschaft der Freunde des\nneuen Rußland in Deutschland\"\nSchriftleitung: Erich Baron / Berlin®Pankow / Kavaliersti. 10\n„Das Neue Rußland\" im IV. Jahrgang als grofies\nMagazin des Osfens ist die Zeitschrift, die durdi\nsadikundige Beitrage hervorragender deutscher\nund russischer Mitarbeiter am besten iiber den\nIwirtsdiaftlidien und kulturellen Neuaufbau g\nRußlands unterriditet S\nHeft ist reich illustriert\nDeutsche Mitarbeiter: Dr. Graf Arco, Klemperer, Bruno\nWalter, Artur Holitsdier, Oberregierungsrat Dr. Roesle,\nProf. Dr. Sdiaxel, Dr. Helene Stocker, General Sdionaicb,\n| Architekt Taut, Heinridi Vogeler u. a. m. ■\nRussiscfie : Volkskomtnissar Lunatscharski,\nSemaschko, Trotzki, Tschitscherin, ferner O. D. Kameneva,\nKollontai, Krupskaja, die Professoren Goldstein, Ipatiew,\nRamsin,Waldhauer, dieKunstlerMeyerhold,Eisenstein u.a.m.\nDoppelhefte zu M 1.— Abonnement halbjahrlidi M3-\ndurdi Gesellsdiaft der Freunde des neuen Russland\nErich Baron / Berlin=Pankow / Kavalierstrasseio ■\nPostscheck=Konto No. 743 HIHHDI\n\nCasa d'Arte\nBRAGAGLIA\nModerne Kunstausstellungen: Theater der\nUnabhangigen / Buchhandlung / Verlag\nKunstgewerbe\nTerme Romane di Via Avignonesi 8 / Rom 4\n\nVERLAG DER STURM / BERLIN W 9\nVORZUGS-ANGEBOT\nHerwarth Walden:\nEinblick in Kunst\nDie teste Einfuhrung in den\nExpressionismus und Kubismus\n70 Abbildungen, 4 farbige Kunstbeilagen\nStatt RM 6.50 nur RM 2—\n\n% JKarzitlier $ Co. Berlin W ® Qrunewaldstrasse 14-15\nGegrundet 1854 Hofspediteur S. M. des Konigs von Spanien Gegrundet 1854\nSpedition u. Mobelfransporte, Verpackung u. Lagerung ■\nvon Gemalden u. Kunstgegenstanden jeder Art. Lieferung\nund Empfang nach und von alien Kunstausstellungen\nm des In- u. Auslandes. Transportversicherungen aller Art\nSpediteure des Wlrtschaftliclien Yertandes Blldeader Mastler / d« Sec.-s«ion / des Yertaades\nDeutscher Illustratoren und Hausspediteure des 55Stuini"}, {"page_pdf": 21, "page_imprimee": "108", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.21", "texte": "Sturm-\nBriefbogen\nBriefumschlage\nPostkarten\nBesuchskarten\nQu ittu ngen\nRechnungen\nPros pekte\nAnze i g en\no\n♦A\n\\\nc\nvO\nO\nHerstellung\nsamtlicher\nDrucksachen\nnach Anordnung u.\nunter Aufsicht von\nKunstlern. Ein- und\nmehrfarbiger Druck\nSchnelle Lieferung\nBerlin W 9 / Potsdamer Str 138 a"}, {"page_pdf": 22, "page_imprimee": "109", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192710-01.1.22", "texte": ".\n-\nDie fuhrende Zeitschrift der neuen Kunst\nv # \" C\n18. 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Vertiefung zu\nrucken suchen, und durch standige\nErweiterung ihres Inhalts zu be-\nhaupten und zu befestigen.\nDie SOZIALISTISCHEN MO-\nNATSHEFTE sind die cinzige\ndeutsche Zeitsdirift, die eine syste-\nmatisch gegliederte Rundschau iiber\noffentliches Leben, Wissenschaft,\nKunst und Kultur bringt. Einem\njeden wird dadurch eine fortlaufende\nOrientierung iiber die einzelnenGe-\nbiete ermoglicht. Die einzelnen Ru-\nbriken (33 an der Zahl) werden von\nFachleuten bearbeitet.\nProbehefte stehen auf Verlangen je-\nderzeit kostenfrei zurVerfugung.\nDem unterzeichneten Verlag ist die\nMitteilung von Adressen will-\nkommen, an die die Zusendung\nvon Probeheften ratlich erscheint.\nSozialistischen Monatshefte\nb. H. Berlin W 35\n\nSoeben gelangte zur Ausgabe\ndie 12.-17. Auflage des Romans\nLIEBE\nVON HELENE STOCKER\nPreis M.0,50 in Ganzleinen gebunden\nI\nI\nZu beziehen\ndurch alle Buch-\nhandlungen\nund den\nVerlag der\nNeuen Generation\nBerlin-Nikolassee\nDer Kampf zwischen dem Personlidikeitsbewußtsein der Frau und\ndem elementaren Triebe wird mit leidenschaftlicher Anteilnahme u.\nMit genialer Einfullung dargestellt. Eine einzigartige Erschei-\nnung In der modernen Literatur. Berliner Morgenzeitung.\nDie wertvolle, unsere Kenntnisse der verborgen. Beziehungen zwi-\nschen Korper u. Willen, zwischen Liebe und Leben des Weibes net\nbereidhernde TAT. Berliner Volkszeitung. / ...Sehol* zu\nden groften Merkwiirdigkeiten der Literatur. Das rreie Volk.\nBewundernswert ist dieVereinigung von Sinnesglut mit jener hohen\nSittlichkeit, die es als unmoglich empfindet, den Mann nimt mehr zu\nlieben, an dem die Liebende zuro Weibe und zum Menscnen gereirt\nist. Literarisches Echo. / Das ist wohl das bedeutendste\nBuch, das je eine Frau liber die Liebe gesdirieben hat. Eine Often-\nbarung... Freiheit, Konigsberg. / Ein Budh von ganz neuer\nArt, das einen tieferen Einblick in die Psyche der Frau gewahrt, als\nirgendein anderes Frauenbuch, das ich kenne. jßudolr Go 1 el-\nse he id, Wi en. / Man ist von dem Zauber, den dieses geistvolle,\nmit wunderbarer Ktihnheit, unerhorter Erlebnisstarke, strafrster\ndichterischer Selbstzudht geschrieb. Buch ganz gerangen-\ngenommen. Es steht im Zeichen Nietzsches und braucht sich nicht\nzu verstecken vor diesen zeitlos grofien Namen. Velberter -ieitung.\n\nRevue Germanique\nLille | 55 Rue Brule-Maison\nPeriodique trimestriel\nAbon-ement 30 Frs. pour l'etianger\nInformations sur le mouvement\nlitteraire et les travaux\ngiques en Allemagne aux Pays-\nBas et en Scandinavie\n\nHusikalien u. lnstrumente\n» ■\nkauft man bei\nBreitkopf & Hart el\nBerlin W 9PotsdamerStr.2la\nLiitzow 1692 und 8647\n\nKAMMERKUNSTABENDE\nDER VERLAGSBUCHHANDLUNG\nREUSS &*POLLACK, 15\n\nKURFORSTENDAMM 22 O\nIN DER STU RM - AUS STEL.LU NG\nBERLIN. POTSDAMER STR. 134 a\nAM 8., 22., 24., NOVEMBER 20 UHR\nEINLADUNGEN UND PROSPEKTE DURCH\nREUSS &. POLLACK\nKARTEN ABENDKASSE"}]}