{"numero_id": "bm-bmtnabi-1854-01-28-02", "volume": "bmtnabi_1854-01-28_02", "ocr_sha256": "638aaea8735913ef1ee1d8d44e7cc441fa721adee7916612ba68db57084318ec", "source_tei": "", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabi/issues/1854/01/28_02/bmtnabi_1854-01-28_02.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabi-1854-01-28-02-c001", "article_bluemountain": "bmtnabi_1854-01-28_02#c001", "volume": "bmtnabi_1854-01-28_02", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "1", "page_fin": "2", "image_debut": 1, "image_fin": 2, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.2.1", "titre_corps": "Gesang für Volk, Heer und Schule.", "titre_sommaire": "Gesang für Volk, Heer und Schule.", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.1.1", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 3879, "texte": "Gesang für Volk, Heer und Schule.\nLudwig Erk, Volksklänge. Lieder für den mehrstim-\nmigen Männerchor. Berlin, K. W. Krüger's Ver-\nlags-Buchhandlung. Fünf Lieferungen ä 3 Sgr.\n(25 Exempl. 2 Thlr.)\nEs gelten diese Lieder als Fortsetzung der „Volkslieder für\nMännerstimmen, gesetzt von L. Erk\", welche früher bei G. D. Bä-\ndeker in Essen erschienen sind. Die vorliegende Sammlung zeich-\nnet sich durch zweckmässige Auswahl und recht geschickte und\nsangbare Bearbeitung für vier und fünf Stimmen vorteilhaft vor\nähnlichen aus. Sie enthält in der bei Weitem grösseren Zahl wirk-\nliche alte und neue Volksweisen, nicht bloss deutsche, sondern\nauch irische, schottische, schwedische, norwegische u. s. w., deren\nMelodieen zwar Gemeingut, deren Bearbeitungen aber geistiges\nEigenthum des Herausgebers sind. Die ersten drei Lieferungen,\nwelche uns vorliegen, enthalten 49 Lieder. Von eigenen Compo-\nsitionen finden wir darunter nur fünf, nämlich drei von L. Erk,\neine von Fr. Dietrich (G. Herwegh's „Ich möchte hingehn wie\ndas Abendroth\" zart und gemüthvoll, so dass es wohl ein\nVolkslied werden könnte) und ein religiöses, „Der jüngste Tag\",\nvon Ed. Wi 1 sing, ein kleines Motetto.\nWilhelm Meyer, Liederbuch für Schul- und Volksge-\nsang in Worten und Weisen. Zweites Heft. Han-\nnover, Hahn'sche Hof-Buchhandlung. 1854.\nDas zweite Heft dieser recht brauchbaren und reichhaltigen\nSammlung enthält siebenzig Lieder und zehn Canons. Die Lieder\nsind Volksweisen (nur ein paar eigenen Melodieen von K. Stein,\nFl. Geyer und dem Herausgeber begegnen wir) und mit wenigen\nAusnahmen, welche die Melodie nur für Eine Stimme geben,\nzweistimmig gesetzt.\nGustav Flügel, Preussische\nund Siegeslieder,zum Gebrauche in Schulen, hö-\nheren Lehranstalten und in der Armee. Für Kin-\nder- und Männerstimmen. 35. Werk. Neuwied,\n1854, bei J. H. Heuser. Preis 4 Sgr.\nWarum in der „Armee\" und nicht im „Heere\", zumal da Herr\nFlügel für Andante „Gehend\" und für Allegro „Lebhaft\" schreibt?\nEs sind siebenzehn patriotische Lieder, auf alte und neue preussi-\nsche Geschichte bezüglich, Sr. K. Hoheit dem Prinzen Friedrich\nWilhelm von Preussen zugeeignet „vom Verleger und Componisten\",\nwonach der Verleger fast als die Hauptperson erscheint! Sie sind\ndreistimmig gesetzt, und zwar entweder von zwei Sopranen\nund Alt, oder von zwei Tenören und Bass zu singen, stehen aber\ndurchweg im Violinschlüssel. Wir vermissen in den meisten der-\nselben das Talent der Erfindung, das wir in anderen Compositionen\nFlügel's gefunden haben; der richtige Ton scheint uns nur selten\ngetroffen, so dass die Melodie (und auch die harmonische Bearbei-\ntung, welche zuweilen durchaus nicht einfach genug gehalten ist)\nzu sehr gegen die Texte conlrastirt, welche meist im Volkstone\ngedichtet sind. Beiläufig wollen wir auch die allgemeine Bemer-\nkung nicht unterdrücken, dass es stets misslich ist, Lieder, welche\nin der Melodie, die mit dem Texte zugleich erschien, bereits\nVolkslieder geworden sind, wie z. B. Fouque's „Frisch auf zum\nfröhlichen Jagen\" (S. 46), noch einmal in Musik zu setzen. Ueber-\nhaupt ist es schwer, was der Geist von 1813 gedichtet und com-\nponirt hat, 1854 noch einmal zu dichten und zu componiren.\nUebrigens werden manche von diesen Flügel'schen Liedern, wie\nz. B. Nr. 11, Preussisches Soldatenlied, u. a„ sich, von Männer-\nstimmen gesungen, recht gut machen, während sie für Kinderstim-\nmen weniger geeignet sein dürften.\nFerdinand Schulz, Vier von G. von\nBosse für vierstimmigen Männerchor. Op. 31.\nMagdeburg, bei Heinrichshofen. Preis 20 Sgr.\nSie sind der „preussischcn Armee\" gewidmet; die Gedichte\nverrathen mehr patriotische Gesinnung als poetische Anlage; die\nComposition erhebt sich nicht über das Gewöhnliche.\nKaspar Jakob Bischoff, Dem Prinzen von Preussen.\nGedicht von Gebauer 1., Lieut. im 29. Inf.-Reg.,\nfür vierstimmigen Männerchor mit Begleitung von\nBlechmusik (oder Pianoforte). Sr. K. Hoheit dem"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.1.2", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2088, "texte": "Prinzen von Preussen gewidmet. Offenbach, bei\nJoh. Andre. Partitur und Stimmen 1 Fl. 12 Kr.\n(Jede Singstimme 4 i/i Kr.)\nEin frisches Soldaten- und Volkslied in marschmässiger, kräfti-\nger Bewegung; es ist Feuer und Leben darin. Die Begleitung\nerfordert vier Trompeten in Es, eine Trompete in B aho, Bariton,\nTuba und zwei Posaunen. Es ist jedoch so eingerichtet, dass es\nauch ohne Begleitung gesungen werden kann.\nWilhelm Tschirch, Fürstl. Reuss. Musik-Director, Can-\ntor an der Hauptkirehe zu Gera, Zwanzig zwei-\nstimmige Gesänge zum Gebrauche in oberen\nSchulclassen, in Vorbereitungsschulen zu Sing-\nAkademieen u. s. w. Op. 24. Schweidnitz, bei\nC. F. Weigmann.\nEin sehr verdienstliches Werkchen, welches den Zweck des\nVerfassers vollkommen zu erreichen geeignet ist. Dieser Zweck ist\nnämlich ganz verschieden von dem, was bei den meisten Lieder-\nsammlungen für Schulen u. s. w. beabsichtigt wird. Gewähren ihre\nLieder zwar den Schülern Genuss und Freude und wirken wohl-\nthätig auf die Gesittung, so fördern sie doch den eigentlichen Ge-\nsang, das Singen nach Noten, wobei das selbstständige Auf-\nsuchen der Intervalle unerlässlich ist, meist nur wenig, da sie leicht\nfässliche Melodieen haben und auch die zweite Stimme, die sich\nin der Regel nur in Terzen und Sexten bewegt, gar bald eben so\nnur nach dem Gehör gesungen wird, wie die erste. Dagegen gibt\nuns der Verfasser hier zwanzig Stücke, nicht einfache Lieder, son-\ndern Gesänge, in denen beide Stimmen in Gegenbewegung und\nmehr selbständiger Führung gehalten sind. Sie entsprechen alle\nnicht nur dem genannten rein musicalischen Zwecke, sondern sind\nauch als kleine Original-Compositioncn hübsch und für die Gcsang-\nschüler bei Weitem anziehender, als Trcff-Uebungen ohne Text.\nInteressant und sehr gelungen sind auch die zweistimmigen Bear-\nbeitungen nach Haydn („Die Himmel erzählen\" und „Komm, hol-\nder Lenz'4), nach Händel, Graun und Mendelssohn („Wie lieblich\nsind die Boten\"). WTir haben lange kein Wcrkchcn ähnlicher Be-\nstimmung gesehen, das den musicalischen Ernst auf so treffliche\nWeise mit dem Angenehmen vereinigte."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabi-1854-01-28-02-c002", "article_bluemountain": "bmtnabi_1854-01-28_02#c002", "volume": "bmtnabi_1854-01-28_02", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "2", "page_fin": "3", "image_debut": 2, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.2.2", "titre_corps": "Gesang für Männerstimmen.", "titre_sommaire": "Gesang für Männerstimmen.", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 2, "page_imprimee": "2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.1.2", "debut_caractere": 2090, "fin_caractere_exclue": 5069, "texte": "Gesang für Männerstimmen.\nW. Tschirch, Der Sängerkampf, Dichtung von E.\nStiller. Dramatische Cant a t e für Solo,\nChor und Orchester. Dem akademischen Musik-\nVereine in Breslau gewidmet. Op. 37. Berlin, bei\nBote und Bock. Die Partitur als Manuscript ge-\ndruckt (durch chemischen Umdruck). Mit dem\nBildnisse des Componisten.\nJe mehr wir den Herrn Verfasser als einen tüchtig gebildeten\nMusiker und Componisten von gründlicher Schule achten, um so\nmehr thut es uns leid, dass er Talent und Mühe an die Compo-\nsition eines Gedichtes verschwendet hat, dem alle Bedingungen\nfehlen, um zur Grundlage eines musicalischen Kunstwerkes zu die-\nnen. Nach einem Lobe des Gesanges im Chor fordert ein Herold\nzum Sänger-Wettstreit auf und verkündet, dass nur Ein Lied den\nPreis erhalten könne. Es tritt ein Sänger auf und besingt die\n„Freundschaft\" in einigen Strophen, wozu der Chor den Refrain\nmacht. Darauf folgt unmittelbar ein „Schlachtgemälde\" mit Krie-\ngerchor, an welches sich das Lied des Sängers der „Liebe\" mit\nHarfenbegleitung reiht, dem aber die Zecher, welche den „Wein\"\npreisen, in Solo und Chor sich entgegenstellen. Hierauf entspinnt\nsich der eigentliche „Sängerstreit\", mit der hochpoetischen Phrase\ndes Liebessängers beginnend:\n„W as, ihr Zecher, fällt euch ein?\nEuer kann der Preis nicht sein!\nZechersang hat keinen W^erth!\"\nDie Zecher erwidern: „Brüder, hört ihrs, wie verkehrt?\" Aber\n' *\nda behaupten die Krieger:\n„Liebesseufzer, Zechersang\nSind für Niemand von Belang\" (!!)\nund begehren den Preis für sich. Man lacht sich gegenseitig aus,\ndie beiden sentimentalen Solisten flöten von Freundschaft und Liebe\n* 4 .... < f\ndazwischen, während Zecherlust und Kriegerstolz sich hochfahrend\ngeberden, bis der Herold Halt ruft und zur Ruhe mahnt, weil\n„die Sonne im Frieden auch zur Ruhe geht.\" (!!) Das wirkt; ein\nreligiöser Gesang ertönt von fern (wahrscheinlich aus dem Neben-\nzimmer des Concertsaales), die sämmtlichen Sänger werden gerührt\nund sprechen:\n„Stürze des Hasses finstere Schranken,\nLeite zum Frieden unsre Gedanken,\nHemme des Frevlers verwundenden Spott,\nLehre uns lieben, gütiger Gott!\nEs rausche nur Gott der Gesangesstrom!\"\nDer Dichter will uns also durch dieses lächerliche Pathos zu\nder Stimmung bringen, den Spass für Ernst zu nehmen ? Das ist\nwirklich gar zu naiv fast noch ärger als der leitende Gedanke\ndes Ganzen, dass der Gegenstand des Gesanges allein den Sie-\ngespreis bedingen solle! Dabei ist die Detail-Ausführung dieses\nGedankens so entsetzlich prosaisch und läppisch, dass man kaum\nbegreift, wie ein Componist zu diesem Texte greifen konnte. Zum\nBeweise ausser dem Angeführten nur ein paar Stellen, der Ergötz-\nlichkeit halber: „Ja, Einem nur gebührt der Preis; wie aber\nh eis st das Lied? Beginnt den Streit, doch ohne Bitterkeit!\"\n„Das schönste Lied hier vorzutragen,\nWoll'n sonder Scheu und Furcht wir wagen ;\nDrum höret, die ihr kamt herbei,\nMit voller Andacht auf uns Drei.\"\nIst das nicht, als befänden wir uns im Palaste des Herzogs The-"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "3", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.1.3", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2920, "texte": "seus von Athen und hörten den Prologus von Meister Squenz?\nDoch weiter! Der Herold spricht:\n„Wohl schön war das Lied;\nDoch wo es sich handelt um Preise,\nDort hört man auch Anderer Weise\nZum Unterschied!\nAus dem Schlachtgemälde wollen wir nur noch folgende Poesie\nzum Besten geben:\n„Von der Höh' im Morgenstrahl\nSpäht umher der General;\nDurch das Feld im kecken Wagen\nSieht man Adjutanten jagen.\nDem Trommel- und Trompetenschall\nFolgt eilig ein Kanonenknall;\nEin zweiter, dritter, dumpf und schwer,\nDröhnt hinterher!!!\"\nDoch übergenug! Wir würden uns bei diesem Texte nicht so\nlange aufgehalten haben, wenn es nicht nöthig wäre, den deutschen\nComponisten immer wieder die Geschmacklosigkeit vorzuwerfen,\nwelche sie bei der Wahl ihrer Texte zu Opern, Cantaten u. s. w.\nleider so oft bekunden! Wann eher werden sie endlich die Augen\ndarüber öffnen, dass bei dem gegenwärtigen Stande der allgemei-\nnen Bildung ein schlechter Text auch selbst gute Musik unge-\nniessbar macht?\nHerr Tschirch hat die Veranlassungen, welche sich zu musica-\nlischen Situationen darboten, mit grossem Geschick im Technischen\nbenutzt; doch vermissen wir im Allgemeinen Phantasie und Schwung\nin den Gedanken, wogegen die Bearbeitung derselben durchweg\nklar ist und sich auf löbliche Weise von den Excentricitäten der\nneueren Schule fern hält. Allein das Streben nach Einfachheit lässt\nsich auch übertreiben, und man muss dabei gar sehr auf der Hut\nsein, nicht in das Gewöhnliche und Verbrauchte zu fallen. Die\nSolostücke geben trotz ihrer ansprechenden Melodie Beweise von dieser\nGefahr. Dagegen eignen sich die Chöre alle zu wirkungsvoller\nAufführung, namentlich Nr. 1, Allegro maestoso in C-dur,\nund die Nummern 11 und 12 am Schlüsse des Ganzen, von denen\ndie letzte ein sehr tüchtig gearbeitetes und keineswegs trockenes,\nsondern frisch und voll Leben daherströmendes Allegro fugato, eben-\nfalls in C-dur, 4/4-Tact, enthält, bei dessen ruhigem, homophonem\nMittelsatze auch der Eintritt der Harfen-Begleitung von guter Wir-\nkung ist. Der längste Satz ist das „Schlachtgemälde4*, 64 Seiten\nPartitur, Haupt-Tonart D-moll, was beim Siege natürlich in D-dur\nübergeht. Es enthält neben gewöhnlichen Malereien manches Gute\nund wird bei Sängerfesten im Freien, wie auch in den jetzt so be-\nliebten Garten- und Militär-Concerten seinen Effect nicht verfehlen.\nSo sehr wir auch anerkennen, dass Tschirch gegenwärtig zu\nden besten Componisten für Männergesang gehört, wie er schon\ndurch seine früheren Compositionen, „Die Nacht auf dem\nMeere\", die Vier Gesänge, Op. 8, Den 24. Psalm, Op. 27,\nu. s. w., und ganz besonders durch eine neuerdings geschriebene\nYocal-Messe, welche wir Gelegenheit hatten, im Manuscript zu\nsehen, und für sein gelungenstes Werk in ernster Gattung halten,\nbewiesen hat, so möchten wir ihm doch den Rath geben, sein Ta-\nlent auch vor Allem einmal der wahren Vocal-Musik, d. h. dem\nGesang für Männer- und Frauenstimmen, zuzuwenden.\n/"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabi-1854-01-28-02-c003", "article_bluemountain": "bmtnabi_1854-01-28_02#c003", "volume": "bmtnabi_1854-01-28_02", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "3", "page_fin": "4", "image_debut": 3, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.2.3", "titre_corps": "Für Pianoforte.", "titre_sommaire": "Für Pianoforte.", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "3", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.1.3", "debut_caractere": 2922, "fin_caractere_exclue": 5543, "texte": "Für Pianoforte.\n\\\n4 « % 4 . i I \" • ' *\n6'. Scheidler, Cursus für den Elementar-Unter-\nricht im Pianoforte-Spiel u. s. w. u. s. w. Kassel,\nbei C. Luckhardt. Complet, Heft I. IV. Preis\nIV* Thlr.\nDer Titel enthält noch mehrere, etwas marktschreierische Zu-\nsätze, welche theils zweimal dasselbe sagen, z. B. „Anweisung zu\neinem wissenschaftlich praktischen Unterrichte\", und „ein theoretisch\npraktischer Leitfaden\", theils unwahr sind, wie „für kundige und\nunkundige Lehrer\", indem ein unkundiger Lehrer mit diesem Cur-\nsus eben so wenig etwas anzufangen wissen wird, als mit dem\nUnterrichte überhaupt. Uebrigens wollen wir dieser Elementar-\nClavierschule die Brauchbarkeit nicht absprechen, haben aber auch\nkeineswegs etwas Neues oder einen charakteristischen Unterschied\nvon anderen bereits vorhandenen in ihr gefunden. Auf die Rein-\nlichkeit und Schärfe des Text- und Notendrucks hätte mehr Sorg-\nfalt verwendet werden können.\n* ; 3t f %\nKarl Reinecke, Quartett für Pianoforte, Violine, Viola\nund Violoncello. Seinem Freunde C. Gurlitt zu-\ngeeignet. 34. Werk. Braunschweig, bei G. M.\nMeyer jun. Preis 3 Thlr. 16 Sgr.\n* '* • * <C ■ ,T- . «. ,* 4\nWir haben über Reineckes neueste Compositionen in diesen\nBlättern bei Gelegenheit der Beurtheilung seines Trio in D-dur,\nOp. 38 (Literaturblatt Nr. 2, 1853), und seiner Sonate für Piano\nzu vier Händen, Op. 35, in A-moll (Literaturblatt Nr. 4, 1853),\nausführlich gesprochen und können uns daher bei der Anzeige des\nvorliegenden Quartettes in Es-dm- kürzer fasser}. Wiewohl jetzt\nerst veröffentlicht, ist es doch, wie auch die Opus-Zahl zeigt, vor\nden oben genannten Werken geschrieben, was sich denn auch an\ndem Stil bekundet, der uns nicht so cigenthümlich und fliessend\nscheint, als in den beiden späteren Werken. Wenigstens kommt\nes uns vor, als habe sich der Verfasser in dem Quartett noch nicht\nvöllig von dem Einflüsse eines bedeutenden Componisten unserer\nZeit frei gemacht, während er in den erwähnten Musikstücken\noffenbar eine grössere Selbstständigkeit in der Erfindung und in\nder Schreibweise erreicht hat. Trotzdem gehört auch dieses Quar-\ntett, wie alles, was Reinecke schreibt, der ernstgemeinten und edeln\nRichtung der Kunst an, und wird desshalb allen Freunden der-\nselben willkommen und den Freunden des Componisten eben we-\ngen seines Verhältnisses zu den späteren Werken noch besonders\ninteressant sein. Es hat im Ganzen auch das Gute, dass man die\nvier Sätze • Allegro molto, 4^4\"'Lact Andante in Cis-moll\nund Des-dur, 6/g-Tact Intermezzo (Allegretto grazioso) in As-durj\n2/4-Tact Finale Allegro moltq vivace in Es-dur, — mit\nsteigender Thejlnahme anhört."}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "4", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.1.4", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 2205, "texte": "Sophie Dulchen, Roses sans epines, Morceau de Salon\npour le Piano. Offenbach, J. Andre. Pr. 45 Kr.\nDiese dem Fürsten Greg. Cantacuzeno gewidmeten „Rosen ohne\nDornen\" haben wenigstens das Wahre in ihrer Ueberschrift, dass\nsie keine Dornen der Schwierigkeit haben; mit den Rosen selbst\nnimmt man es nicht so genau, wenn uns eine liebenswürdige junge\nPianistin, wie Sophie Dulcken, etwas Blumiges anbietet und ver-\nsichert, es seien Rosen. Das vorliegende Allegro im Walzer-Tact\nund Walzer-Ton gibt Gelegenheit, in Thalberg'scher Manier durch\nohne alle Anstrengung vor einem eleganten Thee-Cirkel zu glänzen.\nC. Ed. Pathe, Serenade pour Piano. Op. 10. Offen-\nbach, J. Andre. Preis 54 Kr.\nFr. His, Caprice-Nocturnepour le Pianoforte. Op. 5.\nEbendaselbst. Preis 36 Kr.\nJ. Kircher, Deux Mazourkaselegantes p. 1. Pianoforte.\nOp. 15. Ebendaselbst. Jede 45 Kr.\nLeichte Salonstücke ohne tiefen Gehalt und Originalität, aber\nangenehm und hier und da nicht ohne Reiz. Von Caprice haben\nwir in Nr. 2 nichts bemerkt.\nRobert Goldbeck, Trois pour le Piano, d£-\ndiees k Mr. le Comte de Redern. Oeuvre 6.\nMagdeburg, bei Heinrichshofen. Preis y2 Thlr.\nF. Ferraris, Tarantella per il Pianoforte. Op. 3. Eben-\ndaselbst. Preis % Thlr.\nAuch iür den Salon, machen aber mehr Ansprüche als die\nvorigen Stücke, und befriedigen sie auch grösstentheils. Die\ntella kann zugleich als eine Octaven-Etude betrachtet werden. Die\nSchwierigkeiten sind in beiden Nummern nicht bedeutend.\nJean Lafont, La Joie,Elude de Concert pour Piano.\nOeuvre 29. Vienne, chez P. Mechetti Vve. Preis\n15 Sgr.\nJean Lafont, Zephir, Morceau de Salon. Oeuvre 30.\nEbendaselbst. Preis 15 Sgr.\nDie Etüde ist ein brillantes Stück in %-Tact, auf die\nFigur:\nwelches, anmuthig vorgetragen, gefallen wird. Der „Zephyr\"\nbleibt sich selbst getreu: er macht Wind, wo nichts dahinter ist.\nJules Sachs,lll Melodies, le Calme, Mazurka, Ber-\nceuse p. le Piano. A Son Alt. Roy. Me. La Prin-\ncesse hereditoire Charlotte de Saxe-Meiningen.\nOeuvre 8. Berlin, chez A. M. Schlesinger. Preis\n%Thlr.\nDrei kleine, melodiöse und leichte Ciavierstücke. Um uns jedoch\nein Urtheil über das Talent des Componisten zu bilden, wollen wir\ndie versprochene Sendung von grösseren Werken abwarten."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabi-1854-01-28-02-c006", "article_bluemountain": "bmtnabi_1854-01-28_02#c006", "volume": "bmtnabi_1854-01-28_02", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "4", "page_fin": "4", "image_debut": 4, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.2.4", "titre_corps": "Für Violoncello.", "titre_sommaire": "Für Violoncello.", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "4", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.1.4", "debut_caractere": 2207, "fin_caractere_exclue": 2591, "texte": "Für Violoncello.\nM. Brosig, Deux Nocturnes pour Violoncello et Piano,\nk Mr. P. Piglosiewicz. Oeuvre 18. Offen-\nbach, bei J. Andre. Preis 1 Fl. 12 Kr.\nZwei recht sangbare und keineswegs triviale Melodiestücke iür\ndas Violoncell, mit denen jeder Cellospieler, der Ton und Vortrag\nhat, gefallen wird. Das Pianoforte hat nur Begleitung, Sie sind\nauch für Violine und Piano eingerichtet. /"}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "1", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.1.1", "texte": "Gesang für Volk, Heer und Schule.\nLudwig Erk, Volksklänge. Lieder für den mehrstim-\nmigen Männerchor. Berlin, K. W. Krüger's Ver-\nlags-Buchhandlung. Fünf Lieferungen ä 3 Sgr.\n(25 Exempl. 2 Thlr.)\nEs gelten diese Lieder als Fortsetzung der „Volkslieder für\nMännerstimmen, gesetzt von L. Erk\", welche früher bei G. D. Bä-\ndeker in Essen erschienen sind. 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Han-\nnover, Hahn'sche Hof-Buchhandlung. 1854.\nDas zweite Heft dieser recht brauchbaren und reichhaltigen\nSammlung enthält siebenzig Lieder und zehn Canons. Die Lieder\nsind Volksweisen (nur ein paar eigenen Melodieen von K. Stein,\nFl. Geyer und dem Herausgeber begegnen wir) und mit wenigen\nAusnahmen, welche die Melodie nur für Eine Stimme geben,\nzweistimmig gesetzt.\nGustav Flügel, Preussische\nund Siegeslieder,zum Gebrauche in Schulen, hö-\nheren Lehranstalten und in der Armee. Für Kin-\nder- und Männerstimmen. 35. Werk. Neuwied,\n1854, bei J. H. Heuser. Preis 4 Sgr.\nWarum in der „Armee\" und nicht im „Heere\", zumal da Herr\nFlügel für Andante „Gehend\" und für Allegro „Lebhaft\" schreibt?\nEs sind siebenzehn patriotische Lieder, auf alte und neue preussi-\nsche Geschichte bezüglich, Sr. K. Hoheit dem Prinzen Friedrich\nWilhelm von Preussen zugeeignet „vom Verleger und Componisten\",\nwonach der Verleger fast als die Hauptperson erscheint! Sie sind\ndreistimmig gesetzt, und zwar entweder von zwei Sopranen\nund Alt, oder von zwei Tenören und Bass zu singen, stehen aber\ndurchweg im Violinschlüssel. Wir vermissen in den meisten der-\nselben das Talent der Erfindung, das wir in anderen Compositionen\nFlügel's gefunden haben; der richtige Ton scheint uns nur selten\ngetroffen, so dass die Melodie (und auch die harmonische Bearbei-\ntung, welche zuweilen durchaus nicht einfach genug gehalten ist)\nzu sehr gegen die Texte conlrastirt, welche meist im Volkstone\ngedichtet sind. Beiläufig wollen wir auch die allgemeine Bemer-\nkung nicht unterdrücken, dass es stets misslich ist, Lieder, welche\nin der Melodie, die mit dem Texte zugleich erschien, bereits\nVolkslieder geworden sind, wie z. B. Fouque's „Frisch auf zum\nfröhlichen Jagen\" (S. 46), noch einmal in Musik zu setzen. Ueber-\nhaupt ist es schwer, was der Geist von 1813 gedichtet und com-\nponirt hat, 1854 noch einmal zu dichten und zu componiren.\nUebrigens werden manche von diesen Flügel'schen Liedern, wie\nz. B. Nr. 11, Preussisches Soldatenlied, u. a„ sich, von Männer-\nstimmen gesungen, recht gut machen, während sie für Kinderstim-\nmen weniger geeignet sein dürften.\nFerdinand Schulz, Vier von G. von\nBosse für vierstimmigen Männerchor. Op. 31.\nMagdeburg, bei Heinrichshofen. Preis 20 Sgr.\nSie sind der „preussischcn Armee\" gewidmet; die Gedichte\nverrathen mehr patriotische Gesinnung als poetische Anlage; die\nComposition erhebt sich nicht über das Gewöhnliche.\nKaspar Jakob Bischoff, Dem Prinzen von Preussen.\nGedicht von Gebauer 1., Lieut. im 29. Inf.-Reg.,\nfür vierstimmigen Männerchor mit Begleitung von\nBlechmusik (oder Pianoforte). Sr. K. Hoheit dem"}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "2", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.1.2", "texte": "Prinzen von Preussen gewidmet. Offenbach, bei\nJoh. Andre. Partitur und Stimmen 1 Fl. 12 Kr.\n(Jede Singstimme 4 i/i Kr.)\nEin frisches Soldaten- und Volkslied in marschmässiger, kräfti-\nger Bewegung; es ist Feuer und Leben darin. Die Begleitung\nerfordert vier Trompeten in Es, eine Trompete in B aho, Bariton,\nTuba und zwei Posaunen. Es ist jedoch so eingerichtet, dass es\nauch ohne Begleitung gesungen werden kann.\nWilhelm Tschirch, Fürstl. Reuss. Musik-Director, Can-\ntor an der Hauptkirehe zu Gera, Zwanzig zwei-\nstimmige Gesänge zum Gebrauche in oberen\nSchulclassen, in Vorbereitungsschulen zu Sing-\nAkademieen u. s. w. Op. 24. Schweidnitz, bei\nC. F. Weigmann.\nEin sehr verdienstliches Werkchen, welches den Zweck des\nVerfassers vollkommen zu erreichen geeignet ist. Dieser Zweck ist\nnämlich ganz verschieden von dem, was bei den meisten Lieder-\nsammlungen für Schulen u. s. w. beabsichtigt wird. Gewähren ihre\nLieder zwar den Schülern Genuss und Freude und wirken wohl-\nthätig auf die Gesittung, so fördern sie doch den eigentlichen Ge-\nsang, das Singen nach Noten, wobei das selbstständige Auf-\nsuchen der Intervalle unerlässlich ist, meist nur wenig, da sie leicht\nfässliche Melodieen haben und auch die zweite Stimme, die sich\nin der Regel nur in Terzen und Sexten bewegt, gar bald eben so\nnur nach dem Gehör gesungen wird, wie die erste. Dagegen gibt\nuns der Verfasser hier zwanzig Stücke, nicht einfache Lieder, son-\ndern Gesänge, in denen beide Stimmen in Gegenbewegung und\nmehr selbständiger Führung gehalten sind. Sie entsprechen alle\nnicht nur dem genannten rein musicalischen Zwecke, sondern sind\nauch als kleine Original-Compositioncn hübsch und für die Gcsang-\nschüler bei Weitem anziehender, als Trcff-Uebungen ohne Text.\nInteressant und sehr gelungen sind auch die zweistimmigen Bear-\nbeitungen nach Haydn („Die Himmel erzählen\" und „Komm, hol-\nder Lenz'4), nach Händel, Graun und Mendelssohn („Wie lieblich\nsind die Boten\"). WTir haben lange kein Wcrkchcn ähnlicher Be-\nstimmung gesehen, das den musicalischen Ernst auf so treffliche\nWeise mit dem Angenehmen vereinigte.\n\nGesang für Männerstimmen.\nW. Tschirch, Der Sängerkampf, Dichtung von E.\nStiller. Dramatische Cant a t e für Solo,\nChor und Orchester. Dem akademischen Musik-\nVereine in Breslau gewidmet. Op. 37. Berlin, bei\nBote und Bock. Die Partitur als Manuscript ge-\ndruckt (durch chemischen Umdruck). Mit dem\nBildnisse des Componisten.\nJe mehr wir den Herrn Verfasser als einen tüchtig gebildeten\nMusiker und Componisten von gründlicher Schule achten, um so\nmehr thut es uns leid, dass er Talent und Mühe an die Compo-\nsition eines Gedichtes verschwendet hat, dem alle Bedingungen\nfehlen, um zur Grundlage eines musicalischen Kunstwerkes zu die-\nnen. Nach einem Lobe des Gesanges im Chor fordert ein Herold\nzum Sänger-Wettstreit auf und verkündet, dass nur Ein Lied den\nPreis erhalten könne. Es tritt ein Sänger auf und besingt die\n„Freundschaft\" in einigen Strophen, wozu der Chor den Refrain\nmacht. Darauf folgt unmittelbar ein „Schlachtgemälde\" mit Krie-\ngerchor, an welches sich das Lied des Sängers der „Liebe\" mit\nHarfenbegleitung reiht, dem aber die Zecher, welche den „Wein\"\npreisen, in Solo und Chor sich entgegenstellen. Hierauf entspinnt\nsich der eigentliche „Sängerstreit\", mit der hochpoetischen Phrase\ndes Liebessängers beginnend:\n„W as, ihr Zecher, fällt euch ein?\nEuer kann der Preis nicht sein!\nZechersang hat keinen W^erth!\"\nDie Zecher erwidern: „Brüder, hört ihrs, wie verkehrt?\" Aber\n' *\nda behaupten die Krieger:\n„Liebesseufzer, Zechersang\nSind für Niemand von Belang\" (!!)\nund begehren den Preis für sich. Man lacht sich gegenseitig aus,\ndie beiden sentimentalen Solisten flöten von Freundschaft und Liebe\n* 4 .... < f\ndazwischen, während Zecherlust und Kriegerstolz sich hochfahrend\ngeberden, bis der Herold Halt ruft und zur Ruhe mahnt, weil\n„die Sonne im Frieden auch zur Ruhe geht.\" (!!) Das wirkt; ein\nreligiöser Gesang ertönt von fern (wahrscheinlich aus dem Neben-\nzimmer des Concertsaales), die sämmtlichen Sänger werden gerührt\nund sprechen:\n„Stürze des Hasses finstere Schranken,\nLeite zum Frieden unsre Gedanken,\nHemme des Frevlers verwundenden Spott,\nLehre uns lieben, gütiger Gott!\nEs rausche nur Gott der Gesangesstrom!\"\nDer Dichter will uns also durch dieses lächerliche Pathos zu\nder Stimmung bringen, den Spass für Ernst zu nehmen ? Das ist\nwirklich gar zu naiv fast noch ärger als der leitende Gedanke\ndes Ganzen, dass der Gegenstand des Gesanges allein den Sie-\ngespreis bedingen solle! Dabei ist die Detail-Ausführung dieses\nGedankens so entsetzlich prosaisch und läppisch, dass man kaum\nbegreift, wie ein Componist zu diesem Texte greifen konnte. Zum\nBeweise ausser dem Angeführten nur ein paar Stellen, der Ergötz-\nlichkeit halber: „Ja, Einem nur gebührt der Preis; wie aber\nh eis st das Lied? Beginnt den Streit, doch ohne Bitterkeit!\"\n„Das schönste Lied hier vorzutragen,\nWoll'n sonder Scheu und Furcht wir wagen ;\nDrum höret, die ihr kamt herbei,\nMit voller Andacht auf uns Drei.\"\nIst das nicht, als befänden wir uns im Palaste des Herzogs The-"}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "3", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.1.3", "texte": "seus von Athen und hörten den Prologus von Meister Squenz?\nDoch weiter! Der Herold spricht:\n„Wohl schön war das Lied;\nDoch wo es sich handelt um Preise,\nDort hört man auch Anderer Weise\nZum Unterschied!\nAus dem Schlachtgemälde wollen wir nur noch folgende Poesie\nzum Besten geben:\n„Von der Höh' im Morgenstrahl\nSpäht umher der General;\nDurch das Feld im kecken Wagen\nSieht man Adjutanten jagen.\nDem Trommel- und Trompetenschall\nFolgt eilig ein Kanonenknall;\nEin zweiter, dritter, dumpf und schwer,\nDröhnt hinterher!!!\"\nDoch übergenug! Wir würden uns bei diesem Texte nicht so\nlange aufgehalten haben, wenn es nicht nöthig wäre, den deutschen\nComponisten immer wieder die Geschmacklosigkeit vorzuwerfen,\nwelche sie bei der Wahl ihrer Texte zu Opern, Cantaten u. s. w.\nleider so oft bekunden! Wann eher werden sie endlich die Augen\ndarüber öffnen, dass bei dem gegenwärtigen Stande der allgemei-\nnen Bildung ein schlechter Text auch selbst gute Musik unge-\nniessbar macht?\nHerr Tschirch hat die Veranlassungen, welche sich zu musica-\nlischen Situationen darboten, mit grossem Geschick im Technischen\nbenutzt; doch vermissen wir im Allgemeinen Phantasie und Schwung\nin den Gedanken, wogegen die Bearbeitung derselben durchweg\nklar ist und sich auf löbliche Weise von den Excentricitäten der\nneueren Schule fern hält. Allein das Streben nach Einfachheit lässt\nsich auch übertreiben, und man muss dabei gar sehr auf der Hut\nsein, nicht in das Gewöhnliche und Verbrauchte zu fallen. Die\nSolostücke geben trotz ihrer ansprechenden Melodie Beweise von dieser\nGefahr. Dagegen eignen sich die Chöre alle zu wirkungsvoller\nAufführung, namentlich Nr. 1, Allegro maestoso in C-dur,\nund die Nummern 11 und 12 am Schlüsse des Ganzen, von denen\ndie letzte ein sehr tüchtig gearbeitetes und keineswegs trockenes,\nsondern frisch und voll Leben daherströmendes Allegro fugato, eben-\nfalls in C-dur, 4/4-Tact, enthält, bei dessen ruhigem, homophonem\nMittelsatze auch der Eintritt der Harfen-Begleitung von guter Wir-\nkung ist. Der längste Satz ist das „Schlachtgemälde4*, 64 Seiten\nPartitur, Haupt-Tonart D-moll, was beim Siege natürlich in D-dur\nübergeht. Es enthält neben gewöhnlichen Malereien manches Gute\nund wird bei Sängerfesten im Freien, wie auch in den jetzt so be-\nliebten Garten- und Militär-Concerten seinen Effect nicht verfehlen.\nSo sehr wir auch anerkennen, dass Tschirch gegenwärtig zu\nden besten Componisten für Männergesang gehört, wie er schon\ndurch seine früheren Compositionen, „Die Nacht auf dem\nMeere\", die Vier Gesänge, Op. 8, Den 24. Psalm, Op. 27,\nu. s. w., und ganz besonders durch eine neuerdings geschriebene\nYocal-Messe, welche wir Gelegenheit hatten, im Manuscript zu\nsehen, und für sein gelungenstes Werk in ernster Gattung halten,\nbewiesen hat, so möchten wir ihm doch den Rath geben, sein Ta-\nlent auch vor Allem einmal der wahren Vocal-Musik, d. h. dem\nGesang für Männer- und Frauenstimmen, zuzuwenden.\n/\n\nFür Pianoforte.\n\\\n4 « % 4 . i I \" • ' *\n6'. Scheidler, Cursus für den Elementar-Unter-\nricht im Pianoforte-Spiel u. s. w. u. s. w. Kassel,\nbei C. Luckhardt. Complet, Heft I. IV. Preis\nIV* Thlr.\nDer Titel enthält noch mehrere, etwas marktschreierische Zu-\nsätze, welche theils zweimal dasselbe sagen, z. B. „Anweisung zu\neinem wissenschaftlich praktischen Unterrichte\", und „ein theoretisch\npraktischer Leitfaden\", theils unwahr sind, wie „für kundige und\nunkundige Lehrer\", indem ein unkundiger Lehrer mit diesem Cur-\nsus eben so wenig etwas anzufangen wissen wird, als mit dem\nUnterrichte überhaupt. Uebrigens wollen wir dieser Elementar-\nClavierschule die Brauchbarkeit nicht absprechen, haben aber auch\nkeineswegs etwas Neues oder einen charakteristischen Unterschied\nvon anderen bereits vorhandenen in ihr gefunden. Auf die Rein-\nlichkeit und Schärfe des Text- und Notendrucks hätte mehr Sorg-\nfalt verwendet werden können.\n* ; 3t f %\nKarl Reinecke, Quartett für Pianoforte, Violine, Viola\nund Violoncello. Seinem Freunde C. Gurlitt zu-\ngeeignet. 34. Werk. Braunschweig, bei G. M.\nMeyer jun. Preis 3 Thlr. 16 Sgr.\n* '* • * <C ■ ,T- . «. ,* 4\nWir haben über Reineckes neueste Compositionen in diesen\nBlättern bei Gelegenheit der Beurtheilung seines Trio in D-dur,\nOp. 38 (Literaturblatt Nr. 2, 1853), und seiner Sonate für Piano\nzu vier Händen, Op. 35, in A-moll (Literaturblatt Nr. 4, 1853),\nausführlich gesprochen und können uns daher bei der Anzeige des\nvorliegenden Quartettes in Es-dm- kürzer fasser}. Wiewohl jetzt\nerst veröffentlicht, ist es doch, wie auch die Opus-Zahl zeigt, vor\nden oben genannten Werken geschrieben, was sich denn auch an\ndem Stil bekundet, der uns nicht so cigenthümlich und fliessend\nscheint, als in den beiden späteren Werken. Wenigstens kommt\nes uns vor, als habe sich der Verfasser in dem Quartett noch nicht\nvöllig von dem Einflüsse eines bedeutenden Componisten unserer\nZeit frei gemacht, während er in den erwähnten Musikstücken\noffenbar eine grössere Selbstständigkeit in der Erfindung und in\nder Schreibweise erreicht hat. Trotzdem gehört auch dieses Quar-\ntett, wie alles, was Reinecke schreibt, der ernstgemeinten und edeln\nRichtung der Kunst an, und wird desshalb allen Freunden der-\nselben willkommen und den Freunden des Componisten eben we-\ngen seines Verhältnisses zu den späteren Werken noch besonders\ninteressant sein. Es hat im Ganzen auch das Gute, dass man die\nvier Sätze • Allegro molto, 4^4\"'Lact Andante in Cis-moll\nund Des-dur, 6/g-Tact Intermezzo (Allegretto grazioso) in As-durj\n2/4-Tact Finale Allegro moltq vivace in Es-dur, — mit\nsteigender Thejlnahme anhört."}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "4", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540128-02.1.4", "texte": "Sophie Dulchen, Roses sans epines, Morceau de Salon\npour le Piano. Offenbach, J. Andre. Pr. 45 Kr.\nDiese dem Fürsten Greg. Cantacuzeno gewidmeten „Rosen ohne\nDornen\" haben wenigstens das Wahre in ihrer Ueberschrift, dass\nsie keine Dornen der Schwierigkeit haben; mit den Rosen selbst\nnimmt man es nicht so genau, wenn uns eine liebenswürdige junge\nPianistin, wie Sophie Dulcken, etwas Blumiges anbietet und ver-\nsichert, es seien Rosen. Das vorliegende Allegro im Walzer-Tact\nund Walzer-Ton gibt Gelegenheit, in Thalberg'scher Manier durch\nohne alle Anstrengung vor einem eleganten Thee-Cirkel zu glänzen.\nC. Ed. Pathe, Serenade pour Piano. Op. 10. Offen-\nbach, J. Andre. Preis 54 Kr.\nFr. His, Caprice-Nocturnepour le Pianoforte. Op. 5.\nEbendaselbst. Preis 36 Kr.\nJ. Kircher, Deux Mazourkaselegantes p. 1. Pianoforte.\nOp. 15. Ebendaselbst. Jede 45 Kr.\nLeichte Salonstücke ohne tiefen Gehalt und Originalität, aber\nangenehm und hier und da nicht ohne Reiz. Von Caprice haben\nwir in Nr. 2 nichts bemerkt.\nRobert Goldbeck, Trois pour le Piano, d£-\ndiees k Mr. le Comte de Redern. Oeuvre 6.\nMagdeburg, bei Heinrichshofen. Preis y2 Thlr.\nF. Ferraris, Tarantella per il Pianoforte. Op. 3. Eben-\ndaselbst. Preis % Thlr.\nAuch iür den Salon, machen aber mehr Ansprüche als die\nvorigen Stücke, und befriedigen sie auch grösstentheils. Die\ntella kann zugleich als eine Octaven-Etude betrachtet werden. Die\nSchwierigkeiten sind in beiden Nummern nicht bedeutend.\nJean Lafont, La Joie,Elude de Concert pour Piano.\nOeuvre 29. Vienne, chez P. Mechetti Vve. Preis\n15 Sgr.\nJean Lafont, Zephir, Morceau de Salon. Oeuvre 30.\nEbendaselbst. Preis 15 Sgr.\nDie Etüde ist ein brillantes Stück in %-Tact, auf die\nFigur:\nwelches, anmuthig vorgetragen, gefallen wird. Der „Zephyr\"\nbleibt sich selbst getreu: er macht Wind, wo nichts dahinter ist.\nJules Sachs,lll Melodies, le Calme, Mazurka, Ber-\nceuse p. le Piano. A Son Alt. Roy. Me. La Prin-\ncesse hereditoire Charlotte de Saxe-Meiningen.\nOeuvre 8. Berlin, chez A. M. Schlesinger. Preis\n%Thlr.\nDrei kleine, melodiöse und leichte Ciavierstücke. Um uns jedoch\nein Urtheil über das Talent des Componisten zu bilden, wollen wir\ndie versprochene Sendung von grösseren Werken abwarten.\n\nFür Violoncello.\nM. Brosig, Deux Nocturnes pour Violoncello et Piano,\nk Mr. P. Piglosiewicz. Oeuvre 18. Offen-\nbach, bei J. Andre. Preis 1 Fl. 12 Kr.\nZwei recht sangbare und keineswegs triviale Melodiestücke iür\ndas Violoncell, mit denen jeder Cellospieler, der Ton und Vortrag\nhat, gefallen wird. Das Pianoforte hat nur Begleitung, Sie sind\nauch für Violine und Piano eingerichtet. /"}]}