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Szczuka\nBlume bliihe Herbert Mündel\nAnregungen zur Erlangung einer Systemschrift Kurt Schwitters\nLustfahrt nach Steglitz Herwarth Waiden\nWohnungssuche Herwarth Waiden\nAbbildungen: Sechs Zeichnungen von M. Szczuka / Zwei Gemälde von Victor Servranckx\nBürohaus am Potsdamer Platz zu Berlin von Luckhardt und Anker"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-04-01-c003", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-04_01#c003", "volume": "bmtnabg_1928-04_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[183]", "page_fin": "[183]", "image_debut": 3, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.2.3", "titre_corps": "HANNOVERSCHE", "titre_sommaire": "HANNOVERSCHE", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "[183]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.3", "debut_caractere": 421, "fin_caractere_exclue": 997, "texte": "HANNOVERSCHE\nKUNST- UND AUKTIONS-SÄLE\nHANS KATZER\nHANNOVER, GEORGSTR. 35\nFernruf: Nord 9624\nTelegramm-Adr.: Kunsthaus Hannover\nPermanente Ausstellungen und Versteigerungen\nalter und neuer Kunst. Gemälde, Antiquitäten,\nKeramik, Stilmobiliar. Uebernahme einzelner Werke\nund ganzer Sammlungen der bildenden Kunst\nund des Kunstgewerbes für Versteigerungen.\nKostenlose Schätzungen\nFachwissenschaftliche Beratung bei Veräußerung\nvon Kunstwerken. — Angebote und Anfragen\nstets erwünscht. Erste Referenzen.\n400 qm Ausstellungsraums. 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August 1927 ist ein schwarzer Tag\nin den Annalen der Neuen Kunst und ganz\nbesonders der Neuen Kunst in Polen. An\ndiesem Tag verunglückte in der Tatra\nMieczystaw Szczuka, der Führer der\npolnischen Moderne. Szczuka war 29 Jahre\nalt, als ihn der Tod erreichte (geb. 1898),\naber sein kurzes Leben war voll Kampf:\nKampf des erfinderischen Geästes und des\nMutes, der geführt wurde im Namen neuer\nFormen und neuer Inhalte in der Kunst, und\nim Namen einer neuen Kultur.\nSzczukas erstes Wirken ist die Überwindung\ndes Akademismus und des bürgerlichen\nOpportunismus, der die polnische Kunst all-\nmächtig beherrschte. Als sich Szczuka vom\nnaturalistischen Realismus freigemacht hatte,\ndem er übrigens mit seiner verblüffend\nmeisterhaften Zeichnung, seiner ungewöhn-\nlichen systematischen Auffassung des Objektes\nund der Kraft seines Ausdrucks glänzend\ndiente, ging er zu Experimenten an der\nForm über, und zu den Problemen der\nmalerischen Faktur, die niemand in Polen so\ngründlich analysierte wie er. Erfüllt von\nder Sehnsucht nach Erkenntnis und Erobe-\nrung neuer Werte, machte er selbständig\nalle Entwicklungsstufen der modernen Kunst\nmit. Man muß bedenken, durch wie lange\nJahre Polen vollständig isoliert war, da\nweder ausländische Zeitschriften nach Polen\ndrangen, noch sonst von irgend einem Kon-\ntakt mit dem Ausland die Rede sein konnte.\nDie glänzenden Resultate seiner eifrigen\nForschungen traten in den Arbeiten zutage,\ndie er in den Jahren 1920 und 1921 in\nWarschau ausstellte. Damals zeigten sich\nzum ersten Mal in Polen Bilder expressio-\nnistischen und dadaistischen Charakters (1920)\nund die Arbeiten des Suprematismus, und\nKubismus (1921). Gleichzeitig entstand eine\nganze Reihe Plastiken in Materialen wie\nZement, Blech, Eisen, Glas, Holz, Gips usw.\n(1921).\nIm Jahre 1923 wurden die Arbeiten Szczukas\nvom „Sturm\" in Berlin ausgestellt. Unter\nihnen sind, außer Arbeiten von streng ab-\nstraktem Charakter, Grabmalprojekte (für\nZamenhof, Liebknecht, Dostojewski), Bühnen-\nprojekte, Arbeiten aus dem Gebiete des\nabstrakten Films, ferner außerordentlich\ninteressante und originell gedachte Bücher-\nentwürfe, in denen der Text mit plastischen\nZeichen kombiniert ist. Gleichzeitig stellt er\ndie ersten architektonischen Projekte aus.\nSzczuka war bestrebt neue lebendige Formen\nin der Plastik zu schaffen, die so genau als\nmöglich den Tendenzen und Forderungen\ndes modernen Lebens entsprechen. Bewußt,\ndaß eine Revolution in der Kunst Hand in\nHand mit dem Kampf um eine neue Gesell-\nschaftsordnung, mit dem revolutionären\nKampf des Proletariates gehen muß. Deshalb\nwurde Szczuka zum Mitarbeiter der kulturellen\nOrganisationen des polnischen Proletariates,\ndie unter legalen oder illegalen Bedingungen\nschwere Kämpfe ausfochten. Er verband\ndie Arbeit an der Erneuerung der Kunst mit\nder Arbeit an der Grundlegung einer neuen\nproletarischen Kultur. Er nahm teil an der\nHerausgabe von Arbeiterbücher und führte\nneue Methoden der Agitation ein, indem er\ndurch plastische Werte und neue graphischen\nSysteme zu wirken suchte. Plakate (das\nausgezeichnete Amnestie - Plakat 1926), Mit-\narbeit an den Arbeitertheatern.\nIm März 1924 gründete Szczuka gemeinsam\nmit der ihm am nächsten stehenden Arbeits-"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "186", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3249, "texte": "Gefährtin T. Zarnower die Zeitschrift „Blök\",\ndie der kämpfenden Neuen Kunst gewidmet\nwar und jene jungen Künstler um sich\nscharte, die sich schon seit der ersten Aus-\nstellung im Jahre 1920 unter dem Banner\nSzczukas zusammengefunden hatten. Der\n„Blok\", der von Anfang an seine inter-\nnationale Haltung betonte, spielte als einzige\nZeitschrift dieser Art in Polen eine außer-\nordentlich große Rolle. Im „Blok\" zeigte sich\nschon der Umschwung in der Tätigkeit\nSzczukas. Die Periode leidenschaftlichen\nSuchens und der kritischen Analyse war\nvorüber. Im „Blok\" begann Szczuka eine\nbreit angelegte Tätigkeit, indem er das\nSchöne in der utilitaren Kunst propagierte,\neiner Kunst, die ein neues Leben baut. Hier\ngab er neben seinen früheren abstrakten\nLaboratoriumsarbeiten Photomontagen und\ntheoretische Artikel heraus, die die Losung\nvom utilitaren Konstruktivismus verkündeten\n(er und Fr. T. Zarnower waren die einzigen\nVertreter dieser Richtung), und verbreitete\ngleichzeitig neue Methoden des Druckes. Das\nHauptgewicht legte er jedoch auf die Propa-\nganda einer neuen Baukunst.\nIn kurzer Zeit hatte er sich die Geheimnisse\nder architektonischen Wissenschaft angeeignet\nund schuf nun monumentale Stadt- und\nSiedlungsprojekte, und propagierte große\nKollektivhäuser mit Gartenterrassen im Innern\nund maximalem Luftzutritt. In den letzten\nJahren beschäftigte sich der leidenschaftliche\nKünstler ausschließlich mit Architektur. Seine\nArbeiten waren von ungeheurem Einfluß\nauf die ganze junge Generation der pol-\nnischen Architekten.\nSzczukas Kompromißlosigkeit schreckte alle\nHalben ab. Gegen Ende des Jahres 1925\nerfolgte im „Blok\" eine Spaltung zwischen\ndenen, die bisher zu Szczukas gehalten hatten,\nwas ihm jedoch nur mehr Freiheit in der\nkonsequenten Durchführung seiner Grund-\nsätze gab.\nIm März 1926 organisierte er, ohne auf die\nsich auftürmenden Hindernisse zu achten,\ndie Erste Internationale Ausstellung Neuer\nArchitektur in Warschau. 1927 nahm er an\nder Ausstellung der Neuen Architektur in\nMoskau teil. Im selben Jahre begann er mit\nder Herausgabe der Zeitschrift „Dzwignia\",\nin der er Literaten und Künstler zur ge-\nmeinsamen Arbeit auf dem Gebiete der\nproletarischen Kultur sammelte. Er organi-\nsierte ferner die Gesellschaft für Arbeiter-\nkultur, die sich als Aufgabe die Hebung des\nkulturell-künstlerischen Niveaus und Schaffung\netnes richtigen Sport-Niveaus für die breite\nMasse der Arbeiter gestellt hatte. Leider\n/\nwurde diese Gesellschaft von der Regierung\nnicht legalisiert. Szczukas letzte Arbeit war\nein Artikel in Nr. 4 der „Dzwignia\" unter\ndem Titel „Kunst und Wirklichkeit\", in dem\ner sich mit der sozialen Stellung des Künstlers\nund mit dem Verhältnis der heutigen Kunst\nzu den Arbeitermassen beschäftigt. Szczuka\nwar ein ausgezeichneter Sportsmann, er ge-\nhörte zu den besten Alpinisten Polens; er\nverunglückte in den Bergen durch die Un-\nvorsichtigkeit eines Ausflugteilnehmers.\nSein Tod bedeutet einen ungeheuren Verlust.\nDie neue Kunst Polens hat ihren größten\nVertreter verloren. Einen Vertreter, dessen\njunge Energie mit elementarer Kraft die\nanderen hinzureißen verstand, dessen\nSchöpfermut neue Wege bahnte und dessen\nklarer und selbstloser Idealismus die Atmo-\nsphäre eine kraftvollen Kompromißlosigkeit\num sich schuf."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-04-01-c005", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-04_01#c005", "volume": "bmtnabg_1928-04_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "187", "page_fin": "193", "image_debut": 7, "image_fin": 13, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.2.5", "titre_corps": "Ein architektonisches Projekt", "titre_sommaire": "Ein architektonisches Projekt", "signature_source": "M. Szczuka (1924", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 7, "page_imprimee": "187", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2953, "texte": "Ein architektonisches\nProjekt\n\nDas Projekt enthält Wohnungs-Quarliere in\nder Nähe des Zentral-Gürtels. Bearbeitet\nvon M. Szczuka unter Mitwirkung von\nB. Targorski (1926-27)\nDas Wohnungs-Quartier enthäli: 4 Quadrate\nvon Kreuz-Bauten (45° zur Strafcenachse)\nund 2 Plantagen-Gürtel (parallel zur Strafjen-\nachse). Die Plantagen (ca. 12000 m Fläche),\ndurch Slrafcenrahmen begrenzt, kreuzen sich\nmit zwei anderen Gürteln senkrecht und\nbilden zusammen in der Mitte des Quartiers\neinen runden Platz mit Bahnhof der unter-\nirdischen Bahn. Auf diesen zwei Gürteln\nbefinden sich 2 Schulen mit Spielplätzen\nund 2 sechsstöckige mechanische Garagen\nfür 200 Autos mit Werkstätten.\nDie Kreuzbauten, enthaltend 4 Typen von\nWohnungen mit Terrassen, werden von je\nzwei Gassen (17 m Breite) schräg in der\nRichtung zur Mitte des Quartiers durch-\nschnitten. Auf jeder Gasse auf dem Fahr-\nwege stehen Parterregaragen mit zweiseitigen\nEin- und Ausfahrtöffnungen. Vier Aufzüge\n(in jedem Garagegürtel) dienen zur Ueber-\nführung der Autos in die unterirdischen\nGaragen mit Werkstätten und unterirdischen\nFahrwegen. Auf den Garagedächern: Grün-\ngärten. In den Kellern: Zentralheizung,\nWaschanstalten, Magazine usw.\nZwischen den Garagegassen ziehen sich die\n«\nWohnungsbauten, 10 Stock Höhe, mit ein-\ntypigen Wohnungen. An drei Punkten\ntreffen diesen Gürtel die Querbauten\n(10 Stock Höhe), in denen auf der Höhe\ndes dritten Stockes sich die leeren Partieen\nfür Durchfahrt befinden. Diese Bauten ent=\nhallen zwei Typen von Wohnungen (C-Flügel).\nUeber den Gassen die Querbauten der\nC-Flügel (2—3 Stock Höhe) mit Speise-\nräumen, Klubräumen, Vorschulen, Verwal-\ntungsräumen, Sportklubs, Büros.\nAm Platze der Kreuzung bilden die Bauten\nTürme (A—A) von 12 Stock Höhe für Kauf-\nläden (2 und 3 Stock hoch) Gesamtküchen,\nSäle und Wohnungen von 2 Typen (1. Typ\n— im Mittelteil des Turmes auf 6 höheren\nStocken -). 27 Treppenhäuser und 27 Auf-\nzüge in jedem Quadrat sorgen für bequemen\nVerkehr.\nIm Quartier befinden sich insgesamt: 1336\nWohnungen (für mindestens 6000 Ein-\nwohner); Garagen für 1070 Autos mit\nWerkstätten; 2 Schulen, 4 Vorschulen; vier\nRäume für Sport, Klub, Verwaltung und\nGastwirtschaft; 4 bis 8 Handelsräume und\nBüros, Magazine; 12 Kaufläden; 12Strafeen;\n(7 bis 9 m breit), „Melro\"-Platz und -Hof;\n14 Sport- und Spielplätze (etwa 42000 qm);\nPlantagen, Gärten. Wohnungen: 2-5 m hoch.\nDie Architektur des Innern\nDas Beobachten des Mafees — des Gleich-\ngewichts in den Bedingungen: \\. die Be-\nstimmung, 2. die Bequemlichkeit, 3. die\n*\nHygiene, 4. die Annehmlichkeit (ästhetischer\nSinn) - ergibt das ökonomische Ganze.\nJeden Augenblick können die Zimmer um-\ngestaltet werden. Es waren: 2 Schlaf- und\n1 Speisezimmer — gleich wird daraus ein\nSaal für Empfänge sein. Wir schieben die\nWände: Betten, Schränke und Tische ver-\nschwinden in den Wänden oder gehen aus\nihnen heraus.\nIn den Wänden möglichst große Flächen\naus Glas; sie können durch verschiebbare\nWände verkleinert werden."}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "188", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.8", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 446, "texte": "Das Innere ist ein Konstruktionssystem, das\ndie Verwandlungen ermöglicht. Ein System\nder Horizontalen und Vertikalen oder ein\nSystem der Kurven ergibt immer in der\nSumme ein angenehmes Ganzes (ästheti-\nsches Ganzes).\nGrofee Flächen von Fenstern, durch die das\nTageslicht einfällt, erlauben und fordern\nFarbe. Plafond, Wände, Möbel, Boden\nsind farbig.\nDie Farbe ist Lebensfreude. Farbe ein or-\nganischer Bestandteil jeder Sache.\n\nM. Szczuka\n(1924)"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-04-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-04_01#c006", "volume": "bmtnabg_1928-04_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "188", "page_fin": "188", "image_debut": 8, "image_fin": 8, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.2.5.1", "titre_corps": "M. Szczuka / Ein architektonisches Projekt", "titre_sommaire": "M. 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Aber das\nsind Aussichten in eine weit entfernt liegende\nZukunft, und bevor es wirklich fertig vor\nuns steht, kann kein Mensch sagen, ob es\neine Utopie ist oder nicht. Die System-\nschrift aber ist keine Utopie, und ich möchte\neine Anregung geben, wie man sie er-\nlangen kann, und wie sie ungefähr aus-\nsehen könnte.\nZunächst möchte ich den Einwand ent-\nkräften, daß wir solange ohne Systemschrift\nauskommen konnten, weshalb brauchen wir\njetzt eine. Ich möchte demgegenüber sogar\nsagen, wir hätten sie schon einige Jahrzehnte\nnötig gehabt, und vielleicht sogar schon\neinige Jahrhunderte. Bestimmt ist aber in\neiner Zeit, die sich gezwungen sieht, alles\nzu normalisieren und in ein System zu\nbringen, die von dem System allgemein eine\ngrößere Präzision und Bewußtheit in der\nLebensführung erwartet und erreicht, eine\nSchrift, die nur ornamental gestaltet ist, ein\nRest aus dem Mittelalter, der organisch nicht\nmehr in die Zeit paßt. Es ist fast unerklär-\nlich, daß dieselben Menschen, die heute schon\nnicht mehr in der elegantesten Pferdedroschke\nfahren mögen, eine Schrift benutzen, die\naus dem Mittelalter oder dem Altertum\nstammt.\nDenn unsere heutigen Schriften sind durch-\nweg von der römischen Antiqua oder der\ngothischen Fraktur abgeleitet, oder von\nbeiden. Sie sind wesentlich historisch, statt\nwesentlich systematisch zu sein. Alle Ver-\nsuche, zu neuer Schrift zu gelangen, be-\nschränken sich darauf: 1. die übernommenen\nBuchstaben durch schöne Verzierungen zu\nverzieren, 2. durch Vereinfachung und Fort-\nlassen alles Entbehrlichen zu der wesent-\nlichen Form des Buchstaben zu gelangen,\nalso die geschichtlich gewordene Quer-\nsumme zu ziehen, 3. durch Abwägen der\nVerhältnisse zu einer neuen, eleganten oder\nlebendigen Form zu gelangen. Je nach Ver-\nanlagung des Gestalters wurde mehr das\neine oder andere Ziel oder mehrere Ziele\nerreicht. Wir haben eine Fülle von Schriften,\naber alle sind historisch, keine ist syste-\nmatisch. Wer aber würde heute den Ehrgeiz\nhaben, ein Auto in seiner äußeren Form\nvon der Form einer Droschke oder gar\neiner Sänfte direkt abzuleiten?\nUm nun zu einer systematischen Gestaltung\nzu gelangen, muß man zuerst untersuchen,\nwas Schrift ist. Schrift ist das nieder-\ngeschriebene Bild der Sprache, das Bild\neines Klanges. Sie sehen, daß uns hier die\nUntersuchung weiterführt zur Untersuchung\nder Sprache, aber es ist nicht unbedingt\nerforderlich, wenn man die Aufgabe sich so\nstellt, daß man nur das systematisch voll-\nendete Mittel zu erlangen sucht, um bestehende\nSprachen bildhaft auszudrücken. Wie auch\nimmer die zu vermittelnde, zu übersetzende\nSprache ist, die Schrift muß optophonetisch\nsein, wenu sie systematisch gestaltet sein will.\nSystemschrift verlangt, daß das ganze Bild\nder Schrift dem ganzen Klang der Sprache\nentspricht, und nicht, daß hier und da ein-\nmal ein Buchstabe mehr oder weniger dem\ndurch ihn dargestellten Laut entspricht, wenn\ner einzeln aus dem Klang herausgenommen\nwerden würde."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-04-01-c015", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-04_01#c015", "volume": "bmtnabg_1928-04_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "197", "page_fin": "197", "image_debut": 17, "image_fin": 17, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.2.7.1", "titre_corps": "Victor Servranckx / Gemälde 15 — 1924", "titre_sommaire": "Victor Servranckx / Gemälde 15 — 1924", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 17, "page_imprimee": "197", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.17", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 37, "texte": "Victor Servranckx / Gemälde 15 — 1924"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-04-01-c016", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-04_01#c016", "volume": "bmtnabg_1928-04_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "197", "page_fin": "197", "image_debut": 17, "image_fin": 17, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.2.7.2", "titre_corps": "Victor Servranckx / Gemälde 42 – 1920", "titre_sommaire": "Victor Servranckx / Gemälde 42 – 1920", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 17, "page_imprimee": "197", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.17", "debut_caractere": 39, "fin_caractere_exclue": 76, "texte": "Victor Servranckx / Gemälde 42 - 1920"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-04-01-c017", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-04_01#c017", "volume": "bmtnabg_1928-04_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "198", "page_fin": "198", "image_debut": 18, "image_fin": 18, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.2.8", "titre_corps": "Lustfahrt nach Steglitz", "titre_sommaire": "Lustfahrt nach Steglitz", "signature_source": "Herwarth Walen", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 18, "page_imprimee": "198", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.18", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3191, "texte": "Lustfahrt nach Steglitz\nHerwarth Walen\nFür den Ausländer und den Inländer\nbesteht Berlin aus der Friedrichstadt und\nCharlottenburg. Der eigentliche Berliner hat\nnoch den Begriff von westlichen Vororten,\ndurch die er manchmal mit der Eisenbahn\nfährt, um nach dem sagenhaften Potsdam\nzu kommen. Da erhalle ich plötzlich eine\nEinladung nach Steglitz. Ein Kinopalast ist\neröffnet, der nicht weniger als Titania heißt.\nDie Filmindustrie schwärmt für Tradition.\nCapitol, Gloria, Alhambra, Primus sind\nwürdevolle Namen. Die dunkle Vergangen-\nheit des „Phoebus\" hat man lebhaft an die\nSonne gezogen. Und „Titania\" wohnt in\nSteglitz. Der Autobus torkelt durch die\nPotsdamer Straße, alle zwei Minuten durch\neine rote Ampel freundlich begrübt. Was\nihn veranlaßt nach zwei Minuten Fahrt zwei\nMinuten in stummer Huldigung zu verharren.\nAls Sehenswürdigkeit wenigstens gibt es noch\nimmer das Kammergericht. Unmittelbar da-\nhinter befindet man sich in einer kleinen\nResidenz. Die Straßenbahnen weichen Bäumen\naus, die sich unschuldig im Asphalt spiegeln.\nAuf beiden Seiten zwischen griechischen\nTempeln, Beamtenniederlassungen des Ver-\nkehrswesens, niedliche Dorfhütten, die im\nInteresse zukünftiger Bauspekulationen und\nkünstlicher Erhaltung der Wohnungsnot kon-\nserviert werden. Schöneberg. Bahnüber-\nführung. Freies Gelände. Garagen. Sied-\nlungen. Eine endlose Chaussee mit Bäumen\ndezent an der Seite. Friedenau. Endlich ein\nhoher kubistischer Lichtlurm auf gothisie-\nrendem Unterbau. Der Titaniapalast. Die\nPressevorstellung muß ohne Presse stattfinden,\nda die Karten leidergottseidank ausverkauft\nsind. Den Herren wird anheimgestellt morgen\nwieder zu kommen. Eine Methode zur Er-\nhebung des Fremdenverkehrs in Steglitz.\nWenn Titania sich sperrt, winkt gegenüber\nGambrinus aus einem Bierpalast. Er trägt\ndie bayerischen Landesfarben um seinen\nBauch. Sein Edelgetränk heißt Animator.\nSelbstverständlich mit Tannenreis Die Herren\nsind bereits ziemlich animiert. Sie wandern\nverdächtig viel durch das Lokal. Alle tragen\nkeine Haare oder markieren das Fehlen der\nHaare durch Friseurkünste. Millimeter -\nmaschine. Kennzeichen des gehobenen\ndeutschen Mittelstandes im Ausland. Eine\nBerliner Kapelle in Bayerntracht spielt den\nHohenfriedberger mit Saxofon und Jazz. Um\nallen Wünschen gerecht zu werden. Aus dem\ngleichen Grund trägt das Mädchen mit\nFreiburger Brezeln aus Unterfranken den\nBubikopf und Dirndlschürze. Die Inter-\nnationale von Steglitz. Gang durch die gute\nLuft. Zwischen den Läden mit Bedarfsartikeln\neine Luxushandlung. Verkauf von Mäusen\nzu billigen Preisen. Von unsymbolischen\nlebenden Mäusen. Unter je einem Kuppel-\nkäfig spielen je drei Mäuse Zirkus. Die\nzahlreichen Beamten, die in dieser Stadt\nwohnen, können sich hier einen billigen\nZeitvertreib für die Amtsstunden erwerben.\nMan kann den Tierchen stundenlang zu-\nsehen wie sie emsig arbeiten. Steglitz\nmacht auch sonst einen überaus ehrbaren\nEindruck. Berlin liegt weit vor den abge-\nrissenen Toren dieser Stadt. Familien können\nhier Kaffee kochen und Jugendliche haben\nüberall Zutritt. Hoffentlich wird Titania durch\nihre Anziehungskraft nicht allzuviele Stadt-\nfremde nach Steglitz locken und dadurch\ndie Sitten dieser Stadt lockern."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-04-01-c018", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-04_01#c018", "volume": "bmtnabg_1928-04_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "199", "page_fin": "200", "image_debut": 19, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.2.9", "titre_corps": "Wohnungssuche", "titre_sommaire": "Wohnungssuche", "signature_source": "Herwarth Walen", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 19, "page_imprimee": "199", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.19", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3010, "texte": "Wohnungssuche\nHerwarth Walen\nDie unbescheidene alte Frau mit der blau-\ngestreiften Küchenschürze preßt das verärgerte\nGesicht gegen das Türglas. Ihr Auge prüft,\nob der Klingelnde für den Vordereingang\nreif oder ob er auf die Angestelltentreppe\nzu verweisen ist. Sie drückt mürrisch auf\neinen Gummiball, die Renaissancetür gibt\nsich einen Ruck und schon steht man im\nEmpire. Zwei schwerverstaubte Gipsengel\nschauen beleidigt zur Decke, auf der\nbotanische Dinge in Oel angebracht sind.\nAm Ende der Marmortreppe links und rechts\nvon dem schonerbedeckten roten Teppich\nstehen verschüchtert zwei Oleanderbäume.\nSie sind sich nicht bewußt, daß sie den\nhochherrschaftlichen Charakter darzustellen\nhaben. Elende Geschöpfe aus guter Familie,\ndie von der Küchenschürze gelegentlich ab-\ngewischt werden und Sonntags das Gnaden-\nwasser erhallen. Auf Klingeln öffnet sich\ndie Rokokoiür zur Luxuswohnung. Das\nDienstmädchen, aus diesem Jahrhundert,\nbesteht aus seidenen Strümpfen, Zierschürze\nund Spitzenhäubchen. Eine Rotkohlwolke\nist hinter ihr gelagert. Hundert Geweihe\nklammern sich an die Wände. Und die\nneun Musen kommen sich in einem ver-\nunglückten Labanreigen endlich deplaciert\nvor.\n„Der Herr Doktor sind nicht zu Hause.\nAber Sie sind wohl der Herr wegen der\nWohnung?\"\n„Hatte ich mit Ihnen am Telephon ge-\nsprochen?\"\n„Die gnädige Frau ist im Irrenhaus und wir\nwollen uns verkleinern. Das ist zunächst\nder Salon.\"\nJK .-i . * . J&. i»V -»- • .\nAlso hiervon kommt der Rotkohl. Hier\ndürfte der unglückliche Hausherr essen, da\ndie Hausfrau im Irrenhaus ist. Wie oft mag\nsie in diesen Trumeau gesehen hahen, der\nvon ihrer Schönheit leicht erblindet ist. Aber\ndie Bronzerosetten sind frisch geputzt. Auf\nder Marmorplatte steht frisch und gesund\nAesculap persönlich nebst Schlange. Auch\nseine Kunst konnte der Hausfrau nicht\nhelfen. Zwei Katzen aus Meißen mildern\nden wissenschaftlichen Ernst der Situation.\nDaneben das Rundsofa, vom Altmeister\nGobelin bezogen, leicht bedrückt, aber mit\nHaltung durch einen spätgotischen Säulen-\numbau. Auf dem Ebenholzlisch ein gepreßtes\nPrachtwerk „Deutsche Bäder und Heilstätten\".\nDaneben hält eine nackte Elfenbeindame\neinen Aschbecher fest. Die Wand gegenüber\nist zwei Klubsesseln und der Kunst gewidmet.\nDie angeschossenen Hasen auf dem einen\nBild freuen sich noch im Tode an dem\nRotkohlduft. Das andere Bild stellt das\newige Meer dar. Es wird am Ueberfluten\nseines Umfanges von zwei Quadratmetern\ndurch einen Goldrahmen gehindert. Damit\ndas Meer nicht mit dem Himmel verwechselt\nwird, hat der Künstler sinnvoll ein Schiffchen\nund eine Möve innerhalb der zwei Quadrat-\nmeter angebracht. Der Kronleuchter ist\nwegen des Unglücksfalles in der Familie\nmit Gaze dicht umhüllt.\n„Das gibt der Herr Doktor für zwölftausend\nMark ab.\"\n„Wem?\"\n„Sie wollen doch die Wohnung mieten.\"\n„Auch den Aesculap ?u\n„Wo.\"\n„Ist das die ganze Wohnung?\"\nDie Schiebetüren flattern auseinander.\n„Das ist unser Speisezimmer. Seitdem die\ngnädige Frau im Irrenhaus ist, speisen der\nHerr Doktor im Operationszimmer.\""}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "200", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.20", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2542, "texte": "Der Duft des ehemals verspeisten Rotkohls\nhat sich auch hier gut gehalten. Man ist\nin Friesland. Zwölf Stühle warten um einen\nlangen Tisch, auf dem einsam ein Schwan\naus Glas träumt. Vielleicht ist es eine Gans.\nVon den Wänden grüßt Holland, das be-\nnachbarte freundliche Ausland. Alles was\nDelft an Tellern besitzt, klammert sich an\nden Wänden, nur durch ein friesisches Büfett\ngestört. Auch die Plastik ist nicht vergessen.\nKünstliches Geflügel mit echten Federn\nwässert den Gaumen zum Mahl. Ein\nNähtisch erinnert an die gnädige Frau.\nUnberührt, als ob sie eben von der Arbeit\naufgestanden ist.\n„Das Zimmer kostet nur zehntausend Mark.\nDen Schwan will Herr Doktor allerdings\ngern behalten. Wegen einer Jugenderinne-\nrung.\"\n„Und alles andere will er wirklich fort-\ngeben ? \"\n„Unter uns, mein Herr, wir brauchen Geld.\nSo ein Irrenhaus kostet ein Vermögen, trotz-\ndem unser Herr als Arzt Prozente bekommt.\nDie Leute lassen sich auch nicht mehr wie\nfrüher behandeln. Sie sind in einer Kasse\noder gehen einfach in die Apotheke.\"\n„Also was kostet nun die Wohnung?\"\n„Wir haben hier noch das Schlafzimmer, das\nnimmt der Herr Doktor mit. Ebenso das\nOperationszimmer. Die Miete kostet nur\nhundertfünfzig Mark.\"\n„Das ist nicht teuer. Welcher Abstand wird\nverlangt?\"\n„Unser Herr Doktor verlangt keinen Ab-\nstand. Sie müssen nur die beiden Zimmer\nfür zweiundzwanzigtausend Mark über-\nnehmen.\"\n„Wieso kommt der Herr Doktor auf diese\nSumme?\"\n„Herr Doktor haben sich es ganz genau\nausgerechnet. Er braucht diese Summe.\"\n„Aber die Sachen haben selbst mit dem\nSchwan höchstens einen Wert von zwei-\ntausend Mark.\"\n„Das haben die anderen Reflektanten auch\ngesagt, aber der Herr Doktor meinen, man\nspare den Umzug; neue Möbel sind viel\nteuerer. Und dann müsse man bedenken,\ndaß man eine komplette Einrichtung mit\nkünstlerischem Geschmack übernimmt. Das\nhaben die anderen Reflektanten auch zu-\ngegeben.\"\n„Und was haben sie bezahlt?\"\n„Das wollen sie sich noch überlegen.\"\n„Die gnädige Frau ist im Irrenhaus, sagten\nSie. Aber der Herr Doktor ist doch ganz\ngesund?\"\n„Der lebt jetzt seinen guten Tag.\"\n„Grüften Sie ihn schön \"\n„Der Herr Doktor haben gesagt, wenn ein\nReflektant schon Möbel hat, würde er das\nEßzimmer mitnehmen. Dann kostet aber\nder Salon fünfzehntausend Mark.\"\n„Essen Sie hier oft Rotkohl?\"\n„Ich nicht. Aber die Herrschaft muß sparen.\"\nDie Oleanderbäume zucken zusammen. Die\nSchoner ducken sich unter hastigen Tritten,\ndie Renaissancetür knarrt verdrießlich und\ndie Augen der Küchenschürze blicken miß-\ntrauisch hinter den davonjagenden Fremden\nher."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-04-01-c019", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-04_01#c019", "volume": "bmtnabg_1928-04_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.2.10", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.2", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 720, "texte": "Dr. Walther Rothschild / Berlin-Grunewald\nEUROPAISCHE GESPRACHE\nMonatshefte fiir auswartige Politik\nHerausgegeben von Dr. A. MENDELSSOHN BARTHOLDY\no. Professor an der Univereilat Hamburg\nHalbjahrlich M. 12.—\nIn halt des Marz-Heftes:\nDokumente:\nAufcatze:\nGesprach iiber den Briand-Kellog-Pakt.\nEntstehung des Tschechoslovakischen Staates\nnach Benesch's Memoiren. Von Leopold\nSilberstein.\nZum Aufsatz: „Wo stehen wir?\" Von A. Hey-\nking.\nDer franzosisch-amerikanische Schiedsvertrag vom\n6. Februar 1928.\nDas deutsche Memorandum fiir die Tagung des\nSicherheitskomitees in Prag (26. Januar bis\n1. 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VonN.OGNJEW\n272 Seit., auf Alfa-Papier, brosch. Mk. 3.50, Ballonl. Mk. 5.~~\nEin Buch über die junge Generation des neuenßußland\n■Iv ' >;< ® p . 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in jedem Monafs-\nheft eine Fiille von Anregungen und Vor-\nbildern, sowie textliche Rafsdil&ge.\nj \" \\ 4 • MBM\n. \"Hi • & •':\n-^rV-V.\n• oix \"\n' I\n.. ••'\nBestellen Sie das Januar-Heft 1928 mif 65\nAbbildungen fur RM. 3.— / Zeitgem&6e\nWohnrfiume aus DEUTSCHLAND / OESTER-\nREICH / ENGLAND und AMERIKA\nVierfelj&hrlicher Bezugspreis RM. 6.—\nSie werden erfreuf und flberrascht sein\nReichillustrieier Prospekt gratis\nVerlagsanstalt\nALEXANDER KOCH G.m.b.H., DarmstadtW2B\n•sO > \"i; ; -./§ ■"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-04-01-c028", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-04_01#c028", "volume": "bmtnabg_1928-04_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[184]", "page_fin": "[184]", "image_debut": 4, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.2.19", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "[184]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.4", "debut_caractere": 1661, "fin_caractere_exclue": 2710, "texte": "BUCH FUR iwmiiim\nMEMOiRENFREUNDE\nAus den Papieren Jacob v. StShlins\nEin biographiscber Beitrag zur deutscb-russischen\nKulturgeschichte des 18. Jabrhunderts von Univer-\nsitatsprofessor Dr. KARL STAHLIN, Gr. B°, XVI\nund 458 Seiten mit 199 Abbildungen auf Kunst-\ndruckpapier. In GaDzleinen M. 28.—. Einbandent-\nwurf von Professor M. Dubushinskij.\nMit diesem monumentalen Werk gibt „der ausgezeichnete Ber-\nliner Historiker\" (Berliner Tageblatt) ein glanzendes Kultur-\ngegchichtsbild Russlands aus der Zeit von Peter des Grossen Tode bis\nin die Regierung der Grossen Katharina.\n~Ein Gesamtbild, wie man ee bisher nicbt besser besass und an dem\nnicht nur der Kenner, sondern jeder literarisch irgendwie fiir russische\nund deutsch-russiache Kultur Intreesierte nicbt wird voriibergehen\nkonnen,\" Dresdner Nachrichten\nganxe Stoffgebiet wie die Kunst dieser Jahrzehnte sind in\neinem deutschen Buche noch kaum geschildert worden.\"\nMax Osborn in der Vossischen Zeitung\nA u sfiihrl i c h e r Prospekt unbe rechnet\nOST-EUROPA-VERLAG\nBERLIN W35 / KONIGSBERG (PR.)"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-04-01-c029", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-04_01#c029", "volume": "bmtnabg_1928-04_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "201", "page_fin": "201", "image_debut": 21, "image_fin": 21, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; 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Goll, Gropius, Grosz, Heartfield, Herzfelde, Honzl, Chochol, Jang,\nKaseak, Kieeler, Kiech, Krejcar, Lu Marten, W. Mebring, Micic,\nMoholy-Nagy, Nezval, Obrtel, Oud, Picabia, G- Pobl, Poliansky, Pone,\nMies Tan der Robe, Seifert, Schurer, Scbvrittere, Simat Teige, Tzar a.,\nV&clavek, Weisekopi, Westheim, Wiesner, Walden und Tiele andere.\n240 bis 272 Seiten. Format 23X31 cm, davon 40 Seiteii\nIllustrationen, Musikbeilagen / Redaktion der Front\nDr. B. Vaclavek / Briinn 15-Schimitz / Vasekgasee 11\nTschechoslowakei / Text der Beitrage tschechisch,\ndeutsch und franzosisch mit deutschen und fran-\nzosischen Resumees\nPreis 16 Mk. / In der Sturm-Buchhandlung vorratig\n\\FRONT\\"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-04-01-c035", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-04_01#c035", "volume": "bmtnabg_1928-04_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "202", "page_fin": "202", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.2.26", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "202", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.22", "debut_caractere": 2139, "fin_caractere_exclue": 2662, "texte": "z\n<\nmi\n;, ■ '112: '<■ 1\n; ' . .. ■ :\n112\" ,' '> v<• ~:, - •J '* * • 1 *\n. 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Marzillier & Co., Berlin W\nGrunewaldstraße 14-15\nHofspediteur S. M. des Konigs von Spanien\nGegriindet 1854 Gegriindet 1854\nSpedition u. Mobeltransporte, Verpackung u. Lagerung\nvon Gemalden u. Kunstgegenstanden jed. Art, Lieferung\nund Emptang nach und von alien KungtaussteMungen\ndes In- u. Auslandes. 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Ihre\ndokumentarisdien Siudien und akiuellen Chroniken bieten\nein vollstandiges Bild der Aktivitat der Kunste auf der\nganzen Erde\nFrankreich ISO francs B ■\nAusland 200 francs\nMan abonniert in alien Buchhandlungen und direkt beim Verlag\nLa Renaissance deL'ArtFrangais /10-11 RueRoyale / Paris"}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.1", "texte": "»Ram Bm & uy «ÜB Ml Bm■ nA MB HBMBk ms nS&X\nBöhm ibjwu m hd av Jg HB wqa g w HB\nHERAUSGEBER: HERWARTH WAUDEN\nMONATSSCHRIFT\nDie führende Zeitschrift der neuen Kunst\nBerlin / April 1928\n19. Jahrgang / 1. Heft\n\nVictor Servranckx / Gemälde 9 - 1922"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.2", "texte": "Dr. Walther Rothschild / Berlin-Grunewald\nEUROPAISCHE GESPRACHE\nMonatshefte fiir auswartige Politik\nHerausgegeben von Dr. A. MENDELSSOHN BARTHOLDY\no. Professor an der Univereilat Hamburg\nHalbjahrlich M. 12.—\nIn halt des Marz-Heftes:\nDokumente:\nAufcatze:\nGesprach iiber den Briand-Kellog-Pakt.\nEntstehung des Tschechoslovakischen Staates\nnach Benesch's Memoiren. Von Leopold\nSilberstein.\nZum Aufsatz: „Wo stehen wir?\" Von A. Hey-\nking.\nDer franzosisch-amerikanische Schiedsvertrag vom\n6. Februar 1928.\nDas deutsche Memorandum fiir die Tagung des\nSicherheitskomitees in Prag (26. Januar bis\n1. Februar\nDie Deutschen Anregungen fiir die Verhandlungen\ndes Sicherheitskomitees in Genf.\nV\nBibliographic zur auswartigen Politik\n\nDeutsch-Franzosische Rundschau\nOrgan der Deutsch-Franzosischen Gesellschaft\nherausgegeben von\nCtto Grautoff, Heinrich Eduard Jacob, Rudolf Meerwarth, Fritz Norden\nEdgar und Maurice Boucher, Edmond Jaloux, Henry Lichtenberger\nMonatlich ein Heft von 5 bis 6 Bogen Grossoktav / Halbjahrlich 10.— M., Einzelheft 2.— M.\nAus dem Inhalt des Marz-Heftes:\nFranz Blei Herz und Kiiche\nAlfred Richard Meyer Deutschland-Frankreich als\ngastronomisches Problem\nDeutsches u. franzosisches\nTheater\nDas Erlebnis Prousts\nEdouard Manet\nBildende Kunst\nRene Lauret\nSiegfried Freiberg\nEmil Waldmann\nOtto Grautoff\nEdgar Stern - Rubarth Der Stand der deutsch^\nfranzosischen Kartelle\nDie Wahlaussichten der\nfranzosischen Sozialisten\nDie franzosische Wirtschaft\nim Dezember 1927 bis\nJanuar 1928\nSport in Frankreich\nRene Crevel\nVictor Schiff\nAlexander Gutfeld\nMarcel Berger\nOtto Grautoff\n\nDIE JUSTIZ\nZeitschrift fiir Erneuerung des deutschen Rechtswesens\nIn Verbindung mit\nWolfgang Mittermaier, Giefien / Gustav Radbruch, Heidelberg / Hugo Sinzheimer, Frankfurt a. M«\nHerausgegeben von Wilhelm Kroner, Berlin\nJahrlich 6 Hefle Gross-8° / Abonnement halbjahrlich 8 M.,\nfiir Studierende und Referendare 6 M., Einzelheft 3 M.\nAus dem Inhalt des Februar-Heftes:\nWirtschaftsrecllt. Von Rechtsanwalt Dr. Heinrich Kronstein-Mannheim. / „Bankerott der Straf*\njustiz ?<4 Von Ministerialrat Dr. Rosenfeld, M. d. L., Berlin. / Das Todesurteil Jacubowski. Von\nRechtsanwalt Dr. Arthur Brandt-Berlin. / Die Hinrichtung Bottcher. Von Rechtsanwalt Dr. Sidney\nMendel-Berlin. / Hochverratspraxis des Reichsgerichts. Von Rechtsanwalt Obornicker-Berlin.\nStrafrechtsscholastik und neues Strafgesetzbuch. Von Rechtsanwalt Ernst Fuchs-Karlsruhe.\nDie Ausgleichsquittung. Von Rechtsanwalt Dr. Ludwig Bendix-Berlin. / Die Sondergerichts-\neigenschaft der Arbeitsgerichte. 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Uebernahme einzelner Werke\nund ganzer Sammlungen der bildenden Kunst\nund des Kunstgewerbes für Versteigerungen.\nKostenlose Schätzungen\nFachwissenschaftliche Beratung bei Veräußerung\nvon Kunstwerken. — Angebote und Anfragen\nstets erwünscht. Erste Referenzen.\n400 qm Ausstellungsraums. Lest.:\nSWWKH^Mi^^MfinW^WißiKunsthiEtor* \"r* Me'muth\n\nFriedrlcMr. 180 / Ecke Tanlienstr.\n\nKunstgewerbe~ und Hand*\nwerkerschule, Berlin\nAndreasstrafje 1/2.\nTajei* und Abendfadiklassen mft\nWerkitSlten und Erg&nzungsunierricht\nf(lr Archiiektur u. Raumkunst, Plasiik, Kera-\nmik, Kunstschmlede, Metalltreiben, farbige\nRaum- und Flfichenkunst, Graphik und such-\ngewerbe, Kleinkunst und Schmuckgewerbe.\nMode und Muster / Vorberefiangsklasse"}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "[184]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.4", "texte": "\\.V.. ks&V., <$ &#'V\nmit seinen Grausamkeiten,\nseinem Heldentum des russi-\nschen Arbeiter- und Bauernheeres ifthrt die NOVELLE\nDER EINUNOVIERZIGSTE\nVON lIOIt 1S LAWRENJEW\nMit Illustrationen aus dem\ngleichnamigen Film. 96 S.\nauf best em Alfa-Papier\nroschiert\n1.80 Mk,\nGanzL3.-M\n. 7!\ni\nDES SCHULERS\nOAS,IAGEBUCH KOmA RJABZEW\nAuf zeichnungen einesFiinf zehnjahrigen. VonN.OGNJEW\n272 Seit., auf Alfa-Papier, brosch. Mk. 3.50, Ballonl. Mk. 5.~~\nEin Buch über die junge Generation des neuenßußland\n■Iv ' >;< ® p . Hifv,'> Iss |\" -<v\nVERLAG DER JUGENDINTERNATIONALE\nBERLIN 017 - LANGESTR. 56\n\nVERLAG PER STURM I BERLIN W 9\nn Mgsaim«»^^iM.wlliiitlM in jmwj—npw^m\nVORZUGS-ANGEBOT\nHerwarth Walden:\nEinblick in Kunst\nDie heste Einfiihrung in den\nExpressionismus und Kubismus\n70 Abbildungen, 4 farbige Kunstbeilagen\nstatt RM. 6,50\nRM. 2,50\n\nSturm-Laden\nBuch / Kunst / Keramik\nletzt\nSchluter Strasse 54\nEcke Niebuhrslrafee / 8.-Charloitenburg\n\nMochien Sie\nschoner, behaglidier\nwohnen ?\nLassen Sie sich von\nAlexander Koch's „Innen-Dekorafion\" beraten!\n'fry.\n:'v\n%g * •;£.\n■ t'■£'\n•V <; y»rtf ,j\nUnsere „INNEN - DEKOR ATI ON\", Reich-\nilksirSerte Monaishefle fur kumilerische\nHelmgesialiung bring! in jedem Monafs-\nheft eine Fiille von Anregungen und Vor-\nbildern, sowie textliche Rafsdil&ge.\nj \" \\ 4 • MBM\n. \"Hi • & •':\n-^rV-V.\n• oix \"\n' I\n.. ••'\nBestellen Sie das Januar-Heft 1928 mif 65\nAbbildungen fur RM. 3.— / Zeitgem&6e\nWohnrfiume aus DEUTSCHLAND / OESTER-\nREICH / ENGLAND und AMERIKA\nVierfelj&hrlicher Bezugspreis RM. 6.—\nSie werden erfreuf und flberrascht sein\nReichillustrieier Prospekt gratis\nVerlagsanstalt\nALEXANDER KOCH G.m.b.H., DarmstadtW2B\n•sO > \"i; ; -./§ ■\n\nBUCH FUR iwmiiim\nMEMOiRENFREUNDE\nAus den Papieren Jacob v. StShlins\nEin biographiscber Beitrag zur deutscb-russischen\nKulturgeschichte des 18. Jabrhunderts von Univer-\nsitatsprofessor Dr. KARL STAHLIN, Gr. B°, XVI\nund 458 Seiten mit 199 Abbildungen auf Kunst-\ndruckpapier. In GaDzleinen M. 28.—. Einbandent-\nwurf von Professor M. Dubushinskij.\nMit diesem monumentalen Werk gibt „der ausgezeichnete Ber-\nliner Historiker\" (Berliner Tageblatt) ein glanzendes Kultur-\ngegchichtsbild Russlands aus der Zeit von Peter des Grossen Tode bis\nin die Regierung der Grossen Katharina.\n~Ein Gesamtbild, wie man ee bisher nicbt besser besass und an dem\nnicht nur der Kenner, sondern jeder literarisch irgendwie fiir russische\nund deutsch-russiache Kultur Intreesierte nicbt wird voriibergehen\nkonnen,\" Dresdner Nachrichten\nganxe Stoffgebiet wie die Kunst dieser Jahrzehnte sind in\neinem deutschen Buche noch kaum geschildert worden.\"\nMax Osborn in der Vossischen Zeitung\nA u sfiihrl i c h e r Prospekt unbe rechnet\nOST-EUROPA-VERLAG\nBERLIN W35 / KONIGSBERG (PR.)"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "185", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.5", "texte": "Mieczyslaw Szczuka\n(Mietschislaw Schtscuka)\nDer 13. August 1927 ist ein schwarzer Tag\nin den Annalen der Neuen Kunst und ganz\nbesonders der Neuen Kunst in Polen. An\ndiesem Tag verunglückte in der Tatra\nMieczystaw Szczuka, der Führer der\npolnischen Moderne. Szczuka war 29 Jahre\nalt, als ihn der Tod erreichte (geb. 1898),\naber sein kurzes Leben war voll Kampf:\nKampf des erfinderischen Geästes und des\nMutes, der geführt wurde im Namen neuer\nFormen und neuer Inhalte in der Kunst, und\nim Namen einer neuen Kultur.\nSzczukas erstes Wirken ist die Überwindung\ndes Akademismus und des bürgerlichen\nOpportunismus, der die polnische Kunst all-\nmächtig beherrschte. Als sich Szczuka vom\nnaturalistischen Realismus freigemacht hatte,\ndem er übrigens mit seiner verblüffend\nmeisterhaften Zeichnung, seiner ungewöhn-\nlichen systematischen Auffassung des Objektes\nund der Kraft seines Ausdrucks glänzend\ndiente, ging er zu Experimenten an der\nForm über, und zu den Problemen der\nmalerischen Faktur, die niemand in Polen so\ngründlich analysierte wie er. Erfüllt von\nder Sehnsucht nach Erkenntnis und Erobe-\nrung neuer Werte, machte er selbständig\nalle Entwicklungsstufen der modernen Kunst\nmit. Man muß bedenken, durch wie lange\nJahre Polen vollständig isoliert war, da\nweder ausländische Zeitschriften nach Polen\ndrangen, noch sonst von irgend einem Kon-\ntakt mit dem Ausland die Rede sein konnte.\nDie glänzenden Resultate seiner eifrigen\nForschungen traten in den Arbeiten zutage,\ndie er in den Jahren 1920 und 1921 in\nWarschau ausstellte. Damals zeigten sich\nzum ersten Mal in Polen Bilder expressio-\nnistischen und dadaistischen Charakters (1920)\nund die Arbeiten des Suprematismus, und\nKubismus (1921). Gleichzeitig entstand eine\nganze Reihe Plastiken in Materialen wie\nZement, Blech, Eisen, Glas, Holz, Gips usw.\n(1921).\nIm Jahre 1923 wurden die Arbeiten Szczukas\nvom „Sturm\" in Berlin ausgestellt. Unter\nihnen sind, außer Arbeiten von streng ab-\nstraktem Charakter, Grabmalprojekte (für\nZamenhof, Liebknecht, Dostojewski), Bühnen-\nprojekte, Arbeiten aus dem Gebiete des\nabstrakten Films, ferner außerordentlich\ninteressante und originell gedachte Bücher-\nentwürfe, in denen der Text mit plastischen\nZeichen kombiniert ist. Gleichzeitig stellt er\ndie ersten architektonischen Projekte aus.\nSzczuka war bestrebt neue lebendige Formen\nin der Plastik zu schaffen, die so genau als\nmöglich den Tendenzen und Forderungen\ndes modernen Lebens entsprechen. Bewußt,\ndaß eine Revolution in der Kunst Hand in\nHand mit dem Kampf um eine neue Gesell-\nschaftsordnung, mit dem revolutionären\nKampf des Proletariates gehen muß. Deshalb\nwurde Szczuka zum Mitarbeiter der kulturellen\nOrganisationen des polnischen Proletariates,\ndie unter legalen oder illegalen Bedingungen\nschwere Kämpfe ausfochten. Er verband\ndie Arbeit an der Erneuerung der Kunst mit\nder Arbeit an der Grundlegung einer neuen\nproletarischen Kultur. Er nahm teil an der\nHerausgabe von Arbeiterbücher und führte\nneue Methoden der Agitation ein, indem er\ndurch plastische Werte und neue graphischen\nSysteme zu wirken suchte. Plakate (das\nausgezeichnete Amnestie - Plakat 1926), Mit-\narbeit an den Arbeitertheatern.\nIm März 1924 gründete Szczuka gemeinsam\nmit der ihm am nächsten stehenden Arbeits-"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "186", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.6", "texte": "Gefährtin T. Zarnower die Zeitschrift „Blök\",\ndie der kämpfenden Neuen Kunst gewidmet\nwar und jene jungen Künstler um sich\nscharte, die sich schon seit der ersten Aus-\nstellung im Jahre 1920 unter dem Banner\nSzczukas zusammengefunden hatten. Der\n„Blok\", der von Anfang an seine inter-\nnationale Haltung betonte, spielte als einzige\nZeitschrift dieser Art in Polen eine außer-\nordentlich große Rolle. Im „Blok\" zeigte sich\nschon der Umschwung in der Tätigkeit\nSzczukas. Die Periode leidenschaftlichen\nSuchens und der kritischen Analyse war\nvorüber. Im „Blok\" begann Szczuka eine\nbreit angelegte Tätigkeit, indem er das\nSchöne in der utilitaren Kunst propagierte,\neiner Kunst, die ein neues Leben baut. Hier\ngab er neben seinen früheren abstrakten\nLaboratoriumsarbeiten Photomontagen und\ntheoretische Artikel heraus, die die Losung\nvom utilitaren Konstruktivismus verkündeten\n(er und Fr. T. Zarnower waren die einzigen\nVertreter dieser Richtung), und verbreitete\ngleichzeitig neue Methoden des Druckes. Das\nHauptgewicht legte er jedoch auf die Propa-\nganda einer neuen Baukunst.\nIn kurzer Zeit hatte er sich die Geheimnisse\nder architektonischen Wissenschaft angeeignet\nund schuf nun monumentale Stadt- und\nSiedlungsprojekte, und propagierte große\nKollektivhäuser mit Gartenterrassen im Innern\nund maximalem Luftzutritt. In den letzten\nJahren beschäftigte sich der leidenschaftliche\nKünstler ausschließlich mit Architektur. Seine\nArbeiten waren von ungeheurem Einfluß\nauf die ganze junge Generation der pol-\nnischen Architekten.\nSzczukas Kompromißlosigkeit schreckte alle\nHalben ab. Gegen Ende des Jahres 1925\nerfolgte im „Blok\" eine Spaltung zwischen\ndenen, die bisher zu Szczukas gehalten hatten,\nwas ihm jedoch nur mehr Freiheit in der\nkonsequenten Durchführung seiner Grund-\nsätze gab.\nIm März 1926 organisierte er, ohne auf die\nsich auftürmenden Hindernisse zu achten,\ndie Erste Internationale Ausstellung Neuer\nArchitektur in Warschau. 1927 nahm er an\nder Ausstellung der Neuen Architektur in\nMoskau teil. Im selben Jahre begann er mit\nder Herausgabe der Zeitschrift „Dzwignia\",\nin der er Literaten und Künstler zur ge-\nmeinsamen Arbeit auf dem Gebiete der\nproletarischen Kultur sammelte. Er organi-\nsierte ferner die Gesellschaft für Arbeiter-\nkultur, die sich als Aufgabe die Hebung des\nkulturell-künstlerischen Niveaus und Schaffung\netnes richtigen Sport-Niveaus für die breite\nMasse der Arbeiter gestellt hatte. Leider\n/\nwurde diese Gesellschaft von der Regierung\nnicht legalisiert. Szczukas letzte Arbeit war\nein Artikel in Nr. 4 der „Dzwignia\" unter\ndem Titel „Kunst und Wirklichkeit\", in dem\ner sich mit der sozialen Stellung des Künstlers\nund mit dem Verhältnis der heutigen Kunst\nzu den Arbeitermassen beschäftigt. Szczuka\nwar ein ausgezeichneter Sportsmann, er ge-\nhörte zu den besten Alpinisten Polens; er\nverunglückte in den Bergen durch die Un-\nvorsichtigkeit eines Ausflugteilnehmers.\nSein Tod bedeutet einen ungeheuren Verlust.\nDie neue Kunst Polens hat ihren größten\nVertreter verloren. Einen Vertreter, dessen\njunge Energie mit elementarer Kraft die\nanderen hinzureißen verstand, dessen\nSchöpfermut neue Wege bahnte und dessen\nklarer und selbstloser Idealismus die Atmo-\nsphäre eine kraftvollen Kompromißlosigkeit\num sich schuf."}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "187", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.7", "texte": "Ein architektonisches\nProjekt\n\nDas Projekt enthält Wohnungs-Quarliere in\nder Nähe des Zentral-Gürtels. Bearbeitet\nvon M. Szczuka unter Mitwirkung von\nB. Targorski (1926-27)\nDas Wohnungs-Quartier enthäli: 4 Quadrate\nvon Kreuz-Bauten (45° zur Strafcenachse)\nund 2 Plantagen-Gürtel (parallel zur Strafjen-\nachse). Die Plantagen (ca. 12000 m Fläche),\ndurch Slrafcenrahmen begrenzt, kreuzen sich\nmit zwei anderen Gürteln senkrecht und\nbilden zusammen in der Mitte des Quartiers\neinen runden Platz mit Bahnhof der unter-\nirdischen Bahn. Auf diesen zwei Gürteln\nbefinden sich 2 Schulen mit Spielplätzen\nund 2 sechsstöckige mechanische Garagen\nfür 200 Autos mit Werkstätten.\nDie Kreuzbauten, enthaltend 4 Typen von\nWohnungen mit Terrassen, werden von je\nzwei Gassen (17 m Breite) schräg in der\nRichtung zur Mitte des Quartiers durch-\nschnitten. Auf jeder Gasse auf dem Fahr-\nwege stehen Parterregaragen mit zweiseitigen\nEin- und Ausfahrtöffnungen. Vier Aufzüge\n(in jedem Garagegürtel) dienen zur Ueber-\nführung der Autos in die unterirdischen\nGaragen mit Werkstätten und unterirdischen\nFahrwegen. Auf den Garagedächern: Grün-\ngärten. In den Kellern: Zentralheizung,\nWaschanstalten, Magazine usw.\nZwischen den Garagegassen ziehen sich die\n«\nWohnungsbauten, 10 Stock Höhe, mit ein-\ntypigen Wohnungen. An drei Punkten\ntreffen diesen Gürtel die Querbauten\n(10 Stock Höhe), in denen auf der Höhe\ndes dritten Stockes sich die leeren Partieen\nfür Durchfahrt befinden. Diese Bauten ent=\nhallen zwei Typen von Wohnungen (C-Flügel).\nUeber den Gassen die Querbauten der\nC-Flügel (2—3 Stock Höhe) mit Speise-\nräumen, Klubräumen, Vorschulen, Verwal-\ntungsräumen, Sportklubs, Büros.\nAm Platze der Kreuzung bilden die Bauten\nTürme (A—A) von 12 Stock Höhe für Kauf-\nläden (2 und 3 Stock hoch) Gesamtküchen,\nSäle und Wohnungen von 2 Typen (1. Typ\n— im Mittelteil des Turmes auf 6 höheren\nStocken -). 27 Treppenhäuser und 27 Auf-\nzüge in jedem Quadrat sorgen für bequemen\nVerkehr.\nIm Quartier befinden sich insgesamt: 1336\nWohnungen (für mindestens 6000 Ein-\nwohner); Garagen für 1070 Autos mit\nWerkstätten; 2 Schulen, 4 Vorschulen; vier\nRäume für Sport, Klub, Verwaltung und\nGastwirtschaft; 4 bis 8 Handelsräume und\nBüros, Magazine; 12 Kaufläden; 12Strafeen;\n(7 bis 9 m breit), „Melro\"-Platz und -Hof;\n14 Sport- und Spielplätze (etwa 42000 qm);\nPlantagen, Gärten. Wohnungen: 2-5 m hoch.\nDie Architektur des Innern\nDas Beobachten des Mafees — des Gleich-\ngewichts in den Bedingungen: \\. die Be-\nstimmung, 2. die Bequemlichkeit, 3. die\n*\nHygiene, 4. die Annehmlichkeit (ästhetischer\nSinn) - ergibt das ökonomische Ganze.\nJeden Augenblick können die Zimmer um-\ngestaltet werden. Es waren: 2 Schlaf- und\n1 Speisezimmer — gleich wird daraus ein\nSaal für Empfänge sein. Wir schieben die\nWände: Betten, Schränke und Tische ver-\nschwinden in den Wänden oder gehen aus\nihnen heraus.\nIn den Wänden möglichst große Flächen\naus Glas; sie können durch verschiebbare\nWände verkleinert werden."}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "188", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.8", "texte": "Das Innere ist ein Konstruktionssystem, das\ndie Verwandlungen ermöglicht. Ein System\nder Horizontalen und Vertikalen oder ein\nSystem der Kurven ergibt immer in der\nSumme ein angenehmes Ganzes (ästheti-\nsches Ganzes).\nGrofee Flächen von Fenstern, durch die das\nTageslicht einfällt, erlauben und fordern\nFarbe. Plafond, Wände, Möbel, Boden\nsind farbig.\nDie Farbe ist Lebensfreude. Farbe ein or-\nganischer Bestandteil jeder Sache.\n\nM. Szczuka\n(1924)\n\nM. Szczuka / Ein architektonisches Projekt"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "189", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.9", "texte": "M. Szczuka / Ein architektonisches Projekt"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "190", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.10", "texte": "M. Szczuka / Wohnungsquartier / Fragment"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "191", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.11", "texte": "M. Szczuka / Die Architektur des Innern"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "192", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.12", "texte": "M. Szczuka / Fotomontage 1924"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "193", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.13", "texte": "M. Szczuka / Fotomontage Kemal Pascha (1924)"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "194", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.14", "texte": "Blume\nblühe\nHerbert Mündel\n\nBlume\nblühe\nwachse\naus der Erde\nlichtentgegen\nsonnen wäris\nblühe bunt\nentfaltend.\nErde Vater Blume\nBuntheit werde\nFarbe kreise\nKräfte aus der Sonne Erde\nwachse\nwerde\nBlume bunt.\nBunie Blume\nneige\nSchöne\nscheine\nHimmelsauge dargetan\nFreude\nLeichtheit\nZittern\nleise Luft\nheiße Wärme\nBlume bunte.\nBlühe Blume\nbunte\nBlume\nSchöne\naus der Erde\nMutferschofe\nin den Himmel\nSonnenauge\nscheine Dir\nhauche lächelnd Bunte.\nSehnen Sonne\nDehnen\nDuft\nSonnen-Erden-Duft der Luft\nStreckan aus Kraft\nWachsen\nzur Erfüllung\nbunie schöne Sonnen Blume\ny %■ '■ '\nwerde.\nBunte schöne Blume\nwerde\nFrucht.\nReife Erde Vater Sonne\nbunte Blume.\nBunter Blume\nReife Frucht\nErfüllung\nSonnengabe.\nNeu entstehe\nSchöne\nReine\nbunte Sonnen Blume\nWerde\nBlume\nW\nblühe."}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "195", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.15", "texte": "Brüder Luckhardt und Anker\nBürohaus am Potsdamer Platz zu Berlin"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "196", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.16", "texte": "Anregungen zur Erlangung einer Systemschrift\nKurt Schwitters\n\nEigentlich ist eine Systemschrift nur ein Teil-\nproblem innerhalb eines großen Komplexes,\nder unter anderem Systemsprache und\nsystematisches Denken umfaßt. Aber das\nsind Aussichten in eine weit entfernt liegende\nZukunft, und bevor es wirklich fertig vor\nuns steht, kann kein Mensch sagen, ob es\neine Utopie ist oder nicht. Die System-\nschrift aber ist keine Utopie, und ich möchte\neine Anregung geben, wie man sie er-\nlangen kann, und wie sie ungefähr aus-\nsehen könnte.\nZunächst möchte ich den Einwand ent-\nkräften, daß wir solange ohne Systemschrift\nauskommen konnten, weshalb brauchen wir\njetzt eine. Ich möchte demgegenüber sogar\nsagen, wir hätten sie schon einige Jahrzehnte\nnötig gehabt, und vielleicht sogar schon\neinige Jahrhunderte. Bestimmt ist aber in\neiner Zeit, die sich gezwungen sieht, alles\nzu normalisieren und in ein System zu\nbringen, die von dem System allgemein eine\ngrößere Präzision und Bewußtheit in der\nLebensführung erwartet und erreicht, eine\nSchrift, die nur ornamental gestaltet ist, ein\nRest aus dem Mittelalter, der organisch nicht\nmehr in die Zeit paßt. Es ist fast unerklär-\nlich, daß dieselben Menschen, die heute schon\nnicht mehr in der elegantesten Pferdedroschke\nfahren mögen, eine Schrift benutzen, die\naus dem Mittelalter oder dem Altertum\nstammt.\nDenn unsere heutigen Schriften sind durch-\nweg von der römischen Antiqua oder der\ngothischen Fraktur abgeleitet, oder von\nbeiden. Sie sind wesentlich historisch, statt\nwesentlich systematisch zu sein. Alle Ver-\nsuche, zu neuer Schrift zu gelangen, be-\nschränken sich darauf: 1. die übernommenen\nBuchstaben durch schöne Verzierungen zu\nverzieren, 2. durch Vereinfachung und Fort-\nlassen alles Entbehrlichen zu der wesent-\nlichen Form des Buchstaben zu gelangen,\nalso die geschichtlich gewordene Quer-\nsumme zu ziehen, 3. durch Abwägen der\nVerhältnisse zu einer neuen, eleganten oder\nlebendigen Form zu gelangen. Je nach Ver-\nanlagung des Gestalters wurde mehr das\neine oder andere Ziel oder mehrere Ziele\nerreicht. Wir haben eine Fülle von Schriften,\naber alle sind historisch, keine ist syste-\nmatisch. Wer aber würde heute den Ehrgeiz\nhaben, ein Auto in seiner äußeren Form\nvon der Form einer Droschke oder gar\neiner Sänfte direkt abzuleiten?\nUm nun zu einer systematischen Gestaltung\nzu gelangen, muß man zuerst untersuchen,\nwas Schrift ist. Schrift ist das nieder-\ngeschriebene Bild der Sprache, das Bild\neines Klanges. Sie sehen, daß uns hier die\nUntersuchung weiterführt zur Untersuchung\nder Sprache, aber es ist nicht unbedingt\nerforderlich, wenn man die Aufgabe sich so\nstellt, daß man nur das systematisch voll-\nendete Mittel zu erlangen sucht, um bestehende\nSprachen bildhaft auszudrücken. Wie auch\nimmer die zu vermittelnde, zu übersetzende\nSprache ist, die Schrift muß optophonetisch\nsein, wenu sie systematisch gestaltet sein will.\nSystemschrift verlangt, daß das ganze Bild\nder Schrift dem ganzen Klang der Sprache\nentspricht, und nicht, daß hier und da ein-\nmal ein Buchstabe mehr oder weniger dem\ndurch ihn dargestellten Laut entspricht, wenn\ner einzeln aus dem Klang herausgenommen\nwerden würde."}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "197", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.17", "texte": "Victor Servranckx / Gemälde 15 — 1924\n\nVictor Servranckx / Gemälde 42 - 1920"}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "198", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.18", "texte": "Lustfahrt nach Steglitz\nHerwarth Walen\nFür den Ausländer und den Inländer\nbesteht Berlin aus der Friedrichstadt und\nCharlottenburg. Der eigentliche Berliner hat\nnoch den Begriff von westlichen Vororten,\ndurch die er manchmal mit der Eisenbahn\nfährt, um nach dem sagenhaften Potsdam\nzu kommen. Da erhalle ich plötzlich eine\nEinladung nach Steglitz. Ein Kinopalast ist\neröffnet, der nicht weniger als Titania heißt.\nDie Filmindustrie schwärmt für Tradition.\nCapitol, Gloria, Alhambra, Primus sind\nwürdevolle Namen. Die dunkle Vergangen-\nheit des „Phoebus\" hat man lebhaft an die\nSonne gezogen. Und „Titania\" wohnt in\nSteglitz. Der Autobus torkelt durch die\nPotsdamer Straße, alle zwei Minuten durch\neine rote Ampel freundlich begrübt. Was\nihn veranlaßt nach zwei Minuten Fahrt zwei\nMinuten in stummer Huldigung zu verharren.\nAls Sehenswürdigkeit wenigstens gibt es noch\nimmer das Kammergericht. Unmittelbar da-\nhinter befindet man sich in einer kleinen\nResidenz. Die Straßenbahnen weichen Bäumen\naus, die sich unschuldig im Asphalt spiegeln.\nAuf beiden Seiten zwischen griechischen\nTempeln, Beamtenniederlassungen des Ver-\nkehrswesens, niedliche Dorfhütten, die im\nInteresse zukünftiger Bauspekulationen und\nkünstlicher Erhaltung der Wohnungsnot kon-\nserviert werden. Schöneberg. Bahnüber-\nführung. Freies Gelände. Garagen. Sied-\nlungen. Eine endlose Chaussee mit Bäumen\ndezent an der Seite. Friedenau. Endlich ein\nhoher kubistischer Lichtlurm auf gothisie-\nrendem Unterbau. Der Titaniapalast. Die\nPressevorstellung muß ohne Presse stattfinden,\nda die Karten leidergottseidank ausverkauft\nsind. Den Herren wird anheimgestellt morgen\nwieder zu kommen. Eine Methode zur Er-\nhebung des Fremdenverkehrs in Steglitz.\nWenn Titania sich sperrt, winkt gegenüber\nGambrinus aus einem Bierpalast. Er trägt\ndie bayerischen Landesfarben um seinen\nBauch. Sein Edelgetränk heißt Animator.\nSelbstverständlich mit Tannenreis Die Herren\nsind bereits ziemlich animiert. Sie wandern\nverdächtig viel durch das Lokal. Alle tragen\nkeine Haare oder markieren das Fehlen der\nHaare durch Friseurkünste. Millimeter -\nmaschine. Kennzeichen des gehobenen\ndeutschen Mittelstandes im Ausland. Eine\nBerliner Kapelle in Bayerntracht spielt den\nHohenfriedberger mit Saxofon und Jazz. Um\nallen Wünschen gerecht zu werden. Aus dem\ngleichen Grund trägt das Mädchen mit\nFreiburger Brezeln aus Unterfranken den\nBubikopf und Dirndlschürze. Die Inter-\nnationale von Steglitz. Gang durch die gute\nLuft. Zwischen den Läden mit Bedarfsartikeln\neine Luxushandlung. Verkauf von Mäusen\nzu billigen Preisen. Von unsymbolischen\nlebenden Mäusen. Unter je einem Kuppel-\nkäfig spielen je drei Mäuse Zirkus. Die\nzahlreichen Beamten, die in dieser Stadt\nwohnen, können sich hier einen billigen\nZeitvertreib für die Amtsstunden erwerben.\nMan kann den Tierchen stundenlang zu-\nsehen wie sie emsig arbeiten. Steglitz\nmacht auch sonst einen überaus ehrbaren\nEindruck. Berlin liegt weit vor den abge-\nrissenen Toren dieser Stadt. Familien können\nhier Kaffee kochen und Jugendliche haben\nüberall Zutritt. Hoffentlich wird Titania durch\nihre Anziehungskraft nicht allzuviele Stadt-\nfremde nach Steglitz locken und dadurch\ndie Sitten dieser Stadt lockern."}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "199", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.19", "texte": "Wohnungssuche\nHerwarth Walen\nDie unbescheidene alte Frau mit der blau-\ngestreiften Küchenschürze preßt das verärgerte\nGesicht gegen das Türglas. Ihr Auge prüft,\nob der Klingelnde für den Vordereingang\nreif oder ob er auf die Angestelltentreppe\nzu verweisen ist. Sie drückt mürrisch auf\neinen Gummiball, die Renaissancetür gibt\nsich einen Ruck und schon steht man im\nEmpire. Zwei schwerverstaubte Gipsengel\nschauen beleidigt zur Decke, auf der\nbotanische Dinge in Oel angebracht sind.\nAm Ende der Marmortreppe links und rechts\nvon dem schonerbedeckten roten Teppich\nstehen verschüchtert zwei Oleanderbäume.\nSie sind sich nicht bewußt, daß sie den\nhochherrschaftlichen Charakter darzustellen\nhaben. Elende Geschöpfe aus guter Familie,\ndie von der Küchenschürze gelegentlich ab-\ngewischt werden und Sonntags das Gnaden-\nwasser erhallen. Auf Klingeln öffnet sich\ndie Rokokoiür zur Luxuswohnung. Das\nDienstmädchen, aus diesem Jahrhundert,\nbesteht aus seidenen Strümpfen, Zierschürze\nund Spitzenhäubchen. Eine Rotkohlwolke\nist hinter ihr gelagert. Hundert Geweihe\nklammern sich an die Wände. Und die\nneun Musen kommen sich in einem ver-\nunglückten Labanreigen endlich deplaciert\nvor.\n„Der Herr Doktor sind nicht zu Hause.\nAber Sie sind wohl der Herr wegen der\nWohnung?\"\n„Hatte ich mit Ihnen am Telephon ge-\nsprochen?\"\n„Die gnädige Frau ist im Irrenhaus und wir\nwollen uns verkleinern. Das ist zunächst\nder Salon.\"\nJK .-i . * . J&. i»V -»- • .\nAlso hiervon kommt der Rotkohl. Hier\ndürfte der unglückliche Hausherr essen, da\ndie Hausfrau im Irrenhaus ist. Wie oft mag\nsie in diesen Trumeau gesehen hahen, der\nvon ihrer Schönheit leicht erblindet ist. Aber\ndie Bronzerosetten sind frisch geputzt. Auf\nder Marmorplatte steht frisch und gesund\nAesculap persönlich nebst Schlange. Auch\nseine Kunst konnte der Hausfrau nicht\nhelfen. Zwei Katzen aus Meißen mildern\nden wissenschaftlichen Ernst der Situation.\nDaneben das Rundsofa, vom Altmeister\nGobelin bezogen, leicht bedrückt, aber mit\nHaltung durch einen spätgotischen Säulen-\numbau. Auf dem Ebenholzlisch ein gepreßtes\nPrachtwerk „Deutsche Bäder und Heilstätten\".\nDaneben hält eine nackte Elfenbeindame\neinen Aschbecher fest. Die Wand gegenüber\nist zwei Klubsesseln und der Kunst gewidmet.\nDie angeschossenen Hasen auf dem einen\nBild freuen sich noch im Tode an dem\nRotkohlduft. Das andere Bild stellt das\newige Meer dar. Es wird am Ueberfluten\nseines Umfanges von zwei Quadratmetern\ndurch einen Goldrahmen gehindert. Damit\ndas Meer nicht mit dem Himmel verwechselt\nwird, hat der Künstler sinnvoll ein Schiffchen\nund eine Möve innerhalb der zwei Quadrat-\nmeter angebracht. Der Kronleuchter ist\nwegen des Unglücksfalles in der Familie\nmit Gaze dicht umhüllt.\n„Das gibt der Herr Doktor für zwölftausend\nMark ab.\"\n„Wem?\"\n„Sie wollen doch die Wohnung mieten.\"\n„Auch den Aesculap ?u\n„Wo.\"\n„Ist das die ganze Wohnung?\"\nDie Schiebetüren flattern auseinander.\n„Das ist unser Speisezimmer. Seitdem die\ngnädige Frau im Irrenhaus ist, speisen der\nHerr Doktor im Operationszimmer.\""}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "200", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.20", "texte": "Der Duft des ehemals verspeisten Rotkohls\nhat sich auch hier gut gehalten. Man ist\nin Friesland. Zwölf Stühle warten um einen\nlangen Tisch, auf dem einsam ein Schwan\naus Glas träumt. Vielleicht ist es eine Gans.\nVon den Wänden grüßt Holland, das be-\nnachbarte freundliche Ausland. Alles was\nDelft an Tellern besitzt, klammert sich an\nden Wänden, nur durch ein friesisches Büfett\ngestört. Auch die Plastik ist nicht vergessen.\nKünstliches Geflügel mit echten Federn\nwässert den Gaumen zum Mahl. Ein\nNähtisch erinnert an die gnädige Frau.\nUnberührt, als ob sie eben von der Arbeit\naufgestanden ist.\n„Das Zimmer kostet nur zehntausend Mark.\nDen Schwan will Herr Doktor allerdings\ngern behalten. Wegen einer Jugenderinne-\nrung.\"\n„Und alles andere will er wirklich fort-\ngeben ? \"\n„Unter uns, mein Herr, wir brauchen Geld.\nSo ein Irrenhaus kostet ein Vermögen, trotz-\ndem unser Herr als Arzt Prozente bekommt.\nDie Leute lassen sich auch nicht mehr wie\nfrüher behandeln. Sie sind in einer Kasse\noder gehen einfach in die Apotheke.\"\n„Also was kostet nun die Wohnung?\"\n„Wir haben hier noch das Schlafzimmer, das\nnimmt der Herr Doktor mit. Ebenso das\nOperationszimmer. Die Miete kostet nur\nhundertfünfzig Mark.\"\n„Das ist nicht teuer. Welcher Abstand wird\nverlangt?\"\n„Unser Herr Doktor verlangt keinen Ab-\nstand. Sie müssen nur die beiden Zimmer\nfür zweiundzwanzigtausend Mark über-\nnehmen.\"\n„Wieso kommt der Herr Doktor auf diese\nSumme?\"\n„Herr Doktor haben sich es ganz genau\nausgerechnet. Er braucht diese Summe.\"\n„Aber die Sachen haben selbst mit dem\nSchwan höchstens einen Wert von zwei-\ntausend Mark.\"\n„Das haben die anderen Reflektanten auch\ngesagt, aber der Herr Doktor meinen, man\nspare den Umzug; neue Möbel sind viel\nteuerer. Und dann müsse man bedenken,\ndaß man eine komplette Einrichtung mit\nkünstlerischem Geschmack übernimmt. Das\nhaben die anderen Reflektanten auch zu-\ngegeben.\"\n„Und was haben sie bezahlt?\"\n„Das wollen sie sich noch überlegen.\"\n„Die gnädige Frau ist im Irrenhaus, sagten\nSie. Aber der Herr Doktor ist doch ganz\ngesund?\"\n„Der lebt jetzt seinen guten Tag.\"\n„Grüften Sie ihn schön \"\n„Der Herr Doktor haben gesagt, wenn ein\nReflektant schon Möbel hat, würde er das\nEßzimmer mitnehmen. Dann kostet aber\nder Salon fünfzehntausend Mark.\"\n„Essen Sie hier oft Rotkohl?\"\n„Ich nicht. Aber die Herrschaft muß sparen.\"\nDie Oleanderbäume zucken zusammen. Die\nSchoner ducken sich unter hastigen Tritten,\ndie Renaissancetür knarrt verdrießlich und\ndie Augen der Küchenschürze blicken miß-\ntrauisch hinter den davonjagenden Fremden\nher."}, {"page_pdf": 21, "page_imprimee": "201", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.21", "texte": "'■v^A\n•• • :■■•'. ffiBWBBBBBL•.••••'.'•'• • jifsSSmmk* ■ • .•.••.:was-••-.• -asm;-.v.v''inPKk'-'''JMMS»MfaMHH:• ••.•.•...-Shu •;'*!-?\nWHS.'■• .vuß:-«.v.* .fIUr^TTTr-flnr -'.'TBLvv/:-■:■ -..I^l'mhbl-.*.*VSSsA' • *.• • Hsbx• ••. 39&bs .• •'T. \" .•*...HB&s.::■■■■ K'4s3s& v affli::'.: -t\n•.v\"::;r:\n. » **.«•\nMUSIK BAUT DER SEELE\nGOLDNE BRU CKEN\nHAUS\n' ' ' ,<■, _ ' \" , : * :...' .■, ■. _ :\n■ •>.• • -v*a&p.\n33$ JK\n£3®sS«i&S!fcl\n\nm ■\n/\nr-Postkarten / Verlag Der Sturm\nNach Gemalden, Zeichnungen und Bildwerken folgender Kiinstler:\nAlexander Archipenko / 4\nRudolf Bauer / 4\nVincenc Benes\nUmberto Boccioni *}* / 2\nCampendonc / 2\nMarc Chagall / 7\nOthon Coubine\nRobert Delaunay\nTour Donas\nLyonel Feininger\nAlbert Gleizes / 2\nJacoba van Heemskerck \"f*/ 3\nSigrid Hjerten Griinewald\nAlexei von Jawlensky\nBela Kadar\nKandinsky / 5\nPaul Klee\nOskar Kokoschka / 2\nFernand Leger / 2\nAugust Macke \"}\"\nFranz Marc \"j\" / 3\nCarl Mense\nJean Metzinger\nJohannes Molzahn\nGeorg Muche\nGabriele Miinter\nGeorg Schrimpf\nKurt Schwitters\nGino Severini\nFritz Stuckenberg\nArnold Topp\nMaria Uhden 1\"\nNell Walden\nWilliam Wauer / S\nMarianne von Werefkin\nNegerplastik\nGewebe aus Alt-Peru\nJede Karte 20 Pfennig / Farbige Karte Chagall: Die Kleinstadt / 30 Pfennig\nDie Ziffern hinter den Namen bedeuten die Zahl der reproduzierten Kunstwerke\n\nDichtungen von HERWARTH WAL.DEN\nIm Geschweig der Liebe / Gedichte / Gebunden in Ganzleinen 3 Mark\nDas Buch der Menschenliebe / Roman\nJedes Buch 2 Mark\nErste Liebe / Ein Spiel mit dem Leben\nSiinde / Ein Spiel an der Liebe\nLetzte Liebe / Komitragodie\nJedes Buch 1 Mark\nWeib / Komitragodie / 3 Mark\nKind I Tragodie Trieb / Eine biirgerliche Komitragodie\nJedes Buch 2 Mark\nDie Harte der Weltenliebe / Roman\nDie Beiden / Ein Spiel mit dem Tode\nGlaube / Komitragodie\nMenschen / Tragodie\nVerlag Der Sturm / Berlin W 9"}, {"page_pdf": 22, "page_imprimee": "202", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.22", "texte": "Verantwortlich für die Schriftleitung: Lothar Schreyer, Berlin W 9 / Verlag Der Sturm G.m.b.H.\nBerlin W9, Potsdamer Strasse 134 a / Fernruf Lützow 4443 / Postscbeckkonto Berlin 120658\nDruck: Vereinigte Druckereien Andermann & Schindler Berlin W 30, Münchener Strasse 49-50\n\nBauhausbOcher\nneu erschienen in zweii ver&nderter AufSage:\nWalter Gropius\nInternationale ArcMtektnr\nmit 96 Abbildungen\n4.-6. Tausend\nGeheftet 5 Mk., Leinen geb. 7 Mk.\nL. Moholy-Nagy\nHalerel, Fotografle, Film\nmit 100 Abbildungen\n3. — 5. Tausend\nGeheftet 7 Mk., Leinen geb. 9 Mk.\nNeuer Band der Bauhausbiicher!\nfCasimir Maiewitscii\nDie gegenstandslose Welt\nDie BegrUndung und ErklSrung des\nruss. Suprematismus mit 92 Abb.\nGeheftet 6 Mk., Leinen geb. 8 Mk.\nALB. LANGEN VERLAQ\nMUNCHEN\n\nHomocord - Elektro - Fernaufnabmen\nDie Musikschallplatte\n. in\nhdchster Vollendung\nerh alt lick\nm\nm\nm\nHOMOCORD ELECTRO\nelekbrisch aufqenommen\nj' Kt . ■ ' ' ■ '■' ' ' • r\nVerlangenSieausdrQcklich:,,Homocord\"\nBezugsquellen weist nach:\nHomophon Company m.-b.H.\nBerlin SW 68, Alexandrinenstraße 108\n\n■fftOATl\nIntern ationaler Almanach der\nmodernen Aktivitat der Gegenwart\nEnthalt alle Gebiete des modernen Schaffens in\nder Wortkunst, der Musik, dem Theater, den\nbildenden Kiinsten, dem Film, der Architektur,\nder industriellen Produktion, der Wissenschaft\nund der Kultur überhaupt\n£• haben beigetrageii: Antheil, Arp, Baumeister, Behne, Becber, die\npolniscbe Gruppe der Revue ~Blok'% Corbusier, Cernik, Doesburg,\nIt. Goll, Gropius, Grosz, Heartfield, Herzfelde, Honzl, Chochol, Jang,\nKaseak, Kieeler, Kiech, Krejcar, Lu Marten, W. Mebring, Micic,\nMoholy-Nagy, Nezval, Obrtel, Oud, Picabia, G- Pobl, Poliansky, Pone,\nMies Tan der Robe, Seifert, Schurer, Scbvrittere, Simat Teige, Tzar a.,\nV&clavek, Weisekopi, Westheim, Wiesner, Walden und Tiele andere.\n240 bis 272 Seiten. Format 23X31 cm, davon 40 Seiteii\nIllustrationen, Musikbeilagen / Redaktion der Front\nDr. B. Vaclavek / Briinn 15-Schimitz / Vasekgasee 11\nTschechoslowakei / Text der Beitrage tschechisch,\ndeutsch und franzosisch mit deutschen und fran-\nzosischen Resumees\nPreis 16 Mk. / In der Sturm-Buchhandlung vorratig\n\\FRONT\\\n\nz\n<\nmi\n;, ■ '112: '<■ 1\n; ' . .. ■ :\n112\" ,' '> v<• ~:, - •J '* * • 1 *\n. UJ\n/K ' ' '\no <\n\" : ... V3 / \" '\n£®I\n•\" 'V;;«v.\nfit\nv*\nfj' ■ ,*>\n7#V H '\n< —\nn I\nC,iCC\n:ec- ' &\n££ < •\n- * i- * oe\n»— o -J rfj\nX ■\n3 M to\n1\n' -'■ '''v .\n■ • '•\" - * . '•* ■'}\n. Ira*.\n''•• ••I ■•- >\nOr' ' r'\n'*V -Vf\nrr\n•. j -V \"#; ■ '•' •;:. >: £' ■, •$ v, y,v -\n, 7/H • «_\n•■, .' ■• > • trfi ' . > ■ •\n. \"uj- < .\nco 7\"\n' ■ '■» \\ ''V*'.' ' *. - '.. .VV' \"?■ >fc V\n-■.■; - . ''' \"r' t, ' ■<• , •- 'i ifi -■ '''-a\nId\nfit\"\nto\nHI\n*»\n3\nb\nz\n«bP\nO\n3D\nz\ne£\n0"}, {"page_pdf": 23, "page_imprimee": "203", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192804-01.1.23", "texte": "Organo-Kosmetikum\naus Panzertieren\nzum Einreiben.\nKeine Injektion!\nNach dem 25/30.Lebensjahre bilden sich au£ der Haut Verhornimgen und\nin den Yerhornungen markieren sich durch die Muskelbewegungen beim\nSprechen, Lachen und dergl. Linien, Falten und Runzeln\nAmor Skin verhindert dies!\n*\nAmor Skin unterstiitzt die stets notwendige Regeneration der Haut; die\nabgelebten Gebilde der Haut stossen sich ab. 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Traneportversicherungen aller Art\nSpediteure desWirtschaftlichenVerbandesßildender\nKiinstler / der Secession / des Verbandes Peutscher\nIllustrator en und Hausspediteur des „Sturmu\n\nLa Renaissance de L'Art Frangais\net des Industries de Luxe\nGegrundei von Henry Lapauze / Erscheint zu Beginnjedes\nMonais als Rand von 60 bis \"100 Seifen Quariformat\n(25:32) mit zahlreichen Abbildungen\nDie Redaktion veroffentlidit Beiirage der anerkannien\nSdiriftsteller und Kritiker aller Lander Europas. Ihre\ndokumentarisdien Siudien und akiuellen Chroniken bieten\nein vollstandiges Bild der Aktivitat der Kunste auf der\nganzen Erde\nFrankreich ISO francs B ■\nAusland 200 francs\nMan abonniert in alien Buchhandlungen und direkt beim Verlag\nLa Renaissance deL'ArtFrangais /10-11 RueRoyale / Paris"}]}