{"numero_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_sha256": "9b60e8177b2a144037b94a94945c6067e0799c417e3dafea9da0fa37ca3bf9ad", "source_tei": "https://github.com/Princeton-CDH/bluemountain-transcriptions/blob/main/periodicals/bmtnabg/issues/1928/08_01/bmtnabg_1928-08_01.tei.xml", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabg/issues/1928/08_01/bmtnabg_1928-08_01.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c001", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c001", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "couv. 1", "page_fin": "couv. 1", "image_debut": 1, "image_fin": 1, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.1", "titre_corps": "Arturo Ciacelli: Gemälde", "titre_sommaire": "Arturo Ciacelli: Gemälde", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.1", "debut_caractere": 235, "fin_caractere_exclue": 259, "texte": "Arturo Ciacelli: Gemälde"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c002", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c002", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "couv. 1", "page_fin": "couv. 1", "image_debut": 1, "image_fin": 1, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.2", "titre_corps": "Der Sturm / Kunstausstellung und Verlag", "titre_sommaire": "Der Sturm / Kunstausstellung und Verlag", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.1", "debut_caractere": 261, "fin_caractere_exclue": 357, "texte": "Der Sturm / Kunstausstellung und Verlag\nvom 1. September 1928 ab:\nKurfürstendamm 53 / Berlin Wl5"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c003", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c003", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[247]", "page_fin": "[247]", "image_debut": 3, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.3", "titre_corps": "Junkers Larissa Reissner (Schluss)", "titre_sommaire": "Junkers Larissa Reissner (Schluss)", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "[247]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.3", "debut_caractere": 150, "fin_caractere_exclue": 405, "texte": "Junkers Larissa Reissner (Schluss)\nGedichte Max Breuel\nAn die deutsche Tänzerschaft Rudolf von Laban\nBrückenios Risto Ratkovic\nAus der Zeit für die Zeiten Herwarth Waiden\nAbbildungen: Drei Gemälde von Arturo Ciacelli\nZwei Linoleumschnitte von Edm. Kesting"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c004", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c004", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "249", "page_fin": "256", "image_debut": 5, "image_fin": 12, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.4", "titre_corps": "Junkers : II", "titre_sommaire": "Junkers : II", "signature_source": "Larissa Reissner", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 5, "page_imprimee": "249", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.5", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3569, "texte": "Junkers\nII\nLarissa Reissner\n\nDie Erde gehört „der Republik\". Sie ist rest-\nlos aufgeteilt, für viele Jahre zugeschnitten.\nDie Nähte, die der Versailler Friede und der\nDawes-Pakt gezogen haben, werden nicht so\nbald von Bajonetten aufgetrennt werden. Da-\ngegen ist der Himmel, der große, blaue Kon-\ntinent, noch nicht restlos entdeckt und erobert.\nHier gibt es unberührte Tiefen und Wege, die\nnoch keiner gegangen ist. Wie reiche, dem\nRaub preisgegebene Karawanen ziehen dort\ndie Wolken vorüber. Auch läßt sich das bereits\nEroberte nicht so ohne weiteres festhalten. Die\nHegemonie in der Luft bleibt stets das labile\nErgebnis der sich ändernden Kräfteverhältnisse.\nDer kühnste Flug hinterläßt keine Spur —\nnicht einmal jenen flüchtigen Schaum, der dem\nDampfer durch den Ozean folgt.\nDie Großmächte schleudern eine Luftflotte nach\nder anderen in den Raum, aber die Tonnage\ndieser Schiffe ist, verglichen mit den Millionen\nvon Kubikkilometern, lächerlich gering. Das\nist der Traum des künftigen Krieges: um\nRußlands Schneebenen mit Dynamit zu be-\ndecken, um China zur Vernunft zu bringen —\nmuß die Flotte des Gegners, einem Sternen-\nmeer gleich, die Erde belagern, den Tag in\ndie Nacht verwandeln können.\nDie zur Zeit des Kaiserreichs begonnene Ex-\npansion setzt sich in den Bewegungen der\nJunkers-Flugzeuge fort, die fremde Himmels-\ngewölbe durchfurchen. China ist verloren,\nKiautschau entrissen; die Bagdad-Bahn ver-\nloren, Kongo ebenfalls. Aber es gibt einen\nchinesischen Himmel, der allen Winden offen-\nsteht. Die verlorene Flagge der Festung am\nStillen Ozean flattert jetzt über den Wolken.\nHoch oben kreuzen und schneiden sich die\nfeindlichen Linien. Der Kampf um diese\nKolonien beginnt erst.\nDie Junkers-Flugzeuge gewinnen sie nicht für\nsich selbst, nicht für ihr Land, Die Versailles-\nFesseln sind nicht so leicht abzuschütteln. Man\narbeitet für jeden beliebigen Auftraggeber, für\njeden Käufer.\nDie Fühlhörner der „Deruluft\" betasten Italien,\nSchweiz, die skandinavischen Länder; Sachsen-\nberg unternimmt einen Angriff gegen den Balkan\nund weiter gegen die anatolische Türkei.\nIn dem sonst so stillen Dessau begann es eines\nTages wie in einem aufgeregten Bienenkorb\nzu lärmen. Die zusammengeflogenen Piloten\nsetzten sich mit finsteren Gesichtern an ihren\nKantinentisch. Streng nach Rang und Ordnung,\nwie in einem Offizierskasino. Der eine kam\naus Persien, der andere brachte den Sand der\nGobi-Wüste an seinen Kleidern mit, der dritte\n— den Sonnenbrand des russischen Sommers.\n„Wie geht es dem Kronprinzen?\"\n„Ich danke, Seine Majestät hat ein neues Pferd\ngekauft.\"\n„Der König von Sachsen . . .\"\nAber diese Neuigkeiten sind nicht von jener\nArt, um derentwillen sie sonst bereit sind, den\nHimmel der ganzen Welt abzusuchen. Die\nBombe kommt erst.\n„Haben Sie schon gehört? Junkers hat mit\nPolen eine Konzession unterzeichnet. Wir\nwerden für diese Kanallien eine Flotte bauen.\"\nEine ganze Woche lang trinkt diese Gralrunde\nmit finsteren Gesichtern, schweigt und macht\nwiderwillig seine Kutscherrechnung: mißt die\nKilometer ab, die ihre Flugzeuge bei der letzten\nFahrt zurückgelegt haben. Nichts zu machen.\nSo ist das Gesetz der kapitalistischen Entwick-\nlung. Der Handel ist parteilos, international.\nDer obdachlose deutsche Imperialismus züchtet\nbei Freund und Feind seine Zerstörer. In der\nHoffnung, daß die Lehrlinge und Gesellen nicht\nso bald die Meisterreife erlangen, daß im ent-\nscheidenden Augenblick eigene Leute am Steuer\nsitzen, daß niemals deutsche, von deutschen In-\ngenieuren gebaute Flugzeuge auf deutsche Felder\nihre Schatten werfen. Vergebliche Hoffnung!"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "250", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.6", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3843, "texte": "Die Kriegsindustrien lernen gierig von den\nPiloten und Konstrukteuren des Junkers-\nWerkes. Aber kaum sind sie imstande, die\nersten Gehversuche selbständig, ohne den\nMeister zu machen, jagen sie ihn über die\nGrenze, denn sie fühlen in ihm den unversöhn-\nlichen, ewigen Feind. Alle Bemühungen, sich\nmit ehrlicher, durchaus uneigennütziger Arbeit\neine dauernde Position zu schaffen, fruchten\nnichts. Je besser die Schule, desto schneller\nerlangt der Schüler die Reife, desto schneller\nwirft er die ausländische Vormundschaft von\nsich. Je gewissenhafter Junkers seine Ver-\npflichtungen erfüllt, desto schneller sucht man\nihn loszuwerden. Eine nach der anderen, ver-\nschließen sie ihm die Tore der von ihm ge-\nbauten und in Betrieb gesetzten Flugzeugwerke.\nEitelkeit und Vorwitz seiner Schüler beschleu-\nnigen noch den Prozeß.\nNiemanden treffen diese Katastrophen so\nschmerzlich wie Junkers selbst. Bei den\nersten beunruhigenden Telegrammen verdoppelt\ner seine Anstrengungen, investiert in die be-\ndrohten Betriebe neue Summen. Das brachte\nihn schon öfters an den Rand des Ruins. Aber\nalles umsonst: eines schönen Tages erscheinen\nerbitterte, wieder arbeitslos gewordene Ingeni-\neure vor der Schwelle des stillen Dessauer\nHäuschens.\nJunkers ist ein Gelehrter vom reinsten Wasser.\nDie Luftverkehrslinien sind für ihn letzten Endes\nebenso notwendig, wie der Ofen in seinem\nLaboratorium. Er macht sie, um die Kosten\nseiner Versuche zu decken, ohne sich über die\nungeheure politische Bedeutung der von ihm\ngeschaffenen internationalen Organisation im\nklaren zu sein. Was bedeutet Geld, verglichen\nmit jener Injektion von Wissen, Erfahrung und\nOrganisation, die er der Welt einspritzt!\nSchließlich kann dieser Professor sich nicht\nbeklagen. Unter welchen Flaggen seine Luft-\nflotten heute auch segeln mögen, keine Re-\ngierung verfügt über einen solchen Stab von\nglänzend trainierten, erfahrenen und geschulten\nFliegern, Ingenieuren und Arbeitern. Jeder\nseiner Leute hat von der Pike angefangen.\nDie meisten haben als Freiwillige begonnen,\nhaben monatelang ohne Entgelt gearbeitet, ge-\nhungert, Not gelitten. Sie wuchsen mit ihren\nMaschinen. Jeden Schritt vorwärts, jede neue\nErfindung prüften sie in der Praxis. Die Piloten\nsind feinfühlige Kontrollapparate, ohne die der\nProfessor nicht hätte arbeiten können. Wie\nnützlich war ihm z. B. der kleine Jüterbog, der\nunermüdliche Luftkutscher, der zu seinen\nNomadenfahrten den Osten erwählt hat. Er\nfliegt niedrig, hält sich näher an die Erde. Bei\nstürmischem Wetter schlagen die Schaum-\nspritzer des Kaspischen Meeres fast an seine\nFlügel — im Nebel stolpert er über die\nTelegraphenpfosten der Ost-Indischen Kom-\npagnie, aber es hat sich noch nie ereignet, daß\nWind oder Nebel ihn irgendwo auf halbem\nWege zur Umkehr gezwungen hätten. Er wird\neinen Tag lang herumirren, abej seine Tasche\nmit Briefen und zwei — drei gelbgesichtige,\nseekranke persische Kaufleute werden sicher\nan ihren Bestimmungsort gebracht werden.\nSo ist Jüterbog, — was weiß er nicht alles zu\nerzählen: vom tropischen Tau, von unendlich\nfeinen Staubwolken der Wüsten, von der Ein-\nwirkung der Luft, Sonne und Feuchtigkeit auf\nden Organismus des Flugzeugs.\nOder jener andere, der sich vom einfachen\nMechaniker emporgearbeitet hat und heute einer\nder besten Piloten von Junkers ist. Nach dem\nOsten zieht es ihn nicht. Er kreist stets über\ndem feuchtesten, fettesten und muntersten Stück\nEuropas. Ein ehemaliger Matrose — er fühlt\nsich wohl in Hollands dichten Nebeln und\nnassen Winden. Durch den dichten Schleier\ndieser Luft erkennt er schon von weitem die\ngoldenen Lichter der Amsterdamer Schenken.\nHerr N. ist Nachtpilot. Seine vorstehenden\nflachen Augen sehen im Dunkeln. Die nächt-\nliche Erde fühlt er unter sich, wie der Fischer\nden Seegrund unter seinem Kahn spürt. Mit\nerstaunlichem Instinkt weiß er Gefahren aus\ndem Wege zu gehen."}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "251", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.7", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3835, "texte": "Für Schnelligkeits- und Höhenrekorde inter-\nessieren sich kalte, träge Flieger — eine ganz\nandere Sorte von Menschen. Sie besteigen\ndas Flugzeug, ohne den Anzug zu wechseln\nund verlassen es, ohne in ihrem äußeren\nMenschen eingebüßt zu haben. Ehemals große\nHerren, die sich am Leben übergegessen haben,\nlieben sie das wie in einer Weinflasche in\ndünner Höhenluft vereiste Wagnis. Der Wert\ndes Lebens wird nach dem Maximum erregender\nNervenspannung, die sich aus ihm heraus-\npressen läßt, gemessen. Das Endergebnis ist\ngleichgültig. Sobald das Ziel erreicht ist, hat\nes keinen Wert mehr, darüber zu sprechen.\nMit Ekstase genossen werden die Kampf-\naugenblicke in 5200 Meter Höhe, wo die\nGefahr, wie ein Diamant im Glase Wasser, in\nder Luft aufgelöst ist.\nAber nicht in neuen Luftlinien, nicht in Reise-\nbüros und Flugplätzen, nicht einmal in den\ngroßen Gebäuden der weltberühmten Flugzeug-\nwerke in Dessau — steckt die lebendige Wurzel\ndes Ganzen. Junkeis Herz schlägt verborgen\nin dem unansehnlichen einstöckigen Häuschen,\ndas abseits von den geschäftigen Büros, wo\nSachsenberg mit seinen Burschen herrscht\nund abseits vom Flugplatz liegt, den der Wind\nder Propeller glatzköpfig gemacht hat. Es ist das\nwissenschaftliche Forschungsinstitut,\nchemisches Laboratorium und Archiv.\nKenner wollen wissen, daß es in ganz Europa\nnichts Ähnliches gibt.\nDie ganze hier aufgestapelte wissenschaftliche\nArbeit gründet sich auf tiefstem Mißtrauen zum\nMaterial. Das Laboratorium der Junkers- Forscher\nist eine Arena, wo Metalle gleich Champions um\ndie Weltmeisterschaft kämpfen. Jedes kann am\nWettstreit teilnehmen: Erzeugnisse der bekannte-\nsten Firmen und unsichere Neulinge, die den\nMarkt zum ersten Mal betreten. Der Krupp-\nStahl hat seine Sicherheit jeden Tag von neuem\nnachzuweisen. Jeder beliebige, von der Straße\naufgelesene Konkurrent hat das Recht, diesen\nChampion vor die Schranken zu fordern. Ein\nMetall, das in Junkers bescheidenem Labora-\nlorium seine Reifeprüfung erlangte, hat seine\nKarriere gemacht.\nErst als das helle weiße Aluminium sämtliche\nMitbewerber geschlagen hat, entschloß sich der\nProfessor dazu, es für den Bau seiner Flug-\nzeuge zu verwenden. Mehr als zwölf Kon-\nkurrenten kämpften um ihre Eignung als\nMaterial für Motor, Räder, Achsen und Flügel.\nEin Metall hat die Epidermis eines Eskimo\nund fürchtet keine Kälte, ein anderes — die\neines Negers und setzt sich gleichmütig tropi-\nschen Hitzegraden aus.\nDie Prüfung der Rohstoffe beginnt nicht mit\nden aus ihnen verfertigten Gegenständen, son-\ndern mit ihren Atomen. Das Metall kommt\nunter das Mikroskop, wird röntgenisiert. Die\ngeringste Unregelmäßigkeit in der Lagerung\nseiner Kristalle genügt, um einen ganzen\nWarenposten außer Konkurrenz zu setzen. Der\nStahl ist außerordentlich diebisch veranlagt: es\ngenügen ihm wenige Augenblicke, um sich\nallerlei Fremdkörper anzueignen. Besondere\nApparate zwingen den Stahl, alles widerrecht-\nlich Erworbene abzugeben. Der gestohlene\nKohlenstoff verflüchtigt sich aus der geballten\nstählernen Faust des Metalls.\nSo hat sich im Laufe der Jahre ein wissen-\nschaftliches Material von unschätzbarem Wert\nangesammelt. Lange Zahlenreihen, genaue\nVersuchsprotokolle schwellen zu einer großen\nBibliothek an. Hervorragende Gelehrte arbeiten\nan der Systematisierung der Experimen!al-\nergebnisse. Ehe der junge Praktiker an die\nArbeit geht, studiert er die schon vorhandene\nLiteratur. Er stellt sich auf die Schultern seines\nVordermannes.\nKein Metall kommt unerkannt durch die Kontroll-\nabteilungen. Wie der Verbrecher an seinen\nFingerabdrücken, wird jede beliebige Legierung\nan einer kleinen Spur erkannt, die die Kugel\ndes prüfenden Apparates eindrückt. Es geht\nstreng zu — das Material, das die erste\nsäubernde Prüfung überstanden hat, ist vor\neiner zweiten nie gesichert. Jede vorgeschlagene\nIdee — mag sie auf dem Papier noch so über-"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "252", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.8", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3764, "texte": "zeugend wirken — kleidet sich sofort in ihren\nmetallischen Körper ein und verteidigt sich in\nder Praxis. Da sind dünne lange Rohre, die\nbehaupteten, die ganze Last der Tragfläche\ntragen zu können.\nEine erdrückende Last senkt sich auf das so\nzerbrechlich aussehende Schilfrohr. Es hält die\nBelastung aus: 9000 Kilogramm, über 40 Kilo-\ngramm pro Quadratmillimeter! Erst wenn\ndiese Belastung überschritten wird, bricht es\nzusammen. In einem eigens für diesen\nZweck angefertigten Folterapparat klingen\nStahlsehnen: sie reißen 5200 Kilogramm —\n50 Kilogramm pro Quadratmillimeter.\nWie der Sünder in der Hölle, leidet das Metall\nin diesen Prüfungs-Abteilungen. Es wird\nzerschnitten, zernagt, gestreckt, zerrissen, zer-\nbrochen. Eine besondere Maschine sorgt dafür,\ndaß das in ihren Klauen liegende Material keine\nSekunde einschlafen kann. Tag und Nacht\nschüttelt sie die Metallstreifen, und die vor\nSchlaflosigkeit irrsinnig gewordenen Prüflinge\nzittern fieberhaft, zittern im Rhythmus des\ndahinsausenden Flugzeugs. In einer anderen\nEcke sieht man die Feder eines Ventilkegels\nstundenlang auf- und niederspringen; ein Be-\nobachter blickt durch ein besonderes Rohr in\ndas glühende Innere und notiert die geringste\nVeränderung. Hier werden alle Unglücksfälle\nprovoziert, die einem Flugzeug überhaupt\npassieren können. Jeder Defekt, jede Kata-\nstrophe wird in ihrer Wirkung auf jeden ein-\nzelnen Teil des Flugapparates festgestellt. Alle\nMaterialien, alle Gegenstände, die hier geprüft\nund der Einwirkung der Schwere, Kälte, Hitze,\nder Spannung und Schlägen ausgesetzt werden,\nbilden zusammengenommen ein in seine\nkleinsten Teile zerlegtes Flugzeug. Und dieses\nFlugzeug macht Weltreisen, kämpft mit Stürmen\nund Flammen, stürzt herab, ertrinkt und brennt,\nerlebt zahllose gefährliche Abenteuer, ohne\nseinen Platz, dieses kleine Laboratorium zu\nverlassen.\nDie Chinesen schätzten ihre Ahnen nicht so\nsehr, wie die Gelehrten dieses Laboratoriums\ndie bei den Versuchen entstellten Metallstücke.\nWie eine Reihe unvergeßlicher Warnungen\nwerden sie in der peinlichsten Ordnung in\nSchränken aufbewahrt. Ein Unglück kann\nwieder vergessen werden, aber das Gedächtnis\nder Wissenschaft wird die durch einen experi-\nmentellen Mißerfolg hervorgerufene Unruhe\nund Aufmerksamkeit für immer bewahren, auch\nwenn tausend Erfolge dagegenstehen.\nDas Flugzeug ist sehr jung. Nicht einmal seine\nLebensdauer ist genau festgestellt. In Dessau\ngibt es ein Flugzeug, das seit 1919 fliegt, und\nniemand weiß, wie lange es sich noch halten\nwird.\nWas ist es? Welche Nahrung ist für den\nzerbrechlichen Organismus am gesündesten?\nJahrelang beschäftigten sich Chemiker mit der\nBrennstoff-Frage.\nDas leichtsinnige unbeständige Benzin hielt die\nMenschen lange Zeit zum Narren. Endlich\nwandte man sich dem schweren, aber bestän-\ndigen und nicht launenhaften Oel zu. Dieser\nfette Likör versagt nicht in den Alpen, in den\nrussischen Schneefeldern, im Eis der Arktis.\n„Aber\", sagt der stille alte Mann, der dem\nProfessor jeden Tag darüber Bericht erstattet,\nwie sich das Oel, das gerade geprüft wird,\nbenommen hat, „aber das sind nur Anhalts-\npunkte. Wir wissen noch nichts!\"\nNichts? Nach so viel Jahren der Arbeit, der\nVervollkommnungen und Erfindungen? Man\nbetrachtet einen Gelehrten, der irgendein winzi-\nges Metallstückchen röntgenisiert, und eine\nFrage geht einem plötzlich durch den Kopf.\nWie sind denn jene geflogen, jene ersten, die\naußer ihrem eigenen Willen keinerlei „Anhalts-\npunkte\" hatten? Junkers kann sich nicht be-\nklagen: er hat viele mulige Menschen, aber\nkeiner von ihnen würde es wagen, mit jenen\nschweren eisernen Flügeln aufzusteigen, die\njetzt gleich Panzern mittelalterlicher Ritter an\nden Wänden hängen.\nBei all seiner Vollkommenheit erinnert das\nJunkers-Werk eher an eine Universität oder"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "254", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.10", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3896, "texte": "die Werkstatt eines Handwerkers, denn an\neine Fabrik. Die Produktion ist fast gar nicht\nmechanisiert. Die Maschine ist ein Ersatzarm\ndes Arbeiters, sie hilft, nimmt ihm viele Hand-\ngriffe ab, aber sie führt keinen einzigen\nArbeitsprozeß wirklich zu Ende. Die Einheit\ndes Typus läßt sich mit Handarbeit sehr schwer\nerreichen. Alle Maschinenteile müssen sich\nauf das genaueste gleichen. Es nützt nichts,\ndaß der Ingenieur dem Arbeiter fortwährend\nauf die Finger sieht, jedes fertige Stück auf\ndas genaueste prüft. Die geringste Unauf-\nmerksamkeit genügt, um einen Tag, einen\nMonat oder ein Jahr darauf die Katastronhe\n4\nzu verschulden. Das Verantwortungsgefühl\nverlangsamt entsetzlich die Arbeit: stundenlang\nsitzt der Mensch an dem fertigen Arbeitsstück\nund fürchtet, es aus der Hand zu geben. Die\nintelligenten, verschlossenen, stets nur auf sich\nselbst angewiesenen Arbeiter werden zu eben\nsolchen Individualisten, wie die Piloten. Jeder\nHammer spricht seine eigene Sprache; Nachbarn\nan einer Werkbank haben nichts miteinander\nzu schaffen.\nAus irgendeinem Grunde mußte ich gerade\ndort an das Haus des Professors, an seine\nhellen Zimmer voller Kinderlärm und Jubel\ndenken, wo die weihevollste Stille herrscht, wo\nnur das Kratzen der Reißfeder das Schweigen\nwie einen gespannten Seidenstoff zerreißt. Die\nKinder des Professors Junkers. Nicht nur im\nZeichensaal denkt man an sie, sondern auch\nauf dem Flugplatz, wo zwanzig Maschinen wie\nSchwäne auf der Wiese liegen. Keine ist der\nanderen ähnlich. Eine jede hat sich aus ihrem\neigenen Ideenkeim herausgebildet, man störte\nnicht ihr Wachstum, ließ ihr das Vertrauen auf\ndie eigenen Kräfte. Es gehört die ungeheure\nToleranz eines Gelehrten dazu, um Kinder,\nMaschinen, Ideen so zu erziehen, wie es\nJunkers macht. Gewiß, bei ihm zu Hause\nherrscht die wahre Hölle. Wenn irgendein\nAssistent mit einem Papier zur Unterschrift\nkommt, ist es ein Problem, einen Winkel zu\nfinden, wohin die lebensfreudigen Stimmen der\nprachtvollen, sich selbst erziehenden Kinder\nnicht dringen, von Kindern, die so wachsen, wie\nes ihre innere eigene Logik fordert. Diese\nKinder sind auch Junkers-Modelle — Menschen-\nmodelle. Ein ernsthaftes Gespräch bei Tisch\nist einfach undenkbar. Immer wird sich ein\nminderjähriges Individium bei Tisch finden, dem\ndie ganze Situation außerordentlich komisch\nvorkommt. Und es wird auf dem weisen Haupte\nseines Erzeugers einen Wildentanz aufführen.\nAber man sehe sich dieses Prinzip im\nZeichensaal an. Einige Dutzend der begabte-\nsten Konstrukteure, die nur engagiert sind, um\nzu denken, sitzen an ihren Tischen, schreiben,\nzeichnen und tun gar nichts; man quält sie\nnicht mit bestimmten Aufgaben.\nEin jeder hat das Recht, ein beliebiges Detail\noder gar das Grundprinzip des Flugzeugs\nherauszunehmen und auf den Kopf zu stellen.\nDie Junkers-Werke vollziehen eine Auslese\nvon Menschen, die den selbständigen Gedanken\nnicht fürchten.\nVor großen vertikalen Zeichenbrettern stehen\nKonstrukteure in weißen Mänteln, — dort voll-\nzieht sich auch die Taufe der neugeborenen\nIdeen. Ein pflichttreuer Beamter stellt der\nneuen Idee einen Geburtsschein aus, sobald\nihr schwerer Kopf durch das leichte Gewebe\nder Zahlen und Formeln hindurchzuschimmern\nbeginnt. Als der begabteste junge Ingenieur\ngilt allgemein ein ehemaliger Arbeiter, ein\nGeselle, der seine sämtlichen diplomierten\nKollegen überholt hat. Das ist ein schmächti-\nges, stets unruhiges nervöses Männchen. In-\ndem Junkers ihm eine verantwortliche Aufgabe\ngab, wußte er nicht nur seine Begabung, son-\ndern auch seine Psychologie und Körperlichkeit\nrichtig einzuschätzen, die vom tödlichen Haß\ngegen grobe Kraft und grobe physische Arbeit\ndurchdrungen ist. Niemand wird die animali-\nschen Ueberreste des Flugzeugs mit einem\nsolchen Hochgenuß zu beseitigen streben, wie\ngerade dieser Arbeiter. Die Zukunft gehört\ndem Gehirn. Weder Flugzeuge noch In-\ngenieure und Gelehrten, noch überhaupt alle"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "256", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.12", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1314, "texte": "Wesen dürfen einen Körper haben. Und auf\ndem großen Karton sieht man die Lieblingsidee\ndes Professors Form und Gestalt annehmen: das\nFlugzeug ist kastriert, beschnitten, neu ver-\nwandelt. Der Körper ist beseitigt — der lange\nLibellenkörper oder der kurze dicke Bienen-\nleib.\nAlles, der ganze Mechanismus, sogar die\nPassagiere, ist in den Tragflächen einge-\nschlossen.\nFast fertig stehen diese neuen Flugzeuge auf\nder Werft. Eine Wolke berauschender Farb-\nund Lackgerüche umgeben sie, und der lag\nist nicht mehr fern, wo die von Spiritus und\nOel trunkenen Maschinen übers Feld rollen\nwerden.\nEin Gewirr von Hammerschlägen ertönt wie\nfeierlicher Marsch. Zum ersten Male fühlt das\nFlugzeug die Schwere seiner eigenen Schultern,\ndie Stärke der Elastizität seiner Flügel. Es\nweiß nichts damit anzufangen, nur der durch\ndas Rechteck des Schuppens sichtbare Himmel\ngibt ihm eine Ahnung darüber. Meister\nklettern in das Innere des Gehäuses und be-\ndecken es mit weichem Leder. Und darunter,\nauf dem nackten Betonboden, steht schon eine\nBenzinlache: es hat zu leben begonnen —\nes verrichtet schon seine Notdurft.\nDie „Gesammelten Schriften\" von Larissa Reissner, der bedeutenden früh verstorbenen russischen\nSchriftstellerin, sind von Karl RadeU zusammengestellt und eingeleitet im Neuen Deutschen Verlag\nBerlin erschienen."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c005", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c005", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "253", "page_fin": "253", "image_debut": 9, "image_fin": 9, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.4.1", "titre_corps": "Edm. Kesting: Linoleumschnitt", "titre_sommaire": "Edm. Kesting: Linoleumschnitt", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 9, "page_imprimee": "253", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.9", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 29, "texte": "Edm. Kesting: Linoleumschnitt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c006", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c006", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "255", "page_fin": "255", "image_debut": 11, "image_fin": 11, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.4.2", "titre_corps": "Edm. Kesting: Linoleumschnitt", "titre_sommaire": "Edm. Kesting: Linoleumschnitt", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 11, "page_imprimee": "255", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.11", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 29, "texte": "Edm. Kesting: Linoleumschnitt"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c007", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c007", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "256", "page_fin": "256", "image_debut": 12, "image_fin": 12, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.5", "titre_corps": "Max Breuel / Gedichte : schweigen im herbst", "titre_sommaire": "Max Breuel / Gedichte : schweigen im herbst", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 12, "page_imprimee": "256", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.12", "debut_caractere": 1316, "fin_caractere_exclue": 2061, "texte": "Max Breuel / Gedichte\nschweigen im herbst\newig sickert durch sterbliches goldener regen\nim dämmern durch den alten garten wandeln\nmauern\nbröckeln\nschwarze schatten\nund\nwiegend blutet sacht der mond herauf\nrings wellen berge in die himmel ein\nim blätterfall\nvon weißer bank\nstill\nauf den tod im steine lauschen\ntrauer\nversunken sind die schiffe unsrer hoffnung\nauf vermoderten wegen dämmern läge der\nkindheit\nwie langsam fallen regenschauer durch den\nblassen abend\ngesang tropft dunkel\nWeihrauch tragt gebet\nein antlitz bricht an weiter mauer hin\ntrauer und klage rinnt\nzerbrochen knien schwarze gestalten\nseltsam leuchtet purpur erloschener äugen\nbei fahlem licht\ndurch offene fenster\nzögernd kam der schlaf\nscheu\nnachtvogel aus den alten garten"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c008", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c008", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "257", "page_fin": "257", "image_debut": 13, "image_fin": 13, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.6", "titre_corps": "Arturo Ciacelli: Gemälde", "titre_sommaire": "Arturo Ciacelli: Gemälde", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 13, "page_imprimee": "257", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.13", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 24, "texte": "Arturo Ciacelli: Gemälde"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c009", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c009", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "258", "page_fin": "260", "image_debut": 14, "image_fin": 16, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.7", "titre_corps": "An die deutsche Tänzerschaft", "titre_sommaire": "An die deutsche Tänzerschaft", "signature_source": "Rudolf von Laban", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 14, "page_imprimee": "258", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.14", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3371, "texte": "An die deutsche Tänzerschaft\n\nDer Tänzerbund hat mich zum Vorsitzenden\ndes Kunstausschusses für Tanz berufen. In\ndieser Eigenschaft bin ich beauftragt, der\ndeutschen Tänzerschaft den Aufgabenkreis und\ndas Arbeitsprogramm vorzulegen. Indem ich\nin Vorliegendem diesen Auftrag erfülle, richte\nich an alle Tänzer die Bitte, durch\nMitteilungen und Anregungen an diesem be-\ndeutungsvollen Aufbau mitzuarbeiten.\nWas veranlaßt die deutsche Tänzerschaft, sich\nheute zusammenzuschließen?\nZweifellos ist der Hauptantrieb die Erkenntnis,\ndaß die Kämpfe der letzten Jahrzehnte heute\nschon soweit erfolgreiche Klärung brachten,\ndaß man Wesen und Aufgaben des Tänzertums\nklar zu umreißen vermag.\nDieser Erkenntnis entsprang auch die erste\nManifestation der Gemeinsamkeit, der erste\ndeutsche Tänzerkongreß in Magdeburg\nSommer 1927, den miteinzuberufen ich die\nEhre halte.\nDort wurde der Beschluß gefaßt, zusammen-\nzustehen und wirtschaftlich und künstlerisch\ngemeinsam vorzugehen, wo es not tut!\nAls Rahmen des Zusammenschlusses wurde die\nseit Jahrzehnten bestehende deutsche Tänzer-\norganisation gewählt, nachdem die Führer der-\nselben ihren Willen kundtaten, den bisherigen\nBallettverband den Bedürfnissen auch der freien\nTänzerschaft gastfreundlich anzupassen. Dies\ngeschah durch Namens- und Statutenänderung\nzur beiderseitigen Zufriedenheit, und so ist ein\nüberwiegend großer Teil der deutschen Tänzer-\nschaft in der Lage, durch den Tänzerbund als\nOrganisation die wirtschaftlichen Ziele und\ndurch den Kunstausschuß des Tänzerbundes\nden künstlerischen Tanzwillen unserer Zeit\nkundzutun und durchzusetzen.\nDie Allgemeinheit ist heute überzeugt, daß die\nTanzkunst eine wertvolle Eigenkunst ist, und\ndaß ihr ein Platz neben den anderen Künsten\ngebührt.\nMehr noch als das! Der Wert des Tanzes und\ndes tänzerischen Wesens für unsere gesamte\nKulturentwicklung ist heute allen Denkenden\nund Vorwärtsstrebenden klar geworden.\nDarum hat der Tänzerbund nicht nur Theater-\ntänzer und freie Tänzer vereint, sondern auch\nder Tanzpädagogik im weitesten Sinne ein\nAugenmerk geschenkt. Nicht nur in der wirt-\nschaftlichen Organisation, sondern vor allem\nauch in den Bestrebungen des Kunstausschusses\nwird daher dem laientänzerischen Element, wie\nes sich etwa in Laien-Tanzschulen, Bewegungs-\nchören und in der allgemeinen tänzerischen\nKörperbildung auswirkt, größtes Interesse ent-\ngegengebracht.\nDie Reinheit der tänzerischen Idee hängt von\nzwei Faktoren ab. Erstens von einer sach-\ngemäßen und allen Zukunftswünschen ent-\nsprechenden tänzerischen Erziehung\nund zweitens vom Sichtbarwerden einer tänze-\nrischen Kultur, die im Schaffen und Auf-\nführen von tänzerischen Kunst-\nwerken gipfelt.\nNur so kann der Gedanke tänzerischen Wesens\nund tänzerischer Kultur der Allgemeinheit nahe-\ngebracht werden. Nur so kann der Tanz seine\ngrundlegende, ja führende Rolle im Kultur-\ngeschehen erfüllen.\nDie tänzerische Erziehung hat heule schon\neinheitliche Normen, die aber nur immanent\nim Bewußtsein einzelner Führer leben. Diese\nNormen herauszukristallisieren und ihnen eine\nzeitgemäße Form zu geben, ist eine Grund-\naufgabe des Kunstausschusses und das eigent-\nliche geistige Programm des Tänzerbundes.\nAn praktischen Maßnahmen wird zur Durch-\nführung dieses Programmes notwendig sein,\npädagogische Richtlinien für die Tanzschulung\nzu finden und diese Richtlinien und ihre richtige\nHandhabung durchzusetzen."}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "259", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.15", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3806, "texte": "Im Grunde bestehen heute nur private Schulen,\ndie den tänzerischen Anfänger unterweisen und\nbis zur praktischen Ausübung des Tänzerberufs\n— als Lehrer oder darstellender Künstler —\nbringen. Es besteht die asolute Notwendig-\nkeit, den Weiterstrebenden eine Hochschule\nzu bieten, an der ihr tänzerisches Können und\nWissen, ihr tänzerischer Geist erhöht, ergänzt\nund weitergeführt werden kann. Die verschie-\ndenen, scheinbar widersteitenden Techniken\nund Auffassungen müssen versöhnt und ver-\nschmolzen werden zu jenem Tanzkönnen, das\nallein die Hoffnung aller tänzerisch empfinden-\nden Menschen sein kann.\nEin Tanzwissen muß dort entstehen, das seine\nBasis in tanzhistorischer und tanzwissenschaft-\nlicher Erfahrung hat und das seine Erkenntnisse\nnicht aus den tanzfremden Gebieten der\nLiteratur, der bloßen Körperpflege, oder aber\naus anderen Kunstzweigen entnimmt.\nTänzer müssen zu Tänzern sprechen! Das ist ja\nder Unterschied, der den Tänzer vom wissen-\nschaftlich oderliterarisch intellektuellen Menschen\noder von Denkern und Ausübenden\nauch künstlerischer Berufe absondert! Er lebt\nin der Welt der Bewegung, in der er das Ur-\nelement alles Seins und Werdens sieht! Wenn\nder Tänzer in allen wirtschaftlichen und päda-\ngogischen Fragen selbst bestimmt — und das\nist der Wille des Kunstausschusses — so kann\nein Vergessen und Verfallen des wichtigen\nLebenselementes der Bewegung nicht mehr\neintreten! Tänzer! Seht zurück auf Jahrzehnte,\nja auf Jahrhunderte! Wo war der kulturelle\nEinfluß dessen, was Eure innerste Ueberzeu-\ngung, Euer heiligstes Gesetz ist? Warum\nwurdet Ihr oder Eure Vorfahren unterdrückt\nund geächtet? Weil das Tänzertum die Zügel\nseiner eigenen Angelegenheiten aus der Hand\ngab! Die Hochschule, eine Stätte der ge-\nmeinsamen Forschung und der gemeinsamen\nArbeit, an der unsere Besten die Besten des\nNachwuchses formen helfen, wird als Kreis der\nFührenden und Strebenden ein Forum, das\ndie Lösung der zweiten Aufgabe — das\nSchaffen und Aufführen von Tanz-\nkunstwerken — fördert und verwirklicht.\nOft schon ist die Frage des Tanztheaters\naufgetaucht. Ein Wunsch, ein Traum, dessen\nErfüllung eine Anzahl von Klärungen voran-\ngehen müssen. Wir haben Ansätze zu\nTanzkunstwerken verschiedenster Art. Vom\nEinzeltanz über den Kammertanz zum großen\nchorischen Werk wurden mannigfache erfolg-\nreiche Versuche gemacht. Erst eine Stätte, die\nvon der breiten Oeffentlichkeit getragen ist,\nkann alle diese Bestrebungen zu voller Blüte\nbringen! Diese Stätte vorzubereiten und zu\nschaffen, ist also ein weileres Ziel des Tänzer-\nbundes !\nEine Klärung, die hierzu dringend notwendig\nist: Scharfe Trennunng des Laientanzes von\nder Tanzkunst! Keine Feindschaft! Im Gegen-\nteil. Beides soll im Rahmen des Tänzerbundes\ngepflegt und zu kultureller Höhegebrachtwerden.\nSo rundet sich der Kreis der Aufgaben und alle\nbisherigen bahnbrechenden Kämpfe und Mühen\nnähern sich immer mehr dem angestrebten\nZiel.\nNatürlich sind in diesen Aufgabenkreis auch\nalle die vielfältigen Einzelmaßnahmen einge-\nschlossen, wie sie sich notwendig aus dem\ngezeigten Gesamtwollen ergeben, Fragen\nund Maßnahmen künstlerischer, pädagogi-\nscher und propagandistischer Natur, wie\netwa: die erwähnten pädagogischen Richt-\nlinien für Lehrgänge und Lehrberechtigun-\ngen; alle Aufführungsfragen in künstlerischem\nund kunstorganisatorischem Betracht (Tourneen,\nBühnenmitgliedschaft, Ausbau des tänzerischen\nUrheberschutzes usw); Zusammenarbeit in allen\nFragen des Tanzes mit den entsprechenden\nund zuständigen Organisationen und Behörden;\nFörderung des Laientanzes durch vielfältige\nPropaganda; Fühlungnahme mit interessierten\nund interessierbaren Kreisen und öffentlichen\nStellen; allgemeine Berufsberatung; ständische\nund systematische Propaganda durch Presse\nVorträge usw., und alle anderen Maßnahmen,\ndie unserer Sache dienen können. /"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "260", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.16", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 562, "texte": "Der Kunstausschuß ist in der Lage, alle diese\nAufgaben zu fördern und im Laufe der Zeit\nzu lösen, denn hinter ihm steht eine starke\nund wirtschaftlich gefestigte Organisation. Die\nArt und das Tempo der Durchführung liegt in\nder Hand der deutschen Tänzerschaft, die ich\nhiermit nochmals um intensive klärende und\nberatende Mitarbeit ersuche. Stimmen und\nAnregungen aus allen Lagern, also auch von\nsolchen, die unserer Organisation nicht ange-\nhören, werden mir jederzeit willkommen sein.\nErster Vorsitzender des\nKunstausschusses des Tänzerbundes\n\nRudolf von Laban"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c010", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c010", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "260", "page_fin": "260", "image_debut": 16, "image_fin": 16, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.8", "titre_corps": "Brückenlos", "titre_sommaire": "Brückenlos", "signature_source": "Risto Ratkovic", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 16, "page_imprimee": "260", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.16", "debut_caractere": 564, "fin_caractere_exclue": 2010, "texte": "Brückenlos\nRisto Ratkovic\nIch werde dort am besprochenen Tage schein-\nbar und gepreßten Fäusten. Wenn Fenster\ngrinsen darf man Schwellen nicht in den\nSchwindel des Ammoniak rufen. Zuckungen\npacken abscheulich alles was ich sehe. Nein\n— tu nicht - könntest du nicht mich lieben\ndamit du dich mit der Nacht bedeckest und\nauf meinen Augen schläfst. Schwer ist es,\ndas eigene Hirn aus dem Fluß zu ziehen —\ndas Wasser reifet und die Gedanken bleiben\nim Schlamm. Mein Gedicht, wärest du stark,\ndamit Tische vierfüßige Tiere beleben und\nTatzen zu laufen anfangen wie Schildkröten.\nBin eingesperrt in alle Klaviere. Wenn ich\nzu singen beginne, es möchten allen die\nAugenlider fallen und alles kehrte in die\nGeburt zurück.\nAh wäre die Erde Bombe .... Lächerlich.\nDoch man weiß, daß Fleisch sich rührt und\nich habe ihre Füße gern. Auf Zahnstochern\nsteht ein Haus, darin mein Großvater einen\nRoman schreibt über mich. Nieberührtes\nSammt und Himmel voller Schleim. Dolch\nin das Geschlecht der Mutter — verflucht,\nalles was lebt. Warum siehst du mich so\nan — gesegnet sei alles deines Lächelns\nwegen. Es laufen Gassen und Menschen —\nTramways bleiben anstatt Liebe — Kniee\nund Kanal märchen alle Zeiten. Unglückliche\nVerworfene, Ausgestoßene knirscht vor Haß,\nbrüllt in die Nacht. Auf den Ufern Zähne\nin Ehren. Tausendjahrhundertlichen Nasen.\nEuer Weltall und Blick aus der Tasse.\nZündhölzer! Zündhölzer!\nDIE RECHNUNG IST GROSS, DENN ICH\nKAUFTE DIE GANZE WELT!"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c011", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c011", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "261", "page_fin": "261", "image_debut": 17, "image_fin": 17, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.9", "titre_corps": "Arturo Ciacelli: Gemälde", "titre_sommaire": "Arturo Ciacelli: Gemälde", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 17, "page_imprimee": "261", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.17", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 24, "texte": "Arturo Ciacelli: Gemälde"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c012", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c012", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "262", "page_fin": "264", "image_debut": 18, "image_fin": 20, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.10", "titre_corps": "Aus der Zeit für die Zeiten", "titre_sommaire": "Aus der Zeit für die Zeiten", "signature_source": "Herwarth Waiden", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 18, "page_imprimee": "262", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.18", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3382, "texte": "Aus der Zeit für die Zeiten\nHerwarth Waiden\nMorgenfeier\nin der Strafanstalt Plötzensee\nVon der Galerie der Kirche sieht man auf ein\npaar hundert Männer in Sträflingstracht. Gut\nfrisierte Köpfe. Auffallend geweckte, rasierte\nGesichter. Vorn vor dem verhängten Altar\ndas Berliner Sinfonie-Orchester unter\nLeitung von Clemens Schmalstich.\nKonzert in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee.\nJeder Gefangene hat ein Programm. Auf ihm\nist vermerkt, daß das Konzert auf Veranlassung\ndes preußischen Landtagsabgeordneten Gustav\nMenzel und mit Genehmigung des Herrn Geh.\nOberjustizrats Dr. Finkelburg, Präsidenten\ndes Strafvollzugs-Amts und seines Vertreters,\ndes Herrn Oberjustizrats Dr. Lemkes, statt-\nfindet.\nDas Orchester beginnt mit der h-moll-Sinfonie\nvon Schubert, der vollendeten Unvollendeten.\nSchweigende Andacht liegt über Häuptern, die\nsich senken. Unruhig hastende Finger falten\nsich. Eine Gemeinde. Geschaffen durch die\nJustiz. Die höchsten Beamten des Strafvollzugs\ngenehmigen den Verbrechern auf Veranlassung\neines Abgeordneten Kunst. Wie wenige mögen\nein Konzert in ihrer Freiheit gehört haben?!\nDie Diener der Konzertsäle hätten sie in ihrer\nZivilkleidung vielleicht nicht einmal hinein-\ngelassen, auch wenn sie Eintrittskarten ge-\nstohlen hätten. Jetzt kommt das Orchester zu\nihnen. Unentgeltlich. Wenn auch auf Veran«\n'assung und mit Genehmigung. Das Gewissen\nder Gesellschaft erwacht. Einsperren ist\nschließlich ziemlich einfach, wenn man die\nMacht hat und wenn man aus ihr ein Recht\nmacht. Aber wenn man human wird und\nhinterher Kunst gibt, scheint man sich doch\nnicht so sittlich zu fühlen, wie man sich es\ndurch Gefängnismauern vortäuschen will.\nDie Unvollendete schwingt aus. Schweigend\nerheben sich die Gefangenen. Schweigend\nverbeugt sich der Dirigent vor ihnen, um einige\nGrade tiefer als sonst vor einem Publikum.\nHier grüßen sich Menschen in Ehrfurcht vor\ndem Ewig-Menschlichem.\nDer Musiklehrer Grabowski von der Straf-\nanstalt spricht einige Worte, daß den Herren\ndiesmal besonders Schubert gebeten werde.\nSie wissen doch, meine Herren, wegen der\nJahrhundertfeier.\nDas ist jetzt in einem preußischen Gefängnis\nmöglich. Zum ersten Male. In Sowjet-Rußland\nhandelt man so seit Jahren. Grundsätzlich.\nNur nichts vom Ausland übernehmen. Aber\ndas Gewissen hat keine Grenzen.\nFrau Dora Lemkes singt nun Schubert-Lieder.\nFrauen sollten doch mehr Politik machen.\nAuch wenn die Männer behaupten, daß sie es\nnur können. Wo es doch nachweisbar nur\nsehr wenige können. Eine Frau ändert ganz\nschlicht den Strafvollzug. Frau Oberjustizrat\nLemkes mit Schubeit-Liedern. Die Männer\nberaten indessen seit einigen Jahren die\nnotwendig gewordene Aenderung des Straf-\nvollzugs.\nUnd immer wieder erheben sich schweigend\ndie Gefangenen.\nDie Gesangsgemeinschaft Rosebery-d'Arguto\ntritt nun vor dem verhängten Altar. Der Musik-\nlehrer führt sie ein. Er preist d'Arguto als\nFührer, den revolutionären Führer eines neuen\nChorgesangs.\nDa stehen etwa hundert versorgte und\nverarbeitete Männer, Frauen und Kinder.\nDa bricht Musik aus der Masse hervor.\nEin Schrei. Ein Klang. Ein Leid. Eine\nFreude. Sie singen dreistimmig, fünfstimmig,\nsechsstimmig, zwölfstimmig gegliedert und ver-\nbunden. Die Mitglieder der Gesangsgemein-\nschaft sind Arbeiter und Angestellte mit ihren\nFrauen, Kindern und Enkeln. Sie alle sind\nder Kunst ergeben, Werkzeuge ihrer mensch-\nlichen Empfindungen, Kunstwerk geworden"}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "263", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.19", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3626, "texte": "durch Arbeit und Leidenschaft ihres Führers.\nKein Chor von Berufsleuten oder von Bürgern\nhat je diese Wirkung erreicht. Hier wird Kunst\nmit rein künstlerischen Mitteln Erlebnis. Hier\nwird das Erlebnis menschlicher Sinne Kunst.\nHier muß auch der Ungläubige hören, daß\nKunst Bedürfnis für Menschen ist, die Menschen\nsind.\nSchweigend, schneller noch als bisher erheben\nsich die Gefangenen und stehen fast gebannt.\nUnd wieder singt die Gesangsgemeinschaft.\nAlles Volkslieder aller Völker von Rosebery-\nd'Arguto für den Chor eingerichtet. Auch\neine Negerweise.\nDa tritt plötzlich aus den Reihen der Gefan-\ngenen ein Neger hervor. Er geht zum Diri-\ngenten. Er dankt dem Chor, daß er die Nation\nder Neger nicht vergessen habe. Er werde es\nspäter seinen Landsleuten erzählen. Jetzt fühle\ner sich im Gefängnis nicht mehr so verlassen\nwie bisher. Er tritt in seine Reihe zurück.\nGrund seines Aufenthalts: politischer Verbrecher.\nDas Gewissen der Menschheit pocht hörbar in\nder Kirche.\nUnd da jauchzt das Orchester über den Raum\nvergitterter Mauern in die Zeiten. Ungarische\nRhapsodie von Franz Liszt. Lebendes Tönen.\nTönendes Leben. Erde zur Welt geweitet.\nAber noch ist man auf der Erde. Noch bei\nder Beratung der Menschlichkeit. Das wird\nnoch etwas dauern. Die Menschlichkeit hat\nmehr Zeit als die Menschheit. Die Gefangenen\nwerden abgeführt. Das Leben ist zu Ende. Die\nGesellschaftsordnung muß fortgesetzt werden.\nVielleicht wäre es einfacher, mehr menschliches\nund menschenwürdiges Leben zu genehmigen.\nGildenhall\nVon Neu-Ruppin, dem brandenburgischen\nWeimar, kommt man nach einem Spaziergang\nin einer halben Stunde zur Siedlung Gilden-\nhall. Man betrachtet mich zuerst nicht ohne\nMißtrauen. Denn neulich sei ein „Herr von\nder Presse\" dagewesen und wollte die nackten\nWeiber sehen, die nach Ansicht der Städter\nzu einer anständigen Siedlung gehören. Sie\nwurde deshalb wegen zu großer Normalität\nverrissen und man ist jetzt auf die Presse\nböse.\nDen Siedlungen geht es wie der neuen Kunst.\nWenn elwas nicht so aussieht, wie man es\ndurch Vorstellungen sich vorstellt, ist es nichts.\nIn Gildenhall leben Handwerker mit künstle-\nrischer Gesinnung. Keine Kunsthandwerker.\nSondern Menschen mit offenen Augen, mit\nLiebe zu klaren Formen und reinen Farben.\n%\nDie expressionistischen Bilder haben den\nMenschen der Gegenwart die Augen ge-\nöffnet, sie wieder sehen gelernt. Auch den\nArchitekten. Auch den Handwerkern. Und\nweil man die Blüte der Kunst erst nach\nzwanzig Jahren erkennt und anerkennt, gibt\nman den Früchten einen anderen Namen.\nTrotzdem es Früchte nur dieser Blüten sind.\nSachlichkeit ist eine schöne und eine richtige\nSache. Die Erkenntnis von der Sachlichkeit\ndes Bildes heißt Expressionismus. Hingegen\nist Neue Sachlichkeit ein Pseudonym für auf-\ngehellten akademischen Kitsch.\nDie Architekten kratzen die Gipsgeschwüre\nvon ihren Häusern ab. Die echten Plastiken,\ndie sich unter den Balken bogen, werden\nzur Schuttabladestelle gefahren. Die amtliche\nKunstkommission hat sie nach ängstlichen\nProtesten greiser Kunstbeflissener als völlig\nwertlos bezeichnet. Selbst die Ähnlichkeit der\nbetroffenen Größen wird amtlich bestritten.\nMan findet ferner allgemein, daß grau greulich\nsei und entdeckt Farben. Sogar die Kieswege\nfindet man amtlich nicht freudig genug. Jetzt\nmuß die Farbe nicht nur gesehen, es muß\nauch auf sie getreten werden. Zwanzig Jahre\nhindurch erhielt man Tritte, wenn man für die\nFarbe eintrat. Aber besser, zu spät einsehen,\nals nie sehen.\nNur die Möbelindustrie will nicht. Sie bewahrt\nden Geist der großen Zeit. Die Wohnung ist\nder Schmuck des Daseins. Also rauf mit dem\nSchmuck. Durch die Laubsäge wird alles"}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "264", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.20", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1637, "texte": "edel. Oder man drechselt, was das Zeug aus-\nhält. Holzsäulen unten und oben machen alles\ngriechisch. Dazu noch ein Bild in die Frisier-\ntoilette, Delfter Kacheln in die Paneele ein-\ngelassen und das Heim ist fertig. Schränke\naus dem Mittelalter und Stühle aus der Ritter-\nzeit, stilechte Kopien, erfüllen das bürgerliche\nLeben mit Phantasie. Und Wandregale geben\nfür bessere Dichter und Denker in Kleinformat\nimmer noch einen bescheidenen Platz.\nMit diesem Unrat räumt der „Hausrat Gildenhall\"\nauf. Man macht brauchbare und gebrauchs-\nfähige Gegenstände. Ohne ungestaltene Kunst,\naber mit gestaltenden Sinnen. Man läßt keine\nLöwen aus den Betten brüllen oder Vögel auf\nden Stühlen hocken. Oder Weinranken über\ndie träumenden Schränke gleiten. Man läßt\ndas einfach alles fort und die Möbel sind an-\nständig. Eben Möbel. Wenn der Mensch als\nEbenbild Gottes schon einen Vogel haben muß,\nbraucht der Stuhl doch durchaus nicht Ebenbild\ndes Menschen zu werden. Und daß der Teller\nnach dem Genuß des Bratens fettige Blumen\nzeigen muß, mag künstlerisch sein, bleibt aber\ntrotzdem nicht appetitlich.\nAus Gildenhall kann man das ganze Haus,\nvom Haus selbst bis zum Korkenzieher, be-\nziehen. Alles einfach in der Form und vielfach\nin der Farbe. Handgefertigt mit künstlerischem\nSinn und ohne künstlerischen Unsinn. Der\nleitende Architekt Westphal sucht die Kollektiv-\narbeit der Handwerkschaft Gildenhall. Die sucht\nden Kollektivauftrag. Ihn zu geben ist eine\nlohnende Aufgabe in jedem Sinn. Denn nur\ndurch organische Zusammengehörigkeit des\nÄußeren und des Inneren entsteht eine Wesen-\nheit.\nSeptember: Sonderheft\n„Moderne Typographie und Reklame\""}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c013", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c013", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.11", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.2", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 114, "texte": "Monatsschrift Der Sturm\nDie fuhrende Zeitschrift der neuen Kunsl\n19. Jahrgang 1928\nJahr 12 M Halbjahr 6 M Heft 1 M"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c014", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c014", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.12", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.2", "debut_caractere": 116, "fin_caractere_exclue": 195, "texte": "Herwarth Walden\nIm Geschweig der Liebe\nGedichte I\nIn Ganzleinen gebunden 3 Mark"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c015", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c015", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.13", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.2", "debut_caractere": 197, "fin_caractere_exclue": 680, "texte": "W. Marzillier & Co., Berlin W\nGrtinewaldsfraße 14-15\nHofspediteur S. M. des Konigs von Spanien\nGegriindet 1854 Gegriindet 1854\nSpedition u. Mobeltransporte, Verpackung u. Lagerung\nvon Gemalden u. Kunstgegenstanden jed. Art, Lieferung\nund Emptang nach und von alien Kunstausstellungen\ndes In- u. Auslandes. Transport versicherungen aller Art\nSpediteuredesWirtschaftlichenVerbandesßildender\nKiinstler / der Secession / des Verbandes Deutscher\nUhistratoren und Hausspediteur des „Sturmu"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c016", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c016", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "n. p.", "page_fin": "n. p.", "image_debut": 2, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.14", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.2", "debut_caractere": 682, "fin_caractere_exclue": 1294, "texte": "La Renaissance de L'Art Fran gals\net des Industries de Luxe\nGegrundei von Henry Lapauze / Erscheini zu Beginn jedes\nMonais als Band von 60 bis 100 Seiien Quartformat\n(25 : 32) mit zahlreidien Abbildungen\nDie Redaktion veroffentlichi Beiirage der anerkannten\nSdirijtsteller und Krffiker alter Lander Europas. Ihre\ndokumentarischen Studien und akiuellen Chroniken bieten\nein vollstandiges Bild der Akiivitat der Kunste auf der\nganzen Erde\nII\nAhotviement Frankreich 150 francs\nAusland 200 francs\nMan abonniert in alien Euchhandlungen und direkt beim Verlag\nLa Renaissance de L'Art Fran gais / 10-n Rueßoyale / Paris"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c017", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c017", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[247]", "page_fin": "[247]", "image_debut": 3, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.15", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "[247]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.3", "debut_caractere": 407, "fin_caractere_exclue": 1186, "texte": "Charkow7 Ukraina\nDergwidan (Staatsverlag)\nI\nMonatsschrift der linken Formation der Kunste\nunter Leitung von M. Semenko\nNowa Generazia\nDie neue Generation\nZweiter Jahrgang\nDie Zeitschrift behandelt theoretische Fragen und demonstriert die Praxis der linken Kunste\n(Literatur / Kino / Malerei / Architektur / Theater u. a.) in konstruktiver und destruktiver\nBedeutung. Sie veroffentlicht Qedichte / Erzahlungen / Novellen / Artikel: formell-\nuntersuchende, theoretische, polemische Chronik / Pamphlete / Reportage / Feuiileton /\nReferate / Bulletins der neuen Kunst / Reproduktionen / Lichtbilder und vieles andere.\nBezuasoreis : I Jahrlich 4 Dollar 55 cts.\nI Halbjahr 2 Dollar 45 cts.\n| Einzelheft 50 Cents\nBestellungen sind an den Sturm / Berlin W9 Potsdamer Str. 134a zn richten"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c018", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c018", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[247]", "page_fin": "[247]", "image_debut": 3, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.16", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "[247]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.3", "debut_caractere": 1188, "fin_caractere_exclue": 1195, "texte": "11l\n* o"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c019", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c019", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[248]", "page_fin": "[248]", "image_debut": 4, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.17", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "[248]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.4", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2730, "texte": "\\AJ p I TDI I I—l M P DER SCHAUBUHNE XXIV. JAHR\nVVL. L_ I LJ U I lIM I— Wochenschrift fur Politik, Kunst und Wirtschaft\nBegrundet von Siegf r ie d Jacobsohn / Unter Mitarbeit von\nGeleitet von Carl v. OssietzKy\nMonatlich 2 RM. / Einzelnummer 60 Pfennig / Vierteljahrlich 6 RM. /\nURTE I L E :\nKurt Tucholsky\nProbenummer kostenfrei\nDer Tag (Wien). Der „Weltbiihne\" muß man zubilligen,\ndaß sie von Jahr zu Jahr besser wird und heute eine Hohe\nerreicht hat, die uniibertrefflich erscheint. Sie ist die Wochen-\nschrift, die allein heute über das politische und wirtschaftliche\nGeschehen in Deutschland mit Aufrichti'keit und Mut orien-\ntiert. Sie zahlt die besten Kopfe Deutschlands zu ihren Mit-\narbeitern. Witz und Humor sind in ihr zu Hause. Aber sie\niiberwuchern nicht, denn dazu ist die Zeit, deren Spiegel diese\nZeitschrift ist, zu ernst. Wer eins dieser roten Hefte in die\nHand nimmt, kann sichersein, keine Zeile darin zu finden, die\nnicht auch ihn anginge und fur ihn wichtig ware. Es gibt fcaum\nirgend etwas, das großeres Vergnugen beieiten konnle, als\ndas brscheinen einer neuen Nummer der „Wel biihne\".\nHer Zwiebelfisch. Nicht oft genug kann ich meinen\nLesern die „Weltbiihne\" ans Herz legen. Bestellt lieber den\n„Zwiebelfisch\" ab, als daß ihr auf sie verzichtet. An Geist,\nGesinnung, Urleilsscharfe und Pflege einer klaren und edlen\nAusdrucksform hat sie nicht ihresgleichen.\nKarlsruher Zeitung. Eine ganz hervorragend redi-\ngierte wahihaft zeiigemafie, bis in die letzte Zeile interessante\nWochenschrift.\nBerliner Volkszeitung. Eine ebenso schneidige,\nwie gediegene Wochenschrift.\nDie Zukunft. Eine der am wiirdigsten redigierten Zeit-\nschriften, die wir besitzen. Ein Golfstrom: LebendigKeit,\nWarme, Geistigkeit, Kampf, Witz, Seele, geht von ihr aus.\nNeue Berliner Zeitung. De mutigste und best-\ngeschnebene Wochenschrift Oeutschlands.\nMagdeburgische Zeitung. Eine Zeitschrift, die\ngerade durch ihre energische Stellungnahme zum Nachdenken\nreizt.\nFrankfurter Zeitung. Mit dieser Zeitschrift ist\nkeine Verwandlune, sondern wirklich eine Entwicklung ge-\nschehen. Aus der Kritik der Schaubiihne ist organisch die\nKri ik der Weltbuhne erwachsen. In den Sturinen der Re-\nvolution scheint sie sich erst recht kraftvoll zu entfalten.\nPrager Tageblatt Das ausgezeichnete Berliner\niheaterbiatt hat sich zur ersten polihschen Zeitschrift Deutsch-\nlands entwickelt.\nDas Buch. Die „Weltbuhne\" kann man neidlos als die\nbes e Zei schrift bezeichnen.\nNeue Zuricher Zeitung. Die „Weltbuhne\" ist\nimmer anregend, instruktiv und loblich furchtlos.\npasSfachelscbwein: . . . sie ist Deutschlands\nbestredigierte Wochenschrift. Wer sie nicht kennt und liebt\nverdient nicht, daß sie existiert.\nVERLAG DER WtLTBOHNE / CHARLOTTENBURG, KANTSTR. 152"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c020", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c020", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[248]", "page_fin": "[248]", "image_debut": 4, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.18", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "[248]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.4", "debut_caractere": 2732, "fin_caractere_exclue": 2941, "texte": "Sturm-laden\nBln.-Charlottenburg, Schluterstr. 54\nEckhaus Niebuhrstr. / Am Kurfiirstendamm\nFernruf: Amt Bismarck 694\nAusstellung:\nHermann Seewald\nNeue Bilder / Graphik\nBesichtigung\nohne Kaufzwang gern gesiattet"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c021", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c021", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "[248]", "page_fin": "[248]", "image_debut": 4, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.19", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "[248]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.4", "debut_caractere": 2943, "fin_caractere_exclue": 3149, "texte": "VERLAG PER STURM / BERLIN W 9\nVORZUGS-ANGEBOT\nHERWARTH WALDEN:\nEINBLICK\nIN KUNST\nDIE BESTE EINFIJHRUNG IN DEN\nEXPRESSIONISMUS UND KUBISMUS.\n70 ABBILDUNSEN, 4 FARBI6E KUNST-\nBEILA6EN STATT KM. 6.50, RM. 2.50"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c022", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c022", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "265", "page_fin": "265", "image_debut": 21, "image_fin": 21, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.20", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 21, "page_imprimee": "265", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.21", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 54, "texte": "»' I \"* *V\nIM\nMUSIK BAUT DER SEELE\nGOLDNE BRUCKEN\nHAUS"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c023", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c023", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "265", "page_fin": "265", "image_debut": 21, "image_fin": 21, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.21", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 21, "page_imprimee": "265", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.21", "debut_caractere": 56, "fin_caractere_exclue": 953, "texte": "Verlao Der Sturm / Berlin W 9\nKunstler - Postkarten / Verlag Der Sturm\nNacb Gemalden, Zeichnungen und Bildwerken folgender Kunstler:\nAlexander Archipenko / 4\nRudolf Bauer / 4\nVincene Benes\nUmber to Boccioni 112 / 2\nCampendonc / 2\nMarc Chagall / 7\nOthon Coubine\nRobert Delaunay\nTour Donas\nLyonel Feininger\nAlbert Gleizes / 2\nJacoba van Heemskerck \"112/ 3\nSigrid Hjerten Griinewald\nAlexei von Jawlensky\nBela Kadar\nKandinsky / 3\nPaul Klee\nOskar Kokoschka / 2\nFernand Leger / 2\nAugust Macke 112\nFranz Marc 112 / 3\nCarl Mense\nJean Metzinger\nJohannes Molzahn\nGeorg Muche\nGabriele Miinter\nGeorg Schrimpf\nKurt Schwitters\nGino Severini\nFritz Stuckenberg\nArnold Topp\nMaria Uhden 112\nWilliam Wauer / 5\nMarianne von Werefkin\nNegerplastik\nGewebe aus Alt-Peru\nJede Karte 20 Pfennig / Farbige Karte Chagall: Die Kleinstadt / 30 Pfennig\nDie Ziffern hinter den Namen bedeuten die Zahl der reproduzierten Kunstwerke"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c024", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c024", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "265", "page_fin": "265", "image_debut": 21, "image_fin": 21, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.22", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 21, "page_imprimee": "265", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.21", "debut_caractere": 955, "fin_caractere_exclue": 1463, "texte": "Dichtungen von HERWARTH WALDEN\nIm Geschweig der Liebe / Gedichte / Gebunden in Ganzleinen 3 Mark\nDas Buch der Menschenliebe / Roman Die Harte der Weltenliebe / Roman\nJedes Buch 2 Mark\nErste Liebe / Ein Spiel mit dem Leben Die Beiden / Ein Spiel mit dem Tode\nSunde / Ein Spiel an der Liebe Glaube / Komitragodie\nLetzte Liebe / Komitragodie\nJedes Buch i Mark\nWeib I Komitragodie / 3 Mark\nKind / Tragodie Trieb / Eine biirgerliche Komitragodie\nMenschen / Tragodie\nJedes Buch 2 Mark\nYerlag Der Sturm / Berlin W 9"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c025", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c025", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "266", "page_fin": "266", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.23", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "266", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.22", "debut_caractere": 324, "fin_caractere_exclue": 360, "texte": "Bauhausbiicher\nALBERT LANGEN MOnchen"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c026", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c026", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "266", "page_fin": "266", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.24", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "266", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.22", "debut_caractere": 362, "fin_caractere_exclue": 429, "texte": "PORT MIT DEM REGENSCHIRM!\nMAN tragt jetzt einen\nREGEN - HAUT-MANTEL"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c027", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c027", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "266", "page_fin": "266", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.25", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "266", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.22", "debut_caractere": 431, "fin_caractere_exclue": 1099, "texte": "D. R. P. und D. R. G.M. nur 10 g schwer,\nFischhaut-Im., vorziiglich bewahrt gegen\nDurchnassung, bequem zusammengefaltet\nwie ein Notizbuch in der Tasche mitfiihrbar;\ndauerhaft und haltbar. Sehr vorteilhaft fur\nDamen und Herren (auch Kinder) in Regen\nund Schnee, bei Ausfliigen und Sport. Re-\nklamepreis mit Extra-Etui nur RM 7,50\nfranko als Nachnahme oder bei Yorein-\nsendung auf Postscheckkonto Koln 1125 67,\nfranko RM 1— (3 Stck. RM 18,50).\nBei Nichtgefallen garantierter Umtausch.\nPreisliste u. Probesendung auch iiber sonstige\nRegenbekleidung kostenlos auf gefl. Anfrage.\n(Adressen deutlich schreiben.)\nLavu-Export in Bonn a. Rli.\nVertreter werden noch eingestellt!"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c028", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c028", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "266", "page_fin": "266", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.26", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "266", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.22", "debut_caractere": 1101, "fin_caractere_exclue": 1274, "texte": "Wir bitten unsere Interes-\nsenten nntl Leser, fiir die\nZeitschrift ~Der Sturm\" zu\nwerben. Wir sind gern be-\nreit, an angegebene Adres-\nsen kostenlos Probehefte zn\nversenden."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c029", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c029", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "266", "page_fin": "266", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.27", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "266", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.22", "debut_caractere": 1276, "fin_caractere_exclue": 1360, "texte": "Choreographisches Institut Laban\nBerlin-Grunewald\nGillstrafee 10 / Tel : Uhland 7645"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c030", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c030", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "266", "page_fin": "266", "image_debut": 22, "image_fin": 22, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.28", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 22, "page_imprimee": "266", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.22", "debut_caractere": 1362, "fin_caractere_exclue": 1945, "texte": "Sonderkurse in der\nBewegungsschrifi Laban\nDie Bewegungsschrift Laban wurde\nvom 11. Deutschen Tanzerkongrefe\nin Essen/Ruhr 1928 „als eine\ngeistige Leistung ersten Ranges\"\nbezeichnet und von den Theater-\nBallettmeistern die Einfuhrung der-\nIselben als praktisches Tanznoiie-\nrungsmittel einsiimmig beschlossen.\nSommerkurse Juli /August\nlim Posistadion fur Tanzer,\nBalleftmeister, Bewegungs-\nlehrer, Laten.\nBerufsausbildun g\n■ fur Buhnenianzer, Bewegungs-\nlfhrcr und Tanzschreiber.\nLaienkurse in lanzerischer Korperbildung\nWiederbeginn: 1. August 1928\nProspekte und Auskunfte kostenlos!"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c031", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c031", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "267", "page_fin": "267", "image_debut": 23, "image_fin": 23, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.29", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 23, "page_imprimee": "267", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.23", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 233, "texte": "Amor Skin\nstellt die Schonheitspflege\nauf ganz neue Methoden,\nbelebt das Wachstum der inneren Gewebe\nund macht die Haut jung und friscb.\nDie Kunst der Natur\niibertrifft\nalle kunstliche Schonheit\nOpoterapia G.m.b.l. / Berlin-Grunewald"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabg-1928-08-01-c032", "article_bluemountain": "bmtnabg_1928-08_01#c032", "volume": "bmtnabg_1928-08_01", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "268", "page_fin": "268", "image_debut": 24, "image_fin": 24, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.2.30", "titre_corps": "[Publicité]", "titre_sommaire": "[Publicité]", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 24, "page_imprimee": "268", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.24", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 803, "texte": "Dr. Walther Rothschild, Bln.-Grunewald\n%\nDeutsch-Franzosische\nMonatsschrift der Deutsch-Franzosischen Gesellscliaft\ny..|\nHerausgegeben von:\nOtto Grautoff / Heinrieh Eduard Jacob I Rudolf Meerwarth / Fritz Nor den\nEdgar Stern-Rubarth I Maurice Boucher / Edmund Jaloux Henri Lichtenberger\nH a1 b j ahrlich 10 Mark\nInhalt des letzten Heftes;\nHEINRICH EDUARD JACOB: Die Begegnung in Cannes.\nEDGAR STERN-RUBARTH: Das Ergebnis der franzosischen Wahlen.\nJEAN GIRAUDOUX: Der erste unterzeichnete Traum.\nLEON J. SPRINGER: Dekobra nnd Genossen.\nFRITZ NORDEN: Deutsch-franzosische Rechtsgemeinschaft.\nDEUTSCH-FRANZOSISCHER AUSTAUSCH.\nALEXANDR GUTFELD: Die franzosische Wirtschaft im April 1928.\nOTTO FORST: Francois de Curel i\".\nFRITZ NEUGASS: Diirer in Paris.\nZ EIT S C H[R IFTENSCHAU.\nProspekt zur Verf ii g un g"}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "couv. 1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.1", "texte": "DER STURM\nMONATSSCHRIFT ,\n/HERAUSGEBER: HERWARTH WALDEN\nBerlin W9 / Potsdamer Strafee 134 a / Abonnement: für das Jahr 12 Mark / halbjährlich 6 Mark\nDie führende Zeitschrift der neuen Kunst\n19. Jahrgang / 5. Heft\nBerlin / August 1928\n\nArturo Ciacelli: Gemälde\n\nDer Sturm / Kunstausstellung und Verlag\nvom 1. September 1928 ab:\nKurfürstendamm 53 / Berlin Wl5"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "n. p.", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.2", "texte": "Monatsschrift Der Sturm\nDie fuhrende Zeitschrift der neuen Kunsl\n19. Jahrgang 1928\nJahr 12 M Halbjahr 6 M Heft 1 M\n\nHerwarth Walden\nIm Geschweig der Liebe\nGedichte I\nIn Ganzleinen gebunden 3 Mark\n\nW. Marzillier & Co., Berlin W\nGrtinewaldsfraße 14-15\nHofspediteur S. M. des Konigs von Spanien\nGegriindet 1854 Gegriindet 1854\nSpedition u. Mobeltransporte, Verpackung u. Lagerung\nvon Gemalden u. Kunstgegenstanden jed. Art, Lieferung\nund Emptang nach und von alien Kunstausstellungen\ndes In- u. Auslandes. Transport versicherungen aller Art\nSpediteuredesWirtschaftlichenVerbandesßildender\nKiinstler / der Secession / des Verbandes Deutscher\nUhistratoren und Hausspediteur des „Sturmu\n\nLa Renaissance de L'Art Fran gals\net des Industries de Luxe\nGegrundei von Henry Lapauze / Erscheini zu Beginn jedes\nMonais als Band von 60 bis 100 Seiien Quartformat\n(25 : 32) mit zahlreidien Abbildungen\nDie Redaktion veroffentlichi Beiirage der anerkannten\nSdirijtsteller und Krffiker alter Lander Europas. Ihre\ndokumentarischen Studien und akiuellen Chroniken bieten\nein vollstandiges Bild der Akiivitat der Kunste auf der\nganzen Erde\nII\nAhotviement Frankreich 150 francs\nAusland 200 francs\nMan abonniert in alien Euchhandlungen und direkt beim Verlag\nLa Renaissance de L'Art Fran gais / 10-n Rueßoyale / Paris"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "[247]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.3", "texte": "DER STURM\nMONATSSCHRIFT / HERAUSGEBER: HERWARTH WALD EN\nBerlin W9 / Potsdamer Strafte 134 a / Abonnement: für das Jahr 12 Mark / halbjährlich 6 Mark\n\nJunkers Larissa Reissner (Schluss)\nGedichte Max Breuel\nAn die deutsche Tänzerschaft Rudolf von Laban\nBrückenios Risto Ratkovic\nAus der Zeit für die Zeiten Herwarth Waiden\nAbbildungen: Drei Gemälde von Arturo Ciacelli\nZwei Linoleumschnitte von Edm. Kesting\n\nCharkow7 Ukraina\nDergwidan (Staatsverlag)\nI\nMonatsschrift der linken Formation der Kunste\nunter Leitung von M. Semenko\nNowa Generazia\nDie neue Generation\nZweiter Jahrgang\nDie Zeitschrift behandelt theoretische Fragen und demonstriert die Praxis der linken Kunste\n(Literatur / Kino / Malerei / Architektur / Theater u. a.) in konstruktiver und destruktiver\nBedeutung. Sie veroffentlicht Qedichte / Erzahlungen / Novellen / Artikel: formell-\nuntersuchende, theoretische, polemische Chronik / Pamphlete / Reportage / Feuiileton /\nReferate / Bulletins der neuen Kunst / Reproduktionen / Lichtbilder und vieles andere.\nBezuasoreis : I Jahrlich 4 Dollar 55 cts.\nI Halbjahr 2 Dollar 45 cts.\n| Einzelheft 50 Cents\nBestellungen sind an den Sturm / Berlin W9 Potsdamer Str. 134a zn richten\n\n11l\n* o"}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "[248]", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.4", "texte": "\\AJ p I TDI I I—l M P DER SCHAUBUHNE XXIV. JAHR\nVVL. L_ I LJ U I lIM I— Wochenschrift fur Politik, Kunst und Wirtschaft\nBegrundet von Siegf r ie d Jacobsohn / Unter Mitarbeit von\nGeleitet von Carl v. OssietzKy\nMonatlich 2 RM. / Einzelnummer 60 Pfennig / Vierteljahrlich 6 RM. /\nURTE I L E :\nKurt Tucholsky\nProbenummer kostenfrei\nDer Tag (Wien). Der „Weltbiihne\" muß man zubilligen,\ndaß sie von Jahr zu Jahr besser wird und heute eine Hohe\nerreicht hat, die uniibertrefflich erscheint. Sie ist die Wochen-\nschrift, die allein heute über das politische und wirtschaftliche\nGeschehen in Deutschland mit Aufrichti'keit und Mut orien-\ntiert. Sie zahlt die besten Kopfe Deutschlands zu ihren Mit-\narbeitern. Witz und Humor sind in ihr zu Hause. Aber sie\niiberwuchern nicht, denn dazu ist die Zeit, deren Spiegel diese\nZeitschrift ist, zu ernst. Wer eins dieser roten Hefte in die\nHand nimmt, kann sichersein, keine Zeile darin zu finden, die\nnicht auch ihn anginge und fur ihn wichtig ware. Es gibt fcaum\nirgend etwas, das großeres Vergnugen beieiten konnle, als\ndas brscheinen einer neuen Nummer der „Wel biihne\".\nHer Zwiebelfisch. Nicht oft genug kann ich meinen\nLesern die „Weltbiihne\" ans Herz legen. Bestellt lieber den\n„Zwiebelfisch\" ab, als daß ihr auf sie verzichtet. An Geist,\nGesinnung, Urleilsscharfe und Pflege einer klaren und edlen\nAusdrucksform hat sie nicht ihresgleichen.\nKarlsruher Zeitung. Eine ganz hervorragend redi-\ngierte wahihaft zeiigemafie, bis in die letzte Zeile interessante\nWochenschrift.\nBerliner Volkszeitung. Eine ebenso schneidige,\nwie gediegene Wochenschrift.\nDie Zukunft. Eine der am wiirdigsten redigierten Zeit-\nschriften, die wir besitzen. Ein Golfstrom: LebendigKeit,\nWarme, Geistigkeit, Kampf, Witz, Seele, geht von ihr aus.\nNeue Berliner Zeitung. De mutigste und best-\ngeschnebene Wochenschrift Oeutschlands.\nMagdeburgische Zeitung. Eine Zeitschrift, die\ngerade durch ihre energische Stellungnahme zum Nachdenken\nreizt.\nFrankfurter Zeitung. Mit dieser Zeitschrift ist\nkeine Verwandlune, sondern wirklich eine Entwicklung ge-\nschehen. Aus der Kritik der Schaubiihne ist organisch die\nKri ik der Weltbuhne erwachsen. In den Sturinen der Re-\nvolution scheint sie sich erst recht kraftvoll zu entfalten.\nPrager Tageblatt Das ausgezeichnete Berliner\niheaterbiatt hat sich zur ersten polihschen Zeitschrift Deutsch-\nlands entwickelt.\nDas Buch. Die „Weltbuhne\" kann man neidlos als die\nbes e Zei schrift bezeichnen.\nNeue Zuricher Zeitung. Die „Weltbuhne\" ist\nimmer anregend, instruktiv und loblich furchtlos.\npasSfachelscbwein: . . . sie ist Deutschlands\nbestredigierte Wochenschrift. Wer sie nicht kennt und liebt\nverdient nicht, daß sie existiert.\nVERLAG DER WtLTBOHNE / CHARLOTTENBURG, KANTSTR. 152\n\nSturm-laden\nBln.-Charlottenburg, Schluterstr. 54\nEckhaus Niebuhrstr. / Am Kurfiirstendamm\nFernruf: Amt Bismarck 694\nAusstellung:\nHermann Seewald\nNeue Bilder / Graphik\nBesichtigung\nohne Kaufzwang gern gesiattet\n\nVERLAG PER STURM / BERLIN W 9\nVORZUGS-ANGEBOT\nHERWARTH WALDEN:\nEINBLICK\nIN KUNST\nDIE BESTE EINFIJHRUNG IN DEN\nEXPRESSIONISMUS UND KUBISMUS.\n70 ABBILDUNSEN, 4 FARBI6E KUNST-\nBEILA6EN STATT KM. 6.50, RM. 2.50"}, {"page_pdf": 5, "page_imprimee": "249", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.5", "texte": "Junkers\nII\nLarissa Reissner\n\nDie Erde gehört „der Republik\". Sie ist rest-\nlos aufgeteilt, für viele Jahre zugeschnitten.\nDie Nähte, die der Versailler Friede und der\nDawes-Pakt gezogen haben, werden nicht so\nbald von Bajonetten aufgetrennt werden. Da-\ngegen ist der Himmel, der große, blaue Kon-\ntinent, noch nicht restlos entdeckt und erobert.\nHier gibt es unberührte Tiefen und Wege, die\nnoch keiner gegangen ist. Wie reiche, dem\nRaub preisgegebene Karawanen ziehen dort\ndie Wolken vorüber. Auch läßt sich das bereits\nEroberte nicht so ohne weiteres festhalten. Die\nHegemonie in der Luft bleibt stets das labile\nErgebnis der sich ändernden Kräfteverhältnisse.\nDer kühnste Flug hinterläßt keine Spur —\nnicht einmal jenen flüchtigen Schaum, der dem\nDampfer durch den Ozean folgt.\nDie Großmächte schleudern eine Luftflotte nach\nder anderen in den Raum, aber die Tonnage\ndieser Schiffe ist, verglichen mit den Millionen\nvon Kubikkilometern, lächerlich gering. Das\nist der Traum des künftigen Krieges: um\nRußlands Schneebenen mit Dynamit zu be-\ndecken, um China zur Vernunft zu bringen —\nmuß die Flotte des Gegners, einem Sternen-\nmeer gleich, die Erde belagern, den Tag in\ndie Nacht verwandeln können.\nDie zur Zeit des Kaiserreichs begonnene Ex-\npansion setzt sich in den Bewegungen der\nJunkers-Flugzeuge fort, die fremde Himmels-\ngewölbe durchfurchen. China ist verloren,\nKiautschau entrissen; die Bagdad-Bahn ver-\nloren, Kongo ebenfalls. Aber es gibt einen\nchinesischen Himmel, der allen Winden offen-\nsteht. Die verlorene Flagge der Festung am\nStillen Ozean flattert jetzt über den Wolken.\nHoch oben kreuzen und schneiden sich die\nfeindlichen Linien. Der Kampf um diese\nKolonien beginnt erst.\nDie Junkers-Flugzeuge gewinnen sie nicht für\nsich selbst, nicht für ihr Land, Die Versailles-\nFesseln sind nicht so leicht abzuschütteln. Man\narbeitet für jeden beliebigen Auftraggeber, für\njeden Käufer.\nDie Fühlhörner der „Deruluft\" betasten Italien,\nSchweiz, die skandinavischen Länder; Sachsen-\nberg unternimmt einen Angriff gegen den Balkan\nund weiter gegen die anatolische Türkei.\nIn dem sonst so stillen Dessau begann es eines\nTages wie in einem aufgeregten Bienenkorb\nzu lärmen. Die zusammengeflogenen Piloten\nsetzten sich mit finsteren Gesichtern an ihren\nKantinentisch. Streng nach Rang und Ordnung,\nwie in einem Offizierskasino. Der eine kam\naus Persien, der andere brachte den Sand der\nGobi-Wüste an seinen Kleidern mit, der dritte\n— den Sonnenbrand des russischen Sommers.\n„Wie geht es dem Kronprinzen?\"\n„Ich danke, Seine Majestät hat ein neues Pferd\ngekauft.\"\n„Der König von Sachsen . . .\"\nAber diese Neuigkeiten sind nicht von jener\nArt, um derentwillen sie sonst bereit sind, den\nHimmel der ganzen Welt abzusuchen. Die\nBombe kommt erst.\n„Haben Sie schon gehört? Junkers hat mit\nPolen eine Konzession unterzeichnet. Wir\nwerden für diese Kanallien eine Flotte bauen.\"\nEine ganze Woche lang trinkt diese Gralrunde\nmit finsteren Gesichtern, schweigt und macht\nwiderwillig seine Kutscherrechnung: mißt die\nKilometer ab, die ihre Flugzeuge bei der letzten\nFahrt zurückgelegt haben. Nichts zu machen.\nSo ist das Gesetz der kapitalistischen Entwick-\nlung. Der Handel ist parteilos, international.\nDer obdachlose deutsche Imperialismus züchtet\nbei Freund und Feind seine Zerstörer. In der\nHoffnung, daß die Lehrlinge und Gesellen nicht\nso bald die Meisterreife erlangen, daß im ent-\nscheidenden Augenblick eigene Leute am Steuer\nsitzen, daß niemals deutsche, von deutschen In-\ngenieuren gebaute Flugzeuge auf deutsche Felder\nihre Schatten werfen. Vergebliche Hoffnung!"}, {"page_pdf": 6, "page_imprimee": "250", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.6", "texte": "Die Kriegsindustrien lernen gierig von den\nPiloten und Konstrukteuren des Junkers-\nWerkes. Aber kaum sind sie imstande, die\nersten Gehversuche selbständig, ohne den\nMeister zu machen, jagen sie ihn über die\nGrenze, denn sie fühlen in ihm den unversöhn-\nlichen, ewigen Feind. Alle Bemühungen, sich\nmit ehrlicher, durchaus uneigennütziger Arbeit\neine dauernde Position zu schaffen, fruchten\nnichts. Je besser die Schule, desto schneller\nerlangt der Schüler die Reife, desto schneller\nwirft er die ausländische Vormundschaft von\nsich. Je gewissenhafter Junkers seine Ver-\npflichtungen erfüllt, desto schneller sucht man\nihn loszuwerden. Eine nach der anderen, ver-\nschließen sie ihm die Tore der von ihm ge-\nbauten und in Betrieb gesetzten Flugzeugwerke.\nEitelkeit und Vorwitz seiner Schüler beschleu-\nnigen noch den Prozeß.\nNiemanden treffen diese Katastrophen so\nschmerzlich wie Junkers selbst. Bei den\nersten beunruhigenden Telegrammen verdoppelt\ner seine Anstrengungen, investiert in die be-\ndrohten Betriebe neue Summen. Das brachte\nihn schon öfters an den Rand des Ruins. Aber\nalles umsonst: eines schönen Tages erscheinen\nerbitterte, wieder arbeitslos gewordene Ingeni-\neure vor der Schwelle des stillen Dessauer\nHäuschens.\nJunkers ist ein Gelehrter vom reinsten Wasser.\nDie Luftverkehrslinien sind für ihn letzten Endes\nebenso notwendig, wie der Ofen in seinem\nLaboratorium. Er macht sie, um die Kosten\nseiner Versuche zu decken, ohne sich über die\nungeheure politische Bedeutung der von ihm\ngeschaffenen internationalen Organisation im\nklaren zu sein. Was bedeutet Geld, verglichen\nmit jener Injektion von Wissen, Erfahrung und\nOrganisation, die er der Welt einspritzt!\nSchließlich kann dieser Professor sich nicht\nbeklagen. Unter welchen Flaggen seine Luft-\nflotten heute auch segeln mögen, keine Re-\ngierung verfügt über einen solchen Stab von\nglänzend trainierten, erfahrenen und geschulten\nFliegern, Ingenieuren und Arbeitern. Jeder\nseiner Leute hat von der Pike angefangen.\nDie meisten haben als Freiwillige begonnen,\nhaben monatelang ohne Entgelt gearbeitet, ge-\nhungert, Not gelitten. Sie wuchsen mit ihren\nMaschinen. Jeden Schritt vorwärts, jede neue\nErfindung prüften sie in der Praxis. Die Piloten\nsind feinfühlige Kontrollapparate, ohne die der\nProfessor nicht hätte arbeiten können. Wie\nnützlich war ihm z. B. der kleine Jüterbog, der\nunermüdliche Luftkutscher, der zu seinen\nNomadenfahrten den Osten erwählt hat. Er\nfliegt niedrig, hält sich näher an die Erde. Bei\nstürmischem Wetter schlagen die Schaum-\nspritzer des Kaspischen Meeres fast an seine\nFlügel — im Nebel stolpert er über die\nTelegraphenpfosten der Ost-Indischen Kom-\npagnie, aber es hat sich noch nie ereignet, daß\nWind oder Nebel ihn irgendwo auf halbem\nWege zur Umkehr gezwungen hätten. Er wird\neinen Tag lang herumirren, abej seine Tasche\nmit Briefen und zwei — drei gelbgesichtige,\nseekranke persische Kaufleute werden sicher\nan ihren Bestimmungsort gebracht werden.\nSo ist Jüterbog, — was weiß er nicht alles zu\nerzählen: vom tropischen Tau, von unendlich\nfeinen Staubwolken der Wüsten, von der Ein-\nwirkung der Luft, Sonne und Feuchtigkeit auf\nden Organismus des Flugzeugs.\nOder jener andere, der sich vom einfachen\nMechaniker emporgearbeitet hat und heute einer\nder besten Piloten von Junkers ist. Nach dem\nOsten zieht es ihn nicht. Er kreist stets über\ndem feuchtesten, fettesten und muntersten Stück\nEuropas. Ein ehemaliger Matrose — er fühlt\nsich wohl in Hollands dichten Nebeln und\nnassen Winden. Durch den dichten Schleier\ndieser Luft erkennt er schon von weitem die\ngoldenen Lichter der Amsterdamer Schenken.\nHerr N. ist Nachtpilot. Seine vorstehenden\nflachen Augen sehen im Dunkeln. Die nächt-\nliche Erde fühlt er unter sich, wie der Fischer\nden Seegrund unter seinem Kahn spürt. Mit\nerstaunlichem Instinkt weiß er Gefahren aus\ndem Wege zu gehen."}, {"page_pdf": 7, "page_imprimee": "251", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.7", "texte": "Für Schnelligkeits- und Höhenrekorde inter-\nessieren sich kalte, träge Flieger — eine ganz\nandere Sorte von Menschen. Sie besteigen\ndas Flugzeug, ohne den Anzug zu wechseln\nund verlassen es, ohne in ihrem äußeren\nMenschen eingebüßt zu haben. Ehemals große\nHerren, die sich am Leben übergegessen haben,\nlieben sie das wie in einer Weinflasche in\ndünner Höhenluft vereiste Wagnis. Der Wert\ndes Lebens wird nach dem Maximum erregender\nNervenspannung, die sich aus ihm heraus-\npressen läßt, gemessen. Das Endergebnis ist\ngleichgültig. Sobald das Ziel erreicht ist, hat\nes keinen Wert mehr, darüber zu sprechen.\nMit Ekstase genossen werden die Kampf-\naugenblicke in 5200 Meter Höhe, wo die\nGefahr, wie ein Diamant im Glase Wasser, in\nder Luft aufgelöst ist.\nAber nicht in neuen Luftlinien, nicht in Reise-\nbüros und Flugplätzen, nicht einmal in den\ngroßen Gebäuden der weltberühmten Flugzeug-\nwerke in Dessau — steckt die lebendige Wurzel\ndes Ganzen. Junkeis Herz schlägt verborgen\nin dem unansehnlichen einstöckigen Häuschen,\ndas abseits von den geschäftigen Büros, wo\nSachsenberg mit seinen Burschen herrscht\nund abseits vom Flugplatz liegt, den der Wind\nder Propeller glatzköpfig gemacht hat. Es ist das\nwissenschaftliche Forschungsinstitut,\nchemisches Laboratorium und Archiv.\nKenner wollen wissen, daß es in ganz Europa\nnichts Ähnliches gibt.\nDie ganze hier aufgestapelte wissenschaftliche\nArbeit gründet sich auf tiefstem Mißtrauen zum\nMaterial. Das Laboratorium der Junkers- Forscher\nist eine Arena, wo Metalle gleich Champions um\ndie Weltmeisterschaft kämpfen. Jedes kann am\nWettstreit teilnehmen: Erzeugnisse der bekannte-\nsten Firmen und unsichere Neulinge, die den\nMarkt zum ersten Mal betreten. Der Krupp-\nStahl hat seine Sicherheit jeden Tag von neuem\nnachzuweisen. Jeder beliebige, von der Straße\naufgelesene Konkurrent hat das Recht, diesen\nChampion vor die Schranken zu fordern. Ein\nMetall, das in Junkers bescheidenem Labora-\nlorium seine Reifeprüfung erlangte, hat seine\nKarriere gemacht.\nErst als das helle weiße Aluminium sämtliche\nMitbewerber geschlagen hat, entschloß sich der\nProfessor dazu, es für den Bau seiner Flug-\nzeuge zu verwenden. Mehr als zwölf Kon-\nkurrenten kämpften um ihre Eignung als\nMaterial für Motor, Räder, Achsen und Flügel.\nEin Metall hat die Epidermis eines Eskimo\nund fürchtet keine Kälte, ein anderes — die\neines Negers und setzt sich gleichmütig tropi-\nschen Hitzegraden aus.\nDie Prüfung der Rohstoffe beginnt nicht mit\nden aus ihnen verfertigten Gegenständen, son-\ndern mit ihren Atomen. Das Metall kommt\nunter das Mikroskop, wird röntgenisiert. Die\ngeringste Unregelmäßigkeit in der Lagerung\nseiner Kristalle genügt, um einen ganzen\nWarenposten außer Konkurrenz zu setzen. Der\nStahl ist außerordentlich diebisch veranlagt: es\ngenügen ihm wenige Augenblicke, um sich\nallerlei Fremdkörper anzueignen. Besondere\nApparate zwingen den Stahl, alles widerrecht-\nlich Erworbene abzugeben. Der gestohlene\nKohlenstoff verflüchtigt sich aus der geballten\nstählernen Faust des Metalls.\nSo hat sich im Laufe der Jahre ein wissen-\nschaftliches Material von unschätzbarem Wert\nangesammelt. Lange Zahlenreihen, genaue\nVersuchsprotokolle schwellen zu einer großen\nBibliothek an. Hervorragende Gelehrte arbeiten\nan der Systematisierung der Experimen!al-\nergebnisse. Ehe der junge Praktiker an die\nArbeit geht, studiert er die schon vorhandene\nLiteratur. Er stellt sich auf die Schultern seines\nVordermannes.\nKein Metall kommt unerkannt durch die Kontroll-\nabteilungen. Wie der Verbrecher an seinen\nFingerabdrücken, wird jede beliebige Legierung\nan einer kleinen Spur erkannt, die die Kugel\ndes prüfenden Apparates eindrückt. Es geht\nstreng zu — das Material, das die erste\nsäubernde Prüfung überstanden hat, ist vor\neiner zweiten nie gesichert. Jede vorgeschlagene\nIdee — mag sie auf dem Papier noch so über-"}, {"page_pdf": 8, "page_imprimee": "252", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.8", "texte": "zeugend wirken — kleidet sich sofort in ihren\nmetallischen Körper ein und verteidigt sich in\nder Praxis. Da sind dünne lange Rohre, die\nbehaupteten, die ganze Last der Tragfläche\ntragen zu können.\nEine erdrückende Last senkt sich auf das so\nzerbrechlich aussehende Schilfrohr. Es hält die\nBelastung aus: 9000 Kilogramm, über 40 Kilo-\ngramm pro Quadratmillimeter! Erst wenn\ndiese Belastung überschritten wird, bricht es\nzusammen. In einem eigens für diesen\nZweck angefertigten Folterapparat klingen\nStahlsehnen: sie reißen 5200 Kilogramm —\n50 Kilogramm pro Quadratmillimeter.\nWie der Sünder in der Hölle, leidet das Metall\nin diesen Prüfungs-Abteilungen. Es wird\nzerschnitten, zernagt, gestreckt, zerrissen, zer-\nbrochen. Eine besondere Maschine sorgt dafür,\ndaß das in ihren Klauen liegende Material keine\nSekunde einschlafen kann. Tag und Nacht\nschüttelt sie die Metallstreifen, und die vor\nSchlaflosigkeit irrsinnig gewordenen Prüflinge\nzittern fieberhaft, zittern im Rhythmus des\ndahinsausenden Flugzeugs. In einer anderen\nEcke sieht man die Feder eines Ventilkegels\nstundenlang auf- und niederspringen; ein Be-\nobachter blickt durch ein besonderes Rohr in\ndas glühende Innere und notiert die geringste\nVeränderung. Hier werden alle Unglücksfälle\nprovoziert, die einem Flugzeug überhaupt\npassieren können. Jeder Defekt, jede Kata-\nstrophe wird in ihrer Wirkung auf jeden ein-\nzelnen Teil des Flugapparates festgestellt. Alle\nMaterialien, alle Gegenstände, die hier geprüft\nund der Einwirkung der Schwere, Kälte, Hitze,\nder Spannung und Schlägen ausgesetzt werden,\nbilden zusammengenommen ein in seine\nkleinsten Teile zerlegtes Flugzeug. Und dieses\nFlugzeug macht Weltreisen, kämpft mit Stürmen\nund Flammen, stürzt herab, ertrinkt und brennt,\nerlebt zahllose gefährliche Abenteuer, ohne\nseinen Platz, dieses kleine Laboratorium zu\nverlassen.\nDie Chinesen schätzten ihre Ahnen nicht so\nsehr, wie die Gelehrten dieses Laboratoriums\ndie bei den Versuchen entstellten Metallstücke.\nWie eine Reihe unvergeßlicher Warnungen\nwerden sie in der peinlichsten Ordnung in\nSchränken aufbewahrt. Ein Unglück kann\nwieder vergessen werden, aber das Gedächtnis\nder Wissenschaft wird die durch einen experi-\nmentellen Mißerfolg hervorgerufene Unruhe\nund Aufmerksamkeit für immer bewahren, auch\nwenn tausend Erfolge dagegenstehen.\nDas Flugzeug ist sehr jung. Nicht einmal seine\nLebensdauer ist genau festgestellt. In Dessau\ngibt es ein Flugzeug, das seit 1919 fliegt, und\nniemand weiß, wie lange es sich noch halten\nwird.\nWas ist es? Welche Nahrung ist für den\nzerbrechlichen Organismus am gesündesten?\nJahrelang beschäftigten sich Chemiker mit der\nBrennstoff-Frage.\nDas leichtsinnige unbeständige Benzin hielt die\nMenschen lange Zeit zum Narren. Endlich\nwandte man sich dem schweren, aber bestän-\ndigen und nicht launenhaften Oel zu. Dieser\nfette Likör versagt nicht in den Alpen, in den\nrussischen Schneefeldern, im Eis der Arktis.\n„Aber\", sagt der stille alte Mann, der dem\nProfessor jeden Tag darüber Bericht erstattet,\nwie sich das Oel, das gerade geprüft wird,\nbenommen hat, „aber das sind nur Anhalts-\npunkte. Wir wissen noch nichts!\"\nNichts? Nach so viel Jahren der Arbeit, der\nVervollkommnungen und Erfindungen? Man\nbetrachtet einen Gelehrten, der irgendein winzi-\nges Metallstückchen röntgenisiert, und eine\nFrage geht einem plötzlich durch den Kopf.\nWie sind denn jene geflogen, jene ersten, die\naußer ihrem eigenen Willen keinerlei „Anhalts-\npunkte\" hatten? Junkers kann sich nicht be-\nklagen: er hat viele mulige Menschen, aber\nkeiner von ihnen würde es wagen, mit jenen\nschweren eisernen Flügeln aufzusteigen, die\njetzt gleich Panzern mittelalterlicher Ritter an\nden Wänden hängen.\nBei all seiner Vollkommenheit erinnert das\nJunkers-Werk eher an eine Universität oder"}, {"page_pdf": 9, "page_imprimee": "253", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.9", "texte": "Edm. Kesting: Linoleumschnitt"}, {"page_pdf": 10, "page_imprimee": "254", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.10", "texte": "die Werkstatt eines Handwerkers, denn an\neine Fabrik. Die Produktion ist fast gar nicht\nmechanisiert. Die Maschine ist ein Ersatzarm\ndes Arbeiters, sie hilft, nimmt ihm viele Hand-\ngriffe ab, aber sie führt keinen einzigen\nArbeitsprozeß wirklich zu Ende. Die Einheit\ndes Typus läßt sich mit Handarbeit sehr schwer\nerreichen. Alle Maschinenteile müssen sich\nauf das genaueste gleichen. Es nützt nichts,\ndaß der Ingenieur dem Arbeiter fortwährend\nauf die Finger sieht, jedes fertige Stück auf\ndas genaueste prüft. Die geringste Unauf-\nmerksamkeit genügt, um einen Tag, einen\nMonat oder ein Jahr darauf die Katastronhe\n4\nzu verschulden. Das Verantwortungsgefühl\nverlangsamt entsetzlich die Arbeit: stundenlang\nsitzt der Mensch an dem fertigen Arbeitsstück\nund fürchtet, es aus der Hand zu geben. Die\nintelligenten, verschlossenen, stets nur auf sich\nselbst angewiesenen Arbeiter werden zu eben\nsolchen Individualisten, wie die Piloten. Jeder\nHammer spricht seine eigene Sprache; Nachbarn\nan einer Werkbank haben nichts miteinander\nzu schaffen.\nAus irgendeinem Grunde mußte ich gerade\ndort an das Haus des Professors, an seine\nhellen Zimmer voller Kinderlärm und Jubel\ndenken, wo die weihevollste Stille herrscht, wo\nnur das Kratzen der Reißfeder das Schweigen\nwie einen gespannten Seidenstoff zerreißt. Die\nKinder des Professors Junkers. Nicht nur im\nZeichensaal denkt man an sie, sondern auch\nauf dem Flugplatz, wo zwanzig Maschinen wie\nSchwäne auf der Wiese liegen. Keine ist der\nanderen ähnlich. Eine jede hat sich aus ihrem\neigenen Ideenkeim herausgebildet, man störte\nnicht ihr Wachstum, ließ ihr das Vertrauen auf\ndie eigenen Kräfte. Es gehört die ungeheure\nToleranz eines Gelehrten dazu, um Kinder,\nMaschinen, Ideen so zu erziehen, wie es\nJunkers macht. Gewiß, bei ihm zu Hause\nherrscht die wahre Hölle. Wenn irgendein\nAssistent mit einem Papier zur Unterschrift\nkommt, ist es ein Problem, einen Winkel zu\nfinden, wohin die lebensfreudigen Stimmen der\nprachtvollen, sich selbst erziehenden Kinder\nnicht dringen, von Kindern, die so wachsen, wie\nes ihre innere eigene Logik fordert. Diese\nKinder sind auch Junkers-Modelle — Menschen-\nmodelle. Ein ernsthaftes Gespräch bei Tisch\nist einfach undenkbar. Immer wird sich ein\nminderjähriges Individium bei Tisch finden, dem\ndie ganze Situation außerordentlich komisch\nvorkommt. Und es wird auf dem weisen Haupte\nseines Erzeugers einen Wildentanz aufführen.\nAber man sehe sich dieses Prinzip im\nZeichensaal an. Einige Dutzend der begabte-\nsten Konstrukteure, die nur engagiert sind, um\nzu denken, sitzen an ihren Tischen, schreiben,\nzeichnen und tun gar nichts; man quält sie\nnicht mit bestimmten Aufgaben.\nEin jeder hat das Recht, ein beliebiges Detail\noder gar das Grundprinzip des Flugzeugs\nherauszunehmen und auf den Kopf zu stellen.\nDie Junkers-Werke vollziehen eine Auslese\nvon Menschen, die den selbständigen Gedanken\nnicht fürchten.\nVor großen vertikalen Zeichenbrettern stehen\nKonstrukteure in weißen Mänteln, — dort voll-\nzieht sich auch die Taufe der neugeborenen\nIdeen. Ein pflichttreuer Beamter stellt der\nneuen Idee einen Geburtsschein aus, sobald\nihr schwerer Kopf durch das leichte Gewebe\nder Zahlen und Formeln hindurchzuschimmern\nbeginnt. Als der begabteste junge Ingenieur\ngilt allgemein ein ehemaliger Arbeiter, ein\nGeselle, der seine sämtlichen diplomierten\nKollegen überholt hat. Das ist ein schmächti-\nges, stets unruhiges nervöses Männchen. In-\ndem Junkers ihm eine verantwortliche Aufgabe\ngab, wußte er nicht nur seine Begabung, son-\ndern auch seine Psychologie und Körperlichkeit\nrichtig einzuschätzen, die vom tödlichen Haß\ngegen grobe Kraft und grobe physische Arbeit\ndurchdrungen ist. Niemand wird die animali-\nschen Ueberreste des Flugzeugs mit einem\nsolchen Hochgenuß zu beseitigen streben, wie\ngerade dieser Arbeiter. Die Zukunft gehört\ndem Gehirn. Weder Flugzeuge noch In-\ngenieure und Gelehrten, noch überhaupt alle"}, {"page_pdf": 11, "page_imprimee": "255", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.11", "texte": "Edm. Kesting: Linoleumschnitt"}, {"page_pdf": 12, "page_imprimee": "256", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.12", "texte": "Wesen dürfen einen Körper haben. Und auf\ndem großen Karton sieht man die Lieblingsidee\ndes Professors Form und Gestalt annehmen: das\nFlugzeug ist kastriert, beschnitten, neu ver-\nwandelt. Der Körper ist beseitigt — der lange\nLibellenkörper oder der kurze dicke Bienen-\nleib.\nAlles, der ganze Mechanismus, sogar die\nPassagiere, ist in den Tragflächen einge-\nschlossen.\nFast fertig stehen diese neuen Flugzeuge auf\nder Werft. Eine Wolke berauschender Farb-\nund Lackgerüche umgeben sie, und der lag\nist nicht mehr fern, wo die von Spiritus und\nOel trunkenen Maschinen übers Feld rollen\nwerden.\nEin Gewirr von Hammerschlägen ertönt wie\nfeierlicher Marsch. Zum ersten Male fühlt das\nFlugzeug die Schwere seiner eigenen Schultern,\ndie Stärke der Elastizität seiner Flügel. Es\nweiß nichts damit anzufangen, nur der durch\ndas Rechteck des Schuppens sichtbare Himmel\ngibt ihm eine Ahnung darüber. Meister\nklettern in das Innere des Gehäuses und be-\ndecken es mit weichem Leder. Und darunter,\nauf dem nackten Betonboden, steht schon eine\nBenzinlache: es hat zu leben begonnen —\nes verrichtet schon seine Notdurft.\nDie „Gesammelten Schriften\" von Larissa Reissner, der bedeutenden früh verstorbenen russischen\nSchriftstellerin, sind von Karl RadeU zusammengestellt und eingeleitet im Neuen Deutschen Verlag\nBerlin erschienen.\n\nMax Breuel / Gedichte\nschweigen im herbst\newig sickert durch sterbliches goldener regen\nim dämmern durch den alten garten wandeln\nmauern\nbröckeln\nschwarze schatten\nund\nwiegend blutet sacht der mond herauf\nrings wellen berge in die himmel ein\nim blätterfall\nvon weißer bank\nstill\nauf den tod im steine lauschen\ntrauer\nversunken sind die schiffe unsrer hoffnung\nauf vermoderten wegen dämmern läge der\nkindheit\nwie langsam fallen regenschauer durch den\nblassen abend\ngesang tropft dunkel\nWeihrauch tragt gebet\nein antlitz bricht an weiter mauer hin\ntrauer und klage rinnt\nzerbrochen knien schwarze gestalten\nseltsam leuchtet purpur erloschener äugen\nbei fahlem licht\ndurch offene fenster\nzögernd kam der schlaf\nscheu\nnachtvogel aus den alten garten"}, {"page_pdf": 13, "page_imprimee": "257", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.13", "texte": "Arturo Ciacelli: Gemälde"}, {"page_pdf": 14, "page_imprimee": "258", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.14", "texte": "An die deutsche Tänzerschaft\n\nDer Tänzerbund hat mich zum Vorsitzenden\ndes Kunstausschusses für Tanz berufen. In\ndieser Eigenschaft bin ich beauftragt, der\ndeutschen Tänzerschaft den Aufgabenkreis und\ndas Arbeitsprogramm vorzulegen. Indem ich\nin Vorliegendem diesen Auftrag erfülle, richte\nich an alle Tänzer die Bitte, durch\nMitteilungen und Anregungen an diesem be-\ndeutungsvollen Aufbau mitzuarbeiten.\nWas veranlaßt die deutsche Tänzerschaft, sich\nheute zusammenzuschließen?\nZweifellos ist der Hauptantrieb die Erkenntnis,\ndaß die Kämpfe der letzten Jahrzehnte heute\nschon soweit erfolgreiche Klärung brachten,\ndaß man Wesen und Aufgaben des Tänzertums\nklar zu umreißen vermag.\nDieser Erkenntnis entsprang auch die erste\nManifestation der Gemeinsamkeit, der erste\ndeutsche Tänzerkongreß in Magdeburg\nSommer 1927, den miteinzuberufen ich die\nEhre halte.\nDort wurde der Beschluß gefaßt, zusammen-\nzustehen und wirtschaftlich und künstlerisch\ngemeinsam vorzugehen, wo es not tut!\nAls Rahmen des Zusammenschlusses wurde die\nseit Jahrzehnten bestehende deutsche Tänzer-\norganisation gewählt, nachdem die Führer der-\nselben ihren Willen kundtaten, den bisherigen\nBallettverband den Bedürfnissen auch der freien\nTänzerschaft gastfreundlich anzupassen. Dies\ngeschah durch Namens- und Statutenänderung\nzur beiderseitigen Zufriedenheit, und so ist ein\nüberwiegend großer Teil der deutschen Tänzer-\nschaft in der Lage, durch den Tänzerbund als\nOrganisation die wirtschaftlichen Ziele und\ndurch den Kunstausschuß des Tänzerbundes\nden künstlerischen Tanzwillen unserer Zeit\nkundzutun und durchzusetzen.\nDie Allgemeinheit ist heute überzeugt, daß die\nTanzkunst eine wertvolle Eigenkunst ist, und\ndaß ihr ein Platz neben den anderen Künsten\ngebührt.\nMehr noch als das! Der Wert des Tanzes und\ndes tänzerischen Wesens für unsere gesamte\nKulturentwicklung ist heute allen Denkenden\nund Vorwärtsstrebenden klar geworden.\nDarum hat der Tänzerbund nicht nur Theater-\ntänzer und freie Tänzer vereint, sondern auch\nder Tanzpädagogik im weitesten Sinne ein\nAugenmerk geschenkt. Nicht nur in der wirt-\nschaftlichen Organisation, sondern vor allem\nauch in den Bestrebungen des Kunstausschusses\nwird daher dem laientänzerischen Element, wie\nes sich etwa in Laien-Tanzschulen, Bewegungs-\nchören und in der allgemeinen tänzerischen\nKörperbildung auswirkt, größtes Interesse ent-\ngegengebracht.\nDie Reinheit der tänzerischen Idee hängt von\nzwei Faktoren ab. Erstens von einer sach-\ngemäßen und allen Zukunftswünschen ent-\nsprechenden tänzerischen Erziehung\nund zweitens vom Sichtbarwerden einer tänze-\nrischen Kultur, die im Schaffen und Auf-\nführen von tänzerischen Kunst-\nwerken gipfelt.\nNur so kann der Gedanke tänzerischen Wesens\nund tänzerischer Kultur der Allgemeinheit nahe-\ngebracht werden. Nur so kann der Tanz seine\ngrundlegende, ja führende Rolle im Kultur-\ngeschehen erfüllen.\nDie tänzerische Erziehung hat heule schon\neinheitliche Normen, die aber nur immanent\nim Bewußtsein einzelner Führer leben. Diese\nNormen herauszukristallisieren und ihnen eine\nzeitgemäße Form zu geben, ist eine Grund-\naufgabe des Kunstausschusses und das eigent-\nliche geistige Programm des Tänzerbundes.\nAn praktischen Maßnahmen wird zur Durch-\nführung dieses Programmes notwendig sein,\npädagogische Richtlinien für die Tanzschulung\nzu finden und diese Richtlinien und ihre richtige\nHandhabung durchzusetzen."}, {"page_pdf": 15, "page_imprimee": "259", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.15", "texte": "Im Grunde bestehen heute nur private Schulen,\ndie den tänzerischen Anfänger unterweisen und\nbis zur praktischen Ausübung des Tänzerberufs\n— als Lehrer oder darstellender Künstler —\nbringen. Es besteht die asolute Notwendig-\nkeit, den Weiterstrebenden eine Hochschule\nzu bieten, an der ihr tänzerisches Können und\nWissen, ihr tänzerischer Geist erhöht, ergänzt\nund weitergeführt werden kann. Die verschie-\ndenen, scheinbar widersteitenden Techniken\nund Auffassungen müssen versöhnt und ver-\nschmolzen werden zu jenem Tanzkönnen, das\nallein die Hoffnung aller tänzerisch empfinden-\nden Menschen sein kann.\nEin Tanzwissen muß dort entstehen, das seine\nBasis in tanzhistorischer und tanzwissenschaft-\nlicher Erfahrung hat und das seine Erkenntnisse\nnicht aus den tanzfremden Gebieten der\nLiteratur, der bloßen Körperpflege, oder aber\naus anderen Kunstzweigen entnimmt.\nTänzer müssen zu Tänzern sprechen! Das ist ja\nder Unterschied, der den Tänzer vom wissen-\nschaftlich oderliterarisch intellektuellen Menschen\noder von Denkern und Ausübenden\nauch künstlerischer Berufe absondert! Er lebt\nin der Welt der Bewegung, in der er das Ur-\nelement alles Seins und Werdens sieht! Wenn\nder Tänzer in allen wirtschaftlichen und päda-\ngogischen Fragen selbst bestimmt — und das\nist der Wille des Kunstausschusses — so kann\nein Vergessen und Verfallen des wichtigen\nLebenselementes der Bewegung nicht mehr\neintreten! Tänzer! Seht zurück auf Jahrzehnte,\nja auf Jahrhunderte! Wo war der kulturelle\nEinfluß dessen, was Eure innerste Ueberzeu-\ngung, Euer heiligstes Gesetz ist? Warum\nwurdet Ihr oder Eure Vorfahren unterdrückt\nund geächtet? Weil das Tänzertum die Zügel\nseiner eigenen Angelegenheiten aus der Hand\ngab! Die Hochschule, eine Stätte der ge-\nmeinsamen Forschung und der gemeinsamen\nArbeit, an der unsere Besten die Besten des\nNachwuchses formen helfen, wird als Kreis der\nFührenden und Strebenden ein Forum, das\ndie Lösung der zweiten Aufgabe — das\nSchaffen und Aufführen von Tanz-\nkunstwerken — fördert und verwirklicht.\nOft schon ist die Frage des Tanztheaters\naufgetaucht. Ein Wunsch, ein Traum, dessen\nErfüllung eine Anzahl von Klärungen voran-\ngehen müssen. Wir haben Ansätze zu\nTanzkunstwerken verschiedenster Art. Vom\nEinzeltanz über den Kammertanz zum großen\nchorischen Werk wurden mannigfache erfolg-\nreiche Versuche gemacht. Erst eine Stätte, die\nvon der breiten Oeffentlichkeit getragen ist,\nkann alle diese Bestrebungen zu voller Blüte\nbringen! Diese Stätte vorzubereiten und zu\nschaffen, ist also ein weileres Ziel des Tänzer-\nbundes !\nEine Klärung, die hierzu dringend notwendig\nist: Scharfe Trennunng des Laientanzes von\nder Tanzkunst! Keine Feindschaft! Im Gegen-\nteil. Beides soll im Rahmen des Tänzerbundes\ngepflegt und zu kultureller Höhegebrachtwerden.\nSo rundet sich der Kreis der Aufgaben und alle\nbisherigen bahnbrechenden Kämpfe und Mühen\nnähern sich immer mehr dem angestrebten\nZiel.\nNatürlich sind in diesen Aufgabenkreis auch\nalle die vielfältigen Einzelmaßnahmen einge-\nschlossen, wie sie sich notwendig aus dem\ngezeigten Gesamtwollen ergeben, Fragen\nund Maßnahmen künstlerischer, pädagogi-\nscher und propagandistischer Natur, wie\netwa: die erwähnten pädagogischen Richt-\nlinien für Lehrgänge und Lehrberechtigun-\ngen; alle Aufführungsfragen in künstlerischem\nund kunstorganisatorischem Betracht (Tourneen,\nBühnenmitgliedschaft, Ausbau des tänzerischen\nUrheberschutzes usw); Zusammenarbeit in allen\nFragen des Tanzes mit den entsprechenden\nund zuständigen Organisationen und Behörden;\nFörderung des Laientanzes durch vielfältige\nPropaganda; Fühlungnahme mit interessierten\nund interessierbaren Kreisen und öffentlichen\nStellen; allgemeine Berufsberatung; ständische\nund systematische Propaganda durch Presse\nVorträge usw., und alle anderen Maßnahmen,\ndie unserer Sache dienen können. /"}, {"page_pdf": 16, "page_imprimee": "260", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.16", "texte": "Der Kunstausschuß ist in der Lage, alle diese\nAufgaben zu fördern und im Laufe der Zeit\nzu lösen, denn hinter ihm steht eine starke\nund wirtschaftlich gefestigte Organisation. Die\nArt und das Tempo der Durchführung liegt in\nder Hand der deutschen Tänzerschaft, die ich\nhiermit nochmals um intensive klärende und\nberatende Mitarbeit ersuche. Stimmen und\nAnregungen aus allen Lagern, also auch von\nsolchen, die unserer Organisation nicht ange-\nhören, werden mir jederzeit willkommen sein.\nErster Vorsitzender des\nKunstausschusses des Tänzerbundes\n\nRudolf von Laban\n\nBrückenlos\nRisto Ratkovic\nIch werde dort am besprochenen Tage schein-\nbar und gepreßten Fäusten. Wenn Fenster\ngrinsen darf man Schwellen nicht in den\nSchwindel des Ammoniak rufen. Zuckungen\npacken abscheulich alles was ich sehe. Nein\n— tu nicht - könntest du nicht mich lieben\ndamit du dich mit der Nacht bedeckest und\nauf meinen Augen schläfst. Schwer ist es,\ndas eigene Hirn aus dem Fluß zu ziehen —\ndas Wasser reifet und die Gedanken bleiben\nim Schlamm. Mein Gedicht, wärest du stark,\ndamit Tische vierfüßige Tiere beleben und\nTatzen zu laufen anfangen wie Schildkröten.\nBin eingesperrt in alle Klaviere. Wenn ich\nzu singen beginne, es möchten allen die\nAugenlider fallen und alles kehrte in die\nGeburt zurück.\nAh wäre die Erde Bombe .... Lächerlich.\nDoch man weiß, daß Fleisch sich rührt und\nich habe ihre Füße gern. Auf Zahnstochern\nsteht ein Haus, darin mein Großvater einen\nRoman schreibt über mich. Nieberührtes\nSammt und Himmel voller Schleim. Dolch\nin das Geschlecht der Mutter — verflucht,\nalles was lebt. Warum siehst du mich so\nan — gesegnet sei alles deines Lächelns\nwegen. Es laufen Gassen und Menschen —\nTramways bleiben anstatt Liebe — Kniee\nund Kanal märchen alle Zeiten. Unglückliche\nVerworfene, Ausgestoßene knirscht vor Haß,\nbrüllt in die Nacht. Auf den Ufern Zähne\nin Ehren. Tausendjahrhundertlichen Nasen.\nEuer Weltall und Blick aus der Tasse.\nZündhölzer! Zündhölzer!\nDIE RECHNUNG IST GROSS, DENN ICH\nKAUFTE DIE GANZE WELT!"}, {"page_pdf": 17, "page_imprimee": "261", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.17", "texte": "Arturo Ciacelli: Gemälde"}, {"page_pdf": 18, "page_imprimee": "262", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.18", "texte": "Aus der Zeit für die Zeiten\nHerwarth Waiden\nMorgenfeier\nin der Strafanstalt Plötzensee\nVon der Galerie der Kirche sieht man auf ein\npaar hundert Männer in Sträflingstracht. Gut\nfrisierte Köpfe. Auffallend geweckte, rasierte\nGesichter. Vorn vor dem verhängten Altar\ndas Berliner Sinfonie-Orchester unter\nLeitung von Clemens Schmalstich.\nKonzert in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee.\nJeder Gefangene hat ein Programm. Auf ihm\nist vermerkt, daß das Konzert auf Veranlassung\ndes preußischen Landtagsabgeordneten Gustav\nMenzel und mit Genehmigung des Herrn Geh.\nOberjustizrats Dr. Finkelburg, Präsidenten\ndes Strafvollzugs-Amts und seines Vertreters,\ndes Herrn Oberjustizrats Dr. Lemkes, statt-\nfindet.\nDas Orchester beginnt mit der h-moll-Sinfonie\nvon Schubert, der vollendeten Unvollendeten.\nSchweigende Andacht liegt über Häuptern, die\nsich senken. Unruhig hastende Finger falten\nsich. Eine Gemeinde. Geschaffen durch die\nJustiz. Die höchsten Beamten des Strafvollzugs\ngenehmigen den Verbrechern auf Veranlassung\neines Abgeordneten Kunst. Wie wenige mögen\nein Konzert in ihrer Freiheit gehört haben?!\nDie Diener der Konzertsäle hätten sie in ihrer\nZivilkleidung vielleicht nicht einmal hinein-\ngelassen, auch wenn sie Eintrittskarten ge-\nstohlen hätten. Jetzt kommt das Orchester zu\nihnen. Unentgeltlich. Wenn auch auf Veran«\n'assung und mit Genehmigung. Das Gewissen\nder Gesellschaft erwacht. Einsperren ist\nschließlich ziemlich einfach, wenn man die\nMacht hat und wenn man aus ihr ein Recht\nmacht. Aber wenn man human wird und\nhinterher Kunst gibt, scheint man sich doch\nnicht so sittlich zu fühlen, wie man sich es\ndurch Gefängnismauern vortäuschen will.\nDie Unvollendete schwingt aus. Schweigend\nerheben sich die Gefangenen. Schweigend\nverbeugt sich der Dirigent vor ihnen, um einige\nGrade tiefer als sonst vor einem Publikum.\nHier grüßen sich Menschen in Ehrfurcht vor\ndem Ewig-Menschlichem.\nDer Musiklehrer Grabowski von der Straf-\nanstalt spricht einige Worte, daß den Herren\ndiesmal besonders Schubert gebeten werde.\nSie wissen doch, meine Herren, wegen der\nJahrhundertfeier.\nDas ist jetzt in einem preußischen Gefängnis\nmöglich. Zum ersten Male. In Sowjet-Rußland\nhandelt man so seit Jahren. Grundsätzlich.\nNur nichts vom Ausland übernehmen. Aber\ndas Gewissen hat keine Grenzen.\nFrau Dora Lemkes singt nun Schubert-Lieder.\nFrauen sollten doch mehr Politik machen.\nAuch wenn die Männer behaupten, daß sie es\nnur können. Wo es doch nachweisbar nur\nsehr wenige können. Eine Frau ändert ganz\nschlicht den Strafvollzug. Frau Oberjustizrat\nLemkes mit Schubeit-Liedern. Die Männer\nberaten indessen seit einigen Jahren die\nnotwendig gewordene Aenderung des Straf-\nvollzugs.\nUnd immer wieder erheben sich schweigend\ndie Gefangenen.\nDie Gesangsgemeinschaft Rosebery-d'Arguto\ntritt nun vor dem verhängten Altar. Der Musik-\nlehrer führt sie ein. Er preist d'Arguto als\nFührer, den revolutionären Führer eines neuen\nChorgesangs.\nDa stehen etwa hundert versorgte und\nverarbeitete Männer, Frauen und Kinder.\nDa bricht Musik aus der Masse hervor.\nEin Schrei. Ein Klang. Ein Leid. Eine\nFreude. Sie singen dreistimmig, fünfstimmig,\nsechsstimmig, zwölfstimmig gegliedert und ver-\nbunden. Die Mitglieder der Gesangsgemein-\nschaft sind Arbeiter und Angestellte mit ihren\nFrauen, Kindern und Enkeln. Sie alle sind\nder Kunst ergeben, Werkzeuge ihrer mensch-\nlichen Empfindungen, Kunstwerk geworden"}, {"page_pdf": 19, "page_imprimee": "263", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.19", "texte": "durch Arbeit und Leidenschaft ihres Führers.\nKein Chor von Berufsleuten oder von Bürgern\nhat je diese Wirkung erreicht. Hier wird Kunst\nmit rein künstlerischen Mitteln Erlebnis. Hier\nwird das Erlebnis menschlicher Sinne Kunst.\nHier muß auch der Ungläubige hören, daß\nKunst Bedürfnis für Menschen ist, die Menschen\nsind.\nSchweigend, schneller noch als bisher erheben\nsich die Gefangenen und stehen fast gebannt.\nUnd wieder singt die Gesangsgemeinschaft.\nAlles Volkslieder aller Völker von Rosebery-\nd'Arguto für den Chor eingerichtet. Auch\neine Negerweise.\nDa tritt plötzlich aus den Reihen der Gefan-\ngenen ein Neger hervor. Er geht zum Diri-\ngenten. Er dankt dem Chor, daß er die Nation\nder Neger nicht vergessen habe. Er werde es\nspäter seinen Landsleuten erzählen. Jetzt fühle\ner sich im Gefängnis nicht mehr so verlassen\nwie bisher. Er tritt in seine Reihe zurück.\nGrund seines Aufenthalts: politischer Verbrecher.\nDas Gewissen der Menschheit pocht hörbar in\nder Kirche.\nUnd da jauchzt das Orchester über den Raum\nvergitterter Mauern in die Zeiten. Ungarische\nRhapsodie von Franz Liszt. Lebendes Tönen.\nTönendes Leben. Erde zur Welt geweitet.\nAber noch ist man auf der Erde. Noch bei\nder Beratung der Menschlichkeit. Das wird\nnoch etwas dauern. Die Menschlichkeit hat\nmehr Zeit als die Menschheit. Die Gefangenen\nwerden abgeführt. Das Leben ist zu Ende. Die\nGesellschaftsordnung muß fortgesetzt werden.\nVielleicht wäre es einfacher, mehr menschliches\nund menschenwürdiges Leben zu genehmigen.\nGildenhall\nVon Neu-Ruppin, dem brandenburgischen\nWeimar, kommt man nach einem Spaziergang\nin einer halben Stunde zur Siedlung Gilden-\nhall. Man betrachtet mich zuerst nicht ohne\nMißtrauen. Denn neulich sei ein „Herr von\nder Presse\" dagewesen und wollte die nackten\nWeiber sehen, die nach Ansicht der Städter\nzu einer anständigen Siedlung gehören. Sie\nwurde deshalb wegen zu großer Normalität\nverrissen und man ist jetzt auf die Presse\nböse.\nDen Siedlungen geht es wie der neuen Kunst.\nWenn elwas nicht so aussieht, wie man es\ndurch Vorstellungen sich vorstellt, ist es nichts.\nIn Gildenhall leben Handwerker mit künstle-\nrischer Gesinnung. Keine Kunsthandwerker.\nSondern Menschen mit offenen Augen, mit\nLiebe zu klaren Formen und reinen Farben.\n%\nDie expressionistischen Bilder haben den\nMenschen der Gegenwart die Augen ge-\nöffnet, sie wieder sehen gelernt. Auch den\nArchitekten. Auch den Handwerkern. Und\nweil man die Blüte der Kunst erst nach\nzwanzig Jahren erkennt und anerkennt, gibt\nman den Früchten einen anderen Namen.\nTrotzdem es Früchte nur dieser Blüten sind.\nSachlichkeit ist eine schöne und eine richtige\nSache. Die Erkenntnis von der Sachlichkeit\ndes Bildes heißt Expressionismus. Hingegen\nist Neue Sachlichkeit ein Pseudonym für auf-\ngehellten akademischen Kitsch.\nDie Architekten kratzen die Gipsgeschwüre\nvon ihren Häusern ab. Die echten Plastiken,\ndie sich unter den Balken bogen, werden\nzur Schuttabladestelle gefahren. Die amtliche\nKunstkommission hat sie nach ängstlichen\nProtesten greiser Kunstbeflissener als völlig\nwertlos bezeichnet. Selbst die Ähnlichkeit der\nbetroffenen Größen wird amtlich bestritten.\nMan findet ferner allgemein, daß grau greulich\nsei und entdeckt Farben. Sogar die Kieswege\nfindet man amtlich nicht freudig genug. Jetzt\nmuß die Farbe nicht nur gesehen, es muß\nauch auf sie getreten werden. Zwanzig Jahre\nhindurch erhielt man Tritte, wenn man für die\nFarbe eintrat. Aber besser, zu spät einsehen,\nals nie sehen.\nNur die Möbelindustrie will nicht. Sie bewahrt\nden Geist der großen Zeit. Die Wohnung ist\nder Schmuck des Daseins. Also rauf mit dem\nSchmuck. Durch die Laubsäge wird alles"}, {"page_pdf": 20, "page_imprimee": "264", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.20", "texte": "edel. Oder man drechselt, was das Zeug aus-\nhält. Holzsäulen unten und oben machen alles\ngriechisch. Dazu noch ein Bild in die Frisier-\ntoilette, Delfter Kacheln in die Paneele ein-\ngelassen und das Heim ist fertig. Schränke\naus dem Mittelalter und Stühle aus der Ritter-\nzeit, stilechte Kopien, erfüllen das bürgerliche\nLeben mit Phantasie. Und Wandregale geben\nfür bessere Dichter und Denker in Kleinformat\nimmer noch einen bescheidenen Platz.\nMit diesem Unrat räumt der „Hausrat Gildenhall\"\nauf. Man macht brauchbare und gebrauchs-\nfähige Gegenstände. Ohne ungestaltene Kunst,\naber mit gestaltenden Sinnen. Man läßt keine\nLöwen aus den Betten brüllen oder Vögel auf\nden Stühlen hocken. Oder Weinranken über\ndie träumenden Schränke gleiten. Man läßt\ndas einfach alles fort und die Möbel sind an-\nständig. Eben Möbel. Wenn der Mensch als\nEbenbild Gottes schon einen Vogel haben muß,\nbraucht der Stuhl doch durchaus nicht Ebenbild\ndes Menschen zu werden. Und daß der Teller\nnach dem Genuß des Bratens fettige Blumen\nzeigen muß, mag künstlerisch sein, bleibt aber\ntrotzdem nicht appetitlich.\nAus Gildenhall kann man das ganze Haus,\nvom Haus selbst bis zum Korkenzieher, be-\nziehen. Alles einfach in der Form und vielfach\nin der Farbe. Handgefertigt mit künstlerischem\nSinn und ohne künstlerischen Unsinn. Der\nleitende Architekt Westphal sucht die Kollektiv-\narbeit der Handwerkschaft Gildenhall. Die sucht\nden Kollektivauftrag. Ihn zu geben ist eine\nlohnende Aufgabe in jedem Sinn. Denn nur\ndurch organische Zusammengehörigkeit des\nÄußeren und des Inneren entsteht eine Wesen-\nheit.\nSeptember: Sonderheft\n„Moderne Typographie und Reklame\""}, {"page_pdf": 21, "page_imprimee": "265", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.21", "texte": "»' I \"* *V\nIM\nMUSIK BAUT DER SEELE\nGOLDNE BRUCKEN\nHAUS\n\nVerlao Der Sturm / Berlin W 9\nKunstler - Postkarten / Verlag Der Sturm\nNacb Gemalden, Zeichnungen und Bildwerken folgender Kunstler:\nAlexander Archipenko / 4\nRudolf Bauer / 4\nVincene Benes\nUmber to Boccioni 112 / 2\nCampendonc / 2\nMarc Chagall / 7\nOthon Coubine\nRobert Delaunay\nTour Donas\nLyonel Feininger\nAlbert Gleizes / 2\nJacoba van Heemskerck \"112/ 3\nSigrid Hjerten Griinewald\nAlexei von Jawlensky\nBela Kadar\nKandinsky / 3\nPaul Klee\nOskar Kokoschka / 2\nFernand Leger / 2\nAugust Macke 112\nFranz Marc 112 / 3\nCarl Mense\nJean Metzinger\nJohannes Molzahn\nGeorg Muche\nGabriele Miinter\nGeorg Schrimpf\nKurt Schwitters\nGino Severini\nFritz Stuckenberg\nArnold Topp\nMaria Uhden 112\nWilliam Wauer / 5\nMarianne von Werefkin\nNegerplastik\nGewebe aus Alt-Peru\nJede Karte 20 Pfennig / Farbige Karte Chagall: Die Kleinstadt / 30 Pfennig\nDie Ziffern hinter den Namen bedeuten die Zahl der reproduzierten Kunstwerke\n\nDichtungen von HERWARTH WALDEN\nIm Geschweig der Liebe / Gedichte / Gebunden in Ganzleinen 3 Mark\nDas Buch der Menschenliebe / Roman Die Harte der Weltenliebe / Roman\nJedes Buch 2 Mark\nErste Liebe / Ein Spiel mit dem Leben Die Beiden / Ein Spiel mit dem Tode\nSunde / Ein Spiel an der Liebe Glaube / Komitragodie\nLetzte Liebe / Komitragodie\nJedes Buch i Mark\nWeib I Komitragodie / 3 Mark\nKind / Tragodie Trieb / Eine biirgerliche Komitragodie\nMenschen / Tragodie\nJedes Buch 2 Mark\nYerlag Der Sturm / Berlin W 9"}, {"page_pdf": 22, "page_imprimee": "266", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.22", "texte": "Verantwortlich für die Schriftleitung: V. Erdmann Berlin 112 9 / Verlag: Der Sturm G.m.b.H.\nBerlin W 9 Potsdamer Strasse 134 a / Fernruf Lützow 4443 / Postscheckkonto Berlin 120658\nDruck: Vereinigte Druckereien Andermann & Schindler Berlin W3O Münchener Strasse 49-50\nManuskripte ohne Rückporto werden nicht zurückgesandt.\n\nBauhausbiicher\nALBERT LANGEN MOnchen\n\nPORT MIT DEM REGENSCHIRM!\nMAN tragt jetzt einen\nREGEN - HAUT-MANTEL\n\nD. R. P. und D. R. G.M. nur 10 g schwer,\nFischhaut-Im., vorziiglich bewahrt gegen\nDurchnassung, bequem zusammengefaltet\nwie ein Notizbuch in der Tasche mitfiihrbar;\ndauerhaft und haltbar. Sehr vorteilhaft fur\nDamen und Herren (auch Kinder) in Regen\nund Schnee, bei Ausfliigen und Sport. Re-\nklamepreis mit Extra-Etui nur RM 7,50\nfranko als Nachnahme oder bei Yorein-\nsendung auf Postscheckkonto Koln 1125 67,\nfranko RM 1— (3 Stck. RM 18,50).\nBei Nichtgefallen garantierter Umtausch.\nPreisliste u. Probesendung auch iiber sonstige\nRegenbekleidung kostenlos auf gefl. Anfrage.\n(Adressen deutlich schreiben.)\nLavu-Export in Bonn a. Rli.\nVertreter werden noch eingestellt!\n\nWir bitten unsere Interes-\nsenten nntl Leser, fiir die\nZeitschrift ~Der Sturm\" zu\nwerben. Wir sind gern be-\nreit, an angegebene Adres-\nsen kostenlos Probehefte zn\nversenden.\n\nChoreographisches Institut Laban\nBerlin-Grunewald\nGillstrafee 10 / Tel : Uhland 7645\n\nSonderkurse in der\nBewegungsschrifi Laban\nDie Bewegungsschrift Laban wurde\nvom 11. Deutschen Tanzerkongrefe\nin Essen/Ruhr 1928 „als eine\ngeistige Leistung ersten Ranges\"\nbezeichnet und von den Theater-\nBallettmeistern die Einfuhrung der-\nIselben als praktisches Tanznoiie-\nrungsmittel einsiimmig beschlossen.\nSommerkurse Juli /August\nlim Posistadion fur Tanzer,\nBalleftmeister, Bewegungs-\nlehrer, Laten.\nBerufsausbildun g\n■ fur Buhnenianzer, Bewegungs-\nlfhrcr und Tanzschreiber.\nLaienkurse in lanzerischer Korperbildung\nWiederbeginn: 1. August 1928\nProspekte und Auskunfte kostenlos!"}, {"page_pdf": 23, "page_imprimee": "267", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.23", "texte": "Amor Skin\nstellt die Schonheitspflege\nauf ganz neue Methoden,\nbelebt das Wachstum der inneren Gewebe\nund macht die Haut jung und friscb.\nDie Kunst der Natur\niibertrifft\nalle kunstliche Schonheit\nOpoterapia G.m.b.l. / Berlin-Grunewald"}, {"page_pdf": 24, "page_imprimee": "268", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabg192808-01.1.24", "texte": "Dr. Walther Rothschild, Bln.-Grunewald\n%\nDeutsch-Franzosische\nMonatsschrift der Deutsch-Franzosischen Gesellscliaft\ny..|\nHerausgegeben von:\nOtto Grautoff / Heinrieh Eduard Jacob I Rudolf Meerwarth / Fritz Nor den\nEdgar Stern-Rubarth I Maurice Boucher / Edmund Jaloux Henri Lichtenberger\nH a1 b j ahrlich 10 Mark\nInhalt des letzten Heftes;\nHEINRICH EDUARD JACOB: Die Begegnung in Cannes.\nEDGAR STERN-RUBARTH: Das Ergebnis der franzosischen Wahlen.\nJEAN GIRAUDOUX: Der erste unterzeichnete Traum.\nLEON J. SPRINGER: Dekobra nnd Genossen.\nFRITZ NORDEN: Deutsch-franzosische Rechtsgemeinschaft.\nDEUTSCH-FRANZOSISCHER AUSTAUSCH.\nALEXANDR GUTFELD: Die franzosische Wirtschaft im April 1928.\nOTTO FORST: Francois de Curel i\".\nFRITZ NEUGASS: Diirer in Paris.\nZ EIT S C H[R IFTENSCHAU.\nProspekt zur Verf ii g un g"}]}