{"numero_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_sha256": "8a52c7964b0cf148bf5c99cd37ff475f32f41999c7f5a70e95677a74edd3458c", "source_tei": "https://github.com/Princeton-CDH/bluemountain-transcriptions/blob/main/periodicals/bmtnabg/issues/1927/12_01/bmtnabg_1927-12_01.tei.xml", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabg/issues/1927/12_01/bmtnabg_1927-12_01.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c001", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c001", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "couv. 1", "page_fin": "couv. 1", "image_debut": 1, "image_fin": 1, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.1", "titre_corps": "Hugo Scheiber: Charleston", "titre_sommaire": "Hugo Scheiber: Charleston", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.1", "debut_caractere": 54, "fin_caractere_exclue": 79, "texte": "Hugo Scheiber: Charleston"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c002", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c002", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[119]", "page_fin": "[119]", "image_debut": 3, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.2", "titre_corps": "Table of Contents", "titre_sommaire": "Table of Contents", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "[119]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.3", "debut_caractere": 90, "fin_caractere_exclue": 707, "texte": "Dichtungen aus Jugoslavien Pave Starcevic / Jovan Popovic / Risto Ratkovic / Smilja Popovic\nPunalua der Briefe Edmund Palasovsky\nRevolution oder Maschinenstürmer oder Gotteswerk und Menschenwerk Robert Vämbery\nDie Heimsuchung oder Die lrren112 der Arzt und ein Prinz Robert Vämbery\nImmerdar mit der Issi (Schäferspiel) Robert Vämbery\nAnangangara oder „Zurück! du rettest den Freund nicht mehr, so rette das eigene\nLeben\" (Ein Verkehrshindernis) Robert Vämbery\nGedichte Erich Arendt\nGedichte Reinhard 6oering\nflflaenz Herwarth Waiden\nAetherwellen-Musik Waldemar Askenasy\nAbbildungen: Drei Zeichnungen von Hugo Scheiber"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c003", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c003", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "121", "page_fin": "123", "image_debut": 5, "image_fin": 7, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.3", "titre_corps": "Dichtungen aus Jugoslavien", "titre_sommaire": "Dichtungen aus Jugoslavien", "signature_source": "Aus dem Nachlass des verlorenen", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 5, "page_imprimee": "121", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1774, "texte": "Dichtungen aus Jugoslavien\nAus dem Nachlass\ndes verlorenen\nPave Starcevic\nIm Gürtel strahlender Dolch der Wunden\nLiebe wegen\nDer Herren Blutes durstig auf den Finger-\nspitzen\nBerührungssehnsucht\nNichts kann betrösten die Wahngeplagte\nO, ein wenig Beruh gung nur in der letzten\nAusgeslrecktheit\nWenn dies nicht genug\nNimm Flöte aus Totenbeinen\nDamit die alte Gräber zersprengen\nDenn immer führt mich\nVerwirrt gehen sie mir vorüber niemals treten\nsie mir zu\nWenn einer stolpert erbebt die ganze Erde\nStatt Köpfe tragen sie auf den Hälsern Eimern\nWo sind sie? leeren Straßen entlang rollt ein\nHühnerei\nUm nicht zu schreien verzweifelt zerbreche\nich schnell Arme und Füße\nSo in Knäuel gewunden ruhe ich eine rohe\nErdscholle\nMein Bewußtsein wird die Achse der Erdkugel\nKatze spielt die Violine\nHund lacht daß die Tellern klirren\nKuh überspringt den Mond\nPosse\nHalber Tag unbewegten Stehens\nmit Augen zerstreut irgend im Schnee\n- — krampte mich vor Lachen — — —\nGassen voll Kälbern\n(in Fleischbänken hängen Rinder)\nzwei Tage gänzlichen Schweigens\n(Wörter verlieren Bedeutung)\nGeboren auf die Welt trage ich ewige Wunde\nverschlingt von sich selber gebäre ich m ch neu\nvon Ueberdruß gehetzt durch die Erde\nerreiche ich nichts\nihr sagt zuviel vom Leben\ngenug um selbst das tiefste zu werden\nIch huldige dir voll Ehrfurcht du Großer\ngeschickt blähst du unsere Gehirne\ngescheit bin ich sehr gescheit\nund kann nie mit den Gedanken vom Tode\nweiter\nso zerrte ich mich auf alle Seiten\nund sterbe nicht für die gelbe Landstraße\nMeeresufer beim Friedhofe\nGeputzt sind die Städte dort\ndie Ecken verwunden meine Schultern\nwartend auf Sonnenaufgang auf Hände-\ngrüßen\nund so starrte schon die kaum erregte Jugend\nes seiht sich durch Augenhöhlen\nund blutet das törichte Herz\nnach Nicht-abwartetem"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "122", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1918, "texte": "Jovan Popovic\nSo\nSelbstvergessen Sturz in Ursprungs-Krater\nSchlürfe zitternd Sonnenstrahl-Versprechen\nEinsamkeitsfluch Hände-Ringen\n: Liebe! Liebe! : Haft\nErstickte Tränen löschen Sehnen\n... Und so bis zum Tode denn allein\nVor Selbstschmach Stummen Starren\n!! DOCH !!\nIm Auge blüht vorgeahnte Liebe\nDas Schluchzen erlöst im Regenbogen\nDU IHR ALLE\nHeilige Inbrunst\nRuhe Ruhe\nDusia\nWelkende Töne entblühen Sterne im Traum\nHimmel falten sich wie blauer Kelch\nEin Dich-Gedenken duftet\nDein fernes Flüstern\nHorizonte wiegen sich sanft\nDu bist nicht und dennoch alles beschwört\ndein Name\nDich lebenslang suchen\nDeine Hand all-erlösend\nDeinen Mund all-verklärend\nDeine Helle all-überwölbend\nAmen\nKisto Ratkovic\nGrabophon\nall diese wolle\ndie wölken alle\nder himmel auch\nkönnen nichts mehr\ndies fleisch zerfällt\nfür strahlende beine\nfür unermeßlichen diamant\nes dröhnt unterirdische erde\nlegionen gläsernen leichen organisieren Tod\n*\nvergebens meine finger vergebens unerträg-\nliche gedanken\nnoch niemals berühre ich nichts\nalle gerade linien zerbrech ich\nund nur von einer zufälligen bewegung meiner\nhand hängt es ab ob ich gott werde\n*\nauf dächern hüpfen häuser\nund ungeborene kinder in weisen hemden\nsingen luft\nfenstern mit köpfen geschmückt\nund alle wölken sind tauben\ndreh um dreh ein na siehst alles ist enthüllt\nauf bonbonen wachen elefanten ihre tür\nman soll niemanden löten\ndort drin tut sie sich entkleiden\ndies ganzes hin-und-her dient nur dazu uns\nzu betäuben damit wir sie nackt nicht sehen\nso das ganze leben nur der toten im grabe\ngewissens-ruhe zuliebe\nvielleicht weife es der hollunder ob mein auge\nins leere geschleudert ihre träne erreicht\nSmilja Popovic\nNacht\nKrank\nTraumlose endlose Nacht\nEin Uhr\nZwei Uhr\nDrei Uhr\nWie schwarze Tropfen rinnen Minuten aufs Hirn\nUnd Jemand noch immer wacht\nAufstehen\nTanzen\nTanzen bis zur Ohnmacht\nVerwirrt glänzen die Sterne durch die Tränen\nMorgen kommst du nimmer\nWarten"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "123", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3306, "texte": "Risto Ratkovic\nTote Handschuhe\nErinnere mich nicht mehr — warum ich und\nmein Vater zankten und fingen an zu raufen.\nWo wir uns schlugen, auf jeder Stelle fiel\ndieser Teil des Körpers ab. Endlich zer-\nstückten wir uns ganz. Und, da wir schon\nnirgends zu hauen hatten, rief ich: „Vater,\nwer waltet über uns — wir müssen alles\nzurückgeben, was er uns gab.u Und, in\nZeichen des Protestes, klaubte ein jeder sich\nselbst zusammen, ein jeder packte sich selbst\nzusammen, damit wir uns so zusammen-\ngepackt irgendwohin mitnehmen, ich erinnere\nmich nicht mehr, wohin.\n★\nIn einer schmalen Gasse vorübergehend, hörte\nich plötzlich mächtigen Gesang aus einem\nSalon. Ging hinein, um zu sehen. Der\nSalon war voll mit Dirnen, meistens halb-\nnackt. Sofort, als ich eintrat, liefen sie aus-\neinander, die Gäste kamen in großen Scharen.\nJedem Gast als er eintritt, befahl ich in ein\nFauteuil sich zu setzen, und wußte, daß jeder\nverschwinden werde, um in einem Hühner-\nstall aufzutauchen. Da erschrak ich vor einer\nmöglichen Rache und faßte meinen Revolver.\nIm selben Augenblick schlugen ungeheuere\nWellen der Finsternis gegen das Fenster von\naußen. Damit ich diese Finsternis verjage,\nfing ich an, am Klavier Licht zu spielen.\nNach einem innerlichen Takt erglühten in\nin der Luft Lichter und erlöschten, demnach,\nwieviel Licht-Töne ich am Klavier erzeugte.\nIndessen wurde die Finsternis immer dichter,\nfetter und voll Insekten. Als ich hörte am\nHimmel Donner grunzen wie schwarze\nSchweine, schoß ich ins Klavier und alles\nzerfiel. Von irgendwo hörte ich etwas wie\nWiderhall meiner Wörter aus ferner Ver-\ngangenheit.\n*\nMeine Mutter tragen sie tot in den Friedhof,\nden Vater führen sie im selben Zug zur\nHinrichtung. Unterwegs begegneten wir auf\nder Brücke noch einem Zug. Auch ein Toten-\nbegräbnis, aber der Tote sitzt am Platz des\nKutschers stracks. In der Mitle der Brücke\nerwachte der Tote und rief laut seinen Namen,\ndessen ich mich niemals erinnern kann.\nOffiziere mit Säbeln siürmten auf ihn los,\ndann gesellten sie sich dem Zuge meines\nVaters und meiner Mutter.\nIm Friedhof erschien mir die tote Schwester.\nSie schaute mich mit Vorwurf an, als ob sie\nsagen wollte: warum empörst du dich nicht?\ndann trat sie zum Vater und tröstete ihn\nverzweifelt. Er war bleich. Ich konnte nicht\nweiter aushalten, wollte so laut schreien, dal?\nsicli davon der ganze Zug, samt Soldaten\nund Pfarrern, in die Luft heben müßte. Von\ndieser Anstrengung erwachte ich.\nEs freute mich unmäßig, daß dies nur Traum\nwar, doch, es war mir sehr leid, daß ich\nmich von der Schwester trennen mußte. Ich\nschrieb ihr diesen Brief:\nMARUSCHA RATKOVIC\nKLINGENDER SAAL GOLDENER HEMDEN\nHIMMEL\n„Komm auf jene Quelle - ich warte dich\nim Brote.\"\nDen Brief steckte ich in die Tasche und ging\nspazieren. Es war ein heller Tag. Nach einer\nZeit sah ich, wie der Himmel sich auf die Erde\nstürzt in viereckigen Säulen Sonnenblaus. Diese\nSäulen waren durchsichtig und immaterial,\ndurch sie ging man wie durch ein Paradies.\nFreudig herumirrend, erblickte ich in einem\nBaume meine Schwester, die meinen jetzt bald\ngeschriebenen Brief las. Neben ihr, als ich\nmich näherte, sah ich auch SIE, das Mädchen\naus meiner Kindheit. Sie versuchte auch\nmeinen Brief zu lesen, beide weinten. Zu\nihnen tretend erbebte ich vor Entzücken. Sie\nerwarteten mich in ihr Umarmen, weinend."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c004", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c004", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "124", "page_fin": "126", "image_debut": 8, "image_fin": 10, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.4", "titre_corps": "Punalua der Briefe : Geweiht einer Kraft", "titre_sommaire": "Punalua der Briefe : Geweiht einer Kraft", "signature_source": "Edmund Palasovsky", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 8, "page_imprimee": "124", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.8", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2615, "texte": "Punalua der Briefe\nGeweiht einer Kraft\nEdmund Palasovsky\nGeweiht einer Kraft, die lebt) einer Kraft\nzwischen Zweien] die erweckt und ver-\nwüstet! einer Kraft! nie gebrechlich! nie\nbla&! einer die tötet und aufstellt!\nIhren Freuden! ihren Schmerzen! ihren\nSonnen und Monden! ihren Wärmen!\nSamen! Träumen! Blumen! ihren Atmen!\nzwischen Zweien! Einer Kraft! die lebt!\nihren Welten! zwischen Himmel und Erde!\nWenn zwei Geliebte von einander scheiden,\nBriefe kommen Briefe gehen.\nSie gehen gehen gehen gehen - durch die\nWand, durch Wälder Ströme durch die\nStädte\nSie gehen gehen\nUeber fremde Länder eilig eilig durch den\nRegen durch den Sturm —\nSie werden nie von dem Regen naß, sie\nwerden nie von der Sonne verbrannt\nSie sollen immer nach Hause finden, immer\neintreffen - -\nNach Hause: wohin man sie gesandt.\nSchnell schnell\nEilig eilig ohne Ruhe ohne Rast —\nDie Briefe zerschneiden schön die Distanz —\nsie sollen ankommen bis heute abend\nDenn jemand wartet, es waitet jemand —\nsie sollen ankommen bis morgen früh.\nFrüh früh.\nWer klopft, wer weckt mich auf\nEin Brief! ein Brief - durch Berg und Tal,\ndurch Sturm eingetroffen — o du Lieber!\nBist du nicht mude Deine zwei kleine Flügel\nnicht ermattet\nWoher hast du das Haus gewußt? Die\nTür — genau?\nUnd der Brief antworlet schön:\nDoch siehst du 's nicht? Ja ich trage an\nder Brust deinen Namen!\nDu Lieber! du Guter - was hast du gebracht?\nSüße Worte, die wie Küsse berauschen, zärt-\nliche Gedanken die überströmen, hämmernde\nZeilen die bannen bannen.\nMontag Dienstag Mitiwoch Donnerstag\nFreitag Sonnabend Sonntag Montag.\nSie gehen die Briefe sie kommen kommen -\nüber schreckliche Wüste über steinigen Weg —\n(Ihre Füße werden nie blutig! ihre Lippen\nnie durstig!)\nSie kommen kommen sie kreuzen, sie fahren,\nmit Zügen mit Flugzeugen mit schnellen\nWolken\nUnd wenn sie oben in einem hellen Nebel\nsich begegnen\nSie winken einander sehr freundlich:\nServus! servus!\nAber sie dürfen nicht plaudern —\nSchnell schnell weiter — da jemand wartet.\nMontag Dienstag Mittwoch Donnerstag\nFreitag Sonnabend Sonntag Montag.\nIhr liebliche Briefe, kommt nur kommt nur!\nJa es gibt schon eine ganze Schaar!\nja sie wohnen in einem Fache, ja sie stehen\nin einem schönen Schober, und wenn man\nrichtig horcht:\nMan kann es hören, wie sie atmen\nGanz leise - kip-kop -\nSo machen ihre kleinen Herzen.\nIst es finster: leuchten die Zeilen — ist es\nkalt: sie heizen, die Briefe\nUnd wenn man richtig schnüffelt:\nMan spürt Wohlgeruch, wie im blauesten Mai.\nUnd sie fragen fragen fragen\nAntworten antworten antworten antworten\nantworten\nUnd küssen küssen küssen küssen.\n(Süße Briefe! Ihr sollt immer küssen!)"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "125", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.9", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2438, "texte": "O, o! es wurde nun wolkig! Schnee — und\nEisblüten an Fenster! brr wie kalt! es kommt\nvon einem herzlosen Briefe . . .\nO, o! du Böser! du Böser!\nDu kannst nicht mit den übrigen wohnen -\nAber sie breiten ihre Flügel aus, sie heizen\nfleissig sie bedecken ihn sie wärmen ihn\nUnd sieh: der Arme hat auch schon ein Herz:\nWenn man richtig aufmerkt - kip-kop kip-kop\n— man hört es ganz fein musizieren.\nDu Lieber! du Süßer! sie musizieren —\nEs sind ganz mandolinenförmige Briefe\nEs sind solche wie Samen und könnten keimen\nEinige sind herzförmig und blumenähnlich -\nandere wie Handflächen und ziegeiförmig —\nseegrün Golgatha-blau und tief heliotrop\nGenau wie eine Muschel wie ein Goldfisch\nWie die Libellen — und schön violett.\nSie können weinen und lächeln schön.\nWenn man nach Hause kommt, sagen sie:\nguten Abend!\nWenn man zu Bette geht, sagen sie warm:\nschlafe wohl!\nHast du nicht Fieber, hustest du nicht? -\nSie haben Angst, sie fürchten, sie haben Tränen.\nDenkt man etwas schönes: sie lächeln —\ntut man etwas häßliches: sie schluchzen\nbitterlich!\n(Sss! liebe Briefe, weinet nicht! Jemand geht\nnun über Schluchten des Blutes — einst muß\naber alles strahlen!)\nBei Nacht bei Nacht\nDa tanzen die Briefe.\nWie Schmetterlinge, wie die Libellen.\nSie schweben sie flattern sie kommen schön\nzu trinken — zu einem der schläft — seine\nTräume zu kosten\nO, o! ihr habt Walderdträume mitgebracht —\nwie Bienen den Honig — so mischt ihr die\nzweierlei Träume\nMischt es liebe Briefe, es gährt, doch mischt es -\nUnd davon kommt dann ein Feuer.\nUnd kommen die Blumen und blühen\nUnd die ziegeiförmigen bauen sich\nschimmernd auf.\nUnd die Handflächen sagen: wir wollen\ndeinen lieben Kopf streicheln.\n(Sie könnten auch töten, wenn sie wollten!)\nIhr Süßen! ihr Süßen! . . .\nDa kommt ein Brief - und er sagt:\nIch halte deine Hände\nImmer bei dir -\nBitte gib acht auf dich -\n(O, o! Sie können auch beten!)\nDa kommt ein Brief, er enthüllt sein Herz\n(Er ist wie ein verliebter Leib)\nUnd flüstert: nimm so, es ist so weich\nBeuge darauf deine Wange.\nO, o! Und die Muscheln summein, die\nMandolinen spielen — sie wissen, daß einer\nihre Sprache versteht -\nUnd andere wie Schwarzamseln singen.\nO summt! o spielt! o musiziert doch\nUnd davon wird etwas großes geboren.\nBei Nacht bei Nacht.\nMontag Dienstag Mittwoch Donnerstag -\nBriefe kommen Briefe gehen\nFreitag Samstag Sonntag - nur schnell schnell\n\\\nDurch Wind und Wüste durch Sturm und\nSchicksal - mit Zügen durch Eilboten mit"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "126", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 861, "texte": "Aeroplan - nach fremdem Lande - dringend\ndringend — ihre zwei kleinen Flügel er-\nmatten nie\n(Sie bringen die Lebenskraft für einen Tag —\nwovon man lebt, wovon man wächst)\nUnd wenn sie einander begegnen — im\nhellen Nebel — oben oben\nIhre kleinen Herzen klopfen so heftig\nO, o!\nUnd sie grüßen einander lieb\nAber sie dürfen nicht verweilen\nDa jemand wartet — wartet -\nAugust September — September Oktober\nKip-kop - ihr Herz\n(würden sie vom Wind zerstreut, überströmten\nsie die Erde mit Blumen)\nVielleicht die Geliebten nicht mehr im\nLeben - nur lebt ihr Kuß - siegreich —\nzwischen Mann und Weib ein Zauber\nDoch gehen die Briefe ohne Ende doch\nkommen die Briefe ohne Ende —\nUnd davon kommt ein Feuer\nUnd davon muß alles strahlen — musizieren\n- alles\nUnd davon wird alles Große geboren -\ndie Welten\nZwischen Erde und Himmel\nSie gehen gehen gehen - sie kommen\nkommen."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c005", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c005", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "126", "page_fin": "127", "image_debut": 10, "image_fin": 11, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.5", "titre_corps": "Revolution oder Maschinenstürmer oder Gotteswerk und Menschenwerk", "titre_sommaire": "Revolution oder Maschinenstürmer oder Gotteswerk und Menschenwerk", "signature_source": "Robert Vámbéry", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 10, "page_imprimee": "126", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.10", "debut_caractere": 863, "fin_caractere_exclue": 1646, "texte": "Revolution\noder\nMaschinenstürmer\noder\nGotteswerk und Menschenwerk\nRobert Vámbéry\n\nEine Tierfabel für den einfachen Mann\nNicht für den Druck, nur für die Bühne bestimmt\n(Blühende Gebirgswiese. Die Bühne ist hell,\njedoch die Sonne scheint nicht. Rechts, auf\neiner sanften Erhöhung, steht ein Porzellan-\nklosetl. Zu Füßen des Hügels knieen ehr-\nfurchtsvoll allerlei Menschen. Eine Orgel\n(Kirchenmusik), eine Militärkapelle (Marsch)\nund ein Jazzband (Tanzmusik) spielen auf\neinmal hinier der Szene. Die Menschen\nverharren bewegungslos. Plötzlich verstummt\ndie Musik, links hinten geht die Sonne auf,\nbei ihrem Lichte erblicken die Menschen alles:\ndas Klosett und ringsum die Wiese. Alle\nspringen mit einem unartikulierten Freuden-\ngeheul auf und zertrümmern singend das\nKlosett.)\nVorhang"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c006", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "127", "page_fin": "127", "image_debut": 11, "image_fin": 11, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.5.1", "titre_corps": "Hugo Scheiber: Weltstadt", "titre_sommaire": "Hugo Scheiber: Weltstadt", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 11, "page_imprimee": "127", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.11", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 24, "texte": "Hugo Scheiber: Weltstadt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c007", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c007", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "128", "page_fin": "128", "image_debut": 12, "image_fin": 12, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.6", "titre_corps": "Die Heimsuchung oder Die Irren, der Arzt lind ein Prinz : Melodram", "titre_sommaire": "Die Heimsuchung oder Die Irren, der Arzt lind ein Prinz : Melodram", "signature_source": "Robert Vámbéry", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 12, "page_imprimee": "128", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.12", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1455, "texte": "Die Heimsuchung\noder\nDie Irren, der Arzt lind ein\nPrinz\nMelodram\nRobert Vámbéry\n(Zelle. Kacmareck und Gloglamatsch. Prinz\nWolf, Dr.Rimasombat und Gefolge treten auf.)\nKACMARECK: Mein Kopf schmerzt, meine\nAugen sind gerötet und au6erdem glaube\nich nicht, dafe es so weitergehen kann.\nGLOGLAMATSCH: Ein Weib her! Ein Weib\nher! — (Besinnt sich. Pause.) - Trotzdem\nein Weib her!\nDr. RIMASOMBAT: Hoheit sehen, hier sind\ndie Unheilbaren.\nPRINZ WOLF: Sie sind mir aber ein schöner\nArzt, wenn Sie nicht einmal sehen, da 6 ich\nnichts sehe, da ich blind bin.\nDr. RIMASOMBAT: Hoheit sind augen-\nleidend? Welch Unglück!\nPRINZ WOLF: Bis zu diesem Augenblicke\ntraf ich den Adler in den Lüf en, von Tausend\nSchritt Entfernung, mitten ins Schwarze . . .\nnun aber ... ich weife nicht!\nDr. RIMASOMBAT (zu seinem Assistenten):\nEile! Man möge alle Glocken läuten! (Der\nAssistent ab.) Wir aber wollen beten! (Alle\nsinken aufs Knie und sprechen seine Worte\nnach.) Allmächtiger Vater, der du Schiffe\nund Walfische schufst, erhöre unser Flehen\nund lafe uns anstatt des geliebten und durch-\nlauchtigsten Prinzen Wolf erblinden. Amen.\nKACMARECK (erhebt sich): Wenn ich das\nalles recht erwäge, so glaube ich, sie können\nmich . . . (bricht schluchzend ab).\nGLOGLAMATSCH (steht auf, geht vor, zum\nPublikum): Sie hinwieder würden mir einen\ngroßen Gefallen erweisen, wenn Sie stürben.\nDr. RIMASOMBAT (springt auf): Still! . . .\nDer Prinz!\nUebermäfeiges Glockengeläute setzt ein.\nVorhang"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c008", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c008", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "128", "page_fin": "130", "image_debut": 12, "image_fin": 14, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.7", "titre_corps": "Immerdar mit der Issi : Schäferspiel", "titre_sommaire": "Immerdar mit der Issi : Schäferspiel", "signature_source": "Robert Vámbéry", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 12, "page_imprimee": "128", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.12", "debut_caractere": 1457, "fin_caractere_exclue": 2057, "texte": "Immerdar mit der Issi\nSchäferspiel\nRobert Vámbéry\n\nSommervormittag Springbrunnen\ndahinter grüner Zaun\nIMMERDAR (kommt von links, geht hinterm\nZaun bis Mitte rechts und springt dort über\nden Zaun): Zum Tanzen bin ich nicht sehr\ngeeignet, meine Unterhaltungsgabe ist un-\nbeträchtlich, aber . . .\nISSI (hebt den Kopf aus dem Bassin des\nSpringbrunnens): Aber?\nIMMERDAR: Aber ich kann schweigen. (Setzt\nsich seitwärts auf den Rand des Bassins.)\n(Pause)\nISSI: Können Sie Golf spielen?\n(Pause)\nISSI: Was ist Ihre Ansicht über den Ozean-\nfluB? (Pause)\nISSI: Und über den neuen Roman von\nH. G. Wells ?\n(Pause)"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "130", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.14", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1237, "texte": "ISSI (streckt den rechten, nackten Arm her-\nvor, rüttelt Immerdar): Hören Sie doch, was\ndachten Sie eigentlich, als Sie hier vorüber-\ngingen, und dann plötzlich über den Zaun\nsprangen ?\n(Pause)\nISSI: Ja, ich bade immer ohne Trikot.\n(Pause)\nISSI: Na, mein Gott, im eigenen Park?\n(Pause)\nISSI (packt mit beiden Händen Immerdars\nSchultern): Mein Vater konferiert mit den\nDirektoren. Wo haben Sie ein Bett? Ich\nkomme.\n(Pause)\nISSI (zurückgleitend): Sie können nicht tanzen,\nSie können nicht unterhalten — aber, bei Gott!\nSie haben Recht, das Schweigen ist ein fabel-\nhafter Trick.\nIMMERDAR (steht auf); Das war es im Anfang.\nJetzt ist es eigenste Geniefcernatur. (Wendet\nsich zum Gehen.) Sie waren sehr schön im\nsonnenhellen Wasser. Meine Sehnsucht und\nmeine Begierde waren unvergleichlich. Ich\ndanke Ihnen. Alles Weitere wäre Enttäuschung.\n(Will gehen.)\nISSI (mit dem Oberkörper aus dem Bassin):\nHerrlich! Aber sagen Sie mir, was ist Ihre\nWeltanschauung?\nIMMERDAR (bleibt stehen): Meine Welt-\nanschauung? - Ach so. Ich vergafe. (Mit\nVerbeugung.) Verzeihen Sie. (Geht zum Zaun,\nhebt ihn hoch und wirft ihn ins Bassin, in\ndem Issi zugleich untertaucht. Dann geht er,\nHände in den Hosentaschen, jedoch ohne zu\npfeifen, nach hinten ab.)\nVorhang"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c009", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c009", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "129", "page_fin": "129", "image_debut": 13, "image_fin": 13, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.7.1", "titre_corps": "Hugo Scheiber: Tanzgirls", "titre_sommaire": "Hugo Scheiber: Tanzgirls", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 13, "page_imprimee": "129", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.13", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 24, "texte": "Hugo Scheiber: Tanzgirls"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c010", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c010", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "130", "page_fin": "131", "image_debut": 14, "image_fin": 15, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.8", "titre_corps": "Anangangara oder „Zurück! du rettest den Freund nicht mehr, so rette das eigene Leben!\" : Ein Verkehrshindernis", "titre_sommaire": "Anangangara oder „Zurück! du rettest den Freund nicht mehr, so rette das eigene Leben!\" : Ein Verkehrshindernis", "signature_source": "Robert Vámbéry", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 14, "page_imprimee": "130", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.14", "debut_caractere": 1239, "fin_caractere_exclue": 2379, "texte": "Anangangara\noder\n„Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,\nso rette das eigene Leben!\"\nEin Verkehrshindernis\nRobert Vámbéry\nPersonen:\nMinarette, eine exotische Nackttänzerin Gründer und\nSonnenfeld, ein Araber Mitglieder\nPerikles \\ * des Vereins:\n/zwei Plüschwaschbören ( .„Freude,\nGianakles J schöner Götter-\nKatafalkus. ein Falke funkenu\nDiverse Menschen\nZeit: jetzt Ort: Berlin W. Der Kurfürstendamm\n(MINARETTE kommt im Auto, steigt aus,\nentlohnt den Schofför. Das Auto ab.\nMINARETTE zieht sich aus und tanzt —\nnur mit roten Steckelschuhen bekleidet -\nein Menuett mit SONNENFELD, der in-\nzwischen auf einem Motorrad anlangte.\nDie Menschen bleiben stehen, der Verkehr\nstockt, der Polizist sieht zu. PERIKLES und\nGIANAKLES treten aus einem der Häuser,\nüber ihnen fliegt KATAFALKUS.)\nKATAFALKUS: Oh Menschen! vernehmt!\nDer Mensch ist gut! Der Mensch ist gut!\nPERIKLES und GIANAKLES küssen sich\nweinend.\nKATAFALKUS (im Ueberschwang): Seht\nMenschen! Das ist Minarette! Oh ihre Haut\nist broncebraun! Sie hat kleine, feste Brüste,\nschlanke Schenkel und junge Kniee!\nMINARETTE (zeigt alles zuvorkommend).\nPERIKLES und GIANAKLES brummen lieblich."}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "131", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.15", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1921, "texte": "KATAFALKUS: Oh seht! Ihre Bauchmuskeln\nsind geschmeidig! Seht, ihr Körper ist ein\nWerkzeug der Lust! Freuet euch Menschen\nunbefangen an dem Schönen!\nMINARETTE (verneigt sich) „Das Zauber-\nwort\" von Eichendorff (spricht):\n„Schläft ein Lied in allen Dingen,\nDie da träumten fort und fort,\nUnd die Welt hebt an zu singen,\nTriffst du nur das Zauberwort.\"\nDER POLIZIST (da die Autos ungeduldig\ntuten): Nu ist es aba jenug. Sajen Sie mal\nschnell, für welchen Cirkus un dann die\nBahn frei fürn (ehrfürchtig) Fakehr.\nMINARETTE: Für ... welchen ... Cirkus .. . ?\nDER POLIZIST: Nu ja .... die Reglame.\nMINARETTE (schluchzt laut auf und wird\nvon den Bären gelröstet).\nSONNENFELD: Wir machen keine Reklame.\nFür niemand.\nDER POLIZIST: Nee! ... Sie wolln jetzt\nwohl sammeln? . . . Nee, det duld ick nich.\nSONNENFELD Nein, wir wollen auch nicht\nsammeln. Wir wollen überhaupt nichts.\nDER POLIZIST (sieht ihn mißtrauisch an):\nDet . . .\nKATAFALKUS: Wir haben nicht die Absicht,\nirgendwelche Vorteile zu erzielen. Fräulein\nMinarette, die exotische Nackttänzerin, Herr\nSonnenfeld, ein Araber, die Herren Perikles\nund Gianakles, Plüsch waschbaren, und ich,\nKatafalkus, ein Falke, wollen den armen\nEuropäern etwas Freude bereiten. Ihnen\netwas Schönheit, Edelmut und Kunst zeigen-\nSelbstverständlich unentgeltlich.\nDER POLIZIST: Det is faboten. Det vastche\nick nich. Reglame ist erlaubt. Reglame ist\nheilich. Awa det is jejen den jesunden\nVastand. Det is aufrührerisch. Ick vahafte\nIhnen!\nMINARETTE:\nKommt, Freunde. Es ist zwecklos. Dieses\nDenken\nWir fassens nicht, und sie das unsre nicht.\nKommt in den Urwald, zwischen Schling-\ngewächse,\nNach Anangangara . . .\nDu, Katafalkus, deklamiere dorten\nDen bunten Schlangen deine lieben\ndeutschen\nRomantiker, die heute heimatlos.\nUnd ich will liegen und erchauern, wenn\nEin Sonnenstrahl oder ein Salamander\nDie Lende leise mir berührt . . . Kommt.\n(Sie verschwinden. Der Verkehr geht weiter.)\nVorhang"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c011", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c011", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "132", "page_fin": "132", "image_debut": 16, "image_fin": 16, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.9", "titre_corps": "Gedichte", "titre_sommaire": "Gedichte", "signature_source": "Erich Arendt", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 16, "page_imprimee": "132", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.16", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1159, "texte": "Gedichte\nErich Arendt\n\nFolterung\nSzäntö und Genossen\nSchrecke zögern\nTaumeln peitschen brach\nDas\nDunkel\nAus der Wand gesträubte Glieder\nDie gepreßten Lippen\nBeifeen\nKahles Fesseln Blut\nDa\nPeitschen\nSchläge\nPeitschen Wunden\nSchleift\nDes Knirschens Blei den Gang\nUnd wälzt verzuckend sich\nAm Boden\nDas Messer steckt\nAm Kopf\nDes\nLichts\nUnd Ducken wirft sich auf\nEntblößten Leibes\nZäher Rumpf\nZum\nSchreien eng\nUnd blutgebissen Stumpf\nDes Zuckens Untier\nRoh wühlt das Klirren\nAngst\nHetzt henkerwild entlang\nDie weißerwürgten Augen\nMorden!\nDie Scheiben knicken\nBlut\nLicht erfüllt den Raum\nErstickt\nDes Grauens voller Mund!\n\nDirnengang\nDämmerung\nZerkeimt die Helle\nLüsleln\nTrippl und lungert\nGlimmen Schiele\nKnöchern\nSchlüpfen\nBlinze Tode\nLuren\nGeile Augenlider\nSchenkeln\nWinkelmord die Gassen\nStöhnen\nQualen\nBlinze tasten\nAus den Spalten\nLuren gleiten knüpfen Blicke\nKauern würgend\nSticken\nFallen\nSterne Steinen\nIn aufgescheuchter Angst\nFlieht\nUmspannt die Hand ein Schatten\nDu!\nDie Knochenweiße\nRingt\nHeran\nBlind leckt zerschrieen ein Ruf!\nFeuchten fastelt\nSchnappt den Schlitz\nDen schlitzen Schlitz\nStreifen steift\nUnd atmet\nStockt\nDu!\nUnd\nTappt\nAn uns vorüber! 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Wie süfe!\nDu kannst tagelang fern sein und mich\nsterben lassen.\nDenn es ist alles ja „nur so\" wenn Du nicht\nda bist.\nDies ist mein tiefster Schmerz den ich\ngeheimhalte:\nDafe es eine Macht gibt die Macht hat, Dich\nfernzuhalten\nUnd dafe ich die nicht töten kann.\nAlso lötet sie Dich und mich.\nAlles andere ist nicht der Rede wert.\nWenn Du mich küfet\n\nAinos Privatlied\nIch will den Zauber fühlen lief lief tief.\nEs ist keine Zelle in mir die nicht sterben\nwill, damit Du sein kannst.\nEs ist alles so unheimlich und süfe!\nMerkt Ihr nicht wem ich bin?\nIch lächle, Ihr seid so blind!\nIch höre wie die Zeit davonläuft.\nIch stehe still.\nWas ist eigentlich Zeil?\nUm mich herum ist mein Freund.\nMein Vater, meine Puppe.\nMeine Puppe, mein Vater.\nSo stark wie Du ist niemand.\nArme kleine Aino!\nArme grofee Aino! Still still!\n\nAino bittet um Verzeihung\nIch bin doch für Dich die Einzige.\nDu scheinst es nicht zu merken.\nIch weife es.\nUebrigens werde ich aus Dir einen Mann\nmachen.\nVerzeih!\nHeute war wieder einer von den Sonntagen\nDie alle Tage sind.\nWeil es so weh tat\nDu warst fort\nGib Dich nur ab mit wem Du willst\nDas kümmert mich nicht sehr.\nDenn - —, ja denn —\nDu weifet schon.\nDeine Aino\nMeine Aino\nSeine Aino.\nZum Donnerwetter Deine Aino!\nVerzeih!\n\nAntwort an Aino\nWenn Du jetzt hereinkämst -\nKomm, komm doch!\nIch bin tot und will erweckt werden.\nIch bin ein Schatz und will beraubt werden.\nLächelnder Räuber, komm.\nIch bin überreif.\nNimm und ife mich.\nWir wollen in uns spaziergehen!\nDu hast kein Ende.\nDu lächelst Hochzeit.\nDu tust als wüßten wir nicht\nNicht, dafe Du unwiderstehlich bist.\nWie schon immer."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c016", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c016", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "134", "page_fin": "134", "image_debut": 18, "image_fin": 18, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.11.1", "titre_corps": "Aino im Auto", "titre_sommaire": "Aino im Auto", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 18, "page_imprimee": "134", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.18", "debut_caractere": 27, "fin_caractere_exclue": 784, "texte": "Aino im Auto\nWas haben all die Häuser und Lichter für\neinen Sinn?\nGar keinen.\nAllein schön ist, dafe Du meine Hand fest-\nhältst, Süfeer.\nIch höre ein Gewirre von Menschenstimmen\nund anderen Geräuschen.\nSie sagen mir gar nichts.\nNur Du Süfeer sprichst etwas, was ich höre.\nDu hast Worte die mich berauschen.\nDu sprichst Worle die wie Tod schmecken.\nUnd Du wunderst Dich dafe ich verliebt bin ?\nDu bist grausam. 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Fünfzig\nWeitere suchen verzweifelnd Platz Zwei\nKellnerinnen spielen bayrische Derbheit und\nstoßen die kleinen und die großen Hellen\ndurch die Verzweifelten. Die Sitzenden fühlen\nsich und lärmen. Berliner Humor. Aber\nes ist ernst. Hier versammelt man sich,\num Künstler zu sehen. Und Künstlerinnen.\nGutbürgerliches Publikum. Der Kurfürsten-\ndamm ist nahe. Die Frau Doktor hat sofort\nden Hilfsregisseur des Weltkonzerns entdeckt.\nMit wem er wohl sprechen mag. Sicher mit\neiner Künstlerin. Mit einer Größe. Das\nGesicht sieht bekannt aus. Die Größe pudert\nsich und läßt die Tasche zu Boden fallen.\nDas ist die gesuchte Gelegenheit für den\nGeneraldirektor, die Bekanntschaft der Künst-\nlerin zu machen. Man rückt zusammen und der\nHilfsregisseur überlegt bereits die Höhe der\nHypothek, die sich auf die gefallene Tasche\nnehmen läßt. Der Kunstmaler am Nebentisch\nerklärt einigen reiferen Frauen, daß man jetzt\nwieder Christus malen dürfe. Er habe sogar\ndafür eine eigenartige Auffassung. Die reife-\nren Damen sind auch für erkennbare Bilder.\nSie haben sich zu Ehren des Künstler-Lokals\nnicht nur Bubikopf, sie haben sich auch Bubi-\ntracht zugelegt. Drei junge Corpsstudenten\nam Nebentisch sind sich über ihre Situation\nnoch nicht ganz klar. Einerseits wollen sie\nBeziehungen anknüpfen, anderseits möchten\nsie das Judentum vermeiden, was durch die\nneuesten Damenhüte erheblich ersdiwert ist.\nJetzt durchschreitet der weltberühmte Kunst-\nprofessor im Smoking mit kurzem braunen\nSommerüberzieher die Massen. Er überhört\nmit befriedigtem Lächeln seinen Namen\nflüstern. Ein junger Buchhalter mit Monokel\nund Manuskript harrt aut die Bekanntschaft\neines Redakteurs. Er harrt schon die vierte\nWoche. In der äußersten Ecke, von dichten\nRauchwolken dezent verborgen, der Stamm-\ntisch der Prominenten. Er wird von einem\nbesonderen Kellner bedient, dtr zur ewigen\nErinnerung an seine Vorgängerin Lieschen\ngenannt wird. Andere Historiker behaupten,\ndaß er den Namen seinem fraulichen Wesen\nverdanke. Am Stammtisch haben vorläufig\nbis auf Widerruf die Kunstfreunde mit Familie\nPlatz genommen, die ein Recht auf Prominente\nzu haben glauben. Oberhalb des Stamm-\ntisches hängen sie bereits im Bilde. Alle.\nTheater. Film. Literatur. Alles, wonach\nsich die nichtprominente Menschheit sehnt.\nAlle Bilder haben Widmungen. Seiner lieben\nFrau Maenz. Von Conrad Veidt persönlich.\nIhrer lieben Frau Maenz. Von Fritzi Massary\npersönlich. Und in solche Lokale soll man\netwa nicht gehen. Und warten. In der\nErwartung spielen die Kunstfreunde Künstler-\nvölkchen. Ein junges Mädchen, bleu, offenbar\nmit vielen Hellen im Leibe, schwingt sich auf\nden Schoß eines dicken Herren mit dickerer\nZigarre. Das Mädchen hat eigentlich dazu\nkein Recht. Es ist eine Bakteriologin, wie\nein Fachmann des Lokals mitteilt. Die Frau\nDoktor, die den Hilfsregisseur gleich erkannt\nhat, macht ihre Sippschaft auf das Phänomen\naufmerksam. Sie erklärt strahlend als Kunst-\nkennerin, diese Dame sei der neue große Star\ndes letzten Operettenwelterfolgs. Die Sipp-\nschaft sinkt vor Bewunderung über die Kunst-\nkennerschaft des Familienmitgliedes und über\ndas freizügige Wesen der Diva in sich zu-\nsammen. „Siehst Du, Schatz'\\ bemerkt die\nFrau Rechtsanwalt, „man trägt doch wieder\nbleu. Also brauche ich meins nicht färben zu\nlassen.\" Der Rechtsanwalt bestellt schleunigst\nein großes Helles. Ausgleich im Etat und für\ndas Seelenleben. Der dicke Herr mit der"}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "136", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.20", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1311, "texte": "süfcen Last bestellt eine Runde Schnäpse.\nLieschen brüllt zum dritten Mal durch das\nLokal: Herr Rechtsanwalt Müller werde am\nTelephon verlangt. Man kann auch so\nKunden werben. Schon kommt wieder ein\nProminenter. Ein Psychiater. Der bildet\nsich ein, daß die Künstler verrückt sind.\nUnd die Künstlerinnen in ihn. Er trägt oben\nein Monokel, in der Mitte eine Samtweste\nund unten Tennisschuhe. Er will es allen\nStänden des Lokals recht machen. Jetzt\nkommt ein prominenter Russe. Er hat die\nPawlowa gekannt als sie noch so klein war.\nSeitdem besucht er stets Künstlerlokale. An\nseinem Tisch sitzt wie immer die dezente\nSchwedin, die ihrerseits Ellen Key persönlich\ngekannt hat. Beide tauschen ihre Lieblinge\naus. Die Bakteriologin hat sich genug ver-\nsessen und ist sanft eingechlafen. Der Hilfs-\nregisseur wartet schon seil zwei Stunden auf\nseine Hypothek, die der Generaldirektor\nindessen aufgenommen zu haben scheint.\nNur ihre Tasche ist noch im Lokal vorhanden.\nDer Hilfsregisseur hat versprochen sie zu\nbehüten. Und hin und wieder wandert\nFrau Maenz, die Inhaberin aller dieser\nHerrlichkeiten und aller dieser Hellen, in\nweißer Bluse durch das Lokal zur Küche.\nDer Historiker erklärt, daß Frau Maenz stets\neine weiße Bluse trage. Deshalb sei aus\nder einfachen Kutscherkneipe das berühmte\nKünstlerlokal geworden."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c021", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c021", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "136", "page_fin": "136", "image_debut": 20, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.13", "titre_corps": "Aetherwellen-Musik", "titre_sommaire": "Aetherwellen-Musik", "signature_source": "Waldemar Askenasy", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 20, "page_imprimee": "136", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.20", "debut_caractere": 1313, "fin_caractere_exclue": 1990, "texte": "Aetherwellen-Musik\nWaldemar Askenasy\nAn Theremin\nAether in Wellen - wogt der Wellen Geäder:\nSchaust du — hörst du nichts - horchest -\nsiehst nichts.\nDoch irgend etwas bewegt den Rhylhmus\ndes Weltalls,\nRadio-Kräfte — irgend etwas - wogt im All.\nUnd plötzlich - vor Dir — steht ein Mensch,\nGestaltend er hebt die Hände.\nUnter seinen Fingern erklingt - leise —\ngewaltiger -\nTönen und Klingen - ein Summen der\nBienenschwärme,\nVon Wespen -\nTöne, klagende, pfeifende — Wind um\nPyramiden.\nEin Brausen aus menschlicher Kehle,\nUeberirdisch und unirdisch in neuem Klang.\nSymphonien — Melodien —\nRechfe Hand gibt Höhe - linke Hand Stärke\ndes Tons.\nEs rundet sich Aether und Erde\nZu Einem."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c022", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c022", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.14", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.2", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 110, "texte": "Eberth\nKiinstlerische Photographien\nSpezialiiat\nElfenbeinminiaturen\nBerlin W9 / Lennestr. 5 / Tel.; Latzow9o29"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c023", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c023", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.15", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.2", "debut_caractere": 112, "fin_caractere_exclue": 954, "texte": "a\nVictor Margueritte\nLe couple(RD0e^esderFr\"\"'-\nFortsetzung und Schluft des vielum-\nstrittenen Romans „La gargonne\"\nPaul und Victor\nMargueritte\nPricmo Franzosischer\nriloilld Sittenroman\nEines der besten Bucher der\nMar. gueritteschen Feder\nVanitas\nEin fesselnder Pariser Gesellschafts-\nroman mit hervorragenderCharakteristik\nPitigrilli\nLuxusweibchen.\nDie Jungfrau von\n18 Karat. Roman\nt\nKokain. Roman\nPitigrilli ist nicht nur ein amusanter\nund witziger Plauderer, sondern auch\nein Schriftsteller, der beißende Ironie\nbesitzt. Mit einer Offenheit und die-\nbischem Behagen sprichtervon Dingen,\ndie man sonst nur elegant umkleidet\nzu nennen wagt. 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Leinen 5.00 M.\nDieses Buch ist ein furchtbares\nflJ112 accuse!\"\n(„lch klage an!\")\ngegen den weifien Schrecken in den\nBalkanlandern.\n„Frankfurter Zeitung\" vom 1. 5 27.\n♦ 11 5Ze it ling en\nurteilten bisher ahnlich.\nVerlag „Offentliches Leben\",\nStuttgart-A., 6raf Eberhardsbau."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c025", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c025", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.17", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.2", "debut_caractere": 1441, "fin_caractere_exclue": 2265, "texte": "Die\nneue\nKLEIN • ADLESR\nDie vollkommenste und stabilste, wirklich vollwertiga\nSchreibmaschine fiir Reise- und Privatgebrauch\nVierreihige Tastatur\nEinfache Umschaltung.\nVersehen mit alien\norbildlichen technischen\nNeuerungen,\naus edel-\nstem und wider-\nstand sfahigs tern\nMaterial gebaut\nund dennoch\nausserordentlich\npreiswert.\nAbsolute Zeilengradheit durcb das vollendete Stoss-\nstangensystem / Der unentbehrlichste und unersetz-\nlichste Gehilfe des Gesehaftsmannes, Irtgenieurs,\nArztes, Schriftstellers, Journalisten, Gelehrten,\nDiplomaten, Privatmannes und der Dame.\nLeichtes Gewieht. Hochste Durchschlagskraft\nADLERWERKE, FRANKFURT a. M.\nvormals HEINRICH KLEYER, Aktiengesellschaft\nFilialen in:\nBerlin, Breslau, Hamburg, Hannover, Karl ruhe i. 8.,\nKonigsberg i. 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JAHR\n»Heute die einzige deutsch©\nZeitschrift, die neuer Musik\ninit Sinn und Ernst zu-\ngewandt ist«\nA. Einstein\nim »Neuen Musiklexikon*\nAbonnieren Sie!\nVJcihrlich (3 Heftei Mark 2.—\nProbehefte kostenlos\nSCHRIFTLEITUNG: HANS MERSMANN\nVERLAG: B. 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Zt. vergriffe»\nEIN VERSUCHSHAUS DES BAUHAUSES\nz. Zt. vergriffen\nDIE BUHNE IM BAUHAUS\ngeheftet Mk. 5\nin Leinen gebnnden Mk. 7\nPIET MONDRIAN, Neue Gestaltung\nz. Zt. vergriffen\nTHEO VAN DOESBURG, Grundbegriffe der neuen\ngestaltenden Kunst\nz. Zt. vergriffen\nNEUE ARBEITEN DER BAUHAUSWERKSTATTEN\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk. 8\nL. MOHOLY-NAGY, Malerei, Photographie, Film\nDrittes bia fiinftes Taueend — geheftet Mk. 7\nin Leinen gebunden Mk. 9\nW. KANDINSKY, Punkt und Linie zur Flache\ngeheftet Mk. 15 . ,\nin Leinen gebunden Mk. lo\nJ. J. P. OUD, Hollandische Architektur\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk. »"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c036", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c036", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "138", "page_fin": "138", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.28", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "138", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.22", "debut_caractere": 1114, "fin_caractere_exclue": 2220, "texte": "\\frontW\nIntern ationaler Almanach der\nmodernen Aktivitat der Ge gen wart\nEnthalt alle Gebiete des modernen Schaffens in\nder Wortkunst, der Musik, dem Theater, den\nbildenden Kiinsten, dem Film, der Architektur,\nder industriellen Produktion, der Wissenschaft\nund der Kultur überhaupt\nEs haben beigetragen: Antheil, Arp, Baumeister, Behne, Becher, die\npolnische Gruppe der Revue ~810k4*, Corbusier, Cernik, Doesburg,\nIv. Goll, Gropius, Grosz, Heartfield, Herzfelde, Honzl, Chochol, Jung,\nKassak , Kiesler, Kisch, Krejcar, Lu Marten, W. Mebring, Micic,\nMoholy-Nagy, Nezval, Obrtel, Oud, Picabia, G- Pobl, Poliansky, Pone*\nMies van der Robe, Seifert, Scbiirer, Schwitters, Sima, Teige, Tiara*\nVaclavek, Weisskopf, Westheim, Wieener, Walden und viele andere*\n240 bis 272 Seiten. Format 23X31 cm, davon 40 Seiten\nIllustrationen, Musikbeilagen / Redaktion der Front /\nDr. B. Vaclavek / Briinn 15-Schimitz / Yasekgasee 11,\nTschechoslowakei / Text der Beitrage tschechisch,\ndeutsch und franzosisch mit deutschen und fran-\nzosiechen Resumees\nPreis 16 Mk. / In der Sturm-Buchhandlung vorratig\nWfront\nmmmmmmmmammmmmammm"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c037", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c037", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "138", "page_fin": "138", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.29", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "138", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.22", "debut_caractere": 2222, "fin_caractere_exclue": 2830, "texte": "La Renaissance de L'Art Franpais\net des Industries de Luxe\nGegrundet von Henry Lapauze / Ersdieint zu Beginnjedes\nMonais als Rand von 60 bis ~100 Sciten Quariformai\n(25:32) mit zahlreidien Abbildungen\nDie Redaktion veroffentlidii Beitrage der anerkannien\nSchriftsieller und Krifiker aller Lander Europas. Ihre\ndokumeniarisdien Studien und aktuellen Chroniken hieten\nein vollstandiges Bild der Aktiviiat der Kiinsie auf der\nganzen Erde\nAbonnement Frankreich 150 francs ■ |\n_ Ausland 200 francs\nMan abonniert in alien Buchhandlungen und direkt beim Verlag\nLa Renaissance deUArtFrangais /10-11 Rueßoyale / Paris"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c038", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c038", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "139", "page_fin": "139", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.30", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "139", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.23", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 33, "texte": "itm\nMl\nsow\nPIANOS\nEBERT STRASSE 6"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c039", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c039", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "139", "page_fin": "139", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.31", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "139", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.23", "debut_caractere": 35, "fin_caractere_exclue": 426, "texte": "Der\nDeutsche\nGymasf ik-\nKalender 1928\nherausgegeben v. Deutschen\n6ymnastik Bund E. V.\nMit vielen unveroffentlichten Auf-\nnahmen anerkannter Schulen\nbringt auch Ihnen\nmanch wertvollen Ratschlag\nzur Pflege und Ertuchtigung\ndes Korpers\n2 Mark\nIn jeder Buchhandlung erh&ltlich oder direkt\nbeim Verlag:\nBrandenburgische\nBuchdruckerei u. Verlagsanstalt G.m.b.H.\nBerlfin-Sch&neberg, MUhlenstrasse 9"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c040", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c040", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "139", "page_fin": "139", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.32", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "139", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.23", "debut_caractere": 428, "fin_caractere_exclue": 917, "texte": "W. Marzillier & Co., Berlin W\nGrunewaldstraße 14-15\nHofspediteur S. M. des Koniga von Spanien\nGegriindet 1854 Gegrundet 1854\nSpedition u. Mobeltransporte, Verpackung u. Lagerung\nvon Gemalden u. Kunstgegenatanden jed. Art, Lieferuag\nund Empfang nach und von alien Kunstausstellungen\ndes In- u. Auslandes. Transport vereicherungen aller Art\nSpediteure des W irtschaf tlichen V erbandes Bildender\nKiinstler / der Secession / des Verbandes Deutscher\nIllustratoren und Hausspediteur des „Sturmu"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c041", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c041", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "139", "page_fin": "139", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.33", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "139", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.23", "debut_caractere": 919, "fin_caractere_exclue": 1070, "texte": "Casa d'Arte\nBRAGAGLIA\nModerne Kunstausstellungen: Theater der\nUnabhangigen : Buchhandlung : Verlag\nKunstgewerbe\nTerme Romane di Via Avignonesi 81 Rom 4"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c042", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c042", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "139", "page_fin": "139", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.34", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "139", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.23", "debut_caractere": 1072, "fin_caractere_exclue": 1259, "texte": "YERLAG DER STURM / BERLIN W 9\nVORZUGS-ANGEBOT\nHerwarth Walden:\nEinblick in Kunst\nDie beste Einfiihrung in den\nExpressionismus und Kubismus\n70 Abbildungen, 4 farbige Kunstbeilagen\nRM. 2,50"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1927-12-01-c043", "article_bluemountain": "bmtnabg_1927-12_01#c043", "volume": "bmtnabg_1927-12_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "139", "page_fin": "139", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.2.35", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "139", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.23", "debut_caractere": 1261, "fin_caractere_exclue": 1309, "texte": "Restaurant Horcher\nBerlin W 62\nLuther-Strasse 21"}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.1", "texte": "DER STURM\nMONATSSCHRIFT\nHERAUSGEBER: HERWARTH WAUDEN\n\nHugo Scheiber: Charleston"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.2", "texte": "Eberth\nKiinstlerische Photographien\nSpezialiiat\nElfenbeinminiaturen\nBerlin W9 / Lennestr. 5 / Tel.; Latzow9o29\n\na\nVictor Margueritte\nLe couple(RD0e^esderFr\"\"'-\nFortsetzung und Schluft des vielum-\nstrittenen Romans „La gargonne\"\nPaul und Victor\nMargueritte\nPricmo Franzosischer\nriloilld Sittenroman\nEines der besten Bucher der\nMar. gueritteschen Feder\nVanitas\nEin fesselnder Pariser Gesellschafts-\nroman mit hervorragenderCharakteristik\nPitigrilli\nLuxusweibchen.\nDie Jungfrau von\n18 Karat. Roman\nt\nKokain. Roman\nPitigrilli ist nicht nur ein amusanter\nund witziger Plauderer, sondern auch\nein Schriftsteller, der beißende Ironie\nbesitzt. Mit einer Offenheit und die-\nbischem Behagen sprichtervon Dingen,\ndie man sonst nur elegant umkleidet\nzu nennen wagt. Er ist der Schilderer\nder ungesagten Gewagtheiten\nJeder Band broschiert 3 Mark\nin Ganzleinen 4 Mark\nDas Werk Vanitas\" ist nur in Halbleinen lieferbar\nUeberall erhaltlich\nEden-Verlag G.m.b.H\nBerlin W62\n\nSie kennen noch nicht?\nDie\ngewaltige Anklageschrift des grofien\nfranzosischen Dichters\nHenri Barbusse:\n„Die\nHenker\".\nEin Bericht aus der\neuropaischen Holle!\n143 Seiten. Mit zwei Landkarten-\nBroschiert 2.80 Mk. Leinen 5.00 M.\nDieses Buch ist ein furchtbares\nflJ112 accuse!\"\n(„lch klage an!\")\ngegen den weifien Schrecken in den\nBalkanlandern.\n„Frankfurter Zeitung\" vom 1. 5 27.\n♦ 11 5Ze it ling en\nurteilten bisher ahnlich.\nVerlag „Offentliches Leben\",\nStuttgart-A., 6raf Eberhardsbau.\n\nDie\nneue\nKLEIN • ADLESR\nDie vollkommenste und stabilste, wirklich vollwertiga\nSchreibmaschine fiir Reise- und Privatgebrauch\nVierreihige Tastatur\nEinfache Umschaltung.\nVersehen mit alien\norbildlichen technischen\nNeuerungen,\naus edel-\nstem und wider-\nstand sfahigs tern\nMaterial gebaut\nund dennoch\nausserordentlich\npreiswert.\nAbsolute Zeilengradheit durcb das vollendete Stoss-\nstangensystem / Der unentbehrlichste und unersetz-\nlichste Gehilfe des Gesehaftsmannes, Irtgenieurs,\nArztes, Schriftstellers, Journalisten, Gelehrten,\nDiplomaten, Privatmannes und der Dame.\nLeichtes Gewieht. Hochste Durchschlagskraft\nADLERWERKE, FRANKFURT a. M.\nvormals HEINRICH KLEYER, Aktiengesellschaft\nFilialen in:\nBerlin, Breslau, Hamburg, Hannover, Karl ruhe i. 8.,\nKonigsberg i. P., Leipzig, Mii ichen, Nurnberg, Stuttgart\n• lint\nmil!\n'a\nS3"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "[119]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.3", "texte": "MONATSSCHRIFT / HERAUSGEBER: HERWARTH WALDEN\nBerlin / Dezember 1927\n18. Jahrgang\n9. Heft\n\nDichtungen aus Jugoslavien Pave Starcevic / Jovan Popovic / Risto Ratkovic / Smilja Popovic\nPunalua der Briefe Edmund Palasovsky\nRevolution oder Maschinenstürmer oder Gotteswerk und Menschenwerk Robert Vämbery\nDie Heimsuchung oder Die lrren112 der Arzt und ein Prinz Robert Vämbery\nImmerdar mit der Issi (Schäferspiel) Robert Vämbery\nAnangangara oder „Zurück! du rettest den Freund nicht mehr, so rette das eigene\nLeben\" (Ein Verkehrshindernis) Robert Vämbery\nGedichte Erich Arendt\nGedichte Reinhard 6oering\nflflaenz Herwarth Waiden\nAetherwellen-Musik Waldemar Askenasy\nAbbildungen: Drei Zeichnungen von Hugo Scheiber\n\nZum Weihnachtsfest\nofferiert Likorfabrik\nund Weingroßbandlung Rosbach\nCharlottenburg\nSchillerstrafee 124\nFernruf: Steinplatz 5768/69\nWeine / Sekte / Likore\nand Spiritnosen\nzu Engrospreisen\nBei Bezugnehme auf diese Anzeige werden\n3 °/0 Rabatt gewfihrt. BB Von 5 Flaschen an\nerfolgt Lieferung frel Haus! ———\nw Verlangen Sie bitte HHBj\nunsere Engrospreisliste HH\n\nBuch- und Kunstrevue\nder Wirtschaftskorrespondsnz fur Polen\nKafttowiftz\nHerausgeber: Franz Goldstein\nOer Brennspiegel des Zeitgeistes\nJazzrhythmus\nBezugspreis RMk. 1,50 vierieljShrlich"}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "[120]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.4", "texte": "Societe des Nations\nInstitut de Cooperation\nIntellectue'le\nMOUSEION\nBIILUTNI It I'OFFICE INTERNATIONAL des MUSEES\nParaft en avril, aofi', decembre\nun an: FRANCE 25 Francs.\nAutres Pays 1.50 Dollar\nLe num6ro France 10 F. autres pays 50 cts.\nRedaktion: 2 rue Monfpensier Paris\nAdministration: LES PRESSES UNIVER-\nDE FRANCE\n49 Boulevard Saint-Michel Paris (s°)\n\nMELOS\nZEITSCHRIFT FDR MUSIK\n6. JAHR\n»Heute die einzige deutsch©\nZeitschrift, die neuer Musik\ninit Sinn und Ernst zu-\ngewandt ist«\nA. Einstein\nim »Neuen Musiklexikon*\nAbonnieren Sie!\nVJcihrlich (3 Heftei Mark 2.—\nProbehefte kostenlos\nSCHRIFTLEITUNG: HANS MERSMANN\nVERLAG: B. SCH O T T'S SOHNE\nGeschaftsstelle: Mainz, Weihergarten 5\nPostscheckkonto: Berlin 19425\n\noProi-\ne\nRMP.\nsaw\nisf\n112.\n--\nm\nr#\nIs\nII\n:■\nr ; 5 »\n«?*\nm.\nMl\nm\nw\n■m\nFSS\n£5\n- - T\nin\nDER\nII\n..GALA\nSPANNER\nder elegante\nleichte\nSchuhspanner\numsponnen wie del*\nG A LA\"\nbOgel\nii\nD.R.G.M. - D.R.P. ang.\nAlleinige\nFabrikanten\nLouis Lachmann & Go.\nKurstrafie 31\n\nKunsiausstcllung\nDer Sturm\nin W 9 / Potsdamer Strasse 134 a 1\nDezember 1927\n165. Ausstellung\nHugo Scheiber\nAquarelle / Zeicknungen\nBesamtschaa\nGeoffnet von 10—6\nSonntags von 11—2\nBilder - Verleih\nAbende\nim\nSturm\nTanz II Gymnastik\nKorperkultur/ Kunst\nAnfang BV2 Uhr\nVerkauf von Kunstwerken auf Ratenzafalung"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "121", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.5", "texte": "Dichtungen aus Jugoslavien\nAus dem Nachlass\ndes verlorenen\nPave Starcevic\nIm Gürtel strahlender Dolch der Wunden\nLiebe wegen\nDer Herren Blutes durstig auf den Finger-\nspitzen\nBerührungssehnsucht\nNichts kann betrösten die Wahngeplagte\nO, ein wenig Beruh gung nur in der letzten\nAusgeslrecktheit\nWenn dies nicht genug\nNimm Flöte aus Totenbeinen\nDamit die alte Gräber zersprengen\nDenn immer führt mich\nVerwirrt gehen sie mir vorüber niemals treten\nsie mir zu\nWenn einer stolpert erbebt die ganze Erde\nStatt Köpfe tragen sie auf den Hälsern Eimern\nWo sind sie? leeren Straßen entlang rollt ein\nHühnerei\nUm nicht zu schreien verzweifelt zerbreche\nich schnell Arme und Füße\nSo in Knäuel gewunden ruhe ich eine rohe\nErdscholle\nMein Bewußtsein wird die Achse der Erdkugel\nKatze spielt die Violine\nHund lacht daß die Tellern klirren\nKuh überspringt den Mond\nPosse\nHalber Tag unbewegten Stehens\nmit Augen zerstreut irgend im Schnee\n- — krampte mich vor Lachen — — —\nGassen voll Kälbern\n(in Fleischbänken hängen Rinder)\nzwei Tage gänzlichen Schweigens\n(Wörter verlieren Bedeutung)\nGeboren auf die Welt trage ich ewige Wunde\nverschlingt von sich selber gebäre ich m ch neu\nvon Ueberdruß gehetzt durch die Erde\nerreiche ich nichts\nihr sagt zuviel vom Leben\ngenug um selbst das tiefste zu werden\nIch huldige dir voll Ehrfurcht du Großer\ngeschickt blähst du unsere Gehirne\ngescheit bin ich sehr gescheit\nund kann nie mit den Gedanken vom Tode\nweiter\nso zerrte ich mich auf alle Seiten\nund sterbe nicht für die gelbe Landstraße\nMeeresufer beim Friedhofe\nGeputzt sind die Städte dort\ndie Ecken verwunden meine Schultern\nwartend auf Sonnenaufgang auf Hände-\ngrüßen\nund so starrte schon die kaum erregte Jugend\nes seiht sich durch Augenhöhlen\nund blutet das törichte Herz\nnach Nicht-abwartetem"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "122", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.6", "texte": "Jovan Popovic\nSo\nSelbstvergessen Sturz in Ursprungs-Krater\nSchlürfe zitternd Sonnenstrahl-Versprechen\nEinsamkeitsfluch Hände-Ringen\n: Liebe! Liebe! : Haft\nErstickte Tränen löschen Sehnen\n... Und so bis zum Tode denn allein\nVor Selbstschmach Stummen Starren\n!! DOCH !!\nIm Auge blüht vorgeahnte Liebe\nDas Schluchzen erlöst im Regenbogen\nDU IHR ALLE\nHeilige Inbrunst\nRuhe Ruhe\nDusia\nWelkende Töne entblühen Sterne im Traum\nHimmel falten sich wie blauer Kelch\nEin Dich-Gedenken duftet\nDein fernes Flüstern\nHorizonte wiegen sich sanft\nDu bist nicht und dennoch alles beschwört\ndein Name\nDich lebenslang suchen\nDeine Hand all-erlösend\nDeinen Mund all-verklärend\nDeine Helle all-überwölbend\nAmen\nKisto Ratkovic\nGrabophon\nall diese wolle\ndie wölken alle\nder himmel auch\nkönnen nichts mehr\ndies fleisch zerfällt\nfür strahlende beine\nfür unermeßlichen diamant\nes dröhnt unterirdische erde\nlegionen gläsernen leichen organisieren Tod\n*\nvergebens meine finger vergebens unerträg-\nliche gedanken\nnoch niemals berühre ich nichts\nalle gerade linien zerbrech ich\nund nur von einer zufälligen bewegung meiner\nhand hängt es ab ob ich gott werde\n*\nauf dächern hüpfen häuser\nund ungeborene kinder in weisen hemden\nsingen luft\nfenstern mit köpfen geschmückt\nund alle wölken sind tauben\ndreh um dreh ein na siehst alles ist enthüllt\nauf bonbonen wachen elefanten ihre tür\nman soll niemanden löten\ndort drin tut sie sich entkleiden\ndies ganzes hin-und-her dient nur dazu uns\nzu betäuben damit wir sie nackt nicht sehen\nso das ganze leben nur der toten im grabe\ngewissens-ruhe zuliebe\nvielleicht weife es der hollunder ob mein auge\nins leere geschleudert ihre träne erreicht\nSmilja Popovic\nNacht\nKrank\nTraumlose endlose Nacht\nEin Uhr\nZwei Uhr\nDrei Uhr\nWie schwarze Tropfen rinnen Minuten aufs Hirn\nUnd Jemand noch immer wacht\nAufstehen\nTanzen\nTanzen bis zur Ohnmacht\nVerwirrt glänzen die Sterne durch die Tränen\nMorgen kommst du nimmer\nWarten"}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "123", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.7", "texte": "Risto Ratkovic\nTote Handschuhe\nErinnere mich nicht mehr — warum ich und\nmein Vater zankten und fingen an zu raufen.\nWo wir uns schlugen, auf jeder Stelle fiel\ndieser Teil des Körpers ab. Endlich zer-\nstückten wir uns ganz. Und, da wir schon\nnirgends zu hauen hatten, rief ich: „Vater,\nwer waltet über uns — wir müssen alles\nzurückgeben, was er uns gab.u Und, in\nZeichen des Protestes, klaubte ein jeder sich\nselbst zusammen, ein jeder packte sich selbst\nzusammen, damit wir uns so zusammen-\ngepackt irgendwohin mitnehmen, ich erinnere\nmich nicht mehr, wohin.\n★\nIn einer schmalen Gasse vorübergehend, hörte\nich plötzlich mächtigen Gesang aus einem\nSalon. Ging hinein, um zu sehen. Der\nSalon war voll mit Dirnen, meistens halb-\nnackt. Sofort, als ich eintrat, liefen sie aus-\neinander, die Gäste kamen in großen Scharen.\nJedem Gast als er eintritt, befahl ich in ein\nFauteuil sich zu setzen, und wußte, daß jeder\nverschwinden werde, um in einem Hühner-\nstall aufzutauchen. Da erschrak ich vor einer\nmöglichen Rache und faßte meinen Revolver.\nIm selben Augenblick schlugen ungeheuere\nWellen der Finsternis gegen das Fenster von\naußen. Damit ich diese Finsternis verjage,\nfing ich an, am Klavier Licht zu spielen.\nNach einem innerlichen Takt erglühten in\nin der Luft Lichter und erlöschten, demnach,\nwieviel Licht-Töne ich am Klavier erzeugte.\nIndessen wurde die Finsternis immer dichter,\nfetter und voll Insekten. Als ich hörte am\nHimmel Donner grunzen wie schwarze\nSchweine, schoß ich ins Klavier und alles\nzerfiel. Von irgendwo hörte ich etwas wie\nWiderhall meiner Wörter aus ferner Ver-\ngangenheit.\n*\nMeine Mutter tragen sie tot in den Friedhof,\nden Vater führen sie im selben Zug zur\nHinrichtung. Unterwegs begegneten wir auf\nder Brücke noch einem Zug. Auch ein Toten-\nbegräbnis, aber der Tote sitzt am Platz des\nKutschers stracks. In der Mitle der Brücke\nerwachte der Tote und rief laut seinen Namen,\ndessen ich mich niemals erinnern kann.\nOffiziere mit Säbeln siürmten auf ihn los,\ndann gesellten sie sich dem Zuge meines\nVaters und meiner Mutter.\nIm Friedhof erschien mir die tote Schwester.\nSie schaute mich mit Vorwurf an, als ob sie\nsagen wollte: warum empörst du dich nicht?\ndann trat sie zum Vater und tröstete ihn\nverzweifelt. Er war bleich. Ich konnte nicht\nweiter aushalten, wollte so laut schreien, dal?\nsicli davon der ganze Zug, samt Soldaten\nund Pfarrern, in die Luft heben müßte. Von\ndieser Anstrengung erwachte ich.\nEs freute mich unmäßig, daß dies nur Traum\nwar, doch, es war mir sehr leid, daß ich\nmich von der Schwester trennen mußte. Ich\nschrieb ihr diesen Brief:\nMARUSCHA RATKOVIC\nKLINGENDER SAAL GOLDENER HEMDEN\nHIMMEL\n„Komm auf jene Quelle - ich warte dich\nim Brote.\"\nDen Brief steckte ich in die Tasche und ging\nspazieren. Es war ein heller Tag. Nach einer\nZeit sah ich, wie der Himmel sich auf die Erde\nstürzt in viereckigen Säulen Sonnenblaus. Diese\nSäulen waren durchsichtig und immaterial,\ndurch sie ging man wie durch ein Paradies.\nFreudig herumirrend, erblickte ich in einem\nBaume meine Schwester, die meinen jetzt bald\ngeschriebenen Brief las. Neben ihr, als ich\nmich näherte, sah ich auch SIE, das Mädchen\naus meiner Kindheit. Sie versuchte auch\nmeinen Brief zu lesen, beide weinten. Zu\nihnen tretend erbebte ich vor Entzücken. Sie\nerwarteten mich in ihr Umarmen, weinend."}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "124", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.8", "texte": "Punalua der Briefe\nGeweiht einer Kraft\nEdmund Palasovsky\nGeweiht einer Kraft, die lebt) einer Kraft\nzwischen Zweien] die erweckt und ver-\nwüstet! einer Kraft! nie gebrechlich! nie\nbla&! einer die tötet und aufstellt!\nIhren Freuden! ihren Schmerzen! ihren\nSonnen und Monden! ihren Wärmen!\nSamen! Träumen! Blumen! ihren Atmen!\nzwischen Zweien! Einer Kraft! die lebt!\nihren Welten! zwischen Himmel und Erde!\nWenn zwei Geliebte von einander scheiden,\nBriefe kommen Briefe gehen.\nSie gehen gehen gehen gehen - durch die\nWand, durch Wälder Ströme durch die\nStädte\nSie gehen gehen\nUeber fremde Länder eilig eilig durch den\nRegen durch den Sturm —\nSie werden nie von dem Regen naß, sie\nwerden nie von der Sonne verbrannt\nSie sollen immer nach Hause finden, immer\neintreffen - -\nNach Hause: wohin man sie gesandt.\nSchnell schnell\nEilig eilig ohne Ruhe ohne Rast —\nDie Briefe zerschneiden schön die Distanz —\nsie sollen ankommen bis heute abend\nDenn jemand wartet, es waitet jemand —\nsie sollen ankommen bis morgen früh.\nFrüh früh.\nWer klopft, wer weckt mich auf\nEin Brief! ein Brief - durch Berg und Tal,\ndurch Sturm eingetroffen — o du Lieber!\nBist du nicht mude Deine zwei kleine Flügel\nnicht ermattet\nWoher hast du das Haus gewußt? Die\nTür — genau?\nUnd der Brief antworlet schön:\nDoch siehst du 's nicht? Ja ich trage an\nder Brust deinen Namen!\nDu Lieber! du Guter - was hast du gebracht?\nSüße Worte, die wie Küsse berauschen, zärt-\nliche Gedanken die überströmen, hämmernde\nZeilen die bannen bannen.\nMontag Dienstag Mitiwoch Donnerstag\nFreitag Sonnabend Sonntag Montag.\nSie gehen die Briefe sie kommen kommen -\nüber schreckliche Wüste über steinigen Weg —\n(Ihre Füße werden nie blutig! ihre Lippen\nnie durstig!)\nSie kommen kommen sie kreuzen, sie fahren,\nmit Zügen mit Flugzeugen mit schnellen\nWolken\nUnd wenn sie oben in einem hellen Nebel\nsich begegnen\nSie winken einander sehr freundlich:\nServus! servus!\nAber sie dürfen nicht plaudern —\nSchnell schnell weiter — da jemand wartet.\nMontag Dienstag Mittwoch Donnerstag\nFreitag Sonnabend Sonntag Montag.\nIhr liebliche Briefe, kommt nur kommt nur!\nJa es gibt schon eine ganze Schaar!\nja sie wohnen in einem Fache, ja sie stehen\nin einem schönen Schober, und wenn man\nrichtig horcht:\nMan kann es hören, wie sie atmen\nGanz leise - kip-kop -\nSo machen ihre kleinen Herzen.\nIst es finster: leuchten die Zeilen — ist es\nkalt: sie heizen, die Briefe\nUnd wenn man richtig schnüffelt:\nMan spürt Wohlgeruch, wie im blauesten Mai.\nUnd sie fragen fragen fragen\nAntworten antworten antworten antworten\nantworten\nUnd küssen küssen küssen küssen.\n(Süße Briefe! Ihr sollt immer küssen!)"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "125", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.9", "texte": "O, o! es wurde nun wolkig! Schnee — und\nEisblüten an Fenster! brr wie kalt! es kommt\nvon einem herzlosen Briefe . . .\nO, o! du Böser! du Böser!\nDu kannst nicht mit den übrigen wohnen -\nAber sie breiten ihre Flügel aus, sie heizen\nfleissig sie bedecken ihn sie wärmen ihn\nUnd sieh: der Arme hat auch schon ein Herz:\nWenn man richtig aufmerkt - kip-kop kip-kop\n— man hört es ganz fein musizieren.\nDu Lieber! du Süßer! sie musizieren —\nEs sind ganz mandolinenförmige Briefe\nEs sind solche wie Samen und könnten keimen\nEinige sind herzförmig und blumenähnlich -\nandere wie Handflächen und ziegeiförmig —\nseegrün Golgatha-blau und tief heliotrop\nGenau wie eine Muschel wie ein Goldfisch\nWie die Libellen — und schön violett.\nSie können weinen und lächeln schön.\nWenn man nach Hause kommt, sagen sie:\nguten Abend!\nWenn man zu Bette geht, sagen sie warm:\nschlafe wohl!\nHast du nicht Fieber, hustest du nicht? -\nSie haben Angst, sie fürchten, sie haben Tränen.\nDenkt man etwas schönes: sie lächeln —\ntut man etwas häßliches: sie schluchzen\nbitterlich!\n(Sss! liebe Briefe, weinet nicht! Jemand geht\nnun über Schluchten des Blutes — einst muß\naber alles strahlen!)\nBei Nacht bei Nacht\nDa tanzen die Briefe.\nWie Schmetterlinge, wie die Libellen.\nSie schweben sie flattern sie kommen schön\nzu trinken — zu einem der schläft — seine\nTräume zu kosten\nO, o! ihr habt Walderdträume mitgebracht —\nwie Bienen den Honig — so mischt ihr die\nzweierlei Träume\nMischt es liebe Briefe, es gährt, doch mischt es -\nUnd davon kommt dann ein Feuer.\nUnd kommen die Blumen und blühen\nUnd die ziegeiförmigen bauen sich\nschimmernd auf.\nUnd die Handflächen sagen: wir wollen\ndeinen lieben Kopf streicheln.\n(Sie könnten auch töten, wenn sie wollten!)\nIhr Süßen! ihr Süßen! . . .\nDa kommt ein Brief - und er sagt:\nIch halte deine Hände\nImmer bei dir -\nBitte gib acht auf dich -\n(O, o! Sie können auch beten!)\nDa kommt ein Brief, er enthüllt sein Herz\n(Er ist wie ein verliebter Leib)\nUnd flüstert: nimm so, es ist so weich\nBeuge darauf deine Wange.\nO, o! Und die Muscheln summein, die\nMandolinen spielen — sie wissen, daß einer\nihre Sprache versteht -\nUnd andere wie Schwarzamseln singen.\nO summt! o spielt! o musiziert doch\nUnd davon wird etwas großes geboren.\nBei Nacht bei Nacht.\nMontag Dienstag Mittwoch Donnerstag -\nBriefe kommen Briefe gehen\nFreitag Samstag Sonntag - nur schnell schnell\n\\\nDurch Wind und Wüste durch Sturm und\nSchicksal - mit Zügen durch Eilboten mit"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "126", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.10", "texte": "Aeroplan - nach fremdem Lande - dringend\ndringend — ihre zwei kleinen Flügel er-\nmatten nie\n(Sie bringen die Lebenskraft für einen Tag —\nwovon man lebt, wovon man wächst)\nUnd wenn sie einander begegnen — im\nhellen Nebel — oben oben\nIhre kleinen Herzen klopfen so heftig\nO, o!\nUnd sie grüßen einander lieb\nAber sie dürfen nicht verweilen\nDa jemand wartet — wartet -\nAugust September — September Oktober\nKip-kop - ihr Herz\n(würden sie vom Wind zerstreut, überströmten\nsie die Erde mit Blumen)\nVielleicht die Geliebten nicht mehr im\nLeben - nur lebt ihr Kuß - siegreich —\nzwischen Mann und Weib ein Zauber\nDoch gehen die Briefe ohne Ende doch\nkommen die Briefe ohne Ende —\nUnd davon kommt ein Feuer\nUnd davon muß alles strahlen — musizieren\n- alles\nUnd davon wird alles Große geboren -\ndie Welten\nZwischen Erde und Himmel\nSie gehen gehen gehen - sie kommen\nkommen.\n\nRevolution\noder\nMaschinenstürmer\noder\nGotteswerk und Menschenwerk\nRobert Vámbéry\n\nEine Tierfabel für den einfachen Mann\nNicht für den Druck, nur für die Bühne bestimmt\n(Blühende Gebirgswiese. Die Bühne ist hell,\njedoch die Sonne scheint nicht. Rechts, auf\neiner sanften Erhöhung, steht ein Porzellan-\nklosetl. Zu Füßen des Hügels knieen ehr-\nfurchtsvoll allerlei Menschen. Eine Orgel\n(Kirchenmusik), eine Militärkapelle (Marsch)\nund ein Jazzband (Tanzmusik) spielen auf\neinmal hinier der Szene. Die Menschen\nverharren bewegungslos. Plötzlich verstummt\ndie Musik, links hinten geht die Sonne auf,\nbei ihrem Lichte erblicken die Menschen alles:\ndas Klosett und ringsum die Wiese. Alle\nspringen mit einem unartikulierten Freuden-\ngeheul auf und zertrümmern singend das\nKlosett.)\nVorhang"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "127", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.11", "texte": "Hugo Scheiber: Weltstadt"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "128", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.12", "texte": "Die Heimsuchung\noder\nDie Irren, der Arzt lind ein\nPrinz\nMelodram\nRobert Vámbéry\n(Zelle. Kacmareck und Gloglamatsch. Prinz\nWolf, Dr.Rimasombat und Gefolge treten auf.)\nKACMARECK: Mein Kopf schmerzt, meine\nAugen sind gerötet und au6erdem glaube\nich nicht, dafe es so weitergehen kann.\nGLOGLAMATSCH: Ein Weib her! Ein Weib\nher! — (Besinnt sich. Pause.) - Trotzdem\nein Weib her!\nDr. RIMASOMBAT: Hoheit sehen, hier sind\ndie Unheilbaren.\nPRINZ WOLF: Sie sind mir aber ein schöner\nArzt, wenn Sie nicht einmal sehen, da 6 ich\nnichts sehe, da ich blind bin.\nDr. RIMASOMBAT: Hoheit sind augen-\nleidend? Welch Unglück!\nPRINZ WOLF: Bis zu diesem Augenblicke\ntraf ich den Adler in den Lüf en, von Tausend\nSchritt Entfernung, mitten ins Schwarze . . .\nnun aber ... ich weife nicht!\nDr. RIMASOMBAT (zu seinem Assistenten):\nEile! Man möge alle Glocken läuten! (Der\nAssistent ab.) Wir aber wollen beten! (Alle\nsinken aufs Knie und sprechen seine Worte\nnach.) Allmächtiger Vater, der du Schiffe\nund Walfische schufst, erhöre unser Flehen\nund lafe uns anstatt des geliebten und durch-\nlauchtigsten Prinzen Wolf erblinden. Amen.\nKACMARECK (erhebt sich): Wenn ich das\nalles recht erwäge, so glaube ich, sie können\nmich . . . (bricht schluchzend ab).\nGLOGLAMATSCH (steht auf, geht vor, zum\nPublikum): Sie hinwieder würden mir einen\ngroßen Gefallen erweisen, wenn Sie stürben.\nDr. RIMASOMBAT (springt auf): Still! . . .\nDer Prinz!\nUebermäfeiges Glockengeläute setzt ein.\nVorhang\n\nImmerdar mit der Issi\nSchäferspiel\nRobert Vámbéry\n\nSommervormittag Springbrunnen\ndahinter grüner Zaun\nIMMERDAR (kommt von links, geht hinterm\nZaun bis Mitte rechts und springt dort über\nden Zaun): Zum Tanzen bin ich nicht sehr\ngeeignet, meine Unterhaltungsgabe ist un-\nbeträchtlich, aber . . .\nISSI (hebt den Kopf aus dem Bassin des\nSpringbrunnens): Aber?\nIMMERDAR: Aber ich kann schweigen. (Setzt\nsich seitwärts auf den Rand des Bassins.)\n(Pause)\nISSI: Können Sie Golf spielen?\n(Pause)\nISSI: Was ist Ihre Ansicht über den Ozean-\nfluB? (Pause)\nISSI: Und über den neuen Roman von\nH. G. Wells ?\n(Pause)"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "129", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.13", "texte": "Hugo Scheiber: Tanzgirls"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "130", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.14", "texte": "ISSI (streckt den rechten, nackten Arm her-\nvor, rüttelt Immerdar): Hören Sie doch, was\ndachten Sie eigentlich, als Sie hier vorüber-\ngingen, und dann plötzlich über den Zaun\nsprangen ?\n(Pause)\nISSI: Ja, ich bade immer ohne Trikot.\n(Pause)\nISSI: Na, mein Gott, im eigenen Park?\n(Pause)\nISSI (packt mit beiden Händen Immerdars\nSchultern): Mein Vater konferiert mit den\nDirektoren. Wo haben Sie ein Bett? Ich\nkomme.\n(Pause)\nISSI (zurückgleitend): Sie können nicht tanzen,\nSie können nicht unterhalten — aber, bei Gott!\nSie haben Recht, das Schweigen ist ein fabel-\nhafter Trick.\nIMMERDAR (steht auf); Das war es im Anfang.\nJetzt ist es eigenste Geniefcernatur. (Wendet\nsich zum Gehen.) Sie waren sehr schön im\nsonnenhellen Wasser. Meine Sehnsucht und\nmeine Begierde waren unvergleichlich. Ich\ndanke Ihnen. Alles Weitere wäre Enttäuschung.\n(Will gehen.)\nISSI (mit dem Oberkörper aus dem Bassin):\nHerrlich! Aber sagen Sie mir, was ist Ihre\nWeltanschauung?\nIMMERDAR (bleibt stehen): Meine Welt-\nanschauung? - Ach so. Ich vergafe. (Mit\nVerbeugung.) Verzeihen Sie. (Geht zum Zaun,\nhebt ihn hoch und wirft ihn ins Bassin, in\ndem Issi zugleich untertaucht. Dann geht er,\nHände in den Hosentaschen, jedoch ohne zu\npfeifen, nach hinten ab.)\nVorhang\n\nAnangangara\noder\n„Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,\nso rette das eigene Leben!\"\nEin Verkehrshindernis\nRobert Vámbéry\nPersonen:\nMinarette, eine exotische Nackttänzerin Gründer und\nSonnenfeld, ein Araber Mitglieder\nPerikles \\ * des Vereins:\n/zwei Plüschwaschbören ( .„Freude,\nGianakles J schöner Götter-\nKatafalkus. ein Falke funkenu\nDiverse Menschen\nZeit: jetzt Ort: Berlin W. Der Kurfürstendamm\n(MINARETTE kommt im Auto, steigt aus,\nentlohnt den Schofför. Das Auto ab.\nMINARETTE zieht sich aus und tanzt —\nnur mit roten Steckelschuhen bekleidet -\nein Menuett mit SONNENFELD, der in-\nzwischen auf einem Motorrad anlangte.\nDie Menschen bleiben stehen, der Verkehr\nstockt, der Polizist sieht zu. PERIKLES und\nGIANAKLES treten aus einem der Häuser,\nüber ihnen fliegt KATAFALKUS.)\nKATAFALKUS: Oh Menschen! vernehmt!\nDer Mensch ist gut! Der Mensch ist gut!\nPERIKLES und GIANAKLES küssen sich\nweinend.\nKATAFALKUS (im Ueberschwang): Seht\nMenschen! Das ist Minarette! Oh ihre Haut\nist broncebraun! Sie hat kleine, feste Brüste,\nschlanke Schenkel und junge Kniee!\nMINARETTE (zeigt alles zuvorkommend).\nPERIKLES und GIANAKLES brummen lieblich."}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "131", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.15", "texte": "KATAFALKUS: Oh seht! Ihre Bauchmuskeln\nsind geschmeidig! Seht, ihr Körper ist ein\nWerkzeug der Lust! Freuet euch Menschen\nunbefangen an dem Schönen!\nMINARETTE (verneigt sich) „Das Zauber-\nwort\" von Eichendorff (spricht):\n„Schläft ein Lied in allen Dingen,\nDie da träumten fort und fort,\nUnd die Welt hebt an zu singen,\nTriffst du nur das Zauberwort.\"\nDER POLIZIST (da die Autos ungeduldig\ntuten): Nu ist es aba jenug. Sajen Sie mal\nschnell, für welchen Cirkus un dann die\nBahn frei fürn (ehrfürchtig) Fakehr.\nMINARETTE: Für ... welchen ... Cirkus .. . ?\nDER POLIZIST: Nu ja .... die Reglame.\nMINARETTE (schluchzt laut auf und wird\nvon den Bären gelröstet).\nSONNENFELD: Wir machen keine Reklame.\nFür niemand.\nDER POLIZIST: Nee! ... Sie wolln jetzt\nwohl sammeln? . . . Nee, det duld ick nich.\nSONNENFELD Nein, wir wollen auch nicht\nsammeln. Wir wollen überhaupt nichts.\nDER POLIZIST (sieht ihn mißtrauisch an):\nDet . . .\nKATAFALKUS: Wir haben nicht die Absicht,\nirgendwelche Vorteile zu erzielen. Fräulein\nMinarette, die exotische Nackttänzerin, Herr\nSonnenfeld, ein Araber, die Herren Perikles\nund Gianakles, Plüsch waschbaren, und ich,\nKatafalkus, ein Falke, wollen den armen\nEuropäern etwas Freude bereiten. Ihnen\netwas Schönheit, Edelmut und Kunst zeigen-\nSelbstverständlich unentgeltlich.\nDER POLIZIST: Det is faboten. Det vastche\nick nich. Reglame ist erlaubt. Reglame ist\nheilich. Awa det is jejen den jesunden\nVastand. Det is aufrührerisch. Ick vahafte\nIhnen!\nMINARETTE:\nKommt, Freunde. Es ist zwecklos. Dieses\nDenken\nWir fassens nicht, und sie das unsre nicht.\nKommt in den Urwald, zwischen Schling-\ngewächse,\nNach Anangangara . . .\nDu, Katafalkus, deklamiere dorten\nDen bunten Schlangen deine lieben\ndeutschen\nRomantiker, die heute heimatlos.\nUnd ich will liegen und erchauern, wenn\nEin Sonnenstrahl oder ein Salamander\nDie Lende leise mir berührt . . . Kommt.\n(Sie verschwinden. Der Verkehr geht weiter.)\nVorhang"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "132", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.16", "texte": "Gedichte\nErich Arendt\n\nFolterung\nSzäntö und Genossen\nSchrecke zögern\nTaumeln peitschen brach\nDas\nDunkel\nAus der Wand gesträubte Glieder\nDie gepreßten Lippen\nBeifeen\nKahles Fesseln Blut\nDa\nPeitschen\nSchläge\nPeitschen Wunden\nSchleift\nDes Knirschens Blei den Gang\nUnd wälzt verzuckend sich\nAm Boden\nDas Messer steckt\nAm Kopf\nDes\nLichts\nUnd Ducken wirft sich auf\nEntblößten Leibes\nZäher Rumpf\nZum\nSchreien eng\nUnd blutgebissen Stumpf\nDes Zuckens Untier\nRoh wühlt das Klirren\nAngst\nHetzt henkerwild entlang\nDie weißerwürgten Augen\nMorden!\nDie Scheiben knicken\nBlut\nLicht erfüllt den Raum\nErstickt\nDes Grauens voller Mund!\n\nDirnengang\nDämmerung\nZerkeimt die Helle\nLüsleln\nTrippl und lungert\nGlimmen Schiele\nKnöchern\nSchlüpfen\nBlinze Tode\nLuren\nGeile Augenlider\nSchenkeln\nWinkelmord die Gassen\nStöhnen\nQualen\nBlinze tasten\nAus den Spalten\nLuren gleiten knüpfen Blicke\nKauern würgend\nSticken\nFallen\nSterne Steinen\nIn aufgescheuchter Angst\nFlieht\nUmspannt die Hand ein Schatten\nDu!\nDie Knochenweiße\nRingt\nHeran\nBlind leckt zerschrieen ein Ruf!\nFeuchten fastelt\nSchnappt den Schlitz\nDen schlitzen Schlitz\nStreifen steift\nUnd atmet\nStockt\nDu!\nUnd\nTappt\nAn uns vorüber! —"}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "133", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.17", "texte": "Hugo Scheiber: Charleston"}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "134", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.18", "texte": "Gedichte\nReinhard Goering\n\nAino im Auto\nWas haben all die Häuser und Lichter für\neinen Sinn?\nGar keinen.\nAllein schön ist, dafe Du meine Hand fest-\nhältst, Süfeer.\nIch höre ein Gewirre von Menschenstimmen\nund anderen Geräuschen.\nSie sagen mir gar nichts.\nNur Du Süfeer sprichst etwas, was ich höre.\nDu hast Worte die mich berauschen.\nDu sprichst Worle die wie Tod schmecken.\nUnd Du wunderst Dich dafe ich verliebt bin ?\nDu bist grausam. Wie süfe!\nDu kannst tagelang fern sein und mich\nsterben lassen.\nDenn es ist alles ja „nur so\" wenn Du nicht\nda bist.\nDies ist mein tiefster Schmerz den ich\ngeheimhalte:\nDafe es eine Macht gibt die Macht hat, Dich\nfernzuhalten\nUnd dafe ich die nicht töten kann.\nAlso lötet sie Dich und mich.\nAlles andere ist nicht der Rede wert.\nWenn Du mich küfet\n\nAinos Privatlied\nIch will den Zauber fühlen lief lief tief.\nEs ist keine Zelle in mir die nicht sterben\nwill, damit Du sein kannst.\nEs ist alles so unheimlich und süfe!\nMerkt Ihr nicht wem ich bin?\nIch lächle, Ihr seid so blind!\nIch höre wie die Zeit davonläuft.\nIch stehe still.\nWas ist eigentlich Zeil?\nUm mich herum ist mein Freund.\nMein Vater, meine Puppe.\nMeine Puppe, mein Vater.\nSo stark wie Du ist niemand.\nArme kleine Aino!\nArme grofee Aino! Still still!\n\nAino bittet um Verzeihung\nIch bin doch für Dich die Einzige.\nDu scheinst es nicht zu merken.\nIch weife es.\nUebrigens werde ich aus Dir einen Mann\nmachen.\nVerzeih!\nHeute war wieder einer von den Sonntagen\nDie alle Tage sind.\nWeil es so weh tat\nDu warst fort\nGib Dich nur ab mit wem Du willst\nDas kümmert mich nicht sehr.\nDenn - —, ja denn —\nDu weifet schon.\nDeine Aino\nMeine Aino\nSeine Aino.\nZum Donnerwetter Deine Aino!\nVerzeih!\n\nAntwort an Aino\nWenn Du jetzt hereinkämst -\nKomm, komm doch!\nIch bin tot und will erweckt werden.\nIch bin ein Schatz und will beraubt werden.\nLächelnder Räuber, komm.\nIch bin überreif.\nNimm und ife mich.\nWir wollen in uns spaziergehen!\nDu hast kein Ende.\nDu lächelst Hochzeit.\nDu tust als wüßten wir nicht\nNicht, dafe Du unwiderstehlich bist.\nWie schon immer."}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "135", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.19", "texte": "Maenz\nHerwarth Walden\nAn zwölf Tischen hundert Menschen. Fünfzig\nWeitere suchen verzweifelnd Platz Zwei\nKellnerinnen spielen bayrische Derbheit und\nstoßen die kleinen und die großen Hellen\ndurch die Verzweifelten. Die Sitzenden fühlen\nsich und lärmen. Berliner Humor. Aber\nes ist ernst. Hier versammelt man sich,\num Künstler zu sehen. Und Künstlerinnen.\nGutbürgerliches Publikum. Der Kurfürsten-\ndamm ist nahe. Die Frau Doktor hat sofort\nden Hilfsregisseur des Weltkonzerns entdeckt.\nMit wem er wohl sprechen mag. Sicher mit\neiner Künstlerin. Mit einer Größe. Das\nGesicht sieht bekannt aus. Die Größe pudert\nsich und läßt die Tasche zu Boden fallen.\nDas ist die gesuchte Gelegenheit für den\nGeneraldirektor, die Bekanntschaft der Künst-\nlerin zu machen. Man rückt zusammen und der\nHilfsregisseur überlegt bereits die Höhe der\nHypothek, die sich auf die gefallene Tasche\nnehmen läßt. Der Kunstmaler am Nebentisch\nerklärt einigen reiferen Frauen, daß man jetzt\nwieder Christus malen dürfe. Er habe sogar\ndafür eine eigenartige Auffassung. Die reife-\nren Damen sind auch für erkennbare Bilder.\nSie haben sich zu Ehren des Künstler-Lokals\nnicht nur Bubikopf, sie haben sich auch Bubi-\ntracht zugelegt. Drei junge Corpsstudenten\nam Nebentisch sind sich über ihre Situation\nnoch nicht ganz klar. Einerseits wollen sie\nBeziehungen anknüpfen, anderseits möchten\nsie das Judentum vermeiden, was durch die\nneuesten Damenhüte erheblich ersdiwert ist.\nJetzt durchschreitet der weltberühmte Kunst-\nprofessor im Smoking mit kurzem braunen\nSommerüberzieher die Massen. Er überhört\nmit befriedigtem Lächeln seinen Namen\nflüstern. Ein junger Buchhalter mit Monokel\nund Manuskript harrt aut die Bekanntschaft\neines Redakteurs. Er harrt schon die vierte\nWoche. In der äußersten Ecke, von dichten\nRauchwolken dezent verborgen, der Stamm-\ntisch der Prominenten. Er wird von einem\nbesonderen Kellner bedient, dtr zur ewigen\nErinnerung an seine Vorgängerin Lieschen\ngenannt wird. Andere Historiker behaupten,\ndaß er den Namen seinem fraulichen Wesen\nverdanke. Am Stammtisch haben vorläufig\nbis auf Widerruf die Kunstfreunde mit Familie\nPlatz genommen, die ein Recht auf Prominente\nzu haben glauben. Oberhalb des Stamm-\ntisches hängen sie bereits im Bilde. Alle.\nTheater. Film. Literatur. Alles, wonach\nsich die nichtprominente Menschheit sehnt.\nAlle Bilder haben Widmungen. Seiner lieben\nFrau Maenz. Von Conrad Veidt persönlich.\nIhrer lieben Frau Maenz. Von Fritzi Massary\npersönlich. Und in solche Lokale soll man\netwa nicht gehen. Und warten. In der\nErwartung spielen die Kunstfreunde Künstler-\nvölkchen. Ein junges Mädchen, bleu, offenbar\nmit vielen Hellen im Leibe, schwingt sich auf\nden Schoß eines dicken Herren mit dickerer\nZigarre. Das Mädchen hat eigentlich dazu\nkein Recht. Es ist eine Bakteriologin, wie\nein Fachmann des Lokals mitteilt. Die Frau\nDoktor, die den Hilfsregisseur gleich erkannt\nhat, macht ihre Sippschaft auf das Phänomen\naufmerksam. Sie erklärt strahlend als Kunst-\nkennerin, diese Dame sei der neue große Star\ndes letzten Operettenwelterfolgs. Die Sipp-\nschaft sinkt vor Bewunderung über die Kunst-\nkennerschaft des Familienmitgliedes und über\ndas freizügige Wesen der Diva in sich zu-\nsammen. „Siehst Du, Schatz'\\ bemerkt die\nFrau Rechtsanwalt, „man trägt doch wieder\nbleu. Also brauche ich meins nicht färben zu\nlassen.\" Der Rechtsanwalt bestellt schleunigst\nein großes Helles. Ausgleich im Etat und für\ndas Seelenleben. Der dicke Herr mit der"}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "136", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.20", "texte": "süfcen Last bestellt eine Runde Schnäpse.\nLieschen brüllt zum dritten Mal durch das\nLokal: Herr Rechtsanwalt Müller werde am\nTelephon verlangt. Man kann auch so\nKunden werben. Schon kommt wieder ein\nProminenter. Ein Psychiater. Der bildet\nsich ein, daß die Künstler verrückt sind.\nUnd die Künstlerinnen in ihn. Er trägt oben\nein Monokel, in der Mitte eine Samtweste\nund unten Tennisschuhe. Er will es allen\nStänden des Lokals recht machen. Jetzt\nkommt ein prominenter Russe. Er hat die\nPawlowa gekannt als sie noch so klein war.\nSeitdem besucht er stets Künstlerlokale. An\nseinem Tisch sitzt wie immer die dezente\nSchwedin, die ihrerseits Ellen Key persönlich\ngekannt hat. Beide tauschen ihre Lieblinge\naus. Die Bakteriologin hat sich genug ver-\nsessen und ist sanft eingechlafen. Der Hilfs-\nregisseur wartet schon seil zwei Stunden auf\nseine Hypothek, die der Generaldirektor\nindessen aufgenommen zu haben scheint.\nNur ihre Tasche ist noch im Lokal vorhanden.\nDer Hilfsregisseur hat versprochen sie zu\nbehüten. Und hin und wieder wandert\nFrau Maenz, die Inhaberin aller dieser\nHerrlichkeiten und aller dieser Hellen, in\nweißer Bluse durch das Lokal zur Küche.\nDer Historiker erklärt, daß Frau Maenz stets\neine weiße Bluse trage. Deshalb sei aus\nder einfachen Kutscherkneipe das berühmte\nKünstlerlokal geworden.\n\nAetherwellen-Musik\nWaldemar Askenasy\nAn Theremin\nAether in Wellen - wogt der Wellen Geäder:\nSchaust du — hörst du nichts - horchest -\nsiehst nichts.\nDoch irgend etwas bewegt den Rhylhmus\ndes Weltalls,\nRadio-Kräfte — irgend etwas - wogt im All.\nUnd plötzlich - vor Dir — steht ein Mensch,\nGestaltend er hebt die Hände.\nUnter seinen Fingern erklingt - leise —\ngewaltiger -\nTönen und Klingen - ein Summen der\nBienenschwärme,\nVon Wespen -\nTöne, klagende, pfeifende — Wind um\nPyramiden.\nEin Brausen aus menschlicher Kehle,\nUeberirdisch und unirdisch in neuem Klang.\nSymphonien — Melodien —\nRechfe Hand gibt Höhe - linke Hand Stärke\ndes Tons.\nEs rundet sich Aether und Erde\nZu Einem."}, {"page_pdf": 21, "page_imprimee": "137", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.21", "texte": "Dichtungen von HERWARTH WALDEN\nIm Geschweig der Liebe / Gedichte / Gebunden in Ganzleinen 3 Mark\nDas Buch der Menschenliebe / Roman\nJedes Buch 2 Mark\nErste Liebe / Ein Spiel mit dem Leben\nSiinde / Ein Spiel an der Liebe\nLetzte Liebe / Komitragodie\nJedes Buch 1 Mark\nWeib / Komitragodie / 3 Mark\nKind / Tragodie Trieb / Eine biirgerliche Komitragodie Menschen / Tragodie\n/\nJedes Buch 2 Mark\nDie Harte der Weltenliebe / Roman\nDie Beiden / Ein Spiel mit dem Tode\nGlaube / Komitragodie\n\nVerlag Der Sturm / Berlin w 9\nKunstler-Postkarten / Verlag Der Sturm\nNach Gemalden, Zeichnungen und Bildwerken folgender Kimstler:\nAlexander Archipenko / 4\nRudolf Bauer / 4\nVinceiic Benes\nUmberto Boccioni 112 / 2\nCampendonc / 2\nMarc Chagall / 7\nOthon Coubine\nRobert Delaunay\nTour Donae\nLyonel Feininger\nAlbert Gleizes / 2\nJacoba van Heemskerck 112 / 3\nSigrid Hjerten Griinewald\nAlexei von Jawlensky\nBela Kadar\nKandinsky / 3\nPaul Klee\nOskar Kokoschka / 2\nFernand Leger / 2\nAugust Macke 112\nFranz Marc t / 3\nCarl Mense\nJean Metzinger\nJohannes Molzahn\nGeorg Muche\nGabriele Miinter\nGeorg Schrimpf\nKurt Schwittere\nGino Severini\nFritz Stuckenberg\nArnold Topp\nMaria Uhden 112\nNell Walden\nWilliam Wauer / S\nMarianne von Werefkin\nNegerplastik\nGewebe au9 Alt-Peru\nJede Karte 20 Pfennig / Farbige Karte Chagall: Die Kleinstadt / 30 Pfennig\nDie Ziffern hinter den Namen bedeuten die Zahl der reproduzierten Kunstwerke\n\nMonatsschrift Der Sturm\nDie fuhrende Zeiischrift der neuen Kunst\n18. Jahrgang 1927\nHalbjahr 6 M Heft 1 M\nJahr 12 M"}, {"page_pdf": 22, "page_imprimee": "138", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.22", "texte": "Verantwortlich für die Schriftleitung: Lothar Schreyer Berlin W 9 / Verlag der Sturm G. m. b. H.\nBerlin W9, Potsdamer Strasse 134 a / Fernruf Lützow 4443 / Postscheckkonto Berlin 120 658\nDruck: Vereinigte Druckereien, Andermann & Schindler, Berlin W 30, Münchener Strasse 49-50\n\nVerlag Albert Langen in Miinchen\nbauhausbOcher\n1\n2\n3\n4\n5\n6\n7\n8\n9\n10\nWALTER GROPIUS, Internationale Arckitektur\nViertes bis aechitei Tau«end — geheftet Mk. 5\nin Leinen gebunden Mk. 7\nPAUL KLEE, Padagogisches Skizzenbuch\nz. Zt. vergriffe»\nEIN VERSUCHSHAUS DES BAUHAUSES\nz. Zt. vergriffen\nDIE BUHNE IM BAUHAUS\ngeheftet Mk. 5\nin Leinen gebnnden Mk. 7\nPIET MONDRIAN, Neue Gestaltung\nz. Zt. vergriffen\nTHEO VAN DOESBURG, Grundbegriffe der neuen\ngestaltenden Kunst\nz. Zt. vergriffen\nNEUE ARBEITEN DER BAUHAUSWERKSTATTEN\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk. 8\nL. MOHOLY-NAGY, Malerei, Photographie, Film\nDrittes bia fiinftes Taueend — geheftet Mk. 7\nin Leinen gebunden Mk. 9\nW. KANDINSKY, Punkt und Linie zur Flache\ngeheftet Mk. 15 . ,\nin Leinen gebunden Mk. lo\nJ. J. P. OUD, Hollandische Architektur\ngeheftet Mk. 6\nin Leinen gebunden Mk. »\n\n\\frontW\nIntern ationaler Almanach der\nmodernen Aktivitat der Ge gen wart\nEnthalt alle Gebiete des modernen Schaffens in\nder Wortkunst, der Musik, dem Theater, den\nbildenden Kiinsten, dem Film, der Architektur,\nder industriellen Produktion, der Wissenschaft\nund der Kultur überhaupt\nEs haben beigetragen: Antheil, Arp, Baumeister, Behne, Becher, die\npolnische Gruppe der Revue ~810k4*, Corbusier, Cernik, Doesburg,\nIv. Goll, Gropius, Grosz, Heartfield, Herzfelde, Honzl, Chochol, Jung,\nKassak , Kiesler, Kisch, Krejcar, Lu Marten, W. Mebring, Micic,\nMoholy-Nagy, Nezval, Obrtel, Oud, Picabia, G- Pobl, Poliansky, Pone*\nMies van der Robe, Seifert, Scbiirer, Schwitters, Sima, Teige, Tiara*\nVaclavek, Weisskopf, Westheim, Wieener, Walden und viele andere*\n240 bis 272 Seiten. Format 23X31 cm, davon 40 Seiten\nIllustrationen, Musikbeilagen / Redaktion der Front /\nDr. B. Vaclavek / Briinn 15-Schimitz / Yasekgasee 11,\nTschechoslowakei / Text der Beitrage tschechisch,\ndeutsch und franzosisch mit deutschen und fran-\nzosiechen Resumees\nPreis 16 Mk. / In der Sturm-Buchhandlung vorratig\nWfront\nmmmmmmmmammmmmammm\n\nLa Renaissance de L'Art Franpais\net des Industries de Luxe\nGegrundet von Henry Lapauze / Ersdieint zu Beginnjedes\nMonais als Rand von 60 bis ~100 Sciten Quariformai\n(25:32) mit zahlreidien Abbildungen\nDie Redaktion veroffentlidii Beitrage der anerkannien\nSchriftsieller und Krifiker aller Lander Europas. Ihre\ndokumeniarisdien Studien und aktuellen Chroniken hieten\nein vollstandiges Bild der Aktiviiat der Kiinsie auf der\nganzen Erde\nAbonnement Frankreich 150 francs ■ |\n_ Ausland 200 francs\nMan abonniert in alien Buchhandlungen und direkt beim Verlag\nLa Renaissance deUArtFrangais /10-11 Rueßoyale / Paris"}, {"page_pdf": 23, "page_imprimee": "139", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192712-01.1.23", "texte": "itm\nMl\nsow\nPIANOS\nEBERT STRASSE 6\n\nDer\nDeutsche\nGymasf ik-\nKalender 1928\nherausgegeben v. Deutschen\n6ymnastik Bund E. V.\nMit vielen unveroffentlichten Auf-\nnahmen anerkannter Schulen\nbringt auch Ihnen\nmanch wertvollen Ratschlag\nzur Pflege und Ertuchtigung\ndes Korpers\n2 Mark\nIn jeder Buchhandlung erh&ltlich oder direkt\nbeim Verlag:\nBrandenburgische\nBuchdruckerei u. Verlagsanstalt G.m.b.H.\nBerlfin-Sch&neberg, MUhlenstrasse 9\n\nW. Marzillier & Co., Berlin W\nGrunewaldstraße 14-15\nHofspediteur S. M. des Koniga von Spanien\nGegriindet 1854 Gegrundet 1854\nSpedition u. Mobeltransporte, Verpackung u. Lagerung\nvon Gemalden u. Kunstgegenatanden jed. Art, Lieferuag\nund Empfang nach und von alien Kunstausstellungen\ndes In- u. Auslandes. Transport vereicherungen aller Art\nSpediteure des W irtschaf tlichen V erbandes Bildender\nKiinstler / der Secession / des Verbandes Deutscher\nIllustratoren und Hausspediteur des „Sturmu\n\nCasa d'Arte\nBRAGAGLIA\nModerne Kunstausstellungen: Theater der\nUnabhangigen : Buchhandlung : Verlag\nKunstgewerbe\nTerme Romane di Via Avignonesi 81 Rom 4\n\nYERLAG DER STURM / BERLIN W 9\nVORZUGS-ANGEBOT\nHerwarth Walden:\nEinblick in Kunst\nDie beste Einfiihrung in den\nExpressionismus und Kubismus\n70 Abbildungen, 4 farbige Kunstbeilagen\nRM. 2,50\n\nRestaurant Horcher\nBerlin W 62\nLuther-Strasse 21"}]}