{"numero_id": "bm-bmtnabi-1854-02-25-02", "volume": "bmtnabi_1854-02-25_02", "ocr_sha256": "77505a70f98348cf69dfa7aeb64933e2817d699db242874611896894840c7c70", "source_tei": "", "source_mets": "https://github.com/pulibrary/BlueMountain/blob/main/metadata/periodicals/bmtnabi/issues/1854/02/25_02/bmtnabi_1854-02-25_02.mets.xml", "url_numero": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02", "articles": [{"article_id": "bm-bmtnabi-1854-02-25-02-c001", "article_bluemountain": "bmtnabi_1854-02-25_02#c001", "volume": "bmtnabi_1854-02-25_02", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "5", "page_fin": "7", "image_debut": 1, "image_fin": 3, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02.2.1", "titre_corps": "Zur Ausbildung des Clavierspiels.", "titre_sommaire": "Zur Ausbildung des Clavierspiels.", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "5", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02.1.1", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 4676, "texte": "Zur Ausbildung des Clavierspiels.\nAloys Schmitt, Methode des Ciavierspiels. Eine plan-\nmässig geordnete Sammlung von Ton-\nstücken zur stufenweisen Ausbildung der Fin-\ngerfertigkeit und des Geschmackes. Op. 114, A\nund B, 4 Hefte. Op. 115, 3 Hefte. Op. 116,\n2 Hefte. Verlag von Johann Andre in Offenbach.\nPreis ä 1 Fl. 48 Kr.\nWir haben diese Hefte alle mit grossem Interesse durchgegangen.\nHermann Hilliger (ein geachteter Tonkünstler aus Frankfurt\nam Main) hat dem ersten Hefte dieser neuen Methode Erklärungen\nvorausgeschickt, in welchen er die Absicht des Verfassers, die sei-\nner Meinung nach hier und da verkannt werden könnte, zu erläu-\ntern versucht. Ob aber diese Erläuterungen, die eigentlich vom\nVerfasser selbst hätten ausgehen müssen, durchaus nothwendig, und\ndie Absicht des Componisten in dem aufgeschlagenen Buche seiner\nSchule sich nicht selbst klar und deutlich ausspricht, wollen wir\ndahingestellt sein lassen. Ueberlassen wir daher dem Publicum die\nLecture derselben und versenken uns lieber in die vor uns liegen-\nden und selbstredenden Hefte.\nZuerst haben wir es hier mit keiner Theorie zu thun, indem\nKenntniss der ersten Elemente vorausgesetzt wird. Das Ganze,\nso wie es vor uns liegt, führt uns gleich beim Aufschlagen der\nersten Seite in die Praxis des Ciavierspiels hinein.\nDas erste Heft, Opus 114, A, als erste Stufe, zeigt uns 82 Lese-\nübungen, deren Notenstellung so eingerichtet ist, dass der Schüler\nauch wirklich lesen muss, d. h. Dass er die Melodie nicht im\nVoraus rathen kann, und daher gezwungen ist, den Blick be-\nständig auf seine Noten zu richten.\nDasselbe Princip, das des Denkens und der Selbststän-\ndigkeit, wendet der Verfasser auch in Bezug auf die Finger-\nsetzung an, die in den ersten Heften desshalb nirgends vorgezeich-\nnet ist. Wo später die Tonstücke und Etüden es erfordern, ist in\neinzelnen Fällen der Fingersatz angemerkt.\nSo laufen diese Leseübungen, stets etwas schwieriger werdend,\nfort, bis sie mit Nr. 48 einen bestimmteren Charakter in der Form\nannehmen, und es erlaubt der Verfasser von hier an, auch Ton-\nstückc von anderen guten Meistern mit einzuflechten, vorausgesetzt,\ndass der Schüler zu deren Vortrag durch die hier errungenen\nVorstudien vollkommen befähigt sei.\nIm zweiten Hefte (Opus 114, B), als zweite Stufe, finden wir\n21 dem ersten Hefte folgerecht entsprechende kleine Stücke, worin\ndie Belehrung scheinbar auf Amüsement gegründet ist und alle\nmögliche Arten der Eintheilung, der Ligation, des Staccato, Rubato,\nder Syncopen, des Rhythmus u. s. w. in verschiedenen Tonarten\nund Tempi enthalten sind. Nr. 8 und 22 enthalten Themata mit\nVariationen, worin namentlich der Mordcnt und das Grupetto eine\nRolle spielen.\nDie dritte Stufe (Opus 114) besteht aus drei Heften reiner Etu-\nden-Gattung, welche als integrirendc Theile zum ersten Hefte A\nwohl gleichzeitig mit dem Notenlesen vorgenommen werden dürf-\nten, da Mechanismus und Intelligenz ja immer Hand in Hand\ngehen, sich gegenseitig ablösen und ergänzen müssen. So sind die\n68 einleitenden Etüden bloss für die mechanische Hand und im\nGeiste der früher in Bonn herausgekommenen und so berühmt ge-\nwordenen Etüden von Aloys Schmitt gebaut, nur mit dem Unter-\nschiede, dass sie hier noch complicirter und ausgeprägter erschei-\nnen. Diese Hefte enthalten nicht weniger als 95 in Gehalt, Form,\nUmfang und Schwierigkeit fortschreitende Exerciticn, unter welchen\nviele wieder als selbstständige Vorträge den Begriff von der stren-\ngen Etud e vergessen machen*).\nDie vierte Stufe (Opus 115, erstes Heft) besteht aus zehn Etü-\nden in Form von Präludien in meist streng gehaltenem Stil, indem\ndas zweite Heft desselben Opus denselben erweitert und gleichsam\nausbeutet. Wir finden hier in 23 Seiten neun Etüden der schwer-\nsten Gattung, die bedeutsamsten Verhältnisse der Technik, des\nRhythmus und des Fingersatzes (meistens in den schwierigsten\nTonarten) berührend und dennoch nach des Componisten Art\nund Weise in elegantem und schwungreichem Charakter. Hat\nder Schüler diese beiden Hefte besiegt, so darf er sich gratuliren.\nDiese bilden nun wieder einen Uebergang, eine Vermittlung zu\nden folgenden zwanzig Tonstücken (Opus hundert sehszehn) in zwei\nHeften, die, obgleich der Verfasser sie als im Rapport mit der\ndritten Stufe bestehend bezeichnet, doch wieder als sclbstständige\nund aus allem Vorhergegangenen resultirendc Tonstücke betrachtet\nwerden können. Wir finden hier durchgeführte Themata, welche\n\n*) Wir haben den eigenthümlichen Charakter dieser Etüden in\neiner Beurtheilung der Hefte der dritten Bildungsstufe in der\nRheinischen Musik-Zeitung, Jahrg. 11, Nr. 18, vom 1. Novem-\nber 1851, ausführlicher erläutert, worauf wir verweisen.\nDie Redact."}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "6", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02.1.2", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 5619, "texte": "jedem Pianisten wenn er nicht gerade in einem Prudent'schen\noder Dreischock'schen Genre glänzen will ein willkommener\nFund sein werden. Namentlich überrascht uns dort ein „Trifolium-\nRondo\" (Nr. 3 im zweiten Hefte), welches sich an Originalität der\nErfindung, so wie der Form vor allen auszeichnet. Ueberblicken\nwir nun alle neun Hefte, so finden wir in geschmackvoller Ab-\nwechselung den Gesang, die Bravour und den Humor repräsentirt,\nund es gibt nicht leicht eine Musikgattung, die vom einfachsten\nLiede bis zum brillanten Rondo, von der ersten Finger-Dressur\nbis zur complicirtcn Etüde nicht vertreten wäre.\nMit Einem Worte, des Verfassers Haupt-Grundsatz, dass ein\nschöner und gefühlter Vortrag nur nach überwundener, völlig fes-\nselfreier Mechanik möglich sei, ist in dieser Schule auf das be-\nstimmteste documentirt. Der Verfasser hat also die beiden End-\npunkte des Musikwesens, „Fertigkeit und Vortrag\", auf die erste\nJugend angewendet, indem schon das Kind beim Beginn seiner\nersten Quinten-Uebung zu dem Begriffe gelangt, dass der Mecha-\nnismus das Mittel, der Vortrag aber der Zweck, der Duft der\nTonkunst, also die eigentliche Musik sei.\nIn der That ein Verfahren, welches wir in einer solchen popu-\nlären, fasslichen und progressiven Entwicklung noch in keinem\nuns bis jetzt bekannt gewordenen Tonwerke gefunden haben; und\nso weit sind wir überzeugt, dass, wer diese Schule unter guter\nLeitung gründlich durchmacht, nichtv leicht durch etwas Neues, das\nhier nicht schon vorbereitet wäre, überrascht werden wird.\nWir glauben also dieses dem Titel vollkommen entsprechende\nWerk als einen tüchtigen pädagogischen Zuwachs in der musicali-\nschcn Literatur dem Publicum mit der aufrichtigsten Heberzeugung\nempfehlen zu dürfen, und wünschen somit diesem jüngsten Geistes-\nkinde des nie rastenden Meisters die besten Erfolge. G.\nFerd. Ficker, Systematische Pianoforte'Schule. Erste\nAbtheilung. Musicalische Elementarlehre und\nGrundlage zur Bildung eines künstlerischen An-\nschlags u. s. w. (Systemalic Metliod for the Piano\netc.) New-York, Hamburg und Leipzig, bei Schu-\nberth & Comp. Preis 1 Thlr.\nDiese von der Verlagshandlung sehr schön ausgestattete Clavier-\nschule verdient alle Berücksichtigung. Die theoretischen Lehren\nsind in sehr deutlicher und bestimmter Fassung (Deutsch und Eng-\nlisch gegenüber) ausgedrückt, und die systematisch fortschreitende\nMethode hat unseren vollen Beifall. Einer Menge von Lehrern,\nwelche heut zu Tage Clavier-Unterricht geben, fehlt es leider an\nden richtigen Ansichten über Hand- und Fingerstellung und An-\nschlag; sie finden hier treffliche Belehrung. Wir sind auf die Fort-\nsetzung des Werkes neugierig und ermuntern Herrn F. Ficker\ndazu, der, so viel wir wissen, in Leipzig seine musicalischen Stu-\ndien gemacht hat und von J. Moscheies mit Recht sehr warm em-\npfohlen ist. Eine Neuerung, welche der Verfasser für die Benen-\nnung der Noten (nach ihrem Werthe) im Englischen eingeführt\nhat nach dem Zahlen-System auf deutsche Weise Halbe, Viertel\nu. s. w., statt der Minims, Crotcheis etc. —, ist sehr zweckmässig\nund wird gewiss, wenn auch nicht in Old England, doch in Nord-\namerica durchdringen.\nJh. Kullak, Die Schule der Finger-Hebungen. Metho-\ndische Anleitung für Anfänger im Ciavierspiel.\nPraktisch dargestellt von E. D. Wagner. Op.\n61. Berlin, bei Schlesinger. 2 Hefte. Complet\n2 Thlr.\nEin sehr brauchbares Werk, welches mehr gibt, als der Titel\nahnen lässt, indem auch die nöthigen theoretischen Erläuterungen\naus der Elementar-Musiklchre in Bezug auf Intervalle, Tonleitern\nund Accorde vor den praktischen Hebungen nicht fehlen. In wel-\nchem Verhältnisse das Verdienst des Herrn E. D. Wagner zu der\nersten Ausgabe der „Schule der Finger-Ucbungcn\" von Kullak\nsteht, vermögen wir nicht zu beurtheilen, da uns diese nicht zur\nIland ist. Das gegenwärtige Werk ist nach dem Vorworte als eine\nzweite, erweiterte Ausgabe derselben zu betrachten, und soll „diese\nErweiterung aus dem Bedürfnisse entsprungen sein, denjenigen\nSchülern, welchen anderweitige Verhältnisse* nicht gestatten, die\nnöthige Zeit auf die eigene Ausarbeitung der Finger-Uebungen im\nSinne des ersten Werkes von Th. Kullak zu verwenden, durch ein\nreichlicheres Material fördernd an die Haud zu gehen\" ein Satz,\nder uns freilich nicht ganz klar ist. Desto klarer sind wir mit uns\nselber über die Empfehlung der vorliegenden beiden Hefte für\njeden Schüler, dem es mit der Technik des Pianoforte Ernst ist.\nDas Ganze zerfällt in vier Haupt-Abschnitte, welche 1) die Grund-\nübungen und dann die Hebungen von der Secunde bis zur Quinte,\n2) das Studium der Tonleitern (wobei wir sehr billigen, dass die\nMoll-Tonleitern durchweg doppelt, in harmonischer und melo-\ndischer Form, gegeben werden), 3) die Hebungen für entferntere\nIntervalle (Spannen, Handgelenk, Octaven), 4) Hebungen, welche\naus Accorden, Dreiklängen und Vierklängen (SeptimenrAccorden)\nentstehen —, umfassen. Ueberall ist Methode, System, Ernst; nur\nvon Spiel, nicht von Spielerei ist die Rede, daher auch alles so\ngenannte Angenehmmachen hier wegfällt; wir haben es mit einer\ntrockenen, aber sehr gründlichen Grammatik in Beispielen zu thun.\nHeinr. Cramer, Sechs Studien für das Pianoforte.\nAloys Schmitt zugeeignet. 4. Werk. Ottenbach,\nbei Joh. Andre. Preis 1 Fl. 30 Kr.\nSechs zum Theil präludienartige, namentlich für Uebungen in\nDoppelgriffen und Sprüngen instruetive, überall mit Fingersatz ver-\nsebene Studien, zu deren Bewältigung schon ein hoher Grad von\nFertigkeit gehört. Der musicalische Gehalt derselben ist sehr un-\ngleich und nirgends besonders tief.\nH. Cramer, Etüde en Trioles. Op. 98. Offenbach,\nebendaselbst. Preis 45 Kr."}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "7", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02.1.3", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 135, "texte": "Ein leichtes, mit Fingersatz versehenes Stück, welches ohne\nbesonderen Gehalt den Zweck, die rechte Hand in Triolcn zu\nüben, erfüllt. •"}]}, {"article_id": "bm-bmtnabi-1854-02-25-02-c002", "article_bluemountain": "bmtnabi_1854-02-25_02#c002", "volume": "bmtnabi_1854-02-25_02", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "7", "page_fin": "8", "image_debut": 3, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02.2.2", "titre_corps": "Für Pianoforte.", "titre_sommaire": "Für Pianoforte.", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 3, "page_imprimee": "7", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02.1.3", "debut_caractere": 137, "fin_caractere_exclue": 4900, "texte": "Für Pianoforte.\nJ. C. Kessler, Scherzo pour le Piano, dedie a Madame\nde Duniecka. Oeuvre 45. Leopol, chez Ch. Wild.\nPreis 25 Sgr.\nEin glänzendes, dreizehn Seiten langes, frisch bewegtes Bravour-\nstück in 11-dureigentümlich und inhaltsvoll.\n,/. C. Kessler, Pelits Tableau (sie) pour le\nPiano h quatre mains. Oeuvre 49. Leopol,\nchez Ch. Wild. Cah. I & 11, a 28 Sgr.\nJedes Heft enthält vier leichte Stücke, die sich über gewöhn-\nliche Musik für Kinder durch Erfindung und einfache, aber den-\nnoch wirkliche Arbeit, bei welcher die linke Hand nicht bloss den\nTrommelbass spielt, auszeichnen. Man vergleiche besonders Nr. 5\nund Nr. 8. Beide Stimmen, Primo und Sccundo, sind nicht auf den\ngegenüberstehenden Seiten neben einander, sondern auf einer und\nderselben Seite über einander (in Partitur) gestochen, was die\nEinübung und das Orientiren der Schüler erleichtert. Die Ausstat-\ntung dieser und des folgenden Heftes gereicht der Verlagshand-\nlung zur Ehre. \" . . ..\nJ. C. Kessler, Eludes rhapspour le Piano, de-\ndie.es a Md. La Princesse H. Sapieha. Oeuvre 51.\nLeopol, chez Ch. Wild. Cah. I. Pr. 1 Thlr. 5 Sgr.\nVier gewaltige Bravourstücke, bei denen der Name Etüde nichts\nanderes als Schwierigkeit bedeutet. Nr. 1, ein in\n• 4 4\nc-dur, 4/4 (ist die neue Tactbezeichnung » > •' u. s. w. ein\n„ . * . •\nFortschritt??), mit grossen Spannungen und Octaven, sowohl in\nSprüngen als glissando; Nr. 2, ein Andante in C-moU, 3/4\\ 3,\nein Allegretto scherzando in Des-dur, 2/4, und Nr. 4, ein Allegro vi-\nvace in U-inoll,, 4/8, für die rechte Hand allein. Die höchste\nStufe der neueren Technik ist jedoch hier nicht auf Klingklang\nund Salon-Musik angewendet, sondern auf musicalische Gedanken,\ndenen man eine gewisse ernstliche Meinung nicht absprechen kann,\nin welcher Hinsicht namentlich • Nr. 2 in C-moll uns am meisten\nbefriedigt hat. Nr. 4 ist ein Tour de force, bei dessen Studium gar\nMancher mit zwei gesunden .Händen noch genug zu thun finden,\nwürde; wer aber einen starken Rheumatismus in der Rechten hat,\ndem wünschen wir Glück zum schweisstreibenden Exercitium. So\nhätten wir denn jetzt besondere Compositionen für jede einzelne\nHand. Daraus wird sich eine ganz neue torm entwickeln, nämlich\nEtüden für zwei verschiedene Hände auf zwei Gravieren\" oder\nkürzer „für zwei einhändige Pianisten\". Es lebe der Fortschritt!\nes leben die neuen Formen! Wir bitten uns aus, dass die Ge-\nschichtschreiber der Musik uns die Priorität dieser Erfindung einer\nClavier-Musik der Zukunft gehörig zu Gut schreiben!\nDoch alles auf der Welt gleicht sich Wiederaus; wenn der eine\nComponist uns zu Einarmigen verstümmelt, so macht uns der an-\ndere, Herr Karl Burchard, in seiner Einrichtung der\nOuvertüre zur Zauber flöte für das Pianoforte zu\nsechs Händen, Dresden, bei Ad. Brauer, für\n20 Sgr.,\nzu einem dreileibigcn und sechsarmigcn Geryon am Claviere. Der\nDruck ist so eingerichtet, dass auf der linken Seite die dritte, auf\nder rechten die zweite und erste Stimme stehen:\nS. 1. Parte Hlza. j S. 2. P. Ilda. P. Ima.\nMan begreift, dass nur auf sehr schmächtige Spieler gerechnet ist,\nvon denen zwei die Extreme einnehmen und der dritte sich wahr-\nscheinlich zwischen zwei Stühle setzt.\nFerd. Hiller, Valse expressive pour le Piano, (Mdie k\nMrs. Owen Jones. Op. 55A. Berlin, chez Ad.\nMt. Schlesinger. Preis 1/2 Thlr.\n, . « , ♦ • • •\nFerd. Hiller,Trois Marches pour le Piano, dediees a\nMlle. Paule Lenormant. Op. 55. Ebendaselbst.\nPreis 2/3 Thlr.\n* '\"K* ' *'■ * * • . '« • *• ' ' * • \"\nVier sehr hübsche und originelle Kleinigkeiten; der Walzer\nist ein reizendes Blumenblatt, das vom leisen Windhauche über die\nstille Woge. eines See's getrieben wird; von den Märschen,\nwelche drei verschiedene Charaktere tragen - Marcia giocosa in\nEs-diir Marcia elegiaca in D-moll ~ Marcia scherz-osd in A-dur\ngefallen uns der erste und der zweite ganz besonders durch die in\ndem kleinen Rahriien prägnant genug ausgesprochene Eigenthüm-\nlichkeit. Dabei sind es wirkliche Märsche, während Nr. 3 mehr ein\nScherzo dlla Marcia ist.\n* * . ./ • «*.'*•\nJ. Rosenhain, Trois Mazurkas pour Piano. Oeuvre 52.\n• ( *\nVienne, chez P. Mechetti Veuve. Pr. 20 Sgr.\n•• « • • \"• * * ' • * *\nDrei hübsche und leichte Mazureks, an denen nicht bloss die\nBaronin. M. v. Rothschild und die Gräfin Karoly und die berühmte\nPianistin Rosa Kastner, denen sie gewidmet sind, sondern auch\neine Menge anderer berühmter und unberühmter Damen Vergnü-\ngen finden werden.\nv • X.. # * i\n# % ♦ • • V. V, / ; . a 14 J .. ♦ - „ .1 0 >\nStephen Heller, Blumen-, Frucht- und Dorncnsiückc\nfür Piano. Op. 82 in 111 Heften. Berlin, bei Schle-\nsinger. Heft I 5/ß Thlr., II % Thlr., 111 1 Thlr.\n* , * • § • . ( t , • • # ' 4.\nYon Stephen Heller werden die Pianisten, sowohl Künstler als\nDilettanten, alles Neue willkommen beissen, und der anzeigende"}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "8", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02.1.4", "debut_caractere": 0, "fin_caractere_exclue": 1966, "texte": "Referent braucht nicht zu sagen: „Spielt diese Hefte durch und ur-\ntheilt selbst!\" denn das wird auch ohne seine Mahnung geschehen.\nDer in diesem Augenblicke mit der Anzeige Beauftragte wird aber\ntrotzdem auch seine Meinung aussprechen. Diese Blumen-, Frucht-\nund Dornenstücke enthalten allerdings gar manche liebliche Blu-\nmen, deren buntes Farbenspiel und deren artiger Duft sehr an-\nziehen und fesseln. Dahin rechnen wir besonders die sechs Num-\nmern des I. Heftes (jedes hat deren sechs), die Nummern 9, 10 und\n12 des 11. und Nummer 13 und 15 des 111. Heftes. Will man diese\nauch als Früchte betrachten, nämlich eines in kleinen Genre-\nbildchen mit Phantasie und anerkennungswerther Richtung auf das\nEdlere schaffenden Talentes, so wollen wir nicht widersprechen.\nWurmstichig sind diese Früchte keinesfalls; ob sie aber auch alle\nnaturwüchsig das geworden sind, was sie jetzt sind, ist eine andere\nFrage, und diese müssen wir bei manchen verneinen, welche in\nStoff und Colorit mehr künstlichen Nachbildungen von Wachs als\nvollsaftigen Erzeugnissen der Natur gleichen. Die eben erwähnte\nedlere, an sich sehr lobenswerthe Richtung des Componisten hält\nihn allerdings von dem Gemeinen fern, verleitet ihn aber auch zu-\nweilen, wie so manchen Tondichter der Gegenwart, das Ungemeine\nim Absonderlichen zu suchen, und es ist, als ob dieses Streben\nmanchmal den Flug der Phantasie, wenigstens derjenigen, welche\nMelodie schafft, hemmte und statt des Frischen und Lebensfähigen\nTrockenes und Welkes erzeugte. So laufen denn auch einige Dor-\nnenstückc mit unter und rechtfertigen den Titel, wenn auch viel-\nleicht nicht ganz im Sinne des Autors. Dornen der technischen\nSchwierigkeit sind eben nicht vorhanden, so dass auch massig fer-\ntige Dilettanten diese Stücke spielen können; nur erfordern sie zu-\nweilen eine grosse Spannung. Einige derselben können für kleine\nEtüden gelten, da sie eine bestimmte Figur neben der Melodie\ndurchführen, wie z. B. Nr. 1, 5, 8, 15, 16."}]}, {"article_id": "bm-bmtnabi-1854-02-25-02-c003", "article_bluemountain": "bmtnabi_1854-02-25_02#c003", "volume": "bmtnabi_1854-02-25_02", "ocr_source": "OCR Blue Mountain (ALTO), transcription TEI : lignes lb/@facs", "texte_sans_correction": true, "page_debut": "8", "page_fin": "8", "image_debut": 4, "image_fin": 4, "pages_selon": "pagination imprimée relevée dans le METS Blue Mountain (ORDERLABEL) ; [n] = page sans folio restituée", "url_article": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02.2.3", "titre_corps": "Arrangements für Pianoforte.", "titre_sommaire": "Arrangements für Pianoforte.", "signature_source": "", "controle": "bornes données par la structure logique METS/ALTO de Blue Mountain (blocs ALTO de chaque constituant)", "pages": [{"page_pdf": 4, "page_imprimee": "8", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02.1.4", "debut_caractere": 1968, "fin_caractere_exclue": 5452, "texte": "Arrangements für Pianoforte.\nHi.Kullak> Celebre Fanlaisie enFa mineur pour Piano\nä 4 mains de W. A. Mozart, arrangee pour\nPiano ä 2 mains, dediöe a Mr. le Baron Lauer-\nMünchhofen. Mit dem Haupt-Titel: Renovation\ndes Oeuvres classiques. Nr. 1. Berlin, chez A. M.\nSchlesinger. Preis 1 Thlr.\nDie wachsende Anzahl neuer Erscheinungen im Gebiete der\nPianoforte-Literatur drängt eine Menge vortrefflicher Clavierwerke\nälterer Zeit in den Hintergrund und überliefert sie der Vergessen-\nheit. Namentlich fährt Dr. Kullak in der Vorrede fort gilt\ndieses von solchen, deren Ausführung an die Betheiligung mehrerer\nSpieler gebunden ist, u. s. w. Die vorhandenen zweihändigen Ar-\nrangements solcher Werke genügen nicht mehr, da sie meistenteils\ntür den Standpunkt einer Technik berechnet sind, die selbst von\nDilettanten jetzt überschritten ist, und in dieser Form nur das Al-\nlernothwendigste nothdürftig wiedergeben. Der Zweck der „R eno-\nvo, ti ons\" ist desshalb, einige der vorzüglichsten Clavierwerke der\ngedachten Art dem Solospieler in einer Weise zugänglich zu ma-\nchen, welche den wesentlichen Schönheiten der Originale möglichst\ngeringen Abbruch thut und geeignet ist, das Interesse an denselben\nwieder aufleben zu lassen. Für diesen Zweck haben freilich die\nMittel benutzt werden müssen, welche der reichen und complicirten\nTechnik des modernen Virtuosenthums allein zu Gebote stehen,\nund es dürfte nicht die schlechteste Nutzanwendung dieser neuen\nTechnik sein, sich an classischen Formen zu verwerthen.\nDer Gedanke ist nicht übel und die Ausführung in dem vorlie-\ngenden Beispiele an der herrlichen Mozart'schcn i*-woZ/-Phantasie9\nmit dem wundervollen Andante in As-dur in der Mitte derselben,\nmit grossem Geschick, wie es sich von Kullak erwarten Hess, zu\nStande gebracht. Er hat dadurch ein gewaltiges Bravourstück ge-\nliefert, das freilich einen ganz anderen Inhalt bietet, als die ge-\nwöhnlichen Blender, deren sich die Virtuosen bedienen. Die ange-\nwandten Mittel sind dieselben, wie sie Liszt in seinen Clavier-Par-\ntituren der Beethoven'schen Pastoral- und C-mo//-Sinfonie gebraucht\nhat, nur enthält die Kullak'sche Bearbeitung der gedachten Phan-\ntasie mehr eigentliche Clavier-Passagen-Bravour, eben weil ihr ein\nCiavierwerk zu Grunde liegt. Den schwierigen Stellen, welche auch\nhäufig mit Fingersatz versehen sind, ist durchweg eine Erleichte-\nrung in kleinerem Druck untergelegt.\nJos. Haydn, Quartett für das Pianoforte, zu vier Hän-\nden gesetzt von Karl Klage. Magdeburg, bei\nHeinrichshofen. Nr. V. Preis 1 Thlr.\nEs ist dieses das Violin-Quartett in Fis-moll mit der Fuge als\nFinale. Die zweckmässigen und geschickten Arrangements von K.\nKlage sind bekannt. Wir wollen nur noch erwähnen, dass wir es\nnicht billigen, wenn beim Unterrichte alle Arrangements als\nunzweckmässig verworfen werden. Abgesehen von dem werthvollen\nInhalte, mit welchem dergleichen Einrichtungen classischer Instru-\nmental-Musik für Pianoforte das Gedächtniss der Schüler bereichern\nund ihren Geschmack bilden, haben sie auch den praktischen\nNutzen, dass sie eine gute Schule des Melodieenspiels und des\nVortrages, besonders auch für die linke Hand sowohl des Primo-\nals des Secondospielers, abgeben.\nJos. Haydn, Sinfonieen für Pianoforte zu vier Händen,\nbearbeitet von Julius Andre. Nr. 12. Offen-\nbach, bei Joh. Andre. Preis 2 Fl.\nMit dieser Nummer ist diese Sammlung von 12 Sinfonieen ge-\nschlossen, welche recht empfehlenswerth ist. Sie enthält die Sinfonie\naus D-dur, deren Allegro so anfängt:"}]}], "pages_ocr_originales": [{"page_pdf": 1, "page_imprimee": "5", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02.1.1", "texte": "Zur Ausbildung des Clavierspiels.\nAloys Schmitt, Methode des Ciavierspiels. Eine plan-\nmässig geordnete Sammlung von Ton-\nstücken zur stufenweisen Ausbildung der Fin-\ngerfertigkeit und des Geschmackes. Op. 114, A\nund B, 4 Hefte. Op. 115, 3 Hefte. Op. 116,\n2 Hefte. Verlag von Johann Andre in Offenbach.\nPreis ä 1 Fl. 48 Kr.\nWir haben diese Hefte alle mit grossem Interesse durchgegangen.\nHermann Hilliger (ein geachteter Tonkünstler aus Frankfurt\nam Main) hat dem ersten Hefte dieser neuen Methode Erklärungen\nvorausgeschickt, in welchen er die Absicht des Verfassers, die sei-\nner Meinung nach hier und da verkannt werden könnte, zu erläu-\ntern versucht. Ob aber diese Erläuterungen, die eigentlich vom\nVerfasser selbst hätten ausgehen müssen, durchaus nothwendig, und\ndie Absicht des Componisten in dem aufgeschlagenen Buche seiner\nSchule sich nicht selbst klar und deutlich ausspricht, wollen wir\ndahingestellt sein lassen. Ueberlassen wir daher dem Publicum die\nLecture derselben und versenken uns lieber in die vor uns liegen-\nden und selbstredenden Hefte.\nZuerst haben wir es hier mit keiner Theorie zu thun, indem\nKenntniss der ersten Elemente vorausgesetzt wird. Das Ganze,\nso wie es vor uns liegt, führt uns gleich beim Aufschlagen der\nersten Seite in die Praxis des Ciavierspiels hinein.\nDas erste Heft, Opus 114, A, als erste Stufe, zeigt uns 82 Lese-\nübungen, deren Notenstellung so eingerichtet ist, dass der Schüler\nauch wirklich lesen muss, d. h. Dass er die Melodie nicht im\nVoraus rathen kann, und daher gezwungen ist, den Blick be-\nständig auf seine Noten zu richten.\nDasselbe Princip, das des Denkens und der Selbststän-\ndigkeit, wendet der Verfasser auch in Bezug auf die Finger-\nsetzung an, die in den ersten Heften desshalb nirgends vorgezeich-\nnet ist. Wo später die Tonstücke und Etüden es erfordern, ist in\neinzelnen Fällen der Fingersatz angemerkt.\nSo laufen diese Leseübungen, stets etwas schwieriger werdend,\nfort, bis sie mit Nr. 48 einen bestimmteren Charakter in der Form\nannehmen, und es erlaubt der Verfasser von hier an, auch Ton-\nstückc von anderen guten Meistern mit einzuflechten, vorausgesetzt,\ndass der Schüler zu deren Vortrag durch die hier errungenen\nVorstudien vollkommen befähigt sei.\nIm zweiten Hefte (Opus 114, B), als zweite Stufe, finden wir\n21 dem ersten Hefte folgerecht entsprechende kleine Stücke, worin\ndie Belehrung scheinbar auf Amüsement gegründet ist und alle\nmögliche Arten der Eintheilung, der Ligation, des Staccato, Rubato,\nder Syncopen, des Rhythmus u. s. w. in verschiedenen Tonarten\nund Tempi enthalten sind. Nr. 8 und 22 enthalten Themata mit\nVariationen, worin namentlich der Mordcnt und das Grupetto eine\nRolle spielen.\nDie dritte Stufe (Opus 114) besteht aus drei Heften reiner Etu-\nden-Gattung, welche als integrirendc Theile zum ersten Hefte A\nwohl gleichzeitig mit dem Notenlesen vorgenommen werden dürf-\nten, da Mechanismus und Intelligenz ja immer Hand in Hand\ngehen, sich gegenseitig ablösen und ergänzen müssen. So sind die\n68 einleitenden Etüden bloss für die mechanische Hand und im\nGeiste der früher in Bonn herausgekommenen und so berühmt ge-\nwordenen Etüden von Aloys Schmitt gebaut, nur mit dem Unter-\nschiede, dass sie hier noch complicirter und ausgeprägter erschei-\nnen. Diese Hefte enthalten nicht weniger als 95 in Gehalt, Form,\nUmfang und Schwierigkeit fortschreitende Exerciticn, unter welchen\nviele wieder als selbstständige Vorträge den Begriff von der stren-\ngen Etud e vergessen machen*).\nDie vierte Stufe (Opus 115, erstes Heft) besteht aus zehn Etü-\nden in Form von Präludien in meist streng gehaltenem Stil, indem\ndas zweite Heft desselben Opus denselben erweitert und gleichsam\nausbeutet. Wir finden hier in 23 Seiten neun Etüden der schwer-\nsten Gattung, die bedeutsamsten Verhältnisse der Technik, des\nRhythmus und des Fingersatzes (meistens in den schwierigsten\nTonarten) berührend und dennoch nach des Componisten Art\nund Weise in elegantem und schwungreichem Charakter. Hat\nder Schüler diese beiden Hefte besiegt, so darf er sich gratuliren.\nDiese bilden nun wieder einen Uebergang, eine Vermittlung zu\nden folgenden zwanzig Tonstücken (Opus hundert sehszehn) in zwei\nHeften, die, obgleich der Verfasser sie als im Rapport mit der\ndritten Stufe bestehend bezeichnet, doch wieder als sclbstständige\nund aus allem Vorhergegangenen resultirendc Tonstücke betrachtet\nwerden können. Wir finden hier durchgeführte Themata, welche\n\n*) Wir haben den eigenthümlichen Charakter dieser Etüden in\neiner Beurtheilung der Hefte der dritten Bildungsstufe in der\nRheinischen Musik-Zeitung, Jahrg. 11, Nr. 18, vom 1. Novem-\nber 1851, ausführlicher erläutert, worauf wir verweisen.\nDie Redact."}, {"page_pdf": 2, "page_imprimee": "6", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02.1.2", "texte": "jedem Pianisten wenn er nicht gerade in einem Prudent'schen\noder Dreischock'schen Genre glänzen will ein willkommener\nFund sein werden. Namentlich überrascht uns dort ein „Trifolium-\nRondo\" (Nr. 3 im zweiten Hefte), welches sich an Originalität der\nErfindung, so wie der Form vor allen auszeichnet. Ueberblicken\nwir nun alle neun Hefte, so finden wir in geschmackvoller Ab-\nwechselung den Gesang, die Bravour und den Humor repräsentirt,\nund es gibt nicht leicht eine Musikgattung, die vom einfachsten\nLiede bis zum brillanten Rondo, von der ersten Finger-Dressur\nbis zur complicirtcn Etüde nicht vertreten wäre.\nMit Einem Worte, des Verfassers Haupt-Grundsatz, dass ein\nschöner und gefühlter Vortrag nur nach überwundener, völlig fes-\nselfreier Mechanik möglich sei, ist in dieser Schule auf das be-\nstimmteste documentirt. Der Verfasser hat also die beiden End-\npunkte des Musikwesens, „Fertigkeit und Vortrag\", auf die erste\nJugend angewendet, indem schon das Kind beim Beginn seiner\nersten Quinten-Uebung zu dem Begriffe gelangt, dass der Mecha-\nnismus das Mittel, der Vortrag aber der Zweck, der Duft der\nTonkunst, also die eigentliche Musik sei.\nIn der That ein Verfahren, welches wir in einer solchen popu-\nlären, fasslichen und progressiven Entwicklung noch in keinem\nuns bis jetzt bekannt gewordenen Tonwerke gefunden haben; und\nso weit sind wir überzeugt, dass, wer diese Schule unter guter\nLeitung gründlich durchmacht, nichtv leicht durch etwas Neues, das\nhier nicht schon vorbereitet wäre, überrascht werden wird.\nWir glauben also dieses dem Titel vollkommen entsprechende\nWerk als einen tüchtigen pädagogischen Zuwachs in der musicali-\nschcn Literatur dem Publicum mit der aufrichtigsten Heberzeugung\nempfehlen zu dürfen, und wünschen somit diesem jüngsten Geistes-\nkinde des nie rastenden Meisters die besten Erfolge. G.\nFerd. Ficker, Systematische Pianoforte'Schule. Erste\nAbtheilung. Musicalische Elementarlehre und\nGrundlage zur Bildung eines künstlerischen An-\nschlags u. s. w. (Systemalic Metliod for the Piano\netc.) New-York, Hamburg und Leipzig, bei Schu-\nberth & Comp. Preis 1 Thlr.\nDiese von der Verlagshandlung sehr schön ausgestattete Clavier-\nschule verdient alle Berücksichtigung. Die theoretischen Lehren\nsind in sehr deutlicher und bestimmter Fassung (Deutsch und Eng-\nlisch gegenüber) ausgedrückt, und die systematisch fortschreitende\nMethode hat unseren vollen Beifall. Einer Menge von Lehrern,\nwelche heut zu Tage Clavier-Unterricht geben, fehlt es leider an\nden richtigen Ansichten über Hand- und Fingerstellung und An-\nschlag; sie finden hier treffliche Belehrung. Wir sind auf die Fort-\nsetzung des Werkes neugierig und ermuntern Herrn F. Ficker\ndazu, der, so viel wir wissen, in Leipzig seine musicalischen Stu-\ndien gemacht hat und von J. Moscheies mit Recht sehr warm em-\npfohlen ist. Eine Neuerung, welche der Verfasser für die Benen-\nnung der Noten (nach ihrem Werthe) im Englischen eingeführt\nhat nach dem Zahlen-System auf deutsche Weise Halbe, Viertel\nu. s. w., statt der Minims, Crotcheis etc. —, ist sehr zweckmässig\nund wird gewiss, wenn auch nicht in Old England, doch in Nord-\namerica durchdringen.\nJh. Kullak, Die Schule der Finger-Hebungen. Metho-\ndische Anleitung für Anfänger im Ciavierspiel.\nPraktisch dargestellt von E. D. Wagner. Op.\n61. Berlin, bei Schlesinger. 2 Hefte. Complet\n2 Thlr.\nEin sehr brauchbares Werk, welches mehr gibt, als der Titel\nahnen lässt, indem auch die nöthigen theoretischen Erläuterungen\naus der Elementar-Musiklchre in Bezug auf Intervalle, Tonleitern\nund Accorde vor den praktischen Hebungen nicht fehlen. In wel-\nchem Verhältnisse das Verdienst des Herrn E. D. Wagner zu der\nersten Ausgabe der „Schule der Finger-Ucbungcn\" von Kullak\nsteht, vermögen wir nicht zu beurtheilen, da uns diese nicht zur\nIland ist. Das gegenwärtige Werk ist nach dem Vorworte als eine\nzweite, erweiterte Ausgabe derselben zu betrachten, und soll „diese\nErweiterung aus dem Bedürfnisse entsprungen sein, denjenigen\nSchülern, welchen anderweitige Verhältnisse* nicht gestatten, die\nnöthige Zeit auf die eigene Ausarbeitung der Finger-Uebungen im\nSinne des ersten Werkes von Th. Kullak zu verwenden, durch ein\nreichlicheres Material fördernd an die Haud zu gehen\" ein Satz,\nder uns freilich nicht ganz klar ist. Desto klarer sind wir mit uns\nselber über die Empfehlung der vorliegenden beiden Hefte für\njeden Schüler, dem es mit der Technik des Pianoforte Ernst ist.\nDas Ganze zerfällt in vier Haupt-Abschnitte, welche 1) die Grund-\nübungen und dann die Hebungen von der Secunde bis zur Quinte,\n2) das Studium der Tonleitern (wobei wir sehr billigen, dass die\nMoll-Tonleitern durchweg doppelt, in harmonischer und melo-\ndischer Form, gegeben werden), 3) die Hebungen für entferntere\nIntervalle (Spannen, Handgelenk, Octaven), 4) Hebungen, welche\naus Accorden, Dreiklängen und Vierklängen (SeptimenrAccorden)\nentstehen —, umfassen. Ueberall ist Methode, System, Ernst; nur\nvon Spiel, nicht von Spielerei ist die Rede, daher auch alles so\ngenannte Angenehmmachen hier wegfällt; wir haben es mit einer\ntrockenen, aber sehr gründlichen Grammatik in Beispielen zu thun.\nHeinr. Cramer, Sechs Studien für das Pianoforte.\nAloys Schmitt zugeeignet. 4. Werk. Ottenbach,\nbei Joh. Andre. Preis 1 Fl. 30 Kr.\nSechs zum Theil präludienartige, namentlich für Uebungen in\nDoppelgriffen und Sprüngen instruetive, überall mit Fingersatz ver-\nsebene Studien, zu deren Bewältigung schon ein hoher Grad von\nFertigkeit gehört. Der musicalische Gehalt derselben ist sehr un-\ngleich und nirgends besonders tief.\nH. Cramer, Etüde en Trioles. Op. 98. Offenbach,\nebendaselbst. Preis 45 Kr."}, {"page_pdf": 3, "page_imprimee": "7", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02.1.3", "texte": "Ein leichtes, mit Fingersatz versehenes Stück, welches ohne\nbesonderen Gehalt den Zweck, die rechte Hand in Triolcn zu\nüben, erfüllt. •\n\nFür Pianoforte.\nJ. C. Kessler, Scherzo pour le Piano, dedie a Madame\nde Duniecka. Oeuvre 45. Leopol, chez Ch. Wild.\nPreis 25 Sgr.\nEin glänzendes, dreizehn Seiten langes, frisch bewegtes Bravour-\nstück in 11-dureigentümlich und inhaltsvoll.\n,/. C. Kessler, Pelits Tableau (sie) pour le\nPiano h quatre mains. Oeuvre 49. Leopol,\nchez Ch. Wild. Cah. I & 11, a 28 Sgr.\nJedes Heft enthält vier leichte Stücke, die sich über gewöhn-\nliche Musik für Kinder durch Erfindung und einfache, aber den-\nnoch wirkliche Arbeit, bei welcher die linke Hand nicht bloss den\nTrommelbass spielt, auszeichnen. Man vergleiche besonders Nr. 5\nund Nr. 8. Beide Stimmen, Primo und Sccundo, sind nicht auf den\ngegenüberstehenden Seiten neben einander, sondern auf einer und\nderselben Seite über einander (in Partitur) gestochen, was die\nEinübung und das Orientiren der Schüler erleichtert. Die Ausstat-\ntung dieser und des folgenden Heftes gereicht der Verlagshand-\nlung zur Ehre. \" . . ..\nJ. C. Kessler, Eludes rhapspour le Piano, de-\ndie.es a Md. La Princesse H. Sapieha. Oeuvre 51.\nLeopol, chez Ch. Wild. Cah. I. Pr. 1 Thlr. 5 Sgr.\nVier gewaltige Bravourstücke, bei denen der Name Etüde nichts\nanderes als Schwierigkeit bedeutet. Nr. 1, ein in\n• 4 4\nc-dur, 4/4 (ist die neue Tactbezeichnung » > •' u. s. w. ein\n„ . * . •\nFortschritt??), mit grossen Spannungen und Octaven, sowohl in\nSprüngen als glissando; Nr. 2, ein Andante in C-moU, 3/4\\ 3,\nein Allegretto scherzando in Des-dur, 2/4, und Nr. 4, ein Allegro vi-\nvace in U-inoll,, 4/8, für die rechte Hand allein. Die höchste\nStufe der neueren Technik ist jedoch hier nicht auf Klingklang\nund Salon-Musik angewendet, sondern auf musicalische Gedanken,\ndenen man eine gewisse ernstliche Meinung nicht absprechen kann,\nin welcher Hinsicht namentlich • Nr. 2 in C-moll uns am meisten\nbefriedigt hat. Nr. 4 ist ein Tour de force, bei dessen Studium gar\nMancher mit zwei gesunden .Händen noch genug zu thun finden,\nwürde; wer aber einen starken Rheumatismus in der Rechten hat,\ndem wünschen wir Glück zum schweisstreibenden Exercitium. So\nhätten wir denn jetzt besondere Compositionen für jede einzelne\nHand. Daraus wird sich eine ganz neue torm entwickeln, nämlich\nEtüden für zwei verschiedene Hände auf zwei Gravieren\" oder\nkürzer „für zwei einhändige Pianisten\". Es lebe der Fortschritt!\nes leben die neuen Formen! Wir bitten uns aus, dass die Ge-\nschichtschreiber der Musik uns die Priorität dieser Erfindung einer\nClavier-Musik der Zukunft gehörig zu Gut schreiben!\nDoch alles auf der Welt gleicht sich Wiederaus; wenn der eine\nComponist uns zu Einarmigen verstümmelt, so macht uns der an-\ndere, Herr Karl Burchard, in seiner Einrichtung der\nOuvertüre zur Zauber flöte für das Pianoforte zu\nsechs Händen, Dresden, bei Ad. Brauer, für\n20 Sgr.,\nzu einem dreileibigcn und sechsarmigcn Geryon am Claviere. Der\nDruck ist so eingerichtet, dass auf der linken Seite die dritte, auf\nder rechten die zweite und erste Stimme stehen:\nS. 1. Parte Hlza. j S. 2. P. Ilda. P. Ima.\nMan begreift, dass nur auf sehr schmächtige Spieler gerechnet ist,\nvon denen zwei die Extreme einnehmen und der dritte sich wahr-\nscheinlich zwischen zwei Stühle setzt.\nFerd. Hiller, Valse expressive pour le Piano, (Mdie k\nMrs. Owen Jones. Op. 55A. Berlin, chez Ad.\nMt. Schlesinger. Preis 1/2 Thlr.\n, . « , ♦ • • •\nFerd. Hiller,Trois Marches pour le Piano, dediees a\nMlle. Paule Lenormant. Op. 55. Ebendaselbst.\nPreis 2/3 Thlr.\n* '\"K* ' *'■ * * • . '« • *• ' ' * • \"\nVier sehr hübsche und originelle Kleinigkeiten; der Walzer\nist ein reizendes Blumenblatt, das vom leisen Windhauche über die\nstille Woge. eines See's getrieben wird; von den Märschen,\nwelche drei verschiedene Charaktere tragen - Marcia giocosa in\nEs-diir Marcia elegiaca in D-moll ~ Marcia scherz-osd in A-dur\ngefallen uns der erste und der zweite ganz besonders durch die in\ndem kleinen Rahriien prägnant genug ausgesprochene Eigenthüm-\nlichkeit. Dabei sind es wirkliche Märsche, während Nr. 3 mehr ein\nScherzo dlla Marcia ist.\n* * . ./ • «*.'*•\nJ. Rosenhain, Trois Mazurkas pour Piano. Oeuvre 52.\n• ( *\nVienne, chez P. Mechetti Veuve. Pr. 20 Sgr.\n•• « • • \"• * * ' • * *\nDrei hübsche und leichte Mazureks, an denen nicht bloss die\nBaronin. M. v. Rothschild und die Gräfin Karoly und die berühmte\nPianistin Rosa Kastner, denen sie gewidmet sind, sondern auch\neine Menge anderer berühmter und unberühmter Damen Vergnü-\ngen finden werden.\nv • X.. # * i\n# % ♦ • • V. V, / ; . a 14 J .. ♦ - „ .1 0 >\nStephen Heller, Blumen-, Frucht- und Dorncnsiückc\nfür Piano. Op. 82 in 111 Heften. Berlin, bei Schle-\nsinger. Heft I 5/ß Thlr., II % Thlr., 111 1 Thlr.\n* , * • § • . ( t , • • # ' 4.\nYon Stephen Heller werden die Pianisten, sowohl Künstler als\nDilettanten, alles Neue willkommen beissen, und der anzeigende"}, {"page_pdf": 4, "page_imprimee": "8", "url_page": "https://bluemountain.princeton.edu/bluemtn/?a=d&d=bmtnabi18540225-02.1.4", "texte": "Referent braucht nicht zu sagen: „Spielt diese Hefte durch und ur-\ntheilt selbst!\" denn das wird auch ohne seine Mahnung geschehen.\nDer in diesem Augenblicke mit der Anzeige Beauftragte wird aber\ntrotzdem auch seine Meinung aussprechen. Diese Blumen-, Frucht-\nund Dornenstücke enthalten allerdings gar manche liebliche Blu-\nmen, deren buntes Farbenspiel und deren artiger Duft sehr an-\nziehen und fesseln. Dahin rechnen wir besonders die sechs Num-\nmern des I. Heftes (jedes hat deren sechs), die Nummern 9, 10 und\n12 des 11. und Nummer 13 und 15 des 111. Heftes. Will man diese\nauch als Früchte betrachten, nämlich eines in kleinen Genre-\nbildchen mit Phantasie und anerkennungswerther Richtung auf das\nEdlere schaffenden Talentes, so wollen wir nicht widersprechen.\nWurmstichig sind diese Früchte keinesfalls; ob sie aber auch alle\nnaturwüchsig das geworden sind, was sie jetzt sind, ist eine andere\nFrage, und diese müssen wir bei manchen verneinen, welche in\nStoff und Colorit mehr künstlichen Nachbildungen von Wachs als\nvollsaftigen Erzeugnissen der Natur gleichen. Die eben erwähnte\nedlere, an sich sehr lobenswerthe Richtung des Componisten hält\nihn allerdings von dem Gemeinen fern, verleitet ihn aber auch zu-\nweilen, wie so manchen Tondichter der Gegenwart, das Ungemeine\nim Absonderlichen zu suchen, und es ist, als ob dieses Streben\nmanchmal den Flug der Phantasie, wenigstens derjenigen, welche\nMelodie schafft, hemmte und statt des Frischen und Lebensfähigen\nTrockenes und Welkes erzeugte. So laufen denn auch einige Dor-\nnenstückc mit unter und rechtfertigen den Titel, wenn auch viel-\nleicht nicht ganz im Sinne des Autors. Dornen der technischen\nSchwierigkeit sind eben nicht vorhanden, so dass auch massig fer-\ntige Dilettanten diese Stücke spielen können; nur erfordern sie zu-\nweilen eine grosse Spannung. Einige derselben können für kleine\nEtüden gelten, da sie eine bestimmte Figur neben der Melodie\ndurchführen, wie z. B. Nr. 1, 5, 8, 15, 16.\n\nArrangements für Pianoforte.\nHi.Kullak> Celebre Fanlaisie enFa mineur pour Piano\nä 4 mains de W. A. Mozart, arrangee pour\nPiano ä 2 mains, dediöe a Mr. le Baron Lauer-\nMünchhofen. Mit dem Haupt-Titel: Renovation\ndes Oeuvres classiques. Nr. 1. Berlin, chez A. M.\nSchlesinger. Preis 1 Thlr.\nDie wachsende Anzahl neuer Erscheinungen im Gebiete der\nPianoforte-Literatur drängt eine Menge vortrefflicher Clavierwerke\nälterer Zeit in den Hintergrund und überliefert sie der Vergessen-\nheit. Namentlich fährt Dr. Kullak in der Vorrede fort gilt\ndieses von solchen, deren Ausführung an die Betheiligung mehrerer\nSpieler gebunden ist, u. s. w. Die vorhandenen zweihändigen Ar-\nrangements solcher Werke genügen nicht mehr, da sie meistenteils\ntür den Standpunkt einer Technik berechnet sind, die selbst von\nDilettanten jetzt überschritten ist, und in dieser Form nur das Al-\nlernothwendigste nothdürftig wiedergeben. Der Zweck der „R eno-\nvo, ti ons\" ist desshalb, einige der vorzüglichsten Clavierwerke der\ngedachten Art dem Solospieler in einer Weise zugänglich zu ma-\nchen, welche den wesentlichen Schönheiten der Originale möglichst\ngeringen Abbruch thut und geeignet ist, das Interesse an denselben\nwieder aufleben zu lassen. Für diesen Zweck haben freilich die\nMittel benutzt werden müssen, welche der reichen und complicirten\nTechnik des modernen Virtuosenthums allein zu Gebote stehen,\nund es dürfte nicht die schlechteste Nutzanwendung dieser neuen\nTechnik sein, sich an classischen Formen zu verwerthen.\nDer Gedanke ist nicht übel und die Ausführung in dem vorlie-\ngenden Beispiele an der herrlichen Mozart'schcn i*-woZ/-Phantasie9\nmit dem wundervollen Andante in As-dur in der Mitte derselben,\nmit grossem Geschick, wie es sich von Kullak erwarten Hess, zu\nStande gebracht. Er hat dadurch ein gewaltiges Bravourstück ge-\nliefert, das freilich einen ganz anderen Inhalt bietet, als die ge-\nwöhnlichen Blender, deren sich die Virtuosen bedienen. Die ange-\nwandten Mittel sind dieselben, wie sie Liszt in seinen Clavier-Par-\ntituren der Beethoven'schen Pastoral- und C-mo//-Sinfonie gebraucht\nhat, nur enthält die Kullak'sche Bearbeitung der gedachten Phan-\ntasie mehr eigentliche Clavier-Passagen-Bravour, eben weil ihr ein\nCiavierwerk zu Grunde liegt. Den schwierigen Stellen, welche auch\nhäufig mit Fingersatz versehen sind, ist durchweg eine Erleichte-\nrung in kleinerem Druck untergelegt.\nJos. Haydn, Quartett für das Pianoforte, zu vier Hän-\nden gesetzt von Karl Klage. Magdeburg, bei\nHeinrichshofen. Nr. V. Preis 1 Thlr.\nEs ist dieses das Violin-Quartett in Fis-moll mit der Fuge als\nFinale. Die zweckmässigen und geschickten Arrangements von K.\nKlage sind bekannt. Wir wollen nur noch erwähnen, dass wir es\nnicht billigen, wenn beim Unterrichte alle Arrangements als\nunzweckmässig verworfen werden. Abgesehen von dem werthvollen\nInhalte, mit welchem dergleichen Einrichtungen classischer Instru-\nmental-Musik für Pianoforte das Gedächtniss der Schüler bereichern\nund ihren Geschmack bilden, haben sie auch den praktischen\nNutzen, dass sie eine gute Schule des Melodieenspiels und des\nVortrages, besonders auch für die linke Hand sowohl des Primo-\nals des Secondospielers, abgeben.\nJos. Haydn, Sinfonieen für Pianoforte zu vier Händen,\nbearbeitet von Julius Andre. Nr. 12. Offen-\nbach, bei Joh. Andre. Preis 2 Fl.\nMit dieser Nummer ist diese Sammlung von 12 Sinfonieen ge-\nschlossen, welche recht empfehlenswerth ist. Sie enthält die Sinfonie\naus D-dur, deren Allegro so anfängt:"}]}